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Bedienungsanleitung für - technica-gmbh.de

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Bedienungsanleitung
für
Carbolac
Technica Entwicklungsges. mbH & Co.KG
Robert-Bosch-Straße 6
23909 Ratzeburg
GERMANY
Hotline: 0049-(0)4541-4031
Fax: 0049-(0)4541-5020
Email: technica@t-online.de
Montage
Die Funktion des Gerätes ist lageunabhängig. Nur die
Durchflußrichtung ist zu beachten. Sie ist auf dem Gerät
mit einem Pfeil markiert.
Das Gerät wird mit Hilfe der mitgelieferten Gewindeadapter
In die Produktleitung integriert. Gewöhnlich erfolgt der Einbau bei Käsereianlagen nach dem Milchanwärmer. Aber auch
ein Einbau vor Anwärmer oder Pasteur ist möglich.
( Bei Fragen wenden Sie sich bitte An die Hotline des HerStellers oder des Anwendungsberaters)
CO2-Anschluss
CO2-Flaschen,
soweit nicht mit einem Tank oder einem
CO2-Flaschenbündel gearbeitet wird, stehend mit einer
Kette oder einem Bügel sichern. Die Flasche muß vor
offenem Feuer, direkter Sonneneinstrahlung oder
anderen Wärmequellen geschützt werden.
Bei Aufstellung der Flasche in geschlossenen Räumen
muß die Tür mit einem gelben Warnschild mit dem Text:
„Druckflaschen bei Brand entfernen“
versehen werden. Dieses Schild liefert der CO2Lieferant.
2
Bei der Montage des Druckminderers darauf achten, daß
eine Dichtscheibe eingelegt ist.
Bei Druckminderern mit Absperrventil muß dieses
zunächst geschlossen sein.
Der Flaschendruck ist nur von der Umgebungstemperatur abhängig. Der Druck beträgt ca. 45 bar bei
10°C und 58 bar bei 20°C. Vorstehendes ist unabhängig davon, wieviel CO2 in der Flasche ist, solange
diese nicht ganz leer ist. Anhand des Druckes kann der momentane Flascheninhalt also nicht festgestellt
werden.
Der mitgelieferte Kunststoffschlauch wird mit
Schlauchschellen befestigt. Beachten Sie, daß keine
Undichtigkeiten auftreten.
Bei Carbolac-Geräten, die permanent in eine
Produktionsanlage eingebaut werden sollen, ist im
Lieferumfang ein externes Rückschlagventil in einer
12 mm Edelstahlleitung enthalten. Diese Leitung
muss zuerst am CO2-Eingang des Gerätes mit einer
Schneidringverschraubung festgeschraubt werden.
Bei hygienisch besonders sensiblen Anwendungen sollte
auch der Einsatz eines CO2-Sterilfilters in die
Gaszuleitung vorgesehen werden.
Der Carbolac-Prozessor ist nun betriebsbereit.
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Inbetriebnahme
Flügelschraube des Druckminderers
schrauben (ganz geschlossen).
ganz
heraus-
Hauptventil der CO2-Flasche öffnen.
CO2-Druck mit der Flügelschraube einstellen, bis das
Manometer ca. 10 bar anzeigt.
Wenn vorhanden, Absperrventil ganz öffnen.
(Der Druck der Gasversorgung sollte im Dosierbetrieb
ca. 8 bar betragen, gegebenenfalls mit der Flügelschraube
nachregulieren)
Produktzufuhr ganz öffnen bzw. Pumpe einschalten. Ihrer Milch wird nun automatisch die an der
Feinregulierung eingestellte Menge CO2 zugeführt.
4
Einstellung der pH-Wert-Absenkung
Die Einstellung der reproduzierbaren Absenkung des pHWertes auf einen bestimmten Wert wird an dem digitalen
Einstellknopf vorgenommen. Die digitale Anzeige der
Carbolac-Regulierung reicht von „000“ (keine Dosierung
von CO2) bis max. 970 (max. Dosierung).
Nur der Ausgangs-pH-Wert der Milch und die gewünschte Absenkung müssen bekannt sein, um nach der
folgenden Tabelle zunächst eine grobe Voreinstellung der Regulierung vornehmen zu können.
Anhaltswerte: Einstellung der Feinregulierung
ergibt eine pH-Wert-Absenkung von etwa
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------100 ............................................... pH 0,10
200 ............................................... pH 0,15
300 ............................................... pH 0,20
400 ............................................... pH 0,25
500 ............................................... pH 0,30
600 ............................................... pH 0,35
700 ............................................... pH 0,40
800 ............................................... pH 0,45
900 ............................................... pH 0,50
Diese Tabelle dient nur als Richtwert für die erste Einstellung der Feinregulierung und kann von
Gerät zu Gerät, je nach Auslegung, variieren.
Der genaue Einstellwert sollte nach dem folgenden Verfahren ermittelt werden:
Mit der oben gewählten Einstellung wird zunächst eine kleinere Menge Milch gefahren. Durch
Nachmessen des pH-Wertes der karbonisierten Milch kann ermittelt werden, ob die Einstellung zu hoch
oder zu niedrig war. Gegebenenfalls ist der digitale Einstellwert nach oben oder unten zu korrigieren, bis
der gewünschte pH-Wert der Milch erreicht ist.
- höherer Einstellwert = pH-Wert sinkt
- tieferer Einstellwert = pH-Wert steigt
Der so ermittelte Einstellwert ist jederzeit reproduzierbar.
5
Während des Betriebes
Der CO2-Schlauch darf während des Betriebes nicht abgekoppelt werden, da ansonsten
Umgebungsluft durch die Einlaßkupplung am Prozessor eingesaugt und dosiert werden könnte.
In weiten Bereichen arbeitet Carbolac nahezu durchflußproportional, so daß ein Nachjustieren während
des Betriebes bei leicht schwankendem Durchfluß nicht erforderlich ist. Erst bei größeren
Durchflußschwankungen kann ein Nachregulieren nötig werden, da die Saugleistung des Injektors
(Venturidüse) dann nicht mehr proportional dem Durchfluß ist und sich der pH-Wert verschieben kann.
Es ist darauf zu achten, daß der minimale Durchfluß eines Injektors nicht unterschritten wird, da
in diesem Fall kein CO2 mehr dosiert wird. Beispiel: Injektor 22 hat eine Leistung von etwa 13 bis 22
m3/h. Die minimale Fluß von 13 m3/h darf nicht unterschritten werden.
Die zwei Manometer zeigen den Flüssigkeits- und den
geregelten CO2-Druck an. Wenn nur sehr wenig CO2
dosiert wird, zeigt das CO2-Manometer keinen oder nur
einen sehr geringen Druck an! Der Grund hierfür ist
ebenfalls der Unterdruck, den der Carbolac-Injektor
produziert und der das geregelte CO2 in die Milch
hineinsaugt. Wenn also die geregelte CO2-Menge
geringer ist, als die CO2-Saugleistung, wird kein CO2Druck am Manometer angezeigt, obwohl Gas dosiert
wird!
Das Flüssigkeitsmanometer zeigt nur dann den Flüssigkeitsdruck an, wenn auch CO2-Druck am Gerät
ansteht. Dies hängt damit zusammen, daß der Flüssigkeitsdruck aus hygienischen Gründen nicht direkt in
der Flüssigkeit gemessen wird, sondern indirekt über den CO2-Druck angezeigt wird, der über einen
speziellen Druckminderer immer dem Flüssigkeitsdruck angepaßt wird. Flüssigkeits- und Gasdruck
unterscheiden sich nur geringfügig.
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Während des Betriebes werden CO2-Flasche und
Schlauch abgekühlt und es kann sich eventuell Eis
bilden. Dies beeinträchtigt in der Regel nicht die
Funktion des Prozessors. Bei längerem Betrieb sollte
nicht mehr als 10% das CO2-Flascheninhaltes pro Stunde
entnommen
werden.
Anderenfalls
kann
die
Trockeneisbildung in der Flasche so stark werden, daß
der CO2-Druck fällt.
Bei größerem Bedarf empfiehlt sich die Parallelschaltung
von mehreren Flaschen oder die Verwendung eines CO2Tanks.
Bei dauerhaft starker Vereisung des Druckminderers
sollte, um Defekte zu vermeiden, eine Gasheizung
zwischen CO2-Behälter und Druckminderer eingebaut
werden und/oder ein Leistungsstärkerer Druckminderer
verwendet werden!
Revision und Service-Control
Carbolac sollte alle 4000 Betriebsstunden einer Revision
unterzogen werden. Dazu kann das Grät an den
Hersteller eingeschickt bzw. vor Ort überprüft werden,
um eine größtmögliche hygienische Sicherheit zu
gewährleisten.
Carbolac bietet eine Kontollanzeige der korrekten
Funktion der Rückschlagventile. Im „Service-ControlFenster“ auf der Vorderseite des Gerätes erkennt man
zwei Schläuche. Der untere Schlauch ist nur ein
Vergleichsschlauch, um eine eventuelle Farbänderung
der oberen Schlauches besser erkennen zu können. Sollte
sich also der obere Schlauch verfärben oder voll
Flüssigkeit (Milch oder Reinigungsflüssigkeit) stehen,
so müssen Rückschlagventile und Membran kurzfristig
überprüft werden. Hierzu ist das Gerät sofort an den
Hersteller einzuschicken. Für alternative Servicekonzepte
wenden Sie sich an die Hotline des Herstellers oder des
Anwendungsberaters.
So haben Sie eine Kontrolle, ob Carbolac hygienisch
einwandfrei arbeitet:
1. Das Service-Control-Fenster sollte täglich einmal
visuell geprüft werden.
7
2. Die 6 Dichtungen an Injektorgehäuse und
Injektor werden regelmäßig alle 6 bis 12 Monate
ausgetauscht und der Injektor visuell auf
Ablagerungen untersucht.
3. Alle 12 bis 24 Monate ist ein Wartungsdienst
durchzuführen, bei denen alle Teile des
Servicekits auszuwechseln sind.
4. Bei Vorortservice oder Wartung durch die
Werkstatt
des
Carbolac-Betreibers
wird
empfohlen das Gerät alle 5 bis 6 Jahre an den
Hersteller zur Überholung einzuschicken.
Legen Sie Ihren individuellen Wartungsplan mit dem
Anwendungsspezialisten fest!
Reinigung und Betrieb ohne CO2-Dosierung
Produktberührte Teile
Die produktberührten Teile sind aus hochwertigem Edelstahl (1.4571). Der Carbolac Prozessor kann mit
der CIP-Reinigung, heißem Wasser und Heißdampf im Inline-Verfahren gespült und gereinigt werden.
Hierzu ist allerdings die CO2-Versorgung zu unterbrechen, da ansonsten der Reinigungsflüssigkeit CO2
zudosiert wird. Um das CO2 zu unterbrechen, gibt es theoretisch mehrere Möglichkeiten:
- CO2-Zufuhr mittels Magnetventil oder sonstigem Ventil unterbrechen
- Hauptventil der CO2-Flasche zudrehen
- Absperrventil am CO2-Druckminderer zudrehen
- Digitale Feinregulierung am Gerät schließen (auf „000“ drehen)
Am praktikabelsten erscheint die Verwendung eines
Magnetventils, das in die CO2-Schlauch- oder
Rohrleitung zum Gerät eingebaut wird, da somit auch
eine Fernbetätigung, falls gewünscht, möglich wäre.
Der CO2-Schlauch darf während der Inline-Reinigung
nicht abgekoppelt werden, da ansonsten Luft durch die
Einlaßkupplung am Prozessor eingesaugt und dosiert
wird. Nach dem Reinigen muss die CO2-Zufuhr wieder
geöffnet werden, um ein eventuell entstandenes Vakuum
im Gerät wieder abzubauen. Hierdurch wird eine
zusätzliche Belastung der Rückschlagventile reduziert.
Kommt die CO2-Dosierung nicht bei jeder Produktion zum Einsatz, wird empfohlen Die Gaszufuhr bei
allen Produktionen zu öffnen. Bei Produktionen ohne CO2-Dosierung ist die Digitale Feinregulierung auf
„000“ einzustellen.
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Gehäuse
Das Carbolac-Gehäuse ist nicht wasserdicht, so daß das Gerät nicht täglich mit einem scharfen
Wasserstrahl abgespritzt werden sollte. Das Wasser im Gerät sollte Zeit haben komplett abzulaufen. Der
Carbolac-Prozessor kann mit alkalischem Schaum und einem Putztuch bei Bedarf gereinigt werden.
Mögliche Fehlfunktionen und deren Ursachen
Fehler
Mögliche Ursache
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Gerät dosiert nicht
- kein CO2-Druck vorhanden
- der minimale Durchfluß des Injektors
ist unterschritten
- Regulierung auf „000“
Gerät dosiert zu wenig
- Gerät arbeitet an der Funktionsgrenze
(minimaler Durchfluß ist fast erreicht)
Abhilfe durch andere Injektorauslegung
Schlauch im Serice-Control Fenster
ist (weiß) verfärbt
- Rückschlagventil ist defekt
(Gerät einschicken)
Kondenswasser im Gerät
- zu hohe Luftfeuchtigkeit, Gerät
kann aber keinen Schaden nehmen
Erhöhte Keimzahlen
e-coli, coliforme
Milch Ablagerung am 1. Rückschlagventil
oder am Injektor durch defekten O-Ring
Abhilfe:
Wartungsdienst
durchführen,
Anwendungsspezialisten konsultieren
Anwendungsspezialist
Carbolac in Käserei und Molkerei
STP Biotec GmbH
Dr. Stefan Pust
Waltershofener Straße 19
D-79111 Freiburg
Deutschland
Telefon 0049-761-453866-1
Hotline 00491705212395
stefan.pust@stp-biotec.de
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