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Betriebsanleitung SAF-Bremsenprüfkoffer - SAF-HOLLAND GmbH

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Betriebsanleitung
SAF-Bremsenprüfkoffer
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Edition 09/2006
Service
SAF-Produkte werden ständig weiterentwickelt, so dass Änderungen
technischer Details gegenüber dem
Inhalt dieser Betriebsanleitung
vorbehalten bleiben müssen.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte
direkt an SAF.
SAF-HOLLAND GmbH
Hauptstraße 26
D-63856 Bessenbach
Telefon: +49 (0) 60 95 / 301-0
Fax:
+49 (0) 60 95 / 301-259
Internet: www.safholland.com
22
2
Bremsenprüfeinrichtung
Inhaltsverzeichnis
Seite
Einleitung ............................................................................................................................4
Gesetzliche Vorschriften ....................................................................................................5
Allgemeine Informationen ..................................................................................................6
– Bremsenprüfkoffer ..........................................................................................................6
– Zubehör/Bestellnummern/Ersatzteildarstellung ........................................................7 – 9
– Geräteschaltplan/Anschlußschema ..............................................................................10
Einsatzgebiete ..................................................................................................................11
– Bremsenprüfung auf Rollenprüfständen ......................................................................11
– Bremsversuche auf der Straße ....................................................................................11
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen ......................................................................12
– Überprüfung von Druckluftbremsanlagen am
Anhängefahrzeug Bsp. 1........................................................................................12 – 14
– Überprüfung der Druckvoreilung im Anhänger Bsp. 2 ..........................................15 – 17
– Einstellung und Prüfung von pneumatisch gesteuerten
ALB Reglern im Anhängefahrzeug Bsp. 3 ............................................................18 – 21
– Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges auf dem
Rollenprüfstand Bsp. 4 ..........................................................................................22 – 24
– Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges im
Fahrversuch Bsp. 5 ..............................................................................................25 – 27
– Abstimmung des Bremsverhaltens von ziehendem und
gezogenem Fahrzeug Bsp. 6 ................................................................................28 – 31
Bremsenprüfeinrichtung
22
3
Einleitung
4
Die SAF-Bremsenprüfeinrichtungen benötigen Sie zum Einstellen und Überprüfen
von Druckluftbremsanlagen an Fahrzeugen
sowie zur Lösung von Problemen bezüglich
der Anpassung von Druckluftbremsanlagen
zwischen Zugfahrzeug und Anhänger.
Durch die Benutzung der SAF Bremsenprüfeinrichtung haben Sie die besten Voraussetzungen zur Prüfung von Druckluftbremsanlagen und vermitteln durch eine sichere
und schnelle Diagnose einen erheblichen
Beitrag zur „Kundenzufriedenheit“.
Diese Bedienungsanleitung soll dem Benutzer die Möglichkeit bieten, mit der SAF
Bremsenprüfeinrichtung die richtigen zum
Erfolg führenden Ergebnisse zu erzielen.
Diese Unterlage ersetzt jedoch nicht das
erforderliche Wissen über Aufbau, Funktion
und Instandsetzungen an Druckluftbremsanlagen.
Bremsenprüfeinrichtung
Gesetzliche Vorschriften
Für die Durchführung von Bremsensonderuntersuchungen an Fahrzeugen nach Anlage
VIII zur StVZO ist die Feststellung der Wirkung und der Funktion der Bremsanlage
für den „leeren als auch für den beladenen
Zustand“ des Fahrzeuges zu überprüfen.
Dies hat zur Folge, daß unter der Berücksichtigung der unterschiedlichen Systeme die
Übereinstimmung der ALB-Einstellwerte mit
dem ALB-Typenschild beachtet und eingehalten werden muß.
1. Prüfung von mechanisch angelenkten
ALB Reglern
Die Überprüfung eines Fahrzeuges mit mechanisch angelenktem ALB Regler sieht in
der Praxis so aus, daß das zu überprüfende
Fahrzeug im leeren Zustand vorgestellt wird.
Der simulierte Beladungszustand wird dann
durch Aushängen und Hochschieben
der Steuerstange am ALB-Regler erreicht.
2. Prüfung von ALB Reglern bei Verwendung von Luftfederungssystemen
Die Vorstellung des zu überprüfenden
Fahrzeuges findet ebenfalls im unbeladenen
Zustand statt.
Das Simulieren des beladenen Zustandes
ist bei diesen in der Praxis immer häufiger
verwendeten Systemen nur möglich, indem
der Balgdruck durch eine dafür vorgesehene
und geeignete Bremsenprüfeinrichtung
an der Steuerseite des ALB Reglers eingesteuert wird.
Bremsenprüfeinrichtung
5
Allgemeine Informationen
Bremsenprüfkoffer
Mit diesem Prüfkoffer lassen sich Probleme
in der Druckluftbremsanlage von Motorwagen und Anhängern rationell und wirtschaftlich lösen. Durch die kompakte und
robuste Bauweise ist diese Prüfeinrichtung
als tragbarer „Geräteprüfstand“ einzusetzen.
Der Bremsenprüfkoffer ist mit drei Feinregelventilen ausgestattet, mit denen unabhängig
6
Bremsenprüfeinrichtung
voneinander der Vorratsdruck, der Bremsdruck und der Luftfederbalgdruck vorgegeben werden kann. Doppeldruckmamometer
und Einzelmanometer dienen zur Anzeige
der benötigten Drücke.
Die Manometer und die Feinregelventile sind
stoßsicher in einem Aluminiumgehäuse untergebracht. Dieses Gehäuse ist wasserfest
und abschließbar.
Allgemeine Informationen
Zubehör
Als serienmäßiges Zubehör
werden zur Bremsenprüfeinrichtung Kupplungskopfadapter und verschieden
lange Prüfschläuche geliefert. Die Prüfschläuche sind
jeweils mit einer Schnellkupplung und einer Flügelmutter versehen und farblich gekennzeichnet.
Zwei Schlauchadapter ermöglichen, unterschiedliche
Schlauchverbindungen
schnell und einfach herzustellen.
Ein spezielles Ralaisventil, das als Sonderzubehör zu beziehen ist, ermöglicht
die Bremsprüfung im Fahreinsatz, ohne die
Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen, sowie die Prüfung von Anhängern ohne Zugfahrzeug.
Zusatzeinrichtung/
Relaisventil:
Die Zusatzeinrichtung wird
als Zwischenglied zwischen
Zug- und Anhängefahrzeug
geschaltet und dient zur
schnellen Be- und Entlüftung der Anhängerbremsen
einerseits und ermöglicht
die Abnahme des Vorratsdruckes für den Bremsenprüfkoffer andererseits.
Praxisnahes Zeitverhalten
bei Anhängerabbremsungen
über den Bremsenprüfkoffer macht die Zusatzeinrichtung zwingend notwendig, da dünne Querschnitte,
große Schlauchlängen und das Fehlen
Aus folgenden Komponenten setzt
sich die Zusatzeinrichtung zusammen:
01 Relaisventil mit linearer Kennung
02 Zweiwegeventil
03 Kupplungskopf Vorrat (rot) mit
Schlauchleitung
des Anhängersteuerventiles des Zugfahrzeuges bei dieser Prüfanordnung dies
erfordern.
04 Kupplungskopf Vorrat (rot)
05 Prüfanschluß Vorratsdruck
06 Kupplungskopf Bremse (gelb) mit
Schlauchleitung
07 Kupplungskopf Bremse (gelb)
08 Prüfanschluß Bremsdruck
09 Prüfanschluß Ansteuerdruck
Bremsenprüfeinrichtung
7
Allgemeine Informationen
Ersatzteildarstellung
8
Bremsenprüfeinrichtung
Allgemeine Informationen
Ersatzteilbezeichnung
Bremsenprüfkoffer Typ 001 BW
Pos.Nr. Bestell-Nr.
Teile-Benennung
einschl. Zubehör
Menge
1
3 082 0001 00
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
4 082 0002 00
4 082 0003 00
4 082 0004 00
4 082 0005 00
4 082 0006 00
4 082 0007 00
Gerätekoffer GK 2T kpl.
mit Teilen 1.1 – 1.6
Koffergehäuse
Schnapp-Verschluß
Tragegriff
Gehäuse-Fuß
Aufstellgelenk links
Winkel für Frontplatte
5
5.1
7
9
10
11
4 082 0008 00
4 082 0009 00
4 082 0010 00
4 082 0017 00
4 082 0018 00
4 082 0019 00
Frontplatte
Flachkopf-Schraube
Gewindenippel
0-Ring
Muffe
Einschraub-Anschluß gerade
12
3 082 0020 00
Druckregler kpl.
mit Teilen 12.1 und 12.2
Rändelmutter
Druckregler
12.1 4 082 0011 00
12.2 4 082 0012 00
13
3 082 0021 00
13.1 4 082 0013 00
13.2 4 082 0014 00
13.3 4 082 0015 00
Drehschalter kpl.
mit Teilen 13.1 – 13.3
Rändelmutter
Drehschalter
Befestigungswinkel
14
15
18
19
20
21
4 082 0022 00
4 082 0023 00
4 082 0026 00
4 082 0027 00
4 082 0028 00
4 082 0029 00
Sperrventil
Einschrau-Anschluß gerade
T-Schwenkverschraubung
RILSAN-Rohr 1 m
Schmutzfänger
Doppel-Rückschlagventil
22
3 082 0031 00
Druckmesser 0 – 16 bar
mit Teilen 22.1 und 22.2
Befestigungsbügel
Rändelmutter
22.1 4 082 0024 00
22.2 4 082 0025 00
23
3 082 0032 00
23.1 4 082 0016 00
24
3 082 0033 00
25
26
27
4 082 0034 00
4 082 0035 00
4 082 0067 00
28
3 082 1036 00
Doppeldruckmesser
0 – 16 bar
mit Teilen 22.2. und 23.1
Befestigungsbügel
1
1
2
1
8
1
6
1
6
10
10
10
12
3
3
3
3
3
3
3
3
13
5
2
1
2
Pos.Nr. Bestell-Nr.
29.1
29.2
31
32
4 082 0037 00
4 082 0038 00
4 082 0039 00
4 082 0040 00
33
35
36
37
38
39
40
41
42
43
45
46.1
46.2
46.3
46.4
46.5
46.6
46.7
46.8
47
48
49
52.1
4 082 0041 00
4 082 0043 00
4 082 0044 00
4 082 0045 00
4 082 0046 00
4 082 0047 00
4 082 0048 00
3 082 0049 00
3 082 0050 00
4 082 0051 00
3 082 0053 00
4 082 0156 00
4 082 0256 00
4 082 0356 00
4 082 0456 00
4 082 0556 00
4 082 0656 00
4 082 0756 00
4 082 0856 00
4 082 0064 00
4 982 0065 00
4 082 0042 00
3 082 1255 01
52.2 3 082 1255 02
52.3 3 082 1255 03
5
52.4 3 082 1255 05
10
12
52.5 3 082 1255 06
52.6 3 082 1255 07
1
1
Amaturenanschluß
mit Teilen 25 – 27
Anschlußmutter
Stützhülse
Klemmring
7
Relaisventil
kompl. montiert mit Teilen
28.1; 31–33; 35–37;
41 und 42
Relaisventil
1
52.7 3 082 2055 04
52.8 3 082 2055 08
55.1 3 082 0169 00
7
7
7
55.2 3 082 0269 00
56.1 3 082 0170 00
28.1 4 082 0036 00
56.2 3 082 0270 00
1
Bestell-Nr. 01 00 01 0 00 1
Teile-Benennung
Menge
Kupplungskopf rot
2
Kupplungskopf gelb
2
Prüfanschluß
2
T-Verschraubung
1
mit Prüfanschluß
Sechskantmutter
1
Reduzierstück
2
Schnellkupplung gelb
2
Schnellkupplung rot
2
Gewinde-Nippel
2
Schlauch-Tülle
2
Schlauch 1 m
2
Dichtung mit Stützring
6
Dichtung mit Stützring
5
Schlaucklemme
4
Flügelmutter mit Dichtung
8
Schnellkupplung rot
1
Schnellkupplung gelb
1
Schnellkupplung braun
1
Schnellkupplung grün
1
Schnellkupplung schwarz
1
Schnellkupplung nickel
1
Schnellkupplung blau
1
Schnellkupplung oliv
1
Schlauchklemme
8
Schlauchklemme
8
Schlauchstutzen
2
Prüfschlauch 12 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.1; 47; 48
Prüfschlauch 12 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.2; 47; 48
Prüfschlauch 12 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.3; 47; 48
Prüfschlauch 12 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.5; 47; 48
Prüfschlauch 12 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.6; 47; 48
Prüfschlauch 12 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.7; 47; 48
Prüfschlauch 20 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.4; 47; 48
Prüfschlauch 20 m montiert
1
mit Teilen 45; 46.8; 47; 48
Zwischenschlauch rot montiert 1
mit Teilen 29.1; 39 – 41; 43; 49
Zwischenschlauch gelb montiert1
mit Teilen 29.2; 39 – 41; 43; 49
Kupplungskopf rot mit
1
Gewindenippel montiert
mit Teilen 29.1; 38; 41
Kupplungskopf gelb mit
1
Gewindenippel montiert
mit Teilen 29.2; 38; 41
Bremsenprüfeinrichtung
9
Allgemeine Informationen
Geräteschaltplan
Anschlüsse:
01 Vorratsdruck für Bremsenprüfkoffer
(neutral – verchromt)
02 Prüfdruck – Anzeige (grün)
03 Druckregelung – Aussteuerdruck (rot)
04 Prüfdruck – Anzeige (oliv)
05 Prüfdruck – Anzeige, roter Zeiger (rot)
06 Druckregelung – Aussteuerdruck (gelb)
07 Prüfdruck – Anzeige, schwarzer Zeiger
(schwarz)
08 Prüfdruck – Anzeige (braun)
09 Druckregelung – Aussteuerdruck (blau)
10 Prüfdruck – Anzeige (grün)
1
3
2
5
4
7
6
9
8
10
Anschlußschema
Das folgend beschriebene Anschlußschema
erläutert dem Verwender, unter Nutzung
aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten,
die effizienteste Auslastung der Bremsenprüfeinrichtung.
Über Anschluß 1 erfolgt die Druckluftversorgung der Prüfeinrichtung. Die hier eingespeiste Druckluft gelangt über einen Rohrleitungsfilter gleichzeitig an die drei Feinregelventile. Diese Regelventile ermöglichen eine
stufenlose Regelung des eingebrachten
Druckes zwischen 0 und 10 bar Überdruck.
Der jeweils geregelte Druck kommt auf
dem direkt oberhalb des Regelventiles angeordneten Manometer zur Anzeige und
kann über das jeweils darunter angeordnete
Schaltventil ausgesteuert werden. Somit
können über die Anschlüsse 3 (rot), 6 (gelb)
und 9 (schwarz) die jeweils geregelten
Drücke ausgesteuert und über die entsprechend farblich gekennzeichneten Prüfschläuche zu den gewünschten Anschlüssen
am Fahrzeug geleitet werden.
Anschlußnippel, Schaltventil, Feinregelventil
und Manometer der drei Regelkreise sind
im Prüfkoffer jeweils entlang einer Linie angeordnet, so daß der direkte Zusammenhang der Ventile zur Anzeige leicht zu erkennen und nicht zu verwechseln ist.
10
Bremsenprüfeinrichtung
Beispielsweise kann über Anschluß 3 der Vorratsdruck, über Anschluß 6 der Bremsdruck
und über Anschluß 9 ein Steuerdruck (z. B.
Luftfederbalgdruck) ausgesteuert werden.
Die Anschlüsse 2 (grün), 4 (oliv), 5 (rot),
7 (schwarz) und 10 (grün) sind entsprechend
der aufgedruckten Linie mit den jeweiligen
Manometern verbunden und dienen zur Rückmeldung der Bremsdrücke von den Bremszylindern mittels der entsprechend farblich
gekennzeichneten Prüfschläuche.
Bei Benutzung der Anschlüsse 4 und 8 muß
das jeweilige Regelventil (in Verbindung mit
3 bzw. 9) ganz nach links gedreht werden,
damit die Anzeige nicht durch eventuell eingesteuerte Drücke am Regelventil verfälscht
wird.
Alle Prüfschläuche sind an der einen Seite
mit einer Schnellkupplung (NW 5) sowie
mit farbiger Hülse und an der anderen Seite
mit einer Flügelmutter mit Innengewinde
M 16 x 1,5 und einer entsprechend eingefärbter Schlauchklemme versehen.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizEinsatzgebiete
Bremsenprüfung auf Rollenprüfständen
Bezüglich der kompakten Zusammenstellung
des Bremsenprüfkoffers und Zubehörs sind
durch die SAF Bremsenprüfeinrichtung die
besten Voraussetzungen für das Einsatzgebiet der stationären Prüfungen vorhanden.
Durch die Möglichkeit der externen Druckluftversorgung wird eine Vielfältigkeit an
Prüf- und Diagnosevarianten dem Benutzer
offenbart. Hierdurch wird beispielsweise
die ausschließliche Prüfung von Anhängerfahrzeugen ermöglicht.
Die Regelventile ermöglichen eine exakte
und feinfühlige Dosierung des Bremsdruckes
bzw. des Balgdruckes und gleichzeitig über
die zugeordneten Manometer die Anzeige des
eingesteuerten Druckes.
Ganze Ventilreihenfolgen z. B. an pneumatisch angesteuerten ALB Reglern lassen
sich mit geringfügigen Aufwand schnellstmöglich prüfen und exakt diagnostizieren.
Bremsprüfungen, Funktionsprüfungen und
die Feststellung der richtigen Arbeitsweise
von Systemen oder einzelnen Komponenten
lassen sich mit der SAF Bremsenprüfeinrichtung durchführen und tragen somit zu
einem erheblichen Teil zur Kundenzufriedenheit mit bei.
Bremsversuche auf der Straße
Bei der Durchführung von Bremsversuchen
auf der Straße (nach EG- und ECE-Richtlinien
vorgeschrieben) mit Anhängefahrzeugen
ist die SAF Bremsenprüfeinrichtung bestens
geeignet, da sowohl eine feine Dosierung
des Bremsdruckes als auch gleichzeitig eine
Anzeige des eingesteuerten Druckes und
des tatsächlichen Bremszylinderdruckes bei
stets reproduzierbarem und praxisnahem
Zeitverhalten ermöglicht wird.
Die erforderliche Druckluft zur feinen Dosierung wird hier über die SAF Zusatzeinrichtung vom Vorratsdruck für den Anhänger
entnommen. Gesteuert über den SAF Bremsenprüfkoffer erfolgt dann über die Feinregelventile die Druckluftbeaufschlagung.
Für die Bremsversuche auf der Straße bildet
die SAF Bremsenprüfeinrichtung und deren
Zubehör einen unabdingbaren Bestandteil.
Bremsenprüfeinrichtung
11
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfung von Druckluftbremsanlagen an Anhängefahrzeugen
Vorgehensweise: Beispiel 1
1. Anschließen der Zusatzeinrichtung
Den Ausgang 2 (gelber Kupplungskopf) des Relaisventiles
(01) an die Bremsleitung des
Anhängers anschließen.
Den roten Kupplungskopf (04)
der Zusatzeinrichtung mit dem
Anhänger verbinden. In den
zweiten roten Kupplungskopf
(03) der Zusatzeinrichtung ist
ein Vorratsdruck einzuspeisen.
Dieser Vorratsdruck kann entweder von der Zugmaschine
oder von einer stationären
Hausleitung erfolgen und sollte
zwischen 7,5 und 8,5 bar betragen.
2. Anschließen der
Bremsenprüfeinrichtung
Den Prüfanschluß (05) der
Zusatzeinrichtung mit dem
Anschluß 1 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Wird nun das linke Feinregelventil ganz nach rechts
gedreht, so wird der volle
Vorratsdruck am Manometer
3 – 4 angezeigt.
12
Bremsenprüfeinrichtung
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfung von Druckluftbremsanlagen an Anhängefahrzeugen
Den Ausgang 6 der Bremsenprüfeinrichtung mit dem
Prüfanschluß (09) der Zusatzeinrichtung verbinden.
3. Anschließen der Bremszylinder
Den Anschluß 2 der Bremsenprüfeinrichtung
mit dem Bremszylinder der Vorderachse und
den Anschluß 10 der Bremsenprüfeinrichtung mit dem Bremszylinder der Hinterachse
verbinden.
Mit dem mittleren Manometer (6) wird der
Bremsdruck angezeigt, der am darunter-
liegenden Feinregelventil eingestellt wird.
Dieser Bremsdruck kann durch das darunterliegende Schaltventil (03) ausgesteuert
werden und betätigt die Bremsen des Anhängers.
Anschließend können die Drücke in den Bremszylindern der Vorder- und Hinterachse an
den Manometern 2 und 10 abgelesen werden.
Bremsenprüfeinrichtung
13
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfung von Druckluftbremsanlagen an Anhängefahrzeugen
Das folgende Anschlußschema und die
Skizze zeigen die erforderlichen Anschlüsse
für die „Prüfung der Druckluftbremsanlage“.
14
Bremsenprüfeinrichtung
Anschlußschema:
01 Vorratsdruck für Bremsenprüfeinrichtung
02 Prüfdruck am Bremszylinder der
Vorderachse
06 Ansteuerdruck für die Anhängerbremsleitung (gelber Kupplungskopf)
10 Prüfdruck am Bremszylinder der
Hinterachse
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfung der Druckvoreilung im Anhänger
Vorgehensweise:
Beispiel 2
1. Anschließen der Zusatzeinrichtung
Den Ausgang 2 (gelber Kupplungskopf) des Ralaisventiles (01) an die Bremsleitung
des Anhängers anschließen.
Den roten Kupplungskopf
(04) der Zusatzeinrichtung
mit dem Anhänger verbinden. In den zweiten roten
Kupplungskopf (03) der Zusatzeinrichtung ist ein
Vorratsdruck einzuspeisen.
Dieser Vorratsdruck kann entweder von der
Zugmaschine oder von einer stationären
2. Anschließen der Bremsenprüfeinrichtung
Den Prüfanschluß (05) der Zusatzeinrichtung
mit dem Anschluß 1 der Bremsenprüfeirichtung verbinden.
Hausleitung erfolgen und sollte zwischen
7,5 und 8,5 bar betragen.
Wird nun das linke Feinregelventil ganz nach
rechts gedreht, so wird der volle Vorratsdruck
am Manometer 3 – 4 angezeigt. Den Ausgang
6 der Bremsenprüfeinrichtung mit dem Prüfanschluß (09) der Zusatzeinrichtung verbinden.
Bremsenprüfeinrichtung
15
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfung der Druckvoreilung im Anhänger
3. Anschließen des Anhängerbremsventiles
bzw. Bremszylinders
Den Prüfanschluß am Ausgang des
Anhängerbremsventiles mit dem
Anschluß 2 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden (sollte kein Prüfanschluß am Anhängerbremsventil
vorhanden sein, so muß stattdessen
der Bremszylinder der Hinterachse
mit dem Anschluß 2 der Bremsenprüfeinrichtung verbunden werden).
Hinweis:
Beim Messen der Druckvoreilung
muß der ALB-Regler auf Vollast
stehen.
Zum Messen der Druckvoreilung wird nun
am mittleren Feinregelventil (02) ein Druck
von 2 bar (für Wabco Bremsanlagen) bzw.
ein Druck von 3,5 bar (für Grau Bremsanlagen) eingestellt.
Auf dem darüber angeordneten Manometer
(6) wird dieser Druck angezeigt.
Mit dem darunter liegendem Schaltventil
(03) wird der eingestellte Druck freigegeben
und der Anhänger wird gebremst.
16
Bremsenprüfeinrichtung
Über den Anschluß 2 der Bremsenprüfeinrichtung wird am Manometer 2 der Ausgangsdruck des Anhängerbremsventiles zur
Anzeige gebracht.
Die Differenz zum eingesteuerten Druck
(Manometer 6) zum angezeigten Druck
(Manometer 2) ist die Druckvoreilung.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Das folgende Anschlußschema und die
Skizze zeigen die erforderlichen Anschlüsse
für die „Überprüfung der Druckvoreilung“.
Anschlußschema:
01 Vorratsdruck für Bremsenprüfeinrichtung
02 Prüfdruck am Anhängerbremsventil bzw.
Bremszylinder Hinterachse
06 Ansteuerdruck für die Anhängerbremsleitung (gelber Kupplungskopf)
Bremsenprüfeinrichtung
17
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfen von pneumatisch gesteuerten ALB-Reglern
Vorgehensweise: Beispiel 3
1. Anschließen der Zusatzeinrichtung
Den Ausgang 2 (gelber Kupplungskopf) des Relaisventiles (01) an
die Bremsleitung des Anhängers
anschließen.
Den gelben Kupplungskopf (06) an
die Zugmaschine ankoppeln.
Den roten Kupplungskopf (04) der
Zusatzeinrichtung mit dem Anhänger
verbinden.
In den zweiten roten Kupplungskopf
(03) der Zusatzeinrichtung ist ein Vorratsdruck einzuspeisen. Dieser Vorratsdruck kann entweder von der Zugmaschine oder von einer stationären
Hausleitung erfolgen und sollte zwischen 7,5 und 8,5 bar betragen.
2. Anschließen der Bremsenprüfeinrichtung
Den Prüfanschluß (05) der Zusatzeinrichtung
mit dem Anschluß 1 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
18
Bremsenprüfeinrichtung
Wird nun das linke Feinregelventil ganz nach
rechts gedreht, so wird der volle Vorratsdruck am Manometer 3 – 4 angezeigt.
Den Ausgang 6 der Bremsenprüfeinrichtung
mit dem Prüfanschluß (09) der Zusatzeinrichtung verbinden.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfen von pneumatisch gesteuerten ALB-Reglern
3. Anschließen des ALB-Reglers
Den Prüfanschluß „Eingang ALBRegler“ mit dem Anschluß 2 der
Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Den Prüfanschluß „Ausgang ALBRegler“ mit dem Anschluß 10 der
Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Bremsenprüfeinrichtung
19
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfung von pneumatisch gesteuerten ALB-Reglern
4. Anschließten der Luftfederbälge
Die Prüfanschlüsse der Luftfederbälge links und rechts mit den
Anschlüssen 5 und 7 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
5. Anschließen des Prüfanschluß
vom ALB-Regler
Den Prüfanschluß 4 am Eingang des
ALB-Reglers mit dem Anschluß 9
der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Am rechten Feinregelventil der Bremsenprüfeinrichtung kann der Luftfederbalgdruck
für jeden Beladungszustand simuliert werden. Der eigestellte Balgdruck wird auf dem
Manometer 8/9 angezeigt und kann über
das darunterliegende Schaltventil eingesteuert
werden.
Mit dem mittleren Freinregelventil kann der
Bremsdruck eingestellt werden, der ebenfalls auf dem darüber angeordneten Manometer (6) zur Anzeige kommt. Der eingestellte Bremsdruck wird mit dem mittleren
20
Bremsenprüfeinrichtung
Schaltventil in die Anhängerbremsleitung
eingesteuert.
Auf dem Manometer 2 wird anschließend
der Ausgangsdruck des ALB-Reglers und
am Anschluß 10 der Eingangsdruck abgelesen. Das Manometer 5/7 zeigt den tatsächlich vorhandenen Luftfederbalgdruck an.
Hinweis:
Die Einstellung und Überprüfung des ALBReglers ist entsprechend den Anweisungen
der Bremsgerätehersteller durchzuführen.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Überprüfung von pneumatisch gesteuerten ALB-Reglern
Das folgende Anschlußschema und die
Skizze zeigen die erforderlichen Anschlüsse
für die „Überprüfung von pneumatisch gesteuerten ALB-Reglern“
Anschlußschema:
01
02
05
06
Vorratsdruck für Bremsenprüfeinrichtung
Prüfdruck „Eingang ALB-Regler“
Prüfanschluß „Luftfederbalg links“
Ansteuerdruck für die Anhängerbremsleitung ( gelber Kupplungskopf)
07 Prüfanschluß „Luftfederbalg rechts“
09 Prüfanschluß „Eingang 4 des ALBReglers“
10 Prüfdruck „Ausgang ALB-Regler“
Bremsenprüfeinrichtung
21
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges auf dem Rollenprüfstand
Vorgehensweise: Beispiel 4
1. Anschließen der Zusatzeinrichtung
Den Ausgang 2 (gelber Kupplungskopf) des Relaisventiles (01) an
die Bremsleitung des Anhängers
anschließen.
Den gelben Kupplungskopf (06) an
die Zugmaschine ankoppeln.
Den roten Kupplungskopf (04) der
Zusatzeinrichtung mit dem Anhänger
verbinden.
In den zweiten roten Kupplungskopf
(03) der Zusatzeinrichtung ist ein Vorratsdruck einzuspeisen. Dieser Vorratsdruck kann entweder von der Zugmaschine oder von einer stationären
Hausleitung erfolgen und sollte zwischen 7,5 und 8,5 bar betragen.
2. Anschließen der Bremsenprüfeinrichtung
Den Prüfanschluß (05) der Zusatzeinrichtung
mit dem Anschluß 1 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
22
Bremsenprüfeinrichtung
Wird nun das linke Feinregelventil ganz nach
rechts gedreht, so wird der volle Vorratsdruck am Manometer 3 – 4 angezeigt.
Den Ausgang 6 der Bremsenprüfeinrichtung
mit dem Prüfanschluß (09) der Zusatzeinrichtung verbinden.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges auf dem Rollenprüfstand
3. Anschließen der Bremszylinder
Den Anschluß 2 der Bremsenprüfeinrichtung mit dem Bremszylinder
der Vorderachse und den Anschluß
10 der Bremsenprüfeinrichtung
mit dem Bremszylinder der Hinterachse verbinden.
Der am mittleren Feinregelventil (02) eingestellte Druck wird am Manometer 6 angezeigt.
Dieser Druck wird über den Anschluß 6,
durch Betätigen des Schaltventiles, in die
Anhängerbremsleitung eigespeist und betätigt
die Bremsen des Anhängers.
Beim Blockieren der Räder auf dem Rollenprüfstand muß der Bremsdruck durch das
Regelventil entsprechend reduziert und erneut in die Anhängerbremsleitung eigesteuert werden.
Der Bremszylinderdruck der Vorder- und
Hinterachse (am Manometer 2 und 10 angezeigt) sollte möglichst gleich sein um die
Hochrechnungsformel für das gesamte
Fahrzeug anwenden zu können.
Auch bei der Rückhaltung des Bremsdruckes durch ein Druckverhältnisventil an
einer Achse, können, durch Veränderung
des Bremsdruckes am Regelventil, gleiche
Bremszylinderdrücke erreicht werden.
Bremsenprüfeinrichtung
23
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Das folgende Anschlußschema und die
Skizze zeigen die erforderlichen Anschlüsse
für die „Bremsprüfung auf dem Rollenprüfstand“.
24
Bremsenprüfeinrichtung
Anschlußschema:
01 Vorratsdruck für Bremsenprüfeinrichtung
02 Prüfdruck am Bremszylinder der Vorderachse
06 Ansteuerdruck für die Anhängerbremsleitung (gelber Kupplungskopf)
10 Prüfdruck am Bremszylinder der
Hinterachse
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges im Fahrversuch
In den Prüfrichtlinien für Anhängefahrzeuge
nach EG bzw. ECE ist die Bremsprüfung auf
der Straße bindend vorgeschrieben. Die Abbremswerte werden in Abhängigkeit vom gelben Kupplungskopf (Bremse) aufgezeichnet.
Eine Registrierung des Bremszylinderdruckes, parallel zum Kupplungskopf Bremse, ist erforderlich, um die Einstellung der
Druckluftbremsanlage auch im Fahrversuch
(dynamisches Verhalten) zu prüfen.
Vorgehensweise: Beispiel 5
1. Anschließen der Zusatzeinrichtung
Den Ausgang 2 (gelber Kupplungskopf)
des Relaisventils (01) an die Bremsleitung
des Anhängers ankoppeln.
Den roten Kupplungskopf (04) des Relaisventils mit der Vorratsleitung des Anhängers
verbinden. Anschließend wird die Zusatzeinrichtung mit den beiden anderen Kupplungsköpfen an die Zugmaschine angekoppelt.
2. Anschließen der Bremsenprüfeinrichtung
Der Prüfanschluß (05) der Zusatzeinrichtung
mit dem Anschluß 1 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Wird nun das linke Feinregelventil ganz nach
rechts gedreht, so wird der volle Vorratsdruck am Manometer 3 – 4 angezeigt.
Den Ausgang 6 der Bremsenprüfeinrichtung
mit dem Prüfanschluß (09) der Zusatzeinrichtung verbinden.
Bremsenprüfeinrichtung
25
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges im Fahrversuch
3. Anschließen der
Bremszylinder
Den Bremszylinder
der Vorderachse mit
dem Anschluß 2 und
den Bremszylinder
der Hinterachse mit
dem Anschluß 10 der
Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Zur Durchführung solcher Straßenprüfungen
wird die Bremsenprüfeinrichtung im Fahrerhaus untergebracht.
Für Anhängefahrzeuge
ZA = (ZZ – kR) GA + GK + kR (%)
GA
Die Prüfschäuche werden durch das Seitenfenster bzw. durch die Dachluke zum Anhänger gelegt.
Für Sattelanhänger
ZA = (ZZ – kR) GA + GK + kR (%)
GA – GS
Die Anhängerbremsen können, über die Zusatzeinrichtung, entweder von der Bremsenprüfeinrichtung oder von der Zugmaschine
aus betätigt werden.
Durch diese zweikreisige Ansteuerung ist
die Betriebsbremsanlage des Anhängers
stets abgesichert.
Bei der Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges wird aus einer Geschwindigkeit zwischen 40 und 50 km/h der Motor ausgekuppelt und über die Bremsenprüfeinrichtung
die Bremsen des Anhängers betätigt.
Zum Betätigen der Bremsen im Anhänger
durch die Bremsenprüfeinrichtung muß am
mittleren Feinregelventil ein Bremsdruck
eingestellt und durch das darunter angeordnete Schaltventil in die Zusatzeinrichtung
eingesteuert werden. Der eingesteuerte
Bremsdruck wird auf dem Manometer 6 der
Bremsenprüfeinrichtung abgelesen.
Im Allgemeinen werden mehrere Bremsungen mit unterschiedlichen Drücken nach folgender Formel durchgeführt:
26
Bremsenprüfeinrichtung
ZA: Abbremsung des Anhängers [%]
ZZ: Abbremsung des Zuges nur mit der
Anhängerbremse [%]
GA: Gewichtskraft des Anhängers [N]
GK: Gewichtskraft des ziehenden Fahrzeugs [N]
GS: Sattelkraft [N]
kR: Zuschlag für Rollwiderstand (ca. 3 %)
Nach dieser Formel wird aus der registrierten Zugabbremsung (mittels Motometer, IfKSchreiber oder Dynometer) auf die Abbremsung des Anhängers geschlossen.
Bei Messungen mit leerem oder teilbeladenem Anhänger bzw. Sattelanhänger muß
der Betätigungsdruck (Pp) zum maximalen
Bremsdruck (Pn) im gleichen Verhältnis stehen, wie das tatsächliche Gewicht des Anhängers – bzw. die Summe der Achslasten
(bei Sattelanhängern) – zu seinem zulässigen Gesamtgewicht – bzw. Summe der
Achslasten.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges im Fahrversuch
Das folgende Anschlußschema und die
Skizze zeigen die erforderlichen Anschlüsse
für die „Bremsprüfung eines Anhängefahrzeuges im Fahrversuch“
Anschlußschema:
01 Vorratsdruck für Bremsenprüfeinrichtung
02 Prüfdruck am Bremszylinder der Vorderachse
06 Ansteuerdruck für die Anhängerbremsleitung (gelber Kupplungskopf)
10 Prüfdruck am Bremszylinder der
Hinterachse
Bremsenprüfeinrichtung
27
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Abstimmung des Bremsverhaltens von ziehendem –
und gezogenem Fahrzeug
Eine Vielzahl von Bremsproblemen ergibt
sich aus der Tatsache, daß die Bremsanlage
von ziehendem und gezogenem Fahrzeug
schlecht aufeinander abgestimmt sind.
Um in diesen Fällen entsprechende Anpassungsmaßnahmen zu veranlassen,
müssen umfangreiche Messungen, vor
allem an der Druckluftbremsanlage, durchgeführt werden.
Hierzu sind ausgehend vom maximalen Vorratsdruck (Abschaltdruck) auf allen Achsen
die Bremsdrücke, bezogen auf den gelben
Kupplungskopf der Bremsleitung, abgestuft
sowohl leer als auch beladen zu messen.
Vorgehensweise: Beispiel 6
1. Anschließen der Zusatzeinrichtung
Den Ausgang 2 (gelber Kupplungskopf)
des Relaisventils (01) an die Bremsleitung
des Anhängers ankoppeln.
Den roten Kupplungskopf (04) des Relaisventils mit der Vorratsleitung des Anhängers
verbinden. Anschließend wird die Zusatzeinrichtung mit den beiden anderen Kupplungsköpfen an die Zugmaschine angekoppelt.
2. Anschließen der Bremsenprüfeinrichtung
Der Prüfanschluß (05) der Zusatzeinrichtung
mit dem Anschluß 1 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
28
Bremsenprüfeinrichtung
Wird nun das linke Feinregelventil ganz nach
rechts gedreht, so wird der volle Vorratsdruck am Manometer 3 – 4 angezeigt.
Den Ausgang 6 der Bremsenprüfeinrichtung
mit dem Prüfanschluß (09) der Zusatzeinrichtung verbinden.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Abstimmung des Bremsverhaltens von ziehendem –
und gezogenem Fahrzeug
3. Anschließen der Bremszylinder
Den Anschluß 2 der Bremsenprüfeinrichtung mit dem Bremszylinder
der Vorderachse und den Anschluß
10 der Bremsenprüfeinrichtung
mit dem Bremszylinder der Hinterachse verbinden.
4. Anschließen der Luftfederbälge
Die Prüfanschlüsse der Luftfederbälge links
und rechts mit den Anschlüssen 5 und
7 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Bremsenprüfeinrichtung
29
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Abstimmung des Bremsverhaltens von ziehendem –
und gezogenem Fahrzeug
5. Anschließen des Prüfanschluß
vom ALB-Regler
Den Prüfanschluß 4 am Eingang
des ALB-Reglers mit dem Anschluß 9 der Bremsenprüfeinrichtung verbinden.
Zur Simulation des Luftfederbalgdruckes
beladen kann der Regelkreis 9 verwendet
werden. Hierzu ist der entsprechende Druck
am Freinregelventil 02 einzustellen, welcher
an Manometer 8/9 angezeigt wird und durch
Umschalten des Umschaltventils 03 mittels
Prüfschlauch von Anschluß 9 an den ALBRegler weitergeleitet wird.
Der Bremsdruck wird über das Trittplattenventil des Zugfahrzeuges eingesteuert
und als Bremsdruck an Manometer 3 – 4
abgelesen.
30
Bremsenprüfeinrichtung
Der dazugehörige Bremszylinderdruck der
Vorderachse wird an Manometer 2 und
der Hinterachse an Manometer 10 angezeigt.
Der an Manometer 6 angezeigte Druck, welcher über das Schaltventil 03 zum Anschluß
9 der Zusatzeinrichtung freigegeben wird,
ist gleich dem Druck am Kupplungskopf gelb
der Anhängerbremsleitung.
Die Anzeige der Luftfederbalgdrücke erfolgt
über die Manometer 5/7.
Anwendungsbeispiele/Prüfungen/SkizAnwendungsbeispiele/Prüfungen/Skizzen
Das folgende Anschlußschema und die
Skizze zeigen die erforderlichen Anschlüsse
für die „Abstimmung des Bremsverhaltens
von ziehendem- und gezogenem Fahrzeug“
Anschlußschema:
01 Vorratsdruck für Bremsenprüfeinrichtung
02 Prüfdruck am Bremszylinder der
Vorderachse
05 Prüfanschluß „Luftfederbalg links“
06 Ansteuerdruck für die Anhängerbremsleitung (gelber Kupplungkopf)
07 Prüfanschluß „Luftfederbalg rechts“
09 Prüfanschluß „Eingang 4 des ALBReglers“
10 Prüfdruck am Bremszylinder der
Hinterachse
Bremsenprüfeinrichtung
31
Soforthilfe im Pannenfall
NonStopService 24
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· Im Servicefall wählen Sie bitte immer die Rufnummer Ihres Heimatlandes.
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02 12 50 02 60
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+45 75 72 74 74
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+386 26 16 58 35
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+372 697 91 96
+372 697 91 96
+33 3 88 72 06 43
+386 26 16 58 35
+45 75 72 74 74
+32 59 33 07 07
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+48 6 18 31 98 70
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