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Bedienungsanleitung - Erhardt+Leimer

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Bedienungsanleitung
d
Strangaufdrehmaschine SDM 5001
mit Breitquetsche
1. Sicherheit
2. Bedienablauf
3. Bedienelemente
4. Warenverlauf
2
4
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15
BEA--222557-D-01
Strangaufdrehmaschine SDM 5001
1. Sicherheit
steht für zusätzliche wichtige Informationen und Hinweise
1.1 Symbolerklärung
steht vor jenen Textstellen, die besonders zu beachten sind,
damit der sichere Betrieb der Strangaufdrehmaschine
SDM 5001 gewährleistet ist.
1.2 Bestimmungsgemäße
Verwendung
Die E+L Strangaufdrehmaschine wurde konstruiert, um Textilware
entgegenzunehmen, auszudrehen und die Ware auf ihre Breite zu öffnen und dann abzutafeln. Bei möglichen Defekten ist die Strangaufdrehmaschine mit verschiedenen Sicherungen ausgestattet:
Die E+L Strangaufdrehmaschine ist nach dem Stand der Technik gebaut.
Dennoch können bei der Verwendung
- Gefahren für Gesundheit des Benutzers bzw.
- Beschädigungen anderer Sachwerte entstehen.
Die Stangaufdrehmaschine nur benutzen
- in technisch einwandfreien Zustand,
- bestimmungsgemäß,
- sicherheits- und gefahrenbewußt unter Beachtung der Bedienungsanleitung.
Arbeiten, die den Betrieb, die Produktionsanpassung, die Umrüstung
oder die Einstellung der Strangaufdrehmaschine und ihrer sicherheitsbedingten Einrichtungen sowie Inspektion, Wartung und Reparatur
betreffen, sind nur von Fachpersonal durchzuführen. Beachten Sie
die Ein- und Ausschaltvorgänge gemäß der Bedienungsanleitung.
1.3 Bedienungsanleitung
Bewahren Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig und für das Personal jederzeit zugänglich auf. Die Bedienungsanleitung versteht sich
als Teil des Lieferumfangs und ist vor Beginn der Montage-, Bedienungs- und Wartungsarbeiten aufmerksam durchzulesen.
1.4 Sicherheitshinweise
Fassen Sie niemals mit der Hand oder mit Werkzeugen in das laufende Messer.
Fassen Sie niemals mit der Hand oder Werkzeugen zwischen laufende Walzen.
Berühren Sie niemals spannungsführende Teile.
1.5 Montage
2
Bewegliche Maschinenteile im Zugriffsbereich des Maschinenbedieners oder anderer Personen, müssen entsprechend den örtlich
gültigen und branchenüblichen Unfallverhütungsvorschriften gesichert
werden (DIN ISO 11 111).
Strangaufdrehmaschine SDM 5001
1.6 Installation
Elektrische Komponenten ohne Gehäuse wie Schalteinsätze oder Bediengeräte, müssen kundenseitig ausreichend geschützt werden.
Die Schaltschrankbelüftung muß den örtlichen Gegebenheiten bzw.
Temperaturen angepaßt werden. Die Temperatur im Schaltschrank
sollte 45 °C nicht überschreiten. Dabei ist zu beachten, daß die
Schutzart der Anlage erhalten bleibt.
Bei der Verlegung von elektrischen und pneumatischen Leitungen ist
kundenseitig darauf zu achten, daß Isolierungen nicht verletzt und die
Leitungen fachgerecht fixiert und geschützt werden. Weiße Adern
oder schwarz/weiße Adern in Kabeln dienen in den E+L Produkten
der Betriebsmasse. Es sind die Angaben über Querschnitt, Abschirmung und maximalen Versorgungsdruck in den Schaltplänen zu beachten.
Die Versorgungsspannung der Strangaufdrehmaschine ist mit dem
Hauptschalter der Gesamtmaschine zu schalten.
Elektrik: Schließen Sie die elektrischen Leitungen entsprechend dem
beiliegenden Schaltplan an und verlegen Sie Steuer- und Signalleitungen abgeschirmt und getrennt von starkstromführenden Leitungen.
Pneumatik: Die Anschlußleitungen zu den Zylindern müssen gut befestigt und von jeglicher aggressiver Einwirkung von außen geschützt
werden. Es sind Vorkehrungen zu treffen, damit sie im Fall des
Bruchs keine Gefahr verursachen können.
Beachten Sie die Angaben über den maximalen Eingangsdruck mit
dem die Druckregler beaufschlagt werden können, begrenzen Sie die
Luftzufuhr. Die Druckluft muß ölfrei sein.
Es sind die jeweiligen gültigen Regeln der Technik zu beachten.
1.7 Wartung, Reparatur
Bei jeglicher Arbeit an der Strangaufdrehmaschine muß sichergestellt
sein, daß die Maschine abgeschaltet ist. Vorkehrungen gegen unbefugtes Einschalten sind zu treffen.
1.8 Bedienung
Die Strangaufdrehmaschine ist nur von Fachkräften oder dementsprechend unterwiesenen Personen zu bedienen und zu warten.
Beachten Sie die Reihenfolge des Bedienablaufes.
1.9 Überprüfen der
Not-Aus Funktion
Sie sollten mindestens jeden Monat einmal die ordnungsgemäße
Funktion aller vorhandenen Not Aus Schalter prüfen. Bei Fehlfunktionen muß die Anlage sofort außer Betrieb gesetzt, und nach entsprechender Reparatur durch eine autorisierte Fachkraft nochmals
geprüft werden.
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
2. Bedienablauf
2.1 Stromversorgung
einschalten
Schalten Sie die Stromversorgung mit dem Hauptschalter am Hauptschaltschrank der Strangaufdrehmaschine ein und vergewissern Sie
sich, daß an der Wartungseinheit für den Strangaufdreher der Versorgungsdruck anliegt. Stellen Sie den Betriebsdruck auf "0".
2.2 "Not-Aus-Reset"-Taster
betätigen
Betätigen Sie den "Not-Aus-Reset"-Taster. Wenn kein Not-AusSchalter betätigt ist, wird die Störmeldung zurückgesetzt.
Sind alle Not-Aus-Schalter entriegelt und mit dem "Not-Aus-Reset"Taster quittiert, ist die Strangaufdrehmaschine betriebsbereit. Die Anzeige im Taster erlischt.
2.3 Betriebsart auswählen
Breitquetsche vorwählen
Wählen Sie die gewünschte Betriebsart aus (siehe auch Seite 15).
Sie können folgende Varianten wählen:
Betriebsart 1, Schlauchware abtafeln:
Breitquetsche auf aus.
Betriebsart 2, Schlauchware quetschen und abtafeln:
Breitquetsche auf ein.
Bei der Vorwahl der Betriebsart 2, Schlauchware quetschen,
leuchtet die Anzeige "Antriebe Störung" kurzzeitig auf (max. 2
Sekunden).
Der Warentransport wird durch zwei Tänzerwalzen gesteuert. Die
beiden Tänzerwalzen sind mit einer Endlagenabschaltung ausgerüstet. Erreicht eine der Tänzerwalzen ihre obere oder untere Endlage, wird die Strangaufdrehmaschine abgeschaltet und die Meldung
"Tänzerwalzen Störung" leuchtet auf. Durch Drücken des Leuchttasters "Tänzerwalzen Störung" wird die Meldung quittiert, bzw. die
Endlagenabschaltung überbrückt. Dies sollte nur solange erfolgen,
bis die Tänzerwalzen wieder ihre normale Position erreicht haben.
Die Endlagenabschaltung der Tänzerwalzen wird je nach Betriebsart
aktiviert (deaktiviert).
Betriebsart 1, Schlauchware abtafeln:
Tänzerwalze 1 aktiv, Tänzerwalze 2 deaktiv.
Betriebsart 2, Schlauchware quetschen und abtafeln:
Tänzerwalze 1 und 2 aktiv.
2.4 Strangquetsche
einschalten
Wird die Ware von einer Strangquetsche aus der Strangaufdrehmschine zugeführt, müssen Sie jetzt die Strangquetsche einschalten.
2.5 Ware einziehen
Siehe Seite 14.
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
2.6 Schlauchaufschneider
einstellen
Die Bedienelemente für den Schlauchaufschneider befinden sich im
Hauptbedienpult am Schlauchaufschneider.
a. Einstellen der Warenführungskorbes auf den Schlauchdurchmesser und Positionieren des Schneidgerätes
Nach dem Lösen der Fixierschraube ist mit dem Handrad der Warenführungskorb auf den Schlauchdurchmesser so anzupassen, daß die
Ware leicht gedehnt wird. Das Schneidgerät BT 02 und der Warenführungskorb sind über eine Spindel miteinander verbunden. Wird
der Korbdurchmesser eingestellt, so wird auch gleichzeitig das
Schneidgerät vorpositioniert.
Zur genaueren Positionierung des Schneidgerätes ist das Handrad
zum Verstellen des Warenführungskorbes in axialer Richtung auszurücken (siehe Betriebsanleitung Schlauchaufschneider BTA 25..).
Das Schneidgerät kann nun unabhängig vom Korbdurchmesser verstellt werden. Das Schneidgerät soll so positioniert werden, daß der
Schneidtisch mit den Enden der Korbleisten fluchtet und die Ware
somit auf dem Schneidtisch aufliegt. Dabei ist zu beachten, daß die
Ware leicht über den Schneidtisch gespannt wird und die Fallmasche
direkt über den Empfänger des Spaltfühlers streift.
Nach dem Positionieren des Schneidgerätes ist das Handrad wieder
einzurücken und die Fixierschraube anzuziehen.
Einstellen des Rundmessers: Nach Lösen des Schnellspannhebels
kann das Schneidgerät BT 02 seitlich zur Fühlermitte eingestellt werden (±10 mm). Die Ware kann so auch seitlich der Fallmasche geschnitten werden.
b. Abtastbarkeit der Fallmasche beurteilen und Alarmabschaltung überprüfen
Mit dem Spaltfühler können Fallmaschen mit deutlich ausgeprägtem,
lichtdurchlässigem Spalt von 1-8 mm erfaßt werden. Deutlich ausgeprägt bedeutet: gegen das Tageslicht gehalten, muß in der Fallmasche mit dem Auge eine deutlich höhere Lichtdurchlässigkeit als in
der übrigen Ware erkennbar sein. Bei doppelt gestrickter Ware muß
die Fallmasche an beiden Flächen vorhanden sein.
Die Einstellung der Alarmschwelle ist wie folgt zu überprüfen:
Liegt keine Ware im Bereich des Lichtfleckes, muß der Leuchtmelder
"Unzureichender Kontrast/Fallmasche verloren" aufleuchten. Ist dies
nicht der Fall, so ist die Fühleroptik zu reinigen, gegebenenfalls die
Grundeinstellung der Alarmabschaltung neu vorzunehmen (siehe
Betriebsanleitung Schlauchaufschneider BTA 25.., Kapitel "Logikkarte LK 2901").
Führen Sie die Ware so in den Bereich des Lichtfleckes, daß sich die
Fallmasche außerhalb des Lichtfleckes befindet. Der Leuchtmelder
"Unzureichender Kontrast/Fallmasche verloren" muß aufleuchten. Ist
dies nicht der Fall, so muß das Potentiometer R 106 auf der Logikkarte LK 2901 (oder das externe Potentiometer "Alarmschwelle/Kontrast") soweit nach rechts gedreht werden, bis der Leuchtmelder "Unzureichender Kontrast/Fallmasche verloren" aufleuchtet und noch
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
circa 10° mehr (siehe Betriebsanleitung Schlauchaufschneider
BTA 25.., Kapitel Logikkarte LK 2901, Kontrastauswertung der Fallmasche).
Je weiter das Potentiometer nach rechts gedreht werden muß,
desto ungleichmäßiger ist die Lichtdurchlässigkeit. Das bedeutet,
daß ein guter Fallmaschenkontrast notwendig ist um eine sichere
Abtastung der Fallmasche zu gewährleisten.
Legen Sie die Ware jetzt so, daß die Fallmasche im Bereich des
Lichtfleckes zu liegen kommt. Die Anzeige "Unzureichender Kontrast/Fallmasche verloren" muß erlöschen. Durch mehr oder weniger
starkes Dehnen der Ware kann gegebenenfalls der Kontrast der
Fallmasche verbessert werden. Erlischt die Anzeige "Unzureichender
Kontrast/Fallmasche verloren" auch dann nicht, ist der Kontrast der
Fallmasche unzureichend und nicht zum automatischen Schneiden
geeignet. Der Schneidvorgang muß in der Betriebsart "Handsteuerung" gestartet werden.
c. Betriebsart auswählen
Handsteuerung: Bei unzureichendem Kontrast ist die Betriebsart
"Hand" auszuwählen. Anschließend ist mit dem Taster "Messermotor
Ein" das Schneidgerät BT 02 einzuschalten. Mit dem Potentiometer
"Handsteuerung" kann der Warenführungskorb entsprechend dem
Verlauf der Fallmasche gesteuert werden. In Stellung 5 steht der
Korbmotor still. Erlischt bei laufender Ware die Anzeige "Unzureichender Kontrast/Fallmasche verloren" kann auf Automatikbetrieb
umgeschaltet werden.
Automatikbetrieb: Nach dem Einlegen der Ware ist der Automatikbetrieb vorzuwählen. Anschließend ist mit dem Taster "Messermotor
Ein" das Schneidgerät BT 02 einzuschalten.
d. Abgleich der Regelkreisempfindlichkeit
Der genaue Abgleich der Empfindlichkeit kann nur bei laufender
Ware erfolgen. Der Warenführungskorb soll dabei die Ware ohne
ständiges Überschwingen, d.h. gleichmäßig führen. Eine Voreinstellung kann anhand einer Beurteilung der Fallmasche, hinsichtlich des
Kontrastes erfolgen. Eine Fallmasche mit gutem Kontrast benötigt
eine geringere Empfindlichkeit, Potentiometer in Richtung Linksanschlag stellen. Bei schlechtem Kontrast das Potentiometer in Richtung Rechtsanschlag stellen.
e. Der Schneidvorgang
Während des Schneidvorganges sind folgende Punkte zu beachten:
- die Maschinengeschwindigkeit
- die automatische Fallmaschenüberwachung
Die Maschinengeschwindigkeit ist nach Freigabe des Hauptantriebes einzustellen. Dabei ist der Drall der zugeführten Ware zu beachten. Je stärker der Drall desto geringer die erreichbare Maschinengeschwindigkeit.
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
Automatische Fallmaschenüberwachung: Wandert der Spalt aus
dem Bereich des Spaltfühlers, ändert sich bei Warenwechsel der
Kontrast oder ist die Fallmasche an den Nahtstellen versetzt angenäht und kommt dadurch aus dem Bereich des Empfängers, so wird
dies durch den Leuchtmelder "Unzureichender Kontrast/Fallmasche
verloren" signalisiert. Im Automatikbetrieb schaltet die Anlage ab.
Nach 1,5 Sekunden wird der Messermotor und der Antrieb der Anlage abgeschaltet. Nach weiteren 2,5 Sekunden wird der Korbmotor
verblockt. Die Zeitangaben beziehen sich auf die Werkseinstellung.
Die Fallmasche muß nun mit der Handsteuerung in den Bereich des
Empfängers zurückgebracht werden. Beachten Sie die beiliegende
Betriebsanleitung des Schlauchaufschneiders BTA 25.. .
2.7 Strangaufdreher SDA
vorwählen
Schalten Sie den Strangaufdreher ein und wählen Sie die Betriebsart
"Automatik" oder "Hand". Die Anzeige im Taster "Strangaufdreher
Ein-Aus" leuchtet auf, wenn der Hauptantrieb der Strangaufdrehmaschine eingeschaltet ist.
Je nach Warenart (unelastische Ware oder sehr elastische Ware) haben Sie zwei Möglichkeiten die Ware zu führen:
a. Unelastische Ware
Stellen Sie an der Wartungseinheit für den Strangaufdreher die
Druckkraft der pneumatischen Bremse ein. Erfahrungsgemäß
reicht ein Druck von 1,5 bar aus, um die für die nachfolgende Ausstreifeinrichtung notwendige Bahnspannung zu erzeugen. Vergewissern Sie sich, daß der Hilfsantrieb des Strangaufdrehers ausgeschaltet ist und das Potentiometer "Drehmoment" des Hilfsantriebs auf "0" steht.
Gegebenenfalls müssen Sie die Einstellung während des Betriebes etwas korrigieren. Die Umlenkrolle darf jedoch nicht so stark
gebremst werden, daß sie stehenbleibt oder daß der Warenstrang
über die Umlenkrolle gezogen wird. Die Drallerkennung und damit
das Entdrallen des Warenstranges ist abhängig von der Bahngeschwindigkeit. Steht die Umlenkrolle, kann keine Bahngeschwindigkeit gemessen und der Warenstrang nicht automatisch entdrallt
werden.
b. Sehr elastische Ware
Wir empfehlen Ihnen bei Schlauchware oder sehr elastischer
Ware die Führung der Umlenkung mit dem Hilfsantrieb der Strangaufdrehmaschine vorzunehmen. Lösen Sie dazu die pneumatische Bremse und schalten Sie den Vorwahlschalter für den Hilfsantrieb ein. Mit dem Potentiometer "Drehmoment" können Sie
während des Betriebs die gewünschte Warenspannung einstellen.
Haben Sie den Automatikbetrieb gewählt, müssen Sie jetzt noch
die Empfindlichkeit des Strangaufdrehers voreinstellen. Die Empfindlichkeit ist bei laufender Ware zu korrigieren. Beachten Sie die
beiliegende Beschreibung des Strangaufdrehers SDA 05.
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
2.8 Drehteller
vorwählen
Am Vorwahlschalter "Drehteller I/0" stellen Sie ein, ob der Drehteller
vom Strangaufdreher angesteuert wird (I) oder von Hand (0), mit den
Tastern "Drehteller rechts"/"Drehteller links".
Der Drehteller wird nur dann automatisch gesteuert, wenn der
Strangaufdreher auf Automatikbetrieb steht, eingeschaltet ist und
der Hauptantrieb der Strangaufdrehmaschine läuft.
2.9 Ausbreiteinrichtung
vorwählen (nur bei
Betriebsart 2)
An der Breitquetsche befindet sich ein Schalter für die vor der Breitquetsche befindliche Ausbreitwalze LG 04. Mit diesem Schalter wählen Sie die Ausbreiteinrichtung vor.
Die Ausbreiteinrichtung wird mit dem Hauptantrieb der Strangaufdrehmaschine ein- bzw. ausgeschaltet!
2.10 Breitquetsche schließen
(nur bei Betriebsart 2)
Auf der Bedientafel an der Breitquetsche befinden sich zwei
Taster zum Öffnen und Schließen der Breitquetsche.
Wenn die Breitquetsche geschlossen ist und der Hauptantrieb nicht binnen 5 Minuten eingeschaltet wird, öffnet die
Breitquetsche automatisch, um zu Verhindern, daß die
Gummierung an der Walze beschädigt wird.
2.11 Hauptantrieb einschalten
Stellen Sie das Potentiometer "Antrieb/Geschwindigkeit" auf 0 und
schalten Sie anschließend den Hauptantrieb der Strangaufdrehmaschine ein. Der elektrische Antrieb des Faltenlegers schaltet sich automatisch zu. Die Anzeige im Taster "Antriebe Ein" leuchtet auf.
2.12 Geschwindigkeit
einstellen
Stellen Sie mit dem Potentiometer "Antrieb/Geschwindigkeit" die Geschwindigkeit der Strangaufdrehmaschine auf den von Ihnen gewünschten Wert. Beachten Sie auch die Angaben über die maximale
Geschwindigkeit in den Betriebsanleitungen der einzelnen Komponenten wie Schlauchaufschneider BTA, Strangaufdreher SDA usw.
2.13 Strangaufdrehmaschine
ausschalten
Schalten Sie den Hauptantrieb aus und stellen Sie das Potentiometer
"Antrieb/Geschwindigkeit" auf "0". Zum Einschalten müssen Sie wieder den Taster "Antriebe Ein" betätigen und die Geschwindigkeit einstellen.
Nach dem Einschalten werden die vorgewählten Antriebe (Strangaufdreher SDA, Ausbreiteinrichtung LG 04 usw.) automatisch wieder zugeschaltet.
Sollten Sie während des Betriebes oder während des Einrichtens, die Betriebsart der Strangaufdrehmaschine ändern, reagiert die Steuerung erst nach einem Stop auf die Veränderung. Danach ist ab Punkt 2.10 zu verfahren.
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
3. Bedienelemente
3.1 Bedienelemente am
Schaltschrank der
Strangaufdrehmaschine
Hauptschalter "Maschine Ein/Aus": Mit dem Hauptschalter wird
die gesamte Strangaufdrehmaschine zu- oder abgeschaltet.
Schlagschalter "Not-Aus": Wird der Not-Aus-Schalter betätigt, wird
die Strangaufdrehmaschine sofort in den Stillstand gebracht. Die Anzeige im Taster "Not-Aus-Reset" leuchtet auf. Nach Auflösen des
Not-Aus-Zustandes ist zum Wiederanlauf der Maschine der "NotAus-Reset" Taster zu drücken. Die Strangaufdrehmaschine muß wieder wie ab Punkt 2.10 der Bedienungsanleitung beschrieben, in Betrieb genommen werden.
Vor jedem Öffnen der Schaltschranktüren ist der Hauptschalter in Stellung 0 zu schalten. Die Schalt- und Steuerschränke
dürfen nur von Elektro-Fachpersonal geöffnet werden.
3.2 NOT-AUS
An der Strangaufdrehmaschine befinden sich 6 Not-Aus-Schalter:
-
am Schaltschrank der Strangaufdrehmaschine
im Hauptbedienpult am Schlauchaufschneider
im Bedienpult an der Breitquetsche
an der Breitquetsche (Seilzug)
am Strangaufdreher
am Abtafler
Wird einer der Not-Aus-Schalter betätigt, wird die Strangaufdrehmaschine sofort in den Stillstand gebracht, alle Bedienfunktionen werden gelöscht. Die Anzeige im Leuchttaster "Not-Aus-Reset" leuchtet
auf.
Nach Auflösen des Not-Aus-Zustandes ist zum Wiederanlauf der Maschine der "Not-Aus-Reset"-Taster im Hauptbedienpult zu drücken.
Die Strangaufdrehmaschine muß wieder wie ab Punkt 2.10 der Bedienungsanleitung beschrieben in Betrieb genommen werden.
3.3 Bedienelemente im Hauptbedienpult,
linkes Feld
Schalter "Strangaufdreher Ein/Aus": Mit diesem Schalter wird der
Drehstrom-Getriebemotor an der Aufdreheinheit vorgewählt.
Die Freigabe erfolgt mit dem Einschalten des Hauptantriebs.
Leuchtmelder "Strangaufdreher Ein" (grün): Der Strangaufdreher
ist eingeschaltet.
Schalter "Strangaufdreher Hand-Automatik": Dieser Schalter gibt
die Betriebsart des Strangaufdrehers vor. Im Automatikbetrieb wird
der Drehstrom-Getriebemotor nach den Signalen der induktiven Näherungsinitiatoren gesteuert. Im Handbetrieb kann die Drehrichtung
durch Tastendruck bestimmt werden.
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
Potentiometer "Strangaufdreher Empfindlichkeit": Mit diesem Potentiometer kann im Automatikbetrieb die Empfindlichkeit der
Drallerkennung eingestellt werden.
Leuchttaster "Strangaufdreher links/rechts" (weiß): Solange einer
der Taster im Handbetrieb gedrückt wird, dreht der Drehstrom-Getriebemotor an der Aufdreheinheit in die entsprechende Richtung, die
Anzeige leuchtet auf.
Schalter "Drehteller I/0": Mit diesem Schalter wird der Drehteller auf
Hand- (0) oder Automatikbetrieb (I) voreingestellt. Die Freigabe erfolgt mit dem Einschalten des Hauptantriebs.
Der Drehteller wird nur dann automatisch gesteuert, wenn auch
der Strangaufdreher eingeschaltet ist und auf Automatikbetrieb
steht.
Leuchtmelder "Strangaufdreher Störung" (rot): Der Leuchtmelder
zeigt eine Störung des Antriebs an der Aufdreheinheit und des Antriebs am Drehteller an.
Taster "Drehteller rechts/links": Mit diesen Tastern kann der Drehteller im Handbetrieb verstellt werden.
Schalter "Vorwahl Hilfsantrieb": Mit dem Schalter "Vorwahl Hilfsantrieb" wird der Hilfsantrieb des Strangaufdrehers vorgewählt.
Die Freigabe erfolgt mit dem Einschalten des Hauptantriebs.
Potentiometer "Drehmoment": Mit diesem Potentiometer kann das
Drehmoment des Hilfsantriebes eingestellt werden.
3.4 Bedienelemente im Hauptbedienpult, mittleres Feld
Digitalanzeige "Maschinengeschwindigkeit": Die Anzeige gibt die
Maschinengeschwindigkeit in Meter pro Minute wieder.
Schalter "Breitquetsche Ein/Aus". Ist die Breitquetsche ein, wird
aus der Ware die Feuchtigkeit abgequetscht. Nach dem Abquetschen
sind noch etwa 80% Restfeuchte in der Ware vorhanden.
Die beiden Hauptanwendungsfälle der Breitquetsche sind:
- Abquetschen der nassen Ware, um im Trockenprozess des
Spann-rahmens eine höhere Produktionsgeschwindigkeit zu erreichen.
10
Strangaufdrehmaschine SDM 5001
- Abquetschen der nassen Ware auf einen definierten Feuchtigkeitsgrad.
Sollten Sie während des Betriebes oder während des Einrichtens,
die Betriebsart der Strangaufdrehmaschine ändern, reagiert die
Steuerung erst nach einem Stop auf die Veränderung. Danach ist
ab Punkt 2.3 zu verfahren.
Taster "Hauptantrieb Aus": Mit diesem Taster werden der Hauptantrieb der Strangaufdrehmaschine (Antrieb am Abtafler) und alle anderen Antriebe (Strangaufdreher, Bahnlauf-Regler usw.) ausgeschaltet.
Leuchttaster "Hauptantrieb Ein" (grün): Über diesen Leuchttaster
werden der Hauptantrieb der Strangaufdrehmaschine und alle anderen Antriebe (Strangaufdreher, Bahnlauf-Regler usw.) eingeschaltet.
Leuchtmelder "Gleichstromantriebe Störung" (rot): Leuchtet dieser Leuchtmelder auf, so liegt eine Störung an der Steuerung der
Gleichstromantriebe vor. Siehe Regler-Handbuch für den Kompaktstromrichter.
Reparaturarbeiten an der Motoransteuerung dürfen nur von
Elektrofachkräften ausgeführt werden.
Die Anzeige leuchtet beim Einschalten der Breitquetsche immer
kurzzeitig auf (max. 2 Sekunden).
Potentiometer "Hauptantrieb Geschwindigkeit": Mit diesem Potentiometer wird die gewünschte Maschinengeschwindigkeit eingestellt.
Leuchtmelder "Drehstromantriebe Störung" (rot): Der Leuchtmelder zeigt eine Störung eines oder mehrerer Drehstromantriebe an
(Strangaufdreher, Ausbreiteinrichtung usw.). Die Strangaufdrehmaschine muß wieder wie ab Punkt 2.10 der Bedienungsanleitung beschrieben in Betrieb genommen werden, nach dem der Fehler behoben ist.
Leuchttaster "Tänzerwalzen Störung/Reset": Geht eine Tänzerwalze beispielsweise wegen eines Warenrißes in die obere oder untere Endlage, schaltet die Strangaufdrehmaschine ab und die Lampe
leuchtet. Durch Drücken des Tasters wird die Störmeldung quittiert
oder bei längerem Betätigen die Endlagenabschaltung überbrückt.
Betriebsart 1, Schlauchware abtafeln:
Tänzerwalze 1 aktiv, Tänzerwalze 2 deaktiv.
Betriebsart 2, Schlauchware quetschen und abtafeln:
Tänzerwalze 1 und 2 aktiv.
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Strangaufdrehmaschine SDM 5001
Leuchttaster "Not-Aus-Reset" (rot): Wird ein Not-Aus-Schalter betätigt, wird die Maschine sofort zum Stillstand gebracht. Der Not-AusZustand wird leuchtend angezeigt. Nach Beheben der Ursache, muß
die Not-Aus-Steuerung über den Leuchttaster "Not-Aus-Reset" zurückgesetzt werden. Die Strangaufdrehmaschine muß wieder wie ab
Punkt 2.10 der Bedienungsanleitung beschrieben, in Betrieb genommen werden.
Schlagschalter "Not-Aus": Wird der Not-Aus-Schalter betätigt, wird
die Maschine sofort in den Stillstand gebracht. Die Anzeige im Taster
"Not-Aus-Reset" leuchtet auf. Nach Auflösen des Not-Aus-Zustandes
ist zum Wiederanlauf der Maschine der "Not-Aus-Reset" Taster zu
drücken. Die Strangaufdrehmaschine muß wieder wie ab Punkt 2.10
der Bedienungsanleitung beschrieben, in Betrieb genommen werden.
3.5 Bedienelemente
im Hauptbedienpult, rechtes Feld
Leuchttaster "Automatik Ein" (grün): Mit dem Leuchttaster "Automatik Ein" wird der Automatikbetrieb des Schlauchaufschneiders vorgewählt. Die Lampe meldet den vorgewählten Betriebszustand. Der
Korbmotor ist verblockt. Mit dem Einschalten des Messermotors wird
die Verblockung gelöst.
Leuchttaster "Hand Ein" (grün): Die Betriebsart "Hand" ist zum Anfahren der Produktionsmaschine oder bei Fallmaschen, die mit dem
Spaltfühler nicht sicher abgetastet werden können auszuwählen. Die
Lampe im Leuchttaster meldet den Handbetrieb.
Taster "Messermotor und Betriebsart Aus": Bei Betätigen dieses
Tasters wird der Messermotor und der Drehkorbmotor abgeschaltet.
Gleichzeitig wird die eingestellte Betriebsart gelöscht.
Leuchttaster "Messermotor Ein" (grün): Mit diesem Taster wird der
Messermotor eingeschaltet. Der Korbmotor wird bei vorgewähltem
Automatikbetrieb freigegeben.
Leuchtmelder "Unzureichender Kontrast/Fallmasche verloren"
(rot): Dieser Leuchtmelder zeigt an, daß die eingestellte Alarmschwelle unterschritten wird. Das heißt die Fallmasche wurde verloren oder der Kontrast hat sich verschlechtert. Leuchtet dieser Leuchtmelder länger als eine vorgegeben Zeit auf, wird der Messermotor
abgeschaltet.
Leuchtmelder "Korbmotor Störung" (rot): Wird der Warenführungskorb durch zum Beispiel stark verdrehte Ware zu stark abgebremst oder blockiert, spricht die Stromabschaltung in der Motorreglerkarte RK 1641 an. Der Motorstrom für die aktuelle Drehrichtung
wird abgeschaltet und somit eine Überlastung des Korbmotors verhindert.
12
Strangaufdrehmaschine SDM 5001
Der Leuchtmelder "Korbmotor Störung" leuchtet auf, gleichzeitig wird
der Automatikbetrieb unterbrochen und der Messermotor wird abgeschaltet. Durch Umkehren der Drehrichtung kann die Stromabschaltung aufgehoben werden, (z.B. in der Betriebsart Handsteuerung).
Potentiometer "Alarmschwelle Kontrast": Mit diesem Potentiometer kann die Schaltschwelle zur Abschaltung des Schlauchaufschneiders bei Verlust oder unzureichendem Kontrast der Fallmasche eingestellt werden. Im Normalfall ist dieses Potentiometer funktionslos,
die Schaltschwelle ist im Steuergerät fest eingestellt (siehe Kapitel
Logikkarte LK 2901, Kontrastauswertung der Fallmasche).
Potentiometer "Handsteuerung": Mit dem Potentiometer "Handsteuerung" kann der Warenführungskorb von Hand gesteuert werden. In Mittenstellung (5) steht der Warenführungskorb. Die Drehgeschwindigkeit nimmt von der Mittenstellung aus nach rechts oder
links kontinuierlich zu.
Vor dem Einschalten der Handbedienung soll sichergestellt sein,
daß sich das Potentiometer "Handsteuerung" in Mittenstellung (5)
befindet.
Potentiometer "Empfindlichkeit": Mit diesem Potentiometer wird
die Empfindlichkeit des Regelkreises eingestellt.
Der genaue Abgleich der Empfindlichkeit kann nur bei laufender
Ware erfolgen. Der Warenführungskorb soll die Ware ohne ständiges
Überschwingen führen. Eine Voreinstellung kann anhand einer Beurteilung der Fallmasche, hinsichtlich des Kontrastes erfolgen. Eine
Fallmasche mit gutem Kontrast benötigt eine geringere Empfindlichkeit, Potentiometer in Richtung Linksanschlag stellen. Bei einer Fallmasche mit schlechtem Kontrast des Potentiometer in Richtung
Rechtsanschlag stellen.
13
Erhardt + Leimer GmbH
Postfach 10 15 40
D-86136 Augsburg
Telefon (0821) 24 35-0
Telefax (0821) 24 35-6 66
Strangaufdrehmaschine SDM 5001
4. Warenverlauf
Der Warenverlauf durch die Strangaufdrehmaschine ist abhängig
von der gewählten Betriebsart.
4.1 Betriebsart 1
Schlauchware abtafeln
Strangaufdreher SDA 05 - Schlauchaufschneider BTA 2503 Tänzerwalze 1 - Abtafler
4.2 Betriebsart 2
Schlauchware quetschen
und abtafeln
Strangaufdreher SDA 05 - Schlauchaufschneider BTA 2503 Tänzerwalze 1 - Breitquetsche QB 0270 - Tänzerwalze 2 - Abtafler
Strangaufdreher SDA 05
Schlauchaufschneider BTA 2503
Abtafler
Breitquetsche
Tänzerwalze 2
Tänzerwalze 1
Technische Änderungen vorbehalten!
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