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Anwendungshandbuch Quick-Lock - servTEC

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DIBt - Zulassung
Nr. Z-42.3-374
Handbuch für
Anwender
2. Änderung Stand 02/2009
Vertrieb durch:
Kanaltechnik GmbH
Vorwort
Sehr geehrte Quick-Lock Anwender,
Sie erhalten mit diesem Handbuch eine Arbeitsanleitung für unser Sanierungssystem
Quick-Lock. Wir haben versucht unsere 10 jährige Erfahrung und die Erfahrungen
unserer langjährigen Anwender für Sie bildlich darzustellen.
Quick-Lock ist eines der anwendungsfreundlichsten partiellen Sanierungssysteme und
doch benötigt man viel Erfahrung aus der Kanalsanierung und die Kenntnisse über das
Bauwerk Kanal.
Dieses Handbuch kann die eigene Erfahrung und die praktische Einweisung durch uns
als Hersteller nicht ersetzen, aber die vielen geschilderten Tricks und Kniffe werden
Ihnen die Arbeit mit Quick-Lock erleichtern.
Wir würden uns freuen, wenn auch Sie uns Ihre Erfahrungen mitteilen, damit wir
gemeinsam die Quick-Lock Technik verfeinern können.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit unserem Sanierungssystem Quick-Lock und stehen
Ihnen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.
Geisingen, Mai 2005
2. Änderung Februar 2009
Uhrig Kanaltechnik GmbH
Am Roten Kreuz 2
78187 Geisingen
Mark Biesalski (Verfasser)
Vertriebsleiter
Telefon +49 (0) 7704 / 806-33
Fax
+49 (0) 7704 / 806-50
e-mail biesalski@uhrig-bau.de
Stand: 10.02.2009
1
Inhaltsverzeichnis
1.
Systembeschreibung
3
1.1
Definition
3
1.2
Verfahrens-und Systembeschreibung
3
1.3
Werkstoffe
4
1.3.1
Edelstahl
4
1.3.2
EPDM-Gummi
4
1.4
Anwendungsbereiche
4
1.4.1
Schadensbilder
4
2.
Quick-Lock in der Anwendung
5
2.1
Inspektion und Vorbereitung der Haltung
5
2.1.1
Inspektion
5
2.1.2
Vorbereitung der Haltung
5
2.2
Geräte, Material u. Vorbereitungen für den Quick-Lock Einsatz
6
2.2.1
Geräte
6
2.2.2
Material
6
2.2.3
Neu! Quick-Lock Manschetten mit einseitiger Aufbördelung
6
2.2.4
Vorbereitung der Quick-Lock Manschetten
7
2.3
Quick-Lock Versetzung
8
2.3.1
Positionierung der Quick-Lock Manschette
8
2.3.2
Versetzvorgang Einzelversetzung
9
2.3.3
Versetzvorgang Serienversetzung
11
2.3.3
Variante 1: Serienversetzung mit nicht aufgebördelten Manschetten
12
2.3.3
Variante 2: Serienversetzung mit aufgebördelten Manschetten
13
2.3.4
Einsatz eines Richtlasers
14
2.3.5
Quick-Lock bei Muffenversätzen
15
2.3.6
Grundwasserinfiltration
16
2.3.7
Wurzeleinwuchs
17
2.3.8
Stahlbetonrohre mit freiliegender Armierung
17
2.3.9
Sanierung von Kunstoffrohren
18
2.3.10
Quick-Lock in dichten Rohrsystemen
18
2.3.11
Entfernen von gesetzten Quick-Lock Manschetten
19
2.3.12
Schnellentlüftung Packer über ein Ventil
19
Technisches Datenblatt Quick-Lock
Anlage 1
Tabelle Applikationsdrücke (Kompressionsdrücke)
Anlage 2
Produktempfehlungen Hilfsmittel
Anlage 3
Stand: 10.02.2009
2
1. Systembeschreibung Quick-Lock
1.1 Definition
Quick-Lock ist ein rein mechanisches, stufenloses
Montagesystem für die partielle Rohrinnensanierung
DN 150 – DN 800 aus V4A Edelstahl und einer
EPDM-Kompressionsdichtung für alle gängigen
Kanal-, Brunnen- und Trinkwasserrohrsysteme.
Abb. 1.1-(1): Quick-Lock System
1.2 Verfahrens- und Systembeschreibung
Quick-Lock
besteht
aus
einer
gerollten
V4A
Edelstahlschale sowie einer EPDM Gummidichtung. Die
Behebung und Abdichtung des Schadensbildes erfolgt
über einen dauerhaften Anpressdruck der Edelstahlschale
durch Kompression der EPDM-Gummidichtung auf die
Rohrinnenwand.
Die Edelstahlmanschette wird um ca. mindestens 40 mm
kleiner gerollt als der Nenndurchmesser des zu
sanierenden Rohres. Links und rechts sind 2 Zahnleisten
in die Manschette gestanzt. In jeder Zahnleiste befindet
sich ein Sperr- und Getriebemechanismus, der das
Manschettenblech beim Aufspannen führt, und nach
Erreichen der Anpresskräfte ein Zurücklaufen der
Manschette verhindert und dauerhaft sperrt.
Abb. 1.2-(1): Kompressionsprinzip
Während des Aufspannprozesses kann man das „Klicken“
der Zahnräder hören. Der Abstand zwischen Zahnkerbe
und Zahnspitze bedeutet einen Klick. Das bedeutet, der
max. mögliche Rücklauf von der Zahnspitze auf die
nächste untere Kerbe verursacht eine Durchmesserreduzierung nach der Kompression von ca. 0,65 mm
unabhängig von der Nennweite. Der Sperrmechanismus
arbeitet nahezu stufenlos.
Abb. 1.2-(2): Edelstahlmanschette aufgerollt
mit Zahnleisten und Sperrmechanismus
Abb. 1.2-(3): Getriebe mit Sperrmechanismus
Stand: 10.02.2009
Abb. 1.2-(4): Zahnrad aus Getriebemechanismus
3
1.3 Werkstoffe
1.3.1 Edelstahl
Die Quick-Lock Manschette wird aus V4A Edelstahl in der Materialgüte 1.4404 gefertigt.
Edelstahl in dieser Materialgüte zeichnet sich durch seine hohe Korrosionsbeständigkeit aus.
Quick-Lock ist für den Einsatz im kommunalen Abwasser konzipiert. Bei Einsatz im industriellen
Abwasser ist die Korrosionsbeständigkeit zu prüfen.
1.3.2 EPDM-Gummi
Die duroplastische EPDM-Gummidichtung ist ebenso, wie der Edelstahl, für kommunales
Abwasser konzipiert. EPDM zeichnet sich durch ausgezeichnete physikalischen Eigenschaften
und Beständigkeit gegen Alterung, Ozon, Witterung- und Umwelteinflüsse, Alkalien und die
verschiedensten Laugen und Chemikalien aus.
Nur bedingt geeignet und ungeeignet ist EPDM in Verbindung mit:
• Lösungsmitteln
• Äther, Ester, Ketone, Methylenchlorid
• tierische und pflanzliche Fette, Öle, Kraftstoffe
• konzentrierte Fruchtsäfte, oxydierende Säuren
Merke: Vor dem Einsatz von Quick-Lock im industriellen, nicht kommunalen
Abwasserbereich, ist die Beständigkeit des V4A Edelstahls und der EPDM
Dichtung zu prüfen!
1.4 Anwendungsbereiche Quick-Lock
1.4.1 Schadensbilder
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Rissbildungen
Scherbenbildung
Undichte Muffen
Lageabweichung / Muffenversatz
Blindzuläufe verschließen / abdichten
Korrosionen / Abplatzungen /Verschleiß
Leckagen
Verbesserung der Rohrstatik
Wurzeleinwuchs
Stand: 10.02.2009
(Längs-, Radial- u. Querrisse )
(Stahlbetonrohre mit freiliegender Bewehrung)
(Grundwassereinbruch In- u. Exfiltration)
(Risse und Scherbildung, Deformationen)
4
2. Quick-Lock in der Anwendung
2.1 Inspektion und Vorbereitung der Haltung
2.1.1 Inspektion
•
•
•
Vor dem Einsatz des Quick-Lock Systems ist die jeweilige Haltung zu befahren und die
Sanierungsmöglichkeit mit Quick-Lock zu prüfen.
Es muss mindestens eine Zugangsmöglichkeit über einen Schacht oder eine
Revisionsöffnung bestehen.
Der zu begehende Schacht sollte mindestens eine Nennweite von DN 800 haben, um das
Einfädeln vom Kamera-Packersystem zu gewährleisten. Das Schachtgerinne muss
ebenfalls die Möglichkeit bieten, den Versetzpacker mit Manschette in die Haltung
einzuschieben.
2.1.2 Vorbereitung der Haltung
•
•
Die zu sanierende Haltung muss vor jedem Quick-Lock Einsatz mit einem Hochdruckspüler
gereinigt werden.
Verfestigte Ablagerungen, Wurzeleinwüchse, einragende Anschlussstutzen müssen durch
geeignete Fräswerkzeuge entfernt werden. Die Durchfahrbarkeit der Haltung darf durch
Hindernisse nicht eingeschränkt werden.
Beispiel für den Platzbedarf Packer + Manschette in einer Haltung:
Achse Rohr
ca.5 mm
Achse Packer
Merke:
Die Originalversetzpacker laufen mit ihrer Achse ca. 0,5 cm unterhalb der Rohrachse.
Beispielrechnung für den Platzbedarf:
Ø Rohr :
Ø Q.L. gerollt inkl. EPDM Gummi :
300 mm
263 mm
(siehe techn. Datenblatt)
300 mm – 263 mm = 37mm oben und unten gesamt
Oben: 37 mm / 2 = 18,5 mm + 5 mm (Achsverschiebung Rohr / Packer) = 23,5 mm
Unten: 37 mm / 2 = 18,5 mm – 5 mm (Achsverschiebung Rohr / Packer) = 13,5 mm
•
•
•
Im Bereich der Schadstellen dürfen sich keine Feststoffe, wie Sande oder Kiese befinden.
Muffenversätze größer 1,5 cm sind für das Setzen einer Einzelmanschette abzufräsen oder
mit 2 Quick-Lock Manschetten zu sanieren [siehe Kapitel 2.3.4].
Gemäß DWA M 143 Teil 7 ist grundsätzlich abwasserfrei zu arbeiten, so dass die Haltung
abzusperren ist. Je nach Wassermenge kann auch in Ausnahmefällen ein Umpumpen
erforderlich sein.
Stand: 10.02.2009
5
2.2 Geräte, Material und Vorbereitungen für den Quick-Lock Einsatz
2.2.1 Geräte
Für den wirtschaftlichen Quick-Lock Einsatz sollte folgendes Gerät vorgehalten werden:
•
•
•
•
•
•
•
Kanalkamera, abgestimmt auf die jeweilige Nennweite der
Haltung. Idealerweise verfügt die Kamera über eine
Schwenk- und Zoomfunktion.
Quick-Lock Versetzpacker je nach Nennweite
Quick-Lock Kupplungsstange zur Verbindung Kamera
Packer
Schnellentlüftungsventil [siehe 2.3.12]
Eine Druckluftanlage auf dem Fahrzeug oder ein
Kompressor mit einer Ausgangleistung von mind. 5,0 bar.
Einen Druckluftschlauch auf Trommel mit einer
Schlauchlänge von mind. 100 m.
Einen Fräsroboter für vorbereitende Maßnahmen
2.2.2 Material
Nachfolgende Materialien sind für die Vorbereitung der QuickLock Manschette je nach Schadensbild notwendig:
•
•
•
•
•
•
Abb. 2.2.1 (1): Ausstattung
Scharfes Messer
Talkum
Sekundenkleber
Biologisch abbaubares Kontaktspray o.
Lebensmittelschmieröl
Quellgummi
(nur für Grundwasser In- u. Exfiltration)
Mineralischer-Flex-Kleber
( Wurzeleinwuchs, Korrosion Bewehrung Stahlbetonrohre)
2.2.3 Neu! Quick-Lock Manschetten mit einseitiger Aufbördelung
Ab Anfang 2009 können Quick-Lock Manschetten mit einer einseitigen Aufbördelung bestellt
werden. Bei diesen Manschetten ist ein Manschettenrand mechanisch nach außen aufgeweitet.
Hintergrund dieser Neuentwicklung ist ein günstigeres Abflussverhalten, ein noch höherer
mechanischer Widerstand bei der Hochdruckreinigung und natürlich ein optisch besseres
Anliegen der Manschetten am Altrohr.
Die Aufbördelung beträgt je nach Nennweite zwischen 3-5 mm und entspricht dem Maß der
nicht komprimierbaren Gummimasse. Die Aufbördelung liegt am Altrohr an, drückt aber nicht
auf das geschädigte Altrohr.
Abb. 2.2.3 (1): Manschette ohne Aufbördelung
Stand: 10.02.2009
Abb. 2.2.3 (2) Manschette mit Aufbördelung
6
Diese technische Änderung hat Einfluss auf den Versetzvorgang und wird auf den
nachfolgenden Seiten beschrieben.
2.2.4 Vorbereitung der Quick-Lock Manschette
a) Transportsicherung
Das einzusetzende Material ist auf Beschädigung zu
kontrollieren.
Um die Manschette befindet sich ein weißer Klebestreifen,
der diese beim Transport gegen Auflaufen sichert.
Klebestreifen im Bereich der Blechüberlappung zur
Hälfte anschneiden.
Wird der Klebestreifen ganz durchgeschnitten, besteht die
Gefahr, dass die Manschette beim Einfahren in die Haltung
beginnt aufzulaufen und der Bewegungsspielraum in der
Haltung eingeschränkt ist.
Wird der Klebestreifen gar nicht angeschnitten, dann besteht
Abb. 2.2.4 (1): Klebeband anschneiden
die Gefahr, dass sich die Manschette während des
Versetzvorgangs, nach dem Reißen des Klebestreifens, schlagartig aufweitet und die
Rücklaufsperre im Getriebe zerstört wird.
b) EPDM-Gummi überstülpen
•
Zur besseren Handhabung wird der EPDM-Gummi innen
mit Talkum eingestreut. Dadurch lässt sich der EPDMGummi leichter über die Manschette stülpen und die
Reibungskräfte zwischen Gummi und Edelstahlmanschette während des Aufspannprozesses werden
verringert.
Neu!
Bei den neuen, einseitig aufgebördelten
Manschetten ist darauf zu achten, dass der
Gummiüberstand über die nicht aufgebördelte
Seite übergestülpt wird und der Gummirand
hinter der Aufbördelung sitzt.
Abb. 2.2.4 (2):
EPDM-Gummi mit
Talkum einstreuen
•
Der Gummiüberstand wird bei der Einzelversetzung einer Quick-Lock Manschette
abgeschnitten. Überzeugen Sie sich, dass der Abstand zwischen den Dichtnoppen
ausreichend ist, um die Schadstelle abzudichten. Bei der Serienversetzung bleibt der
Überstand, um ein Abdichten im Bereich des Manschetten-Übergangs zu gewährleisten.
•
Der EPDM-Gummi ist so abzuschneiden und auf der Manschette zu vermitteln, dass der
Gummirand um ca. 3 mm unterhalb vom Edelstahl-Manschettenrand sitzt [Abb.2.2.4 (5)]
ca. 3 mm
Abb. 2.2.4 (3):
EPDM-Gummi überstülpen
Stand: 10.02.2009
Abb. 2.2.4 (4):
EPDM-Gummi
Überstand abschneiden
Abb. 2.2.4 (5):
Abstand EPDM-Gummi
vom Manschettenrand
7
c) EPDM Gummi fixieren
• Um ein Verschieben der EPDM-Gummidichtung auf der Edelstahlmanschette während des
Transportes zur Schadstelle zu verhindern, wird die Gummidichtung auf beiden Seiten
oberhalb von den Schlössern und gegenüberliegend mit einem Punkt Sekundenkleber auf
der Edelstahlmanschette fixiert.
• Der Sekundenkleber darf auf keinen Fall in die Blechüberlappung geraten, da sonst
durch die Verklebung ein Auflaufen der Manschette nicht mehr möglich ist.
• Wird der EPDM-Gummi nicht fixiert, besteht die Möglichkeit, dass sich dieser an einer
Engstelle in der Haltung unbemerkt auffaltet.
Abb. 2.2.3 (8):
Abb. 2.2.4 (6):
EPDM-Gummi
fixieren
Abb. 2.2.4 (7):
Einsprühen der
Zahnleisten
EPDM-Gummi
fixieren
d) Zahnleiste und Schlösser mit Kontaktspray einsprühen
•
Während
des
Aufweitprozesses
der
Quick-Lock
Manschette entstehen im Bereich der Blechüberlappung
Reibungskräfte. Um diese zu verringern und ein
gleichmäßiges Laufen der Zahnleisten im Getriebe zu
erreichen, sollte die Zahnleiste und das Getriebe leicht mit
einem biologisch abbaubaren Kontaktspray eingesprüht
werden. Das Kontaktspray darf dabei nicht auf die Innenoder Außenseite der EPDM-Gummidichtung gelangen, um
die Verschiebesicherheit der Manschette an der
Schadstelle nicht zu gefährden.
Abb. 2.3.1 (1):
Abb. 2.2.4 (8):
Pos. der Schlösser
Einsprühen der Zahnleisten
2.3 Quick-Lock Versetzung
2.3.1 Positionierung der Quick-Lock Manschette auf dem Versetzpacker
•
Die Quick-Lock Manschette wird so auf dem Versetzpacker positioniert, dass die Mitte der ausgestanzten
Zahnleiste sich auf der 12.00 Uhr Position befindet. Das
Schloss befindet sich je nach Blickrichtung in 11.00 Uhr
oder 01.00 Uhr Position. Nach dem Versetzvorgang
befindet sich das Schloss dann im Scheitel, also in der
12.00 Uhr Position [Abb.2.3.1 (1)].
Enden der Zahnleisten
Abb. 2.3.1 (1):
Stand: 10.02.2009
Mitte Zahnleiste
12.00 Uhr Position
Position der Schlösser
8
•
Je nach Kamerabauart und Befestigung der Aufnahme für
die Kupplungstange, kann es erforderlich sein, die
Manschette mit dem Schloss auf 12.00 Uhr Position auf
dem Versetzpacker zu positionieren, um gerade bei der
Serienversetzung und geringer Bewegungsfreiheit zu
verhindern, dass man mit der Kupplungsstange an einem
Schloss einer bereits gesetzten Manschette hängen
bleibt.
Dieses kann auch dann sinnvoll sein, wenn bei der
Serienversetzung der Blick durch die Kupplungsstange
auf die Schlösser einer bereits gesetzten Manschette
beeinträchtigt ist und damit die Positionierung erschwert
wird. Die Schlösser sitzen nach dem Versetzvorgang, je
nach Betrachtungsweise, dann auf 11.00 Uhr oder 01.00
Uhr.
•
Es ist sinnvoll sich anzugewöhnen, dass bei der
Positionierung der Manschette auf dem Packer, die Enden
der Zahnleisten immer in dieselbe Richtung zeigen.
Dadurch erreicht man, vor allem bei mehreren gesetzten
Manschetten, eine regelmäßige Ausrichtung in der
Haltung.
•
Wählen Sie für die jeweilige Nennweite der Haltung den
richtigen Radsatz. Positionieren Sie die Q.L. Manschette
soweit vorne auf dem Packer, dass Sie den Manschettenrand über die Kamera gut sehen können.
•
Die Positionierung der Manschette auf dem Packer sollte
in der Regel im Schacht erfolgen.
Abb. 2.3.1 (2):
Abb. 2.3.1 (3):
Radsatz
Pos. auf dem Versetzpacker
2.3.2 Versetzvorgang Einzelversetzung
Mit dem Quick-Lock System kann vor allem dann wirtschaftlich
gearbeitet werden, wenn der Versetzpacker mit einer Kamera
positioniert wird. Behelfen kann man sich auch mit
Schiebestangen oder anderen Einzugshilfen. Die Kamera
sollte aber auf jeden Fall den Versetzvorgang begleiten.
•
•
Stehen 2 Schächte zur Verfügung, dann ist es aus Platzgründen sinnvoll, in einem Schacht die Kamera mit
Versetzpacker einzufädeln und die Manschette im 2.
Schacht abzuholen.
Verbinden Sie die Kamera über die Kupplungsstange mit
dem Versetzpacker, schließen Sie die Druckluftversorgung Abb. 2.3.2 (1): Verbindung Kamera-Packer
an und „heften“ die Manschette mit einem Heftdruck von
ca. 0,5 bar an die Packerblase. Die Manschette ist jetzt gegen Abrutschen gesichert. Der
Heftdruck von ca. 0,5 bar kann je nach Druckluftanlage, Nennweite und Versetzpacker leicht
unterschiedlich sein. Wir empfehlen Ihnen, den jeweils richtigen Heftdruck für Ihre Anlage
selber festzulegen.
Stand: 10.02.2009
9
Abb. 2.3.2 (2) Heftdruck
•
Positionieren Sie den Versetzpacker mit Quick-Lock Manschette mittig auf dem
Schadensbild.
Neu! Beim Versetzen von aufgebördelten Manschetten, muss die aufgebördelte Seite
gegen die Fließrichtung zeigen [Abb. 2.3.2 (2)].
• Entweder rein optisch, d.h. über das Blickfeld der Kamera oder durch vorheriges Einmessen
des Schadens. Hierzu müssen Sie den Abstand vom Kamerakopf bis zur Mitte Manschette
berücksichtigen.
• Legen Sie die Quick-Lock Manschette mit dem Anlegdruck von ca. 1,5 bar – 2,0 bar an die
Rohrwandung an. Achten Sie darauf die Manschette nur „leicht“ an die Rohrwandung
anzulegen, um noch die Möglichkeit zu haben, Lagekorrekturen vorzunehmen. Entspannen
Sie die Packerblase, damit sich diese in der Manschette neu zentrieren kann.
• Sitzt die Manschette richtig, wird jetzt der Applikationsdruck von 2,5-3,5 bar [Anlage 2]
(abhängig vom Schadensbild und der Rohrart) aufgebracht. Derselbe Vorgang wird einmal
wiederholt. Achten Sie darauf, dass beim Aufbringen des Applikationsdrucks die
Packerblase mittig in der Manschette sitzt. Die erforderliche Kompression des EPDMDichtgummis ist jetzt erreicht .
•
Merke: Bei Längsrissen und Scherbenbildungen, vor allem in Steinzeugrohren, nicht
auf die Schlösser fahren, da sonst das Altrohr geschädigt werden könnte.
Wird die Manschette exzentrisch (außer mittig) aufgeweitet, dann können
Torsionskräfte entstehen, die das Schloss oder die Zahnleisten beschädigen.
Abb. 2.3.2 (3) Anlege –u .Applikationsdruck
•
Kontrollieren Sie mit der Kamera den richtigen Sitz der Manschette. Hierzu werden die
Ränder der Manschette abgeschwenkt. Die Manschette sollte jetzt kraftschlüssig an der
Rohrwandung anliegen [Abb.2.3.2 (4)].
Stand: 10.02.2009
10
•
•
Bei Versätzen oder Lageveränderungen kann es vorkommen, dass die Manschette auf
einer Seite noch mal nachgespannt werden muss.
In glasierten Steinzeugrohren zeichnet sich durch die Blendung der Kamerascheinwerfer im
Manschettenrand eine Reflexion auf der Rohrwandung ab [Abb.2.3.2 (5)]. Der Auftraggeber
könnte denken, dass die Manschette nicht richtig anliegt. Durch eine Veränderung der
Schwenkperspektive verschwindet diese optische Täuschung.
Reflexion durch Blendung
Abb. 2.3.2 (4):
Manschette auf Kompression
2.3.3 Versetzvorgang Serienversetzung
Abb. 2.3.2 (5):
Reflexion
Die Serienversetzung wird dann angewendet, wenn das Schadensbild länger ist als der
Abstand zwischen den Dichtnoppen einer Einzelmanschette. Der Überstand am EPDM-Gummi
wird beim Vorbereiten nur bei der letzten zu setzenden Manschette abgeschnitten. Der Versetzvorgang und die Versetzdrücke sind gleich wie bei der Einzelversetzung.
•
•
•
•
•
Abstand DichtnoppeManschettenrand
Der
EPDM-Gummi
wird
so
über
die
Edelstahlmanschette gestülpt, dass der Abstand
Dichtnoppe – Manschettenrand gleich oder größer
dem Abstand Schloss - Manschettenrand ist. Nur
dann ist gewährleistet, dass das Dichtnoppenpaar
innerhalb des Gummiüberstandes abdichtet.
Bitte unbedingt darauf achten, dass durch ein
Verschieben der Gummimanschette das DichtnoppenAbstand Schlosspaar unterhalb des Gummiüberstandes nicht zu nah
Manschettenrand
am Manschettenrand sitzt.
Der EPDM-Gummi kann auch um ca. 1,5 cm verkürzt
Abb. 2.3.3. (1): Abstände
werden, d.h. der Gummistreifen zwischen Dichtnoppenpaar und Manschettenrand wird abgeschnitten,
um den entstehenden Versatz im Bereich der Manschettenüberlappung zu verkleinern.
Die erste Manschette wird mit mindestens einem Dichtnoppenpaar im intakten Rohrbereich
versetzt.
Idealerweise arbeiten Sie bei dieser Versetzart gegen die Fließrichtung. Der im Bereich
der Manschettenüberlappung entstehende kleine Versatz stellt so kein Abflusshindernis da.
Neu! In der Serienversetzung kann sowohl mit aufgebördelten als auch mit nicht
aufgebördelten Manschetten gearbeitet werden. Die erste Manschette gegen die
Fließrichtung sollte immer eine aufgebördelte Manschette sein.
Wir empfehlen Ihnen dringend die nachfolgend beschriebene Arbeitsweise nach
Variante 1 !
Stand: 10.02.2009
11
Variante 1: Arbeiten mit nicht aufgebördelten Manschetten gegen die Fließrichtung
Abb. 2.3.3 (2):
•
Der Abstand zwischen Schloss und Manschettenrand, kann für das Setzen der folgenden
Manschetten voll genutzt werden. Auf keinen Fall darf die Manschette dabei auf dem
Schloss sitzen. Arbeiten Sie nach Möglichkeit mit dem Laser wie im nachfolgenden Kapitel
beschrieben.
Abb. 2.3.3 (3):
Foto Überlappung Blech in Blech
Abb. 2.3.3 (5):
•
Serienversetzung Blech in Blech ohne Aufbördelung
Abb. 2.3.3.(4):
Foto Serienversetzung
Serienversetzung Blech in Blech ohne Aufbördelung
Bei der letzten zu setzenden Manschette mit Aufbördelung wird der Gummiüberstand
abgeschnitten, die Aufbördelung zeigt gegen die Fließrichtung.
Stand: 10.02.2009
12
Variante 2: Arbeiten mit aufgebördelten Manschetten in Fließrichtung
Nachteile:
•
•
•
Querschnittsverringerung
Versatz Blechüberlappung gegen die Fließrichtung
Schlechtere Durchfahrbarkeit von gesetzten Manschetten
•
Bei einer Serienversetzung mit ausschließlich aufgebördelten Manschetten, muss in
Fließrichtung gearbeitet werden.
Abb. 2.3.3 (6):
•
Durch das notwendige Arbeiten in Fließrichtung, bilden sich die Versätze durch die
Blechüberlappung gegen die Fließrichtung aus. Dieses ist ein optischer und hydraulischer
Nachteil gegenüber der Variante 1.
Abb. 2.3.3 (7):
•
Serienversetzung Blech in Blech mit Aufbördelung
Serienversetzung Blech in Blech mit Aufbördelung
Durch die Aufbördelung ist der Querschnitt des Rohres um ca. 2 – 4 mm mehr eingeengt,
als bei der Variante 1. In den kleinen Dimensionen und (oder) bei Deformationen sind
gesetzte Manschetten mit dem Versetzpacker und einer weiteren Manschette nicht oder nur
schlecht durchfahrbar. In einen solchen Fall, sollte die noch zu setzende Manschette im 2.
Schacht abgeholt werden. Der Gummiüberstand der zuletzt versetzten Manschette wird
dann mit dem Versetzpacker um eine Manschettenlänge durchfahren. Dabei stülpt sich der
Gummiüberstand nach innen ein. Jetzt wird die Manschette in Fließrichtung positioniert,
wobei sich der Gummiüberstand wieder nach außen stülpt.
Stand: 10.02.2009
13
2.3.4 Einsatz eines Richtlasers
Durch den auf der Seite der Serienversetzung am Versetzpacker installierten Richtlaser kann
man die Manschetten wesentlich schneller und exakter in Serie versetzen. Hier sind zwei
Arbeitsvarianten für den Serienversatz „Blech in Blech“ erläutert:
•
•
•
•
Der Richtlaser wird an der Stirnplatte des
Versetzpackers, entweder neben der Luftkupplung [Abb.
2.3.4 (1)] oder direkt im Scheitelpunkt angebracht. Der
Laser darf über die Stirnplatte nicht hinausschauen. Ist
bei Ihrem Versetzpacker noch keine serienmäßige
Bohrung vorhanden, dann schneiden Sie ein Gewinde
M4 mit einer max. Tiefe von 13 mm in die Stirnplatte.
Die Quick-Lock Manschette wird so auf dem Packer
positioniert,
dass
der
Laserstrahl
sowohl
im
Manschettenrand, als auch im zu sanierenden Rohr
sichtbar ist.
Der Versetzpacker mit der Manschette wird so im Kanal
positioniert, dass der Laserstrahl die hintere
Schlosskante der bereits gesetzten Manschette trifft
[Abb. 2.3.4 (1)].
Nach dem Versetzvorgang, sitzt der Manschettenrand
ca. 0,5 – 1,0 cm hinter dem Schloss der bereits
gesetzten Manschette[Abb. 2.3.4 (2)].
Merke:
Bei dieser geschilderten Arbeitsweise wird die
Manschette außermittig durch den Versetzpacker
aufgeweitet. Um zu verhindern, dass die Manschette
sich exzentrisch aufweitet, ist es erforderlich, den
Überlappungsbereich der Edelstahlbleche zu schmieren.
Abb. 2.3.4 (1):
Ca. 0,5 - 1,0 cm
Laserpositionierung
ca. 0,5 – 1,0 cm
Abb. 2.3.4 (2):
Versetzabstand
Bei der 2. Arbeitsvariante, wird mit Differenzmaßen gearbeitet.
•
Positionieren Sie die Manschette mittig auf dem Versetzpacker. Ermitteln Sie den Abstand
zwischen Manschettenrand und Laser. Übertragen Sie dieses Maß auf alle zu versetzenden
Manschetten mit einem Markierungsstrich im Scheitel. Achten Sie später auf die
Einbaurichtung der Manschetten. Nach dem Setzen der ersten Manschette, positionieren
Sie den Versetzpacker mit Manschette so, dass der Laserstrahl mit dem Markierungsstrich
übereinstimmt. Der Versetzvorgang kann jetzt gestartet werden.
Die Sicherheitshinweise „Bedienungsanleitung Richtlaser“ sind zu beachten!
Stand: 10.02.2009
14
2.3.5 Quick-Lock bei Muffenversätzen
Muffenversätze bis 1, 5 cm können mit einer Einzelmanschette [siehe 2.3.2] saniert werden.
Bei größeren Muffenversätzen müssen diese abgefräst oder es muss mit 2 Quick-Lock
Manschetten gearbeitet werden.
Der Versetzvorgang mit 2 Manschetten ist gleich der Serienversetzung [siehe 2.3.3.],
lediglich die Positionierung der Manschetten ist anders.
ca. 30 cm in den Versatz
Abb. 2.3.5 (1):
•
•
Muffenversatz
Die 1. Quick-Lock Manschette wird um ca. 30 cm in den Muffenversatz gesetzt. Der
Gummiüberstand wird nicht abgetrennt.
Die 2. Quick-Lock Manschette wird um ca. 1,5 cm, Blech in Blech [siehe 2.3.3.], in die erste
Manschette versetzt. Der Gummiüberstand wird abgeschnitten. Im Überlappungsbereich der
beiden Manschetten wird dadurch ein Gelenk ausgebildet, das den Muffenversatz
ausgleicht und sicherstellt, dass die Dichtnoppenpaare ausreichend komprimiert werden.
Abb. 2.3.5 (2):
Stand: 10.02.2009
Detail Muffenversatz
15
2.3.6 Grundwasserinfiltration
Zur Sicherheit empfehlen wir bei Grundwasserinfiltration und rauer Oberflächenstruktur immer
die Verwendung einer Quellgummidichtung, die auf die EPDM-Gummidichtung aufgebracht
wird. Bei stark korrodierten Oberflächen in zu sanierenden Haltungen, meistens bei
Betonrohren, ist die Verwendung eines Quellgummis unverzichtbar.
•
•
•
•
Die Manschette wird wie unter [2.2.4] beschrieben
vorbereitet. Jeweils auf der Innenseite der Dichtnoppenpaare, wird der Quellgummidichtring aufgebracht
[Anlage 3].
Meterware Quellgummi so kürzen, dass der Dichtring
später eng anliegt.
Die Enden des Quellgummis mit einem Punkt
Sekundenkleber heften.
Quellgummidichtringe über die Dichtnoppenpaare
rüberziehen und darauf achten, dass sie eng anliegen.
Abb. 2.3.6 (1):
Abb. 2.3.6 (2):
Verbinden d. Quellgummis
Stand: 10.02.2009
Abb. 2.3.6 (3):
Kürzen d. Quellgummis
Manschette mit Quellgummi
16
2.3.7 Wurzeleinwuchs
Bei einem vorhandenen Wurzeleinwuchs wird ein Sonderverfahren angewendet, um nach der
Sanierung zu verhindern, dass die Wurzel entlang der Quick-Lock Manschette weiter wachsen
kann und sich einen Weg durch die Dichtnoppen sucht. Trotz positiver Langzeiterfahrungen
kann dieses aber nicht absolut ausgeschlossen werden.
•
•
•
Alle einragenden Wurzeln müssen vor der Sanierung
entfernt werden.
Die EPDM-Gummidichtung wird zwischen den inneren
Dichtnoppen, bis auf die Dichtnoppenhöhe mit einem hoch
alkalischen, mineralischen Flex-Kleber eingestrichen
[Abb. 2.3.7 (1)].
Verwenden
Sie
unbedingt
ein
Produkt
mit
Hafteigenschaften, damit Sie das aufgetragene Material
in der Haltung nicht verlieren. Die Flex-Eigenschaften
sorgen zusätzlich dafür, dass sich das aufgetragene
Material mit dem EPDM-Gummi überdehnen lässt und
nicht reißt [Abb. 2.3.7 (2) und Abb.2.3.7 (3)].
Abb. 2.3.7 (2):
Flex-Eigenschaften
Beschichtung
Abb. 2.3.7 (1):
Auftragen d. Beschichtung
Abb. 2.3.7 (3):
Flex-Eigenschaften
Beschichtung
2.3.8 Korrodierte Armierung Stahlbetonrohre
Das unter [2.3.7 Wurzeleinwuchs] beschriebene Verfahren wird auch bei Stahlbetonrohren mit
freiliegender Armierung (Bewehrung) angewendet. In diesem Fall sorgt die hoch alkalische
Beschichtung dafür, dass wieder ein alkalisches Milieu um die freiliegende Bewehrung gebildet
wird. Die Alkalität ist in der Betontechnologie der Korrosionsschutz für die Stahlbewehrung.
•
Einragende Armierungen müssen vor der Sanierung entfernt werden.
Abb. 2.3.8 (1):
Stand: 10.02.2009
einragende Bewehrung
Abb. 2.3.8 (2):
nach der Sanierung
17
2.3.9 Sanierung von Kunststoffrohren
Kunststoffrohre lassen sich mit Quick-Lock in der Einzel- und
Serienversetzung wie gewohnt sanieren. Beachten Sie aber
folgende Punkte:
• Der Rohrdurchmesser eines Kunststoffrohres bezieht
sich oft nicht auf den Innen- sondern auf den
Außendurchmesser. Die Angabe von z. Bsp. DN 250
bedeutet nicht zwangsläufig, dass es sich um einen
Innendurchmesser von 250 mm handelt.
• In
Kunststoffrohren
müssen
Sie
immer
mit
Deformationen rechnen, die die Durchfahrbarkeit
einschränken können. Kann die Quick-Lock Manschette
trotz Deformationen mit dem Versetzpacker an der
Schadstelle positioniert werden, dann passt sich die
Manschette auch der Deformation an und wirkt statisch
stabilisierend.
• Sprechen Sie uns an, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob
eine nicht gängige Nennweite mit Quick-Lock saniert
werden kann. Wir prüfen, ob wir für diesen
Anwendungsfall die richtige Manschette liefern können
und stellen Ihnen bei Bedarf auch einen dem
Innendurchmesser angepassten Radsatz zur Verfügung.
• Auch kreisrunde Sickerrohre können unter Beibehaltung
der Sickerfähigkeit mit Quick-Lock saniert werden. Auch
hier beraten wir Sie gerne.
Abb. 2.3.9 (1):
Abb. 2.3.9 (2):
Sickerrohr vor der
Sanierung
Sickerrohr nach der
Sanierung
2.3.10 Quick-Lock in dichten Rohrsystemen
Die Abdichtung der Quick-Lock Manschette
erfolgt über den EPDM-Dichtgummi auf
Kompressionsbasis.
Dadurch
werden
hervorragende Dichtergebnisse erzielt. Wird
Quick-Lock in dichten Rohrssystemen
eingesetzt, besteht die Gefahr, dass sich im
Zwischenraum der Dichtnoppenpaare und
dem Altrohr ein Überdruck aufbaut. Dieser
Effekt taucht vor allem bei Rohrsystemen mit
glatter Rohrwandung und einem dichten
Rohrgefüge auf (Kunststoffrohre, GFK-Rohre
und
glasierte
Steinzeugrohre).
Dieses
Abb. 2.3.10 (1): Versuchsaufbau Überdruck
eingeschlossene Luftpolster (Hoover-Effekt)
kann Auswirkungen auf die Spülsicherheit
haben. Die Quick-Lock Manschette könnte sich beim Auftreffen des Hochdruckstrahls auf den
Manschettenrand verschieben, bzw. könnte der Hochdruckstrahl zwischen Manschette und
Altrohr eindringen und den schon vorhanden Überdruck weiter aufbauen.
Versuche haben ergeben, dass sich der Überdruck langsam durch Diffusion abbaut.
Stand: 10.02.2009
18
2.3.11 Entfernen von gesetzten Quick-Lock Manschetten
Quick-Lock wird oft eingesetzt um Blindzuläufe dicht zu verschließen. Viele Auftraggeber
fordern einen temporären Verschluss. Es kann also vorkommen, dass auftragsbezogen oder
auch nach einer Fehlversetzung (falsche Station etc.) Quick-Lock Manschetten zu entfernen
sind. Hierzu muss der Sperrmechanismus beseitigt werden.
•
Zum Entfernen einer gesetzten Quick-Lock
Manschette benötigen Sie einen Fräsroboter mit
einer handelsüblichen Flex-Scheibe für Metall. In
der Regel ist es erforderlich, sich für seinen
Fräsroboter eine dementsprechende Aufnahme für
die Flex-Scheibe fertigen zu lassen.
•
Es werden 2 Schnitte auf jedem Schloss
angebracht. Mit dem 1. Schnitt wird das sperrende
Zahnrad zerstört, mit dem 2. Schnitt werden die
Vernietungen der Zahnräder in den Zahnleisten
beseitigt [Abb. 2.3.11 (2)]. Das Abdeckblech fällt
jetzt herunter und die Manschette ist entsperrt.
•
Die Quick-Lock Manschette zieht sich durch den
überdehnten EPDM-Gummi und der Spannung in
der Edelstahlmanschette zusammen und kann
dann in der Regel mit dem Aufnahmekopf des
Fräsroboters mittig in der Manschette aufgenommen und aus der Haltung entfernt werden.
Abb. 2.3.11 (1): Fräsroboter mit Flex-Scheibe
2. Schnitt
1. Schnitt
Vernietungen
Abb. 2.3.11 (2): Sperrmechanismus mit Abdeckblech
2.3.12 Schnellere Entlüftung Versetzpacker über ein Entlüfungsventil
Um den Packer schneller zu entlüften, kann auf der Kamera, zwischen dem Druckschlauch und
der Kupplungsstange zum Versetzpacker, ein Schnellentlüftungsventil montiert werden. Der
sonst lange Entlüftungsweg über die Druckluftanlage wird vermieden.
Verbindung zur
Druckluftanlage
Anschluss Versetzpacker
Anschluss Druckschlauch
Schlauchverbindung
zum Versetzpacker
Ablass-Ventil
Abb. 2.3.12 (1): Entlüftungsventil
Stand: 10.02.2009
Abb. 2.3.12 (2): Montagebeispiel
19
Technisches
Datenblatt
„Quick-Lock“
Manschetten
V4A - Manschette
Rohr NW
Manschetten- Wandstärke s
länge
mm
Bezeichnung:
mm
L
400
mm
s
1
mm
da
120
150
400
1
151
188
400
1,2
161,5
200
400
1,2
184
225
400
1,2
191
238
400
1,2
203
250
400
1,2
222
276
400
1,2
245
300
400
1,2
252
315
400
1,5
290
350
400
1,5
300
380
400
1,5
322
400
500
2
362
450
500
2
424
500
500
2
515 (*490)
600 (600 NL)
485
2
570
700
485
2
695**
800**
* Sondermaß für Schachteinstiegsöffnung Holland
Stand: 10.02.2009
Dichtungsgummi
V4A-Rohr gerollt da
max. Aufspann Durchmesser DA
GummiDurchmesser
Gummistärke
Höhe der
Dichtnoppen
Gesamt-Durchmesser
gerollt
Gesamt-Gewicht.
mm
DA
149
mm
Dg innen
117
mm
S/G
2
mm
Hn
4,0
mm
Dg
132
kg
188
157
2
4,0
163
2,7
201
157
2
4,0
174,5
2,82
227
157
2
4,0
196
3,95
236
197
2
5
205
4,18
252
197
2
5
217
4,43
276
197
2
5
236
4,6
305
242
2
7
263
5,35
315
242
2
7
270
6,64
355
288
2
7
308
7,34
377
288
2
7
318
7,74
405
315
2
8
342
8,91
455
337
2
8
382
15,94
505
410
2
8
444
16,76
607 (*610)
511
2
9
537 (*512)
20,23
713
555
3
9
592
24,03
815
680
3
9
719
27,0
2,25
** Sondermanschette gerollt auf 695, Schachtkonus muss i.d.R. abgenommen werden
Anlage 1
Übersichtstabelle Applikationsdrücke (Kompressionsdruck)
Rohrart
Steinzeug-,
Asbestzement-, PVCund Betonrohre
Schadensbild
Scherbenbildung und
Längsrisse
Querrisse, undichte
Muffen
Stahlbeton-, GFKKunststoff (PE,PP)und Gussrohre
Alle Schadenbilder
NW von - bis
DN 150
DN 200
DN 250-700
DN 150
DN 200
DN 250-700
DN 150
DN 200
DN 250-700
Packer 2. Generation
ca. 4,0 – 4,5 bar
ca. 3,0 – 3,5 bar
ca. 2,5 – 3,0 bar
ca. 4,0 – 4,5 bar
ca. 3,5 – 4,0 bar
ca. 3,0 – 3,5 bar
ca. 4,0 – 4,5 bar
ca. 3,0 – 3,5 bar
ca. 3,0 – 3,5 bar
•
Bei den genannten Applikationsdrücken handelt es sich um Anhaltswerte. Die Drücke sind abhängig von der jeweiligen
Druckluftanlage, der Genauigkeit der Anzeigeninstrumente und dem tatsächlichen Schadensbild.
•
Bei Versetzpackern der 1. Generation [siehe Abbildung] erhöhen Sie die Tabellenwerte um ca. 0,5 bar.
•
Steigern Sie den Applikationsdruck, vor allem bei Längsrissen und Scherbenbildungen, langsam. Wenn Sie merken, dass trotz
langsamen Druckaufbaus die Schlösser in der Zahnleiste nicht mehr laufen, dann ist der max. notwendige Kompressionsdruck
erreicht. Es hat sich bewährt, hierzu die übrig gebliebenen Zähne vom Schloss bis zum Ende der Zahnleiste abzuzählen.
•
Wir übernehmen nur eine Gewährleistung auf die gelieferten Packerblasen bei nachgewiesenen Produktionsmängeln. Vor allem
äußere Beschädigungen an der Packerblase reduzieren die Lebensdauer erheblich.
Abb.: Packer 2. Generation
Stand: 10.02.2009
Abb.: Packer 1. Generation
Anlage 2
Produktempfehlungen Hilfsmittel für den Quick-Lock Einsatz
Produktbezeichnung
Hersteller
saBesto 300 ml
Lebensmittelschmieröl
Würth GmbH & Co. KG
74650 Künzelsau
Tel: 07940 / 15 – 0
www.wuerth.de
Ropid 100
Sekundenkleber, dünnflüssig
Conrad Electronic
Klaus-Conrad-Hirschstraße 1
92240 Hirschau
Tel: 0180 / 531 21 11
www.conrad.com
Talkum TipTop 500g
Streudose
Autoteilehandel, Fahrradhandel
Hydrotite Quellgummi
Rechteckhöckerprofil
2,5/4 x 20
TPH
Techn. Produkte Handelsgesellschaft mbH
Gutenbergring 55 c
D-22848 Norderstedt
Tel: 040 / 501166
PCI Carrament
Mittelbett- u. Ansetzmörtel
mit Flex-Eigenschaften
Farbe grau
Stand: 10.02.2009
PCI Augsburg GmbH
Piccardstraße 11
86159 Augsburg
Tel: 0821 / 5901-0
www.pci-augsburg.de
Art.-Nr.
Anwendungszweck
893 107 1
Einölen der Zahnleisten und Getriebe vor dem
Versetzvorgang.
Biologisch abbaubar, wird in der
Lebensmittelindustrie eingesetzt
240460
Fixierung der EPDM-Gummimanschette an der
Edelstahlmanschette.
Sie können auch einen gelförmigen Sekundenkleber
verwenden, um zu vermeiden, dass dieser zwischen
die Bleche läuft
Einstreuen der EPDM-Gummimanschette, vor dem
Überziehen auf die Edelstahlmanschette. Die
Reibungskräfte zwischen Edelstahl und Gummi
werden erheblich verringert.
335110
Zusätzliche Abdichtung für Grundwasserinfiltration in
Verbindung mit der EPDM-Gummimanschette
Beschichtung der EPDM-Gummimanschette für
Wurzeleinwuchs und bei freiliegender Bewehrung in
Stahlbetonrohren
Anlage 3
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