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KESSEL-Hebeanlage Aqualift€F (400V) für - Kessel Design

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ANLEITUNG FÜR EINBAU, BEDIENUNG UND WARTUNG
KESSEL-Hebeanlage Aqualift €F (400V)
für fäkalienhaltiges und fäkalienfreies Abwasser
zur freien Aufstellung in frostgeschützten Räumen
Aqualift €F
Aqualift €F Duo/XXL
Produktvorteile
Einfacher Anschluß über
angeformte Stutzen
Anbohrflächen für weitere
Anschlüsse
Vollautomatischer Betrieb
Wartungsfreundlicher
PE-Behälter
Allgemeine bauaufsichtliche
Zulassung Nr. Z-53.2-424
KESSEL
GmbH
Installation
Inbetriebnahme
Techn. Änderungen vorbehalten
Z-53.2-424
LGA
Einweisung
der Anlage wurde durchgeführt von Ihrem Fachbetrieb:
Name/Unterschrift
Stand 10/2008
Datum
Ort
Stempel Fachbetrieb
Sach-Nr. 206-818
EU - KONFORMITÄTSERKLÄRUNG
nach der Maschinenrichtlinie 89/392/EWG vom 14.06.1989 und den Änderungsrichtlinien 91/368/EWG vom 20.06.1991,
93/44/EWG vom 19.07.1993 und 93/68/EWG vom 22.07.1993 , der Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG und der
Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit 93/97/EWG vom 29.10.1993
Der Hersteller
KESSEL GmbH, D-85101 Lenting
erklärt, dass das Produkt
KESSEL-Hebeanlage Aqualift® F
zur freien Aufstellung
entwickelt und gefertigt worden ist
in Übereinstimmung mit folgenden Normen:
EN 12050-1
EN 292
EN 55 082-2
EN 55 011
EN 55 014
EN 60335
Lenting, den 01.01.1999
B. Kessel
G. Vanetta
2
Inhaltsverzeichnis
1. Sicherheitshinweise
2. Allgemeines
3. Technische Daten
4. Einbau und Montage
5. Elektroanschluß
6. Inbetriebnahme
7. Inspektion und Wartung
8. Störungen und
Abhilfemaßnahmen
9. Schaltgerät/Schaltplan
10. Ersatzteile und Zubehör
11. Gewährleistung
.................................................................................................Seite
4
2.1
2.2
Einsatzbereich ............................................................Seite
Anlagenbeschreibung .................................................Seite
4.1
4.2
4.3
Montage Sammelbehälter ...........................................Seite 11
Anschluß der Rohrleitungen........................................Seite 11
Einstellung der Druckniveauschalter...........................Seite 14
3.1
3.2
3.3
3.4.
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
5.6
5.7
6.1
6.2
6.3
6.4
7.1
7.2
7.3
8.1
8.2
8.3
8.4
8.5
8.6
9.1
9.2
9.3
10.1
10.2
6
6
Abmessungen .............................................................Seite 7
Pumpen.......................................................................Seite 9
Schaltvolumina............................................................Seite 10
Elektrisches Schaltgerät..............................................Seite 10
Allgemeine Hinweise...................................................Seite
Montage des Schaltgeräts ..........................................Seite
Installation, Verdrahtung .............................................Seite
Kontrolle der Pumpen-Drehrichtung............................Seite
Kontrolle der Einstellung der Motorschutzschalter......Seite
Kontrolle der Konfiguration der Steuerung..................Seite
Abschluß der Elektroarbeiten......................................Seite
15
15
15
18
18
18
18
Allgemeine Hinweise...................................................Seite
Druckabgangsstutzen .................................................Seite
Funktionsbeschreibung...............................................Seite
Funktionstest...............................................................Seite
19
19
19
20
Allgemeine Störungen.................................................Seite
Irreguläre Niveauzustände ..........................................Seite
Störungen / Interne Überwachung ..............................Seite
Meldung „Störung“ ......................................................Seite
Meldung „Alarm“..........................................................Seite
Was tun wenn.... .........................................................Seite
22
24
25
25
25
25
Hinweise zur Pumpe ...................................................Seite 21
Hinweise zur Anlüftevorrichtung..................................Seite 21
Hinweise zum elektrischen Schaltgerät ......................Seite 22
Schaltgerät für Einzelanlage .......................................Seite 26
Schaltgerät für Doppelanlage......................................Seite 28
Schaltplan Aqualift F Duo XXL ....................................Seite 31
Zubehörteile ................................................................Seite 36
Ersatzteile ...................................................................Seite 37
.................................................................................................Seite 42
3
1. Sicherheitshinweise
Allgemeine Sicherheitsvorkehrungen
Bei Installation, Betrieb, Wartung oder Reparatur der Anlage sind die Unfallverhütungsvorschriften, die
in Frage kommenden DIN- und VDE-Normen und Richtlinien sowie die Vorschriften der örtlichen Energie- und Versorgungsunternehmen zu beachten.
Die Anlagen dürfen nicht in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben werden.
Gefahr durch elektrische Spannung
Diese Anlage enthält elektrische Spannungen und steuert drehende, mechanische Anlagenteile. Bei
Nichtbeachtung der Bedienungsanleitung können erheblicher Sachschaden, Körperverletzung oder gar
tödliche Unfälle die Folge sein.
Vor allen Arbeiten an der Anlage ist diese sicher vom Netz zu trennen. Bauseitiger Hauptschalter und
Sicherungen müssen abgeschaltet, d.h. spannungsfrei geschalten und gegen Wiedereinschalten gesichert werden. Sind nur Sicherungen vorhanden, sind diese auszuschalten und mit einem Hinweis zu
versehen, damit dritte Personen die Hauptsicherung nicht wieder einschalten können.
Für alle elektrischen Arbeiten an der Anlage gilt die VDE 0100.
Das Schaltgerät sowie die Niveausteuerung stehen unter Spannung und dürfen nicht geöffnet werden.
Nur Elektrofachkräfte dürfen Arbeiten an den elektrischen Einrichtungen durchführen. Der Begriff Elektrofachkraft ist in der VDE 0105 definiert.
Es ist sicherzustellen, dass sich die Elektrokabel sowie alle anderen elektrischen Anlagenteile in einem
einwandfreien Zustand befinden. Bei Beschädigung darf die Anlage auf keinen Fall in Betrieb genommen werden bzw. ist umgehend abzustellen.
!
Verbrennungsgefahr für Hände und Finger
Der Antriebsmotor kann während des Betriebes eine hohe Temperatur entwickeln.
Verletzungsgefahr für Hände und Finger
Die Pumpen sind mit geschlossenem Kanalrad ausgestattet. Arbeiten an der Pumpe dürfen deshalb nur
durchgeführt werden, wenn der Strom abgeschaltet ist und sich bewegende Teile nicht mehr drehen.
Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten ist auf scharfe Kanten zu achten.
Gefahr durch große Gewichte
Die Hebeanlagen wiegen als Ausführung mit einer Pumpe ca. 45 kg, als Ausführung mit zwei Pumpen
ca. 84 kg. Die Anlagen dürfen nur zu zweit mit entsprechender Vorsicht und Schutzausrüstung (z. B. Sicherheitsschuhe) angehoben bzw. montiert werden.
Die Pumpen dürfen nur zu zweit (mit geeigneter Sicherung gegen Abrutschen) langsam abgenommen
oder in die Pumpenflanschöffnung eingesetzt werden.
4
1. Sicherheitshinweise
Gesundheitsgefahr
Die Abwasseranlage fördert fäkalienhaltiges Abwasser, welches gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten kann. Bei allen Arbeiten an der Anlage ist darauf zu achten, dass kein direkter Kontakt zwischen
dem Abwasser oder davon verschmutzten Anlagenteilen und Augen, Mund oder Haut stattfindet. Bei
einem direkten Kontakt ist die betroffene Körperstelle sofort gründlich zu reinigen und ggf. zu desinfizieren. Darüberhinaus kann die Atmosphäre im Behälter u.U. gesundheitsgefährdend wirken. Vor dem
Öffnen der Reinigungsöffnung (oder Abnehmen der Pumpe) ist deshalb dafür zu sorgen, dass ein ausreichender Luftaustausch im jeweiligen Raum stattfindet bzw. während dem Öffnen eine entsprechende (Zwangs-) Entlüftung erfolgt.
Lärmbelästigung
Während des Betriebes der Pumpe ist mit einer Geräuschentwicklung zu rechnen, die je nach Einbausituation störend wirken kann. Sofern Anforderungen an die maximal zulässige Lautstärke gestellt werden, sind hierfür gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen bauseits vorzusehen. Eventuell kann auch
das KESSEL-Set zur Schalldämmung ausreichend Abhilfe schaffen.
Explosionsgefahr
Das Innere des Behälters gilt nach EN 12050 als explosionsgefährdeter Raum, da durch biologische
Faulprozesse brennbare Gase (Schwefelwasserstoff, Methangas) entstehen können. Beim Abschrauben der Pumpe oder des Reinigungsdeckels oder anderer Teile ist deshalb dafür zu sorgen, daß ein
ausreichender Luftaustausch im jeweiligen Raum stattfindet bzw. während dem Öffnen eine entsprechende (Zwangs-) Entlüftung erfolgt. Während der Behälter geöffnet ist, darf in dem jeweiligen Raum
nicht geraucht werden und dürfen auch keine anderen Tätigkeiten ausgeführt werden, die zu einer Gasentzündung führen könnten (z. B. Betrieb elektrischer Geräte ohne gekapselten Motor, Metallbearbeitung etc.).
5
2. Allgemeines
2.1 Einsatzbereich
Die Hebeanlagen fördern die unterhalb der Kanal- und Rückstauebene anfallenden fäkalienhaltigen und fäkalienfreien
Abwässer entsprechend den Vorschriften der DIN 1986 vollautomatisch in den Kanal. Sie sind grundsätzlich nur für
häusliches Abwasser, beispielsweise in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Gewerbebetrieben, Hotels und Restaurants,
Kaufhäusern, Krankenhäusern, Schulen oder ähnlichen Fällen einzusetzen.
Wenn der Zufluss der Hebeanlage während des normalen
Betriebes nicht unterbrochen werden darf, muss die Hebeanlage zusätzlich mit einer zweiten Fördereinrichtung mit
gleicher Leistungsfähigkeit ausgerüstet werden, die sich sofern erforderlich - selbsttätig einschaltet (Doppel- statt Einzel-Anlage).
Die KESSEL-Hebeanlage Aqualift® F ist zur freien Aufstellung in frostgeschützten Räumen vorgesehen. Das zugehörige Schaltgerät ist in einem überflutungssicheren, trockenen
und frostgeschützten Raum zu installieren. Die Abwassertauchpumpen sind mit einem Einkanallaufrad ausgestattet
und verfügen über einen freien Kugeldurchgang von 40 mm.
Die Druckleitungen sind mindestens in DN 80, die Lüftungsleitungen mindestens in DN 70 auszuführen. Abrasive Medien sind vom Pumpenlaufrad fernzuhalten.
Die Anlagen sind für andauernde Abwassertemperaturen bis
35°C geeignet. Kurzzeitig (bis 10 Minuten) ist eine maximale Temperatur von 60°C zulässig.
2.2 Anlagenbeschreibung
Die KESSEL-Hebeanlagen Aqualift® F als Einzel- oder Doppelanlage besteht grundsätzlich aus folgenden Baugruppen:
1.2
1.1
1.7
1.5
1.3
1.5
1.2
1.1
1.7
1.9
1.3
1.4
1.6
1.1
1.8
1.4
1.6
1.8
1.
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
1.9
Sammelbehälter aus PEHD
gas- und wasserdicht, mit
ein bzw. zwei Abwasserpumpen
mit jeweils 5 m Anschlußleitung
pneumatische Niveausteuerung
mit jeweils 5 m Anschlussleitung
Reinigungsöffnung
Anschluss für Zulaufleitung DN 100
Anschluss für Entlüftungsleitung DN 70
Anschluss für Handmembranpumpe DN 32 / B 40 mm
Druckabgangsstutzen DN 100 mit integrierter
Rückschlagklappe und Anlüftevorrichtung
Anbohrflächen
Anschluss für Zulaufleitung DN 100; im Schachteinbau Anschluss für Entlüftungsleitung DN 100
2.
Elektrisches Schaltgerät
(siehe Abbildungen in Kapitel 8)
3. Zubehörteile (ohne Abbildung)
3.1 Winkel mit Schrauben und Dübel zur Behälterbefestigung am Boden
3.2 Gummischlauch mit Schlauchklemmen für Druckleitungsanschluß
Eine detaillierte Beschreibung des Anlagenaufbaus befindet
sich in Kapitel 10, Ersatzteile.
6
3. Technische Daten
3.1 Abmessungen
3.1.1
Einzelanlage 1,1 kW mit Druckabgang DN 100, Best.-Nr. 28645
Einzelanlage 2,2 kW mit Druckabgang DN 100, Best.-Nr. 28647
DN100
Ø110
DN70
Ø40
DN32
154
Zulaufhöhe
180
525
475
Ø110
DN100
Ø75
564
3. Technische Daten
Doppelanlage 1,1 kW mit Druckabgang DN 100, Bestell.-Nr. 28652
Doppelanlage 2,2 kW mit Druckabgang DN 100, Bestell.-Nr. 28634
Ø110
Ø75
780
Zulaufhöhe
300
Ø40
DN32
160
DN70
539
Ø110
DN100
Ø110
DN100
DN100
3.1.2
773
7
3. Technische Daten
3.1.3
Doppelanlage 2,6 kW mit Druckabgang DN 100, Bestell.-Nr. 28638
Doppelanlage 4,0 kW mit Druckabgang DN 100, Bestell.-Nr. 28639
Doppelanlage 5,5 kW mit Druckabgang DN 100, Bestell.-Nr. 28640
8
3. Technische Daten
3.2 Pumpen (Aqualift F Mono, Duo)
Typ
Nennleistung (P2)
Aufnahmeleistung (P1)
Betriebsspannung
Nennfrequenz
Nennstrom
Anlaufstrom
Absicherung
Anschlußleitung
Förderguttemperatur
Gewicht (Pumpe)
Schutzart
Betriebsart
400 V - 1,1 kW
1,15 kW
1,6 kW
400 V DS
50 Hz
3,2 A
14,4 A
5,4 A
30,8 A
3 x 10 A träge
5 m Länge, 7 x 1,5 mm2
35 °C
30 kg
31 kg
IP 68 ( bis 2 m Wassersäule)
S1
max. Dauerlaufzeit 240 Min.
70 db
Schallpegel
15
14
13
12
11
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
0
400 V - 2,2 kW
2,4 kW
3,1 kW
S3
30% Einschaltdauer
70 db
Förderhöhe m
Leistungsdiagramm
Q min nach DIN 1986 (vmin = 0,7m/s) für DN 80
Q min nach DIN 1986 für DN 100
0
4
230 V
1,1 kW
400 V
1,1 kW
400 V
2,2 kW
8 12 16 20 24 28 32 36 40 44 46 48 50 52 54 56 58
Fördermenge Q (m 3 / h)
9
3. Technische Daten
3.3 Schaltvolumina
3.4.3 Eingänge
3.4 Elektrisches Schaltgerät
Stromkreis TF (bzw. TF1 und TF2) und E7 (bzw. E7 und E8)
zum Anschluss des Temperaturschalters des Pumpenmotors, Geberspeisung Eingang max. 18 mA für TF und 9 mA
für E7
3.4.1 Allgemeine technische Daten
3.4.4 Ausgänge
Die Schaltvolumina betragen ca. 20 l für die Einzel- und ca.
50 l für die Doppelanlagen bei der serienmäßigen Einstellung der Druckniveauschalter und der voreingestellten Konfiguration des Schaltgerätes.
Umgebungsbedingungen
Zulässiger Temperaturbereich:
Zulässige Luftfeuchtigkeit:
maximale Betriebshöhe:
0 bis 50 °C
10 bis 80 %
nicht kondensierend
2000 m über NN
Leistungsaufnahme
max. ca. 11 VA für Einfach-, 15 VA für Doppelanlage
(Elektronik ohne Motor)
Schutzklasse
Klasse 1 mit Funktionserdung des Sekundärkreises der
Elektronik (PELV)
Schutzart
IP 65 bei sachgerechter Montage mit geschlossenem transparentem Gehäusedeckel;
IP 21 bei abgenommenem transparentem Gehäusedeckel
und an senkrechter Wand montiertem Schaltkasten
3.4.2 Versorgung
Netzanschluß
- (graue Doppelstockklemmen) für PE/N/L1/L2/L3 laut Kennzeichnung am Klemmenblock für Einzelanlage
- (4-fach Netzdurchgangsklemmen) für PE/N/L1/L2/L3 laut
Kennzeichnung auf Platine für Doppelanlage
Betriebsspannung
400 / 230 V 3~ 50 Hz ± 10% Drehstrom (L1=230V AC /
50Hz±10% zur Versorgung der Netzteile der Elektronik)
Niveaueingänge jeweils 15,8V Ausg., Eing. ca. 5mA
Relais „Störung“
Wechsler; Öffner, Mittelkontakt, Schließer jeweils max. 2A
Relais „Alarm“
Wechsler; Öffner, Mittelkontakt, Schließer jeweils max. 2A
Netz
2 x N, max. je 2A
2 x L, max. je 2A
zur Speisung von Störungs-/Alarmmeldegeräten, geschaltet
über die „Störung“-/„Alarm“-Relais, ohne geräteinterne Sicherung
Motor (Einzelanlage)
Motor PE
Netzanschluß
(graue Doppelstockklemmen)
Motor U
T1 Schütz
Motor V
T2 Schütz
Motor W
T3 Schütz
❵
max. 4kW
Motor 1/2 (Doppelanlage)
Motor 1/2
PE
Netzanschluß
Motor 1/2
Motor 1/2
Motor 1/2
U
V
W
Erforderliche Vorsicherung
max. 16 A / Phase (Installationsseitig vorzusehen)
10
❵
gangsklemmen)
T1 Schütz 1/2
T2 Schütz 1/2
T3 Schütz 1/2
max. 4kW
(4-fach Netzdurch-
4. Einbau und Montage
Im Lieferumfang sind folgende Teile enthalten (siehe Abschnitt 2.2):
- Sammelbehälter mit allen montierten Bauteilen
- elektrisches Schaltgerät
- Zubehörteile
WICHTIG:
Das elektrische Schaltgerät ist frostfrei und trocken aufzubewahren. Wenn die Anlage beim Einbau noch nicht
elektrisch angeschlossen wird, ist das Schaltgerät dementsprechend aufzubewahren.
ACHTUNG:
Gefahr durch große Gewichte. Die Hebeanlagen wiegen jeweils ca. 45 kg (Einzelanlage) und ca. 84 kg (Doppelanlage). Die Teile dürfen nur in geeigneter Weise mit
entsprechender Vorsicht und Ausrüstung angehoben
bzw. montiert werden. Ein Sturz der Anlagen kann zu irreparablen Schäden an Anlagenteilen (z. B. Pumpe) oder
der gesamten Anlage führen. Diese Schäden sind nicht
durch die Garantie abgedeckt.
EINBAUORT:
Die KESSEL-Hebeanlage Aqualift® F ist zur freien Aufstellung in frostgeschützten Räumen vorgesehen. Das
zugehörige Schaltgerät ist in einem überflutungssicheren,
trockenen und frostgeschützten Raum zu installieren.
4.1 Montage Sammelbehälter
Um unproblematische Montage-, Pflege- und Wartungsarbeiten an den Hebeanlagen zu ermöglichen, müssen diese
immer so eingebaut werden, dass zu allen Bereichen der Hebeanlage eine ausreichende Zugänglichkeit und bei allen
Bauteilen eine Austauschbarkeit gewährleistet ist. Gemäß
DIN 1986 ist dazu ein Freiraum von mindestens 60 cm um
die Anlage vorzusehen (zu allen Seiten und nach oben).
4.2 Anschluß der Rohrleitungen
Alle Rohrleitungen sind grundsätzlich so zu verlegen, daß
diese von selbst leerlaufen können. Alle Leitungsanschlüsse müssen flexibel und schalldämmend ausgeführt werden.
Generell sind zwei Anschlussarten möglich:
I.
Nutzung der vorhandenen, angeformten Stutzen am
Behälter (für Anschluß von Zulaufleitung, Entlüftung und
Handmembranpumpe gemäß Abb. A und B) mittels Abschneiden der „Frontkappe“ gemäß Abb. C.
Entlüftung DN 70 (Da=75mm)
ZulaufAnschluß
DN 100
(Da=110mm)
Anschluß-Handmembranpumpe DN 32 (Da=40mm)
Abb. A: Einzelanlage
Entlüftung DN 70 (Da=75mm)
Zulauf-Anschluß
DN 100 (Da=110mm)
Die Anlage ist an entprechender Stelle im Raum waagrecht
auszurichten und zweckmäßig auf schalldämmendem Material (als Zubehör bei KESSEL erhältlich) aufzustellen. Die
Hebeanlage ist mit den mitgelieferten Winkeln, Schrauben
und Dübeln fest mit dem Boden zu verbinden, um sie gegen
Verschieben oder Verdrehen zu sichern.
Befestigungswinkel
Behälter-Hebeanlage
Anschluß-Handmembranpumpe DN 32
Boden-
befestigung
Abb. B: Doppelanlage
Dämpfungsmatte
(optional)
Boden
11
(Da=40mm)
4. Einbau und Montage
Über den Stutzen kann eine handelsübliche Kunststoffrohrmuffe übergeschoben werden (siehe Abb. C).
Rohranschluß
Alternativ kann auch der Anschluss eines Kunststoffrohres
mit DN 100 für den Zulauf oder DN 70 für die Entlüftung mittels Verbindungsschellen oder Gummigewebeschlauch mit
Schlauchklemmen* erfolgen. Damit die dabei auftretenden
hohen Spannungskräfte zu keiner Verformung am Stutzen
führen, muß dazu in das obere Ende des Stutzens ein geeigneter Stützring* eingeschoben werden (siehe Abb. D).
Schlauchschellen
Übergangsschlauchstück
Stutzen absägen
Stutzen
absägen
Stützring
Zulauf-Anschluß
Behälter-Hebeanlage
Schlauchschelle
Abb. D:
II. Anschlüsse an den seitlich angeordneten
Anbohrflächen (für Zulaufleitung oder Handmembranpumpe) mittels Bohrung mit Sägeglocke*, Einfügen der
passenden, eingefetteten Dichtung* sowie Einschieben
eines passenden Kunststoffrohres (siehe Abb. E)
Rohrdurchführungs-Dichtung
Abb. C:
Öffnung
gebohrt
Rohranschluß
Behälter-Hebeanlage
Abb. E
* KESSEL-Zubehörteil
12
4. Einbau und Montage
WICHTIG:
Bei allen seitlich angebohrten Anschlüssen ist zu berücksichtigen, dass die Niveausteuerung so eingestellt ist,
dass im Normalbetrieb der Wasserstand im Behälter bis
zur bzw. nur wenig über die Unterkante des angeformten,
seitlichen Zulaufrohrstutzens geht.
In allen Leitungen, die tiefer angeschlossen werden, wird
sich deshalb ein entsprechender Wasserstand einstellen.
Bei Zulaufleitungen führt dies dazu, dass in diesem Bereich Schmutzablagerungen nicht auszuschließen sind
und im Extremfall zu einer Verstopfung der Leitung führen
können.
● Zulaufleitung
Die Zulaufleitung ist mit einem Gefälle entsprechend DIN
1986 zur KESSEL-Hebeanlage zu verlegen und möglichst
gerade zu führen.
Der Anschluss an den Behälter kann wie unter Punkt I oder
II beschrieben erfolgen.
Die Entlüftungsleitung stellt den Druckausgleich ins Freie für
die durch Entleeren bzw. Füllen der Anlage zu- bzw. abströmende Luft her. Sie muss gemäß DIN 1986 mindestens in
Nennweite DN 70 für diese Hebeanlagen verlegt werden und
muß bis über das Dach geführt werden, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden.
Der Anschluss an den Behälter kann wie unter Punkt I oder
II beschrieben erfolgen.
● Druckleitung
Die Druckleitung zur Ableitung des anfallenden Schmutzwassers in die Kanalisation ist direkt an den zugehörigen
Druckleitungsanschluß anzuschliessen. Die Druckleitung ist
nach den Vorschriften der DIN 1986 über die örtlich festgelegte Rückstauebene zu führen und an eine belüftete Grundoder Sammelleitung anzuschliessen.
Zur Schallentkopplung und Vermeidung von Kraftübertragungen ist an den Druckanschluß in jedem Fall der mitgelieferte Gummigewebeschlauch ca. 4 cm über den Druckstutzen zu schieben und mittels einer Schlauchklemme zu sichern.
Die Druckleitung ist so anzubringen (s.o.), daß keine Kräfte
auf die Anlage übertragen werden und gegebenenfalls kein
direkter Kontakt mit dem Gebäude vorhanden ist (Körperschall). An die Druckleitung dürfen keine anderen Entwässerungsgegenstände angeschlossen werden.
Die Dichtheit und Festigkeit muß auch unter Druckbelastung
gewährleistet sein. Dies ist bei der Inbetriebnahme zu überprüfen.
Zur Vermeidung von Druckschlägen darf die Druckleitung
nicht fest mit dem Bauwerk verbunden werden. Bei Verwendung von Guss- oder Stahldruckrohren mit geringen Dämpfungseigenschaften ist bei Förderhöhen ab 5 m ein Druckschlagdämpfer in der Druckleitung mit vorzusehen.
13
In die Druckleitung ist nach EN 12056 bauseits ein Absperrschieber einzubauen. Dazu empfehlen wir aus dem KESSEL-Zubehörprogramm die Absperreinrichtungen für MonoAnlagen (Art.Nr. 28683) und für Duo-Anlagen (Art.Nr.
28694).
Rückschlagklappen zur Vermeidung von Druckschlägen
zum Einbau in die Druckleitung sind als Zubehör verfügbar:
DN 80 Rückschlagklappe aus GG (Art.-Nr.: 206-199
DN 100 Rückschlagklappe aus GG (Art.-Nr .206-198)
Anlüftvorrichtung (Art.-Nr. 206-200)
4. Einbau und Montage
4.3 Einstellung der Druckniveauschalter
ACHTUNG:
Vor allen Arbeiten am Schaltgerät, an der Pumpe oder an
der Niveausteuerung müssen Hauptschalter und Sicherungen abgeschaltet sein, d. h. spannungsfrei und gegen
Wiedereinschalten gesichert sein.
Einzelanlage
Diese Anlagen sind mit einer Abwasserpumpe ausgestattet.
Zur Schaltung dieser Anlage werden zwei Niveaus verwendet (EIN - ALARM). Der Druckniveauschalter ist werkseitig
montiert und voreingestellt. Das EIN-Niveau liegt bei ca. 160
mm, das ALARM-Niveau bei ca. 200 mm über der Unterkante des Behälters.
Wird für besondere Fälle ein anderes Schaltniveau benötigt,
ist der Druckniveauschalter dementsprechend einzustellen.
Es ist jedoch darauf zu achten, daß das ALARM-Niveau
nicht zu tief schaltet, um unnötige Alarmmeldungen zu vermeiden, und das EIN-Niveau weder zu hoch noch zu tief
liegt, um Rückstau in die Zulaufleitung bzw. zu häufiges
Schalten der Pumpe zu vermeiden.
Das EIN-Niveau wird über Gewindestift 1 eingestellt, das
ALARM-Niveau über Gewindestift 2 (siehe Abbildung). Ein
Drehen des Gewindestiftes im Uhrzeigersinn hebt das Niveau an, gegen den Uhrzeigersinn wird das Niveau gesenkt.
Eine halbe Umdrehung entspricht jeweils ca. 10 mm Niveauunterschied.
Doppelanlage
Diese Anlagen sind mit zwei Abwasserpumpen ausgestattet.
Zur Schaltung dieser Anlage werden drei Niveaus verwendet (EIN 1 - EIN 2 - ALARM). Der Druckniveauschalter ist
werkseitig montiert und voreingestellt (siehe Abschnitt 3.2).
Das EIN 1-Niveau liegt bei ca. 180 mm, das EIN 2-Niveau
bei ca. 210 mm, das ALARM-Niveau bei ca. 270 mm über der
Unterkante des Behälters.
Wird für besondere Fälle ein anderes Schaltniveau benötigt
sind die Niveaus dementsprechend einzustellen. Es ist jedoch darauf zu achten, daß das ALARM-Niveau nicht zu tief
schaltet, um unnötige Alarmmeldungen zu vermeiden, und
das EIN 1-Niveau weder zu hoch noch zu tief liegt, um Rückstau in die Zulaufleitung bzw. zu häufiges Schalten der Pumpe zu vermeiden. Das Niveau EIN 2 muß ebenfalls immer
ausreichend über dem Niveau EIN 1 liegen, um zu häufiges
Zuschalten der zweiten Pumpe auszuschliessen.
Das EIN 1-Niveau wird über Gewindestift 1 eingestellt, das
EIN 2-Niveau über Gewindestift 2, das ALARM-Niveau über
Gewindestift 3 (siehe Abbildung). Ein Drehen des Gewindestiftes im Uhrzeigersinn hebt das Niveau an, gegen den Uhrzeigersinn wird das Niveau gesenkt. Eine halbe Umdrehung
entspricht jeweils ca. 10 mm Niveauunterschied.
Hinweis:
Der Druckniveauschalter darf zur ggf. erforderlichen Niveauanpassung nicht in seiner Lage zum Gehäuse verändert werden, um Undichtigkeiten und daraus resultierende Funktionsstörungen auszuschließen.
2
2
3
1
1
14
5. Elektroanschluß
ACHTUNG:
Nur Elektrofachkräfte dürfen die nachfolgend beschriebenen Arbeiten an den elektrischen Einrichtungen durchführen. Vor allen Arbeiten am Schaltgerät, an der Pumpe
oder an der Niveausteuerung müssen Hauptschalter und
Sicherungen abgeschaltet sein, d. h. spannungsfrei und
gegen Wiedereinschalten gesichert sein.
5.1 Allgemeine Hinweise
Für das elektrische Schaltgerät muß ein externer Hauptschalter installiert werden, mit dem im Notfall unabhängig
von der Steuerung alle nachstehenden Schaltkreise abgeschaltet werden können. Dieser ist dem Schaltgerät eindeutig zuzuordnen.
Alle angeschlossenen Kabel sind mit den PG-Verschraubungen von Zug zu entlasten.
Nicht genutzte PG-Verschraubungen müssen unbedingt
fachgerecht verschlossen werden.
WICHTIG:
Alle an dem elektrischen Schaltgerät angeschlossenen
Kabel sind bei beendeter Installation durch geeignete
Maßnahmen (z.B. Kabelbinder) so zu fixieren, daß sie im
1-Fehler-Fall, also beim Lösen einer Verbindung, nicht zu
einer Gefährdung führen.
Beachten Sie die nationalen und lokalen Sicherheitsvorschriften. Werden diese nicht eingehalten, so kann daraus
eine Gefährdung von Personen entstehen. Außerdem entsteht daraus ein Haftungs- und Gewährleistungsausschluß.
Nach Abschluß der Arbeiten muß die Abdeckplatte und der
transparente Gehäusedeckel wieder fachgerecht befestigt
werden (Berühr- und Spritzwasserschutz).
Die Kabel des Druckniveauschalters sind getrennt von den
Netz- und Motorleitungen zu verlegen, um Störeinflüsse zu
vermeiden.
15
5.2 Montage des Schaltgeräts
Installieren Sie das mitgelieferte Schaltgerät in einem frostfreien, trockenen, überflutungssicheren und gut belüfteten
Raum. Das Schaltgerät ist zur senkrechten Wandmontage
auf einem festen Untergrund vorgesehen. Zur Verhinderung
übermäßiger Innentemperaturen ist für ausreichende Luftzirkulation zu sorgen. Die Montage erfolgt mittels 4 Schrauben in den Ecken des Gehäuses (Bohrschablone im Verpackungskarton). Die Befestigungslöcher sind zugänglich
nach Abnahme des transparenten Deckels.
Den Anschluß der Leitungen nehmen Sie gemäß Abschnitt
5.3 „Installation, Verdrahtung“ vor.
5.3 Installation, Verdrahtung
Die vormontierten Kabel an den Pumpen und am Druckniveauschalter haben eine Standardlänge von 5 m. Eine Kabelverlängerung ist nur für das Pumpenkabel zulässig und
muß über eine VDE-gerechte Verbindung erfolgen.
ACHTUNG:
Das Kabel am Druckniveauschalter ist ein Sonderkabel
mit mittigem Luftschlauch zum Druckausgleich für den
Druckaufnehmer in der Hebeanlage zur Atmosphäre.
Hierfür ist folgendes unbedingt zu beachten:
– Das Kabel darf an beliebiger Stelle abgeschnitten jedoch keinesfalls verlängert werden. Sonderlängen
hierfür sind direkt bei KESSEL zu bestellen.
– Das Kabel muß mit gleichmäßigem Gefälle vom
Schaltgerät zur Hebeanlage verlegt werden.
Überlängen dürfen deshalb nicht aufgewickelt, sondern müssen passend abgelängt werden.
– Die zugehörige PG-Verschraubung am Schaltgerät
darf mit einem maximalen Drehmoment von 2,5 Nm angezogen werden. Höhere Drehmomente können zum
Abquetschen des Luftschlauches führen.
– Abweichungen von diesen Anweisungen können
zum Funktionsausfall des Druckaufnehmers und
damit der gesamten Anlage führen!
5. Elektroanschluß
Die einzelnen Anschlußarbeiten sind in der nachfolgenden Tabelle sowie in den Anschlußplänen auf den Seiten 27 und 29
aufgeführt. Zu beachten sind dabei auch die jeweiligen Erläuterungen in Kapitel 8, Elektrisches Schaltgerät (Lage der Bedienelemente, Innenansicht des Schaltgerätes).
Auszuführende Arbeit
Netzanschluß
Motorzuleitung
Motortemperaturfühler
Niveaueingänge
„Ein“, „Alarm“
Ausgänge
„Störung“ und „Alarm“
Ausgänge L1 / N
(230V / 50Hz)
Akku (Zubehör)
EINZELANLAGE - Sicherheitshinweise beachten !
Beschreibung
• Netzzuleitung L1 / L2 / L3 / N / PE an die obere Ebene des grauen NetzanschlußKlemmenblocks anschließen, dabei Kennzeichnung (Platinenaufdruck) beachten.
• N und PE müssen zwingend angeschlossen werden.
• Die Netzzuleitung muß installationsseitig einen allpoligen Hauptschalter aufweisen, der der Steuerung eindeutig zugeordnet ist.
• Die vorgeschriebene installationsseitige Vorsicherung darf 16A je Phase nicht
überschreiten.
• Bei Fehlanschluß kann die Steuerung beschädigt oder zerstört werden.
• Motorzuleitung U/V/W ist an den ABB-Schütz B6-30-10 links des Motorschutzschalters sinnrichtig in die unteren Schraubklemmen T1 / T2 / T3 anzuschließen.
Dabei ist die Drehrichtung des Motors zu beachten.
• PE an die untere Ebene des grauen Netzanschlußklemmenblocks unter Beachtung der Kennzeichnung (Platinenaufdruck) anschließen.
• Eingang TF: Die Ader 4 der Motorzuleitung ist rechts an den TF-Eingang, die
Ader 5 links an den TF-Eingang anzuschließen.
• Eingang E7: Die Brücke ist zu belassen.
• Die Kabelenden des Druckniveauschalters sind an die entsprechend gekenn• zeichneten Klemmen anzuschließen. (weiße Ader rechts, braune Ader links an
Eingang „Ein“, grüne Ader rechts und gelbe Ader links an Eingang „Alarm“).
• Der Klemmenblock der Niveaueingänge darf mit keinem anderen Stromkreis
verbunden werden.
• Die Klemmen sind mit Schaltersymbolen gekennzeichnet.
• Die „Störung“- und „Alarm“-Meldung erfolgt über je ein Relais (Wechsler) ohne
• Schutzbeschaltung. Induktive Lasten müssen extern entstört werden. Der Ruhezustand (stromlos) der Relais ist auf der Platine aufgedruckt. Er bedeutet „Störung“- und „Alarm“-Meldung ist eingeschaltet.
• Die Relaiskontakte weisen keine interne Verbindung zu irgendeiner der Versorgungs- oder Betriebsspannungen der Steuerung auf und sind von diesen sicher
getrennt bis zu einer Arbeitsspannung von 300 V nach Tabelle D.10 der Norm
EN 61010 (Überspannungskategorie 2 u. Verschmutzungsgrad 2).
• Die Relais sind ausgelegt zum Schalten von 230 V / 2 A. Der Strom ist extern
durch geeignete Maßnahmen auf diesen Wert zu begrenzen.
• Es ist nicht gestattet, mit den Relais verschiedene Phasen zu schalten. Die
Phase darf jedoch von L1 abweichen.
• Die Ausgänge N / L1 (je 2) sind vorgesehen, um über die Relais „Störung“
• und „Alarm“ externe Meldeeinrichtungen / Anzeigen zu versorgen. Sie dürfen
nicht für andere Zwecke verwendet werden.
• Der maximal zulässige Strom beträgt 2A.
• In den Akkuhalter oberhalb des Schütz kann ein handelsüblicher NiCd-9V-BlockAkku eingesetzt werden. Er versorgt im Falle eines Netzausfalls die Alarmmeldung des internen Signalgebers. Keine normale Batterie verwenden !
• Akku-Wechsel nur in spannungsfreiem Zustand ! Polarität beachten !
• Wird ein komplett entladener Akku in das Schaltgerät eingesetzt, so vergehen mindestens 36 Stunden, bis er vollständig aufgeladen und damit betriebsbereit ist.
16
5. Elektroanschluß
Auszuführende Arbeit
Netzanschluß
Motorzuleitung
Motortemperaturfühler
Niveaueingänge
„Ein1“, „Ein2“, „Alarm“
Ausgänge
„Störung“ und „Alarm“
Ausgänge L1 / N
(230V / 50Hz)
Akku (Zubehör)
DOPPELANLAGE - Sicherheitshinweise beachten !
Beschreibung
• Netzzuleitung L1 / L2 / L3 / N / PE an die zweite Ebene von unten der Netzdurchgangsklemmen anschließen, dabei Kennzeichnung (Platinenaufdruck / Farben) beachten.
• N und PE müssen zwingend angeschlossen werden.
• Die Netzzuleitung muß installationsseitig einen allpoligen Hauptschalter aufweisen, der
der Steuerung eindeutig zugeordnet ist.
• Die vorgeschriebene installationsseitige Vorsicherung darf 25A je Phase nicht überschreiten.
• Bei Fehlanschluß kann die Steuerung beschädigt oder zerstört werden.
• Die Motorzuleitungen 2 x U/V/W sind an die ABB-Schütze B6-30-10 unterhalb der Motorschutzschalters sinnrichtig in die unteren Schraubklemmen T1 / T2 / T3 anzuschließen
(Pumpe 1 links, Pumpe 2 rechts). Dabei ist die Drehrichtung der Motoren zu beachten.
• PE an die entsprechend obere Ebene der Netzdurchgangsklemmen unter Beachtung
der Kennzeichnung (Platinenaufdruck / Farben) anschließen.
• Die Motoren sind ggf. extern zu entstören.
• Eingang TF1: Die Ader 4 der Motorzuleitung von Pumpe 1 ist rechts an den Eingang
TF1, die Ader 5 der Motorzuleitung links an den Eingang TF1 anzuschließen.
• Eingang TF2: Die Ader 4 der Motorzuleitung von Pumpe 2 ist rechts an den Eingang
TF2, die Ader 5 der Motorzuleitung links an den Eingang TF2 anzuschließen.
• Eingang E7: Die Brücke ist zu belassen.
• Eingang E8: Die Brücke ist zu belassen.
• Die Kabelenden des Druckniveauschalters sind an die entsprechend gekenn• zeichneten Klemmen anzuschließen (weiße Ader rechts und braune Ader links an Eingang „Ein1“, grüne Litze rechts und gelbe Ader links an Eingang „Ein2“, graue Ader
rechts und rosa Ader links an Eingang „Alarm“).
• Der Klemmenblock der Niveaueingänge darf mit keinem anderen Stromkreis verbunden werden.
• Die Klemmen sind mit Schaltersymbolen gekennzeichnet.
• Die „Störung“- und „Alarm“-Meldung erfolgt über je ein Relais (Wechsler) ohne
• Schutzbeschaltung. Induktive Lasten müssen extern entstört werden. Der Ruhezustand
(stromlos) der Relais ist auf der Platine aufgedruckt. Er bedeutet „Störung“- und
„Alarm“-Meldung ist eingeschaltet.
• Die Relaiskontakte weisen keine interne Verbindung zu irgendeiner der Versorgungsoder Betriebsspannungen der Steuerung auf und sind von diesen sicher getrennt bis
zu einer Arbeitsspannung von 300 V nach Tabelle D.10 der Norm EN 61010 (Überspannungskategorie 2 u. Verschmutzungsgrad 2).
• Die Relais sind ausgelegt zum Schalten von 230 V / 2 A. Der Strom ist extern durch geeignete Maßnahmen auf diesen Wert zu begrenzen.
• Es ist nicht gestattet, mit den Relais verschiedene Phasen zu schalten. Die Phase darf
jedoch von L1 abweichen.
• Die Ausgänge N / L1 (je 2) sind vorgesehen, um über die Relais „Störung“ und
• „Alarm“ externe Meldeeinrichtungen / Anzeigen zu versorgen. Sie dürfen nicht für
andere Zwecke verwendet werden.
• Der maximal zulässige Strom beträgt 2A.
• In den Akkuhalter links der Schütze kann ein handelsüblicher NiCd-9V-Block-Akku
eingesetzt werden. Er versorgt im Falle eines Netzausfalls die Alarmmeldung des
internen Signalgebers. Keine normale Batterie verwenden !
• Akku-Wechsel nur in spannungsfreiem Zustand ! Polarität beachten !
• Wird ein komplett entladener Akku in das Schaltgerät eingesetzt, so vergehen mindestens 36 Stunden, bis er vollständig aufgeladen ist und damit betriebsbereit ist.
17
5. Elektroanschluß
5.4 Kontrolle der Pumpen-Drehrichtung
Bevor die Anlage in Betrieb geht, ist die richtige Drehrichtung
der Pumpe(n) zu kontrollieren. Bei falscher Drehrichtung der
Pumpe(n) sind zwei Leiter (z.B. L1 mit L2 oder L2 mit L3) zu
vertauschen.
5.5 Kontrolle der Einstellung der Motorschutzschalter
Die Motorschutzschalter müssen auf die Werte für
den Nennstrom der zugehörigen Pumpen eingestellt
werden, wie sie in Abschnitt 3.1 angegeben sind.
5.6 Kontrolle der Konfiguration der Steuerung
Die Konfiguration der Steuerung erfolgt werkseitig mittels der
Schalter S601 ... S604 zwischen den Klemmenblöcke der Niveaueingänge und des Thermoschutzeinganges. Sicherheitshalber sind diese gemäß der nachfolgenden Beschreibungen zu prüfen. Die Vor- bzw. Soll-Einstellungen sind grau
hinterlegt.
- Mit Schalter S604 (4-fach DIP-Schalter mit je 2 Stellungen
ON / OFF) erfolgt die Grundeinstellung.
- Abweichende Einstellungen sind nicht zulässig.
OFF
ON
S604 / 1
laufzeitgesteuerte Anlage
(Abwasserhebeanlage)
niveaugesteuerte Anlage
(Tauchpumpenanlage)
Drehfeld/Phasenüberwachung
Ein
Drehfeld/Phasenausfallüberwachung
Aus
Tauchpumpe
ohne AUS-Niveauschalter
S604 / 2
S604 / 3
Tauchpumpe
mit AUS-Niveauschalter
Antiblockierfunktion
Aus
Antiblockierfunktion
Ein
S604 / 4
- Mit Schalter S601 wird für Tauchpumpenanlagen die Einschaltverzögerung tv eingestellt. Der Einstellbereich beträgt 0 bis
3,0 Sekunden in Schritten von 0,2 Sekunden (Toleranz + 0 / - 0,1 s).
S601
0
1
tV [s]
0,0
0,2
S602
0
1
2
0,4
3
4
0,6
0,8
3
4
5
1,0
6
7
8
9
A
B
C
D
E
F
1,2
1,4
1,6
1,8
2,0
2,2
2,4
2,6
2,8
3,0
6
7
8
9
A
B
C
D
E
F
- Mit Schalter S602 wird für Tauchpumpenanlagen die Grenzlaufzeit tGL eingestellt. Der Einstellbereich beträgt 40 bis
640 Minuten in Schritten von 40 Minuten (Toleranz + 0 / - 4 min).
tGL [min]
40
S603
0
80
2
120
160
200
2
3
4
5
240
280
320
360
400
440
480
520
560
600
640
6
7
8
9
A
B
C
D
E
F
- Mit Schalter S603 wird für Tauchpumpenanlagen die Nachlaufzeit tN eingestellt. Der Einstellbereich beträgt 0,5 bis 8,0 Sekunden in Schritten von 0,5 Sekunden (Toleranz + 0 / - 0,1 sek).
tN [s]
0,5
1
1,0
1,5
2,0
2,5
5
3,0
3,5
Zur Veränderung der Einstellungen ist das Gerät spannungsfrei zu schalten, um Fehlfunktionen zu vermeiden. Neue Anlagenkonfigurationen bzw. Schalter-Einstellungen sollten nur
vom Fachmann vorgenommen werden und sind unbedingt
in dieser Bedienungsanleitung zu dokumentieren.
Jeder Betriebsart-Schalter (Hand - 0 - Auto) muß auf
„Auto“-Betrieb gestellt sein.
4,0
4,5
5,0
5,5
6,0
6,5
5.7 Abschluß der Elektroarbeiten
7,0
7,5
8,0
Nach dem vollständigen Elektroanschluß sind die beschriftete Abdeckplatte und der transparente Deckel wieder ordnungsgemäß zu montieren.
18
6. Inbetriebnahme
6.1 Allgemeine Hinweise
Für die Inbetriebnahme von Hebeanlagen ist die DIN 1986,
Teil 31, zu beachten.
ACHTUNG:
Vor Inbetriebnahme sind die Zulaufleitungen und die
Pumpe von festen Stoffen, wie Metall, Sand usw. zu reinigen.
6.2 Druckabgangsstutzen
Die Druckabgangsstutzen der Hebeanlagen sind für jede
Pumpe standardmäßig mit einer Rückschlagklappe mit Anlüftevorrichtung versehen. Die Anlüftevorrichtung muß
immer in Betriebsstellung sein (siehe Abb. 1).
Die Öffnung der Klappe (gestrichelt) erfolgt ausschließlich
durch den Förderstrom der Pumpe.
Vor der Inbetriebnahme muß die Pumpe mit Förderflüssigkeit bis in Höhe der Entlüftungsbohrung des Pumpengehäuses gefüllt sein.
Die Pumpe darf keine Luft ansaugen!
Nach vollständiger und ordnungsgemäßer Montage der
kompletten Anlage und aller Zusatzteile sowie dem einwandfreien Rohr- und Elektroanschluß kann die Anlage in Betrieb
genommen werden. Alle ggf. vorhandenen Absperrschieber
müssen geöffnet sein.
WICHTIG:
Die Inbetriebnahme darf nur durch autorisiertes Fachpersonal erfolgen.
Vergewissern Sie sich vor der Inbetriebnahme, daß die für
die Anlage angegebene Nennspannung und Stromart mit
der vor Ort vorhandenen Nennspannung und Stromart übereinstimmen.
Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme der Anlage auch die Installation / Verkabelung noch einmal sorgfältig. Ist der
Schutzleiter wirksam? Sind die einschlägigen Normen /
Richtlinien insbesondere im Hin-blick auf den explosionsgefährdeten Bereich beachtet?
Nehmen Sie die Anlage nicht in Betrieb, wenn Beschädigungen am Motor, an dem Schaltgerät oder an Kabeln sichtbar
sind.
Bitte beachten Sie unbedingt die Sicherheitshinweise in Kapitel 1 dieser Anleitung.
WICHTIG:
Alle Schraubverbindungen sind auf Festsitz zu überprüfen.
19
Abb. 1
6.3 Funktionsbeschreibung
6.3.1 Betriebsart „Auto“
Einzelanlage
Die Grundfunktion erfolgt, wenn der Betriebsartschalter auf
„Auto“ steht und keine Störung angezeigt wird (siehe Kapitel 9, Schaltgerät). Mit steigendem (Schmutzwasser-) Niveau im Behälter schließt der Niveauschalter „Ein“. Nach
dem Schließen des „Ein“-Niveauschalters läuft die Einschaltverzögerungszeit (siehe Abschnitt 5.7, Konfiguration der
Steuerung), nach deren Ablauf die Pumpe eingeschaltet
wird. Durch den Betrieb der Pumpe sinkt das Niveau im Behälter, so daß der „Ein“-Niveauschalter wieder öffnet. Nach
dem Öffnen des „Ein“-Niveaus läuft die Nachlaufzeit (siehe
Abschnitt 5.7, Konfiguration der Steuerung), nach deren Ablauf die Pumpe ausgeschaltet wird.
Überschreitet die momentane Laufzeit der Pumpe den konfigurierten Wert der maximalen Grenzlaufzeit, wird die
Pumpe abgeschaltet. Gleichzeitig erfolgt eine Störmeldung
über Dauerlicht der roten LED „Laufzeit“ und über den Relaisausgang „Störung“. Die Störmeldung (LED und Relais)
bleibt gespeichert bis der „Alarm Reset“-Taster betätigt wird,
erst danach kann wieder ein Neustart der Pumpe erfolgen.
6. Inbetriebnahme
Doppelanlage
Die Grundfunktion erfolgt, wenn beide Betriebsartschalter
auf „Auto“ stehen und keine Störung angezeigt wird (siehe
Kapitel 9, Schaltgerät).
Alternierender Betrieb
Mit steigendem (Schmutzwasser-) Niveau im Behälter
schließt der Niveauschalter „Ein1“. Nach dem Schließen des
„Ein1“-Niveauschalters läuft die Einschaltverzögerungszeit
(siehe Abschnitt 5.7, Konfiguration der Steuerung), nach deren Ablauf eine Pumpe eingeschaltet wird. Durch den Betrieb
dieser Pumpe sinkt das Niveau im Behälter, so daß der
„Ein1“-Niveauschalter wieder öffnet. Nach dem Öffnen des
„Ein1“-Niveaus läuft die Nachlaufzeit (siehe Abschnitt 5.7,
Konfiguration der Steuerung), nach deren Ablauf diese Pumpe ausgeschaltet wird. Beim nächsten Erreichen des „Ein1“Niveaus wird die andere Pumpe eingeschaltet.
Paralleler Betrieb
Mit steigendem (Schmutzwasser-) Niveau im Behälter
schließt der Niveauschalter „Ein1“. Nach dem Schließen des
„Ein1“-Niveauschalters läuft die Einschaltverzögerungszeit
(siehe Abschnitt 5.7, Konfiguration der Steuerung), nach deren Ablauf eine Pumpe eingeschaltet wird. Steigt das Wasserniveau danach noch weiter an, wird bei Überschreiten
des Niveaus „Ein2“ zusätzlich die zweite Pumpe (nach Ablauf der Verzögerungszeit) eingeschaltet. Dieser Parallelbetrieb der Pumpen dauert an, bis der „Ein1“-Niveauschalter
wieder öffnet und die Nachlaufzeit abgelaufen ist.
Bei Überschreiten der maximalen Grenzlaufzeit erfolgt die
Störmeldung und die Abschaltung der jeweiligen Pumpe wie
bei der Einzelanlage. Die jeweilige Pumpe kann erst wieder
in Betrieb gehen, wenn der „Alarm Reset“-Taster betätigt
wurde.
Sofern eine Pumpe (durch Überschreiten der Grenzlaufzeit,
durch Störung, durch entsprechende Betriebswahlschalterstellung) aus der „Auto“-Steuerung herausfällt, wird die verbleibende zweite Pumpe unabhängig von der anderen Pumpe analog der „Auto“-Steuerung einer Einzelanlage betrieben.
6.3.2 Betriebsart „0“
In der „0“-Stellung des Betriebsartschalters ist die (jeweilige)
Pumpe unabhängig von allen Eingangssignalen abgeschaltet. Die Anzeigeelemente bleiben betriebsbereit.
6.3.3 Betriebsart „Hand“
In der Betriebsart „Hand“ wird bzw. bleibt die (jeweilige)
Pumpe unabhängig vom vorhandenen Wasserniveau im
Behälter eingeschaltet, bis diese Betriebsart wieder abgeschaltet wird.
ACHTUNG:
Ein Laufen der Pumpe(n) ohne Wasser bedingt eine
verringerte Kühlung und einen erhöhten Verschleiß
des Pumpenmotors. Übermäßiger Trockenlauf der
Pumpe(n) über 5 Minuten kann deshalb zu irreparablen Schäden an der Pumpe führen. Diese Schäden
sind nicht durch die Garantie abgedeckt.
6.4 Funktionstest
Die verschiedenen Funktionen der Gesamtanlage in Abhängigkeit vom Wasserstand im Behälter sind mit entsprechenden Wasserfüllungen im Behälter einmalig zu überprüfen.
Das Füllen hat über die angeschlossene Zulaufleitung zu erfolgen. Während der Füll- und Entleerungsphase ist es sinnvoll, die Betriebsart „0“ einzustellen.
20
7. Inspektion und Wartung
Die Anlage ist monatlich vom Betreiber durch Beobachtung
eines Schaltspiels auf Betriebsfähigkeit und Dichtheit zu
überprüfen.
ACHTUNG:
Bei allen Wartungsarbeiten Anlage vom Netz trennen !
Sicherheitshinweise beachten !
Alle nachfolgend beschriebenen Inspektions- und Wartungsarbeiten dürfen nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden.
bedingungen offenzuhalten ist.
7.2 Hinweise zur Anlüftevorrichtung
Mit der Anlüftevorrichtung kann die Druckleitung durch manuelles Anheben der Rückschlagklappe der Hebeanlage
komplett entleert werden. Dazu ist der Klappenöffner mit
einem Imbusschlüssel Größe 8 oder Gabelschlüssel Weite
15 solange gedreht zu halten (siehe Abb. 2), bis die Druckleitung leer ist. Anschließend ist der Klappenöffner unbedingt
wieder in die Ausgangslage bzw. markierte Betriebsstellung
Reparaturen dürfen nur durch den Hersteller vorgenommen werden.
Bei der Wartung von Hebeanlagen ist die DIN 1986, Teil 31,
zu beachten. Wartungsarbeiten sind regelmäßig von autorisiertem Fachpersonal durchzuführen.
WICHTIG:
Alle Schrauben dürfen nur mit einem maximalen Drehmoment von 3 Nm angezogen werden.
Dabei sind folgende Tätigkeiten durchzuführen:
• Sichtprüfung der Gesamtanlage, der Pumpen und der Armaturenteile
• Gründliche Reinigung der Gesamtanlage und der Pumpe
• Überprüfen von Gesamtanlage und Pumpengehäuse auf
äußere Mängel und sichtbaren Verschleiß
• Prüfung der Pumpe auf Leichtgängigkeit, Verschleiß und
Ablagerungen
• Kontrolle der Anschlussleitungen auf mechanische Beschädigungen und Verschleiß
• Kontrolle der Dichtungsverbindungen auf Dichtheit und erkennbaren Verschleiß
• Isolationsprüfung des Pumpenmotors
• ggf. Absperreinrichtung auf Funktion prüfen
• zusätzliche Wartung bei 2,2 kw-Pumpen:
Ölwechsel jährlich oder nach 4000 Betriebsstunden vorsehen
• Die Rückschlagklappe ist nach jeweils 2 Jahren Betrieb
• auszutauschen.
7.1 Hinweise zur Pumpe
Die Pumpe sollte in regelmäßigen Abständen kontrolliert
werden. Bei zunehmenden Betriebsgeräuschen, abnehmender Förderleistung oder Schwingungen im Rohrleitungssystem müssen Pumpengehäuse und Laufrad auf festsitzende Verunreinigungen oder Verschleiß überprüft werden.
Dazu ist die Motoreinheit an den vier Befestigungsschrauben
zu lösen (siehe auch Abschnitt 10.2.1 bzw. 10.2.2) und aus
dem Pumpengehäuse herauszunehmen.
Bei der Kontrolle des Pumpengehäuses ist auch darauf zu
achten, dass die Entlüftungsbohrung unter allen Betriebs21
Abb. 2
zu bringen (siehe Abb. 3).
Abb. 3
Hinweis:
Durch Lösen der Verschraubungen am unteren und oberen Flansch des Klappengehäuses kann für Reinigungsund Wartungszwecke das gesamte Klappengehäuse abgenommen werden (siehe Abb. 4+5). Davor muss selbstverständlich die Druckleitung abgesperrt und entleert sein.
7. Inspektion und Wartung
Abb. 4
Abb. 5
7.3 Hinweise zum elektrischen Schaltgerät
• Der Akku ist ein Verschleißteil und sollte möglichst jährlich
überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden. Beim
Wechseln ist auf umweltgerechte Entsorgung zu achten.
Ersatz darf nur durch gleichen Typ erfolgen.
• Der Schütz ist ein Verschleißteil und sollte möglichst jährlich überprüft und gegebenenfalls gewechselt werden.
Beim Wechseln ist auf umweltgerechte Entsorgung zu ach-
ten. Ersatz darf nur durch gleichen Typ erfolgen.
• Nach Wartungsarbeiten muß die Abdeckplatte und der
transparente Gehäusedeckel wieder fachgerecht befestigt
werden (Berührschutz!).
• Reparaturen dürfen nur durch den Hersteller vorgenommen werden.
8. Störungen und Abhilfemaßnahmen
Die nachfolgenden Prüfungen und Störungsbeseitigungen dürfen nur durch autorisiertes Fachpersonal ausgeführt werden.
Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an Ihren Fachbetrieb (siehe Stempel auf Deckblatt), der auch die Installation durchgeführt hat.
8.1 Allgemeine Störungen
1
Störung
Pumpen laufen nicht an.
Ursache
Betriebswahlschalter steht nicht
auf „Auto“
Abhilfemaßnahme
Schalter auf „Auto“ stellen
Motor dreht zu schwer
Wartung / Reparatur durch Kundendienst
Motorschutzschalter hat ausgelöst, Motor ist blockiert
1 oder 2 Phasen haben
keinen Strom
Steuerung fällt aus aufgrund
starker Netzschwankungen aus
der Stromversorgung
Pumpe ausbauen; Blockade (Fremdkörper) im
Laufrad- oder Gehäusebereich beseitigen
Sicherungen und elektrische Zuleitungen prüfen
Akku im Schaltgerät nachrüsten und Stromversorger darauf hinweisen.
22
8. Störungen und Abhilfemaßnahmen
2
Störung
Ursache
Pumpen laufen, Alarmni- Anlage ist überlastet.
veau ist erreicht / wird angezeigt.
Förderleistung ist zu gering.
Abhilfemaßnahme
Prüfen, ob kurzfristig vermehrt Abwasser anfällt; evtl. Ablaufstellen vorübergehend nicht
benützen oder, falls möglich, Abwasser anderweitig ableiten
• Fremdkörper im Laufrad- oder Gehäusebereich beseitigen
• Fremdkörper in der Druckarmatur oder in der
Druckleitung entfernen
• Pumpen sind abgenutzt, Austausch vornehmen lassen
• Falsche Auslegung der Hebeanlage, Klärung
über KESSEL-Kundendienst
Anlüftevorrichtung nicht in Betriebsstellung Anlüftevorrichtung in Betriebsstellung bringen
3
Pumpen laufen rauh oder Falsche Motordrehrichtung
laut und LED „Phase / Drehfeld“ leuchtet
Bei Doppelanlage drehen beide
Motoren falsch
Drehrichtung prüfen, bei falscher Drehrichtung
2 Phasen der Zuleitung vertauschen
Pumpen laufen rauh oder Falsche Motordrehrichtung
laut und LED „Phase / Drehfeld“ leuchtet nicht
Drehrichtung prüfen, bei falscher Drehrichtung
2 Phasen der Motorzuleitung vertauschen (siehe Abschnitt 5.5)
Minderleistung durch Beschädigung
3
Bei Doppelanlage drehen beide
Motoren falsch
4
Abwasser läuft nicht ab, Anlagen nicht eingeschaltet
Rückstau in den untersten
elektrische Zuleitung zum SchaltAblaufstellen
gerät stromlos
Niveausteuerung gestört
Zulaufleitung zur Anlage verstopft
Zulaufschieber zur Anlage (falls vorhanden) nicht oder nicht ganz geöffnet
Abwassertemperatur über längeren Zeitraum (15 min.) zu hoch;
dadurch Saugfähigkeit der Anlage
eingeschränkt
5
Anlage läuft plötzlich laut
jeweils 2 Phasen der Motorzuleitungen des
Schaltgerätes vertauschen
Schalter auf Automatik stellen
Sicherung prüfen. Stromzufuhr prüfen.
Verschmutzung, Schaltpunkte und Funktion
der Niveausteuerung prüfen
Zulaufleitung reinigen
Zulaufschieber ganz öffnen
Abwassertemperatur senken
Pumpenteile Pumpenteile prüfen und evtl. erneuern lassen
Fremdkörper im Pumpenbereich
Fauliger Geruch
Pumpe(n) und Motor(en) überprüfen; schadhafte Teile durch Kundendienst austauschen lassen
Phasentausch durch Arbeiten an der Drehrichtung prüfen
häuslichen Elektroversorgung
Beschädigung der
durch Fremdkörper
6
2 Phasen an der Zuleitung des Schaltgerätes
vertauschen
Undichtigkeiten in der Hebeanlage
23
Fremdkörper entfernen; Pumpe auf Beschädigungen prüfen und ggf. austauschen
Entlüftungs-, Zulauf- und Druckleitung sowie
Abdeckungen auf Dichtigkeit prüfen und Undichtigkeiten beseitigen
8. Störungen und Abhilfemaßnahmen
6
Störung
Fauliger Geruch
Beißender Geruch
Ursache
Pumpe undicht
Motor(en) zu heiß, überlastet
Schütze zu heiß durch Schaltstörungen
7
Anlage läuft zu oft, schaltet Zulaufmenge zu
ohne Grund ein
Fremdwasser o.ä.
hoch
durch
Rückschlagklappe defekt, Abwasser läuft aus der Druckleitung in
die Anlage zurück
8
Anlage schaltet nicht ab Schaumbildung in der Anlage
bzw. weist Schaltstörungen
Verfettung des Behälters bzw. der
unterschiedlicher Art auf
Pumpen durch verstärkte Einleitung von Fetten
Entlüftung der Niveausteuerung
verstopft
Niveausteuerung verschmutzt; Niveaudruckschalter falsch eingestellt oder defekt
8.2 Irreguläre Niveauzustände
Ausfälle von Niveauschaltern können zum Teil erkannt werden und lösen in der Betriebsart „Auto“ eine sinnvolle Notsteuerung aus. Erkennt die Steuerung einen nicht plausiblen
Zustand der Niveauschalter, erfolgt die Störmeldung „Niveau“ durch Blinken der roten „Laufzeit/Niveau“-LED und
das Relais „Störung“. Die Störmeldung kann mit dem „Alarm
Reset“-Taster gelöscht werden, wenn der Defekt behoben
ist, oder aufgrund der anliegenden Niveausignale kein Niveaufehler erkennbar ist. Generell nicht unterscheidbar sind
nicht schließende „Alarm“-Niveauschalter und nicht öffnende „Ein“-Niveauschalter.
Irreguläre Niveauzustände bedeuten üblicherweise einen
Fehler von Niveauschaltern oder der Verkabelung. Eine
Wartung darf nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen.
Einzelanlage
Zwischen einem nicht schließenden „Ein“-Niveauschalter
und einem nicht öffnenden „Alarm“-Niveauschalter kann
Abhilfemaßnahme
Pumpe prüfen, evtl. durch Kundendienst reparieren oder ersetzen lassen
Motor und Pumpe auf Leichtgängigkeit prüfen,
Anlage auf Schaltstörungen prüfen (vor allem
Motorschutzschalter)
Zu häufiges Ein- und Ausschalten der Anlage
durch zu hohe Zulaufmengen, Klärung mit
KESSEL-Kundendienst
Anlage auf Schaltstörungen prüfen.
Ursachen feststellen und beseitigen
Rückschlagklappe (im Druckabgangsstutzen
zu jeder Pumpe integriert) prüfen, reinigen und
evtl. schadhafte Teile austauschen
Wasch- und Spülmittelverbrauch reduzieren
Reinigen der kompletten Anlage, Fetteinleitung
kontrollieren
Kabel zwischen Schaltgerät und Niveausteuerung auf Knicke und richtige Verlegung (gleichmäßiges Gefälle) prüfen, ggf. korrigieren oder
austauschen
Niveausteuerung abbauen, Tauchrohr reinigen, Druckschalter prüfen, ggf. einstellen
nicht unterschieden werden. Liegt „Alarm“-Niveau ohne
„Ein“-Niveau an, so erfolgt die Meldung des Niveaufehlers.
Der Motor wird nicht eingeschaltet. Schließt in diesem Zustand jedoch der „Ein“-Niveauschalter, so wird die Pumpe
eingeschaltet. Öffnen des „Ein“-Niveauschalters schaltet die
Pumpe ab.
Doppelanlage
• Nicht schließender „Ein1“-Niveauschalter
Störmeldung erfolgt nach Überschreiten des „Ein2“-Niveaus. Überschreiten des „Alarm“-Niveaus schaltet beide
Pumpen ein. Unterschreiten des „Ein2“-Niveaus schaltet
die Pumpen aus.
• Nicht schließender „Ein2“-Niveauschalter
Störmeldung erfolgt nach Überschreiten des „Alarm“-Niveaus. Gleichzeitig wird die zweite Pumpe zugeschaltet.
Beide Pumpen bleiben in Betrieb, bis das „Ein1“-Niveau
wieder unterschritten ist.
• Dauernd geschlossener „Ein2“-Niveauschalter
Störmeldung erfolgt nach Unterschreiten des „Ein1“-Niveaus. Eine Pumpe schaltet bei Überschreiten des „Ein1“24
8. Störungen und Abhilfemaßnahmen
Niveaus ein, die zweite Pumpe bei Überschreiten des
„Alarm“-Niveaus.
• Dauernd geschlossener „Alarm“-Niveauschalter
Störmeldung erfolgt, wenn „Alarm“-Niveau gemeldet wird,
aber mindestens „Ein2“-Niveau unterschritten ist. Es erfolgt eine dauernde Meldung „Alarm“. Die Alarmmeldung
über den internen Signalgeber kann durch Bestätigen des
„Alarm Reset“-Tasters gelöscht werden. Das „Alarm“-Relais bleibt jedoch bis zum Beheben des Fehlers aktiv. Eine
Pumpe wird mit Überschreiten des „Ein1“-Niveaus eingeschaltet, die zweite Pumpe nach Überschreiten des
„Ein2“-Niveaus. Beide Pumpen werden nach Unterschreiten des „Ein1“-Niveaus ausgeschaltet.
8.3 Störungen / Interne Überwachung
Die Steuerung wertet ungeachtet der Konfiguration die Signale der Phasen/Drehfeldüberwachung, des Motorschutzschalters und des Motortemperaturfühlers aus. Bei einer
Störung oder Nichtbereitschaft wird die Pumpe abgeschaltet oder das Einschalten unterdrückt. Zudem erfolgt eine
Fehlermeldung durch die jeweilige Anzeige-LED und das
Schalten des Störungsrelais.
8.3.1 Phasen/Drehfeld Überwachung
Bei Ausfall von L2 und/oder L3 leuchtet die
„Phase/Drehfeld“-LED dauernd, außerdem wird das Relais
„Störung“ aktiv. (In diesem Fall kann die Steuerung keinen
Drehfeldfehler mehr erkennen.) Da die Steuerung von L1
versorgt ist, kann ein Ausfall von L1 nicht angezeigt werden.
Beim Ausfall von L1 wird jedoch der eingebaute Signalgeber
eingeschaltet, sofern in der Steuerung der vorgesehene, betriebsbereite Akku eingesetzt ist.
Bei falschem Drehfeld (Links-Drehfeld) blinkt die
„Phase/Drehfeld“-LED. Der Schütz für den Motorausgang
wird von der Steuerung gesperrt.
8.3.2 Motorschutzschalter
(Je) ein Hilfskontakt des Motorschutzschalters wird ausgewertet. Hat ein Motorschutzschalter aufgrund von Handbetätigung, Kurzschluß oder Überlast ausgelöst, so erfolgt
eine Störmeldung über die „Motorschutzschalter“-LED (bzw.
Dauerlicht bei der LED „Pumpe … MSS/Temp“) sowie das
„Störung“-Relais. Außerdem wird der Schütz für den Motorausgang von der Steuerung gesperrt.
8.3.3 Motortemperatur
In jedem Motor ist ein Temperaturfühler eingebaut, die eine
Übertemperatur an die Steuerung melden:
Bei Erreichen der Übertemperatur (ca. 110 °C) erfolgt eine
Anzeige (Blinken) über die „Motortemperatur“-LED (bzw.
„Pumpe ... MSS/Temp“-LED bei Doppelanlage) und das
„Störung“-Relais fällt ab. Außerdem wird der Schütz für den
jeweiligen Motorausgang von der Steuerung gesperrt. Kühlt
der Motor wieder ab, so ist die Pumpe automatisch wieder
betriebsbereit, sobald der Temperaturfühler dies meldet.
25
8.4 Meldung „Störung“
Störungsmeldung erfolgt durch:
• Aktivierung des „Störung“-Relais und damit durch das dort
angeschlossene Meldegerät.
• Anzeige der Art der Störung durch die Störungs-LEDʼs bei
Einzelanlagen mit
– Phase/Drehfeld
– Motorschutzschalter
– Motortemperatur
– Laufzeit/Niveau
bzw. bei Doppelanlagen mit
– Phase/Drehfeld
– Pumpe 2 MSS/Temp
– Pumpe 1 MSS/Temp
– Laufzeit/Niveau
Die Bedingungen für die Störungsmeldungen sind in den
vorangegangenen Kapiteln im einzelnen beschrieben.
8.5 Meldung „Alarm“
Alarmmeldung erfolgt durch:
• Aktivierung des „Alarm“-Relais und damit durch das dort
angeschlossene Meldegerät.
• den internen Signalgeber
Zwei Bedingungen können zur Alarmmeldung führen.
1. Bei Überschreiten des „Alarm“-Niveaus erfolgt eine Alarmmeldung. Der interne akustische Alarm läßt sich durch Betätigen des „Alarm Reset“-Tasters abschalten. Sobald das
„Alarm“-Niveau unterschritten ist werden beide Alarmmeldungen (Signalgeber und Relais) zurückgesetzt.
2. Bei eingelegtem und betriebsbereitem Akku wird auch bei
Netzausfall Alarmmeldung ausgegeben d. h. der Netzausfall akustisch durch den internen Signalgeber gemeldet. Dabei versorgt der Akku den internen Signalgeber für
einige Stunden in Abhängigkeit vom Ladezustand. Der interne akustische Alarm kann durch Betätigen des „Alarm
Reset“-Tasters ausgeschaltet werden.
8.6 Was tun wenn…
… der Motorschutzschalter ausgelöst hat.
Betätigen Sie den schwarzen Schalter „START“ des
Motorschutzschalters nach Abnehmen des transparenten Gehäusedeckels (Hinweise beachten!). Wenn der
Motorschutzschalter erneut auslöst, wenden Sie sich an
eine Elektrofachkraft.
… eine andere Störungsmeldung auftritt.
Läßt sich die Störung nicht im Rahmen der Bedienhinweise beseitigen, wenden Sie sich an eine Elektrofachkraft.
… die Steuerung nicht mehr auf Eingangssignale reagiert, jedoch über die „Betrieb“-Anzeige Betriebsbereitschaft meldet.
Trennen Sie die Steuerung für ca. 10 Sekunden komplett
vom Netz mit dem installationsseitig vorgesehenen Netzschalter. Funktioniert die Steuerung anschließend immer
noch nicht, wenden Sie sich an eine Elektrofachkraft.
9. Schaltgerät
9.1 Schaltgerät für Einzelanlage (Aqualift F)
9.1.1 Beschreibung der Anzeige- und Bedienelemente
Anzeigeelemente (LED’s)
Normalbetrieb
(zur Information
für den Bediener)
Störung
(zur Information für den
Installateur, Motorschutzschalter auch für Bediener)
Bedienelemente
Hand - 0 - Auto
Alarm Reset
Motorschutzschalter
Betrieb
Niveau „Alarm“
Niveau „Ein“
Niveau „Aus“
Pumpe
Phase / Drehfeld
Motorschutzschalter
Motortemperatur
Laufzeit / Niveau
grün
gelb
gelb
gelb
grün
rot
rot
rot
rot
Schiebeschalter
Taster
Schalter
• Die Bedienelemente sind nach Abnahme des transparenten Gehäusedeckels zugänglich. Das Abnehmen des
Gehäusedeckels zum Zwecke der Bedienung ist zulässig,
jedoch nur für Servicearbeiten sinnvoll.
• Durch Abnahme des Deckels reduziert sich die angegebene Schutzart (Dichtigkeit). Es ist vor Abnahme festzustellen, ob eine Gefährdung durch hohe Feuchtigkeit oder
Spritzwasser gegeben ist. In diesem Fall ist die Steuerung
vorher spannungsfrei zu schalten. Bei Unklarheiten ist
eine Elektrofachkraft hinzu zu ziehen.
Spannungsversorgung in Ordnung
„Alarm“-Niveau erreicht
„Ein“-Niveau erreicht
keine Funktion
Pumpenausgang aktiviert
Dauerlicht:
Phasenausfall (hat Anzeigevorrang)
Blinken:
Drehfeldfehler
Motorschutzschalter hat ausgelöst
Blinken:
„Temperatur A“ (TF)
Dauerlicht:
Laufzeitfehler
Blinken:
Niveaufehler
speichernd - vorrangige Behandlung
Wahl der Betriebsart
Rücksetzen / Test des Alarm-Signalgebers
Rücksetzen einer Niveaufehler-Anzeige
Rücksetzen einer Motor-Übertemperatur
Auslösung bei Überstrom der Pumpe
• Der am Motorschutzschalter eingestellte Strom muß dem
Nennstrom des angeschlossenen Motors entsprechen
und darf nicht durch den Bediener verstellt werden.
• Nach erfolgter Bedienung muß der Gehäusedeckel wieder
fachgerecht verschlossen werden, um die Schutzart
(Dichtigkeit) zu gewährleisten.
9.1.2 Innenansicht des Schaltgerätes (schematisch, unmaßstäblich)
1.
Löcher für Schrauben zur Wandbefestigung
3.
Steckplatz für Akku
(Akku erhältlich als Zubehör)
2.
Netzanschluß
4.1 Anschluß Versorgung für Pumpenmotor
4.2 Anschluß Temperaturüberwachung für
Pumpenmotor
5.
6.
26
Anschluß Niveaueingänge
Anschlüsse für externe Stör- und Alarmmeldung
9. Schaltgerät
9.1.3 Anschlußplan Einzelanlage
Stand 04.99 / Du / EINZ-F
27
9. Schaltgerät
9.2 Schaltgerät für Doppelanlage (Aqualift F Duo)
9.2.1 Beschreibung der Anzeige- und Bedienelemente
Anzeigeelemente (LED’s)
Normalbetrieb
(zur Information
für den Bediener)
Störung
(zur Information für den
Installateur, Motorschutzschalter auch für Bediener)
Bedienelemente
Hand - 0 - Auto (Pumpe 1)
Hand - 0 - Auto (Pumpe 2)
Alarm Reset
Motorschutzschalter 1
Motorschutzschalter 2
Betrieb
Niveau „Alarm“
Niveau „Ein2“
Niveau „Ein1“
Niveau „Aus“
Pumpe 1
Pumpe 2
Phase / Drehfeld
grün
gelb
gelb
gelb
gelb
grün
grün
rot
Pumpe 1 MSS/Temp
rot
Laufzeit / Niveau
rot
Pumpe 2 MSS/Temp
rot
Schiebeschalter
Schiebeschalter
Taster
Schalter
Schalter
• Die Bedienelemente sind nach Abnahme des transparenten Gehäusedeckels zugänglich. Das Abnehmen
des Gehäusedeckels zum Zwecke der Bedienung ist
zulässig, jedoch nur für Servicearbeiten sinnvoll.
• Durch Abnahme des Deckels reduziert sich die angegebene Schutzart (Dichtigkeit). Es ist vor Abnahme
festzustellen, ob eine Gefährdung durch hohe Feuchtigkeit oder Spritzwasser gegeben ist. In diesem Fall ist
die Steuerung vorher spannungsfrei zu schalten. Bei
Unklarheiten ist eine Elektrofachkraft einzuschalten.
Spannungsversorgung in Ordnung
„Alarm“-Niveau erreicht
„Ein2“-Niveau erreicht
„Ein1“-Niveau erreicht
keine Funktion
Pumpenausgang 1 aktiviert
Pumpenausgang 2 aktiviert
Dauerlicht:
Phasenausfall (hat Anzeigevorrang)
Blinken:
Drehfeldfehler
Dauerlicht:
Motorschutzschalter Pumpe 2
hat ausgelöst
Blinken:
Motor-Übertemperatur Pumpe 2
Dauerlicht:
Motorschutzschalter Pumpe 1
hat ausgelöst
Blinken:
Motor-Übertemperatur Pumpe 1
Dauerlicht:
Laufzeitfehler
Blinken:
Niveaufehler
speichernd - vorrangige Behandlung
Wahl der Betriebsart für Pumpe 1
Wahl der Betriebsart für Pumpe 2
Rücksetzen / Test des Alarm-Signalgebers
Rücksetzen einer Niveaufehler-Anzeige
Rücksetzen einer Motor-Übertemperatur
Auslösung bei Überstrom der Pumpe 1
Auslösung bei Überstrom der Pumpe 2
• Der am Motorschutzschalter eingestellte Strom muß
dem Nennstrom des angeschlossenen Motors entsprechen und darf nicht durch den Bediener verstellt
werden.
• Nach erfolgter Bedienung muß der Gehäusedeckel
wieder fachgerecht verschlossen werden, um die
Schutzart (Dichtigkeit) zu gewährleisten.
28
9. Schaltgerät
9.2.2 Innenansicht des Schaltgerätes (schematisch, unmaßstäblich)
4.1
1.
-
3.
Steckplatz für Akku (Akku erhältlich als Zubehör)
2.
Netzanschluß
4.1
Anschluß Versorgung für Pumpenmotor
5.
Anschluß Niveaueingänge
4.2
6.
Anschluß Temperaturüberwachung für Pumpenmotor
Anschlüsse für externe Stör- und Alarmmeldung
29
4.1
9. Schaltgerät
9.2.3 Anschlußplan Doppelanlage (Aqualift Duo)
Stand 04.99 / Du / DUO-F
30
Elektrische Schaltpläne
9.3 Schaltplan Aqualift F Duo XXL
31
Elektrische Schaltpläne
Aqualift F Duo XXL
32
Elektrische Schaltpläne
Aqualift F Duo XXL
33
Elektrische Schaltpläne
Aqualift F Duo XXL
34
Elektrische Schaltpläne
Aqualift F Duo XXL
35
10. Ersatzteile und Zubehör
10.1 Zubehörteile
Handmembranpumpe
28680
Bezeichnung
Elastische Schlauchverbindung
mit 2 Schlauchklemmen
Flansch-Schlauch-Verbindung
Bestell-Nr.
DN 40
28660
DN 70
28661
DN 150
28658
DN 100
28663
DN 80
28655
Absperrschieber aus Kunststoff für drucklose Installation DN 100
Absperrhahn für Handmembranpumpe
Schalldämmung (Unterlegmatte)
Dichtung für Rohrdurchführung
Sägeglocke DN 50 - DN 150
Akku
Absperreinrichtung für Mono-Anlagen
Absperreinrichtung für Duo-Anlagen
Siehe auch KESSEL-Katalog
28698
DN 150
28699
28681
Einzelanlage
28692
Doppelanlage
28693
DN 100
850117
DN 50
850114
DN 70
850116
DN 125
850118
DN 150
850119
50100
20230
DN 100
28683
DN 100
28694
36
10. Ersatzteile und Zubehör
14
10.2 Ersatzteile
10.2.1 Einzelanlage
16
15
17
15
13
10
12
11
9
Position
1
2
3a
3b
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
Stück
1
1
1
1
1
1
1
1
1
2
1
1
1
1
4
8
8
8
Teile-Nr.
206-004
206-161
367-002
367-003
240-051
206-017
206-018
206-048
28663
206-054
206-042
049-010
049-011
049-005
017-095
206-074
017-199
017-012
9
Benennung
Mono-Behälter
Pumpenflansch komplett (F)
Motor komplett 1,1 kW / 400 V
Motor komplett 2,2 kW / 400 V
Mono-Klappengehäuse DN 100
Mono-Druck-Steuerung komplett
Reinigungsdeckel
Mono-Schaltgerät
Elastische Schlauchverbindung DN 100
BG Befestigungswinkel
Profildichtung
Lippendichtung
Lippendichtung
Rollring
Zylinderschraube
PT-Schraube
Zylinderschraube M8x25
Scheibe
37
10. Ersatzteile und Zubehör
10.2.2 Doppelanlage
15
16
Position
1
2
3a
3b
4
5
6
7a
7b
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
20
Stück
1
2
2
2
1
1
1
1
1
1
2
2
2
1
1
2
8
4
14
14
4
Teile-Nr.
206-005
206-161
367-002
367-003
240-056
206-022
206-018
206-049
206-117
28663
003-144
206-054
206-042
049-010
049-011
049-005
017-095
206-074
017-199
017-012
017-213
20
Benennung
Duo-Behälter
Pumpenflansch komplett (F)
Motor komplett 1,1 kW / 400 V
Motor komplett 2,2 kW / 400 V
Duo-Rückflußsperre komplett DN 100
Duo-Druck-Steuerung komplett
Reinigungsdeckel
Duo-Schaltgerät 1,1 kW 400 V
Duo-Schaltgerät 2,2 kW 400 V
Druckschlauch D = 110 x 6 für DN 100
Rohrschelle D = 120 für DN 100
BG Befestigungswinkel
Profildichtung
Lippendichtung
Lippendichtung
Rollring
Zylinderschraube
PT-Schraube
Zylinderschraube M8x25
Scheibe
Linsenschraube M6
38
10. Ersatzteile und Zubehör
10.2.3 Drucksteuerung Einzelanlage (Teile-Nr. 206-017)
Pos.
1
2
3
4
5
6
7
8
10
11
12
10.2.4 Drucksteuerung Doppelanlage (Teile-Nr. 206-022)
Pos.
1
2
3
4
5
6
7
8
10
11
12
39
Stück
1
1
1
1
1
5m
4
4
1
1
2
Stück
1
1
1
1
1
5m
6
6
1
1
2
Teile-Nr.
206-023
206-008
206-050
206-014
206-045
206-047
099-119
011-050
206-043
206-053
017-153
Teile-Nr.
206-023
206-030
206-044
206-014
206-045
206-047
099-119
011-050
206-043
206-053
017-153
Benennung
Druck-Steuerung Unterteil
Mono-Standdruckrohr
Mono-Druckwächter
Druck-Steuerung Oberteil
Kabelverschraubung
Kabel
Flachsteckhülse
Aderendhülse
O-Ring
O-Ring
PT-Schraube
Benennung
Druck-Steuerung Unterteil
Duo-Standdruckrohr
Duo-Druckwächter
Druck-Steuerung Oberteil
Kabelverschraubung
Kabel
Flachsteckhülse
Aderendhülse
O-Ring
O-Ring
PT-Schraube
10. Ersatzteile und Zubehör
10.2.5 Mono-Klappengehäuse DN 100 (Teile-Nr. 240-051)
Pos.
1
2
3
4
Stück
1
1
8
8
Teile-Nr.
240-052
240-048
240-039
240-038
Benennung
ZSB Klappengehäuse
Schlauchanschluss 110
Sich. Skt. Mutter M8
Sich. Skt. Schraube M8
Pos.
1
2
3
4
5
Stück
1
1
1
1
1
Teile-Nr.
240-046
206-010
240-042
240-037
049-005
Benennung
Klappengehäuse
Klappenhalter
Rückschlagklappe
O-Ring D 84 x 8
Rollring DN 125
10.2.6 Klappengehäuse DN 100 (Teile-Nr. 240-052)
4
5
3
2
40
10. Ersatzteile und Zubehör
10.2.7 Duo-Klappengehäuse DN 100 (Teile-Nr. 240-056)
Pos.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
Stück
2
2
1
2
2
4
8
8
8
8
2
Teile-Nr.
240-007
240-045
240-009
240-042
206-010
240-027
240-058
240-059
240-038
240-039
049-005
Benennung
Duo-RS-Gehäuse
Druck-Deckel geschl.
T-Stück DN 100
Rückschlag klappe für 1,1 kW (2,2 kW auf Anfrage)
Klappenhalter
O-Ring
Sich. Skt. Schraube M6
Sich. Skt. Mutter M6
Sich. Skt. Schraube M8
Sich. Skt. Mutter M8
Rollring DN 125
41
11. Gewährleistung
1. Ist eine Lieferung oder Leistung mangelhaft, so hat KESSEL
nach Ihrer Wahl den Mangel durch Nachbesserung zu beseitigen oder eine mangelfreie Sache zu liefern. Schlägt die Nachbesserung zweimal fehl oder ist sie wirtschaftlich nicht vertretbar, so hat der Käufer/Auftraggeber das Recht, vom Vertrag
zurückzutreten oder seine Zahlungspflicht entsprechend zu
mindern. Die Feststellung von offensichtlichen Mängeln muss
unverzüglich, bei nicht erkennbaren oder verdeckten Mängeln
unverzüglich nach ihrer Erkennbarkeit schriftlich mitgeteilt werden. Für Nachbesserungen und Nachlieferungen haftet KESSEL in gleichem Umfang wie für den ursprünglichen Vertragsgegenstand. Für Neulieferungen beginnt die Gewährleistungsfrist neu zu laufen, jedoch nur im Umfang der Neulieferung.
Es wird nur für neu hergestellte Sachen eine Gewährleistung
übernommen.
Die Gewährleistungsfrist beträgt 24 Monate ab Auslieferung an
unseren Vertragspartner.
§§ 377.378 HGB finden weiterhin Anwendung.
Über die gesetzliche Regelung hinaus erhöht die KESSEL
GmbH die Gewährleistungsfrist für Leichtflüssigkeitsabscheider, Fettabscheider, Schächte, Kleinkläranlagen und Regenwasserzisternen auf 20 Jahre bezüglich Behälter. Dies bezieht
sich auf die Dichtheit, Gebrauchstauglichkeit und statische Sicherheit.
Voraussetzung hierfür ist eine fachmännische Montage sowie
ein bestimmungsgemäßer Betrieb entsprechend den aktuell
gültigen Einbau- und Bedienungsleitungen und den gültigen
Normen.
2. KESSEL stellt ausdrücklich klar, dass Verschleiß kein Mangel ist. Gleiches gilt für Fehler, die aufgrund mangelhafter Wartung auftreten.
Stand 01.07.2006
42
Übergabeprotokoll
Typenbezeichnung *
__________________________________________________________
Fertigungsdatum *
__________________________________________________________
KESSEL-Bestellnummer *
__________________________________________________________
(* gemäß Typenschild/Rechnung)
Objektbezeichung / Anlagenbetreiber
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Planer
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Ausführende Baufirma
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Ausführende Sanitärfirma
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Ausführende Elektrofirma
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Abnahmeberechtigter
__________________________________________________________
Telefon / Telefax
__________________________________________________________
Adresse
__________________________________________________________
Übergabeperson
__________________________________________________________
Sonstige Anmerkungen
__________________________________________________________
Die aufgeführte Inbetriebnahme und Einweisung wurde im Beisein des Abnahmeberechtigten und des Anlagenbetreibers
durchgeführt.
____________________________
Ort, Datum
____________________________
Unterschrift Abnahmeberechtigter
43
____________________________
Unterschrift Anlagenbetreiber
Alles für die Entwässerung
Schutz vor Wasser im Keller
Rückstauverschlüsse
Hebeanlagen
Abwasser ableiten
Abläufe
aus Kunststoff
aus Guss
aus Edelstahl, Edelstahlrinnen
Abwasser behandeln
Abscheider
Fettabscheider
Öl-/ Benzinabscheider
Stärkeabscheider
Sinkstoffabscheider
Kleinkläranlagen
Regenwasser nutzen
Abwasser kontrollieren
Schächte
Regenwassernutzanlagen
Versickerung
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