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Kulturelles Mandat

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Reformationstag-Gottesdienst zusammen mit Martin-Luther Gemeinde
2. November 2008
14. Ausgabe
Dezember 2008
Kulturelles Mandat
Christlicher Glaube und Naturwissenschaft
Mimbar Reformed Injili Indonesia Berlin
Ev.-ref. Indonesische Gemeinde in Berlin
REIN
Herausgeber:
MRII-Berlin (Mimbar Reformed Injili Indonesia di Berlin e.V.)
Evangelisch-reformierte Indonesische Gemeinde in Berlin e.V.
Betreuer:
Ev. Steve Hendra
Redaktion (alphabetisch geordnet):
Christian Adi Hartono
Erna Chandrawati
Herawaty
Poppy Permadi
Shaniyl Jayakodiy
Sonja Mondong
Stephen Tahary
William Aries Tandarto
Verantwortlich:
Arbeitszweig der Lehre und Erbauung MRII-Berlin
Unter der Schirmherrschaft von:
MRII-Berlin (Mimbar Reformed Injili Indonesia in Berlin e.V.)
Evangelisch-reformierte Indonesische Gemeinde in Berlin e.V.
c/o Cahyadi
Braunschweigerstr. 75
12055 Berlin
INHALTSVERZEICHNIS
Editorial
1
Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
2
Rev. Sutjipto Subeno
Das Christentum und die Naturwissenschaften
Ev. Steve Hendra
How Do I Glorify God in My Science?
Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
30
Shaniyl Jayakodiy
Robotik
37
Erna Chandrawati
Buch Rezension: Am Anfang war die Information
42
Christian Adi Hartono
44
Stephen Tahary
Zeugnis
Cover:
Cristiaan van Adrichem, 1584; Nicolas Langlois, 1640
„Temple of Salomo” ein Teil von „L'ancienne ville de Hierusalem”
The Jewish National & University Library; The Hebrew University of
Jerusalem
20
Tatas H.P. Brotosudarmo
Biografie: Max Planck
Alle Artikel im Bulletin REIN dürfen nur als ein Ganzes vervielfältigt oder zitiert
werden.
11
47
Sonja Mondong
Rund um MRII-Berlin
Poppy Permadi
50
1
Editorial
Editorial
Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
2
Der christliche Glaube
Fröhliche Grüße in Jesus Christus,
In der diesmaligen Ausgabe der Bulletin-REIN werden wieder viele
interessante und neue Artikel auf Sie zukommen. In der diesmaligen
Ausgabe beschäftigen wir uns ausführlich mit dem Thema Christlicher
Glaube und Naturwissenschaft. Die Naturwissenschaft hat eine enge
Verknüpfung mit unserem täglichen Leben. Fast alle Aspekte in unserem
Leben werden stark von der Naturwissenschaft beeinflusst. Sogar die
ausgefeilte Technologie, die die Menschheit heutzutage erleben darf, geht
aus der Naturwissenschaft hervor. Aber die Frage ist, ob wir uns bewusst
sind, dass die Naturwissenschaft auch zur Gottes Gnade in unserem Leben
gehört.
Durch die diesmalige REIN-Ausgabe erhoffen wir uns, dass Sie als Leser
die allgemeine Gnade des Herrn durch die Naturwissenschaft noch tiefer
kennenlernen können. Dadurch können Sie sehen, dass der christliche
Glaube mit der Naturwissenschaft grundsätzlich sehr eng verbunden ist.
Ferner können Sie sich schlau machen, wie Sie auf den wahren christlichen
Grundlagen ein integriertes Leben mit Gott in allen Feldern bzw.
Bereichen, die wir lernen, aufbauen können. Sodass alles, was wir hier auf
dieser Welt tun, nur zur Ehre und Verherrlichung Gottes dienen, wie der
Römer Brief 11:36 besagt:
„Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!
Amen.”
Zum Schluss im Namen der REIN-Redaktion wünschen wir unseren
Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten und alles Gute für das Jahr
2009. Lass uns Gott wieder in diesem Weihnachtsmoment auf seine wahre
Liebe durch Jesus Christ besinnen und für seine Führung in unserem
bisherigen Leben danken. Denn nur allein durch seine Führung und Gnade
können wir in die Zukunft mit voller Hoffnung und Freude schauen.
Viel Freude beim Lesen und Gottes Segen!
REIN-Redaktion
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
und
die Naturwissenschaft
Rev. Sutjipto Subeno
„Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.” (1. Mose 1:1)
Der erste Satz der Bibel gibt uns eine gewisse Relation zwischen Gott, der
Wahrheit, dem Glauben und den Naturwissenschaften. Gott ist die Quelle
der Existenz aller Natur, der physikalischen Welt, Mathematik, Technik,
Biologie o.ä. Gott ist der Schöpfer der Natur, der Schöpfer von Himmel
und dieser Erde. Das Verstehen der Existenz der Natur sowie der
natürlichen Implementation muss bei Gott begonnen werden. Es ist nicht
von dem ersten Satz der Bibel zu trennen. Hier sehen wir auch, dass die
Wahrheit über Natur nur auf der Wahrheit Gottes zu basieren ist. Nur die
Wahrheit Gottes ist wahrlich wahr und zu verantworten. Diese Wahrheit
müssen wir mit dem wahrhaftigen Glauben akzeptieren, indem wir die
falsche, relative Absolutheit der Menschen ablegen um zurück zur wahren,
absoltuen Absolutheit der Wahrheit zurückzukommen. Von da an können
wir erst die Naturwissenschaften richtig verstehen.
Dennoch, um die Problematik tiefer zu betrachten, insbesondere im
Hinblick auf die Angriffe der weltlichen Konzepte, müssen wir die obige
These noch schärfer betrachten. „Gott der Schöpfer” ist nicht ein
Konzept, das die sündigen Menschen gerne akzeptieren. Auch die
Tatsache zu akzeptieren, dass die Naturwissenschaften mit Annahmen
behaftet sind, ist eine große Schwierigkeit in der wissenschaftlichen Welt
selbst.
1. Wissenschaft und deren Interpretation:
Die Rolle des Glaubens
Die „Wissenschaft” (science) stammt aus dem Lateinischen „scio”,
welches „wissen” bedeutet. Auf Deutsch bedeutet „Wissenschaft” auch
„was wir wissen”. Naturwissenschaft bedeutet „was wir über die Natur
wissen”. Hier sind die Menschen das Subjekt, das erforscht und wissen
will, während die Natur das erforschte Objekt ist. Der christliche Glaube
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
3
Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
sieht die Position der Menschen über der von der Natur. Somit ist es sehr
möglich, dass die Menschen die Natur erforschen und erfahren. Jedoch in
dem Verstehen der Wissenschaft bringt der christliche Glaube uns dazu,
uns einiger Sachen wieder bewusst zu werden: a) Gott ist die Quelle aller
Wissenschaften der Menschen. Ohne Gott können wir jegliche Wissenschaft unmöglich haben. Gott ist derjenige, der die Wissenschaften den
Menschen gibt. Dies wird in 1. Mose 1:1 sowie weiteren Versen über
unsere Naturwissenschaften offenbart. b) Gott ist auch derjenige, der die
Fahigkeit zum Wissen in den Menschen platziert hat. Die Menschen sind
das einzige Geschöpf mit dem Verstand. Einen Verstand zu haben
ermöglicht den Menschen das Denken und das Analysieren eines Lernobjektes. Die Tiere haben nie Forschungen durchgeführt um Wissenschaft
zu erwerben. c) Alle Wissenschaften sind erst legitim und wahr, wenn wir
sie von der Perspektiv Gottes betrachten. Er ist der Verifizierer der
Wahrheit aller Wissenschaften.
Wo beginnen wir unsere „Wissenschaften”? Cornelius Van Til1, ein
Reformierter-Theologe, betont dass jede Wissenschaften von Gott selbst
begonnen werden muss. Gott ist die Quelle aller Geschöpfe. Somit gibt es
keine andere legitime Quelle der Wissenschaft der Geschöpfe außer Gott
selbst. Aus diesem Grund gibt es zwischen den wahren Wissenschaften
und dem Wort Gottes auf keinen Fall Unstimmigkeiten. Dieses ist das
Fundament der legitimen Wissenschaften.
Nach Gottes Wort, schuf Gott „dieses Universum”. Gott schuf Raum und Zeit. Gott schuf „Fakten (facts)” der Naturwissenschaft. Gott schuf die Menschen. In diesen menschen hat Gott die grundlegende Gesetze der Gedanken gelegt entsprechend der Taten die getan werden mussen. In den Fakten der Natur‐
wissenschaft hat Gott die Gesezte der rechlichen Existenz gelegt entsprechend ihrer Funktionen. Mit anderen Worten, Gott hat seinen gesammten Plan durch seine Schöpfung offenbart.2 Jede Epistemologie in der ganzen Welt können unmöglich die Vollkommenheit und die wahre Validierung bekommen, ohne zum Wort Gottes
zurück zu kommen. Deshalb ist es sehr legitim, was die Bibel sagt: „Die
Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntniss”3. Anders ausgedruckt,
Die Naturwissenschaften sind die Wissenschaften, wobei man in der
reformierten Theologie zur natürlichen (bzw. allgemeinen)4 Offenbarung
Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
4
zurück kommen muss. Das ist das Fundament des reformierten Glaubens,
wie man sich der Wissenschaft annähert. Ohne den richtigen Glauben wird
jede Studie und jedes Wissen über die Natur aber auch über alles andere
falsch. Wir müssen zurück zu dem wahren Glauben kommen, denn der
wahre Glaube ist kein Objekt, sondern das Subjekt, das unsere Interpretation und Fähigkeit zum Verstehen besiegt.
2. Schöpfer und Geschöpfe
Wenn das
Studieren der
Natur von ihrem
Schöpfer
getrennt wird,
verliert das
ganze Studieren
seine Wahrheit.
Dies entspricht
dem
Relationsgesetz
zwischen dem
Schöpfer und
den Geschöpfen.
a. Relationsgesetz Schöpfer-Geschöpfe
Die Naturwissenschaften bzw. die Naturkunde
(natural science) ist das Studieren der Geschöpfe
Gottes. Ein fataler Fehler beim Studieren der
Geschöpfe ist es, den Schöpfer zu überspringen.
Die Natur zu studieren bedeutet, dass es ein
Fundament als Referenz geben muss. Wenn das
Studieren der Natur von ihrem Schöpfer getrennt
wird, verliert das ganze Studieren seine Wahrheit.
Dies entspricht dem Relationsgesetz zwischen
dem Schöpfer und den Geschöpfen. Jedes
Geschöpf wird von dem Schöpfer zu dem Zweck
des Schöpfers entworfen und durch ihn
erschaffen.
Das Ergebnis dient auch dem Schöpfer. Die
Kleidungen, die wir anhaben, wurden gemacht, weil es davor einen Zweck
gab. Der Schöpfer, und nicht das Objekt (die Geschöpfe), hatte einen
Zweck. Ein großer Fehler ist es, wenn die Geschöpfe den Zweck
bestimmen. Nachdem der Zweck der Kleidung vorhanden ist, muss ein
Design erfolgen, wie die Kleidung gut gemacht werden soll und auch passt.
Darauf folgt die Herstellung. Nachdem die Kleidung fertig gestellt wurde,
wird sie zu ihrem ursprünglichen Zweck verwendet. Dies gilt allgemein: für
alles was wir entdecken gilt dasselbe Gesetz. Für das von uns bewohnte
Haus, das von uns gefahrene Auto bis zu dem von uns verwendeten
Kugelschreiber gilt dasselbe Gesetz. Ohne Ausnahme existieren wir und
diese Natur nicht zufällig, nicht ohne Sinn und Zweck, nicht ohne Entwurf
und Regelung sowie nicht ohne Funktionen.
Cornelius Van Til, Christian Epistemology, s. 103.
Freie Übersetzung aus: Cornelius Van Til, Christian Epistemology, s. 1.
3 Sprüche 1:7.
4 In diesem Kontext verwendet Cornelius Van Til lieber “natürliche Offenbarung” (natural
revelation) als “allgemeine Offenbarung”. Letzteres gibt den Eindruck, dass sie allgemein
von allen, auch Non-Christen zu empfangen ist. Die Natur aus den non-christlichen
Perspektiven zu verstehen, basiert jedoch nicht auf der Offenbarung Gottes sondern eher
der Interpretation der Menschen.
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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2
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Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
Somit, wenn wir die Natur betrachten, studieren, deren Funktion und
Zweck verstehen, können wir es nicht von dem Zweck der Schöpfung
trennen. Die Schöpfung ist der Ausgangspunkt, der beim Analysieren und
Studieren der Natur nicht zu verwerfen ist. Der Fehler von Atheismus ist
die Ausgangsannahme, dass die Naturwissenschaften ohne den Glauben
Gottes zu erwerben sind. Als ob man ein Auto ohne Bedienungsanleitung
vom Hersteller verstehen könnte. Alles kann selbst man selbst suchen,
analysieren und feststellen, durch die persönliche Kapazität die sehr
beschränkt ist um solch ein komplexes Werk, das über keine Einschränkungen verfügt zu verstehen.
b. Wissenschaft: Interpreation des Wissens
Durch der obigen Erkenntnis muss uns bewusst werden: In dem wir Gott
verlassen und gegen ihn rebellieren, machen wir die ganze Existenz der
Natur misinterpretated and misused (falsch verstanden und falsch angewendet).
Das bringt uns zu der zweiten Sache: Zu lernen und das Wissen zu haben
bedeutet nicht die Realität zu verstehen, sondern die Realität zu
interpretieren (knowledge is not reality, but interpretation to reality). Die
Naturwissenschaft heisst nicht nur, von der Realität zu wissen, aber aus
einer Forschung der Natur Schlussfolgerugen zu ziehen. Darin ist das
Interpretieren seitens des Subjekts enthalten, das die Schlussfolgerungen
zieht. Dort wird das Schlussfolgern eines Theists (Reformierten) von dem
eines Antitheists (nicht nur Atheist, sondern auch die, die sich religiös
nennen, jedoch humanistisch sind) unterschiedlich sein. Ein Theist sieht
die Bäume als ein Geschöpf Gottes, die als Lebewesen zur Ergänzung des
menschlichen Lebens zur Verherrlichung Gottes erschaffen wurden.
Solche Anschauung hat ein Non-Theist nicht. Es heisst nicht, dass sie sich
unwissend fühlen oder sie keine Forschungen unternehmen. Sehr möglich,
dass die Atheisten viele Forschungen der Natur machen. Dabei passieren
aber oft zwei Fehler:
1) Die falsche Motivation. Forschungen kosten Millionen Dollar
oder mehr und sind trotzdem umsonst, denn die Motivation bestand seit
Anfang darin, durch die Natur zu beweisen, dass Gott nicht existiert. Vor
kurzem gab es in der Schweiz eine große Veröffentlichung. Die Experten
haben mit einem giganten Simulator „bewiesen”, dass Big-Bang möglich
gewesen ist. Es hat über 6 Mrd. Euro gekostet. Eine fantastische Zahl, die
sinnvöller gewesen wäre, wenn man sie für andere Forschungen verwendet
hätte, die den Menschen Wohlstand bringen würde.
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Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
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2) Falsche Schlussfolgerungen. Die ganzen Forschungen bringen
sie zu den falschen Schlussfolgerungen, denn sie werden durch falsches
Paradigma gekennzeichnet. Vor einiger Zeit wurde ein ein Stück
Knochenfossil gefunden. Sie haben daraus ein Geschöpf rekonstruiert, das
der Übergang von Orang-Utan zu den Urmenschen sein sollte. Das
Konzept basiert auf die Idee, dass diese Welt aus dem nichts entstanden
ist. Sie entwickelte sich durch Evolution. Dabei entstanden Säugetiere und
letztendlich die Menschen. Der christliche Glaube sieht diese Schlussfolgerung als „gezwungen”. Denn sie stammt aus den bereits falschen
Vorannahmen. Die richtige Schlussfolgerung ist: wenn man ein Fossil
findet, muss man keine artistische Spekulation machen sondern zugeben,
dass das Fossil noch nichts aussagt. Selbst das Alter vom Fossil ist noch
zweifelhaft. Denn das verwendete System zur Bestimmung des Alters ist
empirisch noch nie bewiesen worden. Die Anforderungen an Genauigkeit
werden oft deshalb vernachlässigt, weil die Anti-Theistischen bereits
vorher Vorannahmen festgelegt haben.
3. Die Naturwissenschaft
des Glaubens
und die Implementierung
Wie betrachtet ein Christ die Naturwelt (die Naturwissenschaft) als die
Implementierung seines Glaubens?
a. Kultureller Glauben
(reformierten) Christen glauben daran, dass die ganze Welt Gottes
Besitz ist und jeder berufen wird, diese Welt nach dem Willen des Besitzers
zu verarbeiten. Deshalb ist die berufliche Berufung (Vocational Calling) in
der reformierten Theologie nicht nur auf die Berufung der Diener Gottes
beschränkt, sondern für alle Berufe. Darin ist auch die Berufung zum
Naturwissenschaftler enthalten (natural scientist). Diese ist eine kulturelle
Berufung, die in der reformierten Theologie eine wichtige Rolle spielt. Die
Christen müssen das kulturelle Mandat tun. Dafür müssen wir mit dem
Grundwissen beginnen, dass diese Natur ein Geschöpf Gottes ist, sodass
alle Wahrheiten der Natur durch die Offenbarung Gottes begonnen
worden ist. Christliche Vorannahme bekräftigen, dass alle Wahrheiten von
der Offenbarung Gottes ausgehen (All truth is God’s truth) und auch dahin
zurück kehren. Dagegen haben die Weltlichen die Vorannahme, dass sie
selbst - basierend auf ihre eigene Denkweise und Anschauung - die legitimen Verifizierer und Bestimmer der Wahrheit der Natur sein könnten.
Hier sieht Van Til, dass die sündigen Menschen gerne creatively constructive
Die
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Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
sein möchten, während die Christen sich bewusst sind, sie nur receptively
reconstructive5 sind. Als creatively constructive sind die Menschen Quelle und
Bestimmer der Auslegung der Natur, woraus sich die sogenannte
„Wissenschaft” ergibt, die auf den kreativen Behauptungen der Menschen
aufgebaut worden ist. Die Christen sagen, dass Gott die Natur geschaffen
hat worin die gesammte Realität sowie Gesetzte bereits erhalten sind.
Unsere Aufgabe als Wissenschaftler besteht darin, das, was Gott zuerst
vorbereitet hat, zu empfangen und zu rekonstruieren. Hier sehen wir den
absoluten Unterschied, wie die Christen kulturelle Aufgaben, die Gott
ihnen anvertraut hat, zu betrachten und zu erfüllen.
b. Grenze der Wissenschaften
die Menschen durchführen können, sind in drei Bereiche
unterteilt: 1) oberer Bereich, 2) ebener Bereich und 3) unterer Bereich. Die
Unterteilung basiert auf die Ordnung des „studierenden Subjekts”
gegenüber dem „studierten Objekt”.
Studien
Die Wissenschaft beschränkft sich auf die Natur, die eine niedrigere
Stellung als die der Menschen hat. Weil sie sich unterhalb der Menschen
befindet, haben die Menschen die volle Kapazität, das Wissen aus ihr
auszuforschen, so wie Gott es vorbereitet hat. Sogar durch die Natur sind
wir als Christen uns bewusst, wie großartig der lebendige Gott ist. Hier
liegt uns die Wissenschaft zu grunde. Die Methodologie der Naturwissenschaften ist die der Ausforschung. Wir haben das Recht, auszuforschen,
wenn das studierte Objekt rangig unterhalb den Menschen ist.
Die Wissenschaft der zweiten Stufe dreht sich um den Menschen, diese hat
keine gleiche Position wie die Naturwissenschaft. So lange wir die Natur
erforschen, hat die Menschen das volle Recht, sie auszuforschen. Das
Studieren der Menschen jedoch beschränkt sich nur auf die physischen
Aspekte. Jedoch besteht ein Mensch nicht nur aus einem physischen
Aspekt sondern auch aus einem psychischen sowie religiösen Aspekt. Für
das zweite Element können die Menschen nur ein Wissen erlangen durch
„sharing”oder Informationen die durch dem Objekt gegeben worden sind.
Die Objekte müssen die Information abgeben und die Subjekte müssen
zugeben, dass ohne diese gegebenen Informationen können sie unmöglich
eine Erkenntnis vom Objekt gewinnen. Hier sind die Objekte nicht
gänzlich Objekte sondern auch Subjekte. Die Subjekte sind auch nicht
gänzlich Subjekte sondern auch Objekte.
5
Cornelius Van Til, Introduction to Systematic Theology, S. 26.
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Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
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Die Wissenschaft dritter Stufe ist die, wie ein Mensch Gott kennt. In dieser
Kategorie befindet sich das Objekt der Wissenschaft oberhalb der
Subjekte. Damit ist es für die Subjekten unmöglich, das Objekt in jeglicher
Kapazität und Stufe zu erforschen. Wenn die Bibel sagt, dass die
Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden sind, ist es eine
außerordentliche Schönheit und zugleich eine außerordentliche Gnade,
wobei die Menschen noch die Möglichkeit haben, Gott zu kennen. Dieses
muss aber richtig verstanden werden; die Menschen bleiben weiterhin in
einer niedrigeren Position als das Objekt. Das Zutreffende in dieser
Kategorie ist die, dass das Objekt hier ein Subjekt ist, dass als Objekt
betrachtet wird. Gott spricht und offenbart sich, und die Menschen sind
Objekte die diese Warheit lernen und verstehen möchten, die Gott
offenbart hat.
Diese drei Kategorien der Objekte durcheinander zu bringen führt zu
unserem Versagen, die Methodologie des Studierens richtig anzuwenden.
Wir müssen das Objekt unserer Studie richtig betrachten, damit wir nichts
falsches studieren. Indem wir die Natur studieren, sollten wir die Natur als
niedrigste Realität betrachten.
c. Das Studieren der Naturwissenschaft
Wenn wir zu der richtigen Position zurück kehren und zwar: diese Natur
ist ein Geschöpf Gottes, wo die Menschen receptively recreative sein müssen,
muss das Studieren in folgenden Annäherungen erfolgen:
1) Die Natur wurde zum Zweck Gottes erschaffen. Deshalb
bestehen die Aufgaben der christlichen Wissenschaftler darin, das, was
Gott gegeben hat, in Gehorsamkeit zu erlernen, empfangen und weiter zu
entwickeln. Es gibt eigentlich nichts neues. Die ganze Welt der Geschöpfe
ist nur ein Ausdruck von Gottes Plan. Wenn die Menschen die Natur die
nach Gottes Plan entstanden ist abweichend verwenden und entwickeln,
zerstören sie den Plan Gottes und diese Welt.
2) Die Erkenntnis der Natur kommt aus der speziellen
und allgemeinen Offenbarung. Die Natur kann nicht von der
Perspektive eines Sündiger betrachtet werden. Das Verstehen der Natur
entsteht nur durch die spezielle Offenbarung. Durch das Wort Gottes
verstehen wir die Natur. Wir verstehen jeden Teil der Natur im Rahmen
der Wahrheit Gottes. Aus der speziellen Offenbarung verstehen wir die
allgemeine Offenbarung. Jedes Teil der Natur offenbart die Herrlichkeit
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
9
Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
Gottes und beinhaltet Gottes Plan. Aus der Natur und der Erkenntnis
darüber werden wir den Schöpfer noch mehr bewundern. Die Annahmen,
dass das Universum plötzlich, ohne einen Schöpfer, ex-nihilo (aus dem
Nichts) entstanden ist, kann nicht verantwortet werden. Das Kozept der
Evolution ist ein Konzept, das auf einer falschen Annahme basiert. Denn
man will nicht bekennen, dass Gott der Schöpfer des Universums ist. Die
Folge: Jede Folgerung, die auf dieser Annahme basiert, wird falsch sein.
Nur durch das Verstehen der speziellen und der allgemeinen Offenbarung
Gottes können alle Interpretation der Natur und deren Folgerungen
logisch und legitim sein.
3) Die Natur muss zur seiner Herrlichkeit dienen. Die
Natur muss zur Herrlichkeit Gottes verstanden und entwickelt werden,
nicht um den sündigen und bösen Willen zu erfüllen. Es wird sehr
gefährlich sein, wenn die Forschung der Natur nur dem materiellen Willen
der Menschen dient, es wird sie komplett zerstören und ein Grund sein,
dass die Menschen gegenseitig kämpfen und diese Welt ruinieren.
Der christliche Glaube und die Naturwissenschaft
10
Ein christlicher Wissenschaftler ist ein Wissenschaftler, der alle sein
Talente anwendet, um die von Gott geschöpfte Natur zu erforschen, zu
verstehen, zu bewirtschaften und zu bewahren, dass allein zur
Verherrlichung Gottes dient. Jede Naturwissenschaft (natural sciences) muss
wahrhaftig durchgeführt werden, nicht wegen geschäftlichen Profit, nicht
wegen der Lust sündiger Menschen, sondern das Leben der Menschen zu
unterstutzen, damit sie Gott noch mehr verherrlichen können. Das
Studieren der Natur ohne einen richtigen Zweck und ohne eine richtige,
reine Motivation zu studieren führt zum Verhängnis für die Natur und für
den Menschen selbst. Möge jeder christliche Wissenschaftler die
Erkenntnis, dass die Natur ein Geschöpf Gottes ist, haben, welches auf die
Verherrlichung Gottes gerichtet wird und dafür verwendet wird. Amen.
Soli Deo Gloria.
4. Fazit
Die
reformierte Theologie unterstützt das Studieren der Natur und
erkennt die Wichtigkeit dessen. Jeder christliche Wissenschaftler muss es
gut und verantwortungsvoll entwickeln. Die Natur zu studieren ist ein Teil
des Haupt- und Erstmandats: Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte
ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre (1.Mose 2:15). Die Erde
und das Universum wurde den Menschen gegeben, damit die Menschen sie
bewirtschaften und bewahren, sodass jeder Gottes Herrlichkeit zeigen
konnte. Sie müssen der Durchführung der Werke Gottes und ihrem
Wachstum dienen. Daraus folgt, dass die gute Naturwissenschaft den
Menschen einen Wohlstand und Unterstuzung im Leben bringen kann,
damit jeder Mensch letztendlich Gott seinen Schöpfer verherrlichen kann.
Im Gegensatz dazu: Die Welt als einen Zufall, richtungslos, und sinnlos zu
betrachten, führt zur wilden, unverantwortungsvollen Forschungen der
Natur. Cornelius Van Til sieht, dass die wahre Ethik eines wahren
Wissenschaftlers darin besteht, verantwortungsvoll das zu tun, was getan
werden muss und das zu meiden, was er der Natur nicht tun darf. Alles
wird aus der Wahrheit Gottes gesehen und gemessen6.
By faith we can "see things that we cannot see with our natural eyes.
By faith we can get a vision of God's plan for our lives.
„While we do not look at the things which are seen, but at the things
which are not seen. For the things which are seen are temporary, but
the things which are not seen are eternal.”
- 2 Corinthians 4:18 -
Um hierüber tiefer und umfassender zu lernen, kann man sich beziehen auf das Buch
Cornelius Van Til, Christian Theistic Ethics, Phillipsburg, New Jersey: P&R Publishing, 1980.
6
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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Das Christentum und die Naturwissenschaften
Das Christentum und die Naturwissenschaften
12
I. Erklärungen der Begriffe
Das Christentum
und die Naturwissenschaften
Ev. Steve Hendra
Heutzutage sagen viele Leute, dass es eine riesige unüberbrückbare
Lücke zwischen Religion und Wissenschaften gibt. Die Lücke ist ihrer
Meinung nach besonders groß, wenn wir von Naturwissenschaften
sprechen. Im Vergleich zur Religion sieht alles in der Naturwissenschaft so
klar und definiert aus. Wenn alles schon so bestimmt ist, was für einen
Unterschied können wir mit Christentum machen? Gleichgültig ob wir
Christen, Moslems, Buddhisten oder sogar Atheisten sind, es gibt keine
große gespielte Rolle in den Naturwissenschaften. 1+1 ist immer gleich 2,
ob wir Christen sind, oder nicht. Ist es dann gewiss, dass Religion in
Naturwissenschaften keine Rolle spielt? (Bei dieser Abhandlung
beschränke ich mich nur auf Christentum, bzw. auf der reformierten
Theologie, in der ich mich vertiefe. Der Grund dafür ist es, dass es viele
Religionen und Theologien gibt, in denen ich mich nicht befinde.)
Hier müssen wir aber zuerst die Bedeutung vieler Begriffen erklären, bevor
ich meine Stellung zeige und die Frage beantworte. Nachdem ich meine
Antwort äußere, werde ich meine entwickelte Idee von Integration
zwischen Christentum und Naturwissenschaften auslegen.
Wissenschaft. Unter Wissenschaft verstehen wir eine Disziplin, die
viele Dateien beinhaltet und in einem bestimmten Zusammenhang
versteht, um eine Erklärung der Wirklichkeit zu geben. Zu diesem Zweck
werden Annahmen, Theorien, und Paradigmen durch ein bestimmtes
wissenschaftliches Verfahren entwickelt. Die Wissenschaft beschränkt sich
auf einem bestimmten Bereich. Aufgrund diesem Verständnis kann man
sagen, dass eine Theorie in bestimmter Wissenschaft umso besser ist, wenn
sie (1) viele Tatsachen erklären kann, (2) viele zukünftige vorkommende
Tatsachen vorsehen kann, und (3) sie sich entwickeln lässt.
Theorie. Theorie ist eine absichtlich aufgebaute Formulierung zur
Erklärung einer bestimmten Tatsache in der Wissenschaft. Eine Theorie
nimmt einen Bezug auf eine bestimmte Stufe der Erklärungen, deren
Richtigkeit schon von einer wissenschaftlichen Methode geprüft worden
ist. Während Axiom wegen seines einfachen Bezugs auf eine einzelne
einfache Tatsache selbst geprüft ist, soll man zum Zweck der Erklärung
der komplizierteren Tatsache eine Theorie formulieren und überprüfen.
Um eine Theorie aufzubauen, kann man sich nicht nur mit Dateien,
sondern auch mit Logik, Weltanschauung und Zeitgeist, welche eine
größere Rolle spielen, beschäftigen. Eine Theorie ist sicherer als eine
Hypothese. Sie ist aber weniger sicher als eine Regel oder ein Axiom.
Paradigma. Eine Theorie, die aufgebaut und angenommen wird, ist
abhängig von wissenschaftlichen Paradigmen. Ein Paradigma ist wesentlich
eine Theorie, deren Richtigkeit schon bereits weit angenommen ist.
Bevor ich anfange, möchte ich störende Fragen stellen: Wenn es richtig ist,
dass die Religion keine Rolle in den Naturwissenschaften spielt, warum
nehmen viele atheistische Wissenschaftler eine religiöse Stelle als einen
Atheist? Und warum müssen sie um ihre religiöse Stelle in den Naturwissenschaften kämpfen? Warum kämpfen sie gegen den Glauben an Gott
in den Naturwissenschaften? Sollte es keinen Zusammenhang dazwischen
geben, warum machen sie das? Hier versuche ich zu zeigen, dass die
Annahme ein Irrtum ist. Es gibt eigentlich einen großen Zusammenhang
dazwischen. Aber welchen? Darüber werden wir auch uns beschäftigen.
Ich widme meine Idee zur Auslösung dieses Problems.
Natur. Unter Natur verstehen Wissenschaftler eine Zusammensetzung
der Regeln, die schon bestimmt und gültig sind, alle Tatsachen im Kosmos
zu ordnen. Finden sie aber etwas in der Wirklichkeit, das den Regeln nicht
folgt, bezeichnen sie es als „Tatsache.” Nachdem uns klar geworden ist,
sollen wir darauf achten, dass Tatsache und Natur für die Wissenschaftler
eine andere Bedeutung haben, als nur die des Wortes.
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Religion. Für mich gilt Religion als ein mehrdeutiges Wort. „Religion”
kann sich auf eine Institution, ein heiliges Buch, Propheten, gläubige
Nachfolger, usw. beziehen. Andere Bedeutung dieses Wortes ist ein
Glaube, an dem sich jemand festhält, und nach dem sich sein Leben
richtet. Zur zweiten Bedeutung gehört Atheismus auch dazu.
13
Das Christentum und die Naturwissenschaften
Das Christentum und die Naturwissenschaften
Falls ich mich als ein Christ bekenne, bezieht sich mein Satz auf die zweite
Bedeutung von „Religion” auf (Zugehörigkeit zum Christentum als eine
Institution). Solcher Glaube geht in der reformierten Theologie auf das
sense of divinity zurück, dass Menschen nach Gottes Vorbilde geschaffen
wurden. Dieser Glaube ist lebensnotwendig und unverzichtbar.
aus. Sie machten alle mit den geltenden Annahmen, die die
meisten von uns als Mythos betrachtet werden, z. B., trotz der
Erkenntnis über die kugelförmige Erde, dachten die Griechen,
dass es einen Erde tragenden Riesen und andere Götter gibt,
sodass man auf bestimmter Weise verhalten muss. Was wir hier
ansehen können, sind die Tatsachen, dass (1) die
Naturwissenschaften von Anfang an nicht im Getto entwickelt
wurden, (2) Menschen nicht nur mit den wissenschaftlichen
Ergebnissen zufrieden sind, die die einzelnen Tatsachen erklären
können, auch die ganze Wirklichkeit zu erklären versuchen,
obwohl sie zu diesem Zweck mit metaphysischen Erklärungen
spekulieren müssen (viele atheistischen Wissenschaftler stimmen
das auch zu, obwohl sie auch sagen, dass solche metaphysische
Erklärungen mit den wissenschaftlichen Erklärungen umgetauscht
werden sollen), (3) man durch eine Weltanschauung, die in dem
Verständnis der ganzen Wirklichkeit besteht, andere Bereiche des
menschlichen Lebens, z. B. Ethik, Ästhetik usw. bestimmt.
II. Die Antwort auf die Frage
Die Frage lautet, ob es einen Zusammenhang zwischen Religion und
Naturwissenschaften gibt. Zur Beantwortung dieser Frage werde ich diese
zuerst auf die zweite Bedeutung des Wortes „Religion” beschränken (Von
der ersten Bedeutung werde ich in einer anderer Ausgabe sprechen).
Wenn es in Naturwissenschaften nur um Axiome gänge, würde es vielleicht keinen Unterschied geben, ob wir Christen sind, oder nicht.
Letztendlich ist 1+1 immer 2, ob wir Christen sind, oder nicht. Aber
tatsächlich geht es nicht nur um Axiome, sondern auch um Theorien,
Paradigmen usw., um die Wirklichkeit zu erklären. Ich habe vorhin gesagt,
dass deren Aufbau nicht neutral, sondern in verschiedenen Aspekten
befangen ist, welche aus Glauben, Weltanschauungen, Ziele usw. besteht.
Hier leben die Wissenschaftler nicht im Ghetto, sondern in einer Gesellschaft, in der sie mit allen anderen Gesellschaftsmitgliedern umtauschen.
Es ist ja eigentlich klar, dass Naturwissenschaften nur eine Erklärung von
Tatsachen aus ihrem Aussichtspunkt geben können. Also, ihre
Erklärungen sind niemals so mächtig wie dieselben Tatsachen. Deshalb
brauchen wir den Einsatz von Wissenschaften, um unsere Lebensfunktionen zu unterstützen. Weiter müssen wir aber erkennen, dass
Wissenschaften keine Antwort auf die Fragen nach Sinn des Leben,
Moralität, oder alle metaphysischen Fragen geben können, z. B. warum
gibt es im All solche Regularität, usw? Diese Fragen sind mit unserer
Menschheit (nach reformierter Theologie sind Menschen nach Gottes
Bilde geschaffen und mit Eigenschaft „Bedeutung” ausgestattet worden)
und Religiosität festgebunden. Wenn man die Geschichte der Naturwissenschaften genau betrachtet, kann man eigentlich das ansehen. Dazu gebe
ich hier einige Beispiele:
1.
In der frühen Zeit entwickelten die Menschen die Naturwissenschaften nach dem Bedürfnis der Gesellschaft. Sowohl für
praktische als auch religiöse Anwendungen fuhren die Menschen
Forschungen, Entdeckungen und Erfindungen in Wissenschaften
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
14
2.
In der modernen Welt lässt es sich sagen, dass viele Mythologien
schon von wissenschaftlichen Erklärungen umgetauscht worden
sind. Dadurch entstehen dennoch neue Mythologien z. B. Vormachtstellung der Vernunft, mechanistische Natur, Atheismus
usw. Wir können sehen, dass die drei Tatsachen sich nicht
verändern. Ohne metaphysische Konzepte kann man die ganzen
Tatsachen in der Wirklichkeit nicht verstehen. Um zu leben
braucht man nicht nur die Natur zu verstehen, sondern auch die
Tatsache, das Ziel, was man im Leben tun soll. Die neuen modernen Mythologien haben große Rolle in der modernen Weltanschauung. Sie führen zur Entstehung der modernen Ethik, den
modernen Kriegen, Existenzialismus bis zum Postmodernismus.
Ich habe hier zwei Beispielen von der gesellschaftlichen Seite
angeführt, nun gebe ich ein Beispiel von einem Wissenschaftler
geben.
3.
Albert Einstein war ein moderner Wissenschaftler, der mit seiner
Theorie die Entstehung einer neuen Theorie über moderne
Weltanschauung widersprach. Mit seiner Aussage „Gott würfelt
nicht” (1926), verteidigte er gegen die Entstehung der QuantumTheorie seine Annahmen, dass das All pantheistisch und
determinisch ist. Theorien sind nicht nur eine Interpretation und
ein Model von den Tatsachen, sondern eine echte Erklärung, die
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
15
Das Christentum und die Naturwissenschaften
mächtig und gleich mit den in der Natur geltenden Gesetzten ist.
Diese Annahmen lassen sich auf die moderne Weltanschauung
zurückführen, die aus dem modernen Lesen7 von dem Buch
„Discours de la Methode” von Rene Descartes abgeleitet werden
kann. Um Einsteins Konzept über Natur besser verstehen zu
können, müssen wir zuerst Spinozas Buch „Ethik in geometrischer
Ordnung dargestellt” verstehen, weil Einsteins Naturkonzept nach
Spinozas Richtung entwickelte. Er bekennte sich im Jahr 1934 zu
Spinoza: „Jene mit tiefem Gefühl verbundene Überzeugung von
einer überlegenen Vernunft, die sich in der erfahrbaren Welt
offenbart, bildet meinen Gottesbegriff; man kann ihn also in der
üblichen Ausdrucksweise als pantheistisch (Spinoza) bezeichnen.”8
Obwohl Einstein ein Jude war, war der nicht würfelnde Gott nicht
der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, sondern ein philosophischer Abschlussgedanke, der die Begreifbarkeit der Natur
garantieren soll- bei Einstein vor allem den kausalen Determinismus. Hier können wir etwas ansehen, dass es bei Einstein in
der Naturwissenschaft, besonders Physik, nicht nur um die
Axiome geht, sondern auch einen Glauben, Annahmen, usw. Der
Glaube und die anderen Annahmen leiten das Verständnis eines
Wissenschaftlers über die Tatsache in der Wirklichkeit. In diesem
Punkt hatte Einstein vor allem Angst, dass ohne solchen Gott
keine Garantie gibt, ob morgen die Sonne noch aufgeht. Und was
ist dann die Garantie von Wissenschaft für die Genauigkeit ihrer
Theorien?
Aus den gegebenen Beispielen können wir verstehen, warum die Wissenschaftler für sich um religiöse Stelle in den Naturwissenschaften kämpfen.
Was eigentlich passiert, ist die Tatsache, dass ohne solche religiöse
Annahme das Verständnis der Wirklichkeit unmöglich ist. Man kann nicht
ohne Axiome und Dateien in Verbindung setzen, um ein Verständnis
Das moderne Lesen, das heutzutage unter den Wissenschaftlern herrscht, ist eigentlich
ganz anders im Vergleich dazu, was Rene Descartes selbst meinte. Das moderne Lesen
rechnet nicht mit seinem „Meditationes de Prima Philosophia.“ Zwar die Descartes Betonung an
der Anwendung der Vernunft und seine mathematischen Theorien können durch das
moderne Lesen dazu führen, dass man leicht daran denkt, dass Gott zwar der Schöpfer des
Alls ist, aber seine Macht wird von den Naturgesetzen abgegrenzt, oder ist kleiner als die
Naturgesetze. Darüber hinaus kommen Deismus und andere falsche moderne
Gotteskonzepte vor.
8
Zitiert von Dieter Hattrup im Einstein und der würfelnde Gott: An den Grenzen des Wissens
in Naturwissenschaft und Theologie, (Freiburg: Herder, 2008), Seite 19, aus Einstein, Albert.,
Mein Weltbild (1934). Hrsg. Von Carl Seelig (Frankfurt u.a.: Ullstein,1970), 201 S.; 171.
7
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Das Christentum und die Naturwissenschaften
16
herzustellen. Im Verständnis geht es nicht nur um Dateien und Axiome,
sondern um di Verbindungen dazwischen, durch die man über Sinn des
Lebens, Weiterentwicklung und Nutzung der Wissenschaft, usw. erfahren
kann.
Wenn es eine feste Verbindung zwischen Wissenschaften, bzw. Naturwissenschaften und Glauben gibt, wie soll dann diese Verbindung aussehen?
Kann man nicht einfach irgendeine Art von Verbindungen annehmen?
Wenn ich eine Verbindung annehme, welche Auswirkung in meinem
Leben wird sie haben? Theoretische oder praktische? Falls nicht, dann
können wir irgendeine Art der Verbindung annehmen, die wir wollen, aber
falls ja, dann sollen wir eine voller Rücksicht auswählen und annehmen.
Die Verbindung hängt davon ab, welchen Glauben ein Wissenschaftler
hat. Die Verbindung ist unterschiedlich je nachdem, durch welche
Weltanschauung ein Wissenschaftler alles betrachtet, z. B., ein atheistischer
Naturwissenschaftler, der nicht an Gott glaubt, wird daran denken, dass es
keinen ontologischen Zusammenhang zwischen der gelehrten Naturwissenschaft und Sinn seines Lebens gibt. Der Zusammenhang ist ihm
praktisch beruhend, dass er die m
ag, daran arbeitet und daraus Karriere macht.
Wenn es einen theoretischen Zusammenhang gäbe, wäre das aus dem
Grund, dass jeder Mensch einen solchen macht. Er wird es annehmen,
dass ein universelles Gesetz in der Natur gilt, und dass die Aufgabe der
Naturwissenschaften in der Entdeckung des solchen Gesetzes besteht.
Aber woher solches Gesetz kommt, warum das so aussieht, usw., bleiben
außer Frage stehen. Das Hauptproblem ist, dass er die geschichtliche
Natur der Naturwissenschaft verkauft.
(1) Naturwissenschaften sind nicht im Getto entwickelt worden, sondern
in einem gesellschaftlichen Kontext. Wie soll dann die Anwendung
aussehen? Was darf oder soll erforscht werden? Usw. Diese Fragen bleiben
nur als praktische Fragen, die keine ontologische Macht haben. Man muss
dem Gesetz gehorsam sein, denn ein Verstößt bestraft.
(2) Die ganze Wirklichkeit wird unverständlich bleiben. Obwohl es immer
wieder viele wissenschaftlichen Entdeckung gibt, kann man diese Fragen
doch nicht beantworten: Was ist ein Mensch? Was bedeutet ein
Menschenleben? Usw. Was man tun kann, ist diese Fragen zu
vernachlässigen, und zu sagen, dass es keine solchen Fragen gibt.
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17
Das Christentum und die Naturwissenschaften
(3) Aber ohne solche Fragen kann man nicht leicht die ästhetische,
moralische, ethische Wahrheit vereinbaren (die Schwachstelle bespreche
ich hier nicht).
Aber natürlich kann er sagen, müsse er an alles denken, was würden dann
Philosophen, Soziologe, Ethiker und die anderen machen?
III. Idee von einer philosophischen Integration zwischen christlichem Glauben und Naturwissenschaften
Nachdem ich ein Beispiel von einem Zusammenhang zwischen Glauben und
Naturwissenschaften aus einer atheistischen Weltanschauung angeführt habe,
bespreche ich jetzt meine eigene Idee. Wie
ich am Anfang gesagt habe, vertrete ich
eine reformierte christliche Meinung. Und
natürlich ist der Aufbau meiner Meinung
von meinem Glauben und meiner Weltanschauung abhängig sind. Aber das heißt
nicht, dass ich keine wissenschaftliche
Verantwortung geben kann. Angesicht des
Zwecks dieser Abhandlung werde ich hier
nicht zu viele spezifische, wissenschaftliche Erklärungen geben.
Die Schöpfung geht
nicht auf die
Probabilität zurück,
sondern auf Gottes
Plan, dann lässt sich
die Aufgabe der
Naturwissenschaft
versichern, bzw.,
die Entdeckung
Gottes Gesetze, das
in der Natur gilt.
Die Bibel fängt mit dem Satz: „Am Anfang schuf Gott den Himmel und
die Erde.” Dieser stellt dar, dass Gott in der Geschichte der Menschheit
seine Vorsehung ausübt, und die Geschichte beenden wird. Am Anfang
schuf Gott Himmel und Erde. Durch diesen Satz können wir es verstehen,
dass es hier eine ontologische Basis für die Naturwissenschaften gibt. Die
Schöpfung geht nicht auf die Probabilität zurück, sondern auf Gottes Plan,
dann lässt sich die Aufgabe der Naturwissenschaft versichern, bzw., die
Entdeckung Gottes Gesetze, das in der Natur gilt.
Hier ist es klar, dass die Aufgabe und der Ethik der Naturwissenschaft in
der Entdeckung und nicht in der Bestimmung des Naturgesetztes
bestehen.
Nach den Wissenschaftlern wurde die Natur von Gott geplant und ist
gleich der Natur nach der lexikalischen Bedeutung. Man braucht hier
keinen Unterschied zwischen „Natur” und „Tatsache” wie in dem Kontext
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Das Christentum und die Naturwissenschaften
18
der Naturwissenschaft zu machen (Bei anderem Kontext verstehe ich es
natürlich, dass „Tatsache” nicht nur im natürlichen Phänomen begrenzt
bedeutet). Was hier geändert werden muss, ist die Annahme hinter dem
Wort, dass die Natur nach der von Naturwissenschaften entdeckten
Gesetzen funktionieren muss. Diese klare Aufgabe soll dazu führen, z. B.,
dass die Naturwissenschaften nicht in der Lage sind, die Wundertaten
abzulehnen und die Wissenschaftler nicht zu sagen brauchen, „Gott
würfelt nicht” oder „Gott würfelt.” Was ich hier sage, soll bei den
Wissenschaftlern eine Offenheit zur neuen Tatsache geben, und diese
Offenheit soll als einen Teil der Natur angenommen werden.
Die Natur wurde von Gott der Dreieinigkeit geschaffen. Somit muss die
Natur als eine Schöpfung die Eigenschaften ihres Schöpfers reflektieren.
Es folgt, dass die Natur zum Ersten nicht nur vorhanden, sondern
zuhanden ist.9 Das heißt, die Natur ist nicht einfach da. Sie hat Bedeutung,
Funktion, Kontext und Ziel als Eigenschaften nach dem Schöpfers Plan.
Es ist dann ein Irrtum, wenn man an die Naturwissenschaften arbeitet, als
ob man im Getto ist. Zum zweiten hat die Natur nicht nur one-and-many
Eigenschaft wegen der one-and-many Eigenschaft des Schöpfers,10 sondern
auch soziale, sprachliche und andere Eigenschaften. Deswegen können die
Wissenschaftler trotzt ihrer Bemühungen jene Eigenschaften nicht
abschaffen, solange die Naturwissenschaften sich noch mit der von Gott
geschaffenen Natur beschäftigen. Alle Wahrheiten stehen zusammen in
Verbindung, und solche Bemühungen führen nur zur Abstraktion und zur
Widersprüchlichkeit der wissenschaftlichen Behauptungen.
Es liegt daran, dass der Mensch als die höchste Schöpfung nach Gottes
Bilde ist. Den Menschen wurden die Aufgaben gegeben, um die Natur zu
dienen und aufzubewahren.11 Da Menschen Gott ähneln, können sie bei
Der Unterschied zwischen „vorhanden“ und „zuhanden“ kann man auf die Begriffe
von Heidegger (Sein und Zeit) zurückführen. Hier mache ich aber eine Änderung der
Bedeutung und des Kontext. Die Änderung besteht darin, erste, dass das Kontext des
Wortes sich von der Weltlichkeit der Welt vor den Menschen als Dasein zum ontologischen
Zustand vor dem Gott verändert. Zweite bei der Bedeutung handelt es sich darum, dass es
ursprunglich kein vorhandenes vor Gott gibt, weil er der Ursprung von Allem, stattdessen,
dass es bei der Menschen den Unterschied gibt.
10
Das one-and-many Problem kann von den vantilschen Theologien gelöst werden, indem
sie auf die Perfektion des dreieinigen Gottes zurückführen. Aber es bleibt noch die Frage,
wie soll es funktionieren, wenn die geschöpfte Natur one-and-many ist?
11
Diese Übersetzungen kommen aus den hebräischen Wörtern „abad“ und „shamar.“
Die Wörter zeigen uns, wie man sein Amt als die Kröne der Schöpfung ausüben soll, bzw.,
der Leiter ist der Diener.
9
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
19
Das Christentum und die Naturwissenschaften
How Do I Glorify God in My Science?
der Entwicklung der Naturwissenschaft nicht im Getto arbeiten, zumal sie
die sozialen Geschöpften sind. Die Menschen müssen nicht nur zum
Behuf der Naturwissenschaften allein die Naturgesetze, sondern auch zum
Zweck der Gesellschaft, der Menschheit und zum höchsten Zweck der
Gottesverehrung entdecken.
Hier ist die Möglichkeit, einen Zusammenhang von allen menschlichen
Lebensaspekten theoretisch und widerspruchslos aufzubauen, und die
Naturwissenschaft an ihre Position anzustellen. Hier ist möglich, auch
praktische Schritte für die Entwicklung der Wissenschaft zu bestimmen,
ohne dass die anderen Aspekten des Lebens widersprochen und reduziert
werden.
Im christlichen Glauben steht es, dass die Menschen in Sünde hingefallen
sind. Diese Tatsache verstehe ich als eine historische Tatsache. Unter
„Sünde” verstehe ich, dass die Menschen sich gegen Gott, ihren Schöpfer
aufgelehnt haben. Trotz Sünde bewahrt Gott noch seine Schöpfung, und
die Natur funktioniert trotz allem nach seinem Gesetzt weiter und geriet
nicht in Chaos. Hierdurch steht die Möglichkeit zur Entwicklung der
Wissenschaft in der gefallenen Welt offen. Leider haben die Menschen
diese als Waffe gegen Gott, den Schöpfer und Erhalter, benutzt. Die
christliche Weltanschauung offenbart uns nicht nur die Geschichte,
sondern auch die Aufgabe Gottes Kindern, die in der Wissenschaft, bzw.
Naturwissenschaft tätig sind- die Erlösung der Naturwissenschaften von
Behuf des Gottes.
„Man's mind is like a store of idolatry and
superstition; so much so that if a man
believes his own mind it is certain that he
will forsake God and forge some idol in
his own brain.”
- John Calvin Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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How Do I Glorify God in My Science?
Tatas H.P. Brotosudarmo
A post-graduate student in Molecular Biophysics
at University of Glasgow, Scotland, UK
Our world today experiences a continual impact of science, scientific
ideas and the technological results of the science. Whether we like science
or dislike it, we deal with it every day in practical level. As a professing
Christian, who is an active scientist, I ask to myself how Christian belief
relates to my work. Is science God’s world?
People often think that science is nothing to do with God. Its position is
antagonistic to Christian belief. Science shows that the universe is billion
of years old and the Bible said that it is only thousand years of old. Such of
interpretation is also held among Christians pupil. No wonder that some
Christians give a strong resignation attitude toward science.
Can I appreciate science as it ought to be, science that could serve as a
path for praising God and serving fellow human being? How do I
recognise the wisdom, care and beauty of the Lord, who has created the
whole universe?
In the first part of this paper I would like to describe a Christians approach
to redeem science, which has been well discussed elsewhere.12-13 This
approach is crucially needed as a foundation to enter in the discussion
about science and my Christian faith. The second part, I will focus on the
discussion more about my field – that is a study of structure and functions
of photosynthetic light-harvesting complexes – and relate this study to the
glory of God.
Pearcey, Nancy (2004) Total Truth: Liberating Christianity from its Cultural Captivity,
Crossway Books, Wheaton, Illinois.
13 Poythress, Vern S. (2006) Redeeming Science, Crossway Books, Wheaton, Illinois.
12
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
21
How Do I Glorify God in My Science?
Christians Approach to Redeem Science
In effort to discover and increase human understanding on how the
physical world functions, a scientist depends more or less on regularities.
Through calibrated methods, scientists use observable physical evidences
of natural phenomena to collect data and analyse these information what
and how things work. The scientists depend not only on the regular
behaviour of the apparatus/method, but also on the postulate that still
more regularity are to be found in the areas they will observe. In many
occasions, such as a study of the origin of cell, however, scientists wrestle
unrepeatable experiments. In this case, scientists need to approach the
study through a simple model with only few parameters and many
controllable simulations. For example, once I was studying at single
molecule spectroscopy research group in Munich, my colleague had to
trace how a single virus moves randomly to enter the cell wall and to
describe how it works under confocal microscope. This kind of experiment
is often unrepeatable. Having spending 4 years of research, he got a
blessing day when the first time he could see a virus enters the cell wall.
Fortunately, he could write a famous article, but, unfortunately, it was the
last time he could see a virus enters the cell wall.
These regularities are well regular. To be regular means to be regulated. It
involves a regula, a rule. We call it a law or a principle – a statement that
describe behaviour of some particular things within the natural world with
an adequately through history of successful scientific replication. Scientists
speak of Newton’s three laws of motion, Moseley’s Law, Bragg’s law,
Boyle’s law, Beer-Lambert’s law, Heisenberg’s uncertainty principle, etc.
Scientists think the scientific laws are universal in time and space.14 The
conservation laws state that certain physical properties do not change in
the course of time within an isolated physical system. Here, conservation
laws reflect homogeneity of space, time and rotational symmetry spacetime. These laws are also applicable at all kind of situation. Even more, a
British-born physicist like Paul Davies describes these scientific laws as
absolute and omnipotence.15
Feynman, Richard (1965) The Characters of Physical Laws, Pinguin Books Ltd.,
London. Here ,Feynman described that physical laws are often expressions of existing
homogeneities in time and space and typically theoretically reversible in time, although the
time itself irreversible.
15 Davies, Paul (1993) The Mind of God: The scientific basis for rational world,
Touchstone, New York.
14
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How Do I Glorify God in My Science?
22
The regularities that scientists speak of are the regularities of God's own
commitment and actions as it is described by the Bible. In Genesis 8:22
God promises, 'While the earth remains, seed time and harvest, cold and
heat, summer and winter, day and night, shall not cease'. Psalm 19:1-2,
'The heavens declare the glory of God; and the firmament shows His
handy work. Day unto day utters speech. And night unto night reveals
knowledge', describe the glory of God's work and proclaim His wisdom,
power and goodness, which are revealed in the creation and the
providence. These are including the laws which govern the regularities and
the symmetry of the physical world, which scientists observe and try to
gain insight. The scientific laws are a part of the created world. Strictly
speaking, the scientific laws are products of human understanding, which
need to be examined, approved and communicated continually within a
scientific community. A Christian’s scientist must be aware of real laws.
The real laws are the Word of God, specifying how the world of creatures
is to functions.
Atheist scientists reject God and claim the divine attribute of the scientific
laws. This situation is already described in the Bible: 'For since the creation
of the world His invisible attributes are clearly seen, being understood by
the things that are made, even His eternal power and Godhead, so that
they are without excuse, because, although they knew God, they did not
glorify Him as God, nor were thankful, but became futile in their thoughts,
and their foolish hearts were darkened. Professing to be wise, they became
fools, and changed the glory of the incorruptible God into an image made
like corruptible man—and birds and four-footed animals and creeping
things. Therefore God also gave them up to uncleanness, in the lusts of
their hearts, to dishonour their bodies among themselves, who exchanged
the truth of God for the lie, and worshipped and served the creature rather
than the Creator, who is blessed forever', Romans 1: 20-25.
Human beings have fall under sin and continue in rebellion against God.
The whole aspects of human faculties, including mind and reason, have
been corrupted by sin and lead them into idolatry. Scientists rely on God
for the providence when they go about their business, yet at the same time
substitute an impersonal idea of autonomous, self-sufficient laws, for God,
who is personal and whose word is the law, as described in Roman 1:20-25
above. The knowledge of how the universe works (general revelation)
functions ineffectively to teach human beings to turn back to God, the
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How Do I Glorify God in My Science?
creator. We need therefore special revelation, about what God shows
through redemptive instruction in the Bible.16
The Bible has priority to God's word of providence in its redemptive
functions.17 The Bible helps sinners to turn back to God and to grow in
holiness. '..the Holy Scriptures, which are able to make you wise for
salvation through faith which is in Christ Jesus. All Scripture is given by
inspiration of God, and is profitable for doctrine, for reproof, for
correction, for instruction in righteousness, that the man of God may be
complete, thoroughly equipped for every good work' 2Tim 3: 15-17. As we
learn Romans 1:20-25 indicates that general revelation discovers a
knowledge of God without excuse, but that human beings suppress the
truth and corrupt their knowledge with idolatry. Thus, general revelation
brings sin out, making them guiltier (without excuse). In contrast, the
special revelation brings the good news out to overcome sin, including the
intellectual sin in corrupting the truth. As John Calvin wrote in his
Institute: 'For as the aged, when aided by glasses, begin to read distinctly,
so Scripture, gathering together the impressions of Deity, which, till then,
lay confused in their minds, dissipates the darkness, and shows us the true
God clearly'.18
The Bible witnesses that God sent fort His redemptive work, not by
sending a philosophical book, but by sending Jesus Christ, His only
begotten Son. By having faith in Jesus Christ, we are brought to peace with
God and having access to enter His grace into the knowledge of Him and
to glorify Him. The New Testament witnesses that Jesus Christ came as
the last Adam, one like Adam. He did what Adam failed to do, and
become the Head of new humanity (Romans 5: 12-21). The works of
redemption has been fulfilled by Jesus Christ, the second person of the
Trinity, in His incarnations, ministry, cross, death, resurrection, ascension
and being seated in His human nature in the right hand of the Father.
Berkhoff, Louis (1958) Systematic Theology, The Barnner of Truth Trust, Edinburgh.
Louis Berkhoff actually understands special revelation in broader mean. It includes verbal
communication from God that has not been recorded in Scripture, such as word of Jesus
earthly ministry that did not happen to be included in any of four Gospel. It also includes
special redemptive acts of God through miracles at the time of exodus from Egypt and
during Jesus earthly life.
17 The priority of the Bible to reveal the works of redemption of God is very important
message to be highlighted in order to avoid bias reading of the Bible. For example, many of
Christians read Bible with the expectation as though reading a technical book of modern
science.
18 Calvin, John, Institute of the Christians Religion: Henry Beveridge (trans.), 1970,
Eerdmans, Grand Rapid, Michingan, 1.6.1.
16
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How Do I Glorify God in My Science?
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Christ's triumph in the flesh in His human nature, leads to His reward and
consequent mission on earth. '...He worked in Christ when He raised Him
from the dead and seated Him at His right hand in the heavenly places, far
above all principality and power and might and dominion, and every name
that is named, not only in this age but also in that which is to come. And
He put all things under His feet, and gave Him to be head over all things
to the church, which is His body, the fullness of Him who fills all in all',
Eph 1: 20-23. The dominion here means also the cultural mandate in Gen
1: 28, a mandate to fill the earth and subdue it -- this includes in exercising
scientific investigations.
Christ's completion of cultural mandate are also shown in His wisdom as it
is described in Col 2:3, '...in whom are hidden all the treasures of wisdom
and knowledge.' Wisdom belongs to Christ innately with respect to His
divine nature. As one nature with God, He know everything from the
beginning. In comparison to Salomon, the most wise man living on the
earth, Christ is consummately wise with respect to his human nature (Matt
12:42, Luke 11:31). The scientists pursue both wisdom and dominion in
relation with the natural world. Christ has achieved both through His
position and wisdom. Christ is the final and archetypal scientist.
Science needs redemption because of the turning the scientific laws into an
idol. Only Christ can provide that redemption: 'Nor is there salvation in
any other, for there is no other name under heaven given among men by
whom we must be saved' (Act 4:12), 'Jesus said to him, I am the way, the
truth, and the life. No one comes to the Father except through Me' (John
14:6) and '...for without Me you can do nothing' (John 15: 5). The
redemption of science takes place through Chris becoming our wisdom
and ruler, and achieving what we fail to achieve because of sin. Science on
earth then becomes a process to know Christ and participating more
deeply in His wisdom and providence. Moreover, Christian’s scientists do
not stop here. The Christians scientists will look forward for the second
coming of the Lord Jesus Christ; the day that will bring radical
transformation and disruption of the present order.
The Photosynthetic Systems
Scientist talk about photosynthesis is the beginning of the early energy
conversion process, in which light is converted, by plant, algae and
photosynthetic bacteria, to produce chemical energy that support the life
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How Do I Glorify God in My Science?
How Do I Glorify God in My Science?
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on earth. In the plant, photosynthesis process converts carbon dioxide to
produce carbohydrate for our foods and oxygen to breath.
It is very interesting to find out that this early process depends entirely on
the present of light as the source of the energy. This often arises questions
toward the order of the creation in Genesis 1, since the sun and the stars
were created in the 4th day after the creation of the grass and plants
(photosynthetic living organisms). As I described above in the footnote,
the Bible as usually do not directly provide technical information for the
researcher. But it is trustworthy and true in what it says, and provides a
framework within research may precede. The light that photosynthetic
living organism needed is electromagnetic radiations of all wavelengths that
is self-propagating in space or matter. We find in the 1st day God said, 'Let
there be light, and there was light'. This is the light from God himself
sufficient enough as the source used in the photosynthetic reaction.
Figure 2. Schematic representation of photosynthetic systems inside the ICM of
the anaerobic photosynthetic bacteria. The yellow arrows show the harvesting of
the light and the flow of energy transfer. The red arrow shows the charge
separation that drive hydrogen gradient, which produce a chemical energy, ATP,
as the end product.
Structure of the LH II Protein
The high resolution of crystal structure of LHII from Rhodospeudomonas
Figure 1. Electron micrograph of anaerobic photosynthetic purple non-sulphur
bacteria Rhodopseudomonas palustris strain 216. The stack of black dark lamellae are
the intra-cytoplasmic membrane (ICM), where the photosynthetic system to be
found. ICM is equivalent to the chloroplast in the plant and eukaryotic algae.
Quite interesting as we study fort, we find that the beginning of the
photosynthesis is happened not in the green plant, but in the anaerobic
photosynthetic organism living in the dark deep ocean. In this region, the
visible wavelength (400-700 nm) couldn't reach it. These organisms have
developed a special peripheral apparatus, which is able to harvest nearinfrared region (700-1400 nm) of the electromagnetic radiation. This
apparatus called light-harvesting II, a light-harvesting protein that I am
interested in for my doctoral course.
(Rps.) acidophila 10050 was first resolved by the research group of Prof. R.J.
Cogdell and Prof. N.W. Isaacs, University of Glasgow, and has been
published in Science Magazine in 1995.19 Based from this structure,
scientists then can understand how LHII functions, so that the
photosynthetic organism living in the dark deep ocean can live. Moreover,
scientists are now giving their best efforts to mimic the functions of LHII
for a novel of the next generation of solar cells, which are high efficiently
able not only to produce electricity, but to generate a fuel. The key point
on how the LHII function resides in the symmetrical arrangement of the
pigments inside the protein. In fact nature only uses 2 kinds of pigments,
bacteriochlorophyll and carotenoid molecules. The bacteriochlorophyll
molecules are bind encapsulated in the protein in such arrangement
enables the bacteriochlorophyll molecule function to harness light in the
near infrared region. The carotenoid molecules, are also bind to the
protein, function in light harvesting in the visible region and in
19 McDermott, S.M., Prince, S.M., Freer, A.A., Hawthornthwaite-Lawless, A.M., Papiz,
M.Z., Cogdell, R.J., and Isaacs, N.W. (1995) Crystal structure of an integral membrane lightharvesting complex from photosynthetic bacteria. Science, 375, 517-521.
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How Do I Glorify God in My Science?
photoprotection against any radical compound. Therefore, the protein
itself plays very important role as the scaffolding and tune the physical
properties of the pigment molecules in order to be function in the light
harvesting and furthermore in the energy transfer to support the live of the
bacteria. Without the protein, although the pigments are still able to absorb
light, yet they don’t make any contribution to it. Here, I am learning it is
true that the law of God is written in the nature. This reminded me
somewhat about service and ministry in the Church or simply in our
Christian daily life. A Christian must abide and depend entirely in Christ
Jesus as the cornerstone; otherwise a Christian can’t function as it uses to
be to the glory of God.
How Do I Glorify God in My Science?
28
The Bacteriochlorophyll (BChl) a and Carotenoids are the pigments bound
in LHII, which are responsible for absorbing the light. BChl a molecules
are basically Chlorophyll (Chl) molecule found in the leaf of the green
plant with few modification at their chemical structure. Uniquely, the
chemical structure of BChl a and Chl molecules are close related to the
chemical structure of hemoglobin (our blood). Since BChl a more or less
share the likeness with haemoglobin, BChl a molecules are also categorized
into pigment of life. Without blood human being and animals can’t
survive, without BChls or Chls photosynthetic living organism will die.
Both BChls and Chls molecules have been well investigated by my wife,
Leenawaty Limantara, during her doctoral course in Japan and Post-Docs
in Munich. Latter applications of the BChls and Chls are used in medicine
such as a photosensitizer for photodynamic cancer therapy.
Figure 3. Top (left) and side (right) views of the structure of LHII from Rps.
acidophila 10050. The -(cyan) and
polypeptides (green) provide a matrix for
BChl a (red) and the Carotenoids (orange).
The LHII from Rps. acidophila 10050 is a ring shape that composed by 9-pairs
of αβ−polypeptides (Figure 3). The β−polypeptides are inside the ring and on
the outside is β−polypeptides, together they are responsible for binding 27
Bacteriochlorophyll (BChl) a and 9 Carotenoids (Cars) molecules. The 9 BChl a molecules (blue
in Figure 3), have their macrocycle ring oriented to the membrane plane. The centre-to-centre
distance between those 9 BChls molecules are 2.1 nm (10-9 metres) and, therefore, they are absorb
light with maximum absorption (λmax) at 800 nm. These 9 BChls a are called B800-BChl a
molecules. The 18 BChls a molecules (red in Figure 3), have the macrocycle ring oriented
perpendicular to the membrane plane. They are arranged close each others like a turbine ring with
centre-to-centre distance between those BChls a is about 0.89-0.96 nm and therefore they absorb
light at λmax at 850 nm. 20
20 Papiz, M.Z., Prince, S.M., Howard, T., Cogdell, R.J., and Isaacs, N.W. (2003) The
structure and thermal motion of the B800-B850 LH2 complex from Rps. Acidophila at
2.0 Å resolution and 100K: new structural feature and functionally relevant motion.
J.Mol.Biol., 326, 1523-1538.
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Figure 4. The chemical structure of Bacteriochlorophyll a (left) and Hemoglobin
(right).
As we learn about the structure of LHII, how LHII complex is beautifully
packed with high symmetrical order, and how the pigments functions for
photosynthesis and for their application in medicine, surely it will make us
jump to glorify God and bow before His wisdom. We understand then
more deeply what the Psalmist wrote: 'The heav'ns God's glory do declare,
the skies His hand-works preach'. However, scientists know that in the
midst of this knowledge of the nature there remain unfathomed depths to
be discovered and unanswered questions to be investigated. In the effort
to discover and to understand the God’s providence of how the nature
functions, scientists are still limited by the technology and equipments.
Right now, I am still working hard to resolve a new structure of the LHII
and its functions from Rhodopseudomonas palustris. Others scientists are
investigating in difference species, which may have different variant. Yet as
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
29
How Do I Glorify God in My Science?
the time goes the more exotic species of bacteria have been and being
discovered. The profundity and mystery in scientific discovery can only
produce awe and worship to Him, who by Him all things were created, in
heaven and on earth, visible and invisible, whether thrones or dominions
or rulers or authorities – all things were created through Him and for Him.
To the Father, the Son and the Holy Spirit be glorified for ever more.
Amen!
Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
30
Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
Shaniyl Jayakodiy
„Mache dir eine Arche von Tannenholz; in Räume sollst du die Arche teilen und sie
innen und außen mit Pech verpichen. Und du sollst sie also machen: Dreihundert Ellen
lang, fünfzig Ellen breit, dreißig Ellen hoch. Ein Fenster sollst du der Arche machen;
bis zu einer Elle unterhalb des Daches darf es reichen; aber die Tür der Arche sollst du
an ihre Seite setzen. Du sollst ihr ein unterstes, mittleres und oberstes Stockwerk
machen.” (1.Mose 6: 14 -16, Schlachter Übersetzung 1951)
Die Arche Noah bietet einem die Gelegenheit, sich mit den Themen
Glauben und Naturwissenschaft intensiv zu beschäftigen. Als Gott einst
sich dazu entschlossen hat die murrende Bosheit und Verdorbenheit der
Menschen und des allen Fleisches aus der Erde weg zu schaffen fand
Noah Gottes gefallen und Gnade, weil er auf Gott vertraute, mit ihm
wandelte21 und sich wagte der Welt sich nicht anzupassen. So gab Gott
Noah den Auftrag eine Arche, ein Schiff zu bauen. Durch dieses Schiff
sollte das Leben auf Erden vor dem kommenden Gericht, die Sündflut
gerettet werden.
Temptation may seem harmless, but it will lead to sin, which is not
harmless at all. If we confess our sin, we will be forgiven (1 John 1:9),
but that doesn't mean that we will escape all of the consequences for
our sin.By faith we can "see things that we cannot see with our natural
eyes. By faith we can get a vision of God's plan for our lives.
„If you do what is right, will you not be accepted? But if you do not do
what is right, sin is crouching at your door; it desires to have you, but
you must rule over it.”
- Genesis 4:6-7 -
Noahs Glauben an Gott war ihm zugerechnet für seine Errettung22 und
für die seiner Familie. Wichtig ist aber auch, dass Gott Noah keine Arche
vom Himmel herabfallen lies. Gott wollte, dass Noah die Arche baut,
wodurch nicht nur Noah im Glauben geprüft und trainiert wurde sondern
auch die Menschen, die durch den Bau in der Öffentlichkeit vor der
kommenden Flutgewarnt wurden.
Da wir in dieser REIN Ausgabe Naturwissenschaft und Glauben behandeln möchten, wollen wir hier die Arche in naturwissenschaftlicher bzw.
schiffbaulicher Hinsicht näher betrachten.
Die Arche war eine der Superlative der Weltgeschichte auch hinsichtlich
ihrer Größe. Sie war das größte Schiff was je gebaut wurde bis zum 19ten
Jahrhundert, anders als wie es oft in vielen Geschichtsbüchern und Bilder
dargestellt wird. Gemäß dem Bibelbericht (1. Mose 6: 14-16) war sie 131
21
22
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
1.Mose 6,9
Hebr 11,7
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Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
Meter lang, 22 Meter breit und 13 Meter hoch gewesen, wenn man die
Elle23 mit nur 43,75 Zentimeter ansetzt. Sie war also fast halb so groß
gewesen wie das riesige Passagierschiff des 21ten Jahrhunderts, Queen
Elizabeth II. Die Arche hatte einen Bruttoraumgehalt von ca. 37.500
Kubikmeter und eine Bodenfläche von ungefähr 8.700 Quadratmeter,
welche 1,2 Fußballfeldern entspricht. Kein Frachtschiff der alten Zeit hätte
einen Vergleich mit der gewaltigen Größe der Arche auch nur annähernd
standgehalten (Abbildung 1).
Die Arche Noah ist aber auch sehr einzigartig, weil sie aus Holz ohne
moderne Technische Ausrüstungen gebaut wurde und der, den je größten
Ozean, die völlig überschwemmten Erde standhalten musste. Hierbei gab
Gott Noah genauere Anweisungen und alle zu erfüllenden Anforderungen
höchst persönlich. In der ganzen Bibel beschrieb der Herr einen Bauplan
einen für die Arche, die Stifthütte und für den Tempel Salomos, welche
mit dem Bund, die Verheißung und dem Schutz Gottes eng verbunden
waren.
Abbildung 1: Arche im Vergleich
Quelle: www.answersingenesis.org/articles/am/v2/n2/th…
Es ist Interessant darüber nachzudenken, wie man heute so eine Arche
mit ingenieuremäßigen Konstruktionsbedingungen bauen würde und wie
man naturwissenschaftlich den Bauplan Gottes interpretieren könnte.
Denn wenn Gott die Maße angibt, dann müssen diese die besten Maße
sein, die ein Ingenieur je geben kann.
Dafür wollen wir nun die Arche mit Hilfe mathematischer Überlegungen
und unter Berücksichtigung der heute bekannten Gesetzmäßigkeiten der
Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
32
Natur, neu entwerfen. Genauer die Maße; Länge, Breite und Höhe neu
bestimmen um diese, den von Gott gegebenen Maße für die Arche Noah
gegenüber zu stellen. Wichtig hierbei ist es jedoch dass wir solche, aus
Neugier betriebene Studien mit einer richtigen Haltung vor Gott und mit
Dankbarkeit durchführen. Nicht um die Allmächtigkeit Gottes mit unserer
beschränkten Ratio zu überprüfen sondern um sie zu bewundern und mit
Dankbarkeit daraus lernen. Denn der allmächtige Gott lässt uns, die aus
staubgemachten Menschen, seine Größe spüren und antasten auch durch
die begrenzte Naturwissenschaft. In einem Vortrag, von Prof. Gitt, über
die Arche Noah „Das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte” führt er,
dies bezüglich, eine ausführliche Studie durch, welche den Anreiz für
diesen Beitrag gab und welche für die nachfolgende angegebenen
mathematischen Herleitungen zu Grunde liegt.
Bau eines neuen Schiffes
Bei einem Bau eines neuen Schiffes fasst die Reederei ihre vielen
komplexen Anforderungen in eine Art Pflichtenheft zusammen. Es wird
dabei die wichtigen Größen, Tragfähigkeit in BRZ24 und Stabilität sowie
einzuhaltende Maße, hauptsächlich durch zu befahrende Gewässer
formuliert. Also soll die Werft die Maße; Länge, Breite, Höhe und Tiefgang
unter Berücksichtigung dieser Geschichtspunkte selber bestimmen bzw.
den optimalen Bauplan erstellen. Die Herausforderung liegt aber darin, die
Maße so zu wählen, um das Schiff bei einem minimalen Material- und
Arbeitsaufwand mit ausreichender Stabilität bauen zu können. Der Begriff,
Stabilität im Schiffbau bezieht sich auf das Vermögen eines Schiffes eine
aufrechte Schwimmlage zu erhalten.
Im Falle der Arche kann man als die zu erfüllende Kriterien das
vorausgesetzte Volumen, welches die Tragfähigkeit des Schiffes
repräsentiert, Konstruktionsmerkmale (z. B. drei Decks, welche wiederum
Längs-, Quer- und Torsionssteifigkeit verleihen) und das Seetüchtig sein
desselben betrachten. Ansonsten soll das Schiff im Wasser nur freitreiben,
was Antriebssysteme, Steuerorgane oder Rumpfoptimierung (Strömungsgünstige Gestaltung des Rumpfes) unentbehrlich macht.
Bei der Bestimmung der Maße für die Arche mit erforderlichem Volumen
sollen nur zwei Aspekte berücksichtigt werden;
• Minimale Material- und Arbeitsaufwand
• Erforderliche Stabilität
23 Elle war eine Längeneinheit in der Antike, welche zwischen 44 cm und 66 cm lang
gewesen sein soll. Aber die in Israel übliche Elle ist 43,75 cm lang (Anhand Inschrift des
Siloahtunnels in Jerusalem wird seine Länge (525 m) mit 1200 Ellen angegeben).
24 Brụttoraumzahl, das Maß für die Gesamtgröße von Schiffen und ist eine dimensionslose
Vergleichszahl.
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
33
Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
Durch die weitere Herleitung (B1,
S.22) der Gleichungen für die
Erfüllung von Gleichung 4 ist es
ersichtlich, dass Materialeinsatz
nicht von Länge sondern von dem
Breiten-Höhenverhältnis abhängig
ist. Abbildung (3) zeigt, dass bei
B/H = 0,5 ein Minimum an Materialeinsatz darstellt.
Materialeinsatz
Zur Gestaltung des Schiffes sei ein
beliebiger Querschnitt des Schiffes wie
folgt abgebildet.
Abbildung 2: Querschnittprofil einer möglichen Arche
Das umgeschlossene Volumen,
V= Breite × Höhe × Länge = B ⋅ H . L (1)
Der gesamte Materialeinsatz ergibt sich
aus der Summe von,
[(Querschnittsumrandung + 2 × Zwischenbodenbreite) × Länge],
Bugwand + Heckwand und Material für Kammern und Zwischenwände:
m = (4⋅b + 2⋅h)⋅L + 2⋅b⋅h + X
(2)
(b = Breite der Arche, h = Höhe der Arche, m = Materialeinsatz)
Aus rechentechnischen Gründen wird das Material für Bug- und Heckwand sowie für die Kammern und Zwischenwände durch konstanten
Aufschlag auf das Querschnittsprofil berücksichtigt. Die Maße des neuen
Querschnitts seien dann L, B und H für jeweils Länge, Breite und Höhe.
Der Materialeinsatz hierfür sei M,
M = (4⋅B + 2⋅H) ⋅ L
(3)
Der Arbeitsaufwand ist aber mit Materialeinsatz direkt verbunden. Je mehr
Material verarbeitet wird, desto grösser wird auch der Arbeitsaufwand,
besonders bei Holzschiffen.
Also für minimale Material- und Arbeitsaufwand muss M ein Minimum
werden.
M = Minimal!
(4)
Aus den Gleichungen (1, 3) kann nun der Quotient von Volumen/Material einsatz gebildet werden. Es ist
34
Abbildung 3: Materialaufwand
(~A2) bei verschiedenen B/H
Quelle: Das sonderbarste Schiff der
Weltgeschichte, W. Gitt, S. 20
Der Material- und Arbeitsaufwand
ist bei B/H = 0,5 am geringsten.
Mit zunehmendem B/H bzw. bei
flacher werdender Arche nimmt
dieser dann aber zu.
Nun sehen wir aber, dass bei der Arche (B/H = 1,67) hinsichtlich
Materialeinsatz nicht ein Optimum vorliegt. Aus dem Grund müssen wir
unsere Betrachtung an den weiteren durchaus wichtigeren Aspekt, Stabilität erweitern.
Stabilität
Hinsichtlich Stabilität Spantquerschnitt
zu optimieren müssen zuerst ein paar
Grundlagen der Stabilität erläutert
werden. Für schwimmende Körper gilt:
„Ein schwimmender Körper verdrängt
gerade so viel von der Flüssigkeit, in der
er schwimmt, wie er selber wiegt”
(Archimedesgesetz).
Da ein Schiff aber nicht im stillen Wasser schwimmt sondern stets Wellen und
Böen ausgesetzt ist, sind grundsätzlich
sechs verschiedene Freiheitsgrade zu
unterscheiden, die die Lage des Schiffes
verändern können (Abbildung 4).
Abbildung 4: Freiheitsgrade eines
Schiffes (Quelle: B1, S. 24)
Hierbei wollen wir das komplizierteste
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
Stabilitätskriterium, nämlich Querstabilität folgend betrachten. Hierunter
versteht man, wie gut ein Schiff bei einer Krängung sich wieder aufrichten
kann.
Der Hebelarm ρ, welcher von Breite
und Höhe abhängig ist,
stellt
(Abbildung 5) eine qualitative und
quantitative Größe für die Stabilität
eines Schiffes dar.
In seinem Buch zeigt Prof. W.Gitt
wie man anhand numerischer
Verfahren
verschiedene
B/H
Verhältnisse den Hebelarm bzw.
Stabilität berechnen kann und es
wird hier für ausführliche darauf
hingewiesen.
Abbildung 5: Kräfte durch Krängung
und der Hebelarm (Quelle: B1, S. 27)
Abbildung (6) zeigt, dass ein
Optimum von Schwimmstabilität
(f1) und Materialeinsatz (f2) bei
dem Schnittpunkt der Kurver
gegeben ist (bei B/H = 1,67). Das
entspricht gerade dem, in der
Bibelangegebenen
Verhältnis
B/H = 50/30 = 1,667.
Dieses beeindruckende Ergebnis,
welches wir mit Hilfe mathematischer Methoden und Einsatz
Abbildung 6: Schwimmstabilität (f1)
von Computern heute nachweisen
und Materialeinsatz (f2) in Abhängigkeit
können, zeigt, dass die in der
von B/H Verhältnis
Bibel genannten Abmessungen
der Arche B und H die besten
sind, die man aufgrund technischer Überlegungen wählen müsste.
Aus diesem Ereignis lernen wir noch ein wichtiges Arbeitsprinzip zwischen
Gott und Noah, und zwar, obschon Noah kein gelernter Schiffbauer oder
überhaupt ein Ingenieur gewesen ist, war er bereit undkonnte Gottes
großen Auftrag durchführen, indem Noah sorgfältig alles, was Gott ihm
befohlen hat, folgte, nicht nur im Glauben eine scheinbar „verrückte”
Arche zu bauen, sondern auch Gottes genaue Anweisungen zum Bau.
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Arche Noah aus schiffbaulicher Sicht
36
Und Gott gab Noah das „wissenschaftliche Backup”, was weder Noah
noch keiner zu der Zeit besaß. Dies sehen wir besonders darin, wie im
babylonischen Gilgamesch-Epos eine Arche als ein Kubik dargestellt wird,
welches äußerst unstabil ist (die Arche würde dann stets kentern und
starkes Slamming unterworfen sein).
Es wäre nicht lächerlich wenn die Arche untergegangen wäre, was auch
noch heute mit allen technischen Hilfsmitteln - durchschnittlich gesehen drei Mal täglich in der Welt vorkommt. Die Arche trug die kostbarste
Fracht, die ein Schiff je transportiert hat, nämlich Leben auf Erden mitten
eines großen Gericht Gottes. Wir alle sind mit dieser Arche verbunden,
nämlich das Leben auf Erden war durch die Arche gerettet, welche in eine
Art unseren Herren vorabbildet, denn wenn Gott zum letzten Mal die Welt
richten wird, werden wir Christen durch Jesus, die Arche der Gläubigen,
gerettet.
Die Betrachtung der Arche hinsichtlich heutiger Naturwissenschaft zeigt
uns wie optimal Gott die Maße für die Arche gegeben hat. Dieses Verhältnis von Länge zu Breite (6 zu 1) wird heute noch im Schiffbau benutzt.
Naturwissenschaft soll nicht im Konflikt mit Glauben stehen sondern
Menschen müssen die Natur, Gottes Schöpfung erforschen, Naturwissenschaften studieren und darin gebildet werden, sodass sie Gottes Größe und
Vollkommenheit bewundern können und nicht töricht gegen Gott
auflehnen.
Literaturangaben
•
•
•
•
•
•
•
•
•
(B1) Das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte, Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt
Genfer Studien Bibel
Die Arche Noah und Utnapischtims Arche, Rüdiger Kurth, Universität
Marburg
Noah’s Ark: A Feasibility Study, Santee, California: Institute for Creation
Research, J. Woodmorappe, 1996
http://www.jstor.org/pss/1258770
http://www.titanic-titanic.com/titanic_statistics.shtml
http://www.answersincreation.org/noahark.htm
http://www.worldwideflood.com/ark/
Wikipedia
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Robotik
Robotik
Erna Chandrawati
Angefangen vom mechanischen Puppenautomat im Jahr 1738 von J. de
Vaucanson bis zur Erfindung der elektrischen Maschine im Jahr 1946 von
G.C. Devol, entwickelt sich die Automatenwelt in Richtung Robotik. Was
ist „Robotik”? Das Wort „Robot” kommt aus demTschechischen „robota”
und bedeutet „arbeiten”. Laut Robot Institut of America, ist „Robotik”:
„A programmable multifunction manipulator designed to move material, parts, tolls, or
specific devices through variable programmed motions for the performance of a variety of
tasks.”
Verwendung und Entwicklungsprozess der Roboter werden in folgende
geteilt: Industrieroboter, Serviceroboter, Geländeroboter und autonome
Roboter. Industrieroboter arbeiten in Fabriken als Schweißroboter,
Lackierroboter, Montageroboter, usw. Serviceroboter arbeiten in von
Menschen bevölkerten Gebieten als Putzroboter oder Rasenmäher. Geländeroboter arbeiten an Orten, die für Menschen nicht mehr zugänglich sind,
z. B. Weltraum, Tiefsee, oder Kernkraftwerk. Autonome Roboter, die
noch in der Forschung sind, werden benutzt, um in jeder Zeit die
Interaktion mit Menschen oder ihre Umgebung zu haben, z. B. Fußball
spielende Roboter im RoboCup.
Roboter werden nach ihrer Nutzung entworfen, und aus diesem Grund
gibt es mehrere Robotertypen. Ein Typ, der am meisten benutzt wird, ist
der Knickarmroboter, der in der Industrie zum Einsatz kommt.
Lasst uns das Thema Knickarmroboter vertiefen und was für ein Zusammenhang dieser mit dem christlichen Glauben hat.
Robotik
38
Degrees Of Freedom (DOF) sehen. Drei DOF werden für die
translatorische Bewegungen gebraucht, Translation nach der x-, y- und zAchse. Drei DOF werden für die rotierende Bewegungen gebraucht,
Rotation um x-, y- und z- Achse. Mit 6 DOF kann sich der Effektor frei
bewegen.
Es gibt 2 Berechnungen, die in der Robotik benutzt werden nämlich
direkte Kinematik und inverse Kinematik. Die direkte Kinematik benutzt
die Denavit-Hartenberg Transformation. Sie ist einfacher zu berechnen als
die inverse Kinematik. Jedes Gelenk hat eine Variable qi als ein Drehwinkel
um seine z-Achse. Wenn qi für jedes Gelenk bekannt ist, kann man auch
die Position des Effektors berechnen.
In der inversen Kinematik geht es anders rum. Die Position des Effektors
P ist bekannt und der Winkel der Gelenke qi werden so gewählt, damit der
Effektor die Position P erreichen kann. Dafür gibt es üblicherweise 2
Lösungen, d.h. die Lösung ist nicht eindeutig. Von den Lösungen wird eine
gewählt, die die Randbedingungen erfüllen, wie z. B. frei von Hindernissen
und Erreichbarkeit der Gelenkbewegungen.
Wenn die Anzahl der Gelenke n größer als der Freiheitsgrad m (n>m)ist,
dann ist es redundant, d.h. es gibt n-m mehr Gelenke (z. B. n = 7, m = 6,
dann 7-6= 1 Gelenke mehr) und qi hat somit mehr Variationen
(Lösungen). Das ist ähnlich wie die Hand eines Menschens. Sie sind von
Gott so entworfen, dass sie multifunktional benutzt werden können. So
wollen die Menschen diese Knickarmroboter entwerfen. Mit so vielen
Aspekten muss man rechnen, wie z. B. eine kollisionsfreie Bewegung.
Nicht nur die Position aber auch die geeignete Kraft muss man für eine
Roboterhand berechnen, um einen Gegenstand greifen zu können, damit
er nicht zerquetscht wird.
„Denn du bildetest meine Nieren, Du wobst mich in meiner Mutter Leib. Ich preise
dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.” (Psalm 139:13-14)
Die Knickarmroboter werden nach seinen Funktionen entworfen.
Normalerweise haben sie 4 Teile: Körperteil, Oberarm, Unterarm und
Effektor (Greifer). Und zwischen den Teilen gibt es Gelenke, und zwar die
für die Bewegung der Maschine zuständig sind. Es gibt 2 Arten von
Gelenken nämlich Rotationsgelenk und Translations-/Schubgelenk. Sie
werden entworfen sodass es leichter ist, den Effektor in bestimmte
Position zu bewegen. Diese können wir von ihren Freiheitsgraden oder
Gelenke, Nageln, und andere Teile des Menschenkörpers hat er nach ihren
Funktionen geformt. Üblicherweise bewegen die Menschen ihre Hände
ohne zu rechnen „Wie viel Grad soll ich meine Hand drehen um das
Gegenstand zu holen?” Durch seine Hände kann man seinen Mitmen-
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Gott hat die Menschen nach seiner Weisheit entworfen. Jede Schlagader,
39
Robotik
40
schen Liebe zeigen. Die Hände der Menschen sind keine nutzlose und
bedeutungslose Gegenstände. Menschenhände sind nicht frei von
Verletzungen. Sie können ohne Absicht eingeklemmt oder angestoßen
werden, aber sie gehen nicht auf einmal kaputt. Sie haben sogar die
Fähigkeit um wieder Gesund zu werden.
Selbst wenn ein Mensch forscht um eine exzellente Roboterhand, ähnlich
wie die Hand eines Menschens zu entwickeln,, weiß ich nicht bis wann
diese Forschung zu Ende sein wird.
Wie ein Mensch Roboter für bestimmte Funktion entworfen hat, so hat
Gott die Menschen entworfen, um von ihm bestimmte Funktionen
durchzuführen.
Herr Wii
Hai Jack !!! Schon lange
nicht mehr gesehen...
Wie geht’s dir?
An einem
Tag...
Hai… es geht mir
gut… und wie ist
es mit dir?
Mir geht’s
auch gut... wo
kommst du
her?
„Wehe den widerspenstigen Söhnen, spricht der HERR, die einen Plan machen, aber
nicht von mir aus, und Bündnisse weihen, aber nicht nach meinem Geist, um Sünde auf
Sünde zu häufen; ” (Jesaja 30:1)
Ich komme
gerade aus
der
Bibliothek,
und habe
Material für
eine
Hausarbeit
gesucht…
Möge Gott die technologische Entwicklung der Robotik zur Seiner
Herrlichkeit führen.
Was für eine
Hausarbeit?
Denn von ihm und durch ihn und zu ihm
sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!
Amen.
Römer 11 : 36
Wusstest du…
eigentlich dass
dieses Thema
schon lange in der
Bible steht…
Nicht
nur
über
Naturwissenschaft,
sondern über alle
Fächer. Lies einfach
mal nach....
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Über Astronomie.. Sterne &
Weltraum... die heutige
Technologie in unsere Welt ist
jetzt so entwickelt, aber
trotzdem Niemand kann die
Anzahl der Sterne zählen…
Ach ja? In der Bibel
steht
wirklich
über
Naturwissenschaft
geschrieben?
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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Buch Rezension
Wow, das macht mich ja
neugierig. Hey... die S-Bahn
kommt… hoffe wir sehen uns
bald wieder tschüss
Hmm… in der
altertümlichen Bible
steht über
Naturwissenschaft
geschrieben? Ist
das Wahr?
In der
S-Bahn...
Bye..
Sobald Jack zu
Hause ankam...
1. Mose 22:17... hmm...
Jer 33:22, 31: 35,36...
1 Kor 15:41… Psalm
135:7... und noch viel
mehr...
In der Tat schreibt die
Bibel über wahre
Sachen, und sie ist die
Quelle des Wissens.
Wenn es so ist, dann
kann man an sie glauben
und als ein Eckpunkt in
diesem Leben sehen…
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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Buch Rezension
Am Anfang war die
Information
Christian Adi Hartono
„Transformers” und „Spiderman”
Verfasser : Werner Gitt
sind heutzutage sehr bekannt. Aber
Sprache: Deutsch
haben Sie sich eigentlich schon mal
ISBN: 377-5137-02-5
überlegt, wie eine Spinne ihr Netz
Erscheinungsjahr : 2004
gebaut hat? Wie oder warum sich ein
Seiten Anzahl : 360
Roboter von „alleine” bewegen kann?
Verlag: Hänssler
Oder warum jeder Schmetterling
verschiedene Farbe hat? Und viel mehr soll man nachdenken, ob all diese
Vorgänge etwas gemeinsam haben? Und ob! Die gemeinsame
bestimmende Größe, die hinter allen diesen Vörgangen steckt, ist die
Information.
Prof. Werner Gitt, ein Informatiker, sagte, dass nichts Lebendiges ohne
Information funktioniert. Wollen wir jedoch etwas Wesentliches zur
Herkunft des Lebens sagen, so müssen wir beantworten, was Information
ist und wie sie entsteht.
Zur Motivation wird dieses Buch mit einpaar oben genannten und noch
mehr Beispielen angefangen, allerdings mit den wissenschaftlich geprüften
und verständlichen Erklärungen. Weiteres werden Naturgesetze als
Grundlage der Naturwissenschaft behandelt. Besonders vertieft wird hier
erklärt, wie die Menschen die Naturgesetze stufenweise erklären, gliedern,
und auch wie man sie in mögliche und unmögliche Vorgänge
unterscheiden kann. Wiederum, gehört die Information allerdings in
diesem auch zum Hauptteil.
Momentmal, was verstehen wir eigentlich unter Information? Ist die
Information eine materielle oder eine geistige Größe? Hier finden Sie auch
die Erklärung dazu. Für reelle Nachrichtenübertragungskonzepte wird z. B.
Shannonche Informationstheorie besprochen (Shannons Grundkonzept ist
zur Bestimmung der optimalen Übertragungsgeschwindigkeit). Sind diese
relevant zu unserem Leben? Sicher. Alle Lebewesen enthalten Information
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
43
Buch Rezension
in jeder ihrer Zelle. Im Buch stellt sich auch
eine uns alle bewegende und vielleicht von
uns schon mal gestellte Frage: „Wie kommt
das Leben zustande?”. Diese ist
unabdingbar verknüpft mit der Frage:
„Woher kommt die Information?”.
Eine Meinung lässt sich davon nachvollziehen: Das Leben stammt auch von
Information. Und eine Information ist von
einem Sender zum Empfänger zu
übertragen. Wer ist der Sender und der
Empfänger? Die Bibel offenbart uns diese
Informationsaspekte. In den letzten
Kapiteln werden die Einflußgrößen zur
Bewertung von Information und ihre
Anwendung auf die Bibel sowie die vier
Grundgrößen Masse, Energie, Information und Wille in biblischer
Analogie plausibel behandelt. Zum Anhang stehen viele Theorien mit
empirischen Beweisen, die bis heute verwendet werden, und die uns
sicherlich zum Verstehen und Beantworten unserer vorhin gestellten
Fragen helfen werden. Unter geistlichem und wissenschaftlichem Aspekt
ist das Buch also absolut unverzichtbar.
„If the whole universe has no meaning, we should
never have found out that it has no meaning:
just as, if there were no light in the universe and
therefore no creatures with eyes, we should never
know it was dark. Dark would be without meaning.”
- C. S. Lewis -
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Biografie
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Biografie
Max Planck
Stephen Tahary
Name: Planck
Vorname: Max
Geburtsdatum: 1858-04-23
Geburtsort: Kiel, Deutschland
Verstorben am: 04.10.1947 in Göttingen
Max Planck (geboren am 23.April 1858 in
Kiel) war Begründer der Quantenphysik und
ein Nobelpreisträger. Planck stammte aus einer
Familie, die bedeutende Theologen und
Juristen
hervorgebracht
hatten.
Sein
Urgroßvater Gottlieb Jakob Planck (1751–1833) und sein Großvater
Heinrich Ludwig Planck (1785–1831) waren beide Theologieprofessoren in
Göttingen, sein Vater Wilhelm Johann Julius von Planck (1817–1900) war
Juraprofessor in Kiel und München, sein Onkel, Gottlieb Planck (1824 1910), war ein Mitschöpfer des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches. Er
wurde getauft und sein Taufname war Ernst Ludwig Marx Planck.
Der junge Planck galt als fleißiger und begabter Schüler mit einem früh
ausgeprägten Pflichtbewusstsein und wurde wegen seiner warmherzigen
und liebenswürdigen Art geschätzt.
Max Planck hat sich neben seiner physikalischen Forschung zunehmend
mit philosophischen und weltanschaulichen Problemen der modernen
Naturwissenschaften beschäftigt. Zwischen beiden Bereichen besteht ein
enger Zusammenhang. Hat Planck in der Physik stets um die Aufdeckung
fundamentaler Zusammenhänge gerungen und nach dem Absoluten
gesucht, so wollte er mit seinen philosophisch-weltanschaulichen Reflexionen einen Beitrag für ein einheitliches physikalisches Weltbild leisten.
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45
Biografie
Ein Zitat von Max Planck als er seine naturwissenschaftlichen Vorträge
hielt.
Max Planck: „Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der
nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich
sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt
keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine
Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum
winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall
aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt - es ist der
Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile25 zu
erfinden - so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten
intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie.
Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre,
Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - ,
sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber den
Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen
zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch
Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden
müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso
zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende
genannt haben: Gott! Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie
zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und
damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen
weitergeben in die Hände der Philosophie.” (1)
Max Planck (1937, S. 332): „Religion und Naturwissenschaft - sie
schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten,
sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten
Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch
bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, daß
gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler,
Newton, Leibniz von tiefer Religiosität durchdrungen waren.” (3)
Biografie
46
Max Planck (1937, S. 333): „Es ist der stetig fortgesetzte, nie erlahmende
Kampf gegen Skeptizismus26 und Dogmatismus27, gegen Unglaube und
Aberglaube28, den Religion und Naturwissenschaft gemeinsam führen.
Und das richtungweisende Losungswort in diesem Kampf lautet von jeher
und in alle Zukunft: Hin zu Gott!” (3)
Die letzten Lebensjahre Max Plancks wurden von den komplizierten
Kriegs- und Nachkriegsverhältnissen sowie von persönlichen Schicksalsschlägen überschattet. Im Februar 1944 brannte sein Haus im Grunewald
nach einem Luftangriff vollständig aus, und er verlor fast seine ganze
Habe, einschließlich der unersetzlichen wissenschaftlichen Aufzeichnungen und Tagebücher. Noch härter traf ihn die Verhaftung und
Hinrichtung seines Sohnes Erwin wegen Beteiligung am missglückten
Attentat auf Hitler von den Nazis. Das ist eine Situation, die ein 87 jähriger
in dem Rest seines Lebens noch mit erlebt hat.
Mit fast neunzig Jahren verstarb Planck am 4. Oktober 1947 in Göttingen.
Soli Deo Gloria.
Quelle:
[1]. Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11
Planck, Nr. 1797.
[2]. http://de.wikipedia.org/wiki/Perpetuum_Mobile
[3]. Max Planck (1949): Vorträge und Erinnerungen. S. Hirzel Verlag
Stuttgart.
[4]. Langenscheidt e-Wörterbuch
[5]. http://www.socioweb.de/lexikon/lex_soz/a_e/dogmatis.htm
[6]. Wikipedia
25
Ein Perpetuum Mobile (PM, v. lat. „sich ständig Bewegendes“, Pl. Perpetua Mobilia)
ist eine Konstruktion, die – einmal in Gang gesetzt – ewig in Bewegung bleibt und dabei
Arbeit verrichten soll, ohne dass ihr von außen Energie zugeführt wird. (2)
26 Das Skeptizismus ist eine philosophische Richtung, die den Zweifel zum Prinzip des
Denkens erhebt und die darüber hinaus jede Möglichkeit einer Erkenntnis von Wirklichkeit
und Wahrheit in Frage stellt
27 Das Dogmatismus ist unselbständiges, von Glaubenslehren (Dogmen) abhängiges
Denken
28
A·ber·glau·be(n) der; nur Sg; der Glaube an Dinge, die Glück bringen oder schaden,
wie Hexerei und Zauberei, die man nicht mit der Vernunft erklären kann . (4)
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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Zeugnis
Zeugnis
Sonja Mondong
Wer ist unter uns gerne Krank? Schon gar nicht, wenn
man wegen seiner Krankheit in einem Krankenhaus
aufgenommen werden muss. Die Atmosphäre dort ist
ganz anders als zu Hause. Die Privatsphäre ist hier nicht
mehr besonders gewährleistet. Ständig kommt jemand in
das Zimmer hinein, das man von vorneherein schon zu dritt oder zu viert
teilen muss. Die Umgebung ist nicht wie zu Hause eingerichtet. Höchstens
ein Foto oder einige anderen Sachen erinnern an zu Hause. Und dazu noch
diese Krankheit, es herrscht eine Ungewissheit, Angst vor bevorstehenden
Untersuchungen, Operationen, Befunde usw. Also, im Allgemeinen ist ein
Krankenhaus kein schöner Ort indem man sich unbedingt aufhalten
möchte.
Jedoch habe ich letzten Endes, nachdem ich mehrere Fehlversuche
gestartet habe, mich für den Studiengang Bachelor of Nursing entschlossen,
indem ich im Moment ab und zu meine Tätigkeiten im Krankenhaus
ausübe und, so Gott will, wird diese Institution später mal mein
Arbeitsplatz werden. Für mich persönlich ist ein Krankenhaus ein Ort wo
Wissenschaft und Glauben aufeinander treffen. Und nicht selten fängt hier
das Glauben leider erst dann an, wenn die Wissenschaft nicht mehr weiter
weiß.
In der Fachhochschule wird das theoretische Wissen vermittelt, oft ertappe
ich mich im Staunen wenn die Wissenschaft uns lehrt, wie der menschliche
Körper aufgebaut ist. Aus zwei vereinten Zellen wurde ein Mensch mit
Billionen kleinen Zellen die jeweils ihre Funktion sowie Aufgabe haben.
Für mich persönlich wird hier die Größe Gottes bezeugt. Jedes kleinste
Detail hat er schon während wir noch im Mutterleib gewesen sind, geplant.
Dies bezeugt auch der Psalm 139: 13-15.
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Jeder Mensch wurde dadurch zu einer einzigartigen Person, die keiner
anderen gleich ist, jeder Mensch ist etwas Wertvolles, sowohl körperlich als
auch seelisch beeinträchtigte Personen sind hiermit einbezogen. Und nicht
nur darin, nachdem wir in den darauf folgenden Semester angefangen
haben, über Krankheiten zu sprechen. Bin ich Gott um so mehr dankbar,
dass er mich all diese Jahre bewahrt hat, was nicht bedeutet, dass ich
niemals krank gewesen bin. Jedoch wurde ich bis jetzt noch von
schlimmen Krankheiten bewahrt. Ich lerne meinen Körper mehr und mehr
zu schätzen, nicht nur um vorzeitige Erkrankungen zu verhindern, denn es
gibt sehr viele Ursachen die einen menschlichen Körper zerstören können,
sondern auch, weil in der Bibel geschrieben steht, dass wir Menschen
Gottes Tempel sind, und dass Gott in uns wohnt (Vgl. 1. Kor 3:16).
Jedoch müssen wir zugeben, dass wegen dem Sündenfall unser Körper
schwach ist. Also ist es ausgeschlossen, dass ein Mensch lebenslang gesund
bleiben wird. Spätestens im Krankenhaus wird dies einem bewusst. Je nach
Dienst, beginnt meine Arbeitszeit entweder morgens früh so gegen 6 Uhr,
mittags gegen 14 Uhr oder abends gegen 22 Uhr. Ab dann dreht sich die
meiste Zeit nur um den Patienten. Beginnend mit der Übergabe des
Patienten vom vorherigen Dienst, bis hin zum Wecken des Patienten,
Vitalzeichenmessen, Unterstützung bei der Körperpflege, Mobilisation,
Essen verteilen, Verbände wechseln, Medikamente stellen und so weiter
und so fort. Nicht selten begegnet man Patienten, die nicht nur Unterstützung in ihren Aktivitäten des täglichen Lebens sondern auch eine
seelische Unterstützung benötigen.
Einmal traf ich einen Patienten mit Lungenkrebs. Dieses Leid, den er
verspürte, möchte ich keinem auf dieser ganzen Welt wünschen. Er sagte
mir, dass er es sehr bereut, dass er mit dem Rauchen angefangen hatte. Er
wüsste schon was für Folgen man haben könnte, jedoch geht man diese
Sucht nach, solange man nichts verspürt. Hier kann ich mich nur an den
Vers im Römer Brief 7:23 erinnern,
„Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem
Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz,
welches ist in meinen Gliedern.”
„Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner Mutter
Schoß. Ich danke dir, dass du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar sind
deine Werke, und meine Seele erkennt das Wohl! Mein Gebein war dir nicht
verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, gewirkt tief unten auf
Erden.”
Andere Fälle wären zum Beispiel Patienten, die keinen Sinn mehr in ihrem
Leben fanden, die häufig Klingelten um Aufmerksamkeit zu bekommen,
die auf Antworten warten, die man ihnen nicht geben konnte usw. Nach
einer Weile wird dieser Patient oft als eine zusätzliche Belastung vom
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
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Zeugnis
Pflegepersonal angesehen. Ist man jedoch in der Lage, sich in die Situation
des Patienten hinein zu versetzen, dann kann man auf diese Art uns Weise
einen leisen Hilfeschrei erkennen. In der Bibel steht geschrieben: „Du
sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst”. Ich denke jeder von uns
möchte, wenn er krank ist, Liebevoll behandelt werden, und nicht nur als
ein Objekt der täglichen arbeits Routine gesehen werden. Daher bin ich
der Meinung, dass die Nächstenliebe in der Pflege unumgänglich ist. Dies
kann erfolgen, indem man dem Patienten ermutigende Worte zuspricht,
ihnen ein Ohr leiht oder Unterstützung anbietet, um den Aufenthalt so
erträglich wie möglich zu machen. Nicht selten wird in Gesprächen über
Gott erwähnt, oder gefragt, warum er dieses Leid zu lässt usw. Ich gebe zu,
dass ich nicht immer eine Antwort parat habe, jedoch schließe ich diese
Patienten dann später in meinem Gebet ein. Ich bedauere sehr, dass die
Entwicklung der Wissenschaft heutzutage den Religiösen Aspekt eher in
den Hintergrund verdrängt. Mittlerweile bestehen Forschungen darüber,
Roboter als Ersatz von Krankenpflegern zu entwickeln. Spätestens dann,
wenn diese in den Einsatz kommen, geht die Nächstenliebe ganz verloren.
Daher hoffe ich doch sehr, dass auch wenn die Wissenschaft schon sehr
fortgeschritten ist, dass man weiterhin den religiösen Aspekt im
Vordergrund behält. Immerhin konkurrieren Wissenschaft und Religion
nicht miteinander, sondern die Wissenschaft ist ein Werkzeug, welches mit
Verstand und Liebe eingesetzt werden sollte, ohne die Hoffnung auf
Heilung sowie den Glauben an Gott zu verlieren.
Die Heilungen heutzutage erfolgen auf einer anderen Art und Weise wie es
in der Bibel der Fall gewesen ist. Aber dennoch, auch wenn Jesus bereits
wieder in den Himmel aufgefahren ist, arbeitet Gott weiterhin auf dieser
Erde. Er benutzt zum Beispiel die Ärzte als sein Hilfswerk. Auch wenn
einige nicht selten der Meinung sind, dass sie keinen Gott mehr benötigen.
Jedoch vergessen sie hier, dass Gott ihnen die Fähigkeit gegeben hat,
sodass sie in der Lage sind medizinische Hilfe zu leisten. Dennoch obliegt
die Wissenschaft Gottes Allmächtigkeit! Dieses begegnet uns im Alltag
durch die bitteren Tatsachen in der Form, dass nicht alle Krankheiten
heilbar sind.
Rund um MRII-Berlin
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Rund um MRII-Berlin
Poppy Permadi
Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns sehr, Sie alle wieder
begrüßen zu dürfen. In einigen Wochen werden wir das Jahr 2008
abschließen, aber bestimmt fühlen Sie sich, als ob dieses Jahr gerade
gestern angefangen hätte, oder? Und wie es sich zum Jahresende gehört,
werden wir nun auf die Ereignisse seit der letzten REIN-Ausgabe
zurückblicken.
Am vergangenen 18. Mai
haben wir das 9. Jubiläum
MRII-Berlins
gefeiert.
Wir blicken voller Dank
und Ehrfurcht auf Gottes
unendliche Führung und
Beistand zurück, die er
uns vom Gründungstag
an geschenkt hat. Gelobt
sei Gott, der uns durch
sein Wort ewiges Leben gegeben und unsere Gemeinschaft bewahrt hat.
Mögen wir durch unsere Gemeinschaft mit ihm den Segen unseren
Nächsten weiterleiten, und möge er unser Leben weiterhin als Zeugnis auf
dieser Welt gebrauchen.
Fast keiner hält nicht viel von Abschied, denn sie ist immer mit einer
Trennung verbunden. In diesem Falle lässt sich Trennung im Rahmen von
Zeit- und Raumunterschied begrenzen. Wir sind traurig, dass unsere
Schwester Charley Sie (Cia Cia) Ende September für immer nach Indonesien zurück geflogen ist, aber wir sind auch dankbar, dass Gott uns die Zeit
für Gemeinschaft und Dienen gegeben hat. Wir bitten Gott dafür, dass er
Charley wo immer sie sich auch befindet, beisteht und ihren Glauben
stärkt, und dass sie weiterhin Gott dient und im Glauben wächst.
Möge dieses Zeugnis uns klar machen, dass wir Gott weiterhin an erster
Stelle setzen wie weit die Entwicklung der Wissenschaft auch sein mag,
und dass wir unsere Aufgaben als seine Kinder erkennen und sie
dementsprechend in die Hand nehmen, wie es auch seinem Willen
entspricht. Soli Deo Gloria.
Wir glauben fest daran, dass unser Leben und Studium in Deutschland
kein Zufall, sondern Gottes Wille ist. Deutschland ist ein geschichts- und
traditionsreiches Land. Besonders für uns als eine reformierte – evangeli-
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Rund um MRII-Berlin
sche christliche Gemeinde wird es immer ein Land sein, wo Dr. Martin
Luther in Wittenberg die kirchliche Reformation ausgerufen hat. Aus
diesem Anlass haben wir am 2. November einen gemeinsamen Gottesdienst mit der Martin-Luther Gemeinde gefeiert. Diesen Tag gedenken,
hoffen wir, dass wir als Gottes Kinder niemals aufhören werden, unser
Leben nach seinem Vorbilde zu reformieren, bis wir eines Tages ihn von
Angesicht zu Angesicht treffen.
Es ist Ende November.
Der erste Schnee ist auf
Berlin gefallen, und
bald feiern wir die
Geburt unseres Herrn
Jesus. In diesem Jahr
werden wir unseren
Weihnachtsgottesdienst
am 7. Dezember feiern.
Pfarrer Billy Kristanto wird diesen Weihnachtsgottesdienst leiten, und eine
Predigt mit dem Thema „Er ist der Abglanz Gottes Herrlichkeit” halten.
Auch während den Adventswochen werden wir mit unserem jährlichen
Caroling fortsetzen. Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir
diesmal im Seniorenzentrum Elisabeth Berlin Pankow, in der Charité und
am Weihnachtsmarkt singen. Wir sind dankbar, diese Gelegenheit
bekommen zu dürfen, und hoffen durch sie, eine Freude für unsere
Nächsten bereiten und Gottes Frohebotschaft verkündigen zu können.
Zu guter Letzt hoffen wir, dass dieser Artikel uns erfrischen und
anspornen kann. Mögen wir niemals aufhören, uns nach seinem Vorbilde
zu reformieren. Soli Deo Gloria!
Bulletin REIN 14. Ausgabe - Dezember 2008
Evangelisch-reformierte Indonesische
Gemeinde in Berlin e.V.
Unsere Veranstaltungen sind:
Gebetsstunde für Evangelisierung
Gottesdienst
Sonntagschule
Bibelstunde
: Sonntags, 15.15 Uhr
: Sonntags, 16.00 Uhr
: Sonntags, 16.00 Uhr
: Samstags, 16.00 Uhr
Ort
: Ev. Kirchengemeinde Martin-Luther
Fuldastr. 50-51
12045 Berlin
U7, U-Bhf. Rathaus Neukölln
Hauskreis
Ort
: Jeden 2. und 4. Freitag des Monats, 19.00 Uhr
: Bitte beim Sekretariat anfragen
Sekretariat
: Braunschweigerstr. 75
c/o Cahyadi
12055 Berlin
Tel. (+49)30-87337853 / (+49)1791458691
http://www.grii.de/berlin
email: MRII-Berlin@gmx.de
Bankverb.
: MRII-Berlin e.V.
Kto.Nr. 0257576
BLZ. 100 700 24
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Seele and Geist
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