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Bedienungs-, Montage- und Wartungsanleitung Logano - Buderus

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Bedienungs-, Montage- und
Wartungsanleitung
Logano SP251
PelletSpezialheizkessel
Für den Bediener/Fachhandwerker
7 747 018 646 (04/2008) DE
Vor Bedienung, Montage
und Wartung sorgfältig
lesen.
1
1.1
1.2
2
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
2.8
2.9
2.9.1
2.9.2
2.9.3
2.9.4
2.9.5
Inhaltsverzeichnis
2
Sicherheitshinweise und Symbolerklärung
(für Bediener und Fachhandwerker)
Sicherheitshinweise
Symbolerklärung
4
4
4
Angaben zum Gerät (für Bediener und
Fachhandwerker)
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
EG-Baumuster-Konformitätserklärung
Aufbau
Lieferumfang
Ausstattung
Abmessungen, Gewicht und Anschlüsse
Technische Daten
Funktionsbeschreibung
Zubehör
Befüllsets
Vorratsbehälter
Raumaustragung
Sacksilos zur Lagerung von Holzpellets
Heizkreisregelung, Fernbedienung und
Fernsteller
5
5
5
5
6
6
7
8
11
13
13
13
13
13
5
Bedienelemente der
Kessel-/Brennersteuerung
39
Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung
(für Bediener und Fachhandwerker)
39
Displayanzeigen beim Einschalten (für Bediener
und Fachhandwerker)
39
Displayanzeigen (für Bediener und
Fachhandwerker)
40
Brennerstatus
40
Betriebsebenen
40
Störungen (‡ Kapitel 9, Seite 56)
40
Betriebseinstellungen (für Bediener und
Fachhandwerker)
41
Einstellen der Kesseltemperaturen
41
Service-Einstellungen
(nur für den Fachhandwerker)
41
5.1
5.2
5.3
5.3.1
5.3.2
5.4
5.5
5.5.1
5.5.2
14
14
15
15
15
17
20
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.4.1
4.4.2
4.4.3
4.4.4
4.4.5
4.5
4.6
4.7
4.7.1
21
21
21
22
24
24
26
28
28
29
34
36
37
37
Inbetriebnahme (für Bediener und
Fachhandwerker)
6.1
Information des Betreibers durch den
Anlagenersteller
6.2
Betriebsbereitstellung
6.3
Anlage füllen
6.4
Kessel in Betrieb nehmen
6.5
Kessel außer Betrieb nehmen
6.5.1 Kurzzeitige bzw. saisonale Abschaltung
6.5.2 Langzeitige Abschaltung
6.6
Wiederinbetriebnahme nach
saisonaler Abschaltung
37
37
37
37
37
37
38
38
38
6
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets
(für Bediener und Fachhandwerker)
3.1
Informationen zu Pellets
3.2
Ausführung des Lagerraums
3.2.1 Anlieferung der Pellets
3.2.2 Anforderungen an den Lagerraum
3.2.3 Anforderungen an das Befüllsystem
3.3
Ausführung der Abgasanlage
2
Füll- und Entleerungseinrichtung
Ausdehnungsgefäß nach DIN EN 13831
Sicherheitsventil
Wasserstand- bzw. Druckanzeige
Wassermangelsicherung
Kesselkreispumpe und Rücklauffühler
Empfehlung für Fußbodenheizung
Anschluss der Brennstoffzuführung
Elektrischer Anschluss
13
3
Installation (nur für den Fachhandwerker)
Vorschriften
Wichtige Hinweise für den Kunden
Aufstellraum und Einbaumaße
Kesselmontage vor Ort
Gerät zerlegen
Gerät aufstellen
Abgasrohranschluss montieren
Wärmeisolierung montieren
Kesselverkleidung montieren
Regelgerät montieren
Brennerplatine anschließen
Wasserführende Anschlüsse herstellen
Vor- und Rücklauf
4.7.2
4.7.3
4.7.4
4.7.5
4.7.6
4.7.7
4.7.8
4.8
4.9
7
7.1
7.2
7.3
7.4
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
Sicherheitshinweise
Entlüften und Nachfüllen
Wartungsarbeiten
Wärmetauscher
und Brenner reinigen
7.4.1 Wärmetauscherreinigung aktivieren
7.4.2 Feuerraum reinigen
7.4.3 Ausgebaute Teile wieder einbauen
7.5
Aschebox entleeren (für den Bediener)
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
43
43
43
43
44
44
44
44
45
46
46
46
46
47
47
47
50
51
7.6
Kettenspannung prüfen
7.6.1 Antrieb der Wärmetauscherreinigung
kontrollieren
7.6.2 Antrieb von Dosierschnecke und
Zellradschleuse kontrollieren
7.7
Ascheabsetzkammer reinigen
7.8
Brennereinheit kontrollieren
7.9
Kesselverkleidung
7.10 Steuerung
7.10.1 Fühler- und Sicherheitseinrichtungen
7.10.2 Funktionskontrolle bei Handbedienung
7.11 Pellet-Fördersystem und
Vorratslager
7.11.1 Knickschneckensystem
7.11.2 Saugfördersystem
7.12 Checkliste für Wartungen
51
51
51
52
53
53
53
53
53
53
53
53
54
8
Energiesparhinweise (für den Bediener)
55
9
9.1
9.1.1
9.1.2
9.1.3
9.1.4
9.2
Störungen (nur für den Fachhandwerker)
Störungsanzeigen
Anzeige: Fehler Zündung fehlgeschlagen
Anzeige: Fehler Motorschutz
Anzeige: Fehler Fühlerbruch
Anzeige: Fehler Fühlerbruch RL
Ansprechen des
Sicherheitstemperaturbegrenzers
Auslösen einer Vorsicherung
56
56
56
56
56
56
9.3
56
56
10
10.1
Anhang
61
Kontrolle der Anlage gemäß TRVB-H 118
(Österreich)
61
10.2 Widerstandswerte Temperaturfühler
62
10.3 Lastverhalten
62
10.4 Parameterdefinition
63
10.4.1 Funktionsbeschreibung
63
10.4.2 Übersicht der Parameter
67
10.5 Programmablauf der Kessel-/Brennersteuerung
69
11
Hinweise für den Betreiber
70
12
Protokoll für die Inbetriebnahme
71
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
3
1
Sicherheitshinweise und Symbolerklärung (für Bediener und Fachhandwerker)
1
Sicherheitshinweise und Symbolerklärung (für Bediener und
Fachhandwerker)
1.1
Sicherheitshinweise
Gefahr bei Abgasgeruch
V Gerät ausschalten.
V Fenster und Türen öffnen.
V Zugelassenen Fachbetrieb benachrichtigen.
Aufstellung, Betrieb
V Gerät nur durch einen zugelassenen Fachbetrieb aufstellen lassen.
V Bevor das Gerät geöffnet wird:
Netzspannung allpolig stromlos schalten und gegen
unbeabsichtigtes Wiedereinschalten sichern.
V Abgasführende Teile nicht ändern.
V Gerät immer mit Wasser betreiben.
V Anlagenöffnungen (Türen, Wartungsdeckel, Befüllöffnungen) während des Betriebs immer verschlossen
halten.
V Nur zugelassenen Pellets laut Typenschild verwenden.
V Be- und Entlüftungsöffnungen in Türen, Fenstern und
Wänden nicht verschließen oder verkleinern.
Wartung
V Empfehlung für den Kunden: Wartungs- und
Inspektionsvertrag mit einem zugelassenen Fachbetrieb abschließen und das Gerät jährlich warten lassen.
V Der Betreiber ist für die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Anlage verantwortlich (Bundes-Immissionsschutzgesetz).
V Sicherheitshinweise im Kapitel Wartung beachten!
V Nur Originalersatzteile verwenden!
1.2
Symbolerklärung
Sicherheitshinweise im Text werden mit
einem Warndreieck gekennzeichnet und
grau hinterlegt.
Signalwörter kennzeichnen die Schwere der Gefahr die
auftritt, wenn die Maßnahmen zur Schadensverminderung
nicht befolgt werden.
– Vorsicht bedeutet, dass leichte Sachschäden
auftreten können.
– Warnung bedeutet, dass leichte Personenschäden
oder schwere Sachschäden auftreten können.
– Gefahr bedeutet, dass schwere Personenschäden
auftreten können. In besonders schweren Fällen
besteht Lebensgefahr.
Hinweise im Text werden mit nebenstehendem Symbol gekennzeichnet. Sie werden
durch horizontale Linien ober- und unterhalb
des Textes begrenzt.
Hinweise enthalten wichtige Informationen in solchen Fällen, in denen keine Gefahren für Mensch oder Gerät drohen.
Explosive und leicht entflammbare Materialien
V Leicht entflammbare Materialien (Papier, Verdünnung,
Farben usw.) nicht in der Nähe des Gerätes verwenden
oder lagern.
Verbrennungs-/Raumluft
V Verbrennungs-/Raumluft frei von aggressiven Stoffen
halten (z. B. Halogenkohlenwasserstoffe, die Chloroder Fluorverbindungen enthalten). Korrosion wird so
vermieden.
Einweisung des Kunden
V Kunden über Wirkungsweise des Geräts informieren
und in die Bedienung einweisen.
V Kunden darauf hinweisen, dass er keine Änderungen
oder Instandsetzungen vornehmen darf.
V Kunden darauf hinweisen, dass Kinder sich nicht ohne
Aufsicht eines Erwachsenen in der Nähe der Heizungsanlage aufhalten dürfen.
4
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
2
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
Die vorliegende Bedienungs-, Montage- und Wartungsanleitung enthält wichtige Informationen zur sicheren und
sachgerechten Montage, Inbetriebnahme und Wartung
des Pellet-Spezialheizkessel Logano SP251.
Die Kapitel zur Montage und Wartung richten sich an den
Fachhandwerker, der − aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung − Kenntnisse im Umgang mit Heizungsanlagen sowie Pellet-Heizkesselinstallationen hat.
2.1
2
– Bedienelement Kessel-/Brennersteuerung: Wird mit
der Verkleidung mitgeliefert
– Anschlussmöglichkeiten an Brennerplatine: Externe
Raumaustragungssysteme (Knickschneckenaustragung, Saugförderanlage oder Vorratsbehälter VB400)
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Der Buderus-Stahlheizkessel Logano SP 251 ist ein Heizwertkessel für die Pelletsfeuerung. Der Heizkessel darf
nur zur Erwärmung von Heizwasser und zur indirekten
Warmwasserbereitung eingesetzt werden.
2.2
EG-Baumuster-Konformitätserklärung
Dieses Produkt entspricht in Konstruktion und Betriebsverhalten den europäischen Richtlinien sowie den ergänzenden internationalen Anforderungen. Die Konformität
wird mit der CE-Kennzeichnung nachgewiesen.
Sie können die Konformitätserklärung des Produkts im
Internet unter www.buderus.de/konfo abrufen oder bei
der zuständigen Buderus-Niederlassung anfordern.
Dieses Gerät entspricht den geltenden Anforderungen
der europäischen Richtlinien 73/23/EWG, 89/336/EWG
und dem in der EG-Baumusterprüfbescheinigung
beschriebenen Baumuster.
Bild 1
1
2
3
Logano SP251 - ohne Verkleidung
Oberteil
Unterteil
Brennereinheit
Das Gerät erfüllt die Anforderungen der DIN EN 303-5
sowie Anhang A.2 mit Abweichungen für Deutschland.
Geeignet für den Einbau in Heizungsanlagen nach DIN
EN 12828.
2.3
Aufbau
Das Gerät besteht aus einem Kesselkörper mit Ober- und
Unterbau und einer rechts oder links montierbaren Brennereinheit mit Kessel-/Brennersteuerung.
– Oberteil: 9 bzw. 16 Abgaszüge(15 kW bzw. 25 kW
Ausführung) mit eingesetzten drehbaren Abgasturbulatoren zur optimalen Wärmeübertragung und
vollautomatischen Reinigung
– Unterteil: Wassergekühlter Feuerraum zur Aufnahme
der Brennereinheit und der EntaschungSchnecke
Bild 2
Kessel-/Brennersteuerung
Technik-Anbau bestehend aus:
– Brennereinheit: Einschubkanal, Brennkopf, Nachverbrennungsring und angebauten Komponenten wie
Zündgebläse, Verbrennungsluftgebläse, Dosierschnecke und Zellradschleuse
– Regelgerät: Wird separat mitgeliefert
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
5
2
2.4
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
Lieferumfang
– Vormontierter Kesselkörper mit rechts positionierter
Brennereinheit (auch links montierbar), auf Transportpalette geschraubt
– Kartoneinheit mit Verkleidungsblechen, Wärmeisolierung aus Glaswolle für unteren Kesselblock, vormontierter Kessel-/Brennersteuerung, Aschebehälter,
Kleinteilebeutel (in Aschebehälter)
– Druckschriftsatz (Bedienungs-, Montage-, und Bedienungsanleitung, Typenschild)
– Verpackungseinheit komplett in Folie eingeschweißt
2.5
Ausstattung
– Pellets-Stahlheizkessel in modularer Bauweise, bestehend aus wassergekühltem Unterteil und aufgesetztem
Oberteil als Wärmetauscherblock mit vertikalen Rohren
– Rundumverkleidung aus pulverbeschichtetem Stahlblech mit einkaschierter Wärmedämmung
– Integrierte Kessel-/Brennersteuerung mit Leistungsanpassung in allen Lastbereichen, mit vollautomatischer
Brennstoffzufuhr und drehzahlgeregeltem Verbrennungsluft- und Saugzuggebläse
– Pelletsbrenner aus hochwertigem, hitzebeständigem
Guss mit Zellradschleuse als Rückbrandsicherung
– Vollautomatische Ascheaustragung aus dem Feuerraum, vollautomatische Heizflächenreinigung und vollautomatische Entaschung der Brennerschale
– Brennersystem mit Saugzuggebläse: Einschubteil,
Brenntopf, Nachverbrennungsring, Zellradschleuse,
Dosierschnecke; inklusive aller erforderlichen elektrischen Antriebe, mechanischen Teile und Einrichtungen
– Reinigungssystem: Getriebemotor, Kette mit Kettenantrieb, Konsole und 9 Wärmetauschreinigern/Abgasturbulatoren (16 bei 25 kW Ausführung)
– Zündgebläse zur Zündung
– Abnehmbarer Aschebehälter mit 25 Liter Inhalt aus
Stahlblech, inklusive Deckel mit Griff
– Rückbrandfühler sowie Kessel- und Abgastemperaturfühler
– Kessel-/Brennersteuerung: menügeführte Programmierung, Displayanzeige (Betriebsparameter, Statusanzeigen und Störmeldungen)
– Anschlussmöglichkeit des bewährten Buderus Regelsystem Logamatic 2107P/4211P über Brennerstecker
– Montagepunkte für Transport und Kellereinbringung
6
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
2.6
2
Abmessungen, Gewicht und Anschlüsse
SP251 mit Saugsystem
*
(VK)
(DAA)
(RK)
(EL)
SP251 mit Knickschnecke
Die Knickschnecke ist am Kessel 180° schwenkbar.
SP251 mit Vorratsbehälter
Das Saugfördermodul SFA kann optional
an den Vorratsbehälter VB400 angebaut werden.
3
Bild 3
Varianten Logano SP251 (Brennereinheit auch links montierbar, Maßangaben in mm)
Höhe ohne Regelgerät
1530 mm
Breite des Pelletskessels 786 mm
Tiefe
878 mm
Gewicht
450 kg − 15 kW
475 kg − 25 kW
Einbringungsmaß
700 x 700 mm
Ø Abgasrohranschluss (DAA)
Anschluss Vorlaufrohr (VK)
Anschluss Rücklaufrohr (RK)
Anschluss Entleerung (EL)
* Höhe Regelgerät
Regelgerät 2107P
Regelgerät 4211P
130 mm − 15 kW
150 mm − 25 kW
R1” (Außengewinde)
R1” (Außengewinde)
Rp½” (Innengewinde)
146 mm
226 mm
Tab. 1 Abmessungen, Gewicht und weitere Daten für Pellet-Spezialheizkessel Logano SP251
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
7
2
2.7
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
Technische Daten
Einheit
SP251-15
SP251-25
max. Nennwärmeleistung
kW
14,9
25,1
max. Nennwärmebelastung
kW
15,8
27,1
min. Nennwärmeleistung
kW
4,1
6,3
min. Nennwärmebelastung
kW
4,6
6,9
Kesselwirkungsgrad bei maximaler Belastung
%
94,7
92,6
Kesselwirkungsgrad bei minimaler Belastung
%
90,6
90,4
Wasserinhalt
l
101
98
max. Kesseltemperatur
°C
90
90
min. Kesselaustrittstemperatur
°C
55
55
min. Kesseleintrittstemperatur
°C
50
50
wasserseitiger Widerstand bei ΔT = 10 K
mbar
5
5
wasserseitiger Widerstand bei ΔT = 20 K
mbar
2
2
max. Betriebsdruck
bar
3
3
Prüfdruck
bar
6
6
Zugbedarf Nennleistung
mbar
5
2
Abgastemperatur bei max. Nennwärmebelastung
°C
144
135
Abgastemperatur bei min. Nennwärmebelastung
°C
90
98
Abgasmassenstrom bei max. Nennwärmeleistung
g/s
12,2
20,3
Abgasmassenstrom bei min. Nennwärmeleistung
g/s
4,2
6,7
CO2 bei max. Nennwärmebelastung
Vol%
9,7
13,1
CO2 bei min. Nennwärmebelastung
Vol%
7,2
6,16
CO bei max. Nennwärmeleistung
mg/MJ
65,34
92,7
CO bei min. Nennwärmeleistung
mg/MJ
224,1
137,4
NOx bei max. Nennwärmeleistung
mg/MJ
75,14
76,9
NOx bei min. Nennwärmeleistung
mg/MJ
87,08
85,5
CxHy bei max. Nennwärmeleistung
mg/MJ
1,63
1,3
CxHy bei min. Nennwärmeleistung
mg/MJ
1,92
2,0
Staub bei max. Nennwärmeleistung
mg/MJ
10,65
9,7
Staub bei min. Nennwärmeleistung
mg/MJ
5,64
8,8
Leistung
Wasserseite
Abgaswerte
Tab. 2 Technische Daten
8
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
2
Einheit
SP251-15
SP251-25
CO bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
146,3
207,6
CO bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
501,8
307
NOx bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
168,3
172,2
NOx bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
195
191,4
CxHy bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
3,65
3,0
CxHy bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
4,29
4,5
Staub bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
23,86
21,7
Staub bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
12,63
19,6
CO bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
106,4
151
CO bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
364,9
223,7
NOx bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
122,3
125,2
NOx bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
141,8
139,2
CxHy bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
2,65
2,2
CxHy bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
3,12
3,3
Staub bei max. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
17,35
15,8
Staub bei min. Nennwärmeleistung
mg/Nm³
9,18
14,3
Brennstoff
-
Pellets gemäß
DIN "plus" / ÖNORM M 7153
Kesselklasse
-
3
erforderliche Kaminausführung
-
feuchtigkeitsunempfindlich
Aschenbehältervolumen
l
25
25
Aschenraumvolumen
l
50
50
Leergewicht
kg
450
475
Abgasrohrdurchmesser
mm
130
150
Schalldruckpegel
db (A)
< 70
< 70
elektrischer Anschluss
VAC/Hz
230 / 50
230 / 50
Leistungsaufnahme Normalbetrieb
W
135
135
Leistungsaufnahme Start
W
1850
1850
Antrieb Dosierschnecke
W
57
57
Reinigung Tauscher
W
57
57
Stoffkonzentration 10 % O2 (EN 303-5)
Stoffkonzentration 13 % O2 (EN 303-5)
Allgemeines
3
Tab. 2 Technische Daten
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
9
2
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
Einheit
SP251-15
SP251-25
Entaschungsautomatik
W
25
25
Zündung
W
1600
1600
Verbrennungsluftgebläse
W
40
40
Saugzuggebläse
W
32
32
Entleerung EL
-
Rp½" IG
Anschlüsse für hydraulische Verbindung von Ober- und
Unterteil AhV
-
R1" AG
Anschluss Saugschlauch
DN
50 (ohne Gewinde)
Anschluss Rückluftschlauch
DN
50 (ohne Gewinde)
Pellet-Zwischenbehälter für Sauganlage SFA
l
70
Vorratsbehälter VB400
l
400
Tab. 2 Technische Daten
10
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
2.8
2
Funktionsbeschreibung
Ein auf den Fallstutzen der Zellradschleuse (3) aufgesetztes Raumaustragungssystem versorgt den Brenner mit
Pellets.
1
Die geförderten Pellets werden von einem Füllstandsensor überwacht und über ein Fallsystem der Zellradschleuse (3) mit angeschlossener Dosierschnecke (6)
zugeführt.
2
Die Pellets werden dem Brenntopf (9) durch den Einschubkanal (7) von unten zugeführt (Unterschubfeuerung).
10
3
Die Zündung erfolgt mit Heißluft aus einem Heißgebläse
(4) (ca. 400 °C). Durch die radial angeordneten Bohrungen des Brenntopfes wird Primärluft zur Brennstoffvergasung zugeführt. Gleichzeitig werden die vorhandenen
Holzgase nach oben gedrückt.
5
Über den doppelwandigen Nachverbrennungsring (2)
gelangt dosierte Sekundärluft in mehreren Zonen in den
Verbrennungsbereich, um die entstandenen Holzgase
möglichst vollständig auszubrennen. Die Durchspülung
mit Verbrennungsluft bewirkt außerdem eine konstante
Kühlung des abgasseitig beaufschlagten Nachverbrennungsringes (2).
Das ausgebrannte Abgas strömt in die Abgaszüge des
Wärmeübertragers. Die darin installierten drehbaren
Abgasturbolatoren verwirbeln über radial angeordnete
Drallplatten das Abgas. Dadurch wird die Wärmeübertragungsleistung wesentlich erhöht.
Zwischen den Drallplatten fixierte Abstreifmesser dienen
als Reinigungselemente für die Abgaszüge. Die Reinigung erfolgt intervallgeregelt in Abhängigkeit von der
Brennerbetriebszeit. Die erforderliche Drehbewegung der
Abgasturbolatoren erfolgt über einen Kettenantrieb mit
wartungsfreiem Getriebe.
4
9
8
6
7
7 747 018 646-03.1RS
Bild 4
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Komponenten der Brennereinheit
Dach des Nachverbrennungsrings
Nachverbrennungsring
Zellradschleuse
Heißgebläse
Verbrennungsluftgebläse
Dosierschnecke
Einschubkanal
Entaschungsschnecke
Brenntopf
Drehkranz
Verbrennungsrückstände und abgeschiedene Flugasche
fallen nach unten in den Feuerraum. Die EntaschungSchnecke befördert diese in regelmäßigen Intervallen in
den Aschesammelbehälter.
An der Kesselrückseite befindet sich hinter einem
Abdeckblech ein Saugzuggebläse, das das Abgas aus
dem Kessel absaugt.
Die Kessel-/Brennersteuerung überwacht die Abgastemperatur kontinuierlich mit einem Temperaturfühler.
Das Saugzuggebläse verhindert einen Abgasrückstau
und beugt somit Verpuffungen vor. Außerdem gleicht es
ungünstige Zugverhältnisse aus (z. B. durch unterschiedliche Witterungsverhältnisse).
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
11
2
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
Vorteile
– Effektivere Nutzung des eingesetzten Brennstoffs
durch längeren Aufenthalt des Brennstoffs in der Verbrennungszone (Zündung von unten)
– Gleichzeitige Verbrennungsluftvorwärmung und Brennerkühlung
– Wartungsfreie Abgasrohrzüge durch vertikale
Anordnung mit drehbaren Abgasturbolatoren
– Hoher Wirkungsgrad durch spezielle Abgasturbolatoren
– Unabhängigkeit von Witterungseinflüssen durch Saugzuggebläse
– Optimale Anpassung an den Wärmebedarf durch
lastabhängige Kessel-/Brennersteuerung
– Einfache Bedienung durch benutzerfreundliche Menüführung der Kessel-Brennersteuerung
12
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Angaben zum Gerät (für Bediener und Fachhandwerker)
2.9
Zubehör
Der Kessel darf nur mit Original Buderus Zubehör oder
Ersatzteilen betrieben werden. Bei Missachtung entfallen
jegliche Garantie- und Haftungsansprüche.
2.9.1 Befüllsets
– BFS, bestehend aus:
– 1 Stk. Einblasstutzen DN100 x 700 mm
mit Blinddeckel
– 1 Stk. Rückluftstutzen DN100 x 500 mm
mit Blinddeckel
– 4 Stk. Z-Profilschienen je 1000 mm
– 1 Stk. Prallschutzmatte 1400 x 1000 mm
– 1 Stk. Installationsanleitung
– Befestigungsmaterial
– BSF 45 für Stutzenmontage im Lichtschacht: Lieferumfang wie BSF, jedoch Einblas- und Rückluftrohr mit
40°-Rohrbogen.
2.9.2 Vorratsbehälter
Der Vorratsbehälter VB400 mit Öffnungsklappe wird
manuell befüllt. Somit können die Pellets direkt am Kessel
gelagert werden. Optional kann der Vorratsbehälter
VB400 auch mit dem Saugfördermodul betrieben werden.
2
– Mauerdurchführung 500 mm mit Isolierschale
– Saugstück mit Motorbefestigung und Lagerung
– Befestigungsmaterial
– SFA: Saugförderanlage
– Zwischenbehälter für Kesselanbau
– Vakuumsauger mit Zyklonabscheider
– Steuereinheit
– Pelletszuführeinheit
– Zyklonklappe: Erforderlich bei der Kombination mit
einem Sacksilo oder anderen alternativen Saug- und
Austragungssystemen (z.B. Maulwurf).
– Schneckenkasten für KSMS 1,5: Erforderlich bei
der Kombination mit der Knickschnecke KSMS 1,5.
2.9.4 Sacksilos zur Lagerung von Holzpellets
– Modernes und einfaches Konzept zur Pelletlagerung
– Schnelle Montage, Inbetriebnahme und Wartung
– In vielen Größen verfügbar
2.9.5 Heizkreisregelung, Fernbedienung
Außentemperaturabhängiger Heizungsregler zur Ansteuerung von Kessel, Kessel- und Heizungspumpen,
Mischerheizkreisen und Brauchwasserfunktionen
– Logamatic 2107 P
– Logamatic 4211 P
2.9.3 Pelletaustragung
Fördereinrichtung zum Transport der Pellets vom Lagerraum zum Kessel. Die Komponenten müssen bedarfsabhängig zusammengestellt werden.
– KSM 1,5: Zur direkten Raumaustragung
– Raumaustragungsschnecke 1000 mm mit
Druckentlastungswinkel
– Getriebemotor
– Mauerdurchführung 500 mm mit Isolierschale
– Winkelschale 45° mit Inspektionsöffnung
– Steigschnecke mit Motorbefestigung und
Lagerung
– Fallschlauch mit Befestigungsmaterial
– Befestigungsmaterial
– KSMS 1,5: Zur Sacksiloaustragung
– Raumaustragungsschnecke 1000 mm
– Getriebemotor
– Mauerdurchführung 500 mm mit Isolierschale
– Winkelschale 45° mit Inspektionsöffnung
– Steigschnecke mit Motorbefestigung und
Lagerung
– Fallschlauch mit Befestigungsmaterial
– Befestigungsmaterial
– GSM 1,5: Zur Übergabe Saugförderanlage
– Raumaustragungsschnecke 1000mm mit Druckentlastungswinkel
– Getriebemotor
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
13
3
3
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets (für Bediener und Fachhandwerker)
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets
(für Bediener und Fachhandwerker)
Der Pellet-Zentralheizungskessel bietet die ideale Lösung
für ökologisches und ökonomisches Heizen, insbesondere bei Ein- und Mehrfamilienhäusern in Niedrigenergiebauweise.
Für die komfortable und störungsfreie Betriebsweise
müssen bereits in der Planungsphase die Besonderheiten
einer Pellets-Feuerung berücksichtigt werden.
3.1
Informationen zu Pellets
Holzpellets sind kleine zylindrische Presslinge aus naturbelassenem Holz, vorwiegend aus Säge- und Hobelspänen.
Die feinkörnigen Holzreste werden ohne Zugabe von Bindemitteln unter hohem Druck verdichtet und pelletiert, d.h.
in zylindrische Form gepresst.
Presshilfsstoffe wie Leim oder Kunststoffe dürfen nicht
verwendet werden.
Pellets zerfallen durch mechanische Belastung und können bei langer Lagerdauer biologisch abgebaut werden.
Vorgaben
Anforderung
Einheit
ÖNORM
M 7135
Durchmesser D
mm
4 ≤ D < 10
5-6
Länge
mm
≤ 5 x D1)
≤ 5 x D1)
Rohdichte
kg/dm3
≥ 1,12
≤ 1,12
DIN plus
Wassergehalt
%
≤ 10,0
≤ 10
Aschegehalt
(wasserfrei)
%
≤ 0,5
≤ 0,5
Heizwert
MJ/kg
≥ 18,0
≥ 18,0
Schwefelgehalt
%
≤ 0,04
≤ 0,04
Stickstoffgehalt
%
≤ 0,3
≤ 0,3
Chlorgehalt
%
≤ 0,02
≤ 0,02
Arsengehalt
mg/kg
-
≤ 0,8
Cadmiumgehalt
mg/kg
-
≤ 0,5
Chromgehalt
mg/kg
-
≤8
Kupfergehalt
mg/kg
-
≤5
Quecksilbergehalt
mg/kg
-
≤ 0,05
Bleigehalt
mg/kg
-
≤ 10
Zinkgehalt
mg/kg
-
≤ 100
Abrieb
%
≤ 2,3
≤ 2,3
Presshilfsmittel
%
≤ 2,0
≤ 2,0
Tab. 3 Anforderungen an Pellets
Pellets sind genormt und müssen in Deutschland den
Anforderungen der DIN "plus" oder in Österreich der
ÖNORM M 7135 entsprechen (Tabelle 3).
1) max. 20% der Masse der Presslinge dürfen Längen von bis zu
7,5 x D aufweisen
Für Logano SP251 nur Pellets nach DIN "plus" verwenden. Empfohlene Pellets laut DIN "plus":
– Durchmesser von 5−6 mm
– Länge max. 30mm
– Heizwert ≥ 18,0 MJ/kg (= ca. ½ l Heizöl EL)
– Schüttgewicht bei ca. 650 kg/m³
– Wassergehalt < 10%
– Aschegehalt < 0,5%
14
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets (für Bediener und Fachhandwerker)
3.2
3
Ausführung des Lagerraums
3.2.1 Anlieferung der Pellets
Holzpellets werden in Säcken von 15 kg bis 30 kg, in
Großkartonagen bis 1000 kg auf Paletten oder lose per
Silopumpwagen angeboten und geliefert.
2
3
4
Bei Anlieferung mit einem Silopumpwagen werden die
Pellets in den Lagerraum eingeblasen.
Die Tankwagen verfügen über Silopumpen mit einem
Pumpschlauch von max. 30 m Länge. Der Lagerraum
bzw. die Befüllstutzen dürfen deshalb nicht weiter als
30 m von der Hauszufahrt entfernt sein.
1
Prinzipiell gilt: je kürzer der Pumpschlauch, desto einfacher der Einblasvorgang.
max. 30 m
Bedingt durch die Größe der Lieferfahrzeuge muss die
Zufahrtsmöglichkeit bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden (Gewicht über 15 t, 4 m Höhe, Umkehrmöglichkeit).
6720611182-04.1TG
Bild 5
1
2
3
4
3.2.2
Anlieferung der Pellets
Pellettankwagen
Heizraum
Pelletlagerraum
Kupplungen für Befüllung
Anforderungen an den Lagerraum
1
Wir empfehlen, die Gestaltung des Lagerraums und des Befüllsystems mit dem PelletLieferanten abzusprechen.
Allgemein
Pellets werden im ehemaligen Öltankraum, in Sacksilos
oder in einem Erdtank gelagert. In Gebäuden, die bisher
mit Heizöl beheizt wurden, reicht der Tankraum meist als
Lagerraum aus.
3
2
7
Wenn ein Neubau mit Pelletheizung geplant wird, kann
die Größe des Lagerraums mit folgender Faustformel
bestimmt werden: 0,9 m3 pro kW Wärmeleistung.
Der Lagerraum sollte an eine Außenmauer grenzen, damit
die Befüllstutzen zum Einblasen der Pellets von außen
zugänglich sind (max. 30 m von der Hauszufahrt entfernt).
Außerdem sollte der Raum eher rechteckig als quadratisch sein.
45°
6
5
4
6720611182-07.2J
Der Lagerraum muss trocken und staubdicht sein. Die
Pellets quellen bei Feuchtigkeit stark auf, wodurch die
Brennstoffförderung gestört wird.
Wasserführende Leitungen sollten wegen Kondensatbildung im Lagerraum vermieden werden. Falls dies nicht
möglich ist, muss die Rohrleitung entsprechend isoliert
werden.
Bild 6
1
2
3
4
5
6
7
Typischer Aufbau des Lagerraums
Einblasstutzen
Rückluftstutzen
Luftraum (Lagerraum kann nicht bis oben gefüllt werden)
Leerraum (kann durch die Raumentnahmeschnecke nicht
entleert werden)
Raumentnahmeschnecke
Schrägboden
Nutzbares Volumen = 2/3 des Raumvolumens (durch die
Raumentnahmeschnecke automatisch entleerbar)
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
15
3
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets (für Bediener und Fachhandwerker)
Brandschutz
Die gültigen Brandschutzanforderungen
müssen für die bautechnische Gestaltung
des Lagerraums eingehalten werden.
Die Umfassungswände sowie die Geschossdecken müssen der Brandwiderstandsklasse F90 entsprechen.
Geeignet sind z. B.:
– Mauerziegel 12 cm, beidseitig verputzt
– Hohlblockstein 17 cm, beidseitig verputzt
– Beton 10 cm
– Gipsstein 12 cm
– Gasbeton 15 cm
min. 500
5
2
Im Lagerraum sollten keine Elektroinstallationen vorhanden sein. Notwendige Elektroinstallationen müssen
entsprechend den geltenden Vorschriften explosionsgeschützt ausgeführt werden.
4
Bautechnische Anforderungen
Da Pellets eine gute Rieselfähigkeit besitzen, muss die
Druckausbreitung auf die Seitenwände des Lagerraums
berücksichtigt werden.
Schrägboden sowie umfassende Wände müssen ausreichend stabil sein.
V Holzrahmenverstärkung bei Wandstärke unter 12 cm
anbringen.
V Zwischen der Einblasöffnung und der gegenüberliegenden Wand ist eine Prallschutzplatte aus Gummi vor
der Wand anzubringen.
4
3
1
5
6720611182-05.1TG
Bild 7
1
2
3
4
5
Lagerraum für Pellets
Holzbretter als Türsicherung
Rückluftstutzen
Einblasstutzen
Prallschutzplatte
Raumentnahmeschnecke
Bei Gasbetonwänden sollte die Prallschutzplatte bis zum Lagerraumboden reichen, um
die gesamte Wand vor mechanischen Beschädigungen (Erosion beim Einblasen) zu
schützen.
min. 150
Türen bzw. Einstiegsöffnungen in den Pelletlagerraum
müssen nach außen öffnen und staubdicht als Brandschutztür (min. T 30) ausgeführt sein.
V Innenseite der Türöffnung mit Schutzbrettern (min.
30 mm dick) sichern, damit die Pellets nicht gegen die
Tür drücken.
1
2
3
4
Bild 8
1
2
3
4
16
7747020352-00.4RS
Türsicherung
Brandschutztür (min. T 30, 80/200 oder 80/120)
Wand
Holzbretter als Türsicherung (min. 30 mm dick)
Z-Profil
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets (für Bediener und Fachhandwerker)
3
Ausführung des Schrägbodens
Achten Sie darauf, dass der Schrägboden
nicht direkt am Förderrohr ansteht. Anderenfalls kann es zur Schallübertragung
kommen.
V Oberkante des Schrägbodens 2-5 mm
höher als die offene Kante des Austragungsrohres montieren.
5
V Schrägboden mit mindestens 45° Neigung im Lagerraum montieren.
V Anschlüsse des Schrägbodens an der Förderschnecke und den Wänden staubdicht mit Silikon abdichten.
Bild 9
1
2
3
4
Schrägboden
Holzsockel
Holzplatte überstehend, Silikonfuge
Wanddurchbruch 20 x 20 cm
Lagerraumboden
Bild 10 Detail des Schrägbodens
1
2
3.2.3
Raumentnahmeschnecke
Schrägboden
Anforderungen an das Befüllsystem
Allgemein
Das gesamte Befüllsystem innerhalb des Hauses sollte so
kurz wie möglich ausgeführt werden. 90°-Bögen dürfen
nicht verwendet werden.
Zum Einblasen der Pellets, zur Staubabsaugung und zum
Druckausgleich werden 2 Anschlüsse benötigt (Befüllung
und Rückluft).
Vor dem Befüllen:
V Heizungsanlage ausschalten.
V Blasdruck und Blasgeschwindigkeit beachten. Der
maximal zulässige Blasdruck beträgt 0,2 bar.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
17
3
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets (für Bediener und Fachhandwerker)
Einblas- und Rückluftleitungen
Für Befüllung und Entlüftung sind Kupplungen vom System Storz Typ A Ø 100 mm (Feuerwehrschlauchstutzen)
mit Verlängerungsrohren in den Lagerraum erforderlich.
Als Witterungsschutz sind die Kupplungen mit einem
Deckel versehen.
> 500
1
Die Metallrohre müssen innen glatt sein und einen Durchmesser von 100 mm haben. Sie müssen mit dem Mauerwerk verbunden und geerdet sein.
Bei einem Bogen vor dem Eintritt in den Lagerraum muss
mindestens 1 m gerades Rohr in das Lager hineinstehen,
damit die erforderliche Einblasgeschwindigkeit und Einblasweite erreicht werden.
2
ca. 100
Montage der Leitungen
V Stutzen an der schmalen Seite des Lagerraumes mit
einem Abstand ≥ 500 mm zueinander montieren.
Bei geraden Befüllstutzen beträgt die Einblasweite
ca. 4-5 m.
6720611182-09.1TG
Bild 11 Stutzenabstand ≥ 500 mm
1
2
Rückluftstutzen
Einblasstutzen
Der Rückluftstutzen muss auch nach Erreichen der maximalen Füllhöhe im Lagerraum
immer frei sein.
V Einblas- und Rückluftstutzen so montieren, dass während des Befüllvorgangs kein Überdruck im Pelletlagerraum entstehen kann.
V Damit der Lagerraum maximal befüllt werden kann, den
Stutzen möglichst hoch im Lagerraum positionieren
(Abstand des Befüllstutzens zur Decke min. 20 cm).
< 500
1
Beim Einbau der Stutzen in ein Kellerfenster können
geringere Abstände erforderlich werden.
V Um einen Kurzschluss beim Befüllen vermeiden, den
Einblasstutzen min. 500 mm länger in den Lagerraum
ragen lassen als den Rückluftstutzen.
3
2
ca. 100
> 500
6720611182-10.1TG
Bild 12 Stutzenabstand < 500 mm
1
2
3
18
Einblasstutzen
Rückluftstutzen
Fenster
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets (für Bediener und Fachhandwerker)
3
V Wenn die Leitungen durch einen Nebenraum geführt
werden, müssen die Leitungen mit einem Material der
Brandwiderstandsklasse F90 verkleidet werden.
V Keine Kunststoffrohre als Verlängerungsrohre verwenden. Jede Verlängerung mit einer Rohrschelle
erden.
> 200
Grundsätzlich sollte jedes Rohrelement an
den Potenzialausgleich des Gebäudes angeschlossen werden.
Jedes Rohrelement muss zumindest fest mit
dem Mauerwerk verbunden werden (durch
Einmauern ohne Isoliermaterial oder über
eine im Mauerwerk verankerte Rohrschelle).
1
2
3
3
2
4
6720611182-11.1TG
Bild 13 Einbau bei innenliegendem Lagerraum
1
2
3
4
Stutzen
Brandschutzverkleidung
Rohrschelle
Verlängerungsrohr
Bei Verwendung eines 40°-Bogens ist der Einbau der
Stutzen in einem Lichtschacht mit einer Tiefe von mindestens 60 cm möglich.
> 200
min. 600
4
3
5
2
6
1
6720611182-12.1TG
Bild 14 Einbau im Lichtschacht
1
2
3
4
5
6
Lichtschacht
40°-Bogen (Metallrohr Ø 100 mm)
Kupplungsstutzen (Storz Typ A Ø 100 mm)
Verschlussdeckel
Metallrohr (Ø 100 mm)
Erdungsschelle
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
19
3
3.3
Beschaffenheit und Lagerung der Pellets (für Bediener und Fachhandwerker)
Ausführung der Abgasanlage
Ein vorschriftsmäßiger, der Kesselleistung angepasster
Kamin ist Voraussetzung für den störungsfreien Betrieb
der Anlage.
Wir empfehlen: Lassen Sie Ihren Kamin vor
der Installation vom zuständigen Schornsteinfegermeister prüfen.
– Der Kamin muss für feste Brennstoffe nach
DIN EN 13384 T1 zugelassen sein.
– Die lichte Weite des Schornsteins (lichter Durchmesser bzw. kleinste Seitenlänge) muss mindestens 130
mm (15 kW Ausführung) bzw. 150 mm (25 kW Ausführung) betragen.
– Da im unteren Leistungsbereich Abgastemperaturen
unter 100 °C entstehen, muss der Kamin feuchtigkeitsunempfindlich sein (Wärmedurchlasszahl, Widerstandsgruppe I, DIN 18160 T1).
– Um gleichbleibende Kaminzugverhältnisse zu gewährleisten, ist der Einbau eines Zugreglers erforderlich.
Der maximale Kaminzug beträgt 10 mbar.
– Zur optimalen Verbrennung darf bei steigender
Schornsteineinführung (10° bis optimal 45°) höchstens ein 90°-Bogen im Abgasrohr verwendet werden.
– Reduzierungen und zusätzliche Bögen vermeiden, da
sie den zum problemlosen Abzug der Abgase erforderlichen Unterdruck im Kamin beeinträchtigen.
– Der Durchmesser des Abgasrohres am Kessel und am
Kamin muss gleich groß sein.
– Das Abgasrohr muss über die gesamte Länge mit einer
min. 30 mm dicken Wärmedämmung versehen und
druckdicht ausgeführt werden.
– Die Abgase müssen vom Schornstein so ins Freie
geführt werden, dass die Niederschläge dampfförmiger Abgasbestandteile nicht zu Schäden im
Schornstein führen.
– Zur Vermeidung von Schallübertragungen durch das
Saugzuggebläse flexibles Verbindungsstück in das
Abgasrohr einbauen.
– Die Abgasrohre nicht in den Schornstein einmauern.
– Für die Reinigung des Abgasrohres gut zugängliche
Putzöffnungen vorsehen.
– Innerhalb des Heizraums muss im Abgasrohr oder im
Kamin ein Zugregler mit Explosionsklappe so eingebaut werden, dass keine Gefährdung von Personen
entstehen kann (TRVB-H118).
Bild 15 Abgasrohranschluss
Bild 16 Zugregler
Folgende Punkte sind mit dem Schornsteinfegermeister
abzusprechen, damit keine Schäden am Schornstein entstehen:
– Einbau einer Nebenlufteinrichtung
– Wärmedämmung des Abgasrohrs
– Wärmedämmung des Schornsteins im unbeheizten
Dachraum
– Schornsteinsanierung
20
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4.1
Vorschriften
4
Folgende Richtlinien und Vorschriften müssen eingehalten werden:
– Bestimmungen und Vorschriften des zuständigen
Elektrizitätsversorgungsunternehmens
– Landesbauordnung
– Gewerbliche und feuerpolizeiliche Bestimmungen und
Vorschriften
– EnEG (Gesetz zur Einsparung von Energie) mit den
dazu erlassenen Verordnungen
– EnEV (Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei
Gebäuden)
– Feuerverordnung der Länder
– VDI 2035 (Verhütung von Schäden durch Korrosion
und Steinbildung in Warmwasserheizungsanlagen mit
Vorlauftemperaturen bis 120°C), Beuth-Verlag GmbH,
Berlin
– DIN-Normen, Beuth-Verlag GmbH - Burggrafenstraße 6 - 10787 Berlin:
– DIN EN 12828
(Heizungssysteme in Gebäuden/Planung von
Warmwasser-Heizungsanalgen)
– DIN 4807, Teil 2 (Ausdehnungsgefäße)
– DIN 18160 (Hausschornsteine; Anforderungen, Planung und Ausführung)
– DIN 4701 (Regeln für die Berechnung des Wärmebedarfs von Gebäuden)
– DIN EN 13384 (Berechnung von Schornsteinabmessungen)
4.2
Wichtige Hinweise für den Kunden
V Vor der Installation des Kessels eine Stellungnahme
des Bezirksschornsteinfegers einholen.
V Aufstellung, abgasseitigen/hydraulischen Anschluss
und Inbetriebnahme nur von einem zugelassenen Fachbetrieb durchführen lassen.
V Stromanschluss von einem beim Elektrizitätsunternehmen eingetragenen Installateur vornehmen lassen.
V Geräteaufbau, -anschluss, Inbetriebnahme, Einstellung
und Service ausschließlich von qualifiziertem Personal
durchführen lassen.
V Sicherheitsabdeckungen von rotierenden oder spannungsführenden Teilen nur nach erfolgter Netztrennung öffnen.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
21
4
4.3
Installation (nur für den Fachhandwerker)
Aufstellraum und Einbaumaße
Heizraum und Brennstofflager müssen den örtlichen
Bestimmungen entsprechen (Brandschutztür, Fenster,
ausreichende Belüftung, erste Löschhilfe, usw.;
Kapitel 3.2, Seite 15)
– Der Kessel darf nicht in Wohnräumen, Werk- und Produktionsstätten aufgestellt werden.
– Zur Vermeidung von Korrosion muss die Verbrennungsluft frei von aggressiven Stoffen sein.
Besonders korrosionsfördernd sind Halogenkohlenwasserstoffe (z. B. Chlor, Fluor, Ammoniak). Diese sind
in Lösungsmitteln, Farben, Klebstoffen, Treibgasen
und verschiedenen Haushaltsreinigern enthalten.
Diese Stoffe dürfen auch nicht in Räumen gelagert
oder verarbeitet werden, die im Luftverbund mit dem
Heizungsraum stehen.
– Die Umgebungstemperatur des Kessels darf 35 °C
nicht überschreiten. Brennbare, leicht entflammbare
1
–
–
–
–
Stoffe und Flüssigkeiten dürfen nicht in Kesselnähe
gelagert werden.
Der Heizraum muss gegen das Eindringen von Kleintieren und Schädlingen gesichert werden.
Der Kessel muss auf einem ebenen und feuerfesten
Boden (Beton, Estrich, Fliesenboden, usw.) bzw.
geeigneten Sockel aufgestellt werden und mit dem
Austragungssystem auf gleichem Höhenniveau stehen.
Die Bodenplatte des Kessels darf nicht im Boden eingelassen werden. Bei Dauerbelastung sind Fußbodentemperaturen bis 80 °C möglich.
Die Oberflächentemperatur des Gerätemantels
beträgt allseitig max. 45 °C.
Der Heizraum muss eine funktionsfähige Be- und Entlüftung enthalten.
Für ausreichenden Platz auch im Service- und Wartungsfall die Mindestabstände beachten.
2
3
Bild 17 Mindestabstände in den Aufstellräumen
1
2
3
22
Logano SP251 mit Vorratsbehälter (VB 400)
Logano SP251 mit Saugsystem (SFA)
Logano SP251 mit Knickschnecke (KSM 1,5)
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4
Vorsicht: Anlagenschaden durch Frost!
V Der Aufstellraum des Pellet-Spezialheizkessels muss frostsicher sein und den
maßgeblichen Belüftungsanforderungen
entsprechen.
Aufstellort
V Aufstellort so wählen, dass:
– um das Gerät ausreichend Raum zur Montage der
erforderlichen Heizungs-, Abgas-und Elektroleitungen vorhanden ist und
– die Abgase auf dem kürzesten Weg in den Schornstein geleitet werden ( Kapitel 3.3, Seite 20) und
– der Aufstellraum frostfrei ist.
V Kessel beim Transport nicht hart absetzen.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
23
4
4.4
Installation (nur für den Fachhandwerker)
Kesselmontage vor Ort
Der Kessel wird auf einer Einwegpalette ausgeliefert:
– vormontierter Kesselkörper, bestehend aus Ober- und
Unterbau
– rechts montierte Brennereinheit (auch links möglich)
– Kartoneinheit mit Verkleidungsteilen, Wärmeisolierung
aus Glaswolle für unteren Kesselblock, Kessel-/Brennersteuerung, Saugzuggebläse, Aschebehälter mit
Kleinteilen, Druckschriftensatz mit Kundenunterlagen
– Bedienungs-, Montage- und Wartungsanleitung
(außen am Verkleidungskarton)
Kesselregelung nicht in feuchter Umgebung
montieren bzw. weder Regen noch Betauung
aussetzen.
V Verpackungsmaterial umweltgerecht entsorgen.
Bild 18 Kessel auf Einwegpalette
4.4.1 Gerät zerlegen
Für den besseren Transport in den Aufstellungsraum kann
das Gerät weiter zerlegt werden:
– Kesseltür
– Entaschungsschnecke
– Brennereinheit
– Kesseloberteil (Wärmetauscher)
– Kesselunterteil (Feuerraum)
1
Vorsicht: Anlagenschaden durch unsachgemäßes Zerlegen des Geräts!
V Schutzkartonage des Kesseloberteils
nicht entfernen!
V Teile so zur Seite legen, dass Verschmutzung, Beschädigung oder sonstige Beeinträchtigungen nicht entstehen können.
V Das Kesseloberteil mit Unterlagshölzer am
Boden abstellen, da sonst die Wärmetauschreiniger in den Wärme-übertragerrohren beschädigt werden.
7 747 018 646-05.1RS
Bild 19 Kesselunterteil
1
Scharnierschraube
2
V Tür des Kesselunterteils öffnen, Scharnierschrauben
(1) lösen, Tür demontieren und geschützt zur Seite
stellen.
V Madenschraube (2) der Entaschungsschnecke lösen.
V Entaschungsschnecke (3) in Pfeilrichtung von der
Achse ziehen, aus dem Feuerraum herausnehmen und
geschützt zur Seite legen.
3
7 747 018 646-06.1RS
Bild 20 Feuerraum
2
3
24
Madenschraube (Innensechskantschraube)
Entaschungsschnecke
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4
V Seitliche Spannbügel (4) der Brennerplatte öffnen,
Brennereinheit mit Brennerplatte aus dem Feuerraum
rangieren und geschützt zur Seite legen (Gewicht ca.
50 kg).
2.
4
1.
7 747 018 646-07.1RS
Bild 21 Brennereinheit demontieren
4
Spannbügel
V Die im Lieferumfang enthaltenen 4 Schraubösen in die
dafür vorgesehenen Befestigungspunkte (5) am Kesseloberteil fest einschrauben.
V 16 Flanschschrauben (6) lösen.
Vorsicht: Verletzungsgefahr durch Tragen
von schweren Lasten!
V Transport stets mit mehreren Personen
durchführen.
V Transportgut gegen Rutschen sichern.
5
6
Vorsicht: Anlagenschaden durch unsachgemäße Demontage!
V Dichtung (7) nicht beschädigen.
7
Vorsicht: Anlagenschaden durch ungeeignete Ablage!
V Unterleghölzer verwenden.
8
V Kesseloberteil (Gewicht ca. 160 kg) mit geeigneter
Transport- bzw. Hebeeinrichtung vorsichtig anheben,
vom Unterteil trennen und zum Schutz der Abgasturbulatoren mit der Dichtfläche auf Unterleghölzer stellen.
V Palettenbefestigung (8) des Kesselunterteils entfernen.
7 747 018 646-08.1RS
Bild 22 Kesseloberteil demontieren
5
6
7
8
Befestigungspunkte Kesseloberteil
Flanschschrauben
Dichtung (aufgeklebt auf Kesselunterteil)
Palettenbefestigung
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
25
4
Installation (nur für den Fachhandwerker)
V 4 Klemmbriden (9) im Feuerraum lösen und den Entaschungsrahmen entnehmen.
9
10
3
7 747 018 646-09.1RS
Bild 23 Befestigung des Entaschungsrahmens
3
9
10
Entaschungsschnecke (zur Orientierung dargestellt)
Klemmbride
Lagerstutzen
4.4.2 Gerät aufstellen
V Kesselunterteil (Gewicht ca. 160 kg) mit geeigneter
Transport- bzw. Hebeeinrichtung (z. B. 2 Rohre 1½“)
von der Palette heben und in den Aufstellraum transportieren.
V Kesselunterteil unter Berücksichtigung der Mindestabstände positionieren ( Bild 17, Seite 22) und mit den
verstellbaren Kesselfüßen waagerecht ausrichten.
V Kesseloberteil mit einer geeigneten Transport- bzw.
Hebeeinrichtung in den Aufstellungsraum einbringen.
7 747 018 646-10.1RS
Bild 24 Kesselunterteil transportieren
26
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4
Vorsicht: Anlagenschaden durch unsachgemäße Montage!
V Beim Aufsetzen Dichtung nicht verschieben.
V Korrekten Sitz und Unversehrtheit der Dichtung
( Bild 22, (7), Seite 25) prüfen und Kesseloberteil so
auf das Kesselunterteil aufsetzen, dass sich alle Rohranschlüsse auf einer Kesselseite befinden.
V 4 Schraubösen am Kesseloberteil entfernen.
V Kesselober- und -unterteil mit 16 Flanschschrauben
( Bild 22, (5), Seite 25) dicht verschrauben
(max. Drehmoment: 8 Nm).
V Kontrolle mit Fühlerlehre (0,2 mm)
Die im Folgenden beschriebene Montage der
Kesselverkleidungsteile gilt bei rechts montierter Brennereinheit.
Bei links montierter Brennereinheit entsprechend seitenverkehrt vorgehen.
V Entaschungsrahmen in linke Kesselseite einsetzen –
dabei beachten, dass der Lagerstutzen ( Bild 23,
(10), Seite 26) unten positioniert sein muss.
V Entaschungsrahmen mit 4 Klemmbriden ( Bild 23,
(9), Seite 26) sichern.
V Brenner in den Feuerraum einführen (Gewicht ca.
50 kg) und mit den seitlichen Spannbügeln ( Bild 21,
(10), Seite 25) befestigen.
V Kontrolle auf Dichtheit mit Fühlerlehre (0,2mm) , ggf.
die seitlichen Spannbügel nachspannen.
V Entaschungsschnecke ( Bild 23, (3), Seite 26) in den
Feuerraum einführen und durch den Lagerstutzen des
Entaschungsrahmens schieben.
V Entaschungsschnecke auf die Brennereinheit stecken
und mit Madenschraube (Innensechskantschraube)
( Bild 20, (2), Seite 24) sichern.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
27
4
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4.4.3 Abgasrohranschluss montieren
V Den Abgastemperaturfühler (2) nach oben ausrichten.
V Beigelegten Abgasrohranschluss (3) an der Kesselrückseite auf die Befestigungsschrauben aufschieben
und mit den Sechskantmuttern festschrauben.
1
2p
3v
6720611182-32.2J
7747018646-59.1RS
Bild 25 Abgasrohranschluss montieren
1
2
3
Anschlusskabel Saugzuggebläse
Abgastemperaturfühler
Abgasrohranschluss
4.4.4 Wärmeisolierung montieren
V Wärmeisolierung auslegen
V Die Wärmeisolierung hat folgende Öffnungen:
– Kleine rechteckige Öffnung für die Brennereinheit
– Große rechteckige Öffnung für die Kesseltür
– Runde Öffnungen für die hydraulischen Anschlüsse
Die Wärmeisolierung ist für eine rechtsseitige Brennermontage vorgesehen.
Wird der Brenner links montiert, muss eine
Öffnung für die Brennereinheit herausgeschnitten werden. Das herausgeschnittene
Material in die ungenützte Brenneröffnung
einsetzen und mit Heftklammern fixieren.
V Die Montage bei der Brennereinheit beginnen. Die
Brennerkabel durch die Brenneröffnung der Wärmeisolierung führen, damit sie für die weitere Montage
zugänglich sind.
V Das Kesselunterteil mit der Wärmeisolierung straff
umwickeln. Dabei den Aschekanal und die hydraulischen Anschlüsse durch die vorgesehenen Öffnungen
führen.
V Die beiden Enden der Isoliermatte auf der Kesselrückseite mit Heftklammern befestigen.
28
Bild 26 Wärmeisolierung montieren
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4.4.5
4
Kesselverkleidung montieren
Bild 27 Verkleidungsteile Übersicht
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
1)
Seitenwand Aschebehälter
Deckelrahmen verzinkt
Deckel für Regelgerät
Deckelklappe
Abdeckung Saugzuggebläse
Kesselrückwand
Seitenwand Technik mit Brennerplatine
Abdeckung Brennerplatine
Abdeckung Brennerhaube
(nur bei Schneckenaustragung)
Brennerhaube (nur bei Schneckenaustragung)
Fronteinlage verzinkt
Blindstopfen weiß Set à 3 Stück
Frontabdeckung
Mittelteil Vorderwand
Schild mit Buderuslogo
Aschekasten 1)
Deckel für Aschekasten inkl. Griff
Im Aschkasten liegen Kleinteile zur Montage, Übergangsstücke, Wellrohrbogen und Transportösen.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
29
4
Installation (nur für den Fachhandwerker)
V Alle Kabel von der Brennereinheit abwickeln.
V Deckelrahmen (1) lose auf den Kessel legen.
V Vormontierte Kabel vom Saugzuggebläse und Abgastemperaturfühler in die Vertiefung des Deckelrahmens
legen.
V Beide Seitenverkleidungen (2) in die Stehbolzen (3)
unter der Dämmmatte des Kesselunterteils einsetzen.
Mit den Blechschrauben Seitenverkleidungen und
Deckelrahmen verschrauben.
Bild 28 Montage Deckelrahmen und Seitenverkleidung
1
2
3
Deckelrahmen
Seitenverkleidung
Stehbolzen
V Befestigungszapfen (1) in die vorgesehenen Löcher
der Kesselrückwand (2) eindrehen. Dabei auf korrekte
Ausrichtung der Zapfen achten.
V Kesselrückwand in die Kunststoffeinsätze (3) der Seitenteile einrasten.
V Die gelben Abdeckkappen von den Hydraulikanschlüssen entfernen.
Bild 29 Montage Kesselrückwand
1
2
3
30
Befestigungszapfen
Kesselrückwand
Kunststoffeinsätze
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4
V Messing-Übergangsstücke (1) eindichten (mit Hanf
oder Dichtfaden Loctite 55).
V Flexiblen Bogen (2) mit Dichtung an die Messingübergangsstücke flachdichtend für die wasserseitige Verbindung anschrauben.
Bild 30 Wasserseitige Verbindung
1
2
Messing-Übergangsstück
Bogen (Wellrohr)
V Kesselfühlerleitung und Leitung des Antriebs der Wärmetauschreinigung durch die linke Öffnung der Fronteinlage (2) führen.
V Fronteinlage (1) mit 4 Blechschrauben (3) seitlich oben
und unten an den Seitenwänden und mit 1 Blechschraube an dem Deckelrahmen befestigen.
1
2
3
7 747 018 646-42.1RS
Bild 31 Montage Fronteinlage
1
2
3
Fronteinlage
Linke Öffnung der Fronteinlage
Blechschraube
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
31
4
Installation (nur für den Fachhandwerker)
V An das Bedienelement der Kessel-/Brennersteuerung
(1) das Datenkabel (2) anstecken und festschrauben.
V 5 Steckkabelbinder in die Frontabdeckung einstecken
und die Kabel verlegen.
3
Bild 32 Montage Fronteinlage
1
2
V Abdeckung der Brennerplatine ( Bild 27, Seite 29)
oberhalb der Brennereinheit abschrauben (2 Blechschrauben).
V Folgende Kabel durch den Kabelkanal (1) nach unten
zur Brennerplatine schieben:
– Kabel Antrieb der Wärmetauschreinigung
– Datenkabel der Kessel-/Brennersteuerung
– Kabel des Kesselfühlers
– Kabel des Abgastemperaturfühlers
– Kabel des Saugzuggebläses
V Die steckfertigen Kabel nach Anschlussplan ( Bild
41, Seite 36) anschliessen.
V Das verlegte Datenkabel an die Brennerplatine anstecken und festschrauben.
V Die Kabel der Brennereinheit durch die unteren Öffnungen der Seitenverkleidung ( Bild 34, (1)) zur
Brennerplatine schieben. Mit den entsprechenden
Steckplätzen auf der Brennerplatine verbinden.
Die Erdungskabel an der Erdungsschiene anklemmen.
32
Bedienelement Kessel-/Brennersteuerung
Datenkabel
Bild 33 Kabelkanal
1
Kabelkanal
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4
V Das Mittelteil der Vorderwand seitlich (links und rechts)
mit jeweils 4 Blechschrauben verschrauben. Dabei
achten, dass die Bolzen nach oben zeigen.
1
Bild 34 Montage Mittelteil
1
Öffnungen der Seitenverkleidung für die Kabel der
Brennereinheit
V Befestigungszapfen (1) in die Frontabdeckungen montieren und in senkrechte Position drehen.
V Die obere Frontabdeckung (2) in die Bolzen des Mittelteils stellen und mit dem Verschluss in der Seitenverkleidung einrasten.
V Die untere Frontabdeckung (2) in die Bolzen des
Unterteils stellen und in die Seitenverkleidung einrasten.
V Schild mit dem Buderuslogo (3) an der oberen
Frontabdeckung montieren.
V Mit den Blindstopfen (4) die 3 Löcher der unteren
Frontabdeckung verblenden.
4
7 747 018 646-54.1RS
Bild 35 Montage Frontabdeckung
1
2
3
4
Befestigungszapfen
Frontabdeckung
Schild mit Buderuslogo
Blindstopfen
V Deckel für das Regelgerät (1) mit 4 Schrauben am
Deckelrahmen befestigen.
Bild 36 Montage Deckel für Regelgerät
1
Deckel für Regelgerät
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
33
4
4.5
Installation (nur für den Fachhandwerker)
Regelgerät montieren
1
Zur Regelung der Heizkreise und zur Beladung des Speicherwassererwärmers wird
das Regelgerät Logamatic 2107P oder Logamatic 4211P benötigt.
V Regelgerät so aufsetzen, dass sich die
Einschiebehaken (2) in die ovalen Bohrungen (3) einführen. Regelgerät nach vorne ziehen und anschließend nach hinten abkippen, bis die beiden elastischen
Haken (1) rechts und links in den Öffnungen (4) einrasten.
2
5
3
4
7 747 018 646-21.1RS
Bild 37 Regelgerät montieren
1
2
3
4
5
V Oberes Gehäuse des Regelgerätes (2) mit den zwei
Blechschrauben (1) abschrauben.
V Regelgerätunterteil (3) mit den zwei Schrauben (4) auf
den Deckel für das Regelgerät ( Bild 37,(5)) festschrauben.
V Das Fühlerpaket des Regelgerätes besteht aus 2 Flüssigkeitsfühler mit Kapillarrohren und ein Thermoelement. Es befindet sich auf der Unterseite des
Regelgerätes.
V Das Fühlerpaket über den Kabelkanal nach hinten
durch die Rückwandöffnung führen und vollständig in
die ¾" Tauchhülse neben dem Saugzuggebläse
( Bild 40,(1), Seite 35) einschieben.
Elastische Haken
Einschiebehaken
Ovale Bohrungen
Öffnungen
Deckel für das Regelgerät
1
2
3
Achtung: Bei Anlage mit Pufferspeicher den Kesselfühler
aus dem Fühlerpaket entnehmen. Den Kesselfühler in der
Tauchhülse oder an die Klemmfeder des Pufferspeichers
montieren. Der Pufferspeicher ist optional erhältlich.
Vorsicht: Anlagenschaden!
V Wärmeleitpaste verwenden (aus dem
Kleinteilebeutel)
V Nach dem Aufsetzen des Regelgerätes die Verbindungskabel mit dem 7 poligen Brennerstecker an den
vorgesehenen Steckplatz am Regelgerät aufstecken.
V Die Verbindungskabel über den Kabelkanal zur Brennerplatine verlegen und entsprechend den Nummern
anstecken.
V Regelgerät nach Schaltplan anschließen.
V Oberes Gehäuse des Regelgerätes aufsetzen und mit
den Blechschrauben befestigen.
34
4
5
Bild 38 Regelgerät festschrauben
1
2
3
4
5
Blechschrauben
Oberes Gehäuse des Regelgerätes
Regelgerätunterteil
Schrauben
Schellenrahmen
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
7 747 018 646-22.1RS
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4
V Deckelklappe (1) unter das Regelgerät schieben bis
die Deckelklappe bündig am Deckel für das Regelgerät
ansteht. Deckelklappe mit 2 Schrauben montieren.
Bild 39 Montage Deckelklappe
1
V Abdeckung der Brennerplatine ( Bild 27, Seite 29)
anschrauben.
V Abdeckung des Saugzuggebläses an der Verkleidungsrückwand mit 4 Blechschrauben befestigen.
V Aschebox auf den Flansch der Ascheaustragung
schieben.
Deckelklappe
1
7 747 018 646-29.1RS
Bild 40 Abdeckung Saugzuggebläse
1
¾ " Tauchhülse für das Fühlerpaket (Regelgerät)
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
35
4
4.6
Installation (nur für den Fachhandwerker)
Brennerplatine anschließen
Rücklauftemp.
GND
Motorschutzk.
12 V
Ext. Anforderung
12 V
12 V
Errorrelais
Potentialfrei
Bild 41 Anschlussplan der Brennerplatine
* Werksauslieferung mit Brücke
36
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
*
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4.7
Wasserführende Anschlüsse herstellen
4.7.1 Vor- und Rücklauf
Der Vorlauf ist oben rechts und der Rücklauf ist unten mittig aus der Kesselrückseite herausgeführt ( Seite 7,
Bild 3).
Die Anschlüsse dürfen keinesfalls vertauscht
werden. Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch falschen Anschluss entstehen.
V Anschlüsse lösbar und verspannungsfrei herstellen.
V Vor Anschluss des Kessels an das Heizungsnetz
Leitungen spülen und von Rückständen reinigen,
besonders bei älteren Anlagen.
V Bei der Rohrführung auf Entlüftbarkeit des Kesselblocks achten.
V Für Reparaturfälle die Anlage an geeigneter Stelle mit
Absperreinrichtungen (z. B. Kugelhahn, etc.) ausrüsten.
4.7.2
Füll- und Entleerungseinrichtung
Um die Füll- bzw. Ergänzungswassermenge
mit Rücksicht auf den Kalkeintrag so gering
wie möglich zu halten:
V Anlagen mit automatischer Fülleinrichtung
mit einem Wasserzähler zur Füllmengenkontrolle in der Füllleitung ausrüsten.
V Zum Füllen der Anlage bauseits einen Füllhahn an
geeigneter Stelle vorsehen. Die Fülleinrichtung möglichst weit vom Kessel entfernt installieren.
V Zum Entleeren und Füllen der Anlage auf der Kesselrückseite in die vorhandene Anschlussmuffe ½“ einen
Entleerhahn montieren. Die gesamte Anlage muss vollständig entleerbar sein.
4.7.3
4
4.7.4 Sicherheitsventil
Wärmeerzeuger in geschlossenen Heizungsanlagen nach
DIN EN 12828 müssen mit wenigstens einem bauteilgeprüften Sicherheitsventil nach prEN 1268, Teil1 ausgerüstet sein, das die Anforderungen der TRD 721 und des
AD-Merkblatts A2 erfüllt und in der Abblaseleistung mindestens der Nennwärmeleistung des Wärmeerzeugers
entspricht.
V Das Sicherheitsventil (bauseits) gut zugänglich und
beobachtbar innerhalb des Heizraums anordnen.
V Zur Ableitung von evtl. austretendem Ausdehnungswasser eine bauseitige Entwässerungsstelle vorsehen.
Die Ausblasöffnung soll frei und beobachtbar über
einer Entwässerungsstelle münden.
V Das Sicherheitsventil an der höchsten Stelle des Kessels bzw. im Vorlauf in unmittelbarer Nähe des Wärmeerzeugers montieren.
Warnung: Personengefährdung durch Abblasen des Sicherheitsventils!
V Ausblasewasser in Entwässerungsstelle
leiten.
V Verbindungsleitung zum Sicherheitsventil nach
DIN EN 12828 herstellen.
4.7.5 Wasserstand- bzw. Druckanzeige
Die Anlage muss mit einem Druckanzeigeinstrument ausgestattet werden:
– Wasserstandshöhenanzeiger
– Druckmessgeräte, deren Anzeigebereich mindestens
50% über dem maximalen Betriebsdruck der Heizungsanlage liegt.
4.7.6 Wassermangelsicherung
Heizungsanlagen nach DIN EN 12828 müssen mit einer
bauteilgeprüften Wassermangelsicherung ausgerüstet
werden. Ersatzweise können auch bauteilgeprüfte Druckbegrenzer oder Strömungswächter eingesetzt werden.
Ausdehnungsgefäß nach DIN EN 13831
Vorsicht: Bei zu klein ausgelegtem Ausdehnungsgefäß drohen Korrosionsschäden,
Kesselverschlammung und Betriebsstörungen durch Sauerstoffeinbruch im Heizungsnetz!
Aufgrund der Typenprüfung kann bei Kesseln
der Baureihe 15 kW und 25 kW auf eine
Wassermangelsicherung verzichtet werden.
Das Ausdehnungsgefäß muss in seiner Kapazität den
Dokumenten und Richtlinien der Hersteller entsprechen.
4.7.7 Kesselkreispumpe und Rücklauffühler
Bauartbedingt darf der Kessel nur mit Rücklauftemperaturen ≥ 50 °C betrieben werden. Die erforderliche Kesselkreispumpe muss bauseits gestellt werden.
Ausdehnungsgefäße müssen mindestens das Ausdehnungswasser der Heizungsanlage einschließlich der
Wasservorlage aufnehmen können.
Die Ansteuerung erfolgt je nach Anlagenkonfiguration
über die Kesselregelung oder die Logamatic 2107P/
4211P.
Wir empfehlen, eine ausreichende Wasservorlage von
2% des Anlageninhalts einzuplanen.
Wird die Anlage mit einem Mischer zur Rücklaufanhebung ausgestattet, so ist im Rücklauf an entsprechender
Stelle eine Tauchhülse für den Rücklauffühler (6 mm)
zwingend vorzusehen.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
37
4
Installation (nur für den Fachhandwerker)
4.7.8 Empfehlung für Fußbodenheizung
Durch Sauerstoffeinbruch an nicht diffusionsdichten
Kunststoffrohren kann es zur heizwasserseitigen Korrosion von Anlagenteilen aus Stahl kommen.
Dies führt zu Kesselverschlammung durch Korrosionsprodukte und zu Schäden am Kessel durch lokale thermische
Überlastung.
V Fußbodenheizkreis und Kesselkreislauf müssen bei
Kunststoffrohren über einen Wärmetauscher hydraulisch getrennt werden.
V Bei Verwendung von Inhibitoren ist die Konzentration
im Heizwasser entsprechend den Angaben des Herstellers einzuhalten und regelmäßig zu überwachen.
4.8
Anschluss der Brennstoffzuführung
Der Kessel kann mit einem Knickschnecken- oder einem
Saugfördersystem ausgestattet werden.
Die Montageanleitung für das Zubehör beachten.
Die Raumaustragungssysteme müssen entsprechend
den Herstellerangaben angeschlossen werden.
4.9
Elektrischer Anschluss
Die Regel-, Steuer- und Sicherheitseinrichtungen sind fertig verdrahtet und geprüft.
Der Netzanschluss 230 V AC muss bauseits hergestellt
werden.
Vorsicht: Lebensgefahr
durch elektrischen Strom!
V Elektroarbeiten dürfen nur von Fachleuten
mit entsprechender Qualifikation ausgeführt werden.
V Bevor das Gerät geöffnet wird:
Netzspannung allpolig stromlos schalten
und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten sichern.
V Installationsvorschriften beachten.
Installationsarbeiten, insbesondere Schutzmaßnahmen,
müssen nach den VDE-Vorschriften 0100 und etwaigen
Sondervorschriften (TAB) der örtlichen Energieversorgungsunternehmen durchgeführt werden.
VDE 0700 Teil 1 bzw. DIN EN 60335-1:
V Für den Netzanschluss L, N und PE bzw. für den
Anschluss der Raumaustragung Installationskabel mit
massivem Leiter nach H05 VV-R 3 G
1,5 mm2 (NYM-I 3x1,5 mm2) verwenden und an der
Klemmleiste anschließen.
V Den Kesselanschluss mit mind. 10 A absichern (sofern
keine weiteren und größeren Verbraucher in diesem
Stromkreis vorgesehen sind).
V Keine weiteren Verbraucher an den Netzanschlussklemmen anschließen.
V Einen FI-Schutzschalter für Fehlerwechselstrom und
pulsierende Fehlergleichströme verwenden.
Vorsicht: Anlagenschaden durch unsachgemäßen Anschluss der Kabel!
V Kabel phasenrichtig anschließen.
V Alle Anschlusskabel über Schutzrohre berührungsfrei
zum Schaltkasten des Kessels führen.
V Kabel mit beiliegenden Zugentlastungen sichern.
Vorsicht: Anlagenschaden durch unsachgemäßen Montage!
V Netzspannungsführende Leitungen
(230 V AC) und Niederspannungskabel
(Temperaturfühler) nie in einem gemeinsamen Kabel oder Kabelkanal führen.
V Für die gesamte Leitungsführung inkl.
Kreuzungen immer einen Abstand von
mindestens 100 mm einhalten.
V Bei Anschluss eines indirekt beheizten Speichers oder
anderer Zusatzeinrichtungen den dafür vorgesehenen
Anschlussplan beachten.
38
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung
5
5
Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung
Die Kessel-/Brennersteuerung kontrolliert den
vollautomatischen Betrieb der Anlage:
– Ständige Überwachung aller Sicherheitseinrichtungen
(Sicherheitstemperaturbegrenzer, Rückbrandfühler,
Kessel-, Abgas- und Rücklauftemperatur)
– Automatische Anpassung der Brennerleistung an die
benötigte Heizleistung
– Anzeigen der Kesseldaten, Brennerzustände und
Störungen auf dem Display
– Abschalten der Anlage bei Störungen
– Einbinden der Logamatic-Regelung
5.1
Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung (für Bediener und
Fachhandwerker)
Die werkseitig voreingestellte Kessel-/Brennersteuerung
bietet die Möglichkeit, gerade ablaufende Gerätefunktionen sichtbar zu machen und anlagenspezifische Parameter zu ändern.
Die Bedienung erfolgt menügeführt über ein Display und
4 Funktionstasten.
5.2
1
2
3
4
5
7 747 018 646-12.1RS
Bild 42 Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung
(Befinden sich unter der oberen Frontabdeckung)
1
2
3
4
5
Display
Taste “Auf” / ”Mehr”
Servicetaste (Service-Ebene)
Taste OK
Taste “Ab” / ”Weniger”
Displayanzeigen beim Einschalten
(für Bediener und Fachhandwerker)
Nach dem Einschalten erscheint ein Begrüßungstext mit
Versionsnummer.
Danach erscheint am Display:
**German**
(C) AWI 2004
Wenn innerhalb von 20 Sekunden keine Taste betätigt
wird, startet die Steuerung mit der im Display angezeigten
Sprache.
Durch Drücken der Taste
oder
folgenden Sprachen wählt werden:
Sprachauswahl des Regelgerätes:
–
–
–
–
kann zwischen
0 = Deutsch
1 = Englisch
2 = Italienisch
3 = Französisch
Auswahl mit Taste
bestätigen.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
39
5
5.3
Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung
Displayanzeigen (für Bediener und
Fachhandwerker)
Damit die Funktion Messbetrieb aktiviert werden kann, muss die Kessel IST-Temperatur
(Display) kleiner als die Kessel Einschalttemperatur sein (Parameter 1).
Gegebenenfalls Parameter 1 ändern
( Punkt 5.5 Betriebseinstellungen).
z. B.:
Kessel Ein 10 °C
Kessel Ist 60 °C
Parameter1 auf 61 °C
stellen.
Im normalen Betrieb zeigt das Display:
KesselSoll: 80 °C
Kessel Ist: XX °C
5.3.1 Brennerstatus
V Taste
drücken, um den Brennerstatus anzuzeigen.
Das Display zeigt den Brennerstatus an:
Brenner: Brennerstatus
Abgas: XX °C
Folgende Brennerstatus werden angezeigt :
– AUS (Brenner aus)
– EIN (Brenner ein)
– BKlappe (Brandschutzklappe)
– Zündung1 (1. Zündversuch)
– Zündung2 (2. Zündversuch)
– Zündung3 (3. Zündversuch) usw.
– Maximal (Brenner in Maximallast)
– Teillast (Brenner in Teillast)
– Normal (Brenner in Normallast)
Bei gleichzeitigem Drücken von
und
im Brennerstatus werden die Rücklauf- und Dosierkanaltemperatur
(Rückbrandüberwachung) angezeigt.
5.3.2 Betriebsebenen
V Taste
drücken, um eine der folgenden Funktionen
auszuwählen:
– Messbetrieb
– Handbetrieb
– Notbetrieb
Messbetrieb
Im Messbetrieb schaltet der Kessel in Teil-, Normal- oder
Maximallastbetrieb (z. B. für Schornsteinfegerbetrieb).
Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
Das Display zeigt:
Messbetrieb
– 0 (Aus)
– 1 (Teillast)
– 2 (Normallast)
– 3 (Maximallast)
V Taste
starten.
erneut drücken, um den Messbetrieb zu
Das Display zeigt 1 anstelle von 0.
V Zum Wechseln von Teillast auf Normal- oder Maximallast erneut die
Taste drücken.
V Zum Beenden des Messbetriebes solange
drücken bis das Display "Messbetrieb 0" zeigt.
40
Vorsicht: Anlagenschaden!
Auslösen des Sicherheitstemperaturbegrenzers (STP) durch im Messbetrieb inaktive Kessel-Aus-Funktion.
V Die Kesseltemperatur muss am Display ersichtlich sein (einstellen mit
oder
) und ständig kontrolliert werden.
Handbedienung
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
V Taste
drücken, um einen der folgenden Reglerausgänge zu Servicezwecken anzusteuern und zu testen:
– Zündung
– Dosierschnecke
– Förderschnecke
– Gebläse Rauch
– Gebläse Feuerraum
– Error (= externe Störlampe)
– Reinigung
– Brandklappe
– Kesselkreispumpe/Mischer
V Taste
drücken, um den Ausgang ein- oder auszuschalten.
Das Display unten rechts zeigt:
0 = Aus oder 1 = Ein.
5.4
Störungen (
Kapitel 9, Seite 56)
Aufgetretene Störungen werden am Display angezeigt.
Das Display blinkt und zeigt eine der folgenden Meldungen:
– Fehler Fühlerbruch (Kessel-, Abgas- oder Rückbrandfühler)
– Fehler Fühlerbruch RL (Rücklauffühler)
– Fehler Motorschutz (Motorschutz nicht angeschlossen)
– Fehler Zündung fehlgeschlagen (keine Zündung).
Störungsanzeige zurücksetzen:
V Taste
und anschließend Taste
cken.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
oder
drü-
Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung
5.5
Betriebseinstellungen (für Bediener
und Fachhandwerker)
Display zeigt im normalen Betrieb:
KesselSoll: 80 °C
Kessel Ist: XX °C
5.5.1 Einstellen der Kesseltemperaturen
Zum Anpassen der Kesselbetriebsweise an die bauseitigen Gegebenheiten der Heizungsanlage (z. B. Radiatorenheizung oder Flächenheizung) kann die Ein- bzw.
Ausschalttemperatur des Kessels verändert werden.
Wenn ein Heizkreisregler Buderus Logamatic 2107P/
4211P angeschlossen wird, muss die Einschalttemperatur auf 10 °C eingestellt werden. Die Kesseleinschalttemperatur wird dann automatisch durch die Logamatic
gesteuert.
Einschalttemperatur ändern
V Taste
drücken.
Das Display zeigt:
Kessel EIN:
ändern: XX °C
V Taste
erneut drücken.
Der eingestellte Wert blinkt.
V Taste
oder
drücken, um den Wert zu ändern.
V Taste
drücken.
Der Wert ist gespeichert.
Ausschalttemperatur ändern
V Taste
und anschließend Taste
drücken.
Das Display zeigt:
Kessel AUS:
ändern: XX °C
V Taste
erneut drücken.
Der eingestellte Wert blinkt.
V Taste
oder
drücken, um den Wert zu ändern.
V Taste
drücken.
Der Wert ist gespeichert.
5.5.2
Service-Einstellungen
(nur für den Fachhandwerker)
V Taste
bei normaler Anzeige drücken.
Das Display zeigt:
Service Code eingeben
V Tastenfolge 5, 4, 3, 2 eingeben.
Das Display zeigt:
Handbedienung
V Taste
drücken, um eine der folgenden Funktionen
auszuwählen:
– Handbedienung
– Parameter
– Uhr stellen
– Messbetrieb
– Betriebsstundenzähler
– Summenzähler Dosierkanalüberwachung
5
Handbedienung
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
V Taste
drücken, um einen der folgenden Reglerausgänge zu Servicezwecken auszuwählen:
– Zündung
– Dosierschnecke
– Förderschnecke
– Gebläse Abgas
– Gebläse Verbrennungsluft
– Error (= externe Störlampe)
– Reinigung
– Brandklappe
– Kreiselkreispumpe/Mischer
V Taste
drücken, um den Ausgang ein- oder auszuschalten.
Das Display zeigt unten rechts:
0 = Aus oder 1 = Ein.
Parameter
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
Das Display zeigt:
Parameter 1
XXX
V Taste
oder
drücken, um den gewünschten
Parameter auszuwählen (Parameterliste Seite 67-66).
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
V Taste
oder
drücken, um den Wert zu ändern.
V Taste
drücken.
Der Wert ist gespeichert.
Uhr stellen
Die interne Uhr steuert die Kesselreinigungszyklen (Wärmetauschreiniger, Reinigungs- und Entaschungsschnecke).
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
Das Display zeigt:
Uhr stellen
XX Std XX min
V Taste
oder
drücken, um die Stunden einzustellen.
V Taste
drücken.
Der Wert ist gespeichert.
V Taste
oder
drücken, um die Minuten einzustellen.
V Taste
drücken.
Der Wert ist gespeichert.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
41
5
Bedienelemente der Kessel-/Brennersteuerung
Messbetrieb
Im Messbetrieb schaltet der Kessel in permanenten Teil-,
Normal- oder Maximallastbetrieb.
(z. B.Schornsteinfegerbetrieb)
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
Das Display zeigt:
Messbetrieb
– 0
V Taste
drücken, um den Messbetrieb zu starten.
Das Display zeigt:
1 = "6‘n"
0 m= Aus
XX Std XX min
Betriebsstundenzähler
Der Betriebsstundenzähler zeigt die Betriebsstunden für
Teillast, Normallast und Maximallast an.
Setzen Sie den Betriebsstundenzähler bei Inbetriebnahme des Gerätes zurück.
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
Das Display zeigt:
Lauf. Std
V 2-mal Taste
drücken, um die Betriebsstunden
zurückzusetzen.
Summenzähler Dosierkanalüberwachung
Der RB-Counter zeigt die Anzahl der Überschreitungen
von Parameter 28.
V Taste
drücken, um die Auswahl zu bestätigen.
Das Display zeigt:
RB-Counter
V 2-mal Taste
drücken, um den Summenzähler
Dosierkanalüberwachung zurückzusetzen.
Service-Ebene verlassen
V Taste
drücken, um die Service-Ebene zu verlassen.
42
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Inbetriebnahme (für Bediener und Fachhandwerker)
6
6
Inbetriebnahme (für Bediener und Fachhandwerker)
6.1
Information des Betreibers durch
den Anlagenersteller
Der Anlagenersteller muss den Betreiber mit Funktion und
Bedienung des Heizkessels vertraut machen.
V Nachfüllen und Entlüften der Anlage sowie der Kontrolle des Wasserstandes zeigen.
V Alle beigefügten Dokumente dem Betreiber aushändigen.
V Anleitung gut sichtbar in unmittelbarer Nähe des Wärmeerzeugers anbringen.
6.2
Betriebsbereitstellung
Die erstmalige Inbetriebnahme und Einstellung muss von einem autorisierten Fachmann
vorgenommen werden!
V Durchgeführte Arbeiten in das Protokoll
für die Inbetriebnahme eintragen
( Kapitel 12, Seite 71).
Vorsicht: Anlagenschaden
durch verunreinigte Verbrennungsluft!
V Für ausreichende Luftzufuhr sorgen.
V Kessel bei Staubentwicklung im Heizraum immer
abschalten (z. B. während der Gebäudebauphase oder
bei Reinigungsarbeiten im Heizraum).
V Aufstellraum von Baurückständen reinigen.
6.3
Anlage füllen
V Damit keine undichten Stellen während des Betriebes
auftreten, vor der Inbetriebnahme die Heizungsanlage
auf Dichtheit prüfen. Die Heizungsanlage mit dem
Druck abdrücken, der dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils entspricht.
Vorsicht: Anlagenschaden
durch Überdruck bei der Dichtheitsprüfung!
Großer Druck schädigt die Druck-, Regelund Sicherheitseinrichtungen.
V Vor der Dichtheitsprüfung dürfen nur
Druck-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen mit einer Absperrvorrichtung montiert
werden.
V Vor der Dichtheitsprüfung darauf achten,
dass alle Absperrvorrichtungen der
Druck-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen geschlossen sind.
V Dichtheitsprüfung entsprechend den örtlichen Vorschriften durchführen.
V Heizwasserseitige Misch- und Sperrventile öffnen.
Vorsicht: Gesundheitsgefahr
durch verunreinigtes Trinkwasser!
V Die landesspezifischen Vorschriften und
Normen zur Vermeidung von Verunreinigungen des Trinkwassers unbedingt beachten.
V Vor dem Füllen das Rohrnetz unter Ausschluss des
Kessels spülen.
V Anlage bei geöffneten Entlüftungsventilen langsam füllen. Erst schließen, wenn nur noch Wasser austritt.
V Anlage füllen, bis der errechnete Fülldruck erreicht ist.
(Gebäudehöhe in m / 10 * 1,3 = Fülldruck in bar) Der
maximale Druck beträgt 3 bar.
Bei der ersten Inbetriebnahme oder beim Erneuern
des gesamten Heizwassers:
V Füllwasser mit möglichst geringer Leistung bzw. stufenweise aufheizen, um eine möglichst gleichmäßige
Verteilung der im Wasser enthaltenen Kalkmenge zu
ermöglichen.
V Anforderungen an das Füllwasser nach VDI 2035
beachten.
V Nur von Buderus freigegebene Wasserzusätze verwenden.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
43
6
6.4
Inbetriebnahme (für Bediener und Fachhandwerker)
Kessel in Betrieb nehmen
Die werkseitigen Temperatur-Voreinstellungen können durch den Fachhandwerker anlagenspezifisch verändert werden
( Kapitel 5, Seite 41).
Zur Inbetriebnahme muss die Raumaustragung an der
Kessel-/Brennersteuerung angeschlossen sein.
– KSM/KSMS 1,5: Motorschutz an 12-13 anklemmen
– GSM 1,5: Brücke an 12-13 einlegen
Anderenfalls zeigt das Display Fehler Motorschutz.
Beim ersten Hochheizen sind kurzzeitige Geruchsbildungen möglich.
V Aufstellraum lüften.
V Gerät am Hauptschalter (Logamatic Regelgerät) einschalten (I).
Das Bedienelement der Steuerung (unter der oberen
Frontabdeckung) zeigt:
– Softwareversion
– Sprache (z. B. German)
Danach erscheint:
Kessel Ist: XX °C
Kessel Soll: 70 °C
Anschließend startet das Ablaufprogramm
( Bild 58, Seite 69):
– Aktivieren der Dosierschnecke (Einbringen des Brennstoffs in den Verbrennungsraum)
– Zündversuche (Grundeinstellung 9) entsprechend Einstellung in Parameter 29 (Anzeige über das Display)
– Nach Erreichen der Abgasdifferenztemperatur (Grundeinstellung 20,0 °C) schaltet das Gerät auf Maximallastbetrieb (kontrollierbar über Displayanzeige)
– Nach Überschreiten der ersten Kessel-Grenztemperatur (Grundeinstellung 75 °C) schaltet das Gerät auf
Normallastbetrieb (60 % der Leistung; kontrollierbar
über Displayanzeige)
Im überwiegenden Teil einer Heizsaison arbeitet
der Kessel in dieser Betriebsart.
– Nach Überschreiten der zweiten Kessel-Grenztemperatur (Grundeinstellung 77,5 °C) schaltet das Gerät
auf Teillastbetrieb (30 % der Leistung; kontrollierbar
über Displayanzeige)
– Bei Überschreiten der Kesselsolltemperatur (Grundeinstellung 80,0 °C) schaltet das Gerät aus
– Bei Unterschreiten der Kesselmindesttemperatur
(Grundeinstellung 10 °C Frostschutz) schaltet das
Gerät wieder ein
6.5
-oderV Kesselsolltemperatur an der Kessel-/Brennersteuerung auf 10° C absenken.
Vorgehen bei werkseingestelltem Regler
Im normalen Betrieb zeigt das Display:
KesselSoll: 80°C
Kessel Ist: XX °C
V Taste
drücken.
Das Display zeigt:
Kessel EIN:
ändern: XX °C
V Taste
erneut drücken.
Der eingestellte Wert blinkt.
V Taste
oder
drücken, um den Wert zu ändern.
(Bsp.: 10 °C).
V Taste
drücken.
Der Wert ist gespeichert.
Die Kesselregelung senkt die Kesseltemperatur auf
den neuen Wert und stellt den Heizbetrieb ein.
Trotz sofortiger Brennerabschaltung kann
das Saugzuggebläse des Kessels noch einige Zeit nachlaufen, um die im Feuerraum befindlichen Pellets vollständig zu verbrennen.
6.5.2 Langzeitige Abschaltung
V Gerät am Hauptschalter (Regelgerät Logamatic) ausschalten.
Vorsicht: Anlagenschaden durch Frost!
V Bei Frostgefahr Anlage entleeren.
Die Kessel-/Brennersteuerung verfügt über
einen batteriebetriebenen Speicher, in dem
die anlagenspezifischen Daten abgelegt
sind.
Wenn der Kessel länger als eine Woche ausgeschaltet/vom Netz getrennt wird, können
diese Einstellungen verloren gehen.
Die werkseitigen Einstellungen sind davon nicht betroffen.
Kessel außer Betrieb nehmen
6.5.1 Kurzzeitige bzw. saisonale Abschaltung
V Entsprechende Betriebsart des vorhandenen Buderus
Regelgeräts (Logamatic) einstellen.
44
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Inbetriebnahme (für Bediener und Fachhandwerker)
6.6
6
Wiederinbetriebnahme nach
saisonaler Abschaltung
V Entsprechende Betriebsart des vorhandenen Buderus
Regelgerätes (Logamatic) einstellen.
-oderV Kesselsolltemperatur an der Kessel-/Brennersteuerung anheben.
Vorgehen bei werkseingestelltem Regler
V Taste
drücken.
Das Display zeigt:
Kessel EIN:
ändern: XX °C
V Taste
erneut drücken.
Der eingestellte Wert blinkt.
V Taste
oder
drücken, um den Wert zu ändern.
(Bsp.: 50 °C).
V Taste
drücken.
Der Wert ist gespeichert.
Die Kesselregelung hebt die Kesseltemperatur auf den
neuen Wert und beginnt den Heizbetrieb.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
45
7
7
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
Durch die vollautomatische Betriebsweise des Heizkessels ist nur ein geringes Maß an Wartungs- und Reinigungsarbeiten erforderlich.
7.1
Sicherheitshinweise
Wartungen dürfen nur von einem zugelassenen Fachbetrieb durchgeführt werden.
Abschalten der Anlage
V Vor allen Arbeiten an der Anlage oder im Lagerraum:
Anlage abschalten, vom Netz trennen und 5 Minuten
warten (Entladung der in der Kesselregelung befindlichen Kondensatoren).
Sicherungsmaßnahmen während der Wartung
V Arbeiten im Lagerraum nur in Anwesenheit einer zweiten Person durchführen.
V Personen im Umfeld der Anlage über Dauer und
Umfang der Arbeiten informieren.
V Bei jeglichen Arbeiten an der Anlage (insbesondere am
Raumaustragungssystem im Pelletlagerraum) im
Bereich der Kesselregelung sowie an der Lagerraumtür eine gut sicht- und lesbare Hinweistafel gegen
unbeabsichtigte Inbetriebnahme anbringen.
V Bei Anwesenheit von Personen, denen eine Eigenverantwortung nicht zuzutrauen ist: Anlage durch
Abschalten von Sicherheitseinrichtungen im E-Verteiler gegen unbeabsichtigte oder unbefugte Wiederinbetriebnahme sichern.
7.3
Wartungsarbeiten
V Nur originale Ersatzteile verwenden.
V Asche aus dem Abgasrohr, dem Kessel und dem
Aschekasten entfernen.
V Abgasturbulatoren in den Abgaszügen des Kessels
kontrollieren.
V Zündrohr reinigen.
V Feuerraum und Nachverbrennungsring reinigen.
V Gebläse reinigen.
V Alle Antriebseinheiten warten und schmieren.
V Sicherheitseinrichtungen prüfen.
V Dichtheit bzw. Dichtungen prüfen.
V Parameter der Kessel-/Brennersteuerung an evtl. spezielle Kundenanforderungen oder Heizmaterialeigenschaften anpassen.
V Sichtprüfung der Verschleißteile (Zahnräder, Ketten
und Schnecken) durchführen.
V Kettenspannung prüfen (max. Durchhängen 10 mm)
V Mit Abgasmessgerät den Kessel auf optimalen Wirkungsgrad über die Parameter 13 - 22 einstellen.
Schutz vor Verbrennungen
V Wartungen nur bei kaltem Kessel durchführen. Feuerraum auskühlen lassen.
V Beim Entfernen von Asche auf Glutrückstände achten.
Nach Abschluss der Arbeiten
V Komplette Funktionskontrolle des Kessels durchführen:
– Anschluss und Funktion der Heizungsregelung
(optionales Zubehör) und anderer Ausrüstungsteile
prüfen.
– Kessel bis zum Abschaltpunkt des Kesseltemperaturreglers (Grundeinstellung 80 °C) hochheizen.
V Funktionsfähigkeit der Brennstoffzuführung (Raumaustragung) sicherstellen.
7.2
Entlüften und Nachfüllen
V Anlage über einen angemessenen Zeitraum bei geöffneten Heizkörperventilen auf höchste Vorlauftemperatur heizen und ggf. nachentlüften.
V Wasser unter 50 °C abkühlen lassen und die Anlage –
falls notwendig – nachfüllen. Füllschlauch vor dem
Nachfüllen entlüften.
46
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
7.4
Wärmetauscher
und Brenner reinigen
7.4.1
Wärmetauscherreinigung aktivieren
7
Vorsicht: Anlagenschaden!
Bei Handbedienung sind alle Sicherheitsvorrichtungen deaktiviert (z. B. Füllstandsensor).
V Immer bei der Anlage bleiben und die Vorgänge beobachten, um Anlagenschäden
zu vermeiden.
V Taste
drücken, bis das Display Handbedienung
zeigt.
V Taste
drücken, um die Funktion zu aktivieren.
Das Display zeigt Zündung.
V Taste
so lange drücken, bis das Display Reinigung zeigt.
V Taste
drücken, um die Funktion ein- oder auszuschalten.
V Reinigung ca. 10 min. laufen lassen.
V Zum Verlassen der Handbedienebene die Taste
drücken, bis das Display die KESSEL IST-Temperatur
anzeigt.
7.4.2
Feuerraum reinigen
Zum Reinigen des Feuerraums empfehlen
wir: Staubsauger, Drahtbürste sowie Handfeger.
Vorsicht: Verbrennungsgefahr durch
Glutreste!
V Feuertür langsam öffnen.
V Ascherückhalteblech aushängen.
V Kesselwände und Kesseltür mit einem Handfeger reinigen.
7 747 018 646-14.1RS
Bild 43 Kesselwände und Kesseltür reinigen
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
47
7
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
V Asche aus dem Feuerraum absaugen und in einem
nicht brennbaren Gefäß sammeln.
V Dach des Nachverbrennungsrings (1) und den Nachverbrennungsring (2) vom Nachverbrennungsringadapter ziehen.
1
2
Bild 44 Asche absaugen
1
2
Dach des Nachverbrennungsrings
Nachverbrennungsring
V Dach, Nachverbrennungsring und Adapter mit einem
Handfeger von Ascheablagerungen reinigen.
Bild 45 Nachverbrennungsring und Dach reinigen
V Zündrohr (1) mit einem Innensechskantschlüssel (2)
lösen.
1
2
7 747 018 646-18.1RS
Bild 46 Zündrohr lösen
1
2
48
Zündrohr
Innensechskantschlüssel
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
7
V Zündrohr mit einem Stück Draht kontrollieren und
eventuell vorhandene Verkrustungen an den Rohrenden entfernen.
7 747 018 646-19.1RS
Bild 47 Zündrohr kontrollieren
V Drehkranz (1) vom Brennteller abnehmen und mit
Drahtbürste und Handfeger reinigen.
V Die Funktion der Antriebsschnecke (2) im Modus
Handbedienung kontrollieren.
1
2
7 747 018 646-20.1RS
Bild 48 Drehkranz und Brennteller reinigen
1
2
Drehkranz
Antriebsschnecke
V Brennteller (1) und Nachverbrennungsringadapter (2)
absaugen.
2
1
7 747 018 646-23.1RS
Bild 49 Brennerteller absaugen
1
2
Brennteller
Nachverbrennungadapter
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
49
7
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
V Bei starker Verschmutzung und eventuell vorhandenen
Verkrustungen den Brennteller mit einer Drahtbürste
reinigen, so dass die Löcher für die Verbrennungsluftzufuhr im Brennteller sauber sind.
V Je nach Verschmutzung sollte auch der Brennteller
demontiert und der darunter liegende Primärluftverteilkanal gereinigt werden.
Bild 50 Brennteller mit Drahtbürste reinigen
V Primärluft-Wellrohr aus dem Brennteller nach unten
ziehen.
V Feinasche aus dem Primärluft-Wellrohr und der Bohrung im Brennteller saugen.
7 747 018 646-25.1RS
Bild 51 Primärluft-Wellrohr abziehen
7.4.3 Ausgebaute Teile wieder einbauen
V Ausgebaute Teile in umgekehrter Reihenfolge wieder
einbauen.
Wichtige Hinweise für den Einbau
V Darauf achten, dass die Antriebsschnecke der
Brennerentaschung in die Verzahnung des Brenntellers greift.
V Für eine ordnungsgemäße Verbrennung darf das Ende
des Primärluft-Wellrohrs max. 10 mm in die obere Bohrung geschoben werden.
Wird das Wellrohr zu weit eingeführt, so besteht die Gefahr einer unzureichenden Luftverteilung in der Brennschale und in weiterer
Folge einer nicht ordnungsgemäßen Verbrennung.
50
Bild 52 Einbau der Antriebsschnecke
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
7.5
7
Aschebox entleeren (für den Bediener)
Der Füllstand der Aschebox muss mindestens einmal im
Monat kontrolliert werden. Wenn der Füllstand höher als
der sichtbare Entaschungskanal ist, muss die Aschebox
entleert werden.
V Aschebox nach oben aus der Halterung ziehen und in
ein nicht brennbares Sammelgefäß entleeren.
7.6
Kettenspannung prüfen
7.6.1 Antrieb der Wärmetauscherreinigung kontrollieren
Das Spiel der Antriebskette (1) muss zwischen 0,5 cm
und 1,0 cm liegen. Wenn das nicht der Fall ist:
0,5-1,0 cm
V Befestigungsschrauben (2) der Motorhalterung (3) am
Montagewinkel öffnen. Die Kette durch Positionsänderung des Antriebsmotors nachspannen.
V Befestigungsschrauben wieder anziehen.
V Verschleiß der Zahnräder kontrollieren.
1
3
2
7 747 018 646-27.1RS
Bild 53 Kettenspannung prüfen
1
2
3
Antriebskette
Befestigungsschrauben
Motorhalterung
7.6.2
Antrieb von Dosierschnecke und Zellradschleuse kontrollieren
Das Spiel der Antriebskette (1) muss zwischen 0,5 cm
und 1,0 cm liegen. Wenn das nicht der Fall ist:
V Befestigungsmutter (2) lösen. Die Kette durch Positionsänderung des Antriebsmotors (3) nachspannen.
V Befestigungsmutter wieder anziehen.
V Verschleiß der Zahnräder kontrollieren.
3
2
1
7 747 018 646-28.1RS
Bild 54 Dosierschnecke und Zellradschleuse
1
2
3
Antriebskette
Befestigungsmutter
Antriebsmotor
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
51
7
7.7
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
Ascheabsetzkammer reinigen
V Abdeckung des Saugzuggebläses entfernen.
1
7 747 018 646-29.1RS
Bild 55 Abdeckung demontieren
V Die 6 Sechskantschrauben des Saugzuggebläses
abschrauben. Das Saugzuggebläse herausnehmen.
Die Ascheabsetzkammer wird sichtbar.
V Abgesetzte Asche mit einem Staubsauger entfernen.
V Saugzuggebläse und Abdeckung wieder montieren.
7 747 018 646-30.1RS
Bild 56 Absetzkammer
52
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
7.8
Brennereinheit kontrollieren
V Alle Komponenten der Brennereinheit auf Schäden
oder Verschmutzung überprüfen. Wenn erforderlich
reinigen.
V Staubbeläge mit trockenem Tuch oder Staubsauger
entfernen.
7.9
Kesselverkleidung
Zur Reinigung der Kesselverkleidung keine
scharfen Lösungsmittel verwenden.
V Das Display der Kessel-/Brennersteuerung mit einem
trockenen und weichen Tuch reinigen.
V Verkleidung mit einem feuchten Tuch reinigen.
7.10 Steuerung
7.10.1 Fühler- und Sicherheitseinrichtungen
V Ordnungsgemäße Montage der Temperaturfühler kontrollieren:
– Kesseltemperaturfühler
– Abgastemperaturfühler
– Rückbrandfühler
– Sicherheitstemperaturbegrenzer
V Parameter von Kessel-/Brennersteuerung kontrollieren
und bei spez. Kundenanforderungen und Heizmaterialeigenschaften nachjustieren.
7.10.2 Funktionskontrolle bei Handbedienung
Warnung: Anlagenschaden!
Bei Handbedienung sind alle Sicherheitsvorrichtungen deaktiviert (z. B. Füllstandsensor).
V Immer bei der Anlage bleiben und die Vorgänge beobachten, um Anlagenschäden
zu vermeiden.
7
V Taste
drücken, um die Funktion ein- oder auszuschalten.
V Taste
drücken, um eine andere Funktion auszuwählen. Zum Ein- oder Ausschalten jeweils Taste
drücken.
V Zum Verlassen der Handbedienebene die Taste
drücken, bis das Display die KESSEL IST-Temperatur
anzeigt.
7.11 Pellet-Fördersystem und
Vorratslager
Warnung: Verletzungsgefahr!
V Vor Arbeiten an den Fördereinrichtungen
und im Vorratslager den Heizbetrieb einstellen und die Anlage vom Netz trennen.
V Gegen unbeabsichtigte Wiederinbetriebnahme sichern.
Personen, die sich im Umfeld der Anlage befinden, müssen über die Dauer und den Bereich der Arbeiten informiert werden.
7.11.1 Knickschneckensystem
V Funktion des Fördersystems kontrollieren.
V Montage des Getriebemotors kontrollieren.
7.11.2 Saugfördersystem
V Funktion des Fördersystems kontrollieren.
V Sieb im Zyklonabscheider auf Verschmutzung kontrollieren und ggf. reinigen.
V Füllstandsensor auf Verschmutzung, richtige Montage
und Schaltabstand (15-20 mm) kontrollieren
V Befestigung der Förderschläuche kontrollieren, dabei
auch die Erdung beachten.
Folgende Funktionen können überprüft werden:
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Zündung
Dosierschnecke
Förderschnecke
Gebläse Abgas
Gebläse Verbrennungsluft
Error
Reinigung
Brandklappe
Kesselkreispumpe/Mischer
V Taste
drücken, bis das Display Handbedienung
zeigt.
V Taste
drücken, um die Funktion zu aktivieren.
Das Display zeigt Zündung.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
53
7
Wartung (nur für den Fachhandwerker)
7.12 Checkliste für Wartungen
Tätigkeit
Intervall
Durchgeführt
JA
Funktion Reinigung aktivieren
1x jährlich
Feuerraum reinigen
1x jährlich
- Nachverbrennungsring und Adapter abnehmen und reinigen
1x jährlich
- Zündrohr abschrauben und reinigen
1x jährlich
- Drehkranz abnehmen und reinigen
1x jährlich
- Brennteller reinigen
1x jährlich
- Primärluftrohr reinigen
1x jährlich
Aschebox entleeren
nach Bedarf
Kettenspannung überprüfen
1x jährlich
Sichtkontrolle der Brennereinheit
¼ jährlich
Kesselverkleidung reinigen
nach Bedarf
Ascheabsetzkammer reinigen
1x jährlich
Funktionskontrolle
nach jeder Wartung
Tab. 4 Wartungscheckliste
54
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
NEIN
Energiesparhinweise (für den Bediener)
8
8
Energiesparhinweise (für den Bediener)
Sparsam heizen
Das Gerät ist so konstruiert, dass der Brennstoffverbrauch und die Umweltbelastung möglichst niedrig sind
und die Behaglichkeit groß ist.
Entsprechend dem jeweiligen Wärmebedarf der Wohnung wird die Brennstoffzufuhr zum Brenner geregelt.
Das Gerät arbeitet mit kleiner Flamme weiter, wenn der
Wärmebedarf geringer ist.
Der Fachmann nennt diesen Vorgang Stetigregelung.
Durch die Stetigregelung ergeben sich geringe
Temperaturschwankungen und eine gleichmäßige Wärmeverteilung in den Räumen.
So kann es vorkommen, dass das Gerät längere Zeit in
Betrieb ist, aber dennoch weniger Brennstoff verbraucht
als ein Gerät, das ständig ein- und ausschaltet.
bleibt. Der Sparbeginn kann ggf. früher eingestellt werden.
Lüften
Zum Lüften die Fenster nicht kippen. Dabei wird dem
Raum ständig Wärme entzogen, ohne die Raumluft nennenswert zu verbessern.
Besser kurz, aber intensiv lüften (Fenster ganz öffnen).
Während des Lüftens Thermostatventile zudrehen.
Warmwasser
Eine niedrigere Einstellung am Temperaturregler bedeutet große Energieeinsparung.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhandwerker - oder schreiben Sie uns.
Wartung
Damit Brennstoffverbrauch und Umweltbelastung über
lange Zeit möglichst niedrig bleiben, empfehlen wir den
Abschluss eines Wartungs- und Inspektionsvertrags mit
einem zugelassenen Fachbetrieb, um das Gerät jährlich
warten zu lassen.
Heizungsregelung
§ 7 der Heizungsanlagenverordnung schreibt eine Heizungsregelung mit Raumtemperaturregler oder witterungsgeführtem Regler und Thermostatventilen vor.
Thermostatventile
Die Thermostatventile ganz öffnen, damit die jeweils
gewünschte Raumtemperatur auch erreicht werden kann.
Erst wenn nach längerer Zeit die Temperatur nicht
erreicht wird, am Regelgerät Logamatic die Heizkurve
bzw. die gewünschte Raumtemperatur ändern.
Fußbodenheizung
Die Vorlauftemperatur nicht höher einstellen, als die vom
Hersteller empfohlene maximale Vorlauftemperatur.
Sparbetrieb (Nachtabsenkung mit Logamatic)
Durch Absenken der Raumtemperatur über Tag oder
Nachts lassen sich erhebliche Brennstoffmengen einsparen. Ein Absenken der Temperatur um 1°C kann bis zu 5%
Energieeinsparung bringen.
Es ist nicht sinnvoll, die Raumtemperatur täglich beheizter
Räume unter +15 °C absinken zu lassen, da sonst die
ausgekühlten Wände weiterhin Kälte abstrahlen. Oft wird
dann die Raumtemperatur erhöht und so mehr Energie
verbraucht als bei gleichmäßiger Wärmezufuhr.
Bei einem gut isoliertem Gebäude im Sparbetrieb die
Temperatur auf einen niedrigen Wert einstellen. Auch
wenn die eingestellte Spartemperatur nicht erreicht wird,
wird Energie gespart, da die Heizung ausgeschaltet
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
55
9
9
Störungen (nur für den Fachhandwerker)
Störungen (nur für den Fachhandwerker)
Gefahr: Lebensgefahr durch elektrischen
Strom!
V Vor allen Instandsetzungsarbeiten die
Spannungsversorgung zur Heizungsanlage unterbrechen und 5 Minuten warten
(Entladung der Kondensatoren).
Die Kessel-/Brennersteuerung erkennt Störungen selbsttätig. Der Kessel wird außer Betrieb gesetzt und das Display zeigt eine Kurzbeschreibung der Störung.
Nach Beheben der Fehlerursache kann die Fehlermeldung zurückgesetzt werden.
Außerdem wird die Heizanlage außer Betrieb gesetzt,
wenn der Sicherheitstemperaturbegrenzer oder die Vorsicherungen der Regelung Logamatic 2107P/4211P auslösen.
9.1.2
Anzeige: Fehler Motorschutz
Diese Anzeige wird nur bei angeschlossener
externer Raumaustragung mit Thermoschutzkontakt angezeigt.
Bei Überhitzung schaltet der Motor selbsttätig ab und das
Display zeigt den Fehler an.
Nach Abkühlung schaltet sich der Motor wieder ein und
die Fehlermeldung wird automatisch zurückgesetzt.
V Autorisierten Kundendienst verständigen.
9.1
Störungsanzeigen
9.1.1
Anzeige: Fehler Zündung fehlgeschlagen
9.1.3 Anzeige: Fehler Fühlerbruch
V Temperaturfühler auf Beschädigung bzw. Unterbrechung der Kontakte prüfen.
– Kesseltemperaturfühler
– Abgastemperaturfühler
– Temperaturfühler Rückbrandüberwachung.
V Widerstandswerte prüfen ( Tabelle 7, Seite 62).
Bei mechanischem Fehler an den Fördereinrichtungen (Kettenantrieb, Getriebe und
Schnecken):
V Autorisierten Kundendienst verständigen!
9.1.4 Anzeige: Fehler Fühlerbruch RL
V Rücklauftemperaturfühler auf Beschädigung bzw.
Unterbrechung der Kontakte prüfen:
V Widerstandswerte prüfen ( Tabelle 7, Seite 62).
Gefahr: Verbrennung durch Heißluft!
Das Zündgebläse erzeugt Temperaturen bis
400 °C.
V Gebläse und Zündkanal nicht direkt
berühren.
V Nicht unmittelbar an die Ausblasöffnung
des Zündkanals greifen.
9.2
V Folgende Bedingungen prüfen:
– Genügend Brennstoff im Feuerraum?
– Genügend Brennstoff im Lagerraum?
– Dosierschnecke funktionsfähig? Überprüfung durch
Handbedienung ( Kapitel 5.5.2, Seite 41).
– Förderschnecke funktionsfähig? Überprüfung durch
Handbedienung ( Kapitel 5.5.2, Seite 41).
– Kettenantriebe in Ordnung?
– Zündgebläse funktionsfähig? Überprüfung durch
Handbedienung ( Kapitel 5.5.2, Seite 41).
– Zündgebläse läuft nicht an? Sicherung kontrollieren
( Kapitel 9.3).
– Ausblasöffnung des Zündkanals frei von Verschmutzungen?
– Füllstandsensor richtig positioniert und eingestellt?
Eintauchtiefe kontrollieren.
56
Ansprechen des Sicherheitstemperaturbegrenzers
V Am Sicherheitstemperaturschalter die Entriegelungstaste drücken.
(Siehe Bedienungsanleitung Logamatic 2107P/
4211P)
V Bei wiederholtem Auslösen des Sicherheitstemperaturbegrenzers den autorisierten Kundendienst verständigen.
9.3
Auslösen einer Vorsicherung
V Gerät am Hauptschalter ausschalten.
V Schutzkappe durch Drehen öffnen und Glasrohrsicherung 3,15 A bzw. 10 A herausziehen.
V Sicherungen auf Funktionsfähigkeit prüfen und evtl.
durch Sicherung gleichen Typs ersetzen.
V Sicherungssockel wieder verriegeln.
V Spannungsversorgung wieder herstellen und das
Gerät am Hauptschalter einschalten.
V Bei wiederholtem Auslösen den autorisierten Kundendienst verständigen.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Störungen (nur für den Fachhandwerker)
Ursache(n)
Anzeige am
Bedienelement
JA
9
Kontrolle(n)
Vorgehensweise bzw. Maßnahmen
NEIN
Stromzufuhr unterbrochen
X
– Netzzuleitung prüfen
V Netzzuleitung an Logamatic
2107P/4211P prüfen.
Reglersicherung defekt
(Feinsicherung 3,15 AT)
X
– Feinsicherung prüfen
V Sicherungssockel an der Reglerfront durch Drehen öffnen.
V Sicherung entnehmen.
V Sicherung durch Sicherung
gleichwertigen Typs ersetzen.
V Sicherungssockel einsetzen
und durch Drehen fixieren.
Datenkabel von der Brennerplatine zum Bedienelement unterbrochen oder
defekt
X
– Verbindung des Datenkabels prüfen
– Datenkabel auf Beschädigungen prüfen
V Verbindungen verschrauben.
V Datenkabel tauschen.
Bedienelement defekt
X
V Service verständigen.
– Feinsicherung prüfen
V Abdeckung Platinengehäuse
entfernen.
V Sicherung entnehmen.
V Sicherung durch Sicherung
gleichwertigen Typs ersetzen.
– Einzelne Potenzialausgänge prüfen
V Am Regler Handbedienung
auswählen.
V Ausgänge in Reihenfolge EIN /
AUS schalten.
Reglersicherung defekt
(Feinsicherung 10 AT)
X
Ein oder mehrere Reglerausgänge am Bedienelement defekt
X
(X)
Regler defekt
X
(X)
Reglersicherung defekt
(Feinsicherung 10 A)
„Zündung
fehlg.“
– Feinsicherung prüfen
V Abdeckung Platinengehäuse
entfernen.
V Sicherung entnehmen.
V Sicherung durch Sicherung
gleichwertigen Typs ersetzen.
Verkabelung
„Zündung
fehlg.“
– Anschluss von Zündgebläse zur Leistungsplatine
prüfen
V Abdeckung Platinengehäuse
entfernen.
V Kabelverbindung vom Zündgebläse zur Leistungsplatine prüfen.
V Kabelverbindung ggf. neu verlegen.
Zündgebläse defekt
„Zündung
fehlg.“
– Potenzialausgang am
Zündgebläse prüfen
V Service verständigen.
V Zündgebläse austauschen.
V Service verständigen.
V Kessel-/Brennersteuerung austauschen.
Tab. 5 Störungen und Maßnahmen
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
57
9
Störungen (nur für den Fachhandwerker)
Ursache(n)
Anzeige am
Bedienelement
JA
Zündgebläse funktioniert
nicht
„Zündung
fehlg.“
Kontrolle(n)
Vorgehensweise bzw. Maßnahmen
– Materialzufuhr prüfen
– Antriebskette Dosierschnecke prüfen
V Im Handmodus Materialzufuhr
prüfen (Funktion Dosierschnecke und Fördereinrichtung).
NEIN
Tab. 5 Störungen und Maßnahmen
58
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Störungen (nur für den Fachhandwerker)
Ursache(n)
Anzeige am
Bedienelement
JA
9
Kontrolle(n)
Vorgehensweise bzw. Maßnahmen
NEIN
Zündgebläse funktioniert
und
Materialzufuhr unterbrochen
„Zündung
fehlg.“
– Antriebe Materialförderung
prüfen
– Menge des vorhandenen
Brennstoffs prüfen
V Im Handmodus Materialzufuhr
prüfen (Funktion Dosierschnecke und Fördereinrichtung).
V Förderkanäle prüfen. Prüfen, ob
Brennstoff aus Lagerraum
gefördert wird.
Zündgebläse funktioniert
und
Materialzufuhr funktioniert
und
Abgastemperatur steigt
nicht bzw. nur gering an
„Zündung
fehlg.“
Bei der Inbetriebnahme kann
es vorkommen, dass durch
die blanken Kesselwände
und die Frischwasserfüllung
die Abgaswärme überdurchschnittlich vom Kessel aufgenommen wird.
V Störung mit der Taste
quittieren. Es wird ein neuerlicher
Zündzyklus gestartet.
Zündgebläse funktioniert
und
Materialzufuhr funktioniert
und
Abgastemperatur steigt
nicht bzw. nur gering an
„Zündung
fehlg.“
– Abgastemperaturfühler auf
richtige Position prüfen
– Abgastemperaturfühler auf
Funktion prüfen
V Verlegeplan einhalten.
V Fühlerwiderstandswerte laut
Tabelle ( Kapitel 10.1, Seite
60) prüfen.
V Ggf. Temperaturfühler wechseln.
Materialzufuhr funktioniert
nicht oder nur teilweise
und Abgastemperatur
sinkt
„Zündung
fehlg.“
– Füllstandsensor auf richtige Position prüfen
– Füllstandsensor auf Funktion prüfen
– Kaminzug prüfen (zugneutral)
V Kapazitiven Sensor im Sensorstück auf Position prüfen.
V Kapazitiven Sensor im Sensorstück auf Funktion laut Dokumente prüfen.
V Zugbegrenzer entsprechend
einstellen.
V Ggf. Drehzahl Saugzuggebläse erhöhen.
Thermoschutzkontakt ist
nicht geschlossen (nur für
Antriebsmotor FGA103)
„Motorschutz“
– Verkabelung prüfen
– Raumaustragungsschnecke auf Blockade prüfen
V Am Bedienelement Handschaltung aktivieren.
V „Förderschnecke“ auswählen
und einschalten.
(Der Antrieb der Fördereinrichtung wird aktiviert und fördert
den Brennstoff aus dem Lagerraum zum Sensorstück über
der Zellenradschleuse.)
V Service verständigen, wenn der
Antrieb nicht funktioniert.
– Verkabelung am Bedienelement prüfen
(bei Ausführung mit Sauganlage muss der Motorschutzkontakt überbrückt
sein)
V Ggf. Motorschutzkontakt überbrücken.
Tab. 5 Störungen und Maßnahmen
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
59
9
Störungen (nur für den Fachhandwerker)
Ursache(n)
Anzeige am
Bedienelement
JA
Kontrolle(n)
Vorgehensweise bzw. Maßnahmen
NEIN
Rücklauffühler defekt
„Fühlerbruch
RL“
– Temperaturfühler auf richtige Position prüfen
– Temperaturfühler auf Funktion prüfen
V Fühlerwiderstand prüfen.
V Fühlerwiderstand ggf. austauschen.
Kontakte offen, Anlage
wird mit Bypasspumpe
ohne Rücklauffühler zur
Rücklaufanhebung betrieben und der Parameter 33
ist nicht auf „0“ eingestellt
„Fühlerbruch
RL“
– Parameter 33 in der Parameterebene des Bedienelements prüfen
V Parameter 33 auf Wert „0“ einstellen (Meldung Fühlerbruch
wird unterdrückt).
Kesselfühler, Abgastemperaturfühler oder Temperaturfühler Dosierkanal
defekt
„Fühlerbruch“
– Temperaturfühler auf richtige Position prüfen
– Temperaturfühler auf Funktion prüfen
V Fühlerwiderstand prüfen.
V Fühlerwiderstand ggf. austauschen.
Temperaturfühler nicht
angeschlossen
„Fühlerbruch“
– Brennerplatine prüfen.
Prüfen, ob Temperaturfühler richtig angeschlossen
sind
V Abdeckung Platinengehäuse
lösen.
V Temperaturfühler an vorgesehenen Steckplatz anschließen.
Tab. 5 Störungen und Maßnahmen
60
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Anhang
10
10
Anhang
10.1 Kontrolle der Anlage gemäß TRVB-H 118 (Österreich)
Monatliche
Kontrolle
Monat
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Bemerkungen
Tag
RSE (Zellradschleuse)
RHE (Fallschlauch)
Rauchgaswege
Steuerung
Warneinrichtungen
(STB)
Ventilatoren
Feuerungsraum
(frei von Asche)
Tragbarer Feuerlöscher
Aschenlagerung
(Sammelbehälter)
Brennstofflagerung
im Heizraum
Ablagerungen am
Dach
Brandschutzanschlüsse
Rauchfangreinigung
Sonstiges
Unterschrift/Kurzzeichen
Wartungsarbeiten durch den Anlagenerrichter:
Bemerkungen:
______________________________________________________
___
______________________________________________________
___
______________________________________________________
___
durchgeführt am:
________________________________________
Unterschrift: __________________________________________
Tab. 6
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
61
10
Anhang
10.2 Widerstandswerte Temperaturfühler
°C
Ω
°C
Ω
°C
Ω
°C
Ω
0
1000
50
1192
100
1384
150
1576
5
1019
55
1211
105
1403
155
1595
10
1038
60
1230
110
1423
160
1615
15
1058
65
1250
115
1442
165
1634
20
1077
70
1269
120
1461
170
1653
25
1096
75
1288
125
1480
175
1672
30
1115
80
1307
130
1499
180
1691
35
1134
85
1327
135
1519
185
1711
40
1154
90
1346
140
1538
190
1730
45
1173
95
1365
145
1557
195
1749
Tab. 7 Widerstandswerte (Kesseltemperatur-, Abgastemperatur- und Rückbrandfühler)
10.3 Lastverhalten
80°C
78,5°C
77°C
10°C
Bild 57 Lastverhalten
62
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Anhang
10.4 Parameterdefinition
Alle vorgenommenen Änderungen und nachträgliche
Anpassungen dokumentieren. Die Übersichtstabelle
( Kapitel 10.4.2, Seite 65) bietet eine Übersicht aller
einstellbaren Parameter einschließlich der Grundeinstellungen.
10.4.1 Funktionsbeschreibung
Parameter 1
Der Brenner schaltet ein bei Unterschreiten der hier eingestellten Kesseltemperatur (kann auch in der Benutzerebene als Kessel ein eingestellt werden).
Parameter 2
Der Brenner schaltet aus beim Überschreiten der hier eingestellten Kesseltemperatur (kann auch in der Benutzerebene als Kessel aus eingestellt werden).
Parameter 3
Der Brenner schaltet ein bei externer Anforderung in
Abhängigkeit der aktuellen Kesseltemperatur.
Beispiel:
– eingestellter Wert = 5 °C
– Externe Anforderung (z. B. von einem Heizkreisregler)
ist aktiv
– Kesselsolltemperatur = 80 °C
10
ten wird oder die Kesseltemperatur bis zum
Umschaltpunkt auf Teillast steigt.
– Wird die vorgegebene Abgastemperatur laut Parameter 4 innerhalb dieser 5 Minuten nicht erreicht,
erscheint kurz die Meldung “Betrieb abgekühlt”, der
Regler startet erneut und beginnt wieder mit einem
Zündversuch.
Danach gelten die gleichen Bedingungen wie nach dem
Einschalten des Kessels.
– Ist die Kesseltemperatur zwischen den Parametern 1
und 2 = Brennerstatus AUS.
– Ist die Kesseltemperatur unter dem Parameter 1 (oder
unter der Differenz aus Parameter 2 und Parameter 3
bei externer Anforderung) und die Abgastemperatur
unter dem Parameter 4 wird die Zündphase eingeleitet,
sonst Automatikbetrieb.
Parameter 5
Dieser Parameter bestimmt die Laufzeit der Dosierschnecke (oder auch Stokerschnecke) im Dauerbetrieb, die notwendig ist, um genügend Brennstoff zum Zünden in den
Brenner zu bekommen.
Beispiel:
Eingestellter Wert = 60 heißt, dass die Dosierschnecke
60 Sekunden lang ohne Unterbrechung Material in die
Brennerschale befördert.
Wenn die aktuelle Kesseltemperatur kleiner ist als die
Kesselsolltemperatur (Parameter 2; hier 80°C) minus
dem Wert aus Parameter 3 (hier 5°C), wird der Brenner
aktiviert und der Wert aus Parameter 1 ignoriert.
Parameter 6
Dieser Parameter begrenzt die maximale Dauer eines
Zündversuches. Der Parameter kommt mit Parameter 29
zur Anwendung.
Hier als Zahlenbeispiel:
– 1) TK = 64 °C, ist somit < als Parameter 2 (70 °C) –
Parameter 3 (5 °C), daher „Brenner ein“
– 2) TK = 67 °C, ist somit > als Parameter 2 (70 °C) –
Parameter 3 (5 °C), daher „Brenner aus“, bis
Situation 1) eintritt
Waren die Zündversuche nicht erfolgreich, erscheint die
Störmeldung „Störung Zündung“.
Parameter 4
Manchmal kann es vorkommen, dass nach einer bereits
erfolgreichen Zündung die Abgastemperatur sinkt (z. B.
durch Zusammenfallen des Glutstockes).
Mit diesem Parameter wird die minimale Abgastemperatur für den Automatikbetrieb festgelegt. Sollte diese
unterschritten werden, laufen folgende Programmschritte
ab:
– Befindet sich der Kessel im Teillastbetrieb und die
Abgastemperatur sinkt unter den Parameter 4 ab, wird
ca. 5 Minuten mit Teillast weitergefahren (thermische
Überschwingungen), bis der Wert für Parameter 4 wieder überschritten ist.
– Befindet sich der Kessel im Voll- oder Normallastbetrieb wird ca. für 5 Minuten mit den Einstellparametern
für Maximallast weitergefahren, bis entweder der eingestellte Wert für den Parameter 4 wieder überschrit-
Parameter 7
Wird die Kesselsolltemperatur überschritten, schaltet der
Brenner ab und das Saugzuggebläse läuft nach, damit die
restlichen Pellets im Brenner möglichst vollständig verbrennen.
Parameter 8
Wird beim Zünden diese Abgastemperaturdifferenz zwischen Aktivierung der Zündung (Parameter 4) und der
Abgastemperatur während der Zündung überschritten,
erkennt der Regler, dass der Zündvorgang erfolgreich
war, deaktiviert das Zündgebläse und aktiviert das geforderte Leistungsprogramm (Maximal-, Normal-, oder
Teillast).
Parameter 9 und 10
Diese Parameter bestimmen die Temperaturhysterese,
bei der die Brennerleistung abhängig von der aktuellen
Kesseltemperatur geregelt wird. Einstellungen sind in
einer 0,1 K-Teilung möglich (z. B. Anzeige 25 = 2,5 K).
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
63
10
Anhang
Beispiel:
– Kesselsolltemperatur (Parameter 2) = 80 °C
– Aktuelle Kesseltemperatur = 67 °C
– Parameter 9 = 15 (= 1,5 K)
– Parameter 10 = 15 (= 1,5 K)
Bei Maximallast:
Wenn die Kesseltemperatur den Wert 80 °C – 2,5 K –
2,5 K = 75 °C (Parameter 2 – Parameter 9 –
Parameter 10) überschreitet, wird von Maximallast auf
Normallast gedrosselt.
Parameter 15
(siehe auch Parameter 13)
Dieser Parameter bestimmt die Drehzahl des Saugzuggebläses für Teillast.
Einstellbare Drehzahlstufen von 0 = aus bis 10 = volle
Drehzahl.
Parameter 16
Immer Parameter 16 > Parameter 17 >
Parameter 18 einstellen!
Bei Normallast:
Wenn die Kesseltemperatur den Wert 80 °C – 2,5 K =
77,5 °C (Parameter 2 minus Parameter 10) überschreitet,
wird von Normallast auf Teillast gedrosselt.
Das Verfahren läuft natürlich automatisch auch in die entgegengesetzte Richtung.
Parameter 11
Grenzt den Verlust durch zu hohe Abgastemperatur ein.
Wird im Betrieb die hier eingestellte maximale Abgastemperatur überschritten, wird automatisch die kleinste Brennerleistung aktiviert (Teillast).
Diese ist so lange aktiv, bis die Abgastemperatur wieder
unter einen definierten Grenzwert gefallen ist.
Beispiel:
– Parameter 11 = 130 + 50 = 180 °C maximale Abgastemperatur
– Parameter 12 = 10 K = Temperaturhysterese
Aktuelle Abgastemperatur > 180 °C = Teillast
Dieser Parameter bestimmt die Drehzahl des Verbrennungsluftgebläses für die Brennerstufe Maximallast.
Einstellbare Drehzahlstufen von 0 = aus bis 10 = volle
Drehzahl.
Parameter 17
(siehe auch Parameter 16)
Dieser Parameter bestimmt die Drehzahl des Verbrennungsluftgebläses für Normallast.
Einstellbare Drehzahlstufen von 0 = aus bis 10 = volle
Drehzahl.
Parameter 18
(siehe auch Parameter 16)
Dieser Parameter bestimmt die Drehzahl des Verbrennungsluftgebläses für die Teillast. Einstellbare Drehzahlstufen von 0=aus bis 10= volle Drehzahl.
Aktuelle Abgastemperatur < 180 °C – 10 K = Brennerleistung entsprechend der Kesseltemperatur gefordert
Parameter 19
Dieser Parameter bestimmt das Taktintervall für die
Dosierschnecke (Stokerschnecke).
Parameter 12
Temperaturhysterese (siehe oben)
Das Taktintervall ist die Summe aus der Laufzeit der
Schnecke (Parameter 20, 21 und 22) und einer Pausenzeit.
Parameter 13
Immer Parameter 13 > Parameter 14 >
Parameter 15 einstellen!
Dieser Parameter bestimmt die Drehzahl des Saugzuggebläses für Maximallast.
Einstellbare Drehzahlstufen von 0 = aus bis 10 = volle
Drehzahl.
Parameter 14
(siehe auch Parameter 13)
Dieser Parameter bestimmt die Drehzahl des Saugzuggebläses für Normallast.
Beispiel:
– Parameter 19 = 15
– Parameter 20 = 9
Die Dosierschnecke läuft in einem Taktzyklus 9 Sekunden
lang (= Parameter 20) und steht anschließend für 6
Sekunden (= Parameter 19 – Parameter 20 = 6).
Wenn das Taktintervall z. B. erhöht und die
Parameter 20−22 nicht verändert werden, verlängert sich
die Pausenzeit der Dosierschnecke.
Eine Verlängerung der Pausenzeit kann notwendig sein,
damit höherwertige Pellets (erkennbar durch CO2-Messung) genügend Ausbrandzeit haben.
Einstellbare Drehzahlstufen von 0 = aus bis 10 = volle
Drehzahl.
64
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Anhang
10
Parameter 20
Immer Parameter 20 > Parameter 21 >
Parameter 22 einstellen!
Dieser Parameter bestimmt die Laufzeit der Dosierschnecke bei Maximallast.
Parameter 21
(siehe auch Parameter 20)
Dieser Parameter bestimmt die Laufzeit der Dosierschnecke bei Normallast.
Parameter 22
(siehe auch Parameter 20)
Dieser Parameter bestimmt die Laufzeit der Dosierschnecke bei Teillast.
Parameter 23
Dieser Parameter legt die Laufzeit der Reinigungseinrichtungen in Minuten fest (üblicherweise 2 − 5 Minuten je
nach Brennstoff). Bei schlechteren Brennstoffen muss
öfter und länger gereinigt werden.
Parameter 27
Die Fördersysteme werden in Abhängigkeit von der
Dosierschnecke über einen kapazitiven Sensor geschaltet oder gesperrt.
Dieser Parameter definiert die Zeitspanne von der Sensorfreigabe bis zum Anlauf des Fördersystems.
Wenn sich z. B. zwischen Fördersystem und Dosierschnecke ein Zwischenlager befindet, muss die Förderung bei Freigabe des Sensors nicht sofort anlaufen.
Parameter 28
Am Förderkanal der Dosierschnecke befindet sich als
zusätzliche Sicherheitseinrichtung ein Temperaturfühler
zur Temperaturüberwachung (PT1000, gleiche Bauart
wie Kesselfühler).
So lange der Brenner aktiv ist und sich die Dosierschnecke dreht, kann auf Grund des Materialvorschubs kein
Rückbrand entstehen.
Wenn sich die Anlage jedoch über längere Zeit im Bereitschaftsmodus befindet, kann unter ungünstigen Verhältnissen (z. B. Wind – kein Zugregler – starker Kaminzug)
der Brennstoff im Förderkanal zurückbrennen.
Parameter 24
Der Regler verfügt über einen internen Zähler für die Takte
der Dosierschnecke (0 – 2550 Takte).
Wird dabei am Förderkanal die in diesem Parameter festgelegte Temperatur überschritten, fördert die Dosierschnecke den Brennstoff aus dem Förderkanal in den
Brenner, wo er ohne geregelte Luftzufuhr ausgasen kann.
Wenn die in diesem Parameter eingestellten Takte abgezählt sind, wird die Reinigung einmal aktiviert (Dauer =
Parameter 23).
Da sich dann kein Brennstoff mehr im Förderkanal befindet, kann auch kein Rückbrand mehr entstehen.
Der eingestellte Wert wird mit 10 multipliziert.
Beispiel:
– Parameterwert = 30
30 x 10 = 300 Takte
Die Reinigung ist nicht abhängig von einer direkt angeführten Zeit, sondern von der Laufzeit des Brenners. Speziell in der Übergangszeit oder bei der
Warmwasserbereitung ist die Anlage meistens nur in
Bereitschaft, so dass eine häufigere Reinigung des Kessels nicht notwendig ist.
Parameter 25
Wenn eine zusätzliche Brandschutztrennung (z. B. aus
baulichen Maßnahmen) in Form einer Brandschutzklappe
notwendig ist, muss vor dem Einschalten der Fördersysteme so lange gewartet werden, bis die Klappe geöffnet
ist.
Dieser Parameter definiert die Wartezeit in Sekunden.
Die Förderantriebe sind während der Wartezeit gesperrt.
Diese Sicherheitsschaltung ist nur wirksam,
wenn die Anlage eingeschaltet ist und weder
der Sicherheitstemperaturbegrenzer noch
der Motorschutzkontakt die Schaltausgänge
unterbrochen haben.
Sollte die Sicherheitsschaltung den Förderkanal wegen
Temperaturüberschreitung einmal geleert haben, muss
der Temperaturfühler auf Beschädigung geprüft werden
(auch wenn kein Fühlerbruch angezeigt wird).
Anschließend ist der Förderkanal wie bei der Erstinbetriebnahme wieder mit Material zu füllen.
Parameter 29
Dieser Parameter definiert die maximale Anzahl der Zündversuche.
Der eingestellte Wert multipliziert mit der Einstellung aus
Parameter 6 ergibt den maximalen Zeitrahmen, innerhalb
dessen die Zündversuche erfolgreich sein müssen.
Parameter 26
Potenzialfreier Ausgang, um im Störfall ein Signal oder falls vorhanden - eine andere Heizquelle zu aktivieren.
Zur Aktivierung des Ausgangs muss der Parameter auf
den Wert 1 eingestellt werden.
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
65
10
Anhang
Beispiel:
– Parameter 29 = 9
– Parameter 6 = 2
– Max. Zeitrahmen = 9 x 2 (min.) = 18 Minuten für alle
Zündversuche
Parameter 30
Dieser Parameter legt fest, ob eine Kesselkreispumpe
(Parameter 30 = 0) oder ein Mischer (Parameter 30 = 1
... 255) zur Rücklaufanhebung angesteuert wird. Beträgt
der Wert 1 wird die maximale Empfindlichkeit (schnellste
Reaktion des Mischers auf Temperaturänderungen)
erreicht. Wird der Parameter auf den Wert 20 eingestellt
so reagiert der Mischer entsprechend träger auf Änderungen der Rücklauftemperatur. Der Standardwert für den
Mischbetrieb wird mit dem Einstellwert 6 empfohlen. Die
Einstellmöglichkeit bewegt sich zwischen 0 und 255,
sinnvoll sind jedoch nur Einstellungen von 0 bis 20.
Parameter 31
Mit diesem Parameter wird die Mindestrücklauftemperatur festgelegt. Sie wird standardmäßig auf 50 °C eingestellt.
Parameter 36
Sprachauswahl des Regelgerätes:
–
–
–
–
0 = Deutsch
1 = Englisch
2 = Italienisch
3 = Französisch
Parameter 37
Dieser Parameter legt die Wartezeit nach erfolgter Zündung (Temperaturänderung Parameter 8) zur Flammenstabilisierung fest bis im Automatikbetrieb der Parameter
4 überwacht wird. Z. B.: Abgastemperatur 15 °C, Parameter 8 ist auf 20 °C eingestellt, nach erfolgter Zündung
beträgt die Abgastemperatur 35 °C und der Kessel geht
in den Automatikbetrieb Maximallast. Im Automatikbetrieb
wird aber ständig der Parameter 4 überwacht. Der Kessel
würde jetzt den bei Parameter 4 beschriebenen Zyklus
durchlaufen.
Um diese Abfrage zu verzögern, wird dieser Parameter zur
Flammenstabilisierung nach erfolgtem Zündvorgang verwendet und standardmäßig auf 5 Minuten eingestellt.
Parameter 32
Mit diesem Parameter wird die Zeitdauer festgelegt, wie
lange das Signal des Füllstandsensors (Position oberhalb
der Zellradschleuse) anliegen muss, damit der Ausgang
Förderschnecke stromlos geschaltet wird (das verhindert,
dass vorbeifallende Pellets den Füllstandsensor für kurze
Zeit auslösen und somit zu wenig Material im Sensorstück
bzw. Trichter vorhanden ist).
Parameter 33
Dieser Parameter aktiviert die Störmeldung “Fühlerbruch
Rücklauf”. Wird der Parameter 30 auf den Wert 0 eingestellt, so erfolgt die Rücklaufanhebung mittels einer Kesselkreispumpe mit oder ohne Temperaturfühler. Wird
ohne Temperaturfühler gearbeitet, so ist der
Parameter 33 auf 0 zu setzen, ansonsten wird ständig ein
Fühlerbruch ausgewertet, da der Eingang auf der Brennerplatine nicht besetzt ist. Bei Betrieb mit Temperaturfühler ist der Parameter 33 entsprechend zu aktivieren
(Wert = 1).
Parameter 34
Mit diesem Parameter wird die Nachlaufzeit der Rücklaufanhebepumpe in Minuten festgelegt, wenn der Kessel
die Solltemperatur erreicht und der Brenner abschaltet.
Sie wird standardmäßig auf 10 min eingestellt.
Parameter 35
Der Ausgang Förderschnecke kann mithilfe eines Relais
oder Triac geschalten werden (abhängig von Regelungshardware).
– 0 = Triacausgang (Standard)
– 1 = Triac- und Relaisausgang
66
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Anhang
10
10.4.2 Übersicht der Parameter
Parameter für Kesselsteuerung SP251-15 / 25
Änderung
Nr.
Funktion/Beschreibung
Einheit
SP25115
SP25125
1
Brenner EIN bei eingestellter Kesseltemperatur
(interne Anforderung)
°C
10
10
2
Brenner AUS bei Erreichen der eingestellten Kesseltemperatur
°C
80
80
3
Brenner EIN bei eingestellter Kesseltemperatur,
wenn Anforderung von Logamatic
°C
2−3
2−3
4
Abgastemperatur, bei der die Zündung gestartet
wird
°C
60
60
5
Laufzeit der Dosierschnecke
sek
60−90
60−90
6
Maximale Dauer eines Zündversuches
min
2−3
2−3
7
Nachlaufzeit für das Saugzuggebläse
min
5
5
8
Abgasdifferenztemperatur, bei der die Zündung
erfolgreich durchgeführt wurde (Abgastemperatur
bei Aktivierung der Zündung + Parameter 8).
°C
20
20
9
Umschaltung der Brennerleistung von Maximallast
auf Normallast: Kesselsolltemperatur minus eingestellter Temperatur minus Wert aus Parameter Nr. 9
0,1 °C
25
25
10
Umschaltung der Brennerleistung von Normallast
auf Teillast: Kesselsolltemperatur minus eingestellter Temperatur
0,1 °C
25
25
11
Abgasgrenzwert, bei der automatisch auf Teillast
umgeschaltet wird
°C
130+50
130+50
12
Temperaturhysterese, bei der Parameter 11 wieder
deaktiviert wird
°C
10
10
13
Drehzahl Saugzuggebläse bei Brennermaximallast
Stufe 1-10
51)
91)
14
Drehzahl Saugzuggebläse bei Brennernormallast
Stufe 1-10
41)
51)
15
Drehzahl Saugzuggebläse bei Brennerteillast
Stufe 1-10
31)
31)
16
Drehzahl Verbrennungsluftgebläse bei Brennermaximallast
Stufe 1-10
7
9
17
Drehzahl Verbrennungsluftgebläse bei Brennernormallast
Stufe 1-10
5
6
18
Drehzahl Verbrennungsluftgebläse bei Brennerteillast
Stufe 1-10
4
2
19
Taktintervall für die Dosierschnecke (Stokerschnecke)
sek
15
15
20
Laufzeit der Dosierschnecke bei Brennermaximallast
sek
9
13
21
Laufzeit der Dosierschnecke bei Brennernormallast
sek
6
9
Tab. 8 Parameter für Kesselsteuerung
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
67
10
Anhang
Parameter für Kesselsteuerung SP251-15 / 25
Änderung
Nr.
Funktion/Beschreibung
Einheit
SP25115
SP25125
22
Laufzeit der Dosierschnecke bei Brennerteillast
sek
3
3
23
Laufzeit der Reinigungseinrichtungen
min
2
2
24
Anzahl der Takte, bei der die Reinigung aktiviert wird
30
30
25
maximaler Zeitrahmen, in dem die Brandschutzklappe öffnet
sek
5
5
26
Relais-Modus für Störungsausgabe (z. B. externe
Störlampe) / Lastweiterschaltung
0/1
0
0
27
Verzögerung der Förderschnecke
sek
20
20
28
Temperaturgrenzwert für Rückbrandsensor (Kesselabschaltung)
°C
100
100
29
Anzahl der Zündversuche
9
9
30
Ausgang Mischer / Pumpe (0 = Pumpe, Mischer
1= schnell, 20 = langsam (Empfehlung 6)
6
6
31
Mindestrücklauftemperatur
°C
50
50
32
Füllstandsensor Verzögerung (Abschaltzeit)
sek
1
1
33
Störmeldung Fühlerbruch Rücklauf (0 = inaktiv,
1 = aktiv)
0
0
34
Nachlaufzeit Rücklaufanhebepumpe
10
10
35
Ausgang Förderschnecke
(0 = Triacausgang (Default für PK2.0),
1 = Triac + Relais (für alte Hardware))
0
0
36
Spracheinstellung: 0= Deutsch, 1= Englisch,
2= Italienisch, 3=Französisch
0
0
37
Wartezeit für Abfrage Parameter 4 nach erfolgter
Zündung
5
5
min
min
Tab. 8 Parameter für Kesselsteuerung
1) abhängig vom Kaminzug: max. 8,0 − 10,0 Pa.
68
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Anhang
10
10.5 Programmablauf der Kessel-/Brennersteuerung
7747018646-60.1RS
Bild 58 Programmablauf der Kessel-/Brennersteuerung
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
69
11
11
Hinweise für den Betreiber
Hinweise für den Betreiber
Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ist der Betreiber für Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Anlage
verantwortlich.
Betriebsbedingte Verunreinigungen beeinflussen das
Leistungsverhalten und die bei der Verbrennung entstehenden Emissionen.
Im Sinne eines einwandfreien und effektiven Heizbetriebes müssen deshalb regelmäßig Wartungen durchgeführt werden.
Wir empfehlen, einen Wartungs- und Inspektionsvertrag mit dem Ersteller der Anlage
oder einem zugelassenen Wartungsunternehmen abzuschließen.
V Nach jeder Heizperiode den Kessel durch einen Beauftragten des Erstellers oder einen anderen Sachkundigen prüfen und ggf. reinigen lassen.
V Mängel umgehend beheben lassen.
Reinigen des Aschebehälters
Die Abgaszüge des Kessels werden automatisch gereinigt. Die Rückstände fallen in dem Feuerraum und werden
von dort in den Aschebehälter gefördert.
Warnung: Verbrennungsgefahr!
V Beim Reinigen der Aschebox auf Glutrückstände achten.
V Füllstand des Aschebehälters regelmäßig prüfen und
entleeren:
– Kessel ausschalten
– Aschebox nach oben aus der Führung ziehen
– Aschebox entleeren
– Aschebox wieder in die Führung schieben
– Kessel einschalten
-oderV Asche bei montierter Aschebox absaugen
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Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
Protokoll für die Inbetriebnahme
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12
Protokoll für die Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme muss von einem zugelassenen Fachbetrieb vorgenommen werden.
V Das folgende Protokoll bei der Inbetriebnahme
ausfüllen:
Die Inbetriebnahme darf ausschließlich durch geschultes Personal der Fa. Buderus oder deren Partner durchgeführt
werden. Das Inbetriebnahmeprotokoll ist nach erfolgter Inbetriebnahme an die Fa. Buderus zu senden.
Seriennummer: __________________________________
Inbetriebnahmedatum: _______________________
Auftraggeber (Eigentümer/Betreiber)
Auftragnehmer (Fachbetrieb/Installateur)
_________________________________________________
Firma/Name
_________________________________________________
Straße
_________________________________________________
PLZ, Ort
______________________________________________
Firma/Name
______________________________________________
Straße
______________________________________________
PLZ, Ort
_________________________________________________
Telefon
______________________________________________
Telefon
Gerätetyp
Kesseltyp:
SP 251-15
SP 251-25
Regelgerättyp:
R2107P
R4211P
Anlagenhydraulik
Pufferspeicher:
Nein
Ja
(Kesselfühler 2107P/4211P ist am Pufferspeicher anzubringen)
Hersteller, Type und Volumen angeben:
_________________________________________________
_____________________________Inhalt _________ Liter
Pufferladepumpe über:
Bypasspumpe (an Kesselregelung anschließen):
Kessel-/Brennersteuerung
Hersteller und Pumpengröße angeben
42 11P
______________________________________________
Hersteller und Pumpengröße angeben
______________________________________________
_________________________________________________
_________________________________________________
Tab. 9 Inbetriebnahmeprotokoll
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
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12
Protokoll für die Inbetriebnahme
Rücklaufanhebung:
Über Kesselregelung
Über Regler ohne Hilfsenergie
Austragungssysteme
a.) Knickaustragung:
KSM 1,5
+ ScV1 oder
+ ScV2
KSMS 1,5
+ ScVS1 oder
+ ScVS2
b.) Raumentnahmeschnecke:
GSM 1,5
+ ScV1 oder
+ ScV2
c.) Saugförderanlage SFA:
Gewebetank*
Vorratsbehälter VB 400
Sonstige
*
Hersteller und Typ angeben: _________________________________________________________________________
(Empfehlung: Sacksilo der Firma A.B.S.)
Bei Saugfördersystem SFA Seriennummer Sauganlage angeben: ___________________________________________
Durchgeführte Kontrollen
1. Anlage ordnungsgemäß montiert (Kessel und hydraulische Anschlüsse) und auf Dichtheit überprüft?
2. Raumaustragung ordnungsgemäß montiert?
3. Richtige Schneckenreihenfolge (z. B. rot-gelb-grün)? (Siehe Montageanleitung)
4. Schornsteinanschluss: Dichtheit, Isolierung, Kaminzugregler. In Ordnung?
5. Elektrische Zuleitung und Verbindung mit Buderus Regelgerät. In Ordnung?
6. Funktionsüberprüfung der Brennerstellglieder (Relaistest) über Handbedienebene an
der Kessel-/Brennersteuerung. In Ordnung?
7. Fühlerpositionierung (Kesselfühler, Abgastemperaturfühler, Rückbrandfühler, Füllstandsensor, Rücklaufanhebung etc.). In Ordnung?
8. Parametereinstellungen am R2107P/R4211P angepasst?
(Pumpenlogik auf 55 °C R2107P/R4211P)
(Heizkreis 1 am R2107P, bzw. Heizkreis 0 am R4211P abwählen), (Einstellung keine)
(Messstellenpumpe R4211P bei Pufferbetrieb mit Rücklaufanhebung über Kessel-/Brennersteuerung)
9. Parametereinstellungen an der Kessel-/Brennersteuerung angepasst (Werkseitig auf
SP251-15 eingestellt)? Änderungen sind in der Parameterliste einzutragen!
10. Logamatic R2107P/R4211P: Einweisung des Anlagenbetreibers / Kunden durchgeführt?
11. Störungsbehebung: Einweisung des Anlagenbetreibers / Kunden durchgeführt?
12. Monatliche Wartung und Reinigung gemäß Bedienungs- und Wartungsanleitung:
Einweisung des Anlagenbetreibers / Kunden durchgeführt?
Tab. 9 Inbetriebnahmeprotokoll
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Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
JA
NEIN
Protokoll für die Inbetriebnahme
13. Erstellung eines Abgasmessprotokolls durchgeführt.
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CO2-Werte für Einstellung!
Sicherheitseinrichtungen (Zellradschleuse, Brandschutzklappe) gemäß TRVB-H 118 (nur Österreich)
Zu behebende Mängel
__________________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________________
Inbetriebnahme durchgeführt von
_________________________________________________
Unterschriften
Auftragnehmer (Fachbetrieb/Installateur)
Auftraggeber (Eigentümer/Betreiber)
_________________________________________________
Ort, Datum
_________________________________________________
Fachbetrieb
______________________________________________
Ort, Datum
______________________________________________
Eigentümer/Betreiber
Protokoll senden an:
BBT Thermotechnik GmbH
Abteilung TT / ASA 33 − DE
Postfach 1161
D-35573 Wetzlar
FAX: 06441-418-2709
Tab. 9 Inbetriebnahmeprotokoll
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
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Notizen
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Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
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Notizen
Logano SP251 - Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten.
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BBT Thermotechnik GmbH
D-35573 Wetzlar
www.heiztechnik.buderus.de
info@heiztechnik.buderus.de
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