close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Bedienungsanleitung - technica-gmbh.de

EinbettenHerunterladen
Carboflot
Bedienungsanleitung
Technica Entwicklungsges. mbH & Co.KG
Robert-Bosch-Str. 6
D - 23909 Ratzeburg
Tel: 04541/4031
Fax:04541/5020
email: technica@t-online.de
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines
3
Inbetriebnahme der Anlage
4
Anschluß der Anlage
4
Ventil- und Hahneinstellungen
4
Entlüften der Pumpe
4
Drehrichtung der Pumpe prüfen
5
Blitzleuchtenfunktion
6
Einstellen der Mostmenge
6
Einstellen der Luftmenge
7
Mögliche Mostmengenerhöhung
7
Probeentnahme / Überprüfung des Flotationsergebnisses
8
Gelatinedosierung
9
Allgemeines
9
Ansetzen der Gelatine
9
Dosieren der Gelatine
10
Überprüfen der Gelatinemenge
11
Verwendung weiterer Schönungsmittel
13
Betrieb der Anlage mit Stickstoff, Sauerstoff, Pressluft
14
Trubweiterverarbeitung und Trubentsorgung
15
Reinigen und Außerbetriebnahme der Anlage
16
Fehlerbeschreibung / Fehlerbehebung
20
Technische Daten
22
Schaltplan
23
Einstellwerte für Gelatinedosierung
24
2
Allgemeines
1. Die Anlage darf nur von entsprechend eingewiesenem und geschultem Personal betrieben
werden. Sollten Eingriffe in der elektrischen Schaltung notwendig werden, z.B.
Drehrichtungsänderung der Pumpe, so darf dies nur von einem Fachmann/Elektriker
vorgenommen werden. In jedem Fall muß immer der Netzstecker gezogen werden und
der Hauptschalter in „0“-Stellung gebracht werden, bevor der Schaltschrank geöffnet
wird.
2. Die Anlage sollte nur mit vorgesiebten Most gespeist werden. Größere Trubstoffe über
ca. 4 mm Durchmesser sollten z.B. über Drehbürstensieb mit ca. 3 mm Schlitzlochung
abgetrennt werden, da diese eventuell nicht flotiert werden und die Flotationspumpe
beschädigen könnten.
3. Wir empfehlen, den Most aus einem Vorlagetank in die Flotationsanlage zu fahren, wobei
der Klarablauf am Tank zu verwenden ist, um den Prozess (Sieben, Flotieren) nicht durch
bereits abgesetzten sehr groben Trub unnötig zu belasten. Außerdem bringt der
Vorlauftank, wenn er sich auf gleicher Ebene mit der Flotationsanlage befindet, eine
gewisse Zulaufhöhe für die Flotationsanlage, so daß auf eine Zubringerpumpe verzichtet
werden kann.
Trub
Gelatine
Luft
klarer
Presse
Most
Grobsieb
Flotation
Grobtrub
Vorlagetank
Flotationstank
Um die Kreiselpumpe auf der Flotationsanlage beim Anfahren problemlos entlüften zu
können, sollte eine Zulaufhöhe zur Anlage von mindestens 0,5 Meter gegeben sein.
4. Sollte sich der Einsatz einer Zubringerpumpe nicht vermeiden lassen, so sind einige
Besonderheiten zu berücksichtigen. In diesem Fall ist Rücksprache mit dem
Hersteller zu halten.
3
Inbetriebnahme der Anlage
Bei der Erstinbetriebnahme sind zunächst der gewünschte Most-Durchfluß bzw. der
erforderliche Betriebsdruck, die richtige Luftmenge sowie die Gelatinemenge einzustellen.
Diese Einstellungen können in der Regel später beibehalten werden, bzw. müssen nur leicht
nachjustiert werden, wenn sich die Mostqualität und –temperatur stark ändern. Nachfolgend
ist kurz erklärt, wie die entsprechenden Einstellungen vorzunehmen sind.
1. Bremsen an den Lenkrollen des Fahrgestells festsetzen.
2. Die Flotationsanlage mit Schläuchen am Vorlagetank und am Flotationstank anschließen.
Hierzu muß am Zulauf der Anlage mindestens der Schlauchquerschnitt verwendet
werden, der auch an der Anlage vorgesehen ist. Wenn der Zulaufquerschnitt zu gering
gewählt wird, geht die Leistung der Anlage zurück, da ein zu großer Unterdruck am
Eingang der Anlage aufgebaut wird (Druckanzeige nicht unter -0,4 bar!).
3. Die Ein- und Ausgangs-Scheibenventile der Anlage öffnen. Die Hähne „Luft 1“ und „Luft
2“ zunächst schließen (Luft 2 bei hl 75 nicht vorhanden). Den Hahn „Injektor 2“ öffnen
(bei hl 75 nicht vorhanden). Den Hebel des Drei-Wege-Hahns für die Gelatine senkrecht
stellen (der Schlauch für die Gelatinepumpe muß sich in der Pumpe befinden und
gespannt sein, s.Abschnitt Gelatinedosierung) Das Nadelregulierventil für die Luft am
Luftdurchflußmesser schließen (im Uhrzeigersinn bis gegen Anschlag drehen).
4. Die Flotationspumpe durch Öffnen des Hahnes „Pumpenentlüftung“ entlüften, bis
Most aus dem Hahn austritt!
4
5.
Das Hauptanschlußkabel der Anlage an eine Steckdose anschließen und den Hauptschalter
einschalten.
6.
Die Flotationspumpe über den Stern-Dreieck-Schalter (Typ hl 75 über Ein-Ausschalter)
kurzzeitig einschalten, die Drehrichtung überprüfen und ggf. im Schaltschrank an dem
Stern-Dreieckschalter (hl75 Ein/Ausschalter) die Litzen L2 und L3 (bei Typ hl 75: 1 und
3 tauschen) von einem Fachmann /Elektriker tauschen (s.Foto) lassen. Die richtige
Drehrichtung ist durch einen Drehrichtungspfeil auf der Pumpe gekennzeichnet. In jedem
Fall muß ein Trockenlauf der Pumpe vermieden werden, da die Lebensdauer der
Gleitringdichtung ,auch bei häufigem kurzen Trockenlauf, beeinflußt wird. Falls
erforderlich, nochmals die Pumpe entlüften.
5
7. Die Flotationspumpe durch Umlegen des „Stern-Dreieck-Schalters“ in zwei Stufen
anfahren (Typ hl 75 wird direkt über den Ein/Aus-Schalter eingeschaltet). Die
Blitzleuchte leuchtet, bis ein Druck von ca. 2-3 bar am Ausgang der Anlage
(Ausgangsmanometer) erreicht ist. Sollte die Pumpe beim Anfahren keinen Druck
aufbauen, weil sie beispielsweise nicht entlüftet wurde, am Auslauf das
Scheibenventil nicht gedrosselt ist oder die Pumpe während des Betriebes trocken
läuft, so stoppt die Flotationspumpe automatisch nach ca. 10 Sekunden und die
Blitztleuchte schaltet sich wieder ein. Um die Anlage dann wieder zu starten, ist die
Pumpe zu entlüften und der Schalter für die Flotationspumpe kurz aus- und anschließend
wieder einzuschalten. Die Schlauchpumpe (Gelatine) läuft, wenn sie eingeschaltet war,
automatisch wieder mit an.
8. Das Ausgangsscheibenventil so weit schließen, bis am Ausgangsmanometer ein Druck
von ca. 6 bar erreicht wird. Am Most-Durchflußmesser muß dann der MostVolumenstrom abgelesen werden, da dieser Wert für die anschließende Einstellung der
Luftdosierung benötigt wird. Die Genauigkeit des Durchflußmessers ist abhängig von der
Mostqualität und kann daher vom tatsächlichen Volumenstrom leicht abweichen (ggf.
überprüfen).
6
9. Die Carboflot-Anlage arbeitet mit normaler, druckloser Raumluft, die über
Injektoren angesaugt wird. Ein Kompressor, eine Wartungseinheit und eine aufwendige
Luftfiltration ist daher nicht erforderlich. Zunächst die Absperrhähne für die Luft „Luft 1“
und „Luft 2“ (bei Typ hl 75 nur „Luft 1“) öffnen (Injektor 2, soweit vorhanden, ebenfalls
öffnen) und das Nadelregulierventil an dem Luft-Durchflußmesser so weit öffnen, bis
etwa 10-12 % Luft zudosiert werden (so werden z.B bei einem Mostvolumenstrom von
10.000 l/h etwa 1.000 l/h Luft (=10%) am Luftdurchflußmesser eingestellt. Die
Luftmenge wird an der Oberkante der Schwebekugel abgelesen. Die Luftmenge sollte je
nach Trubbelastung und Mostemperatur zwischen 8% und 15% eingestellt werden, um
ein gutes Flotationsergebnis zu erhalten. So kann die Luftmenge bei Mosttemperaturen
über 12°C theoretisch soweit erhöht werden, bis das Ausgangsmanometer auf 5 bar fällt.
Bei Temperaturen unter 12°C sollte, um genügend schnelle Gasauflösung zu erreichen,
der Druck nicht unter 6 bar fallen. Bei kalten Mosttemperaturen sind bis zu 15% Luft
einzustellen, da kalter Most mehr Luft aufnehmen kann. Wenn zuviel Luft dosiert wird,
besteht allerdings die Gefahr des Trockenlaufs der Flotationspumpe. In diesem Fall
schaltet die Anlage automatisch (nicht bei hl 75 Standard) ab und muß wieder durch Ausund wieder Einschalten des Stern-Dreieckschalters (Typ hl 75: Ein/Ausschalter) neu
angefahren werden (vorher Pumpe entlüften). Die Luftmenge ist in diesem Fall wieder
entsprechend etwas zu reduzieren, um ein erneutes Trockenlaufen und Abschalten zu
vermeiden.
10. Eingestellte Mostmenge nochmals kontrollieren, da durch die Luftzugabe der Durchfluß
beeinflußt wird. Ggf. nachregulieren.
11. Nur bei hl 125, hl 200 und hl 275: Eine optimale Luftdosierung wird bei Verwendung
beider Luftinjektoren „Luft 1“ und „Luft 2“ erreicht. Sollte allerdings die geförderte
Mostmenge nicht ausreichend sein, so besteht die Möglichkeit, diese durch Schließen
der Hahnes „Injektor 2“ und „Luft 2“ etwas zu erhöhen (ein Bypass wird geschlossen). In
diesem Fall wird die Flotationsluft nur noch über „Luft 1“ zudosiert, was normalerweise
auch ausreichend ist, allerdings
7
nicht optimal. Nach einem eventuellen Schließen des Hahnes „Injektor 2“ muß
Luftmenge am Luftdurchflußmesser überprüft und ggf. neu eingestellt werden.
die
12. Das Flotationsergebnis kann bereits nach erfolgter Einstellung der Luft- und
Gelatinedosierung (siehe Abschnitt „Gelatinedosierung) während des Betriebes der
Anlage frühzeitig überprüft werden. Hierzu wird über den Probehahn am
Flotationsreaktor beispielsweise ein 0,5-Liter-Glaszylinder mit Most gefüllt und stehen
gelassen. Je nach Mosttemperatur und Viskosität wird sich nach einiger Zeit (bei 20°C
nach ca. 5 Minuten, bei tiefen Temperaturen nach längerer Zeit) ein Trubkuchen im
oberen Bereich des Zylinders bilden, der sich durch Stehenlassen zu einem kompakten
„Kuchen“ verfestigt. Im unteren Bereich erkennt man dann den klaren Most. Wenn nach
ca. 15 Minuten noch keine Trennung zwischen Trub und klarem Most erkennbar ist, sollte
der Mostdruck durch Drosseln am Ausgangsscheibenventil etwas erhöht werden
(Mostdurchfluss geht zurück) und die Luftmenge so eingestellt werden, dass der Druck
am Ausgangsmanometer nicht unter 5,5 bar fällt. Die Trennung zwischen klarem Most
und Trubschaum sollte möglichst scharf sein, um eine hohe Ausbeute an klarem Most zu
gewährleisten. Sollte der gewünschte Klärgrad nicht erreicht werden, bzw. keine scharfe
Trennung zwischen Most und Trubkuchen erkennbar sein, so kann dies durch Erhöhung
der Gelatinedosiermenge (ev. Erhöhung der Luftmenge) verbessert werden. In diesem Fall
nochmals das Flotationsergebnis durch Probeentnahme kontrollieren.
8
Gelatinedosierung
1. Allgemeines
Gelatine wird bei der Flotation benötigt, um kleinere Trubteilchen, die ansonsten nur
schlecht flotiert würden, im Most zu größeren Einheiten zu binden und die Verbindung
Luftblase/Partikel zu stabilisieren. Je nach Trubanteil und Mostqualität werden 5 bis 30 g
hochbloomige (ca. 160-180 Bloom) Gelatine pro hl Most dosiert. In jedem Fall muß die
Gelatine nach dem Ansetzen schnellstmöglich verbraucht oder warm gehalten
werden, damit sie durch Abkühlen nicht vorzeitig geliert und damit schwer pumpbar
wäre. Die Temperatur der Gelatine darf während des Dosierens je nach
Verdünnung nicht unter eine bestimmte Temperatur fallen, z.B. 20°C (1:60) bzw.
15°C (1:100).
Grundsätzlich kann jede feste Gelatine zur Mostflotation verwendet werden.
Niederbloomige Gelatine hat eine größere Oberfläche zur Bindung von
Mostinhaltsstoffen aber schwächer stabilisierenden Einfluß auf den Trubschaum. Um
optimale Stabilisierung des Trubschaums zu erreichen und nicht zuviele Phenole, die als
u.a. Sekundäraromaträger gebraucht werden, aus dem Most zu entfernen sollte möglichst
hochbloomige Gelatine ( z.B. 220-240 Bloom) eingesetzt werden. Sollte ein hoher
Phenolgehalt, z.B. aus wenig schonender Traubenverarbeitung des Mostes, ein Problem
sein, so kann aus ökonomischen Gründen auch Niederbloomige Gelatine (z.B. 90-110
Bloom) verwendet werden. Die gängige Flotationsgelatine 160 bis 180 Bloom stellt einen
gesunden Kompromiss dar.
2. Ansetzen der Gelatine
Die Verdünnung der Gelatine sollte möglichst gering gehalten werden, um nicht unnötig
große Mengen Gelatine ansetzen zu müssen. Andererseits wird eine gering verdünnte
Gelatine bei niedrigen Temperaturen eher gelartig bzw. sogar fest und wäre somit nicht
mehr pumpbar. Wenn das Vorlegen größerer Gelatinemengen also kein Problem darstellt,
sollte immer mit einer Verdünnung von 1:100 gefahren werden, um die Gelatine auch
noch bei ca. 15°C Gelatinetemperatur problemlos dosieren zu können.
Die Gelatinetemperatur am Ende des Flotierens einer Charge ist abhängig von der
Ausgangstemperatur nach dem Ansetzen der Gelatine und der Umgebungstemperatur. Bei
der Wahl der Verdünnung ist also zunächst abzuschätzen, auf welche Temperatur die
Gelatine sich voraussichtlich abkühlen wird. Aus der folgenden Tabelle kann je nach
minimal zu erwartender Gelatinetemperatur die empfohlene Verdünnung abgelesen
werden.
Minimal zu erwartende Gelatinetemperatur
15°C
20°C
Empfohlene Verdünnung der Gelatine
1:100
1: 60
In den Betrieben hat sich in den letzten Jahren eine Gelatine-Verdünnung von 1:60
als praxisgerecht erwiesen.
9
Je nach Trubgehalt des Mostes werden unterschiedliche Mengen Gelatine für ein
optimales Flotationsergebnis benötigt. Über die Gelatinemenge läßt sich auch der
Klärgrad steuern. Je mehr Gelatine zudosiert wird, desto klarer wird der Most. Bei sehr
hohem Trubanteil, z.B. bei Flotation der Pressfraktion einer Schneckenpresse, muß daher
viel Gelatine zudosiert werden (20-30 g, im Extremfall bis 60 g Gelatine / hl Most). Die
folgende Tabelle gibt Anhaltswerte für die benötigte Gelatinemengen in Abhängigkeit des
Trubgehaltes des Mostes.
Trubgehalt des Mostes
Niedrig
Mittel
Hoch
Empfohlene Gelatinemenge in g / hl Most
5 bis 10 g / hl
10 bis 20 g / hl
> 20 g / hl
Zum Ansetzen der Gelatine bietet die Firma Technica einen doppelwandigen, für
Lebensmittel zugelassenen Kunststoffbehälter an, dessen innerer Behälter zum Ansetzen
der Gelatine dient und dessen Ringraum zwischen Innen- und Außenbehälter mit heißem
Wasser gefüllt werden kann bzw. ausgeschäumt ist, um ein schnelles Abkühlen der
Gelatine zu verhindern bzw. die Gelatine sogar leicht zu erwärmen.
Zunächst muß die benötigte Gelatinemenge ausgerechnet und die Verdünnung
festgelegt werden. Beispiel:
Gelatine ansetzen für Mostmenge
Trubanteil mittel
Verdünnung
: 150 hl
: 10-20 g Gelatine / hl Most (hier 15 g/hl)
: 1:60
Daraus ergibt sich die Gelatinemenge zu
Bei einer Verdünnung 1:60
: 150 hl x 15 g/hl = 2.250 g Gelatine
: 135 Liter heißes Wasser und Most
(z.B. 35 l Wasser mit 80°C + 100 l Most)
Die 2,25 kg Gelatine werden in 10 Liter kaltem Wasser gequollen danach in etwa 25
Liter heißes Wasser (max. 70°C) eingerührt.und schließlich mit 100 Liter (nicht zu
kaltem) Most intensiv vermischt, so daß sich keine Gelatine mehr absetzt. Das Quellen
der Gelatine kann bei einigen Produkten bereits unterbleiben. Bitte beachten Sie die
Hinweise der Gelatine-Hersteller. Gequollene Gelatine kann länger stehen gelassen
werden (24h). Gelöste Gelatine sollte in wenigen Stunden (ca. 2 h) verbraucht sein um
Alterung zu verhindern, vor allem wenn zur Auflösung auch Most eingesetzt wurde.
3. Dosieren der Gelatine
Die Gelatinepumpe ist ab Werk auf eine Gelatinemenge von 10 g/hl eingestellt (140
Umdrehungen pro min) Einstellung siehe Diagramm auf der letzten Seite.
3.1 Den Saugschlauch der Dosierpumpe mit Saugkorb in den Gelatine-Vorratsbehälter
hängen.
10
3.2 Bei den Anlagen hl 200 und hl 300 müssen eventuell die beiden Rollen am Pumpenkopf,
die den Schlauch quetschen, mit den beiden Hebeln (eventuell Sechskantschlüssel
benutzen) gespannt werden, damit die Pumpe fördern kann (s. Bedienungsanleitung der
Schlauchpumpe).
3.3 Betrieb der Schlauchpumpe
Die Gelatine-Pumpe ist ab Werk auf eine Gelatinedosierung von 10 g/hl bei einer
Gelatineverdünnung von 1:60 eingestellt. Dieser Wert hat sich bei den meisten Kunden
als optimal erwiesen und wird automatisch dosiert, wenn die Flotationsanlage läuft.
Sollten mit diesem Wert nicht die gewünschten Klärgrade erreicht werden, kann die
Menge während des Betriebes auch erhöht oder auch reduziert werden. Hierzu bitte wie
folgt vorgehen:
•
•
•
•
•
Komplette Anlage mit Hauptschalter am Schaltkasten einschalten
Schalter für Gelatinepumpe am Schaltkasten der Anlage auf „Test“ stellen, wenn die
Gelatinemenge bereits vor dem Flotieren geändert werden soll (die Schlauchpumpe
schaltet sich dann ein)
mit Pfeiltasten „∨“ oder „∧“ die gewünschte Gelatinemenge einstellen (siehe letzte Seite
der Bedienungsanleitung
Schalter am Schaltkasten der Anlage wieder auf „Automatik“ stellen
Wenn die Flotation jetzt gestartet wird, schaltet sich die Gelatinepumpe automatisch ein
und dosiert die gewünschte Menge
Auch während des Betriebes kann jederzeit mit den Pfeiltaten die Gelatinemenge
verändert werden (siehe Diagramm auf der letzten Seite).
11
Der Hebel des Dreiwegehahnes muß in senkrechter Position stehen, sonst wird die
Gelatine nicht in die Anlage dosiert, sondern fließt nach außen.
3.4 Überprüfung der Gelatinemenge während des Betriebes der Anlage
Während des normalen Dosier-Betriebes muß der Schalter am Schaltschrank auf
„Automatik“ stehen, damit die Gelatinedosierung automatisch unterbrochen wird, wenn
die Flotationspumpe stoppt. Während des Betriebes sollte hin und wieder die
Gelatinedosierung durch Auslitern überprüft werden. Hierzu kann ein Meßbecher mit
Gelatine gefüllt werden, aus dem die Schlauchpumpe dann z.B. eine Minute lang die
Gelatine ansaugt. So kann beispielsweise durch Wiegen des Meßbechers vor und nach
dem Dosieren die dosierte Menge bestimmt werden. Die Anlage kann während der
Überprüfung weiterlaufen, nur das die Gelatine für eine kurze Zeit nicht aus einem
großen Vorratsbehälter, sondern aus dem Meßbecher angesogen wird.
12
Verwendung weiterer Schönungsmittel
Der Rohmost kann nur durch Luftdosierung ohne Gelatinezugabe behandelt werden. Man
spricht dann eigentlich nicht von einer Flotation, sondern besser von einer Blasentrennung.
Diese funktioniert mit der Carboflotanlage recht gut, weil mit der Anlage ein optimaler
Wirkungsgrad durch vollständige Auflösung des Flotationsgases erzielt werden kann. Sehr
geringe Resttrubgehalte können ohne die Zugabe von Gelatine jedoch in der Regel nicht
erreicht werden. Der entstehende Trubhut ist wenig stabil.
Bei schonend hergestellten Tank- und Spindelpressenmosten ist, wie oben bereits erwähnt,
eine Dosierung von 5 bis 10g hochbloomiger Gelatine pro hl Standard. Die Effektivität der
erzielten Schönung kann durch zusätzliche Dosierung von Enzymen und Bentonit gesteigert
werden. So lassen sich Resttrubgehalte auch unter 0,5 % erzielen.
Bei stark faulem Lesegut kann mit Enzymen, Kohle, Bentonit, Mostgelatine und
Kellergelatine vorgeschönt werden und die komplette Schönung mit flotiert werden. Dazu
sollte der vorbehandelte Most homogen aufgerührt und eine entsprechend hohe Luftdosierung
sowie eine normale Gelatine Dosierung eingestellt sein. Etwa ¼ der Bentonitmenge sollte
dem Rohmost erst unmittelbar vor der Flotation zugefügt werden.
Bei Flotation von Pressfraktionen aus Schneckenpessen und/oder bei hohem Zusatz von
Schönungsmitteln, kann unter Umständen eine zweimalige Flotation nützlich sein. Dies ist
etwas aufwendig, bringt aber Zeitersparnis und gute Mostausbeuten.
Faustregeln zur Wahl der richtigen Gelatine:
• Niederbloomige Gelatine (90-110 Bloom) bei tiefen Temperaturen (<10°C),
hochbloomige (> 220 Bloom) bei hohen Temperaturen ( > 35°C, nach Maischeerhitzung),
sonst 160-180 Bloom.
• Stärkere Absenkung des Polyphenolgehaltes bei niederbloomiger Gelatine, oft zu stark im
Zusammenspiel mit Luftoxidation
• Gut entwässernder und entgasender, wenig zäher Trubkuchen mit niederblommiger
Gelatine! Zäher, stabiler bald gut pumpbarer aber schlecht entwässerner und entgasender
Trubkuchen mit hochblomiger Gelatine.
• Gefahr von Muffgeschmack bei hohen Dosierungen von niederbloomiger Gelatine, wenn
niedermolekulare Eiweißverbindungen während der Gärung nicht abgebaut werden.
• Flotation mit niederbloomiger Gelatine wird effizienter durch Zusatz von Kieselsol oder
Bentonit. Flotation kompletter Schönungen gelingt oft besser mit niederbloomiger
Gelatine.
Sollten Sie nicht die gewünschten Resultate erzielen, so erhalten Sie Rat und Hilfe über den
Hersteller oder die Telefon Hotline 0170-5212395 oder 0174-7192029.
13
Betrieb der Anlage mit Stickstoff, Sauerstoff, Pressluft
Grundsätzlich wird die Carboflot-Anlage mit druckloser, normaler Raumluft betrieben.
Es ist allerdings auch problemlos möglich, mit Stickstoff, Sauerstoff oder Preßluft zu
fahren. Hierzu wird der Preßluft- bzw. Stickstoffschlauch einfach am Eingang des
Luftdurchflußmessers über eine Schnellkupplung angekoppelt und der Druck des
entsprechenden Gases an einem Druckminderer auf ca. 1 bar eingestellt. Die Luftmenge
wird dann, wie bei dem Betrieb mit Raumluft, über das Nadelregulierventil am
Luftdurchflussmesser eingestellt.
Bei der Verwendung von Preßluft ist allerdings ein Kompressor, eine Wartungseinheit für
die Preßluft und ein Aktivkohlefilter erforderlich. Ansonsten sind die Einstellungen an
der Anlage wie bereits oben beschrieben vorzunehmen.
Stickstoff kann zum Flotieren benutzt werden, wenn beispielsweise eine Oxidation des
Mostes und damit eine Phenolreduzierung nicht gewünscht wird. Der Einsatz von
Frischluft würde den Phenolgehalt des Mostes um ca. 20 bis 30 mg pro l Most reduzieren,
während Stickstoff keinen Einfluß auf den Phenolgehalt hat. Für den Betrieb mit
Stickstoff ist nur ein Stickstoffdruckminderer für die Stickstoffflasche erforderlich, um
den Flaschendruck auf ca. 1 bar zu reduzieren. Die Stickstoffflasche kann auf die Anlage
neben den Schaltkasten gestellt werden (bei hl 75 nicht vorhanden). Desweiteren benötigt
man einen Schlauch mit Schnellkupplung für den Anschluß an die Anlage. Die Firma
Technica bietet entsprechendes Zubehör an.
14
Trubweiterverarbeitung und Trubentsorgung
Der bei der Flotation anfallende Trub wird in der Regel nicht weiter behandelt, da der
Mostanteil im Trub verhältnismäßig gering ist und eine Weiterverarbeitung über Separator
oder Filter daher nicht lohnend wäre. Die anfallende Primär-Trubmenge (schaumartig) beträgt
ca. 10 bis 15% der flotierten Mostmenge und ist schwer pumpbar. Bereits nach 1-2 h halbiert
sich durch spontane Entwässerung und Entgasung das Trubvolumen (weniger Schaum).
Dieser sekundäre Flotationstrub läßt sich in der Regel gut pumpen und kann wie der
Separatortrub entsorgt werden.
Gibt es auch nach Zusatz von warmem (!) Wasser Probleme beim Trubabzug, sollten Luftund/oder Gelatine Dosierung überprüft und optimiert werden:
- Überführung von Gasblasen in den Flotationstank unterbinden, Gasmenge reduzieren
- Gelatinemenge und/oder Bloomzahl der Gelatine erhöhen.
Flotationstrub eignet sich aufgrund des Gelatinegehaltes in unverdünntem, unbehandeltem
Zustand meist nicht zur Destillation.
Die Verwertung der Flotationstrubs richtet sich nach betrieblichen und umweltrechtlichen
Rahmenbedingungen.
15
Reinigen und Außerbetriebnahme der Anlage
1. Die gesamten Anlagenkomponenten, auch die Schlauchpumpe, haben mindestens als
Schutzart IP 55, sind also spritzwassergeschützt und könnten bei Bedarf mit einem
leichten Wasserstrahl abgespritzt werden (keinen Hochdruckreiniger verwenden).
2. Nach dem Flotieren muß in jedem Fall der Gelatine-Schlauch der Schlauchpumpe mit
heißem Wasser (60-70°C) gereinigt werden. Hierzu einfach den Hebel des 3Wegehahns waagerecht stellen, einen Eimer unter den Hahnauslaß stellen und statt der
Gelatine einige Liter heißes Wasser mit hoher Drehzahl (z.B. die „Max“-Taste drücken
oder Regelknopf auf 100) durch den Schlauch pumpen. So wird ein Gelieren und damit
ein Verstopfen des Schlauches durch die Gelatine vermieden und der Schlauch gereinigt.
Um auch das Stück vom Hahn zur NW50 Rohrleitung mit heißem Wasser zu reinigen,
den Hebel am 3-Wegehahn auch für einige Zeit in die senkrechte Position bringen.
3. Die Anlage kann mit alkalischen und sauren Reinigern im Durchfluß gereinigt werden.
Hierzu sind die Hähne „Luft 1“ und „Luft 2“ (bei hl 75 nur „Luft1“) zu schließen und am
Ausgang der Anlage über das Ausgangsscheibenventil ein Druck von ca. 5 bar
einzustellen.
4. Die Anlage kann auch zunächst mit reichlich Wasser gefahren werden, um die Pumpe
und die restlichen Komponenten von grobem Schmutz zu reinigen. Anschließend die
Anlage entweder über den Probehahn und/oder durch Lösen der Schläuche am Ein- und
Ausgang der Anlage entleeren (Eimer unterstellen). Die Schwimmereinheit (automatische
Entlüftung auf dem Reaktor) durch Lösen der Verschraubung (NW100) aus dem Reaktor
nach oben entnehmen und separat mit Schlauch oder im Eimer reinigen. Zusätzlich kann
der Innenraum des Reaktors von oben mit einem harten Wasserstrahl (Hochdruckreiniger)
und Bürste gereinigt werden. Die Rohrleitungen können zerlegt und mit Bürsten gereinigt
werden. Den Schwimmer nach Wiedermontage einbauen und die Anlage nach dem
Öffnen der Absperrhähne nochmals mit reichlich Wasser fahren (Ausgangsdrosselventil
soweit schließen, dass ein Druck von ca. 5 bar erreicht wird, sonst schaltet die Anlage ab).
5. Bei Gefahr von Infektionen (Essigsäurebakterien o.ä.) und bei längerfristiger
Außerbetriebnahme empfehlen wir die Reinigung der Anlage mit einem heißen (60-70°C)
alkalischen Spezialreiniger, der neben Lauge auch Silikate, Polyphosphate,
Komplexbildner und Detergentien enthalten sollte. Achtung Verätzungsgefahr!! Bei
allen folgenden Arbeitsschritten müssen Handschuhe, Schutzbrille und
Schutzkleidung getragen werden!! Die Sicherheithinweise des Herstellers beachten!!
Zum Reinigen werden zunächst der Eingang und der Ausgang der Anlage mit einem
möglichst kurzen NW 40 Schlauch (ca. 3 Meter) verbunden. Die Schwimmereinheit an
der Oberseite des Flotationsreaktors durch Lösen des Überwurfes NW 100 entfernen und
durch einen Blindkegel NW 100 mit Entlüftungshahn und Schlauch (wird als Zubehör
angeboten) ersetzen. Den Schlauch in einen eimer nach unten führen und festbinden. Den
Entlüftungshahn am Blindkegel sowie das Eingangs- und Ausgangsscheibenventil öffnen
und 50 Liter des Reinigers (knapp 50 Liter Wasser mit 2,5 kg alkalischem SpezialTankreiniger Nr.: 8001 und 1 kg Detergentienzusatz Nr. 8002) über die Schlauchpumpe in
die Anlage pumpen (Einstellrad an der Schlauchpumpe auf 100 stellen = max. Drehzahl,
den Schalter für die Gelatinepumpe am Schaltschrank auf „Test“ stellen und den
Dreiwegehahn in die senkrechte Position bringen).
16
Den Entlüftungshahn wieder schließen!! Um nun die Anlage mit der
Reinigungsflüssigkeit im Kreislauf fahren zu können, muß am Ausgangsmanometer der
rote Anschlag gegen den Uhrzeigersinn bis gegen den Anschlag gedreht werden (bis
knapp unter 0 bar) (gilt nicht für Typ hl 75 Standard). Hierzu den Drehknopf seitlich aus
dem schwarzen Kunststoffgehäuse ziehen, den Deckel in der Mitte des Manometers
abziehen und den Drehknopf einstecken. Bei gleichzeitigem Drücken des Drehknopfes
kann der Anschlag dann durch Drehen verstellt werden.
Ansonsten würde die Anlage nach einigen Sekunden automatisch abschalten, da bei
Kreislaufbetrieb kein Druck aufgebaut wird. Die Reinigungsflüssigkeit ca. 15 Minuten im
Kreislauf fahren und die Anlage anschließend ausschalten. Nach dem Öffnen des
Entlüftungshahnes die alkalische Flüssigkeit über den Probehahn am Reaktor in einen
Eimer ablassen und in einen separaten Laugenbehälter (Fassungsvermögen ca. 200 Liter)
sammeln. Ca. 40 Liter Wasser über die Schlauchpumpe in die Anlage pumpen.
Entlüftungshahn schließen und die Anlage kurzzeitig im Kreilauf fahren. Nach dem
erneuten Öffnen des Entlüftungshahnes das Wasser über den Probehahn aus der Anlage
ablassen und ebenfalls in den Laugenbehälterrüberführen. Dann ca. 40 Liter Wasser mit 1
kg saurem Tankreiniger über die Schlauchpumpe in die Anlage pumpen. Die Anlage ca. 15
Minuten im Kreilauf fahren, die Anlage stoppen, den Entlüftungshahn am Blindkegel
öffnen und die Säure über den Probehahn ablassen und in den Laugenbehälter geben.
Nochmals ca. 40 Liter Wasser mit der Schlauchpumpe, wie oben beschrieben, in die
Anlage pumpen und im Kreislauf fahren. Für eine problemlose Entsorgung den sauren
Reiniger zum Laugenreiniger geben und die Mischung mit ca. 2,5 kg fester Citronensäure
neutralisieren. Mit pH-Papier oder pH-Meter testen, ob ein pH-Wert zwischen 7 und 8
vorhanden ist. Sollte der pH-Wert noch zu hoch sein, solange Citronensäure in 250 g
Portionen lösen, bis der gewünschte pH-Wert erreicht ist. Nach der Reinigung muß der
rote Anschlag am Ausgangsmanometer wieder auf ca. 3 bar gestellt werden, da
ansonsten die automatische Abschaltung der Anlage bei Flotationsbetrieb nicht
funktioniert. Abschließend muß der Schalter für die Gelatinepumpe wieder auf
„Automatik“ gestellt und die Anlage mit reichlich Wasser im Durchfluß gespühlt werden
(Ausgangsdrosselventil schließen, bis ca. 5 bar Betriebsdruck erreicht sind).
Technica bzw. Fa. STP Biotec halten für Sie bereit:
1.
2.
3.
4.
5.
Alkalischer Spezial Tankreiniger Nr. 8001
Detergenzienzusatz zum Spezialtankreiniger Nr.8002
Citronensäure Nr. 8010
Saurer Tankreiniger Nr. 8011
NW 100 Blindkegel mit Entlüftungshahn und Schlauch
6. Bei langfristiger Außerbetriebnahme muß der Gelatineschlauch entspannt (für Typ hl 200
und hl 275) bzw. demontiert werden (hl 75 und hl 125), da ansonsten eine plastische
Verformung des Schlauches eintreten und die Dosiermenge sich verändern kann. Zum
17
Entspannen bzw. zum Demontieren des Schlauches beachten Sie bitte die beiliegende
Bedienungsanleitung des Schlauchpumpenherstellers.
Anlagenreinigung mit Reinigungsset (Option)
Das Reinigungsset besteht aus folgenden Komponenten:
•
•
•
125 Liter Kunststoffbehälter mit 2 Spezialverschraubungen und Deckel
2 Stück NW 40 Schläuche mit Verschraubungen
Reduzierung zum problemlosen Anschluss der NW 40 Schläuche an die Anlage
1.
Die Anlage ist zunächst mit reichlich Wasser zu spülen, um grobe Verunreinigungen zu
beseitigen. Hierzu am Ausgang der Anlage drosseln bis ca. 5 bar am
Ausgangsmanometer angezeigt werden. Die Hähne „Luft 1“ und „Luft 2“ (bei hl 75 nur
„Luft 1“) schließen. Anschließend die Anlage inkl. Reaktor komplett entleeren. Dazu die
Ein- und Ausgangsscheibenventile der Anlage öffnen und das Wasser ablaufen lassen
(die Anlage kann auch über den Probehahn am Reaktor entleert werden).
2.
Die beiden NW 40 Schläuche an die Anlage und an den Kunststoffbehälter anschließen,
so dass die Anlage über den Behälter im Kreislauf gefahren werden kann. Hierzu den
einen Schlauch am Ausgang der Anlage und am Kunststoffbehälter anschließen. Der
zweite Schlauch verbindet den Eingang der Carboflot-Anlage ebenfalls mit dem
Kunststoffbehälter.
3.
Die Ein- und Ausgangsscheibenventile an der Anlage und die Ventile an dem
Kunststoffbehälter öffnen. Hahn „Injektor 2“ ebenfalls öffnen (nicht bei hl 75).
4.
95 – 100 Liter heißes Wasser (60-70°C) in den Kunststoffbehälter einfüllen.
5.
Pumpe über den Hahn „Pumpenentlüftung“ entlüften, bis keine Luft mehr aus dem Hahn
austritt.
6.
Anlage kurze Zeit nur mit Wasser im Kreislauf fahren. Das Ausgangsscheibenventil an
der Anlage so drosseln, bis das Manometer etwa 5 bar anzeigt. Ansonsten würde,
wenn kein Druck aufgebaut würde, die Anlage nach ca. 10 Sekunden automatisch
abschalten. Anschließend die Anlage wieder stoppen (nicht bei Typ hl 75 Standard).
7.
5 kg alkalischen Spezialreiniger und 2 kg Detergentienzusatz in das heiße Wasser
einrühren, bis er gelöst ist.
Achtung Verätzungsgefahr!! Handschuhe, Schutzbrille und Schutzkleidung tragen!!
Die Sicherheithinweise des Herstellers beachten!!
18
8.
Die Anlage ca. 15 Minuten im Kreislauf fahren und ausschalten.
9.
Mit einer separaten Pumpe den Kunststoffbehälter leerpumpen, indem ein Schlauch in
den Behälter getaucht wird. Auch den aus der Anlage nachlaufenden Spezialreiniger
absaugen, bis keine Flüssigkeit mehr in den Behälter nachfließt.
10. 95-100 Liter Wasser in den Kunststoffbehälter einfüllen und die Pumpe über den Hahn
„Pumpenentlüftung“ entlüften.
11. 2 kg sauren Reiniger in das Wasser geben und die Anlage ca. 10 Minuten im Kreislauf
fahren , um die Edelstahloberfläche zu inertisieren. Hierzu wieder die Anlage am
Ausgang auf ca. 5 bar drosseln.
12. Die Anlage ausschalten. Die Säure wird ebenfalls aus dem Kunststoffbehälter und der
Anlage in einen separaten Behälter abgepumpt und kann wieder verwendet werden.
13. Den Behälter nochmals mit 95 Liter Wasser füllen und kurz im Kreislauf fahren. Das
Wasser anschließend entsorgen.
14. Zum Abschluß muß die Anlage im Durchfluß nochmals mit reichlich Wasser gespült
werden.
15. Die Schwimmereinheit (automatische Entlüftung auf dem Reaktor) durch Lösen der
Verschraubung (NW100) aus dem Reaktor nach oben entnehmen und auf eventuelle
Verunreinigungen überprüfen. Ggf. separat mit Schlauch oder im Eimer reinigen.
Laugen und Säurereiniger können entweder nocheinmal verwendet oder nach Neutralisation
entsorgt werden. Zur Neutralisation werden Laugen- und Säurereiniger (je ca. 100 l) sowie
evtl. auch die Spülwasserfraktion vereinigt und mit 5,5 bis 6 kg Zitronensäure auf einen pHWert zwischen 7 und 8 neutralisiert.
Nach Zugabe von 5,5 Kg Zitronensäure pH-Wert überprüfen. Evtl. mit je 250g Citronensäure
schrittweise nachsäuern bis der gewünschte pH-Bereich erreicht ist.
19
Fehlerbeschreibung / Fehlerbehebung
Fehlerbeschreibung
Fehlerursache
Fehlerbehebung
Die Anlage baut beim
Anfahren keinen oder
nicht ausreichend Druck
auf und schaltet nach
einigen Sekunden
selbstständig ab.
Drehrichtung der Pumpe ist
falsch.
Drehrichtung, wie oben
beschrieben, korrigieren
In der Pumpe befindet sich
Luft.
Die Pumpe, wie oben
beschrieben, entlüften
Das Ausgangsscheibenventil ist voll oder zu weit
geöffnet.
Das Ausgangsscheibenventil soweit drosseln, bis
Druck aufgebaut wird.
Das Eingangsscheibenventil ist geschlossen oder
eingedrosselt.
Das Eingangsscheibenventil muß voll geöffnet
sein.
Die eingestellte Luftmenge am Nadelregulierventil ist zu groß. Dadurch
läuft die Pumpe trocken
und baut keinen Druck auf.
Die Luftmenge, wie oben
beschrieben, reduzieren
und Pumpe entlüften.
Der Hebel des Dreiwegehahns ist in senkrechter
Position, die Rollen in der
Gelatine-Schlauchpumpe (hl
200 und 300) sind noch nicht
gespannt und der Saugschlauch ist noch nicht im
Gelatinebehälter. Die Anlage
kann in diesem Fall über die
Gelatinepumpe Luft
ansaugen.
Rollen in der Schlauchpumpe
(hl 200 und hl 300), wie oben
beschrieben, spannen bzw. bei
den Anlagen hl 50 und hl 100
den Schlauch in die Pumpe
einspannen.
Flotationspumpe vor erneutem
Start, wie oben beschrieben,
entlüften.
Der Most ist angegoren
Anlage drosseln, bis ein Druck
von 4,5 bis 5 bar erreicht ist
Bei hl 200 und hl 300 sind die
Spannrollen für den Schlauch
nicht gespannt.
Schlauch nach Anleitung, wie
oben beschrieben, spannen.
Die Gelatine ist erkaltet und
fest.
Die Gelatine im Behälter und
im Schlauch (Wasserbad)
erwärmen.
Die Gelatinedosierung
funktioniert nicht.
20
Fehlerbeschreibung
Fehlerursache
Das Flotationsergebnis ist Die Luftmenge ist nicht
unbefriedigend.
ausreichend.
Fehlerbehebung
Die Luftmenge, wie oben
beschrieben, auf max.
mögliche Menge erhöhen.
Die Gelatinemenge ist zu
gering.
Die Gelatinemenge, wie oben
beschrieben, erhöhen.
Der Druck am
Ausgangsmanometer ist zu
gering (unter 5 bar).
Das Ausgangsscheibenventil
soweit drosseln, bis der Druck
über 5 bar steigt. Ggf. die
eingestellte Luftmenge
nachregeln.
Der Schlauchquerschnitt am
Ausgang der Anlage ist zu groß
(größer als der Ausgangsquerschnitt an derAnlage).
Kleineren Schlauchquerschnitt
am Ausgang der Anlage
verwenden.
Die Temperatur des Mostes ist
sehr niedrig.
Die Luftmenge erhöhen. Die
Flotation läuft lansamer ab
(bis mehrere Stunden).
21
Technische Daten
Anlagentyp
Durchflußleistung
Betriebsdruck
Abmessungen
Gewicht
Leitungsanschlüsse
Spannung
Schutzart
Leistungsaufnahme
Carboflot hl 75
ca. 2.000 – 7.500 l/h
5 – 8 bar
L 120 x B 65 x H 180cm
ca. 180 kg
NW32 / NW 25
400 V / 50 Hz
IP 55
ca. 4 KW
Carboflot hl 125
ca. 5.000 – 12.500 l/h
5 – 8 bar
L 120 x B 80 x H 180cm
ca. 190 kg
NW50 / NW 32
400 V / 50 Hz
IP 55
ca. 7,5 KW
Anlagentyp
Durchflußleistung
Betriebsdruck
Abmessungen
Gewicht
Leitungsanschlüsse
Spannung
Schutzart
Leistungsaufnahme
Carboflot hl 200
ca. 10.000 – 20.000 l/h
5 – 8 bar
L 120 x B 80 x H 180cm
ca. 230 kg
NW50 / NW 32
400 V / 50 Hz
IP 55
ca. 11 KW
Carboflot hl 275
ca. 20.000 – 27.500 l/h
5 – 8 bar
L 120 x B 80 x H 180cm
ca. 250 kg
NW65 / NW 32
400 V / 50 Hz
IP 55
ca. 15 KW
22
Document
Kategorie
Technik
Seitenansichten
16
Dateigröße
518 KB
Tags
1/--Seiten
melden