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Bedienungsanleitung - MEYRA GmbH & Co.KG online

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Bedienungsanleitung
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Leichtgewichtsrollstuhl
LOGO
und Aktivrollstuhl
LOGO–Plus
Inhaltsverzeichnis
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1
1. Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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2. Kontrolle der Lieferung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Lieferumfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Transportschaden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1
3. Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2
4. Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3
5. Fahr– und Benutzerhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4
Rollstuhl und Auto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7
6. Faltvorgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8
Rollstuhl öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Rollstuhl falten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8
8
7. Sitz–/Rückenbezug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
8
8. Beinstützen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9
Anbau/Abbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Einstellmöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Beinstützen mit automatischem Längenausgleich . . . . . . . . . . . . . . . .
Fußbrett . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Fußbügel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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9
9
10
10
9. Kniepolster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
10
10. Fersenband . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
10
11. Armlehnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
11
An–/Abbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Höhenverstellbare Armlehnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
11
11
12. Sicherheitsgurt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
11
13. Kniehebelbremse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
12
14. Trommelbremse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
12
15. Bremse für Begleitperson . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
12
1. Steckachse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
13
Abbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
13
13
2. Greifreifen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
13
3. Schiebegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
13
4. Rückenlehne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Rückenlehne mit manueller Winkelverstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Rückenlehne mit Gasdruckfedern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Höhenverstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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5. Kopfstütze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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6. Auftrittkappen / Stützrollen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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22. Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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23. Therapieplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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24. Utensilientasche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
16
25. Bremshebelverlängerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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26. Pflege und Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
17
17
27. Gewährleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
17
28. Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
18
29. Typenschild, Klebeschilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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30. Hinweise zu Einstell– und Montagearbeiten . . . . . .
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31. Das LOGO Konzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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32. Sitztiefe anpassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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33. Sitztiefenadapter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
23
34. Antriebsräder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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35. Lochplatten des LOGO–plus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
25
36. Lenkradhalterungen einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . .
25
37. Lenkräder justieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
26
38. Bremsen einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
26
39. Radstandsadapter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
27
Radstandsadapter und Trommelbremsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
27
40. Steckbare Schwenkradgabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
27
41. Kleiderschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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42. Speichenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
28
43. Transportrollen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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44. Seitenstützen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
29
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2
1. Vorwort
Wir danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie unserem Hause durch die Wahl eines Rollstuhles der Serie
LOGO entgegengebracht haben. Ein Rollstuhl ist, wie jedes andere Fahrzeug auch, ein technisches Hilfsmittel. Es ist erklärungsbedürftig, benötigt ein wenig Pflege, birgt bei unsachgemäßem Gebrauch Gefahren in
sich, und die richtige Handhabung muß erlernt werden. Diese Bedienungsanleitung soll Ihnen helfen, sich mit
der Handhabung des Rollstuhles vertraut zu machen.
Der LOGO ist ein manuell angetriebener Leichtgewichtsrollstuhl, der in der Standardausführung schon viele
Anpaßmöglichkeiten bietet. Beim LOGO–plus (auch als Nachrüstsatz für den LOGO–Standard) sind die Einstellmöglichkeiten noch um einiges erweitert, sodaß der Rollstuhl zu einem Aktivrollstuhl wird, und auf spezielle Aufgaben abgestimmt oder an wechselnde Bedingungen angepaßt werden kann. Ob drinnen oder
draußen, in der Freizeit oder im Beruf, den Einsatzmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.
Für den erfahreneren Benutzer hält der LOGO Einstellmöglichkeiten für ein aktives Fahrverhalten mit großer
Wendigkeit offen. Für den weniger geübten Benutzer ist das Fahrverhalten des Rollstuhles auf maximale Sicherheit einstellbar. Für Benutzer mit veränderlichem Krankheitsbild oder Behinderungsgrad sowie bei therapeutischen Maßnahmen ist es möglich, den Rollstuhl an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen.
Vor der ersten Benutzung sollte eine Anpassung des Rollstuhles durch Ihren ORTOPEDIA–Fachhändler erfolgen. Dabei werden die Fahrerfahrung, die körperlichen Grenzen des Benutzers und der hauptsächliche
Einsatzort des Rollstuhles berücksichtigt. Falls noch nicht geschehen, lassen Sie dies bitte nachholen. Aus
Sicherheitsgründen Anpassungs– oder Einstellarbeiten grundsätzlich von einem autorisierten ORTOPEDIA–
Fachhändler durchführen lassen.
An der Kreuzstrebe des Rollstuhles befindet sich ein Typenschild mit technischen Angaben und Identifikations–Nummern. Diese Nummern sind zusammen mit Informationen über Art und Ausführung des Rollstuhles
bei uns registriert. Falls weiteres Zubehör oder Ersatzteile gewünscht werden, kann der ORTOPEDIA–Fachhändler mit Hilfe der Angaben von dem Typenschild, die Teile leichter und schneller beschaffen. Dem Fachhandel stehen entsprechende Ersatzteilkataloge und Zubehörlisten zur Verfügung.
2. Kontrolle der Lieferung
Der Rollstuhl wird Ihnen von Ihrem ORTOPEDIA–Fachhändler in gebrauchsfähigem Zustand angeliefert. Es
erfolgt meist eine erste Anpassung an Ihre individuellen Maße, und Sie erhalten eine Einweisung in die Bedienung des Rollstuhles. Die Kontrolle der Lieferung hat also Ihr Fachhändler schon durchgeführt. Sollten Sie einen
anderen Weg der Zustellung gewählt haben, empfehlen wir Ihnen, die Lieferung wie folgt zu kontrollieren.
Lieferumfang
Vergleichen Sie Ihre Bestellung mit der empfangenen Lieferung. Bei Abweichungen wenden Sie sich bitte umgehend an den zuständigen Fachhändler.
Transportschaden
Ein Transportschaden soll nicht Ihr Schaden sein! So verhalten Sie sich im Schadensfall richtig:
Wenn die Verpackung beschädigt ist – in Gegenwart des Anlieferers sofort auspacken und den Schaden auf
dem Frachtbrief bescheinigen lassen. Bei Anlieferung durch Post– oder Paketdienste eine Bestätigung ausstellen lassen. Anschließend das Transportunterneh men verständigen.
Wenn die Verpackung in Ordnung, der Inhalt aber
beschädigt ist – sofort das anliefernde Transportunternehmen schriftlich verständigen und eine Besichtigung beantragen. Eine Bescheinigung des Schadens auf dem Frachtbrief vornehmen lassen. Bei
Anlieferung durch Post–oder Paketdienste eine Niederschrift beantragen.
Die Meldefrist für einen Schaden beträgt bei Post–
und Paketdiensten 24 Stunden bei Speditionen 7
Tage. Bei Nichtbeachtung entfällt die Ersatzpflicht
des Transportunternehmers!
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3. Übersicht
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13
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2
1 Antriebsrad mit Greifreifen
8 Kreuzstrebe
2 Achse, wahlweise fest verschraubt oder als
Steckachse
9 Beinstützenverriegelung
10 Wadenband mit Klettbandbefestigung
3 Armlehne, in verschiedenen Ausführungen
erhältlich
11 Beinstütze, in verschiedenen Ausführungen
erhältlich, Unterteil höhenverstellbar
4 Schiebegriffe
12 Fußplatte, hochschwenkbar
5 Versteifungsbügel für Rückenlehne.
Nicht zum Schieben oder Heben verwenden !
13 Lenkrad
6 Rückenlehne, wahlweise fest oder verstellbar
14 Seitenrahmen
7 Sitz
15 Brems– und Feststelleinrichtung
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2
4. Sicherheitshinweise
D Nicht fachgerechte oder fehlerhafte Anpassungs–/Einstell– oder Montagearbeiten bedeuten Unfallgefahr!
Deshalb zu Ihrer Sicherheit: Anpassungs–/Einstell– oder Montagearbeiten grundsätzlich von einem autorisierten ORTOPEDIA–Fachhändler ausführen lassen.
D Die Verwendung von Stützrollen und Radstandsadaptern bringt ein hohes Maß an zusätzlicher Sicherheit.
Diese Teile sind als Zubehör erhältlich und in folgenden Fällen besonders zu empfehlen bzw. notwendig:
–wenn im häuslichen Verwendungsbereich Teppichkanten, Schwellen, Absätze oder ähnliche Hindernisse
zu überwinden sind.
–wenn der Rollstuhl außerhalb der gewohnten Umgebung eingesetzt wird. Hier muß stets mit schlechten
Fahrbahnverhältnissen und unvorhersehbaren Hindernissen gerechnet werden.
–wenn die physischen und psychischen Möglichkeiten des Benutzers ein aktives Fahrverhalten, d.h. ein
Verlagern des Schwerpunktes durch Bewegung und Körperhaltung, nicht erlauben oder einschränken,
und bei Anwendern mit Amputationen im Bereich der Beine.
–für Erstanwender und ungeübte Rollstuhlbenutzer.
–bei Verwendung einer verstellbaren Rückenlehne.
–nach Veränderungen/Einstellungen am Rollstuhl, die die Fahreigenschaften beeinflußen (Stellung/Position der Räder und Rückenlehne)
D Bei Ausrüstung mit verstellbarer Rückenlehne Stützrollen am Rollstuhl anbringen. Die Rückenlehne mit
Gasdruckfedern nur bei stehendem Rollstuhl, auf ebenem und festem Untergrund nach hinten neigen.
Zum Fahren die Rückenlehne wieder aufrichten. Physikalisch bedingt, besteht beim Fahren mit nach hinten geneigter Rückenlehne grundsätzlich Kippgefahr!
D Bewegliche und Abnehmbare Teile oder Baugruppen nicht zum Tragen oder Anheben des Rollstuhles verwenden. Hierzu gehören u.a. die Rückenlehne, die Armlehnen und die Beinstützen.
D Fahren und Wenden an Gefällestrecken und Steigungen :
–Je steiler die Schräge, desto höher die Kippgefahr
–Steigungen/Gefälle über 8 % aus Sicherheitsgründen nicht befahren
–Bei losem Untergrund und im Winter besteht Rutschgefahr
–Nicht hangabwärts hinauslehnen. Nicht rückwärts fahren.
D Überwinden von Hindernissen, z.B. Schwellen, Kanten oder Rillen :
–Kippgefahr besteht auch schon bei flachen Hindernissen; z.B. Teppichkante, Absatz o. ä.
–Hindernisse nur vorwärts und im rechten Winkel (90°) überfahren. Zur Gewichtsverlagerung den
Oberkörper dabei leicht nach vorn beugen.
D In ungewohnter Umgebung/Wegstrecke, bei Steigungen/Gefällestrecken und auch bei scheinbar kleinen
Fahrbahnhindernissen (Teppichkante, Türschwelle, o.ä.) den Rollstuhl stets durch eine Hilfsperson an den
Schiebegriffen führen lassen.
D Einen unbeaufsichtigten Rollstuhl stets gegen Wegrollen sichern.
Zum Abstellen oder bei einem Wechsel vom oder in den Rollstuhl einen ebenen und festen Untergrund
wählen. Den Rollstuhl gegen Wegrollen sichern.
D Achtung! Schmale Räder verfangen sich leicht in Rillen, Gullideckeln und Abdeckrosten.
D Um unbefugte Benutzung, Mißbrauch oder Demontage zu verhindern, einen unbenutzten Rollstuhl nicht frei
zugänglich abstellen. Sicherheitshalber vor der Benutzung folgende Punkte kontrollieren:
–Bei Antriebsrädern mit Steckachse die Verriegelung überprüfen
–Klettverschlüsse der Sitzfläche und der Rückenlehne kontrollieren
–Zustand der Bereifung und Bremsen kontrollieren
D Zu Abgründen ( Treppen, Abhang, Ufer, usw.) stets einen großen Sicherheitsabstand halten.
D Kinder/Jugendliche in Rollstühlen niemals unbeaufsichtigt lassen.
D Zur Vermeidung von Korrosionsschäden den Rollstuhl nicht in Feuchträumen benutzen, keine Pfützen
oder Gewässer durchfahren, keinem Dauerregen aussetzen.
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3
5. Fahr– und Benutzerhinweise
Jedem Rollstuhl sind in Bezug auf das Fahrverhalten und die Manövrierbarkeit technische Grenzen
gesetzt. Machen Sie sich also eingehend, aber vorsichtig mit dem Rollstuhl vertraut. Eine Begleitperson sollte beim Üben neuer Fahrsituationen oder
beim Fahren unter unbekannten Bedingungen zugegen sein, um bei Bedarf helfend eingreifen zu
können. Die nachfolgenden Seiten geben einige allgemeine Hinweise und Vorschläge für die Handhabung und Benutzung des Rollstuhles in alltäglichen
Situationen.
Kurvenfahrt
Wenden
Wenden am Hang
Gefälle hinabfahren
Steigungen hinauffahren
Hindernisse anfahren
Hindernisse überwinden
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4
Überwinden von Kanten/Absätzen
Überwinden von Kanten/Absätzen
1. Einsteigen
2. Rollstuhl aufrichten
Toilette – erste Möglichkeit
Toilette – zweite Möglichkeit
1. Einsteigen ins Bad
2. Einsteigen ins Bad
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5
Vor dem Überwechseln auf eine andere Sitzgelegenheit, vor dem Verlassen oder vor dem Platznehmen im Rollstuhl grundsätzlich die Bremsen feststellen, damit der Rollstuhl nicht wegrollt.
Bei Tätigkeiten, die es erforderlich machen, den
Oberkörper weit nach vorn zu lehnen, z.B. beim
Zuschnüren von Schuhen oder zum Aufheben von
Gegenständen, sollte der Rollstuhl vorher so weit
rückwärts manövriert werden, bis die Lenkräder
nach vorn weisen. Die Standsicherheit des Rollstuhles wird dadurch erhöht.
Lenkräder nach vorn = sicherer Stand
Überwechseln
Überwechseln
Überwechseln
Beine herunterheben
Überwechseln mit Rutschbrett
Überwechseln mit Rutschbrett
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6
Rollstuhl und Auto
Den Rollstuhl parallel neben den Fahrer– oder Beifahrersitz fahren. Die Beinstützen und die Armlehnen abnehmen, um das Gewicht des Rollstuhles zu
reduzieren und das Hineinheben ins Auto zu erleichtern. Die Bremsen feststellen, damit der Rollstuhl
nicht wegrollt.
Beim Übersetzen ins Auto bietet sich der Türrahmen
zum Halten oder der Sitz zum Abstützen an.
Zum Überbrücken des Raumes zwischen Rollstuhl
und Autositz kann möglicherweise ein Rutschbrett
verwendet werden. Ob und welche Möglichkeiten
hier bestehen, hängt vom Fahrzeugtyp, von der
Höhe des Autositzes und der Höhe des Rollstuhlsitzes ab.
Vor dem Einladen die Bremsen des Rollstuhles lösen. Ob der Rollstuhl nun vom Fahrer– oder Beifahrersitz aus in das Auto gezogen wird, hängt von den
persönlichen Möglichkeiten und von der Geräumigkeit des Fahrzeuges ab.
Zweitürige Autos werfen in der Regel weniger Probleme auf, da die Türen meist breiter sind. Bei viertürigen Wagen ist zu entscheiden, ob eine Hilfsperson den Rollstuhl im Fahrgastraum oder im
Kofferraum unterbringt.
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7
6. Faltvorgang
Rollstuhl öffnen
Zum Öffnen den Rollstuhl auf einer Seite etwas ankippen. Auf der Seite, die noch fest auf dem Boden
steht, das Sitzrohr (Bild 3) ganz nach unten drücken.
Dann den Rollstuhl wieder abstellen und beide Sitzrohre nochmal herunterdrücken, so daß sie sicher in
den Klemmvorrichtungen liegen. Den Versteifungsbügel (Bild 4) hochschwenken, in die Verriegelung
auf der rechten Seite einsetzen und einrasten lassen. Den mit Klettband versehenen, unteren Teil des
Rückenlehnenbezuges, wahlweise von unten oder
von oben an den Sitzbezug heften.
3
Den Versteifungsbügel (Bild 4) nicht zum
Schieben oder Anheben des Rollstuhles benutzen !
Vor jedem Gebrauch die beiden Rückenlehnenrohre
mit dem Versteifungsbügel verbinden. Nichtbeachtung dieses Hinweises kann zu einer Überbelastung
oder Schädigung einzelner Bauteile führen.
Verriegelung
Versteifungsbügel
4
Rollstuhl falten
Die Fußplatten der Beinstützen nach oben klappen
oder die Beinstützen entfernen. Die Verriegelung
(Bild 4) nach außen schieben, dann den Versteifungsbügel herausziehen und nach unten schwenken. Den Klettverschluß des Rückenlehnenbezuges
vom Sitzbezug lösen. Den Sitzbezug vorn und hinten mittig anfassen und nach oben ziehen (Bild 5).
7. Sitz–/Rückenbezug
5
Der Rollstuhl ist mit einem Standard–Rückenbezug
oder mit einem ORTOFLEX–Rückenbezug ausrüstbar. Der ORTOFLEX–Rückenbezug 1 wird mit
Klettbändern auf dem Unterteil 2 befestigt. Das Unterteil 2 ist einstellbar. Werden die Gurte auf einen
größeren Durchhang eingestellt, wird dadurch
gleichzeitig eine größere Sitztiefe erzielt. Das verlängerte Rückenteil 3 wird unter oder, bei Verwendung eines Sitzkissens, auf die Sitzfläche geklettet.
Das Sitzkissen (Zubehör) wird auf der Sitzfläche
festgeklettet.6
ORTOFLEX–Sitzbezüge haben ebenfalls ein Unterteil, das mittels Klettbänder eingestellt werden kann.
1
2
ORTOFLEX
Unterteil
6
Seite
8
ORTOFLEX
Rückenbezug
Standard
Rückenbezug
3
Standard
Sitzbezug
8. Beinstützen
Anbau/Abbau
Zum Anbau die Beinstützen von oben in die Beinstützenaufnahme einhängen (Bild 7), dann die Verriegelung in die Position I drehen. Die Fußplatten
bzw. das Fußbrett herunterklappen und das Wadenband einhängen 1 . Zum Abbau die Verriegelung in
die Position 0 drehen, dann die Beinstützen nach
oben herausziehen.
Die Beinstützen sind nach innen und außen
schwenkbar. Hierzu das Wadenband aushängen
und die Fußplatten oder das Fußbrett hochklappen.
Die Verriegelung in die Position 0 drehen, dann die
Beinstütze etwas anheben und in die gewünschte
Richtung schwenken.
0
I
1
7
Einstellmöglichkeiten (Bild 8)
1 Nach Lösen dieser Schraube ist die Beinstützenlänge stufenlos einstellbar. Beim durchgehenden
Fußbrett die Schraube an beiden Beinstützen lösen.
2 Nach Entfernen dieser Schraube (beim durchgehenden Fußbrett an beiden Seiten) kann die Fußplatte/Fußbrett aus der Verzahnung herausgezogen
und dann in einer anderen Neigung wieder eingesetzt und festgeschraubt werden.
3 An dieser Schraube kann die Fußplatte im Winkel
verstellt werden (nicht beim Fußbrett).
Alle Schrauben nach dem Einstellen festziehen.
1
2
3
8
Beinstützen mit automatischem Längenausgleich
Den Hebel 4 durch Linksdrehung lösen, dann kann
die Beinstütze nach oben oder unten geschwenkt
werden. Die Beinstützenlänge wird dabei durch Federkraft selbsttätig angeglichen. In der gewünschten
Position den Hebel 4 wieder durch Rechtsdrehung
festziehen. Bei ungünstiger Hebelstellung den
Hebel nach außen ziehen und verdrehen. Die
Klemmwirkung verändert sich dadurch nicht. Nach
Gebrauch den Hebel nach außen ziehen und nach
unten drehen. Die Wadenplatte kann durch Montage
in den entsprechende Bohrungen 5 und 6 in der
Höhe und in der Tiefe verstellt werden. Die
Beinstützenlänge ist nach Herausdrehen der
Schraube 7 stufenweise einstellbar. 9
Alle Schrauben nach dem Einstellen festziehen.
4
fest
los
5
Hebelstellung
verändern
1.
6
2.
7
9
Seite
9
Fußbrett
Das Fußbrett ist hochklappbar (Bild 10). Wird ein
Hochklappen zur anderen Seite hin gewünscht,
kann das Fußbrett, nach Lösen der beiden Schrauben (Bild 10 1 ) herausgezogen und gedreht werden.
Eine Winkelverstellung ist möglich, nach lösen der
Schrauben (Bild 10 2 ).
Nach Lösen der Schrauben 3 kann das Fußbrett in
den Langlöchern nach vorn oder hinten verschoben
werden.
Alle Schrauben nach dem Einstellen festziehen.
1
Fußbrett
hochklappbar
1
2
2
Fußbrett
Draufsicht
3
3
10
Fußbügel
Der Fußbügel ist für den aktiven Fahrer gedacht. Der
Fußbügel ist zweigeteilt, um das Abnehmen des
Fußbügels mit einer Hand zu ermöglichen.
0
Verriegelung
I
An der Unterseite (Bild 11) befindet sich
eine Sperre. Für Fahrten auf holperigem Untergrund
die Sperre so drehen, daß die Fußplatte nicht aus
der Arretierung springen kann. Zum Abnehmen des
Fußbügels die Sperre wieder zur Seite drehen.
Zum Abnehmen das Wadenband auf einer Seite
lösen. Die Verriegelungen in die Position 0 drehen.
Dann zuerst die in Fahrtrichtung rechte Seite nach
oben abnehmen, danach die linke Seite nach oben
entfernen.
Sperre
11
9. Kniepolster
Die Beinstützen sind mit einem Kniepolster nachrüstbar (Bild 12). Zuerst wird die Klettfläche aufgeklebt, dann das Kniepolster mit der Klettseite daraufgeheftet. Bei der hochschwenkbaren Beinstütze
gehört das Kniepolster zur Serienausstattung.
Klettfläche
Kniepolster
10. Fersenband
Jede Fußplatte ist mit einem Fersenband nachrüstbar (Bild 12). Die Nachrüstung sollte von einem autorisierten Fachhändler durchgeführt werden.
Auf der Unterseite der Fußplatte befindet sich eine angedeutete Bohrung, die zur Montage des Fersenbandhalters nur noch durchbohrt werden muß. Das
Fersenband besitzt einen Klettbandverschluß und ist
dadurch einstellbar.
Seite 10
Fersenband
12
11. Armlehnen
Der LOGO ist mit Armauflagen (Bild 13, nur bei 6o
Rückenlehne) oder Armlehnen (Bild 14 und 15) ausrüstbar. Die Armauflagen sind hochklappbar. Zum
Einstellen der Höhe die Schrauben 1 lösen und die
Armauflage verschieben. Nach der Einstellung die
Schrauben wieder festziehen. Beide Armauflagen
auf die gewünschte Höhe einstellen.
Bei den Armlehnen stehen verschiedene Modelle
zur Auswahl. Die Armlehnen sind abnehmbar. Der
An– und Abbau ist bei allen Modellen gleich.
Die Armauflagen/Armlehnen nicht zum
Anheben oder Tragen des Rollstuhles verwenden.
An–/Abbau
Die Armlehne in die seitliche Aufnahme–Halterung
am Rollstuhl einstecken und herunterdrücken, bis
sie sicher einrastet. Zum Abbau der Armlehnen die
Verriegelung 2 hochziehen, dann die Armlehne
nach oben herausziehen.
Armauflage, hochklappbar
1
13
Armlehne, An–/Abbau
2
2
2
Ñ
14
Höhenverstellbare Armlehnen
Dieser Armlehnentyp ist ebenfalls abnehmbar. Der
An–/Abbau wird wie zuvor beschrieben gehandhabt. Es stehen verschiedene Armlehnenpolster zur
Auswahl. Die Armlehnenpolster sind stufenweise in
der Höhe verstellbar. Hierzu die Raste 3 eindrükken und das Armlehnenpolster auf die gewünschte
Höhe bringen. Die Raste loslassen und das Armlehnenpolster heben oder senken, bis es sicher einrastet.
Höhenverstellbare Armlehne
3
ÑÑ
15
12. Sicherheitsgurt
Der Rollstuhl ist bei Bedarf mit einem Beckengurt
nachrüstbar. Die Montage ( Bild 16) sollte einem autorisierten Fachhändler überlassen werden.
Der Gurt wird durch Zusammendrücken der Klettflächen geschlossen. Die max. mögliche Klettfläche ist
dabei auszunutzen.
Der Sicherheitsgurt ist nicht Teil des Rückhaltesystems für den Rollstuhl und/oder Insassen
beim Transport in einem Behindertentransportfahrzeug.
16
Seite 11
13. Kniehebelbremse
los
Das Abbremsen des Rollstuhles kann über die Greifreifen oder die Kniehebelbremsen (Bild 17) erfolgen.
Die Bremsen wirken direkt auf das Reifenprofil.
Die Bremswirkung ist abhängig vom Zustand der Bereifung! Deshalb: Stets auf gutes Reifenprofil, richtigen und seitengleichen Reifendruck
sowie korrekte Einstellung der Bremsen achten.
Zum Bremsen stets beide Bremshebel gleichmäßig
und behutsam nach vorn drücken (Bild 17). Einseitiges oder abruptes Bremsen führt zu plötzlicher Kurvenfahrt und Kippgefahr. Zum Feststellen oder zum
Sichern des Rollstuhles gegen Wegrollen die
Bremshebel ganz nach vorn in die Raststellung
drücken. Zum Lösen die Bremshebel wieder nach
hinten ziehen.
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bremsen
fest
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17
14. Trommelbremse
Bei Trommelbremsen ist die Bremswirkung nicht
abhängig vom Reifendruck, wie bei der Kniehebelbremse. Trommelbremsen unterliegen jedoch
einem normalen Verschleiß und bedürfen regelmäßiger Wartung durch den ORTOPEDIA–Fachhändler.
Zum Bremsen stets beide Bremshebel gleichmäßig
und behutsam nach vorn drücken (Bild 18). Einseitiges oder abruptes Bremsen führt zu plötzlicher Kurvenfahrt und Kippgefahr. Zum Feststellen oder zum
Sichern des Rollstuhles gegen Wegrollen die
Bremshebel ganz nach vorn in die Raststellung
drücken. Zum Lösen die Bremshebel wieder nach
hinten ziehen.
los
bremsen
fest
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18
15. Bremse für Begleitperson
Bei Ausrüstung mit Bremsen für die Begleitperson
kann der Rollstuhl über die Bremsgriffe (Bild 19)
abgebremst und, zum Sichern gegen Wegrollen,
festgestellt werden.
2
1
Zum Bremsen stets beide Bremsgriffe 1 gleichmäßig und behutsam in Richtung der Schiebegriffe ziehen.
Zum Feststellen die Bremsgriffe in Richtung der
Schiebegriffe ziehen, dann die Sperre 2 nach oben
drücken und die Bremsgriffe loslassen. Zum Lösen
die Bremsgriffe ziehen, bis die Sperre in ihre Ausgangslage zurückspringt.
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19
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Die Bremse für die Begleitperson ist immer gekoppelt mit der Trommelbremse. Der Rollstuhl kann
also von der Begleitperson, aber auch vom Insassen gebremst werden. Um eine Überlastung des Bremssystems zu vermeiden sollte der Rollstuhl nur von einer Personen gebremst werden.
Seite 12
16. Steckachse
Bei Ausrüstung mit Steckachse können die Antriebsräder mit einem Handgriff, ohne Werkzeug, abgenommen
werden. Durch den Abbau der Antriebsräder kann der Rollstuhl zum Transport oder zum Verstauen in seinen
Abmessungen verkleinert werden. Bei einem Reifenwechsel braucht nicht der ganze Rollstuhl zum ORTOPEDIA–Fachhändler transportiert werden, sondern nur das abgenommene Rad.
Abbau
Zum Abnehmen der Räder mit einer Hand so in die
Speichen greifen, daß der Daumen auf der Gummikappe in der Radmitte aufliegt. Die Steckachse
durch Druck auf diese Gummikappe entriegeln und
das Antriebsrad nach außen abziehen.
Anbau
Zum Anbau der Räder die Steckachse wieder durch
Druck auf die Gummikappe in der Radmitte entriegeln. Das Antriebsrad einsetzen und die Gummikappe loslassen.
Nach dem Anbau, durch Ziehen/Drücken
des Antriebsrades in seitlicher Richtung prüfen, ob
die Achse sicher verriegelt ist (Bild 20). Ggf. den
Anbauvorgang wiederholen. Hat das Rad zu viel
seitliches Spiel oder verriegelt die Steckachse nicht,
muß die Steckachse von einem autorisierten ORTOPEDIA–Fachhändler eingestellt werden.
Verriegelung der
Steckachse prüfen
20
17. Greifreifen
Der Abstand der Greifreifen zum Rad ist einstellbar.
Zum Verändern des Greifreifenabstandes die vier
Befestigungsschrauben (Bild 21) ca. eine Umdrehung lösen. Den Greifreifen auf den gewünschten
Abstand bringen, dann die vier Schrauben über
Kreuz festziehen.
18. Schiebegriffe
Je nach Ausführung sind die Schiebegriffe stufenweise oder stufenlos verstellbar.22
Bei stufenweise verstellbaren Schiebegriffen die
Schraube 1 auf der Innenseite herausdrehen. Den
Schiebegriff auf die gewünschte Höhe bringen. Die
Schraube wieder einsetzen und festschrauben.
Beide Schiebegriffe auf die gleiche Höhe einstellen.
Bei stufenlos verstellbaren Schiebegriffen die Knebelschraube 2 ca. 1 Umdrehung lösen (die Knebelschraube nicht zu weit herausdrehen, da sonst kein
Anschlag mehr vorhanden ist). Den Schiebegriff auf
die gewünschte Höhe bringen, dann die Knebelschraube wieder festdrehen. Beide Schiebegriffe
auf die gleiche Höhe einstellen.
21
1
2
22
Seite 13
19. Rückenlehne
Rückenlehne
manuell verstellbar
Es stehen verschiedene Rückenlehnen–Varianten
zur Auswahl. Es gibt Rückenlehnen mit einer festen
Neigung von 6o. Manuell winkelverstellbare Rückenlehnen (Bild 23) und Rückenlehnen mit Gasdruckfedern (Bild 24).
Rückenlehne mit manueller Winkelverstellung
Diese Rückenlehne ist in einem Bereich von –10o bis
+ 20o verstellbar. Zum Verstellen die Schraube 1
auf beiden Seiten der Rückenlehne ca. eine Umdrehung lösen. Die jeweilige Sechskantmutter auf der
Innenseite dabei mit geeignetem Werkzeug gegenhalten. Die Rückenlehne in die gewünschte Position
bringen, dann die Schraube auf beiden Seiten wieder festziehen.
Rückenlehne mit Gasdruckfedern
Diese Rückenlehne ist mit Gasdruckfedern ausgerüstet, die das Aufrichten der Rückenlehne unterstützen. Der Verstellbereich beträgt ca. 30o. Bedienung durch eine Begleitperson. Zur Sicherheit ist der
Rollstuhl mit Stützrollen auszurüsten.
Zum Neigen der Rückenlehne die Hebel 2 an beiden Schiebegriffen ziehen, und die Rückenlehne
gegen die Kraft der Gasdruckfedern nach hinten
drücken (Insasse) oder ziehen (an den Schiebegriffen, durch die Begleitperson). In der gewünschten
Position die Hebel 2 loslassen. Zum Aufrichten der
Rückenlehne die beiden Hebel 2 ziehen. Die
Rückenlehne in die gewünschte Position bringen
und die Hebel wieder loslassen. Das Aufrichten wird
durch die Kraft der Gasdruckfedern unterstützt.
1
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Ñ
Ñ
23
Rückenlehne mit
Gasdruckfedern
2
Ñ
Ñ
Ñ
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24
3
Höhenverstellung
Bei den Rückenlehnen mit manueller Winkelverstellung und mit Gasfedern ist die Rückenlehne auch in
der Höhe verstellbar (Bild 25). Zum Verstellen die
Schraube 3 und die Schraube 4 auf beiden Seiten
der Rückenlehne lösen. Die Rückenlehne auf die
gewünschte Höhe verschieben, dann alle vier
Schrauben wieder festziehen.
4
Ñ
Ñ
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25
20. Kopfstütze
Die Kopfstütze (Bild 26) ist nur für verstellbare Rükkenlehnen geeignet. Die beiden Kopfstützenhalter
7 werden mit je zwei Schrauben 5 oben an jeder
Seite der Rückenlehne verschraubt. Der Kopfstützenbügel wird rechts und links in die Halter 7 und
in die Bohrungen der Versteifungsbügelhalter 8 eingeschoben. Die Enden des Kopfstützenbügels müssen unten aus dem Versteifungsbügelhalter herausschauen. Als Anschlag befindet sich auf jeder Seite
ein verstellbarer Klemmring 6 . Zum Abnehmen den
Kopfstützenbügel einfach nach oben herausziehen.
Die Kopfstütze ist in der Höhe und im Winkel verstellbar.
Seite 14
5
6
7
8
26
21. Auftrittkappen / Stützrollen
Der Rollstuhl kann wahlweise mit hohen oder niedrigen Auftrittkappen ausgestattet werden. Die Auftrittkappen werden am Punkt 1 mit dem Rollstuhlrahmen verschraubt. Mittels Fußkraft auf eine der
Auftrittkappen und gleichzeitiger Unterstützung an
den Schiebegriffen kann eine Begleitperson den
Rollstuhl damit leichter über kleine Hindernisse, wie
z.B. Türschwellen hinwegmanövrieren.27
Die Fußkraft auf den Auftrittkappen verhindert eine Überbeanspruchung der Schiebegriffe
beim Überwinden von Hindernissen.
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wahlweise
hohe
niedrige
Auftrittkappe
Auftrittkappe
1
27
Die hohen Auftrittkappen sind auch mit Stützrollen
erhältlich (Bild 28). Bei der Bestellung die Sitzhöhe
angeben, damit die Stützrollen in entsprechender
Länge geliefert werden können. Die Montage erfolgt
wie oben beschrieben.
Stützrollen bieten zusätzliche Sicherheit gegen die
Gefahr des Umkippens nach hinten. Stützrollen sind
dringend zu empfehlen für Personen mit keiner/wenig Fahrerfahrung, für Personen mit Amputationen
im Bereich der Beine (ungünstige Schwerpunktlage
für bestimmte Fahrmanöver) oder wenn das Fahrwerk des Rollstuhles, zur Verbesserung der Wendigkeit, auf einen kurzen Radstand geändert wurde
(Radstand, siehe Seite 24).
Die Stützrollen vor Gebrauch auf die richtige Höhe
einstellen. Hierzu die Schraube/n 2 herausdrehen.
Die Stützrolle auf die gewünschte Höhe bringen und
mit den Schrauben wieder befestigen. Beim Enstellen gilt: Je tiefer die Stützrollen, desto geringer die
Kippmöglichkeit. Die Stützrollen sollen aber noch
nach vorn einklappbar bleiben (Bild 30). Je tiefer die
Stützrollen desto geringer ist aber auch die überwindbaren Hindernisshöhe, siehe Bild 29.
Beim Überfahren von kleinen Hindernissen, z.B. Türschwellen, Absätze, Kanten beachten:
Stoßen die Stützrollen beim Hinabfahren auf das
Hindernis, verlieren die Antriebsräder den Bodenkontakt. Antreiben oder Bremsen ist dann nicht mehr
möglich.
Berühren die Stützrollen bei Rückwärtsfahrt ein Hindernis, können die Stützrollen einklappen.
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hohe Auftrittkappe
mit Stützrolle
2
28
Fahrtrichtung
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ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ
ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ
ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ
Stützrollen zu tief für
ein solches Hindernis
29
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Bei Nichtgebrauch sind die Stützrollen einklappbar.
Vor Gebrauch des Rollstuhles die Stützrollen nach hinten herausklappen.
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Vor der Fahrt Stützrollen ausklappen
30
30
Seite 15
22. Transport
Zum Verstauen oder zu Transportzwecken kann der Rollstuhl ohne Werkzeug in tragbare Elemente zerlegt
werden. Die einzelnen Handgriffe dazu wurden schon auf den vorangegangenen Seiten ausführlich beschrieben. Bei Bedarf in den entsprechenden Kapiteln nachschlagen.
Zunächst kann der Rollstuhl durch Entfernen aller abnehmbaren Teile in seinen Abmessungen verkleinert
werden. Hierzu gehören die Beinstützen und die Armlehnen (Armauflagen sind nicht abnehmbar). Die Stützrollen (falls vorhanden) sind nach vorn einklappbar.
Dann kann der Rollstuhl wie gewohnt gefaltet werden. Zusätzlich können jetzt noch die mit Steckachsen ausgerüsteten Antriebsräder und Lenkräder vom Rollstuhl abgenommen werden.
Beim Zusammenbau darauf achten, daß jedes Teil wieder ordnungsgemäß angebracht und sicher befestigt/
eingerastet wird. Es ist dabei wie in den jeweiligen Kapiteln beschrieben zu verfahren.
23. Therapieplatte
Zur Verwendung einer Therapieplatte muß der Rollstuhl vorbereitet werden. Hierzu ist unter jeder
Armauflage ein Distanzstück mit einer Schraube zu
befestigen (Bild 31). Bohrungen für die Schrauben
sind serienmäßig vorhanden. Zum Gebrauch die
Therapieplatte einfach auf die Armauflagen aufschieben.
Die Therapieplatte mindestens bis über die
Distanzstücke schieben.
Maximale Belastbarkeit 500 N (entspricht einem
Gewicht von 50 kg). Keine spitzen Gegenstände
oder heiße Sachen auf der Platte abstellen. Zur
Pflege der Therapieplatte keine scheuernden Mittel
verwenden.
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31
24. Utensilientasche
Auf Wunsch kann der Rollstuhl mit einer zweiten
Utensilientasche ausgerüstet werden. Zur Montage
die entsprechenden Clips aus der Dekorplatte enfernen und an deren Stelle die Tasche mit drei Schrauben befestigen (Bild 32).
25. Bremshebelverlängerung
32
Damit die Bremshebel mit geringerem Kraftaufwand
bedient werden können, besteht die Möglichkeit,
den Rollstuhl mit Bremshebelverlängerungen auszurüsten (Bild 33).
Die Verlängerungen werden nur auf die
Bremshebel aufgeschoben und sind jederzeit wieder abnehmbar. Bei unsachgemäßem Gebrauch
können die Verlängerungen herunterrutschen.
Durch den verlängerten Bremshebel können höhere
Kräfte übertragen werden. Es ist daher stets vorsichtig und behutsam zu bremsen, um gefährliche Situationen oder ein Überdrücken der Bremsen zu vermeiden.
Seite 16
33
26. Pflege und Wartung
Nicht nur aus hygienischer Sicht, sondern auch im Hinblick auf Ihre Sicherheit, bedarf der Rollstuhl regelmäßiger Pflege und Wartung. Durch die Verarbeitung ausgewählter Materialien und modernster Werkstoffe ist es
jedoch gelungen, den Pflege– und Wartungsaufwand auf ein Minimum zu begrenzen. Regelmäßige Pflege
und Wartung erhält die Einsatzbereitschaft und Betriebssicherheit des Rollstuhles.
Eine mangelhafte oder vernachlässigte Pflege und Wartung des Rollstuhles führt zur Einschränkung
der Produzentenhaftung.
Pflege
D Sitz– und Rückenbezüge
Die Sitz– und Rückenbezüge bestehen aus Kunstfaser auf PVC Basis, 55% PVC (Beschichtung) und 45%
Polyester (Trägermaterial). Die Bezüge können mit einem Feinwaschmittel feucht gesäubert werden. Keine
Naßwäsche! Nicht in die Waschmaschine! Zur Desinfektion handelsübliche Markenartikel verwenden. Die
Anwendungs– und Dosierungshinweise des Desinfektionsmittels beachten.
D Bereifung
Den Reifendruck regelmäßig prüfen. Auf richtigen und seitengleichen Reifendruck achten.
Reifendruck: Siehe technische Daten.
Den Zustand der Bereifung regelmäßig kontrollieren (Verschleiß, Alterung).
D Fahrgestell
Das Fahrgestell und die Räder können mit einem milden Reinigungsmittel feucht gereinigt werden.
Anschließend gut nachtrocknen. Zur Reinigung der Dekorstreifen und Verkleidungen handelsübliche milde
Kunststoffpflegemittel verwenden.
D Bremsen
Auf einwandfreie Funktion und leichte Bedienbarkeit kontrollieren.
D Abnehmbare Teile
Die abnehmbaren Teile, wie z.B. Beinstützen, Armlehnen und Antriebsräder, auf festen Sitz und sichere
Verriegelung prüfen.
D Bewegliche Teile
Alle beweglichen Teile auf Funktion und Gangbarkeit kontrollieren.
Wartung
Aus Sicherheitsgründen und um Unfällen vorzubeugen, die aus nicht rechtzeitig erkanntem Verschleiß resultieren, den Rollstuhl in halbjährlichem Abstand von einem ORTOPEDIA–Fachhändler prüfen und warten lassen. Der ORTOPEDIA–Fachhändler überprüft und wartet alle sicherheitsrelevanten Teile des Rollstuhles und
kontrolliert die Funktionstüchtigkeit und die Betriebssicherheit. Er kann beginnenden Verschleiß rechtzeitig
erkennen und verwendet ausschließlich Original–ORTOPEDIA–Ersatzteile oder von uns geprüfte und freigegebene Teile.
27. Gewährleistung
Die Gewährleistungszeit für diesen Rollstuhl beträgt zwölf Monate und erstreckt sich auf Material– und Verarbeitungsfehler. Hiervon ausgeschlossen sind Verschleißteile, Schäden, die sich als Folge übermäßiger Beanspruchung, unrichtiger Behandlung, gewaltsamer Beschädigung oder firmenfremder bzw. unautorisierter Änderung/Instandsetzung ergeben.
Wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler, bei dem Sie den Rollstuhl gekauft haben.
Zu Ihrer Sicherheit und aus Gründen der Produzentenhaftung dürfen Änderungen im Rahmen des Modulsystems und Instandsetzungen nur vom autorisierten Fachhändler und nur unter Verwendung von Original–ORTOPEDIA–Ersatzteilen durchgeführt werden.
Änderungen bedingt durch technische Verbesserungen und Design–Modifikationen bleiben vorbehalten.
Diese Schrift entspricht dem Stand von Juli 1998.
ORTOPEDIA GmbH, Kiel
Seite 17
28. Technische Daten
Sitzbreite
Sitztiefe
Standard
Sitztiefe
einstellbar
36 cm . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 cm . . . . . . . . . . . . . 39 cm
43 cm und 46 cm mit Sitztiefenadapter
38 cm . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 cm . . . . . . . . . . . . . 39 cm
43 cm und 46 cm mit Sitztiefenadapter
40 cm . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 cm . . . . . . . . . . . . . 40 cm
46 cm und 49 cm mit Sitztiefenadapter
43 cm . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 cm . . . . . . . . . . . . . 40 cm
46 cm und 49 cm mit Sitztiefenadapter
45 cm . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 cm . . . . . . . . . . . . . 40 cm
46 cm und 49 cm mit Sitztiefenadapter
48, 51, 56 cm . . . . . . . . . . 46 cm . . . . . . . . . . . . . 49 cm (Rollstuhl mit verstärkter Kreuzstrebe)
Sitzhöhe/Sitzneigungswinkel bei Ausrüstung mit 22” Antriebsräder
Sitzhöhe ca.
Sitzneigungswinkel
stufenlos einstellbar
abhängig von eingestellter Sitzhöhe
4” Lenkräder . . . . . . . . . . . 40 – 48 cm . . . . . . . . . 0o – 12o
(mit kurzer Radgabel)
5” Lenkräder . . . . . . . . . . . 43 – 52 cm . . . . . . . . . 0o – 12o
6” Lenkräder . . . . . . . . . . . 45 – 53 cm . . . . . . . . . 2o – 12o
7” Lenkräder . . . . . . . . . . . 47 – 54 cm . . . . . . . . . 3o – 12o
200 x 50 Lenkräder . . . . . 50 – 54 cm . . . . . . . . . 5o – 12o
Sitzhöhe/Sitzneigungswinkel bei Ausrüstung mit 24” Antriebsräder
Sitzhöhe ca.
Sitzneigungswinkel
stufenlos einstellbar
abhängig von eingestellter Sitzhöhe
4” Lenkräder . . . . . . . . . . . 43 – 51 cm . . . . . . . . . 0o – 12o
5” Lenkräder . . . . . . . . . . . 43 – 52 cm . . . . . . . . . 0o – 12o
6” Lenkräder . . . . . . . . . . . 45 – 53 cm . . . . . . . . . 0o – 12o
7” Lenkräder . . . . . . . . . . . 47 – 55 cm . . . . . . . . . 0o – 12o
200 x 50 Lenkräder . . . . . 50 – 56 cm . . . . . . . . . 2o – 12o
Bereifung/Reifendruck
Lenkräder
4” pannensicher
5” pannensicher
6” pannensicher
7” pannensicher
7” luftbereift . . . . . . . . 2,5 bar
200 x 50 luftbreift . . . 2,5 bar
Antriebsräder
22 x 1” . . . . . . .
22 x 13/8” . . . . .
24 x 1” . . . . . . .
24 x 13/8” . . . . .
121/2 x 21/4”
7,5
4,5
7,5
4,0
2,5
bar
bar
bar
bar
bar (LOGO in Transitausführung)
Greifreifenabstand . . . . stufenlos einstellbar
Gewicht . . . . . . . . . . . . . . ab 13,6 kg (je nach Variante, Ausrüstung und Zubehör)
Max. Belastung
bei Sitzbreite 36 cm und 38 cm . . . . . . . . . . . . 75 kg
bei Sitzbreite 40 cm, 43 cm und 45 cm . . . . 100 kg
bei Sitzbreite 48 cm und darüber . . . . . . . . . 130 kg
Seite 18
29. Typenschild, Klebeschilder
Diese Übersicht zeigt die Klebeschilder und deren Anbringungsorte am Rollstuhl.
Rücken– oder Sitzverstellung nur im
Stillstand auf ebenem Untergrund, nicht
bei Fahrt über Absätze und Treppen
betätigen. Die Verstellung nicht fetten.
Ident.Nr. 8 374 561
Dieser Hinweis gilt nur für Rollstühle,
die mit einer Rücken– oder Sitzverstellung ausgestattet sind.
ÊÊÊÊÊÊÊÊÊ
ÊÊÊÊÊÊÊÊÊ
ÊÊÊÊÊÊÊÊÊ
HIER NICHT SCHIEBEN, NICHT HEBEN !
DO NOT PUSH, DO NOT LIFT HERE !
NE PAS POUSSEZ, NE PAS SOULEVEZ ICI !
Der Versteifungsbügel hält die Rückenlehnenrohre in ihrer Lage und verhindert ein
Verbiegen bei Überlast. Dieser Bügel ist
konstruktiv nicht für das Heben oder Schieben des Rollstuhles vorgesehen.
Beinstützen und Armlehnen sind bewegliche, abnehmbare Teile und nicht
geeignet daran den Rollstuhl anzuheben oder zu
tragen.
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Ñ
ÑÑ
Bei Ausstattung mit Trommelbremsen, ist regelmäßiges Nachstellen durch den
autorisierten Fachhändler
erforderlich.
Werden die Antriebsräder weiter nach vorne
versetzt oder kommen die Lenkräder durch
Justierung näher an die Antriebsräder heran,
ergibt sich ein kurzer Radstand. Wenn also
die Vorder– und Hinterräder einen kleineren
Abstand zueinander haben, erhöht dies die
Wendigkeit des Rollstuhl, aber auch die
Kippgefahr, besonders auf Steigungen und
Gefälle. Siehe hierzu auch Seite 24.
Typenschild
Auf dem Typenschild befinden sich die
Angaben, die z.B. auch für eine zügige
Ersatzteilbeschaffung notwendig sind.
Seite 19
Einstell- und Montagearbeiten
30. Hinweise zu Einstell– und Montagearbeiten
Die nachfolgenden Kapitel beschreiben das LOGO–Anpaßsystem und die Einstell– und Montagearbeiten,
durch die der Rollstuhl individuell angepaßt oder geändert werden kann. Dabei ist zu beachten, daß geänderte Abmessungen/Gewichte meist auch ein verändertes Fahrverhalten des Rollstuhles nach sich zieht. Die
Einstell– und Montagearbeiten bedürfen fachgerechter und korrekter Ausführung. Lassen Sie deshalb diese
Arbeiten nur von einem autorisierten ORTOPEDIA–Fachhändler ausführen.
Zu therapeutischen Zwecken kann der Rollstuhl so an den Benutzer angepaßt und für ihn eingestellt
werden, daß die von der EU–Norm geforderten Werte hinsichtlich der Kippsicherheit nicht erfüllt werden. Zur
Sicherheit ist es in jedem Fall empfehlenswert, die als Zubehör erhältlichen Stützrollen am Rollstuhl zu montieren und vor jedem Einsatz auszuklappen.
Bei diesem Rollstuhl wurden zur Gewichtsreduzierung Magnesium–Gußteile verwendet. Magnesium–Gußteile sind nicht brennbar. Magnesium–Pulver oder Bohrspäne, die bei spanender Bearbeitung von
Magnesium entstehen können, sind jedoch brennbar und haben eine Zündtemperatur von ca. 400oC. Am
Rollstuhl sollte nachträglich möglichst keine spanende Bearbeitung durchgeführt werden. Falls dieses jedoch
nicht zu vermeiden ist, ist vorsichtig wie folgt vorzugehen:
D Nur mit gut geschliffenem Bohrer arbeiten, die richtige Bohrgeschwindigkeit einhalten
D Als Kühlmittel kein Wasser verwenden
D Die Späne nicht in die Nähe eines offenen Feuers bringen
D Im Falle eines Feuers ist mit Sand zu löschen, auf keinen Fall mit Wasser.
Seite 20
Einstell- und Montagearbeiten
31. Das LOGO Konzept
Es stehen drei Seitenrahmen zur Auswahl. In Standardausführung hat der Rollstuhl die in der Tabelle markierte Standardsitztiefe. Durch Verschieben der Radbuchsenblöcke kann eine größere Sitztiefe erzielt werden. Die Kreuzstreben erhielten ihre Bezeichnung entsprechend der Anzahl der Kreuzstrebenmittelrohre (2er
und 4er). Diese Zuordnung einschließlich der entsprechenden Seitenrahmen sind die Basis für das LOGO–
Anpaßsystem. Ist mehr Wendigkeit oder erhöhte Standsicherheit gewünscht, können die Standard Radbuchsenblöcke gegen LOGO–plus Radbuchsenblöcke ausgetauscht werden. Der LOGO–plus Radbuchsenblock
besitzt eine in verschiedenen Positionen montierbare 12–Loch–Platte, wodurch die
Radanbindung individuell gewählt werden kann, ohne die Sitztiefe verändern zu müssen.
ÑÑ
Ñ
Ñ
Sitzbreite
Seitenrahmen
Kreuzstrebe
ergibt die Sitztiefe
36 cm
1
2
2er
2er**
36 cm und 39 cm
43 cm und 46 cm
38 cm
1
2
2er
2er**
36 cm und 39 cm
43 cm und 46 cm
Standard LOGO–plus
40 cm
2
2
3
4er
4er**
**4er
40 cm und 43 cm
46 cm
46 cm und 49 cm
Radbuchsenblock
wahlweise
43 cm
2
2
3
4er
4er**
**4er
40 cm und 43 cm
46 cm
46 cm und 49 cm
45 cm
2
2
3
4er
4er**
**4er
40 cm und 43 cm
46 cm
46 cm und 49 cm
48 cm
3
4er V
46 cm und 49 cm
51 cm
3
4er V
46 cm und 49 cm
56 cm
3
4er V
46 cm und 49 cm
xx cm = Standardausführung
V = verstärkte Kreuzstrebe
2er** und 4er** = Durch Sitztiefenadapter und einen län-
L
Ñ
ÑÑ
ÑÑ
Seitenrahmen 1: L = 505 mm
Seitenrahmen 2: L = 575 mm
Seitenrahmen 3: L = 605 mm
2er Kreuzstrebe
4er Kreuzstrebe
geren Sitzbezug die Sitztiefe nach hinten verlängert.
**4er = Durch Sitztiefenadapter und einen längeren Sitzbezug die Sitztiefe nach vorn verlängert.
Seite 21
Einstell- und Montagearbeiten
32. Sitztiefe anpassen
Die Sitztiefe kann durch Versetzen der Radbuchsenblöcke verändert werden. Durch den Umbau werden
Dekorstreifen mit anderen Abmessungen erforderlich. Ein neuer Sitzbezug wird nicht benötigt. Bei verlängerter Sitztiefe wird der entstandene Abstand zwischen Rückenlehne und Sitzfläche durch das mit Klettband versehene untere Rückenteil, das auf oder unter die Sitzfläche geheftet wird, überbrückt. Hinweise zu den verschiedenen Seitenrahmen siehe vorherigen Abschnitt.
Radbuchsenblöcke auf beiden Seiten in der gleichen Position montieren. Dies ist durch Nachmessen auf beiden Seiten zu kontrollieren. Nach dem Versetzen der Radbuchsenblöcke die Bremsen einstellen.
Die Geradeauslaufeigenschaften des Rollstuhles kontrollieren und bei Bedarf die Lenkradhalterungen einstellen sowie die Lenkräder justieren.
Ñ
Ñ
Seitenrahmen 1
Bei Befestigung des Radbuchsenblocks in der Position 1 ergibt sich eine Sitztiefe von 36 cm. In der Position 2 ergibt sich eine Sitztiefe von 39 cm.34
Ñ
Seitenrahmen 1
Standard
1
Radbuchsenblock
wahlweise
34
Ñ
Ñ
Seitenrahmen 2
Bei Befestigung des Radbuchsenblocks in der Position 1 ergibt sich eine Sitztiefe von 40 cm. In der Position 2 ergibt sich eine Sitztiefe von 43 cm und in
der Position 3 eine Sitztiefe von 46 cm.35
Ñ
Ñ
LOGO–plus
2
Seitenrahmen 2
Standard
2
LOGO–plus
3
Radbuchsenblock
wahlweise
1
35
Ñ
Ñ
Seitenrahmen 3
Bei Befestigung des Radbuchsenblocks in der Position 1 ergibt sich eine Sitztiefe von 46 cm. In der Position 2 ergibt sich eine Sitztiefe von 49 cm.36
Ñ
Ñ
Seitenrahmen 3
Standard
1
36
Seite 22
LOGO–plus
2
Radbuchsenblock
wahlweise
Einstell- und Montagearbeiten
33. Sitztiefenadapter
Dieser Abschnitt gilt nur für Sitzrahmen 2.
Durch die Montage von Sitztiefenadaptern und eines verlängerten Sitzbezuges kann der Rollstuhl auf
eine Sitztiefe von bis zu 46 cm gebracht werden.
Vor dem Umbau die Antriebsräder entfernen und
den Rollstuhl so auf den Montageblock stellen, daß
der Sitzbezug leicht durchhängt.
Ñ
Kreuzstrebe
Die Radbuchsenblöcke in der hintersten Position (in
der letzten montieren (Bild 37).
Die vorderen und hinteren Stopfen 1 aus der
Kreuzstrebe entfernen (Nase unten eindrücken),
dann den alten Sitzbezug herausziehen.
Ñ
Ñ
ÑÑÑ
ÑÑ
Ñ ÑÑÑ
Sitztiefen–
adapter
Radbuchsenblock
hinterste Montageposition
37
1
Die Sitztiefenadapter, bestehend aus den Teilen 3
und 4 , können vorne oder hinten in die Kreuzstrebe
eingesetzt werden. Siehe Hierzu die Tabelle auf
Seite 18.
2
3
4
Das Zwischenstück 3 bis zur Hälfte hinten in die
Kreuzstrebe 2 einsetzen und verschrauben. Das
Verlängerungsrohr 4 auf das Zwischenstück aufschieben und ebenfalls verschrauben.38
Den neuen, verlängerten Sitzbezug von vorne einschieben und mit den Stopfen gegen Herausrutschen sichern.
Bei Bedarf die Halterungen für die Armlehne lösen
und der neuen Sitztiefe entsprechend verschieben.
Abschließend die Halterungen wieder sicher am
Sitzrahmen befestigen.
1
38
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Einstell- und Montagearbeiten
34. Antriebsräder
Die Antriebsräder sind in verschiedenen Positionen montierbar. Im Standard–Radbuchsenblock stehen hierfür 7 Anbaupositionen zur Verfügung, der LOGO–plus–Radbuchsenblock bietet 12 Anbaumöglichkeiten.
Wird die Anbauposition der Antriebsräder in vertikaler Richtung verändert, kann dadurch die Sitzhöhe des
Rollstuhles beeinflußt werden. Wird die Anbauposition der Antriebsräder in horizontaler Richtung verändert,
kann dadurch der Radstand (der Abstand zwischen Lenkrad und Antriebsrad) verkürzt
oder verlängert werden. Dabei ist zu beachten, daß bei einem verkürzten Radstand
der Rollstuhl wendiger wird, physikalisch
bedingt aber die Kippgefahr zunimmt. Bei
Verlängerung des Radstandes ist der
Rollstuhl nicht mehr ganz so wendig,
aber die Standsicherheit nimmt zu.
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Sollten die 7 Anbaupositionen des Standard Radbuchsenblockes nicht ausreichen, empfiehlt sich die Verwendung
des LOGO–plus–Systems. Dieser Radbuchsenblock ist mit einer 12–Loch–
Platte ausgerüstet. Um eine extreme
Wendigkeit des Rollstuhles zu erzielen,
z.B. im sportlichem Einsatz, kann die
12–Loch–Platte um 15 oder 30 mm nach
vorn versetzt montiert werden. Steht die
Sicherheit im Vordergrund kann die
Lochplatte um max. 15 mm nach hinten
montiert werden. Ein Radstandsadapter, der den Radstand nach hinten verlängert, ist dann in den meisten Anwendungsfällen überflüssig.
Bei verkürztem Radstand sollten grundsätzlich Stützrollen verwendet
werden. Stützrollen verringern das Risiko des Umkippens nach hinten.
Nicht jede technisch mögliche Anbauposition ist in der praktischen Anwendung
auch sinnvoll. Der autorisierte Fachhändler muß hier individuell prüfen, ob
die vorhandenen Rollstuhlabmessungen und die verwendeten Radgrößen,
die gewünschte Fahrwerksveränderung
zulassen. Darüber hinaus muß der Behinderungsgrad des Benutzers/der Benutzerin und die gewünschte Fahreigenschaft, die es zu erzielen gilt,
abgewogen werden.
Radstand verkürzt
mehr Wendigkeit
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Lenkrad
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Radstand verlängert
mehr Standsicherheit
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Standard
Radbuchsenblock
Antriebsrad
LOGO–plus
Radbuchsenblock
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Nach dem Umbau der Antriebsräder
sind folgende Arbeiten durchzuführen:
D Bremsen einstellen
D Lenkradhalterungen einstellen
D Lenkräder einstellen
Antriebsrad
30 mm
15 mm
Standard– max. 15 mm
nach hinten
nach vorn nach vorn position
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Einstell- und Montagearbeiten
35. Lochplatten des LOGO–plus
Die Lochplatte des LOGO–plus kann in verschiedenen Positionen montiert werden. Dadurch ergibt sich
die Möglichkeit den Radstand (Abstand zwischen
Lenkrad und Antriebsrad) individuell einzustellen.39
Je länger der Radstand, desto mehr Standsicherheit. Je kürzer der Radstand, desto
größer die Kippgefahr. Siehe Vorseite.
Bei der Montage beachten:
Beide Lochplatten müssen in gleicher Position montiert werden. Bei der Montage die unterschiedlichen
Verschraubungspunkte beachten, siehe Bild 40.
Beim Versetzen nach vorn, darauf achten, daß das
Antriebsrad und das Lenkrad noch ausreichenden
Abstand zueinander behalten.
Je weiter die Lochplatte nach vorn montiert wird, um
so wendiger ist der Rollstuhl, aber die Kippgefahr
nimmt durch den kürzeren Radstand zu. Wird die
Lochplatte nach hinten versetzt (max. 15 mm), entsteht ein größerer Radstand und der Rollstuhl bekommt mehr Standsicherheit.
Nach der Montage die Bremsen, die Lenkradhalterungen und die Lenkräder einstellen. Die Montagearbeiten mit einem Fahr– und Funktionstest abschließen.
39
Fahrtrichtung
30 mm
nach vorn
15 mm
nach vorn
Standard–
position
max. 15 mm
nach hinten
40
36. Lenkradhalterungen einstellen
Das Einstellen der Lenkradhalterungen wird erforderlich, wenn die Antriebsräder in einer anderen Position montiert wurden, wenn die 12–Loch–Platten
des LOGO–plus–Systems in einer andern Stellung
montiert wurden oder wenn die Sitzhöhe bzw. der
Sitzwinkel verändert werden sollen. 41
Bei der Einstellung sind die Sitzhöhe und der Sitzwinkel voneinander abhängig. Wird also die Sitzhöhe verändert, bewirkt dies auch eine Veränderung
des Sitzwinkels. Die Einstellung ist korrekt, wenn der
Sitzwinkel zwischen 0o und max 12o liegt, die Sitzfläche sollte also waagerecht oder hinten leicht nach
unten geneigt sein.
Sitzhöhe
41
Vor dem Einstellen den Reifendruck aller Räder kontrollieren. Den Rollstuhl auf einen ebenen Untergrund stellen. Die Dekorblende entfernen und die
Schrauben 1 lösen. Die Lenkradhalterung verschieben, bis die gewünschte Sitzhöhe bzw. der
Sitzwinkel erreicht sind, dann die Schrauben wieder
festziehen. Die andere Lenkradhalterung in gleicher
Weise einstellen. Die Markierungen 2 am Seitenrahmen dienen als Einstellhilfe, damit beide Seiten
gleich eingestellt werden. Nach dem Einstellen die
Lenkräder justieren, siehe Folgeseite.42
1
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2
Sitzwinkel
max. 12o
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42
Seite 25
Einstell- und Montagearbeiten
37. Lenkräder justieren
1
Bei schlechten Geradeauslaufeigenschaften oder
wenn Veränderungen/Einstellungen am Fahrgestell
durchgeführt wurden, sind die Lenkräder zu justieren. Der Rollstuhl muß dabei auf einer ebenen Fläche stehen. Der Reifendruck aller Räder ist vorher
zu kontrollieren.43
2
Anschlagwinkel
Die Lenkräder sind richtig justiert, wenn sie in der
Stellung ”quer zur Fahrtrichtung”, vertikal ausgerichtet sind. Mit Hilfe eines Anschlagwinkels, der an die
quergestellte Radgabel angelegt wird, kann die Einstellung der Lenkräder kontrolliert werden.
3
43
Die Sicherungsschrauben 3 auf der Unterseite ca.
1
10 mm herausschrauben. Die Schrauben 1 ca. /2
Umdrehung lösen. Das Lenkrad quer zur Fahrtrichtung drehen und mit Hilfe eines Anschlagwinkels, der an
die Radgabel angelegt wird, vertikal ausrichten. Der Anschlagwinkel steht dabei in Fahrtrichtung. Ist das Lenkrad ausgerichtet, die Schrauben 1 wieder festziehen. Die Sicherungsschrauben 3 wieder hineinschrauben
und leicht gegenziehen. Das Lenkrad auf der anderen Seite in gleicher Weise einstellen. Die Markierungen
2 dienen Kontrollzwecken und als Einstellhilfe, damit beide Lenkräder gleich eingestellt werden.
38. Bremsen einstellen
Nach Veränderungen/Einstellungen am Fahrgestell
sind die Bremsen einzustellen. Vor dem Einstellen
den Reifendruck kontrollieren und entsprechend
korrigieren. Reifendruck: siehe technische Daten.
Ñ
Die Schraube der Klemmhalterung lösen (Bild 44).
Die Klemmhalterung und die Bremse können nun
verschoben werden. Nach dem Einstellen die
Schraube wieder festziehen und einen Bremstest
durchführen. Dabei die gleichmäßige Bremswirkung
und die Funktion der Bremsen kontrollieren.
44
Seite 26
21 mm
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Einstell- und Montagearbeiten
39. Radstandsadapter
Durch die Montage von Radstandsadaptern werden
die Antriebsräder nach hinten versetzt. Der nun verlängerte Radstand verleiht dem Rollstuhl ein höheres Maß an Standsicherheit. Ein weiterer Sicherheitsgewinn wird erzielt, wenn zusätzlich Stützrollen
verwendet werden.
Beim LOGO–plus werden keine Radstandsadapter
verwendet, sondern es werden die Lochplatten nach
hinten versetzt, wodurch sich dann der verlängerte
Radstand ergibt. Siehe hierzu Kapitel 35.
Es stehen zwei Anbaupositionen für den Radstandsadapter zur Auswahl ( Bild 45). Die Anbauposition sollte so gewählt werden, daß das Antriebsrad
seine ursprüngliche Anbauhöhe beibehält, das Rad
also nur horizontal nach hinten versetzt wird. Ist dies
nicht realisierbar, müssen nach der Montage die
Lenkradhalterungen eingestellt und die Lenkräder
justiert werden. Die Sitzhöhe und der Sitzwinkel verändern sich dabei entsprechend.
Radstandsadapter an der
Standard Radbuchsenplatte
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45
oben
Die Radstandsadapter müssen beide die gleiche
Anbauhöhe aufweisen (Bild 46). Nach der Montage
die Bremsen einstellen.
46
Radstandsadapter und Trommelbremsen
Bei der Montage von Trommelbremsen ist zu beachten: Am Bremsschild ist oben und unten je ein Hülse
mit abgeflachter Fläche anzuschrauben (Bild 47).
Die Hülsen müssen so ausgerichtet werden, daß sie
mit der Abflachung am Radstandsadapter anliegen
und das Bremsschild dadurch gegen Verdrehen sichern.
47
40. Steckbare Schwenkradgabel
Ist der Rollstuhl mit steckbaren Schwenkradgabeln
ausgerüstet, können diese Radgabeln ohne Werkzeug abgenommen werden.48
Zum Verstauen des Rollstuhles oder zum Austausch
der Radgabeln den Sift 1 eindrücken und die Radgabel nach unten herausziehen.
Zum Anbau den Stift 1 eindrücken, die Radgabel
einsetzen, dann den Stift loslassen. Abschließend
durch Ziehen und Drücken kontrollieren, ob die Radgabel sicher eingerastet ist.
1
48
Seite 27
Einstell- und Montagearbeiten
41. Kleiderschutz
Der Rollstuhl kann bei Bedarf mit einem Kleiderschutz ausgerüstet werden. Die Montage des Kleiderschutzes ist in nebenstehendem Abbildung gezeigt. Die Achse 1 braucht bei der Montage nicht
abgeschraubt zu werden, sie ist hier nur zur besseren Darstellung in demontiertem Zustand abgebildet.49
1
49
42. Speichenschutz
Die Antriebsräder können bei Bedarf mit einem
Speichenschutz ausgerüstet werden. Der Speichenschutz ist mit verschiedenen Motiven erhältlich.
Die Anbringung erfolgt wie in Bild 50 dargestellt.
50
Seite 28
Einstell- und Montagearbeiten
43. Transportrollen
LOGO
Zu Transportzwecken werden meist die mit Steckachse ausgerüsteten Antriebsräder vom Rollstuhl
entfernt, und Transportrollen verwendet. Der Rollstuhl bleibt schiebbar und ist nun schmaler, sodaß er
auch durch enge Türen oder Gänge paßt.
1
Transportrollen werden innenseitig am Rollstuhl
montiert (Bild 51). Beim LOGO–plus sind dabei die
Distanzbuchsen (Bild 52 3 ) zu verwenden.
Zum Einstellen der richtigen Höhe, die Knöpfe 1
eindrücken, die Transportrollen entsprechend hinein oder herausziehen und dann wieder einrasten
lassen. Um den Rollstuhl gegen Wegrollen zu sichern, die Pedalwippe 2 niedertreten. Zum Lösen
erneut auf die Pedalwippe treten.
2
51
LOGO–plus
Nach dem Anbau der Antriebsräder können die
Transportrollen am Rollstuhl verbleiben. Hierzu einfach die Knöpfe 1 eindrücken, die Transportrollen
nach oben schieben und wieder einrasten lassen.
3
1
2
52
44. Seitenstützen
Bei Bedarf ist der Rollstuhl mit Seitenstützen nachrüstbar. Die Seitenstützen werden mit ihrer Halterung in das Profil der Rückenlehnenrohre eingesetzt
und durch Festziehen der Schrauben (Bild 53 1 ) arretiert.
Zur Höheneinstellung die Schrauben 1 lösen, die
gewünschte Höhe einstellen und die Schrauben
wieder festziehen. Zur seitlichen Einstellung die
Schrauben 2 lösen. Zum Einstellen des Polsters
die Schraube 3 lösen. Nach der Einstellung alle
Schrauben wieder festziehen.
1
3
2
53
Sie Seitenstützen können seitlich wegeschwenkt
werden. Hierzu die Seitenstütze anheben und dann
nach außen schwenken. Beim Zurückschwenken
rastet die Seitenstütze wieder selbsttätig ein.
1.
2.
54
Seite 29
Notizen
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