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31.10.14
Wirtschaftsnews
Schweiz: KOF Konjunkturbarometer (Oktober)
letztes: 99.3; erwartet: 99.2; aktuell: 99.8
Der von der Konjunkturforschungsstelle der ETH
Zürich berechnete drei bis sechs Monate vorausschauende Indikator für die Schweizer Wirtschaft
ist im Oktober wieder in die Nähe des langfristigen Mittelwerts von 100 Punkten gestiegen. Positive Impulse kommen vor allem von den Indikatoren zum Finanzsektor. Ebenfalls positiv wirkten
sich die Indikatoren zum inländischen Konsum
und zur Bauwirtschaft aus. Die Indikatoren zur
Industrie, zur internationalen Wirtschaftsumgebung und zum Gastgewerbe tragen dagegen
negativ zur Barometerentwicklung bei. Insgesamt
bestätigt sich unser Bild einer soliden Schweizer
Wirtschaft.
USA: Bruttoinlandprodukt QoQ ann. (3. Quartal)
letzte: 4.6%; erwartet: 3.0%; aktuell: 3.5%
Gestern publizierte das amerikanische „Bureau of
Economic Analysis“ die erste Schätzung der USamerikanischen BIP-Zahlen für das dritte Quartal
2014. Das Bruttoinlandprodukt der weltgrössten
Volkswirtschaft ist im dritten Quartal des Jahres
mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von
+3.5% gewachsen. Dies ist um 0.5% stärker als
erwartet. Damit verzeichnete die US-Wirtschaft
die stärksten sechs Monate seit mehr als einem
Jahrzehnt. Ein Wermutstropfen ist der schwächer
als erwartet ausgefallene Privatkonsum. Zuwächse bei den Staatsausgaben und ein schrumpfendes Handelsbilanzdefizit kompensieren jedoch
die Abschwächung bei den Käufen privater
Haushalte. Alles in allem unterstützen die neusten
Daten unsere Sicht, dass die US-Wirtschaft weiter
deutlich an Fahrt aufnimmt.
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (25. Okt.)
letzte: 284K; erwartet: 285K; aktuell: 287K
USA: Bezüger von Arbeitslosenhilfe (18. Okt.)
letzte: 2355K; erwartet: 2352K; aktuell: 2384K
Wie gewohnt wurden gestern Donnerstag wieder
die neusten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt publiziert. Die Anzahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe ist wie erwartet wieder leicht angestiegen. Dennoch ist der etwas weniger volatile
Vierwochendurchschnitt weiter zurückgeglitten
und bleibt damit deutlich unter der wichtigen
Marke von 300‘000 Anträgen pro Woche. Wieder leicht angestiegen ist die Anzahl der bereits
bestehenden Bezüger von Arbeitslosenhilfe. Der
Trend am US-Arbeitsmarkt zeigt aber weiterhin in
die richtige Richtung. Wir gehen davon aus, dass
sich der US-Arbeitsmarkt weiter kontinuierlich
verbessert.
Deutschland: Arbeitslosenquote (Oktober)
letzte: 6.7%; erwartet: 6.7%; aktuell: 6.7%
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlichte gestern die neusten Daten zum deutschen Arbeitsmarkt. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in
Deutschland blieb im August stabil bei 6.7%. Die
Anzahl der Arbeitssuchenden hat sich jedoch
entgegen den Erwartungen leicht verringert.
Volkswirte hatten mit einem weiteren Anstieg von
4‘000 Stellensuchenden gerechnet. Tatsächlich ist
die Anzahl der Stellensuchenden in Deutschland
jedoch um 22‘000 Personen zurückgeglitten.
Deutschland: Konsumentenpreisindex YoY (Okt.)
letzte: 0.8%; erwartet: 0.9%; aktuell: 0.7%
Gemäss der ersten Schätzung des nach EU-Norm
harmonisierten Konsumentenpreisindex ist die
Inflationsrate in Deutschland im aktuellen Monat
entgegen den Erwartungen weiter gesunken. Die
deutschen Konsumentenpreise notieren aktuell
0.7% über dem Vorjahresniveau. Gegenüber
dem Vormonat September sind die Preise um
0.3% gefallen. Die vergleichsweise niedrige
Inflationsrate ist gemäss dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden insbesondere auf die im
Vergleich zum Oktober 2013 gesunkenen Preise
für Energie zurückzuführen (-2.3%). Der Preisanstieg bei den Dienstleistungen liegt mit +1.7%
gegenüber dem Vorjahr dagegen deutlich über
der Gesamtteuerung.
Disclaimer: Die Angaben in dieser Publikation und insbesondere die Beschreibung zu einzelnen Wertpapieren stellen weder eine Offerte zum Kauf der Produkte
noch eine Aufforderung zu einer andern Transaktion dar. Sämtliche in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind sorgfältig ausgewählt und stammen
aus Quellen, die vom Investment Center der St.Galler Kantonalbank Gruppe grundsätzlich als verlässlich betrachtet werden. Meinungsäusserungen oder
Darstellungen in dieser Publikation können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Es wird keine Garantie oder Verantwortung bezüglich
der Genauigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernommen. Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben wird vollumfänglich abgelehnt.
31.10.14
Aktienmärkte
US-Aktienmärkte:
DowJones: +1.30%, S&P: +0.62%
Nasdaq: +0.37%
Europäische Aktienmärkte:
DJStoxx50: +0.45%, DAX: +0.35%,
SMI: +0.75%
Asiatische Märkte:
aktuell: Nikkei: +4.83%, HangSeng: +1.23%,
S&P/ASX 200: +0.92%
Die Aktienmärkte zeigten sich gestern von ihrer
Schokoladenseite und versüssten den Investoren
den Tag. In den USA legten mit Ausnahme der
Energietitel sämtliche Sektoren zu. Positiv ausgewirkt auf die Märkte haben sich sicher die guten
BIP-Zahlen aus den USA. Es zeigt sich, dass die
jüngsten Konjunkturängste übertrieben waren.
Weiterhin positive Nachwirkungen hat sicherlich
auch der leicht positivere Blick der Fed auf den
Arbeitsmarkt. Auf Einzeltitelebene massiv zugelegt haben insbesondere die beiden Kreditkartenbetreiber Visa (+10.24%) und Mastercard
(+9.40%). Visa zeigte deutlich verbesserte Zahlen. Der Gewinn im dritten Quartal ist um 15%
auf 1.02 Milliarden US-Dollar angestiegen. Auch
der Umsatz konnte mit +13% deutlich gesteigert
werden. Auf Jahresbasis hinken die Titel dem
S&P500 aber immer noch weit hinterher. Die
globale Unsicherheit, die schwache Konsumlaune
weltweit sowie der gestiegen US-Dollar drücken
auf das Kreditkartengeschäft.
Auch Europa legte auf breiter Basis zu. Bayer
(+2.71%) zeigte sehr solide Quartalszahlen mit
Gewinn- und Umsatzzahlen leicht über den
Markterwartungen. Insbesondere überzeugt haben dürfte die Anleger, dass das Unternehmen
seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben
geschraubt hat. Auch die französische BNP Paribas (+0.45%) zeigte sich von ihrer süssen Seite.
Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im dritten Quartal auf 1.5 Milliarden Euro steigern,
deutlich besser als vom Markt erwartet. Auch der
Umsatz stieg. Positiv zum Ergebnis beigetragen
haben einerseits tiefere Rückstellung für Kreditaus-
fälle sowie bessere Erträge im Handel mit festverzinslichen Papieren.
Auch in der Schweiz legten fast alle Titel zu und
bescherten den Investoren einen ruhigen Abend.
Kaum ein Titel büsste ein, die meisten legten
leicht zu. Allen voran der Klempner der Nation.
Geberit (+4.29%) konnte gestern keine berauschenden aber sehr solide Zahlen zeigen. Dies
wurde von den Investoren honoriert.
Der starke Anstieg des japanischen Aktienmarkts
ist vor allem auf den gesunkenen Yen zurückzuführen. Dies vergünstigt die Exporte der japanischen Unternehmen. Der Yen wiederum sank vor
allem wegen der Bank of Japan stark. Diese wird
ihre Bilanz deutlich stärker als erwartet ausweiten.
Rohstoffmärkte
Ölpreis WTI: USD 81.11 pro Fass
Goldpreis: USD 1186.69 pro Unze
Das Öl hält sich weiterhin hartnäckig über der
80-Dollar Grenze. Wir gehen davon aus, dass
sich die Sorte WTI auch dort halten kann. Erwarten aber auch nicht, dass sich die Preise so
schnell wieder erholen.
Kapitalmärkte
Renditen 10 J:
USA: 2.346%; D: 0.843%; CH: 0.438%
Bei den langfristigen Zinsen tat sich in der
Schweiz in den letzten Tagen wenig. Auch wenn
der 10-jährige US-Treasury jüngst wieder deutlich
anstieg, zeigte sich noch kaum ein Effekt beim
10-jährigen Eidgenoss. Dies wird vorläufig so
weiter gehen. Zu sehr hängt der Eidgenoss mehr
am europäischen Zinsgefüge. Wir gehen aber
davon aus, dass sich die Schweizer Zinsen mittelfristig nicht komplett den erwarteten Zinserhöhungen in den USA entziehen können.
Disclaimer: Die Angaben in dieser Publikation und insbesondere die Beschreibung zu einzelnen Wertpapieren stellen weder eine Offerte zum Kauf der Produkte
noch eine Aufforderung zu einer andern Transaktion dar. Sämtliche in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind sorgfältig ausgewählt und stammen
aus Quellen, die vom Investment Center der St.Galler Kantonalbank Gruppe grundsätzlich als verlässlich betrachtet werden. Meinungsäusserungen oder
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der Genauigkeit und Vollständigkeit der Informationen übernommen. Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben wird vollumfänglich abgelehnt.
31.10.14
Währungen
US-Dollar in Franken: 0.9594
Euro in US-Dollar: 1.2571
Euro in Franken: 1.2062
Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar nach den
jüngsten Aufholtendenzen wieder deutlich nachgelassen. Er notiert unterdessen wieder unter
1.26. Wir gehen davon aus, dass sich der Euro
gegenüber dem US-Dollar mittelfristig nochmals
etwas abschwächt.
Patrick Häfeli, CFA
Beat Schiffhauer, CFA
Investment Center
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