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Holzvergaserkessel mit Gebläseunterstützung Typ PV 25plus

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CTC Heizkessel Wärmetechnik
Berthold GmbH
Friedhofsweg 8
36381 Schlüchtern
Installations- und Bedienungsanleitung
Holzvergaserkessel mit
Gebläseunterstützung
Typ PV 25plus
Stand: 12.10.2011
- Techn. Änderungen und Irrtum vorbehalten -
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CTC Heizkessel Wärmetechnik
Berthold GmbH
Friedhofsweg 8
36381 Schlüchtern
Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung ……………………………………………………………….……….. 3
2.
Allgemeine Anforderungen ……………………………………………………. 3
3.
Techn. Beschreibung des Heizkessels ………...……………………………. 4
4.
Techn. Daten ………………………………………………………………........ 5
5.
Installation
6.
Kesselregelung – Funktionen/Anzeigen...……………………………………. 6
7.
Kesselregelung – Modus COMFORT SYSTEM.……………………….......... 8
8.
Kesselregelung – Techn. Eigenschaften………………………………………. 8
9.
Kesselregelung – SERVICE MODUS ……………………………………….
……. ……………………………………………………………. 6
9
10.
Defekte Kesselregelung …………………………………………….………… 11
11.
Inbetriebnahme des Heizkessels …………………………………………….. 11
Anzünden ……………………………………………………………….. 11
Nachlegen von Brennstoff …………………………………………….. 12
Ausschalten des Heizkessels ………………………………………
12
Reinigung ……………………………………………………………..
13
Ausströmen von Rauchgase ………………………………………… 13
Temperatureinstellung ……………………………………………….. 14
Brennstoffmangel……………………………………………………… 14
12.
Stilllegen der Anlage…………………………………………………………… 15
Anhang:
Einstellen Primär- und Sekundärluft, Gebläse
Stand: 12.10.2011
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CTC Heizkessel Wärmetechnik
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1. Einleitung:
Der Heizkessel ist ein Warmwassererzeuger für Temperaturen bis zu 95°C und
besitzt eine Nennleistung von 25 kW. Die Einbindung kann in ein Schwerkraftsystem
(bitte die entsprechenden Vorschriften der einzelnen Länder beachten), sowie auch
in ein System mit einer entsprechenden Umwälzpumpe erfolgen.
2. Allgemeine Anforderungen:
Die Installation, Einstellung und Inbetriebnahme darf nur von entsprechend
qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Weiterhin sollten diese Personen mit
dem Inhalt dieser Betriebsanleitung vertraut sein.
Hauptanforderungen:
a) Die Aufstellung des Heizkessels kann ebenerdig oder im Keller erfolgen.
b) Es sollte genügend Raum vorhanden sein um das entsprechende
Brennmaterial zu lagern. Der Brennstoff kann im gleichen Raum wie der
Aufstellungsraum des Kessels oder in einem separaten Raum gelagert
werden. Bitte beachten Sie auf jeden Fall die jeweils gültigen Richtlinien und
Gesetze !
c) Die Ausführung der Wände, Decken und des Bodens des Kesselraumes muß
den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Im Falle, das der Boden aus
einem leicht brennbaren Material besteht, muß eine entsprechende
Metallplatte mit einer Dicke von 0,7 mm unter dem Kessel angebracht werden.
Überstand mind. 0, 5 m auf allen Seiten des Kessels.
d) Der Kesselraum muß über eine ausreichende Beleuchtung verfügen.
e) Der Kesselraum muß eine Zwangsbelüftung mit Frischluft besitzen, die nicht
verschlossen werden kann. Querschnitt mind. 400 cm2. Hinsichtlich der Beund Entlüftung sind die jeweilig gültigen Vorschriften zwingend einzuhalten.
f) Die Abluftöffnung im Kesselraum sollte 50% der Fläche der Zuluftöffnung
besitzen. Auch hier sind die jeweilig gültigen Richtlinien der einzelnen Länder
zu berücksichtigen. Weiterhin sollte die Ausführung der Be- und Entlüftung
mit dem jeweiligen Bezirksschornsteinfeger abgestimmt werden.
g) Eine Luftzufuhr über ein Gebläse ist nicht zulässig.
h) Der Schornsteinquerschnitt und die Schornsteinhöhe müssen einen
ausreichenden Schornsteinzug zum ordnungsgemäßen Betrieb des
Heizkessels gewährleisten. Im Zweifelsfall muß eine Berechnung des
Schornsteines erfolgen.
i) Der Kesselraum sollte mind. 2,2 m hoch sein.
j) Der Kesselraum sollte groß genug sein um die folgenden Mindestabstände zu
gewährleisten (Zur Erreichbarkeit der einzelnen Bauteile des Kessels):
1,5 m von der Vorderseite
0,8 m auf jeder Seite
1,0 m von der Rückseite, zur einfacheren Reinigung
BITTE UNBEDINGT DIE JEWEILS GÜLTIGEN RICHTLINIEN, NORMEN UND
GESETZE DER EINZELNEN LÄNDER BERÜCKSICHTIGEN !!!
Stand: 12.10.2011
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3. Techn. Beschreibung des Heizkessels:
Der Heizkessel vom Typ PV wurde als Warmwassererzeuger für Heizungsanlagen
konstruiert. Der Kesselkörper ist aus hochwertigem Qualitätsstahl hergestellt und auf
modernsten Fertigungseinrichten geschweißt und produziert worden. Die feuerberührenden Wände besitzen eine Stahldicke von 6 mm, die restlichen Wände sind 4
mm dick. Die Wärmetauscherfläche besteht aus senkrechten Rauchgaszügen mit
den Abmessungen 57 x 4 (mm). Die Kesselverkleidung besteht aus 0,8 mm dickem
Stahlblech. Zwischen Verkleidung und Kesselkörper ist eine 20 mm dicke NOBASIL
Dämmung für minimalste Wärmeverluste durch Abstrahlung angebracht.
Der Rauchrohranschluß ist aus 4 mm dickem Stahlrohr ausgeführt. Die Rauchgasklappe für den Bypass ist aus besonders hochwertigem Stahl hergestellt um eine
einwandfreie Abdichtung zum Brennraum zu gewährleisten.
Das Gebläse ist vorne am Kessel angebracht. Das Gebläsegehäuse besteht aus 0,8
mm Stahlblech. Oben aufgesetzt ist die Hutze für die Kesselregelung.
Die Regelung erfolgt durch:
-
Der Sollwert der Kesselwassertemperatur wird an der Regelung eingestellt.
Anzeige der jeweiligen Kesselwassertemperatur am Display.
Das Gebläse stoppt, wenn die Kesselwassertemperatur den Sollwert erreicht.
Die Gebläsedrehzahl wird modulierend verändert (gesenkt) je weiter sich die
Kesseltemperatur dem Sollwert nähert.
einstellbare Gebläseleistung
Das Trocknen und Ausgasen der Holzgase findet in der oberen Brennkammer statt.
Durch die stattfindende Pyrolyse entstehen die brennbaren Gase, die durch den
Luftstrom durch die Luftdüse im Keramikbett nach unten gedrückt werden, und die
Flamme brennt ebenfalls nach unten in die Keramiksteine. Die Zuführung der
Verbrennungsluft erfolgt zum einen über den Primärluftkanal von oben in den
Verbrennungsraum und zum anderen wird die Sekundärluft durch das Keramikbett
im Bereich der Luftdüse eingeleitet. Hierdurch wird eine optimale Verbrennung
erreicht. Die Verbrennungstemperatur in der unteren Kammer beträgt ca. 1.200 °C.
Der Stahlboden in der Verbrennungskammer ist mit feuerfestem Beton ausgekleidet
um den Stahl vor den hohen Temperaturen zu schützen. Die Verbrennungsdüse ist
aus einem Stück aus hochwertiger Keramik hergestellt.
Die Türen sind mit einer hitzebeständigen Glasfaserdichtschnur abgedichtet.
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4. Technische Daten:
Stand: 12.10.2011
Kesseltyp
Einheit
PV25plus
Nennwärmeleistung
Kesselgewicht
Maß A
Maß B
Maß C
Maß D
Maß E
Maß F
Maß G
Maß H
Maß I
Rauchrohrdurchmesser J
Maß K
Maß L
Leistungsaufnahme
Erf. Schornsteinzug
Abgastemperatur
Abgasmassenstrom
kW
kg
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
mm
W
Pa
°C
kg/s
25
525
1320
1300
230
140
970
676
600
1040
310
200
720
1100
50
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18 – 20
160
0,0088
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5. Installation:
a) Der Kesselraum muß den entsprechenden Anforderungen nach den jeweils
gültigen Richtlinien, Normen und Gesetzen entsprechen.
b) Die Einbindung muß zusammen mit entsprechend dimensionierten
Pufferspeichern erfolgen.
c) Der Anschluß des Rauchrohres an den Schornstein sollte auf dem kürzesten
Wege erfolgen. Weiterhin sollten nur so viele Rauchgasbögen, wie unbedingt
erforderlich eingesetzt werden.
d) Das Rauchrohr sollte mit entsprechender Steigung (mind. 5°) montiert werden.
Das Rauchrohr sollte geringfügig in den Schornstein hineinragen.
e) Der Schornstein muß so dimensioniert sein, das der benötigte Schornsteinzug
vorhanden ist.
f) Der Kessel muß mit einer entsprechenden Rücklauftemperaturanhebung (z.B.
Laddomat 21) versehen werden. Ansonsten erlischt der Garantieanspruch.
g) Eine thermische Ablaufsicherung ist an den im Kessel integrierten Sicherheitswärmetauscher anzuschließen. Die Einbindung der thermischen Ablaufsicherung
muß trocken erfolgen, d.h., es darf kein Wasserdruck im Sicherheitswärmetauscher anstehen.
h) Die Installation des Kessels darf nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt
werden.
Zum Lieferumfang des Kessels gehören:
- Reinigungszubehör (Feuerhaken und Kratzer zur Reinigung der Wärmetauscherflächen)
Bitte prüfen Sie bei Erhalt des Heizkessels ob das entsprechende Zubehör mitgeliefert wurde. Spätere Reklamationen können nicht anerkannt werden !
6. Kesselregelung – Funktionen/Anzeigen:
Alarm Abgastemperatur
Stand: 12.10.2011
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Anwendung:
Die mikroprozessor gesteuerte Temperaturregelung EKOSTER 2 regelt die
Luftmenge des Gebläses und steuert die Umwälzpumpe.
Folgende Funktionen sind möglich.
-
Konstante Kesseltemperatur durch Regelung der Luftmenge des Gebläses
Flexibler Anlauf des Gebläses
Programmierbare Durchlüftung des Kessels
Einstellung der Gebläseleistung im Servicemodus
Automatisches Abschalten des Kessels nachdem das Feuer erloschen ist.
Automatische Abschaltung des Kessels wenn das Anzünden fehlgeschlagen
ist.
Abschalten des Gebläses beim Füllvorgang (Brennstoff auflegen).
Steuerung der Umwälzpumpe je nach Kesseltemperatur
„COMFORT SYSTEM“
Schutz vor Überhitzung und Frostschutzfunktion
Alarm bei Fehler durch Fühler
Regulierbare Helligkeit des Displays – leuchtet in Funktion oder bei Eingabe
von Parametern.
Möglichkeit des Anschlußes einer Fernbedienung.
Regelung über Raumthermostat möglich.
Nach dem Einschalten geht die Regelung in den Modus „STOP“. Dies wird durch die
entsprechende LED angezeigt. Durch Einschalten der Regelung (drücken von
START), oder wenn die Kesseltemperatur über den Wirkungsschwerpunkt steigt,
beginnt die Regelung zu arbeiten. Wirkungsschwerpunkt bedeutet den Unterschied
zwischen eingestellter Kesselsolltemperatur und dem werksseitig eingestellten
Temperaturunterschied dT. Die Regelung geht nach 30 Minuten automatisch in den
STOP-Modus wenn sich die Kesseltemperatur unter den unteren Temperaturwert
(Tsoll – dT) senkt.
Die Tasten „+“ und „-„ sind für die Eingabe der Parameter zu verwenden. Während
des normalen Kesselbetriebes kann man die eingestellte Kesseltemperatur
verändern. Wenn die Taste lang gedrückt wird, ändert sich die Geschwindigkeit der
Parameteränderung
Taste „START“ drücken führt zu:
-
einschalten der Reglung bei Temperatur unter dem Wert Tsoll – dT.
Wenn die Kesseltemperatur größer ist wie Tsoll – dT wird das Gebläse
gestoppt und die LED Anzeige „STOP“ blinkt. Jetzt kann der Kessel
nachgelegt werden. Die Rückkehr in den automatischen Betrieb erfolgt durch
das Drücken der „START“ Taste.
Stand: 12.10.2011
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7 Modus COMFORT SYSTEM
Die Funktion COMFORT SYSTEM schützt die Ladepumpe vor dem Blockieren durch
Kesselstein. Die Regelung schaltet die Pumpe auch außerhalb der Heizsaison alle
14 Tage für 30 Sekunden ein. Die Funktion wird durch das Blinken der LED
„PUMPE“ angezeigt. Die Funktion wird aktiviert, nachdem die Regelung länger als 1
Minute eingeschaltet wurde.
Schutz vor Überhitzung und Frostschutzfunktion:
Die Regelung schützt die Heizanlage durch einschalten der Pumpe wenn die
Temperatur unter 4 °C beträgt. Bei Temperaturfühlerstörung arbeitet die Pumpe
ebenfalls ständig.
Programmierung der Durchlüftungsintervalle:
-
Gehen Sie in den Servicemodus.
Taste START und STOP bis das Menü tP erscheint.
Mit der Taste START die Zeit für das Durchlüften einstellen (0-90 sec.)
Die Tasten „START“ und STOP erneut mehrmals drücken, bis das Menü tP
erscheint.
Durch erneutes Drücken von START und STOP bestätigen und zum nächsten
Parameter gehen.
O.g. Schritte ebenfalls für den Parameter ta wiederholen. Ta ist die Pausenzeit
zwischen den Durchlüftungen (von 1 bis 60 Min.)
Wenn die Kesseltemperatur größer ist wie die eingestellte Solltemperatur, schaltet
die Regelung das Gebläse nun periodisch ein und aus.
ACHTUNG:
-
Einstellung der Durchlüftungszeit auf „0“ schaltet die Durchlüftungsfunktion
aus.
Wird die Kesseltemperatur von 98°C überschritten werden die Durchlüftungen
nicht ausgeführt um ein überhitzen des Kessels zu vermeiden.
8 Techn. Eigenschaften
Temperaturmessbereich
Einstellbereich der Solltemperatur
Temperatur Umwälzpume ein
Stufenlose Regelung des Gebläses
Einstellung der Durchlüftungen:
Betriebshysterese des Kessels
-9°C - +99°C
+60°C - +97°C
+65°- 90°C oder Raumtemp.-abhängig
0 – 90 Sekunden Betrieb
1 – 15 Minuten Pause
P-0 Durchlüftung aus
von 2°C bis 9°C
(Differenz zwischen Ein- und Ausschaltung)
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Zulässige Anschlußleistung
Nennspannung Versorgung
Nennleistung
Relative Luftfeuchtigkeit
Gebläse 100 W
Pumpe 100 W
230 V AC, 50 Hz
275 W
<= 95%
Regulierbare Gebläseleistung in % x 10
Schutzklasse
Isolierungsklasse
Umgebungstemperatur
Elektrische Sicherung
20 bis 100 %
IP 40
I
0 – 40 °C
1,25 A
(Schmelzsicherung)
ACHTUNG: Bei aufleuchten von „Er“ im Display ist die Kesseltemperatur über 99°C
gestiegen ist, oder die Temperatur unter 9°C gesunken war, oder der
Temperaturfühler beschädigt ist. Die Umwälzpumpe läuft in allen drei Fällen dann
ständig.
Die Regelung besitzt eine therm. Sicherung, die das Gebläse bei zu hohen
Temperaturen blockiert. Dies wird durch das Blinken der Anzeige „STOP“ angezeigt.
Nachdem die Störung beseitigt ist, läßt sich die Regelung durch das Drücken einer
beliebigen Taste wieder entriegeln.
Fernbedienung:
Die Regelung bietet die Möglichkeit die Fernbedienung „EKOSTER Control“
einzusetzen. Das Fernbedienungssytem bietet die Möglichkeit die Kesselsolltemperatur zu verändern, sowie die Funktionen „START“ und „STOP“ auszuführen.
Weiterhin läßt sich die Funktion der PUMPE entsprechend kontrollieren. Weiterhin
verfügt die Fernbedienung über ein akustisches warnsignal was bei gefährlichen
Temperaturbereichen entsprechend warnt. Die Fernbedienung ist mit einem 10 m
langen kabel versehen und ist als Zubehör erhältlich.
9. Service Modus
Der Service Modus ist für die Änderung der Grundeinstellungen vorgesehen. Der
Service Modus wird wie folgt eingeschaltet:
-
Netzspannung ausschalten.
Die Netzspannung wieder einschalten, und sowie die Softwareversionsnummer im Display angezeigt wird (z.B. 2.2) die Taste „START“ drücken und
solange gedrückt halten, bis das Symbol „HI“ im Display angezeigt wird.
Nachdem der Service Modus erreicht ist, werden im Display abwechselnd das
Symbol und der Wert des Paramters angezeigt. Mit den „+“ und „-„ Tasten kann der
Wert entsprechend geändert werden und mit der „START“-Taste kann man den
nächsten Parameter auswählen.
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Folgende Parameter können verändert werden:
-
„HI“ – Hysterese der Kesseltemperatur (2°C – 9 °C) zum Einschalten des
Gebläses.
„Po“ – Die Temperatur bei der sich die Pumpe einschaltet (65°C), im Fall
wenn ein Raumthermostat angeschlossen ist, reduziert man den Temperaturwert bis im Display das Symbol „rP“ angezeigt wuird. Die Regelung schaltet
dann die Pumpe aufgrund des Raumthermostates ein und aus.
-
„dT“ – Temperaturdifferenz vom Sollwert bei dem sich die Regelung ein-oder
ausschaltet. Zum Beispiel „dT“= 20 und eingestellte Solltemperatur 70°C
heißt, das bei Temperaturabsenkung auf 50°C die Regelung nach 30 Minuten
auf „STOP“ geht. Gleichzeitig erscheint die Meldung das Brennstoff
nachgelegt werden muß.
-
„┌ ┐“ – Maximale Gebläseleistung in % (2 bedeutet 20 %, 10 bedeutet 100
%)
-
„tP“ - Gebläselaufzeit im Durchlüftungsmodus
-
„tA“ - Pausenzeit im Durchlüftungsmodus.
-
„dS“ - Messbereich der Abgastemperatur von 150°C bis 280°C (im Display 15
bis 28)
-
„HS“ - Hysterese der Abgastemperatur von 10°C bis 90°C (im Display 1 bis
9).
Anschlußschema Umwälzpumpe, Gebläse, Kesseltemperaturfühler und
Raumthermostat
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Installationshinweise:
1. Die Temperaturegelung ist nur für die Verwendung im Holzvergaserkessel
vom Typ PV ausgelegt.
2. Der Anschluß der Regelung darf nur von entsprechendem Fachpersonal
ausgeführt werden.
3. Anschlüsse siehe oben dargestelltes Schema
4. Der Kessel darf nicht mit Wasser abgespritzt werden. Dies führt zur
Zerstörung der Regelung.
5. Die Regelung ist mit zwei Sicherungen 1,25 A versehen.
6. Unsachgemäße Behandlung führt zum Erlöschen der Garantie
7. Unbedingt die entsprechenden Richtlinien und gültigen Normen zum Anschluß
von elektrischen Geräten berücksichtigen.
8. Anschluß der Leitungen und Austausch der Sicherung darf nur bei
gezogenem Netzstecker erfolgen. Ansonsten droht die Gefahr eines
elektr. Schlages !
ACHTUNG: Die Verwendung des Raumthermostates funktioniert nur, wenn die
benötigte Wärmeleistung zur Heizung des Gebäudes mit der permanenten Kesselleistung übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, wird das Gebläse über längere Zeit von
der Regelung abgeschaltet, und das Holzfeuer „schwelt“. Dies führt über längere Zeit
zur Verschmutzung des Heizkessels (Teer und sonstige Ablagerungen) und des
Schornsteines !
Weiterhin kann dies zu Geruchsbelästigung führen
ACHTUNG: Der Einsatz eines entsprechend dimensionierten Pufferspeichervolumens ist unbedingt erforderlich um einen sauberen Abbrand des
Holzfeuers zu gewährleisten !
Die Einstellung einer hohen Solltemperatur (z.B. ca. 90°C) wird zur
einwandfreien Funktion des Heizkessels empfohlen um den Abbrand unter
„Vollast“ zu gewährleisten.
10 Defekte Kesselregelung:
Bei einem Defekt der Kesselregelung wird das Gebläse und die Umwälzpumpe
abgeschaltet. Eine entsprechende Meldung wird am Display angezeigt.
Im Falle einer Störung/Defekt kontaktieren Sie bitte den entsprechenden
Servicebetrieb.
11 Inbetriebnahme des Heizkessels:
Vor der ersten Inbetriebnahme sind alle Anschlüsse auf Dichtheit zu überprüfen.
Weiterhin muß ausreichend Wasser im Kessel vorhanden sein.
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Bitte lesen Sie diese Betriebsanleitung vor der ersten Inbetriebnahme komplett
durch und machen Sie sich mit dem Inhalt entsprechend vertraut !
Anzünden des Heizkessels:
1. Drücken Sie den Hebel für die Bypass-Klappe (Bypass zum Schornstein
geöffnet).
2. Legen Sie einige kleine Holzstücke, zusammen mit größeren Holzstücken in
die obere Füllkammer ein.
3. Benutzen Sie Papier oder andere Anzünder zum Anzünden des Kessels.
4. Öffnen Sie die untere Tür um einen natürlichen Schornsteinzug zu erzeugen.
5. Lassen Sie das Feuer ca. 15 – 20 min. anbrennen, bis sich eine Grundglut
bildet.
6. Öffnen Sie langsam die obere Tür zum Nachlegen. Wenn die Türe zu schnell
geöffnet wird, besteht die Gefahr, das die Flamme Ihnen entgegenschlägt,
oder eine starke Rauchbildung entsteht, die sich im Kesselraum ausbreitet.
7. Legen Sie entsprechend Holz auf, bis die Füllkammer entsprechend gefüllt ist
(ACHTUNG: Wenn keine Wärme benötigt wird, Kessel bitte nicht in Betrieb
nehmen, bzw., bei geringen Wärmebedarf nicht volllegen !)
8. Schließen Sie die obere und untere Tür.
9. Schalten Sie den Hauptschalter an, das Gebläse startet.
10. Ziehen Sie den Hebel für die Bypass-Klappe, sodaß diese geschlossen ist.
11. Wenn die Kesseltemperatur 65°C erreicht, beginnt die Umwälzpumpe zu
arbeiten.
Achtung: Schalten Sie nie das Gebläse ein wenn die obere Tür geöffnet ist !
Wichtig: Verwenden Sie nur Holzstücke, die in den Füllraum passen. Größere Stücke
führen zu Schäden an den Türen, und führen zu Undichtigkeiten der Türen.
max. Holzlänge:
25 kW:
500 mm
Bitte verwenden Sie nur ausreichend getrocknetes Brennholz. Die erforderliche
Holzfeuchte wird in der Regel nach einer entsprechenden Lagerdauer von 2 Jahren
erreicht.
Nachlegen von Brennstoff:
Je nach Wärmebedarf reicht eine Brennstoff-Füllung für ca. 6 – 12 Std.
Beim Nachlegen wie folgt vorgehen:
1. Hauptschalter ausschalten um das Gebläse auszuschalten.
2. Drücken Sie den Hebel für die Bypass-Klappe entsprechend um den Bypass
zu öffnen.
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3. Warten Sie einen Moment, bis der natürliche Schornsteinzug dazu führt, das
die Rauchgase aus der Brennkammer entsprechend abgesaugt werden.
Öffnen Sie die obere Tür langsam und vorsichtig !
4. Legen Sie entsprechend Holz nach.
5. Schließen Sie die obere Tür. Ziehen Sie die Bypass-Klappe um diese zu
verschließen. Schalten Sie den Hauptschalter wieder ein.
Sollte der natürliche Schornsteinzug nicht ausreichend sein um die Rauchgase
beim Nachlegen, oder Anzünden des Kessels abzusaugen, so kann es notwendig sein ein entsprechendes Saugzuggebläse hinter dem Rauchrohranschluß vorzusehen !
Bemerkung: Der Brennstoffmangel wird durch die Leuchtanzeige am Display
angezeigt.
Ausschalten des Heizkessels:
Schalten Sie den Hauptschalter aus, oder der Heizkessel schaltet sich automatisch
aus wenn kein Brennstoff nachgelegt wird.
Reinigung:
Der Ascheraum sollte alle 3 – 5 Tage gereinigt werden. Der Füllraum sollte vor jedem
Anzünden des Kessels gereinigt werden. Die Asche sollte hierbei durch die Verbrennungsdüse nach unten in den Ascheraum gekehrt werden, oder mittels einem
entsprechendem Staubsauger entfernt werden (Achtung: Glutreste können zur
Zerstörung des Staubsaugers führen).
Beim Reinigen ist darauf zu achten, das die Keramikteile nicht beschädigt
werden !
Während der Verbrennung entsteht Holzteer. Diese Teerbildung ist ein normaler
Vorgang und ist abhängig davon welche Feuchtigkeit das verwendete Brennholz hat,
und welche Vorlauf- und Rücklauftemperaturen vorhanden sind.
Bei zu starker Verteerung ist der Füllraum mit dem mitgelieferten Reinigungskratzer
entsprechend zu reinigen.
Der Heizkessel vom Typ PV verfügt über eine mech. Rüttelvorrichtung zum Reinigen
der Wärmetauscherröhren. Vor jedem Auflegen ist dieser Mechanismus von Hand zu
betätigen. Trotzdem kann es passieren, das sich die Wärmetauscherröhren auf der
Rückseite des Heizkessels durch Ablagerungen zusetzen. Dies führt dazu, das sich
die Querschnitte verringern und sich der Wirkungsgrad des Kessels entsprechend
verringert.
Je nach Verschmutzung sind die Wärmetauscherröhren dann zusätzlich zur
Rüttelautomatik manuell zu reinigen.
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Um die Wärmetauscherflächen zu reinigen, gehen Sie bitte wie folgt vor:
1. Nehmen Sie die obere Blechverkleidung ab.
2. Schrauben Sie die Befestigungsmuttern entsprechend los, und nehmen Sie
die Abdeckung ab.
3. Reinigen Sie die Röhren mit dem mitgelieferten Reinigungswerkzeug.
4. Schrauben Sie die Abdeckung wieder fest und setzen Sie die Blechverkleidung wieder auf.
Ausströmen von Rauchgasen:
Die Dichtheit des Heizkessels ist sehr wichtig für eine einwandfreie Funktion des
Heizkessels. Speziell die Türdichtungen, die Abdeckplatte für die Wärmetauscherröhren und die Bypass-Klappe sind hierbei wichtig. Wenn eine dieser Stellen undicht
ist, können Rauchgase in den Kesselraum strömen. Weiterhin brennt der Heizkessel
dann nicht mehr kontrolliert ab. Dies kann zum Überhitzen des Heizkessels führen.
Die Dichtschnüre sollten alle ca. 2 Wochen mit einem entsprechenden Schmiermittel
(z.B. Graphitöl) geschmiert werden. Dadurch sind die Dichtschnüre flexibler und
passen sich besser den Dichtflächen an.
Bitte reinigen Sie nach Bedarf ebenfalls die Bypass-Klappe !
Alle Schraubverbindungen sollten vor dem Lösen der Verbindungen mit einem
geeigneten Schmiermittel geschmiert werden. Die Türschaniere und
Verschlüsse sollten ebenfalls regelmäßig geschmiert werden.
Temperatureinstellung:
Die Kesseltemperatur sollte auf einen Wert von 80 – 90 °C eingestellt werden um
eine einwandfreie, umweltfreundliche Verbrennung zu gewährleisten.Über eine
entsprechend installierte Rücklaufanhebung ist sicherzustellen, das die Temperatur
des Rücklaufwassers nicht dementsprechend absinken kann.
Eine zu niedrige Rücklauftemperatur führt auf Dauer zu einer Zerstörung des
Heizkessels, da durch die entstehende Kondensation der Rauchgase stark
säurehaltige Verbindungen
entstehen, die den Kessel durch Korrosion zerstören. Weiterhin wird die Teerbildung
im Kessel hierdurch begünstigt.
Bitte verwenden Sie unbedingt eine ausreichend, für die Kesselleistung
dimensionierte Rücklaufanhebung (z.B. Laddomat) !!
Gebläse:
Das Gebläse ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Heizkessels. Das Gebläserad
sollte regelmäßig mit einer weichen Bürste gereinigt werden.
Stand: 12.10.2011
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12 Stillegen der Anlage nach der Heizsaison:
Soll der Heizkessel nach der Heizsaison stillgelegt werden, so ist die Brennkammer,
die Wärmetauscherflächen und die Bypass-Klappe entsprechend zu reinigen. Nach
dem Reinigen sollte die Türen geöffnet werden um für eine ausreichende Belüftung
zu sorgen.
Stand: 12.10.2011
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Anhang:
Einstellung Primär-/Sekundärluft Holzvergaserkessel Typ PV 25 plus
Kesseltyp PV 25plus
Einstellung Primärluft (Schlitzbreite)
mm
Einstellung Sekundärluft
Umd.
(Umdrehungen Sekundärluftscheibe)
Einstellung Ventilatorblende
%
9
3
70
Bei den o.g. Werten handelt es sich um Richtwerte. Eine Anpassung an den
vorhandenen Kamin ist auf jeden Fall erforderlich. Die Brennstoffqualität und Art des
verwendeten Scheitholzes kann ebenfalls zu einer Anpassung der Richtwerte führen.
Die Angabe der Werte basiert auf einen konstanten Kaminzug von 0,2 mbar.
Die Einstellungen sind vor der Inbetriebnahme zu überprüfen und entsprechend
den Richtwerten vorzunehmen.
Stand: 20.02.2009
- Techn. Änderungen und Irrtum vorbehalten -
Einstellung Primärluftschlitz Holzvergaserheizkessel Typ PV
Schlitzbreite Primärluft
Mutter lösen und Schlitzbreite durch
verschieben des Bleches entsprechend
einstellen.
Zum Einstellen des Luftschlitzes muß die vordere Blechverkleidung, auf
der das Gebläse angeflanscht ist, abmontiert werden.
Die Schlitzbreite muß an beiden Seiten (links und rechts) gleich eingestellt werden.
Stand: 12.10.2011
-Techn. Änderungen und Irrtum vorbehalten -
Einstellen der Sekundärluft – Holzvergaserheizkessel Typ PV
Zum Einstellen der Sekundärluft:
ƒ
ƒ
ƒ
ƒ
Stand: 12.10.2011
Kontermutter der Schrauben lösen
Mit dem Schraubendreher, die
Schraube solange einschrauben, bis
ein leichter Widerstand spürbar ist.
Gemäß Einstelltabelle die Schraube
um die gewünschte Umdrehungszahl
wieder herausdrehen.
Mit der Kontermutter die Schraube
wieder fixieren
-Techn. Änderungen und Irrtum vorbehalten -
Einstellung Ventilatorblende Holzvergaserkessel Typ PV
Einstellung Ventilatorblende 100% = voll geöffnet, 0% wäre komplett geschlossen
Stand: 12.10.2011
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