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Hammond SK Serie Tipps & Tricks.pdf - DynamisSound

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Tipps & Tricks für Hammond SK-Serie
Es kann nie schaden, auf Erfahrungen Anderer zurückzugreifen- darum Tipps+Tricks
Die kleine Reihe mit Tipps und Tricks soll die Augen und Ohren öffnen für die Möglichkeiten, die man
den kompakten SK-Geräten nicht zutraut. Seit dem Erscheinen sind die Instrumente stetig gewachsen
und können uns neue musikalische Erfahrungen eröffnen.
Autor dieser Tipps, Bernd S. aus B., war vor dem Kauf seiner SK-1 beim Hammond Center hier in
Kornwestheim ein ganz “normaler“ Musiker, ist aber bekennender Hammond-Spieler geworden.
Selbstlos wird er seine in nächtelangen Sessions gewonnenen Erkenntnisse der Allgemeinheit
mitteilen.
Soweit möglich, wird Fachchinesisch vermieden, schließlich sollen gerade die Menschen
angesprochen werden, die den ganzen technischen Hintergrund erst kennen lernen.
Dafür taugt aber nicht, wenn die „upper voice so via manual mode des Wahs auf den Poti gelegt wird,
dass die cutoff frequency des DFOs durchgetuned“ werden kann. Äh, alles klar?
Tipp 1: Auf wie viele Klänge kann ich zugreifen? Geheimwaffe SK, Teil 1
Wir Frauen und Männer an den Tasten haben es manchmal nicht leicht: In der Band muss im Zweifel
der /die Bandkollege/in an Orgel und Piano es richten, wenn mal ein spezieller Klang benötigt, ein
Soundloch gestopft oder ein Publikumswunsch erfüllt werden muss.
Daher streifen die Tipps und Tricks möglichst viele Genres, für die sich nicht Jede/r gleichermaßen
begeistern muss. Aber alle Klangmöglichkeiten, die sich anbieten, werden genutzt! Das SK hat es
drauf!
Die fleißig aktualisierten Soundlibraries erweitern das Soundspektrum enorm- und das kostenlos und
ohne bemerkbare Ladezeiten der Samples im Bühnenbetrieb!
Hier wird es natürlich sehr persönlich: Was erfordert das Repertoire? Blockföten und eine
Theaterorgel dürften ebenso wie Spieluhren und Italo-Orgeln selten gefragt sein. Interessant wird es
dann ab Library Nr.5, den Streichern (VL-SK005 "Chamber Strings 1“).
Eine praktikable Mischung, die viele Bereiche des Pop- und auch Klassik-Rock abdeckt und dauerhaft
im SK1 Platz hat, sind die Backing Strings (light Version) der LibVL-SK008, die Streicher LibVL-SK010
"Chamber Strings 2" und die Vocals. Alle Klänge können, so sie einmal ins Gerät geladen sind, über
die Menu Seite Library angewählt werden und lassen sich in ein Patch einbinden. Über den Taster Lib
kann man immer auf die zuletzt ausgewählte Bibliothek zurückgreifen. Die übrigen Libraries sind auch
im Hintergrund vorhanden im internen Speicher, werden nur im Display nicht angezeigt. Hier muss
man sich dann über das Menu vorarbeiten. Alle Libraries können zum mobilen Zugriff problemlos auf
einen USB-Stick gespeichert werden, nur passen nicht alle auf einmal in das SK1 / SK 2.
Welche Libraries sind kombinierbar?
Die Backing Strings liefern in der nur 1,5 MB umfassenden light- Version schon derart praxistaugliche
Klangflächen, dass eine Nachbearbeitung über die internen Digitaleffekte nicht nötig ist, es sei denn,
man will mit den Modulationseffekten die Einfärbung bewusst auf 70er String-Ensemble trimmen oder
den Ringmodulator u.ä. einsetzen.
Zusätzlich zu den Flächenklängen fasst der interne Speicher dazu noch die Klangbiblio-theken Vocals
und Chamber Strings 2 sowie die neuen 80ies Layered Pianos von der Kapazität her gerade noch.
Oder eine andere Mischung, je nach Platzbedarf. Hier zeigt das Gerät immer den vorhandenen
Speicherplatz an.
Tipp 2: Auf wie viele Klänge kann ich zugreifen? Geheimwaffe SK, Teil 2
Mehrere Klänge – auch gleichzeitig – auf der SK-Serie spielen
Ob die Ingenieure wohl im Pflichtenheft stehen hatten, das Gewicht auf ein Minimum zu reduzieren
und die Orgel klingen zu lassen wie ein „best of“ aus dem 20.Jahrhundert?
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Was andere Hersteller nicht können – Hammond hat es an Bord! Und die Programmierer zeigen, was
sie aus einem Multieffekt –DSP alles zaubern können. Das Hörbeispiel ist simpel, aber z.B. am
Preset Fake Arpeggiator könnt Ihr selbst hören und sehen, was der DSP aus einem Orgelklang
fabrizieren kann – das hat man noch selten in einem Keyboard gehört.
Bei Hammond sind Soundvielfalt und Klangkombinationen überhaupt keine Frage.
Auf den Manualen / Manualhälften unterschiedliche Orgelregistrierungen zu spielen, ist der Normalfall.
Bei einigen namhaften Hammond-Klonen war’s das dann auch schon mit den
Anwendungsmöglichkeiten. Zwar bieten manche auf Vintage getrimmten Pianos oder die StageInstrumente aus dem Norden unter der Haube grundsätzlich weitere Klänge, aber gleichzeitig mit der
Tonewheelorgan können sie nur bei den wenigsten Geräten (V-Combo und Vorgänger) zum Klingen
gebracht werden. Also bleibt bei den angesagten und in der Fachpresse hochgelobten Instrumenten
die Soundkombination auf der Wunschliste.
Lasst uns daher aus der Hammond rausholen, was geht. Dass das SK-1 Tonewheelsounds abwirft
wie sonst keine Orgel, ist klar. Aber damit hat die Kiste noch längst nicht alles rausgerückt an ihrem
Soundpotential.
Je mehr Sounds im Hintergrund vorbereitet sind, desto entspannter die live- Situation!
Spielbereit warten bei der SK-Serie Klänge satt auf Euch. Ohne den Speicherplatz (Patch) zu
wechseln, also aus einer Grund-Einstellung heraus, sind z.B. folgende Klangwechsel und veränderungen möglich:
Extra Voice (+ Orgelsound des Obermanuals über Schwellerpedal eingeblendet)=Layer
Orgelsound des Untermanuals, zugeordnet über Taster Split
Bass (-Synth) zugeschaltet über M.Bass-Taster,
Weiterer Sound von Tonewheel- Drawbars (durch Aktivieren der Zugriegel/ Manual-Taste)
Extra Voices über Filter- Cutoff stark veränderbar
Orgeln u.a. über Ringmodulator oder separaten Effekt ( z.B. mit Echo versehenem Hall) veränderbar.
ProChord Voreinstellung bei den PCD- Presets
Der Vorteil ist, dass die Buttons, die man zum Klangwechsel braucht, nahe bei der Tastatur liegen und
mit rechts oder links aktiviert werden können, je nachdem, welche Hand frei ist. Stressfreier als das
Weiterdrehen am roten Value-Regler um eine Rasterung (was während des Spiels viel Feinfühligkeit
erfordert) ist das Zu- oder Umschalten innerhalb eines Patches.
Tipp 3: Akkord-Profi an Bord
Weiteren befruchtenden Einflüssen aus dem fernen Osten begegnet man ja beim Anspielen der
Prochord Registrierungen. Hat nichts mit Anfänger-Begleitautomatik zu tun, sondern bereichert die
Soundvielfalt. Für mich war es sogar ein Kaufgrund für das SK 1. Die Voicings waren einfach zu gut!
read more
Anspieltipp ist das Patch P010 PCD Splitted Brass. Das zugrundeliegende Sample wurde übrigens
noch fortentwickelt, so dass die Trompeten einen Brassfall hinlegen. So schön jazzig kann ich ohne
PCD nur mit Mühe spielen. Mit den Bläsern und Soundkombis aus den neueren Libraries lässt sich
der eine oder andere Aha-Effekt bei den Zuhörern bewirken. (Ich darf ja jetzt nicht in Richtung
Konkurrenz schreiben „Mach das mal nach mit Deinem Hammondverschnitt!!“)
Nein, die Prochord-Sachen sind eine kreative Zugabe, die nicht nur die Jazz-orientierten Organisten
bereichert! Ich setze es ein bei den easy-listening Titeln aus den 50ern. Drückt man die TastaturTeilung weg (split- Taste am SK 1 bedienen), steht einem der Grundsound ohne PCD zur Verfügung.
Gerade die Spielweise, abwechselnd über die ganze Tastatur ohne linke-Hand-Begleitung zu spielen
und nur hin und wieder per split mit der linken Hand Akkorde zu „addieren“, sorgt für Abwechslung und
klingt nicht künstlich.
Fortentwickelt findet Ihr auch bei den Strings- und Vocal- Libraries aus der Homepage interessante
Prochord-Kombinationen. Die werden immer besser.
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Tipp 4: Wie geht das mit dem Download und dem Aufspielen der neuesten Version?
Etwas Unruhe kommt immer auf, wenn man auf der Homepage erfreut entdeckt, dass die Hammond
Suzuki Ingenieure wieder Überstunden gemacht und sich neue Segnungen für die
Hammondgemeinde haben einfallen lassen. Das Übertragen einer neuen Klangbibliothek ist für
erfahrenere SK- Spieler/innen fast schon Routine geworden, aber das Upgrade auf Release Nr.5
bringt neben neuen Sounds auch technische Verbesserungen. Entsprechend mehr ist zu tun. Bitte
also Zeit einplanen für diesen Tipp.
Stop! Erst noch nach der Beschreibung auf den Seiten 116 ff Eure eigenen Klänge abspeichern (save
the setup/ Setup sichern), sonst sind bei Datenübertragung vom USB-Stick womöglich alle eigenen
Patches weg. Bei mir sind zwar alle Daten nach dem Übertragen von Release 5 unverändert da
gewesen, aber eine Sicherungskopie muss einfach sein.
Das Herunterladen erfolgt von der Homepage mit dem folgenden Link:
http//:www.hammond.eu oder http://www.hammond-center.de
Gefühlt eine Ewigkeit brauchte zumindest mein PC, alles herunterzuladen. Wäre ich Raucher, wären
wohl zwei Zigarettenlängen verstrichen, aber das gab Zeit, sich die bunten Japan-Comics zu
Verdeutlichung anzusehen. Sodann beim Entpacken der heruntergela-denen Datei fiel gleich deren
kunterbunter Inhalt ins Auge. Wie nun mit allen Dateien verfahren?
Um es kurz zu machen:
1. Windows Explorer öffnen. Ordner Downloads öffnen und vor dem Übertragen auf einen USB-Stick
alle heruntergeladenen und entpackten Daten gedanklich vorsortieren: Man bildet drei Sorten von
Dateien: In den Systemordner auf den USB-Stick hinüber gehören nur die drei Systemdateien. Alle
Librarydateien in den Zielordner lib ziehen, der Rest sind Infos zum Lesen und ggf. Ausdrucken und
Ablegen auf dem PC. Bitte nicht auf den USB speichern.
2. USB an der Orgel anschließen, beim Einschalten des SK die Taster Control, Song und „Play“ I
gedrückt halten- und die Kiste saugt auch schon die Infos auf. Das geht bedeutend schneller als
erwartet und ist vollständig abgeschlossen, sobald zum Ausschalten aufgefordert wird. Nicht weiter
nachdenken, warum einem ab nun „good luck“ gewünscht wird.
3. USB wieder zurück zum PC und (nur!) die Datei sload 1300 vom Stick löschen. Macht man das
nicht, beginnt jedes Mal wieder der Ladevorgang. Steht nicht in der Anleitung- Rüge!
4. USB an der Orgel anschließen und die Segnungen von Relase 5 genießen. Kommt auf Euer
Repertoire und Spielsituation an, bei denen man die neuen Honky Tonk Pianos, ein Upright Piano und
die beiden Flügel mit Hintergrundstrings einsetzen kann. Aber als neue Klänge im internen Speicher
sind sie willkommen, und jedenfalls das Grandpiano mit dem dazu gesampelten, subtilen
Flächensound macht für Balladen und Pop eine mehr als gute Figur. Linkerhand noch ein zarter
Orgelsound mit Expressionpedal dazu registriert, der zwei Oktaven höher versetzt eine
Countermelodie oder eine passende Basis liefert, und es klingt richtig vielschichtig. Wer denkt dabei
an das zarte SK1, das so viel kann.?
Und schon warten seit Herbst 2012 auf der Homepage unter der Bezeichnung VL-SK012 "80's
Layered" die nächsten Hammond SK- Klänge der Voice Library darauf, im Instrument den Dienst
anzutreten: Zwei Pianos für einen authentischen 80er Pianosound können heruntergeladen werden.
Ein wenig klingt „80's Layered Pf.“ nach Toto (die waren ihrer Zeit ohnehin voraus).
Hier ist der Link:
http//:www.hammond.eu oder http://www.hammond-center.de
Wer ein wenig reinhört und mit diesem Klang spielt, kann diese Mischung aus DX 7- Rhodes und
Akustikpiano (“Ac&El Piano“) bestimmt aus einigen Produktionen der 80er Jahre und später
wiedererkennen.
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Das Geniale ist aber, dass das letzte bisschen Speicherplatz ausreicht, um insgesamt fünf brauchbare
Instrumentensammlungen in der Hinterhand zu haben, die ab Werk noch nicht an Bord waren, unsere
SK 1 oder SK 2 aber zu wahren Multiinstrumentalisten aufwerten.
Tipp 5: Klänge verbiegen Teil 1
Manchmal wünscht man sich schon, die Extra Voices könnten sowohl auf dem Obermanual als auch
auf dem unteren Manual gespielt werden, und nicht nur alternativ.
Ein Klangbeispiel, das uns in die Welt des Psychedelic Rock zurückversetzt, lässt in der rechten Hand
einen Synthesizer erklingen und trotzdem links die volle Streicherfläche. Wie geht das?
Den Melodiepart liefert hier ein 4 Fuß Kirchenorgel-Register, dessen näselnder Klang sich mit dem
Effekt Auto- Wah in Richtung früher Synthesizersound verändern lässt, und -mit einem sphärischen
Hall versehen- die frühen 70er heraufbeschwört.
Beim Nachbasteln von Tipp 6 den Lautstärkeregler der Extra Voice bitte vorsichtshalber halb
zurückregeln.
Ein Wort zu den DSPs: Die tollen Effektprozessoren bieten neben den üblichen Modulationseffekten
auch praxisgerechte Klangbearbeitung, die man nicht häufig vorfindet.
Nehmen wir den Wah-Effekt. Ein schmalbandiges Filter verfremdet das Signal in Richtung
menschliche Stimme (die Bedienungsanleitung spricht von speech-like, ein bekanntes Wah-Pedal
nennt sich ja auch Cry Baby- wie auch immer).
Zwei vollwertige Filterbausteine mit anwählbarer Eckfrequenz, die bis zur Oszillation (Pfeifton)
gebracht werden können, lassen uns aus den Streichern, Synthesizerklängen oder anderem
Experimentiermaterial aus der Library wunderbar retro-verdächtige Analogsounds zaubern, die sich
von Hand filtern lassen (ob das SK denn auch schwarzen Kaffee produzieren wird, daran arbeiten die
Jungs noch).
Nein, gemeint ist das langsame Durchstimmen des Filters per Effektregler. Ginge auch über das EXP50 Pedal, aber das brauchen wir in aller Regel schon global als Lautstärkepedal für die Manuale.
Tipp 6: Klänge verbiegen Teil 2 (Für Fortgeschrittene)
Ein paar versteckte Funktionen finden sich auf Seite 80 der Bedienungsanleitung. Ganz schön viel
Stoff zum Einlesen, viele Fachbegriffe -aber es lohnt sich. Eine Orgel hat eben keinen Joystick oder
kein Pitchbend-Rad. Aber ganz verzichten auf Bending oder Töne ziehen müssen wir nicht!
Gleitzeit für alle!
Das Saxofon, das per kurzes Antippen des Tasters Octave lower kurz von unten einschwingt oder
leicht „abschmiert“, die simulierte kurze Totalabschaltung des Hammondmotors, während eine kleine
Terz gespielt wird (u.a. Tom Coster bei Santana erlaubte sich derartige Scherze als Stilmittel) – das
verblüfft den Musikerkollegen, der vergeblich nach einem Pitchbend-Rad schielt und sich nicht
erklären kann, wo der Glide-Effekt herkommt.
Das Einschweben eines Klangs auf die Originaltonhöhe funktioniert über die aberwitzige Belegung
des Tasters „lower“, der eigentlich die Oktavverschiebung des unteren Manuals anwählen soll. Unter
eingekreister Nr.20 auf Seite 80 der Bedienungsanleitung steht hier zwar lower übersetzt mit
„niedriger“, aber Übersetzer Herr Falkenstein darf sich ja auch mal dezent irren. Gemeint ist eher
Unteres Manual, (das das SK1 nicht besitzt) daher muss dieser Knopf jetzt herhalten.
Die anderen vorgeschlagenen Taster wie up und down würde ich nicht benutzen. Grund: Den
Echtzeit-Zugriff auf die Oktavverschiebung nach oben und unten braucht man zum schnellen
Anpassen der Oktavlage beim Spielen. Auf lower hingegen kann man ohne Reue einen Gimmick
drauflegen.
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So geht’s:
Unter Assign/Zuordnung auf S. 80 ist angedeutet, dass die Oktavtaster am SK ganz anders belegt
werden können. Wir nehmen einen Umweg „ zu Fuß“, denn erst mal über den Control Taster ganz
links gelangt Ihr auf die Seite, auf der sich Fußschalter- Eigenschaften zuordnen lassen. Es blinkt
FOOT-SW und wir steppen (nur mit der Pfeiltaste natürlich) nach oben, bis links im Display OCTBTN (soll heißen Oktav-Buttons) erscheint. Mit der Pfeiltaste nach rechts
weiter, bis LOWER
angezeigt wird. Ein wenig twisten, sorry, rumdrehen am Value Regler, bis GLIDE erscheint. Mit
ENTER bestätigen.
Weiterhin auf der Seite mit nach unten navigieren, bis links GLIDE RANG erscheint. Unter dem
blinkenden Wort Range als Anfangswert – 1 (minus eins) eingeben. TIME auf 0,2 s.
Nicht so viele Anwendungen sehe ich für die Variante, bei der Tonhöhe und Lautstärke (Amplitude)
gleichzeitig beeinflusst werden. AMP daher auf off. Diese Grundeinstellung ergibt schon für die
meisten Klänge einen brauchbaren Wert. Nun verändert sich also die Tonhöhe beim Betätigen des
lower Buttons. Alles gleich im Patch mit Record abspeichern, sonst ist die Mühe umsonst gewesen!
Für Fortgeschrittene (auch altersmäßig) noch ein Beispiel:
Für Manfred Mann-ähnliche Solosounds testet mal Aufwärts-Glide mit +3 Halbtönen bei einem
internen Synth-Sound (keine Soundlibrary dafür nachladen).
Die internen Bläsersounds unter Kategorie Wind ganz nach rechts mit dem Value- Regler durchgehen,
bis SynBrs Afri (ähnlich den synthetischen Bläserstimmen im Titel Africa von Toto) erklingt.
Als Effekt für diese EXV das Wah auswählen und ungefähr so programmieren: Der LFO steuert per
Dreieckswelle (TRI) mit Rate 20, Resonanz 101 bei Geschwindigkeit 10, Sensitivity 79 den Filter – der
„Moog“ maunzt prächtig, wenn der Glide-Effekt kurz angetippt wird.
Aber auch für polyphone Klangeingriffe gibt es Möglichkeiten:
Nehmt Glide Range minus 5, drückt zuerst lower, dann mehrstimmig die Tasten zum langsamen
Hochziehen eines Akkords (z.B. mit Zeitverlauf 0,5 s nach dem Loslassen des lower Buttons). Zwar ist
die Verwendung des Buttons „lower“ somit global verändert, die Werte, die Ihr eingebt, sind aber
Patch-Parameter, d.h., alles ist unterschiedlich je nach Patch abspeicherbar – also ganz flexibel.
Noch ein Hinweis für alle, die ein weiteres Keyboard über MIDI mit SK1 oder SK 2 verbinden können
oder wollen, und sich nicht mit der beschriebenen Prozedur anfreunden können:
Die SK-Serie wurde mit den Verbesserungen in Release Nr.2 schon darauf vorbereitet,
Controllerbewegungen eines weiteren Keyboards über MIDI-Daten zu empfangen. Auch
(die mit Bordmitteln nicht zu verwirklichende) Modulation kann so von außen erfolgen.
2 Halbtöne eines Pitch Bend Rads oder Joysticks sowie Modulation können aktiviert werden, wenn der
MIDI IN Modus auf "EXVOICE" eingestellt wird.
Tipp 7: Über das ganze Manual spielen (SK 1)
Zum einen wird aus den Sound-Libraries schon deutlich, welches Sample- Potential uns Hammond
präsentiert. Aber gerade live besticht die SK-Serie durch durchdachten Zugriff auf die Sounds, die
abrufbereit in der Architektur bereit liegen.
Schnell sind alle Favoriten- Speicher belegt, daher lasst uns damit sparsam sein und innerhalb eines
Patches clever navigieren.
Ein wenig Vorbereitung wird uns Nutzern abverlangt, aber gerade das macht doch neben dem Spielen
den Reiz aus, die Technik immer besser zu verstehen und im richtigen Moment den richtigen Regler in
den Fingern zu haben.
Ein Beispiel: „Let it be“ mit der ExtraVoice Grand Piano zu spielen, macht richtig Spaß. Jeder kennt
die Stelle im Stück, an der die Orgel das kurze Motiv wiederholt, das das Piano vorgibt.
Ohne jetzt eigens für einen simplen Orgelsound ein Favoriten-Speicherplatz zu opfern, lassen wir die
Orgel im Hintergrund schon auf den Einsatz lauern.
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Sie mit dem EXP-50 Fußschweller einzublenden, ist eine gute Idee, aber dann müsste man das Piano
in diesem Moment am roten Regler wegblenden und dabei gehen einem irgendwie langsam die
Hände aus.
Mit einem kleinen Kniff kann aber man auch abwechselnd zwischen Orgel und Extra Voice hin- und
herschalten, die man dann jeweils über das ganze Manual spielen kann (also keine Einschränkung
durch Manualteilung auf dem SK-1):
Taster Split gedrückt halten, bis das Menufenster erscheint, Splitpunkt hochsetzen auf Ton
C 6 - dann lässt sich über den Taster SPLIT blitzschnell zwischen zwei Sounds wechseln.
In einer Art Zwischenspeicher im Hintergrund wartet dann noch die letzte Manual-Einstellung, die
ebenfalls ohne Patchwechsel angewählt wird und es erklingen je nach Programmierung nicht nur
Drawbars, sondern auch ExtraVoice, Effekte usw. in völlig anderer Zusammenstellung. Nach
nochmaligem Druck auf den Taster Manual steht wieder das Patch zur Verfügung (LED erlischt).
Tipp 8: Volkstümliches aus dem Land des Lächelns
Ja super, da geht die Party richtig los. Soo viele Akkordeonklänge des Suzuki A-120 – man merkt
richtig, dass sich die Suzuki-Leute bei den Extra Voices der Keyboard-Kategorie mal so richtig
austoben und satte 18 japanischen Samples einbauen durften. Boat on the river, Laternelieder und
Musettewalzer sind uns damit nicht länger verwehrt. Ein Tipp dazu?
Von der Handharmonika zur Mundharmonika?
Testet Ihr doch mal, ob Akkordeonklang Nr. 36 Acdn Bright 0/1/0 nicht auch etwas nach Bluesharp
klingt. Entsprechend mit „Glide“ in der Tonhöhe um 1 Halbton von unten einspielen lassen - (siehe
Tipp 7) und man kann es als Mundharmonika durchgehen lassen. Probiert mal aus, ob etwas
Overdrive oder ein Splapback-Echo noch mehr Hohner-Feeling bringen. Oder gibt es aus dem Hause
Hammond bald mal ein Sample der hauseigenen Mundharmonikas?
HAMMOND CENTER
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Theodor-Heuss-Str.32
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Tel.: 07154 8062375
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Web: dynamissound.de - hammond-center.de
Ansprechpartner: Daniel Stumpp
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