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1-2013 - PDF herunterladen - MULTIVAC

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AUSGABE
AUSGABE1 1 2013
2013
UPDATE
NEWS OF BETTER PACKAGING
Titel
MULTIVAC e-concept™
Wegweisende Konzepte
für mehr Energieeffizienz
beim Verpacken
www.multivac.com
Schwerpunkt
IFFA 2013
Verpackungslösungen
für Handwerksbetriebe und
industrielle Verpacker
Weitere Themen
TIC geht in Betrieb
Bei MULTIVACs neuem
Training & Innovation Center
steht Nachhaltigkeit im Fokus
www.multivac.com
06.06.13
Regensdorf/Zürich
Switzerland
FITHEP
10.06.13
14.06.13
Buenos Aires
Argentina
International Food Machinery
& Technology Exhibition
11.06.13
14.06.13
Tokyo
Japan
PACKOLOGY “Exhibition of Technology 11.06.13
for Packaging and Processing”
14.06.13
Rimini
Italy
Exphotel
13.06.13
15.06.13
Mexico City
Mexico
EastPack
18.06.13
20.06.13
Philadelphia
USA
EXPO PACK
18.06.13
21.06.03
Mexico City
Mexico
Rosupack
18.06.13
21.06.13
Moscow
Russia
Sapporo Pack
19.06.13
21.06.13
Sapporo
Japan
Fispal Food
25.06.13
28.06.13
São Paulo
Brazil
Vietfish
25.06.13
27.06.13
Ho Chi Minh City
Vietnam
Fispal Tecnologia
25.06.13
28.06.13
São Paulo
Brazil
Interphex
10.07.13
12.07.13
Tokyo
Japan
NACUFS
11.07.13
12.07.13
Minneapolis
USA
Expomaq
16.07.13
19.07.13
Juiz de Fora
Brazil
American Association of Meat
Processing
18.07.13
20.07.13
Charleston
USA
Food Pack Malaysia
19.07.13
22.07.13
Kuala Lumpur
Malaysia
Envase / Alimentek
06.08.13
09.08.13
Buenos Aires
Argentina
II Seminario Técnico de Embutidos
y Carnes
08.08.13
10.08.13
San José, CR
Costa Rica
Tecnocarne
13.08.13
15.08.13
São Paulo
Brazil
China-Eurasia Expo 2013
01.09.13
05.09.13
Urumqi
China
Hotelga
02.09.13
05.09.13
Buenos Aires
Argentina
PacTec
03.09.13
05.09.13
Helsinki
Finland
China International Exhibition on
Financial Banking Technology &
Equipment (CIFTEE)
05.09.13
08.09.13
Beijing
China
Feria Alimentaria
09.09.13
11.09.13
Guatemala
Guatemala
INPRODMASH & UPAKOVKA
11.09.13
14.09.13
Kyiv
Ukraine
Asia Food Expo
11.09.13
14.09.13
Manila
Philippines
OrthoTec Europe
12.09.13
13.09.13
Regensdorf
Switzerland
Slavakto
17.09.13
19.09.13
Utrecht
Netherlands
PACK EXPO (PMMI)
23.09.13
25.09.13
Las Vegas
USA
Polagra-Tech
23.09.13
26.09.13
Pozna´n
Poland
FachPack
24.09.13
26.09.13
Nürnberg
Germany
Saudi Agro Food
24.09.13
27.09.13
Riyadh
Saudi Arabia
Medtec
25.09.13
26.09.13
Shanghai
China
CFIA MAROC
25.09.13
27.09.13
Casablanca
Morocco
juli
05.06.13
august
Seine neue MULTIVAC Tiefziehmaschine
verbraucht 25 % weniger Energie und 5 %
weniger Verpackungsmaterial. Auch durch
ihre lange Lebensdauer werden Ressourcen
geschont.
Fachtage über die Sterilisation
september
Der Kauf einer neuen
Verpackungsmaschine
ist bei Klaas Pietersen
eine Sparmaßnahme.
juni
AUSGABE 1 2013
79
AUSGABE 1 2013
UPDATE EDITORIAL
Hans-Joachim Boekstegers
Geschäftsführer und CEO
von MULTIVAC
Liebe Leser,
das Jahr 2013 hat sehr erfreulich für uns begonnen.
Wir sind über den aktuellen Auftragseingang und den
Forecast für die kommenden Monate positiv überrascht. Dies zeigt uns, dass wir mit unserer Produktoffensive richtig liegen und genau die Themen adressiert und umgesetzt haben, die für Sie relevant sind.
Dazu gehören, um nur einige zu nennen, die Steigerung der Gesamtanlageneffektivität, die Ressourcenschonung sowie die Bedienerfreundlichkeit unserer
Verpackungslösungen.
Bei den Tiefziehverpackungsmaschinen haben wir
in den letzten Monaten mehrere technische Innovationen entwickelt, die signifikant zur Verbesserung der
Energieeffizienz und zur Erhöhung der Gesamtanlageneffektivität beitragen. Viele dieser Neuerungen sind
beispielsweise in das Hochleistungsmodell R 535 integriert, das auch auf der IFFA zu sehen ist. Zudem ist
mit der R 095 e-concept™ ein besonders energieeffizientes Einstiegsmodell bei den Tiefziehverpackungsmaschinen in Serie gegangen.
Bei den Traysealern haben wir unser Portfolio um
mehrere Modelle erweitert und die Performance unserer automatischen Traysealer weiter optimiert. Auf der
IFFA werden wir dem Markt erstmals unser neues
Traysealermodell T 600 präsentieren.
Auch unsere Tochtergesellschaft MULTIVAC
Marking & Inspection wartet in Frankfurt mit einer
Reihe neuer Produkte im Bereich Kennzeichnungsund Inspektionssysteme auf. Dazu zählen unter
anderem ein neues Röntgeninspektionssystem, der
Siegelnahtscanner MVS sowie die Integrationsfähigkeit der Kennzeichnungssysteme in das HMI unserer
Verpackungsmaschinen.
Neue Produkte sind jedoch nur ein Teil unserer
Strategie, zu der auch ein entsprechend umfassendes
Serviceangebot gehört. Mit unserem weltweiten Vertriebs- und Servicenetz können wir sowohl den international agierenden Konzernen als auch lokal tätigen
Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen, einheitliche Standards sowie Ersatzteile und Vor-Ort-Service
anbieten.
Ein weiterer wichtiger Baustein in unserem umfassenden Servicekonzept ist das neue Anwendungsund Schulungszentrum an unserem Hauptsitz in Wolfertschwenden. Mit dem Neubau setzen wir unseren
Premium-Anspruch als weltweit führender Hersteller
von Verpackungslösungen auch im Bereich der Anwendungstechnik und der Schulung von Kunden und
Mitarbeitern um.
Für heute wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen
dieser UPDATE-Ausgabe.
Ihr
Hans-Joachim Boekstegers
3
TITEL
Ressourcen schonen, Energie sparen
und effizienter arbeiten................................... S. 12
Effizienz auf allen Ebenen................................ S. 15
Weniger Folienverbrauch
durch innovative Technik................................. S. 17
Das Stromsparmodell für Einsteiger.............. S. 18
Komplette Verpackungslinien über
ein Terminal steuern......................................... S. 20
Interview mit Guido Spix, CTO
„Wir reduzieren den Carbon-Footprint“..............S. 22
RUBRIKEN
EDITORIAL........................................................... S. 3
SNAPSHOT.......................................................... S. 6
MULTIVAC INSIDE............................................... S. 8
INNOVATIONEN & PRODUKTE
480 Packungen Aufschnitt in der Minute
Ideal für überbreite Folien: die R 685..................S. 32
„Der kleinste Linien-Traysealer der Welt“
Flexibles Erfolgsmodell: der T 300......................S. 34
Mehr Performance für die Hochleister
Optimierte Traysealer-Werkzeuge
auf der IFFA.........................................................S. 36
Gefragte Alternativen zum Neukauf
Erfolgsjahr für MULTIVAC Resale & Service....... S. 37
Harmonisierte Steuerung
Exakte Rückverfolgung auch für
kleine Losgrößen.................................................S. 38
Einwandfreie Optik
Inspektionssysteme für Siegelnähte...................S. 40
4
Qualitätscheck inklusive
Intelligente Inspektionssysteme.......................... S. 42
Für optimale Druckergebnisse
Drucker und Verbrauchsmaterial
aus einer Hand.....................................................S. 44
Aus dem Gefrierschrank direkt in den Ofen
Neues Verpackungskonzept: Mylar ® COOK....... S. 46
Im luftleeren Raum
Vakuumverpackungen bieten hohe Flexibilität....S. 50
Geschmack im Blick
Verpackungslösungen für das Handwerk............ S. 52
FOOD
Marktführer dank MULTIVAC
Integrierte Verpackungslösung
für Frischkäse..................................................... S. 54
Technik zum Testen
Beste Infrastruktur für
Neuseelands Verpacker.......................................S. 55
AUSGABE 1 2013
SCHWERPUNKT
Interview mit Hans-Joachim Boekstegers, CEO
„Wir wollen auch bei der Ressourcenschonung Marktführer sein“...................................... S. 24
Speziallösungen im Fokus
Doppelter IFFA-Auftritt von MULTIVAC..................... S. 27
WEITERE THEMEN
Mehr Kapazität, nachhaltige Bauweise
Das neue TIC in Wolfertschwenden...................S. 28
Interview mit Christian Traumann, CFO
„Eine energieeffiziente Bauweise
rechnet sich“.......................................................S. 30
INHALT
Wurstspezialitäten „inline“ schneiden
und verpacken
Die Effizienz der R 095 e-concept™ überzeugt....S. 56
Entscheidung nicht bereut
Gebrauchtmaschinen: Eine zuverlässige
Alternative........................................................... S. 70
Schweinefleischvariationen
ofenfähig verpackt
Farmland Foods setzt auf Mylar ® COOK.............S. 58
400 Prozent mehr Produktionsleistung
QB Food steigert seine Verpackungseffizienz..... S. 71
Millimetergenau platziert
Höherer Ausstoß durch neue Etikettiertechnik...S. 60
Dessertgläser etikettiert und versiegelt
Komplexe Etiketten zuverlässig platziert.............S. 62
Flexible Etikettierlösung,
sportlicher Liefertermin
Der MR425 GB steigert Wirtschaftlichkeit..........S. 64
Weiche Produkte ohne Deformationen
Tray-Skin-Verfahren bei Brandenburg Culinair.....S. 66
Dongjiang Fisch als Snack verpackt
Neuartige Verpackung für China.......................... S. 72
BEYOND PACKAGING
„Der perfekte Job“
Weltweit im Einsatz: Die Mechatronikerin
Nicole Haupt........................................................ S. 74
WUSSTEN SIE EIGENTLICH
RFID-Technik regelt Benutzerberechtigungen................................................. S. 76
MESSEKALENDER............................................ S. 78
IMPRESSUM...................................................... S. 78
Kurze Produktionszyklen und ein
Frischeversprechen
T 300 ermöglicht besseres Frischekonzept.........S. 68
5
UPDATE Snapshot
Ressourcenschonung und Anlageneffektivität
sind Kernthemen auf der IFFA 2013
Vom 4. bis 9. Mai 2013 dreht sich auf der IFFA 2013 in
Frankfurt am Main alles um die gesamte Wertschöpfungskette der fleischverarbeitenden Industrie. Die
Stichworte Ressourcenschonung und Anlageneffektivität bilden die Schwerpunkte des Messeauftritts von
MULTIVAC. Zahlreiche der neuen Maschinenkonzepte
für Handwerksbetriebe, Fleischerfachgeschäfte und
industrielle Verpacker integrieren Lösungen zur Reduzierung des Verbrauchs von Ressourcen wie Energie,
Wasser und Verpackungsmaterial.
6
AUSGABE 1 2013
7
UPDATE Multivac inside
15.11.2012
Langfristig Zukunft sichern
MULTIVAC tritt VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence bei
MULTIVAC ist Blue Competence, der Nachhaltigkeitsinitiative des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), beigetreten.
Ziel der im vergangenen Jahr lancierten Kampagne ist es, die Stärken des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus in Belangen der Nachhaltigkeit herauszustellen. Dazu gehören Technologien und Verfahren, die den Energieverbrauch
verringern, Rohstoffe schonen und Emissionen
auf ein Minimum reduzieren. Dazu hat Blue
Competence belastbare Nachhaltigkeitskriterien
und -standards definiert, die jedes Unternehmen
erfüllen muss, das sich der Initiative anschließt.
Bislang unterstützen deutschlandweit über 330
Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Anlagen- und Maschinenbaus Blue
Competence.
8
25.06.2012
Verpackungskompetenz
für BMZ-Initiative
Engagement in Entwicklungs- und
Schwellenländern wird weiter verstärkt
MULTIVAC gehört zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Initiative für Agrarwirtschaft
und Ernährung in Schwellen- und Entwicklungsländern (DIAE). Gemeinsam mit zahlreichen
deutschen Unternehmen und der Deutschen
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
haben sich die Mitglieder von DIAE zu einem
gemeinsamen internationalen Engagement zur
Ernährungssicherung verpflichtet. Initiator der
Initiative ist das von Dirk Niebel geleitete Bundesentwicklungsministerium (BMZ), der auch
Schirmherr der DIAE ist. Bereits seit 2010 unterstützt MULTIVAC die internationale SAVE
FOOD-Initiative der Welternährungsorganisation FAO, die die weltweite Nahrungsmittelverschwendung bekämpft.
AUSGABE 1 2013
14.01.2013
Mehr Platz für Gebrauchtmaschinen
MULTIVAC Resale & Service schafft zusätzlichen Raum für Gebrauchtmaschinengeschäft
Mit einer neuen, 800 Quadratmeter großen Lagerhalle erweitert MULTIVAC Resale & Service 2013 seinen
Standort in Nettetal-Kaldenkirchen. Erst im Dezember 2011 hatte das Unternehmen eine neue Lagerhalle
mit Platz für bis zu 70 Maschinen fertiggestellt. Durch den aktiven Handel mit Gebrauchtmaschinen waren
deren Kapazitäten jedoch bereits im Laufe des vergangenen Jahres ausgeschöpft. So entschloss man sich
zur Projektierung einer weiteren, baugleichen Halle, die wiederum Platz für bis zu 70 Maschinen schaffen
wird. MULTIVAC Resale & Service wurde 1988 als Ingenieurbüro Christoph Grundmann gegründet.
2005 übernahm MULTIVAC das Unternehmen unweit der niederländischen Grenze. Fünf Jahre später
wurde die Firma in die MULTIVAC Unternehmensgruppe eingegliedert und in MULTIVAC Resale & Service
umbenannt.
04.02.2013
Tauschteile reduzieren
Stillstandszeiten
Neuer Zusatzservice von MULTIVAC
Trotz der hohen Qualität unterliegen bestimmte
Komponenten von MULTIVAC Maschinen allgemeinen Verschleißerscheinungen. Um die Nachfrage nach kürzeren Lieferzeiten zu erfüllen,
Ausfallzeiten zu minimieren und Produktionssicherheit zu gewährleisten, hat MULTIVAC
Resale & Service einen neuen MULTIVAC Zusatzservice entwickelt: „Exchange Components“.
Dabei werden Baugruppen wie Stanzen, Hubsysteme, Schneidwerkzeuge und Folienabwickler nicht mehr beim Kunden vor Ort instandgesetzt, sondern ausgetauscht. Dadurch lassen
sich Stillstandszeiten deutlich reduzieren. In der
Praxis bedeutet dies, dass auch Bauteile, die in
der Regel nicht Teil der Instandsetzung sind,
einer Prüfung unterzogen und bei Bedarf ausgewechselt werden. Auf diese Weise wird
die Funktionstüchtigkeit der Maschine schnell
wiederhergestellt. Die Austauschkomponenten
befinden sich im Lagerbestand von MULTIVAC
Resale & Service und können flexibel an die
Anforderung der jeweiligen Maschine angepasst
werden.
30.10.2012
Ein Gorilla zum Geburtstag
25-jähriges Jubiläum von MULTIVAC Inc.
Im Oktober 2012 feierte MULTIVAC Inc. sein
25-jähriges Bestehen. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildeten eine Preisverleihung und Danksagungen für rund 20 Mitarbeiter, die bereits
seit der Gründung im Jahr 1987 Teil des Unternehmens sind. Die Feierlichkeiten wurden mit
einer Veranstaltung für alle Mitarbeiter im historischen zoologischen Garten von Kansas City
fortgeführt. Dort erwarteten die Mitarbeiter und
ihre Familien ein Picknick und ein Tag voller
abwechslungsreicher Aktivitäten. Um auch der
Stadt Kansas City, seit 25 Jahren Sitz von
MULTIVAC Inc., Ehre zu zollen, gab das Spendenkomitee des Unternehmens die Adoption
eines Gorillas aus dem Kansas City Zoo bekannt.
Ende Oktober feierten dann rund 550 Gäste
mit den MULTIVAC Mitarbeitern im House of
Blues in Chicago einen Abend mit exklusiven
kulinarischen Kreationen, Musik, Magie und
vielen Erinnerungen.
9
UPDATE Multivac inside
12.12.2012
Optimierter Service für peruanische Kunden
MULTIVAC Niederlassung in Lima in voller Funktion
Zwei Jahre nach der Gründung von MULTIVAC Peru ist die Niederlassung nun voll in Funktion und kann
ihren Kunden einen optimierten Kundenservice bieten. In der Niederlassung ist unter anderem ein moderner Showroom untergebracht. Dieser bietet Kunden die Möglichkeit, Neumaschinen von MULTIVAC
und den von MULTIVAC vertretenen Firmen in Augenschein zu nehmen. Ein Lager für Ersatzteile und
Verbrauchsmaterialien wie Verpackungsfolien und Vakuumbeutel bilden einen weiteren Schwerpunkt.
Geleitet wird das Team von MULTIVAC Peru durch den Sales Manager Miguel Rodriguez. Der studierte
Lebensmittelingenieur betont, dass er Kunden durch die neue Niederlassung ein vielfältiges Angebot
sowie eine reibunglose Lieferung bieten kann. Neben Rodriguez arbeiten sechs weitere Mitarbeiter in der
neuen Niederlassung, darunter zwei Techniker.
01.01.2013
10
10.11.2012
Kürzere Produktionszeiten
für Nordamerika
Gut besuchte Innovationstage
MULTIVAC Inc. investiert in Fertigungskapazitäten
MULTIVAC Bulgarien präsentiert
Innovationen im neuen Showroom
Seit dem 1. Januar 2013 verfügt MULTIVAC Inc.
über eine größere Fertigungskapazität und kann
somit weitere Dienstleistungen für den nordamerikanischen Markt anbieten. Dazu wurde
die bisherige Lagerhalle mit einer Fläche von
2.600 Quadratmetern in eine Fertigungshalle
umgebaut. Hier können kundenindividuelle
Werkzeugsätze gefertigt werden sowie Überholungs- und Nachrüstungsdienstleistungen für
Gebrauchtmaschinen durchgeführt werden.
Ebenso bietet die Halle Platz für die Reparatur
und die Generalüberholung von Kundenmaschinen. Auch die Herstellung von Siegeldichtungen
für den US-amerikanischen Markt findet jetzt
bei MULTIVAC Inc. statt. Die neue Fertigungshalle wurde zudem für die Produktion von Doppelkammermaschinen des Typs C 500 ausgerüstet. Durch die Kapazitätserweiterung will
MULTIVAC die Produktionszeiten für den nordamerikanischen Markt deutlich verkürzen.
Der frisch eröffnete Showroom bildete den Rahmen der Innovationstage, die bei MULTIVAC
Bulgarien vom 6. bis zum 10. November 2012
erstmals stattfanden. Zahlreiche Gäste genossen die Atmosphäre in den neuen Räumlichkeiten, die sich in zentraler Lage in Bulgariens
Hauptstadt Sofia befinden. Dabei konnten die
Gäste und Partner nicht nur zahlreiche neue
Maschinen von MULTIVAC – auch im Praxisbetrieb – in genauen Augenschein nehmen. Die
Besucher hatten auch Gelegenheit, unterschiedliche Vorträge zu den Themen Marketing, Verpackungen und Packstoffe, Innovationen im
Portfolio von MULTIVAC sowie zu den Themen
Ersatzteilservice und Instandhaltung von Maschinen zu besuchen. Anhand von Videos wurden
HPP und die Tiefziehverpackungstechnologie
präsentiert. Auf besonders großes Interesse der
Besucher stießen dabei Innovationen im Verpackungsdesign und im Bereich der Verpackungsfolien.
AUSGABE 1 2013
15.10.2012
Sommerferienprogramm
für Kinder
Eine Woche für junge Forscher
Erstmals hat MULTIVAC in den Sommerferien
2012 ein Forscherprogramm für Mitarbeiterkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren angeboten. Eine Woche lang durften die Teilnehmer
jeden Tag zu einem anderen Thema forschen
und experimentieren und dabei ihren Fragen zu
Natur, Technik und Umwelt auf den Grund
gehen. Organisiert wurde das Programm von
Science Lab, einer unabhängigen und gemeinnützigen Bildungseinrichtung, die Kindern die
Grundlage für lebenslanges und eigenständiges
Lernen eröffnet. Aufgrund der guten Resonanz
wird MULTIVAC auch 2013 ein Sommerferienprogramm anbieten. www.science-lab.de
25.01.2013
08.12.2012
Kundendienst verstärkt
MULTIVAC UK erwirbt neues Gebäude
Durch das starke Wachstum im Kundendienstbereich wurde es in den letzten Jahren eng im
Gebäude von MULTIVAC UK in Swindon. Der
Platzmangel wurde nun durch den Kauf eines
neuen Gebäudes gelöst. Dieses liegt praktischerweise genau auf der anderen Straßenseite
des bisherigen Standorts. Das neue Gebäude
bietet ausreichend Platz für eine Werkstatt und
für ein Ersatzteillager. Ebenso sind dort zusätzliche Büroräume für den technischen Service
untergebracht. Das Wachstum im Kundendienstbereich begründet sich unter anderem
auch darauf, dass MULTIVAC UK immer mehr
technische Serviceleistungen selbst vornimmt
und Maschinenbauteile direkt am Standort in
Swindon überarbeitet werden können.
02.10.2012
Besserer Service für
Weber-Maschinen
MULTIVAC Clean Design™
erhält Auszeichnung
Mitarbeiterschulung in Lateinamerika
Innovative Verpackungslösung bei den
„Asian Manufacturing Awards“ prämiert
Die Firma Weber gilt weltweit als führender Hersteller von Schneidemaschinen. In zahlreichen
Ländern wird Weber von MULTIVAC vertreten.
Im Rahmen einer Maschinenschulung für den
lateinamerikanischen Markt durch Weber wurden Techniker von MULTIVAC im Januar hinsichtlich der Instandhaltung und Reparatur von
Schneidemaschinen geschult. Dabei erwarben
sie fundierte Kenntnisse, mit denen Fehlerquellen schnell diagnostiziert werden können. Auf
diese Weise kann Kunden ein besserer Service
geboten werden. An der einwöchigen Veranstaltung im Schulungszentrum von MULTIVAC Chile
nahmen MULTIVAC Techniker aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern teil.
Bei der ersten Vergabe der Asian Manufacturing Awards (AMA) in Singapur wurde das
MULTIVAC Clean Design™ im September 2012
mit dem „Innovative Packaging Machinery
Award“ ausgezeichnet. Bei der Bewertung der
Einreichungen berücksichtigten die unabhängigen Jurymitglieder der AMA die Leistung der
Produkte unter anderem hinsichtlich Maschinenfunktionalität, Flexibilität, Wartung und Integrierbarkeit. Die „Asian Manufacturing Awards“ würdigen Unternehmen, die durch die Bereitstellung
erstklassiger Produkte, Lösungen und Services
in Asien den Weg für Höchstleistungen in der
Produktion ebnen.
11
UPDATE titel
Ressourcen schonen,
Energie sparen und
effizienter arbeiten
Mit der R 535 e-concept™ präsentiert MULTIVAC ein wegweisendes Anlagenkonzept
Auf der IFFA 2013 präsentiert MULTIVAC mehrere technische Innovationen, die signifikant zur
Verbesserung der Energieeffizienz und zur Erhöhung der Gesamtanlageneffektivität von Verpackungsmaschinen beitragen. Diese Neuerungen sind in das Hochleistungsmodell R 535
e-concept™ integriert, das eines der Highlights auf dem Stand von MULTIVAC sein wird.
12
AUSGABE 1 2013
Die R 535 e-concept™ vereint mehrere innovative Lösungen zur Ressourcenschonung und zur Erhöhung der Effizienz des Verpackungsprozesses.
Reduzierung Packmittelverbrauch
Eine innovative Werkzeuggeometrie und die neue Prozessführung optimieren die Ausnutzung der Folienfläche und reduzieren den Folienabfall. Ein
verbessertes Tiefziehverfahren sowie die Adaption des Packungsdesigns
reduzieren die Foliendicke bei gleichbleibenden Packungseigenschaften.
Reduzierung Energieverbrauch
Die Substitution von pneumatischen Baugruppen durch servomotorisch betriebene Baugruppen reduziert den Energieverbrauch. Ein Stand-by-Modus
minimiert den Energieverbrauch während der Produktionspausen und stellt
die Produktionsbereitschaft zum geplanten Zeitpunkt sicher. Zudem reduziert eine Kühlwasserdurchflussregelung den Frischwasserverbrauch.
Erhöhung der Gesamtanlageneffektivität
Durch ein Schubladensystem wird ein schneller und ergonomischer Werkzeugwechsel ermöglicht. Der Einsatz von regelbaren, servomotorischen
Baugruppen wirkt sich positiv auf die Taktleistung aus. Die Integration von
Ouerbahnetikettierer, Direktdrucksystem und Bandsystem in die Steuerung beschleunigt den Produktionsstart und vereinfacht die Bedienung.
MULTIVAC unterstützt die Initiative Blue Competence
des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, VDMA
13
UPDATE titel
Energieeffiziente Konzepte stehen im Mittelpunkt der
diesjährigen IFFA, der internationalen Fachmesse für
die Fleischwirtschaft vom 4. bis 9. Mai in Frankfurt.
Maschinen- und Anlagenbauer werden dort ihre Neuerungen präsentieren.
Zu den vielversprechendsten Lösungen im Bereich der Verpackungsmaschinen zählt die Tiefziehverpackungsmaschine R 535 e-concept™ von MULTIVAC,
die mit verschiedenen Innovationen ausgestattet ist,
die signifikant zur Energieeffizienz und zur Erhöhung
der Anlageneffektivität beitragen.
„Bei der R 535 e-concept™ haben wir verschiedene
Ansätze für mehr Energieeffizienz, Materialeffizienz
und Prozesseffizienz kombiniert, die sich positiv auf
die Gesamtanlageneffektivität auswirken“, erläutert
Valeska Haux von MULTIVAC.
Die R 535 e-concept™ verbraucht zum einen deutlich weniger Druckluft und Energie. Hierfür hat
MULTIVAC in die R 535 e-concept™ neue Baugruppen
integriert, die einen geringeren Energiebedarf aufweisen als die bisher eingesetzten Module. Zum anderen
wurden vielfältige Neuerungen implementiert, um die
Flexibilität der Maschine weiter zu erhöhen und damit
unter anderem auch die Stillstandszeiten zu reduzieren.
Reduzierung des Energieverbrauchs
Die wichtigste Neuerung zur Reduzierung des Energieverbrauchs der R 535 e-concept™ liegt im Bereich der
Antriebe: MULTIVAC hat die wichtigsten druckluftbetriebenen Komponenten konsequent durch servomotorische Antriebe ersetzt. Betroffen sind unter anderem die Hubwerke im Bereich der Formstation und
der Siegelstation sowie die Folienstanze STS 10. Darüber hinaus ist die R 535 mit einer Vakuumpumpe
MVP 600 von MULTIVAC ausgestattet, die sich durch
einen geringeren Energieverbrauch auszeichnet als
vergleichbare Aggregate.
Durch den Einsatz von Servoantrieben lassen sich
auch die Bewegungsabläufe der Hubwerke im Hinblick
auf Geschwindigkeit und Öffnungsweite äußerst präzise regeln. Das trägt insgesamt zur Erhöhung der
Maschinenleistung bei. Auch die Verarbeitung von
Packstoffen mit unterschiedlichen Dicken auf einer
Maschine wird durch diese neue Technologie signifikant vereinfacht.
Reduzierung des Folienverbrauchs
Die Ausnutzung des Verpackungsmaterials wird durch
eine servomotorisch verfahrbare Siegel- und Schneidstation sowie durch den Einsatz von segmentierten
14
Schnittwerkzeugen verbessert. Durch diese Neuerungen können die Stege zwischen den Packungen sowie
die Folienränder reduziert werden. Der Folienabfall
wird deutlich verringert.
Die R 535 e-concept™ ist mit einer KühlwasserDurchflussregelung ausgestattet. Daher verbraucht
das neue Maschinenkonzept auch weniger Frischwasser als herkömmliche Maschinen.
Reduzierung von Stillstandszeiten
Um die Stillstandszeiten für den Werkzeugwechsel zu
reduzieren, hat MULTIVAC die R 535 e-concept™ mit
einem Schubladensystem zum Wechsel des Formwerkzeugunterteils ausgestattet. Dieses rein mechanische System ermöglicht eine schnelle Inspektion und
Zwischenreinigung der Werkzeuge.
Linienkomponenten wie der Etikettierer OP625
und der Drucker TTO von MULTIVAC sind in das
Benutzerterminal HMI 2.0 der Tiefziehverpackungsmaschine integriert. Mit dieser Lösung ist das Bedienpersonal in der Lage, Verpackungsmaschine, Etikettierund Drucksystem über eine einzige Bedienlogik zentral
anzusteuern. Die Inbetriebnahme und Bedienung der
Systeme wird vereinfacht.
AUSGABE 1 2013
Natalie Schmid
Produktmanagerin von MULTIVAC
Effizienz
auf allen Ebenen
Bei Material- und Ressourcenschonung setzt die Tiefziehverpackungsmaschine R 535 e-concept™, die
auf der IFFA präsentiert wird, einen neuen Maßstab
50 Prozent weniger Kühlwasserverbrauch, fünf Prozent weniger Folieneinsatz – das sind nur zwei Kennzahlen
der neuen Tiefziehverpackungsmaschine R 535 e-concept™. Mit Natalie Schmid von MULTIVAC sprachen
wir darüber, weshalb das Konzept deutlich weniger Folienmaterial, Frischwasser und Energie verbraucht als
ein Vergleichsmodell.
Frau Schmid, was ist das Besondere an der R 535 e-concept™, die Sie
im Mai auf der IFFA präsentieren
werden?
Schmid: Die R 535 e-concept™ ist
nicht nur besonders effizient oder
besonders stromsparend. Mit
„Effizienz“ meinen wir tatsächlich
Effizienz auf allen Ebenen. Hierfür
haben wir verschiedene Ansätze
für mehr Energie-, Material- und
Prozesseffizienz kombiniert, sodass
ihre Gesamtanlageneffektivität besonders hoch ist.
Inwiefern?
Schmid: Das neue Maschinenkonzept verbraucht zum einen weniger Frischwasser als herkömmliche
Maschinen und nutzt auch das eingesetzte Folienmaterial besser aus.
Zum anderen laufen einzelne Maschinenprozesse noch effizienter
ab als bislang. Dies wurde unter anderem durch eine bessere Integration von Modulen wie Kennzeichnungs- und Inspektionssystemen
in die Liniensteuerung erreicht.
Mit welcher Maßnahme haben Sie
die Reduzierung des Frischwasserverbrauchs erreicht?
Schmid: Wir haben die R 535
e-concept™ mit einer KühlwasserDurchflussregelung ausgestattet.
Dabei misst ein integrierter Sensor
laufend die Temperatur des Kühlwassers. Erst wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist, wird
dem System frisches Kühlwasser
zugeführt. Das reduziert den Frischwasserverbrauch der Maschine um
bis zu 50 Prozent.
15
UPDATE titel
Und wie sieht es beim Folienabfall
aus?
Schmid: Um den Abstand zwischen den Packungen zu reduzieren, haben wir die Streifenstanze
STS 10 mit einem segmentierten
Schnittwerkzeug
ausgestattet.
Die Auslegungsgeometrie dieses
Werkzeugs wurde so optimiert,
dass die Stege zwischen den Packungen reduziert werden konnten.
Das Schnittwerkzeug besteht aus
einzelnen Segmenten und ist dadurch wartungseffizienter und besser für die Verarbeitung von dünnen
Folien geeignet. Zudem haben wir
die Siegelstation und die Streifenstanze mit servomotorischen Verfahreinrichtungen
ausgestattet.
Diese Maßnahme ermöglichte es
uns, die Siegelflansche zwischen
den Packungen in Längsrichtung zu
reduzieren. Unterm Strich konnten
wir so den Folienabfall zwischen
den Packungen reduzieren.
Und wie konnten Sie die Folienrandstreifen verkleinern?
Schmid: Wir haben im Siegelwerkzeug der R 535 e-concept™ eine
neue Absaug- und Begasungslösung eingesetzt. Die neue Werkzeuggeometrie dieser Einheit führt
zu einer Reduzierung der Randstreifenbreite des Folienmaterials.
Durch diese Maßnahme kann der
Abfallstreifen beträchtlich reduziert
werden.
Um wie viel Prozent reduzieren
diese Maßnahmen den Folienverbrauch insgesamt?
Schmid: Wir können bei der R 535
e-concept™, die wir auf der IFFA
präsentieren, den Folieneinsatz um
etwa fünf Prozent senken.
Wie kommt diese Differenz zustande?
Schmid: Durch die verbesserte
Ausnutzung der Folie können wir
die Abzugslänge der Werkzeuge
16
verringern, ebenso die Maschinenbreite. Daher benötigen wir für die
Herstellung derselben Anzahl an
Packungen auch weniger Folienmaterial.
Bei der R 535 e-concept™ haben
Sie aber auch den Energieverbrauch reduzieren können.
Schmid: Dazu haben wir die wichtigsten druckluftbetriebenen Komponenten der Maschine durch servomotorische Antriebe ersetzt. Im
Bereich der Formstation und
der Siegelstation ist die R 535
e-concept™ beispielsweise mit
elektrisch betriebenen Servo-Hubwerken ausgestattet. Damit konnten wir den Energieverbrauch der
Hubwerke um etwa 80 Prozent reduzieren. Zusätzlich wird die Formstation der R 535 e-concept™ mit
Vakuum anstatt mit Druckluft beheizt. Das senkt den Druckluftverbrauch in der Formstation um
etwa 25 Prozent. Die in der R 535
e-concept™ eingesetzte Vakuumpumpe MVP 600 weist im Vergleich zu anderen Pumpen ihrer
Leistungsklasse einen um etwa
40 Prozent geringeren Energieverbrauch auf.
Welche Vorteile haben servomotorische Antriebe aus Ihrer Sicht?
Schmid: Nun, die Bewegungsabläufe des Hubwerks lassen sich
durch den Servoantrieb im Hinblick
auf Geschwindigkeit und Öffnungsweite äußerst präzise regeln. Dadurch können wir die Hubwerksbewegungen perfekt an Anwendung
und Material anpassen und im Rezeptspeicher der Maschinensteuerung abspeichern. Das trägt insgesamt zur Erhöhung der Maschinenleistung bei.
In die R 535 e-concept™ sind mehrere Module integriert. Wie sieht
es hier mit der Gesamtanlageneffizienz aus?
Schmid: In der IFFA-Linie sind Linienkomponenten wie der Etikettierer OP625 und der Drucker TTO
von MULTIVAC integriert; beide
lassen sich über das Benutzerterminal HMI 2.0 der Tiefziehverpackungsmaschine steuern. Mit
dieser Lösung ist das Bedienpersonal in der Lage, Verpackungsmaschine, Etikettier- und Drucksystem
über eine einzige Bedienlogik zentral anzusteuern. Das bedeutet insgesamt weniger Kabel sowie eine
einfache Inbetriebnahme und Bedienung. Verbessert wurde auch
die Qualitätskontrolle. Die R 535
e-concept™ verfügt über eine automatische
Leerpackungsüberwachung. Zudem ist das angebundene Bandsystem MBS 205 für die
Vereinzelung der fertigen Packungen mit einem Metalldetektor ausgestattet.
AUSGABE 1 2013
Weniger Folienverbrauch
durch innovative Technik
Durch den Einsatz und das perfekte Zusammenspiel verschiedener innovativer Techniken lassen sich
bei der R 535 e-concept™ Folienabfall und -verbrauch deutlich senken. Mit dem gleichen Folienmaterial
lassen sich daher mehr Packungen herstellen.
Reduzierung der Stege
Die neue Auslegungsgeometrie der Querschneidung mit segmentiertem Schnittwerkzeug ermöglicht schmalere Stege zwischen den einzelnen Packungen. Der Einsatz einer servomotorischen Verfahreinrichtung an der Siegelstation trägt ebenso zu einer Reduzierung der
Stege zwischen den Packungen bei.
Reduzierung des Siegelrands
Eine Reduzierung des Siegelrands wird durch
den Einsatz von innovativen Werkzeuggeometrien erreicht.
Reduzierung der Randstreifenbreite
Bei der R 535 e-concept™ wird eine neue
Absaug- und Begasungslösung eingesetzt. Im
Zusammenspiel mit einer neuen Werkzeuggeometrie lässt sich so die Randstreifenbreite
minimieren.
17
UPDATE titel
Das Stromsparmodell
für Einsteiger
Die Tiefziehverpackungsmaschine R 095 e-concept™
Mit den steigenden Energiepreisen nimmt auch bei Fleischereien die Anforderung zu, den
Energieaufwand in der Fleischverarbeitung zu reduzieren. Bei Produktion und Verpackung
liegen ressourcenschonende Konzepte im Trend.
Das Fleischerhandwerk zählt zu den energieintensiven
Handwerken. Der meiste Strom wird für die Produktion und Kühlung der Fleischwaren benötigt, insbesondere für Systeme, die mit Druckluft oder Pumpen arbeiten. In diesen Bereichen bestehen auch die größten
Einsparpotenziale. Nach Einschätzung des Bayerischen
Landesamts für Umwelt könnte der Stromverbrauch in
den Betrieben um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.
Mit „e-concept™“ hat MULTIVAC bereits auf der
IFFA 2010 ein Konzept präsentiert, mit dem sich der
Ressourcenverbrauch senken lässt. Seit Ende 2012
gibt es mit der R 095 e-concept™ ein Serienmodell, das
bereits in mehreren Fleischereifachbetrieben im Einsatz ist.
20 Prozent weniger Energie
Anders als bei den meisten Verpackungsmaschinenherstellern verzichtet die R 095 e-concept™ auf eine
externe Druckluft- und Wasserversorgung. „Die Drucklufterzeugung ist sehr energie- und kostenintensiv.
Daher haben wir alle Großverbraucher von Pneumatik
18
durch elektrische Systeme mit besonders hohem Wirkungsgrad ersetzt. Die noch benötigte Druckluft wird
durch die eingebaute Vakuumpumpe erzeugt“, erläutert Natalie Schmid, Produktmanagerin für Tiefziehverpackungsmaschinen bei MULTIVAC.
Auch der Einsatz von innovativen Form- und
Siegelprozessen wirkt sich positiv aus: e-concept™ Maschinen verbrauchen mindestens 20 Prozent weniger Energie als vergleichbare Modelle.
Geringe Betriebskosten
Bei der R 095 e-concept™ handelt es sich um ein Einstiegsmodell, das besonders für kleine und mittelständische Betriebe geeignet ist. Hubwerke und Schneidungen werden elektrisch angetrieben. Das schlägt
sich zum einen in geringen Betriebskosten nieder. Zum
anderen sind die Investitionskosten für die Inbetriebnahme der Verpackungsmaschine deutlich niedriger
als bei Vergleichsmodellen, für die Betriebe in zusätzliche Druckluft- und Wasseranschlüsse investieren
müssen. Da die R 095 e-concept™ nur einen Stroman-
AUSGABE 1 2013
Die R 095 e-concept™ bewährt sich bereits in der Praxis
schluss benötigt, kann die Maschine flexibel im Betrieb
aufgebaut werden.
Tiefziehverpacken auf kleinstem Raum
trum an Weichfolienverpackungen ab. Dies erleichtert
das Umrüsten auf andere Packungsformate.
Wie alle MULTIVAC Maschinen ist die R 095 im
MULTIVAC Hygiene Design™ gestaltet, das eine einfache Reinigung der Maschine ermöglicht.
Mit einer Gesamtlänge von 2,30 Metern ist die
R 095 das kleinste Maschinenmodell von MULTIVAC
im Bereich des automatischen Tiefziehverpackens.
Die kurzen Abmessungen sind dem innovativen
Maschinenkonzept der R 095 zu verdanken. Natalie
Schmid erläutert das Prinzip: „Das Formwerkzeug
befindet sich im Maschineninnenraum, wo das Verformen der Folie stattfindet“. Trotz ihrer kompakten
Bauweise verfügt die R 095 über eine großzügige
Einlegefläche, die Platz für das manuelle Beladen der
Tiefziehpackungen bietet.
Schnelles Umrüsten
Die R 095 verfügt über ein Schnellwechselsystem für
Form- und Siegelwerkzeug. Zwölf Basisformate mit
Variounterteilungen decken das marktübliche Spek19
UPDATE titel
Komplette
Verpackungslinien über
ein Terminal steuern
Die Integration von Kennzeichnungssystemen in das HMI der Verpackungsmaschine
trägt zur Effizienzsteigerung bei
Was im Bereich der Foliendirektdrucker schon seit einiger Zeit Standard ist, hat MULTIVAC Marking & Inspection
jetzt auch für seine Querbahn- und Transportbandetikettierer realisiert: die Integration in das Bedienterminal HMI 2.0 von MULTIVAC. Der Vorteil: Ganze Verpackungslinien lassen sich jetzt über ein einziges
Terminal steuern, und zwar – ähnlich wie bei einem Smartphone – per Fingerzeig.
Die Integration von Kennzeichnungssystemen in das
HMI 2.0 von MULTIVAC hat für Anwender mehrere
Vorteile: Das Bedienterminal bietet Nutzern die Möglichkeit, den gesamten Programmablauf in Echtzeit zu
verfolgen. Zudem verfügt das HMI 2.0 über einige
Besonderheiten, die das Arbeiten mit den Kennzeichnungs- und Inspektionssystemen besonders ergonomisch gestalten: Die Funktionen sind zur besseren
Übersicht gruppiert dargestellt und lassen sich durch
Antippen des grafischen Symbols detailliert darstellen.
Die übersichtliche Strukturierung der Bedieneroberfläche sowie selbsterklärende Icons ermöglichen eine
einfache Orientierung innerhalb der Systemsteuerung.
„Sämtliche Daten werden über die Maschinensteuerung IPC 06 der Verpackungsmaschine oder des
Kennzeichnungssystems verarbeitet und über das
HMI 2.0 für den Bediener übersichtlich visualisiert“,
berichtet Robert Vollenkemper, Vertriebsleiter von
MULTIVAC Marking & Inspection.
Piktogramme unterstützen den Benutzer bei der
Bedienung der Maschine. Müssen zum Beispiel die
Etiketten gewechselt werden, zeigt das HMI 2.0 die
einzelnen Anwendungsschritte in Bildern an. Auch ungeübten Bedienern wird auf diese Weise ein Mittel zur
20
Verfügung gestellt, mit dem sie schnell und ohne
Probleme den Prozess des Etikettenwechsels durchführen können, ohne diesen erst in einer Bedienungsanleitung nachschlagen zu müssen.
Durch die Verknüpfung von Vorgängen in einer integrierten und zentral über ein HMI 2.0 gesteuerten Verpackungslinie wird die Bedienung insgesamt intuitiver
und effizienter: Bei der Rezeptauswahl an der Tiefziehverpackungsmaschine werden beispielsweise automatisch auch die Konfiguration und die Drucklayouts
für den Etikettierer geladen. „Solche kombinierten Abläufe tragen dazu bei, Fehler zu vermeiden“, betont
Vollenkemper. Die Schulung für Mitarbeiter, die die
Kennzeichnungssysteme bedienen oder warten, ist
einfacher und somit auch kostengünstiger, sofern sie
schon von der Verpackungsmaschine her mit dem
HMI 2.0 vertraut sind. Auch die Backup- und RestoreFunktionen sowie die Datenerfassung erfolgen zentral
über ein Panel.
Weniger Bedienterminals bedeuten auch weniger
Verkabelung und übersichtlichere Maschinen, vor allem deshalb, weil MULTIVAC Marking & Inspection
weitere Komponenten wie die MULTIVAC Thermotransferdrucker TTO 10/20 oder das MULTIVAC Vision
AUSGABE 1 2013
System (MVS) in das HMI 2.0 integriert hat. „Sowohl
die Bedienung des Etikettierers als auch die Bedienung, Parametrierung, Anzeige von Fehlerbildern
und Diagnosefunktionen des Druckers und des Vision
Systems erfolgen über ein und dasselbe HMI 2.0“, erläutert Vollenkemper.
HMI 2.0 für Querbahnetikettierer
Bei den Querbahnetikettierern von MULTIVC Marking
& Inspection eröffnet die Integration in das HMI 2.0
verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten, je nach
Auslegung der Verpackungslinie und den Anforderungen des Anwenders.
Bei relativ kurzen, übersichtlichen Linien reicht jetzt
ein einziges Bedienterminal aus, um die komplette Verpackungslinie inklusive aller Kennzeichnungssysteme
zu bedienen. Das können beispielsweise ein oder mehrere Querbahnetikettierer, ein Foliendirektdrucker sowie der Thermotransferdrucker MULTIVAC TTO sein.
Bei langen Verpackungslinien ist es dagegen sinnvoller, mit zwei HMI 2.0-Terminals zu arbeiten. „Andernfalls müssten Bedienpersonen weite Wege zurücklegen oder verlieren im schlimmsten Fall die
Übersicht“, sagt Vollenkemper. Diese Konfiguration
empfiehlt sich auch dann, wenn der Weißbereich durch
eine Hygienewand vom Graubereich getrennt ist.
Die Querbahnetikettierer können in diesen Fällen mit
einem zusätzlichen HMI 2.0 ausgestattet werden, welches das Bedienterminal der Verpackungsmaschine
spiegelt. Dadurch ist gewährleistet, dass das Bedienpersonal überall die gleiche Benutzeroberfläche mit
den gleichen grafischen Icons vorfindet.
Alternativ können Querbahnetikettierer auch mit einem Einrichtpanel („Quick Control“) ausgerüstet sein,
das eine Minimalbedienung erlaubt. An diesem Panel
können die grundlegenden Einrichtfunktionen für die
Etikettierer vorgenommen werden, wie z. B. das
Umrüsten auf andere Etikettenformate bei Chargenwechsel. Alle anderen Einstellungen erfolgen über das
HMI 2.0 der Verpackungsmaschine.
HMI 2.0 bietet die Möglichkeit, alle Komponenten einer Verpackungslinie zentral zu steuern
21
UPDATE titel
Guido Spix
Geschäftsführer und CTO von MULTIVAC
„Wir reduzieren den
Carbon-Footprint“
Mit zahlreichen Innovationen reduziert MULTIVAC den Ressourcenverbrauch beim Verpacken
Ressourcen schonen, weniger Energie verbrauchen und dennoch die Effizienz steigern? Guido Spix erklärt im
Gespräch, weshalb sich diese drei Punkte bei Maschinen von MULTIVAC nicht ausschließen.
MULTIVAC bietet ein breites Portfolio an Verpackungstechnologien:
Tiefziehverpackungsmaschinen,
Kammermaschinen und Traysealer.
Lassen sich alle Maschinentypen
hinsichtlich ihres Energie- und Materialverbrauchs optimieren?
Spix: Wir sehen bei allen von uns
angebotenen Maschinen Potenzial
zur Optimierung und setzen dies
kontinuierlich um. Dies ist im Übrigen auch in unseren Konstruktionsrichtlinien verankert.
Welche Maschinentypen stehen
dabei zurzeit im Vordergrund?
Spix: Unsere Aktivitäten beziehen
sich hauptsächlich auf unsere automatischen Verpackungslösungen.
Von den Verbesserungen profitieren aber letztendlich alle Produkte.
Welche Maschinenkomponenten
bieten einen Ansatz zur Optimierung?
22
Spix: Wie Sie an dem Exponat auf
der IFFA sehen können, bieten viele Komponenten die Möglichkeit
zur Verbesserung, wie zum Beispiel Hubwerke, Vakuumpumpe
oder Schneidsysteme.
Ist Ressourcenschonung nur ein
anderer Begriff für Energiesparen?
Spix: Es geht um die Reduzierung
des Energieverbrauchs der Maschine und um die Menge, Dicke und
Art des Packstoffs. Das zusammen
ergibt den Carbon-Footprint des
Verpackungsprozesses.
Bereits auf der letzten IFFA hat
MULTIVAC mit e-concept™ einen
Prototyp einer energiesparenden
Tiefziehverpackungsmaschine präsentiert, der seit 2012 in Serie hergestellt wird. Warum wurde gerade
eine kleine Maschine für das Thema ausgewählt?
Spix: Die e-concept™ -Maschinen
R 095 und R 105 kommen mit
elektrischer Energie aus, also ohne
Druckluft und Kühlwasser. Dadurch
lassen sich etwa 20 Prozent Energiekosten einsparen. Für kleine
Produktionsbetriebe ist die Technologie besonders interessant, da zusätzliche Einsparungen in der Bereitstellung der Infrastruktur erzielt
werden können.
Auf der IFFA 2013 wird mit der
R 535 e-concept™ ein effizienzoptimiertes Konzept im Großformat
präsentiert. Was unterscheidet die
Maschine von anderen?
Spix: Bei der R 535 e-concept™ setzen wir im Bereich der Ressourcenschonung an drei Punkten an. Erstens ersetzen wir die Pneumatikzylinder der Hubwerke und der
Schneidungen durch Servomotoren. Wie Sie wissen, benötigt die
Erzeugung von Druckluft viel Energie. Zum Zweiten ist die Maschine
AUSGABE 1 2013
mit einem Kühlwasserdurchflussregler ausgestattet, wodurch der
Verbrauch von Frischwasser reduziert wird. Und drittens haben wir
an Tiefzieh-, Siegel- und Schneidstation mehrere technische Neuerungen entwickelt, mit denen wir
den Folienverbrauch um etwa zehn
Prozent reduzieren können. Darüber hinaus ist die Maschine mit unserer, mit einem Servomotor angetriebenen Vakuumpumpe MVP 600
ausgestattet, die ein Vakuum deutlich energieeffizienter herstellt als
eine übliche Vakuumpumpe. Wir betrachten nicht nur den Energieverbrauch und den Folienbedarf. Zur
Beurteilung der gesamten Effektivität der Maschine (OEE) müssen
wir auch Werkzeugwechselzeiten
und Zuverlässigkeit der Maschine
betrachten. Wir zeigen ein halbautomatisches Formatwechselsystem und Hilfesysteme zur OEE-Optimierung auf dem Bedienterminal.
Welcher Part im Verpackungsprozess verbraucht am meisten
Strom?
Spix: Beim Tiefziehverpackungsprozess sind dies im Wesentlichen
drei Bereiche. Zum einen wird für
das Tiefziehen der thermoplastischen Folien Wärme benötigt,
denn die Folien müssen vor dem
Verformen erhitzt werden. Zum anderen erfolgen die Prozesse des
Tiefziehens, Siegelns und Schneidens durch den Einsatz von Hubwerken, die angetrieben werden
müssen. Und zum Dritten wird viel
Energie zum Erzeugen des Vakuums benötigt.
Welche Rolle spielt Druckluft im
Verpackungsprozess und damit im
Ressourcenverbrauch?
Spix: Druckluft wird für den Antrieb
der pneumatischen Hubwerke und
Schneidungen benötigt. Hier gibt es
die Alternative mit Elektromotoren.
Zur Druckluft beim Formen der
Packungen, insbesondere bei großen Formaten, gibt es heute noch
keine Alternative.
Die Kosten der Verpackungsfolien
bestimmen im Wesentlichen die
Gesamtkosten des Verpackungsprozesses. Wie kann hier Material
im Verpackungsprozess eingespart
werden?
Spix: Durch einen optimalen Verformungsprozess kann die Foliendicke
reduziert werden. Dieser kann auch
maßgeblich durch die Werkzeuggeometrie sowie durch die Prozessparameter Wärme und Zeit beeinflusst werden. Vor allem bei
Barrierefolien muss darauf geachtet werden, dass die Barriereschichten auch nach der Verformung der
Folie erhalten bleiben, um die Haltbarkeit des Packguts optimal zu
verlängern. Andererseits kann, wie
wir auf der IFFA zeigen, auch eine
optimale Prozess- und Formatauslegung zur Reduzierung des Verbrauchs von Verpackungsmaterial
beitragen.
Müssen Kunden bei einer Maschine dieser Bauart Abstriche bei der
Leistung der Anlage machen?
Spix: Keinesfalls. Wir gehen davon
aus, dass mit diesem Maschinenkonzept sogar höhere Taktleistungen erzielt werden können, und,
wie ich bereits beschrieben habe,
werden die Prozesse durch den
Einsatz von elektrischen Hubwerken sogar präziser, was sich positiv
auf die Produktqualität auswirkt.
Ist Ressourcenschonung ein rein
ökologisches Thema?
Spix: Nein, das sehen wir und unsere Kunden nicht so. Die Neuerungen, die wir auf der IFFA präsentieren, sind nur deshalb marktfähig,
weil aus den Energie- und Materialeinsparungen auch Kosteneinsparungen resultieren, die die Investitionen auch wirtschaftlich machen.
Müssen Kunden, die ressourcenschonender verpacken wollen, auf
jeden Fall in eine neue Maschine
investieren?
Spix: Teilweise können Module
auch nachgerüstet werden, so zum
Beispiel elektrische Querschneidungen.
Wird MULTIVAC jetzt seine gesamte Innovationsstrategie auf das
Thema Ressourcenschonung ausrichten?
Spix: MULTIVAC richtet alle seine
Investitionen in Forschung und Entwicklung auf zusätzlichen Kundennutzen. Beim Thema Ressourcenschonung können wir unseren
Kunden Technologie anbieten, die,
neben allen anderen positiven Aspekten, Kosten in der Produktion
senken kann. Wir erweitern daneben unser Produktportfolio in allen
Bereichen und bieten immer mehr
Kompetenz in Linien- und Automatisierungslösungen.
Stehen auch energiesparende Traysealer und Kammermaschinen in
der Pipeline?
Spix: Jawohl, auch bei den Traysealern werden Baugruppen kontinuierlich durch energieeffizientere
ersetzt. Strömungsoptimierung in
den Werkzeugen führt zum Beispiel
zu einem geringeren Verbrauch von
MAP-Gasen.
23
UPDATE schwerpunkt
Hans-Joachim Boekstegers
Geschäftsführer und CEO
von MULTIVAC
„Wir wollen auch bei der
Ressourcenschonung
Marktführer sein“
MULTIVAC stellt auf der IFFA wegweisende Konzepte für die Verpackungsbranche vor
Gleich auf zwei Ständen präsentiert MULTIVAC seine Innovationen und Produkte auf der IFFA 2013 in Frankfurt.
Hans-Joachim Boekstegers verrät, was die Besucher bei den beiden Auftritten erwartet und warum man mit
weniger Ressourcenverbrauch wirtschaftlicher verpacken kann.
MULTIVAC ist mit zwei Ständen
auf der IFFA vertreten. Zum einen
in Halle 11.0, zum anderen in Halle
11.1. Welche Schwerpunkte haben
die beiden Auftritte?
Boekstegers: In Halle 11.0 präsentieren wir unterschiedliche Verpackungslösungen für Handwerksbetriebe und Fleischerfachgeschäfte.
In Halle 11.1 zeigen wir unterschied24
lichste Lösungen für industrielle
Hersteller von Fleischprodukten.
In der Halle 11.0 dreht sich alles
rund um das Fleischerfachgeschäft. Welche Verpackungsinnovationen erwarten Ihre Besucher?
Boekstegers: Wir werden dem Publikum mehrere Einstiegsmodelle
für das automatische Verpacken
präsentieren. Sowohl bei den
Tiefziehverpackungsmaschinen als
auch bei den Traysealern können
wir dem Markt Lösungen anbieten,
die sich besonders hinsichtlich Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit
auszeichnen und dadurch kleinen
Verarbeitern einen sehr einfachen
Einstieg in diese Technologien bieten.
AUSGABE 1 2013
Worüber sollte sich der Mittelständler auf jeden Fall am
MULTIVAC Stand in Halle 11.0 informieren?
Boekstegers: Besonders hervorheben möchte ich unsere kleinste
T ief ziehverpackungsmaschine
R 095 e-concept™, die ohne externe Druckluft- und Wasseranschlüsse auskommt und deshalb sehr
flexibel eingesetzt werden kann.
Ebenso präsentieren wir unseren
kleinsten automatischen Traysealer
T 300, der sich seit seiner Markteinführung sehr gut im Markt etabliert hat.
Für wen lohnt sich die Investition in
solche Einstiegsmodelle?
Boekstegers: Wir sprechen mit diesen Produkten zwei Kundengruppen an. Auf der einen Seite adressieren wir die Fleischerfachgeschäfte und Lebensmitteleinzelhändler, die ihre Produkte mit diesen Verpackungslösungen „direkt
an der Theke“ verpacken und diese
im SB-Bereich verkaufen können.
Auf der anderen Seite bieten diese
Einstiegsmodelle kleinen Metzgereien die Möglichkeit, ihre Produkte
haltbar zu machen und gleichzeitig
attraktiv zu verpacken, und mit diesen Produkten zusätzlichen Umsatz zu generieren und damit zu
wachsen.
Viele kleinere und mittlere Betriebe
haben sicherlich ein Interesse an
automatischen Verpackungslösungen, können sich aber kein zusätzlich geschultes Bedienpersonal für
diese Maschinen leisten. Wie nehmen Sie potenziellen Kunden die
Furcht vor der Technik?
Boekstegers: Die Bedienoberfläche unserer Verpackungsmaschinen ist sehr intuitiv aufgebaut und
verfügt über viele Hilfe-Funktionen.
Dadurch können unsere Maschinen
auch durch ungeübtes Personal bedient werden, dies bestätigen uns
viele Kunden. Außerdem bieten wir
unseren Kunden im Rahmen der
Maschineninstallation eine umfassende Bedienerschulung an.
Zur Halle 11.1: Welche Trends erwarten die Besucher hier?
Boekstegers: Leitthema auf unserem Stand in Halle 11.1 ist die Erhöhung der Anlageneffektivität sowie
die Reduzierung des Energie- und
Materialverbrauchs unserer Verpackungslösungen.
Durch den Einsatz von servomotorisch betriebenen Hubwerken
können wir den Druckluftverbrauch
unserer Maschinen minimieren.
Ebenso präsentieren wir Möglichkeiten zur Reduzierung des Folienverbrauchs und zeigen Werkzeugwechselsysteme, die die Stillstandszeiten der Maschinen bei
einem Chargenwechsel verringern.
Diese vielfältigen Konzepte tragen
letztendlich auch zur Erhöhung der
Wirtschaftlichkeit
des
Verpackungsprozesses bei.
MULTIVAC ist als einziger Hersteller in der Lage, die HPP-Technologie auch für MAP-Packungen anzubieten und diese in automatisierte
Verpackungslinien zu integrieren.
Wie entwickelt sich der Markt für
die HPP-Technologie?
Boekstegers: Wir glauben an diese
Technologie und sind davon überzeugt, dass der Markt auch in Zukunft weiter wächst, da sich HPPbehandelte Produkte mittlerweile
auch bei den Lebensmitteleinzelhändlern und Discountern etablieren. MULTIVAC hat unter anderem
ein patentiertes Verfahren entwi-
ckelt, mit dem auch Schutzgas-Verpackungen HPP-behandelt werden
können.
Was sollte ein industrieller Verpacker auf jeden Fall auf dem
MULTIVAC Stand anschauen?
Boekstegers: Ein Highlight ist sicherlich unsere voll integrierte Traysealer-Linie. Kernstück sind der
Hochleistungstraysealer T 800 und
die HPP-Anlage, die automatisch
mit den Trays bestückt wird. Die
Befüllung der Trays erfolgt durch
eine Mehrkopfwaage. Darüber hinaus verfügt die Linie über eine Kontrollwaage mit Metalldetektor sowie über ein Etikettiersystem.
Ich möchte aber auch auf unseren neuen Traysealer T 600 hinweisen, den wir dem Markt erstmals
auf der IFFA präsentieren werden.
Mit diesem haben wir unser Produktportfolio um ein Modell erweitert, das im mittleren Leistungsbereich angesiedelt ist und voll in
automatisierte Verpackungslinien
integriert werden kann.
Zwei Stände, zwei Zielgruppen:
Welche zentralen Themen werden
die beiden Segmente in den nächsten Jahren prägen?
Boekstegers: Unseres Erachtens
geht es vor allem um die Reduzierung des Ressourceneinsatzes bei
der Verpackungsherstellung sowie
um das Haltbarmachen von Lebensmittelprodukten. Beides trägt
auch unmittelbar zur Erhöhung der
Wirtschaftlichkeit der Lebensmittelhersteller bei.
Bedeutet Ressourcenschonung einen finanziellen Mehraufwand für
die Kunden?
Boekstegers: Absolut gesehen
sind einige dieser innovativen Tech25
UPDATE schwerpunkt
nologien teurer als die Lösungen,
die wir unseren Kunden bisher anbieten konnten. Durch die Reduzierung des Einsatzes von Energie,
Kühlwasser oder Verpackungsmaterial sowie durch die Reduzierung
der Stillstandszeiten der Maschinen sind diese Investitionen ganzheitlich gesehen wirtschaftlich attraktiv und deshalb auch marktfähig.
gen in diesem Bereich als Marktführer positionieren werden.
Sind
alle
Innovationen,
die
MULTIVAC auf der IFFA präsentiert, fertig zur Auslieferung oder
müssen Kunden mit längeren Wartefristen rechnen?
Boekstegers: Alle Produkte, die wir
auf der IFFA zeigen, sind fertig zur
Auslieferung.
Wird Ressourcenschonung zukünftig ein zentrales Verkaufsargument
für MULTIVAC?
Boekstegers: Wir sehen, dass dieses Thema auch in Zukunft einen
hohen Stellenwert bei unseren
Kunden haben wird, weshalb wir
uns mit unseren innovativen Lösun-
Die Reduzierung des Material- und Energieverbrauchs sowie die Erhöhung der Anlageneffektivität stehen auf der IFFA 2013 im Mittelpunkt
26
AUSGABE 1 2013
Speziallösungen für
Handwerksbetriebe und
industrielle Verpacker
Doppelter IFFA-Auftritt von MULTIVAC
Vom 4. bis 9. Mai wird MULTIVAC auf der IFFA, der größten internationalen Fachmesse für die Fleischwirtschaft,
in Frankfurt vertreten sein. Auf zwei zielgruppenspezifisch ausgerichteten Messeständen präsentiert MULTIVAC
Speziallösungen für das Fleischereihandwerk und für industrielle Verarbeiter.
Halle 11.0 – Lösungen für Handwerksbetriebe
Der Stand in Halle 11.0 ist dem Schwerpunkt „Verkaufen – Alles rund um das Fleischerfachgeschäft“ gewidmet. Hier zeigt MULTIVAC sein umfassendes Angebot an Verpackungslösungen, die auf die Verarbeitung kleiner Chargen ausgerichtet sind. Die Maschinen
zeichnen sich durch eine geringe Größe, eine einfache
Bedienung sowie ein sehr gutes Preis-LeistungsVerhältnis aus und ermöglichen daher gerade kleinen
und mittleren Handwerksbetrieben den Einstieg in das
automatische Verpacken. „In den vergangenen Jahren
haben uns immer mehr Anfragen aus diesem Segment
erreicht, daher haben wir unser Produktportfolio um
leistungsfähige Einstiegsmodelle bei den Tiefziehverpackungsmaschinen, den Traysealern und Kammermaschinen erweitert“, sagt Valeska Haux, Marketingleiterin bei MULTIVAC.
achsigen Robotern ausgestattet werden können. Zuletzt hatte MULTIVAC sein Portfolio bei Linienautomation, Robotik und Palettiersystemen noch einmal
deutlich ausgebaut.
„Die Anforderungen der Betriebe in der Fleisch verarbeitenden Industrie an die Automatisierung ihrer
Prozesse werden zunehmend individueller. Daher sind
die Automatisierungslösungen, die wir auf Messen zeigen, immer nur eine von vielen möglichen Ausprägungen. Was ein Kunde dann tatsächlich an Automation
benötigt und was nicht, lässt sich erst nach intensiven
Gesprächen und Anwendungstests feststellen, die wir
als global aufgestellter Anbieter mit unserem dicht
geknüpften Vertriebs- und Servicenetz natürlich weltweit bieten können“, sagt Haux.
Ein umfassendes Portfolio an Kennzeichnungs- und
Inspektionslösungen rundet die Ausstellung der Exponate auf der IFFA ab.
Halle 11.1 – Lösungen für industrielle Verpacker
In Halle 11.1 wird MULTIVAC integrierte Verpackungslinien sowie Lösungen für die Spezialanforderungen
industrieller Verarbeiter zeigen. Neben HochleistungsTiefziehverpackungsmaschinen, Traysealern und Kammerbandmaschinen bietet MULTIVAC auch eine große
Bandbreite an Automatisierungslösungen an. Das
Spektrum reicht von ein- oder mehrspurigen Bandsystemen bis zu Handhabungsmodulen, die mit mehr27
UPDATE weitere themen
Mehr Kapazität,
nachhaltige Bauweise
MULTIVAC eröffnet neues Training & Innovation Center in Wolfertschwenden
Anfang 2013 bezog MULTIVAC sein neues Training & Innovation Center (TIC). In den 6.000 Quadratmeter großen
Neubau hat der Verpackungsspezialist rund neun Millionen Euro investiert und dabei auf energieeffiziente
Gebäudetechnik gesetzt.
Mit seinem neuen TIC am Stammsitz in Wolfertschwenden setzt MULTIVAC seinen Anspruch als
weltweit führender Hersteller von Verpackungslösungen auch im Bereich der Anwendungstechnik und der
Schulung von Kunden und Mitarbeitern um. Der Neubau bietet Kunden von MULTIVAC eine komplette Infrastruktur einschließlich der Beratung für die Verpackungsentwicklung: „Wir unterstützen unsere Kunden
auf dem Weg zu ihrer idealen Verpackung – von der
ersten Idee über das Konzept und die Materialauswahl
bis zur technischen Umsetzung auf unseren Verpackungslinien. Dabei steht ihnen unser komplettes
Technologiespektrum zur Verfügung, zu dem unter
anderem die Hochdruckbehandlung (HPP), Automatisierungslösungen und ein Analyselabor für Packungsund Lebensmittelanalytik gehören“, erläutert Stefan
28
Scheibel, Leiter des TIC. Durch die neuen Räumlichkeiten kann MULTIVAC die jährliche Anzahl an Bemusterungen von Verpackungslösungen in etwa verdoppeln. Zudem ist das HPP-Testzentrum von MULTIVAC
jetzt direkt im TIC angesiedelt. So kann der Verpackungsspezialist Bemusterungen und HPP-Beratung
aus einer Hand anbieten. Auch im Bereich der Grundlagen- und Neuentwicklungen wird MULTIVAC seine
Kapazitäten deutlich ausbauen.
Grundlagen- und individuelle Schulungen
Auch Schulungen zur Bedienung der Verpackungsmaschinen werden im TIC stattfinden. Das Schulungsprogramm wurde inhaltlich und didaktisch erweitert.
„Neben den Grundlagenschulungen, die sich auf die
AUSGABE 1 2013
Mechanik, Pneumatik oder Elektrik unserer Verpackungsmaschinen beziehen, werden wir unseren Kunden zukünftig auch Schulungen anbieten, die wir individuell auf ihre Anforderungen abstimmen“, sagt
Scheibel.
die Produktabnahmen erfolgt weitgehend über Grundwasser, wobei Leistungsspitzen über Inverter-Technik
abgedeckt werden.
Energieeffiziente Gebäudetechnik
Kunden und Mitarbeiter finden im Neubau neben modernster Technik auch ein sehr angenehmes Raumklima vor. Denn beim Gebäudekonzept hat MULTIVAC
von Anfang an auf Energieeffizienz gesetzt: Statt
mit fossilen Brennstoffen wird das TIC mit Grundwasser beheizt und klimatisiert. Grundkonzept ist die
so genannte „stille Kühlung“ beziehungsweise „stille
Heizung“. Auch die Kühlung des neuen Klimaraums für
29
UPDATE weitere themen
Christian Traumann
Geschäftsführer und CFO
von MULTIVAC
„Eine energieeffiziente
Bauweise rechnet sich“
Das neue TIC überrascht nicht nur mit Grundwasserheizung und Wärmerückgewinnung
Beim Neubau seines Training & Innovation Centers (TIC) in Wolfertschwenden setzt MULTIVAC auf eine energieeffiziente Gebäudetechnik. Christian Traumann, Geschäftsführer der MULTIVAC Sepp Haggenmüller GmbH
& Co. KG, sprach mit UPDATE über Heizen mit Grundwasser und ein verbessertes Raumklima.
Herr Traumann, zum Jahresbeginn
hat MULTIVAC sein neues Training
& Innovation Center in Wolfertschwenden eröffnet. Der Neubau
ist unter dem Gesichtspunkt der
Energieeffizienz erfolgt. Welche
bautechnischen
Anforderungen
mussten
dabei
berücksichtigt
werden?
Traumann: Grundsätzlich benötigt
man als Bauherr eine hochwertige
Dämmung der Gebäudeaußenhülle, Fenster mit Dreifachverglasung,
eine Wärmeschutzverglasung, um
den Wärmeeintrag von außen zu
vermeiden, sowie einen außenlie30
genden Sonnenschutz. Diese baulichen Maßnahmen haben wir beim
neuen Training & Innovation Center
umgesetzt.
Sie erfüllen damit die Anforderungen der Energieeinsparverordnung,
die seit 2009 auch für Industrieneubauten gilt.
Traumann: Das stimmt. Allerdings
übertreffen wir die dort beschriebenen Standards bei Weitem, weil
wir bei der Primärenergieversorgung nicht mehr auf eine konventionelle Beheizung mit fossilen
Brennstoffen setzen.
Sondern?
Traumann: Wir heizen mit Grundwasser!
Wie funktioniert das?
Traumann: Grundwasser hat auch
im Winter eine relativ hohe Temperatur von etwa sieben bis zwölf
Grad Celsius. Wärmepumpen erreichen dadurch hohe Leistungszahlen. Das Wärme- beziehungsweise
Kühlmittel wird über Fußbodenheizungen und -kühlungen sowie
Heiz- und Kühlsegel an den Raumdecken verteilt.
AUSGABE 1 2013
Reicht die innovative Grundwasserheizung aus, um die Räume im
Winter ausreichend warm zu bekommen?
Traumann: In der Regel schon. Zur
Feinjustierung nutzen wir im Bereich Heizen und Kühlen die Lüftung, die mit minimalen Luftmengen gefahren wird. Dabei setzen
wir auf die konsequente Nutzung
von Wärmerückgewinnungsanlagen. Die anfallende Abwärme aus
Rechenzentrum, Kompressor- sowie Vakuumpumpenraum wird in
die Heizkreise eingespeist. Grundsätzlich wird die Lüftung bedarfsgerecht geregelt, in Abhängigkeit
von der Luftqualität.
Wie hoch ist der erwartete Energiebedarf im neuen Gebäude?
Traumann: Er liegt bei 40 bis 50
Prozent im Vergleich zu einer herkömmlichen Bauweise. Hieran hat
auch die energieeffiziente Beleuchtungstechnik ihren Anteil.
Wie sieht die konkret aus?
Traumann: Dort, wo es wirtschaftlich und technisch möglich war, haben wir auf LED-Technik gesetzt,
zum Beispiel im Bereich der Wegebeleuchtung. Wo jedoch die Beleuchtungsstärke und die Lichtqualität im Vordergrund standen, haben
wir T8-Leuchten mit tageslichtabhängiger Steuerung verwendet.
Außerdem haben wir intelligente
Steuerungsinstrumente und Bewegungsmelder verbaut, um unnötigen Stromverbrauch für die Beleuchtung zu vermeiden. Bei der
Installation sind wir dem europäischen EIB- beziehungsweise KNXStandard gefolgt.
Das neue TIC verfügt über einen Klimaraum für die Produktabnahmen.
Ist dieser ebenfalls Teil des Energieeffizienzkonzepts?
Traumann: Auch die Kühlung dieser
Räume erfolgt weitestgehend über
das Grundwasser. Lediglich die
Leistungsspitzen der Kühlung müssen über Inverter-Technik abgedeckt werden, damit es hier nicht
zu Lasten unserer Kunden Engpässe gibt.
Welche Konzepte wurden hinsichtlich der Entsorgung umgesetzt?
Traumann: Bei der Abwasserentsorgung unterscheiden wir zwischen Regenwasser, das direkt
versickert, unbelastetem Abwasser,
wie überschüssigem Kühlwasser,
das direkt ins Grundwasser eingeleitet werden darf, und häuslichem
Abwasser, das in die Kanalisation
geleitet wird. Letzteres beschränkt
sich im Wesentlichen auf Abwasser aus Sanitäranlagen, Teeküchen
und Waschbecken.
Und beim Müll ...?
Traumann: ... trennen wir konsequent! Wir unterscheiden 26
verschiedene Gebindearten, von
Papier- und Biomüll über Altholz,
gemischte
Folienverpackungen,
Kunststoffreste aus der Fertigung,
Schlamm aus der Wasserstrahlschneidanlage bis hin zu Elektroschrott, Batterien ... Wir haben hierfür auch 26 verschiedene Entsorgungswege. Dieses Entsorgungskonzept verwendet MULTIVAC übrigens schon lange. Eine Besonderheit im neuen Training & Innovation
Center ist jedoch, dass wir zum
effizienten Entsorgen von Folienresten und -abfällen eine Zerkleinerungsanlage installiert haben, um
das Transportvolumen zu reduzieren.
Welche Vorteile hat das energieeffiziente Gebäudekonzept für Ihre
Kunden und Mitarbeiter?
Traumann: Wir schaffen für Kunden
und Mitarbeiter Rahmenbedingungen, die zeitgemäß sind und die
Anforderungen an die Arbeitsstättenrichtlinie weit übertreffen. Wir
schaffen ganzjährig ein angenehmes Raumklima, das ein effizientes
Arbeiten gewährleistet.
Mal abgesehen davon, dass die
Energieeinsparverordnung
eine
energieeffiziente Bauweise vorschreibt: Welche Vorteile hat eine
solche Maßnahme für ein Unternehmen wie MULTIVAC?
Traumann: Eine energieeffiziente
Bauweise rechnet sich unterm
Strich auch finanziell. Durch sie hat
sich die Wirtschaftlichkeit dieser Investition weiter erhöht. Darüber hinaus sind Unternehmen heute mehr
und mehr gefordert, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht
zu werden. MULTIVAC hat hier
eine Art Vorreiterrolle, denn wir bekennen uns seit Jahren zu einem
nachhaltigen Wirtschaften.
31
UPDATE innovationen & Produkte
Bis zu 480
Packungen
Aufschnitt
in der
Minute
Die R 685 verarbeitet überbreite Folien für hohe
Volumina an Aufschnittware
Die R 685 kann Folien bis zu einer Breite von 830 Millimetern verarbeiten. Damit eignet sich die Tiefziehverpackungsmaschine ideal für die Produktion hoher
Volumina an geschnittener Ware. Vorgestellt wird die
Maschine auf der IFFA 2013.
Extrabreit: Die R 685 ist für hohe Kapazitäten ausgelegt
32
AUSGABE 1 2013
Bislang betrug die maximale Folienbreite für Standardmaschinen von MULTIVAC etwa 730 Millimeter. Mit
der R 685 ist nun eine Folienbreite von 830 Millimetern
möglich. Damit ist die neue Tiefziehverpackungsmaschine insbesondere für die Verpackung hoher Volumina an geschnittener Ware ausgelegt. MULTIVAC
reagiert mit dieser Maschine auf Anforderungen von
Kunden, die bereits Slicer mit hoher Kapazität einsetzen oder einen solchen Einsatz planen. Die Verpackungsmaschine soll das Volumen an geschindelter Ware, das vom Slicer kommt, direkt abnehmen
und verpacken.
Doppelspindel-Technik sorgt für mehr Kraft
Eine Verarbeitung von Folien in diesen Breiten ist nicht
ohne Weiteres möglich. „Aufgrund ihrer Breite besteht
normalerweise die Gefahr, dass die Folien in der Maschine durchhängen“, erläutert Natalie Schmid von
MULTIVAC. Eine innovative Maschinen- und Steuerungstechnik löst dieses Problem: Die R 685 verfügt
über ein Stütz- und Auslaufsystem mit Leisten. Die
Folientransportkette gewährleistet dabei eine stabile
Führung der Folie bis zur Siegelstation.
Der Kraftaufwand für den Transport der Folien ist
sehr hoch. Deshalb hat MULTIVAC die R 685 mit zweifachen Antriebssystemen für die Folientransportkette
ausgestattet. Auch das Gewicht der Werkzeuge der
R 685 ist deutlich höher als bei den bisherigen
Standardmodellen. Um die Massen zu bewegen und
ausreichend hohe Schließkräfte zu erzeugen, verfügt
die R 685 über Doppelspindel-Hubwerke. Zudem
wurde die R 685 mit einer entsprechenden Sensorik
ausgestattet, welche die einzelnen Prozessschritte
unterstützt.
33
UPDATE innovationen & Produkte
„Der kleinste LinienTraysealer der Welt“
Hohe Flexibilität, einfache Bedienung und ein attraktiver Preis – der Erfolg des Traysealers T 300
beruht auf vielen Vorteilen
Auf der interpack 2011 stellte MULTIVAC erstmals den neuen T 300 vor. Seither hat sich das Kompaktmodell
zum Verkaufsschlager entwickelt. Über die Erfolgsfaktoren sprachen wir mit dem verantwortlichen Produktmanager Alexander Kult.
Herr Kult, mit dem T 300 bietet
MULTIVAC bei seinen automatischen Traysealern seit einiger
Zeit ein Einsteigermodell an. Auf
welche Marktanforderungen wurde mit dieser Produktinnovation
reagiert?
Kult: Bis vor wenigen Jahren waren
es vor allem die großen industriellen Verpacker, die ihre Produkte mit
kompletten Linien verpackt haben.
Mittlerweile jedoch gibt es immer
mehr kleine und mittelständische
Unternehmen, die Wert auf eine
professionellere Präsentation ihrer
Produkte legen. Aber auch größere
Kunden verpacken zunehmend
kleine Chargen und benötigen mehr
Flexibilität bei ihren Prozessen. Die
34
Baugröße des T 300 ermöglicht
eine sehr flexible Verwendung.
Sie haben den T 300 erstmals im
Mai 2011 vorgestellt. Wie kommt
das Modell seither an?
Kult: Die Maschine kommt bei Kunden sehr gut an. Auf Messen erlebe ich immer wieder, dass mich ein
Interessent fragt, ob er das Ausstellungsmodell gleich mitnehmen
kann. So etwas erlebt man normalerweise im Verpackungsmaschinengeschäft nicht.
Wie sieht der typische T 300Kunde aus?
Kult: Der typische T 300-Kunde ist
klein bis mittelständisch geprägt
und fertigt seine Produkte in kleinen bis mittleren Stückzahlen. Dabei legt er Wert auf ein hochwertiges Produkt, für das er eine
professionelle Verpackungslösung
sucht. Der T 300 eignet sich aber
auch für Unternehmen, die häufig
wechselnde Chargen produzieren,
denn der Werkzeugwechsel ist
bei dieser Maschine wirklich sehr
einfach.
Warum ist der T 300 bei dieser
Klientel so erfolgreich?
Kult: Dafür gibt es im Prinzip vier
Gründe. Erstens verfügt der T 300
über ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zweitens ist der
Aufbau des T 300 sehr einfach, die
AUSGABE 1 2013
Alexander Kult
Produktmanager von MULTIVAC
Arbeitsweise leicht verständlich.
Bei seiner Konstruktion hatten
sich unsere Entwickler an dem
Plug-and-Play-Prinzip der Computertechnologie orientiert, sprich
auspacken, an die Steckdose anschließen und loslegen. Dazu ist
der T 300 mit der intuitiven Bedienoberfläche HMI 2.0 ausgestattet, die das einfache Einstellen von
Produktionsparametern auch für
ungeübtes Personal ermöglicht.
Sie erwähnten vier Gründe ...?
Kult: Drittens ist das Maschinendesign mit 2,50 Meter Länge und
1,10 Meter Breite so platzsparend,
dass der T 300 auch in kleinen
Räumen positioniert werden kann.
Viertens hat die Maschine eine
hochwertige und langlebige Edelstahlkonstruktion und lässt sich
dank des Hygiene Designs von
MULTIVAC optimal reinigen.
Wo ist der T 300 im TraysealerPortfolio von MULTIVAC angesiedelt?
Kult: Mit dem T 300 ist uns der Brückenschlag zwischen den manuell
zu beladenden Halbautomaten und
den linienintegrationsfähigen Vollautomaten gelungen. Beim T 300
ist zum Beispiel die Integration eines Tray-Entstaplers oder von Befüllkomponenten möglich. Dadurch
können Anwender eine deutlich höhere Leistung erzielen. Gleichzeitig
ist der T 300 aber in einem Preissegment angesiedelt, das für klei-
ne und mittelständische Unternehmen attraktiv ist.
Ist die Linienintegrationsfähigkeit
der Hauptunterschied zwischen
dem T 300 und den halbautomatischen Traysealern von MULTIVAC?
Kult: Nein, sie ist nur ein Kriterium.
Beim T 300 werden die befüllten
Trays automatisch in das Maschineninnere transportiert, wo sie versiegelt werden. Die Trays werden
in der Regel manuell zugeführt; sie
können aber auch automatisch auf
die Zuführung des T 300 entstapelt
werden. Die halbautomatischen
Traysealer hingegen werden mit einer Schublade beladen, die manuell
auf- und zugezogen wird.
Wie grenzt MULTIVAC den T 300
auf der anderen Seite von den
Hochleistungsmaschinen ab?
Kult: Gegenüber den Hochleistungs-Traysealern
unterscheidet
sich der T 300 im Wesentlichen
durch seine Leistung und die Anzahl der Nutzen pro Werkzeug.
Was die Qualität und die Funktionalitäten der Verpackungen angeht,
steht der T 300 den Hochleistern
aber in nichts nach.
auch Mehrkammer-Trays, Verpackungen nach dem FreshSAFEKonzept, Skin-Isopaks sowie der
Einsatz von Lid-Folie. Was das
Materialspektrum betrifft, sind alle
siegelfähigen Materialien möglich.
Sie erwähnten eingangs den
einfachen Werkzeugwechsel beim
T 300. Wie sieht das in der
Praxis aus?
Kult: Der Formatwechsel beim
T 300 ist softwareunterstützt. Das
macht die Formatumstellung sehr
einfach. Gleiches gilt für den Wechsel der Deckelfolie. Dabei benötigt
das Bedienpersonal nur wenige
Handgriffe. Das geringe Gewicht
der auszutauschenden Komponenten macht Hilfsmittel wie zum Beispiel einen Werkzeugwechselwagen überflüssig. Die Folienzuführung ist gut zugänglich. Daher lässt
sich die Folie anschließend leicht
einfädeln. Hier hat MULTIVAC das
Prinzip der Tiefziehverpackungsmaschine, das bei den großen Maschinen zum Einsatz kommt, auf den
T 300 übertragen. Das einfache
Wechselsystem ist ein Alleinstellungsmerkmal bei diesem Modell.
Welche Möglichkeiten gibt es hier?
Kult: Mit dem T 300 können Lebensmitteleinzelhändler und Metzgereien hochwertige und formstabile Verkaufsverpackungen mit und
ohne Schutzatmosphäre in kleinen
Chargen herstellen. Möglich sind
35
UPDATE innovationen & Produkte
Mehr
Performance
für die
Hochleister
MULTIVAC optimiert Traysealer-Werkzeuge
MULTIVAC hat die Werkzeuge seiner automatischen Highend-Traysealer optimiert. Damit erhöht das Unternehmen die Zahl der Nutzen pro Werkzeug und senkt den Gasverbrauch bei MAP-Anwendungen.
„Wir haben alle Werkzeuge der Traysealer-Reihen
T 700, T 800 und T 850 einem Facelift unterzogen. Dadurch konnten wir die Siegelfläche der Werkzeuge vergrößern“, berichtet Alexander Kult, Produktmanager
bei MULTIVAC. Dies führt dazu, dass sich bei diesen
Traysealer-Modellen die Nutzenzahl pro Werkzeug –
und damit die Performance – deutlich erhöht. Durch
die Adaption der Werkzeuge an die Traytiefe wird zudem der Gasverbrauch der Traysealer bei der Herstellung von MAP-Verpackungen reduziert. Ebenso kann
aufgrund des verringerten Evakuiervolumens der Restsauerstoff in den Packungen reduziert werden.
Performance = nutzbare Werkzeugfläche x Takte
pro Minute
„Performance“ beschreibt in diesem Zusammenhang
die Leistungsfähigkeit der Maschine. Traysealer-Kunden bewerten die Leistungsfähigkeit primär nach zwei
Kriterien: Zum einen sollen sich Stillstandszeiten auf
ein Minimum beschränken. Ein weiteres Kriterium ist
die Anzahl an Trays, die pro Zeiteinheit verpackt werden können. „Ein Vergleich von ‚Packungen pro Zeiteinheit’ muss allerdings hinsichtlich seiner Aussagekraft kritisch betrachtet werden. Je nach gewählter
Traygröße ändert sich die Anzahl der Nutzen, die pro
Takt verpackt werden können. Eine bessere Vergleich36
barkeit erzielt man, wenn man die maximale Fläche,
innerhalb der versiegelt werden kann, betrachtet. Damit löst man die Relativität von Leistungsaussagen je
nach Traygröße auf“, sagt Kult.
Traysealer-Portfolio erweitert
Auf der IFFA 2013 präsentiert MULTIVAC zudem sein
neuestes vollautomatisches Traysealer-Modell, das im
mittleren Leistungsbereich angesiedelt ist und komplett in automatisierte Verpackungslinien integriert
werden kann. Der T 600 richtet sich vor allem an kleine
und mittelständische Lebensmittelproduzenten und
Verpacker, die eine kompakte, aber dennoch voll integrationsfähige Lösung benötigen. In der einspurigen
Variante versiegelt der T 600 bis zu 40 MAP-Trays pro
Minute. „Mit dem preislich sehr attraktiven Modell bieten wir denjenigen Kunden eine Lösung, die sich einen
höheren Automatisierungsgrad wünschen oder wachstumsbedingt von einer manuellen Beladung ihrer Verpackungsmaschine auf eine vollautomatisierte Lösung
umsteigen wollen“, sagt Kult.
AUSGABE 1 2013
Roger Grundmann
Managing Director von MULTIVAC Resale & Service
Gefragte Alternativen
zum Neukauf
Großer Markterfolg für MULTIVAC Pro Selection
Trotz unsicherer konjunktureller Aussichten konnte MULTIVAC Pro Selection, also OEM-instandgesetzte
Verpackungsmaschinen von MULTIVAC, im Jahr 2012 ein hohes Umsatzwachstum verzeichnen.
Für Roger Grundmann, Managing Director von
MULTIVAC Resale & Service, liegt die Ursache für die
positive Entwicklung auf der Hand: „Wir haben die
Chance erhalten, unsere Kompetenz in der Überarbeitung von gebrauchten Verpackungsmaschinen unter
Beweis zu stellen, und sie genutzt – so konnten wir
den Markt von der erstklassigen Qualität und dem hohen Maß an Zuverlässigkeit unserer instandgesetzten Verpackungsmaschinen überzeugen. Die erfreuliche Folge war ein wesentlicher Anstieg der Nachfrage nach MULTIVAC Pro Selection Maschinen.“
Neue Wege beschreiten
Eine gebrauchte und instandgesetzte Maschine kann
in vielen Fällen eine gute Alternative gegenüber einem
Neukauf darstellen. So erkennen die Kunden in zunehmendem Maße, dass gebrauchte und vollständig instandgesetzte Maschinen nicht zwangsläufig alt und
abgenutzt sein müssen. „Wir haben bewiesen, dass
man sich hundertprozentig auf eine von MULTIVAC instandgesetzte MULTIVAC Maschine verlassen kann“,
bringt es Grundmann auf den Punkt. Maschinen, die
älter als fünf Jahre sind, werden bei MULTIVAC Resale
& Service einer vollständigen OEM-Instandsetzung un-
terzogen. Formate werden instandgesetzt oder neu
hergestellt, und die Maschine wird entsprechend den
neuesten Sicherheitsbestimmungen angepasst und in
einem einwandfreien Zustand ausgeliefert.
MULTIVAC Pro Selection seit 2012 neue Marke
Die hohen Qualitätsstandards fußen auf dem langjährigen Know-how der MULTIVAC Resale & Service,
die bereits über 25 Jahre mit OEM-instandgesetzten
Maschinen handelt. Im Jahr 2012 wurde dann das
neue Markenzeichen „MULTIVAC Pro Selection“ für
OEM-instandgesetzte MULTIVAC Maschinen eingeführt. „Unser Unternehmen ist bekannt für die kurzen
Kommunikationswege und den zuverlässigen Service“,
resümiert Grundmann. „Aus diesem Grund können wir
voller Zuversicht in die Zukunft blicken, wenn wir auch
weiterhin dafür Sorge tragen, dass unsere Kunden sich
stets auf uns verlassen können.“
37
UPDATE innovationen & Produkte
Harmonisierte Steuerung
Rückverfolgungskennzeichnung für das Tiefziehverpacken
Damit die Herkunft eines Produkts bei Bedarf lückenlos nachvollzogen werden kann, müssen die Packungen
exakt gekennzeichnet werden. Damit die richtigen Daten auf das richtige Produkt gelangen, bedarf es eines
ausgeklügelten Zusammenspiels zwischen Verpackungsmaschine, Drucker, Etikettierer und EDV-System.
Die MULTIVAC Gruppe bietet eine Komplettlösung für
die Rückverfolgung im Bereich Tiefziehverpacken an:
Sie besteht aus einer MULTIVAC Tiefziehverpackungsmaschine, einem Querbahnetikettierer für die Obenetikettierung (MR625 OP) und für die Untenetikettierung (MR635UP), einem Handscanner zum Erfassen
der chargenbezogenen Daten sowie gegebenenfalls Inspektionssystemen.
Seit dem Ausbruch von BSE muss die Herkunft von
Fleisch und Wurst „vom Feld bis zum Tisch des Verbrauchers“ lückenlos nachzuvollziehen sein. So sieht
es die europäische Lebensmittelverordnung vor. Die
Rückverfolgbarkeit bezieht sich dabei in der Regel auf
eine in einem Arbeitsgang gemeinsam hergestellte
Charge.
Damit die einzelne Verpackung beziehungsweise
deren Etikett die richtigen Daten zum jeweiligen Produkt enthält, bedarf es eines ausgeklügelten Zusammenspiels zwischen den beteiligten Maschinen und
IT-Systemen: „Die größte Herausforderung bei der
chargengenauen Kennzeichnung von Produkten ist die
Kommunikation zwischen den Prozessschritten ‚Einscannen der Daten und Abspeichern in der Produktionsdatenbank‘, ‚Verpacken‘, ‚Etikettieren‘ und ‚Drucken‘. Dabei muss steuerungstechnisch gelöst werden, dass diese Stationen miteinander sprechen
können“, erläutert Alexander Thiel, Leiter der Elektrokonstruktion von MULTIVAC Marking & Inspection.
Auch für kleinste Losgrößen geeignet
MULTIVAC Marking & Inspection hat sich dieser Herausforderung gestellt und ein Etikettiersystem für die
Oben- und Untenetikettierung von tiefgezogenen Pa38
ckungen entwickelt. Dieses ist für Anwendungen optimiert, bei denen kleinere und kleinste Losgrößen – bis
hin zu Losgröße Eins – sowie häufig wechselnde Chargen gekennzeichnet werden müssen.
„Zum einen haben wir den Etikettenspender unseres Querbahnetikettierers mit einer Print Engine ausgerüstet, die direkt an seiner Spendekante montiert
ist. Damit wird das Etikett unmittelbar nach der Bedruckung auf die Packung gespendet und nicht, wie sonst
üblich, noch ein Stück mitgeführt“, erläutert Thiel.
Zum anderen – und das ist die entscheidende Neuerung – sind die Querbahnetikettierer mit der ergonomisch gestalteten Bedienoberfläche HMI 2.0 ausgestattet, die bei MULTIVAC Verpackungsmaschinen der
neuen Generation zum Einsatz kommt. Damit ist das
Bedienpersonal in der Lage, Verpackungsmaschine,
Etikettier- und Drucksystem über eine einzige Bedienlogik zentral anzusteuern. Dabei werden die eingescannten Chargendaten erfasst und verarbeitet und
übersichtlich visualisiert.
„Das HMI 2.0 ist Bedienoberfläche und Kontrollterminal zugleich. Laufend werden Standardinformationen über den Produktionsauftrag angezeigt und als
Statusinformationen mitgeführt. Dazu gehören unter
anderem die Anzahl der fertigen Verpackungen, die
Taktrate der Maschine, die Restmenge der Deckelfolie
AUSGABE 1 2013
Das Etikett wird direkt nach der Bedruckung auf die Packung gespendet
und die Anzahl der fehlerhaften ausgeschleusten Verpackungen“, beschreibt Thiel.
Praxisbeispiel Fleischverarbeitung
Und so funktioniert die steuerungstechnische Integration in der Praxis: Ein Schlachtbetrieb beliefert einen
verarbeitenden Betrieb mit Schweinefleisch. Das
Fleisch wird dort zunächst mit einem Wareneingangsetikett versehen, das die Herkunftsangaben des
Schlachtbetriebs enthält.
Vor dem Verpacken werden die Chargendaten der
Lieferung über einen Scanner in die Steuerung der
Tiefziehverpackungsmaschine eingelesen. Hier erfolgt
bereits eine Plausibilitätsprüfung. Zusätzlich gibt die
Streckensteuerung der Verpackungsmaschine den
Daten eine eindeutige ID-Nummer (Scan-ID) mit.
Die Streckensteuerung der Tiefziehverpackungsmaschine führt die Daten des Scans und die Scan-ID
bei der Verpackung des Fleisches taktgenau mit. Nach
Empfang der Druckdaten lädt die Steuerung des
Etikettierers automatisch das richtige Drucklayout für
die aktuelle Charge und füllt die variablen Felder anhand der eingescannten Daten aus. Gleichzeitig kann
der Etikettierer die Daten in Klartext auf das Etikett
drucken.
Integrierte Steuerung sorgt für Prozesssicherheit
Die Drucklayouts werden dabei üblicherweise an
einem Büro-PC erzeugt und über das IT-Netzwerk in
die Print Engine eingespielt. Daher ist keine zusätzliche
Software für das Layout auf der Anlage erforderlich.
Die Rechnerleistung wird nicht belastet. Das fertige
Drucklayout für die aktuelle Charge wird an den Drucker übergeben. Die an der Spendekante des Etikettierers montierte Print Engine druckt das Etikett, welches
dann unmittelbar über den Applikator des Etikettierers
auf die Packung aufgebracht wird. Dabei stellt die
Steuerung von Verpackungsmaschine und Etikettierer
sicher, dass nicht befüllte Packungen erfasst und nicht
etikettiert werden.
39
UPDATE innovationen & Produkte
Einwandfreie Optik
Optisches Inspektionssystem zur Überprüfung von Siegelnähten im Verpackungsprozess
Siegelnähte müssen ausreichend dicht und frei von Fremdkörpern sein, um die sichere Verpackung eines Lebensmittels oder eines Medizinproduktes zu gewährleisten. Dabei gibt es verschiedene Systeme, um die Qualität der
Siegelnaht während des Verpackungsprozesses zu überprüfen.
Meist sind sie nur zwei bis sechs Millimeter breit, doch
sie haben es in sich: Siegelnähte halten Packungen
fest, sicher und häufig gasdicht verschlossen, dennoch
sind sie sehr flexibel, was das Aufreißverhalten und
das eingesetzte Material angeht. Je nach Anwendungsfall schützen sie das Packgut zuverlässig vor
Diebstahl, halten Produkte steril oder ermöglichen
einen Druckausgleich bei Luftfrachttransporten. Ohne
Zweifel sind Siegelnähte ein wichtiger Garant für eine
hohe Verpackungsqualität.
Problemstelle: Siegelnaht
Schon während des Verpackungsprozesses gibt es
verschiedene Möglichkeiten, um die Qualität von Siegelnähten zu überprüfen. Zum einen kann die Siegelnaht mechanisch kontrolliert werden, beispielsweise
durch ein leichtes Zusammenpressen der Packung.
Eine zu große Nachgiebigkeit der Packung bedeutet,
dass die Siegelnaht offen oder zumindest beschädigt
ist. Konsumenten bewerten die Dichtigkeit von Packungen meist ebenso, indem sie auf die Packung
drücken und ihre Festigkeit prüfen. Wenn sich diese
ebenso stramm anfühlt wie die anderen, ist die Packung meist in Ordnung.
In der Praxis sind offene Siegelnähte aber längst
nicht das Hauptproblem, wie Dr. Hendrik Frank, Technischer Leiter bei der MULTIVAC Tochter MULTIVAC
Marking & Inspection, erläutert: „Wir wissen aus eigener, mehr als 50-jähriger Erfahrung als Verpackungs40
spezialist, dass grobe Siegelnahtfehler, wie zum Beispiel offene Siegelnähte, Löcher in der Folie oder
Ähnliches, nur höchst selten vorkommen. Wesentlich
wahrscheinlicher ist dagegen, dass Produkte in der
Packung verrutschen und in die Siegelnaht hereinragen, oder dass Produktreste in die Siegelnaht geraten und dort eingesiegelt werden. Diese Verschmutzungen sind nicht nur unschön, sondern stellen vor
allem einen Unsicherheitsfaktor dar, da die Naht dann
sehr wahrscheinlich nicht dicht ist oder es über längere
Zeit bleibt.“
Besonders anspruchsvoll sind in diesem Zusammenhang Trockenprodukte, lockere Panaden, Semmelbrösel, Schinkenwürfel oder vergleichbare Produkte.
„Je rieselfähiger ein zu verpackendes Produkt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Produktreste
in die Siegelnaht geraten. Dies lässt sich nur unvollkommen durch Bürsten oder eingeblasene Luft auf der
Verpackungsmaschine verhindern“, erklärt Frank.
Der Handel ist, was die Packungsqualität angeht,
ohnehin höchst sensibel: Packungen, die optisch nicht
einwandfrei sind, die nicht so aussehen wie alle anderen, werden häufig liegengelassen und der Konsument
wählt entweder ein anderes Produkt oder kauft beim
Wettbewerber ein.
Neu: Optisches Inspektionssystem
Um Siegelnähte auf die erwähnten Kontaminationen
zu prüfen, hat MULTIVAC Marking & Inspection jüngst
AUSGABE 1 2013
ein optisches, also kamerabasiertes Inspektionssystem auf den Markt gebracht: Der MULTIVAC Siegelnahtscanner scannt die Siegelnähte in der Tiefziehverpackungsmaschine mit Hilfe einer Zeilenkamera,
die die Bilder aufzeichnet und ihren Inhalt – die Siegelnaht – mit verschiedenen Werkzeugen auf Unversehrtheit prüft.
Der Scanbereich reicht dabei bis zu einer Breite von
700 Millimetern und der Siegelnahtscanner erkennt
Fremdkörper ab einer Größe von 0,5 Quadratmillimetern in der Siegelnaht. Auch unvollständige Siegelnähte oder Siegelnahtfehler wie Falten oder Blasen
können detektiert werden. Die gescannten Bilder, zum
Beispiel Life- oder NiO-Bilder, werden in Echtzeit auf
dem Bedienterminal angezeigt. Aufnahmen von fehlerhaften Produkten werden mit Zeitangabe in einem
Bildarchiv gespeichert. Dadurch lassen sich Packungen auch über einen längeren Zeitraum rückverfolgen.
Das betroffene Produkt kann automatisch ausgeschleust werden.
Die Zeilenkamera ist direkt in der Verpackungsmaschine integriert. Dieser Prozess, der gleich nach
dem Siegelvorgang abläuft, ist sicherer als eine nachgelagerte Inspektion, wie Dr. Hendrik Frank erläutert:
„In der Verpackungsmaschine wird die Folie und damit
die Packung und die Siegelnaht präzise geführt. Auch
Siegelnähte in Weichfolie oder anderen biegeschlaffen
Materialien lassen sich sicher mit der Zeilenkamera
fokussieren. Anders als auf Transportbandsystemen,
auf denen die Produkte springen können, liegt die
Inspektionsebene sehr genau fest. Diese Unabhängigkeit vom Folienmaterial und die erhöhte Sicherheit bei
der Bildaufnahme zeigen, dass es sinnvoll ist, die Siegelnahtkontrolle direkt in den Verpackungsprozess zu
integrieren.“
Dabei ist der Siegelnahtscanner vergleichsweise
platzsparend. Sein Einbauraum in einer MULTIVAC
Tiefziehverpackungsmaschine beträgt 60 Zentimeter
Länge. Die Inspektion ist vollautomatisch, erfasst
100 Prozent aller Packungen und erfolgt berührungslos
und daher verschleißfrei. Die schnelle Bildverarbeitung
des Scanners sorgt für eine hohe Durchsatzleistung.
41
UPDATE innovationen & Produkte
Qualitätscheck
inklusive
Inspektionssysteme im Kennzeichnungsprozess
Sitzt das Etikett an der gewünschten Position? Ist die Schrift gut erkennbar, der
Barcode lesbar? Inspektionssysteme überprüfen, ob die Qualität stimmt.
In modernen Verpackungslinien flitzen die Packungen
im Sekundentakt durch das Kennzeichnungssystem.
Um fehlerhafte Exemplare weitgehend zu vermeiden,
muss jede einzelne Packung überprüft werden. Diese
Aufgabe übernehmen heute Inspektionssysteme, von
denen es zahlreiche Varianten gibt, denn bei einem Etikett gibt es höchst unterschiedliche Aspekte zu prüfen.
Vom einfachen Sensor bis zum
PC-basierten System
Zu den am häufigsten genutzten Inspektionssystemen
zählen Sensoren, Barcodeleser, intelligente Kameras
sowie PC-basierte Systeme. Bei den Sensoren unter42
scheidet man je nach Funktionalität zwischen Lumineszenz-, Kontrast- und Farbsensoren sowie Barcodesensoren.
Lumineszenztaster erkennen lumineszierende Partikel, die in Papieretiketten zum Teil bereits enthalten
sind oder über einen Lack aufgebracht werden. Kontrast- und Farbsensoren nehmen Kontrast- und Farbunterschiede wahr, was im Zusammenhang mit Markenfarben bedeutsam sein kann. Barcodesensoren überprüfen, ob der Barcode vorhanden ist, können dessen
Inhalt aber nicht analysieren. Diese Aufgabe übernehmen Barcodeleser, die neben der Anwesenheit des
Barcodes überprüfen, ob sein Inhalt mit dem Packgut
übereinstimmt.
AUSGABE 1 2013
Vision Sensoren sind mit einer Kamera vergleichbar: Sie benötigen ein Objektiv und die entsprechende
Beleuchtung, über die der Kontrast zwischen Merkmal
und Hintergrund eingestellt wird. Ihr Spektrum reicht
von Anwesenheitskontrolle über Mustererkennung,
OCR-Texterkennung, OCV-Textprüfung und Barcodekontrolle.
Intelligente Kameras benötigen ebenfalls ein Objektiv und eine Beleuchtung. Ihre Inspektionsfläche ist jedoch größer als die der Vision Sensoren. Ähnlich wie
bei den Vision Sensoren können intelligente Kameras
mehrere Arten der Inspektion gleichzeitig durchführen.
Darüber hinaus ist eine interne Bildanalyse möglich.
PC-basierte Systeme hingegen bestehen aus einem Kamerasystem mit austauschbarem Objektiv und
einer Benutzerschnittstelle. Sie ermöglichen eine statistische Auswertung und Kommunikation mit anderen
Systemen. Neben den erwähnten Inspektionsarten erlauben sie die Suche nach Fehlern an der Siegelnaht in
den eingelernten Konturen.
Inspektionssysteme aus dem Hause MULTIVAC
Bei der Wahl der passenden Inspektionssysteme tun
sich Anwenderunternehmen naturgemäß schwer, zumal das am Markt vorhandene Spektrum relativ groß
ist. Daniel Siegenbrink, Bereichsleiter Steuerungstechnik bei MULTIVAC Marking & Inspektion, erklärt: „Die
Entscheidung für ein bestimmtes Inspektionssystem
hängt beispielsweise davon ab, aus welchem Material
Verpackung und Etikett sind und welche Form sie haben. Entscheidend sind aber auch die Taktgeschwindigkeit der eingesetzten Verpackungsmaschine, ob die
Inspektion von oben oder unten erfolgt, der Einfluss
von Fremdlicht und die jeweilige Systemumgebung.“
nimmt jede Prüfaufgabe eine bestimmte Zeit zur Auswertung in Anspruch. Dabei spielt auch die Genauigkeit der Zuführung eine Rolle. Je größer das vorgegebene Suchfeld, desto länger dauert die Suchzeit.
Auch die Beleuchtung muss passend zur Geschwindigkeit und zur Größe der zu erkennenden Merkmale
und Farben ausgewählt werden.
Der Anspruch bei jedem neuen Projekt ist es, herauszufinden, was ein Kunde genau geprüft haben will.
Geklärt werden muss, ob die Solldaten aus dem Prozessleitsystem kommen oder ob ein Bediener oder
Servicetechniker das System einlernt. Danach folgt die
Frage, wie geprüft werden soll, von oben, unten oder
von der Seite, im Stillstand oder im Durchlauf der Maschine. Oftmals, so Siegenbrink, sei es empfehlenswert, Tests mit Musterpackungen vorzunehmen, um
wirklich jedes Detail zu berücksichtigen: „Schrift ist
nicht gleich Schrift“, betont Siegenbrink; „Es kann vorkommen, dass ein Kamerasystem zwar eine vier Millimeter hohe Schrift in Arial lesen kann, die drei Millimeter hohe Schrift in Times New Roman aber nicht.“
MULTIVAC Marking & Inspection hat Inspektionssysteme verschiedener Hersteller in seine Kennzeichnungssysteme standardmäßig eingebaut. Darüber hinaus hat die MULTIVAC Tochter auch eigene Inspektionssysteme im Programm, darunter das PC-basierte
Kamerasystem MULTIVAC MVS und den Siegelnahtscanner für Tiefziehverpackungsmaschinen. Diese
Systeme sind vollständig in die MULTIVAC Steuerung
IPC 06 / HMI 2.0 integriert.
Test mit Musterpackungen durchführen
MULTIVAC Marking & Inspection deckt das gesamte
Lösungsspektrum für Aufgaben der Qualitätskontrolle
ab. Das Unternehmen bindet Inspektionssysteme verschiedenster Hersteller in seine Kennzeichnungssysteme ein und berät Kunden bei der Auswahl der
Systeme.
Sollen beispielsweise auf einem Produkt viele
Prüfungen gleichzeitig vorgenommen werden und
ist die Taktleistung der Verpackungsmaschine hoch,
muss das Kamerasystem so leistungsfähig sein, dass
es die Bilder in kurzer Zeit auswerten kann. Schließlich
43
UPDATE innovationen & Produkte
Für optimale
Druckergebnisse
MULTIVAC Marking & Inspection bietet Drucker und Verbrauchsmaterial aus einer Hand
Für seinen neuen Thermotransferdrucker TTO bietet MULTIVAC Marking & Inspection jetzt passendes
Verbrauchsmaterial: Thermotransferfolie, Thermoleisten und Reinigungsmaterial sind speziell auf den TTO
abgestimmt.
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AUSGABE 1 2013
Optimal auf den Drucker abgestimmtes Verbrauchsmaterial sorgt für perfekte Druckergebnisse
Die Druckqualität hängt stark vom Zusammenspiel
zwischen Drucker, Verbrauchsmaterial und dem zu
bedruckenden Untergrund ab. Daher bietet MULTIVAC
Marking & Inspection für seinen neuen Thermotransferdrucker TTO jetzt auch eigene Thermotransferfolien
in vier Qualitäten an. Alle Qualitäten sind ISEGA-zertifiziert und damit unbedenklich für den Lebensmittelbereich. Die Folien unterscheiden sich in ihrem Anteil
an Wachs und Harz. „Wachsbänder sind geeignet für
strukturierte Oberflächen, beispielsweise Papieretiketten, um die Farbpigmente aufzunehmen. Je glatter
die Oberfläche bei Verpackungsfolien, Folienetiketten
oder lackierten Oberflächen, umso höher muss der
Harzanteil im Farbband sein“, erläutert Matthias Lüdtke, Verantwortlicher für den Vertrieb von Verbrauchsmaterial bei MULTIVAC Marking & Inspection.
Hohe Verfügbarkeit
Kunden durch, um die optimale Farbbandqualität zu
ermitteln. Anschließend erhalten Kunden eine Musterrolle, um das Farbband unter Produktionsbedingungen
zu testen. „Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Fettgehalt der Luft vor Ort beim Kunden weichen meist
von den Bedingungen in unserem Testraum ab“, erläutert Lüdtke.
Darüber hinaus überprüft MULTIVAC Marking &
Inspection defekte Thermoleisten mikroskopisch.
„Einer der Hauptgründe für den Ausfall von Thermoleisten oder einzelner Dots auf der Thermoleiste sind
Verunreinigungen“, weiß Lüdtke. Diese können von
Staub oder fetthaltigen Partikeln aus der Umgebungsluft stammen, aber auch ausgetretener Kleber aus
dem Etikettenmaterial kann zu Verschmutzung führen.
Zudem liefert MULTIVAC Marking & Inspection
auch das passende Etikettenmaterial. So kann sichergestellt werden, dass alle verwendeten Materialien
und Maschinen perfekt aufeinander abgestimmt sind.
Um maximale Verfügbarkeit zu gewährleisten, bietet
MULTIVAC Marking & Inspection Thermotransferfolienrollen an, deren Lauflänge für die Aufnahmefähigkeit des Druckers optimiert ist. „Das verringert Stillstandszeiten beim Farbbandwechsel“, so Lüdtke.
Der Rollenkern ist aus Kunststoff, der besser an die
höhere Lauflänge angepasst ist: „Ab einem bestimmten Druck der aufgewickelten Thermotransferfolie
können Pappkerne verformt werden. Sie passen dann
nicht mehr auf die Aufnahmerolle des Druckers“, ergänzt Lüdtke.
Ergänzende Services
Auf Wunsch führt MULTIVAC Marking & Inspection
Tests mit dem Etiketten- und Folienmaterial seiner
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UPDATE innovationen & Produkte
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AUSGABE 1 2013
Aus dem Gefrierschrank
direkt in den Ofen
Neuer Trend bei der Fleischzubereitung
Der Absatz von tiefgefrorenen Fleischprodukten sank in den letzten zehn Jahren um 23,3 Prozent, so das
Deutsche Tiefkühlinstitut e. V. in Berlin. Das Mylar ® COOK-Verpackungskonzept könnte das jetzt ändern.
Was die Zubereitung und den Verzehr von Lebensmitteln angeht, so sind die USA in Europa immer noch
Trendsetter. Hamburger, Sandwiches und Tiefkühlpizza sind bei Verbrauchern beliebt, nicht zuletzt deshalb,
weil sie schnell und einfach zum Verzehr bereitstehen.
Zukünftig könnte ein neuer Trend seinen Weg über
den Atlantik antreten und dem Markt für tiefgefrorene
Fleischprodukte Auftrieb geben: Filets, Steaks oder
Braten werden, gewürzt und in ofenfähiger Folie verpackt, aus dem Gefrierschrank direkt in den Ofen oder
die Mikrowelle gelegt und dort gegart.
Unter der Warenmarke „Oven Perfect™“ hat zum
Beispiel der US-Lebensmittelhersteller Farmland eine
Produktserie auf den amerikanischen Markt gebracht,
bei der frisches Schweinefleisch in ofenfähiger Folie
verpackt und tiefgekühlt wird. Von „Parmesan Garlic
Herb“ über „Onion Garlic“ bis hin zu „Southwest
Style Peppercorn“ können Verbraucher dabei zwischen insgesamt sechs Zubereitungsvariationen wählen. Der neue Convenience-Trend bietet Lebensmittelbetrieben die Möglichkeit, ihren tiefgefrorenen Produkten Rohproteine durch die Beigabe von Marinaden,
Gewürzen und Saucen zusätzlichen Wert und mehr
Attraktivität am PoS zu verleihen.
Eine Frage des Verpackungskonzepts
Aus dem Gefrierschrank in den Ofen: Die ofenfertige
Verpackung für gekühlte beziehungsweise tiefgefrorene Lebensmittel basiert auf dem Mylar ® COOKKonzept des amerikanisch-japanischen Joint Ventures
DuPont Teijin Films, das bislang einzigartig am Markt
ist. Vertrieben werden die Mylar ® COOK-Folien von
MULTIVAC, die auch die entsprechenden Verpackungsmaschinen bereitstellt.
„Mylar ® COOK sind tiefziehfähige Folien, die speziell für die Zubereitung von Lebensmitteln im hohen
Temperaturbereich entwickelt wurden und von minus
60 bis 218 Grad Celsius einsetzbar sind“, erläutert
Robert Wild von MULTIVAC.
Hohe Produktqualität
Die Struktur der Mylar ® COOK-Folien ist so beschaffen, dass sich die Siegelnaht der Packung bei Erreichen
eines definierten Drucks im Ofen selbst öffnet und
die beim Garen entstehenden Dämpfe entweichen
können. Infolgedessen entsteht aus dem nassen Kochzyklus ein trockener Vorgang und das Lebensmittel
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UPDATE innovationen & Produkte
wird in der offenen Packung gebräunt. Es werden also
keine zusätzlichen Ventile benötigt.
Aromen, Vitamine, Mineralien sowie die produkteigene Feuchtigkeit bleiben während des Garprozesses weitgehend erhalten. Der Einsatz von Salz und Gewürzen lässt sich um bis zu 20 Prozent reduzieren.
Im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens zeigt
das Mylar ® COOK-Konzept eine positive Bilanz: Die
konstante Hitzeübertragung während der beiden Garphasen sorgt für gleichmäßige Garergebnisse und reduziert die Kochzeit um bis zu 30 Prozent. Auch das
Verpackungsvolumen ist im Vergleich zu Verbundfolien
um ein Vielfaches geringer. Durch das unabhängige
Kochsystem reduzieren sich auch der Säuberungsaufwand und der Wasserverbrauch in der Küche.
Hohe Lebensmittelsicherheit
Mylar ® COOK bietet Anwendern eine hohe Lebensmittelsicherheit. Köche und Privatverbraucher kommen
beim Kochen beispielsweise nicht mit rohem Fleisch in
Berührung. Dadurch wird das Risiko von Salmonellen
oder einer Kreuzkontamination mit Bakterien gesenkt.
Da es sich um eine Vakuumverpackung handelt, reduziert sich die Gefahr von Gefrierbrand und Oxidation.
Auch dem Konsumenten bietet das Verpackungskonzept mit Mylar ® COOK eine zusätzliche Sicherheit,
da innerhalb der Verpackung kein Überdruck entstehen
kann. Somit ist das Öffnen der Verpackung nach dem
Kochen sicher.
Anwender erhalten das Mylar ® COOK-Konzept bei
MULTIVAC aus einer Hand. MULTIVAC stellt sein umfassendes Know-how in Bezug auf Prozesssicherheit
und Verpackungslösungen zur Verfügung. Die Anwendungszentren der MULTIVAC Tochtergesellschaften
stellen technische Unterstützungs- und Beratungskapazitäten für die Verarbeitung von Mylar ® COOK
bereit.
„Wir haben mit den Mylar ® COOK-Folien von
DuPont Teijin Films bereits einige Projekte erfolgreich
umgesetzt, darunter zum Beispiel im vergangenen
Jahr bei der Tassal Group, einem australischen Betreiber von Lachsfarmen“, betont Robert Wild von
MULTIVAC.
Auch die besonders haltbaren Siegelnähte gewährleisten maximale Verbrauchersicherheit während und
Mylar ® COOK erleichtert den Kochvorgang und erhöht die Hygiene in der Küche
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AUSGABE 1 2013
nach dem Garprozess. Die hervorragenden mechanischen Eigenschaften sorgen für eine hohe Durchstichfestigkeit. Dadurch wird auch das Verpacken von
scharfkantigen Produkten oder Knochen möglich.
Sie können in herkömmlichen Umluftöfen und Mikrowellenherden verwendet werden. Die Herstellung von
Mylar ® COOK erfolgt entsprechend den Vorgaben
des weltweiten Verpackungsstandards BRC/IOP und
ist zertifiziert nach ISO 9001, IMS und HACCP.
Prozessvorteile bei der Verarbeitung
Mylar ® COOK wurde ursprünglich für die Verpackung
von proteinhaltigen Lebensmitteln entwickelt. Mittlerweile gibt es weitere Anwendungsbereiche, wie zum
Beispiel die Verpackung von Teiglingen für Bäckereibetriebe, die im Ofen gebacken werden können. Hierfür hat DuPont Teijin eigens die Produktreihe Mylar ®
BAKE entwickelt.
Mylar ® COOK-Folien lassen sich auf allen StandardTiefziehverpackungsmaschinen von MULTIVAC einfach und sicher verarbeiten. Die kurzen Form- und Siegelzeiten ermöglichen eine hohe Taktleistung. Der
breite Form- und Siegeltemperaturbereich der Folien
macht die Verarbeitung einfach und sicher. Mylar ®
COOK-Folien entsprechen den Richtlinien der US Food
and Drug Administration (FDA), der Europäischen Union sowie der Canadian Food Inspection Agency (CFIA).
Durch die innovative Folie kann der Einsatz von Salz und Gewürzen deutlich reduziert werden
49
UPDATE innovationen & Produkte
Im luftleeren
Raum
Vakuumverpackungen in Beuteln bieten hohe Flexibilität
Vakuumverpackte Lebensmittel in Beuteln sind im Handel nach wie vor erfolgreich. Der Grund: Sie sind sehr
flexibel, was Produktgröße, Chargengröße und Produktgeometrie angeht.
„Der große Vorteil der vakuumierten Beutelverpackungen ist ihre Flexibilität. Betriebe, die Produkte in unterschiedlichen Größen oder Geometrien verpacken,
müssen ihre Maschine nicht jedes Mal umrüsten. Es
reicht, wenn sie unterschiedliche Beutelgrößen auf
Lager haben“, sagt Dr. Ingo Renner von MULTIVAC.
Vakuumverpackungen in Beuteln werden bevorzugt
auch für kleine Produktchargen sowie für Verpackungen im Thekenbereich beziehungsweise in der Gastronomie eingesetzt. „Die Vakuumbeutelverpackung ist
kostengünstig und einfach herzustellen. Durch die Verwendung unterschiedlicher Beutelmaterialien kann die
Verpackung in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt
werden. Hierzu gehören unter anderem Beutel aus bedruckten oder metallisierten Folien oder die bekannten
Kochbeutel“, ergänzt Renner.
Im Bereich der Industrie- und Konsumgüter schützt
die Vakuumverpackung die Produkte vor Umgebungseinflüssen wie Staub oder Feuchtigkeit. Vakuumverpackungen sind heute allerdings größtenteils im Lebensmittelbereich im Einsatz: Der Entzug von Sauerstoff verhindert die Vermehrung von Mikroorganismen
und bremst den Oxidationsprozess.
Einfache Bedienung – großes Spektrum
Vakuumverpackungen in Beuteln werden mit so genannten Kammermaschinen hergestellt. Das Maschinenprogramm von MULTIVAC deckt das gesamte
50
Größen-, Leistungs- und Ausstattungsspektrum ab:
kompakte Tisch- und Standmodelle, Doppelkammermaschinen, vollautomatische Bandmaschinen und
komplette Schrumpfverpackungslinien.
Die Handhabung der Maschinen ist vergleichsweise
einfach. Das zu verpackende Produkt wird in dem Folienbeutel in die geöffnete Vakuumkammer eingelegt.
Dann wird der Deckel der Vakuumkammer geschlossen. Die Luft wird über ein Ventil aus der Kammer gesaugt, bis das gewünschte Vakuum erreicht ist. „Bei
Kammermaschinen von MULTIVAC werden die Druckwerte in der Kammer über einen Drucksensor absolut
gemessen und in der Steuerung in einem Display angezeigt“, erläutert Renner.
Um die Haltbarkeit der Produkte zusätzlich zu verlängern oder sie vor Druckstellen oder Ähnlichem zu
schützen, gibt es die Möglichkeit, die Packungen mit
einer Schutzgasatmosphäre (MAP-Packungen) zu versehen. Dabei werden die Schutzgase über Düsen aus
Edelstahl in den Folienbeutel und das Innere der Kammer geblasen. Wichtig bei der Herstellung von Schutzgasverpackungen ist der Einsatz von Beutelmaterialien
mit Sauerstoffbarriere, um den Gasaustausch zwischen Beutelinnerem und Umgebung zu vermeiden.
Ist der Evakuiervorgang abgeschlossen, wird der
Beutel mit den Lebensmitteln versiegelt. Dabei werden die beiden Beutelinnenseiten durch eine erhitzte
Siegelschiene zusammengepresst und luftdicht miteinander verschmolzen.
AUSGABE 1 2013
Im letzten Arbeitsschritt wird die Kammer über ein
Ventil belüftet. Wenn sich der Druck im Inneren der
Kammer an den Umgebungsdruck angepasst hat, öffnet sich der Deckel automatisch durch einen Federzug.
Nach dem Belüften ist die Maschine für das nächste
Produkt bereit.
Um die Vakuumverpackung in Beuteln noch anwenderfreundlicher zu machen, bietet MULTIVAC zusätzliche Funktionen wie eine Öffnungs- beziehungsweise Aufreißhilfe sowie Verpackungen mit mehreren
Kleinverpackungen, Schrumpfverpackungen und Ähnlichem an.
Die Temperatur ist entscheidend
sich im Wasser Dampfblasen: „Das Wasser siedet,
obwohl die Temperatur nur 20 Grad Celsius beträgt.
Der Druck in der Kammer nimmt dann nicht mehr
ab. Es wird also keine Luft mehr abgesaugt, sondern
nur noch Wasserdampf“, sagt Renner. Der maximale
Enddruck ist erreicht.
Bei flüssigen Produkten wie Soßen kann die Dampfblasenbildung sehr heftig und schlagartig einsetzen, so
dass das Produkt aus der Folie herausgeschleudert
wird. Vakuumpumpen, die nicht für einen hohen
Dampfanteil ausgelegt sind, können dabei Schaden
nehmen. Verschmutzungen oder Schäden am Produkt
können durch ein langsames, dem Produkt entsprechendes Evakuieren vermieden werden.
Bei wasserhaltigen Produkten hängt die Qualität des
Vakuums maßgeblich von deren Temperatur ab. Je
trockener und kühler beispielsweise ein Produkt ist,
desto besser ist das Vakuum. „Ein Vakuumbeutel ist
ein abgeschlossener Raum, in dem das im Produkt
enthaltene Wasser eine Dampfatmosphäre bildet. Umgangssprachlich könnte man sagen, es schwitzt. Die
Dampfatmosphäre passt sich dem Umgebungsdruck
an. Beim Evakuieren nimmt der Umgebungsdruck in
der Kammer ab. Die Folge: Das im Produkt gebundene
Wasser verdampft“, erläutert Renner. Ist die Eigentemperatur des Produkts hoch, beginnt das darin enthaltene Wasser früher zu verdampfen. Hat der Druck in
der Kammer bis auf 23 Millibar abgenommen, bilden
51
UPDATE innovationen & Produkte
Geschmack im Blick
Drei Verpackungslösungen für das Handwerk
Immer mehr kleine und mittlere Fleischereifachbetriebe legen Wert auf eine professionellere Präsentation ihrer
Produkte. Bei der Suche nach dem am besten geeigneten Verpackungskonzept haben sie die Wahl.
Je ansprechender und kundenfreundlicher Lebensmittelprodukte verpackt sind, desto eher finden sie ihren
Käufer. „Die Möglichkeiten moderner Verpackungskonzepte und Verpackungstechnologien sind groß.
Daher sollten sich kleine und mittelständische Unter52
nehmer im Vorfeld umfassend beraten lassen, beziehungsweise sich auf Fachmessen, wie zum Beispiel
der IFFA in Frankfurt am Main, einen ersten Überblick
verschaffen“, rät Valeska Haux, Marketingleiterin von
MULTIVAC.
AUSGABE 1 2013
Vakuumbeutel: kostengünstig und flexibel
Bei Handwerksbetrieben im Lebensmittelbereich nach
wie vor stark verbreitet ist die klassische Vakuumverpackung in Beuteln. Während des Verpackungsprozesses wird die Atmosphäre und damit der Sauerstoff
aus der Verpackung abgesaugt. Das verhindert die Vermehrung der von Sauerstoff abhängigen Mikroorganismen und verlangsamt den Oxidationsprozess des
Packguts. Dadurch lässt sich die Haltbarkeit von Lebensmitteln ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen verlängern.
Vakuumverpackungen in Beuteln sind vergleichsweise kostengünstig und einfach zu produzieren. Sie
werden mit so genannten Kammermaschinen hergestellt. Deren Handhabung ist denkbar einfach:
„Deckel aufmachen, Produkt im Folienbeutel in die
Vakuumkammer einlegen, Deckel schließen. Die Luft
wird über ein Ventil aus der Kammer gesaugt, bis das
gewünschte Vakuum erreicht ist“, sagt Valeska Haux.
Zum Maschinenprogramm von MULTIVAC gehören
kompakte Tisch- und Standmodelle, Doppelkammermaschinen, vollautomatische Bandmaschinen sowie
komplette Verpackungslinien zur Herstellung von
Schrumpfverpackungen.
Vakuumverpackungen in Beuteln eignen sich also
sehr gut für Betriebe, die unterschiedliche Produkte in
kleinen Mengen verpacken, da die Kammermaschine
nicht umgerüstet werden muss. Es reicht, wenn man
unterschiedliche Beutelgrößen und Beutelmaterialien
auf Lager hat.
Trays: Individualität in Form und Material
Eine Alternative bilden Trayverpackungen. Fachbetriebe sind vor allem sehr flexibel, was die Packungsform
und das Traymaterial angeht. Form und Material lassen
sich individuell auf das zu verpackende Produkt abstimmen. So gibt es eine große Auswahl von Trays aus
Kunststoff, Karton oder Aluminium. Ebenso existieren
am Markt mittlerweile Trays mit Zusatzfunktionen wie
zum Beispiel mit mehreren Kammern.
Der derzeit kleinste halbautomatische Traysealer ist
der T 100 von MULTIVAC. Er kann auf einem Tisch
oder einer Verkaufstheke aufgestellt werden. Trotz
seiner Kompaktheit ist der T 100 mit einem Vakuumierund Begasungssystem ausgestattet. Er kann daher
auch Packungen mit Schutzgasatmosphäre produzieren. Auch das Herstellen von Trays mit Aufreißecken
ist möglich. „Mit dem T 100 können Metzgereifachbetriebe die ausgewählten Produkte direkt vor den
Augen der Kunden qualitativ hochwertig, sicher und
hygienisch verpacken“, sagt Valeska Haux. Für seinen
Betrieb reicht ein Stromanschluss.
Sein großer Bruder, der T 300, ist deutlich leistungsfähiger und für das Verpacken größerer Mengen
geeignet. Mit ihm können Lebensmitteleinzelhändler
und Metzgereien formstabile Verkaufsverpackungen
mit und ohne Schutzatmosphäre in kleinen und mittleren Chargen herstellen. Zusätzlich zu der Verarbeitung von Standard-Trays sind auch Mehrkammer-Trays,
Verpackungen nach dem FreshSAFE-Konzept, SkinIsopak sowie die Verarbeitung von Lid-Folie möglich.
Tiefziehverpackung: ein Material,
verschiedene Formen
Die dritte Alternative ist das Tiefziehverpacken. Ein
Bereich, in dem MULTIVAC mittlerweile ein umfassendes Portfolio an Einstiegsmodellen zur Verfügung
stellt. Tiefziehverpackungen können sowohl aus
Weichfolie als auch aus Hartfolie hergestellt werden,
die Formgebung der Verpackung erfolgt in der Verpackungsmaschine.
Zu den Einstiegsmodellen, die MULTIVAC im Bereich des automatischen Tiefziehverpackens anbietet,
gehört zum Beispiel die R 095 e-concept™. Die
2,30 Meter lange Maschine benötigt weder einen
Druckluft- noch einen Wasseranschluss und ist daher
für kleine und mittelständische Lebensmittelfachbetriebe geeignet.
Die R 095 e-concept™ zählt zu den besonders energieeffizienten Maschinen. Ihre Hubwerke und Schneidungen werden elektrisch angetrieben. Das schlägt
sich zum einen in vergleichsweise geringen Betriebskosten nieder. Zum anderen sind die Investitionskosten
für die Inbetriebnahme der Maschine deutlich geringer
als bei Vergleichsmodellen. Da die R 095 nur einen
Stromanschluss benötigt, kann die Maschine flexibel
im Betrieb aufgebaut werden. Sie verfügt zudem über
eine Schnittstelle für Schneidemaschinen.
53
UPDATE FOOD
Marktführer dank
MULTIVAC
Chilenischer Hersteller von Frischkäse setzt auf integrierte Verpackungslösungen
Die chilenische Produktionsfirma für Frischkäse La Vaquita ist mit Hilfe der Verpackungstechnologie von
MULTIVAC zu Chiles führendem Hersteller von Käseprodukten geworden.
Mit Niederlassungen in Santiago, Codigua und Purranque ist La Vaquita bereits seit dreißig Jahren auf
dem chilenischen Markt vertreten, hinzu kommt der
Export von Käseprodukten nach Korea und Mexiko.
Einsatz, Ausdauer und ein klares Konzept machten diese Erfolgsgeschichte möglich. 1994 wurde eine mit
der neuesten Technologie ausgestattete Anlage gebaut, um mit dem schnell wachsenden Markt Schritt
halten zu können. 2003 kam noch ein Distributionszentrum mit großer Lagerungskapazität hinzu. Seit 2006
wird La Vaquita von MULTIVAC Chile bei der Verpackung der Käseprodukte unterstützt. „Mit MULTIVAC
konnten wir einen strategischen Partner gewinnen.
Die integrierten Verpackungslösungen erlauben es
uns, große Mengen in möglichst kurzer Zeit zu verpacken, um unseren Kunden ein sicher verpacktes, hygienisches und attraktives Produkt bieten zu können“,
freut sich La Vaquita-Geschäftsführer Rodrigo Tobar.
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Qualität im Fokus
Bei La Vaquita hat die Technologie von MULTIVAC Chile nicht nur zu einer effizienteren Produktion, sondern
auch zum Umsatzwachstum beigetragen. Garant für
vollste Kundenzufriedenheit ist, dass die Qualität der
Produkte stets im Mittelpunkt steht. Dank MULTIVAC
kann La Vaquita seinen Kunden ein natürliches, vertrauenswürdiges und hochwertiges Produkt bieten.
Darüber hinaus kann der Frischkäsehersteller auf optimalen Kundensupport bauen: „Wir haben vollstes
Vertrauen in MULTIVAC Chile. Wir wissen, dass wir
stets auf eine einwandfreie Leistung zählen können.
MULTIVAC steht uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, wenn wir in unseren verschiedenen Anlagen Hilfe
benötigen“, erklärt Tobar.
AUSGABE 1 2013
Technik zum Testen
Neues Anwendungszentrum bietet innovative Verpackungslösungen
Mit einem neuen Anwendungs- und Schulungszentrum in Neuseeland bietet MULTIVAC Bestands- und potenziellen Neukunden die Möglichkeit, ihre Verpackungskonzepte für Lebensmittel zu entwickeln, zu testen und zu
realisieren. Als Teil dieses MULTIVAC Services werden auch innovative Lösungen, wie zum Beispiel Mylar® COOK,
bereitgestellt.
Das Anwendungszentrum in Wiri (Auckland) ist ein einzigartiges Angebot für Kunden jeder Größe. Ganz
gleich, ob es sich um das Testen eines neuen Produkts
oder um die Erweiterung einer vorhandenen Produktlinie handelt, MULTIVAC stellt die erforderlichen Voraussetzungen, die Technologie, das Know-how und
auch die Infrastruktur bereit, um die ideale Verpackungslösung zu entwickeln. Von der ersten Idee bis
hin zur technischen Umsetzung erhalten Kunden eine
umfassende Unterstützung. Da auch Kleinserien produziert werden können, profitieren Kunden zudem von
der Möglichkeit, Studien zur Marktakzeptanz durchführen zu können.
Für den Entwicklungsprozess werden reale Produkte und Folien verwendet. Zu den bereitgestellten wegweisenden Verpackungslösungen gehören beispielsweise die innovativen Mylar ® COOK-Folien von DuPont
Teijin Films. MULTIVAC ist exklusiver Vertriebspartner
für Mylar ® COOK.
Die umfassenden Dienstleistungen von MULTIVAC
nutzt unter anderem Fresh Pork, ein privat geführtes
Familienunternehmen in Neuseeland und spezialisier-
ter Schweinefleisch-Großhändler. Fresh Pork hat vor
Kurzem die für den Einzelhandel bestimmte Produktlinie „Perfect Pork“ eingeführt. Das Produkt wird auf
einer Tiefziehverpackungsmaschine von MULTIVAC
in Mylar ® COOK verpackt. Die Sekundärverpackung
des Produkts ist mit Bildern, Kochanweisungen sowie
dem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Zudem enthält die Sekundärverpackung auch Saucen, die nach
dem Kochen hinzugefügt werden können.
55
UPDATE FOOD
Die Fleischerei Weber GmbH wurde 1992 von Karl-Heinz
Weber im thüringischen Reinholterode gegründet. Der
Schlacht- und Verarbeitungsbetrieb spezialisierte sich von
Anfang an auf die Herstellung von Eichsfelder Wurstspezialitäten.
Wurstspezialitäten „inline“
schneiden und verpacken
Fleischerei Weber setzt auf die Effizienz der R 095 e-concept™
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach kleineren Portionen verpackt die Fleischerei Weber GmbH ihre Produkte seit Anfang 2012 mit einer automatischen Tiefziehverpackungsmaschine von MULTIVAC. Das Kompaktmodell R 095 benötigt weder einen externen Druckluftanschluss noch einen externen Wasseranschluss.
„Wir schlachten Schweine, Rinder und Jungschafe aus
der heimischen Region selbst und verarbeiten das
Fleisch in noch schlachtwarmem Zustand. Dadurch benötigen wir weder Starterkulturen noch andere Reifezusätze. Unsere Wurstwaren werden nach altem Familienrezept mit Naturgewürzen hergestellt“, berichtet
Tobias Weber, der die Fleischerei Weber in Reinholterode in zweiter Generation leitet. Durch die Reifezeit
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in Klimakammern erhalten die Spezialitäten den unverwechselbaren Geschmack, der die Eichsfelder Wurstspezialitäten auszeichnet.
Derzeit verarbeiten die 16 Mitarbeiter rund drei
Tonnen Fleisch pro Woche. 40 Prozent der Produktion
werden über die hauseigenen Metzgereifachbetriebe,
60 Prozent über den Lebensmitteleinzelhandel vertrieben.
AUSGABE 1 2013
Einstieg in das automatische Tiefziehverpacken
Im Laufe des 20-jährigen Firmenbestehens veränderten sich die Bedürfnisse der Kunden: „Zunehmend
werden kleinere Mengen Wurst, vorzugsweise in
Scheiben, nachgefragt. Daher haben wir unser Produktangebot erweitert, hatten aber lange nicht das
richtige Verpackungskonzept“, berichtet Weber.
Bis 2011 verpackte der Fachbetrieb Bratwürste und
kleinere Mengen an Wurstscheiben auf einer Doppelkammermaschine: „Das Verpacken von geschnittener
Wurst auf Doppelkammermaschinen lässt sich schwer
in die Produktionsabläufe integrieren, da das Material
erst geschnitten und dann ‚offline‘ in der Kammermaschine verpackt werden muss. Dies bedeutet einen
hohen Aufwand und ist hinsichtlich der Hygienebestimmungen nicht ohne Weiteres durchführbar“, erläutert Weber. Daher beschlossen die Firmeninhaber,
ins automatische Tiefziehverpacken einzusteigen. Bei
der Wahl des geeigneten Maschinenherstellers richtete sich das Augenmerk der Webers schnell auf
MULTIVAC. Die Fleischereiinhaber interessierten sich
anfangs für das Einstiegsmodell R 105. „Die R 105
benötigt jedoch einen externen Kühlwasser- und
Druckluftanschluss. In wirtschaftlicher Hinsicht hätte
sich der Aufwand für die Installation der Maschine
nicht gelohnt. Daher haben wir Weber mit der R 095
e-concept™ ein Maschinenmodell angeboten, das ohne
externe Anschlüsse auskommt“, berichtet Thomas
Dömer, Vertriebsmitarbeiter von MULTIVAC.
erfolgen mussten, waren keine Zusatzinvestitionen
notwendig. Die Maschine ist so flexibel gestaltet, dass
der Slicer bei Bedarf abgenommen werden kann. Die
Reinigung der Maschine und des Slicers ist daher sehr
einfach.
Integriert Schneiden und Verpacken
Auf der R 095 mit integriertem Slicer verarbeitet
die Fleischerei Weber heute Vierkilogrammwürste zu
Packungen zu je vier Scheiben. Die Scheiben werden
unter Schutzgas verpackt. Daher kleben sie nicht aneinander und sind somit in der Packung attraktiver.
„Durch das integrierte Schneiden und Verpacken wird
die Arbeit stark vereinfacht, da die Wurst nur in den
Slicer gelegt werden muss. Der Rest läuft automatisch“, berichtet Weber. Durch den integrierten Prozess werden auch die Hygieneanforderungen erfüllt.
„Durch den Kauf der R 095 konnten wir größere
Investitionen in die Infrastruktur sparen“, sagt Weber.
Auch der geringe Energieverbrauch der Maschine ist
ein wichtiger Aspekt, da die Fleischerei aufgrund der
installierten Klimatechnik für die Reiferäume ohnehin einen sehr hohen Energiebedarf hat. Für die Mitarbeiter der Fleischerei verlief der Einstieg in das automatische Tiefziehverpacken problemlos. „Unser Bedienpersonal hat rundum positive Erfahrungen mit der
Maschine gemacht. Dem Team macht das Arbeiten
mit der Maschine Spaß, da auch Bedienung und Reinigung sehr einfach sind“, berichtet Weber.
Kompakte Bauweise, großzügige Einlegefläche
Das Maschinenkonzept der R 095 macht Tiefziehverpacken auf kleinstem Raum möglich. „Das Verformen
der Folie findet im Maschineninnenraum statt. Dadurch
verfügt die R 095 trotz ihrer kompakten Bauweise über
eine großzügige Einlegefläche für das manuelle Beladen der Tiefziehpackungen“, erläutert Dömer.
Elektrische Antriebe für Hubwerk und Schneidungen sorgen für eine hohe Energieeffizienz und vergleichsweise geringe Betriebskosten. „Außer einem
Stromanschluss benötigt die Maschine keine weiteren
externen Anschlüsse und kann flexibel im Betrieb aufgebaut werden“, beschreibt Dömer.
Die R 095 verfügt über ein Schnellwechselsystem
für Form- und Siegelwerkzeug. Dies erleichtert das
Umrüsten der Maschine auf andere Packungsformate.
Darüber hinaus ist sie mit einer Schnittstelle für den
Anbau von Schneidemaschinen ausgestattet.
Anfang 2012 ging die R 095 e-concept™ in Reinholterode in Betrieb. Da im Betrieb keine Umbauten
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UPDATE FOOD
Schweinefleischvariationen
ofenfähig verpackt
Farmland Foods setzt auf Mylar® COOK-Konzept
Direkt mit der Verpackung im Ofen werden die „Oven Perfect ®“-Produkte von Farmland Foods zubereitet. Der
US-Lebensmittelproduzent nutzt dabei Mylar ® COOK-Folie, die exklusiv von MULTIVAC vertrieben wird.
Farmland Foods Inc. gehört mit einem Umsatz von mehr als
4,4 Milliarden US-Dollar (2012) zu den größten Verarbeitern
von Schweinefleisch in den USA. Das Unternehmen bedient US- und internationale Märkte mit frischem sowie industriell verpacktem Fleisch. Seit 2003 gehört Farmland zu
Smithfield Foods, dem weltweit größten Produzenten von
Schweinefleisch.
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AUSGABE 1 2013
Innovative und verbraucherfreundliche Konzepte gehören von jeher zur Marketingstrategie von Farmland
Foods: „Die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher
haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Es
wird wieder mehr zu Hause gekocht, doch bei Fleisch
sind verkaufs- und verzehrfertige Produkte gefragt.
2011 dachten wir über ein ofenfähiges Schweinefleischprodukt in verschiedenen Geschmacksrichtungen nach, das direkt in der Folie zubereitet wird“,
berichtet Mike Witt, Product Manager Fresh Pork
bei Farmland Foods.
Im November 2011 lernte Farmland Foods auf
dem Trade Summit in Chicago das einzigartige Mylar ®
COOK-Konzept von DuPont Teijin Films kennen. Dabei
handelt es sich um tiefziehfähige Folien, die für die
Zubereitung von Lebensmitteln im Temperaturbereich
bis 218 Grad Celsius entwickelt wurden. Das gekühlte
oder tiefgefrorene Produkt wird direkt in den Ofen oder
in die Mikrowelle gelegt und dort in der geschlossenen
Packung gegart. Wird ein bestimmter Druck erreicht,
öffnet sich die Siegelnaht der Packung von selbst. Ab
diesem Zeitpunkt beginnt der Bräunungsprozess in der
offenen Verpackung.
„Wir waren so begeistert von Mylar ® COOK, dass
wir mit Hilfe von Olek Foods Product Development
direkt mit der Entwicklung der ersten Produktideen
begannen, als wir aus Chicago zurückkehrten. Kurze
Zeit später haben wir erste Testreihen durchgeführt“,
erinnert sich Witt.
Farmland Foods nutzte dafür seine vorhandenen
Tiefziehverpackungsmaschinen von MULTIVAC. Auf
deren Standardmaschinen lassen sich die Folien einfach und sicher verarbeiten. Darüber hinaus besitzt
MULTIVAC die Vertriebsrechte für Mylar ® COOKFolien. „Damit Farmland Foods die Produkttests
durchführen konnte, mussten wir den Radius der
Werkzeugeinsätze der Tiefziehverpackungsmaschinen
ändern“, so Matt Malott, Sales Director Key Accounts
von MULTIVAC Inc.
Auf Grundlage der Tests entwickelte Farmland
Foods ein ofenfähiges Schweinefleischprodukt und
gab ihm den Markennamen „Oven Perfect®“. Im Juli
2012 kam es auf den Markt. Zunächst konnten
Verbraucher zwischen sechs Zubereitungsvarianten
wählen.
Das neue Verpackungskonzept bietet Farmland
Foods die Möglichkeit, frischen Proteinen durch die
Beigabe von Marinaden, Gewürzen und Saucen mehr
Attraktivität am PoS zu verleihen. Aromen, Vitamine,
Mineralien sowie die produkteigene Feuchtigkeit bleiben während des Garprozesses weitgehend erhalten.
Der Einsatz von Salz und Gewürzen lässt sich um bis
zu 20 Prozent reduzieren. Auch das Verpackungsvolumen ist im Vergleich zu Verbundfolien deutlich
geringer. Zudem reduzieren sich Säuberungsaufwand
und Wasserverbrauch in der Küche.
Weniger Energieverbrauch beim Garen
Das Mylar ® COOK-Konzept zeigt auch im Sinne
eines nachhaltigen Wirtschaftens eine positive Bilanz:
Die konstante Hitzeübertragung während der Garphasen sorgt für gleichmäßige Ergebnisse und kann
die Kochzeit um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Anwendern bietet das Mylar ® COOK-Konzept eine
hohe Lebensmittelsicherheit. Köche und Privatverbraucher kommen beispielsweise nicht mit rohem
Fleisch in Berührung. Dadurch wird das Risiko einer
Kreuzkontamination mit Bakterien gesenkt. Da es sich
um eine Vakuumverpackung handelt, wird die Gefahr
von Gefrierbrand und Oxidation reduziert. Die mechanischen Eigenschaften der Folien gewährleisten eine
hohe Durchstichfestigkeit.
Maschinen und Folien aus einer Hand
Heute verwendet Farmland Foods Mylar ® COOK-Folien für frische, marinierte und Trockenfleischprodukte.
Verpackt werden die ofenfähigen Produkte mit
Mylar ® COOK-Folie auf Tiefziehverpackungsmaschinen von MULTIVAC, die in kürzester Zeit vom lokalen
MULTIVAC Serviceteam umgerüstet wurden.
Anwender erhalten das Mylar ® COOK-Konzept inklusive Folien und Verpackungsmaschinen aus einer
Hand – bei MULTIVAC. Der Verpackungsspezialist
stellt sein umfassendes Know-how in Bezug auf
Prozesssicherheit und Verpackungslösungen zur Verfügung. Die Anwendungszentren der MULTIVAC
Tochtergesellschaften stellen technische Unterstützungs- und Beratungskapazitäten für die Verarbeitung
von Mylar ® COOK bereit.
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UPDATE FOOD
Millimetergenau platziert
Vergeer setzt auf Etikettiertechnik von MULTIVAC Marking & Inspection
Die niederländische Firma Vergeer ist Spezialist für das hochwertige und bedarfsgerechte Abpacken von Käseprodukten. Dazu gehören auch Käsescheiben, die tiefgezogen verpackt und anschließend etikettiert werden. Mit
dem Einsatz des Transportbandetikettierers MR333 TQ von MULTIVAC Marking & Inspection konnte Vergeer im
Herbst 2012 seinen Ausstoß erhöhen.
Mit Hilfe modernster Technologien verarbeitet Vergeer
jährlich mehrere zehntausend Tonnen Käse. Kernkompetenz des niederländischen Unternehmens sind
kundenspezifische Produkt- und Verpackungslösungen
für die Segmente Groß- und Einzelhandel, Industriekunden sowie den Out-of-Home-Sektor. Dabei wird
jeder Vergeer-Kunde individuell beraten und betreut.
Zum Leistungsspektrum zählen auch die Entwicklung
von Produkten und Innovationen.
Linerless Etikettieranlage abgelöst
An seinen Produktionsstandorten setzt Vergeer auf
modernste Verpackungs- und Etikettiertechnik. Im
Sommer 2012 suchte der niederländische Käsespezialist eine neue Etikettierlösung für Tiefziehverpackungen, in denen Käsescheiben verpackt werden. Die
Produkte werden auf einer MULTIVAC Tiefziehverpackungsmaschine R 535 verpackt und mit Weichfolie
versiegelt. Anschließend wird die Packung noch mit
einem Stülpdeckel versehen, auf dem das Produktetikett appliziert wird. Es wird nach Art einer Banderole
umgelegt und sichert so gleichzeitig den Packungsdeckel. „Wir haben bis dahin eine Linerless Etikettieranlage eingesetzt. Es gab jedoch zu viele Probleme mit
der Einstellung der Maschine, und der Service des Herstellers war auch nicht zufriedenstellend. Daher haben
wir uns bei unserem Partner MULTIVAC Niederlande
nach einer neuen Lösung umgesehen“, berichtet
Erwin van Rijswijk, technischer Leiter bei Vergeer.
Die neue Etikettierlösung musste hohe Anforderungen erfüllen: Sie sollte in der Lage sein, die 296 mal
60
50 Millimeter großen Papier- und Kunststoffetiketten
so exakt auf der Packung zu platzieren, dass die beiden
Etikettenenden sich auf der Unterseite der Packung
fast berühren. „Die Etikettierung erfolgt nach Art einer
Banderole, also von oben, über die Seiten und mit anschließendem Andruck des Etiketts auf der Unterseite.
Die Lücke zwischen den beiden Etikettenenden wird
durch das Etikett des Preisauszeichners überklebt“, erläutert Gerard Brockhoff, Spezialist für Kennzeichnungstechnik bei MULTIVAC Niederlande. Benötigt
wurde eine Ausstoßgeschwindigkeit von 60 Packungen pro Minute, wobei die Etikettierlösung auch
90 oder mehr Packungen pro Minute problemlos leisten sollte.
Wirtschaftlich etikettieren
Im September 2012 entschied sich Vergeer für den
Transportbandetikettierer MR333 TQ von MULTIVAC
Marking & Inspection.
Die Etikettierer der Baureihe MR300 sind modular
aufgebaut und bieten eine hohe Flexibilität bei der
Etikettierung unterschiedlicher Produkte wie Becher,
Dosen, Faltschachteln, Schlauchbeutel, Tiefziehpackungen oder Trays. „Unsere Transportbandsysteme
können Etiketten von allen Seiten auf das verpackte
Produkt aufbringen – von oben, unten, auf Seitenflächen oder übereck“, erläutert Udo Kästing von
MULTIVAC Marking & Inspection. Transportbandetikettierer werden entweder als Stand-alone-Systeme
eingesetzt oder in eine Verpackungslinie integriert.
Der MR333 TQ wird über die MULTIVAC Benutzer-
AUSGABE 1 2013
Das im niederländischen Reeuwijk ansässige Unternehmen Vergeer konfektioniert seit 1934 holländische und
internationale Hartkäsesorten in verschiedensten Verpackungsformen und -größen genau nach Kundenwunsch.
Die Produkte werden sowohl als Eigenmarke als auch
unter Handels- und Herstellermarken vertrieben. Der
Familienbetrieb beschäftigt derzeit 600 Mitarbeiter an
drei Standorten.
oberfläche HMI 2.0 bedient. „Die nach Bedienfunktionen gegliederte Menüstruktur erlaubt eine einfache
und schnelle Umrüstung bei Produkt- oder Etikettenwechsel. Durch passwortgeschützte Bedienerebenen
wird der Menüzugriff geregelt. Meldungen und Parameternamen werden in Klartext in der jeweiligen Landessprache angezeigt“, erläutert Kästing.
Charakteristisch: Die aufwändige Banderolen-Verpackung von Vergeer
Derzeit arbeitet das Etikettiersystem mit bis zu 100
Takten pro Minute. „Dadurch konnte der Ausstoß im
Vergleich zur Vorgängerlösung bereits nach einer Woche um 50 Prozent erhöht werden“, lobt van Straaten.
Die Positionstoleranz beträgt gerade mal zwei Millimeter Winkelversatz an den Etikettenenden.
Volle Integration
Technischer Kundendienst unterstützt
Der Transportbandetikettierer MR333 TQ wurde im
Oktober 2012 an Vergeer geliefert. „Die Installationsphase dauerte anderthalb Tage und wurde vom technischen Kundendienst von MULTIVAC hervorragend
unterstützt“, lobt Claus van Straaten, technischer Projektleiter bei Vergeer.
Der MR333 TQ übernimmt die Packungen aus der
Tiefziehverpackungsmaschine R 535, die über einen
angeschlossenen Stülpdeckelaufsetzer verfügt. Zur
Sicherung des Deckelsitzes auf den Packungen ist der
Einlaufbereich des Etikettierers mit einem Kopfband
ausgerüstet. Es dient gleichzeitig als Zuteiler, um die
Produkte auf den zur Etikettierung erforderlichen Abstand zu bringen.
Der Etikettenspender ist mit einer Spendekante mit
Bürste für 300 Millimeter breite Etikettenbänder beziehungsweise 296 Millimeter breite Etiketten ausgestattet. Er appliziert die Etiketten von oben auf die Packungen. „In der Andrücksektion werden die überstehenden
Etiketten zunächst mit je einer Andrückrolle um die
Seiten gefaltet und dann mit einer weiteren Rolle unten
auf die Packung gerollt“, erläutert Udo Kästing.
Zur Einbindung in die Produktionslinie ist ein Signalaustausch mit vor- und nachgeschalteten Maschinen vorgesehen. Bei einer Störung der nachfolgenden Anlage
wird die Produktzufuhr im Einlauf der Etikettieranlage
unterbrochen. Um Folgefehler zu vermeiden, werden
die bereits etikettierten guten Produkte über eine Ausschleusweiche gesammelt. Somit ist nach Störungsbeseitigung ein störungsfreier Wiederanlauf gewährleistet. Über ein Beschleunigungsband werden die
Produkte anschließend auf die für die nachgeschaltete
Kontrollwaage passende Geschwindigkeit gebracht
und an diese übergeben.
61
UPDATE FOOD
Dessertgläser etikettiert
und versiegelt
Verbau setzt auf Etikettiertechnik von MULTIVAC Marking & Inspection
Auf der Suche nach einer Etikettierlösung für seine Dessertgläser entschied sich die Confiserie Verbau für die
Gliederbandetikettierer MR413 GB von MULTIVAC Marking & Inspection. Drei dieser Systeme kennzeichnen
rund 100.000 Gläser täglich. Das vierte ist bereits in Planung.
Verbau wurde 2010 von Johan Bauwens und Antoon
Verscheiden im belgischen Leuzeen-Hainaut gegründet.
Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Desserts spezialisiert. Dazu verwendet Verbau ausschließlich hochwertige Zutaten. Die Produkte werden genau
nach Kundenwunsch hergestellt und sind gekühlt oder
tiefgekühlt erhältlich. Vertrieben werden sie über Supermärkte und Einzelhandel – sowohl unter der VerbauEigenmarke „Les amuses du Chef“ oder unter Händlermarken.
Kurz nach der Unternehmensgründung sahen sich
Johan Bauwens und Antoon Verscheiden nach einer
Etikettierlösung um, mit der die Desserts automatisiert
gekennzeichnet werden sollten. Luftiges SchokoladenMousse, verziert mit Obstvariationen, feinste Crèmes
und Fruchtmousses in verschiedenen Geschmacksrichtungen sollten hochwertig und zuverlässig präsentiert werden.
Die beiden Unternehmer hatten zwar wenig Erfahrung mit Kennzeichnungssystemen, dafür aber eine
62
klare Vision dessen, was sie benötigten: „Die Füllmengen unserer Gläser betragen 60 oder 85 Gramm. Die
Gläser sind 70 bis 80 Millimeter hoch, der obere Durchmesser ist circa 40 Millimeter breit. Der Ausstoß des
Etikettierers sollte mindestens 100 Produkte pro Minute betragen“, berichtet Johan Bauwens.
Die Kunststoff-Etiketten sind circa 170 mm lang.
Sie bestehen aus einem Mittelteil, der auf die Deckel
aufgebracht wird, sowie aus zwei seitlichen Flügeln,
die beidseitig auf das Glas gedrückt werden. Mittelteil
AUSGABE 1 2013
und seitliche Etiketten sind über Stege verbunden, die
über den Deckelrand geführt werden. Sie versiegeln
das Glas und fixieren den Stülpdeckel.
Eine besondere Herausforderung für die Etikettierung stellen die Formen der Gläser dar. Sie sind entweder zylindrisch, ballig oder konisch. Vor allem auf balligen Gläsern ist es nicht möglich, Etiketten faltenfrei
auf den Seiten aufzubringen. Daher werden die Etiketten so hergestellt, dass die untere Hälfte der Flügel
kleberfrei ist. So haften die Etiketten im oberen Teil
sicher an, werden im unteren Teil trotzdem faltenfrei
über die Glasrundung geführt.
Integrierte Etikettierlösung
Ein Hersteller von Etiketten brachte die Unternehmer
Bauwens und Verscheiden in Kontakt mit MULTIVAC
Belgien
und
dem
Kennzeichnungsspezialisten
MULTIVAC Marking & Inspection. MULTIVAC unterbreitete zunächst ein Angebot, die Dessertgläser mit
einer voll integrierten Lösung zu etikettieren.
Alternativ hätte Verbau nur den Etikettierkopf von
MULTIVAC kaufen und die Zuführeinheit selber bauen
können. „Unsere Gesamtlösung war zwar etwas
teurer, dennoch hat sich Verbau für den Gliederbandetikettierer MR 413 GB mit einer speziellen Zuführeinheit entschieden“, berichtet Christian Vlasselaer
von MULTIVAC Belgien.
Der MR 413 GB eignet sich speziell für die Rundumoder Teilrundumetikettierung von zylindrischen Produkten, wie Flaschen, Dosen oder Gläser. Alle Etikettierer der Baureihe MR 400 sind hygienegerecht
konstruiert. Das Gestell ist nicht geschlossen, sondern
besteht aus einem offenen Rahmenunterbau aus
Rundrohren.
Im September 2010 lieferte MULTIVAC Marking &
Inspection zwei Gliederbandetikettierer dieses Typs an
Verbau. Die Etikettierlösung wurde in der neuen Produktionsstätte der Confiserie implementiert und die
Mitarbeiter wurden darauf geschult.
Dann erfolgt die Etikettierung von oben auf den
Deckel. Im nächsten Schritt werden die seitlichen Etikettenlaschen mit pneumatisch bewegten Andrückschwämmen beidseitig auf die Gläser gedrückt. Um
die geforderte Geschwindigkeit zu erreichen, werden
immer drei Gläser gleichzeitig in der Andrückeinrichtung verarbeitet. Außerdem fahren die Andrückschwämme in Produktgeschwindigkeit mit den Gläsern mit. So wird eine Leistung von 120 Gläsern pro
Minute erzielt.
Die fertig etikettierten Gläser werden auf einem
Auslaufdrehteller gesammelt und noch von Hand in
Steigen gepackt. Zukünftig sollen Beschickung und
Entnahme der Gläser durch einen Roboter erfolgen.
Bei den Gliederbandetikettierern von MULTIVAC
Marking & Inspection stehen einem Kunden verschiedene Druckeroptionen zur Verfügung, um zusätzliche
Daten, wie zum Beispiel Inhaltsstoffe, EAN oder 2DCodes und Chargennummern, aufdrucken zu können.
Bei Verbau wurde der Etikettierer für die Aufnahme
eines Thermal-Inkjet-Druckers vorbereitet, der dann
vor Ort von Verbau montiert wurde.
Verbau ist mit der Qualität der Maschinen hochzufrieden: „Ausstoß, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Linie sind top. Mittlerweile haben wir drei
Gliederbandetikettierer von MULTIVAC Marking &
Inspection im Einsatz, die zusammen rund 100.000
Gläser pro Tag produzieren“, sagt Bauwens. Die Installation von Gliederbandetikettierer Nummer vier ist bereits für Mitte 2013 in Planung.
120 Gläser pro Minute
Bei Verbau sind die Gliederbandetikettierer voll in die
Produktion integriert. Ein Produktzuteiler bringt die befüllten und mit Deckel versehenen Gläser auf den zur
Etikettierung erforderlichen Abstand. Dieser richtet
sich nach Form und Größe des Produkts, Länge des
Etiketts sowie der gewünschten Leistung.
63
UPDATE FOOD
Die belgische International Spice & Food Import (ISFI)
wurde 1982 in Brain-l’Alleud in der Nähe von Brüssel
gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Veredelung von Gewürzen und Würzmischungen spezialisiert,
die ISFI in vielen Ländern einkauft.
Flexible Etikettierlösung,
sportlicher Liefertermin
ISFI vertraut der Etikettiertechnik von MULTIVAC Marking & Inspection
Eklatante Qualitätsmängel führten dazu, dass die International Spice & Food Import (ISFI) im Juli 2012 ihre
vorhandene Etikettierlösung für Kunststoffdosen ablösen musste. Mit dem Gliederbandetikettierer MR425 GB
von MULTIVAC Marking & Inspection implementierte das belgische Unternehmen innerhalb kürzester Zeit eine
wirtschaftliche Alternative.
Paprika, Anis und Safran aus Spanien, grüner Kardamom aus Guatemala oder Senfkörner aus Kanada: In
den Hallen von ISFI werden die Rohmaterialien gereinigt, gemahlen und zu Gewürzmischungen kombiniert.
Die Gewürze sind zum Teil für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmt, um Soßen, Fertiggerichte,
Pizzen oder Fleischprodukte zu verfeinern. Wichtige
Abnehmer sind auch der Großhandel, Supermärkte
und die Gastronomie.
Bis Sommer 2012 war bei ISFI eine Etikettierlösung
im Einsatz, bei der zwei Etiketten mit zwei Spendern
64
unterschiedlicher Bauart auf die Gewürzdosen appliziert wurden: ein über 20 Jahre alter MR 4000 sowie
ein Harland-Etikettenspender.
Fehlende Synchronisation
Die Etikettierlösung führte jedoch immer wieder zu
Qualitätsmängeln: „Die beiden Etikettenspender ließen sich weder mit dem Zuführsystem noch mit dem
Abstandssystem synchronisieren. Daher waren die
Etiketten nicht optimal auf den Dosen positioniert und
AUSGABE 1 2013
hafteten auch nicht fest an“, berichtet Geert Vermoesen, Werksleiter bei ISFI. Zudem bot die Etikettierlösung keinen Mechanismus, um die beiden Etiketten
auf dem Produkt anzudrücken. „Am Ende der Linie
hatten wir Mitarbeiter postiert, die die Etiketten manuell andrücken mussten“, so Vermoesen.
Neue Lösung in acht Wochen
Mitte Juli 2012 spitzte sich die Situation zu: „Ein Kunde
aus Großbritannien klagte über erhebliche Qualitätsmängel und drohte damit, den Vertrag aufzulösen. Wir
konnten die Angelegenheit nur entschärfen, indem wir
ihm garantiert haben, dass die nächste Lieferung tipptopp sein würde“, ergänzt Vermoesen.
Für alle Beteiligten war der Fall klar: Eine neue
Etikettierlösung musste her – und zwar so schnell wie
möglich: Mitte September 2012 musste die nächste
Lieferung bei dem britischen Kunden sein. ISFI blieben
knapp acht Wochen für die Auswahl, das Customizing
und die Inbetriebnahme der neuen Etikettierlösung im
eigenen Haus.
Der Gewürzspezialist wandte sich in dieser
Situation an seinen aktuellen Lieferanten, MULTIVAC
Marking & Inspection. Nach Beratung durch den Vertriebsmitarbeiter von MULTIVAC Marking & Inspection
entschied sich die ISFI für die Anschaffung eines
Gliederbandetikettierers MR425 GB.
Dieses Etikettierermodell von MULTIVAC ist sehr
flexibel und kann für unterschiedliche Packungsformate sowohl zur Rundumetikettierung als auch zur Vorder- und Rückseitenetikettierung eingesetzt werden.
Möglich wird diese Flexibilität durch den modularen
Aufbau der Gliederbandetikettierer der Baureihe
MR400 GB: „Aus verschiedenen Standardelementen
erstellen wir die für die jeweilige Branchenanforderung
passende Maschine“, erläutert Udo Kästing, Area
Sales Manager von MULTIVAC Marking & Inspection.
Trotz Urlaubszeit fertigte MULTIVAC Marking &
Inspection die Maschine in weniger als acht Wochen.
„Der Liefertermin war extrem sportlich; trotzdem
konnten wir den Etikettierer am 7. September 2012 in
Betrieb nehmen“, berichtet Kästing. Mit einem Ausstoß von 90 Dosen pro Minute und einer Positionstoleranz von maximal plus-minus einem Millimeter entsprach der Gliederbandetikettierer MR425 GB auch
den Anforderungen des Gewürzspezialisten.
dosen werden aus der Füll- und Verschließanlage übernommen, über einen Doppelrollenzuteiler vereinzelt
und in die Ausrichteinrichtung geführt. Diese besteht
aus Greifbacken, die der Produktform angepasst sind.
Um eine akkurate Etikettierung zu erreichen, werden
die Dosen in der Ausrichteinrichtung exakt positioniert
und dann unter einem Kopfband fixiert. Anschließend
applizieren zwei Etikettenspender das Vorder- und das
Rückseitenetikett.
Mitlaufende Andrückschwämme sorgen dann dafür, dass die Etiketten perfekt auf dem Produkt haften.
„Wir bieten für jedes Produkt die optimale Vorrichtung:
Neben Andrückschwämmen haben wir auch einen
Riemenandruck im Programm, der sich speziell für
konische Becher und Etikettierungen bis zu 180 Grad
um den Umfang eignet“, berichtet Kästing.
Bei den MULTIVAC Gliederbandetikettierern werden die zu etikettierenden Produkte auf einer Scharnierbandkette befördert. Im Gegensatz zum Transportband ist die Kunststoffkette glatt und erlaubt daher
eine Bewegung des Produkts sowie ein Aufstauen am
Einlauf. Die Scharnierbandkette ist zudem leichter zu
reinigen als das Transportband und muss für die Reinigung nicht abgenommen werden.
Mit seinem hygienegerechten Design in Edelstahlausführung entspricht der MR425 GB den Anforderungen der Nahrungsmittelindustrie. Kunden stehen zudem verschiedenste Druckeroptionen zur Verfügung,
um zusätzliche Daten, wie zum Beispiel Inhaltsstoffe,
EAN oder 2D-Codes und Chargennummern aufdrucken
zu können.
Andrückschwämme fürs Etikett
Die neue Etikettierlösung ist vollständig in die Fertigungslinie von ISFI integriert. Die befüllten Gewürz65
UPDATE FOOD
Tray-Skin-Verfahren:
weiche Produkte
ohne Deformationen
MULTIVAC implementiert Traysealer mit Vorheizstation bei Brandenburg Culinair
Um Filets und andere Gourmet-Fleischprodukte in Skin-Verpackungen zu verpacken, vertraut die niederländische
Qualitätsmetzgerei Brandenburg Culinair ganz auf MULTIVAC. Der Verpackungsspezialist hat eine Vorheizstation
für seinen Hochleistungs-Traysealer entwickelt, dank deren sich Skinfolie etwas weniger straff über das Produkt
spannt. Auf diese Weise kommt es bei weichen Produkten nicht zu Deformationen.
Produkt- und Technologieinnovationen genießen bei
Brandenburg Culinair einen hohen Stellenwert. Das
niederländische Familienunternehmen hat hier in seiner Geschichte verschiedentlich Akzente gesetzt:
2008 kam Brandenburg als erster Anbieter mit DoubleWeb-Verpackung auf den Markt. 2009 wurde die
Dampfspülverpackung Steampack zum Patent angemeldet, mit der Brandenburg Convenience-Spezialitäten verpackt. Um mehrere Hunderttausend Kilo Fleisch
pro Woche in gleichbleibend guter Qualität zu produzieren, investiert Brandenburg in modernste Produkti-
In über dreißig Jahren hat sich Brandenburg Culinair
vom einfachen Metzgereibetrieb zum Trendsetter in
Sachen kulinarische Fleischspezialitäten und zu einem
professionellen Marktteilnehmer im Retail- und Foodservices-Markt entwickelt. Am Standort Oudewater
stellt das niederländische Familienunternehmen Fleischspezialitäten nach eigenen Rezepten her. Dazu gehören
zum Beispiel der roh gepökelte Hinterschinken,
schmackhafte Schweinefiletvariationen, Rouladen in
verschiedenen Geschmacksrichtungen, kulinarische
Backofengerichte sowie Barbeque- und ConvenienceSpezialitäten. Darüber hinaus berät Brandenburg Culinair andere Unternehmen aktiv bei ihrem Fleisch- und
Fleischwarensortiment und initiiert exklusive Vorschläge
für Private-Label-Aktivitäten.
66
onsanlagen und setzt bei seinen Produktverpackungen
auf innovative, margenstarke Konzepte.
Höhere Leistung, drei Packungsvarianten
Am Standort Oudewater benötigte das Unternehmen
im vergangenen Jahr zusätzliche Kapazitäten für die
Verpackung von Schweinefilets in MAP- und Tray-SkinPackungen. Skin ist ein Verfahren zur Herstellung von
Vakuumverpackungen, bei denen sich die Oberfolie
wie eine zweite Haut direkt um die Konturen des Pack-
AUSGABE 1 2013
guts legt. Auf diese Weise wird das Produkt besonders plastisch und ansprechend präsentiert. Die vollflächige Versiegelung der Skinfolie mit dem Tray bietet
zudem einen sehr guten Schutz, zum Beispiel vor Aussaften oder Verkleben.
Das Skin-Verfahren eignet sich vor allem für formstabile Produkte wie Rindersteaks, Würstchen oder
Gefriergüter. Bei weichen Produkten wie Filetstücken
kann es jedoch zu Druckstellen oder Deformationen
kommen, wenn die Folie zu straff über das Packgut
gespannt wird.
Bei Brandenburg war eine Traysealer-Linie mit zwei
hintereinander geschalteten Modellen für die Herstellung dieser Verpackungen bereits im Einsatz. Bei der
Verpackung von weichen Produkten im Skin-Verfahren
kam es jedoch immer wieder zu den erwähnten unerwünschten Deformationen. „In solchen Fällen können
wir die Filets im Lebensmittelregal nicht mehr optimal
präsentieren. Deshalb legen wir bei der Verpackung
unserer kulinarischen Schweinefilets sehr großen Wert
darauf, dass die Originalform der Filetstücke durch den
Verpackungsprozess nicht beeinträchtigt wird“, sagt
Geschäftsführer Loek Brandenburg.
Da die beiden Traysealer-Modelle, die vor mehreren
Jahren bei Brandenburg installiert worden waren, nicht
den Anforderungen entsprachen, entschied sich die
Geschäftsführung für die Modernisierung der Verpackungslinie. Die neuen Traysealer sollten in der Lage
sein, 60 MAP-Packungen beziehungsweise 40 TraySkin-Verpackungen pro Minute zu fertigen. Zudem sollten die neuen Hochleister so flexibel sein, dass Brandenburg Culinair drei Packungsvarianten mit unterschiedlichen Formen, Größen und Materialien, darunter auch Aluminium, fertigen kann.
Anfang 2012 nahm die Geschäftsführung von Brandenburg Culinair Kontakt mit der niederländischen Vertriebsniederlassung von MULTIVAC auf, die bereits einige Lösungen bei Brandenburg Culinair installiert
hatte. Die Zusammenarbeit wurde von beiden Partnern stets als sehr positiv eingeschätzt. „MULTIVAC
ist für uns immer dann der bevorzugte Partner, wenn
es um Spezialanwendungen geht“, so Brandenburg.
ßend im Oberteil des Siegelwerkzeugs, dem so genannten Dom, zum zweiten Mal erhitzt und gedehnt.
Dadurch kann sich die Folie völlig spannungsfrei über
die Konturen des Produkts legen. Auch bei weichen
Produkten entstehen keine Druckstellen, die Form
bleibt weitgehend unverändert.
Die Entwickler von MULTIVAC beschlossen, das
Skin-Verfahren der Tiefziehverpackungsmaschine auf
den Traysealer T 800 zu übertragen. Das Modell entsprach leistungsmäßig den Anforderungen von Brandenburg Culinair. Jetzt sollte es noch die gewünschten
Vorteile bei den Skin-Verpackungen bieten können.
MULTIVAC entwickelte sowohl eine Vorheizung für
den T 800 als auch einen Dom, der vergleichbar mit
dem kuppelförmig gestalteten Siegelwerkzeugoberteil
der Tiefziehverpackungsmaschine funktioniert. Nachdem die ein oder andere „harte Nuss“ geknackt war,
befanden sich die Entwickler auf der Erfolgsspur:
„Dank der neuen Vorheizstation können wir auf dem
T 800 jetzt auch sehr weiche Produkte skin-verpacken.
Die Folien legen sich locker und einwandfrei über die
Filetstücke, ohne sie flach zu drücken oder zu deformieren“, sagt Brandenburg. Alexander Kult von
MULTIVAC ergänzt: „Der Vorteil unseres breiten Produktspektrums ist ja unter anderem, dass wir
Anwendungen und Verfahren, die bei einem Verpackungsmaschinentyp gut funktionieren, auf andere
Modelle übertragen können. Zwischen unseren Konstruktionsabteilungen findet regelmäßig ein Erfahrungsaustausch statt, der in Fällen wie dem von Brandenburg Culinair zu innovativen Neuansätzen führt“.
Im April 2012 wurden die beiden HochleistungsTraysealer mit der neuen Vorheizstation bei Brandenburg Culinair installiert. Die T 800 stehen in einer Verpackungslinie hintereinander. Der eine produziert
MAP-Packungen, der andere die Outside-Cut-TraySkin-Verpackung. Letztere durchlaufen anschließend
noch eine weitere Station, in der eine zusätzliche Oberfolie aufgesiegelt wird. Dadurch wird die Packung einfach stapelbar und lässt sich einfach etikettieren. Bei
Brandenburg ist sie im Corporate Design gehalten.
Skinverfahren von Tiefziehverpackungsmaschinen auf Traysealer übertragbar?
Ganz neu musste MULTIVAC das Rad in diesem Fall
allerdings nicht erfinden. Der Verpackungsspezialist
verfügt nämlich bei seinen Tiefziehverpackungsmaschinen über eine langjährige Erfahrung im Bereich
der Skin-Verpackungen. Hier werden die Oberfolien
mit Hilfe einer Vorheizplatte aufgeheizt und anschlie67
UPDATE FOOD
Im Jahr 1956 eröffneten Tommy, Joe und Gus Longo
ihr erstes Obst- und Gemüsegeschäft in Toronto.
Heute gehören mehr als 25 „Longo’s“-Geschäfte in
der kanadischen Metropolregion zu Longo Brothers
Fruit Markets Inc.
Kurze Produktionszyklen
und ein Frischeversprechen
Mit dem Traysealer-Modell T 300 kann Longo Brothers Fruit Markets sein Frischekonzept ausbauen
Um die Produktionszyklen für seine MME-Produkte zu verkürzen, setzt die kanadische Lebensmittelkette Longo’s
auf einen Traysealer von MULTIVAC. Das Kompaktmodell T 300 bietet eine hohe Flexibilität bei Verpackungsprozessen, ist sparsam im Energieverbrauch und einfach zu bedienen.
68
AUSGABE 1 2013
Die vor zwei Jahren eingeführten MME-Gerichte und
Salatmischungen, die die kanadische Lebensmittelkette Longo’s unter eigener Marke vertreibt, erfreuen
sich großer Beliebtheit. „Bei unseren MME-Produkten
handelt es sich um Fertiggerichte mit GourmetQualität für zwei Personen, die zu Hause nur noch aufgewärmt werden müssen“, erläutert David Ashlee,
Production Facility Development Manager bei Longo’s.
Die Art der Verpackung und die Verpackungstechnologie haben bei Longo’s einen hohen Stellenwert. Zum
einen gilt es, MME-Gerichte und Salate so attraktiv
Die spezielle Verpackung bringt den Inhalt besonders gut zur Geltung
zu verpacken, dass Verbraucher im Laden zugreifen.
„Da Frische bei uns höchste Priorität hat, möchten wir,
dass die Verpackung die Frische unserer Produkte angemessen präsentiert“, betont Ashlee.
Zum anderen stellt Longo’s seine Produkte in der
Regel ohne Konservierungsstoffe her, was ihre kurze
Haltbarkeitsdauer erklärt. „Unser Ziel besteht jedoch
nicht darin, Produkte mit einer längeren Haltbarkeit
herzustellen. Vielmehr möchten wir kürzere Produktionszyklen für Produkte erreichen, die sich am PoS
schneller verkaufen“, sagt Ashlee.
wechselsystem für Werkzeuge. Die Formatumstellung
ist beim T 300 sehr einfach, da der Formatwechsel
softwareunterstützt ist. Das geringe Gewicht der Komponenten macht Hilfsmittel, wie zum Beispiel einen
Werkzeugwechselwagen, überflüssig.
Da MULTIVAC bei der Konstruktion des T 300 auf
elektrische Hubwerke gesetzt hat, benötigt der Traysealer weniger Energie als Vergleichsmodelle. Druckluft wird nur noch für den Siegelprozess benötigt.
38 Packungen pro Minute
Das Kundenprojekt wurde von MULTIVAC Canada Inc.
umgesetzt. Ende März 2012 wurde der T 300 bei
Longo‘s in Vaughan installiert. Die Maschine ist seit
gut einem Jahr in Betrieb und hat laut Ashlee einen
positiven Eindruck hinterlassen.
Zurzeit werden zwei große PET-Schalen gleichzeitig unter modifizierter Atmosphäre versiegelt. Dabei
erreicht der T 300 einen Durchsatz von 38 Packungen
pro Minute.
Nachdem die Trays mit den MME-Gerichten und
die Salatmischungen versiegelt wurden, wird jede Verpackung an der Längsseite mit einer farbigen Kartonbanderole versehen. Dort sind alle erforderlichen Produktinformationen und Anweisungen zur Zubereitung
aufgeführt. „Wir haben die Banderolen für unsere
MME-Gerichte und Fertigsalate verkleinert, damit der
Kunde das Produkt besser sehen kann. Das neue Verpackungsdesign wurde von den Kunden sehr gut angenommen“, erläutert Ashlee.
Dank der speziellen Verpackung können Kunden
80 Prozent des verpackten Produkts sehen und sich
so vor dem Kauf von dessen Frische überzeugen.
Ein Traysealer für kleine Chargen
Da die bislang eingesetzten Traysealer nicht den
Produktionsanforderungen entsprachen, investierte
Longo‘s Anfang 2012 in ein neues, automatisches Traysealer-Modell vom Typ T 300. Mit dem Kompaktmodell kann der Lebensmittelhersteller hochwertige
und formstabile Verkaufsverpackungen mit und ohne
Schutzatmosphäre in kleinen Chargen herstellen. Der
T 300 ist flexibel genug, um die gewünschten kurzen
Produktionszyklen bei häufig wechselnden Produktchargen realisieren zu können.
In diesem Zusammenhang überzeugten das Management von Longo’s das kompakte Design des
T 300, seine Edelstahlkonstruktion sowie das Schnell69
UPDATE FOOD
Die Marke Quorn bietet eine breite Auswahl an fleischfreien Produkten, die mit Hilfe einer patentrechtlich
geschützten Technologie aus Mykroprotein hergestellt
werden und den Geschmack und die Textur von Fleisch
nachbilden.
Entscheidung nicht bereut
Quorn Foods in Norfolk vertraut der Zuverlässigkeit einer Gebrauchtmaschine
Vor Kurzem hat Quorn Foods einen „gebrauchten“ Traysealer vom Typ T 400 für seine Anlage in Norfolk erworben.
Der T 400 ist die erste überholte Maschine, die von dem Unternehmen erworben wurde. Richard Fathers, Site
Engineering Manager bei Quorn Foods, teilt mit uns seine ersten Eindrücke.
Was war der ausschlaggebende
Grund dafür, dass Sie sich für einen
gebrauchten T 400 entschieden
haben?
Fathers: Ganz einfach. Ich arbeite
bereits seit 27 Jahren auf diesem
Gebiet, und meiner Ansicht nach
ist der T 400 von MULTIVAC einer
der besten Traysealer auf dem
Markt. Er stellt sehr zuverlässige
Trayverpackungen her. Darüber hinaus erhalten wir zusätzlich den
Service und die hohe Zuverlässigkeit von MULTIVAC.
Wieso haben Sie sich für eine überholte Maschine entschieden?
Fathers: Mir wurden Mittel für eine
neue Maschine zugeteilt. Allerdings musste ein Teil des Budgets
aufgrund von Umständen, auf die
ich keinen Einfluss hatte, für unerwartete Posten aufgewendet werden. Dadurch, dass wir uns für eine
überholte Maschine entschieden,
70
blieb das Projekt innerhalb des vorgesehenen Budgets. Hätten wir
Zweifel an der Qualität des T 400
gehegt, hätten wir auch eine neue
Maschine kaufen können.
Unsere Entscheidung habe ich
nicht bereut. Bis auf die Plakette
sieht der Traysealer wie eine neue
Maschine aus. Da es sich bei
allen relevanten Bauteilen um neue
Teile von MULTIVAC handelt, kann
nichts schiefgehen. Für alle unsere
Maschinen haben wir zusätzlich einen Wartungsvertrag mit
MULTIVAC abgeschlossen. Dadurch können die meisten Probleme beseitigt werden, bevor sie
überhaupt auftreten. Sollte doch
etwas schiefgehen, steht uns der
lokale Techniker von MULTIVAC in
Norwich zur Verfügung, sodass
jegliche Schwierigkeiten in kürzester Zeit ausgeräumt werden können. Allerdings benötigen wir nur
selten seine Unterstützung – die
meisten unserer Maschinen sind
von MULTIVAC, und unsere eigenen
Techniker
wurden
von
MULTIVAC geschult, sodass sie
theoretisch nahezu jede Maschine
auseinander- und anschließend
wieder zusammenbauen können.
Haben Sie die Entscheidung für
eine überholte Maschine bereut?
Fathers: Hätten wir irgendwelche
Zweifel gehabt, hätten wir diesen
Weg nicht beschritten.
AUSGABE 1 2013
400 Prozent mehr
Produktionsleistung
QB Food steigert mit MULTIVAC seine Verpackungseffizienz
Die QB Food Trading Pte Ltd ist eines der führenden Unternehmen im Lebensmittelhandel in Singapur. Sein
Hackfleisch verpackt das Unternehmen seit Kurzem mit Technik von MULTIVAC.
Aus der ganzen Welt kommen die Lebensmittel, die
QB Food Trading nach Singapur importiert und dort
vertreibt: Das Sortiment des 1989 in Singapur gegründeten Unternehmens reicht dabei von gekühlten
Produkten wie Schinken, Wurst oder Salami über Tiefkühlkost wie Huhn, Schwein, Rind oder Lamm, verschiedenste Milch- und Trockenprodukte bis hin zu
verarbeiteten Tiefkühlprodukten wie verzehrfertigem
Huhn oder Meeresfrüchten. Ein weiterer wichtiger
Posten im Sortiment sind Halal-Produkte.
In den vergangenen 23 Jahren ist QB Food stetig
gewachsen und hat sich heute als einer der bedeutendsten Lieferanten für Feinkost und Lebensmittel in
Singapur etabliert und will in der nächsten Zukunft
weiter expandieren. Basis für diese Strategie ist der
Einsatz neuer, effizienter Verpackungskonzepte. Daher
arbeitet QB Food seit September 2012 mit MULTIVAC
zusammen. Das lokale Vertriebsteam von MULTVAC
konnte QB Food unter anderem mit seinem umfassenden Angebot an integrierten Verpackungslösungen
überzeugen. Großen Anklang fand auch der erstklassige Support durch MULTIVAC, sowohl vonseiten des
Vertriebs als auch vonseiten des technischen Service.
Als erste Verpackungslösung von MULTIVAC entschied sich QB Food für einen Traysealer T 800. Auf
ihm verpackt das Unternehmen Hackfleisch. Nach
Inbetriebnahme dieser Verpackungslösung rechnet QB
Food mit einer Ausbringung von zunächst 5.000 Trays
je Produktionstag. Das entspricht einer Steigerung der
Produktionsleistung um 400 Prozent. Gleichzeitig reduziert sich der Personalbedarf beim Verpacken deutlich.
Langfristig will QB Food mit der T 800 ein Maximum von 24.000 Trays pro Tag erreichen. Auch die dafür benötigten Hartschalen bezieht das Unternehmen
von MULTIVAC.
71
UPDATE FOOD
Hunan Linwu Shunhua Duck Industrial Development
wurde 1999 in der Stadt Linwu in der Provinz Hunan gegründet und ist mit einem Umsatz von mehr als 60 Millionen Euro jährlich einer der größten Produzenten von
Entenfleisch in China. Zum umfangreichen Portfolio
gehören neben der bekannten Linwu-Ente mehr als
200 verschiedene Lebensmittelprodukte aus Fisch,
Rindfleisch oder auch Reis.
Dongjiang Fisch
als Snack verpackt
Chinesischer Lebensmittelproduzent setzt auf MULTIVAC
Den wachsenden Markt für Convenience-Produkte bedient der chinesische Lebensmittelproduzent Linwu
Shunhua seit Kurzem mit einem gesunden Fisch-Snack aus der Provinz Hunan. Linwu Shunhua ist der erste
Lebensmittelverarbeiter Chinas, der hierfür ein automatisches Verpackungskonzept einsetzt.
Als Anbieter qualitativ hochwertiger chinesischer Spezialitäten ist Linwu Shunhua gut positioniert, zumal die
Lebensmittelbranche in China boomt. Bereits 2011 hat
das Reich der Mitte die USA als weltweit größten
Lebensmittelmarkt abgelöst und wird nach einer Prognose der britischen Beratungsgesellschaft IGD bis zum
Jahr 2015 auf 1,45 Billionen US-Dollar wachsen. Entscheidenden Anteil daran hat die immer größer werdende Mittelschicht, die sich zum einen zunehmend
gesundheitsbewusster ernährt und zum anderen eine
Mischung aus traditionellen und modernen Nahrungsmitteln bevorzugt. „Vor allem in den Städten geht
der Trend zu abgepackten, verzehrfertigen Lebensmitteln und Convenience Food. Auch das Qualitätsund Markenbewusstsein der Verbraucher nehmen
zu“, berichtet Jens Richter, Managing Director von
MULTIVAC China.
72
Innovative Verpackung
Im vergangenen Jahr beschloss die Unternehmensleitung von Shunhua unter der Marke Dongjiang Fisch
eine Reihe gesunder Snack-Produkte im Markt zu positionieren. Der Dongjiang Fisch ist für dieses Vorhaben
denkbar gut geeignet: Er stammt aus dem klaren Gebirgswasser des Dongjiang Sees, der sich im Süden
der Provinz Huang auf einer Fläche von 160 Quadratkilometern erstreckt. Die Gegend ist als Nationalpark
ausgewiesen; die Wasserqualität entsprechend hoch.
Der Fisch besitzt einen hohen Nährwert, ist äußerst
delikat und schmeckt leicht würzig.
Bei der Verpackungslösung wollte Shunhua eine für
den chinesischen Markt völlig neuartige Packungsvariante entwickeln: „Unsere Idee war es, den verarbeiteten Fisch in kleinen Snack-Packungen aus Aluminium
AUSGABE 1 2013
Die farblich ansprechende Verpackung aus Aluminium ist neuartig für den chinesischen Markt
anzubieten, die beidseitig farblich ansprechend bedruckt sein sollten und die der Konsument einfach aufreißen kann“, sagt Jianwen Hu, Präsident von Linwu
Shunhua. Der Fisch sollte in mehreren Geschmacksrichtungen produziert, automatisch verpackt und anschließend bei 121 Grad Celsius sterilisiert werden.
Kosten senken, Produktivität erhöhen
Um das Snack-Produkt verpacken zu können, sah sich
Shunhua nach einer neuen Verpackungslösung um.
Denn bis zu diesem Zeitpunkt verfügte das Unternehmen zwar über mehr als 150 Doppelkammermaschinen, mit denen Produkte in klassischen Vakuumbeuteln verpackt wurden. Im Vergleich zu modernen
Verpackungsverfahren ist deren Herstellung jedoch
vergleichsweise zeit- und kostenaufwändig „Wir wollten die Snack-Produkte auf eine schnellere, kosteneffizientere Art und Weise verpacken, mit der wir unterm Strich die Produktivität erhöhen und die Personalkosten senken können“, ergänzt Hu.
Bei der Suche nach der optimalen Verpackungslösung für das neue Snack-Produkt griff der Lebensmittelproduzent auf seinen Kontakt zur lokalen Niederlassung von MULTIVAC China zurück. MULTIVAC analysierte die Anforderungen von Shunhua und empfahl,
die Packungen im Tiefziehverfahren herzustellen, da
diese Technik hinsichtlich des Verpackungsmaterials
und der Packungsform sehr flexibel ist.
Mitte 2012 entschied sich Linwu Shunhua für den
Kauf von zwei Hochleistungs-Tiefziehverpackungsmaschinen vom Typ R 245. Dieses Maschinenmodell
ist modular erweiterbar und für die Integration in automatisierte Linien geeignet. Ihre langlebige Edelstahlkonstruktion und ihr wegweisendes Hygiene-Design
machen die Maschine für anspruchsvolle Lebensmit-
telprodukte geeignet: „Das Maschineninnere ist durch
leicht zu öffnende Seitenverkleidungen für die Reinigung komplett zugänglich. Hygieneoptimiert sind Folientransportkette, Kettenführung, Hubwerke und mechanische Baugruppen, Motoren, Ventile und Verkabelung. Zudem ist die R 245 komplett wash-downfähig“, sagt Jens Richter. Ihre Steuerung erfolgt auf
Chinesisch über den Industrie-PC (IPC) 06 auf der grafischen Benutzeroberfläche HMI 2.0.
Die R 245 ist sehr flexibel, was den Einsatz von
Packstoffen, Schneidungen und Formaten angeht. Für
die Ober- und Unterfolie der Fisch-Snacks von Shunhua kommt Aluminiumfolie zum Einsatz. Die Packung
ist so konzipiert, dass sie an der kurzen Seite vom Verbraucher leicht geöffnet werden kann.
Beide Maschinen wurden Anfang 2013 bei Shunhua installiert. Nach einer Testphase, die bis Ende Januar dauerte, ist Präsident Hu optimistisch, was die
weitere Zusammenarbeit mit MULTIVAC angeht: „Wir
müssen sehen, ob die chinesischen Konsumenten diese neue Art der Verpackung akzeptieren. Falls ja, eröffnet uns das sehr große Chancen, da Chinesen SnackProdukte lieben.“
73
UPDATE Beyond Packaging
„Der
perfekte
Job“
Als Mechatronikerin bei
MULTIVAC kümmert sich Nicole
Haupt rund um den Globus um
die Inbetriebnahme von
Verpackungsmaschinen.
Schon als kleines Kind hat Nicole
Haupt das Innenleben eines Weckers mehr interessiert als eine
Puppe. Aus den Weckern sind mittlerweile
Verpackungsmaschinen
geworden.
Seit wann interessieren Sie sich für
Technik?
Eigentlich schon immer. Ich habe
schon als kleines Kind alle Sachen,
die nicht mehr funktioniert haben,
zerlegt und untersucht. Meistens
habe ich zwar nicht gefunden, wo
das Problem ist. Aber reinschauen
musste ich auf jeden Fall. Die typischen Mädchen-Spielzeuge haben
mich eher nicht interessiert.
Und wann hatten Sie dann zum ersten Mal daran gedacht, aus der
Technikliebe einen Beruf zu machen?
74
Ein Lehrer hat mich auf die Idee gebracht. Wir mussten während unserer Schulzeit mehrere Praktika
machen. Er hat mir eine Stelle als
Technische Zeichnerin vermittelt.
Das war zwar gut, aber nicht ganz
das Richtige für mich. Später hat
er mich dann noch mal ausführlich beraten und mir vorgeschlagen,
Mechanikerin auszuprobieren. Anschließend habe ich noch ein Praktikum als Elektronikerin gemacht.
Beides fand ich dann so toll, dass
ich mich nicht entscheiden konnte,
in welche Richtung meine Ausbildung gehen sollte. Mein Lehrer hat
dann gesagt, dass ich als Mechatronikerin doch beides verbinden
könne. Bis dahin war mir dieses Berufsbild nicht bekannt.
Was gefällt Ihnen am Alltag einer
Mechatronikerin?
Der Beruf ist unglaublich vielseitig.
Ganz allgemein lässt sich das gar
nicht eingrenzen. Ich habe mich im
Sondermaschinenbau auf die Inbetriebnahme spezialisiert und führe
dabei eine große Bandbreite von
Tätigkeiten durch. Das beginnt mit
der Montage von Baugruppen,
geht über Reparaturen bis hin zur
AUSGABE 1 2013
kompletten Inbetriebnahme. Ich liege genauso unter der Maschine
wie ich an der Verkabelung am
Schaltschrank arbeite oder am
Terminal Einstellungen optimiere.
Das macht für mich den Beruf so
spannend.
Wie sind Sie zu MULTIVAC als Ausbildungsbetrieb gekommen?
Lustigerweise hat sich mein Vater
bei MULTIVAC beworben, als ich
auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle war. Ich habe ihm
bei seinem Bewerbungsschreiben
geholfen und dabei gesehen, dass
MULTIVAC auch Mechatroniker
ausbildet. Die Firma hat einen guten Ruf, also habe ich die Gelegenheit genutzt und mich auch gleich
beworben. Die gut ausgestattete
Lehrwerkstatt und die kompetenten Ausbilder waren für mich ausschlaggebend.
Was ist bei MULTIVAC besonders?
Die Vielfalt bei meiner Arbeit ist
einmalig. MULTIVAC baut Sondermaschinen, die auf den Kunden zugeschnitten sind. Daher unterscheidet sich jede Maschine von der
anderen. Selbst wenn wir mit vielen Standardbaugruppen arbeiten,
hat jede Maschine eine andere
Funktion. Eintönigkeit kommt hier
nicht auf.
Das Angebot, in den internationalen Kundenservice zu gehen, haben
Sie ja noch während der Ausbildung bekommen. Was war damals
Ihr erster Gedanke?
Ganz ehrlich? Das meinen die
nicht ernst! Mich hat es sehr
überrascht, dass eine Stelle, für die
normalerweise in der Stellenausschreibung ein Technikerabschluss
und Serviceerfahrung gefordert
werden, jemand in Ausbildung
angeboten wird, der noch keine
Berufserfahrung hat. Anschließend
habe ich mich wahnsinnig gefreut.
Das zeigt auch, dass die werksinterne Ausbildung einen hohen Stellenwert bei MULTIVAC genießt.
Aber dann dachte ich: Das ist der
perfekte Job. Ich sehe die Welt und
erledige dabei unglaublich vielseitige Aufgaben und kann mich immer
wieder neu beweisen.
Gab es eine besondere Schulung
für die Tätigkeit?
MULTIVAC hat eine interne Schulungsabteilung, die einen auf die
Funktion und die Besonderheiten
der
einzelnen
Maschinenteile
schult. Da habe ich inzwischen viele Schulungen mitgemacht. Aber
das eigentliche Standbein dieses
Jobs ist Erfahrung. Und die erarbeite ich mir jetzt nach und nach.
Man wird also eigentlich ins kalte
Wasser geworfen?
Nein, gar nicht. Ich bin in dem einen Jahr, seitdem ich das jetzt
mache, immer gemeinsam mit einem erfahrenen Kollegen unterwegs oder habe hier im Haus mit
erfahrenen Endmonteuren gearbeitet. Von deren Erfahrung konnte ich
sehr viel lernen. So sammelt man
langsam das notwendige Wissen.
Zudem ist in der Regel auch beim
Kunden ein Kollege der Tochtergesellschaft des jeweiligen Landes
mit an der Maschine.
Noch mal von ganz vorne alle Möglichkeiten durchdenken, Schritt für
Schritt jede mögliche Fehlerursache ausschließen, bis man weiß,
woran es liegt. Hilft das auch nicht
weiter oder es fehlen Ersatzteile,
dann wird unser Helpdesk um Hilfe
gebeten und erst mal improvisiert,
um die Maschine so weit zum Laufen zu bringen, dass der Kunde
weiterproduzieren kann, bis das
Problem endgültig behoben werden kann.
Haben Sie bei Einsätzen Zeit, Städte und Länder kennenzulernen?
Gleich mein erster Einsatz ging
zweieinhalb Wochen nach Australien. Das Unternehmen war am
Sonntag geschlossen und wir durften nicht an die Maschine. Also hatten wir zwei Tage die Möglichkeit,
uns Melbourne anzuschauen und
Kängurus zu streicheln. Allerdings
ist das eher die Ausnahme. In der
Regel sieht man ein Land nur aus
dem Fenster des Taxis.
Hat man nach all den Reisen noch
Lust, ins Ausland in den Urlaub zu
gehen?
Auf jeden Fall! Ich habe gerade
Lust auf Spanien. Aber mein Freund
will lieber zu Hause bleiben.
Meistens kommt man im internationalen Businessalltag mit Englisch
ganz gut durch. Gab es schon Fälle,
in denen das nicht geklappt hat?
Es kommt schon mal vor, dass man
den ein oder anderen Fachausdruck
nicht kennt. Aber mit Händen und
Füßen – wie man so schön sagt –
kann man sich immer verständigen.
Bisher hat das immer geklappt.
Was macht man, wenn man in
den USA oder in Brasilien an einer
Maschine steht und nicht weiter
weiß?
75
UPDATE WUSSTEN SIE EIGENTLICH
Wussten
Sie eigentlich,
dass sich mit RFID-Technik Benutzerberechtigungen an einer
Verpackungsmaschine von MULTIVAC regeln lassen?
Wer darf was an einer Verpackungsmaschine machen?
Bislang wurde diese Frage zumeist über die Eingabe
eines Passworts an der Bedieneinheit geklärt.
MULTIVAC bietet aber auch eine Lösung mit Hilfe von
RFID-Technik an – und kann damit auch zur Prozesssicherheit bei seinen Kunden beitragen.
MULTIVAC bietet die Radiofrequenz-Technologie –
kurz RFID – optional zur Benutzeridentifikation an den
IPC-Steuerungen seiner Verpackungsmaschinen an.
Bislang geschieht die Benutzeridentifikation meist mit
Hilfe eines Passworts. „Ein Verfahren, das erfahrungsgemäß nicht hundertprozentig sicher ist, da der
Nutzer sein Passwort vergessen kann oder Passwörter ja auch geknackt werden können“, erklärt Alois
Allgaier, Hauptbereichsleiter Steuerungstechnik von
MULTIVAC. Mit der zum Patent angemeldeten Lösung
auf RFID-Basis lassen sich diese Risiken minimieren,
da sich der jeweilige Bediener kontaktlos über seinen
Mitarbeiterausweis an der Maschine identifiziert. Der
Ausweis enthält dazu einen eindeutigen Schlüssel,
der per Funk übertragen wird und auch für unterschiedliche Berechtigungskonzepte genutzt werden kann.
Dazu wird in der IPC-Steuerung der Verpackungsmaschine ein mehrstufiges Bedienkonzept hinterlegt.
So kann beispielsweise nur der Nutzer die Maschine
warten, der auch dazu berechtigt ist. Das verbessert
die Bediensicherheit. Auch Änderungen von Maschinenparametern lassen sich auf diese Weise jederzeit
beschränken und nachvollziehen.
Gleichzeitig verwendet MULTIVAC dabei das gleiche System, das als Zugangskontrollsystem zum Ver76
packungsraum verwendet wird. Der Mitarbeiter muss
also nicht unterschiedliche Chipkarten verwenden und
sich eventuell unterschiedliche Passwörter merken,
sondern bekommt nur eine einzige Chipkarte.
Automatischer Abgleich beim Anmelden
Zur Steuerung des Berechtigungssystems wird ein
kombinierter RFID-Lese-/Schreib-Kopf in die Maschinensteuerung integriert. Für die Benutzeridentifikation
wird dabei allerdings nur die Lesefunktion verwendet.
Die Daten werden vom Lesegerät über eine StandardUSB-Schnittstelle in das Steuerprogramm der Maschine übertragen und dort verarbeitet. Auch die Identnummern der zu lesenden Karten werden in der
Steuerung verwaltet und den entsprechenden Rollen
oder Benutzerlevels zugeordnet. Beim Anmelden erfolgt automatisch ein Abgleich: Ist der Bediener berechtigt, wird die entsprechende Rolle gesetzt.
von
bis
Stadt
Land
Shanghai International Hospitality
Equipment & Supply Expo (Hotelex)
01.04.13
03.04.13
Shanghai
China
Food Industry Minsk
02.04.13
05.04.13
Minsk
Bielarus
Japan Meat and Industrial Fair
03.04.13
05.04.13
Tokyo
Japan
EPMT-EPHJ-SMT
11.04.13
14.04.13
Genf
Switzerland
Alimentaria
14.04.13
17.04.13
Lissabon
Portugal
Protein Innovation Summit
15.04.13
16.04.13
Chicago
USA
Congreso Internacional de la Carne
16.04.13
18.04.13
Mexico City
Mexico
Canadian Produce Marketing
Association Trade Show
17.04.13
19.04.13
Toronto
Canada
Wisconsin Cheese
17.04.13
17.04.13
LaCrosse
USA
easyfairs Verpackung
17.04.13
18.04.13
Zürich
Switzerland
Djazagro
22.04.13
25.04.13
Algiers
Algeria
SPE
23.04.13
25.04.13
Brüssel
Belgium
PACKPRINT
24.04.13
27.04.13
Tunis
Tunisia
The 10th China (Qingdao) International
Meat Industry Exhibition (MIE)
27.04.13
29.04.13
Qingdao
China
Sial Canada 2013
30.04.13
02.05.13
Toronto
Canada
IFFA
04.05.13
09.05.13
Frankfurt
Germany
APAS
06.05.13
09.05.13
São Paulo
Brazil
FIAR
08.05.13
11.05.13
Rosario
Argentina
PackEx
14.05.13
16.05.13
Toronto
Canada
United Fresh
14.05.13
16.05.13
San Diego
USA
Seoul Food
14.05.13
17.05.13
Seoul
Korea
Professional Foodservice, Industry
& Creation
15.05.13
17.05.13
Fukuoka
Japan
Expo Campeche
16.05.13
18.05.13
Campeche
Mexico
Novi Sad Agricultural exhibition
18.05.13
24.05.13
Novi Sad
Serbia
Iran Food Tec.
20.05.13
23.05.13
Tehran
IRAN
Expo Cacia
28.05.13
29.05.13
Heredia
Costa Rica
Tecnoalimentos
29.05.13
30.05.13
Guatemala
Guatemala
Impressum
V. i. S. d. P.: Valeska Haux
UPDATE – ein Magazin der MULTIVAC
Gestaltung: becker GmbH (www.agentur-becker.de)
Sepp Haggenmüller GmbH & Co. KG
Bahnhofstr. 4, 87787 Wolfertschwenden, Deutschland
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung,
Tel. +49 8334 601-0, Fax +49 8334 601-199
auch auszugsweise, nur mit vorheriger schriftlicher
muwo@multivac.de, www. multivac.com
Zustimmung der Redaktion.
78
mai
Messe
april
UPDATE Messekalender
www.multivac.com
06.06.13
Regensdorf/Zürich
Switzerland
FITHEP
10.06.13
14.06.13
Buenos Aires
Argentina
International Food Machinery
& Technology Exhibition
11.06.13
14.06.13
Tokyo
Japan
PACKOLOGY “Exhibition of Technology 11.06.13
for Packaging and Processing”
14.06.13
Rimini
Italy
Exphotel
13.06.13
15.06.13
Mexico City
Mexico
EastPack
18.06.13
20.06.13
Philadelphia
USA
EXPO PACK
18.06.13
21.06.03
Mexico City
Mexico
Rosupack
18.06.13
21.06.13
Moscow
Russia
Sapporo Pack
19.06.13
21.06.13
Sapporo
Japan
Fispal Food
25.06.13
28.06.13
São Paulo
Brazil
Vietfish
25.06.13
27.06.13
Ho Chi Minh City
Vietnam
Fispal Tecnologia
25.06.13
28.06.13
São Paulo
Brazil
Interphex
10.07.13
12.07.13
Tokyo
Japan
NACUFS
11.07.13
12.07.13
Minneapolis
USA
Expomaq
16.07.13
19.07.13
Juiz de Fora
Brazil
American Association of Meat
Processing
18.07.13
20.07.13
Charleston
USA
Food Pack Malaysia
19.07.13
22.07.13
Kuala Lumpur
Malaysia
Envase / Alimentek
06.08.13
09.08.13
Buenos Aires
Argentina
II Seminario Técnico de Embutidos
y Carnes
08.08.13
10.08.13
San José, CR
Costa Rica
Tecnocarne
13.08.13
15.08.13
São Paulo
Brazil
China-Eurasia Expo 2013
01.09.13
05.09.13
Urumqi
China
Hotelga
02.09.13
05.09.13
Buenos Aires
Argentina
PacTec
03.09.13
05.09.13
Helsinki
Finland
China International Exhibition on
Financial Banking Technology &
Equipment (CIFTEE)
05.09.13
08.09.13
Beijing
China
Feria Alimentaria
09.09.13
11.09.13
Guatemala
Guatemala
INPRODMASH & UPAKOVKA
11.09.13
14.09.13
Kyiv
Ukraine
Asia Food Expo
11.09.13
14.09.13
Manila
Philippines
OrthoTec Europe
12.09.13
13.09.13
Regensdorf
Switzerland
Slavakto
17.09.13
19.09.13
Utrecht
Netherlands
PACK EXPO (PMMI)
23.09.13
25.09.13
Las Vegas
USA
Polagra-Tech
23.09.13
26.09.13
Pozna´n
Poland
FachPack
24.09.13
26.09.13
Nürnberg
Germany
Saudi Agro Food
24.09.13
27.09.13
Riyadh
Saudi Arabia
Medtec
25.09.13
26.09.13
Shanghai
China
CFIA MAROC
25.09.13
27.09.13
Casablanca
Morocco
juli
05.06.13
august
Seine neue MULTIVAC Tiefziehmaschine
verbraucht 25 % weniger Energie und 5 %
weniger Verpackungsmaterial. Auch durch
ihre lange Lebensdauer werden Ressourcen
geschont.
Fachtage über die Sterilisation
september
Der Kauf einer neuen
Verpackungsmaschine
ist bei Klaas Pietersen
eine Sparmaßnahme.
juni
AUSGABE 1 2013
79
AUSGABE
AUSGABE1 1 2013
2013
UPDATE
NEWS OF BETTER PACKAGING
Titel
MULTIVAC e-concept™
Wegweisende Konzepte
für mehr Energieeffizienz
beim Verpacken
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Verpackungslösungen
für Handwerksbetriebe und
industrielle Verpacker
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