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FS20 SS - ELV

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FS20-Sprachsensor
„FS20 SS”
Bedienungsanleitung
ELV Elektronik AG • PF 1000 • D-26787 Leer
Telefon 0491/6008-88 • Telefax 0491/6008-244
Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung vor der Installation und
Inbetriebnahme komplett und bewahren Sie die Bedienungsanleitung
für späteres Nachlesen auf. Wenn Sie das Gerät anderen Personen zur
Nutzung überlassen, übergeben Sie auch diese Bedienungsanleitung.
Inhalt
1. Funktion und bestimmungsgemäßer Einsatz....................................................................... 3
2. Allgemeine Sicherheitshinweise............................................................................................ 3
3. Anschlüsse, Bedien- und Anzeigeelemente.......................................................................... 4
4. Inbetriebnahme, Initialisierung/Reset auf Werkseinstellung............................................... 5
4.1. Anschluss, Inbetriebnahme....................................................................................................... 5
4.2. Initialisierung/Reset auf Werkseinstellung................................................................................. 5
4.3.Adresscode einstellen............................................................................................................... 5
4.4. Hauscode einstellen.................................................................................................................. 5
5. Training/Programmierung....................................................................................................... 6
5.1.Sprecherabhängiges Triggerwort trainieren............................................................................... 6
5.2. Adresscode-Eingabe................................................................................................................. 7
5.3. Erkennung................................................................................................................................. 7
5.4. Programmierung/Anlernen der Empfänger............................................................................... 7
5.5. Weitere Triggerwörter trainieren................................................................................................ 7
6. Bedienung................................................................................................................................ 8
6.1. Bedienung per Sprachkommando............................................................................................ 8
6.2. Bedienung per Taste................................................................................................................. 8
7. Spracherkennung in der Praxis - weiterführende Hinweise................................................ 9
7.1. Spracherkennung in der Praxis ................................................................................................ 9
7.1.1. Abstimmung.................................................................................................................... 9
7.1.2. Wortwahl........................................................................................................................ 10
7.1.3. Hintergrundgeräusche................................................................................................... 10
7.1.4. Raumakustik.................................................................................................................. 11
7.1.5. Mikrofonabstand............................................................................................................ 12
7.2. Sicherheitshinweise................................................................................................................. 12
7.3. Fehler und Abhilfen................................................................................................................. 13
8. Das FS20-Adress-System..................................................................................................... 14
8.1. Zuweisung von Funktionsgruppen und Masteradressen.................................................. 14
8.2. Beispiel für Adressenzuordnung.......................................................................................... 15
9. Zusätzliche Hinweise, Reichweite und Störungen, Repeater........................................... 16
10. Wartung und Pflege.............................................................................................................. 17
11. Technische Daten.................................................................................................................. 17
12. Entsorgungshinweis.............................................................................................................. 17
1. Funktion und bestimmungsgemäßer Einsatz
Der Sprachsensor FS20 SS ist ein Sprachsteuerungssystem für das FS20-Funk-Schaltsystem,
mit dem es möglich ist, bis zu 4 verschiedene Geräte über FS20-Empfänger zu schalten bzw. zu
dimmen.
Mittels einfachen Sprachkommandos sind zielgerichtet FS20-Sendebefehle auslösbar, eine zweistufige Spracherkennung sorgt für Sicherheit und eindeutige Zuordnung der Befehle.
Für die Steuerung stehen 4 Schaltkanäle zur Verfügung. Dabei kann man entweder mehrere Triggerwörter dazu verwenden, das gleiche Gerät zu schalten, z. B. wenn es von mehreren Personen
bedient werden soll, oder es sind bis zu vier unterschiedliche Geräte mit jeweils einem eigenen
Namen individuell ansprechbar.
Die Zuordnung der Kommandos ist durch die einzeln einstellbaren Adressen sehr flexibel konfigurierbar.
Die Bedienung des Gerätes erfolgt interaktiv und sprachgesteuert bzw. über nur eine Taste. Über
einen Trainingsmodus erlernt das Gerät sprecherabhängige Befehle und deren Zuordnung zu auszulösenden FS20-Sendebefehlen.
Der Betrieb des FS20 SS erfolgt über eine Gleichspannung von 6-18 V, z. B. über ein Steckernetzteil.
Bitte beachten!
Die nebenstehende Aufforderung, die Bedienungsanleitung komplett zu lesen, ist bei diesem Gerät
besonders wichtig.
Spracherkennung ist ein sehr komplexer Vorgang, das Training und die exakte Benutzung des
Sprachsensors erfordern etwas Übung, die Beachtung einiger Regeln und anfangs eine intensive
Beschäftigung mit dem Gerät. Dazu finden Sie innerhalb dieser Bedienungsanleitung zahlreiche
Hinweise und Praxistipps.
Bestimmungsgemäßer Einsatz
Der FS20 SS ist für die sprachgesteuerte Kommandogabe zur Ansteuerung von FS20-Empfangsgeräten (Schalter/Dimmer) über eine Funkverbindung im 868-MHz-ISM-Band vorgesehen. Der
vorgesehene Einsatzbereich ist die allgemeine Gerätesteuerung im Heimbereich, z. B. für Beleuchtungen oder Geräte.
Das Gerät ist nicht für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen, z. B. als Zugangskontrolle
oder Notrufsender, vorgesehen. Es darf nicht als Steuerung für Maschinen und Geräte eingesetzt
werden, von deren Benutzung eine Gefahr ausgehen kann, z. B. Hebezeuge, Hebebühnen, Heizgeräten, Maschinen, Sicherheitssteuerungen usw.
Das Gerät ist für den Betrieb in Innenräumen vorgesehen.
Es ist mit einer Gleichspannung von 6 bis 18 V zu betreiben, die Gleichspannungsquelle muss
einen Strom von 60 mA liefern können. Zur Gewährleistung der elektrischen Sicherheit muss es
sich bei der speisenden Quelle um eine Sicherheits-Schutzkleinspannung handeln. Außerdem
muss es sich um eine Quelle begrenzter Leistung handeln, die nicht mehr als 15 W liefern kann.
Üblicherweise werden beide Forderungen von handelsüblichen 12-V-Steckernetzteilen mit bis zu
500 mA Strombelastbarkeit erfüllt.
2. Allgemeine Sicherheitshinweise
- Spannungsversorgung: Zur Gewährleistung der elektrischen Sicherheit muss es sich bei der
speisenden Quelle um eine Sicherheits-Schutzkleinspannung handeln. Außerdem muss es sich
um eine Quelle begrenzter Leistung handeln, die nicht mehr als 15 W liefern kann.
- Das Gerät ist nur im geschlossenen Zustand und in trockenen Innenräumen zu betreiben.
- Das Gerät darf nicht verändert oder umgebaut werden.
- Verpackungsmaterial nicht achtlos liegen lassen. Plastikfolien/-tüten, Styroporteile etc. könnten
für Kinder zu einem gefährlichen Spielzeug werden.
3. Anschlüsse, Anzeigen, Bedienelemente
3. Anschlüsse, Bedien- und Anzeigeelemente
Programmier- und
Bedientaste (ff.: „Taste”)
Kontroll-Leuchte
(ff. „LED”)
Mikrofon
Lautsprecher
Netzteilanschluss:
6-18 V DC, 60 mA,
3,5-mm-Klinkenstecker,
Polung siehe Skizze
–
+
Grundfunktionen der Taste
Kurz drücken (bis 1 Sek.)
- 1 x: Aktiviert den FS20 SS für die Kommandoworteingabe
- 2 x: Löst einen Sendebefehl aus: für direktes Ansteuern des FS20-Empfängers per Taste
Länger drücken (1 Sek. bis 2,5 Sek.): hoher Quittungston, LED blinkt
- Aktiviert Trainingsmodus + Adresscode-Eingabe
Lang drücken (länger als 2,5 Sek.): tiefer Quittungston, LED erlischt
- Aktiviert Hauscode-Einstellung
Bitte beachten!
Bei vollständig leerem Speicher führt jeder Tastendruck in den Trainingsmodus
4. Inbetriebnahme, Initialisierung/Reset auf Werkseinstellung
4.1. Anschluss, Inbetriebnahme
- Für den Betrieb des Sprachsensors ist eine Gleichspannung im Bereich von 6-18 V erforderlich.
Die Stromaufnahme des Gerätes beträgt ca. 60 mA. Wir empfehlen den Einsatz eines StandardSteckernetzgerätes, z. B. ELV NG 300. Beachten Sie bei der Auswahl des Netzgerätes die unter
2. aufgeführten Sicherheitshinweise.
Der Netzteilanschluss des FS20 SS erfordert einen 3.5-mm-Klinkenstecker mit Pluspol am vorderen Kontakt (Spitze, siehe Skizze links).
- Stecken Sie den Klinkenstecker in den Netzteilanschluss auf der Rückseite des Sprachsensors.
- Das Gerät führt einen kurzen Hardwaretest aus und antwortet bei ordnungsgemäßer Funktion
mit „Willkommen, Erkennungsmodus”. Jetzt ist es betriebsbereit.
4.2. Initialisierung/Reset auf Werkseinstellung
- Vor der ersten Inbetriebnahme muss zunächst der Speicher gelöscht ind das Gerät initialisiert
werden. Gleichzeitig stellt dies das Zurückstellen auf die Werkseinstellung mit der folgenden
Adressierung dar: Hauscode 1111 1111, Adresse: 44 44.
- Ziehen Sie den Klinkenstecker ab, drücken Sie die Taste, halten Sie diese fest, während Sie den
Klinkenstecker wieder einstecken. Lassen Sie dann die Taste los.
- Drücken Sie dann nochmals kurz die Taste. Das Gerät fragt:
„Speicher löschen? Ja oder Nein”
- Jetzt leuchtet die LED auf, das Gerät erwartet eine Antwort. Antworten Sie mit „Ja”.
- Das Gerät quittiert dies mit einem doppelten Piepton. Nach ca. 10 Sek. meldet das Gerät:
„Der Speicher ist leer”, die LED erlischt, darauf folgt ein Quittungston und die Meldung:
„Willkommen. Der Speicher ist leer. Benutzer Eins . Trainingsmodus. Sagen Sie ein Wort”
Die LED leuchtet auf.
- Sie können nun entweder direkt mit dem Training beginnen (siehe folgendes Kapitel) oder die
Initialisierung zunächst beenden, indem Sie für ca. 3 Sek. schweigen, bis das Gerät meldet:
„Der Speicher ist leer” und die LED blinkt. Damit ist es auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.
Hinweise
- Beachten Sie, dass eine einwandfreie Spracherkennung nur in einem ruhigen, von Nebengeräuschen freien Raum möglich ist. Sollte der FS20 SS wiederholt nicht auf die Spracheingabe
reagieren. stellen Sie zunächst sicher, dass keine Nebengeräusche im Raum erzeugt werden.
Typische Störgeräusche sind hier tickende Uhren, PC-Lüfter, vorbeifahrende Fahrzeuge usw.
Halten Sie das gerät auch nicht in der Hand
Lesen Sie dazu auch das Kapitel „Spracherkennung in der Praxis”
- Alle programmierten Befehle und Funktionen werden dauerhaft gespeichert und bleiben auch
bei einer Netztrennung erhalten. Sollten Sie einmal versehentlich die Spannung zuschalten und
dabei die Taste gedrückt gehalten haben, antworten Sie auf die Frage, ob der Speicher gelöscht
werden soll, mit „Nein”, damit das Gerät nicht initialisiert wird. Ziehen Sie dann den Klinkenstecker
aus der Buchse und stecken Sie ihn ohne gedrückte Taste wieder ein.
4.3. Adresscode einstellen
Der Adresscode legt fest, welche Stellung und Funktion den Empfängern und Sendern innerhalb eines Systems mit gleichem Hauscode zugewiesen wird. Als Werkseinstellung ist für die
universelle Verwendung und Ansteuerung mehrerer Empfänger der Adresscode 44 44 (Globaler
Master) eingestellt. Detaillierte Erläuterungen hierzu finden Sie in den Kapiteln 5.2. und 8.
4.4. Hauscode einstellen
Der Hauscode identifiziert den FS20 SS gegenüber dem gewünschten Empfänger(n). Er besteht
aus 8 Ziffern (1...4), die Werkseinstellung ist 1111 1111.
Es ist nicht zwingend notwendig, den ab Werk eingestellten Hauscode zu ändern, sofern Sie nur
ein FS20-System betreiben. Sobald aber mehrere benachbarte Systeme betrieben werden, ist
zur Unterscheidung die Einstellung eines individuellen Hauscodes notwendig. Lesen Sie dazu
auch das Kapitel „Das FS20-Adress-System”.
- Drücken Sie die Taste länger als 2,5 Sek. bis ein tiefer Quittungston zu hören ist und die LED erlischt.
- Das Gerät meldet:
„Hauscode Setup”
und beginnt, Stelle für Stelle des Hauscodes vorzusprechen.
- Sie können nun nach jeder vorgelesenen Stelle innerhalb von 3 Sekunden durch wiederholtes kurzes
Drücken der Taste die gewünschte Ziffer für die jeweilige Stelle einstellen. Dies wird jeweils durch
die Ansage der neuen Einstellung quittiert. Danach fährt das Gerät mit der nächsten Stelle fort.
- Wird innerhalb 3 Sekunden keine Eingabe per Taste getätigt, bleibt die bisherige Angabe erhalten
und das Gerät geht zur nächsten Stelle.
- Nach Ansage bzw. Quittierung der achten Stelle des Hauscodes meldet das Gerät
„Erkennungsmodus”
und kann nun trainiert oder, falls dies bereits geschehen ist und nur der Hauscode verändert
werden sollte, normal weiter betrieben werden.
Bitte beachten!
Nach jeder Änderung des Hauscodes sind alle zugeordneten Empfänger entsprechend Ihrer
Bedienungsanleitung und den Kapitel 5.4. dieser Bedienungsanleitung zu programmieren (anzulernen). 5. Training/Programmierung
5.1. Sprecherabhängiges Triggerwort trainieren
Der FS20 SS hat vier Speicherplätze, die Sie mit beliebigen, individuellen Wörtern belegen können.
Jedes dieser Triggerwörter ist der Schlüssel zu einer nachfolgenden Kommandowort-Erkennung. Die fünf Kommandowörter sind: Aus, Ein, Niedrig, Mittel und Voll. Diese Kommandos
funk­tionieren sprecherunabhängig (!) und müssen nicht trainiert werden. Sie steuern das Gerät
damit später im Betrieb entsprechend den gewünschten Funktionen, nachdem Sie es mit Ihrem
individuellen Triggerwort aktiviert haben.
Sie müssen dem FS20 SS aber zunächst einmal beibringen, auf welche individuelle Triggerwörter
er hören soll und welches FS20-Gerät dadurch „angefunkt“ werden soll.
Die gesamte Bedienung erfolgt interaktiv und sprachgesteuert bzw. mit der Taste.
Ein Training besteht aus dem zweimaligen Sprechen Ihres selbst gewählten Triggerworts und der
nachfolgenden Eingabe der zugehörigen FS20-Adresse. Zur Auswahl des Triggerwortes und des
Adresscodes lesen Sie bitte die Kapitel „Spracherkennung in der Praxis” und „Das FS20-AdressSystem”.
Bitte beachten!
Ermitteln und notieren Sie vor dem Training den gewünschten Adresscode entsprechend dem
Kapitel „Das FS20-Adress-System”
-�������������������������������������������������������������������������������������������������
Starten Sie das Training durch einen mittellangen Tastendruck (1 Sek. bis 2,5 Sek.). Der FS20 SS
meldet sich mit:
„Benutzer eins. Trainingsmodus. Sagen Sie ein Wort.“
- Sprechen Sie jetzt laut und deutlich Ihr gewünschtes Triggerwort, während die LED leuchtet.
- Es folgt die Aufforderung:
„Wiederholen Sie.“
Sagen Sie das gleiche Wort noch einmal.
- Hat der FS20 SS das Triggerwort erkannt und gespeichert, meldet er
„Akzeptiert. Adress-Setup“.
- Fahren Sie nun mit der Adresscode-Eingabe fort.
- Hat der FS20 SS das Triggerwort nicht korrekt erkannt, fragt das Gerät bis zu 3 x nach. Danach bricht
das Gerät das Training ab. Prüfen Sie daraufhin die Auswahl des Trainingswortes etc., wie unter
„Spracherkennung in der Praxis” beschrieben.
5.2. Adresscode-Eingabe
-�����������������
Nach der Meldung:
„Akzeptiert. Adress-Setup“ (siehe 5.1.)
beginnt das Gerät, Stelle für Stelle des vierstelligen Adresscodes (Adressgruppe/Unteradresse)
vorzusprechen.
- Sie können nun an jeder Stelle innerhalb von 3 Sekunden durch wiederholtes kurzes Drücken der
Taste die gewünschte Ziffer für die jeweilige Stelle einstellen. Dies wird jeweils durch die Ansage
der neuen Einstellung quittiert. Danach fährt das Gerät mit der nächsten Stelle fort.
- Wird innerhalb 3 Sekunden keine Eingabe per Taste getätigt, bleibt die bisherige Angabe erhalten
und das Gerät geht zur nächsten Stelle.
- Nach Ansage bzw. Quittierung der vierten Stelle des Adresscodes meldet das Gerät
„Erkennungsmodus”
und ist nun bereit, auf das trainierte Triggerwort zu reagieren.
5.3. Erkennung
-�������������������������������������������������������������������������������������������
Sprechen Sie nun Ihr trainiertes Triggerwort klar und deutlich, wie Sie es trainiert haben.
- Hat der FS20 SS das Triggerwort erkannt, quittiert er dies mit einem hohen Quittungston und
Aufleuchten der LED.
- Jetzt wartet der FS20 SS, solange die LED leuchtet, auf eines der fünf Kommandowörter Aus,
Ein, Niedrig, Mittel und Voll.
- Sprechen Sie eines dieser Wörter laut und deutlich.
- Hat der FS20 SS das Kommandowort erkannt, quittiert er dies mit einem tiefen Quittungston und
Verlöschen der LED.
- Hat der FS20 SS das Kommandowort nicht erkannt, verlischt die LED, es erklingt kein Quittungston. Beginnen Sie dann die Erkennung erneut mit dem Sprechen des Triggerwortes.
5.4. Programmierung/Anlernen der Empfänger
�������������������������������������������������������������������������������������������
Die Zuordnung der gewünschten FS20-Empfänger zum FS20 SS erfolgt über einen Anlernvorgang.
Hier werden dem Empfänger Haus- und Adresscode des FS20 SS übertragen.
- Versetzen Sie den Empfänger entsprechend seiner Bedienungsanleitung in den Programmier/Anlernmodus.
- Drücken Sie die Taste des FS20 SS einmal kurz, sie hören einen hohen Quittungston, die LED
leuchtet auf.
- Drücken Sie die Taste nochmals kurz, es ertönt der tiefe Quittungston, die LED verlischt und der
Sender des FS20 SS hat den Code übermittelt. Der jeweilige Empfänger reagiert wie in dessen
Bedienungsanleitung beschrieben.
- Alternativ kann der Sendebefehl durch das trainierte Sprachkommando, wie unter 5.3. beschrieben, ausgelöst werden.
- Testen Sie die Befehlsübermittlung und die Reaktion des FS20-Empfängers. Mit den Kommandowörtern „Niedrig, Mittel, Voll” ist die Ansteuerung von FS20-Dimmern möglich.
5.5. Weitere Triggerwörter trainieren
������������������������������������������������������������������������������������������������
Der FS20 SS verfügt über insgesamt vier Speicherplätze für lernbare Triggerwörter. Diese können
auf zweierlei Weise genutzt werden:
Zunächst kann man mehrere Triggerwörter dazu nutzen, um das gleiche Gerät zu schalten, z. B.,
wenn es von mehreren Personen bedient werden soll (jede Stimme ist ja individuell anzulernen,
damit sie erkannt wird). Hier wird für jeden der vier Speicherplätze der gleiche Adresscode programmiert.
Alternativ kann man bis zu vier unterschiedliche Geräte mit jeweils einem eigenen Namen individuell
ansprechen. Die Zuordnung der Kommandos zum jeweiligen Gerät erfolgt durch unterschiedliche
Adresscodes für jedes Gerät.
Beachten Sie, dass der Hauscode für alle Geräte gleich ist!
Das Training für die Belegung der einzelnen Speicherplätze erfolgt wie folgend beschrieben:
-�������������������������������������������������������������������������������������������������
Starten Sie das Training durch einen mittellangen Tastendruck (1 Sek. bis 2,5 Sek.). Der FS20 SS
meldet sich mit:
„Benutzer eins. Trainingsmodus. Sagen Sie ein Wort.“, falls der Speicherplatz leer ist.
sonst erfolgt zunächst die Abfrage:
„Benutzer eins. Neues Training? Ja oder Nein”. Antworten Sie entsprechend und das Gerät fährt
im Fall von „Ja” wie oben aufgeführt fort.
- Wählen Sie nun den gewünschten Speicherplatz durch wiederholtes, kurzes Drücken der Taste
aus, was jeweils durch Ansage des aktuell gewählten Speicherplatzes quittiert wird.
- Sprechen Sie jetzt laut und deutlich Ihr gewünschtes Triggerwort, während die LED leuchtet.
- Es folgt die Aufforderung:
„Wiederholen Sie.“
Sagen Sie das gleiche Wort noch einmal.
- Hat der FS20 SS das Triggerwort erkannt und gespeichert, meldet er
„Akzeptiert. Adress-Setup“.
- Fahren Sie nun mit der Adresscode-Eingabe für diesen Speicherplatz wie unter 5.2. beschrieben
fort.
- Wiederholen Sie diese Programmierschritte für alle gewünschten Speicherplätze , testen Sie anschließend die Erkennung nach Kapitel 5.3. und lernen Sie die entsprechenden FS20-Empfänger an.
6. Bedienung
6.1. Bedienung per Sprachkommando
-���������������������������������������������������������������������������������������
Sprechen Sie Ihr trainiertes Triggerwort klar und deutlich, wie Sie es trainiert haben.
- Hat der FS20 SS das Triggerwort erkannt, quittiert er dies mit einem hohen Quittungston und
Aufleuchten der LED.
- Jetzt erwartet der FS20 SS, solange die LED leuchtet, eines der fünf Kommandowörter Aus, Ein,
Niedrig, Mittel und Voll.
- Sprechen Sie eines dieser Wörter laut und deutlich.
- Hat der FS20 SS das Kommandowort erkannt, quittiert er dies mit einem tiefen Quittungston und
Verlöschen der LED sowie Aussenden des Sendebefehls an den/die FS20-Empfänger.
6.2. Bedienung per Taste
-���������������������������������������������������������������������������������������������
Drücken Sie die Taste des FS20 SS kurz. Es ertönt der hohe Quittungston Jetzt ist die Kommandoerkennung für den zuletzt aktivien Benutzer aktiviert (gleiche Wirkung, als wenn das zuletzt
erkannte Triggerwort wiederholt wurde). Die LED leuchtet.
- Jetzt kann entweder ein Kommandowort gesagt oder ein Sendevorgang per erneutem Tastendruck
ausgelöst werden (tiefer Quittungston und LED verlischt):
Ein kurzer Tastendruck bewirkt einen Schaltvorgang (Gerät ein-/ausschalten, Toggle-Funktion), ein
längerer Tastdruck ein Auf- oder Abdimmen, bis die Taste losgelassen wird. Der dann erreichte
Helligkeitswert wird im Dimmer gespeichert und bei jedem erneuten Einschalten wieder eingestellt.
7. Spracherkennung in der Praxis - weiterführende Hinweise
Damit Sie den FS20 SS optimal nutzen können, empfehlen wir Ihnen, die nachfolgenden Tipps
und Tricks zu lesen, denn eine gute Funktionsweise hängt stark davon ab, dass das Training
richtig durchgeführt wird, dass geeignete Wörter ausgewählt werden und dass die richtigen
Einstellungen für den jeweiligen Einsatzort und -zweck gewählt werden. Bedenken Sie, dass
die erfolgreiche Spracherkennung nicht nur vom FS20 SS an sich abhängt, sondern auch von
der Akustik des Raumes und insbesondere von Ihnen als Sprecher der Wörter. So wie Sie sich
z. B. auf einen Hund einstellen müssen, dem Sie ein Kommando antrainieren wollen, müssen
Sie sich auch mit dem FS20 SS beschäftigen, um die optimale Funktion zu erreichen.
Wenngleich der FS20 SS mit modernster Spracherkennungstechnologie arbeitet, ist es trotzdem
nur eine elektrische Maschine, die den Sinn Ihrer Kommandos nicht verstehen kann und die auf
die vorgesehene Bedienung angewiesen ist, um richtig zu funktionieren. Selbst Ihr eigenes, extrem
leistungsfähiges Gehirn versteht manchmal ein Wort falsch oder gar nicht. Erwarten Sie deshalb
bitte nicht, dass der FS20 SS unter allen Umständen richtig reagiert, denn Spracherkennung ist
keine exakte Wissenschaft und immer ein Kompromiss zwischen ausreichender Sicherheit gegen
Störgeräusche und Toleranz gegenüber andersartiger Aussprache. Nehmen Sie sich etwas Zeit
und „spielen” Sie mit den Funk­tionen des FS20 SS, um seine Eigenschaften kennen zu lernen.
7.1. Spracherkennung in der Praxis
Nach jedem Trainingsdurchlauf gelangen Sie automatisch in den Erkennungsmodus. Der
FS20 SS hört jetzt ständig auf alle trainierten Triggerwörter. Dazu versucht er zunächst, einzelne
Wörter aus der Fülle der Geräusche zu isolieren.
Kommandos müssen immer von einer kurzen Pause am Anfang und am Ende eingerahmt werden.
Wenn trainierte Wörter in einem fließend gesprochenen Text ohne ausreichende Pausen auftreten,
kann der FS20-Sprachsensor diese Wörter nicht isolieren und wird nicht darauf reagieren. Der
Sprachsensor kann den Sinn der Wörter, die Sie trainieren, nicht verstehen. Er vermag lediglich,
einen Klang mit einem vorher trainierten Klang zu vergleichen und auf Ähnlichkeit zu überprüfen.
Wenn Sie es wollen, wird es Ihnen leicht gelingen, ihn mit ähnlich klingenden Wörtern (wie z. B.
Pantoffeln/Kartoffeln) zu überlisten.
7.1.1. Abstimmung
Im FS20 SS wird eine sprecherabhängige Spracherkennung verwendet, d. h. das Gerät reagiert
nur auf die Stimme der Person, die das Training durchgeführt hat. Auf andere Personen mit ähnlicher Stimmlage wird der FS20 SS vielleicht auch reagieren, aber dies ist nicht die vorgesehene
Funktionsweise, und wird nicht die optimale Erkennungsgenauigkeit erreichen.
Damit der FS20-Sprachsensor trotzdem von mehreren Personen bedient werden kann, stehen
vier Speicherplätze zur Verfügung. Jeder Benutzer muss die Trainingsprozedur vornehmen,
um den FS20 SS bedienen zu können. Die Reaktionszeit des Gerätes verlängert sich mit der
Anzahl der trainierten Wörter geringfügig. Beschränken Sie sich also zweckmäßigerweise auf
eine möglichst geringe Zahl von Benutzern. Dadurch verringern Sie auch die Wahrscheinlichkeit
einer irrtümlichen Erkennung.
Die Genauigkeit einer Spracherkennung stellt immer einen Kompromiss dar. Natürlich soll ein
trainiertes Kommandowort möglichst immer erkannt werden, also auch, wenn es mal etwas
anders ausgesprochen wird als beim Training, wenn das Kommando aus unterschiedlichen
Positionen im Raum gegeben wird, und auch, wenn die Stimme des Sprechers strapaziert oder
z. B. durch Krankheit verfremdet klingt. Andererseits sollen ähnlich klingende Wörter nicht irrtüm
lich als Kommando erkannt werden. Deshalb muss eine Spracherkennung immer eine gewisse
Toleranz aufweisen, innerhalb derer ein Wort noch akzeptiert wird, und außerhalb derer ein Wort
zurückgewiesen wird. Die Toleranz der Spracherkennung wurde so gewählt, dass sie unter den
meisten Umständen sehr gut funktioniert. Es wird aber immer wieder Situationen geben, wo ein
Wort nicht erkannt wird, oder irrtümlich als Kommandowort interpretiert wird.
7.1.2. Wortwahl
Eine entscheidende Rolle bei der Spracherkennung stellt die Auswahl geeigneter Wörter dar. Der
FS20 SS orientiert sich bei der Erkennung an markanten Strukturen innerhalb der Wörter. Dies ist
vor allem die so genannte Melodie eines Wortes, d. h. die Abfolge, der Klang und die Tonhöhe
der Vokale (a, e, i, o, u), die Position von Konsonanten (z. B. p, t, s, usw.) und die Intonation des
Wortes (ansteigend, abfallend oder gleich bleibend). Kurze, einsilbige Wörter beinhalten natürlich
viel weniger Informationen als mehrsilbige Wörter. Dazu kommt, dass es zu einsilbigen Wörtern
viel mehr ähnlich klingende Wörter im täglichen Sprachgebrauch gibt, als das bei den meisten
mehrsilbigen Wörtern der Fall ist.
Nehmen wir beispielsweise das Wort „Licht“. Dies ist kein gutes Kommandowort für einen Lichtschalter, denn zu viele ähnliche Wörter bergen die Gefahr einer Fehlerkennung (Nicht, Sicht, Pflicht,
aber auch Mich, Dich, usw.). Stattdessen sollten Sie Wörter verwenden wie z. B. „Beleuchtung“,
„Deckenlampe“ oder „Wandfluter“. Das Triggerwort kann sogar aus einer Kombination mehrerer
Wörter bestehen, vorausgesetzt, die Wörter werden fließend ohne längere Pause gesprochen.
Die besten Ergebnisse werden Sie mit Wörtern erzielen, die eine Gesamtlänge von 3 bis 6 Silben
haben. Wählen Sie Wörter aus, die eine markante Wortmelodie haben, am besten solche, in denen
mehrere unterschiedliche Vokale und einige harte Konsonanten (wie t, v, x, k, usw.) vorkommen.
„Aprikose“ hat zum Beispiel eine ausgeprägte Wortmelodie, wohingegen „Rhabarber“ nur wenige,
markante Strukturen enthält. Frikative und Plosive (s, t, p, k) hören sich bei allen Menschen sehr
ähnlich an, während Vokale sehr individuell für die Stimme einer Person sind. Bei Wörtern mit
wenig ausgeprägten Vokalen, wie z. B. „Stress“ erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass das
Wort auch von anderen Sprechern als dem, der das Training durchgeführt hat, akzeptiert wird,
und auch die Empfindlichkeit auf Umgebungsgeräusche wird verstärkt.
Der FS20 SS vergleicht Klangmuster miteinender. Halten Sie sich das bei Training und späterer
Verwendung stets vor Augen: die Erkennung funktioniert dann am besten, wenn Sprechweise
und Betonung beim Training und bei der Erkennung möglichst identisch sind. Es bringt überhaupt
nichts, wenn Sie versuchen, die Betonung eines Wortes zu verändern oder in wesentlich anderer
Lautstärke zu sprechen, als es trainiert wurde.
7.1.3. Hintergrundgeräusche
Jede Spracherkennung funktioniert am besten in ruhigen Räumen ohne Nebengeräusche. In
der Praxis gibt es aber meistens mehr oder weniger laute Hintergrundgeräusche, die natürlich
vom Mikrofon genauso aufgenommen werden wie die Sprache des Benutzers. Hierbei gilt die
Regel, dass gleichförmige Geräusche wie das Rauschen eines Lüfters die Spracherkennung
weitaus weniger stören als ungleichförmige Geräusche, wie z. B. Stimmen im Hintergrund,
Musik oder auch das Ticken von Uhren, das häufig gar nicht mehr bewusst wahrgenommen
wird. Die FS20-Spracherkennung ist relativ unempfindlich gegenüber Hintergrundgeräuschen,
aber auch ihr sind natürlich Grenzen gesetzt, insbesondere bei sehr großer Entfernung zwischen Sprecher und Mikrofon.
Für das Training des FS20 SS sollten Hintergrundgeräusche immer so weit wie möglich reduziert
werden. Im Erkennungsmodus berücksichtigt der FS20-Sprachsensor den Hintergrundgeräusch10
pegel und wird auch bis zu einer gewissen Störgeräuschbelastung noch funktionieren. Bis zu
welcher Lautstärke der Störgeräusche eine Erkennung noch möglich ist, hängt aber von vielen
Faktoren ab, insbesondere von der Art der Geräusche, der Raumakustik und dem Mikrofonabstand. Bei zu hoher Störgeräuschlautstärke, wenn der FS20 SS keine ausreichenden Pausen vor
und nach einem Wort feststellen kann, werden Ihre Kommandos meist ignoriert.
Beim Training achtet der Sprachsensor darauf, dass beide Aussprachen eines Wortes eine
gute Übereinstimmung aufweisen. In diesem Stadium reagiert das Gerät empfindlicher auf
Störgeräusche, als im nachfolgenden Erkennungsmodus. Ein gutes Training ist nämlich die
Voraussetzung für eine zuverlässige Erkennung. Wenn Sie also Trainingsfehler erhalten, folgen
Sie einfach den Meldungen, und trainieren Sie das Wort noch mal. Das Training sollte immer in
ruhiger Umgebung erfolgen. Je besser die beiden Aussprachen Ihres Wortes übereinstimmten,
und je weniger Hintergrundgeräusch vorhanden ist, umso geringer ist später die Wahrscheinlichkeit von Fehlerkennungen bei ähnlichen Wörtern.
7.1.4. Raumakustik
Jeder Raum hat eine ganz eigene Akustik, die bewirkt, dass der Schall, der beim Sprechen eines
Wortes erzeugt wird, in mehr oder weniger starker Weise verändert wird, bevor er vom Mikrofon
aufgenommen wird. Die Veränderung wirkt sich umso stärker aus, je größer die Entfernung
zwischen Sprecher und Mikrofon ist. Die schlimmsten Feinde der Spracherkennung sind Hall
und Echos, denn die markanten Strukturen von Wörtern werden verwischt, und schlimmstenfalls empfängt das Mikrofon nur diffuse Geräusche anstelle erkennbarer Wörter. Während
das menschliche Gehör durch seine Fähigkeit zur Klangortung solche Echos noch relativ gut
kompensieren kann, besitzt das Mikrofon des FS20 SS, wie jedes andere Mikrofon auch, nicht
diese Fähigkeit. Deshalb wird Ihr FS20-Sprachsensor in Räumen mit starkem Hall und Echos
nur mit Einschränkungen oder auch gar nicht funktionieren. Meist erhöht sich dabei die Zahl der
Fehlerkennungen, so dass der FS20 SS praktisch auf jedes Wort reagiert.
Problematisch wirken dabei große Flächen aus harten, Schall reflektierenden Materialien, wie
geflieste Böden und Wände oder große Fensterflächen. Typische Räume mit starkem Hall sind
z. B. Badezimmer. Positiv wirken sich dagegen weiche, Schall absorbierende Materialien wie
Teppiche, Polstermöbel und Holzvertäfelungen aus, wie sie oft in Wohn- und Schlafzimmern
verwendet werden.
In den meisten Fällen wird Ihr Sprachsensor nur die Wörter der Benutzer akzeptieren, von denen es trainiert wurde. Aufgrund der notwendigen Toleranz kann es aber vorkommen, dass der
FS20 SS auch auf andere Sprecher mit ähnlicher Stimmlage reagiert. Räume mit starkem Hall
vergrößern die Wahrscheinlichkeit dieses Effektes, da die individuellen Merkmale der Sprecherstimme dadurch verwischt werden. Ihr FS20 SS ist immer bestrebt, die trainierten Kommandos
zu erkennen. Es wurde aber nicht dafür entwickelt, unberechtigte Benutzer zurückzuweisen.
Benutzen Sie deshalb das Gerät nicht für Anwendungen, bei denen Sie eine Zugangskontrolle
durch ein Passwort aufbauen wollen. Nach jedem Wechsel der Mikrofonposition, insbesondere
aber nach jeder Neuinstallation des Gerätes in einem anderen Raum, ist es aufgrund der veränderten Akustik dringend zu empfehlen, den Speicher zu löschen, und die Triggerwörter erneut
zu trainieren.
7.1.5. Mikrofonabstand
Der FS20-Sprachsensor ist mit einem hochwertigen und sehr empfindlichen Mikrofon ausgestattet. Das Mikrofon ist omnidirektional, d. h. es besitzt keine ausgeprägte Richtcharakteristik,
damit die Erkennung in einem möglichst großen Umkreis gut funktioniert. Der Abstand zwischen
11
Mikrofon und Sprecher kann die Qualität der Spracherkennung stark beeinflussen, insbesondere,
wenn es sich um Räume mit ungünstiger Akustik oder mit lauten Störgeräuschen handelt. Ein
Mikrofonabstand im Bereich 1 m bis 3m ist für eine gute Erkennung vorteilhaft. Noch wichtiger
ist aber, dass das Training möglichst mit dem gleichen Mikrofonabstand erfolgen sollte, aus
dem später das Gerät geschaltet wird. Wenn Sie eine bevorzugte Position im Raum haben, von
der aus Sie Ihre Kommandos geben wollen, dann führen Sie das Training am besten aus dieser
Position durch. Die „Ja oder Nein“-Fragen zu Beginn des Trainings ermöglichen es Ihnen, sich
nach dem Druck auf die Trainingstaste zu dieser Position zu begeben.
Ein Training in unmittelbarer Nähe des Mikrofons und eine anschließende Benutzung quer durch
den Raum wird eine unbefriedigende Erkennungsleistung zur Folge haben (umgekehrt auch).
Wenn Sie den Sprachsensor aus unterschiedlichen Positionen im Raum bedienen wollen, sollten
Sie das Training möglichst in der Mitte des Raumes durchführen, und dabei in Richtung des
Mikrofons sprechen. Wenn Sie den FS20 SS vorzugsweise aus einer bestimmten Position bedienen wollen, sollten Sie das Gerät möglichst in der Nähe dieser Position aufstellen, am besten
so, dass die Eintrittsöffnung zu Ihnen zeigt. Das Mikrofon sollte dabei aber immer möglichst
weit von Störgeräuschquellen wie Lautsprechern, Lüftern oder tickenden Uhren entfernt sein,
und von diesen wegzeigen. Platzieren Sie den FS20 SS am besten so, dass Sie beim Sprechen
Ihrer Kommandos die Eintrittsöffnung des Mikrofons sehen können. Wenn Sie jemandem etwas
sagen wollen, schauen Sie ja die Person normalerweise dabei ja auch an.
7.2. Sicherheitshinweise
Der FS20 SS ist zum Betrieb in Wohnräumen und Nebenräumen konzipiert. Bei einem Betrieb
in Nebenräumen, wie Garagen oder Kellerräumen, muss sichergestellt sein, dass sich keine
Feuchtigkeit durch Taubildung auf dem Gerät niederschlagen kann.
Beim Einsatz des FS20 SS müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass der Schalter auf Geräusche reagiert. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass der Schalter irrtümlich
einen Funkkanal einschaltet, was ungünstigstenfalls auch während Ihrer Abwesenheit durch
Umgebungsgeräusche ausgelöst werden kann. Betreiben Sie deshalb keine Geräte mit dem
FS20 SS, deren unbeaufsichtigter oder unabsichtlicher Betrieb Gefahren oder Unannehmlichkeiten,
wie z. B. Lärmbelästigung bewirkt. Beachten Sie auch die im Kapitel „BestimmungsgemäßerEinsatz” aufgeführten Ausschlüsse. Steuern Sie z. B. keine Heizgeräte mit dem FS20-Sprachsensor (Brandgefahr)! Ein Sicherheitsrisiko kann auch entstehen, wenn eine Beleuchtungsanlage
unbeabsichtigt ausgeschaltet wird!
Setzen Sie den FS20 SS niemals für Notrufanlagen ein! Abgesehen davon, dass Sie sich in
einem echten Notfall möglicherweise nicht mehr an Ihre trainierten Wörter erinnern können,
verändert sich Ihre Stimmlage und Aussprache unter Umständen dramatisch gegenüber einer
ruhigen Trainingssituation, so dass der FS20 SS Ihren Hilferuf eventuell nicht mehr erkennen
kann. Prüfen Sie bitte für jeden Anwendungsfall, was ein ungewolltes Umschalten für Folgen
haben könnte. Bedenken Sie auch, dass unbeabsichtigt eingeschaltete Geräte Energie verbrauchen. Kontrollieren Sie von Zeit zu Zeit, ob Geräte, die unbeaufsichtigt mit dem Sprachsensor
angesteuert werden, auch wirklich ausgeschaltet sind (beispielsweise eine Kellerbeleuchtung).
In Zeiten längerer Abwesenheit, z. B. während Urlaubsreisen, sollten Sie Ihren FS20 SS durch
Abschalten der Versorgungsspannung deaktivieren.
Sie können problemlos mehrere FS20 SS im gleichen Raum betreiben, sofern Sie unterschiedliche
Triggerwörter für jedes Gerät wählen. Ein Betrieb mehrerer Schalter mit gleichen oder ähnlichen
Wörtern ist logischerweise nicht sinnvoll.
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7.3. Fehler und Abhilfen
• Beim Einstecken des Klinkensteckers passiert entweder gar nichts, oder die Funktion scheint
gestört.
Abhilfe: Prüfen Sie, ob die Versorgungsspannung vorhanden und richtig gepolt ist (Mittelkontakt
= +). Zwischen dem Aus- und Einschalten soll eine Pause von mehr als 30 s liegen, damit der
Reset zuverlässig erfolgt.
• Ein Training ist möglich, aber die Erkennung funktioniert unbefriedigend.
Abhilfe: Haben Sie alle Hinweise in dieser Anleitung beachtet? Prüfen Sie, ob evtl. besondere
Umstände wie eine schlechte Raumakustik oder Umgebungsgeräusche einer guten Spracherkennung entgegenstehen. Manchmal bringt ein erneutes Training wesentlich bessere Ergebnisse.
• Die Spracherkennung funktioniert zeitweise gut, aber zeitweise schlecht oder gar nicht.
Abhilfe: In den allermeisten Fällen sind Umgebungsgeräusche die Ursache, insbesondere
Musik oder Sprache z. B. aus Radio oder TV. Der FS20 SS braucht einen gewissen Abstand
zwischen der Lautstärke der Umgebungsgeräusche und der Sprachkommandos. Sprechen Sie
die Kommandos in unruhiger Umgebung lauter. Ab einer gewissen Umgebungslautstärke wird
die Erkennungsgenauigkeit dennoch nachlassen. Für üblicherweise sehr laute Umgebungen ist
der FS20-Sprachsensor nicht geeignet. Betreiben Sie das Gerät in ruhigerer Umgebung.
• Der FS20 SS „vergisst“ erfolgreich trainierte Wörter, oder meldet einen leeren Speicher, obwohl
dieser nicht absichtlich von Ihnen gelöscht wurde.
Abhilfe: Bedenken Sie, dass die Erkennung von „Ja“ und „Nein“ sprecherunabhängig funktioniert.
Jedermann kann deshalb den Speicher des Sprachsensors löschen und neue Wörter trainieren.
Könnte jemand in Ihrer Abwesenheit den Speicher gelöscht haben? Trainieren Sie den FS20 SS
neu. Sollte der Effekt wiederholt auftreten, könnte ein Speicherdefekt vorliegen.
• Sie können mit dem FS20 SS Ihr Radio oder TV einschalten, aber nicht wieder ausschalten.
Abhilfe: Ihr Radio bzw. TV behindert ab einer gewissen Lautstärke die Spracherkennung des
FS20-Sprachsensors. Sie können nur versuchen, das FS20 SS-Mikrofon möglichst weit entfernt
von den Lautsprechern anzubringen, oder das Radio/TV leiser zu stellen.
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8. Das FS20-Adress-System
Innerhalb eines Hauscodes lassen sich 256 verschiedene Adressen einstellen. Diese Adressen
gliedern sich dabei in 4 Adresstypen zu 225 Einzeladressen, 15 Funktionsgruppen-Adressen,
15 lokalen Masteradressen und einer globalen Masteradresse. Jedem Empfänger kann von
jedem Adresstyp eine Adresse zugeordnet werden. Damit kann jeder Empfänger auf bis zu 4
unterschiedliche Adressen reagieren, jedoch immer nur auf eine Adresse pro Adresstyp. Soll
ein Empfänger auf mehrere Sender reagieren, so kann man die Sender auf die gleiche Adresse
programmieren oder bei unterschiedlich eingestellten Sender-Adresstypen den Empfänger
nacheinander auf diese verschiedenen Adressen programmieren.
Den einzelnen Adresstypen ist dabei folgende Funktion zugedacht (die Erläuterung ist global
für das gesamte FS20-System gültig und bezieht sich nicht nur auf einzelne Komponenten):
Einzeladressen
Jeder Empfänger sollte auf eine Einzeladresse eingestellt werden, um ihn separat ansteuern
zu können.
Funktionsgruppen-Adressen
Mehrere Empfänger werden durch die Zuweisung einer Funktionsgruppen-Adresse als funktionale
Einheit definiert. Werden beispielsweise alle Lampen im Haus einer Funktionsgruppe zugeordnet,
so lässt sich das ganze Haus über nur einen Tastendruck hell erleuchten oder verdunkeln.
Lokale Masteradressen
Mehrere Empfänger werden räumlich als eine Einheit definiert und über die lokale Masteradresse
angesteuert. Werden beispielsweise alle Empfänger in einem Raum jeweils einer lokalen Masteradresse zugewiesen, so kann man beim Verlassen eines Raumes mit nur einem Tastendruck
alle Verbraucher in diesem Raum ausschalten.
Globale Masteradresse
Mehrere Empfänger werden der globalen Masteradresse zugeordnet und gemeinsam über
diese Adresse angesteuert. Beim Verlassen des Hauses lassen sich so beispielsweise leicht
alle Verbraucher mit nur einem einzigen Tastendruck ausschalten.
Durch dieses Adress-System eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten. Es lassen sich somit sogar
Zugangsberechtigungen realisieren, indem z. B. drei Tore unterschiedlichen Einzeladressen und
einer gemeinsamen Funktionsgruppe („Tore“) zugewiesen werden. Mehrere Personen können
nun jeweils einen Handsender mit entsprechender Einzeladresse für ein Tor erhalten, während
über eine Fernbedienung mit programmierter Funktionsgruppen-Adresse alle Tore geöffnet oder
über einen FS20-Timer abends automatisch gemeinsam geschlossen werden können.
Die Einstellung der unterschiedlichen Adresstypen und Adressen erfolgt allein am Sender und
wird durch die Adresszuweisung an den Empfänger übertragen.
Hauscode
Der Hauscode ermöglicht den Betrieb mehrerer gleicher Funksysteme nebeneinander.
8.1. Zuweisung von Funktionsgruppen und Masteradressen
Funktionsgruppen
Wird als Adressgruppe die 44 eingegeben, wird die Unteradresse (sofern sie nicht auch 44 ist,
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siehe folgende Abschnitte) als Funktionsgruppe definiert. So lassen sich 15 Funktionsgruppen
zwischen 4411 und 4443 definieren.
Lokaler Master
Wird nur die Unteradresse auf 44 eingestellt, so hat dieser Kanal die Funktion eines lokalen
Masters innerhalb der eingestellten Adressgruppe. Alle Empfänger, die mit dieser lokalen Masteradresse programmiert sind, werden gleichzeitig gesteuert.
Globaler Master
Werden sowohl Adressgruppe als auch Unteradresse eines Kanals auf 44 eingestellt, hat dieser
Kanal die Funktion eines globalen Masters. Alle Empfänger, die mit dieser globalen Masteradresse programmiert sind, werden gleichzeitig gesteuert.
8.2. Beispiel für Adressenzuordnung
Bei einem umfangreicheren Systemausbau ist es sinnvoll, bei der Adressenauswahl systematisch
vorzugehen, um den Überblick über die bereits vergebenen Adressen zu behalten und um die
programmierten Empfänger einfach und sinnvoll in Gruppen gemeinsam steuern zu können.
Im folgend dargestellten Beispiel wurde dabei wie folgt vorgegangen:
Hauscode z. B.
1234 1234
Globale
Masteradresse
4444
Funktionsgruppe 44xx
z.B. 4411 Deckenlampen
A
Lokale
Masteradresse
z.B.1144
D
1122
1144
4444
1131
1144
4444
B
1211
1111
1144
4411
4444
1212
4411
4444
1412
4444
1411
4411
4444
C
1311
4411
4444
15
Um die Adressbereiche gleichmäßig auf das Haus zu verteilen, wurde jedem Raum eine andere
Adressgruppe zugewiesen: Raum A: 11, Raum B: 12, Raum C: 13, Raum D: 14. Die Markise
wurde dabei dem anliegenden Raum B zugeordnet.
Insgesamt sind folgende 15 Adressgruppen möglich: 11, 12, 13, 14, 21, 22, 23, 24, 31, 32, 33,
34, 41, 42, 43.
Um jeden Empfänger separat steuern zu können, ist jeder Empfänger auf eine Einzeladresse zu
programmieren. Dazu wird zu der bereits ausgewählten Adressgruppe nun noch eine Unteradresse benötigt. Insgesamt sind pro Adressgruppe folgende 15 Unteradressen möglich: 11, 12,
13, 14, 21, 22, 23, 24, 31, 32, 33, 34, 41, 42, 43
Im Beispiel ist die Markise auf die Einzeladresse 1211 programmiert, die sich aus der Adressgruppe 12 und deren Unteradresse 11 zusammensetzt.
Bei den Empfängern im Raum A wurden zusätzlich alle Empfänger auf eine lokale Masteradresse programmiert. Bei der lokalen Masteradresse ist als Unteradresse immer die 44 eingestellt,
während über die Adressgruppe eine der 15 lokalen Masteradressen gewählt wird. Der mögliche
Bereich für die Adressgruppe ist dabei wieder 11 bis 43.
Alle Lampen im Haus sind des Weiteren über die globale Masteradresse 4444 steuerbar. Die
Markise wurde nicht auf diese Adresse programmiert und ist deshalb nur über ihre Einzeladresse
ansprechbar.
Die Deckenlampen in allen Räumen sind zusätzlich zu einer Funktionsgruppe zusammengefasst
und somit auch gemeinsam steuerbar. Um eine der 15 Funktionsgruppen auszuwählen, ist als
Adressgruppe die 44 und als Unteradresse ein Wert zwischen 11 und 43 einzustellen. Im Beispiel
haben die Deckenlampen die Funktionsgruppen-Adresse 4411.
9. Zusätzliche Hinweise – bitte beachten!
Reichweite und Störungen, Repeater
- Das FS20-System arbeitet im 868-MHz-Bereich, der auch von anderen Funkdiensten genutzt
wird. Daher kann es durch Geräte, die auf der gleichen bzw. benachbarten Frequenz arbeiten,
zu Einschränkungen des Betriebs und der Reichweite kommen.
- Die angegebene Funk-Reichweite von bis zu 100 m ist die Freifeldreichweite, d. h., die Reichweite bei Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger. Im praktischen Betrieb befinden sich
jedoch Wände, Zimmerdecken usw. zwischen Sender und Empfänger, wodurch sich die Reichweite entsprechend reduziert. Für Reichweitenerhöhungen ist im FS20-System ein Repeater
verfügbar.
Weitere Ursachen für verminderte Reichweiten:
- Hochfrequenzstörungen aller Art.
- Bebauung jeglicher Art und Vegetation.
- Im Nahbereich der Geräte bzw. innerhalb oder nahe der Funkstrecke befinden sich leitende
Teile, die zu Feldverzerrungen und -abschwächungen führen.
- Der Abstand von Sender oder Empfänger zu leitenden Flächen oder Gegenständen (auch zum
menschlichen Körper oder Boden) beeinflusst die Strahlungscharakteristik der Antennen und
somit die Reichweite.
- Breitbandstörungen in städtischen Gebieten können Pegel erreichen, die den Signal-Rauschabstand verkleinern, wodurch sich die Reichweite verringert.
- Mangelhaft abgeschirmte PCs können in den Empfänger einstrahlen und die Reichweite verringern.
16
10. Wartung und Pflege
- Reinigen Sie das Gerät nur mit einem weichen trockenen Leinentuch.
- Bei starken Verschmutzungen kann dieses leicht angefeuchtet sein.
- Reinigen Sie das Gerät nicht mit lösungsmittelhaltigen Reinigungsmitteln.
11. Technische Daten
Anzahl der sprachgesteuerten FS20-Kanäle:.............................................................................4
Zweistufige Erkennung:...........................................................sprecherabhängige Triggerwörter
............................................................................................. sprecherunabhängige Kommandos
Kommandos:............................................................................. Aus, Ein, Niedrig, Mittel und Voll
Dimmerstufen:............................................................ Niedrig (38 %), Mittel (69 %), Voll (100 %)
Default-Hauscode:........................................................................................................11111111
Default-Adresscode:..................................................................................................................... 4444
Versorgungsspannung:............................................................................6 VDC bis 18 VDC/60 mA
DC-Versorgungsanschluss:................................3,5-mm-Klinkenstecker (Plus am Mittelkontakt)
Abmessungen (ø x H):..............................................................................................110 x 63 mm
12. Entsorgungshinweis
Gerät nicht im Hausmüll entsorgen!
Elektronische Geräte sind entsprechend der Richtlinie über
Elektro- und Elektronik-Altgeräte über die örtlichen
1. Ausgabe Deutsch
05/2006
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Handbuch werden jedoch regelmäßig überprüft und Korrekturen in der nächsten Ausgabe vorgenommen. Für Fehler technischer
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Alle Warenzeichen und Schutzrechte werden anerkannt.
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Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts können ohne Vorankündigung vorgenommen werden.
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