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Bedienungsanleitung

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Bedienungsanleitung
Stand 01.10.2007
Bedienungsanleitung Flüssigkeitsg. Motoren_Deutsch
Seite 1 von 28
08.01.2008/TH
Bedienungsanleitung
Stand 01.10.2007
Inhaltsverzeichnis
1.
Typenschlüssel
4
2.
Sicherheitshinweise
4
2.1
4
Gemäss Prüfbericht zusätzlich
3.
Normenkonformität
5
4.
Technische Daten
5
5.
Montage
5
5.1
Allgemeines
5
5.2
Aufstellung
5
5.3
Kupplungen / Riemenscheiben, Auswuchtung
6
5.4
Aufhängevorrichtung
7
5.5
Besteigen von elektrischen Maschinen
7
5.6
Sondermassnahmen
7
6.
Inbetriebnahme
8
6.1
Isolationswiderstand des Motors
8
6.2
Vorbereitung
6.2.1
Netzanschluß
6.2.2
Elektrische Absicherung
6.2.3
Thermische Absicherung
6.2.4
Anschlussschemas
9
9
9
10
10
6.3
Installationen
13
6.4
Drehrichtung
13
6.5
Motorschutz
6.5.1
Thermischer Motorschutz TMS
13
13
Bedienungsanleitung Flüssigkeitsg. Motoren_Deutsch
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08.01.2008/TH
Bedienungsanleitung
Stand 01.10.2007
7.
Flüssigkeitskühlung
7.1
Funktionsweise
7.1.1
AK = 8-kant Ausführung
7.1.2
G = glatte Ausführung (ohne Kühlrippen)
15
15
15
7.2.
Kühlung
7.2.1
7.2.2
7.2.3
7.2.4
15
15
16
17
17
7.3
8.
9.
15
Kühlmedium
Durchflussmenge für Normausführung
Temperaturen
Kühlwasserdruck
Instandhaltung
7.3.1
Installation
7.3.2
Wartung
7.3.3
Störungen im Zusammenhang mit Flüssigkeitskühlung
Instandhaltung
18
18
18
18
19
8.1
Schmierung der Wälzlager
8.1.1
Lager mit Lebensdauerschmierung
8.1.2
Lager mit Nachschmiervorrichtung
8.1.3
Schmiermittel
20
20
20
20
8.2
Ersatzteile
21
8.3
Störungen allgemein
21
Ergänzungen für Betriebsmittel in
explosionsgefährdeten Bereichen
9.1
Explosionsschutz allgemein
9.1.1
Einteilung nach Gerätegruppen / Kategorien / Zonen /
Temperaturklassen
9.1.2
Kennzeichnung
9.1.3
Beispiele von Kennzeichnungen
23
23
23
24
25
9.2
Motoren zur Speisung durch Frequenzumrichter mit veränderlicher
Frequenz und Spannung
Fehler! Textmarke nicht definiert.
9.2.1
Sicherheitsabschaltung bei Betrieb mit Frequenzumrichter 27
9.3
Reparaturen von explosionsgeschützten Motoren
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27
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Bedienungsanleitung
Stand 01.10.2007
1.
Typenschlüssel
** *** *- * *
**
***
=
=
*-
*
*
2.
=
=
=
Bauform
AK = 8-kant Ausführung
G = glatte Ausführung (ohne Kühlrippen)
R = Fussausführung B3
F = Flanschausführung normal B5 oder B14
AF = Flanschausführung abnormal B5
BF = Flanschausführung abnormal B14
RF = Fuss-/Flanschausführung (auch RAF, RBF)
Bauhöhe in [mm]
Baulänge
S = kurz
M = mittel
L = lang
Polzahl
Spezialausführungen
Sicherheitshinweise
Die Elektromotoren sind für die Verwendung als industrielle Antriebssysteme
bestimmt und dürfen nicht ohne Rückfrage beim Hersteller für artfremde
Funktionen eingesetzt werden.
2.1
Gemäß Prüfbericht zusätzlich:
Es dürfen keine Veränderungen an den Betriebsmitteln vorgenommen werden, die
nicht ausdrücklich in dieser Betriebsanleitung aufgeführt sind.
Bei nicht korrektem Zusammenbau ist die geforderte Schutzart IP 55 nach
EN 60529 nicht mehr gewährleistet.
Diese elektrischen Betriebsmittel dürfen bestimmungsgemäss nur im
unbeschädigten und sauberen Zustand nur dort betrieben werden, wo die
Beständigkeit des Gehäuses gewährleistet ist.
Bei allen Arbeiten an Betriebsmitteln sind die nationalen Sicherheits- und
Unfallverhütungsvorschriften sowie die Sicherheitshinweise dieser Betriebsanleitung zu beachten.
Es dürfen nur autorisierte Fachkräfte Montage- und Unterhaltsarbeiten
vornehmen.
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3.
Normenkonformität
Die explosionsgeschützten elektrischen Maschinen entsprechen den
Anforderungen der CENELEC-Normen EN 1127-1, EN 60079-0, EN 60079-7,
EN 61241-0 und EN 61241-1.
Sie wurden entsprechend dem Stand der Technik und gemäß EN 29001
entwickelt, gefertigt und geprüft.
Sämtliche Angaben von Normen basieren auf dem Jahr der jeweils gültigen
Ausgabe.
4.
Technische Daten
Gemäß Motordatenblättern zum Prüfbericht.
Gemäß Typenschlüssel Punkt 1.
5.
Montage
5.1
Allgemeines
Spannungsführende und rotierende Teile von elektrischen Maschinen können
schwerwiegende oder tödliche Verletzungen verursachen. Die Aufstellung,
Inbetriebnahme und Wartung dürfen nur von autorisiertem Fachpersonal
ausgeführt werden. Die Weisungen des Herstellers und die örtlichen einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen, Verordnungen und dergleichen sind bei der
Aufstellung, Inbetriebnahme, Nutzung und Wartung einzuhalten.
5.2
Aufstellung
Der Elektromotor muß auf solider und schwingungsfreier Unterlage, entweder
direkt auf einem Betonsockel, auf gut verankerte Fundamentklötze oder z.B.
TIXIT-Stahlspannschienen, festgeschraubt werden.
Bei Wand- oder Deckenmontage soll die Befestigung auf soliden Unterzügen aus
Profileisen erfolgen. In Metall ausgeführte Fundamente sollen einen
korrosionsschützenden Anstrich aufweisen.
Vor dem Festschrauben ist der Motor mit der anzutreibenden Maschine
achsenrichtig gut auszurichten (ev. durch dünne Feinblechunterlagen), wobei
besonders darauf zu achten ist, daß beim Anziehen der Befestigungsschrauben
Motor oder Maschine nicht verspannt werden.
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Stand 01.10.2007
Durch Verwendung von Gummipuffern oder Dämpfungselementen werden
Schwingungs- und Geräuschübertragungen vermieden. Verwenden Sie nur
einwandfreie und geeignete Materialien.
Der Motor ist ausgelegt für eine Umgebungstemperatur von –20° C bis +40° C.
Die maximale Aufstellungshöhe beträgt 1000 m.ü.M. Wird dieser Wert
überschritten, muß die Leistung reduziert werden, resp. die Einstellung eines
tieferen Stromwertes auf dem thermisch verzögerten Überstromauslöser
eingestellt werden. Es muß gewährleistet sein, daß die erforderliche Flüssigkeitskühlung ungehindert der elektrischen Maschine zur Verfügung steht.
Bei der Befestigung des Motors ist darauf zu achten, daß sich allfällig vorhandene
Kondenswasserlöcher an der tiefsten Stelle befinden.
5.3
Kupplungen / Riemenscheiben / Auswuchtung
Wellenbauteile dürfen nur fachgerecht und mit geeigneten Werkzeugen
montiert/demontiert werden. Beachten Sie unbedingt, daß keine Beschädigung der
Wälzlager erfolgt.
Alle Läufer sind in Halbkeilwuchtung (H) dynamisch ausgewuchtet entsprechend
der Schwingstärkestufe N (normal). Schwingungsarme Motoren der
Schwingstärkestufe R oder S sowie hochgenaue Motoren für Präzisionsmaschinen
können auf Anfrage geliefert werden.
Kupplungen oder Riemenscheiben müssen ebenfalls mit Halbkeil auf einem
geeigneten Dorn gewuchtet werden.
Die Wellenbauteile sind gegen selbständiges Lösen oder Verschieben zu sichern.
Treibt der Motor einen Riemenantrieb an, achten Sie darauf, daß die Riemen nicht
zu stark gespannt werden (Kräfte auf die Motorenlager). Informieren Sie sich über
die erforderliche Spannkraft, welche der Riemenhersteller vorschreibt.
Alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutze vor rotierenden Teilen müssen
beachtet und realisiert werden.
Das Nichtbeachten der Wuchtungsart führt zu Vibrationen, welche sich schädlich
auf Lager und Motorenteile auswirken.
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Der Leitwert der Riemen für explosionsgefährdete Bereiche muß eine
elektrostatische Aufladung verhindern.
Die Montage von Kupplungen oder Riemenscheiben hat mit einer geeigneten
Aufziehvorrichtung zu erfolgen. Die Motorenwelle und die angetriebene Welle
sind genau aufeinander auszurichten. Fluchtfehler führen zu Vibrationen oder gar
Lagerschäden. Bei der Verwendung von Riemenscheiben ist darauf zu achten, daß
keine unzulässigen Radialkräfte auf die Lagerung wirken. Bei Antrieben mit
mehreren Keilriemen müssen nötigenfalls Motoren mit verstärkten Lagern
eingesetzt werden.
5.4
Aufhängevorrichtung
Aufhängevorrichtungen wie die Aufhängeösen sind ausschließlich für das
Anheben des Motors dimensioniert. Angebaute Maschinen dürfen damit nicht
angehoben werden.
Achtung:
5.5
Verletzungsgefahr durch herabstürzende Last!
Besteigen von elektrischen Maschinen
Die Dimensionierung des Befestigungsflansches und anderen Anbauteilen erlaubt
keine Zusatzlast wie beispielsweise das Besteigen der Maschine.
Achtung:
5.6
Bruch- und Verletzungsgefahr!
Sondermassnahmen
Für Sondermaschinen werden je nach Ausführung nötigenfalls ergänzende
Unterlagen abgegeben.
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6.
Inbetriebnahme
Das Betriebsmittel darf nur nach den maßgebenden Vorschriften und
Sicherheitsregeln sowie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik, der
CENELEC-Norm EN 60079-14 und / oder EN 61241-14, sowie der
Betriebsanleitung installiert und betrieben werden.
Es ist unzulässig, am Betriebsmittel zusätzliche Änderungen der Betriebsweise
und Überwachungsfunktion vorzunehmen.
Jedem Betriebsmittel liegt ein Anschlussschema bei. Die Angaben über die
Kontaktbelegung der Haupt- und Steuerstromkreise im Anschlusskasten sind
unbedingt zu beachten.
Es ist darauf zu achten, daß die auf dem Typenschild angegebenen Werte und
fallweise zusätzliche Angaben der Motorendatenblätter eingehalten werden.
Die ergänzenden Angaben des Prüfberichtes sind zu beachten.
In explosionsgefährdeten Bereichen gelten ergänzende Vorschriften und
Weisungen.
6.1
Isolationswiderstand des Motors
Vor der Inbetriebnahme des Motors, insbesondere wenn Hinweise auf erhöhte
Feuchtigkeit vorliegen, ist der Isolationswiderstand zwischen den Phasen und der
Masse sowie zwischen den Phasen zu kontrollieren. Die Kontrolle ist zwingend
nach der Lagerung des Motors von mehr als sechs Monaten. Der Widerstand mit
einem Isolationsprüfgerät (500 VDC bei 25° C gemessen) sollte nachfolgenden
Wert unterschreiten:
Ri
≥
(20 x U) / (1000 + 2 x P)
Ri
U
P
=
=
=
Isolationswiderstand [MΩ]
Spannung [V]
Nennleistung [kW]
Bei erhöhten Umgebungstemperaturen ist der Wert des Isolationswiderstandes für
jeweils 10° C zu halbieren.
Die Messung darf nur von autorisierten Personen durchgeführt werden. Nach der
Messung ist die Wicklung gegen Masse zu entladen, um einen Spannungsstoss bei
der Berührung der Wicklung auszuschließen.
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Werden tiefere Werte gemessen, ist das weitere Vorgehen mit dem Hersteller oder
einer autorisierten Servicestelle zu besprechen.
6.2
Vorbereitung
6.2.1
Netzanschluß
Die Zuleitungen sowie die nötigen Erdleitungen sind den geltenden Vorschriften
entsprechend auszuführen. Beachten Sie die notwendigen Kabelquerschnitte! Die
erforderliche Nennspannung und die Frequenz sind auf dem Leistungsschild des
Motors angegeben.
Anschluß und Anordnung der Verbindungslaschen sind zwingend nach dem im
Klemmenkasten befindlichen Schaltschema vorzunehmen. Bei Verlust des
Schemas oder bei Unklarheiten ist eine Rücksprache mit dem Hersteller unbedingt
erforderlich.
Nicht benutzte Öffnungen oder Kabeleinführungen an den elektrischen
Betriebsmitteln müssen mit entsprechend geprüften Verschluss-Stopfen
verschlossen werden. Kontrollieren Sie die Dichtung im Klemmenkastendeckel
und schließen Sie diesen dicht ab.
Die Anordnung des Kabels vor der Einführung in den Klemmenkasten muß so
gewählt werden, daß kein Tropfwasser entlang des Kabels in die
Kabelverschraubung eindringen kann.
6.2.2
Elektrische Absicherung
Die Absicherung des Motors ist entsprechend der auf dem Leistungsschild
angegebenen Stromstärke vorzunehmen und zwar unter Berücksichtigung der
Anlaufverhältnisse.
Statt Sicherungen können Motorschutzschalter verwendet werden, welche den
Motor gegen Überlastung schützen. Motorschutzschalter sind entsprechend der
auf dem Leistungsschild des Motors angegebenen Stromstärke einzustellen.
Für Ex-Motoren beachten Sie unbedingt die Angaben des Verhältnisses
Anlaufstrom zum Nennstrom IA zu IN sowie die Auslösezeit tE für den Motor.
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6.2.3
Thermische Absicherung
Bei speziellen Betriebsverhältnissen können die Motoren mit Thermofühler
ausgestattet werden.
Es ist zu beachten, daß Thermoschaltkontakte oder Kaltleiterfühler bei der
Herstellung in die Statorwicklung eingebaut werden und ein Nachrüsten nur
schwer möglich ist.
Die Fühler werden mit einem Steuergerät verbunden. Beim Überschreiten der
zulässigen Temperatur (durch die Isolationsklasse vorgegeben) wird der Motor
über den Schütz oder den Motorschutzschalter abgeschaltet.
6.2.4
Anschlussschemas
Für jeden vom Hersteller gelieferten Elektromotor liegt im Klemmenkasten das
gültige Anschlussschema bei. Halten Sie sich an diese Vorschrift! Bei
Unklarheiten oder Änderungen ist eine Rücksprache mit dem Hersteller sinnvoll.
Schutzleiter sind aus sicherheitstechnischen Gründen obligatorisch und dürfen nur
an die dafür speziell bezeichnete Klemme angeschlossen werden!
Für die in der Praxis am meisten verwendeten Anschlussarten finden Sie die
Schemas nachfolgend.
Bei Direktanlauf kann die Y- oder die ∆ - Schaltung für die Betriebsspannung
verwendet werden.
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Normalerweise werden 6 Anschlussklemmen und 1 Schutzklemme in den
Klemmenkasten geführt.
Bei Y-∆
∆-Anlauf ist die ∆-Spannung immer die Netzspannung.
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Beim Y-∆-Anlauf wird der Motor zunächst in die Sternschaltung an das Netz
gelegt und nach dem Hochlaufen auf die Dreieck-Stufe umgeschaltet. Er kann nur
dort angewendet werden, wo das Gegenmoment so klein ist, daß der Motor mit ca.
⅓ des Anlaufmomentes hochlaufen kann. Er soll erst in die Dreieck-Stufe
umgeschaltet werden, wenn der Umschaltstrom nicht höher liegt als der
Einschaltstrom der Sternspannung.
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6.3
Installationen
Die im Anschlusskasten einzusetzenden Kabel und Leitungsführungen aus Metall
oder Kunststoff müssen gesondert bescheinigte Bauteile der Zündschutzart
erhöhte Sicherheit Ex e II sein. Es ist bei der Montage sicherzustellen, daß ein
Lockern der elektrischen Anschlüsse und Leitungseinführungen verhindert wird
und die dauerhafte Abdichtung dieser Einführungsstellen gewährleistet ist.
Je nach Ausführung werden die Leiter mit vorschriftsgemäßen Querschnitten nach
Anschlussplan auf die dafür vorgesehenen Klemmbolzen geführt.
Elektrische Installationen dürfen nur von autorisierten Fachkräften ausgeführt
werden.
Unsachgemäße Installationen können zu einem tödlichen Stromstoß führen oder
einen Brand auslösen.
Die Oberflächentemperatur der Maschine kann auch im Normalbetrieb zu
Hautverbrennungen führen.
6.4
Drehrichtung
Werden die Netzanschlüsse L1, L2, L3 ordnungsgemäß auf die
Anschlussklemmen U1, V1, W1 geführt, läuft der Motor rechts, d.h. die
Drehrichtung ist im Uhrzeigersinn mit Blick auf die Stirnseite der Antriebswelle.
Eine Drehsinnüberprüfung darf nur von autorisierten Personen durchgeführt
werden. Dabei ist der erforderliche Berührungsschutz zu berücksichtigen und der
Keil oder die Riemenscheibe sowie andere lose Teile ordentlich zu befestigen.
Nebst der üblichen Ausführung mit Klemmenkasten können die Motoren mit
Steckeranschluss ausgerüstet werden. Die Wahl des Steckertyps hängt im
Wesentlichen von der Motorausführung ab.
Bei Unklarheiten betreffend des Steckeranschlusses ist eine Rücksprache mit dem
Hersteller zwingend.
6.5
Motorschutz
Elektrische Maschinen sind gegen unzulässige Erwärmung infolge Überlastung zu
schützen. Motoren, die ihren Anzugsstrom IA bei Nennspannung und
Nennfrequenz oder Generatoren, die ihren Kurzschlussstrom IK ohne unzulässige
Erwärmung dauernd aushalten können, bedürfen keines Überlastungsschutzes.
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Als Schutzeinrichtungen kommen in Betracht:
a) Überstromschutzeinrichtungen mit stromabhängig verzögerter Auslösung.
Z.B. Motorstarter nach der Norm der Reihe EN 60947-4-1 in allen
Aussenleitern, die auf höchstens den Nennstrom der Maschine einzustellen
sind. Werden bei ∆-Schaltung Auslöser oder Relais mit den
Wicklungssträngen in Reihe geschaltet, so ist für die Auswahl und die
Einstellung der Auslöser der Nennwert des Strangstromes zugrunde zu legen,
d.h. der 0,58-fache Motoren-Nennstrom.
b) Einrichtungen zur
Temperaturfühlern.
direkten
Temperaturüberwachung
mit
Hilfe
von
c) Andere Einrichtungen, die in einer den vorerwähnten Schutzeinrichtungen in
gleichwertiger Weise den geforderten Schutz gegen unzulässige Erwärmung
bewirken.
Ein zu hoch eingestellter Wert kann die Maschine zu stark erwärmen und zu einer
Explosion führen oder auch einen Brand auslösen. Die einschlägigen Installationsvorschriften sind zu beachten.
Für Maschinen der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit "e" gelten in der Zone 1
ergänzende Bestimmungen.
Die einschlägigen Vorschriften sind unbedingt einzuhalten:
EN 60079-14 (elektrische Betriebsmittel für gasexplosionsgefährdete Bereiche)
Teil 14 (elektrische Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen) und / oder
EN 61241-14 insbesondere die zusätzlichen Anforderungen für die Zündschutzart
"Ex e" Erhöhte Sicherheit sowie nationale Vorschriften wie z.B.
Deutschland
Schweiz
usw.
6.5.1
DIN VDE 0165
SN SEV 1000
Thermischer Motorschutz TMS
Motoren mit thermischem Motorschutz sind mit in der Statorwicklung
eingebauten Temperatursensoren wie Kaltleiter PTC, Pt-100, Bimetallschalter
usw. ausgerüstet. Der Anschluß für Sensoren verhindert weitgehend ein
Überschreiten der zulässigen Wicklungsgrenztemperatur. Die entsprechende
Anweisung zum Anschluß eines dieser Überwachungssysteme ist strikte
einzuhalten.
Beim Anschluß von explosionsgeschützten Maschinen sind die einschlägigen
Vorschriften
bezüglich
der
Installation
und
der
verwendbaren
Überwachungsgeräte unbedingt zu beachten. Für das Auslösegerät des
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Kaltleiterfühlers muss eine EG-Baumusterprüfbescheinigung vorliegen. Dadurch
wird ein Überschreiten unzulässiger Grenztemperaturen verhindert.
Explosionsgefahr durch thermische oder elektrische Zündquelle.
Die Wirksamkeit dieser Überwachung muß bei der Inbetriebsetzung von einer
autorisierten Person überprüft werden.
7.
Flüssigkeitskühlung
7.1
Funktionsweise
Die beiden Ausführungen der flüssigkeitsgekühlten Motoren unterscheiden sich im
Aufbau und der Durchflussweise des Kühlmediums wie folgt:
7.1.1
AK = 8-kant Ausführung
Der Kühlflüssigkeitseintritt resp. –austritt erfolgt
durch die Kühlflüssigkeitsadapter. Das Kühlmedium
durchfliesst die Kammern abwechslungsweise in
axialer Richtung.
7.1.2
G = glatte Ausführung (ohne Kühlrippen)
Der Kühlflüssigkeitseintritt resp. –austritt erfolgt
seitwärts am Motor durch die Kühlflüssigkeitsanschlüsse. Das Medium durchfliesst den Motor
spiralförmig.
7.2.
Kühlung
7.2.1
Kühlmedium
Als Kühlmedium sind Wasser, Kühlschmiermittel (Wasser – Oel) oder
Hydraulikoel vorgesehen. Beim Einsatz von Wasser als Kühlmittel ist, um
vorzeitige Korrosionsschäden und Kalkablagerungen zu vermeiden,
sauerstoffarmes, weiches Wasser (7 – 15° fH) einzusetzen. Dies kann in einem
geschlossenen System oder mit Speisewasser erreicht werden.
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Gesamthärte
mol/m3
oder mmol/l
°f H
0 - 0.7
0.7 - 1.5
0-7
7 - 15
Bezeichnung
Härtegrade
französische deutsche englische amerikanische
°e
°f
DH oder °d
ppm
sehr weich
weich
0-7
7 - 15
0 - 3.92
3.92 - 8.4
0 - 4.9
4.9 - 10.5
0 - 70
70 - 150
Um Verstopfungen im Kühlmantel und somit auch einer Überhitzung des Motors
vorzubeugen, muss das Kühlmedium mittels einer Filteranlage im Kühlsystem
gereinigt werden. Maximale Grösse der zulässigen Fremdkörper beträgt 10-3 mm.
7.2.2
Durchflussmenge für Normausführung
Die Durchflussmenge des Kühlmediums hängt von der Motorbaugrösse und der
Leistung ab. Die nachfolgend aufgeführten Durchflussmengen gelten als
Richtwerte.
Typ /
Baugrösse
G 71 M
G 80 M
G 90 S
G 90 L
G 100 L
G 112M
G 132 S
G 132 M
G 160 M
G 160 L
G 180 M
G 180 L
G 200 L
G 225 S
G 225 M
G 250 M
Leistung
2-pol
1.30 kW
1.85 kW
2.40 kW
3.30 kW
5.50 kW
8.20 kW
11.00kW
16.50kW
24.00kW
27.50kW
34.00kW
41.00kW
53.00kW
70.00kW
79.00kW
81.00kW
4-pol
1.20 kW
1.35 kW
1.85 kW
2.60 kW
4.60 kW
7.00 kW
9.00 kW
12.50kW
17.50kW
24.00kW
27.50kW
33.00kW
47.00kW
66.00kW
75.00kW
80.00kW
Bedienungsanleitung Flüssigkeitsg. Motoren_Deutsch
Kühlwasser
l/min
1.6
2.1
2.7
2.7
3.5
4.5
6.6
6.6
9.6
9.6
12.0
12.0
15.0
19.0
19.0
23.0
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Hydraulikoel
l/min
8.0
10.5
13.5
13.5
17.5
22.5
33.0
33.0
48.0
48.0
60.0
60.0
75.0
95.0
95.0
115.0
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Typ /
Baugrösse
AK 71 L
AK 80 L
AK 90 L
AK 100L
AK 112L
AK 132L
AK 160L
AK 180L
AK 200L
AK 225L
Leistung
2-pol
1.85kW
3.30kW
5.50kW
8.20kW
16.50kW
27.50kW
41.00kW
53.00kW
70.00kW
81.00kW
4-pol
1.35kW
2.60kW
4.60kW
7.00kW
12.50kW
24.00kW
33.00kW
47.00kW
66.00kW
80.00kW
Kühlwasser
l/min
2.1
2.7
3.5
4.5
6.6
9.6
12.0
15.0
19.0
23.0
Hydraulikoel
l/min
10.5
13.5
17.5
22.5
33.0
48.0
60.0
75.0
95.0
115.0
Durchflussmengen für spez. Motorleistungen auf Anfrage.
7.2.3
Temperaturen
Die Eintrittstemperatur des Kühlwassers darf max. 40°C betragen. Ist diese grösser,
so verkleinert sich die max. Leistung des Motors. Das Kühlwasser soll zudem die
Eintrittstemperatur von 15°C nicht unterschreiten, da durch eine zu intensive
Kühlung im Motorinnern Kondenswasser entstehen kann. Um Kondenswasser zu
vermeiden, müssen der Motor und der Kühlwasserkreislauf gleichzeitig
ausgeschaltet werden.
Um die Kühlmittelerwärmung im Motor von ∆T = 7-10 K wieder auf die
empfohlene Eintrittstemperatur von 20 - 25°C abzukühlen, sollte ein
Wärmetauscher im Kühlsystem vorgesehen werden. Bei kleinen Motoren kann
dieser durch ein grosses, geschlossenes Rücklaufbecken ersetzt werden.
7.2.4
Kühlwasserdruck
Das Kühlgehäuse wird nach der Montage mit einem Druck von 5 bar auf seine
Dichtheit geprüft. Der konstante Druck des Kühlmittels soll deshalb 3,0 bar nicht
überschreiten.
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7.3
Instandhaltung
7.3.1
Installation
Beim Montieren der Kühlwasserzuführung ist darauf zu achten, dass die beiden
Kühlwasseradapter nicht verdreht werden. Ein Verdrehen der Adapter kann zu
Undichtheit der Wasserkühlung führen (siehe Skizze und Schild).
Adapter nicht verdrehen
7.3.2
Wartung
Die Wasserkühlung der unter 7.2.2 aufgeführten Typen ist wartungsfrei (Achtung: Filter
kontrollieren).
7.3.3
Störungen im Zusammenhang mit Flüssigkeitskühlung
Störung
Mögliche Ursache
Maßnahme
Wasseraustritt am Gehäuse
Gehäuseoberfläche beschädigt
Gehäuseoberfläche und Schweissnähte
auf Rissbildung kontrollieren
Wasseraustritt zwischen Flansch /
Lagerschild und Gehäuse
Flachdichtung beschädigt
Dichtung ersetzen
Dichtflächen an Gehäuse, Flansch oder Dichtflächen nacharbeiten, Dichtung
Lagerschild beschädigt
ersetzen
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08.01.2008/TH
Bedienungsanleitung
Stand 01.10.2007
Wasseraustritt im Bereich der
Kühlwasseradapter
Adapter zu fest angezogen, Adapter
lose
Adapter beschädigt
Adapter korrekt montieren, Gewinde
zusätzlich mit ergo 4209 abdichten
Adapter ersetzen
Starke Erwärmung des Gehäuses
Kühlwasserfluss unterbrochen
Kühlkammern verstopft
Wasserfluss / Durchlaufmenge
kontrollieren
Wasserfluss / Durchlaufmenge
kontrollieren. Sauberkeit des Wassers
kontrollieren
Ungleiche Wassermenge am Einund Austritt
Gehäuse undicht
Kühlkammern verstopft
8.
Gehäuse und Anschlüsse auf
Dichtheit kontrollieren
Wasserfluss / Durchlaufmenge
kontrollieren. Sauberkeit des Wassers
kontrollieren
Instandhaltung
Die für die Wartung und Instandhaltung geltenden Bestimmungen der
maßgebenden Vorschriften und Sicherheitsregeln sowie der CENELEC-Norm
EN 60079-17 sind einzuhalten.
Im Rahmen der Wartung sind vor allem die Teile zu prüfen, von denen die
Zündschutzart abhängt.
Instandhaltungsarbeiten dürfen nicht unter Spannung ausgeführt werden. Vor dem
Öffnen des Anschlusskastens muß die Maschine vom Netz getrennt werden.
Achtung:
Das Berühren unter Spannung stehender blanker Leiter ist
lebensgefährlich!
Die Instandhaltung von elektrischen Maschinen für explosionsgefährdete Bereiche
darf nur von autorisierten Fachkräften ausgeführt werden. Die Anforderungen zur
Erlangung dieses Status werden national geregelt.
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08.01.2008/TH
Bedienungsanleitung
Stand 01.10.2007
8.1
8.1.1
Schmierung der Wälzlager
Lager mit Lebensdauerschmierung
Die Motoren der Baugrössen 56 bis 112 enthalten Lager mit einer LebensdauerFettschmierung, geeignet für Umgebungstemperaturen von –20° C bis + 40° C.
Die im Lager befindliche Fettmenge reicht unter normalen Betriebsbedingungen
für mehrere Jahre. Bei einer allfälligen Revision sind die Lager zu ersetzen.
8.1.2
Lager mit Nachschmiervorrichtung
Motoren ab Baugrösse 132 können auf Wunsch mit einer Nachschmiervorrichtung
versehen werden.
Nachschmierintervalle und Fettmengen sind beim Motorenhersteller anzufordern.
8.1.3
Schmiermittel
Der Hersteller setzt standardmäßig folgende Schmierfette ein:
a) für normale Rillen- und Zylinderrollenlager (Drehzahlen bis ca. 6000 min-1).
Typ:
Temperaturbereich:
Turmogrease N3
-40° C bis +180 °C
b) für Spindel- und Hochgeschwindigkeits-Lager (Drehzahlen > 6000 min-1).
Typ:
Temperaturbereich:
Isoflex LDS 18 Spec. A
-50° C bis +120 °C
Für spezielle Betriebsbedingungen sind auch Spezialfette einsetzbar.
Das Demontieren des Ankers innerhalb der Garantiezeit darf nur im
Einverständnis mit dem Hersteller oder von einer durch den Hersteller
autorisierten Person oder Firma erfolgen.
Bei Motoren für explosionsgefährdete Bereiche dürfen nur Lager mit
Originalabmessungen und Lagerspiel verwendet werden.
Ein größeres Lagerspiel kann einen zu kleinen Luftspalt zur Folge haben.
Achtung:
Explosionsgefahr!
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Stand 01.10.2007
8.2
Ersatzteile
Beschädigte Teile sollen nur durch Originalteile ersetzt werden.
Die Verwendung von Fremdteilen kann zu Unfällen führen.
Achtung:
Brandgefahr!
Es dürfen nur Originalteile verwendet werden. Der Austausch hat durch
autorisiertes Fachpersonal zu erfolgen.
8.3
Störungen allgemein
Störung
Mögliche Ursache
Heißlaufen der Lager
Lager sind zuwenig oder zuviel
geschmiert
Lager sind defekt
Kräfte auf die Motorenwelle sind zu
groß
Erhitzung der Wicklung / Überlast
Stromaufnahme zu groß
Blockierung der Welle
Defekte Lager
Angetriebene Maschine ist blockiert
Verschmutzung
Stillstand des Motors
Überbelastung
Keine oder zu geringe
Betriebsspannung
Unterbruch einer Phase
Kondenswasser, Feuchtigkeit
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Maßnahme
Optimale Schmierung der Lager
Lager ersetzen
Achsausrichtung und Belastung durch
den Abtrieb kontrollieren
Stromaufnahme kontrollieren, Last
kontrollieren
Lager ersetzen
Blockade beheben
Antriebssystem reinigen
Belastung durch den Abtrieb
kontrollieren
Betriebsspannung/Sicherungen prüfen
Wicklung kontrollieren, Zuleitungen
kontrollieren
Kondenswasser ablassen, Motor
trocknen und Wicklung neu
imprägnieren
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Brummen des Motors
Unterbruch einer Phase
Kurzschluß in der Wicklung
Lagerverschleiss
Falsche Drehzahl
Über- oder Unterbelastung
Unterbruch einer Phase
Veränderungen in der Frequenz
Spannungsquelle prüfen, Wicklung
kontrollieren
Wicklung kontrollieren
Lager ersetzen
Auslegung prüfen und angetriebene
Maschine kontrollieren
Wicklung kontrollieren, Zuleitung
kontrollieren
Frequenz resp. Frequenzumrichter
kontrollieren
Falsche Drehrichtung
Fehler in der Verkabelung
Anschluß gemäß Schema überprüfen
Vibrationen, Schwingungen
Lagerverschleiss und Unwucht des
Motors oder der angetriebenen
Maschine
Lager prüfen, bei Bedarf ersetzen.
Motor und angetriebene Maschine
separat auf Unwucht prüfen
Lärm, Geräusch
Lagerverschleiss oder mechanische
Reibung des Motors oder der
angetriebenen Maschine
Lager prüfen, bei Bedarf ersetzen.
Kupplung und Abtrieb auf
Verschleiss-Spuren prüfen
Leistung wird nicht erreicht
Auslegung falsch
Antriebsystem fällt beim Start aus
Anlaufverhältnisse/Absicherung
unrichtig
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Auslegung und Berechnungsdaten
kontrollieren
Anlaufschaltung, Sanftanlasser und
Stromaufnahme kontrollieren
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9.
Ergänzungen für Betriebsmittel in explosionsgefährdeten
Bereichen
9.1
Explosionsschutz allgemein
Der Hersteller ist nach der EU-Richtlinie 94/9/EG ATEX 95 zertifiziert und
verweist den Betreiber auf das Merkblatt der SUVA: Explosionsschutz –
Grundsätze, Mindestvorschriften, Zonen (Best. Nr. 2153.d).
Für das Anwenden der erforderlichen Schutzmassnahmen ist die Kenntnis der
sicherheitstechnischen Kenngrösse der verwendeten brennbaren Stoffe notwendig.
9.1.1
Einteilung nach Gerätegruppen / Kategorien / Zonen / Temperaturklassen
Gerätegruppe
Kategorie
Zone
Klassen
II
1G
0
T1 – T6
II
2G oder 1G
1
T1 – T6
II
3G, 2G
oder 1G
2
T1 – T6
II
1D
20
T Messung
°C
II
2D oder 1D
21
T Messung
°C
II
3D, 2G
oder 1D
22
T Messung
°C
G = Gas
Einsetzbare Zündschutzarten
Eigensicherheit „ia“
Vergusskapselung „ma“
Ölkapselung “o”
Sandkapselung “q”
druckfeste Kapselung “d”
Eigensicherheit “ib”
erhöhte Sicherheit “e”
Vergusskapselung “mb”
Überdruckkapselung “p”
Zusätzlich:
nichtfunkende Betriebsmittel “nA”
Eigensicherheit „iaD“
Vergusskapselung „mD“
Schutz durch Gehäuse „tD“ bzw. IP6X
Zusätzlich:
IP6X (z.B. IP65)
Überdruckkapselung „pD“
Zusätzlich:
IP 5X (z.B. IP54) sofern der Staub
nicht leitend ist
IP 6X (z.B. IP65) sofern der Staub
leitend ist
D = Staub (Dust)
Anmerkung für die Zonen 20, 21, 22 (Staubschutz)
In den Zonen 20, 21 und 22 dürfen die Temperaturen von sämtlichen Oberflächen,
die mit Staubwolken in Berührung kommen könnten, zwei Drittel der
Mindestzündtemperatur der betreffenden Staubwolke nicht überschreiten. Darüber
hinaus müssen die Temperaturen von Oberflächen, auf denen sich Staub ablagern
kann, um einen Sicherheitsabstand von mindestens 75°C niedriger sein als die
Mindestzündtemperatur der Schicht, die sich aus dem betreffenden Staub bilden
kann.
Staubablagerungen haben eine isolierende Wirkung und behindern deshalb die
Wärmeabfuhr an die Umgebung. Je dichter die Staubschicht, desto geringer die
Wärmeabfuhr. Dies kann zu einem Wärmestau führen und damit eine weitere
Temperaturerhöhung zur Folge haben. Dieser Vorgang kann bis zur Entzündung
der Staubschicht führen. Elektrische Betriebsmittel, die in einer explosionsfähigen
Gas-Luft-Atmosphäre sicher betrieben werden können, sind daher nicht
zwangsläufig für einen Betrieb in staubexplosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
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9.1.2
Kennzeichnung
EG Baumusterprüfbescheinigungs-Nr.
SEE
98
ATEX
2298
Bescheinigungsnummer
Richtlinie
Jahr
Prüfstelle
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9.1.3
Beispiele von Kennzeichnungen
Beispiel 1
0499
II
2
G
Ex
de
IIC
T4
CE-Kennzeichnung
Kennnummer der
benannten Stelle
Kennzeichen zur Verhütung von
Explosionen (ATEX 95)
Gerätegruppe
Kategorie (z.B. 2 = Zone 1)
Ex-Atmosphäre
Gas
Brennbarer Staub
G
D
Explosionsschutz
Zündschutzart
Überdruckkapselung
Druckfeste Kapselung
Erhöhte Sicherheit
Druckfeste Kapselung
(Klemmenkasten erhöhte Sicherheit)
Explosionsgruppe
Grenzspaltweite (MESG)
> 0,9 mm
≥ 0,5 mm < 0,9 mm
< 0,5 mm
Temperaturklasse
OberflächenGrenztemperatur
450 °C
300 °C
200 °C
135 °C
100 °C
85 °C
p
d
e
de
A
B
C
T1
T2
T3
T4
T5
T6
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Beispiel 2: (Gas und Staub)
Zonen 1 und 2, 21 und 22:
Beispiel 3: (nur Staub)
Zone 22 :
0499
II 2G
Ex e II T3
0499
II 2D
Ex tD A21 IP 65 T 110°C
0499
II 3D
Ex tD A22 IP 55 T 95°C
Beispiel 4:
Leistungsschild
Erhöhte Sicherheit Ex e nach EN 60079-7 und Schutz durch Gehäuse Ex tD 21
nach EN 61241-1
Netzbetrieb
Kategorie 2 und 3 für die Bereiche Zone 1 und 2 bzw. Zone 21 und 22
Staub und Gas
Beispiel 5:
Leistungsschild
Erhöhte Sicherheit Ex e II T3 nach EN 60079-7 und Schutz durch Gehäuse Ex tD
21 nach EN 61241-1
Frequenzumrichterbetrieb
Kategorie 2 und 3 für die Bereiche Zonen 1 und 2, 21 und 22
Gas und Staub
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9.2
Motoren zur Speisung durch Frequenzumrichter mit veränderlicher
Frequenz und Spannung
Norm / Abschnitt
EN 60079-15:2005
Abschnitt 17.8.2
EN 60079-14:2003
Abschnitt 14.4
EN 60079-0:2004
EN 60079-7:2003
Abschnitt 5.2.4.6
EN 60079-14:2003
Abschnitt 11.2.4
Zündschutzart
Bedingungen
Nicht funkend
„nA“
Müssen als Einheit mit dem in den beschreibenden
Unterlagen festgelegten Umrichter geprüft werden.
Erhöhte Sicherheit
„e“
Müssen als Einheit mit dem in den beschreibenden
Unterlagen festgelegten Umrichter geprüft werden.
Variante
a)
EN 60079-0:2004
EN 60079-1:2004
EN 60079-14:2003
Abschnitt 10.5
9.2.1
Druckfeste
Kapselung
„d“
Variante
b)
Einheit muss nicht zusammen geprüft
werden, wenn die Wicklungstemperatur oder
die max. Oberflächentemperatur überwacht
wird und z.B. der Hersteller des Motors den
thermischen Nachweis erbringen kann, dass
der Motor für Umrichterbetrieb geeignet ist.
Motor mit Schutzeinrichtung und Umrichter
müssen als Einheit geprüft werden, wenn der
thermische Nachweis nach Variante a) nicht
erbracht werden kann.
Sicherheitsabschaltung bei Betrieb mit Frequenzumrichter
Die Sicherheitsabschaltung der Einheit (Motor und FU) muss durch eine allpolige
Netztrennung in Abhängigkeit der richtig eingestellten sicherheitsrelevanten FUParameter und der im Motor eingebauten Kaltleiterfühler sichergestellt werden.
Für das Auslösegerät des Kaltleiterfühlers muss eine EG-Baumusterprüfbescheinigung vorliegen. Dadurch wird ein Überschreiten unzulässiger Grenztemperaturen verhindert.
9.3
Reparaturen von explosionsgeschützten Motoren
Wird eine Reparatur nicht durch den Hersteller vorgenommen, darf sie nur durch
eine Werkstatt, die sich über die Fachkundigkeit von Instandstellungsarbeiten bei
explosionsgeschützten Antrieben ausweisen kann, ausgeführt werden. EMWB gilt
als anerkannte Prüfstelle einer akkreditierten Firma und darf Reparaturwerkstätte
befähigen.
Bei der Lieferung eines reparierten Motors muss eine schriftliche Erklärung der
ausgeführten Arbeiten abgegeben werden.
Der Motor muss zudem ein Zusatzschild mit folgenden Angaben aufweisen:
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Hinweis Reparatur
Reparaturdatum
Name und Firmenadresse
der Reparaturwerkstatt
Fortlaufende
Reparatur Nr.
Symbol für Reparatur
R
Symbol für
Modifikation
Hinweis EN-Nr.
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