close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Kommunikationsmodelle - TU Ilmenau

EinbettenHerunterladen
Kommunikationsmodelle
Kapitel 3. Kommunikationsmodelle
Sommersemester 2014
H.-A. Schindler
(auf Grundlage einer Vorlesung von Winfried E. Kühnhauser bis ss 2010 )
3.7 Wissensbasierte Modelle
Winfried E. Kühnhauser
CSI
Technische Universität Ilmenau
www.tu-ilmenau.de
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-1-
Einführungs-Szenario:
Ø  Ich habe ein neues Laptop.
Und natürlich hat dies ein
WLAN-Interface.
…
Überlegung: In 10-Minuten-Pause: Emails lesen!
Ich weiß ja:
Netzwerkname: 802.1X
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-2-
(WLAN)
3.6 Wissensbasierte Modelle
ABER: Wo ist weiteres Wissen zu finden? – traditionell:
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-3-
3.6 Wissensbasierte Modelle
…
Die Pause war längst um!!
NEIN!
Ich möchte meine Emails lesen!
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-4-
3.6 Wissensbasierte Modelle
Ziel wissensbasierter Kommunikationsmodelle
Kommunikation von Wissen dorthin, wo es benötigt wird, aber …
Idee
Repräsentation von Wissen durch Algorithmen
Modellvarianten
■ 
Prozessmigration
◆ 
■ 
mobile Agenten
◆ 
■ 
Data Mining
Applets
◆ 
■ 
Lastausgleich
Web
mobile Objekte
◆ 
ad-hoc Kooperation
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-5-
3.6 Wissensbasierte Modelle
Anwendungsbeispiel: Die Jini-Infrastruktur
JINI: Java Intelligent Network Infrastructure
• 
… ist eine intelligente Netzwerkarchitektur – entwickelt ursprünglich von
Sun Microsystems – zur universellen Vernetzung von allgemeinen
Peripheriegeräten in Industrie und Haushalt, wie
Ø 
Ø 
Ø 
Ø 
Ø 
Ø 
Ø 
• 
Drucker
Scanner
Digital- und Videokameras
Steuerungsrechner
Küchengeräten
Fernsehgeräten
Alarmanlagen usw.
… basiert auf Java und bietet Plug-and-Play (PNP) für alle peripheren
Geräte, ohne die Notwendigkeit zur Modifikation der Programme.
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-6-
3.6 Wissensbasierte Modelle
Anwendungsbeispiel: Die Jini-Infrastruktur
Java Intelligent Network Infrastructure
Infrastruktur zur Dienstvermittlung in ad-hoc Netzen
Ziel
Dynamische und automatische Integration von Komponenten in eine
IT-Infrastruktur
■  Nutzung von Diensten
◆ 
■ 
Email, Web, FileServer, Drucker, Fahrplanauskunft, Ticketverkauf, …
Integration neuer Dienste
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-7-
3.6 Wissensbasierte Modelle
Die Idee
Jeder Dienst
■ 
■ 
■ 
besitzt eine Dienstbeschreibung: Java-Klasse
besitzt eine Bedienungsanleitung: Java-Klasse
ist bei einem Dienstbroker registriert
Dienstnutzung
■ 
■ 
Browsen der Dienstbeschreibungen im Broker
Abholen der Bedienungsanleitung
◆ 
◆ 
■ 
Erzeugen einer individuellen Klasseninstanz
Einlagern als Dienstproxy in lokale JVM
Nutzung der Proxy-Methoden
Integration neuer Dienste
■ 
■ 
Anfertigen von Dienstbeschreibung- und Bedienungsanleitungsklassen
Information an Broker
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-8-
3.6 Wissensbasierte Modelle
Beispiel
Klient
Fileerver
Broker
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
-9-
3.6 Wissensbasierte Modelle
Registrierung von Diensten
1. (Neuer) Dienst
sucht Broker (= „Lookup Service“)
◆  Technik: Multicast
2. Lookup Service
antwortet mit Lookup Service Proxy
◆  Technik: sendet mobiles (serialisiertes Java-) Objekt mit Methoden
•  register
•  lookup
•  notify
◆ 
kommuniziertes Wissen
•  Methoden, wie der Lookup Service zu nutzen ist
◆ 
Wissenserwerb
•  Technik: Dienst lädt Objekt in eigene JVM
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 10 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Registrierung von Diensten
3. Dienst
sendet Service-Item-Objekt mittels Methode register
◆  Technik: sendet Dienstbeschreibung und Dienstproxy
◆  kommuniziertes Wissen:
•  (formalisierte) Dienstbeschreibung
•  Dienstproxy: Methoden, wie der Dienst zu nutzen ist
◆ 
Wissenserwerb
•  Technik: Eintragen in Dienstdatenbank
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 11 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
(neuer)
Dienst
Lookup
Service
discover: Wo bist Du?
Lookup Service Proxy
•  register
•  lookup
•  notify
register
Service Item Objekt
•  Dienstbeschreibung
•  Dienstproxy mit Dienstspezifischen Methoden
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 12 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Finden von Diensten
1. Klient
sucht Lookup Service (Technik: Multicast)
◆  Technik: Multicast
2. Lookup Service
sendet Lookup Service Proxy
◆ 
Technik: sendet serialisiertes Java-Objekt (register, lookup, notify)
3. Klient
nutzt lookup-Methode zur Übergabe einer formalisierten Beschreibung
des gewünschten Dienstes
◆ 
Technik: sendet Service Template Objekt
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 13 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Finden von Diensten
4. Lookup Service
sendet an Klienten passende Service Item Objekte
◆  Technik
Dienstproxies mit Methoden zum Nutzen des Dienstes
◆  Kommuniziertes Wissen
•  Methoden, wie Dienste zu nutzen sind
Anmerkung
Im Unterschied zum Klient/Server-Modell ist das Kommunikationsmodell
zwischen Dienst und Klient komplett in der Hand der Proxies.
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 14 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Lookup
Service
Klient
discover: Wo bist Du?
So benutzt du mich (MO)
Lookup Service Proxy
•  register
•  lookup
•  notify
lookup: Diesen Dienst möchte ich (MO)
Service Template Objekt
•  Dienstbeschreibung
Diese Dienste habe ich (MOs)
Service Item Objekte
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 15 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Zusammenfassung Jini
Durch mobile Objekte kommuniziertes Wissen
■ 
■ 
■ 
Lookup Service Proxy: Methoden zur Nutzung des Lookup Service
Service Item Objekte: Beschreibungen und Methoden zur Nutzung von
Diensten
Service Template Objekte: Beschreibungen von Diensten
Folge: Klient muss nicht á priori wissen
1. 
wie ein Dienst heißt
Klient
Server
2. 
wo er zu finden ist
ServerProxy
3. 
die Methodensignaturen
4. 
das Kommunikationsmodell des Dienstes (!)
→ hohe Spontanität und Universalität dieses Kommunikationsmodells
→ Aber: hohe Anforderungen an Gemeinsamkeiten der Kommunikationspartner (JVM)
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 16 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Rollenmodell
Rollenmodell
analog send/receive-Modell: Sender, Empfänger
Datenmodell
serialisierte Objekte
■  mobile Algorithmen
■  mobile Objekte
■  mobile Agenten
■  Applets
Fehler- und Terminierungssemantiken
Varianten analog send/receive-Modell
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 17 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Problemfelder
Datenmodell
■ 
■ 
hohe Anforderungen an Gemeinsamkeiten der Kommunikationspartner:
Identische Ablaufumgebung, z.B. Java Virtual Machine (JVA)
IT-Sicherheit
◆  Voraussetzungen für Vertrauen in Gastgeber
•  Objekt führt Werte mit sich (Informationen, kryptografische Schlüssel)
◆ 
Voraussetzungen für Vertrauen in mobiles Objekt
•  ist ein fremdes Programm
ENDE 3.7
Kommunikationsmodelle, SS 2010 © wk, SS 2011/12/13: as
- 18 -
3.6 Wissensbasierte Modelle
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
2
Dateigröße
1 048 KB
Tags
1/--Seiten
melden