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Titel / Redner/In
Wann ? Wo ?
Gewalt und Gewaltlosigkeit in Indien
Freitag, 24. Oktober 2014
17:00 Uhr
Haus der Wissenschaft/Olbers
Saal Sandstraße 4/5, Bremen
Eintritt frei
Dr. Shazia Wülbers Aziz, Lektorin an der Hochschule Bremen
Mit seiner Strategie des gewaltfreien Widerstands hat Gandhi Indien zur Unabhängigkeit geführt. Diese gewaltlose
Revolution hat Indien tief geprägt. Deswegen sind gewalttätige Ereignisse in Indien auf religiöser, politischer und/oder
gesellschaftlicher Ebene schwer verständlich. Könnte Gandhis Philosophie für die aktuelle Situation in Indien, aber auch
im Hinblick auf die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und Osteuropa relevant sein? Wie wirksam
kann gewaltfreier Widerstand im heutigen Indien sein?
Indien hat ein neues Parlament gewählt
Frau Ute Banerjea-Komers, Gesandtin a.D. der Deutschen Botschaft in Delhi
Vom 7. April bis 12. Mai 2014 hat die größte Demokratie der Welt zum 16. Mal seit ihrer Unabhängigkeit 1947 ein neues
Parlament, die Lok Sabha, gewählt. Die Größe des Landes, seine sozio-ökonomische Vielfalt, die hohe Zahl von 814
Millionen Wahlberechtigten, machen diese Wahlen zu einem in der Welt einmaligen Vorgang. Ihr fairer und friedlicher
Verlauf machen sie zugleich zu einem beispielhaften Vorgang. Vorbildlich ist auch, wie Verlierer und Gewinner das unter
Einsatz elektronischer Geräte in wenigen Tagen einwandfrei festgestellte Ergebnis akzeptieren und wie sie mit ihm
umgehen. Warum wurden diese Wahlen im Vorfeld als die historisch wichtigsten Wahlen seit der Unabhängigkeit Indiens
1947 bezeichnet? Ist mit der neuen Regierung ein Neuanfang in der Regierungsführung auszumachen? Und wird es ihr
gelingen, das Streben aller Bevölkerungsteile nach Chancengleichheit und verbesserten Lebensbedingungen zu fördern?
Die ‚neuen Mittelklassen‘ in Indien: Totengräber und/oder Treiber einer nachhaltigeren Zukunft?
Donnerstag, 30. Oktober 2014
17:00 Uhr
Haus der Wissenschaft/Olbers
Saal Sandstraße 4/5, Bremen
Eintritt frei
Donnerstag, 30. Oktober 2014
19:00 Uhr
Prof. Hellmuth Lange, Universität Bremen
Indien wird auch in den meisten deutschen Medien in einer hochgradig widersprüchlichen Weise dargestellt: als
Haus der Wissenschaft/Olbers
Sehnsuchtsziel und als Schreckbild zugleich. Sehnsucht und Sympathie gelten dabei der Tradition - ihren bunten Farben, Saal Sandstraße 4/5, Bremen
ihrer tatsächlichen und/oder vermeintlichen Spiritualität und den Armen als Repräsentanten eines bewunderten einfachen Eintritt frei
Lebens auf der einen Seite und als Opfern von zynischer Unterdrückung und Ausbeutung auf der anderen Seite. Dem
steht ein nicht minder widersprüchliches Bild der herrschenden Eliten als Tätern gegenüber: einerseits traumhaft reich,
andererseits sozial verantwortungslos und korrupt. Eine jüngere Variante dieses Bildes verkörpern die sogenannten
‘neuen Mittelklassen‘: gut ausgebildete und gut bezahlte Experten in hypermodernen Arbeitswelten, und getrieben von
einem grenzenlosen Konsumrausch ohne jegliches zivilgesellschaftliches und ökologisches Verantwortungsgefühl.
Der Vortrag stellt Informationen zu den ‘neuen Mittelklassen‘ zusammen und beschreibt sie als eine gesellschaftliche
Schicht, in der in der Tat Lebensstile gepflegt und vorgelebt werden, die alle Bemühungen um eine nachhaltigere Zukunft
zu untergraben drohen; aus der heraus aber auch mehr als aus jeder anderen sozialen Gruppe Impulse in Richtung auf
zivilgesellschaftliche Verantwortung und nachhaltigere Lebensstile und Konsummuster entwickelt werden.
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Bildung
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