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4 - 2013 Juni/Juli • 7,90 €
Österreich 9,00 € • Belgien, Luxemburg, Niederlande, Italien, Spanien 8,70 € • Schweiz Sfr. 13,50
Schon getestet:
Neue Cams für den Strand
-Sonderdruck
SPEZIAL: Die ultimative
Kamera-Kaufberatung
Die besten
Kameras für
Tests
GZ-VX 815 BE
GZ-EX 515kreative
BEU
GC-PX 100
BEU
Filmer
18Kameras im Messlabor
7 AVCHD-Mittelklasse-Cams
von Canon, JVC, Panasonic und Sony
Die günstigsten Camcorder
mit Mikrofonbuchse und Zubehörschuh
Spitzen-Sound für
ambitionierte Filmer
Neue Recorder und Mikrofone
VideoStudio Pro X6
Einfach Videos schneiden
3 günstige Mediaplayer
Filme abspielen und archivieren
PRAXIS
Große
Leseraktion
Jeder gewinnt:
­Wählen Sie die
­Produkte des Jahres!
JVC PX 100
Sony NEX-VG 30
Nikon D5200/D7100
Panasonic HX-A 100
Anschluss
unmöglich
Wie sich der neue
Sony-Schuh gegen
Fremdzubehör sperrt
WebVideos
Tipps für rechtlich
sichere InternetProduktionen
KAMERAS•TEST•SONDERDRUCK
IM TEST
•Canon Legria HF R48, 450 €
•JVC Everio GZ-VX 815 BE, 499 €
•Sony HDR-PJ 320 E, 570 €
•Sony HDR-PJ 420 VE, 770 €
Die goldene Mitte?
Meistens ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Camcordern im mittleren Preissegment am
­besten, wenn man sich den Preis für teure Sonderausstattung spart. Geht die Rechnung auf?
INPUT
Während im Test auf Seite 42
die preiswertesten Modelle
für ambitionierte Filmer gegeneinander antreten, haben
wir hier eine Auswahl der
gehobenen Mittelklasse zusammengestellt. Der Test zeigt,
ob sich die höhere Investition
tatsächlich lohnt – oder ob
man sich ohne großen Verzicht
einen dreistelligen Betrag
sparen kann. Eigentlich hätte
in dieses Testfeld noch der 749
Euro teure Panasonic HC-X 810
gehört, doch der war da noch
nicht lieferbar.
Autor: Rainer Claaßen
Fotos: MedienBureau, Claaßen; Canon, JVC, Sony
2]
www.videoaktiv.de 4/2013
E
s ist noch nicht lange her, als man
sich erst ein paar grundsätzliche Gedanken machen musste, ehe es überhaupt an die Auswahl eines Camcorders
gehen konnte: Setzt man auf HD-Auflösung
oder genügt PAL? Ist die Cassette noch das
Medium der Wahl oder haben DVD mehr
Zukunft? Oder vielleicht sogar Speicherkarten? Ganz zu schweigen von den verschiedenen Aufzeichnungsformaten …
So gesehen ist die Camcorder-Anschaffung mit dem aktuellen Standard AVCHD
wesentlich leichter. Andererseits ist man
heute für die Aufnahme von bewegten Bildern nicht mal mehr auf Camcorder angewiesen: Auch mit Fotoapparaten lassen
sich sehenswerte Videos aufnehmen, wie
etwa der Test von zwei Nikon-Kameras auf
Seite 48 zeigt. Und immer mehr nutzen
auch Smartphones für Videoaufnahmen im
Alltag. Gerade dieser Test zeigt aber deutlich, dass Camcorder weiterhin überlegen
sind: Mit ihrem großen Zoombereich und
einem Autofokus, der die Schärfe präzise auch während der Aufnahme anpasst,
bleiben sie den Alternativen klar voraus.
Und auch die Bildstabilisatoren helfen,
Videos in den Kasten zu bekommen, die
man nachher tatsächlich mit Vergnügen
anschaut – vor allem, wenn sie so effizient
sind wie beim Sony PJ 420. Und dass alle
vier Modelle relativ weitwinklige Zoomobjektive eingebaut haben, werden Filmer in
engen Räumen sehr schätzen.
4 MITTELKLASSE-CAMCORDER
AVCHD-Cams ab 450 Euro – von Canon, JVC und Sony
Canon Legria HF R48
D
as Canon-Modell wirkt vom Design her
ein wenig wie ein Torpedo. Der symmetrische Aufbau kann durchaus gefallen,
das Material macht allerdings einen weniger hochwertigen Eindruck. Die Ausstattung des Geräts ist überschaubar: Kein
Zubehörschuh, kein Mikrofonanschluss.
Eine Klinkenbuchse dient als AV-Ausgang,
kann aber auch für einen Kopfhörer benutzt werden. Dazu müssen zunächst die
entsprechenden Einstellungen im Menü
vorgenommen werden. Was gar nicht so
einfach ist, denn das ist verschachtelt und
unübersichtlich aufgebaut. Die Navigation
gelingt zwar mit Hilfe des Touchscreens
recht gut, es ist aber schwierig, den gerade
benötigten Menüpunkt auf Anhieb zu finden. „Originelle“ Hilfetexte bringen einen
da auch nicht unbedingt weiter: „Verwenden Sie die Modi Auto, Baby Szene, Kino
oder Programmautomatik für Ihre kreative
Vision“ – das ginge wohl auch deutlich zielführender.
Wer manuelle Bildeinstellungen braucht,
liegt mit dem Canon falsch – die hat der
Camcorder nämlich nicht zu bieten. Lediglich eine Korrektur der automatischen Belichtung ist möglich. Dafür muss man aber
auch erst tief in das Einstellmenü eintauchen.
Über diese Defizite könnte man sicherlich
hinwegsehen, wenn das Gerät entsprechend gute Aufnahmen liefern würde. Aber
Nur zwei Bedientasten hat der HF R48: eine zum Ein- und Ausschalten, die andere zum Wechseln
zwischen Aufnahme und Wiedergabe. Alle anderen Einstellungen passieren am Touchscreen.
auch das ist leider nicht der Fall: Vor allem
das starke Bildrauschen und der unpräzise Weißabgleich trübten das Vergnügen an
den Canon-Videos deutlich.
Die Einrichtung der WLAN-Verbindung,
über die sich Videos drahtlos ins Internet
hochladen lassen oder der Camcorder über
eine Smartphone-App ferngesteuert werden kann, ist vergleichsweise kompliziert
und funktionierte im Test nicht zuverlässig. Ärgerlich, dass die gesamte Menüsteuerung zwar gegenüber den Vorjahres-Modellen deutlich verändert wurde, dadurch
aber nicht leichter zu erfassen ist.
Zum PC lassen sich Videos vom internen
Speicher per USB-Verbindung übertragen. Alternativ kann auch auf einer SDKarte aufgenommen werden. Der eingebaute Speicher reicht mit 31 Gigabyte
immerhin für mehr als zweieinhalb Stunden Aufnahme­dauer mit der besten einstellbaren Videoqualität (Full-HD mit 50p
bei 28 Megabit pro Sekunde).
Canon Legria HF R48
Großzügig bemessener eingebauter Speicher und eine WLAN-Funktion mögen ihren
Preis haben, dafür wurde aber auf einige
Features verzichtet, die für den engagierten
Filmer weitaus wichtiger wären: Ein Zubehörschuh fehlt ebenso wie ein Anschluss
für ein externes Mikrofon. Am meisten vermissten wir allerdings die Möglichkeit, das
Bild von Hand einzustellen.
+
+
–
–
–
–
kompakt und leicht
eingebauter Speicher
kein Sucher
starkes Bildrauschen
schlechte Tonqualität
keine manuellen Bildeinstellungen
JVC Everio GZ-VX 815 BE
D
er JVC ist mit Abstand das kompakteste
Modell im Test. Dank seiner flachen
Bauform lässt er sich bequem auch in der
Jackentasche mitnehmen. Trotzdem kann
sich die Qualität des kleinen Camcorders
sehen lassen: Selbst bei sehr schwacher
Motivbeleuchtung liefert der JVC helle und
detailreiche Aufnahmen. Das mag zum
Der JVC ist auffallend kompakt
gebaut – und gehört dennoch
zu den besser ausgestatteten
Modellen im Test. Alle
Anschlüsse sind an der
Rückseite untergebracht.
einen daran liegen, dass das Gerät eine
maximale Blendenöffnung von 1,2 hat – ein
Spitzenwert für diese Klasse. Zum anderen
ist der Aufnahmesensor mit einer Diagonale von 1/2,3-Zoll relativ groß. Zu den Bild­
rändern links und rechts hin ließ die Schärfe allerdings deutlich nach.
Bedientasten oder gar ein Steuerkreuz hat
der 815er nicht, alle Einstellungen werden
mit Hilfe des Touchscreens vorgenommen. Auch JVC hat am Einstellmenü seit
dem vorigen Jahr gefeilt – doch auch hier
ist das Resultat leider keine bessere Übersichtlichkeit. Will man etwa Blende oder
Belichtungszeit von Hand einstellen, muss
man zunächst vier Stufen weit in das Ein-
www.videoaktiv.de 4/2013
[3 s
KAMERaS•TEST•SONDERDRUCK
s stellmenü vordringen. Das mag nicht für
jeden Filmer von Bedeutung sein, ist aber
für jeden ärgerlich, der sich nicht in jeder
Situation auf die automatische Belichtung
und den Autofokus verlassen möchte. Letzterer reagiert behäbig und findet den Fokuspunkt (besonders bei kontrastarmen
Motiven) oft nicht auf Anhieb.
Ein Sucher ist ebenso wenig vorhanden wie
Anschlüsse für ein Mikrofon oder einen
Kopfhörer. Der Bildstabilisator liefert gute
Arbeit, schränkt aber das Blickfeld des
Camcorders deutlich ein. Will man den
maximalen Weitwinkel von 29 Millimetern
(umgerechnet auf das Foto-Kleinbildfor-
mat) nutzen, muss man den Stabilisator
zuvor mit Tastendruck abschalten.
Die Tonqualität war in Ordnung, auch der
Autofokus und der Zoom waren kaum
wahrzunehmen. Allerdings macht sich jede
Berührung des Gehäuses (besonders des
etwas schwer zu erreichenden Zoomhebels) auf den Aufnahmen laut bemerkbar.
Auch in dieses kleine Gerät ist ein WLANModul eingebaut, über das die von JVC bekannten Funktionen zu nutzen sind. Unter
anderem lässt sich der Camcorder so zur
Fernüberwachung einsetzen – sowohl innerhalb eines Netzwerks als auch übers
Internet.
JVC Everio GZ-VX 815 BE
Im GZ-VX 815 steckt deutlich mehr, als
man auf den ersten Blick vermuten würde.
Wegen seiner Mitnahmetauglichkeit eignet
er sich gut als Familien-Camcorder, bietet
dafür sogar eine überdurchschnittlich gute
Aufnahmequalität und zusätzlich zu den üblichen Automatik-Funktionen auch manuelle
Bildeinstellungen – auch wenn die leider gut
im unübersichtlichen Menü versteckt sind.
Die positive Überraschung im Test.
+
+
+
–
–
–
sehr kompakt
gute Bildqualität bei schlechtem Licht
manuelle Einstellungen
kein Sucher
unpraktische Bedienung
wenige Anschlüsse
Sony HDR-PJ 320 E und HDR-PJ 420 VE
D
er Preisunterschied von 200 Euro ist
den beiden Geräten auf den ersten
Blick anzusehen: Der teurere 420er (770
Euro) ist etwas wuchtiger und hat ein Gehäuse aus mattem, robust wirkendem Material; dagegen macht der kleine Bruder
einen deutlich „billigeren“ Eindruck.
Zwei weitere Unterschiede fallen sofort ins
Auge: Der PJ 420 ist mit einem Bildstabilisator ausgestattet, bei dem das gesamte
Objektiv beweglich gelagert ist, wodurch
selbst starke Bewegungen beim Filmen
sanft aufgefangen werden können. Außerdem hat er einen Zubehörschuh. Allerdings
gilt auch hier, was wir beim Modell CX 410
(Seite 42) zu bemängeln hatten: Die Abmessungen des Schuhs sind zwar so gehalten, dass sich darauf auch Fremdzubehör
anbringen ließe. Bloß klappt das nicht in
der Praxis, weil er so tief ins Gehäuse eingelassen ist. Mehr dazu auf Seite 68.
Wenigstens hat auch der PJ 320 einen Anschluss für ein externes Mikro. Ohne Kopfhöreranschluss (den ja nur der 420er hat)
lässt der sich aber nur sehr eingeschränkt
nutzen.
Bei den technischen Daten fallen noch einige weitere Unterschiede auf. So ist bei
gleichem Brennweitenbereich in den 320er
ein wesentlich kleinerer Sensor eingebaut,
was sich natürlich in der Bildqualität zeigt:
Während der PJ 420 bei den Laborergebnissen da immerhin 16 Punkte erzielen
konnte, erreichte der PJ320 gerade mal
13 Punkte. Dieser Unterschied zeigte sich
Sony HDR-PJ 320 E
Sony HDR-PJ 420 VE
Der 320er wirkt aufgrund der verwendeten
Materialien nicht besonders hochwertig. Er
bringt eine ordentliche Grundausstattung
mit, hat sogar einen Mikrofonanschluss
– aber leider keinen Kopfhörerausgang.
Die Bildqualität bewegt sich auf mäßigem
Niveau, und das Einstellmenü ist unübersichtlich.
Mit der ordentlichen Verarbeitung, dem
Mikrofonanschluss und dem hervor­ragenden
Bildstabilisator konnte das große Sony-­
Modell einige Punkte sammeln. Für den
Testsieg reichte das dennoch nicht, weil insgesamt der JVC mit manuellen Einstellmöglichkeiten und besserer Bild- und Tonqualität
überzeugte.
+
+
+
–
–
–
gute Zoomsteuerung
recht kompakt
Projektor eingebaut
durchschnittliche Bildqualität
kein Sucher
kein Zubehörschuh
+
+
+
–
–
hervorragender Bildstabilisator
Mikrofon- und Kopfhöreranschluss
Projektor eingebaut
kein Sucher
Zubehörschuh für Fremdzubehör nicht
geeignet
Über die zweite HDMI-Buchse „Projector In“ geben beide Sony-Camcorder die Videos angeschlossener externer Spieler wieder. Die rote
­Mikrofonbuchse haben PJ 320 (links) wie PJ 420 – aber den zur Kontrolle der Tonaufnahme unverzichtbaren Kopfhöreranschluss hat nur der 420er.
4]
www.videoaktiv.de 4/2013
4 MITTELKLASSE-CAMCORDER
AVCHD-Cams ab 450 Euro – von Canon, JVC und Sony
auch beim Betrachten der Testaufnahmen
– das teurere Modell gibt spürbar mehr Details wieder.
Auch der 420er kämpft allerdings bei
schlechter Motivbeleuchtung mit Bildrauschen. Bei beiden Modellen wirken
Schwenks etwas verwischt, und feine Motivdetails gehen selbst bei hellen Motiven
verloren.
Bei den Einstellmöglichkeiten unterscheiden sich die beiden Modelle kaum. Beide
haben viele Automatikfunktionen, bieten
aber keine Möglichkeiten, Blende und Be­­
lichtungszeit von Hand einzustellen – was
die Einsatzmöglichkeiten beträchtlich einschränkt.
In beide Modelle ist ein Projektor eingebaut, mit dem man eben aufgenommene
Videos in abgedunkelten Räumen sofort
einem Pub­l ikum vorführen kann. Eine
Funktion, die durchaus Spaß macht – auch
wenn die Brillanz der Wiedergabe weit von
den Möglichkeiten eines guten Flachbildfernsehers entfernt ist. Bleibt die Frage, ob
der Projektor wirklich vielen Kunden den
Aufpreis Wert ist.
Bildvergleich
Im Lowlight-Bildtest müssen die Bildwandler zeigen, was sie können.
Canon HF R48
JVC VX 815
Die Lowlight-Aufnahmen des Canon-­
Camcorders HF R48 präsentierten sich
­auffallend dunkel, zeigten wenig Details und
ein starkes ­Bildrauschen.
Sony PJ 320
Da waren die Tester verblüfft: Mit dem kleinen
JVC kann man selbst beim Schein einer Kerze
noch detailreiche und störungsarme Videos
drehen.
Sony PJ 420
Hier im Standbild ist das feinkörnige Rauschen
des PJ 320 kaum wahrzunehmen. Gibt man das
Video wieder, stört es stark, da es sehr unruhig
flackert.
FAZIT
Rainer
Claaßen,
Autor
VIDEOAKTIV
Zumindest beim ersten Betrachten der Testkandidaten
würde man mit diesem
Resultat kaum rechnen: Das
kleinste Modell – der JVC
Der „große“ Sony liefert bei schwachem
Licht ein etwas besseres Resultat als der
320er, auch hier störte allerdings das unruhige
­Bildrauschen.
Everio VX 815 BE, lieferte die
beste Bild- und Tonqualität.
Und er ist mit 499 Euro sogar
noch billiger als die beiden
Konkurrenten von Sony. Für
Zubehör wie Mikrofone oder
Leuchten fehlen dem Gerät
die Anschlüsse sowie ein
Aufsteckschuh.
Wer genau das braucht,
muss zum EX 515 (400 Euro,
Test Seite 42) greifen, der
aber leider nicht die gute
Bildqualität des 815er bietet.
Für den mobilen Einsatz ist
der 815er aber durch seine
geringe Größe bestens geeignet.
Originelle Funktionen wie die
Zeitlupen-Wiedergabe und
eine einfach zu bedienende
Zeitraffer-Funktion sowie die
WLAN-Integration runden
das positive Bild ab.
www.videoaktiv.de 4/2013
[5
s
KAMERaS•TEST•SONDERDRUCK
AuflösungskurveN Canon Legria HF R48
AuflösungskurveN JVC Everio GZ-VX 815 BE
Während die Kurven bei
Kunst- und Tageslicht
eine hohe Auflösung
bestätigen, werden bei
schwacher Beleuchtung
nur wenige Details wiedergegeben – was sich mit
dem Bildeindruck deckt.
Die Lowlight-Kurve liegt
auffallend hoch: Das
belegt die gute Detailwiedergabe bei schwacher
Beleuchtung. Auch die
Kurven bei Kunst- und
Tageslicht sind ausgewogen.
DATEN
Hersteller
Modell
Herstellergarantie
Canon
Legria HF R48
12 Monate
JVC
Everio GZ-VX 815 BE
24 Monate
Sony
HDR-PJ 320 E
24 Monate
Sony
HDR-PJ 420 VE
24 Monate
System
Medientyp
AVCHD, MPEG-4
SDXC-Karte
AVCHD, AVC/H.264
SDXC-Karte
AVCHD, MPEG-4, AVC/H.264
Memory Stick Duo
SDXC-Karte
Aufzeichnungsformate
1080 (50p)
1080 (25i)
1080 (50p/50i)
AVCHD, MPEG-4, AVC/H.264
Festpeicher (12 GB),
Memory Stick Duo,
SDXC-Karte
1080 (50p/50i)
Gewicht/Maße (B x H x T)
maximaler Weitwinkel1
Optischer Zoom/Filtergewinde
Sensorgröße/Sensorauflösung
Bildstabilisator
Sucher/Auflösung2
Display-Diagonale/Auflösung2
maximale Datenrate3
Aufnahmedauer pro Gigabyte4
281 g/3,6 x 5,7 x 11,6 cm
29 mm
32-fach/–
1/4,85 Zoll/3 280 000 Pixel
optisch
–/–
7,6 cm (3 Zoll)/230 000 Pixel
28 Mbps
5 min
228 g/3,6 x 5,7 x 11,5 cm
29 mm
10-fach/–
1/2,3 Zoll/12 800 000 Pixel
optisch
–/–
7,6 cm (3 Zoll)/230 000 Pixel
24 Mbps
6 min
260 g/11,7 x 5,8 x 5,7 cm
28 mm
30-fach/–
1/5,8 Zoll/2 390 000 Pixel
optisch
–/–
7,6 cm (3 Zoll)/230 000 Pixel
26 Mbps
5 min
388 g/6,2 x 6,6 x 12,1 cm
29 mm
30-fach/46 mm
1/3,91 Zoll/5 430 000 Pixel
optisch
–/–
7,6 cm (3 Zoll)/230 000 Pixel
26 Mbps
5 min
–/–
•/–
–
–/–
•/–
•
–/–
•/–
–
–/–
•/–
–
•/•/–
–
•/•/–
1/4 000-1/2 s
•/•/–
–
•/•/–
–
Touchscreen/Lupe
•
–/–/3 s
•/•
–
–/•
–
Menü, Touchscreen/–
•
•/•/–
•/•
–
–/•
–
Menü, Touchscreen/–
•
–/–/–
•/•
–
–/•
–
Menü, Touchscreen/–
•
–/•/–
•/•
–
–/•
–
•/–
•
•
–
•/–
•
•
•
•/–
–
•
•
•/• (5.1)
•
•
•
1920 x 1080 Pixel
–/–
4000 x 3000 Pixel
–/–
3984 x 2240 Pixel
–/–
3984 x 2240 Pixel
–/–
HDMI, USB/FBAS
–/•
–/–
–
–
–/•
Pixela Transfer Utility/–
–
HDMI, USB/FBAS
–/–
–/–
–
–
–/•
LoiLoFit/–
–
HDMI, USB/FBAS
HDMI, USB/FBAS
•/•
•/–
–/• (Multi Interface Shoe)
–/–
– (evtl. optional über A/V R)** – (evtl. optional über A/V R)**
–
–
–/– (als Option angekündigt)** –/– (als Option angek.)**
Play Memories Home/–
Play Memories Home/–
GPS
–
8/ausreichend
10/befriedigend
8/ausreichend
Ausstattung
VIDEOFUNKTIONEN
3D-Aufnahme Side-by-Side/Full-HD
Gegenlicht-, Kontrast-Funktion/-Taste
manuelle Blende
Weißabgleich:
manuell/Presets/Kelvin
manuelle Verschlusszeiten
manueller Fokus:
Einstellung per/Hilfen
Tele-Makro
Zeitraffer/Zeitlupe/Pre-Recording
Gesichtserkennung Video/Foto
Hilfe für Nachtaufnahmen
Szenensortierung/-bearbeitung
USB-Archivierung auf Festplatte
AUDIOFUNKTIONEN
Stereo-/Mehrkanalton
manuelle Tonaussteuerung
Zoom-Mikrofon
zuschaltbarer Windfilter
FOTOFUNKTIONEN
maximale Fotoauflösung
Foto-Blitz/Blitzstärke regelbar
ANSCHLÜSSE/ZUBEHÖR
Digital-/Analogvideo-Ausgang
Mikrofon-/Kopfhörerbuchse
Zubehörschuh Standard/intelligent
Steuerbuchse
vollwertiges Akku-Ladegerät
Fernbedienung/Wi-Fi-Integration
Schnittsoftware PC/Mac
Besonderheiten
WERTUNG AUSSTATTUNG
max. 20 Punkte
Brennweitenangabe umgerechnet in Kleinbild-Fotoformat
1 Pixel = 3 Bildpunkte (RGB)
Mbps = Megabit pro Sekunde
4
bei bester Qualität
1
2
3
6]
www.videoaktiv.de 4/2013
11/befriedigend
*als Kombibuchse mit AV-Ausgang **Adapter/Adapterkabel noch
nicht lieferbar, deshalb derzeit nicht zu überprüfen
4 MITTELKLASSE-CAMCORDER
AVCHD-Cams ab 450 Euro – von Canon, JVC und Sony
AuflösungskurveN Sony HDR-PJ 320 E
AuflösungskurveN Sony HDR-PJ 420 VE
Die Auflösungskurven
der Sony HDR-PJ 320
E fallen recht schnell
ab – der Camcorder gibt
vergleichsweise wenige
Motivdetails wieder.
Die Detailwiedergabe des
„großen“ Sony-Modells
ist etwas besser als beim
320er – bei Lowlight-Aufnahmen schlägt er sich
allerdings nicht besser.
Testergebnisse
Die Testbilder des ­geprüften
Camcorders sehen Sie hier:
www.videoaktiv.de/bilder
JVC
Everio GZ-VX 815 BE
Preis: 499 Euro
Sony
HDR-PJ 420 VE
Preis: 770 Euro
Canon
Legria HF R48
Preis: 450 Euro
Sony
HDR-PJ 320 E
Preis: 570 Euro
Vertikalauflösung (LP)
Horizontalauflösung (LP)
relative Farbauflösung
relative Horizontalauflösung
relative Vertikalauflösung
Kontrastverhältnis bei 30/150 Lux
visuelles Bildrauschen 900 Lux
visuelles Bildrauschen 30 Lux
Farbabweichung bei 150/900 Lux
Blendensteuerung h-d/d-h
Mikrofonfrequenzgang
Übertragungsbereich
Aufnahmezeit Display
20 gut
sehr gut
gut
gut
gut
gut
befriedigend
befriedigend
befriedigend
12 sehr gut
gut
gut
sehr gut
sehr gut
sehr gut
5 befriedigend
sehr gut
befriedigend
befriedigend
gut
–
gut
18 gut
704 LP: gut
695 LP: gut
34,6: befriedigend
68,4: gut
72,1 %: sehr gut
0,47/0,77: gut
3,5 %: gut
4,2 %: sehr gut
7,3/11: befriedigend
120 ms/240 ms: hervorr.
60,7 %: gut
90-16 500 Hz: sehr gut
105 min: befriedigend
20 gut
gut
gut
gut
gut
befriedigend
befriedigend
sehr gut
befriedigend
11 gut
gut
gut
sehr gut
gut
sehr gut
5 befriedigend
gut
befriedigend
befriedigend
gut
–
gut
16 gut
647 LP: befriedigend
613 LP: befriedigend
25,9 %: ausreichend
59: ausreichend
62,7 %: gut
0,28/0,61: befriedigend
3,9 %: gut
3,6 %: sehr gut
16,3/7,2: gut
1680 ms/2960 ms: mangelhaft
65,91 %: gut
75-20 000 Hz: hervorragend
140 min: sehr gut
18 befriedigend
gut
gut
gut
gut
befriedigend
befriedigend
befriedigend
ausreichend
9 gut
befriedigend
befriedigend
gut
befriedigend
sehr gut
5 befriedigend
gut
befriedigend
befriedigend
gut
–
sehr gut
16 gut
719 LP: sehr gut
701 LP: gut
24,6 %: ausreichend
70,5: befriedigend
80,7 %: sehr gut
0,28/0,71: befriedigend
5,4 %: befriedigend
6,4 %: gut
29,5/16,5: ausreichend
40 ms/40 ms: hervorragend
52,09 %: befriedigend
110-15 700 Hz: sehr gut
120 min: gut
18 befriedigend
gut
gut
gut
gut
befriedigend
befriedigend
gut
ausreichend
9 gut
gut
befriedigend
gut
gut
gut
5 befriedigend
gut
befriedigend
befriedigend
gut
–
gut
13 befriedigend
564 LP: ausreichend
530 LP: ausreichend
18,2 %: ausreichend
56,2: mangelhaft
48,1 %: befriedigend
0,3/0,58: befriedigend
6,7 %: ausreichend
4,4 %: sehr gut
15,8/8,3: gut
1250 ms/2400 ms: ausr.
65,72 %: gut
120-10 500 Hz: gut
120 min: gut
Ausstattung
10 befriedigend
11 befriedigend
8 ausreichend
8 ausreichend
gut
65
gut
63
befriedigend
56
befriedigend
53
Die neuen Testvideos und
Originaldaten gibt es hier:
www.videoaktiv.de/video
BILDTEST
Schärfe
Farbwiedergabe
Kontrastumfang
Bildfehler
Bildrauschen
Autofokus
Stabilisator
Lowlight
Tontest
Qualität Sprache
Qualität Musik
Räumlichkeit
Eigengeräusche
Rauschen
bedienung
Ergonomie
Benutzerführung
Elemente
Menü
Fernbedienung
Anleitung
messlabor
Urteil
max. 100 Punkte
Preis/Leistung
max. 30 Punkte
(25 %)
(10 %)
(5 %)
(10 %)
(15 %)
(10 %)
(10 %)
(15 %)
max. 15 Punkte
(30 %)
(20 %)
(15 %)
(20 %)
(15 %)
max. 10 Punkte
(25 %)
(15 %)
(25 %)
(15 %)
(10 %)
(10 %)
max. 25 Punkte
max. 20 Punkte
gut
ausreichend
befriedigend
befriedigend
www.videoaktiv.de 4/2013
[73
KAMERAS•TEST•SONDERDRUCK
INPUT
Auch wenn man den Eindruck
hat, dass die Hersteller dies
nur am Rande wahrnehmen:
Noch immer herrscht großes
Interesse an günstigen
Camcordern: Echte Filmergeräte mit Zubehörschuh,
Anschlüssen für Mikrofone
und Kopfhörer samt manueller
Tonaussteuerung und manuellen Bildeinstellungen sind
weiterhin gefragt. Laut ihrer
technischen Daten füllen die
Modelle aus diesem Testfeld
diese Lücke – tatsächlich?
IM TEST
•JVC GZ-EX 515 BEU, 400 €
•Panasonic HC-V 727, 600 €
•Sony HDR-CX 410 VE, 570 €
Autoren: Rainer Claaßen, Hans Ernst
Fotos: Claaßen, JVC, Panasonic, Sony
Der wahre Jakob?
Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, Zubehörschuh und jede Menge manuelle Funktionen – das
erwarten kreative Filmer. Hier sind die drei zurzeit günstigsten Camcorder für Anspruchsvolle.
D
er Trend ist klar: Es werden immer
weniger Camcordern verkauft. Der
Grund dafür ist auch klar: Filmen
können inzwischen auch Fotoapparate und
Mobiltelefone. Nur zum Draufhalten für das
lustige Katzenvideo oder einmal Winken
in der Strandbar braucht man nicht mehr
wirklich einen Camcorder. Wer das Ganze
allerdings etwas ernster nimmt, stößt bei
den Alternativen schnell an Grenzen: Handys haben in der Regel keinen Zoom, und
bei Kameras lässt er sich während des
Filmens kaum ruckelfrei nutzen. Ganz abgesehen davon, dass der von Camcordern
erfasste Zoombereich weit größer ist als
selbst bei den meisten Superzoom-Fotos.
8]
www.videoaktiv.de 4/2013
Wer außerdem auf guten Ton Wert legt,
kommt um ein externes Mikrofon nicht
herum. Doch dafür bieten Fotos und Handys nur selten Anschlüsse; leider sind sie
auch bei Camcordern längst nicht mehr die
Regel.
Unsere drei Testkandidaten haben immerhin noch Anschlüsse für externe Mikros.
Ärgerlich, dass Panasonic auf eine Buchse
für einen Kopfhörer verzichtet hat. Denn
ohne den lassen sich die Aufnahmen nicht
vernünftig kontrollieren. Immerhin bieten
alle drei Geräte die Möglichkeit, den aufgenommenen Ton von Hand auszusteuern –
wenn auch nur per Einblendmenü auf dem
Touchscreen.
Eine weitere Sparmaßnahme ist dem Trend
zur WLAN-Integration zu verdanken (JVC
und Panasonic haben eine eingebaute
­WiFi-Steuerung, bei Sony soll sie künftig
über Zubehör möglich sein): Keinem der
Geräte liegt noch eine Fernbedienung bei.
Die würde nicht nur ermöglichen, Aufnahmen aus der Distanz zu starten, sondern
auch die Wiedergabesteuerung beim Sichten des Materials erleichtern. Vergleichbare Funktionen gibt’s heute nur noch per
Smartphone-Fernbedienung – die bei weitem nicht so zuverlässig ist wie eine klassische IR-Fernbedienung und zudem komplizierter in der Einrichtung. Und längst
nicht jeder Filmer besitzt ein Smartphone.
3 GÜNSTIGE CAMCORDER FÜR KREATIVE
von JVC, Panasonic und Sony – ab 400 Euro
JVC GZ-EX 515 BEU
D
ie Wi-Fi-Funktion hat JVC weiterentwickelt – sie lässt sich nun wesentlich
einfacher nutzen als noch bei der Camcorder-Generation aus dem vorigen Jahr. Das
heißt nicht, dass der Funktionsumfang erweitert worden wäre – weiterhin bietet der
Camcorder die Möglichkeit, innerhalb eines
WLAN zur Fernüberwachung genutzt zu
werden und auch über das Internet Videos
zu übertragen. Auch die Fernsteuerung mit
Hilfe eines Smartphones ist möglich, und
Aufnahmen lassen sich ohne zusätzliche
Hilfsmittel per Mail versenden. Die Anmeldung an einem WLAN ist nun aber deutlich
einfacher gelöst und funktioniert reibungsfrei – zumindest, wenn man sich mit der
WLAN-Technik grundsätzlich auskennt.
Was die Bedienung als Camcorder anbelangt, hat man sich zwar auch etwas Mühe
gegeben, einige Funktionen leichter verfügbar zu machen, der Versuch ist aber
nicht wirklich gelungen. Das Menü bietet
eine Vielzahl an Möglichkeiten, wobei es
schwer ist, die tatsächlich benötigten von
denen zu unterscheiden, die eher Zierwerk
sind.
Zudem sind viele Funktionen auch in der
ausführlichen Bedienungsanleitung, die
sogar erst aus dem Internet heruntergeladen werden muss, nur unzulänglich oder
sogar irreführend erklärt. Im Kommentar
zu der Tonverbesserungs-Technik K2 etwa
heißt es: „Verringert die Verschlechterung
der Tonqualität durch die digitale Signalverarbeitung und nimmt eine Tonqualität
auf, die dem Originalton nahe kommt.“ Das
muss man schon zweimal lesen, um es zu
verstehen.
Immerhin hat der Camcorder nicht nur
Anschlüsse für externe Mikros und Kopfhörer, sondern auch einen Standard-Zube-
Vorne auf der
­Camcorderoberseite
ist ein Standard-­
Zubehörschuh
­angebracht. Hinter
dem Zoomhebel
liegt der zweite
Auslöser für Fotos.
hörschuh, auf dem sich ein Mikrofon auch
befestigen lässt (anders als Sonys CX 410).
Wie bei den Konkurrenten hat man darauf
verzichtet, den Camcorder mit Schnellwahl-Tasten auszustatten, über die wichtige Funktionen direkt zu erreichen wären.
So muss man etwa für eine Helligkeitskorrektur, die doch recht häufig benötigt wird,
ziemlich tief ins Einstellmenü eintauchen.
Da ließe sich einiges aufräumen, um wichtige Funktionen klarer von selten benötig­
ten zu unterscheiden. Wie man etwa die
Auflösung der Foto-Funktion einstellt, war
auch mit Hilfe der Bedienungsanleitung
nicht in Erfahrung zu bringen. Klasse ist
die Funktion zum einfachen Erstellen von
Stop-Motion-Animationen. Jedes Mal, wenn
die entsprechende Taste auf dem Display
gedrückt wird, wird ein einzelnes Bild aufgezeichnet. So ist es sehr einfach möglich,
Dinge, die sich eigentlich nicht bewegen
können, animiert darzustellen. Zu fest darf
man den Bildschirm dabei allerdings nicht
berühren, da sonst das Motiv verrückt – die
fehlende Fernbedienung wäre auch hier
praktischer.
Die Videoqualität bewegt sich auf hohem
Niveau, Spitzenleistungen vollbringt der
JVC aber nicht. Selbst bei gut ausgeleuchteten Motiven trat feinkörniges Bildrauschen auf. Bei schwacher Beleuchtung war
dies sehr störend, und die relativ hellen
Aufnahmen machten einen matschigen
Eindruck. Tageslichtaufnahmen zeigten
einen deutlichen Blaustich.
germodell HC-V 707 (Test in Heft 4/2012)
der Fall war: Statt 6,1 hat der HC-V727 nun
20,4 Megapixel – eine Reserve, die selbst
für Full-HD mit knapp 2,5 Megapixeln gar
nicht nötig wäre.
Ansonsten dürfte die auffallendste Neuerung gegenüber dem Vorgänger die WLAN-
Integration sein. Hier unterscheidet sich
der V727 nicht von seinem großen Bruder,
dem im vorigen Heft getesteten HC-X 929.
Die Fernsteuerung des Camcorders funktioniert sowohl, wenn beide Geräte im gleichen WLAN angemeldet sind, als auch,
wenn das Smartphone direkt mit einem
JVC GZ-EX 515 BEU
Während JVC bei der WLAN-Integration
mächtig Gas gibt, werden die klassischen
Camcorder-Eigenschaften vernachlässigt.
Im vollautomatischen Betrieb gelingen zwar
zufriedenstellende Videos, eine manuelle
Bildsteuerung ist aber leider nicht möglich.
Ein einfach strukturiertes Menü, in dem
wichtige Funktionen schnell zu erreichen
sind, würde dem sonst brauchbaren Gerät
gut tun.
+
+
–
–
–
WLAN-Integration
Zubehörschuh (auch für Fremdzubehör)
kein Sucher, keine Fernbedienung
Einstellungen ausschließlich über
Touchscreen
ruckeliger Zoomhebel
Panasonic HC-V 727
D
er HC-V 727 wird vom Hersteller als
Mittelklasse-Camcorder positioniert.
Im Gegensatz zu teureren Geräten mit drei
Sensoren für die Grundfarben arbeitet in
diesem Camcorder nur ein BildwandlerChip. Der hat allerdings eine wesentlich
höhere Auflösung, als das beim Vorgän-
www.videoaktiv.de 4/2013
[9
s
KAMERaS•TEST•SONDERDRUCK
s vom Camcorder bereitgestellten Netzwerk
verbunden wird. Durch einen integrierten
NFC-Chip (Near Field Communication) soll
es sogar möglich sein, den Camcorder
ganz unkompliziert drahtlos mit einem
entsprechend ausgestatteten Smartphone
zu verbinden: Ist die Funktion an beiden
Geräten aktiviert, genügt es, die beiden
Geräte dicht aneinander zu halten, um eine
Verbindung herzustellen. Die bisherigen
iPhone-Generationen verfügen allerdings
nicht über die entsprechende Hardware –
vorläufig funktioniert das nur mit einigen
An­droid-Geräten.
Eine weitere neue Funktion verbirgt sich
hinter einer stilisierten Wippe, die auf dem
Touchscreen eingeblendet werden kann:
Mit der automatischen Horizont-Korrektur
rückt die Camcorder-Elektronik das Bild
gerade, wenn das Gerät bei der Aufnahme
nicht absolut waagerecht gehalten wird.
Am Bedienkonzept hat sich nichts Wesentliches gegenüber dem Vorjahresmodellen
geändert: Neben der intelligenten Automatik gibt es manuelle Einstellmöglichkeiten
für Schärfe, Blende und Fokus; die lassen
sich aber nur über den Touchscreen anwählen – auf ein Steuerkreuz oder gar ein
Einstellrad wurde leider verzichtet. Eben-
Für Nahaufnahmen in dunkler Umgebung oder
zur Aufhellung von Objekten dicht vor der
Kamera hat der Panasonic eine kleine LEDLeuchte eingebaut.
so lässt sich eine eigene Kombination aus
Blende und Belichtungszeit nur dann einstellen, wenn zuerst ein Wert für die Belichtungszeit und dann der für die Blende
ausgewählt wird.
Auch die Möglichkeit, den Ton manuell auszusteuern, ist nicht wirklich praxisgerecht:
Es fehlt nämlich der Anschluss für einen
Kopfhörer zur Tonkontrolle. Eine leere Batterie oder ein ausgeschaltetes Mikro führt
so zu Stummfilmen.
Originell sind die Stilisierungsfilter: Damit
kann man den Aufnahmen etwa den Look
eines Super-8-Films geben.
Panasonic HC-V 727
Während sich an der Bedienung bei der
aktuellen Camcorder-Generation von Panasonic gegenüber den Vorgängern wenig
geändert hat, erweitert die neu integrierte
Wi-Fi-Funktion die Möglichkeiten des Geräts
erheblich. Die Fernsteuerung per Smartphone ist in vielen Situationen praktisch.
Neben Automatikfunktionen sind auch manuelle Bildeinstellungen möglich. Die Bedienung ist aber kompliziert – weiterhin ist dem
Hersteller zu raten, das Einstellmenü einmal
gründlich aufzuräumen.
+
+
+
–
–
–
manuelle Bildeinstellungen
WLAN-Integration
gute Aufnahmequalität
kein Sucher, keine Fernbedienung
Einstellungen ausschließlich über
Touchscreen möglich
Zubehörschuh nur als Einschub an
der Camcorder-Rückseite
Sony HDR-CX 410 VE
I
n der Mittelklasse schickt Sony in diesem Jahr den HDR-CX 410 an den Start.
Zwei Neuerungen fallen gegenüber den
Vorjahres-Modellen ins Auge: Zum einen
ist das Gerät mit dem neuen Sony-Zubehörschuh MIS ausgestattet. Da er Standardmaße hat, lässt sich darauf theoretisch
diverses Zubehör auch von Fremdherstellern anbringen. Die Sache hat allerdings
einen Haken: Der Schuh ist so tief im Gehäuse versenkt, dass sich manches Zubehör darauf rein mechanisch nicht befestigen lässt (mehr dazu und zum Zubehör,
das von Sony angeboten wird, lesen Sie auf
Seite 68).
Zum anderen führt Sony einen neuen
Multi-/USB-Anschluss ein, an dem zum Beispiel ein als Zubehör erhältliches AV-Kabel
angeschlossen werden kann. Theoretisch
sollte mit Hilfe eines weiteren Adap­ters darüber auch die LANC-Steuerung weiterhin
möglich sein. Ausprobieren konnten wir
10 ]
www.videoaktiv.de 4/2013
Mikrofon- und Kopfhörerbuchse sind hinter einer Klappe versteckt. Der Micro-HDMI-Anschluss
liegt unterhalb des Speicherkarten-Schlitzes.
das allerdings nicht, da es diesen Adapter
noch nicht gibt.
Auch Sony verzichtet weitgehend auf Bedientasten und setzt stattdessen auf die
Steuerung über den berührungsempfind-
lichen Bildschirm. Grundsätzlich funktioniert das ganz gut, die Tücke steckt aber
im Detail: Viele Funktionen lassen sich
nur über das unaufgeräumte Menü aufrufen, was die Bedienung kompliziert macht.
3 GÜNSTIGE CAMCORDER FÜR KREATIVE
von JVC, Panasonic und Sony – ab 400 Euro
Zudem sind einige Funktionen
nur unzureichend erklärt oder
unverständlich abgekürzt, was
selbst nicht zu verstehen ist: Was
hat man sich bloß dabei gedacht,
die Zeitlupen-Funktion durch die
Einblendung „Zlupen-AUFN.“ abzukürzen?
Ganze Arbeit leistet der „Balanced Optical Steady Shot“-Bildstabilisator (BOSS). Da das gesamte
Objektiv schwimmend gelagert
ist, geraten ruhig gehaltene Aufnahmen aus der Hand praktisch
ruckelfrei. Bei Schwenks muss
man allerdings gut aufpassen,
da sich die Optik auch dann noch
weiterbewegt, wenn man den
Camcorder bereits zum Stillstand
gebracht hat. Bei Aufnahmen vom
Stativ sollte man den Stabilisator
deshalb übers Einstellmenü abschalten.
Die Bildqualität bewegt sich nicht
auf höchstem Niveau. LowlightAufnahmen gerieten zwar hell,
wirkten aber wegen der unscharfen Kanten und leichtem
Bildrauschen etwas matschig. Die
Farbwiedergabe ist bei künstlicher Beleuchtung etwas zu kräftig. Leichtes Flimmern war an kontrastreichen Kanten auch bei guter
Motivbeleuchtung auszumachen.
Bei den Tonaufnahmen mit dem
integrierten Mikro störte deutlicher Hall, Musik klang etwas
schwachbrüstig.
Bildvergleich
Bei wenig Licht zeigt sich die LowlightStärke des Bildsensors.
JVC EX 515
Lowlight-Videos des JVC gerieten recht hell.
­Kontrastreiche Kanten verwischen aber, in
­einfarbigen Flächen herrscht deutliches Bild­
rausche, das im bewegten Bild unruhig flimmert.
Panasonic V 727
Das Bildrauschen hält sich bei Panasonic auch
bei schwacher Motivbeleuchtung in Grenzen,
dafür wirken Farben aber vergleichsweise blass.
Die Detailwiedergabe ist relativ gut.
Sony HDR-CX 410 VE
Mit manueller Tonaussteuerung, Kopfhörer- und Mikrofonbuchse ist das SonyModell gut ausgestattet. Die Bedienung
ginge wesentlich leichter von der Hand,
wenn nicht sämtliche Funktionen per
Touchscreen gesteuert würden. In Bildund Tonqualität kann sich der CX 410
nicht mit Top-Modellen aus dem eigenen
Haus messen – das Vorjahresmodell
HDR-CX 570 E lieferte bessere Resultate.
+
–
–
–
–
sehr effizienter Bildstabilisator
kein Sucher, keine Fernbedienung
Einstellungen ausschließlich über
Touchscreen möglich
Tonqualität schwach
Zubehörschuh für Fremdzubehör zu
tief ins Gehäuse eingelassen
Sony CX 410
Bei dunklen Motiven wirken die Aufnahmen
des Sony-Modells matschig: Das liegt am relativ ­geringen Kontrast und an der unpräzisen
­Wiedergabe von scharfen Kanten.
www.videoaktiv.de 4/2013
[ 11 s
KAMERaS•TEST•SONDERDRUCK
AuflösungskurveN JVC EX 515
FAZIT
Der Anstieg der Kurven
im unteren Bereich
deutet darauf hin, dass
die Kameraelektronik die
Schärfe künstlich anhebt.
Insgesamt ist die Detailwiedergabe gut.
Rainer
Claaßen,
Autor
VIDEOAKTIV
Vielleicht liegt es an der Betrachtungsweise ambitionierter Filmer –
aber wir sind der Meinung, dass die
Hersteller sich zu sehr um die Integration von Zusatzfunktionen kümmern,
und dabei die klassischen CamcorderTugenden zu wenig berücksichtigen.
Eine Horizont-Stabilisierung, wie sie
etwa das Panasonic-Modell bietet,
mag durchaus ihre Berechtigung
haben. Wichtiger wäre aber ein einfacher Zugang zu den herkömmlichen
Möglichkeiten der Bildbeeinflussung:
Steuerkreuze, Einstellräder und ein
elektronischer Sucher wären sicherlich eher geeignet, mehr Kunden zum
Kauf von Camcordern zu bewegen.
In Menüs versteckt, lassen sich die
klassischen Funktionen wie Blendenund Zeitautomatik (wenn überhaupt
vorhanden) nur schwer aktivieren.
Und auch das manuelle Fokussieren
ist, abgesehen von der Möglichkeit,
einzelne Motivbereiche durch Antippen auf dem Bildschirm auszuwählen,
nicht gerade einfach.
Positiv ist die Integration von WLANFunktionen zu bewerten – auch wenn
die Einrichtung noch wesentlich leichter von der Hand gehen sollte, und
obwohl sie auch nicht rechtfertigt,
dass nun keine konventionelle Fernbedienung mehr mitgeliefert wird.
Sony hat beim Bildstabilisator weiter
die Nase vorn: Auch beim aktuellen
Testmodell HDR-CX 410 ist die gesamte Optik beweglich gelagert,
wodurch die Stabilisierung wesentlich
effizienter ist als bei den Konkurrenten, die weiterhin nur mit einer beweglichen Linsengruppe im Objektiv
arbeiten.
Ebenfalls ärgerlich: In dieser Preisklasse bietet keiner der Hersteller ein
Modell mit elektronischem Sucher
an. Dreht man bei Sonnenschein im
Freien, sind sowohl die Motivbeurteilung als auch die Steuerung des
Camcorders mit dem Touchscreen
kein leichtes Unterfangen: Weder die
Motive noch die eingeblendeten Menüs sind in heller Umgebung auf dem
Bildschirm gut zu erkennen.
Vor allem wegen der manuellen
Einstellmöglichkeiten und der guten
Tonqualität sicherte sich Panasonic
den Testsieg. Das zurzeit günstigste
Modell auf dem Markt mit Mikrobuchse und Zubehörschuh kommt von JVC.
DATEN
Hersteller
Modell
Herstellergarantie
Panasonic
HC-V 727
24 Monate
Sony
HDR-CX 410 VE
24 Monate
System
Medientyp
AVCHD, iFrame
SDXC-Karte
AVCHD, MPEG-4
SDXC-Karte
AVCHD, MPEG-4, AVC/H.264
SDXC-Karte
Aufzeichnungsformate
1080 (50p/50i)
1080 (50i/50p)
1080 (50p/50i/25p)
Gewicht/Maße (B x H x T)
maximaler Weitwinkel1
Optischer Zoom/Filtergewinde
Sensorgröße/Sensorauflösung
Bildstabilisator
Sucher/Auflösung
Display-Diagonale/Auflösung
maximale Datenrate2
Aufnahmedauer pro Gigabyte3
296 g/5,4 x 6 x 11,7 cm
28 mm
38-fach/40,5 mm
1/5,8 Zoll/2 510 000 Pixel
optisch
–/–
7,6 cm (3,0 Zoll)/230 000 Pixel
28 Mbps
5 min
319 g/6,7 x 7,2 x 15 cm
30 mm
21-fach/44 mm
1/2,3/20 400 000 Pixel
optisch
–/–
7,6 cm (3,0 Zoll)/460 000 Pixel
25 Mbps
5 min
372 g/5,8 x 6,6 x 12,1 cm
27 mm
30-fach/46 mm
1/3,91 Zoll/5 430 000 Pixel
optisch
–/–
7,6 cm (3,0 Zoll)/230 000 Pixel
26 Mbps
5 min
–/–
•/–
–
–/–
•/–
•
–/–
•/–
–
•/•/–
–
•/•/–
1/8000–1/50 s
•/•/•
–
Touchscreen/–
•
•/•/–
•/•
LED-Licht
–/•
–
Touchscreen/Konturbetonung
•
•/–/5 s
•/•
LED–Licht
–/•
–
Touchscreen/–
•
–/•/–
•/•
–
–/•
–
•/–
•
•
•
•/• (5.1)
•
•
•
•/• (5.1)
•
•
•
3840 x 2160 Pixel
–/–
6016 x 3384 Pixel
•/•
3984 x 2240 Pixel
–/–
HDMI, USB/FBAS
•/ •*
•/–
–
–
–/•
LoiLoFit/–
WLAN, Stop–Motion
HDMI, USB/FBAS
•/–
•/–
–
–
–/•
HD Writer AE/–
Wi-Fi
HDMI, USB/–
•/•
–/• (Multi Interface Shoe)
–
–
–/–
Play Memories Home/–
GPS
10/befriedigend
13/gut
11/befriedigend
Ausstattung
VIDEOFUNKTIONEN
3D-Aufnahme Side-by-Side/Full-HD
Gegenlicht-, Kontrast-Funktion/-Taste
manuelle Blende
Weißabgleich:
manuell/Presets/Kelvin
manuelle Verschlusszeiten
manueller Fokus:
Einstellung per/Hilfen
Tele-Makro
Zeitraffer/Zeitlupe/Pre-Recording
Gesichtserkennung Video/Foto
Hilfe für Nachtaufnahmen
Szenensortierung/-bearbeitung
USB-Archivierung auf Festplatte
AUDIOFUNKTIONEN
Stereo-/Mehrkanalton
manuelle Tonaussteuerung
Zoom-Mikrofon
zuschaltbarer Windfilter
FOTOFUNKTIONEN
maximale Fotoauflösung
Foto-Blitz/Blitzstärke regelbar
ANSCHLÜSSE/ZUBEHÖR
Digital-/Analogvideo-Ausgang
Mikrofon-/Kopfhörerbuchse
Zubehörschuh Standard/intelligent
Steuerbuchse
vollwertiges Akku-Ladegerät
Fernbedienung/Wi-Fi-Integration
Schnittsoftware PC/Mac
Besonderheiten
WERTUNG AUSSTATTUNG
max. 20 Punkte
Brennweitenangabe umgerechnet in Kleinbild-Fotoformat
1 Pixel = 3 Bildpunkte (RGB)
Mbps = Megabit pro Sekunde
4
bei bester Qualität
1
2
3
12 ]
JVC
GZ-EX 515 BEU
24 Monate
www.videoaktiv.de 4/2013
*als Kombibuchse mit AV-Ausgang
3 GÜNSTIGE CAMCORDER FÜR KREATIVE
von JVC, Panasonic und Sony – ab 400 Euro
AuflösungskurveN Panasonc V 727
AuflösungskurveN Sony CX 410
Je schwächer das Motiv
beleuchtet ist, um so
weniger Details gibt der
Panasonic-Camcorder
wieder. Positiv zu bewerten ist der gradlinige
Verlauf der Kurven.
Auch bei Sony versucht
die Kameraelektronik
die Detailwiedergabe zu
unterstützen. Doch selbst
bei hell beleuchteten
Motiven werden die Möglichkeiten von Full-HD
nicht ganz ausgereizt.
Testergebnisse
Die Testbilder des ­geprüften
Camcorders sehen Sie hier:
www.videoaktiv.de/bilder
Verwandte
Modelle
Panasonic
HC-V 727
Preis: 600 Euro
Sony
HDR-CX 410 VE
Preis: 570 Euro
JVC
GZ-EX 515 BEU
Preis: 400 Euro
Vertikalauflösung (LP)
Horizontalauflösung (LP)
relative Farbauflösung
relative Horizontalauflösung
relative Vertikalauflösung
Kontrastverhältnis bei 30/150 Lux
visuelles Bildrauschen 900 Lux
visuelles Bildrauschen 30 Lux
Farbabweichung bei 150/900 Lux
Blendensteuerung h-d/d-h
Mikrofonfrequenzgang
Übertragungsbereich
Aufnahmezeit Display
20 gut
gut
gut
gut
sehr gut
gut
gut
gut
befriedigend
12 sehr gut
sehr gut
sehr gut
sehr gut
gut
gut
7 gut
sehr gut
gut
gut
sehr gut
–
sehr gut
19 sehr gut
709 LP: gut
774 LP: hervorragend
29,7 %: befriedigend
76,6: gut
66,1 %: gut
0,44/0,64: befriedigend
3 %: gut
4,4 %: sehr gut
16,9/12,6: befriedigend
1040 ms/1200 ms: gut
71,98 %: sehr gut
60-20 000 Hz: hervorragend
120 min: gut
20 gut
gut
gut
gut
gut
befriedigend
gut
sehr gut
befriedigend
9 gut
befriedigend
befriedigend
gut
gut
sehr gut
5 befriedigend
gut
befriedigend
befriedigend
gut
–
gut
18 gut
674 LP: gut
619 LP: befriedigend
26,4 %: befriedigend
59: ausreichend
64,3 %: gut
0,29/0,64: befriedigend
2,8 %: gut
3,1 %: sehr gut
15,7/8: gut
3040 ms/2400 ms: mangelhaft
74,1 %: sehr gut
80-20 000 Hz: hervorragend
150 min: hervorragend
19 gut
gut
gut
gut
gut
befriedigend
sehr gut
gut
ausreichend
10 gut
gut
gut
gut
gut
gut
5 befriedigend
gut
befriedigend
befriedigend
gut
–
gut
18 gut
685 LP: gut
720 LP: sehr gut
19,5%: ausreichend
83,2: sehr gut
78,2 %: sehr gut
0,45/0,94: gut
8 %: ausreichend
3 %: sehr gut
7,8/8,3: gut
560 ms/960 ms: sehr gut
72,32 %: sehr gut
80-20 000 Hz: hervorragend
120 min: gut
Ausstattung
13 gut
11 befriedigend
10 befriedigend
gut
71
gut
63
gut
62
Die neuen Testvideos und
Originaldaten gibt es hier:
www.videoaktiv.de/video
BILDTEST
Schärfe
Farbwiedergabe
Kontrastumfang
Bildfehler
Bildrauschen
Autofokus
Stabilisator
Lowlight
Tontest
Qualität Sprache
Qualität Musik
Räumlichkeit
Eigengeräusche
Rauschen
bedienung
Ergonomie
Benutzerführung
Elemente
Menü
Fernbedienung
Anleitung
messlabor
Urteil
max. 100 Punkte
Preis/Leistung
max. 30 Punkte
(25 %)
(10 %)
(5 %)
(10 %)
(15 %)
(10 %)
(10 %)
(15 %)
max. 15 Punkte
(30 %)
(20 %)
(15 %)
(20 %)
(15 %)
max. 10 Punkte
(25 %)
(15 %)
(25 %)
(15 %)
(10 %)
(10 %)
max. 25 Punkte
max. 20 Punkte
gut
befriedigend
gut
1
2
Zu den hier getesteten Camcordern gibt es verwandte
Versionen. Dem JVC EX 515
ähnelt das Modell EX 510 (1),
dem allerdings Mikrofon- und
Kopfhörerbuchse sowie der
Zubehörschuh fehlen. Zur
Erklärung: Die offiziellen JVCCamcorder dieses Jahrgangs
tragen in der Typenbezeichnung Nummern, die auf 05
oder 15 enden. Die JVC-Cams
mit 00 oder 10 am Ende der
Bezeichnung sind spezielle
Sondermodelle für bestimmte
Vertriebskanäle, können sich
aber von den normalen Versio­
nen unterscheiden.
Dem Sony CX 410 technisch
ähnlich ist der PJ 420 (Test
Seite 52) für 769 Euro, der aber
zusätzlich noch einen kleinen
Projektor eingebaut hat, ähnlich den beiden in der vorigen
Ausgabe getesteten Top-Cams
PJ 650 und PJ 780. Zum Panasonic V 727 gibt es keinen direkten Verwandten, allerdings
ist dieser Camcorder in einer
dritten Farbvariation neben
Silber und Schwarz zu haben:
im modischen Tabak (2). he
www.videoaktiv.de 4/2013
[ 13 3
KAMERAS•TEST•SONDERDRUCK
INPUT
JVC stellt eine CamcorderFoto-Kombination mit 12
Megapixel-Standbild- und
Full-HD-Videoaufnahme
vor, die auch Zeitlupen- und
Zeitraffer-Funktionen bietet.
Nicht nur in der Bauform liegt
die GC-PX 100 genau zwischen
Camcorder und Fotoapparat:
das neue Topmodell der JVCProduktrange soll beide Prozesse vereinfachen. Konkurrenz sind Bridge-Fotoapparate
wie Panasonics Lumix FZ
150/200 oder Sonys NEX-VG 30
und (beim Blick auf den Preis)
1000-Euro-Camcorder wie der
Panasonic X 929.
Autor: Martin Biebel
Fotos: JVC, MedienBureau
Die erste Action-Cam
Es gibt Leute, die schrauben sich einen Camcorder auf den Hut und finden das toll. Wer aber
wirklich Action aufnehmen will, braucht diese Büchse voller Überraschungen von JVC.
U
m diese Kamera zu verstehen, muss
man die Sportlerbrille aufsetzen
– also als Fan oder Trainer auf einfache Weise Sport- oder andere Action­
events aufzeichnen. Da ist keine Zeit, um
lange nach manuellen Einstellungen zu
fischen oder die Bildschärfe nachzustel-
14 ]
www.videoaktiv.de 4/2013
len. Vernünftige Ergebnisse müssen her,
bei Gegenlicht genauso wie in dunklen
Hallenecken. Schnelle Fotoserien (bis 100
Bilder in zwei Sekunden) für die InternetSeite, Bewegungsstudien für den Trainer,
verbunden mit knackigen Kommentaren
vom externen Mikrofon.
All das geht mit dieser Kamera, die außen
für Fotografen nur die notwendigsten
Knöpfe mitbringt, dafür einen Aufstecksucher und einen Falt-Sonnenschutz fürs
Display. Daraus folgt: Das ist seit langem
der erste Camcorder mit optimaler Bildkontrolle, auch wenn der Sonnenschutz
Foto/Video-CAMCORDER
JVC GC-PX 100
Scharf stellen mit dem
­Objektivring ist vor allen
bei Highspeed-Fotoserien
eine Erleichterung. Der
­hintere Mini-Zubehörschuh
ist für den Sucher gedacht,
Blitz und Videoleuchte sind
schon eingebaut.
etwas fester sitzen könnte und der Sucher
höher auflösen. Die intelligente Automatik
überzeugt ebenso wie der Autofokus. Wer
will, darf manuell arbeiten und kann mit
einem Knopf und einem Drehrad zwischen
Zeit und Blende wechseln und einstellen.
Das 10-fach-Zoom ist über eine Wippe
eleganter im Zugriff als bei jedem Fotoapparat (und bei vielen Camcordern), und
im Touch-Display gibt es eine Schnellumschaltung für Tele und Weitwinkel, um
nach dem Torschuss sofort das dumme Gesicht des Torwarts groß einzufangen. Für
Live-Mitschnitte ganzer Spiele gibt es eine
Marker-Funktion, sogar mit SpielstandsEingabe, um gute Passagen später schnell
zu finden.
Aufstecksucher, Scharfstellring,
Zubehörschuh, Zoomwippe: JVC hat viele
Elemente eines klassischen Top-Camcorders
in den PX 100 gepackt. Und mehr: Zum Lieferumfang
gehört ein aufsetzbarer Lichtschutz für den Kontrollbildschirm.
Damit lassen sich Motive auch bei ­Sonnenschein beurteilen.­
Wer die Weitsprung-Grube überwachen
möchte, schaltet den Autopiloten ein:
Dann filmt das Gerät nur bei Bewegung
und keine langen Zwischenphasen. Um
entscheidende Momente der Allgemeinheit zugänglich zu machen, ist es möglich,
neun aufeinanderfolgende Bilder aus dem
Film zu holen. Die 10-fach-Zeitlupe können
wir nicht empfehlen, doch bis zur 5-fachen
Zeitlupe sieht das Ergebnis noch gut aus –
ist aber formatreduziert (640 x 360 Pixel).
Dank einer JVC-App sollen auch Bedienung
und Bildkontrolle aus der Ferne möglich
werden. Zum Testzeitpunkt war die aber
noch nicht fertig. Beim Umschalten in den
Fotomodus fiel die gute Peaking-Kontrolle
auf und dass die Überbelichtungswarnung
(Zebra) noch funktionierte. Manuelles Fokussieren und Belichten gelingt somit gut,
obwohl das Menü umständlich und ungeordnet wirkt.
Die PX 100 ist schmaler als eine SLR,
aber genau so lang und sehr lichtstark.
Die Kamera zeichnet in AVCHD, QuickTime
und in MP4 auf, wobei uns die MP4-Qualität artefaktfreier und präziser vorkam. Das
Material passt so zu jedem Schnittsystem.
Der Bildstabilisator mindert die (für Action­
aufnahmen eh geringe) Weitwinkelwirkung. Man kann aber vorne einen Weitwinkel-Konverter anstecken. Das eingebaute
zoomfähige Mikrofon nimmt klar und rein
auf, ein Extra-Mikro kann grob vorgepegelt
werden, eine echte manuelle Tonaussteuerung fehlt.
Auffällig: Trotz der hohen Schärfe bei Bild
wie Video gab es kaum Moiré-Störungen
an feinen Strukturen. Der 1/2-Zoll-Sensor,
verbunden mit 12 Megapixeln, ist also ein
guter Kompromiss für eine derartige Gerätekombination, die auf zwei Hochzeiten
tanzen will. Die 20-Mega-Fotos eines Panasonic-Topmodells x929 sind nur unwesentlich besser, allerdings kann man dort
während des Filmens auslösen. Wer auf
Action aus ist, sollte das JVC-Konzept wählen, klassische Filmer fahren mit den Top-
www.videoaktiv.de 4/2013
[ 15 s
Foto/Video-CAMCORDER
KAMERaS•TEST•SONDERDRUCK
JVC GC-PX 100
FarbABWEICHUNG JVC PX 100
AuflösungskurveN JVC PX 100
Die Farbabweichung ist
im Vergleich zu Sony oder
Panasonic eher gering,
aber auch JVC hilft bei
Sonne und Hauttönen
etwas nach. Kunstlicht
erzeugt eine wärmere
Grundstimmung
s Camcordern von Panasonic oder
Canon (G25) besser, die den größeren Sucher und die einfacheren
manuellen Einstellungen haben
– allerdings sind die eben rein
menü­basiert.
Das PX 100-Konzept ist ausbaubar.
JVC sollte eine echte Tonaussteuerung einbauen und den etwas
sinnlosen Time-Control-Knopf
frei belegbar machen – und den
Zugriff auf zuschaltbare Scharfstellhilfen oder Belichtungsarretierung schneller machen. Denn
nur so bleibt eine Kamera mit
dem Auge am Sucher bedienbar.
Eine echte Fernbedienung wäre
zwar schön, doch im Rahmen des
Sport-Konzepts ist auch die Wi-FiVideoverbindung mit Smartphonesteuerung eine willkommene
Alternative.
Wir haben unter
www.videoaktiv.
de/41312
ein Video online gestellt, das die Kamera
und ihre Bedienung
vorstellt.
Fazit: JVC GC-PX 100
Die Messwerte überzeugten vor allem
durch Rauscharmut im Schwachlicht und
hohe Schärfe bei Taglicht. Die Qualität ist
in allen Situationen überdurchschnittlich
und liegt auf dem Niveau von TopCamcordern. Die Vielzahl der Aufnahmeformate verwirrt zwar, hilft aber im
Einzelfall bei der Wiedergabe. Im Detail
gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, wie
etwa beim Bildstabilisator. Der PX 100 ist
nichts für Videokünstler, aber gut für alle,
die schnell zu sehr brauchbaren Ergebnissen kommen wollen. Darum erscheint
der Preis auch gegenüber Top-Cams von
Canon und Sony angemessen.
+
+
+
–
lichtstark, farbkräftig
einfache Basisbedienung
gute Fotofunktion
unübersichtliches Menü
DATEN
Hersteller
Modell
Herstellergarantie
JVC
GC-PX 100 BEU
24 Monate
Ausstattung
AVCHD, QT (MOV), MP4
SDXC-Karte
Aufzeichnungsformate
1080 (50p/50i), 720 (50p)
Gewicht/Maße (B x H x T)
maximaler Weitwinkel1
Optischer Zoom/Filtergewinde
Sensorgröße/Sensorauflösung
Bildstabilisator
Sucher/Auflösung
Display-Diagonale/Auflösung
maximale Datenrate2
Aufnahmedauer pro Gigabyte3
590 g/11 x 7,6 x 18,3 cm
29 mm
10-fach/46 mm
1/2,3 Zoll/12 800 000 Pixel
optisch
aufsteckbar/k.A.
7,6 cm (3 Zoll)/460 000 Pixel
36 Mbps
2,5 min
VIDEOFUNKTIONEN
3D-Aufnahme Side-by-Side/Full-HD
Gegenlicht-, Kontrast-Funktion/-Taste
manuelle Blende
Weißabgleich:
manuell/Presets/Kelvin
manuelle Verschlusszeiten
manueller Fokus:
Einstellung per/Hilfen
Tele-Makro
Zeitraffer/Zeitlupe/Pre-Recording
Gesichtserkennung Video/Foto
Hilfe für Nachtaufnahmen
Szenensortierung/-bearbeitung
USB-Archivierung auf Festplatte
–/–
•/–
•
•/•/–
1/4000-4 s
Stereo-/Mehrkanalton
manuelle Tonaussteuerung
Zoom-Mikrofon
zuschaltbarer Windfilter
•/–
•
•
•
FOTOFUNKTIONEN
maximale Fotoauflösung
Foto-Blitz/Blitzstärke regelbar
4000 x 3000 Pixel
•/–
ANSCHLÜSSE/ZUBEHÖR
Digital-/Analogvideo-Ausgang
Mikrofon-/Kopfhörerbuchse
Zubehörschuh Standard/intelligent
Steuerbuchse
vollwertiges Akku-Ladegerät
Fernbedienung/Wi-Fi-Integration
Schnittsoftware PC/Mac
Besonderheiten
HDMI, USB/FBAS
•/•
•/–
–
–
–/•
Pixela*/–
Sport-Markerfunktion,
Fotoserien
WERTUNG AUSSTATTUNG
max. 20 Punkte
Die Testbilder des ­geprüften
Camcorders sehen Sie hier:
www.videoaktiv.de/bilder
Die Testvideos gibt es hier:
www.videoaktiv.de/video.
BILDTEST
Vertikalauflösung (LP)
Horizontalauflösung (LP)
relative Farbauflösung
relative Horizontalauflösung
relative Vertikalauflösung
Kontrastverhältnis bei 30/150 Lux
visuelles Bildrauschen 900 Lux
visuelles Bildrauschen 30 Lux
Farbabweichung bei 150/900 Lux
Blendensteuerung h-d/d-h
Mikrofonfrequenzgang
Übertragungsbereich
Aufnahmezeit Display
Ausstattung
13 gut
Tontest
Qualität Sprache
Qualität Musik
Räumlichkeit
Eigengeräusche
Rauschen
Ergonomie
Benutzerführung
Elemente
Menü
Fernbedienung
Anleitung
messlabor
Urteil
max. 100 Punkte
13/gut
Brennweitenangabe umgerechnet in Kleinbild-Fotoformat
1 Pixel = 3 Bildpunkte (RGB)
3
Mbps = Megabit pro Sekunde/im MP4-Aufzeichnungsmodus
4
bei bester Qualität
*Pixela MediaBrowser SE for JVC
JVC
GC-PX 100 BEU
Preis: 999 Euro
23 sehr gut
sehr gut
sehr gut
gut
gut
sehr gut
sehr gut
gut
gut
11 gut
sehr gut
gut
befriedigend
sehr gut
gut
7 gut
gut
sehr gut
sehr gut
befriedigend
befriedigend
gut
18 gut
643 LP: befriedigend
657 LP: gut
22 %: ausreichend
68,1: befriedigend
71,2 %: sehr gut
0,43/0,83: gut
0,064: befriedigend
2,7 %: sehr gut
15,2/8,5: gut
400 ms/960 ms: sehr gut
85,04 %: hervorragend
50-20 000 Hz: hervorragend
105 min: befriedigend
Schärfe
Farbwiedergabe
Kontrastumfang
Bildfehler
Bildrauschen
Autofokus
Stabilisator
Lowlight
bedienung
Ring/Peaking
•
•/•/–
•/•
LED-Licht
–/•
–
AUDIOFUNKTIONEN
2
www.videoaktiv.de 4/2013
Testergebnisse
System
Medientyp
1
16 ]
Bei der Auflösung liegt die
JVC auf dem Niveau der
aktuellen Sony-Topcams.
Panasonic und vor allem
Canon schneiden die
schwarze Linie weiter
hinten – haben also mehr
Detailschärfe.
Preis/Leistung
max. 30 Punkte
(25 %)
(10 %)
(5 %)
(10 %)
(15 %)
(10 %)
(10 %)
(15 %)
max. 15 Punkte
(30 %)
(20 %)
(15 %)
(20 %)
(15 %)
max. 10 Punkte
(25 %)
(15 %)
(25 %)
(15 %)
(10 %)
(10 %)
max. 25 Punkte
max. 20 Punkte
gut
72
sehr gut
3
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