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00876 BH Texterschließung - FWU

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FWU – Multimediale Lernumgebung
CD-ROM 66 00876
Windows
Handbuch
Methodentraining
Textagenten –
Werkzeug zur Texterschließung
Ein Lern- und Arbeitswerkzeug zur systematischen Förderung
der Lesekompetenz
FWU –
das Medieninstitut
der Länder
®
Multimediale Lernumgebung
Methodentraining
Textagenten – Werkzeug
zur Texterschließung
Ein Lern- und Arbeitswerkzeug
zur systematischen Förderung
der Lesekompetenz
Sachgebiete
Informationstechnische Bildung
Allgemeinbildende Schule
(8–13)
Ausführlichere Informationen
und Hinweise zu den Systemvoraussetzungen, den technischen Voraussetzungen und
zur Bedienung des Programms
stehen Ihnen auch als PDFDokument zur Verfügung. Sie
finden es auf der CD-ROM in
dem Verzeichnis „Bedienungsanleitung“.
Kirchenraum
Inhalt
Einleitung
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Installation
Installation der Einzelplatz-Version
Installation der Netzwerk-Version
Hilfe bei Problemen
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Die Programmstrukturen im Überblick
Das Schülerprogramm
Angeleitete Textarbeit und freie Textarbeit
Das Lehrertool
Materialien
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So beginnen Sie mit Textagenten im Unterricht zu arbeiten
14
Das Lehrertool
Starten
Der Startbildschirm
Erste Vorbereitungen für die Schüler in zwei Schritten
Texte erstellen, codieren und einbinden
Von der angeleiteten Textarbeit zur freien Textarbeit
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15
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16
17
Das Schülerprogramm
Starten
Der Anmeldebildschirm
Das Trainingscenter
Die Auftragsbearbeitung
Das Programm kennen lernen
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Die Bedienungsanleitung auf der CD-ROM
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Lerntheoretische und mediendidaktische Grundlegung des Programms
Textarbeit im Unterricht: Anforderungen, Schwierigkeiten, Implikationen
Die digitale Arbeitsumgebung: Lernziele und Zielgruppen
Der lerntheoretische Ansatz: Lernen am Modell
Mediendidaktische Kernkomponenten: Werkzeuge und Methoden
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3
4
Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Anregungen für den Unterrichtseinsatz
Die angeleitete Textarbeit
Die freie Textarbeit
Integration des Programms in Unterrichtsvorhaben
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24
25
25
Literaturhinweise
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Impressum
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5
Einleitung
Die vorliegende CD-ROM „Textagenten“ greift die Ergebnisse der PISA-Studie
auf und setzt diese in einer digitalen Lern- und Arbeitsumgebung handlungsorientiert um. Damit wird ein moderner Unterricht unterstützt, der von den
Schülerinnen und Schülern verstärkt Selbstorganisation, Eigenverantwortung
sowie vernetztes Lernen und Denken erfordert. Somit stellt sich das Programm
einer aktuellen bildungspolitischen Problemstellung.
Diese CD-ROM bietet erstmals die Möglichkeit an, Lesekompetenz in allen
Fächern in gezielter Weise durch ein multimediales Lernprogramm individualisiert und schülerzentriert zu fördern.
Was versteht PISA unter Lesekompetenz? In der Zusammenfassung der PISAStudie heißt es dazu: Lesekompetenz umfasst die Fähigkeit „geschriebenen
Texten gezielt Informationen zu entnehmen, die dargestellten Inhalte zu verstehen und zu interpretieren sowie das Material im Hinblick auf Inhalt und
Form zu bewerten“ (Stanat u.a., 2002, S. 6). Die Leseaufgaben beziehen sich
dabei nicht nur auf schriftsprachliche Texte wie Erzählungen oder Beschreibungen (kontinuierliche Texte), sondern umfassen auch nichtkontinuierliches
Material wie Tabellen oder Diagramme.
Was die Schulung der Lesekompetenz im herkömmlichen Unterricht angeht,
scheint die in der Regel dafür gewählte Drei-Schritt-Methode (Lesen – Markieren – Exzerpieren) die Schüler in ihrem Leistungsvermögen – oder besser in
ihrer Leistungsbereitschaft – wenig zu beeindrucken. Lesekompetenz reduziert
sich bei vielen auf eine Art von kursorischer oder fragmentarischer Informationsaufnahme, in der eine weitergehende Bewertung, Überprüfung und Vernetzung mit dem Alltagswissen weitgehend ausbleibt.
Das Programm „Textagenten“ offeriert den Schülern eine Handlungsstruktur, in
der die o.g. Drei-Schritt-Abfolge zu einer komplexen Sequenz erweitert (Text erschließen – Inhalt veranschaulichen – Fragen beantworten) und in den einzelnen Handlungsschritten durch die aktive Auseinandersetzung mit Werkzeugen
und Methoden vertieft wird. Auf diese Weise werden die zielgerichtete Informationsaufnahme und die bewertende Integration von Inhalten in andere Kontexte
effizient gefördert.
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Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Speziell für den optimalen Einsatz im Unterricht beinhaltet die CD-ROM ein
Lehrertool,, das es den Lehrkräften ermöglicht, die Lern- und Arbeitsangebote
individuell für jeden einzelnen Schüler einzurichten (Schülerverwaltung), über
ein Protokoll Lern- und Übungsfortschritte einzusehen bzw. Beratungsbedarf zu
erkennen sowie aktuelle Texte, die im Unterricht gerade behandelt werden,
selbstständig zu codieren und in den Handlungsrahmen der „Textagenten“ einzubinden.
Im vorliegenden Handbuch finden Sie zunächst technische Hinweise zur Installation und zum Start des jeweiligen Programmbereichs. Anschließend wird in
einer Übersicht der Aufbau der CD-ROM beschrieben. Nach einer Erläuterung
der lerntheoretischen und mediendidaktischen Grundlagen, auf denen die Programmkonzeption beruht, folgen zum Schluss praktische Hinweise zum Unterrichtseinsatz. Das Handbuch ist darüber hinaus auch als Datei im PDF-Format
auf der CD-ROM im Verzeichnis „Bedienungsanleitung“ abgelegt und kann ausgedruckt werden.
Bitte beachten Sie noch folgenden Hinweis:
Die Software enthält eine ausführliche Bedienungsanleitung integriert als abrufbare Direkthilfe im Programm selbst.
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Installation
Systemvoraussetzungen:
• Pentium-PC
• 200 MHz (empfohlen: 350 MHz oder höher)
• 64 MB Arbeitsspeicher oder mehr
• freier Festplattenspeicher: 40 MB
• 8fach-CD-ROM Laufwerk oder schneller
• DirectX-fähige Grafikkarte
• Bildschirmauflösung 800 x 600, High Color
• DirectX-fähige 16bit-Soundkarte
• Windows 95, 98, ME oder Windows 2000, XP
• netzwerkfähig
Für den Einsatz auf einem Einzelplatz-Rechner ist es notwendig, das Programm
zunächst von der CD-ROM aus auf dem Rechner zu installieren.
So installieren Sie das Programm:
• Legen Sie die CD-ROM in das CD-ROM-Laufwerk.
• Falls die Autorun-Funktion aktiviert ist, startet das Setup-Programm automatisch. Wählen Sie anschließend die gewünschte Installation (CD-Installation)
aus.
• Wenn die CD nicht automatisch startet, öffnen Sie den Arbeitsplatz-Ordner,
wählen Sie Ihr CD-ROM-Laufwerk aus und starten Sie auf der CD-ROM die
Datei „SetupCD.exe“
Zunächst können Sie das Zielverzeichnis auf dem Rechner angeben. Ein Klick
auf die Schaltfläche „Durchsuchen“ gibt Ihnen die Möglichkeit, einen Ordner Ihrer Wahl für die Installation anzugeben.
Anschließend können Sie zwischen zwei Installationsarten wählen:
• Textagenten Standard Installation – Diese Option installiert alle von Textagenten benötigten Daten sowie das Lehrertool.
• Lehrertool Installation – Diese Option installiert nur das Lehrertool. Wählen
Sie diese Installationsart, wenn Sie ausschließlich Schülerpfade editieren bzw.
eigene Quelltexte präparieren wollen.
Installation der
Einzelplatz-Version
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Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Nach Auswahl einer Installationsart wird Textagenten vollständig auf dem
Client-Rechner installiert.
Bevor Sie das Schülerprogramm „Die Textagenten – Werkzeug“ starten, sollten
Sie noch das Lehrertool „Die Textagenten – Werkzeug Lehrertool“ aufrufen, um
Klassen und Schüler einzurichten (siehe „Das Lehrertool“) und Texte zu codieren.
Dies ist aber zur Benutzung nicht unbedingt notwendig.
Installation der
Netzwerk-Version
Für die Netzwerkinstallation ist eine Schullizenz notwendig.
1. Installation auf dem Server-Rechner
Für den Einsatz der Software auf einzelnen Arbeitsplatzrechnern (Clients) eines
Netzwerks ist es zunächst erforderlich, die Textagenten-Daten im Netz (auf einem Server) für diese Rechner verfügbar zu machen:
• Legen Sie die CD-ROM in das CD-ROM-Laufwerk.
• Falls die Autorun-Funktion aktiviert ist, startet das Setup-Programm automatisch. Wählen Sie anschließend die gewünschte Installation (Server-Installation) aus.
• Wenn die CD nicht automatisch startet, öffnen Sie den Arbeitsplatz-Ordner,
wählen Sie Ihr CD-ROM-Laufwerk aus und starten Sie auf der CD-ROM die
Datei „SetupServer.exe“
Wählen Sie nun das Zielverzeichnis auf dem Server, in welches die Textagenten-Daten kopiert werden sollen, die für den Betrieb im Netz erforderlich sind.
Durch Klick auf die Schaltfläche Durchsuchen haben Sie die Möglichkeit, einen
Ordner Ihrer Wahl für die Installation auf dem Server anzugeben.
In dem von Ihnen angegebenen Verzeichnis werden alle für den Netzwerkbetrieb benötigten Daten kopiert. Sie benötigen dafür ca. 60 MB freien Speicherplatz.
Wenn Sie die Serverinstallation abgeschlossen haben und bevor Sie die Installation auf den Arbeitsplätzen starten, müssen Sie unbedingt folgende Benutzerrechte vergeben:
Nach der Installation befindet sich im Zielverzeichnis ein Unterverzeichnis namens Save. Dies muss für alle Benutzer zum Schreiben freigegeben werden, da
hier alle Schülerdaten zentral abgelegt werden. Für das Verzeichnis selbst und
alle anderen Unterverzeichnisse sind Leserechte erforderlich.
Installation
9
2. Installation auf den Client-Rechnern
Nachdem die Textagenten-Daten im Netz verfügbar gemacht und entsprechend
den obigen Hinweisen freigegeben wurden, kann das Programm nun wie folgt
auf den einzelnen Arbeitsplatzrechnern (Clients) installiert werden:
Rufen Sie vom Client aus den Windows-Explorer auf und wechseln Sie dort in
das auf dem Server angelegte Verzeichnis.
Starten Sie die Client-Installation durch einen Doppelklick auf die Datei „SetupClient.exe“ in dem entsprechenden Verzeichnis.
Das weitere Setup entspricht der Installation der Einzelplatz-Version.
Grafik- oder Soundprobleme
Wenn nach Installation und Einstellung des Zugriffspfades Probleme beim Abspielen des Programms auftreten, so kann dies vor allem auf die Treiber von
Grafik- und Soundkarte zurückzuführen sein. Es ist empfehlenswert, sich die
aktuellen Sound- und Grafiktreiber aus dem Internet herunterzuladen und zu
installieren.
Probleme, die mit den Treibern zusammenhängen können sind:
• Das Programm läuft nicht, der Bildschirm bleibt schwarz.
• Die Farben sind merkwürdig (v. a. bei Texten).
• Um den Cursor herum ist ein schwarzes Quadrat zu sehen.
• Soundprobleme
Suche nach aktuellen Sound- und Grafiktreibern
Zunächst müssen Sie sich notieren, welcher Treiber momentan auf dem Rechner
installiert ist. Dazu klicken sie im Startmenü auf Einstellungen /Systemsteuerung/ System/ Gerätemanager. Unter den Eigenschaften von „Grafikkarten“
bzw. „Audiocontroller“ o. ä. können Sie den Namen und oftmals auch den Hersteller der Grafik- bzw. Soundkarte sowie der Treiber erfahren. Mit etwas Glück
reicht es schon, den Herstellernamen als www.[Hersteller].com im Internet einzugeben. Ansonsten kann auch die Website www.winfiles.com bei der Suche nach
der Website des Herstellers helfen. Oder Sie geben den Namen der jeweiligen
Karte in eine beliebige Suchmaschine ein. Auf den Websites der Hersteller finden
Sie für gewöhnlich einen Download-Bereich, auf dem Sie nach einem Treiber
Hilfe bei Problemen
10
Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
suchen können. Achten Sie hierbei aber auf das Betriebssystem. Nach dem
Download ist es oftmals notwendig, den Treiber zu „entpacken“, d. h. die Daten
wurden für den Download komprimiert und müssen nun wieder dekomprimiert
werden. Auch hierfür finden Sie die Software im Internet.
Installation der Treiber
Die entpackten Daten der Treiber enthalten eine Datei mit der Endung .inf oder
.exe. Wenn es eine inf-Datei gibt, können Sie den Treiber direkt installieren,
indem Sie im Gerätemanager unter den Eigenschaften der jeweiligen Karte auf
Treiber aktualisieren klicken und den Ort angeben, wo sich der heruntergeladene Treiber bzw. die inf-Datei befindet. Sie sollten sich auf jeden Fall die
Windows-CD-ROM bereitlegen, für den Fall, dass der Rechner diese zur Installation benötigt.
Haben Sie unter den heruntergeladenen Daten eine exe-Datei (setup.exe), so
klicken Sie doppelt darauf. Im Anschluss an die Installation des Treibers empfiehlt es sich in jedem Fall, sich im Gerätemanager noch einmal zu versichern,
dass nun wirklich der neue Treiber der Grafik- bzw. Soundkarte zur Verfügung
steht. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es noch die Möglichkeit, die Grafikbzw. Soundkarte aus dem Gerätemanager zu entfernen und den Computer neu
zu starten. Dabei wird das Gerät mitsamt dem aktuellsten Treiber, der im Rechner vorhanden ist, neu installiert.
Die Geschwindigkeit des Programms ist zu langsam
Abhängig vom Computertyp und vom CD-ROM-Laufwerk kann es beim Laden zu
Wartezeiten oder beim Abspielen von Animationen zu nicht ganz flüssigen Abläufen kommen. Sie sollten auf jeden Fall Folgendes tun:
Alle anderen Windows-Anwendungen schließen, den Bildschirmschoner abschalten. Stellen Sie sicher, dass die Hardwarebeschleunigung auf 100 % steht. Die
Einstellung dafür finden sie im Startmenü unter Einstellungen /Systemsteuerung/ System/ Leistungsmerkmale/ Grafik.
Weitere Probleme
Wenn Sie das Programm von Festplatte starten (also alle Daten auf Festplatte
kopiert haben), achten Sie darauf, dass während des Programmstarts keine CDROM im CD-ROM-Laufwerk liegt, da es sonst zu Komplikationen kommen kann.
11
Die Programmstrukturen im Überblick
Unterrichtssoftware sollte die Schüler hinreichend motivieren – auch wenn multimediale „Spielelemente“ sparsam eingesetzt sind und die Lerninhalte für die
Schüler bekanntermaßen anspruchsvoll erscheinen. Ein beträchtliches Motivationspotential bieten sinnvermittelnde Kontexte, in denen es durch einen Handlungsrahmen gelingt eine subjektive Herausforderung zu schaffen und persönliche Selbstbestätigung durch kurzfristige Erfolgserlebnisse zu sichern.
So ist das Schülerprogramm als fiktive „Alltagssimulation“ inszeniert: Das Erarbeiten und Anwenden von Werkzeugen und Methoden gestaltet sich aus Schülerperspektive als eine Art „Karrierelaufbahn“ in der virtuellen Firma „die-textagenten.de, Agentur für Lösungen und Strategien“. Die Schüler sollten auf der ersten
Etage im „Trainingscenter“ beginnen, wo sie sich mit dem Modell eines geübten
Lesers auseinandersetzen und zunächst den Umgang mit dem Programm bzw.
der digitalen Textarbeit kennenlernen. Mit Bearbeitung jedes Textes sammeln die
Schüler Punkte. In der zweiten Etage, der „Auftragsbearbeitung“, füllen sie ihr
Punktekonto durch erfolgreiche Abarbeitung virtueller Aufträge weiter auf.
Auf jeder Etage erarbeiten die Schüler die Texte bzw. Aufträge in drei Schritten:
In der ersten Stufe geht es darum, den jeweiligen Sachtext bzw. die Materialien
zu erschließen. Dazu stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung mit jeweils
spezifischen Funktionen. Optional kann die Lupe benutzt werden, die einen Text
in sinnzusammenhängende Textbausteine segmentiert und so eine „Lesehilfe“
darstellt. Optional ist das Lexikon, das auf Anforderung Fremdwörter oder unverständliche Begriffe inhaltlich erklärt. Obligatorisch ist die Benutzung des Textmarkers. Mit diesem werden inhaltlich relevante Stellen im Text farbig markiert
und dazugehörige Memos angelegt. Obligatorisch ist auch das Schlüsselwerkzeug, mit dem Wörter in den Materialien und in den Memos als für den Inhalt wesentliche Schlüsselbegriffe bzw. semantische Anker bestimmt werden. Wiederum
optional ist der Scanner, mit dem sich der Schüler auf Anforderung Lösungshilfen anzeigen lassen kann. Lösungshilfen sind entweder das Anzeigen möglicher
Fehler, die der Schüler durch Markieren unzutreffender Wörter oder Memoformulierungen gemacht hat, oder es sind Modell-Lösungen, die „ideale Lösungsvorschläge“ offerieren. Der Schüler entscheidet jeweils selbstverantwortlich über
das Benutzen der Hilfe – wesentlich ist dabei, dass jeder Zugriff etwas „kostet“:
Das Schülerprogramm
12
Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Es müssen jeweils Punkte „bezahlt“ werden, die von der maximal erreichbaren
Punktzahl für einen gegebenen Text oder Auftrag abgezogen werden. Auf diese
Weise entsteht eine dynamische Selbstorganisation von eigengesteuertem
Handeln.
In der zweiten Stufe der aktiven Textarbeit soll der jeweilige Inhalt veranschaulicht werden. Dazu stehen drei unterschiedliche Methoden zur Verfügung: Mind Map, Flussdiagramm und Tabelle. Die zuvor mit dem Schlüsselwerkzeug generierten Schlüsselbegriffe bilden das Gestaltungsmaterial, mit
dem der Schüler dann die jeweils passende grafische Veranschaulichung mit
Inhalten füllt bzw. strukturiert.
Die dritte Stufe schließlich prüft das erarbeitete Textverständnis anhand einer
formalisierten produktiven Leistung. Der Schüler soll hier einen Lückentext ergänzen, in dem er entweder zu jeder Lücke aus drei Alternativen eine passende
Antwort auswählt (Variante I) oder Lücken aus einer angebotenen Liste von
möglichen Lückenfüllern schließt (Variante II). Variante II ist deutlich schwieriger als die Variante I, denn die Anforderungen an die Präzision inhaltlicher Zusammenhänge ist anspruchsvoller. Stets jedoch gilt, dass die passenden Antworten nur dann sicher gefunden werden können, wenn auf den beiden Stufen
zuvor hinreichendes Textverständnis erarbeitet werden konnte.
Angeleitete Textarbeit und freie
Textarbeit
Das Programm ermöglicht zwei unterschiedliche Bearbeitungsmodi: Die „angeleitete Textarbeit“ als die Metapher für Lernen und Üben führt den Schüler
durch angelegte Strukturen und Modell-Lösungen. Vorbereitete Memos müssen
erschlossen werden, indem sie mit Textstellen sinnentsprechend zu verknüpfen
sind, Schlüsselwörter müssen gefunden und in jeweils geeignete grafische Veranschaulichungen passend integriert werden und abschließend ist ein Lückentext zu bearbeiten. Das Programm protokolliert die wesentlichen Aktivitäten
des Schülers, registriert und zeigt auf Anforderung Fehler auf und bietet auf
Wunsch Modell-Lösungen an. Die Arbeit des Schülers steht in diesem Modus
immer in Referenz zu den idealtypischen Erarbeitungsmustern eines virtuellen
Modell-Lesers und wird daran gemessen.
Im Gegensatz dazu beschreibt der Modus „freie Textarbeit“ eine offene Form
der Texterschließung und -veranschaulichung. Hier steht dem Schüler die gesamte Infrastruktur des Programms zur Verfügung, also die Werkzeuge und die
Methoden. Der Schüler kann zu einem Sachtext nach seinen Vorstellungen
Memos anlegen, diese frei beschriften, er kann nach wie vor Schlüsselwörter
Die Programmstrukturen im Überblick
13
markieren und diese dann in einer Mind Map, in einem Flussdiagramm oder
einer Tabelle einsetzen. Zuletzt kann er zu der Anforderung „Fragen beantworten“ seine Antworten frei schreiben und seine Erarbeitung im Archiv ablegen
oder ausdrucken. Das Programm kontrolliert in diesem Modus nicht mehr die
Bemühungen des Schülers, denn es gibt keinen virtuellen Modell-Leser als Referenz. Kontrollen und Bewertungen finden hier im Nachhinein durch den Lehrer statt oder z.B. im Austausch mit anderen Schülern bzw. in der Diskussion im
Klassenzimmer.
Die Festlegung, ob ein Text „angeleitet“ oder „frei“ zu bearbeiten ist, treffen
Sie als Lehrer durch eine entsprechende Markierung im Lehrertool (unter
Schritt 2: „Info“).
Das Lehrertool ist ein zusätzliches und eigenständiges Programm und beinhaltet eine komfortable Benutzerverwaltung, einen Editor und die Protokollfunktion. Mit der Benutzerverwaltung organisieren Sie die Anmeldung der Schüler,
das Anlegen von Klassenlisten und das Zuweisen von individuellen Aufgaben
bzw. Aufträgen an einzelne Schüler. Der Editor erlaubt Ihnen, einen oder mehrere Texte inkl. diskontinuierlicher Materialien (z.B. Tabelle, Diagramm) in den
Programmrahmen einzubinden und für die digitale Erarbeitung verfügbar zu
machen. Dieses geschieht in 11 systematisch aufeinander aufbauenden Schritten. Nach einer Einarbeitungszeit, während der Sie von der integrierten Direkthilfe zielgerichtet unterstützt werden, sollten Sie neue Texte recht ökonomisch
codieren und einbinden können. Das Protokoll ermöglicht Ihnen, die dokumentierten Aktivitäten des Schülers einzusehen, seinen Umgang mit den Werkzeugen und den Methoden nachzuvollziehen, die Bearbeitung des Lückentextes zu
beurteilen sowie Informationen über die erhaltenen Punkte bzw. über den aktuellen Punktestand des Schülers abzurufen. Protokolldaten liegen sowohl für
einen einzelnen Schüler als auch für die gesamte Klasse als geordnete Liste
vor. Die praktische Bedeutung des Protokolls wird vor allem darin liegen, einen
Schüler individuell beratend unterstützen zu können – beispielsweise wenn ersichtlich wird, dass er die Werkzeuge nur unzureichend einsetzt oder den Text
nicht hinreichend exploriert.
Das Lehrertool
Die CD-ROM „Textagenten - Werkzeug zur Texterschließung“ ist ein Tool für die
Lehrkraft, um Texte und Abbildungen/Grafiken aufzubereiten und einzubinden in
eine digitale Lern- und Arbeitsumgebung, die die Lesekompetenz von Schülern
und Schülerinnen in allen Fächern fördert. So können Texte aus allen Fächern
eingebunden werden. Auf der CD-ROM wird im Trainingscenter ein Beispieltext
„Der geübte Leser“ zur Einarbeitung in das Programm „Die Textagenten“ mitgeliefert.
Materialien
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Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Die Auftragsbearbeitung ist zunächst gesperrt. Sobald Sie neue Quelltexte angelegt und einem Programmbereich zugeordnet haben, ist die Auftragsbearbeitung
ebenfalls freigeschaltet.
Im Verzeichnis „Textpool“ auf der CD-ROM ist ein Unterverzeichnis „ Kopien“ angelegt . Dieses beinhaltet auch den bereits fertig präparierten Text „Der geübte
Leser“ in Kopie, damit Sie ihn von hier aus selbst im Editor laden und bearbeiten
bzw. verändern können.
So beginnen Sie mit Textagenten
im Unterricht zu arbeiten
Nachdem Sie das Programm installiert haben, starten Sie das Lehrertool. Hier
melden Sie zunächst die Schüler an. Weisen Sie dann im Lehrertool jedem
Schüler die Texte bzw. Aufgaben zu, die er bearbeiten soll oder Sie übernehmen
die Voreinstellung (alle Schüler haben alle verfügbaren Materialien zur Auswahl). Für die Aufbereitung und Einstellung der eigenen Texte zur Bearbeitung
im Schülerprogramm benutzen Sie den Editor (siehe „Das Lehrertool“). Sie starten den Editor über das Pull-down-Menü im Startfenster. Damit sind Ihre Vorbereitungen im Lehrertool abgeschlossen.
Jetzt können die Schüler das Schülerprogramm starten. Sie finden ihre Namen
im Anmeldefenster und ergänzen ihre Anmeldung noch um ein persönliches
Passwort.
Die Arbeit beginnt idealerweise im Trainingscenter. Hier empfehlen wir, die
Schüler zuallererst den Text „Der geübte Leser“ bearbeiten zu lassen – damit
lernen sie sowohl das Programm als auch das Modell des kompetenten Lesers
am schnellsten kennen. Solange Sie noch keine eigenen Quelltexte angelegt
und codiert haben, steht nur dieser Text zur Verfügung.
15
Das Lehrertool
Sie starten das Lehrertool über die Windows-Startleiste. Klicken Sie auf
Start/Programme/FWU/Die Textagenten – Werkzeug/Die Textagenten – Werkzeug
Lehrertool. Das Programm wird geladen und es erscheint der Startbildschirm.
Starten
Der Startbildschirm enthält eine Menüleiste mit den folgenden Pull-downMenüs:
Programm: Hier beenden Sie das Programm.
Editor: Den Editor starten und einen neuen Text für das Schülerprogramm erstellen oder einen bereits vorhandenen Text verändern.
Konfiguration: Einen Text, den Sie im Editor neu erstellt oder verändert haben,
binden Sie hier in die aktuell verfügbaren Materialien ein.
Protokoll: Dokumentation der Schüleraktivitäten, jeweils für einen Schüler oder
für die Klasse
Hilfe: Hier erfahren Sie im Detail und Schritt für Schritt, wie Sie die einzelnen
Funktionen bedienen.
Der Startbildschirm
In der rechten Spalte des Startbildschirms sehen Sie die Liste der aktuell verfügbaren Materialien – unterteilt nach Trainingscenter und Auftragsbearbeitung. Ein neben dem Textnamen erkennbares rotes Symbol bedeutet, dass dieser Text auf der CD-ROM bereits enthalten ist (siehe „Materialien“).
Die linke Spalte des Startbildschirms ist zunächst noch leer. Hier erscheinen
die Schülerinnen und Schüler – jeweils zugeordnet zu ihren Klassennamen –
die Sie anmelden oder die sich im Schülerprogramm selbst angemeldet haben.
Die Anmeldung der Schüler bzw. die Benutzerverwaltung erfolgt über die
Schaltflächen am unteren Bildschirmrand mit der Überschrift Schülerdaten.
Die Funktion der Schaltflächen im einzelnen:
Neu: einen Schüler neu anmelden
Ändern: Schülerdaten ändern
Löschen: einen Schüler als angemeldeten Benutzer löschen
Übernehmen: jeder Neueintrag bzw. jede Änderung wird erst wirksam, wenn Sie
diese über Schaltfläche „Übernehmen“ bestätigt haben
Export: mit der Export-Funktion können Sie Schülerdaten (Protokoll, Aufgabenzuordnung) auf einer Diskette transportieren und auf einem anderen Computer,
16
Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
auf dem das Lehrertool installiert ist, einsehen und/oder bearbeiten (z. B. zu
Hause).
Import: Schülerdaten integrieren (siehe „Export“)
Erste Vorbereitungen für die Schüler
in zwei Schritten
1. Schritt: Schüler anmelden
Melden Sie zunächst Ihre Schüler an. Im linken Fenster des Startbildschirms wird
eine Markierung für den von Ihnen eingegebenen Klassennamen sichtbar und
daran angehängt erscheinen die Namen der Schülerinnen und Schüler.
2. Schritt: Aufgaben zuordnen
Diesen Schritt erledigen Sie am schnellsten so: Aktivieren Sie das Kästchen mit
dem Klassennamen (durch Anklicken). Auf diese Weise sind alle Schüler in der
Liste aktiviert und mit allen Texten und Aufgaben, die Sie vorher aufbereitet und
eingebunden haben (siehe „Texte erstellen, codieren und einbinden“), verknüpft.
Das bedeutet, dass alle Schüler im Trainingscenter und in der Auftragsbearbeitung alle Texte und Aufgaben bearbeiten können, die angelegt wurden. Bestätigen Sie diese Zuordnung jetzt noch durch Anklicken der Schaltfläche „Übernehmen“ in der Leiste am unteren Bildschirmrand.
Wenn Sie lieber eine selektive Aufgabenzuordnung bevorzugen, gehen Sie wie
folgt vor:
Deaktivieren Sie alle Kästchen (durch Anklicken der Klassenzuordnung in der linken Spalte bzw. des Trainingscenters und der Aufgabenbearbeitung in der rechten Spalte). Dann markieren Sie alle Schüler (entweder einen oder mehrere),
denen Sie die gleichen Aufgaben zuweisen möchten. Aktivieren Sie danach die
entsprechenden Kästchen im rechten Fenster in der Materialliste (also Trainingscenter und Auftragsbearbeitung) und bestätigen Sie abschließend mit „Übernehmen“. Wiederholen Sie dies für unterschiedliche Schüler mit verschiedenen
Aufgabenzuordnungen.
Texte erstellen,
codieren
und einbinden
Um Texte und Abbildungen/Grafiken erstellen und für die Schüler zur Bearbeitung im Schülerprogramm codieren und einbinden zu können, benutzen Sie den
Editor. Sie starten den Editor über das Pull-down-Menü im Startfenster. Die einzelnen Bearbeitungsschritte entnehmen Sie bitte der integrierten Bedienungsanleitung (dazu im Editor in der Menüleiste den Hilfe-Schaltknopf anklicken). Sie
können sich die Bedienungsanleitung für den Editor auch als PDF-Datei ausdrucken. Diese finden Sie im Verzeichnis „Bedienungsanleitung“ auf der CD-ROM.
Jeden Text, den Sie codieren und in das Schülerprogramm einbinden, können Sie
wahlweise für die angeleitete und/oder die freie Textarbeit vorsehen. Voreinge-
Das Schülerprogramm
stellt ist der Modus „angeleitete Textarbeit“. Um dies zu ändern, aktivieren Sie im
Editor nach Anklicken der Schaltfläche „Info“ unterhalb der Bezeichnung
„Modus“ das Kästchen „Freie Textbearbeitung“. Im Schülerprogramm erscheint
dieser Text im Textauswahlfenster nunmehr mit der Zusatzbezeichnung „Freie
Bearbeitung“.
17
Von der angeleiteten Textarbeit zur
freien Textarbeit
Für den Fall, dass Sie einen Text bzw. eine Aufgabe sowohl für die angeleitete als
auch für die freie Textarbeit bereithalten möchten, beachten Sie in der integrierten Bedienungsanleitung zum Editor bitte die Hinweise, an welchen Stellen im
Editor Sie einen Text, den Sie zunächst für die angeleitete Textarbeit codiert
haben, sinnvoll und schnell verändern, um diesen dann auch in freier Textarbeit
einsetzen zu können.
Das Schülerprogramm
Bei der Installation von „Textagenten“ können Sie auf dem Desktop ein Icon für
das Schülerprogramm anlegen lassen. Bei Doppelklick auf das Icon startet das
Programm. Im anderen Fall starten Sie das Programm über die Windows-Startleiste. Klicken Sie auf Start/Programme/FWU/Die Textagenten – Werkzeug/Die
Textagenten – Werkzeug ausführen. Das Programm wird geladen und es erscheint der Anmeldebildschirm.
Starten
Falls Sie die Schüler bereits im Lehrertool mit Namen angemeldet haben, findet der Schüler unter seiner Klassenbezeichnung eine Liste mit seinem Namen.
Diesen klickt er an, wählt ein Passwort aus und bestätigt dieses. Die Lifttür zum
„Büro der Textagenten“ geht auf und er hat die Wahl, einen Etagenknopf anzuklicken.
Der Anmeldebildschirm
Die Schaltfläche „Neu anmelden“ benutzt der Schüler, wenn er noch nicht angemeldet ist. In ein Eingabefenster trägt er seinen Klassennamen, seinen
Namen und sein Passwort ein.
Der Gastzugang erfordert keine Anmeldung. Als Gast kann man sich überall
umschauen, es werden jedoch keinerlei Aktivitäten protokolliert und Ergebnisse werden nicht abgespeichert.
18
Das Trainingscenter
Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Die Textarbeit beginnt idealerweise im Trainingscenter, wo sich die Schüler zunächst mit dem Programm vertraut machen. Hierfür steht der auf der CD-ROM
mitgelieferte Text „Der geübte Leser“ zur Verfügung. Der Schüler wählt diesen
Text oder, sobald neue Texte integriert wurden, eine andere Aufgabe im Auswahlfenster aus, arbeitet in der ersten Stufe „Text erschließen“ mit verschiedenen Werkzeugen (z.B. Textmarker, Schlüssel), visualisiert in der folgenden Stufe
„Inhalt veranschaulichen“ den Text in einem geeigneten Schema (Mind Map,
Flussdiagramm oder Tabelle) und bearbeitet in der letzten Stufe „Fragen beantworten“ einen Lückentext. Die Textarbeit in der Auftragsbearbeitung ist ähnlich
aufgebaut wie im Trainingscenter, so dass der Schüler problemlos von einem
Bereich zum anderen wechseln kann.
Für die erfolgreiche Bearbeitung eines Textes bzw. einer Aufgabe im Trainingscenter und in der Auftragsbearbeitung erhält der Schüler Punkte. Informationen über den Punktestand und die aktuell erzielbaren Punkte kann er über das
Anklicken der Schaltfläche „Punktestand“ abrufen.
Eine detaillierte und bebilderte Bedienungsanleitung zu jedem Schritt und zu
jeder Funktion erhält der Schüler direkt im Programm über das jeweilige
Anklicken des Hilfeknopfs.
Die Auftragsbearbeitung
In der Auftragsbearbeitung wählt der Schüler Aufträge aus und bearbeitet
diese entsprechend der zuvor erprobten Stufen im Trainingscenter. Im Unterschied zu diesem können die Texte jetzt auch umfangreicher sein und die Beantwortung von Fragen bzw. die abschließende Erfüllung der jeweiligen Aufträge gestaltet sich anspruchsvoller aufgrund der erweiterten Lückentextformate.
Mit jedem Auftrag, den der Schüler bearbeitet und erledigt, erhöht sich natürlich sein Punktestand, der letztlich ein „kumuliertes Maß“ für sein Engagement
und seinen Erfolg darstellt.
Auch zur Auftragsbearbeitung gibt es eine detaillierte Bedienungsanleitung zu
jedem Schritt und zu jeder Funktion direkt im Programm über das jeweilige
Anklicken des Hilfeknopfs.
Das Programm
kennen lernen
Sowohl der Umgang mit dem Programm als auch die Einübung in die zielgerichtete Textarbeit erfordert vom Schüler zunächst eine gewisse Einarbeitungszeit.
Neben der integrierten Direkthilfe, die jeweils die Werkzeuge und die Methoden
bzw. den Umgang mit diesen erläutert, ist im Trainingscenter ein spezieller Einführungstext integriert, der die Schüler Schritt für Schritt mit dem Programm
und mit dem methodischen Vorgehen vertraut macht. Unter dem Titel „Der
Die Bedienungsanleitung auf der CD-ROM
19
geübte Leser“ finden die Schüler einen Text, der ihnen die idealtypische Textarbeit erläutert und sie gleichzeitig über kontinuierliche Hilfefenster anleitet,
die verschiedenen Werkzeuge und Methoden zu gebrauchen. Wir empfehlen
daher zuallererst diesen Text von den Schülern bearbeiten zu lassen.
Die Bedienungsanleitung auf der CD-ROM
Im Verzeichnis „Bedienungsanleitung“ auf der CD-ROM befinden sich mehrere
PDF-Dateien, die die verschiedenen Programmbereiche und deren Funktionalitäten bzw. Abläufe jeweils genau beschreiben. Diese Bedienungsanleitungen
sind digital und über Hyperlinks verknüpft auch als Direkthilfen im Programm
zu finden. Die PDF-Dateien können mit dem frei erhältlichen Programm „Acrobat Reader“ (auf der CD-ROM enthalten oder aus dem Internet) eingesehen bzw.
ausgedruckt werden.
Lerntheoretische und mediendidaktische
Grundlegung des Programms
Die systematische Erschließung eines Textes ist selbstverständlich notwendiges
Thema des Fachunterrichts (z.B. Lehrbücher bzw. Arbeitsblattsammlungen). Es
geht darum, Informationen zu ermitteln, diese textbezogen zu interpretieren
und schließlich die Ergebnisse zu reflektieren und zu bewerten bzw. passende
Handlungsfolgen abzuleiten. Ziel ist die Entwicklung einer Wahrnehmungs-,
Deutungs- bzw. Wertungs- oder Handlungskompetenz des Rezipienten.
Eingeübt wird in der Regel dabei die so genannte Drei-Schritt-Methode „Lesen –
Markieren – Exzerpieren“. Bereits beim 1. Schritt ist der Rezipient mit dem
Schwierigkeitsgrad des Textes konfrontiert und muss Strategien entwickeln, damit umzugehen. Frühzeitigem Aufgeben: „Ich verstehe den Text eben nicht.“
bzw. geringer Anstrengungsbereitschaft „Jetzt soll ich den Text noch mal lesen,
wozu?“ sollte hier begegnet werden. Häufig sind Motivationsprobleme bei der
Forderung nach Kleinschrittigkeit der Textarbeit zu beobachten, da nun eine
Textarbeit im Unterricht: Anforderungen, Schwierigkeiten, Implikationen
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Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Vielzahl von Aktivitäten eingefordert wird: Nachschlagen von unbekannten Wörtern, gezieltes Markieren, bei dem zwischen Kerngedanken und Nebeninformationen unterschieden werden muss, Hinzufügen sinnvoller Randbemerkungen und manches andere mehr. Schüler/innen sollten hier auch angeleitet werden, sich bei Verständnisschwierigkeiten eigenständig Hilfe zu holen bzw. angebotene Hilfen selbstständig zu nutzen.
Jede dieser Anforderungen erfordert motivierende Übungsformen, die die Bereitschaft, sich mit dem Text intensiv auseinander zu setzen, erhöhen, sodass
der 3. Schritt des Texterschließungsverfahrens überhaupt noch erreicht wird:
Hier ist nun ein Exzerpt anzufertigen und die Schüler/innen sind bei dieser Aufgabe mit unterschiedlichen Darstellungsformen bekannt zu machen (z.B. übersichtlicher Stichwortkatalog, ausgeführte Zusammenfassung mit sinngemäßer
Textwiedergabe und übernommenen Textzitaten, tabellarische Anordnung o.ä,).
Welche Darstellungsform für welchen Text geeignet ist, sollte ebenfalls eingeübt werden. Eine Aspektorientierung (Konzentration auf bestimmte Fragestellungen, auf die der Text Antworten gibt), impliziert eine weitere Anforderung
für den Schüler.
Schließlich muss die Anwendbarkeit auf andere Texte gesehen werden. Jeder
neue Text erfordert allerdings wieder sämtliche methodische Schritte, und nur
ein intensives Training kann dazu führen, die Verstehens-, Analyse- und Interpretationsprozesse zu präzisieren, zu beschleunigen oder gar zu automatisieren.
Die Unterrichtswirklichkeit zeigt, dass die curricularen Ziele und Erwartungen
bei dem gegebenen Medien- und Methodeninventar nicht selten unrealistisch
erscheinen und sowohl Lehrer frustriert als auch Schüler gelangweilt und überfordert – kurzum demotiviert – zurücklassen.
Die digitale Arbeitsumgebung: Lernziele
und Zielgruppen
Mit der Arbeit am Computer unter Nutzung der „Textagenten“ wird die Erwartung verknüpft, dass es gelingt, die Schüler/innen zu eigenaktiver und reflektiver Auseinandersetzung mit Texten und Textstrukturen zu motivieren, sie zu
bewegen, sich selbst auf die Kleinschrittigkeit methodischer Systematik durch
die Verfügbarkeit vielfältiger interaktiver Hilfen einzulassen und schließlich
aufgrund einer besonderen medienspezifischen Umsetzung (handlungsorientiert und sinngebend) die Schüler/innen dazu zu ermuntern, den Umgang mit
Texten sowohl als Herausforderung als auch als subjektiv lohnende Kompetenzerweiterung zu empfinden.
Lerntheoretische und mediendidaktische Grundlegung des Programms
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Folgende Lernziele, die wir an dieser Stelle noch mal zusammenfassend darstellen wollen, sollen mit der Software „Interaktives Methodentraining / Textagenten“ erreicht werden:
• Informationen zielorientiert und selektiv entnehmen,
• unbekannte bzw. subjektiv unverständliche Wörter (Begriffe), Sätze oder Textabschnitte semantisch klären,
• wesentliche von unwesentlichen Informationen unterscheiden,
• Informationen systematisieren und strukturieren,
• Informationen aus Grafiken und Abbildungen entnehmen und mit Inhalten
aus Sachtexten verknüpfen,
• Informationen bewerten und in Beziehung zu anderen Kontexten setzen,
• Informationen nutzen, Handlungsschritte ableiten.
Die Software lässt sich als Werkzeug in den Klassenstufen 8–13 an Allgemeinbildenden Schulen einsetzen. Der Heterogenität in dieser Zielgruppe – was individuelle Leistungsniveaus und curriculare Vorgaben angeht – kann der Lehrer
durch die unterschiedliche Codierung und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade der Texte bzw. der Aufträge Rechnung tragen.
Lernen betrachten wir aus der Informationsverarbeitungs–Perspektive, einem
neueren Forschungsansatz, der die Frage stellt, wie der Mensch Informationen
aufnimmt, verarbeitet und wieder abruft, und aus der Sicht eines strukturellen
Konstruktivismus, der die subjektive Filterung und die Notwendigkeit der
eigenaktiven Integration für das Lernen und Denken betont.
Dabei erscheint Folgendes wichtig: Viel von dem Wissen, das sich Schüler in der
Schule aneignen sollten, ist prozedural. Die Anforderung besteht daher u.a. zu
lernen, wie bestimmte Operationen, Verfahren und Algorithmen durchgeführt
werden können und müssen. Wenn das Wissen über die Ausführung bestimmter
Prozeduren nicht gleichzeitig von einem konzeptuellen Verständnis darüber begleitet ist, warum diese Prozeduren tatsächlich zu einer Lösung führen und in
welchem Bereich sie Geltung haben, dann ist der Schüler kaum in der Lage
diese Operationen und Verfahren in anderen Situationen anzuwenden als in
denen, in denen sie bereits thematisiert wurden. Primär erscheint daher, das
Problemlösungsverfahren zu verstehen, und erst in zweiter Linie, dessen Automatisierung anzustreben. Es handelt sich um Einsichten in den Geltungsbereich
von Lösungsverfahren oder –heuristiken, also um das Erkennen von gleichen
oder ähnlichen Strukturen. Diese digitale Lernumgebung thematisiert über das
Der lerntheoretische Ansatz:
Lernen am Modell
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Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Problem der Informationssuche, ihrer Veränderung und Anpassung sowie über
geeignete Simulationsverfahren gerade Strukturäquivalenzen und regt zu solchen Vergleichen an.
In der Umsetzung gilt darüber hinaus zu bedenken: Beim Wissens- und Fertigkeitenerwerb beeinflussen sich Denken, Wissen und Handeln wechselseitig.
Methodenkompetenz begreifen wir als zunehmend ausgeprägte Fähigkeit, in
spezialisierten Strukturen und Metastrukturen zu denken und zu handeln.
Der Wissens- und Fertigkeitenerwerb selbst orientiert sich an entwicklungspsychologischen Reifeprozessen. Kindliches bzw. jugendliches Denken im Schulalter äußert sich vor allem im anschaulichen Handeln, das über die eigenaktive
Erprobung und Integration von Strategien in zunehmend abstraktere Formen
überführt wird. Zu einem erfolgreichen und entwicklungspsychologisch angemessenen Erwerb von Fach- bzw. Methodenkenntnissen gehört daher handlungsorientiertes Lernen, das Strukturen veranschaulicht und über planvolle
Handlungen (Strategien, Verfahren) erfahrbar und individuell integrierbar
macht.
Wir empfehlen für die praktische Arbeit mit der digitalen Lern- und Arbeitsumgebung ein zweistufiges Vorgehen:
Wie aus dem Unterricht vertraut, beginnen wir mit der Erarbeitungsphase. Hier
geht es darum, in systematischer Art und Weise das grundlegende Know-how
der erfolgreichen Textarbeit zu erlernen, sich dabei eine gewisse Routine in
prozeduralem Wissen anzueignen und die jeweils geeigneten Methoden bzw.
Werkzeuge kennenzulernen. Das Programm stellt dazu im Trainingscenter den
Übungstext „Der geübte Leser“ zur Verfügung.
An die Erarbeitungsphase schließt sich die Anwendungsphase an. Als Korrelat
aus dem Unterricht steht Anwendung hier sinngemäß für Üben, in dem das Erarbeitete oder Erlernte jetzt gedächtniswirksam stabilisiert, verfestigt bzw. automatisiert werden soll. Der hier bevorzugte Begriff „Anwendung“ führt aber
über das Üben hinaus: Anwendung organisiert „Üben in sinngebenden Kontexten“ und zielt auf signifikante Transferwirkung. Dazu stellen Sie als Lehrkraft
den Schülern Texte zur Verfügung, die Sie im Lehrertool je nach Intention in unterschiedlichem Ausmaß vorstrukturiert haben. Die Schüler bearbeiten die
Texte entweder mit Modell-Lösungen, die Sie vorgegeben haben oder im Modus
der freien Textarbeit. Vom Schüler gefordert wird nun weitgehend selbstorganisiertes Handeln, Übertragen des eigenen Know-how auf jeweils andere Kontexte und schlussfolgerndes Denken.
Lerntheoretische und mediendidaktische Grundlegung des Programms
Hervorzuhebende Merkmale bzw. Funktionalitäten dieser Software sind deren
Werkzeuge und Tools.
Werkzeuge sind hochspezialisierte Programmfunktionen, die über das Anklicken einer Schaltfläche (z.B. eines Icons) mit dem Mauszeiger aktiviert und
an passenden Stellen im Text bzw. im Arbeitsbereich angewendet werden können. Werkzeuge zur Textbearbeitung können z.B. Markierungs-, oder Ausschneide- bzw. Einfügefunktionen sein, aber auch methodische Strukturierungselemente (z.B. Mind Map–Formate) oder Coachingfunktionen, die der Schüler nach
eigener Maßgabe selbstständig abrufen kann (z.B. kontextsensitive Hilfestellungen).
Erwähnenswert ist vor allem die Bedeutung von Werkzeugen für das individuelle Lernen. Das Angebot virtueller Werkzeuge und deren selbstbestimmte Nutzung durch den Schüler offeriert u.E. individuelle Freiheitsgrade und unterstützt exploratives Verhalten und selbstorganisiertes Handeln. Zudem verweisen die Werkzeuge auf reale Erfahrungen und dokumentieren so gesehen die
Plausibilität dieser Metapher: In jedem Beruf werden mehr oder weniger zahlreiche und anschauliche Werkzeuge verwendet, angefangen von der tatsächlichen Werkzeugkiste, die der Handwerker mit sich herumträgt, bis beispielsweise zu Architekten, die ein Set von Grafikinstrumenten für ihre Konstruktionspläne einsetzen.
Die Verfügbarkeit von Werkzeugen und das Wissen, sie sinnvoll anzuwenden,
werden so sinngemäß zu einem Symbol für Methodenkompetenz.
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Mediendidaktische
Kernkomponenten:
Werkzeuge und
Methoden
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Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Anregungen für den Unterrichtseinsatz
In einem computerunterstützten Fachunterricht lässt sich das Programm „Textagenten“ in vielfältiger Weise einsetzen.
Im Trainingscenter wie bei der Auftragsbearbeitung erweitert und vertieft der
Schüler durch die Erarbeitung und den Gebrauch systematischer Lesestrategien
und Arbeitstechniken seine Lese- und Verstehenskompetenz.
Bei allen Unterrichtsanregungen ist zu berücksichtigen, dass ein kontinuierlicher,
sich wiederholender Einsatz – sei es gezielt in bestimmten Stunden über mehrere Wochen verteilt, sei es eine Integration des Programms in verschiedene Unterrichtsvorhaben und -projekte im Laufe eines Schuljahres, – erfolgversprechender
ist als eine einmalige, punktuelle Nutzung der Software. Die Schüler werden sowohl mit der Programmstruktur als auch mit den Arbeitsschritten und Werkzeugen vertraut und beginnen diese selbstverständlich auf Texte anzuwenden.
Die angeleitete
Textarbeit
Denkbar ist es, dass das Programm z.B. jeweils 1–2 Stunden über mehrere Unterrichtswochen verteilt eingesetzt wird. Zunächst sollte der Schüler einige Texte im
Trainingscenter bearbeiten. Der Schüler durchläuft eine Art Lehrgang, ein spezifisches Methodentraining zur Erschließung und Bearbeitung von Texten. Dabei
kontrolliert das Programm das Tun des Schülers.
Bei der Auswahl der von den Schülern zu bearbeitenden Texte erscheinen zwei
alternative Herangehensweisen sinnvoll:
A. Bevor ein Thema im herkömmlichen Fachunterricht eingeführt bzw. behandelt
wird, kann es zunächst im Programm durch einen entsprechenden Text fokussiert und von den Schülern eigenständig erarbeitet werden. Die weitere Vertiefung und Erweiterung des Themas wird dann weiter im Plenum vorgenommen.
B. Andererseits ist es ebenso möglich, ein Thema, das zuvor im Unterricht ausführlich behandelt wurde, im Programm anhand eines exemplarischen Textes
nochmals zusammenzufassen und hinsichtlich Inhalt und Verständnis individuell zu überprüfen.
Der Lehrer hat jederzeit die Möglichkeit, weitere passende Texte neu zu laden und
jeweils zu codieren. So kann er auch für geübtere Leser – oder in einer späteren
Phase des Lehrgangs – Texte und Aufgabenstellungen für die Auftragsbearbeitung
im Modus der freien Textarbeit zur Verfügung stellen.
Anregungen für den Unterrichtseinsatz
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Die Auftragsbearbeitung verlangt nicht nur eine größere Verstehensanstrengung,
auch die Anforderungen, was die Selbstorganisation und das systematische Vorgehen betrifft, sind höher. Der Schüler wendet die im Trainingscenter eingeübte
Handhabung der Werkzeuge nun in komplexeren Handlungszusammenhängen an.
Bei der angeleiteten Textarbeit kann der Lehrer die Rolle eines Beraters übernehmen, da das Programm dem Schüler jederzeit Rückmeldungen auf seine Arbeitsschritte und -ergebnisse bietet und das kontextsensitive Hilfesystem die Selbstorganisation des Lernens ermöglicht.
Durch das Protokolltool verschafft sich der Lehrer einen Einblick, was der
Schüler bearbeitet hat.
Die freie Bearbeitung eines Textes wird erst dann sinnvoll, wenn der Schüler zumindest Texte im Trainingscenter unter Anleitung/Kontrolle des Programms bearbeitet hat.
Der Lehrer kann – eingebettet in den jeweiligen Unterrichtszusammenhang – entweder einen bereits vorhandenen Text zur freien Bearbeitung bereit stellen oder
selbst einen Text neu laden und jeweils Aufgaben formulieren. Je nach Lernstand
oder Anspruchsniveau der Lerngruppe entscheidet der Lehrer, welche Lerntipps
er dem Schüler geben will (sei es durch die Ausdifferenzierung der Aufgabenstellung, die Vorgabe von Beispielen, z.B. bei den Memos, oder die Komplexität des
weiterführenden Schreibauftrags).
Die freie Textarbeit
Der Schüler erhält die Möglichkeit seine erworbene Lese- und Verstehenskompetenz an Texten zu erproben, die nicht codiert sind. Er legt sich – ungelenkt –
Memos an, kann sich die Schlüsselinhalte frei markieren und entscheidet sich
schließlich selbst seine Arbeitsergebnisse in einer der drei Visualierungsmöglichkeiten darzustellen. Am Schluss erhält er eine textproduktive Aufgabe.
Da alle vom Schüler erstellten Arbeiten/Lösungen vom Programm her nicht kontrolliert werden können, müssen Auswertungs- und Besprechungsmöglichkeiten
im Unterricht eingeräumt werden. Haben alle denselben Auftrag bekommen,
kann eine Auswertung im Plenum erfolgen, wobei Arbeitsergebnisse entweder
als Printprodukt (= ausgedruckt) vorgelegt oder über Beamer präsentiert werden. Wurden unterschiedliche Arbeitsaufträge verteilt, könnten sich Arbeitsgruppen bilden, die denselben Auftrag erledigen und ihre Ergebnisse vergleichen.
Bei konkreten Unterrichtsvorhaben, wie z.B. bei einem projektartigen Vorgehen,
das den kompetenten Umgang mit Sachtexten erfordert, kann das Programm als
ergänzendes Medium eingesetzt werden.
Integration des Programms in Unterrichtsvorhaben
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Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Ein Projekt erfordert es in der Regel, dass zahlreiche Informationen recherchiert
und exzerpiert werden müssen, kontinuierliche Texte sind häufig in diskontinuierliche zu „übersetzen“ und umgekehrt. Sowohl die inhaltliche Erschließung von
diskontinuierlichen als auch kontinuierlichen Texten kann mit dem Programm
geübt werden, als auch die Komprimierung des Inhalts auf eine Visualisierung.
Diese eignen sich auch als Vorbilder für eigene Visualisierungsentwürfe, z.B. zur
Präsentation von Arbeitsergebnissen oder zur Aufbereitung eines Referates/Vortrags. Die Weiterverarbeitung/Auswertung dieser Textreduktion wird für die Auftragsbearbeitung erforderlich. Hier werden beispielsweise Textumarbeitungen,
weiterführende Schreibaufträge u.ä. simuliert.
Der Lehrer kann - projektbezogen - bereits codierte Texte auswählen oder er codiert selbst entsprechende Texte, die er neu lädt.
Darüber hinaus können Texte auch frei bearbeitet werden, was insofern hilfreich
ist, da der Schüler gewisse Strukturierungen des Programms nutzen kann (z.B.
Anlegen von Memozetteln; Formate für die Visualisierung usw.). Allerdings erfordert dies schon den geübteren Leser, so dass es empfehlenswert ist, erst Beispiele aus der angeleiteten Textarbeit auszuwählen oder selbst zu erstellen.
Bearbeitete oder selbstproduzierte Texte können ausgedruckt und z.B. in einer
Projektmappe abgelegt werden.
Literaturhinweise
Elsholz, Heide (Hg.): Lesen in der Schule. Perspektiven der schulischen Leseförderung.
Gütersloh: Bertelsmann-Stiftung, 5. Aufl., 2000
Groeben Norbert, Bettina Hurrelmann (Hg.): Lesekompetenz. Bedingungen, Dimensionen, Funktionen. Weinheim. München: Juventa 2002
Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest (Hg.): Leseförderung im Medienverbund. Analysierende und handlungsorientierte Medienarbeit. Anregungen für Unterricht und Lehrerfortbildung, bearbeitet von Heide Elsholz: Verl. Ketteler 2000
Stanat u.a. (Hg.): PISA 2000: Die Studie im Überblick. (PDF-Format im Internet;
www.mpib-berlin.mpg.de/pisa/; Stand: Oktober 2002)
Wermke, Jutta: Literatur- und Medienunterricht. In: Bogdal, Klaus-Michael,
Hermann Korte (Hg.): Grundzüge der Literaturdidaktik. München: dtv 2002, 5. 91-104
Willenberg, Heiner: Lesen und Lernen. Eine Einführung in die Neuropsychologie des
Textverstehens. Heidelberg: Spektrum 1999
Impressum
Herausgabe
FWU Institut für Film und Bild, 2004
Projektleitung
Dr. Susanne Friz (FWU)
Gerd Scheimann, Ute Volz, Alois Igelspacher
(Scheimann & Team, München)
Konzeption
Gerd Scheimann u. Cordula Grunow unter Mitarbeit von
Gerd Brenner, Ute Fenske, Heinz Gierlich und Markus Langner,
Dr. Susanne Friz (FWU)
Redaktion
Dr. Susanne Friz (FWU),
Gerd Scheimann, Ute Volz (Scheimann & Team)
Produktion
Scheimann & Team, München
Neuland Multimedia GmbH, Augsburg
Programmierung
Thomas Lippert , Klaus Schwarzmüller, Erich J. Gottschall,
Christian Meinhardt, Manuel Polik, Michael Eisenbarth,
Tobias Holzmüller
27
1. Auflage
© 2004 FWU Institut für Film und Bild, Grünwald
© für die Software: 2004 Scheimann & Team, München;
Neuland Multimedia, Augsburg
Alle Rechte vorbehalten.
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Programmteile, Textabschnitte, Abbildungen oder Tonaufnahmen sowie jede Form der Weitergabe, des Verleihs oder der
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Methodentraining
Textagenten – Werkzeug zur Texterschließung
Ein Lern- und Arbeitswerkzeug zur systematischen Förderung
der Lesekompetenz
Das computergestützte Werkzeug ermöglicht die Aufbereitung und Einbindung von kontinuierlichen Texten (Sach- und Unterrichtstexte) als
auch diskontinuierlichen (Abbildungen, Grafiken, etc.) für eine digitale
Lern- und Arbeitsumgebung, die die Lesekompetenz von Schülerinnen
und Schülern in allen Fächern fördert. Die Arbeitsumgebung stellt
dafür interaktive Werkzeuge zur Verfügung, um Inhalte erschließen,
grafisch veranschaulichen und in produktiver Textarbeit überprüfen zu
können. Dies ist in zwei unterschiedlichen Modi möglich: entweder vom
Programm angeleitet und evaluiert (strukturiertes Lernen und Üben)
oder lediglich unter Zuhilfenahme der verfügbaren Werkzeuge und
Methoden (freie Textarbeit).
Schlagwörter
Leseverständnis, Lesekompetenz, Werkzeug, Sachtexte
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