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Handbuch - WSV Altwarmbüchen

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Die Varianta auf der Müritz/Rechlin
Hinweise zur Nutzung
der Varianta 65
des
WSV-Altwarmbüchen e.V.
Die Varianta „Mücke“ und „Wuz“ sind weitgehend vergleichbar.
Unterschiede sind im Handbuch angegeben.
Handbuch
Inhaltsverzeichnis
Varianta 65
Inhalt
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Kapitel: Inhaltsverzeichnis © mdt 07/2012
Vorwort
Das Schiff
Sicherheitsratschläge
Die Besegelung
Die Mastlegevorrichtung
Der Motor
Die Elektrik
Lichterführung
Goldene Regeln
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Handbuch
Varianta 65
Vorwort
Sie ist stark!
Sie ist sicher!
Sie ist schnell!
Sie ist gemütlich!
Sie sieht toll aus!
Sie ist nicht mehr ganz jung!
Und sie ist schön!
Unsere „Mücke“! Unsere „Wuz“!
Unsere beiden Varianta 65 sind Jollenkreuzer vom Typ Kielschwertboot und nunmehr
über 35+ Jahre alt. Und sie segeln hervorragend. Nicht an der See, sondern im tiefen
Binnenland – Sauerland – wurde sie bei Dehler-Yachtbau geboren.
Kapitel: Vorwort © mdt 07/2012
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Handbuch
Vorwort
Varianta 65
Die Varianta ist mit einer selbstlenzenden Plicht ausgestattet. Der Ballastkiel und die
gute Formstabilität verhindern weitestgehend ein Durchkentern des Schiffes, was der
Crew ein hohes Maß an Sicherheit gibt. Das Rigg ist toppgetakelt. Das stehende Gut ist
mit einer Stärke von 4 mm der Stagen und Wanten für hohe Belastungen ausgelegt, die
aber eher selten erreicht werden.
Das Großsegel bietet durch doppelte Reffkauschen die Möglichkeit des zweimaligen
Reffens. Die volle Besegelung (Groß und Genua II = ca. 22 m²) kann bis zu Windstärken
max. 5 Bft. gefahren werden. (Hinweise hierzu siehe nachfolgende Kapitel)
Das Vorsegel (Genua II) ist mit einer Rollreffanlage ausgestattet. Das Vorliek ist in
einem Stag-Al-Profil geführt.
Im Segelverhalten legt die Varianta ein jollenähnliches Verhalten an den Tag, was viel
Spaß und Geschwindigkeit bringt. 6 Knoten sind durchaus zu erreichen. Die Crew ist
jedoch gefordert, guten Gewichtstrimm zu realisieren, um Geschwindigkeitsverlust durch
übermäßige Krängung zu vermeiden.
Technische Angaben:
Länge über alles (inkl. Motor):
Länge Wasserlinie:
Breite über alles:
Breite Wasserlinie:
ca.
Tiefgang „Mücke“ ohne Schwert:
Tiefgang „Mücke“ mit Schwert:
m
m
m
m
0,60 m
1,30 m
Tiefgang „Wuz“ ohne Schwert:
Tiefgang „Wuz“ mit Schwert:
Segelfläche maximal:
Lattengroß und Genua mit Rollreffeinrichtung:
Verdrängung:
7,10
5,40
2,10
1,65
0,70 m
entfällt da fixiert
ca.
ca.
22 m²
700 kg
Innen bietet die Varianta zwei Erwachsenen mit maximal zwei Kindern einen
gemütlichen Schlafplatz. Neben einer Kochgelegenheit (2-flammiger Spirituskocher)
und Geschirr, Beleuchtung und Radio mit Anschluss für CD- und MP3-Player sowie
Stromanschluss für elektrische Heizung und sonstige Geräte befindet sich alles, was man
für einen gemütlichen Aufenthalt auf dem Wasser benötigt, an Bord.
Und weil dies alles nicht ohne unermüdlichen Einsatz des Varianta-Teams herzustellen, zu
erhalten und zu pflegen ist, bittet eben dieses Team im Sinne unseres Vereins um
besonders pfleglichen Umgang und damit um Würdigung der personellen und
finanziellen Investition des WSV.
Es wünscht euch viel Freude mit MÜCKE und WUZ.
DAS TEAM UM DIE VARIANTA
Altwarmbüchen, 1. Juli 2012
Kapitel: Vorwort © mdt 07/2012
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Handbuch
Das Schiff
Varianta 65
Wo finde ich was ?
Wo lege ich es hin ?
Und finde ich es wieder ?
Und die/der andere auch ?
Am Liegeplatz in Rechlin
Kapitel: Das Schiff © mdt 07/2012
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Handbuch
Das Schiff
Varianta 65
Das Innenleben:
Die Pantry
Werkzeugablage unter der Stb.-Hundekoje
Kapitel: Das Schiff © mdt 07/2012
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Handbuch
Das Schiff
Varianta 65
Rettungsmittel
Kraftstoffbehälter, Pütz etc. im Heck
Kapitel: Das Schiff © mdt 07/2012
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Handbuch
Das Schiff
Varianta 65
So sollte die Bilge stets aussehen!
Tauwerk, Anker und Feuerlöscher in der Stb-Backskiste
Kapitel: Das Schiff © mdt 07/2012
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Handbuch
Varianta 65
Das Schiff
Trinkwasserbehälter in der Hundekoje
„Mücke“ und „Wuz“ besitzen am Heck eine fest installierte Badeleiter.
Kapitel: Das Schiff © mdt 07/2012
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Handbuch
Sicherheitsratschläge
Varianta 65
Im Fall des Falles und überhaupt:
1. Rettungs-/Schwimmwesten:
Es befinden sich an Bord 6 Feststoffwesten unterschiedlicher Größe sowie
2 automatisch, bei Wasserkontakt aufblasende Rettungswesten.
Dringender Hinweis:
Die Müritz ist kein Planschbecken! Daher treibt es wie die Skandinavier:
Nie ohne Weste!
Dies gilt für alle und ist nicht nur im versicherungsrechtlichen Sinn erforderlich,
sondern auch in den Statuten des Vereins fixiert.
Sollte es zu einem Auslösen der Automatik kommen, ist umgehend für die
Instandsetzung durch Ersatz der CO2-Patrone zu sorgen. (Zu erhalten z.B. im
Baumarkt in Rechlin)
2. Rettungskragen und Leine:
Der Rettungskragen ist stets griffbereit mitzuführen.
Bei unsichtigem Wetter oder in der Zeit zwischen Sonnenunter- und –aufgang ist
die zugehörige Blitzboje am Rettungskragen zu befestigen.
3. Signalgerät:
Für die Handlampe befindet sich ein steckbarer Anschluss im Cockpit.
Das Signalhorn muss stets griffbereit sein.
4. Feuerlöscher:
Der ABC-Pulverlöscher befindet sich in der Stb.- Backskiste im Cockpit.
5.
Tanken:
Vermeide, soweit möglich, das Nachfüllen auf dem offenen Gewässer.
Wenn es denn doch erforderlich wird:
Benzindämpfe sind schwerer als Luft und sammeln sich am Boden!
Motor und Elektrik aus!
Zündquellen ausschließen!
Niedergang zur Kajüte schließen!
Auffangmittel bereitlegen!
Kraftstoff vorsichtig umfüllen!
Netzmengen auffangen und gefahrlos entsorgen bzw. ablüften lassen!
Vor dem Start des Motors sicherstellen, dass ausreichende Belüftung
des Umfüllbereiches (Backskiste) erfolgt ist!
Kapitel: Sicherheitsratschläge © mdt 07/2012
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Handbuch
Varianta 65
Sicherheitsratschläge
6. Notrufe;
Notruf Polizei/Wasserschutzpolizei Waren:
110
Notruf Feuerwehr/Arzt:
112
UKW-Funk (zeitweilig):
Kanal 16
7. Hilfestellung vor Ort:
Hafenmeister Rechlin:
Axel Bender
0175 – 1 59 61 97
8. Wetterberichte:
Radio NDR 1 – Radio Mecklenburg-Vorpommern (MV)
Jede volle Stunde
Telefonansage
UKW 88,5 MHz
0900-111 604 050
9. Hilfestellung WSV:
Wolf-Arnim Werner
0511-581533
Michael Teichert
05139-894625
Zum Schluss die Sicherheit des Geldbeutels betreffend folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bereich der Müritz:
Auf dem See und den seeartigen Verbreiterungen über 250m Breite darf außerhalb eines
100m breiten, parallel zum Ufer verlaufenden Schutzstreifens, 25 km/h
Gefahren werden. (Für uns eher unwahrscheinlich!)
Im Schutzstreifen gilt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h. Sofern nicht
durch Beschilderung anders geregelt, gelten auf dem anschließenden Reekkanal, auf der
Müritz-Havel-Wasserstraße und im Binnensee bei Röbel maximal 9 km/h.
Kapitel: Sicherheitsratschläge © mdt 07/2012
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Handbuch
Die Besegelung
Varianta 65
Folgende neue Besegelung steht uns zur Verfügung:
1.
Großsegel:
Fläche:
Reffs:
Lattung:
ca.
10 m²
2
ja
ca.
10,5 m²
2. Vorsegel:
Genua I/II
mit Rollreffeinrichtung
Bei der „Mücke“ verläuft die Reffleine an der Steuerbordseite.
Bei der „Wuz“ verläuft die Reffleine an der Backbordseite.
Spinnaker
(nur bei Bedarf)
ca.
25 m²
Folgende Besegelung wird emfpohlen:
Genua , ungerefft
Genua Reffstufe 1
Genua Reffstufe 2
+
+
+
Großsegel
Großsegel + Reff
Großsegel + Reff
1
2
bis max. 4 Bft
bis max.
5 Bft
bis max.
6 Bft
Die Reffstufen der Genua müssen mit denen des Großsegels korrespondieren. Der
Segeldruckpunkt ist so zu wählen. dass eine leichte Luvgierigkeit entsteht.
Die vorgenannten Empfehlungen basieren auf Windstärken im Mittel. Es wird daran
erinnert, dass in Böen unter Umständen etwa 2 Windstärken hinzugerechnet werden
müssen.
Und bitte:
Irgendwann ist Schluss !
Die Müritz ist Deutschlands größtes Binnengewässer. Sie hat in der Regel keine
Ähnlichkeit mit dem Mittellandkanal. Eher hat sie vielmehr Ähnlichkeit mit der Ostsee.
Wir bitten, diesen Umstand grundsätzlich und frühzeitig zu berücksichtigen.
Kapitel: Die Besegelung © mdt 07/2012
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Handbuch
Varianta 65
Die Besegelung
Ein Wort noch zum Segelwechsel:
Ein Wechseln der Segel ist nach Ausstattung bmit Rollreffeinrichtung nicht mehr
erforderlich.
Sollten jedoch Umstände es dennoch erfordern, erfolgt der Wechsel durch Ausrollen des
Vorsegels. Der Bug steht im Wind!
Der Liekstrecker am Segelhals ist zu lösen.
Vorsegel bergen und auftuchen. Gegebenenfalls nach Ende des Schlages trocknen,
erneut auftuchen und im Segelsack in der Vorschiff-Segelbox verstauen.
Nicht eingesetzte Segel verbleiben im trockenen Zustand in der Segelbox im Vorschiff.
Ein Hinweis zur Betätigung der Rollreffeinrichtung der Genua:
Ist der Holepunkt des Vorsegels nicht ordnungsgemäß eingestellt, sind Probleme beim
Einrollen (Sackbildung im Bereich des Segelkopfes) vorprogrammiert.
Die Reffleine ist an der Steuerbordseite über Deck geführt.
Grundsätzlich sind bei der Betätigung der Rollreffeinrichtung die Schoten bzw. die
Reffleine zu führen. Mit leichtem Zug gegen die sich jeweils aufrollende Leine wird
verhindert, dass Überläufer oder Wuhlings entstehen.
Die Reffleine ist stets in der Klemme an Steuerbord zu fixieren.
Kapitel: Die Besegelung © mdt 07/2012
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Handbuch
Die Mastlegevorrichtung
Varianta 65
Der Mast kann von 2 Personen gelegt bzw. aufgestellt werden.
Vorteilhaft sind jedoch zusätzliche helfende Hände.
-
-
Die Segel verbleiben an Baum und Vorstag.
Steckverbindung der elektrischen Leitung des Topplichts trennen
Baumniederholer lösen
Lazyjacks lösen und über Reffhaken am Lümmelbeschlag straffen, um unnötige
Wuling zu vermeiden
Die an der Bugreeling befindlichen Aluminiumprofile sind mittels Bolzen an der
Rollanlage zu befestigen.
Eine für Mastlegevorgänge vorgehaltene Talje mit ausreichend Leinenlänge
befindet sich in der Backbord-Backskiste des Cockpits.
Diese Talje an der Bb.-Achterklampe so belegen, dass die Maststütze später mittig
in die Klampe gesetzt werden kann.
Im Ankerkasten liegt vom Bugbeschlag kommend eine Leine bereit. Sie verbleibt
dort nach Abschluss von Mastlege- und -aufrichtvorgängen.
Diese Leine wird mit dem freien Block der Talje verbunden. Talje leicht straffen.
Um die Zugspannung aus dem Vorstag zu reduzieren, ist die Talje am Achterstag
(Hahnepot) zu lockern.
Die Rollanlage wird am Bugbeschlag durch Entfernen des Stiftes gelöst.
Die Sicherung des Mastes nach achtern wird nunmehr von der Talje der
Mastlegevorrichtung übernommen.
Durch vorsichtiges Fieren den Mast langsam absenken
Den Mast während des Vorganges führen um seitliches Auswandern zu
verhindern. Rollen und Krängen vermeiden.
Der Mast wird auf der im Heck gespreizten Maststütze (in Backskiste achtern)
Abgelegt und durch Leinen gesichert.
Baum, Fallen, Wanten, Stage und Lazyjack sind mit Bändseln zu sichern.
Bei der „Wuz“ wird das Groß in die Baumpersenning eingeschlagen. Der Baum wird am
Lümmelbeschlag vom Mast getrennt und auf dem Deck abgelegt. Die Straffer der Lazy
Jack sind zu lockern.
Das Aufrichten erfolgt analog dazu in umgekehrter Reihenfolge.
Kapitel: Die Mastlegevorrichtung © mdt
07/2012
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Handbuch
Der Motor
Varianta 65
Die Varianta ist mit einem 4-Taktmotor, Fabrikat Honda, 6 PS, ausgerüstet.
Als Kraftstoff kommt Normal- bzw. Superbenzin (unverbleit) zum Einsatz. Durch den
verlängerten Schaft verleiht der Motor dem Schiff gute Fahreigenschaften auch bei
kurzer, hoher Welle, was auf der Müritz häufig zu beobachten ist.
Der Kraftstofftank (Inhalt ca. 12 l ) befindet sich unter der Abdeckung der Backskiste im
Heck des Schiffes. In der Verschlusskappe des Behälters befinden sich eine
Füllstandsanzeige sowie eine Belüftungsschraube, die im Motorbetrieb
ca. 1 Umdrehungen zu öffnen ist.
Um Ausgasung während Stillstandszeiten zu vermeiden, ist die Belüftungsschraube
geschlossen zu halten.
Grundsätzlich gilt:
Läuft die Varianta unter Motor und Segel
Motorkegel setzen
Der Motor darf nur in Tiefposition (ausreichende Überdeckung des KühlwasserAnsaugstutzens) gestartet werden! Der Fernschalthebel befindet sich in Neutral-Stellung.
Motor absenken:
-
Motor in senkrechte Position bringen
Auf gewünschte Höhe bringen und mit Talje an der Backbord-Achterklemme
festlegen. Die Talje läuft über den Knarrenblock an der Heckreling.
Die Gewichtsbelastung, bedingt durch die Größe der Crew, zu berücksichtigen. In
jedem Fall muss die Kühlwasser-Ansaugöffnung maximal eintauchen. Die
Montageplatte des Motors sollte jedoch nicht eintauchen, was Leistungsverlust
bedeuten würde.
Motor starten:
-
Fernschalthebel auf „Neutral“
Kraftstoffleitung anstecken
Belüftungsventil am Kraftstoffbehälter 2 ½ Umdrehungen öffnen
Durch betätigen des Gummibalges bis auf spürbaren Gegendruck die
Kraftstoffleitung füllen (entlüften).
Die rote Not-Aus-Reißleine in den Stoppschalter einstecken
Bei kaltem Motor den Choke-Zug bis Anschlag ziehen
Anwurfleine bis zum ersten Widerstand herausziehen und dann kräftig
durchziehen
Bei Übernahme des Schiffes sollte der Vergaser leer sein. Dies bedeutet, dass die
Anwurfleine mehrfach zu ziehen ist, um den Vergaser zu füllen. Es genügt
einfaches Ziehen ohne großen Kraftaufwand.
Kapitel: Der Motor © mdt
07/2012
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Handbuch
Varianta 65
Der Motor
Betriebskontrolle:
-
-
Bei laufendem Motor muss die grüne Öldruck-Kontrolllampe leuchten.
Unter der Motorhaube ist auf der Steuerbordseite des Motors die
Ölstandsanzeige im Nachfüllstutzen. Das vorhandene Öl sollte über die Saison
reichen, Reserve ist jedoch in der Backskiste vorrätig.
Der Kühlwasseraustritt an der Rückseite zeigt die ordnungsgemäße Funktion der
Kühlung.
Bei ausbleibendem Wasseraustritt den Motor sofort ausschalten ! (Überhitzung)
In diesem Fall die Ansaugöffnung direkt über der Antriebsschraube reinigen.
Fahrbetrieb:
-
-
Grundsätzlich ist vor dem Umschalten von Vorwärts- auf Rückwärtsfahrt bzw.
umgekehrt kurzfristig in Neutralstellung zu verweilen, bevor weitergeschaltet
wird. Ein „Durchreißen“ ist unzulässig und führt unweigerlich zu Getriebeschaden.
Ein empfehlenswertes Geschwindigkeits-/Kraftstoffverbrauchsverhältnis wird bei
ca. 70% Moorleistung erzielt.
Motor ausschalten:
-
-
Fernschaltung auf „Neutral“
Bei mehrtägiger Unterbrechung und bei Verlassen des Schiffes nach
Nutzungsende zunächst die Kraftstoffleitung vom Motor abziehen und den Motor
im Leerlauf bis zum Stillstand laufen lassen (ca. 3 Minuten) und Not-Aus-Reißleine
abziehen.
Bei normaler Unterbrechung Quickstopp ziehen.
Anheben des Motors:
-
Schwenkhebel an Steuerbordseite des Motors umlegen und den Motor an der
Griffmulde der Haube hochklappen.
Kapitel: Der Motor © mdt
07/2012
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Handbuch
Varianta 65
Der Motor
Der Motor ist hier zu tief eingetaucht. Das Montagebrett(Motorspiegel) bietet viel
Widerstand im Wasser.
Mit einer Hand auf der Bordwand oder am Hahnepot abstützen, mit der anderen den
Motor an der Griffmulde greifen. Mit etwas Übung geht das ganz gut!
Kapitel: Der Motor © mdt
07/2012
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Handbuch
Die Elektrik
Varianta 65
Elektrik 230 V ~
- Landanschluss:
In der backbordseitigen Backskiste der Plicht befindet sich der schiffsseitige Anschluss für
das Landstromkabel. Der Adapter und das Landstromkabel befinden sich im Stauraum vor
der Mastfußstütze. Siehe nachfolgende Abbildung
Die Verteilung 230 V erfolgt durch eine schaltbare Steckdosenleiste unterhalb des Radios
im Innern des Schiffes. Siehe nachfolgende Abbildung
Elektrik 12 V =
- Bordspannung:
Die Bordspannung vom Akku unter der Vorschiffskoje wird über den Schlüsselschalter am
Schalttableau eingeschaltet. Siehe nachfolgende Abbildung
Die weitere Verteilung erfolgt über die Wahlschalter und über eine flexibel montierte
Steckdose.
Akku laden:
Hierzu dient das Ladegerät. Vom Ladegerät führt ein direkt angeschlossenes Kabel an den
Akku im Vorschiff unter der Doppelkoje.
Der Anschluss des Ladegerätes erfolgt über die Steckdosenleiste in Mittschiffsablage.
Liegt Landstrom an und ist der Schalter der Steckdosenleiste eingeschaltet, wird der Akku
geladen. Das Ladegerät geht automatisch in Ladungserhaltung über, wenn der Akku voll
geladen ist.
Der Akku ist stets in geladenem Zustand zu halten.
Die schaltbare Steckleiste 230 V~.
Kapitel: Die Elektrik © mdt 07/2012
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Handbuch
Die Elektrik
Varianta 65
Der Landanschluss
Um das 12 V = -Netz betreiben zu können, ist der Schlüsselschalter am Schalttableau
zu betätigen. Die Batteriespannungsanzeige dient als Kontrolle der Funktion und gibt
Auskunft über den Ladezustand der Batterie.
Der gestrichelte Bereich der Skala steht für Ladezustand o.k. bzw. noch o.k !
12 V sind natürlich optimal.
Alle Verbraucher werden, wenn sie nicht benötigt werden, an ihren eingebauten
Schaltern ausgeschaltet (Radio, Innenraumbeleuchtung, Positionslichter). Erst dann wird
über den Schlüsselschalter das gesamte Bordnetz deaktiviert.
Die Wippschalter sollten stets auf korrekte Stellung kontrolliert werden, um zu
verhindern, dass durch versehentliches Betätigen die Positionslichter brennen.
Die Verwendung von 230 V~ Geräten wie Ladegerät, Heizlüfter etc. erfolgt über die
schaltbare Steckleiste unter dem Radio. Werden keine Verbraucher benötigt, ist auch
dieses Netz durch den beleuchteten Schalter der Steckleiste zu deaktivieren.
Kapitel: Die Elektrik © mdt 07/2012
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Handbuch
Die Elektrik
Varianta 65
Das Schalttableau
Das Landstromkabel
Kapitel: Die Elektrik © mdt 07/2012
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Handbuch
Varianta 65
Lichterführung
Die Varianta „Mücke“ und „Wuz“ des WSV Altwarmbüchen e.V. sind mit einem 6-PSAußenbordmotor ausgestattet.
Dies bedeutet:
Sie sind sowohl Segel- als auch Maschinenfahrzeug – je nach Einsatz.
Das hat zur Folge, dass unterschiedliche Lichterführungen erforderlich werden.
Unter den möglichen Ausführungsvarianten wurde folgende gewählt:
Im Masttopp kommt ein weißes Rundumlicht und am Querholm des Bugkorbes eine
Farbenlaterne zum Einsatz.
2-
Wann ist welches Licht zu führen?
Grundsätzlich gilt die Pflicht zur Führung von Positionslichtern bei unsichtigem Wetter
und in der Zeit von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang.
Läuft die Varianta bei vorgenannten Bedingungen unter Segeln, ist nur das weiße Rundumlicht im
Topp einzuschalten.
Läuft sie jedoch unter Motor oder unter Segeln und Motor, ist die Zweifarbenlaterne ebenfalls
einzuschalten.
Hierfür sind im Schalttableau separate, beschriftete Schalter vorgesehen.
Da der Einsatz der 2-Farbenlaterne sicher nicht so häufig vorkommt und um zu erreichen, dass der
Auf- und Abstieg nicht dauernd durch die Laterne im Bugkorb behindert wird, ist sie mit wenigen
Handgriffen zu montieren bzw. zu demontieren.
Mit einer Flügelschraube wird der Lampenhalter am Querholm des Bugkorbes befestigt (siehe
Abbildung) und das Anschlusskabel an der darunter liegenden Decksdurchführung verschraubt.
Kapitel: Lichterführung © mdt 07/2008
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Handbuch
Lichterführung
Varianta 65
Die Empfehlung lautet demnach:
Ist abzusehen, dass die örtlichen Verhältnisse (Sicht, Wetterverlauf, Zeit) das Führen von
Positionslichtern erforderlich machen, ist die 2-Farbenlaterne zu montieren.
Den Kabelanschluss nicht vergessen.
Nach Beendigung der Fahrt, spätestens nach Ende des Chartertörns ist sie zu
demontieren und im Stauraum vor der Mastfußstütze aufzubewahren.
Siehe nachfolgende Abbildung.
Hier befinden sich die
Steckverbindungen für
den Ladestrom (u. die
Lautsprecherkabel).
Kapitel: Lichterführung © mdt 07/2008
Hier befinden sich mobile
elektrische Geräte wie
Handlampen, Heizgerät
und 2-Farbenlaterne
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Handbuch
Goldene Regeln
Varianta 65
Um allen Freunden der Varianta größtmöglichen Ferienspaß an unserem „Dickschiff“ zu
bereiten, bittet das Team um die Varianta um Beachtung folgender Regeln:
1.
Behandle sie, als wäre sie dein - lieb und teuer.
2.
Informiere dich ausführlich über Schiff und Revier.
3.
Informiere uns über Besonderheiten an Schiff (Mängel, Schäden etc.) und Revier
(Verkehrseinschränkungen, Sperrungen etc.)
4.
Wenn möglich, behebe Mängel und Schäden.
5.
Führe zu Beginn alle Manöver, insbesondere das MOB-Manöver unter Segel und
unter Motor durch.
6.
Halte die Verkehrsvorschriften ein(z.B. Sperrgebiete, Wegerecht etc.).
7.
Halte Sicherheitsvorschriften insbesondere
Flüssigkeiten ein(Benzin, Spiritus).
8.
Prüfe besonders nach viel Regen die Bilge. Leere sie gegebenenfalls mit Schwamm
und Pütt.
9.
Übe besondere Vorsicht beim An- und Ablegen.
10.
Übe besondere Vorsicht beim Legen und Aufrichten des Mastes und halte
Ordnung bei stehendem und losem Gut. Sichere mit Bändseln um Unfallgefahren
auszuschließen.
11.
im
Umgang
mit
brennbaren
Nimm alle persönlichen Dinge, die du auf das Schiff gebracht hast, wieder mit.
12.
Verlasse diesen Platz
so sauber wie die Katz,
damit ihn auch ein andrer dann
genauso sauber halten kann !
Wir wünschen viel Freude !
Kapitel: Goldene Regeln © mdt 07/2012
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