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Bedienungsanleitung Ortungsgerät KaRoTrack (vLocPro) Beilage

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Bedienungsanleitung
Ortungsgerät KaRoTrack (vLocPro)
Beilage
Lieferumfang:
- Empfänger vLocPro
- Umhängetasche
- Ladegerät für internen Akku
- 6 Stck. Mignon-Alkali-Batterien
Der Empfänger ist vorgesehen zur Sondenortung und ausgestattet zum Empfang der
Frequenzen 32,8 kHz (=33 kHz), 512 Hz und 640 Hz.
Die in den Kapiteln 3.2 und 3.7 angezeigten Frequenzen (wie z.B. 380, 400, 440,
484, 560, 577, 604, 624 und 640 Hz usw.) sind nur mit einem anderen Modell dieser
Baureihe zu empfangen.
Inhaltsverzeichnis
1
ALLGEMEINE SICHERHEITSINFORMATIONEN .............................................. 4
1.1 WER DARF DIESES GERÄT NUTZEN? ................................................................ 4
1.2 SICHERHEIT AM ARBEITSORT ........................................................................... 4
1.3 SICHERHEIT DES GERÄTS ................................................................................ 4
1.4 BATTERIEN UND UMWELTSCHUTZ ..................................................................... 5
1.5 UMGANG MIT DEM GERÄT ................................................................................ 6
1.6 BEIM INTERPRETIEREN DER VOM ORTUNGSGERÄT AUSGEGEBENEN
INFORMATIONEN VORSICHTIG ARBEITEN...................................................................... 6
1.7 REGIONALSPEZIFISCHE SICHERHEITSHINWEISE ................................................ 7
2
SERVICE & SUPPORT........................................................................................ 8
2.1
2.2
3
EMPFÄNGER .................................................................................................... 10
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
3.9
3.10
4
SERIENNUMMER UND SOFTWAREVERSIONSNUMMER ........................................ 8
SERVICE-CENTER ........................................................................................... 9
HAUPTDISPLAY DES EMPFÄNGERS ..................................................................11
SCREENSHOTS VOM EMPFÄNGER .................................................................. 12
ORTUNGSMODUS (ART DER ANTWORT) .......................................................... 13
DISPLAY ........................................................................................................ 15
AKUSTISCHE SIGNALAUSGABE ....................................................................... 16
EINSTELLEN DER EMPFINDLICHKEIT ............................................................... 16
FREQUENZAUSWAHL ..................................................................................... 17
INFORMATIONSTASTE..................................................................................... 18
SETUP-MENÜ ................................................................................................ 18
LADEZUSTANDS VON BATTERIE ODER AKKU ................................................ 18
SENDER ............................................................................................................ 19
4.1
4.2
4.3
4.4
ÜBERSICHT ................................................................................................... 19
SENDEMODI .................................................................................................. 20
INFORMATION ................................................................................................ 25
BATTERIEN .................................................................................................... 25
5
ZUBEHÖR ......................................................................................................... 28
6
ARBEITEN MIT DEM VLOCPRO ...................................................................... 30
6.1
6.2
6.3
7
ARBEITEN MIT DEM EMPFÄNGER .................................................................... 30
PASSIVE UND AKTIVE ORTUNG ....................................................................... 33
ÜBERTRAGEN DES SENDERSIGNALS .............................................................. 35
GLOSSAR ......................................................................................................... 43
Seite 2 von 44
Seite 3 von 44
1
Allgemeine Sicherheitsinformationen
1.1
Wer darf dieses Gerät nutzen?
Dieses Gerät darf ausschließlich von Personen genutzt werden, die in der
Verwendung von Rohrleitungs- und Kabelortungsgeräten angemessen geschult sind.
1.2
Sicherheit am Arbeitsort
• Beachten Sie beim Einsatz dieses Geräts die in Ihrem Unternehmen sowie
allgemein geltenden Sicherheitsregeln und -bestimmungen.
• Stellen Sie KEINE Verbindungen zu einer Rohrleitung, einem Kabel oder
einem Leiter her, wenn Sie nicht über die erforderlichen Befugnisse oder
Lizenzen verfügen oder auf diesem Gebiet nicht angemessen geschult
wurden.
• Nutzen Sie dieses Gerät NICHT in explosiven Umgebungen, beispielsweise
in der Umgebung brennbarer Flüssigkeiten bzw. von Gasen oder starkem
Staub.
• Schließen Sie dieses Gerät NICHT direkt an Kabel oder Leitungen mit einer
Potenzialdifferenz zur Masse von mehr als 35 V Wechselspannung an.
1.3
Sicherheit des Geräts
• Öffnen Sie die Gehäuse von Sender und Empfänger NICHT.
• Bevor Sie das Kabel vom Sender abziehen, rammen Sie den Erdspieß fest
in den Boden ein.
• Fassen Sie bei eingeschaltetem Sender KEINE unisolierten Teile der
Verbindungsleiter und Clips an.
Seite 4 von 44
1.4
Batterien und Umweltschutz
• Für den Empfänger sind separate Ni-MH-Akkus (Nickelmetallhydrid-Akkus)
sowie Alkali-Batterien zu verwenden. Diese sind so gestaltet, dass sie nicht
falsch angeschlossen werden können. Versuchen Sie NICHT, gewaltsam
einen falschen Anschluss herzustellen.
• Wenn die NiMH-Akkus im Empfänger erneuert werden müssen, lassen Sie
die entsprechenden Arbeiten in einer Vivax-Vertragswerkstatt ausführen.
• Wenn die NiMH-Akkus im Sender erneuert werden müssen, senden Sie
die Akkus an eine Vivax-Vertragswerkstatt.
• Verwenden Sie zum Erneuern von Alkali-Batterien ausschließlich Batterien
der angegebenen Größe und Art. Verwenden Sie NIE Akkus und Batterien
gleichzeitig.
• Verwenden Sie NIE gleichzeitig Batterien oder Akkus, die einen
unterschiedlichen Ladezustand haben. Vermischen Sie nie alte mit neuen.
• Laden Sie Akkus ausschließlich mit dem vom Hersteller mitgelieferten bzw.
angegebenen Ladegerät. Versuchen Sie NIEMALS, Alkali-Batterien
nachzuladen.
• Laden Sie Akkus vor ihrer erstmaligen Verwendung sechs Stunden lang
auf. Falls danach die Akkuleistung unzureichend sein sollte, entladen Sie
sie vollständig. Laden Sie dann die Akkus erneut für sechs Stunden.
• Versuchen Sie NIE, Batterien zu zerlegen. Werfen Sie Batterien NICHT ins
offene Feuer.
• Entsorgen Sie die Batterien entsprechend den geltenden Vorschriften.
Gehen
Sie
beim
Entsorgen
verantwortungsbewusst vor.
der
Batterien
ökologisch
• Arbeiten Sie beim Laden der Akkus vorsichtig. Unterbrechen Sie NIE den
Ladevorgang (Stromzufuhr ein- und ausschalten), ohne das Gerät
verwendet zu haben. Wenn Sie das Ladegerät mit einem Wechselrichter in
einem Fahrzeug verwenden, ziehen Sie den Stecker des Ladegeräts beim
Ausschalten des Fahrzeugs ab. Verwenden Sie dann die Akkus für
mindestens zehn Minuten im Gerät, ehe Sie sie erneut laden. Wenn der
Bereich über den Akkus heiß wird, ziehen Sie SOFORT den Stecker des
Ladegeräts. Verwenden Sie dann die Akkus für mindestens 10 Minuten,
ehe Sie sie erneut laden.
BATTERIEN UND AKKUS ENTHALTEN GEFÄHRLICHE CHEMIKALIEN.
DURCH DAS EINDRINGEN VON WASSER ODER WÄRME KÖNNEN DIE
AKKUS BESCHÄDIGT WERDEN UND UNTER BESTIMMTEN
UMSTÄNDEN SOGAR EXPLODIEREN. DARÜBER HINAUS BESTEHT
DIE GEFAHR VON STROMSCHLÄGEN.
Seite 5 von 44
1.5
Umgang mit dem Gerät
• Nutzen Sie das Gerät ausschließlich entsprechend den Anweisungen in
diesem Benutzerhandbuch.
•
•
•
•
•
Tauchen Sie KEINE Teile dieses Geräts unter Wasser.
Bewahren Sie das Gerät an einem trockenen Ort auf.
Bewahren Sie das Gerät in dem mitgelieferten Koffer auf.
Entfernen Sie vor einer längeren Lagerung die Alkali-Batterien.
Bewahren Sie das Gerät in einer sauberen Umgebung, frei von Schmutz
und Staub, auf.
• Schützen Sie das Gerät für übermäßiger Wärmeeinwirkung.
1.6
Beim Interpretieren der vom Ortungsgerät
ausgegebenen Informationen vorsichtig arbeiten
• Wie alle Ortungsgeräte, funktioniert auch dieses Modell nach dem Prinzip
des Erkennens elektromagnetischer Signale, die von dem erdverlegten
Kabel bzw. der Rohrleitung ausgestrahlt und in der Form von Tiefen- und
Stromwerten an den Benutzer ausgegeben werden. In den meisten Fällen
reichen diese Signale aus, damit das Ortungsgerät die Tiefe und die
Stromstärke mittels Punktortung korrekt bestimmen kann.
• ACHTUNG! In einigen Fällen werden die von dem lokalisierten Kabel bzw.
der Rohrleitung emittierten elektromagnetischen Felder durch andere
Faktoren gestört, was zu falschen Informationen führen kann.
• Arbeiten
Sie immer verantwortungsbewusst. Wenden Sie beim
Interpretieren der vom Ortungsgerät ausgegebenen Informationen das in
den Schulungskursen Gelernte an.
• Geben Sie Informationen über die Tiefe von Kabeln oder Rohrleitungen
NICHT an Dritte weiter, sofern Sie nicht von Ihrem Arbeitgeber eine
entsprechende Erlaubnis erhielten.
• Die bei Tiefenmessungen ausgegebenen Werte beziehen sich immer auf
das Zentrum des betreffenden elektrischen Feldes oder der Leitung. Dieses
Zentrum kann wesentlich tiefer als die Oberkante der Leitung liegen.
Seite 6 von 44
1.7
Regionalspezifische Sicherheitshinweise
1.7.1
USA
• Diese Sende- und Empfangseinheit entspricht den allgemeinen
Betriebsbestimmungen des Teils 15 der FCC-Vorschriften.
• CFR 47, Teil 2: 2004
• CFR 47, Teil 15: 2006
• ANSI C63.4: 2003
• Veränderungen oder Modifikationen, die nicht ausdrücklich vom Hersteller
genehmigt wurden, können die Erlaubnis des Benutzers zum Bedienen des
Geräts unwirksam werden lassen.
1.7.2
KANADA
• Das Gerät ist ausschließlich zur Benutzung durch geschultes Fachpersonal
vorgesehen, nicht jedoch für Privatpersonen.
• Die
Einsatzdauer
sollte
möglichst
kurz
sein,
um
mögliche
Funkinterferenzen autorisierter Netzbetreiber zu vermeiden. Das gilt
insbesondere für die Loran-C-Frequenz von 100 kHz.
• Der Betrieb hängt von folgenden beiden Bedingungen ab: (1) Dieses Gerät
darf keine Interferenzen verursachen, und (2) dieses Gerät muss etwaigen
Interferenzen widerstehen, die durch einen unerwünschten Betrieb des
Geräts verursacht werden können.
1.7.3
EUROPA
• Das VIVAX Ortungssystem entspricht der anwendbaren Bestimmung der
europäischen Richtlinie 1999/5/EC:
ETSI EN 300 330-2: 2006
ETSI EN 301 489-1: 2005
ETSI EN 301 489-3: 2002
Seite 7 von 44
2
Service & Support
2.1
Seriennummer und Softwareversionsnummer
Bitte halten Sie immer die Modell- und Seriennummer Ihres Empfängers und Senders
bereit, wenn Sie sich an den Produkt-Support wenden. Die Nummern befinden sich
an folgenden Positionen:
Seriennr.
Modellnr.
Seriennr.
Modellnr.
Hinweis: Die Seriennummer und die
Modellnummer des Senders finden Sie
am Boden des Senders sowie im Sender
zwischen dem Batterieschacht und dem
Hauptmodul des Senders.
Software-Versionsnummer
Die
Software-Versionsnummer
des
Senders und des Empfängers wird im
Rahmen der Startsequenz nach dem
Einschalten am LCD angezeigt.
Seite 8 von 44
2.2
Service-Center
Wenden Sie sich telefonisch oder per E-Mail an das entsprechende
Vertriebszentrum, um die Anschrift Ihres örtlichen Vivax-Vertreters oder
Service-Centers zu erfragen:
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6
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3
Empfänger
Interne
Akkus
Tasten und Display
Mechanischer Schutz
Mechanischer Schutz
Mit
Kohlenstofffasern
verstärkte Antenne
AA-Batterien
(austauschbar)
Steckdosen für
Zubehör und
Ladegerät
Modellnr.
Seriennr.
Steckdose für
Ladegerät
Mini-USB-Schnittstelle
Steckdose für Zubehör
Seite 10 von 44
3.1
Hauptdisplay des Empfängers
Der vLocPro verfügt über eine ganze Reihe von Displayoptionen. Die folgende
Abbildung ist repräsentativ für den Typ des Displays und die verwendeten Symbole.
Digitale Anzeige der
Signalantwort
Ortungsmodus
(Maximum, Breites Maximum,
Null, Sonde
Lautsprecherstatus
Batteriestatus
Tiefenangabe
Analoge Anzeige der
Signalantwort
Spitzensignal
Signalantwort (in dB)
Frequenz
Links / Rechts
Führung
Kompassmodus
Frequenzauswahl
Auswahl des Ortungsmodus
(Einstellen – im Setup-Menü)
Ein- / Aus-Schalter
Einstellen der Verstärkung
(Verringern – im Setup-Menü)
Einstellen der Verstärkung
(Erhöhen – im Setup-Menü)
Information
Tiefen- und Strommessung
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3.2
Screenshots vom Empfänger
Am Empfängerdisplay angezeigte Menüs (die tatsächliche Anzeige kann
abweichen):
Hauptdisplay
Setup-Menü – Frequenzen
Anzeige der
Tiefen- und
Strommessung
Im Feld "Frequenz" auf dem
Hauptdisplay werden nur die
hier ausgewählten Frequenzen
angezeigt.
Seite 12 von 44
3.3
Ortungsmodus (Art der Antwort)
Der Empfänger ist mit vier Antennen ausgestattet, die zwischen unterschiedlichen
Konfigurationen (Modi) umgeschaltet werden können, in denen jeweils
unterschiedliche Informationen auf die von den erdverlegten Rohrleitungen und
Kabeln ausgestrahlten Signale übermittelt werden. Sie können zwischen folgenden
Modi wählen:
3.3.1
Maximum-Modus
Taste
Symbol
In diesem Modus kommen zwei horizontale
Antennen zum Einsatz. Als Information wird
ein Spitzen- oder Maximumsignal oberhalb
der Mitte des von der erdverlegten Leitung
ausgestrahlten Signals ausgegeben.
Dieser Modus ist der genaueste der
Ortungsmodi, da beide Antennen zum
Einsatz kommen und auf diese Weise eine
deutliche
identifizierbare
"Spitze"
ausgegeben wird.
In diesem Modus unterstützt ein Maximumsignalindikator die Ortung der Quelle des
Maximumsignals. Angezeigt wird der letzte, für einige Sekunden geortete
Maximumwert, sodass Sie schnell zu dieser Position zurückkehren können.
3.3.2
Breiter-Maximum-Modus
Taste
Symbol
In diesem Modus ("Anzeige eines breiten
Maximumsignals") kommt eine horizontale
Antenne zum Einsatz. Als Antwort wird ein
Spitzen- oder Maximumsignal oberhalb der
Mitte des von der erdverlegten Leitung
reflektierten Signals ausgegeben.
Dieser Modus ist weniger exakt als der mit zwei horizontalen Antennen arbeitende
Maximum-Modus, ist jedoch bei besonders tief verlegten Leitungen nützlich. Zur
Punktortung der Leitung sollte der Maximum-Modus verwendet werden.
Seite 13 von 44
3.3.3
Null-Modus
Taste
Symbol
In diesem Modus kommen vertikale Antennen
zum Einsatz. Als Information wird ein Minimaloder Nullsignal oberhalb der Mitte des von der
erdverlegten Leitung reflektierten Signals
ausgegeben.
Der Nullsignalmodus wird mitunter bevorzugt.
Er funktioniert in ländlichen Bereichen gut, ist
jedoch in Ballungsräumen aufgrund von
Störungen des reflektierten Signals anfälliger
für Ungenauigkeiten.
Als Hilfe wird im Nullmodus ein Links-/Rechtspfeil angezeigt. Dadurch wird
angegeben, in welcher Richtung der Empfänger bewegt werden muss, um die Lage
der erdverlegten Leitung zu ermitteln.
3.3.4
Sondenmodus
Taste
(Signalcharakeristik bei Ortung
entlang der Linie der Sonde)
Symbol
(Signalcharakeristik bei Ortung
quer zur Linie der Sonde)
Im Sondenmodus werden dieselben Antennen wie im Peak-Modus verwendet. Der
Modus wird durch ein entsprechendes Symbol auf dem Display dargestellt. Außer im
Sondenmodus ist der Leitungsmodus immer aktiv.
Eine Sonde ist eine kleine Sendespule, die von ihrer eigenen, internen Batterie oder
durch einen externen Sender mit Strom versorgt wird. Aufgrund ihrer Konstruktion
gibt eine Sonde drei unterschiedliche Spitzenmuster bei Ortung entlang der
Sondenrichtung aus: eine kleine Spitze – eine große Spitze – eine kleine Spitze. Die
Seite 14 von 44
Sonde befindet sich unterhalb der Mitte der "großen Signalspitze". Beim Orten
entlang der Richtung der Sonde strahlt diese eine konventionelle Spitzenantwort aus.
Der Empfänger muss sich bei der Sondenortung in einer anderen Ausrichtung
befinden. Das ist auf die Art und Weise der Ausstrahlung des Sondensignals
zurückzuführen. Führen Sie die Bewegungen bei der Punktortung vor- und rückwärts
so über die Sonde aus, dass die Vorderseite des Empfängers quer zur vermuteten
Sondenrichtung verläuft. Bewegen Sie das Gerät dann entlang der Linie der Sonde,
bis die Maximalspitze geortet ist. (Anders ausgedrückt: Drehen Sie den Empfänger
im Vergleich zu jener Ausrichtung, mit der Sie normalerweise beim Orten von
Rohrleitungen und Kabeln arbeiten, um 90 Grad.)
Sonden werden in der Regel zum Orten nichtmetallischer Leitungen und Kanäle
sowie des Kameraendes einer Abwasserkanal-Inspektionskamera verwendet. Durch
bestimmte Typen metallischer Leitungen, beispielsweise gusseiserne Leitungen,
können auch niedrigere Frequenzen (512 Hz/640 Hz) übertragen werden. Deshalb
kommt dieser Modus häufig in Verbindung mit Abwasserkanal-Inspektionskameras
zum Einsatz.
3.4
Display
Die Signalinformationen werden auf dem Display wie folgt dargestellt:
• Als veränderliche Balkenanzeige
• Als nummerischer Wert und dB-Wert
• Als Richtungspfeile (mit ‘Null’-Antwort)
Numerischer Wert
Balkenanzeige
Richtungspfeile
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3.5
Akustische Signalausgabe
Neben der optischen Anzeige wird die Signalinformation auch in akustischer Form
ausgegeben. Die Lautstärke können Sie über das Setup-Menü einstellen. Um in das
Setup-Menü zu gelangen, drücken Sie die Taste "I" und halten Sie sie für zwei
Sekunden gedrückt. Grundeinstellung der Setup-Anzeige ist die Lautstärke. Schalten
Sie mithilfe der Moduswahltaste durch die verfügbaren Optionen (aus – gering –
mittel – hoch). Drücken Sie erneut die Taste "I", um das Setup-Menü zu verlassen.
Der Lautsprecher ist recht leistungsstark. Je niedriger Sie die Lautstärke einstellen,
desto länger ist die Lebensdauer der Batterie im Empfänger.
3.6
Taste
Einstellen der Empfindlichkeit
Taste
Mit der Plus- und Minustaste können Sie die Empfindlichkeit des Empfängers
erhöhen bzw. verringern. Wenn sich die Balkenanzeige auf einen Minimal- oder
Maximalwert zubewegt, bewirkt ein einmaliges Drücken der jeweils gegenteiligen
Taste ein Zurücksetzen der Empfindlichkeit auf ca. 60 %. (Das heißt, nähert sich die
Balkenanzeige dem Minimum, müssen Sie die Plustaste drücken, nähert sie sich
dem Maximum, müssen Sie die Minustaste drücken.)
Wenn Sie die jeweilige Taste gedrückt halten oder mehrfach drücken, wird die
Wirkung verstärkt.
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3.7
Frequenzauswahl
Taste
Der Empfänger kann eine
Vielzahl von Frequenzen und
Frequenzkombinationen
erkennen. Eine Liste dieser
Frequenzen können Sie mithilfe
des Setup-Menüs aufrufen. Die
meisten
der
aufgeführten
Frequenzen
werden
Sie
wahrscheinlich nie verwenden.
Wählen Sie stattdessen jene
Frequenzen aus, die Sie regelmäßig verwenden möchten. Mit der Frequenztaste auf
dem Hauptdisplay des Empfängers können Sie zwischen den im Setup-Menü
definierten Frequenzen umschalten. Die Frequenz wird oben im Display dargestellt.
Über das Setup-Menü können Sie Ihre Auswahl jederzeit ändern.
Im Lieferzustand sind die Frequenzen "Power"
(Strom), "Radio" sowie die vom gekauften Sender
verwendeten Frequenzen voreingestellt. Im
Abschnitt zum Sender finden Sie Vorschläge zu
den für bestimmte Anwendungen am besten
geeigneten Frequenzen.
Zum Auswählen der Frequenzen, die Sie
regelmäßig verwenden möchten, rufen Sie das
Setup-Menü auf. Drücken Sie dazu die Taste "I",
und halten Sie sie für 2 Sekunden gedrückt. Wählen Sie das Wort "Frequency"
(Frequenz) mit der Plus- bzw. Minustaste aus. Drücken Sie dann die Modustaste "M",
um eine Liste der verfügbaren Frequenzen anzuzeigen.
Mit der Plus- und Minustaste können Sie innerhalb der Liste der Frequenzen
navigieren. Um eine bestimmte Frequenz zur Liste der häufig verwendeten
Frequenzen hinzuzufügen, drücken Sie die Taste "M". Daraufhin wird neben der
betreffenden Frequenz ein "X" angezeigt. Um die Auswahl einer Frequenz
aufzuheben, drücken Sie erneut die Taste "M". Daraufhin wird das "X" ausgeblendet.
Wenn Sie Ihre Auswahl abgeschlossen haben, drücken Sie einmal die Taste "I".
Danach befinden Sie sich im Setup-Menü. Drücken Sie dann die Taste "I" erneut, um
das Setup-Menü zu verlassen.
Seite 17 von 44
3.8
Informationstaste
Wenn Sie die Taste
(Information) drücken, wird die Tiefe bis
zur Mitte des ausgestrahlten Signals und die Stromstärke angezeigt.
(Drücken Sie die Taste nur kurz. Wenn Sie sie zu lange gedrückt
halten, wird das Setup-Menü aufgerufen. Falls Sie versehentlich das
erneut,
Setup-Menü aufgerufen haben, drücken Sie die Taste
um zum Hauptdisplay zurückzukehren. Versuchen Sie es dann
erneut.)
Taste
WICHTIG! Wenn ein Kabel oder eine Leitung
geortet werden soll, muss sich das Instrument im
Peak-Modus
befinden.
Tiefenund
Stromstärkemessungen sollten nur vorgenommen
werden, wenn der Empfänger auf der Erde steht
und sich direkt in Linie zur Zielleitung befindet.
Wenn Sie eine Sonde orten (Moduseinstellung
"Sonde"),
befindet
sich
das
Instrument
automatisch in der Konfiguration "Maximum".
Tiefenmessungen sollten nur durchgeführt werden, wenn der Empfänger mit dem
Boden auf der Erde und in einem Winkel von 90 Grad zur Sonde steht.
Die Genauigkeit der Tiefen- und Stromstärkemessungen hängt von der Qualität des
georteten Signals ab. Ist es symmetrisch, ist die Tiefenmessung mit einer Toleranz
von 5 % genau. Wird das Signal verzerrt, ist der Tiefenwert weniger genau. Halten
Sie bei Tiefenmessungen den Empfänger immer in einem Winkel von 90° zum
Erdboden.
3.9
Setup-Menü
2s
Wie bereits beschrieben, dient die Taste
auch zum Aufrufen des
Setup-Menüs. Um in das Setup-Menü zu gelangen, drücken Sie die Informationstaste "i " und halten Sie sie für zwei Sekunden gedrückt, bis das Setup-Menü
angezeigt wird. Navigieren Sie mithilfe der Plus- und Minustaste durch die
verfügbaren Optionen. Wählen Sie die gewünschte Option durch Drücken der
Moduswahltaste "M" aus. Zum Verlassen des Setup-Menüs drücken Sie die Taste
.
3.10
Symbol
Ladezustands von Batterie oder Akku
Der Empfänger ist mit einem internen Akku ausgestattet, über den die
Stromversorgung erfolgt, sofern Sie keine Alkali-Batterien verwenden.
Durch diese Wahlmöglichkeit können Sie die Vorteile eines Akkus
nutzen, bei einem unzureichenden Ladezustand des Akkus aber
stattdessen auch Alkali-Batterien verwenden.
Durch ein Symbol im Display wird der Ladezustand der Batterie bzw.
des Akkus angegeben.
Seite 18 von 44
4
Sender
4.1
Übersicht
Beim vLocPro-Sender handelt es sich um einen robusten, tragbaren Sender,
dessen Stromversorgung über alkalische D-Zellen oder NiMH-Akkus
(Nickel-Metallhydrid-Akkus) erfolgt. Die Merkmale und die Verwendung des
Senders werden nachfolgend beschrieben.
4.1.1
Display
Warnung
"Hochspannung"
Frequenz,
die übertragen wird
Digitaler Wert
(mA, Volt, Ohm)
Lautsprecherstatus
100 mA
Batteriestatus
Symbol
"Ladevorgang
läuft"
Modusanzeige
Ausgabeeinstellung
4.1.2
Tasten
Ein- / Aus
Schalter
Erdrückleitungsstrom
Verringern
der Sendeleistung
Informationen
(Lautstärke, A,
Volt, Ohm)
4.1.3
Einheit
(mA, Volt, Ohm)
Frequenzauswahl
Erhöhen der
Sendeleistung
Anschlüsse
Ausgangsanschluss
Buchse für Akkuladegerät
Hochspannungsschutz (Sicherung)
Buchse für Lautsprecher
Seite 19 von 44
4.2
Sendemodi
Der Sender arbeitet in drei Sendemodi, die automatisch ausgewählt werden.
4.2.1
Induktionsmodus –
In diesem Modus wird mit einer internen Antenne gearbeitet, um auf die angezielte
Leitung oder das Kabel eine Ortungsfrequenz zu induzieren. Der Induktionsmodus
wird automatisch gewählt, wenn an die Ausgangssteckdose kein anderes Zubehör
angeschlossen ist. Im Display wird der Induktionsmodus durch ein entsprechendes
Symbol dargestellt. Dieses Symbol blinkt, wenn der Sender sendet. Für eine
erfolgreiche Induktion sollte der Sender über der Zielleitung und mit dem Griff in
Linie zu ihr verlaufen.
Der Induktionsmodus wird allgemein verwendet, wenn eine Direktverbindung
(Klemmverbindung) nicht möglich ist. Im Induktionsmodus ist es sehr
wahrscheinlich, dass das auf die Zielleitung induzierte Signal auch auf andere
Leitungen im Bereich sowie auf bodennahe Gegenstände, beispielsweise
Drahtzäune, induziert wird. Dadurch kann die Genauigkeit der Positions-, Tiefenund Stromstärkemessung beeinträchtigt werden. Der Induktionsmodus ist die
ineffizienteste Möglichkeit zur Übertragung des Sendesignals an die Zielleitung. Die
Ortungsdistanz ist generell wesentlich geringer als bei einer Direkt- oder
Klemmverbindung. Der Induktionsmodus arbeitet generell in den höheren
Frequenzen (33 kHz, 65 kHz, 82 kHz) besser. Der Vorteil des Induktionsmodus
besteht darin, dass der Sender nicht angeschlossen werden muss, wodurch der
Vorgang sehr schnell durchzuführen ist. Die Antenne im Sender ist so eingestellt,
dass sie bestimmte Frequenzen oder Frequenzbereiche induziert. Deshalb kann im
Induktionsmodus nur eine begrenzte Anzahl an Frequenzen ausgewählt werden.
Hinweis: Im Interesse exakter Positions- und Tiefenmessungen sollte sich der
Ortungsempfänger in einer Entfernung von ca. 20 Meter zum Sender befinden.
Seite 20 von 44
4.2.2
Direktverbindungsmodus
Wenn Sie einen Verbindungsleiter an die Ausgangssteckdose anschließen, wird
der Direktverbindungsmodus aktiviert. Im Display wird ein entsprechendes Symbol
angezeigt. Dieses Symbol blinkt, wenn der Sender sendet. Der
Direktverbindungsleiter besteht aus zwei Kabeln, von denen eines (roter Clip) an
den zu ortenden Leiter und das andere (schwarzer Clip) an eine geeignete Masse
angeschlossen werden muss. (Zum Lieferumfang des Senders gehört auch ein
Erdspieß, sowie ein Hilfsmassekabel.) Wird dieses Kabel verwendet, muss der
Masseclip des Anschlussleiters (schwarzer Clip) an ein Ende des Hilfsmassekabels
angeschlossen werden.
Wenn eine Direktverbindung sicher hergestellt werden kann, ohne dass
Verletzungsgefahr oder die Gefahr einer Schädigung der Anlage des Kunden oder
des Senders besteht, ist dies die beste Art und Weise der Übertragung des
Sendersignals.
Es kommt in diesem Modus im Vergleich zum Induktionsmodus wesentlich seltener
zu einer Kopplung des übertragenen Signals mit denen anderer Leitungen und
Kabel in der Umgebung. Bei den auf die übliche Art und Weise verbundenen
Systemen kann die Signalkopplung jedoch nicht vermieden werden.
Auch die Positionierung des Masseanschlusses kann Einfluss auf das Ausmaß der
Signalkopplung haben. Masseanschlüsse sollten generell nicht zu anderen
Leitungen oder Kabeln führen und auch nicht oberhalb am Boden befindlicher
Metallkonstruktionen wie Drahtzäune verlaufen. Im Allgemeinen gilt: Je niedriger
die Frequenz, desto weiter wird das Signal übertragen und desto geringer ist die
Signalkopplung. Die am häufigsten für die Direktverbindung verwendeten
Frequenzen liegen zwischen 512 Hz / 640 Hz und 10 kHz.
Der Gesetzgeber verlangt in vielen Ländern, dass die Ausgangsleistung über
bestimmten Frequenzen begrenzt bleibt. Der vLocPro ermöglicht die Übertragung
von Frequenzen unterhalb von 45 kHz mit einer Leistung von 10 Watt. Frequenzen
über 45 kHz bleiben jedoch auf 1 Watt beschränkt. Durch Nutzung des
Direktverbindungsmodus und der höheren Leistung bei niedrigeren Frequenzen
werden wesentlich größere Ortungsdistanzen erreicht. Zu Kabeln mit Spannungen
von mehr als 35 Volt sollten keine Direktverbindungen aufgebaut werden (ggf. sind
entsprechend den bei Ihnen geltenden Sicherheitsvorschriften andere Werte
anwendbar). Der Sender ist mit einer 250-V-Sicherung vor Streuströmen geschützt,
die ggf. an der Zielleitung auftreten können.
Seite 21 von 44
4.2.3
Klemmenmodus
Durch Anschließen der von Vivax gelieferten Signalklemme an die
Ausgangssteckdose wird der Sender in den Klemmenmodus gesetzt. Im Display
wird ein entsprechendes Symbol angezeigt. Dieses Symbol blinkt, wenn der
Sender sendet. Bei Verwendung der Klemme wird kein Masseanschluss benötigt.
Die Klemme bietet eine präzise Möglichkeit zur Anwendung des Ortungssignals.
Dieser Modus wird im allgemeinen verwendet, wenn der Leiter nicht erreichbar ist
und folglich über ihn keine Direktverbindung hergestellt werden kann, oder wenn
eine Direktverbindung nicht sicher wäre, da das Zielkabel Strom führt.
Bei der Klemme handelt es sich um eine spezielle leitfähige Vorrichtung (mitunter
auch als Koppler bezeichnet). Alle Klemmen sind für einen Einsatz bei bestimmten
Frequenzen optimiert. In den meisten Fällen sind die Klemmen so gestaltet, dass
sie nur für maximal drei Frequenzen verwendet werden können; in der Regel
zwischen 8 kHz und 85 kHz. Am Sender kann jeweils nur die für Ihre Klemme
nutzbare Frequenz ausgewählt werden.
WARNUNG: Halten Sie beim Anschließen der Klemmen an
stromführende Kabel die in Ihrem Unternehmen geltenden
Sicherheitsvorschriften
ein.
Beim
Anschließen
an
ein
Hochspannungskabel kann in der Klemme eine Spannung induziert
werden, die zu einem plötzlichen Schließen oder kräftigen
Wegschlagen der Klemme führen kann. Deshalb beim Anschließen der
Klemme immer besonders vorsichtig arbeiten.
Seite 22 von 44
4.2.4
Anschlussblock
Mit einer Ausnahme werden alle Anschlüsse zum Sender über den Anschlussblock
ausgeführt. Die Ausnahme ist die USB-Schnittstelle im Batteriefach. Sie dient zum
Programmieren des Senderprozessors. Der Anschlussblock besteht aus folgenden
Komponenten:
• Ausgangsanschluss (XLR): zum Anschließen des Direktverbindungsleiters bzw. einer Klemme.
• Ladegerät-Buchse: dient zum Laden der als Zubehör angebotenen Akkus.
Die Steckdose ist auch dann vorhanden, wenn keine Akkus gekauft
wurden.
• Sicherung: zum Absichern des Senderschaltkreises bei einem
Spannungseingang von bis zu 250 V an den Ausgangsleitern.
• Hinter einem kleinen Loch befindet sich ein Signaltongeber.
Ausgangsanschluss
Buchse für Akkuladegerät
4.2.5
Hochspannungsschutz
Buchse für Lautsprecher
Frequenzen und Leistungsausgang
Der Sender kann so programmiert werden, dass er im Direktverbindungsmodus
fast jede Ortungsfrequenz bis zu 200 kHz überträgt. Im Lieferzustand sind an der
Einheit bestimmte Standardfrequenzen vorprogrammiert. Die Standardfrequenzen
sind:
• Direktverbindung:
512Hz, 640Hz, 8.19kHz, 8.44kHz, 9.82kHz, 32.8kHz, 65.6kHz, 82kHz,
83kHz
• Verbindung mit Sendezange:
8.19kHz, 32.8kHz, 82kHz
• Frequenzen bei Induktiver Besendung:
8.44kHz, 32.8kHz, 82kHz
Seite 23 von 44
2s
f
Taste
512 Hz
640 Hz
8 kHz
33 kHz
65 kHz
200 kHz
Taste
Taste
Wie bei den meisten Herstellern sind die Klemmen und Induktionsantennen auf
bestimmte Frequenzen abgestimmt und deshalb nicht für einen großen
Frequenzbereich verfügbar.
Drücken Sie zum Einstellen der Frequenzen die Frequenztaste. Danach können
Sie zwischen den für den Auswahlmodus verfügbaren Frequenzen umschalten.
Wenn Sie innerhalb von 2 Sekunden keine Umschaltung vornehmen, wird die
Frequenz automatisch ausgewählt. Die Frequenz wird im Display angezeigt.
Die Ausgangsleistung wird in großen Zeichen am Display angezeigt. Zum Erhöhen
bzw. Verringern drücken Sie die Plus- oder Minustaste. Durch die vertikale
Balkenanzeige am unteren Rand des Displays wird angegeben, welche der vier
Ausgangsleistungen aktuell genutzt wird.
Eine zweite (horizontale) Balkenanzeige informiert über den Rückleitungsstrom
(also das effektive Ausgangsniveau). Dadurch wird über das auf die Leitung effektiv
wirkende Signalniveau informiert. Der übertragene Strom wird durch die Impedanz
des Kabels begrenzt. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, wenn das
Ausgangsniveau zwar erhöht, aber kein Anstieg der Stromstärke angezeigt wird.
Dieses Phänomen ist nicht auf einen Senderdefekt zurückzuführen.
Standardmäßig wird in der Mitte des Displays die Ausgangsstromstärke (in (m)A)
angezeigt. Wenn Sie die Informationstaste ("i") drücken, wird die Lautstärke des
akustischen Signals angezeigt. Mithilfe der Tasten "+" bzw. "-" können Sie die
Lautstärke erhöhen bzw. verringern oder den Signaltongeber ausschalten
(Aus– geringe Lautstärke – mittlere Lautstärke – hohe Lautstärke).
Für die meisten Märkte wird der Sender mit Alkali-Batterien (10 D-Zellen)
ausgeliefert, sofern nicht ausdrücklich Akkus bestellt wurden. Die Batterien werden
in Aufnahmevorrichtungen eingesetzt, aus denen sie schnell gelöst werden können.
Sie können einzeln gewechselt werden. Die NiMH-Akkus können nur als Paket
erneuert werden.
Ein unbeabsichtigtes Laden der Batterien ist nicht möglich.
Beim Einschalten kehrt der Sender immer zu 70 % der vollen Leistung zurück,
wodurch Strom gespart wird. In den meisten Fällen reicht dieses Ausgangsniveau
aus. Eine höhere Leistung hat in der Regel keine Auswirkungen, allerdings werden
dadurch die Batterien bzw. der Akku schneller entladen. Alle anderen Einstellungen
bleiben im Vergleich zur der zuletzt genutzten Einstellung unverändert.
Seite 24 von 44
4.3
Information
Lautst.
(m)A
Volt
2s
i
Taste
Ohm
Taste
Taste
Standardmäßig wird in der Mitte des Displays die Ausgangsstromstärke (in (m)A)
angezeigt. Wenn Sie die Informationstaste ("i") drücken, wird die Lautstärke des
akustischen Signals angezeigt. Mithilfe der Tasten "+" bzw. "-" können Sie die
Lautstärke erhöhen bzw. verringern oder den Signaltongeber ausschalten
(Aus– geringe Lautstärke – mittlere Lautstärke – hohe Lautstärke).
Wenn Sie die Informationstaste "i" drücken, kann das Display in die Anzeige der
Spannung bzw. des Widerstands umgeschaltet werden. Standardmäßig wird die
Stromstärke (in mA) angezeigt. Sie können jedoch auch die Anzeige der Spannung
(in Volt) oder des Widerstands (in Ohm) wählen.
4.4
Batterien
Der Ladezustand der Batterien wird in der linken Seite des Displays
angezeigt. Werden Akkus verwendet, blinkt das Symbol während des
laufenden Ladevorgangs. Sind die Akkus voll geladen, wird das
Symbol durchgängig schwarz dargestellt.
Symbol
Für die meisten Märkte wird der Sender mit Alkali-Batterien
(10 D-Zellen) ausgeliefert, sofern nicht ausdrücklich Akkus bestellt
wurden. Die Batterien werden in Aufnahmevorrichtungen eingesetzt, aus denen sie
schnell gelöst werden können. Sie können einzeln gewechselt werden. Die
NiMH-Akkus können nur als Paket erneuert werden.
Ein unbeabsichtigtes Laden der Batterien ist nicht möglich.
Seite 25 von 44
4.4.1
-
Ausbauen des Batteriefachs
*
4.4.2
9)
9)
9)
: ;
)
9) :
!
*
;
Austauschen der Alkali-Batterien
• Drehen Sie zum Ausbauen der Batterien die Edelstahlschrauben am
Batteriefachdeckel heraus.
• Drehen Sie das Batteriefach zur Entnahme der Batterien so, dass die
Batterien nach unten zeigen. Klopfen Sie dann kurz und kräftig auf das
Batteriefach, so dass die Batterien herausfallen.
• Ersetzen Sie die Batterien gegen neue desselben Typs. Mischen Sie
niemals alte und neue Batterien. Setzen Sie keine Akkus in den
Batterieschacht ein. Stellen Sie sicher, dass die Batterien
ordnungsgemäß eingesetzt werden (siehe den Aufkleber und die Plusbzw. Minusanzeige im Boden des Fachs).
• Befestigen Sie die Abdeckung des Batteriefachs. Setzen Sie dann das
Batteriefach ein.
Setzen Sie die zehn Alkali-Batterien so ein, wie in der folgenden Abbildung
dargestellt:
Seite 26 von 44
4.4.3
Wiedereinbauen des Batteriefachs
6
Drücken Sie den Knopf unterhalb der
Sicherung nach oben. Halten Sie ihn in
dieser Stellung, und drücken Sie die
Sicherung nach innen, so dass sie mit
einem Klicken einrastet. (Wenden Sie
hierbei KEINE GEWALT an.)
9) : ; (
9) :
Zum Schließen des Batteriefachs schieben Sie den Sender (TX) auf das Fach. Er
nimmt automatisch die richtige Position ein. Schließen Sie dann die Sicherungen.
4.4.4
Akkus
Versuchen Sie nicht eigenmächtig, die Akkus zu erneuern oder den Deckel zu
entfernen.
Schicken
Sie
sie
stattdessen
an
Vivax
oder
eine
Vivax-Vertragswerkstatt.
WARNUNG:
Ladegeräte.
Verwenden
Sie
nur
von
Vivax
empfohlene
Die Akkus werden über die Stromeingangsbuchse geladen.
Zwei Pins werden für den Stromeingang vom Ladegerät verwendet.
Zwei Pins werden für die Stromversorgung durch eine externe
12-V-Quelle verwendet.
4.4.5
Entsorgen der Batterien
Gehen Sie entsprechend
Sicherheitsinformationen" vor.
den
Instruktionen
im
Abschnitt
"Allgemeine
Seite 27 von 44
5
Zubehör
A-Rahmen
Miniantenne
• Standard A-Rahmen
• Wird angeschlossen an den Empfänger
• Positionierung über dem Kabel
12 V DC Kabel für den Sender
Netzadapter
• 10m langes Kabel für den Betrieb des
• Zum Besenden der Netzleitung
Senders vom Fahrzeug aus
(das Aufladen ist nicht möglich!)
12 V DC Ladekabel für den Empfänger
Austauschakku
• 4m langes Kabel zum Laden des
Empfänger-Akkus vom Fahrzeug aus
Seite 28 von 44
Sonde D18 x 80
• 18 mm x 80 mm (B x L)
33 kHz - Reichweite 4 m
Sonde D64 x 186
• 64 mm x 186 mm (B x L)
33 kHz – Reichweite 5 m
Sonde D64 x 186
• 64 mm x 186 mm (B x L), 33 kHz – Reichweite 5 m
Sonde D23F x 456
• 23 mm x 456 mm (B x L)
• Flexibel (3 Glieder)
• Für den Einsatz in gusseisernen Rohren geeignet
Sonde D23 x 456 (512)
• Frequenz 512 Hz, Reichweite 7 m
• Für Regionen mit 60 Hz Netzspannung
Sonde D23 x 456 (640)
• Frequenz 640 Hz, Reichweite 7 m
• Für Regionen mit 50 Hz Netzspannung
Signalklemme
• 100 mm Durchmesser
Seite 29 von 44
6
Arbeiten mit dem vLocPro
6.1
Arbeiten mit dem Empfänger
6.1.1
Orten von Leitungen
Beim Orten von Leitungen sollte der Empfänger mit dem Display nach vorn gehalten
und dann nach links und rechts in der vermuteten Richtung der erdverlegten Leitung
geschwenkt werden.
a)
b)
Der Empfänger sollte parallel zum Boden gehalten und am Ende der jeweiligen
Richtungsbewegung nicht nach oben gekippt werden.
Um die Verlegerichtung des Kabels festzustellen, nutzen Sie den gewünschten
Modus zum Orten der Leitung. Schalten Sie dann zum Bestätigen der Richtung in
den Modus "PEAK".
Lokalisieren Sie die Leitung mittels Punktortung, indem Sie sorgfältig die Position
mit der Spitzensignalstärke ermitteln. Die Unterseite des Empfängers muss zum
Boden zeigen. Drehen Sie dann den Empfänger um 90 Grad. Daraufhin nimmt die
Signalstärke deutlich ab (möglicherweise ist kein Signal mehr erkennbar). Drehen
Sie dann das Ortungsgerät, bis Sie eine maximale Signalstärke erkennen.
Wiederum zeigt die Vorderseite des Ortungsgeräts in die Richtung der erdverlegten
Leitung.
Seite 30 von 44
6.1.2
Tiefen- und Strommessung
Gehen Sie bei der Punktortung der Kabel wie folgt vor:
a) Orten Sie die seitliche Position des Kabels.
b) Drehen Sie den Empfänger, um die Richtung des Kabels zu bestätigen (eine
Nullantwort wird ausgegeben, wenn der Empfänger die Verlegerichtung des
Kabels in einem Winkel von 90 Grad schneidet).
c) Drehen Sie den Empfänger zurück, bis er sich exakt auf einer Linie mit dem
Kabel befindet.
a)
b)
c)
/ *
d)
Die Position und Richtung des Kabels ist ermittelt. In dieser Phase muss sich
die Basis des Ortungsgeräts am Boden befinden. Das Ortungsgerät selbst
muss sich (in Bezug auf die seitliche und die Drehposition) in der Position der
absoluten
Spitzensignalstärke
befinden.
Drücken
Sie
kurz
die
Informationstaste "I". Daraufhin werden Stromstärke und Tiefe angezeigt.
Seite 31 von 44
6.1.3
Sondenortung
Dieser Modus wird nur für das Orten einer Sonde verwendet. Beim Orten einer
Leitung oder eines Kabels geht das Signal von der Leitung bzw. vom Kabel aus
(siehe Zeichnung a). Eine Sonde ist hingegen eine Sendespule, bei der das Signal
auf eine andere Art und Weise ausgestrahlt wird (siehe Zeichnung b).
a)
b)
Deshalb gibt die Sonde ein anderes Spitzensignalmuster aus (siehe Zeichnung b).
Beachten Sie, dass es drei Spitzensignale gibt: – eine kleine Spitze – eine große
Spitze – eine kleine Spitze. Die Sonde befindet sich unterhalb der Mitte der "großen
Signalspitze". Beim Orten entlang der Richtung der Sonde emittiert diese eine
konventionelle Spitzenantwort.
Sonden werden in der Regel zum Orten nichtmetallischer Leitungen und Kanäle
sowie des Kameraendes einer Abwasserkanal-Inspektionskamera verwendet.
Durch bestimmte Typen metallischer Leitungen, beispielsweise gusseiserne
Leitungen, können auch niedrigere Frequenzen (512 Hz/640 Hz) übertragen
werden. Deshalb kommt dieser Modus häufig in Verbindung mit
Abwasserkanal-Inspektionskameras zum Einsatz.
Die Vorgehensweise bei der Tiefenmessung entspricht derjenigen bei der
Leitungsortung, muss jedoch im Sondenmodus durchgeführt werden.
Tiefenmessungen unter Verwendung einer Sonde, die nicht im Sondenmodus
durchgeführt werden, bringen ungenaue Ergebnisse.
Seite 32 von 44
6.2
Passive und aktive Ortung
Für dieses System stehen zwei Methoden der Ortung zur Verfügung. Sie werden
nachfolgend beschrieben.
6.2.1
Passive Ortung
Bei der passiven Ortung werden erdverlegte Versorgungsleitungen unter Nutzung
der in der Umgebung vorhandenen elektromagnetischen Signale geortet. Diese
Signale werden in zwei Kategorien eingeordnet.
• Leistungssignale:
Quelle
dieser
Signale
sind
generell
Stromerzeugungssysteme. Sie liegen im Bereich von 50/60 Hz sowie der
entsprechenden Harmonischen.
• Funksignale: Quelle dieser Signale sind generell Funkübertragungen mit
niedriger Frequenz. Sie liegen im Allgemeinen in einem Bereich zwischen
16 kHz und 22 kHz.
Das Verfahren der passiven Ortung wird genutzt, um einen bestimmten Bereich
nach erdverlegten metallischen Leitungen zu durchsuchen (Orten, um das
Gesuchte AUSZUSCHLIESSEN). Dabei interessiert nicht, welche Leitung oder
welches Kabel verlegt wurde, sondern nur die Tatsache, DASS sich eine Leitung
oder ein Kabel im betreffenden Bereich befindet. Ein typische Anwendung ist die
Kontrolle eines Bereichs vor dem Aufstellen eines Zaunpfahls.
Seite 33 von 44
6.2.2
Aktive Ortung
Die aktive Ortung wird unter Verwendung eines Senders durchgeführt. Dabei wird
von einem Sender eine sehr präzise Frequenz an eine Leitung oder ein Kabel
übermittelt und mit einem Empfänger geprüft, ob das Signal mit exakt dieser
Frequenz zurückgegeben wird. Bei der aktiven Ortung können die Frequenzen
durch einen Direktanschluss, eine Klemme oder durch Induktion angewandt
werden.
Der Empfänger kann bei der aktiven Ortung ein breites Spektrum von Frequenzen
erkennen. Dazu gehören die vom Vivax-Sender übertragenen Frequenzen, aber
auch Frequenzen von Geräten anderer Hersteller.
Die Wahl der Frequenz für den Induktions- oder Klemmenmodus ist beschränkt, da
diese Modi auf bestimmte Frequenzen (oder Frequenzbereiche) abgestimmt
werden müssen. Der volle Frequenzbereich steht im Direktverbindungsmodus zur
Verfügung.
Bei Frequenzen unter 45 kHz gestatten Behörden wie die FCC
(US-Zulassungsbehörde für Kommunikationssysteme) höhere Ausgangsleistungen.
Bei Frequenzen von mehr als 45 kHz ist die Ausgangsleistung für Technik dieser
Art auf 1 W beschränkt. Bei niedrigeren Frequenzen steht folglich mehr Leistung
zur Verfügung.
Seite 34 von 44
6.3
Übertragen des Sendersignals
Für das Anschließen des Sendersignalkabels gibt es drei Möglichkeiten.
6.3.1
Direktverbindung
Die Direktverbindung wird für Leitungen und Kabel genutzt, die keinen elektrischen
Strom führen. Beim Anschließen der Verbindungsleitungen an den Sender wird
automatisch der Direktverbindungsmodus aktiviert.
WARNUNG: Stellen Sie NIEMALS eine Direktverbindung zu Kabeln
her, die elektrischen Strom bzw. elektrische Spannung führen.
Führen Sie die Verbindungsleitungen ERST in den Sender ein, nachdem der
Anschluss zur erdverlegten Leitung sowie der Masseanschluss hergestellt wurde.
Rammen Sie den Erdspieß fest in den Boden ein und schließen Sie ihn an den
schwarzen Leiter an. Schließen Sie den roten Leiter an die Zielleitung an (etwaige
Oberflächenkorrosion vorher entfernen). Um eine gute Signalübertragung entlang
der erdverlegten Leitung zu erreichen, muss der Erdspieß möglichst weit entfernt
sein und sich in einem Winkel von 90 Grad zur Leitung befinden. Sofern machbar,
sorgen Sie dafür, dass sich zwischen dem Erdspieß und der Zielleitung keine
anderen erdverlegten Leitungen befinden. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit
einer Kopplung des Sendersignals mit anderen Leitungen oder Kabeln.
Schließen Sie den schwarzen Leiter NICHT an einen anderen metallischen
Gegenstand einer über- oder unterirdischen Konstruktion bzw. an andere, damit
verbundene Leitungen oder Kabel an. Anderenfalls könnten von diesen sekundären
Strukturen Signale reflektiert werden, was die Wahrscheinlichkeit eines
verfälschten Ortungsergebnisses erhöht.
Führen Sie die Verbindungsleiter in den Sender ein. Schalten Sie den Sender ein
und wählen Sie die gewünschte Frequenz.
WARNUNG: Arbeiten Sie beim Einrammen des Erdspießes
vorsichtig, um nicht andere erdverlegte Leitungen zu treffen.
Führen Sie vor dem Einrammen des Erdspießes eine passive
Ortung durch. Unterbrechen Sie das Einrammen des Erdspießes,
sobald Sie einen zusätzlichen Widerstand spüren.
Seite 35 von 44
6.3.2
Klemme (Koppler)
Ein Klemmenanschluss wird verwendet, wenn das Sendersignal an stromführende
Kabel oder Kabel übertragen wird, bei denen ein Zugang zum metallischen Leiter
nicht möglich oder nicht gewünscht ist.
Beim Anschließen der Klemme an den Sender wird automatisch der
Klemmenmodus aktiviert.
Damit der Klemmenmodus funktioniert, muss der von der Klemme induzierte Strom
durch die erdverlegte Leitung fließen. Das bedeutet, dass die Leitung an beiden
Enden mit einem Masseanschluss versehen sein muss.
Schließen Sie die Klemme ERST an den Sender an, nachdem der Anschluss zur
Zielleitung hergestellt wurde. Öffnen Sie die Klauen der Klemme und schließen Sie
sie so, dass sie an der Zielleitung sitzen. Vergewissern Sie sich davon, dass die
Klauen der Klemme komplett geschlossen sind. Führen Sie danach den
Verbindungsleiter der Klemme in den Sender ein. Schalten Sie den Sender ein und
wählen Sie die gewünschte Frequenz. Die Klemmen sind im Allgemeinen auf
bestimmte Frequenzen eingestellt. An Ihrem Sender können nur Frequenzen
ausgewählt werden, die mit der Klemme kompatibel sind.
Bitte beachten Sie, dass am Ende der Klemme und in unmittelbarer Nähe des
Klemmenscharniers die freiliegenden Bereiche der Klemmenlaminierungen zu
sehen sind. Verschmutzungen oder Korrosionserscheinungen an diesen Enden
mindern die Effizienz der Klemme.
WARNUNG: Halten Sie beim Anschließen einer Klemme (eines
Kopplers) an ein Kabel IMMER die gesetzlichen bzw. die in Ihrem
Unternehmen geltenden Sicherheitsvorschriften ein.
WARNUNG: Beim Anschließen einer Klemme an ein
hochspannungsführendes Kabel besteht die Gefahr, dass die
Klemme aufgrund des vom Zielkabel induzierten Stroms vibriert,
wegspringt oder plötzlich geschlossen wird.
Seite 36 von 44
6.3.3
Induktion
Das Verfahren der induktiven Kopplung wird verwendet, wenn ein Herstellen der
Verbindung über einen Direktverbindungsleiter oder einen Koppler nicht möglich ist.
Wenn an den Sender keine Verbindungsleiter und keine Klemme angeschlossen
werden, wird er automatisch in den Induktionsmodus geschaltet.
Eine im Griff des Senders installierte Induktionsschleife muss über dem Zielkabel
platziert werden. Dabei muss sich der Griff über dem Zielkabel und in Linie damit
befinden. Die Induktionsschleife ist so eingestellt, dass sie bei bestimmten
Frequenzen arbeitet. Im Induktionsmodus können nur diese Frequenzen
ausgewählt werden.
Platzieren Sie den Sender NICHT auf einem Schachtdeckel oder anderen
metallischen Objekten, da das Signal anderenfalls abgeschirmt wird, so dass in den
Zielleiter kein oder nur ein schwaches Signal induziert wird.
Wenn Sie mithilfe des Induktionsmodus ein Signal in eine Leitung induzieren, muss
mit dem Empfänger ein Mindestabstand von 20 Metern eingehalten werden. Der
Grund: Der Sender überträgt das Signal durch die Luft. Dabei kann es zu
Interferenzen mit den Signalen des Kabels und damit zu falschen Informationen
kommen.
Seite 37 von 44
6.3.4
Absuchen eines Bereichs
Es ist möglich, dass die erdverlegten Leitungen und Kabel in einem bestimmten
Bereich nicht parallel zueinander verlaufen. Häufig kreuzen sie den abgesuchten
Bereich in den unterschiedlichsten Winkeln und Tiefen. Da die Antwort der
Ortungsantennen direktional ist, muss der Bereich in etwa wie nachfolgend
beschrieben abgesucht werden. Dabei werden die Antennen in einer Art und Weise
ausgerichtet, bei der die von der erdverlegten Leitung reflektierten Signale erkannt
werden. Nach Eingang einer Antwort muss die Leitung verfolgt und eine
Punktortung durchgeführt werden. Dann ist der Verlauf zu kennzeichnen. Das
Absuchen eines Bereichs auf diese Weise erfolgt in der Regel (nicht jedoch
ausschließlich) im Peak-Modus unter Anwendung der passiven Ortung.
6.3.5
Verfolgen einer erdverlegten Leitung
Sobald eine erdverlegte Leitung lokalisiert ist, sollte sie über eine bestimmte
Entfernung in beiden Richtungen verfolgt werden. Sofern möglich, sollte diese
Verfolgung bis zu einem Punkt ausgeführt werden, an dem eine zusätzliche
Bestätigung zum Typ des Versorgungsmediums möglich ist (eine Telefonmast, die
Abdeckung eines Schachtes usw.). Beim Verfolgen einer Leitung, an die ein
Sendersignal übertragen wurde, sollte am Anschlusspunkt des Senders begonnen
werden. Der Empfänger muss sich in Bodenhöhe befinden und entlang der
vermuteten Route der erdverlegten Leitung in kleinen Bögen gedreht werden.
Daraufhin muss im Display eine deutliche Antwort sichtbar und vom Signaltongeber
eine deutliche Antwort hörbar sein.
Seite 38 von 44
6.3.6
Punktortung
Leitung
und
Bestätigen
der
erdverlegten
Das Ermitteln der exakten Position einer erdverlegten Leitung wird allgemein als
Punktortung bezeichnet. Nach der Punktortung kann die Position gekennzeichnet
werden. Schalten Sie den Empfänger in den Maximum-Modus, führen Sie die
Antenne des Empfängers über den Kabelverlauf und ermitteln Sie, an welcher
Stelle am Display und/oder akustisch das Spitzensignal ausgegeben wird.
a)
b)
Seite 39 von 44
6.3.7
Verzerrte Felder
Denken Sie beim Orten immer daran, dass Sie die von der erdverlegten Leitung
abgestrahlten Signale orten. Diese Strahlungsfelder können von anderen Leitungen
und von elektromagnetischen Feldern gestört werden. Die von den erdverlegten
Leitungen abgestrahlten Signale können außerdem direkt oder durch Induktion mit
anderen erdverlegten Leitungen oder Metallkonstruktionen wie Leitplanken oder
Maschendrahtzäunen gekoppelt werden. Das Risiko einer falschen Ortung kann
wie folgt gesenkt werden:
• Prüfen Sie, ob das Signal von anderen Strahlungsfeldern verzerrt wird.
Orten Sie das Kabel zunächst im Maximum- und dann im Nullmodus. Bei
beiden Ortungen müsste sich derselbe Verlauf ergeben. Anderenfalls ist
das Signalfeld verzerrt.
C
":
7
C
7
:
:
/
C
:
7
D9) 9)
• Drücken Sie zum Messen der Tiefe der erdverlegten Leitung kurz die
Taste "I". Daraufhin werden Tiefe und Stromstärke ermittelt. Die Tiefe
sollte in etwa mit den ggf. verfügbaren Ausführungszeichnungen
übereinstimmen. Stehen keine Pläne zur Verfügung, hilft unter
Umständen auch logisches Denken. (Beispiel: Wenn Sie ein CCTV-Kabel
suchen und ein Kabel in einer Tiefe von 1,5 m geortet wird, ist es
wahrscheinlich nicht das gesuchte.) Die Stromstärke wird gleichzeitig mit
der Tiefe angezeigt.
• Tiefenwerte in Ballungsräumen, gemessen in der Nähe von Kurven und
Kreuzungen, können aufgrund verzerrter Felder falsch sein.
Seite 40 von 44
6.3.8
Ausführen von Tiefen- und Strommessungen
• Führen
Sie eine Punktortung gemäß der Beschreibung im
entsprechenden Handbuchkapitel durch, wobei der Empfänger in Linie
zur erdverlegten Leitung sowie direkt über ihr geführt werden muss.
Messen Sie die Tiefe durch kurzes Drücken auf die Taste "I". Die
Stromstärke wird gleichzeitig mit der Tiefe angezeigt.
• Messwerte in Ballungsräumen, beispielsweise in der Nähe von Kurven
und Kreuzungen, können aufgrund verzerrter Felder falsch sein.
a)
b)
/ *
/ *
c)
/ *
/ *
/ *
/ *
/ *
• Eine alternative Methode zur Messung der Tiefe ist die Triangulierung, die
im ‘Peak-Modus (Doppelantenne)’ oder
(Einzelantenne)’ durchgeführt werden kann.
im
‘Broad-Peak-Modus
a) Maximum-Modus (Doppelantenne) b)Breites-Maximum-Modus (Einzelantenne)
E
2 E
E
2 E
/ *
E
/ *
E
&
Abstand A – B = Tiefe
2 E
&F
2 E
F
Abstand (A’ – B’) / 2 = Tiefe
Seite 41 von 44
• Messen Sie die Stromstärke. Sie wird angezeigt, wenn Sie kurz auf die
Taste "I" drücken, um die Tiefe zu messen. Mit zunehmender Entfernung
wird das Signal des Senders schwächer. Je weiter Sie sich vom Sender
entfernen, desto schwächer wird das von der erdverlegten Leitung
abgestrahlte Signal. Durch Orten mehrerer Punkte entlang der
erdverlegten Leitung können Sie den annähernden Grad der
Signalverluste ermitteln. (Bei der Teilung von Leitungen oder Kabeln
schwächt sich das Signal schneller ab.) Weicht das Signal an der Stelle
der Punktortung vom Trend ab, handelt es sich möglicherweise nicht um
die gesuchte Leitung.
WARNUNG: Führen Sie NIEMALS Grabungen über einer
erdverlegten Leitung oder einem Kabel aus. Graben Sie IMMER
vorsichtig.
Seite 42 von 44
7
Glossar
Aktive Ortung
Ortungsverfahren, bei dem von einem Sender ein Signal an eine
erdverlegte Leitung oder ein Kabel gesandt wird, deren bzw. dessen
Position dann durch einen auf dieselbe Frequenz abgestimmten
Empfänger geortet wird.
Aktives Signal
Signal, das vom Ortungssender an eine erdverlegte Leitung gesandt wird.
In der Regel handelt es sich hierbei um eine sehr präzise Frequenz.
Abschwächung
Verminderung der Stärke eines elektromagnetischen Signals einer Leitung
oder eines Kabels.
Klemme
(oder Koppler)
Zubehör zur Übertragung des Sendersignals an eine isolierte Leitung.
Durch ist es nicht notwendig, das Sendersignal direkt an einen Leiter oder
die Kabelarmierung zu übertragen.
Kopplung
Übertragung von Signalen an Leitungen, die nicht ursprüngliches Ziel der
Signalübertragung waren. Eine solche Kopplung kann "direkt" erfolgen,
wenn zwischen der Zielleitung und der anderen Leitung eine elektrische
Verbindung besteht, oder sie wird "induziert", wenn das Signal von der
Zielleitung zu einer oder mehreren anderen Leitungen reflektiert wird.
Display
Punktmatrixanzeige zur optischen Ausgabe von Informationen.
Leitung
Allgemeiner Begriff für eine erdverlegte Leitung oder ein Kabel.
Null
Minimalantwort an eine erdverlegte Leitung.
Passive
Ortung
Verfahren der Ortung, bei dem ein Empfänger nach einem breiten
Spektrum von Signalen sucht, die von erdverlegten Leitungen oder Kabeln
reflektiert werden. Diese Signale stammen von einer Vielzahl von Quellen
in der Umgebung und werden mit den Signalen über- und unterirdisch
verlegter Leitungen gekoppelt. Typische Beispiele: 50 /60 Hz-Signale
sowie LF/VLF-Funksignale.
Passive
Signale
Ein breites Spektrum von Signalen, die von erdverlegten Leitungen oder
Kabeln reflektiert werden. Diese Signale stammen von einer Vielzahl von
Quellen in der Umgebung und werden mit den Signalen über- und
unterirdisch verlegter Leitungen gekoppelt. Typische Beispiele:
50 /60 Hz-Signale sowie LF/VLF-Funksignale.
Maximum
Maximalantwort an eine erdverlegte Leitung.
Punktortung
Bestimmen der exakten Position einer erdverlegten Leitung mithilfe eines
Empfängers.
Zielleitung
Die zu ortende erdverlegte Leitung bzw. das zu ortende Kabel.
Verfolgen
Verfolgen des Verlegungswegs einer erdverlegten Leitung mithilfe eines
Ortungsgeräts.
Antwort
Die vom Empfänger aufgrund der empfangenen Signale ausgegebene
Information. Die Information kann optisch und/oder akustisch ausgegeben
werden. In der Regel wird sie auf dem Punktmatrixdisplay der
Ortungsgeräte sowie akustisch über einen Lautsprecher im
Empfängergehäuse ausgegeben.
Absuchen
Die Suche nach einer erdverlegten Leitung in einem bestimmten Bereich.
Sonde
Eine kleine Senderspule, die in ein anderes Gerät, beispielsweise eine
Abwasser-Inspektionskamera, eingebaut werden oder als separater,
batteriebetriebener Sender ausgeführt sein kann. Ein auf dieselbe
Frequenz abgestimmter Empfänger kann die Position der Sonde und
damit auch der Einheit, an bzw. in der sie montiert ist, bestimmen. Wird
häufig für Abwasserkanal-Inspektionskameras und nichtmetallische
Leitungen verwendet.
Seite 43 von 44
Die Illustrationen in diesem Handbuch ähneln unvermeidlich bestimmten
Illustrationen anderer Hersteller. Einige Hersteller haben die Genehmigung zur
Verwendung ihrer Abbildungen erteilt (Metrotech & Seba), andere wie
Radiodetection geben in ihrem "A-Z of Locating" (A bis Z der Ortung) eindeutig an,
dass diese Abbildungen verwendet werden können, sofern Radiodetection
dankend als Quelle erwähnt wird. Dieser Dank wird hiermit ausgesprochen.
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