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HMC Anomaloskop MR HMC Anomaloskop R - augenarztbedarf.de

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HMC Anomaloskop MR
Moreland und Rayleigh (Typ 47700)
HMC Anomaloskop R
Rayleigh (Typ 47720)
Gebrauchsanweisung
Copyright by
G/47700/0806/d
Seite 2
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
0. Vorwort
Fortwährende Forschung und Entwicklung
sind sicherlich auch in Ihrem Interesse und
können Veränderungen in Ausführung und
Lieferumfang verursachen.
Die in dieser Gebrauchsanweisung gezeigten Abbildungen können sich deswegen in
Einzelfällen von dem gelieferten Gerät
unterscheiden.
Gleichung (Blau/Grün) erweitert. Hierbei
wurde direkt mit Prof. Moreland zusammengearbeitet.
Durch ein ergonomisches Design mit
Schwenktubus und eine Kombination aus
Tasten und Drehknöpfen konnte die
Benutzung und Bedienung des Gerätes
durch den Probanden wesentlich vereinfacht werden.
Der Untersucher kann zwischen einer
Bedieneinheit mit Display und einem PC
als Eingabeeinheit wählen. Das Programm
in Verbindung mit dem PC bietet die
Möglichkeit, Patientendaten und Untersuchungsergebnisse abzuspeichern, zu
verwalten und zu vergleichen.
Unser Unternehmen kann auf eine Firmengeschichte von über 100 Jahren
zurückblicken.
OCULUS ist heute ein mittelständiges
Unternehmen, das sich ganz darauf konzentriert, Ärzte und Augenoptiker durch
ein optimales Angebot an Geräten für
Augenuntersuchungen und -operationen
bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit zu
unterstützen.
Nach der neuen Fahrerlaubnisverordung
(FeV), die am 01. Januar 1999 in Kraft
getreten ist, muß für Fahrer mit erhöhten
Anforderungen eine vollständige augenärztliche Untersuchung erfolgen.
Für den Bereich des Farbensehens dürfen
hierzu nur Anomaloskope verwendet
werden, die der DIN 6160 entsprechen.
Das HMC Anomaloskop entspricht dieser
Norm.
Ihr HMC (Heidelberger Multi Color) Anomaloskop
ist
ein
mikroprozessorgesteuertes Gerät zur präzisen Farbdiagnose
im Rot/Grünbereich (Rayleigh-Gleichung)
und
Blau/Blaugrünbereich
(MorelandGleichung) mit integrierter, automatischer
Neutralstimmung.
Der richtige Gebrauch des Gerätes ist für
den sicheren Betrieb unerläßlich. Machen
Sie sich deswegen vor Inbetriebnahme des
Gerätes mit dem Inhalt dieser Gebrauchsanweisung gründlich vertraut.
Wenn Sie Fragen haben oder weitere
Informationen zu Ihrem Gerät wünschen,
rufen Sie uns an oder faxen Sie uns.
Unser Serviceteam steht Ihnen gern zur
Verfügung.
Wir danken Ihnen für das Vertrauen,
welches Sie uns mit dem Kauf dieses
OCULUS-Produktes entgegengebracht haben. Mit diesem Gerät haben Sie sich für
ein modernes Produkt entschieden, das
nach strengsten Qualitätskriterien gefertigt und geprüft wurde.
In Zusammenarbeit mit Prof. Krastel von
der Universität Heidelberg hat die Firma
OCULUS schon vor einigen Jahren das
Heidelberger Anomaloskop mit der RotGrün-Gleichung von Rayleigh entwickelt.
Die neueste Generation, das HMC Anomaloskop, wurde nun durch die Moreland-
OCULUS Optikgeräte GmbH Geschäftsführung und Mitarbeiter
Seite 3
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
1. Inhaltsverzeichnis
0.
Seite
Vorwort ............................................................................................................ 2
1.
Inhaltsverzeichnis................................................................................................. 3
2.
Lieferumfang ....................................................................................................... 4
3.
Sicherheitshinweise.............................................................................................. 5
4.
Geräte- und Funktionsbeschreibung........................................................................ 6
4.1. Bauteile des Gerätes .................................................................................... 6
4.2. Beschreibung des Gerätes ............................................................................ 7
4.3. Beschreibung der Bedieneinheit ..................................................................... 8
4.4. Anzeigen im Display der Bedieneinheit ........................................................... 9
4.5. Warn- und Hinweisschilder am Gerät ............................................................. 9
5.
Bestimmungsgemäße Verwendung......................................................................... 10
6.
Inbetriebnahme.................................................................................................... 11
6.1. Vor dem ersten Gebrauch............................................................................. 11
6.2. Aufstellen und Einrichten.............................................................................. 11
6.3. Hinweise zu Transport und Lagerung ............................................................. 11
7.
Allgemeine Angaben zu den Farbtesten .................................................................. 12
7.1. Der Anomalquotient..................................................................................... 12
7.2. Die Mittelnormgleichung............................................................................... 13
7.3. Die Einstellbreite ......................................................................................... 13
7.4. Die unterschiedlichen Untersuchungsprogramme ............................................. 13
7.4.1. Der Siebtest ......................................................................................... 14
7.4.2. Der manuelle Test ................................................................................. 14
7.4.3. Die speziellen Teste .............................................................................. 14
7.5. Vortest zum Rot/Grün-Test........................................................................... 15
7.6. Allgemeines zum Rot/Grün-Test (Rayleigh) ..................................................... 15
7.6.1. Typische Resultate bei angeborenen Farbenfehlsichtigkeiten ...................... 16
7.6.2. Typische Befunde bei erworbenen Farbensinnstörungen............................. 17
7.7. Allgemeines zum Blau/Grün-Test (Moreland) ................................................... 18
7.8. Zusammenfassung der Krankheitsbilder bei erworbenen Farbensehstörungen...... 19
7.9. Die Prüfung des Farbensehens nach der neuen Fahrerlaubnisverordnung (FeV) .... 20
8.
Bedienung........................................................................................................... 21
8.1. Vor jedem Gebrauch .................................................................................... 21
8.2. Vorbereitung des Probanden ......................................................................... 21
8.3. Ablauf der Untersuchung mit der Bedieneinheit ............................................... 22
8.4. Nach jedem Gebrauch .................................................................................. 23
9.
Instandhaltung..................................................................................................... 24
9.1. Pflege, Reinigung und Desinfektion................................................................ 24
9.2. Austauschen der Sicherungen ....................................................................... 24
9.3. Behebung von Fehlern und Störungen ............................................................ 25
9.4. Wartungsbeschreibung und -intervalle ............................................................ 25
10. Entsorgung ......................................................................................................... 26
11. Elektromagnetische Verträglichkeit......................................................................... 26
12. Gewährleistung und Service .................................................................................. 30
12.1. Gewährleistung......................................................................................... 30
12.2. Haftung für Fehlfunktion bzw Schäden ........................................................ 31
12.3. Hersteller- und Serviceadresse .................................................................... 31
13. Anhang ............................................................................................................ 32
13.1. Literaturhinweise....................................................................................... 32
Seite 4
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
13.2.
13.3.
13.4.
13.5.
Konformitätserklärung ................................................................................33
Bestelldaten, Zubehör und Ersatzteile ...........................................................33
Technische Daten ......................................................................................34
Testblatt zur Bedieneinheit..........................................................................35
2. Lieferumfang
- HMC Anomaloskop MR oder
HMC Anomaloskop R
- Bedieneinheit mit Display
- ein Testblock (100 Blatt)
- Netzkabel
- diese Gebrauchsanweisung
- Staubschutzhaube
- 2 Ersatzsicherungen 0,2 A T
(für 230 V-Version)
oder
- 2 Ersatzsicherungen 0,4 A T
(für 115 V-Version)
Sollten Sie sich zusätzlich für das Software-Modul (Best. Nr. 47703) zum HMC
Anomaloskop entschieden haben, liegt
dieses dem Gerät bei.
Haben Sie sich nur für das SoftwareModul mit oder ohne PC entschieden,
wurden die Bedieneinheit mit Display und
der Testblock im Lieferumfang nicht
berücksichtigt.
Beachten Sie bitte je nach Geräteausstattung (Bedieneinheit mit Display
oder Software-Modul und PC) die entsprechenden Gebrauchsanweisungen für
diese Produkte und deren Zubehör.
Änderung des Lieferumfanges im Rahmen
der technischen Weiterentwicklung vorbehalten.
Seite 5
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
3. Sicherheitshinweise
Der Gesetzgeber erwartet, daß der Hersteller den Benutzer ausdrücklich über die
Sicherheitsaspekte im Umgang mit diesem
Gerät informiert. Das vorliegende Kapitel
enthält eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen dieser sicherheitstechnischen Sachverhalte.
Weitere Sicherheitshinweise sind in den
Text dieser Gebrauchsanweisung
eingearbeitet und durch
gekennzeichnet. Bitte schenken Sie auch
diesen Hinweisen besondere Aufmerksamkeit.
Bewahren Sie diese Gebrauchsanweisung
sorgfältig und für das Bedienpersonal jederzeit zugänglich auf. Beachten Sie
gegebenenfalls auch die Gebrauchsanweisungen der weiteren Geräteausrüstung.
Das Gerät darf nur für den in dieser
Gebrauchsanweisung in Kapitel 5 beschriebenen Anwendungszweck verwendet werden, von Personen, die auf Grund
ihrer Ausbildung oder ihrer Kenntnisse und
praktischen Erfahrung die Gewähr für eine
sachgerechte Handhabung bieten.
Betreiben Sie das Gerät nur mit den von
uns gelieferten Originalzubehörteilen und
in technisch einwandfreiem Zustand.
Schadhaftes Gerät nicht in Betrieb
nehmen und Lieferanten benachrichtigen.
Beachten Sie bitte die gesetzlichen Unfallverhütungsbestimmungen und besonders
die Hinweise und Beschriftungen am
Gerät.
Das Gerät darf in medizinisch genutzten
Räumen nur betrieben werden, wenn diese
nach den VDE-Vorschriften 0107 installiert sind.
Ziehen Sie vor allen Wartungs- und Reinigungsarbeiten immer den Netzstecker
aus der Steckdose. Ziehen Sie sofort den
Netzstecker, wenn Sie an Ihrem Gerät
Rauch, Funken oder ungewöhnliche Geräusche bemerken. Benutzen Sie das
Gerät nicht erneut, bevor es von unserem
Service repariert worden ist.
Elektrische Steckverbindungen nicht unter
großem Kraftaufwand verbinden. Ist eine
Verbindung nicht möglich, prüfen Sie, ob
der Stecker zur Buchse paßt. Falls Sie eine
Beschädigung an der Steckverbindung
feststellen, lassen Sie den Schaden von
unserem Service reparieren.
Beim Trennen von elektrischen Verbindungen nicht am Kabel, sondern an den
jeweiligen Steckern ziehen.
Zusatzausrüstungen, die an die analogen
oder digitalen Schnittstellen des Gerätes
angeschlossen werden, müssen nachweisbar ihren entsprechenden EN bzw.
IEC Spezifikationen genügen.
Die Kopplung des HMC Anomaloskopes
mit nichtmedizinischen elektrischen Geräten (z.B. Datenverarbeitungsgeräte) zu
einem medizinischen elektrischen System,
darf nicht zu einem Sicherheitsgrad für
den Patienten führen, der unter dem von
IEC 601-1 liegt. Wenn durch Kopplung die
zulässigen Werte für die Ableitströme
überschritten werden können, müssen
Schutzmaßnahmen, die eine Trennvorrichtung enthalten, vorhanden sein.
Weiterhin müssen alle Konfigurationen der
Systemnorm IEC 601-1-1 genügen.
Die im Lieferumfang enthaltene Geräte
nicht betreiben
- in explosionsgefährdeten Bereichen,
- in Gegenwart von brennbaren Narkosemitteln oder flüchtigen Lösungsmitteln
wie Alkohol, Benzin oder ähnlichem.
Das Gerät nicht in feuchten Räumen abstellen oder benutzen. Vermeiden Sie
Tropf-, Schwall- oder Spritzwasser in der
Nähe des Gerätes und stellen Sie sicher,
daß keine Flüssigkeit in das Gerät eindringen kann. Stellen Sie bitte deswegen
keine flüssigkeitsgefüllten Behälter auf
oder in die Nähe des Gerätes. Achten Sie
bitte auch bei einer Reinigung mit einem
feuchten
Tuch
darauf,
daß
keine
Flüssigkeit in das Gerät eindringt. Decken
Sie die Belüftungsöffnungen nicht ab.
Dieses Gerät ist ein hochwertiges
technisches Produkt. Um die einwandfreie
und sichere Funktion zu gewährleisten,
empfehlen wir, das Gerät regelmäßig alle
zwei Jahre von unserem Service überprüfen zu lassen. Wenn ein Fehler auftritt,
den Sie anhand der Fehlersuchtabelle nicht
beheben können, kennzeichnen Sie das
Gerät als nicht funktionstüchtig und
verständigen Sie unseren Service.
Seite 6
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
4. Geräte- und Funktionsbeschreibung
4.1. Bauteile des Gerätes
1
5
2
4
5
3
6
7
Pos.1 - Okular
Pos.2 - Gehäuseblende
Pos.3 - Gehäuseschale, links
Pos.4 - Gehäuseschale, rechts
Pos.5 - Abdeckkappen
Pos.6 - Gehäuseunterteil
Pos.7 - Taster, links (ungleich)
Pos.8 - Drehknopf, Mischfeld
Pos.9 - Drehknopf, Vergleichsfeld
Pos.10 - Taster, rechts (gleich)
8
9
10
Bild 1 - HMC Anomaloskop, Vorderansicht
11
Pos.11
Pos.12
Pos.13
Pos.14
Pos.15
Pos.16
-
Geräterückwand
Typenschild
Netzeingang
Netzschalter
Sicherungsschublade
Serielle Schnittstelle
12
15
16
13
14
Bild 2 - HMC Anomaloskop, Rückansicht
Seite 7
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
4.2. Beschreibung des Gerätes
Das HMC Anomaloskop ermöglicht Ihnen
nicht nur eine qualitative und quantitative
Diagnostik angeborener Farbenfehlsichtigkeiten. Es kann auch wirksame Hilfe bei
der Abklärung von Makula- oder Optikopathien
leisten,
wenn
biomikroskopische oder perimetrische Befunde
noch nicht zu einer eindeutigen Diagnose
führen.
Die meisten Anomaloskope dienen nur zur
Untersuchung des Rot/Grün-Sinns. Recht
häufig gibt es gerade in diesem Bereich
angeborene Farbenfehlsichtigkeiten (8%
der männlichen, 0,4% der weiblichen
Bevölkerung).
Das HMC Anomaloskop MR und R erfüllt
diesen Standard ebenfalls mit der
verwendeten Rayleigh-Gleichung:
Grün (549 nm) + Rot (666 nm)=
Gelb (589 nm)
Weiterhin ist mit dem HMC Anomaloskop
MR die Untersuchung des Blausinns
möglich. Hierzu verwendet das HMC
Anomaloskop MR die Moreland-Gleichung:
Blau (436 nm) + Grün (490 nm)=
Zyan (480 nm) + Gelb (589 nm)
Bei der Farbe Grün handelt es sich
eigentlich um Blaugrün (Türkis).
Die Farbe Gelb wird hierbei allein zur Entsättigung von Zyan genutzt.
Die Moreland-Gleichung wurde von uns für
das HMC Anomaloskop MR gewählt, weil
sie sich als die empfindlichste und die spezifischste erwiesen hat.
Das HMC Anomaloskop nutzt das Prinzip
der additiven Farbenmischung und der
Metamerie.
In der oberen Hälfte des kreisförmigen
Prüffeldes werden zwei spektrale Farbreize
einander überlagert, so daß die additive
Farbmischung dem spektralen Farbreiz
gleich erscheint, der im unteren Halbfeld
angeboten wird.
Variiert wird das Mischungsverhältnis des
Mischlichtes oben sowie die Helligkeit des
unteren Vergleichslichtes, bis der Beobachter subjektiv Gleichheit beider Halbfelder in Farbe und Helligkeit empfindet.
Damit reproduzierbare und vergleichbare
Ergebnisse erzielt werden können, wurden
bei dem HMC Anomaloskop folgende
Bedingungen und Darbietungsmodalitäten
eingehalten:
- Beobachtung des Prüffeldes unter einem
Winkel von 2 Grad.
- Scharfe Abbildung des Prüffeldes durch
Einstellung am Okular (Pos.1, Bild 1).
- Darbietung des Prüffeldes in lichtloser
Umgebung.
- Einhaltung der Vorgaben für Wellenlängen und Bandbreiten der Farbreize
(Für Rayleigh-Gleichung nach DIN 6160).
- Abgrenzung der beiden Hälften des
Prüffeldes durch eine dünne Linie, die im
Gleichheitsfalle möglichst verschwinden
sollte.
- Homogene Farbfelder wurden durch
Farbenmischung in Ulbricht-Kugeln erreicht.
- Neutralstimmung des Auges.
Eine wichtige Voraussetzung für die
Untersuchung am HMC Anomaloskop ist
die Neutralstimmung des Probandenauges.
In diesem Gerät wird diese Neutralstimmung selbsttätig durch eine Einblendung von Weißlicht, vergleichbar mit
der Normlichtart C (6770 K), anstelle des
Prüffeldes erreicht. Je nach Wahl der Einstellbreite erscheint die Neutralstimmung
in zwei unterschiedlichen Zeitabständen.
Die Neutralstimmung ist wichtig, weil
längerfristige Betrachtung des Prüffeldes
eine Gewöhnung (Umstimmung) und
damit
ein
abweichendes
Untersuchungsresultat bewirkt.
Um dem Probanden eine optimale
Sitzposition und damit optimalen, ermüdungsfreien Einblickwinkel zu ermöglichen,
ist das HMC Anomaloskop mit einem
schwenkbaren
Gehäuseoberteil
ausgestattet.
Zur Verstellung nach unten ist einfach am
Gehäuseoberteil nach unten zu drücken.
Bei einer Verstellung nach oben ist am
vorderen Gehäuseunterteil etwas gegenzuhalten, damit sich das Gerät nicht von
der Tischfläche abhebt.
Das HMC Anomaloskop wurde zur
besseren Bedienung mit Drehknöpfen
ausgestattet. Diese sind mit einer feinen
Rastung versehen und besitzen keinen
Endanschlag. Darum wird das Erreichen
eines Farbskalenendwertes durch ein
akustisches Signal angezeigt.
Seite 8
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
Auf der Geräte-Rückseite finden Sie neben
dem Typenschild (Pos. 12, Bild 2 auf Seite
6) den Netzeingang (Pos. 13), den grün
beleuchteten Netzschalter (Pos. 14) und
oben die Sicherungsschublade (Pos. 15).
Die Drehknöpfe sind entsprechend den
Prüffeldern übereinander angeordnet, so
daß eine Zuordnung leichtfallen wird.
Der untere Drehknopf (Pos. 9, Bild 1 auf
Seite 6) dient zur Verstellung der Vergleichslicht-Helligkeit, der obere (Pos. 8)
zur Verstellung des Mischlichtes.
Um einen angenehmeren Kontakt der
Hände mit dem Gerät zu erzeugen, wurde
für die blauen Handauflagen seitlich von
den Drehknöpfen weicheres Material verwendet.
In diese Handauflagen integriert finden Sie
die beiden Tasten (Pos. 7+10). Die rechte
dient dazu, während der Untersuchung
Farbgleichheiten zu bestätigen, die linke
wird bei Ungleichheit gedrückt.
Eine Tastenbetätigung wird auch hier
durch ein akustisches Signal bestätigt.
Zur
optimalen
Nutzung
des
HMC
Anomaloskopes schließen Sie an die
serielle Schnittstelle (Pos. 16) unseren PC
mit der speziell entwickelten Software zu
diesem Gerät an, welche WindowsTMkompatibel ist.
Hiermit wird Ihnen die Möglichkeit geboten, Patientendaten und Untersuchungsergebnisse abzuspeichern, zu verwalten
und zu vergleichen.
Diese Software kann auch in gängige
Praxissoftware-Module integriert werden.
Eine genaue Beschreibung des SoftwareModules finden Sie in der dazugehörenden
Gebrauchsanweisung.
4.3. Beschreibung der Bedieneinheit
17
18
Die Grundausstattung zur Bedienung des
HMC Anomaloskopes besteht aus der
Bedieneinheit mit Display.
Hierbei findet der Programm-Dialog über
die Tasten und das 4-zeilige Display (LCD)
statt. Die Tastenreihe unter dem Display
(Pos. 21, Bild 3) steht dabei immer in
unmittelbarem Bezug zu dem Text im
Display (Pos. 20, Bild 3). Diese Tasten
wechseln im Laufe der Untersuchung ihre
Belegung.
Mit der Start/Stop-Taste (Pos. 22, Bild 3)
wird die Untersuchung gestartet und beendet, welche in den oberen Zeilen des
Displays angezeigt wird.
Die Weiter-Taste (Pos. 23, Bild 3) dient
beim Einstellen zum Durchblättern der
weiteren Untersuchungsprogramme.
Verriegelung des
Steckers:
Zum Einstecken
und Entriegeln
Taste drücken !
19
20
Pos.17
Pos.18
Pos.19
Pos.20
Pos.21
21
22
23
(24)
Bild 3 - Bedieneinheit mit Display
-
Steckerverriegelung
Stecker für serielle Schnittstelle
Gehäuse
Display, 4-zeiliges LCD
Tastenreihe, mit wechselnder
Belegung gemäß Display
Pos.22 - Start/Stop-Taste
Pos.23 - Weiter-Taste
Pos.24 - Typenschild (auf der GeräteRückseite)
Seite 9
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
4.4. Anzeigen im Display der Bedieneinheit
A
R ay l e i gh
ab s o l u t
S t a nd - b y
ma n u e l l
B
r e l .
a b s .
B) Anzeige der gewählten Untersuchung
bei Rayleigh
Möglichkeiten: manuell,
Siebtest
oder die spezifischen Untersuchungen
normal (normalsichtig),
Deuteranopie,
Deuteranomalie,
Protanopie oder
Protanomalie
Anzeige der gewählten Untersuchung
bei Moreland (nur HMC-MR):
Möglichkeiten: manuell,
Siebtest
oder die spezifische Untersuchung
normal (normalsichtig)
D
Ne u t Au s
E
Bild 4 - Aufbau des Displays
A) Anzeige des gewählten Farbtestes
Möglichkeiten: Rayleigh
(Rot/Grün)
oder
Moreland (Blau/Grün)
(nur HMC-MR)
C
C) Anzeige der Einstellbreite
Möglichkeiten: relativ (nach 15 Sek.
Neutralstimmung),
absolut (nach 5 Sek.
Neutralstimmung)
oder
NeutAus (ohne Neutralstimmung)
D) Anzeige des Untersuchungsstatus
(zeigt an, ob gerade eine Untersuchung
durchgeführt wird)
Möglichkeiten: Stand-by oder
aktiv
E) Anzeige der aktuellen Tastenbelegung
Möglichkeiten: Farbe,
Unters (Untersuchung),
Einstb (Einstellbreite),
Menü oder
alle Möglichkeiten unter
A) bis D)
4.5. Warn- und Hinweisschilder am Gerät
Achtung! Vor Öffnen des Gerätes
Netzstecker ziehen.
Achtung! Begleitpapiere beachten.
Seite 10
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
5. Bestimmungsgemäße Verwendung
Dieses Gerät ist nur für die in dieser
Gebrauchsanweisung beschriebene Verwendung bestimmt.
Es dient zur präzisen, qualitativen und
quantitativen Farbdiagnose des menschlichen Auges in dem Bereich Rot/Grün
(HMC Anomaloskop R) und den Bereichen
Rot/Grün
und
Blau/Grün
(HMC
Anomaloskop MR).
Dieses Gerät darf ausschließlich von
Personen angewendet werden, die auf
Grund Ihrer Kenntnisse und praktischen
Erfahrung die Gewähr für eine sachgerechte Handhabung bieten.
Angezeigte Diagnosen müssen individuell
nachgeprüft werden, da es durch angrenzende und überlagernde Farbenfehlsichtigkeiten oder durch Fehleingaben des
Patienten durchaus zu Fehldiagnosen
kommen kann.
Betreiben Sie das Gerät nur mit den von
uns gelieferten Originalzubehörteilen und
in technisch einwandfreiem Zustand.
Verwenden Sie das Gerät nur an einer
Stromversorgung, deren Versorgungsspannung der auf dem Typenschild angegebenen Spannung entspricht.
Beachten Sie bitte auch die
aufgeführten Sicherheitshinweise.
zuvor
Seite 11
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
__________________________________________________________________________
6. Inbetriebnahme
6.1. Vor dem ersten Gebrauch
Entnehmen Sie bitte das Gerät sowie das
Zubehör der Verpackung und bewahren
Sie diese auf. So können Sie das Gerät in
einem Service- oder Reparaturfall ordnungsgemäß verschicken bzw. transportieren. Sie vermeiden damit unnötige
Schäden und Kosten.
Lesen Sie
sorgfältig.
diese
Gebrauchsanweisung
Überprüfen Sie vor dem Anschluß an das
Stromnetz, ob die Versorgungsspannung
des Stromnetzes der auf dem Typenschild
(Pos. 12, Bild 2 auf Seite 6) angegebenen
Spannung entspricht.
Als optisches Gerät ist dieses Gerät
pfleglich zu behandeln. Setzen Sie es
keinen Erschütterungen, Stößen, Verunreinigungen und hohen Temperaturen
aus.
6.2. Aufstellen und Einrichten
Stellen Sie das HMC Anomaloskop bitte
auf eine feste, saubere und ebene
Unterlage (z.B. eine Tischfläche), damit
die Lüftungsöffnungen am Boden des
Gerätes nicht abgedeckt werden.
Vermeiden Sie auch die Nähe zu
Heizkörpern und Feuchtigkeit, die in das
Gerät eindringen kann.
Als Vorbereitung zur Inbetriebnahme die
Bedieneinheit mit Display (bzw. das
serielle Kabel des PC`s) an die Buchse der
seriellen Schnittstelle (Pos. 16, Bild 2 auf
Seite 6) anschließen. Verbinden Sie nun
mit dem Netzkabel den Netzeingang des
Gerätes (Pos. 13, Bild 2) mit der Stromversorgung. Diese muß über einen einwandfreien Schutzleiteranschluß verfügen.
6.3. Hinweise zu Transport und Lagerung
Zu Transportzwecken benutzen Sie bitte
die Originalverpackung. Sie vermeiden damit unnötige Schäden und Kosten.
Vermeiden Sie unnötige Stöße, wenn Sie
das Gerät zu einem anderen Standort
transportieren. Die optischen und elektronischen Bauteile sowie die Justierung
des Gerätes könnten darunter leiden.
Das Gerät nach jedem Transport auf
Beschädigungen prüfen. Nehmen Sie auf
keinen Fall ein beschädigtes Gerät in
Betrieb, sondern wenden Sie sich bitte an
unseren Service.
Wenn Sie das Gerät in der kalten Jahreszeit im Fahrzeug aufbewahren, können die
optischen Bauteile im Gerät bei starkem
Temperaturwechsel von kalt nach warm
beschlagen.
Geben Sie bitte dem Gerät vor der
Inbetriebnahme die Möglichkeit, sich an
die neuen Umgebungsbedingungen zu gewöhnen.
Die Transport- und Lagerbedingungen
nach IEC 601-1 sind:
- Umgebungstemperatur:-40°C bis+70°C
- Relative Feuchte:
10% bis 100% einschließlich
Kondensation
- Luftdruck:
500 hPa bis 1060 hPa
Diese Werte gelten in der entsprechenden
Verpackung für eine Dauer von höchstens
15 Wochen.
Seite 12
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7. Allgemeine Angaben zu den Farbtesten
Die Störungen des Farbensehens werden
unterteilt in Anomalie und Anopie. Eine
Anomalie ist eine Farbenschwäche und
eine Anopie eine Farbenblindheit.
Eine Protanstörung bezieht sich immer auf
die Farbe Rot, eine Deut(er)anstörung auf
die Farbe Grün und eine Tritanstörung auf
die Farbe Blau.
Mit dem Rot/Grün- und dem Blau/GrünFarbtest des HMC Anomaloskopes können
angeborene und erworbene Farbensehstörungen qualitativ und quantitativ diagnostiziert werden.
Die Untersuchung auf angeborene Farbensehstörungen, wie Protanopie, Deuteranopie, Tritanopie, Achromatopsie oder die
entsprechenden Anomalien dienen meistens gutachterlichen Zwecken und sind oft
Voraussetzung für den Erwerb von Leistungsnachweisen (z.B. Führerschein).
Diese Farbensehstörungen können durch
Gendefekte oder Vererbung hervorgerufen
werden. Sie betreffen aber immer beide
Augen und verändern sich im Laufe der
Zeit nicht.
Bei angeborenen Farbensinnstörungen läßt
die Darstellung der Befunde mit absoluter
Einstellbreite und Helligkeit des Vergleichsfeldes sofort den Typ erkennen.
Bei angeborenen Protan- oder DeuteranFarbensehstörungen hat die Rot/GrünGleichung je nach Farbensehstörung einen
charakteristischen Wert. Die Blau/GrünGleichung dagegen ist meist normal,
manchmal etwas erweitert.
Bei angeborenen Tritanstörungen ist dies
umgekehrt.
Erworbene Farbensinnstörungen haben
eine Reihe gemeinsamer Merkmale, die sie
von angeborenen Farbenfehlsichtigkeiten
unterscheiden. Sie sind meist Folgen einer
Erkrankung oder Vergiftung, können aber
auch mit anderen Sehstörungen verbunden sein: z.B. Visusreduktion und Gesichtsfelddefekte. Dadurch kann das Auffinden des Prüffeldes im Anomaloskop
erschwert sein. Ebenso können Hell- und
Dunkeladaptationsstörungen auftreten.
Eine Untersuchung kann hierbei vor allem
der Erkennung und Überwachung dieser
Krankheiten dienen.
Diese Farbensinnstörung kann im Gegensatz zu der angeborenen nur ein Auge
oder beide Augen unterschiedlich stark
betreffen und sich im Laufe der Zeit verändern.
Ein beginnender Verlust der Farbenwahrnehmung macht sich als Verschiebung
oder Erweiterung der eingestellten Farbengleichung in nur einer der beiden Farbtests
bemerkbar.
Weiterhin können Erkrankungen, wie z.B.
Glaukomschäden, diabetische Retinopathie, Netzhautschäden bei zystoidem Makula-Ödem,
Makulapucker,
Makuladegeneration oder Retinitis centralis serosa
und Schäden durch Medikamente oder
einer toxischen Retinopathie erkannt und
nachgewiesen werden.
Beide Farbenschwächen werden mit dem
Anomalquotient quantitativ beschrieben.
7.1. Der Anomalquotient
Der Anomalquotient gibt das Mischungsverhältnis der Mischfarben in Form eines
Zahlenwertes an und muß bei neutralgestimmtem Auge ermittelt werden,
d.h. beim Untersuchungsgang zur absoluten Einstellbreite.
Bei Mittelnormgleichung beträgt der Quotient 1,0. Der Anomalquotient errechnet
sich aus der Formel:
E−P
AQ = P
E−M
M
Die Abkürzungen bedeuten hierbei:
AQ:
Anomalquotient
E:
Skalenendwert der Mischlichtskala
P:
Einstellwert auf der Mischlichtskala
M:
Farbeinstellung des Farbnormalbeobachters
Das Ergebnis einer Untersuchung wird in
Form eines Zahlenpaares angegeben, da
nur der Anomalquotient keine Aussage
über die Leuchtdichte des Vergleichsfeldes
macht. In jedem Zahlenpaar steht an erster Stelle der Anomalquotient, an zweiter
Stelle, durch Strichpunkt getrennt, der
zugehörige Wert des Vergleichsfeldes (z.B.
0,9 ; 14).
Seite 13
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7.2. Die Mittelnormgleichung
Die Farbeneinstellung des Mischfeldes
eines farbmeßtechnischen 2o-Normalbeobachters wird als Mittelnormgleichung
bezeichnet (siehe auch DIN 5033-2).
Bei dem Rot/Grün-Test liegt diese Einstellung bei (55±5)% des Skalenendwertes
73, also bei 40/15.
Die ±5% bedeuten hierbei die zulässige
Einstellbreite eines Normalbeobachters.
Die Angabe 15 bezieht sich auf den Skalenwert der Helligkeitseinstellung des Vergleichsfeldes.
Die Einstellbreite unterscheidet sich bei
den beiden Farbtesten (Rot/Grün und
Blau/Grün), denn sie liegt bei dem
Blau/Grün-Test etwas höher.
7.3. Die Einstellbreite
Als Einstellbreite bezeichnet man den Bereich unterschiedlicher Farbenmischungen
des Mischfeldes, die mit dem Vergleichsfeld zum Abgleich gebracht werden können.
Die Einstellbreite vermittelt eine Einschätzung der Qualität des Farbenunterscheidungsvermögens im Mischfeld. Eine
bessere Empfindlichkeit zur Unterscheidung von Wellenlängen liegt also vor,
wenn die Einstellbreite gering ist.
Für Eignungsbeurteilungen in Gutachten
und Attesten ist die absolute Einstellbreite
maßgebend. Sie wird bei neutral gestimmtem Auge ermittelt, d.h. die Beobachtungszeit des Farbfeldes erfolgt in 5 Se-
kunden-Zyklen. Zwischendurch wird die
weiße Leuchtfläche der Neutralstimmung
eingeblendet.
Die relative Einstellbreite ergibt sich dagegen bei Betrachtung des Prüffeldes von
mindestens 15 Sekunden. Sie ist meist
größer als die absolute Einstellbreite, da
bei längerfristigen Betrachtungen des Prüffeldes eine Gewöhnung (Umstimmung)
stattfindet und damit das Untersuchungsresultat beeinflußt wird.
Die relative Einstellbreite hat ihre besondere diagnostische Bedeutung bei erworbenen Farbensinnstörungen. Es kommen
aber auch umstimmbare Probanden vor,
die eine angeborene Farbenfehlsichtigkeit
haben.
7.4. Die unterschiedlichen Untersuchungsprogramme
Die Untersuchungsprogramme, die Ihnen
zur Verfügung stehen, werden Ihnen folgend beschrieben.
Bitte beachten Sie, daß ein falsches Betätigen der Gleich-Taste durch den Probanden, fast immer zu falschen Untersuchungsergebnissen führt.
Nach Durchlauf der verschiedenen Untersuchungsprogramme wird Ihnen eine Di-
agnose erstellt. Ist die Diagnose unklar,
oder keine Farbengleichung als gleich erkannt worden, wird Ihnen angezeigt, daß
keine Diagnose möglich ist.
Angezeigte Diagnosen müssen
individuell nachgeprüft werden,
da es durch angrenzende und
überlagernde Farbenfehlsichtigkeiten oder durch Fehleingaben
des Patienten durchaus zu Fehldiagnosen kommen kann.
Seite 14
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7.4.1. Der Siebtest
Dieses Untersuchungsprogramm kann mit
seiner schnellen und einfachen Durchführung nur als Vortest dienen, um Farbenfehlsichtigkeiten zu entdecken.
Dem Probanden werden durch das Programm nacheinander 6 verschiedene Farbgleichungen angeboten, die er mit gleich
oder ungleich zu bewerten hat. Mit diesen
Farbgleichungen können alle bekannten
Farbenfehlsichtigkeiten abgedeckt und
ausgesiebt werden.
Da es hierfür nicht erwünscht ist, daß der
Proband eine Farbenverstellung im oberen
Mischfeld vornimmt, ist ihm nur der unte-
re Drehknopf freigegeben. Mit diesem
kann er bei Bedarf die Helligkeit des unteren Vergleichsfeldes verändern.
Hat der Proband eine Farbgleichung mit
gleich oder ungleich bewertet, wird vor
der nächsten Farbgleichung immer eine
Neutralstimmung durchgeführt.
Nach Programmende wird Ihnen die ermittelte Diagnose dargestellt.
Werden genauere Angaben benötigt, wie
z.B. Anomalquotienten und Einstellbreiten,
müssen Sie auf den manuellen oder einen
spezifischen Test zurückgreifen.
7.4.2. Der manuelle Test
Bei diesem Untersuchungsprogramm muß
der Proband durch Verstellen der beiden
Drehknöpfe zu einer Übereinstimmung der
beiden Halbfelder kommen. Mit dem oberen Drehknopf verstellt er die Farbeinstellung des Mischfeldes und mit dem unteren
die Helligkeit des Vergleichslichtes.
Damit der Proband ein Gespür für die Einstellung bekommt, empfehlen wir, ihn
zuerst das Mischfeld mit dem oberen
Drehknopf verstellen zu lassen. Ist eine
annähernde Übereinstimmung erreicht,
muß er versuchen durch Verstellung der
Helligkeit des Vergleichslichtes (unterer
Drehknopf) die bestmögliche Übereinstimmung zu erreichen. Eine mehrmalige
Nachkorrektur der Mischlichteinstellung ist
hierbei durchaus üblich.
Diese Untersuchung beginnt mit der Mittelnormgleichung.
Hat der Proband eine Einstellung als gleich
bestätigt, wird danach diese Einstellung
durch das Programm nicht verändert. Um
eine aussagefähige Einstellbreite zu erhalten, sollten Sie die Untersuchung mit einer
leicht veränderten Farbengleichung fortführen. Die oben beschriebene Einstellung
ist durch den Probanden zu wiederholen.
Sie können das Programm jederzeit abbrechen, sollten aber beachten, daß eine Einstellbreite erst nach mindestens zwei erfolgreichen Einstellungen durch den Probanden ermittelt werden kann.
Beenden Sie dieses Untersuchungsprogramm nicht, wird dieser Test unendlich
oft wiederholt.
7.4.3. Die spezifischen Teste
Die spezifischen Teste sind zu empfehlen,
wenn eine genaue Farbenfehlsichtigkeit
bekannt ist oder durch den Siebtest diagnostiziert wurde.
Für den Rot/Grün-Test nach Rayleigh sind
folgende spezifische Teste auswählbar:
Normal, Deuteranopie, Deuteranomalie,
Protanopie und Protanomalie.
Für den Blau/Grün-Test nach Moreland
(nur HMC-MR) kann nur ein Normal-Test
für den normalsichtigen Probanden als
spezifischer Test gewählt werden.
Diese Untersuchungsprogramme sind noch
genauer als der manuelle Test, da sie jede
der beiden Grenzgleichungen durch Eingrenzen ermitteln.
Hierzu wählt das Programm eine Farbeinstellung jenseits einer Grenze des jeweiligen Krankheitsbildes (oder des Normalfeldes) aus. Der Proband muß nun die Übereinstimmung der Farbfelder bewerten. Da
dies wie beim Siebtest erfolgt, kann er nur
Einfluß auf die Helligkeit des Vergleichsfeldes nehmen. Nach der Bewertung
(gleich oder ungleich) springt das Pro-
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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gramm an die andere Grenze des Krankheitsbildes (oder des Normalfeldes).
So grenzt das Programm die spezifischen
Grenzgleichungen mit anfangs großen
Schritten genau ein. Diese Schrittweiten
werden im Laufe der Untersuchung immer
kleiner.
Da sich zum Ende mit den kleinen Schritten auch die Farbdarstellung im Prüffeld
nur minimal verändert, bemerkt der Proband diese Änderung oft nicht mehr und
meldet ein gleichbleibendes Mischfeld. Er
hat aber die Untersuchung bis zum Ende
fortzuführen, da die Farbdarstellung nur
scheinbar gleichbleibt und gerade die letzten Einstellungen die genauesten Ergebnisse liefern.
7.5. Vortest zum Rot/Grün-Test
Der Proband wird zunächst mit pseudoisochromatischen Tafeln untersucht. Dabei
beachten Sie bitte die Empfehlungen des
Herstellers für Beleuchtung und Beobachtungsabstand. Wegen unterschiedlichen Druckqualitäten empfehlen wir die
Verwendung zweier Tafelwerke.
Die Sensitivität dieser Suchtests ist bei
Verwendung der Ishihara-Tafeln und einer
zweiten Tafelserie mit über 95% anzusetzen.
Werden hierbei einige Tafeln falsch oder
nicht gelesen, ist die Diagnose einer Farbenfehlsichtigkeit sehr wahrscheinlich.
Eine Unterscheidung zwischen Protan- und
Deutan-Fehlsichtigkeit ist mit solchen Tafeln kaum möglich, erst recht nicht eine
Unterscheidung zwischen Anomalie und
Anopie. Dies gelingt nur mit einem Anomaloskop.
7.6. Allgemeines zum Rot/Grün-Test (Rayleigh)
Der Rot/Grün-Test des HMC Anomaloskopes verwendet zur Untersuchung der
Farbensehtüchtigkeit die Rayleigh-Gleichung:
Grün (549 nm)+ Rot (666 nm)=
Gelb (589 nm)
Im waagrecht geteilten Prüffeld befinden
sich das Mischfeld aus Grün und Rot oben
und das Vergleichsfeld mit Gelb unten.
Eine Einstellung des Mischfeldes ist von 0
bis 73 möglich, wobei z.B. 73 eine grünfreie Einstellung des Mischfeldes bedeutet.
Normalsichtige haben hier eine Einstellung
von 34 bis 46 Skalenwerten. Der Mittelwert 40/15 ist als Mittelnormgleichung
festgelegt.
Das Vergleichsfeld hat hierbei einen Skalenwert von 15 und kann von 0 bis 45 in
seiner Helligkeit verstellt werden.
Bei der Mittelnormgleichung beträgt der
Anomalquotient 1,0.
Nach dem Fachnormenausschuß Farbe
sind Probanden mit einem Anomalquotienten von
0 bis <0,7
protanomal,
0,7 bis 1,4
normal und
>1,4 bis ∞ (unendlich)
deuteranomal.
Eine totale Farbenblindheit (Achromatopsie) ist gekennzeichnet durch extremen
Helligkeitsverlust in Richtung Rot und Helligkeitszunahme in Richtung Grün. Mögliche Einstellwerte sind hierbei z.B.:
73/1; 60/25; 50/40
Das Programm wird Ihnen nach der Untersuchung das Auswertungsergebnis anzeigen.
40
30
20
10
0
0
10
20
30
40
50
60
Bild 5 - Rot/Grün-Farbskala nach Rayleigh
70
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7.6.1. Typische Resultate bei angeborenen Farbenfehlsichtigkeiten
A) Anomalien
Anomalien kommen durch Unterwertigkeit
des mittel- oder des langwellig empfindlichen Zapfenpigments zustande. Die
Mittelnormgleichung, wie auch die Grenzgleichungen, werden typischerweise abgelehnt (Ausnahme: extreme Anomalien).
1. Deuteranomalie
Die häufigste der angeborenen Farbenfehlsichtigkeiten, die sogenannte "Grünschwäche". Der Grünanteil der Mischung
wird abgeschwächt wahrgenommen. Dem
entspricht die Benennung der Mittelnormgleichung als "oben zu Rot". Suchen Sie
eine angenommene Gleichung durch GrünZumischung im Mischfeld auf.
Anomalquotient: 1,7 bis 20.
Extreme Deuteranomalien:
Anomalquotient: 1,0 bis ∞ .
2. Protanomalie
Die sogenannte "Rotschwäche". Der Rotanteil des Mischfeldes wird abgeschwächt
wahrgenommen. Dem entspricht die Benennung der Mittelnormgleichung als "oben zu Grün". Suchen Sie bitte angenommene Gleichungen durch Rot-Zumischung
und Reduktion der Helligkeit des Vergleichsfeldes auf. Der Helligkeitsverlust ist
ein charakteristisches Merkmal der Protanomalie.
Anomalquotient: 0,6 bis 0,11.
Extreme Protanomalien:
Anomalquotient: 0 bis 1,0.
B) Anopien
Anopien kommen durch Fehlen eines Zapfenpigments zustande, so daß für die
langwellige Hälfte des sichtbaren Spektrums nur noch ein Pigment vorhanden ist.
Deshalb fehlt die Möglichkeit zur Unterscheidung zwischen Rot und Grün: es
resultiert die Rot/Grün-Blindheit.
Die Mittelnormgleichung wird angenommen. Beide Grenzgleichungen werden
ebenfalls angenommen, jedoch mit unter-
schiedlicher Helligkeitsverteilung, je nach
Typ der Anopie. Anopien haben keinen
Anomalquotienten.
1. Deuteranopie
Rot/Grün-Blindheit durch Fehlen mittelwellig empfindlicher Zapfen.
Mittelnormgleichung und beide Grenzgleichungen werden angenommen, aber
beide tendieren zu Gelb-Helligkeiten um
15. Charakteristisch ist das Fehlen wesentlicher Helligkeitsdifferenzen zwischen
den Grenzgleichungen.
2. Protanopie
Rot/Grün-Blindheit durch Fehlen langwellig
empfindlicher Zapfen.
Mittelnormgleichung und beide Grenzgleichungen werden angenommen, aber
zur grünen Grenzgleichung (Skalenwert 0)
wird ein sehr helles Gelb gewählt (um 30
Skalenteile), zur roten Grenzgleichung
(Skalenwert 73) ein sehr dunkles Gelb (um
5 Skalenteile). Dieser Helligkeitsverlust in
Richtung Rot ist charakteristisch für die
Protanopie. Helligkeitsdifferenzen werden
vom Patient evtl. als Farbdifferenzen benannt. Deswegen ist immer zuerst ein
Helligkeitsabgleich vorzunehmen und erst
dann nach Farbengleichheit zu fragen.
C) Achromatopsie
Angeborene totale Farbenblindheit, Fehlen
aller Zäpfchenfunktionen: Stäbchenmonochromasie.
Trotz schlechtem Visus um 0,1 wird das
Prüffeld des HMC Anomaloskopes leicht
gefunden. Die rote Grenzgleichung (Skalenwert 73) wird extrem dunkel gesehen
(dunkler als bei Protanopie).
Extreme Helligkeitszunahme in Richtung
grün: Zu einem Mischlicht von 50 Skalenteilen wird Gelb um 40 Skalenteile gewählt. Dies entspricht der Helligkeitswahrnehmung der Stäbchen.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7.6.2. Typische Befunde bei erworbenen Farbensinnstörungen
A) Verbreiterte Einstellung
Im Verlauf von Erkrankungen der Netzhaut
und des Sehnerven, welche den zentralen
Geschichtsfeldbereich
(mit-)betreffen,
kommt es zur Erweiterung der Einstellbreite am HMC Anomaloskop. Die relative
Einstellbreite (Beobachtung des Prüffeldes
> 15 s) kann bei erworbenen Farbensinnstörungen besonders stark erweitert sein.
Eine symmetrische Erweiterung der Einstellbreite, ausgehend vom Normbereich,
oder eine bevorzugte Erweiterung in Richtung Grün, findet man häufig bei Reizleitungsstörungen des Sehnerven. Sie verläuft zunächst ohne Helligkeitsverlust, der
erst in fortgeschrittenen Stadien hinzutritt.
Typische Beispiele: retrobulbäre Optikusneuritis, andere Optikopathien (z.B. toxisch: Ethambutol).
B) Pseudo-Protanomalie
Bei entzündlichen, toxischen und hereditären Maculaerkrankungen kommt es
typischerweise zur Verschiebung der Gleichung am HMC Anomaloskop in Richtung
Rot. Dabei entsteht auch ein Helligkeitsverlust. Deshalb kann der Befund sowohl
betreffs Lage der Gleichung, wie auch
bezüglich reduzierter Helligkeit des Verleichsgelbs einer Protanomalie gleichen.
Typische Beispiele: Retinopathia centralis
serosa, Chloroquin-Maculopathie, Stargardt’sche Maculadegeneration.
Mit Voranschreiten, besonders der degenerativen Maculaprozesse, nehmen Rotverschiebung und Verbreiterung der Einstellung und Helligkeitsverlust in Richtung
Rot zu, evtl. bis zur Skotopisation.
C) Skotopisation
Bei ausgeprägten Schäden der Zapfen
kann es zum völligen Ausfall der Zapfenfunktion im geprüften Gesichtsfeldbereich
kommen. Dann benutzt der Proband zur
Beurteilung der Farbeneinstellung die Stäbchen, d.h. sein skotopisches System. Man
spricht daher von Skotopisation. Das Untersuchungsresultat ähnelt dem bei angeborener Achromatopsie. Die extrem steile
Helligkeitszunahme der angenommenen
Gleichungen in Richtung Grün, der extreme Helligkeitsverlust in Richtung Rot entsprechen der langwelligen Flanke der Wellenlängenempfindlichkeit des Rhodopsins,
des Stäbchensehstoffs Sehpurpur.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7.7. Allgemeines zum Blau/Grün-Test (Moreland) (nur HMC-MR)
Im Gegensatz dazu hat der Blau/Grün-Test
bei der Untersuchung erworbener Farbensinnstörungen zur Früherkennung von
Krankheitsprozessen und Intoxikation der
Retina und des Nervus opticus eine große
Bedeutung. Dies können Makulaleiden,
Retinitis pigmentosa, Diabetes mellitus,
dominante Optikusatrophie, sowie verschiedene Sehnerven- und Netzhautschäden sein.
Zeigt sich bei einer erworbenen Farbensinnstörung
eine
Verschiebung
der
Verdacht auf Blauzapfenmonochromasie,
Glaukom, Diabetes oder Achromatopsie
liegt vor, wenn sich die Einstellungen des
Probanden in den Bereichen befinden, die
in Bild 6 dargestellt sind.
100
Ve
r
M Bla dac
on uz ht
oc ap au
h r fe f
om nas
ie
80
60
f
au ie
ht ops
c
t
a
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Ve hro
c
A
40
ia Gl
be a u
te ko
sv m
er /
da
ch
t
Angeborene
Blau-Störungen
(Tritanstörungen) sind mit der Häufigkeit von ca.
0,003 % wesentlich seltener als angeborene Rot/Grün-Störungen. Im Falle der
Tritanstörung sind Männer und Frauen
gleich häufig betroffen. Der Nachweis von
diesen Störungen ist wegen der individuell
sehr unterschiedlichen Makulapigmentierung, welche die Wahrnehmung von
Blau stark beeinflußt, wesentlich schwieriger, als im Falle von Rot/Grün-Störungen.
Blau/Grün-Gleichung in Richtung Blau
(Skalenwert 0), so spricht man von einer
Pseudo-Tritanomalie.
20
D
Der Blau/Grün-Test des HMC Anomaloskopes verwendet zur Untersuchung
der Farbensehtüchtigkeit die MorelandGleichung:
Blau (436 nm) + Grün (490 nm)=
Zyan (480 nm) + Gelb (589 nm)
Im waagrecht geteilten Prüffeld befinden
sich das Mischfeld aus Grün und Blau
oben und das Vergleichsfeld mit Zyan und
der Entsättigung mit Gelb unten.
Eine Einstellung des Mischfeldes ist von 0
bis 100 möglich, wobei z.B. 100 eine
blaufreie Einstellung des Mischfeldes bedeutet.
Das Vergleichsfeld kann von 0 bis 100 in
seiner Helligkeit verstellt werden.
Der Mittelwert 50/50 ist als Mittelnormgleichung festgelegt.
Bei der Mittelnormgleichung beträgt der
Anomalquotient auch hier 1,0.
0
0
20
40
60
80
100
Bild 6 - Blau/Grün-Farbskala nach Moreland
Mit der Verfügbarkeit des Blau/GrünTestes ist die klinische Relevanz zunehmend deutlicher geworden. Alle Erkrankungen, welche die spatiale Organisation in Netzhaut und Sehnerv schwächen, lassen erwarten, daß der Blau/GrünTest früh pathologische Veränderungen
zeigt.
Bei älteren Personen ist der Befund von
der Linsendichte abhängig. Trotz normalem Visuswert zeichnet sich hierbei mit
zunehmender Linsendichte eine leichte
Verschiebung der Blau/Grün-Gleichung in
Richtung Blau ab. Diese muß bei der Beurteilung des Ergebnisses berücksichtigt
werden.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7.8. Zusammenfassung der Krankheitsbilder bei erworbenen Farbensehstörungen
Folgende Zusammenhänge zwischen bestimmten Krankheitsgruppen und verändertem Farbensehen konnten von Hermès,
Roth und Borot (1989) nachgewiesen
werden.
Erworbene Farbsehstörungen
Frühstadien
FarbensehGleichungsstörungen
mittelpunkt
Rot/Grün
R PseudoProtanomalie
M normal
Rot/Grün
R normal
+Blau
M normal
Blau
R PseudoProtanomalie
M normal
Blau
R normal
+Rot/Grün
M PseudoTritanomalie
Fortgeschrittene Stadien
Einstellbreite GleichungsEinstellbreite
mittelpunkt
normal
Pseudoerweitert
Protanomalie
normal
n. Grün verschoben erweitert
normal
normal
erweitert (R<M)
erweitert
normal
erweitert
normal
Pseudoerweitert
Protanomalie
normal
normal
erweitert
normal
Pseudoerweitert
Protanomalie
normal
normal
erweitert
Befunde
a)
b)
c)
d)
R: Rayleigh-Gleichung, M: Moreland-Gleichung (nur HMC-MR)
Folgende Krankheitsgruppen wurde nachgewiesen:
a) progressive Zapfendegeneration (Morbus Stargardt u.a.)
b) Erkrankung des Sehnervs (Optische Neuropathien)
c) Aderhauterkrankung (Chorioretinitis serosa), centralis Macula-Ödem
bei Venenthrombosen
d) Katarakt (Retinitis diabetica), Pigmentdegeneration (Retinitis pigmentosa), Glaukom,
Macula-Ödem
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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7.9. Die Prüfung des Farbensehens nach der neuen Fahrerlaubnisverordnung
(FeV)
Im § 12 der Fahrerlaubnisverordnung
(FeV) vom 01. Januar 1999 und in Anlage
6 zur FeV werden die vom Gesetzgeber
festgelegten Mindestanforderungen an das
Sehvermögen eines Führerscheinbewerbers beschrieben.
Das Erkennen von Farbe liefert dem Fahrer
eine wertvolle und wichtige Zusatzinformation in vielen Verkehrssituationen. Der
Farbsinngestörte kann die Informationen,
die der Farbtüchtige wahrnimmt, nur zum
Teil oder gar nicht nutzen. Wichtig hierbei
ist vor allem die gute Erkennung von roten
Signallichtern, z.B. von Positions- und
Bremsleuchten vorausfahrender Fahrzeuge, gerade bei schlechten Sichtverhältnissen.
Schlechten Sichtverhältnisse können bei
einer Fahrt im Nebel, in dichtem Regen,
bei Schneetreiben, gegen die tiefstehende
Sonne oder bei verschmutzten Leuchten
entstehen.
Relevant für den Straßenverkehr ist daher
eine Einschränkung der Wahrnehmung im
Rotbereich (Protanopie und Protanomalie).
Aus diesem Grund sind für diesen Bereich
Beschränkungen notwendig.
Die Signalfarben der Verkehrsampeln können dagegen auch von Farbsinngestörten
meist richtig erkannt und zugeordnet werden.
Die Prüfung des Farbensehens ist mit geeigneten Pigmenttafelsystemen oder mit
Farbtestscheiben durchzuführen. Zur Untersuchung sind stets zwei verschiedenen
Systeme zu verwenden, weil es z.B. durch
unterschiedliche Druckqualitäten zu geringen Farbabweichungen kommen kann.
Treten dabei Fehler auf, so ist bei Bewerbern um die Fahrerlaubnisklassen C, C1,
CE, C1E, D, D1, DE, D1E und um die
Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung laut
§§ 12 und 48 Abs. 4 und 5 eine Untersuchung am Anomaloskop erforderlich. Die
Anlage 6 fordert im Absatz 2.2.2 einen
Anomalquotienten von mindestens 0,5 bei
absoluter Einstellbreite.
Als Ergebnis der Untersuchung am Anomaloskop muß bei Vorliegen einer Anomalie der Wert als AQ bewertet werden, der
am weitesten von der Mittelnormgleichung
abweicht.
Für die Fahrerlaubnisklassen A, A1, B, BE,
M, L und T ist eine Farbsinnstörung kein
Ausschlußgrund. Der Betroffene ist lediglich auf die möglichen Gefahrensituation
im Straßenverkehr hinzuweisen.
Für die Klassen C, C1, CE, C1E muß nach
der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) der
Anomalquotient mit einem Anomaloskop
bestimmt werden. Weiterhin genügt es
aber, den Betroffenen über die mögliche
Gefährdung aufzuklären. Er ist darauf hinzuweisen, daß er stets einen größeren
Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten muß, um die Benachteiligung auszugleichen. Es sei hier nur angemerkt, daß
diese Regelung den Empfehlungen der
DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft Heidelberg) widerspricht.
Für die Klassen D, D1, DE, D1E und die
Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist
die Protanopie und eine Protanomalie mit
einem AQ unter 0,5 nicht zulässig.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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8. Bedienung
8.1. Vor jedem Gebrauch
Bitte überprüfen Sie vor jedem Gebrauch,
daß:
- sich das Gerät in einem einwandfreien
technischen Zustand befindet.
- alle Kabel und Stecker in einwandfreiem
Zustand sind.
- Sie das Gerät mit dem Netzkabel betreiben, welches für das Gerät bestimmt ist.
- Sie den Netzstecker in eine Steckdose
eingesteckt haben, die über einen einwandfreien Schutzleiteranschluß verfügt.
- das Gerät mit der Bedieneinheit oder
dem
PC verbunden wurde.
Bitte achten Sie bei Ansteuerung über einen PC darauf,
daß zuerst der PC und dann das
HMC
Anomaloskop
eingeschaltet wird.
Beachten Sie grundsätzlich die
entsprechenden Gebrauchsanweisungen, die dem SoftwareModul und dem PC beigelegt
sind.
Schalten Sie das Gerät vor der Untersuchung mit dem grünen Netzschalter auf
der Geräterückseite ein.
8.2. Vorbereitung des Probanden
Lassen Sie den Probanden in einer
entspannten Haltung vor dem Gerät Platz
nehmen.
Um dem Probanden eine optimale Sitzposition, bzw. ermüdungsfreie Körperhaltung und damit einen optimalen Einblickwinkel zu ermöglichen, ist das HMC
Anomaloskop mit einem schwenkbaren
Gehäuseoberteil ausgestattet.
Achten Sie unbedingt darauf,
daß nichts die Schwenkbewegung des Gerätes stören kann
und die Finger des Probanden
oder Ihre Finger sich nicht im
Verstellbereich befinden.
Zur Verstellung nach unten ist einfach am
Gehäuseoberteil nach unten zu drücken.
suchte Auge kann der Proband geöffnet
oder geschlossen halten, je nachdem, wie
es ihm leichter fällt.
Bei einer Verstellung nach oben halten Sie
am vorderen Gehäuseunterteil etwas gegen, damit sich das Gerät nicht von der
Tischfläche abhebt.
Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn der
Proband das Prüffeld mit seiner Umrandung scharf sieht. Hierzu kann er zu Beginn der Untersuchung am Okular seine
Sehschärfe korrigieren. Das Gerät verfügt
über eine Korrektur von ±6 Dioptrien.
Sollte die Dioptrieverstellung nicht ausreichen, oder der Proband eine starke zylindrische Fehlsichtigkeit aufweisen, so kann
er seine Brille oder Kontaktlinse verwenden. Vermerken Sie dies bitte auf dem
Testblatt an entsprechender Stelle.
Die Brille oder Kontaktlinse darf
auf keinen Fall gefärbt sein, denn
dies beeinflußt das Meß-ergebnis.
Machen Sie den Probanden mit den Positionen, Funktion und Zuteilung der Drehknöpfe und Taster bekannt.
Teilen Sie dem Probanden mit, welches
Auge zuerst untersucht wird. Mit diesem
Auge soll der Proband möglichst entspannt, durch die Mitte der Blende schauen, so daß er das Prüffeld zentriert beobachten kann. Das andere, nicht unter-
Machen Sie den Probanden darauf aufmerksam, daß während der Untersuchung
ein weißes Leuchtfeld erscheint und daß
er während dieser Phase weiter in das
Okular blicken muß, um sein Auge neutral
zu stimmen.
Meldet der Proband während der Untersuchung ein Fehlen der Neutralstimmung
oder des Prüffeldes, so unterbrechen Sie
bitte die Untersuchung und folgen den
Anweisungen in Kapitel 9.3. (Behebung
von Fehlern und Störungen).
Seite 22
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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8.3. Ablauf der Untersuchung mit der Bedieneinheit
Unmittelbar nach dem Einschalten des
Gerätes mit dem Netzschalter (Pos. 14,
Bild 2 auf Seite 6) führt das HMC
Anomaloskop einen Selbsttest durch. In
dieser Zeit können zwei schwarze Balken
auf dem Display erscheinen. Unmittelbar
nach diesem Selbsttest erscheint für eine
kurze Zeit die folgende Zwischenanzeige
im Display (Bild 7).
OCU L US
Op t i k g e r ä t e
D - 35582
Ve r s i o n
Gm b H
1 . 00
Bild 7 - Kurze Anzeige nach Einschalten
In der letzten Zeile ist die ProgrammVersion zu erkennen (in diesem Fall 1.00).
Geben Sie diese bitte bei Rückfragen an.
Über diese Zwischenanzeige läuft das
Programm
automatisch
hinweg
zur
folgenden Grundeinstellung (Bild 8).
ab s o l u t
S t a nd - b y
ma n u e l l
n o r ma l
Bild 10 - Auswahl der Untersuchung
Mit der linken Taste können Sie nun den
Siebtest und mit der rechten die
spezifische
Untersuchung
für
einen
Normalsichtigen auswählen.
Um die weiteren Untersuchungen auswählen zu können, benutzten Sie bitte die
Weiter-Taste auf der Bedieneinheit (Pos.
23, Bild 3 auf Seite 8). Die folgende
Anzeige auf dem Display soll als Beispiel
für die weiteren spezifischen Untersuchungsprogramme stehen (Bild 11).
ab s o l u t
S t a nd - b y
ma n u e l l
R ay l e i gh
S i e b t e s t
We t z l a r
R ay l e i gh
Möchten Sie ein anderes Untersuchungsprogramm einstellen, betätigen Sie die
Taste unter der Bezeichnung Unters. Sie
erhalten nun folgende Anzeige (Bild 10) im
Display.
R ay l e i gh
ab s o l u t
S t a nd - b y
ma n u e l l
F a r be
Un t e r s
E i ns t b
Bild 8 - Anzeige der Grundeinstellung
Diese Grundeinstellung erscheint nach
jedem erneuten Einschalten des Gerätes,
auch wenn das Programm mit einer
anderen Einstellung beendet wurde.
Soll eine Untersuchung mit dieser Einstellung durchgeführt werden, drücken Sie
die Start/Stop-Taste auf der Bedieneinheit
(Pos. 22, Bild 3 auf Seite 8).
Um eine Umstellung auf den anderen
Farbtest zu bewirken, betätigen Sie die
Taste unter der Bezeichnung Farbe. Sie
können nun den gewünschten Farbtest
einstellen (Bild 9).
R ay l e i gh
ab s o l u t
ma n u e l l
S t a nd - b y
R a y l e i gh
Mo r e l a n d
De u t a n op .
Bild 11 - Auswahl weiterer Untersuchungen
Die weiteren Untersuchungen erscheinen
durch erneutes Drücken der Weiter-Taste.
Sind alle zur Verfügung stehenden Untersuchungen durchgeblättert, beginnt die
Auswahlreihe von vorne.
Zur Auswahl der Einstellbreite betätigen
Sie die Taste unter der Bezeichnung
Einstb. Zur Wahl stehen dann die relative
(rel.), die absolute (abs.) Einstellbreite und
die Untersuchung ohne Neutralstimmung
(NeutAus) nach Bild 12.
R ay l e i gh
Mit der linken Taste wählen Sie den
Rot/Grün-Test nach Rayleigh und mit der
rechten
den
Blau/Grün-Test
nach
Moreland (nur HMC-MR).
ab s o l u t
S t a nd - b y
ma n u e l l
r e l .
Bild 9 - Auswahl des Farbtestes
D e u t a n om .
a b s .
Ne u t Au s
Bild 12 - Auswahl der Einstellbreite
Seite 23
Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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Haben Sie sämtliche Voreinstellungen
ausgewählt,
können
Sie
mit
der
Start/Stop-Taste auf der Bedieneinheit
(Pos. 22, Bild 3 auf Seite 8) die
Untersuchung starten.
Mit dem Start der Untersuchung schaltet
das Prüffeld im Gerät von schwarz auf die
momentan gewählte Farbgleichung, die
Sie in der letzten Zeile des Displays
ablesen und bei Verstellung durch den
Probanden verfolgen können (Bild 13). Die
Anzeige
des
Untersuchungsstatus
wechselt von Stand-by zu aktiv. In der
dritten Zeile rechts werden Ihnen während
einer Neutralstimmung des Probanden
zwei Sterne angezeigt.
R ay l e i gh
ab s o l u t
ma n u e l l
M00 . 0
Das HMC Anomaloskop wechselt nach
Untersuchungsende wieder in den Standby-Modus, um die technischen Bauteile zu
schonen. Das Prüffeld schaltet dabei
wieder auf schwarz um.
Im Display erscheinen oben die beiden
ermittelten Grenzgleichungen, unterteilt in
Mischlicht-Einstellung (M), VergleichslichtEinstellung (V) und Anomalquotient (AQ).
Notieren Sie sich die Ergebnisse auf dem
speziellen Testblatt zum HMC Anomaloskop (Best. Nr. 47702), denn die
Ergebnisse werden nicht gespeichert und
können später nicht nochmals abgerufen
werden.
In der dritten Zeile wird die Diagnose
angezeigt, die sich aus den Einstellungen
des Probanden ergibt.
a k t i v
V16 . 0
**
AQ9 9 . 9
Bild 13 - Anzeige während einer Untersuchung
Die drei Tasten unter dem Display sind
während der Untersuchung nicht aktiv.
Hat der Proband bei der manuellen
Untersuchung mindestens eine Farbgleichungen als gleich angenommen, können
Sie
das
Untersuchungsprogramm
beenden, indem Sie die Start/Stop-Taste
auf der Bedieneinheit (Pos. 22, Bild 3)
drücken.
Um eine obere und untere Grenzgleichung
zu bekommen, sollten aber mindestens
zwei Farbgleichungen akzeptiert worden
sein.
Nach Beendigung der manuellen Untersuchung mit der Start/Stop-Taste wird
eine Anzeige nach Bild 14 auf dem Display
angezeigt.
Nach Durchlauf des Siebtestes oder der
spezifischen Teste erscheint eine solche
Anzeige automatisch und zeigt das Ende
M3 9 . 0
M4 1 . 0
V14 . 5
V 15 . 5
D i a g :
n o r ma l
Me n ü
Me n ü
AQ 1 . 0 4
AQ 0 . 9 3
Menü
der Untersuchung an.
Angezeigte Diagnosen müssen
individuell nachgeprüft werden,
da es durch angrenzende und
überlagernde
Farbenfehlsichtigkeiten oder durch Fehleingaben
des Patienten durchaus zu Fehldiagnosen kommen kann.
werden
beim
Folgende
Diagnosen
Rot/Grün-Test
vom
Untersuchungsprogramm vorgeschlagen:
normal,
Deuteranopie,
Deuteranomalie,
Extr. Deuteranomalie,
Protanopie,
Protanomalie,
Extr. Protanomalie,
Achromatopsie und
Diagnose nicht möglich
Folgende
Diagnosen
werden
beim
Blau/Grün-Test
(nur
HMC-MR)
vom
Untersuchungsprogramm vorgeschlagen:
normal und
Diagnose nicht möglich
Mit den drei Tasten unter den Bezeichnungen Menü in Bild 14 kommen Sie
zu dem Ausgangsmenü zurück, von
welchem Sie dieses Untersuchungsprogramm gestartet haben.
Bild 14 - Anzeige des Untersuchungsergebnisses
8.4. Nach jedem Gebrauch
Schalten Sie das Gerät nach dem
Gebrauch aus und verwenden Sie die
Staubschutzhaube zum Schutz gegen äußere Einflüsse.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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9. Instandhaltung
9.1. Pflege, Reinigung und Desinfektion
Allgemeines
Vor Reinigung des
Netzstecker ziehen!
Gerätes
Zur Reinigung keine aggressiven, chlorhaltigen, schleifenden oder scharfen
Reinigungsmittel verwenden.
Beachten Sie in allen Fällen auch die
Produktbeschreibungen bzw. Gebrauchsanweisungen der Mittel und Geräte, die
Sie bei der Pflege, Reinigung und
Desinfektion des Gerätes oder des Zubehörs anwenden.
Reinigen von Außenflächen des Gerätes
Achten Sie darauf, daß kein Reinigungsmittel in das Gerät eindringt.
Generell empfehlen wir die Verwendung
eines Reinigers für Kunststoffoberflächen
mit
antistatischer
Wirkung
(geringe
Wiederverschmutzung).
Ansonsten können Sie die Außenflächen
des Gerätes zur Reinigung feucht abwischen.
Eventuelle Rückstände können Sie mit
einer Mischung aus gleichen Teilen
Spiritus
und
destilliertem
Wasser
abwischen. Sie können dieser Flüssigkeit
einige Tropfen eines handelsüblichen
Spülmittels zugeben.
Okularlinse reinigen
Verschmutzung durch Staub oder einen
Fingerabdruck kann die Untersuchung
beeinflussen.
Die Okularlinse können Sie mit einem
weichen Tuch oder Optikpinsel reinigen,
gegebenenfalls unter Verwendung von
Alkohol oder eines Optikreinigers.
Augenmuschel des Okulars reinigen
Für die elastische Augenmuschel wurde
ein hautfreundliches Material ausgewählt.
Die Augenmuschel können Sie mit milder
Seifenlauge reinigen.
Zum Desinfizieren empfehlen wir Alkohol
oder Spiritus.
9.2. Austauschen der Sicherungen
Vor
dem
Austauschen
der
Sicherungen den Netzstecker
ziehen!
Die zwei Gerätesicherungen befinden sich
in einer kleinen Sicherungsschublade
(Pos.15, Bild 2 auf Seite 6).
Benutzen Sie zum Öffnen der Schublade
einen kleinen Schraubendreher. Stecken
Sie diesen in den unteren schmalen Schlitz
und hebeln Sie danach in Richtung des
aufgebrachten Pfeils nach oben. Die
Schublade wird dadurch entriegelt und
tritt etwas aus der Halterung hervor.
Ziehen Sie nun die Schublade mit den
Fingern heraus.
Setzen Sie unbedingt Ersatzsicherungen des Types ein, der
auf dem Typenschid (Pos.12,
Bild 2) angegeben ist.
Ein wiederholtes Ausfallen der Sicherungen deutet auf ein Gerätedefekt hin. In
diesem Fall verständigen Sie unseren
Service.
Drücken Sie die Schublade beim Einsetzen
soweit in ihren Sitz, bis die Nase der
Schublade wieder einrastet.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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9.3. Behebung von Fehlern und Störungen
Wenn ein Fehler auftritt, den Sie anhand
der folgenden Fehlersuchtabelle nicht beheben können, kennzeichnen Sie das Ge-
rät als nicht funktionstüchtig und verständigen Sie unseren Service.
Störung
Mögliche Ursache
Abhilfe
Keine Funktion nach Betätigen
des Netzschalters,
Netzschalter leuchtet nicht
keine Verbindung des HMC
Anomaloskopes zur Stromversorgung
Netzkabel in die Steckdose
bzw. in den Kaltgerätestecker
am HMC Anomaloskop stecken
Netzausfall oder Steckdose
nicht aktiv
Hauselektriker verständigen
Kabel der Bedieneinheit nicht
richtig an das HMC Anomaloskop angeschlossen
korrekten Anschluß des Steckers prüfen
Keine Funktion nach Betätigen
des Netzschalters,
aber Netzschalter leuchtet
Gerät wurde zu schnell hinter- Zwischen Aus- und Einschalten
einander aus- und eingeschaltet ca. 5 Sekunden warten
Proband gibt an, nichts zu erkennen
Programmabsturz
HMC Anomaloskop (und evtl.
PC) ausschalten und neu starten (bei PC-Version: erst PC,
dann Gerät einschalten)
Gerätesicherungen defekt
Sicherungen austauschen (siehe Kap. 9.2.)
Untersuchung ist nicht gestartet
Untersuchung beginnen
Gerät befindet sich in Stand-by Beliebige Taste oder Drehknopf
Stellung (PC-Version)
betätigen
Programmabsturz
HMC Anomaloskop (und evtl.
PC) ausschalten und neu starten (bei PC-Version: erst PC,
dann Gerät einschalten)
2 schwarze Balken im Display
der Bedieneinheit
Initialisierungsfehler
HMC Anomaloskop ausschalten und nach ca. 5 Sekunden
neu starten
Anzeige im Monitor des PC:
Fehlende Kommunikation
Serielles Kabel des PC nicht
richtig angeschlossen
korrekten Anschluß des Steckers prüfen, neu beginnen
Falsche Schnittstelle am PC
benutzt oder im Programm
eingestellt
Richtige Schnittstelle am PC
wählen oder im Programm einstellen (im Menü Einstellungen
unter [System->] im Feld Datentransfer)
9.4. Wartungsbeschreibung und -intervalle
Das HMC Anomaloskop ist so konstruiert,
daß keine besondere Wartung nötig ist.
Wir empfehlen zur Sicherheit jedoch eine
Kontrolle der lichttechnischen Werte in
Intervallen von 2 Jahren. Setzen Sie sich
hierzu bitte mit dem OCULUS-Service in
Verbindung.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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10. Entsorgung
Gem. Richtlinie
2002/96/EG des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 27. Januar
2003 sind Elektro- und
Elektronik- Altgeräte der Wiederverwertung zuzuführen und dürfen nicht im
Hausmüll entsorgt werden.
sorgung zugeführt. Kunststoffteile, elektrische Bauteile und Leiterplatte werden als
Elektronikschrott entsorgt.
Die Entsorgung muss gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen Bestimmungen erfolgen.
Entsprechende Entsorgungsunternehmen
sind hinzuzuziehen. Erfragen Sie bitte bei
Ihrer Stadt-/ Gemeindeverwaltung Ihre
örtlichen Entsorgungsunternehmen
Die Geräteverpackung wird der WertstoffWiederverwertung zugeführt. Die Metallteile des Gerätes werden der Altmetallent.
11. Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Medizinische elektrische Geräte unterliegen besonderen Vorsichtsmaßnahmen
hinsichtlich der EMV.
Für OCULUS Geräte und Systeme sind
keine besonderen Maßnahmen zu beachten.
Leitungen.
Zur Einhaltung der Störaussendungen und
der Störfestigkeit
müssen folgende Leitungen verwendet
werden:
Tragbare und mobile HF- Kommunikationseinrichtungen können Medizinische elektrische Geräte beeinflussen.
05200320 oder
05200210 ( 115
Volt)
Netzkabel
2,5m lang
Leitlinien und Herstellererklärung Elektromagnetische Störfestigkeit
ELEKTROMAGNETISCHE AUSSTRAHLUNGEN DIN EN 60601-1-2, 6.8.3.201, Tabelle 201
Der Pentacam der Firma Oculus ist für den Betrieb in der unten angegebenen elektromagnetischen
Umgebung bestimmt. Der Anwender des Pentacamen sollte sicherstellen, dass es in einer solchen
Umgebung benutzt wird.
Aussendungs- Messungen
Übereinstimmung
HF- Aussendungen
nach CISPR 11
Gruppe 1
HF- Aussendungen nach
CISPR 11
Klasse B
Oberschwingungen nach
IEC 61000-3-2
Klasse A
Spannungsschwankungen/
erfüllt
Flicker nach IEC 61000-3-3
Elektromagnetische Umgebung - Leitlinien
Das Gerät verwendet Hochfrequenz-Energie ausschließlich zu seiner internen Funktion. Daher ist
seine HF- Aussendung sehr gering, und es ist unwahrscheinlich, dass benachbarte elektronische
Geräte gestört werden.
Das Gerät ist für den Gebrauch in allen Einrichtungen einschließlich Wohnbereichen und solchen
bestimmt, die unmittelbar an ein öffentliches Versorgungsnetz angeschlossen sind, das auch Gebäude versorgt, die für Wohnzwecke genutzt werden.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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ELEKTROMAGNETISCHE STÖRFESTIGKEIT DIN EN 60601-1-2, 6.8.3.201, Tabelle 202
Störfestigkeitsprüfungen
IEC 60601Prüfpegel
± 6 kV KonEntladung statischer Elektrizitakttätentladung
(ESD) nach IEC 61000-4-2
± 8 kV
Luftentladung
Übereinstimmungspegel
± 6 kV
± 8 kV
Elektromagnetische Umgebung - Leitlinien
Fußböden sollten aus Holz oder Beton bestehen oder mit Keramikfließen versehen
sein. Wenn der Fußboden mit synthetischem Material versehen ist, muß die relative Luftfeuchte mindestens 30% betragen.
Schnelle transiente elektrische Störgrössen / Bursts
nach IEC 61000-4-4
± 2 kV für
Netzleitungen
± 1 kV für
Eingangs- und
AusgangsLeitungen
± 2 kV
-----------------± 1 kV
Die Qualität der Versorgungsspannung
sollte der einer typischen Geschäfts- oder
Krankenhausumgebung entsprechen.
Stoßspannungen (Surges)
nach IEC 6100-4-5
± 1 kV Gegentakt- spannung
± 2 kV
Gleichtaktspannung
± 1 kV
± 2 kV
Die Qualität der Versorgungsspannung
sollte der einer typischen Geschäfts- oder
Krankenhausumgebung entsprechen.
< 5% Uτ
< 5% Uτ
( > 95% Ein( > 95% Einbruch der Uτ) für bruch der Uτ) für
½ Periode
½ Periode
Spannungseinbrüche, Kurzzeitunterbrechungen und bei
Schwankungen der Versorgungsspannung nach
IEC 61000-4-11
Die Qualität der Versorgungsspannung
40 % Uτ ( 60% 40 % Uτ ( 60%
sollte der einer typischen Geschäfts- oder
Einbruch der Uτ) Einbruch der Uτ)
Krankenhausumgebung entsprechen
für 5 Perioden
für 5 Perioden
Wenn der Anwender Oculus Geräte fortgesetzte Funktion auch beim Auftreten von
70% Uτ
70% Uτ
Unterbrechungen der Energieversorgung
( 30% Einbruch ( 30% Einbruch
fordert, wird empfohlen, das Gerät aus
der Uτ ) für 25 der Uτ ) für 25
einer unterbrechungsfreien StromversorPerioden
Perioden
gung oder einer Batterie zu speisen.
<5% Uτ
(> 95% Einbruch der Uτ )
für 5 s
Magnetfeld bei der Versorgungsfrequenz (50/60 Hz)
nach IEC 61000-4-8
3 A/m
<5% Uτ
(> 95% Einbruch der Uτ )
für 5 s
3A/m
Magnetfelder bei der Netzfrequenz sollten
den typischen Werten, wie sie in der Geschäfts- und Krankenhausumgebung vorzufinden sind entsprechen.
Anmerkung: Uτ ist die Netzwechselspannung vor der Anwendung der Prüfpegel
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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ELEKTROMAGNETISCHE STÖRFESTIGKEIT DIN EN 60601-1-2, 6.8.3.201, Tabelle 204
Störfestigkeitsprüfungen
IEC 60601-Prüfpegel
Übereinstim
mungsElektromagnetische Umgebung - Leitlinien
pegel
Tragbare und mobile Funkgeräte sollten in keinem
geringeren Abstand zum Gerät einschließlich der
Leitungen verwendet werden als dem empfohlenen
Schutzabstand, der nach der für die Sendefrequenz
zutreffenden Gleichung berechnet wird.
Empfohlener Schutzabstand:
Geleitete HFStörgrößen nach
IEC 61000-4-6
Gestrahlte HFStörgrößen nach
IEC 61000-4-3
d={ 3,5/V1 }√P
3 Veff
150 KHz bis 80 Mhz
Veff = 3 V
d={ 3,5/E1 }√P für 80MHz bis 800 MHz
d={ 7/E1}√P für 800 MHz bis 2,5 GHz
3 V/m
80 MHz bis 2,5 GHz
E = 3 V/m
mit P als Nennleistung des Senders in Watt (W)
gemäß Angaben des Senderherstellers und d als
empfohlenem Schutzabstand in Metern (m).
Die Feldstärke stationärer Funksender sollte bei allen
Frequenzen gemäß einer Untersuchung vor Ort geringer als der Übereinstimmungspegel sein.
In der Umgebung von Geräten, die das folgende
Bildzeichen tragen, sind Störungen möglich:
ANMERKUNG 1:
Bei 80 Hz und 800 MHz gilt der höhere Frequenzbereich.
ANMERKUNG 2:
Diese Leitlinien mögen nicht in allen Fällen anwendbar sein. Die Ausbreitung elektromagnetischer Größen wird durch Absorptionen und Reflexionen der Gebäude, Gegenstände und Menschen beeinflusst.
a. Die Feldstärke stationärer Sender, wie z.B. Basisstationen von Funktelefonen und mobilen Landfunkgeräten, Amateurfunkstationen, AM- und FM- Rundfunk- und Fernsehsender können theoretisch
nicht genau vorherbestimmt werden. Um die elektromagnetische Umgebung hinsichtlich der stationären Sender zu ermitteln, sollte eine Studie des Standortes erwogen werden. Wenn die gemessene
Feldstärke an dem Standort, an dem das Gerät benutzt wird, die obigen Übereinstimmungspegel überschreitet, sollte das Gerät beobachtet werden, um die bestimmungsgemäßen Funktionen nachzuweisen. Wenn ungewöhnliche Leistungsmerkmale beobachtet werden, können zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, wie z.B. eine veränderte Ausrichtung oder ein anderer Standort des Geräts.
b. Über den Frequenzbereich von 150 kHz bis 80 MHz sollte die Feldstärke geringer als 3 V/m sein.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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EMPFOHLENE SCHUTZABSTÄNDE ZWISCHEN TRAGBAREN UND MOBILEN HFTELEKOMMUNIKATIONSGERÄTEN UND DEM PENTACAMEN DER FIRMA OCULUS
DIN EN 60601-1-2, 6.8.3.201, Tabelle 206
Das Gerät ist für den Betrieb in einer elektromagnetischen Umgebung bestimmt, in der die HF- Störgrößen
kontrolliert sind. Der Anwender des Geräts kann dadurch helfen, elektromagnetische Störungen zu vermeiden, indem er den Mindestabstand zwischen tragbaren und mobilen HF- Telekommunikationsgeräten (Sendern) und dem Gerät - abhängig von der Ausgangsleistung des Kommunikationsgerätes, wie unten angegeben - einhält.
Schutzabstand abhängig von der Sendefrequenz in
m
Nennleistung des Senders
W
150 kHz bis 80 MHz
80 MHz bis 800 MHz
800 MHz bis 2,5 GHz
d= 1,2√P
d= 1,2 √P
d= 2,3 √P
0,01
0,12
0,12
0,23
0,1
0,38
0,38
0,73
1
1,2
1,2
2,3
10
3,80
3,80
7,3
100
12
12
23
Für Sender, deren maximale Nennleistung in obiger Tabelle nicht angegeben ist, kann der empfohlene
Schutzabstand d in Metern (m) unter Verwendung der Gleichung ermittelt werden, die zur jeweiligen Spalte
gehört, wobei P die maximale Nennleistung des Senders in Watt (W) gemäß Angabe des Senderherstellers
ist.
ANMERKUNG 1: Bei 80 MHz und 800 MHz gilt der höhere Frequenzbereich.
ANMERKUNG 2: Diese Leitlinien mögen nicht in allen Fällen anwendbar sein. Die Ausbreitung elektromagnetischer Größen wird durch Absorptionen und Reflexionen der Gebäude,
Gegenstände und Menschen beeinflusst
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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12. Gewährleistung und Service
12.1. Gewährleistung
Mit diesem Gerät haben Sie ein OCULUS –
Produkt hoher Qualität erworben. Das Gerät
wurde mit Sorgfalt und unter Verwendung
hochwertiger Materialien und moderner
Produktionstechniken hergestellt. Sofern
Software zum Lieferumfang gehört, ist diese
von uns gestestet und entspricht den technischen Standards. Wichtig ist, dass Sie vor
bzw. bei Gebrauch die Gebrauchsanweisung und die Sicherheitshinweise
beachten.
Sie haben auf dieses Gerät entsprechend
der gesetzlichen Bestimmung Anspruch auf
Gewährleistung.
Werden Eingriffe in das Gerät von nicht
autorisierten Personen vorgenommen, erlöschen
sämtliche
Gewährleistungsansprüche, denn durch unsachgemäße
Änderungen und Instandsetzung können
erhebliche Gefahren für den Benutzer und
den Patienten entstehen.
Die Gewährleistungsansprüche erlöschen
ebenfalls, wenn die Eingriffe nicht autorisierter Personen an mitgelieferter PC – Hardund Software vorgenommen werden.
Transportschäden bitten wir bei bzw. nach
Auslieferung sofort bei dem Transportunternehmen zu reklamieren und den Schaden auf dem Frachtbrief bestätigen zu lassen, damit eine ordnungsgemäße Schadensregulierung möglich ist.
Es gelten unsere allgemeinen Geschäftsund Lieferbedingungen in der Fassung des
Kaufdatums.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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12.2. Haftung für Fehlfunktion bzw. Schäden
OCULUS betrachtet sich nur dann für die
Sicherheit,
Zuverlässigkeit
und
Gebrauchstauglichkeit des Gerätes verantwortlich, wenn das Gerät unter Beachtung dieser Gebrauchsanweisung benutzt
wird.
Am oder im Gerät befinden sich keine
Teile, die durch den Benutzer zu warten
oder zu reparieren sind.
Lediglich der Austausch der Sicherungen
kann von Ihnen vorgenommen werden.
Dies wurde im Kapitel 9.2. beschrieben.
Werden ansonsten Montagearbeiten, Erweiterungen, Justierungen, Instandsetzungen, Änderungen oder Reparaturen von
nicht autorisierten Personen durchgeführt,
wird das Gerät unsachgemäß gewartet,
oder wird das Gerät unsachgemäß gehandhabt, ist jegliche Haftung von
OCULUS ausgeschlossen.
Werden die oben genannten Arbeiten von
Ermächtigten ausgeführt, so ist von diesen
eine Bescheinigung über Art und Umfang
der Reparatur zu fordern, ggf. mit Angabe
über Änderungen der Nenndaten oder des
Arbeitsbereiches. Die Bescheinigung muß
Datum der Ausführung sowie Firmenangaben mit Unterschrift enthalten.
Auf Wunsch stellt OCULUS den Ermächtigten zu diesem Zweck Schaltpläne, Ersatzteillisten, zusätzliche Beschreibungen
und Einstellanweisungen zur Verfügung.
Für eine Instandsetzung sind nur Originalteile von OCULUS zu verwenden.
12.3. Hersteller- und Serviceadresse
Ergänzende Informationen erhalten Sie von
unserem Service oder von den von uns
autorisierten Vertretungen.
Hersteller- und Serviceadresse:
OCULUS Optikgeräte GmbH
Münchholzhäuser Str. 29
D - 35582 Wetzlar
Tel.: 0641 / 2005-0
Fax: 0641 / 2005-255
E-Mail: sales@oculus.de
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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13. Anhang
13.1. Literaturhinweise
- DIN 6160
Anomaloskope zur Diagnose von RotGrün-Farbenfehlsichtigkeiten
- DIN 5031-6
Strahlungsphysik im optischen Bereich
und Lichttechnik - Pupillen-Lichtstärke
als Maß für die Netzhautbeleuchtung
- DIN 5033-2
Farbmessung - Normvalenz-Systeme
- Roth, A., M. Pelizzone, D. Hermès und J.
Sommerhalder
Fortschr. Ophthalmol. (1989) 86:374379
Neuere Überlegungen und Entwicklungen
zur klinischen Untersuchung des Farbensehens - die Zwei-Gleichungsmethode
- Grützner, P. und H. Krastel
der Augenspiegel 11/95
Farbensinnprüfung mit dem Anomaloskop - Untersuchungsempfehlungen für
die Praxis
- Marrè, M. und E. Marrè
(1986) Gustav Fischer Verlag, Stuttgart.
Erworbene Störungen des Farbensehens,
Diagnostik
- Jonas, J.B. und F.M. Zäch
Fortschr. Ophthalmol. (1990) 87: S.
255-259
Farbsehstörungen bei chronischem Offenwinkelglaukom.
- Berke, A.
Neues Optiker Journal 11/93
Farbsinnstörungen
- Krastel, H.
Untersuchungen des Farbsinns mit
Spektralgleichungen: Anomaloskopie
in Straub, W. (Hrsg.)
Augenärztliche Untersuchungsmethoden
Enke Verlag, Stuttgart (1995) S. 542245
- Hèrmes, D., a. Roth, N. Borot, B. Drum,
G. Verriest
Colour Vision Deficiencies IX. ISBN 08938-403-6 (1989) Kluver Academic
Publishers, Dordrecht.
The Two Equation Method - Results in
Retinal and Optic Nerve Disorders
- Moreland, J.D.
Mod. Probl. Ophthal., vol. 11, pp. 12-18
Karger, Basel 1972
The Effect of Inert Ocular Pigments on
Anomaloscope Matches and its Reduction
- Moreland, J.D.
Colour Vision Deficiencies XI, pp. 129134 (1993) Kluver Academic Publishers,
Netherland.
Matching range and age in a blue-green
equation
- Drum, B., J.D. Moreland and A. Serra
Colour Vision Deficiencies X, pp. 347352 (1991) Kluver Academic Publishers,
Netherland.
Rayleigh and Moreland matches in the
ageing eye
- Drum, B.
Colour Vision Deficiencies XI, pp. 335344 (1993) Kluver Academic Publishers,
Netherland.
Design criteria for a clinical anomaloscope
- Moreland, J.D. und J. Kerr
Vision Research., vol. 19, No. 12,
pp. 1369-1375
Pergamon Press, New York 1979
Optimization of a Rayleigh-Type Equation
for the Detection of Tritanomaly
- Moreland, J.D. und J. Kerr
Mod. Probl. Ophthal., vol. 19, pp. 162166
Karger, Basel 1978
Optimization of Stimuli for Trit-Anomaloscopy
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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13.2. Konformitätserklärung
Wir erklären in alleiniger Verantwortung,
daß dieses Produkt mit den folgenden Normen übereinstimmt:
-
DIN 6160
DIN 5031-6
DIN 5033-2
IEC 601-1
IEC 601-1-2
gemäß den Bestimmungen der Richtlinie
93/42/EWG über Medizinprodukte.
Dipl.-Ing. Rainer Kirchhübel
Geschäftsführung der
OCULUS Optikgeräte GmbH
13.3. Bestelldaten, Zubehör und Ersatzteile
47700
47701
47702
47703
HMC Anomaloskop MR
Bedieneinheit mit Display
Testblock (100 Blatt) zum HMC Anomaloskop
HMC Softwaremodul, WindowsTM-kompatibel, zur
Probandenerfassung und HMC AnomaloskopAnsteuerung, incl. Schnittstellenkabel
47715
47716
47717
HMC Anomaloskop MR, 115 V-Version
Bedieneinheit mit Display, englisch
Testblock (100 Blatt) zum HMC Anomaloskop, englisch
47720
HMC Anomaloskop R
47750
47760
PC mit Monitor und Tastatur
Drucker zum Ergebnisausdruck
(nur in Verbindung mit PC möglich)
05
05
05
05
05
100
100
200
200
110
060
090
320
360
900
60100|05|001
auf Anfrage
Sicherung T 0,2 A (für 230 V-Version)
Sicherung T 0,4 A (für 115 V-Version)
Netzkabel
Datenkabel, für PC-Schnittstelle
Adapter RS 232, Sub D
Staubschutzhaube
diverse Elektro-Hubtische
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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13.4. Technische Daten
Netzanschluß
115 oder 230 V AC
50 - 60 Hz
30 VA
Lichtquelle Neutralstimmung
Weißlicht, vergleichbar mit der Normlichtart C (6770 K)
Sicherungen
2 x T 0,2 A, bei 230 V-Version
2 x T 0,4 A, bei 115 V-Version
Prüffeld
waagrecht geteilt,
erzeugt durch zwei Ulbricht-Kugeln,
dadurch sehr homogen
Gewicht
ca. 5,5 kg, ohne Zubehör
Sichtwinkel von Prüffeld
2 Grad
Abmessungen
(BxTxH) 245 x 356 x 315-410 mm
Verwendete Farbteste
Rot/Grün-Farbtest nach Rayleigh
Blau/Grün-Farbtest nach Moreland (nur
HMC-MR)
Lichtquellen des Prüffeldes
LED´s in den entsprechenden Farben,
kombiniert mit Interferenz-Filtern
Bedieneinheit mit Display:
(ohne Abbildung)
(BxTxH) 82 x 152 x 45 mm
Geräte-Einblickwinkel
(W) 35-55 Grad
durch Gehäuseverstellung möglich
Bedienung durch Untersucher
durch externe Bedieneinheit mit Display
(4-zeiliges LCD); der Anschluß erfolgt über
Kabel an die serielle Schnittstelle
Alternativ: Bedienung über PC
Schnittstelle
RS 232 / V 24 , Sub D-Buchse, 9-polig
Bedienung durch Proband
Verstellung der Farben- bzw. Helligkeitseinstellungen über Drehknöpfe und Bestätigung von Einstellungen über Taster
Geräteeinblick
elastische Augenmuschel aus hautfreundlichem Material
Dioptrieausgleich
± 6 Dptr.
Wellenlängen der Prüffeldfarben
Moreland (nur HMC-MR):
Blau
436 ± 2 nm (10 ±
Zyan
480 ± 2 nm (10 ±
Blau-Grün 490 ± 2 nm (10 ±
Rayleigh:
Grün
549 ± 2 nm (10 ±
Gelb
589 ± 2 nm (10 ±
Rot
666 ± 4 nm (10 ±
in Klammern die Halbwertsbreiten
2 nm)
2 nm)
2 nm)
2 nm)
2 nm)
2 nm)
Klassifikation nach IEC 601-1
Art des Schutzes gegen elektr. Schlag:
Schutzklasse 1
Grad des Schutzes gegen elektr. Schlag:
Typ B
Grad des Schutzes gegen schädliches
Eindringen von Wasser:
IP 20
Betriebsbedingungen
Temperatur:
+10°C bis +40°C
Luftfeuchtigkeit:
30% bis 75%
Luftdruck:
700 hPa bis 1060 hPa
Transport- und Lagerbedingungen
(nach IEC 601-1)
Umgebungstemperatur: -40°C
bis
+70°C
Relative Feuchte:
10% bis 100%
einschließlich Kondensation
Luftdruck:
500 hPa bis 1060 hPa
Änderungen im Rahmen der technischen Weiterentwicklung vorbehalten.
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Gebrauchsanweisung HMC Anomaloskop
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11.5. Testblatt zur Bedieneinheit
OCULUS
Optikgeräte GmbH
D-35549 Wetzlar
Tel.: 0641/20 05-0
Testblatt 47702
Name:
Untersucher:
Straße, Nr.:
Ort, Datum:
PLZ, Ort:
geb. am:
Arbeitgeber:
Tätigkeit:
Beschwerden:
Bei Untersuchung mit ungetönter Sehhilfe
Besondere Bemerkungen:
Art dieser Sehhilfe:
Kontaktlinsen
Letzte augenärztliche Untersuchung:
40
1
2
1
2
1
2
1
2
30
20
10
0
1
2
1
2
0
10
20
30
40
50
60
70
100
Ve
r
M Bla dac
on uz ht
oc ap au
hr fe f
om nas
ie
80
2
2
1
2
1
2
60
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MPB/47700/0107
Medizinproduktebuch
Bezeichnung: (Modell/Typ): Anomaloskop / 47700
Produktart: Sehtestgerät
Herstellerfirma: OCULUS Optikgeräte GmbH, Münchholzhäuser Str. 29,
35582 Wetzlar
Telefon: 0641/2005-0, Fax: 0641/2005-255
Lieferfirma: OCULUS Optikgeräte GmbH
Gebrauchsanweisung: G / 47700 / .... / d
G / 47700 / .... / e
Betriebsart: energetisch, 115 oder 230 V, Schutzklasse 1
Produktklasse nach MPG: I
Prüfungen/Kontrollen (Art/Fristen): keine Vorgabe
Maßnahmen vor der Inbetriebnahme
1. Einweisung des Verantwortlichen am ______ durch ______________________
(Name, Institution, Unterschrift)
1. Funktionsprüfung
am ______ durch ______________________
(Name, Institution, Unterschrift)
Verantwortliche(r) ____________________________________
(Name, Institution, Unterschrift)
Einweisung des Personals
Datum
Name der eingewiesenen Person Unterschrift
Einweisender
Unterschrift
Funktionsstörungen/wiederholte gleichartige Bedienungsfehler
Datum
Art der Störung/des Fehlers
Maßnahme
Ergebnis
Unterschrift
Medizinproduktebuch
MPB/47700/0200
Mängelmeldung/Unfallanzeige
Adresse (Behörde/Hersteller)
(Betreiber/Verantwortlicher)
Absender
______________________________
________________________________
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________________________________
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________________________________
Ort und Datum des Ereignisses
_____________________________________________
________________
Beschreibung und Bewertung des Ereignisses
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___________________________________________________________________
Personenschaden:
ja □
nein □
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Produkt/Gerät
Anschaffungsjahr: ____________________________________________________
Lfd.-Nr./ID-Nr.: ______________________
Serien-Nr.: _____________________
Bezeichnung (Modell/Typ): _____________________________________________
Firma (Hersteller/Lieferant): ____________________________________________
Produktart/Geräteart: _________________________________________________
Maßnahmen
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
_______________________________
Ort/Datum
_______________________________
Name/Institution/Unterschrift
Erläuterungen
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
___________________________________________________________________
Medizinproduktebuch
MPB/47700/0200
Instandhaltungsmaßnahmen und Prüfungen/Kontrollen
Datum
Art der Maßnahme
Anmerkungen Notizen
Durchführende Person/Firma Ergebnis/Bemerkung
Abkürzungen/Legenden
Sicherheitstechnische Kontrolle
Meßtechnische Kontrolle
Eichung
Wartung
Reparatur
Kalibrierung
STK
MTK
E
W
R
K
OCULUS
OCULUS Optikgeräte GmbH
Münchholzhäuser Str.29
D-35582 Wetzlar
KONFORMITÄTSERKLÄRUNG /
DECLARATION DE CONFORMITE /
DECLARATION OF CONFORMITY /
DICLARATIONE DE CONFORMITA /
DECLARATION DE CONFORMITA
Wir / Nous / We / Noi / Nosotros
Tel: ++49 641 / 20 05 – 0
Fax: ++49 641 / 20 05 - 255
OCULUS Optikgeräte GmbH
Erklären in alleiniger Verantwortung, dass das Medizinprodukt
déclarons sous notre propre responabilité que le dispositif médical
declare on our own responsibility that the medical device
dichiariamo sotto propria responsabilitá che il dispositivo medico
declaramos en sola responsabilidad que el producto medicina
Name / nom / name / nome / nombre
HMC-Anomaloskop
Typ / type ou modél / type or model /
47700, 47715, 47900
tipo o modello / Tipo y modelo
allen Anforderungen der Richtlinie 93/42/EWG entspricht.
remplit toutes les exigences de la 93/42/CEE qui le concernait.
meets all the provisions of the Directive 93/42/EEC which apply to him.
addempie a tutte le exigenze della Direttiva 93/42/CEE che lo riguardano.
reuna todos los requisitos de la norma 93/42/CEE
Einstufung: (Richtlinie 93/42/EWG, Anhang IX)
Classification: (MDD 93/42/EEC, annex IX)
Classification: (MDD 93/42/EEC, annex IX)
Classificatione: (MDD 93/42/EEC, annex IX)
Clasificatión: (MDD 93/42/EEC, annex IX)
I
Konformitätsbewertung nach: Richtlinie 93/42/EWG, Anhang VII
Conformity according: MDD 93/42/EEC, annex VII
Conformité en: MDD 93/42/EEC, annex VII
Conformita a: MDD 93/42/EEC, annex VII
Conformidad para : MDD 93/42/EEC, annex VII
Angewandte harmonisierte Normen:
Normes harmonisées appliquées:
Applied harmonized standards:
Norme armonizzate applicate
Norma armonizaciónada
DIN EN 60601-1
DIN EN 60601-1-2
DIN 5033-2
DIN 6160
DIN 5031-6
Ort, Datum /
Name und Funktion /
lieu, date / place, date / luogo, data / lugar, fecha
nom et fonction / name and function /
nome e funzione / nombre y function
Geschäftsführer / Managing Director
OCULUS Optikgeräte GmbH
Wetzlar, 06.12.2006
Dipl.-Ing. Rainer Kirchhübel
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Technik
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