close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

EOL-Übungen - Anleitung - quer - Jugendbildungsstätte Windberg

EinbettenHerunterladen
Erfahrungsorientiertes Lernen (EOL) – Sozialkompetenz-Übungen
Anleitungen für Referent/innen und (künftige) Führungskräfte
Stifte abstellen
- Kooperationsübung – beliebig viele; je Gruppe 4-6 Personen
Material:
Je Gruppe: 1 größerer Marker-Stift oder 1 Klebestift; evtl. Kreppband als Abgrenzungsband, evtl. Maßband oder Meterstab
zum Messen des Abstandes
Vorbereitung:
Gruppe aufteilen auf je 4-6 TN; Material bereitstellen
Regeln:
Bei der Präsentation der Übung darf kein Körperteil eines/e3r Mitspielers/in vor der Abgrenzung den Boden berühren.
Anleitung (für jede Kleingruppe):
Euer gemeinsamer Auftrag ist es, diesen Stift soweit wie möglich vor der Begrenzungslinie auf den Boden abzustellen. Er
darf nicht umfallen. Ihr könnt nun für euch als Gruppe üben und messen. In etwa 20 Minuten treffen wir uns hier im
Gruppenraum und dann testen wir, welche Gruppe den weitesten Abstand des Stiftes zur Begrenzungslinie herbeiführen
kann. Der Stift muss stehen und niemand von euch darf den Boden vor der Begrenzungslinie berühren. Nur der Stift darf
sich dort befinden.
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle Ideen gesammelt – alle aktiv beteiligt - Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung –
Strategie gemeinsam? – Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wieviel Nähe
verträgt jede/r - Wieviel „Scheitern“-„Misserfolg“ braucht man, bis man erfolgreich ist? – Welche Situationen in zu Hause,
in der Schule, unter Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen? Usw. usf.
Teamnavigator / Gruppennavigator
- Kooperationsübung – 9-36 (72) Personen
Material:
Navigator mit 36 Seilen, Klarsicht-Halter mit Filzstift, „Mal- oder Schreibblatt“ mit 38,5 x 58,5 cm, evtl. Tesa (fixieren)
Vorbereitung:
Blatt mit 38,5 x 58,5 cm vorbereiten, evtl. Gruppen-, Firmen- oder Schullogo darauf malen, Blatt in Navigator einlegen,
Navigator in Mitte stellen (auf niedrigen Tisch oder auf den Boden); Seile entwirren (12/6/12/6) und auslegen
Regeln:
Es dürfen nur die Seile berührt werden
Anleitung:
Euer Auftrag ist es, gemeinsam mit Hilfe dieses „Schreibgerätes“ das Schul- (Gruppen-, Firmen-)Logo nachzufahren, (oder
etwas zu zeichnen). Dazu dürft ihr nur die Seile berühren. Viel Erfolg dabei!
Variante1: - Fernsteuerung - Seilschaft ist blind. Jede/r am Seil hat eine/n Partner/in, der ihm/ihr sagt, was er/sie tun soll
Variante 2: - Nonverbale Kommunikation – Seilschaft arbeitet ganz ohne sprachliche Kommunikation (bis zu 72 Personen
als direkt Beteiligte möglich)
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle aktiv dabei? - Kräfte gleichmäßig verteilt – Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung –
Strategie gemeinsam? – Ideen einzelner überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wie
haben die Mitglieder der Seilschaft auf die Fernsteuerung reagiert? – Wurden Befehle so ausgeführt, wie der Sehende das
wollte? – Wurden vom Seilteam die Befehle verstanden? – haben alle „an einem Strang gezogen“? - Sind mit dem Ergebnis
auf dem Blatt alle zufrieden? Was hätte noch besser gemacht werden können? – Wieviel „Scheitern“-„Misserfolg“ braucht
man, bis man erfolgreich ist? – Welche Situationen in zu Hause, in der Schule, unter Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe
vergleichen? Usw. usf.
Ketten-Reaktion
- Kooperationsübung – 2-100 Personen
Material:
100 bis 3000 Dominosteine –- drei verschiedene Holzarten oder drei verschieden Farben
Vorbereitung:
Dominosteine bereitlegen; evtl. Gruppe in bis zu drei (oder mehr) Parallelgruppen aufteilen
Regeln:
- Eigentlich keine – Um ??? Uhr soll das „Feuerwerk“ gezündet werden; dann sollen alle Steine – möglichst ohne Unterbrechung –
umfallen. Als Bewertungs-Kriterien evtl. Zeitdauer der Kettenreaktion und Originalität des Aufbaus sowie Anzahl der Unterbrechungen
festlegen
Anleitung:
Ihr habt nun den Auftrag miteinander zu „spielen“. Ihr sollt mit diesen Dominosteinen (gemeinsam) einen schönen interessanten
Parcour aufbauen. Wenn ihr zusätzliches Material braucht, fragt bei uns nach. Was wir möglich machen können, machen wir möglich.
Um ??? Uhr soll der Startschuss abgefeuert werden, soll die „Kettenreaktion“ beginnen. Dann sollen alle Steine – möglichst ohne
Unterbrechung – umfallen. Viel Spaß beim bauen. Gerne dürft ihr noch ein paar Minuten beraten, planen, überlegen, Arbeit aufteilen,
bevor das große Bauen los geht. (Evtl. Firmen- oder Schullogo bauen??)
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgedacht, probiert - Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung – Strategie gemeinsam? –Stellen
eingebaut, die unbeabsichtigte Kettenreaktion abstoppen - Gegenseitig geholfen, wenn Fehler passiert? – Strategie abgesprochen Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wie habt ihr reagiert? – (Haben die Teams
gegeneinander gespielt – Warum) – Waren alle bei Planung/ Aufbau beteiligt? - Welche Situationen zu Hause, in der Schule, unter
Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen? Usw. usf.
(Hinweis für Leitung: Diese Übung dauert bei vielen Dominosteinen relativ lange. Sie eignet sich sehr für eine Gestaltung eines Abends.
Bitte bei Planung der Uhrzeit für Beginn der Kettenreaktion einplanen, dass ihr unbedingt noch ca. 20 Minuten für die Auswertung
braucht. Bevor Frustration den Höhepinkt erreicht: Evtl. Hinweis geben, dass man beim Aufbauen immer wieder 2 Klötzchen (als
Sperre) umlegen kann, damit nicht alles kaputt geht, wenn durch einen Fehler die Kettenreaktion unbeabsichtigt beginnt. Bei
Parallelgruppen könnte Zeitdauer und Originalität des Aufbaus mit bewertet werden. )
Schatzbergung (aus gefährlichem See) - Kooperationsübung – 4-32 Personen
Material:
Gummiring, an dem bis zu 32 Seile befestigt sind; Abwassermuffe mit Deckel, evtl. gefüllt mit Bonbons (Schatz),
größere Unterlage für Abwassermuffe (= Insel in der Mitte des Sees)
Vorbereitung:
Abwassermuffe (evtl. gefüllt mit Bonbons = Schatz) steht auf Unterlage in der Mitte des Raumes; Gummiring mit Seilen
liegt im See; 1 Seil ragt so aus dem See raus, dass es von einer Person geholt werden kann.
Regeln:
Alle Schatzberger/innen dürfen das Seil nur ganz hinten festhalten, denn der See in der Mitte ist sehr, sehr gefährlich.
Wenn der Schatz von der Insel in der Mitte (Unterlage) ins Wasser fällt, ist der Schatz verloren. Wenn der Schatz auf festem
Boden am Ufer des Sees steht und er vom Gummiring wieder befreit ist, darf der Schatz an die Bergungsmannschaft verteilt
werden.
Anleitung:
Ihr seid eine Schatzbergungsmann- und frauschaft. Euer Auftrag ist es, den Schatz hier in der Mitte des gefährlichen und
giftigen Sees zu bergen. Auf keinen Fall dürft ihr in den See hinein, denn dann seid ihr verloren, zumindest blind. Ihr dürft
euch auch nicht darüber beugen, denn dann seid ihr blind wg. der giftigen Dämpfe. Ihr dürft aber die Hilfsmittel benutzen,
die hier im See rumliegen. Wenn der Schatz ins Wasser rutscht oder fällt, ist der Schatz unwiederbringlich verloren. Beratet
euch für 5 Minuten, dann kann es losgehen. Viel Erfolg bei der Bergung!
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgeholfen? - Kraft gleichmäßig verteilt – Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung –
Strategie gemeinsam? – Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wurde Schatz
gerecht verteilt? – Wieviel „Scheitern“-„Misserfolg“ braucht man, bis man erfolgreich ist? – Welche Situationen in zu
Hause, in der Schule, unter Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen?
Team-Schaufel
- Kooperationsübung – 4-18 (32) Personen
Material:
Abwasserrohr, geknickt, an dem bis zu 32 Seile befestigt sein können; Ball oder Bonbons (Schatz)
Vorbereitung:
Team-Schaufel bereitlegen; Ball oder Bonbons am Boden verteilen
Regeln:
Ball oder Bonbons dürfen nicht aktiv mit Hilfsmitteln oder Körperteilen berührt werden. Wer Ball oder Bonbons berührt,
wird blind. Seile sollten weit hinten festgehalten werden.
Anleitung:
Ihr seid eine Schatzbergungsmann- und frauschaft. Euer Auftrag ist es, den Schatz hier im Raum zu bergen. Ihr habt keine
weiteren Hilfsmittel zur Verfügung, als diese „Teamschaufel“ mit den Seilen. Transportiert euern Schatz hier an diesen
Punkt (evtl. Platz auf Stuhl oder Tisch)
Variante1: - Fernsteuerung - Bergungsmann -frauschaft ist blind. Sie wird von Leitungsteam per Zuruf gesteuert.
Leitungsteam sitzt verteilt in den vier Ecken des Raumes (ähnlich steuerbare Kamera)
Variante 2: - Nonverbale Kommunikation – Bergungsmann -frauschaft steckt in Schutzanzügen; Funk-Kommunikation fällt
aus – kein Gespräch mehr möglich
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgeholfen? - Kraft gleichmäßig verteilt – Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung –
Strategie gemeinsam? – Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wie haben
die Mitglieder der Bergungsmann -frauschaft auf die Fernsteuerung reagiert? – Wurden Befehle so ausgeführt, wie das
Leitungsteam das wollte? – Wurde vom Bergungsteam die Befehle verstanden? - Wurde Schatz gerecht verteilt? – Wieviel
„Scheitern“-„Misserfolg“ braucht man, bis man erfolgreich ist? – Welche Situationen in zu Hause, in der Schule, unter
Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen? Usw. usf.
Pipeline
- Kooperationsübung – 6-32 Personen
Material:
6 Halbrohre, je ca. 1 m lang, 1 Kugel (oder kleiner Ball oder Tennisball), evtl. 1 kleiner Eimer (oder anderes Behältnis)
Vorbereitung:
Pipeline, Kugel und Behältnis bereitlegen.
Regeln:
Kugel darf nicht berührt und nicht festgehalten werden; Kugel muss immer rollen; Kugel muss in Behältnis hineinfallen; alle TeamMitglieder sollen bei Aufgabe beteiligt sein
Anleitung:
Ihr als Team habt nun den Auftrag, gemeinsam eine andauernd rollende Kugel von hier ……. (Platz zeigen) bis zu hier …….. (Platz und
Behältnis zeigen) mit Hilfe dieser Pipeline zu transportieren. Die Kugel darf von euch weder berührt noch anderweitig festgehalten
werden. Sie muss immer im rollenden Zustand sein. Ihr habt 10 Minuten Zeit, um euch 1. zu beraten, 2. eine Strategie auszuarbeiten
und 3. die Strategie auszubrobieren. …. Los geht’s, und viel Erfolg
Variante1: - Wettbewerb – 2, 3, 4 oder mehr Teams treten nacheinander gegeneinader an und die Zeit wird gestoppt, wie lange die
Kugel braucht, bis sie ins Behältnis fällt.
Variante 2: - Gruppenkooperation parallel – 2, 3 oder mehr Teams beraten parallel eine Strategie, stellen sich dann die Strategien vor
und beschließen eien neue gemeinsame Strategie, die sie gemeinsam ausprobiern dun durchführen.
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgedacht, probiert - Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung – Strategie gemeinsam? – Ideen
überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wie haben die Mitglieder der anderen Gruppe auf die
anderen Strategie-Ideen reagiert? – Wurden Anregungen so ausgeführt, wie ich das wollte? – Wurden meine Anregungen verstanden?
– Wieviel „Scheitern“-„Misserfolg“ braucht man, bis man erfolgreich ist? – Welche Situationen in zu Hause, in der Schule, unter
Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen? Usw. usf.
(Hinweis für Leitung: Leitung legt Kugel in Pipeline hinein; evtl. mehrere Durchläufe machen; evtl. Schwierigkeiten einbauen: Türe,
Treppe; Behältnis erhöht stellen ….)
Leonardos Brücke
- Kooperationsübung – 6-40 Personen
Material:
2 Sets Planungsmaterial (kleine Stoffsäckchen mit je ca. 32 Holzstäbchen, ca. 12 cm lang);
1 Set Brückenbau-Material (Stoffsack mit ca. 32 Holzstangen, je 120cm lang)
Vorbereitung:
Platz schaffen; 4x5 Meter sind mindestens notwendig; Planungs- und Baumaterial bereitlegen; Gruppe in 2 Teams
aufteilen, Planungs- und Baumaterial auf beide Teams aufteilen; beide Teams sind durch 1-2 Meter breiten Fluss getrennt
(evtl. mit Klebeband Ufer markieren)
Regeln:
Keine Hilfsmittel erlaubt; Brücke muss mindestens 2-3 Meter überspannen; Brücke muss keinen Menschen tragen; Teams
dürfen nicht auf andere Seite
Anleitung:
Ihr alle seid ein gemeinsames Brückenbau-Team. Euer Auftrag ist es, nur mit den vorhandenen Holzlatten eine Brücke
zueinander zu bauen. Diese Brücke muss nur sich selber tragen, keine Menschen. Die Brücke muss am Schluss eine
Mindestspannweite von (2) 3 Metern haben. Den gefährlichen Fluss hier zwischen euch, dürft ihr nicht betreten. Zur
Erleichterung der Planung bekommt jede Team-Hälfte ein komplettes Planungsset im Maßstab 1:10. Die beiden Teams
können über den Fluss hinweg miteinander reden, aber keiner darf auf die andere Flussseite. Viel Erfolg beim Bau!!
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgeholfen? - Kraft gleichmäßig verteilt – Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung –
Strategie gemeinsam? – Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Beide Teams
zusammen gearbeitet? – Rolle „Wissender“? Wieviel „Scheitern“„Misserfolg“ braucht man, bis man erfolgreich ist? Welche Situationen in zu Hause, in der Schule, unter Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen?
Hinweis für Leitung:
Wenn man die Holzlatten in einer bestimmten Art und Weise längs und quer ineinander steckt, hält die Konstruktion sich
selbst (Siehe Foto); wenn nach 30 Minuten keine der beiden Teams eine möglicherweise brauchbare Idee gefunden hat,
holt ihr euch von jedem Team ein Teammitglied und zeigt ihnen das Foto von der Brücken (evtl. in anderem Raum)
Gruppen-Memory
- Kooperationsübung – 2-100 Personen
Material:
Je Untergruppe (max. 15 Personen) 1 Set Memory-Karten, evtl. Krepprolle (auch Natur-Karten aus NET-Schrank kann man verwenden)
Vorbereitung:
Gesamtgruppe in 2 oder mehrere Untergruppen aufteilen. Memory-Karten-Set verdeckt für jede Gruppe auslegen. Abstand der Gruppe
vom Kartenset mindestens 5 Meter; evtl. Abstand markieren. Jedes Team stellt sich hinter die Markierung. Jedes Team vergibt intern
eine Reihenfolge, wer nacheinander drankommt.
Regeln:
Alle Spieler/innen müssen hinter der Markierungslinie bleiben. Immer nur 1 Person darf zum teameigenen Kartenset laufen und dabei
nur zwei verschieden Memory-Karten umdrehen. Wenn er/sie zwei identische Karten aufdeckt, dürfen diese offen liegenbleiben. Wenn
zwei verschieden Karten aufgedeckt werden, müssen beide wieder umgedreht werden. Anschließend läuft der/die Spieler wieder
zurück und schlägt den nächsten ab, der dann erst loslaufen darf. Fertig, wenn alle umgedreht.
Anleitung:
Ihr habt nun den Auftrag, (gegeneinander) Memory zu spielen. (Memory-Regeln mit Zusatz-Regel erklären). Wie lange braucht ihr bis
ihr alle euere Karten umgedreht habt? Wollt ihr noch ein paar Minuten gemeinsam beraten?
Auf die Pätze - fertig – los!!
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgedacht, probiert - Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung – Strategie gemeinsam? –Gegenseitig
mitgeteilt, wo welche Karte liegt – Strategie abgesprochen - Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe
notwendig? – Wie habt ihr reagiert? – Haben die Teams gegeneinander gespielt – Warum - Wurde Reihenfolge eingehalten – Kamen
alle dran - Wurden Anregungen so ausgeführt, wie der/die Berater/in das wollte? – Wurden die Anregungen verstanden? – Welche
Situationen in zu Hause, in der Schule, unter Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen? Usw. usf.
(Hinweis für Leitung: Wenn jede/r der/die gelaufen ist dem/der anderen mitteilt, wo welche Karte liegt, ist das Ergebnis wesentlich
schneller zu erreichen – evtl. Karten bei allen Teams genau gleich hinlegen. Dann könnten die Teams auch zusammen arbeiten – aber
nicht darauf hinweisen!!!.)
Kommunikations-Puzzle
- Kooperationsübung – 3-12 Personen je Puzzle
Material:
Je Gruppe (max. 12 Personen) 1 Set großes Karton- oder Holz-Puzzle, verschiedenfarbig,
Puzzle-Plan
evtl. Trennwand (oder Teams in verschiedenen Räumen)
4 Augenbinden
Vorbereitung:
Gruppe in drei Teams, etwa gleich groß, aufteilen lassen (Planer, Kontrolleure, Arbeiter); Trennwand, Puzzleteile und Puzzle-Plan
(hinter Trennwand) bereitlegen
Regeln, zugleich Anleitung
Planer bekommen den Puzzle-Plan; sie dürfen mit den andern beiden Teams keinen Sichtkontakt haben (hinter Trennwand). Sie geben
ihre Informationen an Kontrolleure nur mündlich weiter;
Kontrolleure sitzen vor Trennwand; hören die Informationen von den Planern; geben diese Informationen mündlich an die
Arbeiter/innen weiter, die etwa 2 Meter vor ihnen am Boden (oder am Tisch) sitzen. Sie dürfen weder zu Planern noch zu
Arbeiter/innen gehen. Sie dürfen die Puzzle-Teile nicht berühren.
Nehmt nun eure Plätze ein und baut dann gemeinsam das Puzzle zusammen.
Variante:
Nach etwa 5-10 Minuten Rollen tauschen; Arbeiter werden Kontrolleure, Kontrolleure werden Planer, Planer werden Arbeiter; evtl.
nach weiteren 5-10 Minuten nochmals Rollen tauschen
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgedacht, probiert - Kooperation – Kommunikation – Präzise Formulierung – aktives Zuhören - Aus eigener
Sichtweise oder aus Sichtweise des Gegenübers Anweisungen gegeben; Rückmeldungen, Feed-back – neuen Stand mitgeteilt – erledigt
mitgeteilt - Führung /Leitung – Strategie gemeinsam – Strategie abgesprochen - Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten)
sind für Aufgabe notwendig? – Wie habt ihr reagiert? – Haben die Gruppen gegeneinander gespielt – Warum -– Kamen alle dran Wurden Anregungen so ausgeführt, wie der/die Berater/in das wollte? – Wurden die Anregungen verstanden? – Welche Situationen in
zu Hause, in der Schule, unter Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen? Usw. usf.
(Hinweis für Leitung: Wenn zwei (oder mehr) Puzzle parallel im selben Raum mit mehreren Gruppen gebaut werden ergibt sich in der
Regel eine zusätzliche Dynamik mit Konkurrenz und Wettbewerb unter den verschiedenen Gruppen. Auch wird die Kommunikation
erschwert wegen der Lautstärke usw. Diese Tatsache kann zusätzlich ausgewertet werden.)
Plane wenden - Kooperationsübung – 4-1000 Personen
Material:
Stabile Gewebeplane oder Decke; ca. 0,5-1 qm je Person; Augenbinden
Vorbereitung:
Gewebeplane auslegen. Alle TN stellen sich auf die Plane.
Regeln / Anleitung:
Bitte stellt euch alle auf die Plane. Die Plane muss gewendet werden. Die obere Seite der Plane muss nach unten zeigen.
Niemand darf die Plane verlassen. Wer den Boden neben der Plane betritt wird blind. Fertig seid ihr, wenn die Plane völlig
gewendet ist, plan aufliegt und ihr alle noch immer auf der Plane draufsteht. Beratet euch für 5 Minuten, dann kann es
losgehen. Viel Erfolg!
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgeholfen – Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung – Strategie gemeinsam? – Ideen
überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Welche Situationen in zu Hause, in der
Schule, unter Freunden , in der Abteilung usw. lassen sich mit Aufgabe vergleichen?
Gruppen-Kran - Kooperationsübung – 6-32 (72) Personen
Material:
Metallring, ca. 7 cm Durchmesser, an dem bis zu 32 Seile befestigt sind, a ca. 2,50-3 m lang, Kran-Triangel aus dickem
Draht, befestigt am Metallring; ca. 8 hölzerne Turmteile
Vorbereitung:
Platz mit möglichst ebener Fläche aussuchen; Turm-Teile auf ebener Fläche etwas voneinander entfernt aufstellen;
Gruppenkran bereitlegen
Regeln:
Alle dürfen das Seil nur ganz hinten festhalten. Alle müssen am Gruppen-Kran beteiligt sein. Die Turmteile müssen mit Hilfe
des Gruppenkrans aufeinander gestellt werden. Umgefallene Turmteile darf nur Referentin/Betreuer wieder aufstellen.
Anleitung:
(Evtl. interessante Geschichte dazu ausdenken und erzählen!) Ihr müsst nun gemeinsam einen möglichst hohen Turm
bauen. Ihr sollt dazu diese hölzernen Turmteile aufeinander stellen. Dazu dürft ihr ausschließlich den Gruppenkran
benutzen. Sollte ein Turmteil umfallen, darf dieses nur der Teamer/Betreuer wieder aufstellen. Viel Erfolg!
Variation 1: Immer wenn ein Turmteil umfällt, wird ein Mitspieler/in blind (Augenbinde); aber der Blinde muss weiter beim
Gruppenkran mitarbeiten; Variation 2: Alle Kommunikationsmöglichkeiten sind ausgefallen. Es ist nur noch Verständigung
durch Blicke möglich; Variation 3: Kombination von Variation 1 und 2; Variation 4 (für 72 Personen): Alle am Seil sind blind.
Jede/r Blinde hat eine/n sehende/n Partner/in .
Auswertung:
Vorher Strategie besprochen - Zusammenarbeit – alle mitgeholfen? - Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung –
Strategie gemeinsam? – Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wie wurden
Blinde integriert – Konnte man sich „blind verstehen“, „blind verständigen“? -Wieviel „Scheitern“-„Misserfolg“ braucht
man, bis man erfolgreich ist? – Welche Situationen in zu Hause, in der Schule, unter Freunden usw. lassen sich mit Aufgabe
vergleichen?
Zauberstab – Stab ablegen
- Kooperationsübung – 6-35 P., je nach Länge des Stabes
Material: (Dünne) Lange Bambusstäbe (oder ähnliches, z.B. sehr dünne leichte Zeltstangen), verbunden zu sehr langem
Stab
Vorbereitung: Gruppe aufteilen auf 2 Gruppen. Die Gruppenmitglieder jeder Gruppe stehen eng nebeneinander. Beide
Gruppen stehen sich etwa auf Armlänge gegenüber, Gesicht zu Gesicht. Beide Gruppen strecken die Zeigerfinger auf etwa
gleicher Höhe nach vorne, so dass von zwei Seiten her eine einzige lange Zeigefinger-Linie entsteht.
Regeln: Deine Zeigerfinger müssen immer von unten den Stab berühren. Deine Zeigefinger sollen nie den Kontakt zum Stab
verlieren. Der Stab darf nicht von oben oder von der Seite festgehalten werden. Der Stab soll dann „nur“ auf den Boden
abgelegt werden.
Anleitung: Ich lege euch jetzt diesen Stab auf eure Zeigefinger. Ab diesem Moment sollen eure Zeigerfinger den Stab nur
von unten berühren. Eure Zeigefinger sollen den Kontakt zum Stab nicht verlieren. Ihr dürft den Stab nicht festhalten,
weder von der Seite noch von oben. Euer gemeinsamer Auftrag ist es, diesen Stab auf den Boden abzulegen. Viel Erfolg
dabei!
Variation: Übung stumm durchführen; jede/r Zweite ist blind ??? (Habt ihr noch mehr Ideen???)
Auswertung: Zusammenarbeit – alle aktiv beteiligt - Kommunikation – Wer hat Führung /Leitung übernommen? – Braucht
ihr eine Chefin oder könnt ihr euch aufeinander einstellen? – Warum steigt der Stab fast unweigerlich nach oben? (Stab hat
sehr geringes Gewicht; wenn jede/r den Stab pro Zeigefinger mit nur wenigen Gramm von unten berührt, ist diese
gemeinsame Kraft viel größer als das Gewicht des Stabes; sehr große Feinfühligkeit ist notwendig!!) Strategie gemeinsam?
– Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wann und wo im Alltag, zu Hause, in der Schule usw.
kommt es darauf an, sehr, sehr feinfühlig miteinander umzugehen?
(Hinweis für Leitung: Sehr oft entsteht kurz nach Beginn der Übung ein großes Durcheinander, die Gruppenmitglieder beschimpfen sich
oft dabei, die anderen seien schuld, denn der Stab steigt unweigerlich nach oben, wenn die Regeln eingehalten werden. Evtl. Übung
dann abbrechen, Zwischenauswertung machen und Übung nochmal starten, evtl. stumm)
Gefahrentransport - Kooperationsübung – 6-32 Personen
Material:
Metallring, ca. 7 cm Durchmesser, an dem bis zu 32 4-6mm-Seile befestigt sind, a ca. 2,50-3 m lang
Verschieden große Bälle, ab Tennisballgröße (je größer desto schwieriger)
2 Flaschen oder ähnliches, über das der Metallring passt
Vorbereitung:
- Flasche in die Mitte stellen, Metallring mit Seilen darüberstülpen, Ball obenauf legen, Seile auslegen
- Ort/Platz als Ziel für Transportweg aussuchen; evtl. Treppen, Türen, Hindernisse usw. einbauen
- Flasche an den Ziel-Ort stellen
- Bis zu 32 Augenbinden, evtl. auch Stoffstreifen von Ikea-Fließ-Decke
Regeln:
Alle dürfen das Seil nur ganz hinten festhalten, denn der Gefahrengegenstand (Ball) ist hochradioaktiv; Alle müssen am
Gefahrentransport beteiligt sein, immer eine Funktion wahrnehmen; falls der gefährliche Gegenstand runterfällt, ist
Niederbayern verseucht – aber hier in der Übung wird 1 TN blind (Von Leitung bestimmt). Der Blinde muss weiter
mitmachen bei der Übung. Wenn der Gefahrengegenstand den vereinbarten sicheren Ort erreicht hat und auf der Flasche
zu liegen kommt, ist die Übung geschafft. Maximal 15 Sekunden darf man bis zu 1 Meter dem Gegenstand nähern. (Evtl.
wer länger nahe dran ist wird blind …)
Anleitung:
Im Atomkraftwerk Isar 2 in Ohu ist ein unvorhergesehener Unfall passiert. Dringend muss ein sehr gefährliches,
hochradioaktives Teil manuell gesichert werden. Möglichst schnell habt ihr Ingenieur/innen ein Transportgerät gebaut, um
das Teil dahin zu bringen, wo es sicher abtransportiert werden kann. Ihr alle seid Teil der Bergungsmann- und -frauschaft.
Euer Auftrag ist es, den gefährlichen hochradioaktiven Gegenstand hier in der Mitte sicher zum Ort XY zu bringen, damit er
abtransportiert und verwahrt werden kann. Trotz Schutzkleidung dürft ihr auf keinen Fall näher als 2 Meter an den
Gegenstand heran. Falls dringend notwendig, dürft ihr für max. 15 Sekunden bis zu 1 Meter an den Gegenstand heran. Auf
keinen Fall länger. Es droht Verstrahlung und Erblindung. Sollte der gefährliche Gegenstand runterfallen, wäre ganz
Niederbayern verstrahlt – und ihr natürlich tot – hier in der Übung dürft ihr weitermachen und es wird jemand von euch
blind. Jetzt zeige ich euch den Zielort, dann könnt ihr euch für 5 Minuten beraten. Viel Erfolg bei der Bergung!
Variante 1: - Nonverbale Kommunikation – Bergungsmann -frauschaft steckt in Schutzanzügen mit Sichtfenster; FunkKommunikation fällt überraschend aus – kein Gespräch mehr möglich
Variante2: - Fernsteuerung - Bergungsmann -frauschaft kann nur mit Komplett-Schutzanzug ohne Sichtfenster mitarbeiten.
Jede/r hat einen Partner, der ihn/sie von Ferne (mind. 5 Meter entfernt) durch Zuruf steuert. (Variante ist sehr schwierig,
dauert sehr lange)
Auswertung:
Zusammenarbeit – alle mitgeholfen? - Kraft gleichmäßig verteilt – Kooperation – Kommunikation – Führung /Leitung –
Strategie gemeinsam? – Ideen überhört – Welche Kompetenzen (Fähigkeiten) sind für Aufgabe notwendig? – Wie wurden
Blinde integriert - Wieviel „Scheitern“-„Misserfolg“ braucht man, bis man erfolgreich ist? – Kann man sich ohne Gespräch
verständigen, verstehen? Welche Situationen in zu Hause, in der Schule, im Team, unter Freunden usw. lassen sich mit
Aufgabe vergleichen?
Viel Spaß und Erfolg beim erfolgreichen Trainieren eurer Sozialkompetenz
Franz-Xaver Geiger
Jugendbildungsstätte Windberg
Pfarrplatz 22
94336 Windberg
Tel. 09422-824-200
kontakt@jugendbildungsstaette-windberg.de
www.jugendbildungsstaette-windberg.de
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
23
Dateigröße
118 KB
Tags
1/--Seiten
melden