close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ex-Staplertest: Miag EFG 16 XEV3i Bj. 2011 - Staplerworld

EinbettenHerunterladen
STAPLERCHECK
Beim Fahrtest in Wesseling.
Ex-Staplertest:
Miag EFG 16 XEV3i Bj. 2011
Heutiges Testfahrzeug auf Bernd Derenbachs Parcour ist ein Dreirad-Ex-Stapler für
Zone 1/Temperaturklasse 4, Explosionsuntergruppe IIB (optional auf Kundenwunsch
IIB + H2), Tragfähigkeit 1,6 t (Batterie 80V/
375Ah). Ausstattung: Integrierter Seitenschieber, SE-Standardbereifung, ohne optionales
Lastschutzgitter, Gabellänge 1.200 mm,
Dachabdeckung, Frontscheibe als Masteingriffschutz, Kabine mit Türen und Scheibenwischer optional, Standardsitz und komplette Beleuchtungseinrichtung: Die Konzepte von „echten“ und umgerüsteten
Ex-Staplern differieren zwangsläufig stark.
OEM-Produkte wie der Miag-Ex-Stapler
werden von Grund auf mit Explosionsschutz in Mechanik und Elektrik konstruiert und ausschließlich mit speziellen ATEXkonformen Komponenten bestückt, während bei Umrüstung eines Standard-Staplers dieser quasi ausgeweidet und neuverkabelt wird. Zusätzlich müssen Steuerung,
Leistungselektronik und viele weitere Bauteile speziell eingehaust und isoliert werden.
Das Testteam unter Leitung von Bernd
Derenbach bestand aus Anja Breucking,
Fuhrparkleiterin bei Lyondell Basell und
aus Angelo Lombardo, Fuhrparkleiter bei
Chemion. Beide Experten setzen in ihren
Unternehmen auf unterschiedliche Konzepte. Lyondell Basell bevorzugt OEM-ExStapler, Chemion setzt auf umgerüstete
Maschinen – insofern war das Testteam
neutral besetzt. Ehrfied Lang von der
badischen Spedition Osa ist der STW-Testfahrer. Als neutraler Fuhrparkexperte, der
CE-gerechtes Typenschild
38
im normalen Leben nicht mit Ex-Geräten
in Berührung kommt, konzentrierte er sich
auf die Bewertung von Ergonomie, Sichtverhältnissen und Wertigkeit des Arbeitsplatzes.
Der Test umfasste:
• Fahrtest nach EN 1755 auf einem abgesteckten Parcours mit 1,5-t-Testgewicht.
• Überprüfung Ableitungswiderstand und
Oberflächenwiderstand
• Ergonomie, Sichtverhältnisse
• Ausführung der Ex-Schutzkomponeten
und deren Verkabelung
• Durchführung, Dauer der Wartungsarbeiten und Zugänglichkeit der Komponenten
• Dokumentation, CE-Zertifizierung, Wartungshandbücher, Typenschilder etc.
Der Energieverbrauch der Testfahrzeuge
wurde mit modernsten HF-Selectiva-PlusLadegeräten aus dem Hause Fronius, die
uns dankenswerterweise inkl. einer professionellen Auswertung im Fronius-Stammwerk
zur Verfügung gestellt wurden, ermittelt.
Technische Daten des Testgerätes:
Traglast: 1.600 kg bei 500 mm LSP
Hubhöhe: 3.400 mm
Fahrzeughöhe: 2.070 mm (h6)
Fahrzeugbreite: 1.045 mm (b2)
Fahrzeuglänge: 1.995 mm (l2)
Energieversorgung: 80 V/375 Ah
Gabellänge: 1.200 mm
Reifendimension Antriebsachse:
18x7-8 Zoll
Reifendimension Hinterachse:
18x7-8 Zoll
Weitere Ausstattung:
Vorgehängter Ex-Seitenschieber, Ex-Gabeln
1.200 mm, Ex-Beleuchtung mit Front und
Heckleuchten
Positiv
1
1
Zugang Servicestecker
2
Zugang Sicherung,
Austausch
3
Zugang täglicher Service
2
3
x
x
4
5
gem. Wert
Zeit
(min:sek)
Punkte
Note
Prüfung
Nr
Ex-Stapler Test 08.11.11
8
4:27 sicher im druckfesten Gehäuse
9
4:27 sicher im druckfesten Gehäuse
Bodenblech muss für Ölkontrolle
abgebaut werden
4
Batterie
x
5
Stecker lösen
x
6
Batteriewechsel
x
7
Öffnen druckfestes
Gehäuse
x
8
4:27
8
Dauer Abschmierarbeiten/
Kontrolle
x
10
5:23
9
Bemerkungen
6
x
x
9
10
x
0:16 Flüssigkeit vorne im Fußraum rechts
0:06
8
einfach, Seitenteile öffnen, Ausbau
der Batterie über Dachluke, Lenkrad
nach vorne
Messung Ex-Anforderung
10
Sitz
Sitz: 190 kOhm;
Rücken:242 kOhm;
Armlehne: 206 kOhm
11
Kunststoffflächen
Boden/Fußraum: 13,2 MOhm;
Cockpit: 555 kOhm;
rechts Hebel: 90 kOhm
12
Sicherheitsschaltung/
Isolation
80 V + o.k. / - o.k.
24 V + o.k. / - o.k.
13
Reifen:
14
Ableitwiderstand Reifen
VR: 2,02 kOhm;
VL: 3,26 kOhm;
HR: 4,71 kOhm
15
Oberflächenwiderstand
VR: 18-20 kOhm;
VL: 16-20 kOhm;
HR: 120 kOhm
16
Gesamt Punkte
STAPLERWORLD 03/2012
62
von 80 Punkten
+ gute Kopffreiheit für den Fahrer
+ Ausführliche ET-Liste mitgeliefert
+ Gute, leicht verständliche und schön bebilderte Bedienungsanleitung mitgeliefert
+ Finish des Staplers sehr gut
+ macht sehr aufgeräumten Eindruck
+ Kabel exakt und sauber verlegt
+ alle Teile gekennzeichnet und leicht
ablesbar
+ Kabine mit viel Platz für den Fahrer
+ alle Ex-Teile sind solide und exakt verbaut
+ Kabeleinführungen sehr gut gelöst und
ausgeführt
+ alle Komponenten für Wartungs- und
Reparaturarbeiten gut erreichbar
+ gute und solide Ausführungsqualität des
ganzen Staplers
+ mitgelieferte Dokumentation vollständig
und aussagekräftig
Negativ
– Quietschende Bremsen
– Erreichbarkeit Notaus könnte besser sein
– Bremspedal ist zu hoch und sehr klein,
Fahrer muss Bein bei Betätigung anheben
– Lenkradverstellung fällt beim Lösen nach
vorne. Lenkrad schlägt an Frontscheibe an.
– Wischfeld des Scheibenwischers könnte
besser sein.
– Einwandfreie Ablesung der Instrumente
wird durch Blendung einer LED-Leuchte
beeinträchtigt.
– Handbremsbetätigung umständlich
Neutral
o Sicherheitsgurt hat keine Kennzeichnung,
Gurt verkehrt herum, etwas kurz für
korpulente Fahrer
o Hydraulikbedienung auch ohne Fahrer
auf dem Sitz möglich
o Lenkeinschlag 6 Umdrehungen
39
STAPLERCHECK
Temperaturauswertung von vier an sensiblen
Punkten montierten Thermofühlern
(Hubmotor, Fahrmotor, Steuerung, Hydraulikpumpe (Abgangsseite))
Kommentar
Bernd Derenbach
Grundsätzlich gibt es zwei Arten, den ExSchutz bei FFZ durchzuführen. Hier gibt es
die Umrüster wie etwa Pyroban, Excen, Gali
oder Miretti. Vorhandene Serien-FFZ werden bei externen Umrüstern in Deutschland oder im Ausland umgebaut und abgenommen.
Daneben gibt es die reinen Ex-Schutz Anbieter wie die beiden Testteilnehmer Miag
und Sichelschmidt (Sichelschmidt-ExStaplertest in STW 02-2012). Der Stapler wird
um die Ex-Komponenten herum gebaut
und als Gesamteinheit abgenommen.
Mit der BetrSichV von 11/2002 wurden
die Anforderungen an den betrieblichen
Ex-Schutz deutlich erhöht. Dies wurde
durch die Umsetzung der EU-Richlinie
1999/92/EG (ATEX 137) in deutsches Recht
notwendig. Die Folge ist, dass sich die
Unternehmen als Betreiber im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung sehr intensiv
mit dem Ex-Schutz auseinander setzen
müssen und ein „Explosionsschutzdokument“ erarbeiten müssen.
Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung
(vgl. § 5 Arbeitschutzgesetz, §§ 7 und 12
Gefahrstoffverordnung und §§ 3 und 5 ff.
BetrSichV) sind die Betreiber neben der Beurteilung der Gesamtsituation und der Einteilung der Ex-Zonen zusätzlich zu einer
ausführlichen Dokumentation verpflichtet.
Dieser Verpflichtung kann der Betreiber
durch die Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes nachkommen.
Dieses Dokument muss aber bereits vor
Aufnahme der Tätigkeit erstellt worden
sein und muss ständig aktualisiert werden.
Inhalt und Form sind weitestgehend frei
wählbar. Für die zu ergreifenden Maßnahmen ist im Dokument auf jeden Fall die
Ex-Zone zu nennen. Je nach Häufigkeit
und Dauer des Auftretens explosionsgefährlicher Zustände wurden Ex-Zonen definiert.
Elektrische wie auch nichtelektrische Arbeitsmittel und Geräte müssen eine für
die Ex-Zone geeignete Gerätekategorie
aufweisen und durchgängig dokumentiert
werden.
Prüfungen und Instandsetzungen an den
Arbeitsmitteln dürfen nur von befähigten
und speziell ausgebildeten Personen oder
zugelassenen Überwachungsstellen erfolgen. Über die Ergebnisse der Prüfungen
sind Bescheinigungen auszustellen und
Aufzeichnungen zu führen. Diese sind am
Betriebsort des überwachungsbedürftigen
Arbeitsmittels aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzuzeigen.
Die Verantwortung für den Einsatz und die
vollständige Dokumentation wird also zunehmend auf den Betreiber übertragen.
Darum ist es unerlässlich, sich intensiv mit
der Materie zu beschäftigen. Wie daraus
zu erkennen ist, wird hauptsächlich der Betreiber ab dem Tag der Inbetriebnahme
stark in die Pflicht genommen. Er hat im
Schadensfall auch mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Eine gute und vollständige Dokumentation ist mit einer der
wichtigsten Punkte. Bei der Dokumentation gibt es immer wieder Diskussionsbedarf. Eine ausführliche Konformitätserklärung (CE-Erklärung) für Ex-Stapler sollte
meiner Meinung nach folgende Verweise
enthalten::
· Explosionsschutzrichtlinie
RL94/9/EG
· Maschinenrichtlinie
RL98/37/EG oder RL2006/42/EG
(überarbeitete, neue Version)
· EMV Richtlinie
RL89/336/EWG oder RL2004/108/EG
(überarb.Version)
Bernd Derenbach (links)
und Michael Niebel
von Miag beim
Auswerten der Temperaturmessungen.
40
STAPLERWORLD 03/2012
STAPLERCHECK
Auswertung Fahrerbogen
1
2
3
Aufstieg
Sitzposition
L
x,
Rückhaltesystem
L
Sitzqualität
L
Sitzverstellung
x(1)
x+
x;L
Kopffreiheit
x+;L
Sicht durch Mast (abgelassen)
x;L
Sicht durch Mast (ausgefahren)
Mit Verweisen auf Normen und Reihen:
· EN 1755:2000 – Sicherheit von FFZ für explosionsfähige Bereiche
· EN 13463 ff – Nichtelektrische Betriebsmittel
· EN 1834-1:2000 – Hubkolben-Verbrennungsmotoren (Dieselgeräte)
· EN 1834-3:2000 – Hubkolben-Verbrennungsmotoren (Dieselgeräte) > Staub <
· EN 12895:2000 – EMV Ausführungsnorm
· EN 13980:2002 – QS-System im Ex-Schutz (Verpflichtung des Herstellers)
· Normreihe EN 60079 ff (Zone 1) elektrische Betriebsmittel
· Normreihe EN 61241 ff (Zone 21) elektrische Betriebsmittel
x;L
Erreichbarkeit Bedienhebel für
Hubmast/Anbaugerät
x-
Erreichbarkeit Fahrtrichtungshebel
L
x;L
Bedienung Handbremse
x
Erreichbarkeit Handbremse
x;L
Erreichbarkeit Notaus
x-
L
Lenkradverstellung
L
x(2)
Sicht nach hinten
x;L
L
x
Ablesbarkeit der Instrumente
L
x (3)
Weiterhin muss eine eindeutige Kennzeichnung der Schutzklasse z.B.
Ex II 2G IIB T4 und/oder Ex II 2D IP6x T130° C sowie eine Integration der Registriernummer oder der Baumusterprüfnummer mit dem
Verweis auf die „benannte Stelle“ z.B. 03 ATEX DO38 vorhanden sein.
Qualität der Kabine (wenn vorh.)
x
Grundsätzlich darf es nur eine CE-Erklärung und Kennzeichnung
geben, und zwar die vom Inverkehrbringer. Der Hersteller muss
auch gleichzeitig Inverkehrbringer sein. Hier gab es in der Vergangenheit einige Doppelkennzeichnungen und damit verbundene
Irritationen bei z.B. Haftungsfragen. Die CE-Bescheinigung muss in
derselben Sprache wie die Betriebsanleitung sein. Wichtig ist die
vollständige Betriebsanleitung (in Landessprache). Der Betreiber sollte
auf jeden Fall überprüfen, ob die Dokumentation mit der Bestellung
und den Anforderungen aus seinem Explosionsschutzdokument
übereinstimmen. Auch hier gab es leider schon Unstimmigkeiten.
Geräuschpegel im Leerlauf
Bei der Kabeleinführung in druckfeste Gehäuse unterscheidet
man die direkte und die indirekte Kabeleinführung. Bei der direkten Einführung werden die Kabel aus dem druckfesten Gehäuse
über Ex-d Kabelverschraubungen direkt in den Ex-Bereich herausgeführt. Die Kabelverschraubungen müssen hierbei regelmäßig auf
festen Sitz überprüft und mit vorgegebenem Drehmoment nachgezogen werden, denn bei gelöster Verschraubung ist der ExSchutz nicht mehr gegeben. Bei der indirekten Einführung werden
die Kabel aus dem druckfesten Gehäuse nicht direkt in den ExBereich, sondern in einen separaten Anschlussraum der Schutzart
„erhöhte Sicherheit“ geführt. Aus diesem Ex e Anschlussraum werden die Kabel durch zugelassene Ex-e Kabelverschraubungen dann
in den eigentlichen Ex-Bereich herausgeführt. Das ist natürlich aus
Wartungssicht einfacher und schneller.
Im Ex-Bereich gibt es viele Vorschriften und Normen, die ein intensives Studium des Stoffes verlangen. Darum habe ich oft das Gefühl,
dass sich Betreiber nur unzureichend damit beschäftigen und somit Gefahr laufen, sich nicht vorschriftsmäßig zu verhalten. Das
kann unliebsame rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Weitere Informationen: www.staplergutachter.eu
4
x, L
Anordnung/Sinnfälligkeit der
Instrumente
Qualität der Scheibenwischer/Belüftung
in der Kabine
L
x+(4)
Vibrationsdämmung des
Fahrerschutzdaches
L
x
x+
L
Geräuschpegel Fahren/Heben
x;L
Geräuschpegel Zinkenversteller/
Zinkenführung
Leichtgängigkeit der Zinkenverstellung
xx-;L
Qualität der Pedale
L
x (5)
Bedienung der Pedale
L
x
Wie gut spricht Hydraulik an
(Feinfühligkeit)
x
L
Präzision der Lenkung
L
x(6);L
Fahrverhalten ohne Last
x
L
x
L
Fahrverhalten mit Last
L
Beschleunigung
Verhalten bei Kurvenfahrt
Bremsverhalten
x;L
x (7);L
Bremsweg
x;L
Erreichbarkeit Öl-/WasserNachfüllstutzen
Erreichbarkeit Batteriestecker/
Nachfüllsystem
Erreichbarkeit Schmierstellen
Gesamtnote
xx-;L
x+;L
2,3
Schulnoten 1 bis 6, da 5+6 nicht vergeben wurden sind diese Bewertungsspalten
eliminiert. Notenermittlung: Punktzahl Derenbach und Lang addiert und Gesamtergebnis dividiert durch 2 (Anm. Red.)
Beispiel der Berechnung Lang und Derenbach haben gemeinsam 210 Punkte
vergeben, (210/2):37= Endergebnis
X = Bernd Derenbach
L = Ehrfried Lang
(1) Gurt verdreht
(2) Fällt beim Lösen nach vorne, schlägt an Scheibe
(3) Blendung durch LED-Leuchte
(4) Handbetätigung, großes Wischfeld
(5) Bremspedal zu hoch und sehr klein
(6) Sechs Umdrehungen
(7) quietschende Bremsen
41
Ex-Stapler Test am 08.11.2011
Hersteller: Miag
Licht eingeschaltet
Testfahrer => Fahrer vom Hersteller
Teststrecke in Anlehnung an DIN EN 1755:2000, 2 Geschw. Messschranken;
Länge 20m; Breite 5 m; Prüfgewicht: 1500 Kg; Hubhöhe 2500 mm
Fremd => unabhängiger Fahrer
ohne Prüfgewicht Testfahrer
mit Prüfgewicht Testfahrer
Runden
Zeit Sek.
1
51,40
2
51,85
3
52,27
4
50,91
5
51,49
6
51,13
7
50,85
8
51,95
9
50,67
10
52,53
Summe
515,05
Durchschn.
51,51
Fremd Bemerkungen
Runden
Zeit Sek.
52,44 MIAG mit 3 Rad-Fzg.
1
56,22
60,78
53,24 Durch angebauten Seitenschieber lag
die Resttragfähigkeit bei 1450 Kg.
2
56,82
55,33
3
56,18
55,95
4
58,67
55,18 Aufsetzer Eigenfahrer (Testfahrer)
5
56,74
56,10
6
56,18
56,68
7
55,04
56,96
8
55,70
60,40 Aufsetzer Fremd
9
54,20
56,67
10
55,19
55,69
Summe
560,94
569,74
Durchschn.
56,09
53,39 Der Stapler war also permanent
überladen, da Prüfgewicht 1500 Kg.
Dadurch war wenig Grip auf dem
Hinterrad.
159,07
51,505 min.:sek.
56,094 min.:sek.
Michael Niebel
Aus Sicht der beteiligten Miag – Mitarbeiter wurde die Vorbereitung, sowie
die Testdurchführung von den Verantwortlichen der Zeitschrift Staplerworld
professionell ausgeführt.
Umso mehr hat es Miag verwundert, dass die beiden Mitbewerber (am Test haben drei Hersteller teilgenommen) im
November 2011 mit einem 4-Rad-Stapler beim Test erschienen sind. Dieser Sachverhalt hätte den Verantwortlichen vorher bekannt sein müssen und man hätte im Vorfeld klären müssen, ob MIAG auch mit einem 4-Rad-Stapler
zum Test antreten will. Zur Erinnerung: Die festgelegte
Spezifikation (es haben alle Teilnehmer dieser zugestimmt)
hat einen 3-Rad-Stapler als Grundgerät gefordert.
In diesem Fall hätte vermieden werden können, dass beim
Test Äpfel (4-Rad-Stapler) mit Birnen (3-Rad-Stapler) verglichen
werden. Auch wird dem Leser der Zeitschrift der Eindruck
vermittelt, dass Miag nicht in der Lage gewesen ist einen
passenden 4-Rad-Stapler zum Test zur Verfügung zu stellen.
Somit wurde das Miag-Gerät, welches als einziges den Testvorgaben entsprochen hat, aus unserer Sicht benachteiligt,
da 4-Rad-Stapler eine bessere Fahrperformance und auch
im Bereich der Kabine dem Fahrer mehr Platz und Komfort
bieten als ein kleinerer 3-Rad-Stapler, der speziell auf Wendigkeit und für das Befahren von engen Fahrgängen konzipiert ist. Dennoch wird durch eine eingehende Analyse
der erwähnten Kritikpunkte versucht werden, optimalere
Lösungen zu finden.
Stromaufnahme und Temperaturverlauf
des Prüflings im Testzeitraum
42
56,97 Durchsch./Runde
Durchschnitt:
53,02 Durchsch./Runde
Durchschnitt:
Fremd Bemerkungen
STAPLERWORLD 03/2012
Document
Kategorie
Automobil
Seitenansichten
3
Dateigröße
429 KB
Tags
1/--Seiten
melden