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Bedienungsanleitung VESUV 103e

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Bedienungsanleitung
für
Solar- und Heizungsregler
VESUV 201 bis VESUV 203e;
VESUV 2e3 (SHE 103, EM3, EM8)
Version 3.0b
vom 27.4.2004
BERATUNG – PLANUNG – ERZEUGUNG – MONTAGE
A-4223 KATSDORF/ENGERWITZDORF; BACH 8
TEL 0 7235 / 89 7 89 FAX 0 7235 / 89 8 88
e-mail: office@solarier.atonline-support: http://www.rmsys.at
Bedienungsanleitung VESUV 103e
Version 3.0
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Inhalt
1 EINLEITUNG.................................................................................................................................................................3
2 KOMPONENTENÜBERSICHT..................................................................................................................................4
2.1 VESUV 201, VESUV 202, VESUV 203, VESUV 203E GRUNDMODUL.....................................................................4
2.2 VESUV 2E3, SHE EM3, SHE EM8 ERWEITERUNGSMODULE........................................................................................5
2.3 VERWENDUNG VON ERWEITERUNGSMODULEN.....................................................................................................................6
3 MONTAGE, ELEKTRISCHER ANSCHLUSS..........................................................................................................6
3.1 MONTAGE.....................................................................................................................................................................6
3.2 VERSORGUNG, VERBRAUCHER (230V), SICHERUNG...........................................................................................................7
3.3 SENSOREN (INKL .FÜHLERKENNLINIEN ETC)........................................................................................................................7
3.4 RS232 FÜR PC-SCHNITTSTELLE .....................................................................................................................................8
3.5 WÄRMEMENGENZÄHLER (INTEGRIERT, EXTERN)..................................................................................................................8
4 FUNKTIONEN...............................................................................................................................................................8
4.1 BEDIENELEMENTE...........................................................................................................................................................8
4.2 ÜBERSICHT (MENÜSTRUKTUR, LÖSUNGSANSÄTZE -> VERWENDUNGSVERWEISE)....................................................................11
4.3 ALLGEMEINE PARAMETER.............................................................................................................................................11
4.4 DIFFERENZEN..............................................................................................................................................................15
4.5 MISCHER....................................................................................................................................................................20
4.6 ANFORDERUNGEN.........................................................................................................................................................23
4.7 WÄRMEMENGENZÄHLER................................................................................................................................................23
5 ANHANG......................................................................................................................................................................23
5.1 CHECKLISTE FÜR EINSATZ.............................................................................................................................................23
5.2 MENÜPLAN.................................................................................................................................................................25
5.3 PARAMETERBLÄTTER.....................................................................................................................................................25
5.4 ONLINE – SUPPORT......................................................................................................................................................25
© Der Inhalt dieses Dokumentes ist Eigentum der Firma SOLARier Gesellschaft für erneuerbare Energie
m.b.H. Er ist dem Empfänger nur zum persönlichen Gebrauch anvertraut. Ohne unsere Bewilligung darf er
weder kopiert noch dritten Personen zugänglich gemacht werden. Wir verweisen auf die Bestimmungen des
Urheberrechtsgesetzes sowie auf das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
Bedienungsanleitung VESUV 103e
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1 Einleitung
Der Solar- und Heizungsregler VESUV ist ein flexibles, freiprogrammierbares Regelsystem. Wesentliche
Kennzeichen:
 maximaler Solarertrag durch selbstoptimierende Sonnenfühlerfunktion, drehzahlregelbare Ausgänge, Möglichkeit zum Pumpenparallellauf sowie zur Realisierung gestaffelter Ladevorgänge
(Vorrangsystem, Mindesttemperaturfunktion)
 menügeführte Bedienung mit Klartextanzeige von Temperaturen und Betriebszuständen
 Bausteinkonzept mit Trennung in Hard- und Software
 Schnittstelle für Datenausgabe auf PC
 Betriebsstundenzähler, Wärmemengenzähler, Schaltuhren
 Blockierschutz gegen Pumpen- und Ventilblockaden nach langen Stillstandszeiten
 Möglichkeit zur örtlich verteilten Montage
 Datenausgabe und Programmierung über PC
Der Solar- und Heizungsregler VESUV wird in unterschiedlichen Varianten mit unterschiedlichen
Leistungsmerkmalen angeboten. Die Variante ist aus der Typenbezeichnung bzw. ersten Stelle der
Seriennummer (SNR) ersichtlich:
VESUV 201..203
\ Variante (SNR)
Merkmal \
1xxx 2xxx 3xxx
Ausgänge
1
2
3
Eingänge
4
6
8
Differenzen
1
5
10
Differenzen mit
Betriebsstundenzähler
Datum / Uhrzeit
Mischer,
Außentemperaturkurven,
Fixwerte
Anforderungen
Grenzwerte
Wärmemengenzähler
1
1
1
Schaltuhren
Rechenfunktion
CAN-Bus für
Erweiterungsgeräte
RS232 für PC-Anbindung
-
Bedienungsanleitung VESUV 103e
VESUV 203e
4xxx
5xxx
6xxx
7xxx
8xxx
3 (bis 66) 3 (bis 66) 3 (bis 66) 3 (bis 66) 3 (bis 66)
8 (bis 72) 8 (bis 72) 8 (bis 72) 8 (bis 72) 8 (bis 72)
30
ja
30
ja
30
ja
30
ja
30
ja
10
20
ja
10
10
20
ja
10
10
10
20
ja
10
10
10
5
20
ja
10
5
20
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
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2 Komponentenübersicht
2.1 VESUV 201, VESUV 202, VESUV 203, VESUV 203e
Grundmodul
Der VESUV-Regler besteht aus dem dargestellten Grundgerät (siehe Abbildung 1: VESUV Grundmodul)
und fallweise aus einem oder mehreren Erweiterungsmodulen.
Abbildung 1: VESUV Grundmodul
Abbildung 2: VESUV Klemmenplan
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2.2 VESUV 2e3, SHE EM3, SHE EM8 Erweiterungsmodule
Je nach benötigter Anzahl der Ausgänge können VESUV Grundmodule mit einem oder mehreren
Erweiterungsmodulen VESUV 2e3 oder SHE EM3 oder SHE EM8 kombiniert werden. Die Verdrahtung der
VESUV 2e3 Erweiterungsmodule entspricht der Verdrahtung der VESUV Grundmodule (siehe Abbildung 3:
Erweiterungsmodul SHE EM8).
Abbildung 2: Erweiterungsmodul SHE EM3
Legende:
1 (3polig)
2 (3polig)
3 bis 5 (3polig)
1 bis 8 (2polig)
Canbus)
Spannungsversorgung 230V (Netzanschluß, beachte die Zeichen
für N (Nulleiter = blau); P (Phase); PE (Erde = gelbgrün)
Netzspannungsausgang 230V zu Erweiterungsmodulen
Ausgänge 1 bis 3 (drehzahlgeregelt)
Fühlereingänge 1 .. 8 (Versionen vor 05/2000 bis 6);
rechtes Pin = gemeinsamer Pol
Datenverbindungsbuchse vom Grundgerät bzw. dem vorangehenden
Erweiterungsmodul
Datenverbindungsstecker zum folgenden Erweiterungsmodul
Abbildung 3: Erweiterungsmodul SHE EM8
Legende:
1 (3polig)
Spannungsversorgung 230V (Netzanschluß, beachte die Zeichen
für N (Nulleiter = blau); P (Phase); PE (Erde = gelbgrün)
2 bis 9 (3polig) Ausgänge 1 bis 8 (relaisgeschaltet)
1 bis 8 (2polig) Fühlereingänge 1 bis 8; rechtes Pin = gemeinsam
Canbus)
Datenverbindungsbuchse vom Canbus
Datenverbindungsstecker zum Canbus
10 (3polig)
Netzspannungsausgang 230V zu Erweiterungsmodulen
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2.3 Verwendung von Erweiterungsmodulen
Das VESUV-Grundgerät kann wahlweise mit bis zu 8 Erweiterungsmodulen (je 3 oder 8 Ausgänge)
betrieben werden.
Beim Betrieb des Reglers mit Erweiterungsmodulen sind bei der Installation folgende Maßnahmen zu
treffen:
•
Einstellung des HEX-Dezimal Schalters im Inneren der einzelnen Erweiterungsmodule:
Der HEX-Schalter der SHE-Erweiterungen ist nur bei geöffneter Geräterückseite zugänglich (Einstellen
vor der Montage!). Der durch die Schalterstellung bezeichnete Wert entspricht der Nummer (Adresse)
des Erweiterungsmoduls innerhalb des Reglersystems. Zulässig sind die Werte 0 bis 7. Jede Adresse
darf pro Steuerungsanlage nur 1x vergeben werden – die Reihenfolge am CAN-Bus ist beliebig.
Beispiel für Schalterstellungen:
1. Erweiterungsmodul EM 3 (mit Grundgerät verbunden)
Schalterstellung 0
2. Erweiterungsmodul EM 8 (mit 1. Erweiterungsmodul verbunden)
Schalterstellung 1
3. Erweiterungsmodul EM 3 (mit 2. Erweiterungsmodul verbunden)
Schalterstellung 2
•
Herstellung der Datenverbindung (CAN-BUS) zu jedem Erweiterungsmodul; siehe auch Punkt 3.1)
Montage:
Die Datenverbindung zwischen den einzelnen Erweiterungsmodulen und zum Grundgerät ist als
Reihenverbindung auszuführen. Für davon abweichende Verdrahtungen (Sternverbindungen oder
gemischte Reihen - Sternverbindungen) übernehmen wir keine Gerährleistungen.
•
Eingabe von Anzahl und Typ der Erweiterungsmodule im Grundgerät (Bedienebene 2 notwendig)
•
Neustart der gesamten Steuerungsanlage durch Aus- und Einstecken; Funktionskontrolle
Als Indikator für eine funktionierende Kommunikation kann die laufende Ziffer in der Grundanzeige
verwendet werden:
=> Ziffer an der Anzeige des Grundgeräts blinkt (oder ändert ihren Wert) = Kommunikation in Ordnung
=> Ziffer an der Anzeige des Grundgeräts steht still: Kommunikation defekt; angezeigte Ziffer zeigt
Adresse des Erweiterungsmoduls ab dem keine Verbindung mehr aufgebaut werden kann (Stromversorgung prüfen, CAN-Bus Verbindung prüfen, HEX-Schalter und Adresse prüfen, Abschlußwiderstände
für CAN-Bus prüfen, Einstellung der Erweiterungen am Grundgerät prüfen).
3 Montage, elektrischer Anschluß
3.1 Montage
Achtung:
Zur Reduktion von elektromagnetischen Fehleinkopplungen schreiben wir grundsätzlich getrennte Rohre
oder Kabelkanäle für Versorgungs- und Energieleitungen einerseits und Sensor- bzw. Datenleitungen
andererseits vor!
Geschirmte und / oder verdrillte Leitungen für Sensorkabel sind empehlenswert – insbesondere bei langer
Leitungsführung.
Für Fehler, die durch Störeinflüsse aufgrund gemeinsamer Rohrführungen zwi schen Fühler- und
Stromkabeln entstehen, übernehmen wir keine Gewährleistung!
Der VESUV-Regler ist in einem trockenen Raum in Augenhöhe (ca. 1,4 – 1,7 m) unter Zuhilfenahme
beiliegender Schrauben zu montieren.
Die Energieversorgung erfolgt aus dem 230V~ Stromnetz über eine Steckdose (=Trennfunktion) (siehe
Kapitel 3: Montage, elektrischer Anschluß).
Die Montage der Erweiterungsmodule (nur bei Systemen mit mehr als 3 Ausgängen) kann neben, unter
oder abseits des Grundmoduls erfolgen. Zwischen Grundgerät und Erweiterung (bzw. zwischen den Erweiterungen) muß mittels Verdrahtung eine Datenverbindung (CAN-Bus) hergestellt werden. Zudem ist für
jedes Grundgerät sowie für jede Erweiterung eine Stromversorgung herzustellen (e.v. vorgesehene
Klemmen im Grundgerät verwenden). Die Stromversorgung für Grund- und Erweiterungsgeräte kann von
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verschiedenen Phasen des 3-Leiter Niederspannungsnetzes entnommen werden.
Für die Fühlermontage empfehlen wir in der hydraulischen Anlage – insbesondere bei Eisen/Stahl
Konstruktionen an den entsprechenden Stellen Tauchhülsen vorzusehen (sonst Gefahr der Verfälschung
von Meßwerten).
Die Fühler sind symmetrisch – es besteht somit keine Verpolungsgefahr. Es ist grundsätzlich möglich,
mehrere Fühler über eine gemeinsame Masseführung (GND) zu verbinden.
Die CAN-Bus Datenverbindung zw. Grundmodul und Erweiterungsgerät ist mittels 3-Draht – Verbindung
zwischen Klemme am Grundgerät und SUB-D Buchse am Erweiterungsgerät herzustellen (CAN-GND auf
Pin5, CAN-H auf Pin6, CAN-L auf Pin9).
Die Verbindung zwischen Erweiterungsgeräten der Serie SHE kann auch durch unmittelbares zusammenstecken der Geräte an den Stirnseiten hergestellt werden (siehe Abbildungen).
Am jedem Ende der Datenverbindung ist ein Abschlußwiderstand mit ca 120Ohm zwischen CAN-H und
CAN-L zu schalten. Die VESUV – Reglergeräte haben diesen oft als Terminator bezeichneten Widerstand
eingebaut. Er muß jedoch durch Aufstecken des Jumpers JP3 aktiviert werden.
3.2 Versorgung, Verbraucher (230V), Sicherung
Energieversorgung: einphasig 230V / 6A
Stromaufnahme im Betrieb: wird im Wesentlichen von den angeschlossenen Verbrauchern bestimmt
Stromaufnahme im Bereitschaftsbetrieb: ca 4W (80mA, cosphi=0.22)
Verbraucher: Dauerbelastung (Summe der Ausgänge) maximal 4A (ca 900VA insgesamt)
Sicherung VESUV: als Glasrohrsicherung 250V 6A fein ausgeführt (unter der Klemmenabdeckung, linker
Rand; vor dem Wechseln Netzstecker ziehen)
Sicherung SHE: als Halbleiter – Stecksicherung 230V 5A im Gerät montiert (roter oder schwarzer zylindrischer Bauteil, Maße ca D=8mm, H=7mm); kann nur nach Demontage des gesamten Geräts und abschrauben der rückseitigen Abdeckung getauscht werden. Bei SHE EM8 ist die Stromversorgung der
Reglerelektronik nicht über die Sicherung geführt – das führt zum Effekt, daß Regler scheinbar funktioniert
aber nur Ausgänge am Erweiterungsgerät nicht funktionieren.
Hinweis:
Die Drehzahlregelung erfolgt über Phasenanschnittsteuerung. Bei Verwendung von Verbrauchern mit
integrierten elektronischen Regel- und Schalteinheiten (z.B. Umrichter, Energiesparumwälzpumpen
(Elektronik-Umwälzpumpen) muß die MinDrehzahl für diesen Ausgang auf 100% gestellt werden. Eine
Drehzahlregelung über den VESUV-Regler würde unvorhersehbare Folgen haben bzw. kann die
Zerstörung des Verbrauchergeräts zur Folge haben!
3.3 Sensoren (inkl .Fühlerkennlinien etc)
Der VESUV – Regler kennt die industrieüblichen Temperaturfühler KTY81-122, KTY81-220 und PT1000.
Weiters kannt das Gerät die Fühlertypen „digital“ (Kurzschluß oder offen) sowie „Sollwertsteller“ (für Raumregelgeräte). Für die Einstellung des Fühlertyps siehe „Checkliste für Einsatz“.
Verwendung der Fühlertypen:
• Typ „KTY81-122“, Auflösung 1°C; Bereich:–29°C bis 200°C (Differenzen, Anforderungen, Sollwerte,
Außentemperatur)
• Typ „KTY81-122“, Auflösung 0,5°C; Bereich: –29,5°C bis 85°C (Raumtemperaturen in Verbindung mit
Raumregelungen)
• Typ „KTY81-220“, Auflösung 1°C; Bereich: -29 bis 180°C (wie „KTY81-122“)
• Typ „PT1000“, Auflösung 1°C; Bereich: -29 bis 200°C (wie „KTY81-122“)
• Typ „digital“, Bereich: Kurzschluß am Fühlereingang = EIN; offener Fühlereingang = AUS
(Schaltkontakte – z.B. zur Abfrage des Schaltzustands von Thermostatschaltern; kann im Regler überall
dort eingesetzt werden, wo „nur mit Fühler“, „nicht mit Fühler“ Einstellung möglich ist)
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Widerstandskennlinien für
verschiedene
Temperaturfühler
Tmp
R [Ohm]
KTY81- KTY81T
122
220
[°C]
630
1251
-30
660
-25
690
1371
-20
722,5
-15
755
1499
-10
789
-5
823
1633
0
859
5
895
1774
10
933
15
971
1923
20
1010
25
1050
2079
30
1092
35
1134
2243
40
1177,5
45
PT
1000
881,0
920,9
960,0
1000,0
1039,0
1077,9
1116,7
1155,4
Tmp
R [Ohm]
KTY81- KTY81T
122
220
[°C]
1221
2414
50
55 1266,5
1312
2592
60
1359
65
1408
2778
70
75 1455,5
1505
2972
80
1558
85
1607
3173
90
1660
95
1713
3380
100
1766
105
1823
3591
110
1878,5
115
1934
3800
120
1989
125
PT
1000
1194,0
1232,4
1270,7
1308,9
1347,0
1385,0
1422,9
1460,6
Tmp
R [Ohm]
KTY81- KTY81T
122
220
[°C]
2044
4001
130
2095
135
2146
4180
140
2189,5
145
2233
4280
150
2279
155
2325
4420
160
2363
165
2401
4530
170
2438
175
2475
4650
180
2502,5
185
2530
190
2562,5
195
2595
200
PT
1000
1498,2
1535,8
1573,2
1610,5
1647,7
1684,8
1721,8
1758,7
3.4 RS232 für PC-Schnittstelle
3.5 Wärmemengenzähler (integriert, extern)
4 Funktionen
4.1 Bedienelemente
4.1.1 Display, Tastatur
Das VESUV-Regler Grundgerät verfügt über eine Anzeige, die als ein zweizeiliges, beleuchtetes LCD
Display ausgeführt ist. Das Gerät ist weiters mit 4 Bedientasten ausgestattet.
•
Über das Display und die Tastatur können im Betriebsdaten wie Uhrzeit, Temperaturen, Schaltzustände
etc. angezeigt sowie Einstellungen vorgenommen werden.
•
Mit dem Display und der Tastatur können alle Konfigurationen und Anpassungen bei der Errichtung
oder bei Änderungen an der Anlage durchgeführt werden.
4.1.2 Anzeige bei der Erstinbetriebnahme (Initialisierung)
Nach der Erstinbetriebnahme (bzw. nach Chipwechsel) sowie nach dem Löschen aller Grundeinstellungen
wird die Anzeige „Grunddaten werden geladen“ sichtbar:
+----------------+
|Grunddaten
|
|werden geladen |
+----------------|
Initialisierungsanzeige „Gunddaten laden“:
Diese Anzeige verlischt nach Beendigung des Vorgangs
„Grunddaten laden“ von selbst (Dauer bis zu einigen Minuten).
Danach ist die Steuerung betriebsbereit.
Nach Unterbrechung der Stromversorgung wird Anzeige „Daten werden aus EEPROM gelesen“ sichtbar
(weitere Informationen zur Stromversorgung siehe Fehler: Referenz nicht gefunden ):
+----------------+
|Daten werden aus|
Bedienungsanleitung VESUV 103e
|EEPROM gelesen
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|
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+----------------|
Initialisierungsanzeige „Daten aus EEPROM lesen“:
Diese Anzeige verlischt nach Beendigung des Initialisierungsvorgangs von selbst (Dauer ca 15 Sekunden).
Danach ist die Steuerung betriebsbereit.
4.1.3 Funktion der Anzeige, Grundanzeigen
Im Grundzustand befindet sich die Steuerung im Anzeigemodus:
+----------------+
|Solar Katsdorf z|
|Mi 16.02. 20:03 |
+----------------|
Allgemeine Grundanzeige:
Firmenname
Wochentag, Datum und Uhrzeit,
Kommunikationsanzeige: eine laufende Ziffer zeigt bei
vorhandenen Erweiterungsmodulen an, daß die Datenverbindung
funktioniert; eine stehende Ziffer zeigt die Adresse des Erweiterungsgeräts an, bei dem die Verbindung abbricht.
-
Durch Drücken auf die „ “ (Minus) – Taste kann zu weiteren Ansichtsfenstern geblättert werden
„Temperaturanzeige“. Wieviele Fühler angezeigt werden hängt davon ab, welche Fühler (Eingänge)
aktiviert wurden.
+----------------+
Temperaturanzeige:
|1 Sonnenf.
43 |
Eingang Nr (Steckplatz für Installation)
|2 Kollekt. +++ |
Fühlername; Fühlerwert
+----------------|
Der Temperaturwert „+++“ steht für „Fühlereingang unterbrochen“ und weist auf eine elektrische Unterbrechung der Fühlerleitung hin. Analog dazu bedeutet der Wert „---“„Fühlereingang kurzgeschlossen“.
Bei diesen Defekten tritt nach einiger Zeit die „Fühlerdefekt – Anzeige“ auf. Durch
Betätigung der Taste () (Pfeil nach links) kann zwischen der „Fühlerdefekt – Anzeige“
und der „Allgemeinen Grundanzeige“ gewechselt werden.
+----------------+
Fühlerdefekt – Anzeige:
|!! Fühler defekt|
Hinweis auf Defekt und
|Kollekt.
|
Name des defekten Fühler - Eingangs
+----------------|
Wird über die letzte „Temperaturanzeige“ hinausgeblättert, so werden die „Parametergrundanzeigen“
sichtbar. Welche Parametergrundfenster hier folgen hängt von der Variante der SHE – Steuerung ab (z.B.
mit oder ohne Mischersteuerung, mit oder ohne Anforderung etc).
+----------------+
Parametergrundanzeige: Differenzen
|Differenzen
|
dieses Fenster ist Ausgangspunkt für Details zu den einzelnen
|
|
Temperaturdifferenzen, den damit verbundenen Schaltzuständen
+----------------|
und Einstellungen
Näheres zu den „Parametergrundanzeigen“ wird später noch beschrieben.
Wird über die letzte „Parametergrundanzeige“ hinausgeblättert, so erscheint wieder die anfangs
beschriebene „Allgemeine Grundanzeige“ mit Datum und Uhrzeit.
Ausgehend von der „Allgemeinen Grundanzeige“ kann auch mit der (+) (Plus) – Taste geblättert werden.
Hier erscheinen zuerst die „Parametergrundanzeigen“ und zuletzt die „Temperaturanzeigen“.
4.1.4 Detailanzeigen: „Allgemeine Daten“ (Datum, Uhrzeit)
Zur „Allgemeinen Grundanzeige“ gibt es Detailanzeigen. Damit können Datum und Uhrzeit eingestellt sowie Informationen über Programmversion und Seriennummer abgefragt werden.
Die Detailanzeigen werden sichtbar, wenn in der „Allgemeinen Grundanzeige“ die Taste () (Pfeil nach
rechts) gedrückt wird.
+----------------+
Allgemeine Grundanzeige:
|Solar Katsdorf |
Firmenname
|Mi 16.02. 20:03 |
Wochentag, Datum und Uhrzeit,
+----------------|
Drücken von () (Pfeil nach rechts) führt zur Detailanzeige „Datum“:
+----------------+
|Datum
|
Bedienungsanleitung VESUV 103e
| Mi 16.02.00
|
+----------------|
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Datum:
Durchführung von Änderungen:
aktueller Wochentag und
siehe „4.1.5 Einstellungen ändern“
Datum
Ab dieser Anzeige kann jeweils durch Drücken der Taste (+) zur nächsten Detailanzeige weitergewechselt
werden:
+----------------+
|Uhrzeit
|
| 13:21
|
+----------------|
+----------------+
|Software:
|
|Version: 4.32
|
+----------------|
Uhrzeit:
aktuelle Uhrzeit im 24 Stunden-Format
Durchführung von Änderungen:
siehe „4.1.5 Einstellungen ändern“
Software Version:
Hinweis auf die Version des installierten Computerprogramms der
Steuerung, hier z.B. Version 4.32
kann wichtig sein für Fehlerdiagnose
+----------------+
|Seriennummer:
|
|G 10000
|
+----------------|
Seriennummer:
dient zur eindeutigen Identifizierung der vorliegenden Steuerung.
1. Ziffer im Ziffernblock:
erworbene Software – Variante
2. Ziffer im Ziffernblock:
Einerstelle des Produktionsjahres,
z.B. 0 für 2000
+----------------+
|BeleuchtungAus |
|xx Minuten
|
+----------------|
BeleuchtungAus:
dient zur Eingabe der Beleuchtungsabschaltung (Zeit bis zur
Abschaltung in Min vom letzten Tastendruck; 0=dauer ein)
+----------------+
|Passwort
|
|eingeben
|
+----------------|
Passwort eingeben:
dient zur Eingabe eines Passwortes, um zu den Bedienebenen 1
und 2 Zugang zu haben.
siehe „4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen“
4.1.5 Einstellungen ändern
Achtung:
Bei Änderung von Einstellungen und Werten findet keine Überprüfung der neu eingestellten Werte statt.
Wer also Parameter oder Einstellungen verändert, übernimmt für die damit verbundenen Folgen und /
oder Fehlfunktionen die volle Verantwortung!
Schutz gegen unbeabsichtigtes Verstellen:
siehe „4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der Bedienebenen“
Die Vorgehensweise zum Ändern von Werten und Einstellungen folgt immer demselben Ablauf. Sie wird
hier anhand der Datumseinstellung beschrieben:
Ausgehend von der jeweiligen Detailanzeige gelangt man durch Betätigung der Taste () (Pfeil nach
rechts) in den Änderungsmodus:
+----------------+
|Datum
|
|#Di 14.12.99
|
+----------------|
Datum:
das # - Zeichen zeigt in dieser Beschreibung den Cursor an
(schwarzes, blinkendes Kästchen in der Anzeige). Der Cursor
markiert jene Stelle, an der gerade Änderungen vorgenommen
werden können
Durch Betätigung der (+) oder (-) – Taste kann der Wert an der Cursor – Position verändert werden (hier der
Wochentag auf Mi, Do, usw).
Bedienungsanleitung VESUV 103e
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Wird eine der Tasten (+) oder (-) länger gedrückt gehalten, so beginnen sich die Werte in einem Schnelldurchlauf zu ändern. Mit der Taste () kann zum nächsten verstellbaren Wert gegangen werden – z.B.
„Tag des Monats“.
Durch erneute Betätigung der (+) oder (-) – Taste kann wieder der Wert an der Cursor – Position verändert
werden (hier der Tag des Monats auf 13, 12, 11 usw). Mit der Taste () (Pfeil nach rechts) kann zum
nächsten verstellbaren Wert gegangen werden und so weiter und so weiter....
Die veränderten Werte werden übernommen, wenn mit der Taste () (Pfeil nach rechts) über das äußerst
rechte Zeichen hinauspositioniert wird (hier die Jahreszahl) bis daß das Cursor – Viereck nicht mehr
angezeigt wird.
Durch Betätigung der Taste () (Pfeil nach links, gegebenenfalls wiederholen bis das Cursor - Viereck
erlischt) können eingegebene Änderungen wieder verworfen werden.
4.2 Übersicht (Menüstruktur, Lösungsansätze ->
Verwendungsverweise)
4.3 Allgemeine Parameter
4.3.1 „Datum“ und „Wochentag“ anzeigen, ändern
Das Datum dient nur für Informationszwecke. Es kann für die Betriebskontrolle verwendet werden, hat
jedoch keinen weiteren Einfluß auf die Funktionen. Der Wochentag ist wichtig bei der Verwendung von
Schaltuhren.
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
() 1x drücken. Datum wird angezeigt
Wert ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (),(+) / (-) und ();
siehe auch „4.1.4 Detailanzeigen: „Allgemeine Daten“ (Datum, Uhrzeit)“
4.3.2 „Uhrzeit“ anzeigen, ändern
Die in der Steuerung gespeicherte Uhrzeit wird für die Schaltuhrfunktion verwendet. Die Uhrzeit wird von
einem Baustein verwaltet, der auch längere Stromausfälle überbrücken kann.
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
() 1x drücken (Anzeige von „Datum“)
•
(+) 1x drücken. Uhrzeit wird angezeigt
Wert ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (),(+) / (-) und ();
siehe auch „4.1.4 Detailanzeigen: „Allgemeine Daten“ (Datum, Uhrzeit)“
4.3.3 „Software Version“, „Seriennummer“ anzeigen
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
() 1x drücken (Anzeige von „Datum“)
•
(+) 2x drücken. Software Version wird angezeigt
•
(+) 1x drücken. Seriennummer wird angezeigt
4.3.4 Steuerung der Hintergrundbeleuchtung „BeleuchtungAus“
Zur Reduktion des Energieverbrauchs kann für die Hintergrundbeleuchtung des LCD-Displays eine automatische Abschaltung eingestellt werden (Parameter „BeleuchtungAus“). Die Beleuchtung wird ausgeschaltet, wenn über den angegebenen Zeitraum (in Minuten) kein Tastendruck erfolgt ist. Wird bei abgeschalteter
Beleuchtung eine Taste gedrückt, schaltet sich die Beleuchtung sofort wieder ein.
Durch Eingabe des Wertes „0 Minuten“ kann die automatische Abschaltung deaktiviert werden.
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
Bedienungsanleitung VESUV 103e
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•
() 1x drücken (Anzeige von „Datum“)
•
(+) 4x drücken. (Anzeige von „BeleuchtungAus“)
Wert ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (),(+) / (-) und ()
4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der Bedienebenen
Der VESUV-Regler kennt mehrere Bedienebenen. Dadurch werden für bestimmte Benutzerkreise gezielt
Parameter zugänglich gemacht bzw. verborgen. Die Bedeutung der Bedienebenen:
• Bedienebene 0
 Zusatnd nach Inbetriebnahme bzw. im regulären Arbeitsbetrieb
 Änderung aller Schaltzustände und der wichtigsten Grenzwerte (z.B: MinTemp, MaxTemp) möglich
 ohne Passwort zugänglich; Zugriffsebene für Hausbesitzer oder Anlagenbetreiber
 zugehörige Parameter sind in dieser Bedienanleitung beschrieben
•
Bedienebene 1
 vorübergehender Zustand nach Eingabe von Passwort 1
 bietet Möglichkeit zum Ändern der Parameter von Bedienebene 0 sowie von Schaltuhren,
Vorrängen und speziellen Parametern, die wesentlich die Anlagencharakteristik beeinflussen
 nur mit Passwort 1 zugänglich; Zugriffsebene für Wartungspersonal
 zugehörige Parameter sind in dieser Bedienanleitung beschrieben und mit dem Zusatz
„Bedienebene 1“ versehen
•
Bedienebene 2
 vorübergehender Zustand nach Eingabe von Passwort 2
 bietet Möglichkeit zum Ändern sämtlicher Parameter und Einstellungen, wie sie sich aus der
elektrischen und hydraulischen Installation ergeben; insbesondere zur Aktivierung und
Parametrierung der Differenzen, Mischer, Anforderungen, Wärmemengenzähler etc
 nur mit Passwort 2 zugänglich; Zugriffsebene für Anlagenerrichter
 zugehörige Parameter müssen im Betrieb nicht verändert werden und sind daher in gesonderten
Unterlagen beschrieben
Die Parameter zur „Bedienebene 1“ erscheinen nur dann in der Anzeige, wenn vorher das zugehörige
Passwort eingegeben wurde (Passwort über den Lieferanten erhältlich).
Der Zugang zu einer mit Passworteingabe geöffeneten Bedienerebene verfällt, wenn die Stromversorgung
unterbrochen wird, ein anderes Passwort eingegeben wird oder länger als 15 Minuten überhaupt keine
Tastatureingabe erfolgt.
Vorgangsweise für Passwort eingeben (Herstellung des Zugangs für Bedienebene 1):
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
() 1x drücken (Anzeige von „Datum“)
•
(+) 5x drücken. „Passwort eingeben“ wird angezeigt.
•
() 1x drücken um in den Änderungsmodus zu gelangen
•
mit den Tasten (+) oder (-) den richtigen Wert für Passwort eingeben
•
() 1x drücken um die Eingabe zu übernehmen
Die erfolgreiche Eingabe eines Passworts ist ohne Benutzung entsprechender Parametereinträge nicht
erkennbar.
4.3.6 Schaltuhren
Der VESUV-Regler (Variante 203e) ist mit einem Dallas 12887 Uhrenbaustein ausgestattet. Neben hoher
Genauigkeit sind darin auch eine automatische Sommerzeitumstellung sowie eine Batteriepufferung für
Stromausfälle enthalten (Batterialebensdauer ca 10 bis 15 Jahre).
Für Regelvorgänge können bis zu 20 Schaltuhren eingesetzt werden. In der Bedienebene 1 sind all jene
Schaltuhren zugänglich, die beim Einrichten der Steuerung (durch zuweisen eines Namens) aktiviert
wurden.
Die Zuordnung der Schaltuhren zu den Regelvorgängen wird bei der Ersteinstellung vorgenommen. Jede
Schaltuhr kann für die Steuerung eines oder mehrerer Vorgänge eingesetzt werden (Hinterlegung beim jeweiligen Vorgang – z.B. Differenz ...).
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Jeder Schaltuhr stehen bis zu 6 Schaltprogramme P1 bis P6 zur Verfügung. Jedes dieser Schaltprogramme
ist bestimmt durch die Wochentage, an denen sie aktiv ist sowie aus einem Ein- und einem Ausschaltzeitpunkt. Damit können einfache Tages- aber auch umfangreiche Wochenprogramme realisiert werden.
Beispiel für Wochenprogramm für Heizung:
•
•
•
•
Mo, Di, Mi, Do und Fr .... heizen von 05:30 bis 08:00 (Aufstehen in der Früh, zur Arbeit gehen)
P1 – Wochentage: „_MDMDF_“
P1 – Schaltzeiten: EIN 05:30, AUS 08:00
Mo, Di, Mi und Do .... heizen von 16:00 bis 20:00 (Heimkommen am Nachmittag)
P2 – Wochentage: „_MDMD__“
P2 – Schaltzeiten: EIN 16:00, AUS 20:00
Fr ... heizen von 11:00 bis 21:30 (Heimkommen schon zu Mittag)
P3 – Wochentage: „_____F_“
P3 – Schaltzeiten: EIN 11:00, AUS 21:30
Sa und So ... heizen von 06:45 bis 21:30 (den ganzen Tag im Haus)
P4 – Wochentage: „S_____S“
P4 – Schaltzeiten: EIN 06:45, AUS 21:00
Besonderheiten:
• Schaltzeiten dürfen nicht über Mitternacht hinweg programmiert werden (Ergebnis undefiniert)
• Durch Einstellung der Einschaltzeit 00:00 oder Ausschaltzeit 00:00 können die Schaltprogramme
einzeln deaktiviert werden.
Vorgangsweise zur Programmänderung einer Schaltuhr:
• Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen)
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
() 1x drücken (Anzeige von „Datum ändern“)
•
(+) 5x drücken. Fenster „Schaltuhr“ wird angezeigt
•
() 1x drücken: Anzeige der 1. aktiven Schaltuhr
+----------------+
|Schaltuhr 1
|
| Boiler/M
|
+----------------|
Anzeige Schaltuhr 1:
=> „Schaltuhr 1“ bezeichnet die interne Nummer der aktiven
Schaltuhr
=> „Boiler/M“ bezeichnet den Namen der Schaltuhr; im Normalfall
sind die Namen gleich gewählt wie die Namen der von der
Schaltuhr gesteuerten Verbraucher
•
Wenn mehrere Schaltuhren aktiv sind, ist die gewünschte Schaltuhr mit den (+) / (-) Tasten auszuwählen
•
() 1x drücken: Anzeige des 1. Schaltprogramms der gewählten Schaltuhr
+----------------+
|Boiler/M S-----S|
|P1 00:01 – 06:00|
+----------------|
Anzeige Schaltprogramm P1 der Schaltuhr Boiler/M:
=> „S-----S“ bezeichnet die Anfangsbuchstaben der Wochentage
(So, Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa), an denen das Schaltprogramm P1
aktiv ist (hier Sonntag und Samstag)
=> „P1 00:01 – 06:00“ gibt an, daß die Einschaltzeit für das
Schaltprogramm-1 (eines von 6 möglichen) 00:01 Uhr ist und die
Ausschaltzeit 06:00 Uhr
•
Sind für die gerade bearbeitete Schaltuhr mehrere Schaltprogramme eingestellt (bzw. notwendig), so
kann mit (+) oder (-) das zu ändernde Schaltprogramm ausgewählt werden
•
() 1x drücken: Detailanzeige „Schaltprogramm 1 / EIN“
+----------------+
|Boiler/M
|
|P1 EIN: 00:01
|
+----------------|
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Detailanzeige Schalprogramm 1 / EIN der Schaltuhr Boiler/M:
=> „Boiler/M“ bezeichnet den Namen der gerade bearbeiteten
Schaltuhr
=> „P1“, „EIN“, „00:01“ zeigt an, daß die Einschaltzeit für das
Schaltprogramm-1 00:01 Uhr ist
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•
Wert für „EIN“ ändern wie unter „4.1.5 “ beschrieben mit (), (+) / (-) und ().
Das Schaltprogramm wird deaktiviert, wenn für EIN der Wert 00:00 eingegeben wird.
•
(+) 1x drücken: Detailanzeige „Schaltprogramm 1 / AUS“
+----------------+
|Boiler/M
|
|P1 AUS: 06:00
|
+----------------|
Detailanzeige Schalprogramm 1 / AUS der Schaltuhr Boiler/M:
=> „P1“, „AUS“, „06:00“ zeigt an, daß die Ausschaltzeit für das
Schaltpprogramm-1 06:00 Uhr ist
•
Wert für „AUS“ ändern wie unter „4.1.5 “ beschrieben mit (), (+) / (-) und ().
Das Schaltprogramm wird deaktiviert, wenn für AUS der Wert 00:00 eingegeben wird.
•
(+) 1x drücken: Detailanzeige „Schaltprogramm 1 / Wochentagsübersicht“
+----------------+
|Boiler/M
|
|P1 S-----S
|
+----------------|
•
() 1x drücken: Detailanzeige „Schaltprogramm 1 / Wochentagseinstellung“
+----------------+
|Boiler/M
|
|P1 Sonntag
EIN|
+----------------|
•
Detailanzeige Schalprogramm 1 / Wochentagsübersicht der
Schaltuhr Boiler/M:
=> „P1“, „S-----S“ zeigt an, daß die eingestellten Schaltzeiten für
das Schaltpprogramm an den Wochentagen Sonntag und Samstag
aktiviert werden.
Detailanzeige Schalprogramm 1 / Wochentagseinstellung der
Schaltuhr Boiler/M:
=> „P1“, „Sonntag EIN“ zeigt an, daß das Schaltprogramm-1 am
Sonntag aktiv ist.
=> Wert ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben
mit (), (+) / (-) und ().
=> mit der Taste (+) kann jeder Wochentag eingestellt und wie
oben beschrieben aktiviert oder deaktiviert werden.
Beachten Sie, daß für jedes Schaltprogramm alle Wochentage ein- bzw. auszuschalten sind!
4.3.7 Vorränge
Achtung:
Änderungen am Vorrangsystem, insbesondere dem des Kollektors, beeinflussen meist erheblich die
Deckung und die Erträge der Solaranlage!
Vorrangsysteme können verwendet werden, um die Wärmeverteilung zu steuern, wenn an einer
Wärmequelle mehrere Verbraucher installiert sind (und entsprechende Differenzen zu ihrer Steuerung
definiert wurden). So kann z.B. an einem Sonnenkollektor ein Boiler und eine Fußbodenheizung als
Verbraucher betrieben werden. Das Vorrangsystem bestimmt dabei die Reihenfolge, in der die Verbraucher
versorgt werden, sofern alle anderen Bedingungen wie MinTemp, MaxTemp, Temperaturdifferenz usw.
erfüllt sind.
Der VESUV-Regler beherrscht bis zu 4 solcher Vorrangsysteme.
Funktion:
• Wenn für mehrere Differenzen mit ein und derselben Wärmequelle alle Bedingungen erfüllt werden, um
sich einzuschalten, so wird das Vorrangsystem dieser Quelle verwendet, um die Reihenfolge dafür zu
bestimmen.
• Die Differenz mit der niedrigeren Vorrangziffer schaltet sich zuerst ein (Höchster Rang, z.B. Ziffer 1). Es
können dies auch mehrere Differenzen mit derselben Vorrangziffer zugleich sein.
• Die Differenz (Differenzen) mit der nächsthöheren Vorrangziffer (z.B. Ziffer 3) schaltet sich erst ein,
wenn sich aus irgendeinem Grund die höherrangige Differenz ausschaltet (z.B. Temperatur am
Kollektor sinkt, Temperatur am Verbraucher überschreitet MaxTemp Wert etc).
• Es ist nicht notwendig, die Vorrangziffern in der Reihenfolge 1,2,... usw zu vergeben; genausogut kann
die höchstrangige Differenz den Rang 7 haben und die zweithöhere den Rang 9 ...
Vorgangsweise zur Anzeige bzw. Änderung von Vorrängen:
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•
Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen)
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
() 1x drücken (Anzeige von „Datum ändern“)
•
(+) 6x drücken (Anzeige von „Parameter Vorränge“)
+----------------+
|Parameter
|
|Vorränge
|
+----------------|
•
() 1x drücken. Es wird das 1. Vorrangsystem angezeigt;
hier im Beispiel das Vorrangsystem für die Wärmequelle „Kollekt.“
+----------------+
|Vorränge
|
|Kollekt.
|
+----------------|
•
Wenn mehrere Vorrangsysteme aktiv sind, so kann das gewünschte Vorrangsystem mit den Tasten
(+) / (-) ausgewählt werden.
•
() 1x drücken. Es wird die erste Differenz des Vorrangsystems (hier für „Kollekt.“) angezeigt;
mit (+) oder (-) kann zu den weiteren Differenzen dieses Vorrangsystems gewechselt werden;
hier im Beispiel wird die Differenz „Kollekt.“ – „Boiler/U“ angezeigt
+----------------+
|Vorrang Kollekt.|
| 3 D 1 Boiler/U|
+----------------|
Anzeige Vorrangsystem für Differenz D1:
=> „Kollekt.“ bezeichnet den Namen der Wärmequelle, für die das
Vorrangsystem gilt
=> „3“ bezeichnet den Rang innerhalb des Vorrangsystems; durch
Änderung dieses Wertes kann die Position in der Vor-Rangliste
eingestellt werden (siehe unten); Wert ändern wie unter „4.1.5
Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
=> „D1“ und „Boiler/U“ bezeichnen die Differenz und den
Wärmeverbraucher, für die der angezeigte Vor- Rang gilt.
4.3.8 Grenzwerte
Nur Bedienebene 2
4.4 Differenzen
Die „Differenz“ – Einstellungen ermöglichen die Überwachung und Änderung der Schaltzustände und der
Schaltbedingungen für die temperaturdifferenzgesteuerten Funktionen der SHE Steuerung.
Grundlagen, Funktion:
Als Grundlage für die differenzgesteuerten Funktionen dienen
 die Fühlerwerte der Eingänge
(werden je Differenz in Bedienebene 2 als Wärmequellen und Wärmeverbraucher festgelegt),
 die für die Differenz eingestellten Temperaturgrenzwerte, im besonderen „MinTemp“, „MaxTemp“,
„DiffTemp“ und „Hysterese“,
 sowie in einigen besonderen Fällen die Schaltzustände anderer Differenzen oder Schaltuhren
Salopp kann man sagen, die Differenz schaltet sich ein, wenn die Temperatur an der Wärmequelle
größer (gleich) ist als die Temperatur am Verbraucher (+ Hysterese). Die Drehzahl, mit der die zugehörigen Ausgänge eingeschaltet werden, ist abhängig von der tatsächlichen Temperaturdifferenz, der
eingestellten Schaltdifferenz und der eingestellten Mindestdrehzahl der Ausgänge. Die Differenz schaltet
sich aus, wenn die Temperatur an der Wärmequelle kleiner (gleich) als die Temperatur am Verbraucher
ist.
Die notwendigen Einstellungen zur Aktivierung einer Differenz, die Zuordnung der Ausgänge sowie die
Festsetzung der Temperaturgrenzwerte werden bei der Errichtung der Steuerungsanlage vorgenommen
(Bedienebene 2) und in den Parameterbeiblättern eingetragen.
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Genaue Beschreibung der Schaltparameter siehe „4.4.7 Anzeigen und ändern DiffTemp, GradProStufe und
Hysterese (nur mit Bedienebene 1).
Sobald die eingestellte Übertemperatur überschritten wird schaltet der Ausgang ein, unabhängig von
Verbrauchertemperatur, Uhrzeit oder Vorrängen.
Falls die Wärmquelle ein Kollektor ist, wird die Sonnenfühlerfunktion akiviert. Die Funktion ist
selbstlernend. Ihre erlernten Werten können wie unter „4.4.6 Anzeige „ParameterOptimierung“ beschrieben
angesehen werden.
Wird die Temperaturdifferenz auf „0“ gestellt, schaltet die Differenz ein, wenn an der Wärmequelle die
"MinTemp“ unterschritten wird. Sie schaltet sich aus, wenn am Verbraucher die „MaxTemp“ überschritten
wird.
Falls für Wärmequelle und Verbraucher derselbe Fühler eingestellt wurde, läuft der Ausgang mit der eingestellten Mindestdrehzahl..
Je nach Variante kann der VESUV-Regler bis zu 30 Differenzen verwalten. In den Bedienebenen 0 und 1
sind nur jene Differenzen sichtbar, die in Bedienebene 2 aktiviert wurden.
4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild
Vorgangsweise zum Auswählen eines Differenz-Übersichtsbildes:
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
(+) 1x drücken. Parametergrundanzeige Differenzen wird angezeigt
•
() 1x drücken (Anzeige der 1. aktiven Differenz)
+----------------+
|D1 Auto Kollekt.|
|AUS Vx Boiler/U|
+----------------|
•
Detailanzeige Differenz:
=> „D1“ steht für die interne Nummer der angezeigten Differenz
=> „Auto“ steht für Betriebsart Automatik (andere Möglichkeit wäre
„Hand“ für Betrieb manuell)
=> „Kollekt.“, „Boiler/U“ gibt die Fühler an, deren Temperaturen
für den Schaltzustand der Differenz maßgeblich sind (Quelle und
Ziel), wenn die Betriebsart auf „Auto“ steht
=> „AUS“ bzw „40%“ bis „100%“ gibt den aktuellen Schaltzustand
der Differenz an (Die Prozentangabe bezieht sich auf den
Zeitfaktor-SOLLWERT der Phasenanschnittsteuerung der
Ausgänge; der ISTWERT kann unter Umständen höher sein)
=> wird ein Wert „Vx“ angezeigt, so bedeutet dies, daß sich für die
Differenz die selbstlernende Sonnenfühlerfunktion aktiviert hat und
gerade den „x-ten“ Versuch durchführt.
=> wird anstelle von „Vx“ der Wert „ÜT“ angezeigt, so wurde an der
Wärmequelle die „ÜberTemp“ überschritten, was ebenfalls zum
Einschalten der Differenz führt.
Durch Drücken der (+) Taste kann aus allen aktivierten Differenzen diejenige ausgewählt werden, die
gerade angezeigt bzw. bearbeitet werden soll (z.B. „Kessel“ – „Boiler/M“).
4.4.2 Anzeigen und ändern von Schaltzuständen (Automatik, Handbetrieb)
Der VESUV-Regler kennt für jede Differenz die folgenden Betriebsarten:
Auto = Automatikbetrieb; AUS bis 100%
und
Hand = Handbetrieb mit AUS, 40, 50, 60, bis 100%
Achtung:
Wenn die Betriebsart auf „Hand zzz%“ gestellt wurde, schaltet sich die Differenz nicht mehr automatisch
ein oder aus! Für Automatikbetrieb muß die Differenz auf „Auto“ gestellt werden!
Die Drehzahl der Ausgänge kann real höher sein, als der Wert, den die Differenz vorgibt. Gründe dafür
sind entweder eine Begrenzung durch den Parameter „MinDrehzahl Ausgang“ oder ein Relais-Ausgang
an der Hardware (z.B. SHE EM8)
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Vorgangsweise zur Änderung eines Schaltzustandes:
• Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“
beschrieben, dann weiter mit
•
() 1x drücken: Es werden die Betriebsart und der Schaltzustand der ausgewählten Differenz
angezeigt
+----------------+
|D3 Betriebsart |
| Auto 100%
|
+----------------|
•
Wert ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
4.4.3 Anzeigen und rücksetzen „Betriebsstundenzähler“
Für jede Differenz gibt es einen Betriebsstundenzähler, der die Summe der Laufzeiten dieser Differenz
erfasst. Die Betriebsstundenzähler dienen nur zur Information und Anlagenkontrolle. Sie üben keinen
Einfluß auf die Funktion der Steuerung aus. Weiters findet keine Unterscheidung in der Bewertung von
Betriebszuständen ungleich 100% statt!
Vorgangsweise zum Anzeigen / Rücksetzen eines Betriebsstundenzählers:
• Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“
beschrieben, dann weiter mit
•
() 1x drücken: Betriebsart und Schaltzustand der ausgewählten Differenz werden angezeigt
•
(+) 1x drücken: Betriebsstunden werden angezeigt
•
zum Rücksetzen 2x () drücken
4.4.4 Anzeigen und ändern „minimal Temperatur“ und „maximal Temperatur“
Für jede Differenz gibt es eine minimale Temperatur (MinTemp), die auf jeden Fall (an der Quelle) überschritten werden muß, damit die Differenz einschalten kann.
Damit kann z.B. bei Solaranlagen verhindert werden, daß sich die Umwälzpumpe in warmen
Sommernächten einschaltet und so unter Umständen mehr Strom verbrauchen würde, als
Wärmeerträge erwirtschaftet werden könnten.
Analog dazu gibt es für jede Differenz eine maximale Temperatur (MaxTemp), bei deren Überschreitung
(am Verbraucher) die Differenz ausschaltet.
Es gibt einen Sonderfall (Übertemperatur an der Quelle), bei der sich die Differenz trotz Überschreitung der MaxTemp am Verbraucher einschaltet (siehe „4.4.8 Anzeigen und ändern ÜberTemp
(nur mit Bedienebene 1)“).
Vorgangsweise zum Anzeigen / Ändern der MinTemp / MaxTemp:
• Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“
beschrieben. Es empfiehlt sich, die ursprünglichen Werte auf jeden Fall vor dem Ändern zu notieren
(z.B. in den Parameterbeiblättern). Dann weiter mit
•
() 1x drücken: Betriebsart und Schaltzustand der ausgewählten Differenz werden angezeigt
•
(+) 2x drücken für MinTemp bzw. 3x drücken für MaxTemp
+----------------+
|D1 MaxTemp
|
| 60 °C
|
+----------------|
•
Wert ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
4.4.5 Anzeigen und ändern „Mindesttemperatur“
Der Parameter Mindesttemperatur (MindestTemp) wird nur für jene Differenzen angeboten, für deren Quelle
ein Fühler mit einem der vorgefertigten Namen „Kollekt.“, „Kollekt1“ oder „Kollekt2“ eingestellt ist. Der Wert
MindestTemp ist dann von Bedeutung, wenn mehr als 1 Verbraucher an einem Kollektor betrieben wird und
für den Kollektor als Wärmequelle ein Vorrangsystem aktiviert wurde. Bis zur angegebenen Wert von
MindestTemp wird die Differenz vorrangig geschaltet. Wird die MindestTemp auf 0 gestellt, so ist die
Funktion inaktiv.
Der VESUV-Regler verteilt die Sonnenenergie in der Reihenfolge der Vorränge an die Verbraucher
(Energie wird in den Verbraucher geladen). Voraussetzung ist jedoch, daß im Kollektor das für den
jeweiligen Verbraucher notwendige Temperaturniveau erreicht wird.
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Wenn bei einem Ladevorgang nach dem Überschreiten der MindestTemp und noch vor dem Erreichen der MaxTemp der Ladevorgang mangels Temperatur am Kollektor unterbrochen wird (z.B.
wegen Wolke vor der Sonne), so schaltet die Steuerung automatisch auf die nächstrangige
Differenz, für die die Temperatur noch ausreicht.
Durch diese Vorgangsweise ist es möglich, mit der SHE Steuerung an strahlungsintensiven Solartagen das Ziel „hohe Deckung“ zu verfolgen. An nur mäßig strahlungsintensiven Tagen wird jedoch
die eingestrahlte Sonnenenergie sehr effizient nach Erreichen der MindestTemp (z.B. 50°C in einem
Boiler) auf weitere Verbraucher umgelenkt. Dies erhöht den Ertrag der Solaranlage.
Vorgangsweise zum Anzeigen oder Ändern der MindestTemp:
• Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“
beschrieben. Es empfiehlt sich, die ursprünglichen Werte auf jeden Fall vor dem Ändern zu notieren
(z.B. in den Parameterbeiblättern). Dann weiter mit
•
() 1x drücken: Betriebsart und Schaltzustand der ausgewählten Differenz werden angezeigt
•
(+) 4x drücken: Anzeige MindestTemp
•
Wert ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
+----------------+
|D1 MindestTemp |
| 50 °C
|
+----------------|
4.4.6 Anzeige „ParameterOptimierung“
Diese Anzeige ist nur aktiv, wenn in Bedienebene 2 für die Wärmequelle einer der Namen „Kollekt.“,
„Kollekt1“ oder „Kollekt2“ eingestellt wurde. Sie dient zur Kontrolle der von der selbstlernenden Sonnenfühlerfunktion erlernten Sonnenfühlerdifferenzen.
Vorgangsweise zur Anzeige der ParameterOptimierung:
Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“ beschrieben,
dann weiter mit
•
() 1x drücken: Betriebsart und Schaltzustand der ausgewählten Differenz werden angezeigt
•
(+) 5x drücken: Anzeige Übersichtsbild zu ParameterOptimierung
+----------------+
|D1 Parameter
|
|Optimierung
|
+----------------|
•
() 1x drücken: Anzeige der selbsterlernten Sonnenfühlerdifferenz für das erste TemperaturIntervall.
+----------------+
|D1 Diff. Sonnenf|
| 1°C Verbr.<= 20|
+----------------|
Anzeige SonnenfühlerParameter:
=> „D1“ bezeichnet die Differenz, für die die selbsterlernte
Sonnenfühlerdifferenz gilt
=> „1°C“ bezeichnet den erlernten Wert für die Differenz zw.
T(Sonnenf) auf T(Verbraucher), wenn T(Verbraucher) <= 20°C
=> mit (+) können die Werte für weitere Temperaturintervalle
angezeigt werden.
=> im letzten Fenster wird angezeigt, für welchen Temperaturbereich der letzte Selbstlernversuch stattgefunden hat
4.4.7 Anzeigen und ändern DiffTemp, GradProStufe und Hysterese
(nur mit Bedienebene 1)
Die Differenztemperatur (DiffTemp) bestimmt zusammen mit der Hysterese die Schaltpunkte für das Ein-.
und Ausschalten jeder Differenz.
Der Einschaltpunkt wird erreicht, wenn innerhalb der Grenzen von „MinTemp (Quelle)“ und
„MaxTemp (Verbraucher)“ die Bedingung T(Quelle) >= T(Verbraucher) + TempDiff + Hysterese erfüllt ist.
Der Ausschaltpunkt wird erreicht, wenn T(Quelle) = T(Verbraucher) + TempDiff ist.
Wird für DiffTemp der Wert 0 eingegeben, so werden außer eventuell eingestellten Schaltern (wie Merker,
Fühlern, ...) nur die Grenzen MinTemp und MaxTemp als Schaltkriterien herangezogen.
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Der Parameter GradProStufe beeinflußt die Drehzahlregelung der SHE Steuerung. Wird dieser Wert auf 1°
eingestellt, so passiert folgendes: Jedesmal wenn sich die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und
Verbraucher dem eingegebenen Wert für DiffTemp nähert, so wird pro 1° Annäherung die Drehzahl der
Ausgänge um 10% zurückgenommen. Wird der Wert GradProStufe auf 2° gestellt, so findet die Drehzahlreduktion pro 2° Annäherung statt usw. Mögliche Werte für GradProStufe sind 1° bis 10°.
Vorgangsweise für Anzeigen oder Ändern von DiffTemp, GradProStufe und Hysterese:
• Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen).
• Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“
beschrieben. Es empfiehlt sich, die ursprünglichen Werte auf jeden Fall vor dem Ändern zu notieren
(z.B. in den Parameterbeiblättern). Dann weiter mit
•
() 1x drücken: Fenster DiffTemp wird angezeigt:
+----------------+
|D1 DiffTemp
|
| 3 °C
|
+----------------|
•
Die TempDiff kann geändert werden wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) /
(-) und ()
•
(+) 1x drücken für Fenster GradProStufe
•
Die Einstellung für GradProStufe kann geändert werden wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“
beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
•
(+) 1x drücken für Fenster Hysterese
•
Die Hysterese kann geändert werden wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) /
(-) und ()
+----------------+
|D1 GradProStufe |
| 1 °C
|
+----------------|
+----------------+
|D1 Hysterese
|
| 2 °C
|
+----------------|
4.4.8 Anzeigen und ändern ÜberTemp (nur mit Bedienebene 1)
Die Funktion Übertemperatur (ÜberTemp) ist Teil einiger Anlagenkonzepte und kann zur Abkühlung von
Wärmequellen bei Überschreitung eines einstellbaren Maximalwertes herangezogen werden (z.B.
Kollektoren, Stückholzkessel etc). Die Differenz schaltet sich unabhängig von anderen Schaltzuständen
oder Temperaturwerten ein, wenn an der Wärmequelle die ÜberTemp überschritten wird. Die Aktivierung
der Übertemperaturfunktion wird in der Anzeige mit „ÜT“ angezeigt.
Hinweis: Die Funktion Übertemperatur fällt bei Ausfall der Stromversorgung ebenfalls aus!
Vorgangsweise für Anzeigen oder Ändern der ÜberTemp:
• Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen).
• Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“
beschrieben. Es empfiehlt sich, die ursprünglichen Werte auf jeden Fall vor dem Ändern zu notieren
(z.B. in den Parameterbeiblättern). Dann weiter mit
•
() 1x drücken: Fenster Differenz wird angezeigt:
•
(+) 3x drücken: Fenster ÜberTemp wird angezeigt:
+----------------+
|D1 ÜberTemp
|
| 150 °C
|
+----------------|
•
Die ÜberTemp kann geändert werden wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) /
(-) und ()
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4.4.9 „Grundwerte Optimierung“ laden (nur mit Bedienebene 1)
Die Funktion „Grundwerte Optimierung laden“ wird nur angezeigt, wenn die Wärmequelle der Differenz
einen der internen Namen „Kollekt.“, „Kollekt1“ und „Kollekt2“ hat. Sie kann zum Zurücksetzen der selbsterlernten Sonnenfühlerdifferenzen verwendet werden (z.B. nach Anlagenerweiterung oder Umbau, nach
Änderungen an der Programmierung).
Vorgangsweise für Grundwerte Optimierung laden:
• Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen).
• Gewünschte Differenz auswählen wie unter „4.4.1 auswählen einer „Differenz“, Übersichtsbild“
beschrieben. Dann weiter mit
•
() 1x drücken: Fenster „Differenz“ wird angezeigt:
•
(+) 4x drücken: Fenster „Optimierung: Grundwerte laden“ wird angezeigt:
+----------------+
|Opimierung:
|
|Grundwerte laden|
+----------------|
•
() 1x drücken – es erscheint das Fenster für Rückfrage:
+----------------+
|Grundwerte laden|
|<= NEIN
=> JA|
+----------------|
•
() 1x können die selbsterlernten Sonnenfühler – Differenzen auf ihre Grundwerte zurückgestellt
werden; mit () 1x kann der Vorgang abgebrochen werden
4.5 Mischer
Über die „Mischer“ – Einstellungen können Mischer-Schaltzustände, Fixwert- und Außentemperaturen sowie
Schaltparameter eingestellt werden.
Grundlagen, Funktion:
Die Mischer-Funktionalität der SHE Steuerung gliedert sich in 3 Teilbereiche:
 Mischer Parameter
 Mischer Fixwerte
 Mischer Außentemperaturkurven
Die Vorgabe der Solltemperatur für den Mischerbetrieb mit der SHE Steuerung kann je Mischer entweder
über einen Fixwert (siehe Fehler: Referenz nicht gefunden Fehler: Referenz nicht gefunden) oder außentemperaturabhängig (siehe Fehler: Referenz nicht gefunden Fehler: Referenz nicht gefunden) erfolgen. Die
Aktivierung der jeweiligen Quelle für Solltemperatur sowie die Verknüpfung mit anderen der Steuerung bekannten Schaltereignissen (z.B. Nachtabsenkung oder Raumthermostat oder Boileranforderung etc...) wird
in der Bedienebene 2 eingerichtet.
4.5.1 Mischergeräte
Vorgangsweise:
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
(+) 2x drücken. Anzeige „Mischer“
•
() 2x drücken. Übersichtsbild des ersten aktivierten Mischers wird angezeigt
•
Wenn mehrere Mischer aktiviert sind, kann durch drücken der (+) Taste der gewünschte Mischer
ausgewählt werden
+----------------+
|M1 Auto SW 1: 33|
|VL FBH
36 |
+----------------|
Bedienungsanleitung VESUV 103e
Übersichtsbild Mischer-Parameter:
=> „M1“ bezeichnet den Mischer, für den das Übersichtsbild
angezeigt wird
=> „Auto“ steht für Betriebsart Automatik (andere Möglichkeit wäre
„Hand“ für manuellen Betrieb)
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=> „SW 1“ informiert darüber,
woher der Mischer die Vorgaben für die Solltemperatur
bekommt; (diese Information ist
nur für die Anlagenerrichtung
wichtig; SW 1 bedeutet z.B.
Sollwertfenster 1)
=> „33“ ist die vom Mischer angestrebte Solltemperatur, die sich
entweder aus einer Außentemperaturkurve oder aus einem Fixwert
ergibt (der höhere Wert hat Vorrang)
=> „VL FBH
36“ gibt Namen und Temperaturwert des Fühlers
an, dessen Temperatur mit der Mischersteuerung geregelt werden
soll (hier z.B. Fußbodenheizung).
4.5.1.1 Anzeigen und ändern der Mischerbetriebsart (automatik / manuell)
Vorgangsweise für Anzeigen oder Ändern der Mischerbetriebsart:
• Gewünschten Mischer auswählen wie unter Fehler: Referenz nicht gefunden Fehler: Referenz nicht
gefunden beschrieben.
•
() 1x drücken: Fenster „Betriebsart“ wird angezeigt
+----------------+
|M1 Betriebsart |
| Auto
|
+----------------|
•
Betriebsart ändern wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“ beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
(Auto = Automatikbetrieb, Hand auf = Mischermotor auf fahren; Hand zu = Mischermotor zu fahren)
4.5.2 Anzeigen und ändern der Mischermotor – Laufzeit
(nur mit Bedienebene 1)
Für optimales Regelverhaltens muß an der SHE Steuerung die mechanische Laufzeit des Mischermotors
eingegeben werden (Zeit in Minuten + Sekunden von ganz zu bis ganz auf oder umgekehrt). Dies ist insbesondere bei einem eventuellen Austausch von Mischermotoren zu beachten.
Vorgangsweise für Anzeigen oder Ändern der Mischermotor - Laufzeit:
•
Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen).
•
Gewünschten Mischer auswählen, wie unter Fehler: Referenz nicht gefunden Fehler: Referenz nicht
gefunden beschrieben.
•
() 1x drücken: Fenster „Betriebsart“ wird angezeigt
•
(+) 1x drücken: Fenster „Laufzeit / Minuten“ wird angezeigt:
+----------------+
|M1 Laufzeit:
|
| 3 Minuten
|
+----------------|
•
Der Minutenanteil der Laufzeit kann geändert werden wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“
beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
•
(+) 1x nocheinmal drücken: Fenster „Laufzeit / Sekunden“ wird angezeigt:
+----------------+
|M1 Laufzeit:
|
| 0 Sekunden
|
+----------------|
•
Der Sekundenanteil der Laufzeit kann geändert werden wie unter „4.1.5 Einstellungen ändern“
beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
•
Nach der Eingabe des Minuten und des Sekundenanteils ist die Eingabe abgeschlossen.
4.5.3 Festwertregelung
Vorgangsweise für anzeigen des Übersichtsbildes „Mischer Fixwerte“ und ändern des Fixwertes
• falls eine Änderung des Fixwertes gewünscht wird: Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5
„Passwort“ eingeben, Beschreibung der Bedienebenen).
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
(+) 2x drücken. Fenster „Mischer“ wird angezeigt
•
() 1x drücken. Fenster „Mischer Parameter“ wird angezeigt
•
(+) 1x drücken. Fenster „Mischer Fixwerte“ wird angezeigt
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•
() 1x drücken. Übersichtsfenster zum ersten aktiven „Mischer Fixwert“ wird angezeigt
•
Durch Drücken der (+) Taste kann aus allen aktivierten „Mischer Fixwerten“ derjenige ausgewählt
werden, der gerade angezeigt bzw. bearbeitet werden soll
+----------------+
|FW1 Boiler
70 |
| AUS
|
+----------------|
•
Übersichtsbild „Mischer Fixwert“:
=> „FW1“ gibt an, daß der Mischer Fixwert 1 angezeigt wird
=> „Boiler 70“ gibt den Namen des Mischer Fixwerts und den
aktuell eingestellten Temperaturbetrag an (Bedeutung: hier z.B.
„Ladetemperatur für Boilerladevorgang = 70°“)
=> „AUS“ („EIN“) gibt den aktuellen Schaltzustand es „Fixwert 1“
an. Der Schaltzustand ergibt sich aus den in Bedienebene 2
eingegebenen Verknüpfungen mit anderen steuerungsintenen
Schaltzuständen.
Wenn Bedienebene 1 verügbar ist, kann der Temperaturwert für den angezeigten „Mischer Fixwert“
geändert werden wie unter „4.1.5 “ beschrieben mit (), (+) / (-) und ()
4.5.4 Außentemperatur- und Raumtemperaturregelung
Vorgangsweise für anzeigen des Übersichtsbildes „Mischer AT-Kurven“
•
() drücken bis die „Allgemeine Grundanzeige“ erscheint
•
(+) 2x drücken. Fenster „Mischer“ wird angezeigt
•
() 1x drücken. Fenster „Mischer Parameter“ wird angezeigt
•
(+) 2x drücken. Fenster „Mischer AT-Kurven“ wird angezeigt
•
() 1x drücken. Übersichtsfenster zur ersten aktiven „Mischer AT-Kurve“ wird angezeigt
•
Durch Drücken der (+) Taste kann aus allen aktivierten „Mischer AT-Kurven“ diejenige ausgewählt
werden, die gerade bearbeitet werden soll
+----------------+
|AT5 Bodenhz. 33°|
|Aussent.
–6
|
+----------------|
4.5.4.1
Übersichtsbild „Mischer AT-Kurve“:
=>„AT5“ gibt an, daß die Mischer AT-Kurve 5 angezeigt wird
=>„Bodenhz. 33°“ gibt den Namen der Mischer AT-Kurve an (hier
Bodenheizung) und die aktuell aus der AT-Kurve errechnete Solltemperatur
=> „Aussent. -6“ bezeichnet den Fühlernamen und den
Temperaturwert, aus denen die Solltemperatur errechnet wird.
Mischer AT-Kurven: ändern der Solltemperatur (nur mit Bedienebene 1)
Die Mischerfunktion der SHE Steuerung basiert auf einer einzugebenden Temperaturkurve, die dem Heizungssystem angepaßt werden muß. Normalerweise wird die Temperaturkurve vom Anlagenerrichter eingegeben. Aufgrund von Betriebserfahrungen können jedoch Korrekturen notwendig sein.
Beispiel für Außentemperaturkurven bei Verschiedenen Auslegungen
AT [°C]
-30
-20
-10
0
10
20
VT [°C] für Heizkörperheizung
mit Auslegung 70/55
85
75
65
54
42
27
VT [°C] für Heizkörperheizung
mit Auslegung 55/45
66
59
52
49
37
26
Vorlauftemperatur [°C] z.B. für
eine Fußbodenheizung
46
42
38
35
31
28
Aus dieser Datenbasis berechnet die AT-Steuerung für die aktuelle Außentemperatur (AT) einen Vorlauftemperaturwert (VT, Solltemperatur). Im Beispiel für Heizkörperauslegung 55/45 ergibt sich für eine AT von
–20°C AT eine VT von 59°C (=eingegebener Wert), eine AT von –15°C ergibt eine VT zwischen 55 und 56°
(errechneter Wert) usw.
Vorgangsweise für ändern einer „Mischer AT-Kurve“
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•
Bedienebene 1 zugänglich machen (siehe 4.3.5 „Passwort“ eingeben, Beschreibung der
Bedienebenen).
•
Gewünschte AT-Kurve auswählen wie unter Fehler: Referenz nicht gefunden Fehler: Referenz nicht
gefunden beschrieben.
•
() 1x drücken. Fenster „TempKurve“ wird angezeigt
•
() 1x drücken. erster Datensatz zur AT-Kurve wird angezeigt.
•
Durch Drücken der (+) Taste kann allen Datensätzen derjenige ausgewählt werden, dessen Solltemperatur (Vorlauftemperatur) geändert werden soll
+----------------+
|AT5 AT: -30°
|
| 40°C VL
|
+----------------|
Datensatz zur AT-Kurve für –30°:
=>„AT5“ gibt an, daß ein Datensatz für die Mischer AT-Kurve 5
angezeigt wird
=>„AT: -30°“ gibt an, daß der Datensatz die Solltemperatur für –
30° Außentemperatur beschreibt
=> „40°C“ gibt die Solltemperatur an (im allgemeinen eine Vorlauftemperatur), die am Mischer bei –30° Außentemperatur erreicht
werden soll
•
Der Sollwert für Vorlauftemperatur (VL) kann geändert werden wie unter „4.1.5 “ beschrieben mit (),
(+) / (-) und ()
•
Wenn die Einstellungen je Außentemperatur vorgenommen wurden, ist die Änderung der AT-Kurve
abgeschlossen.
4.6 Anforderungen
Dienen dazu, Schaltvorgänge (Kessel, E-Patronen etc) bei Unterschreitung von Temperaturgrenzen zu
starten und bei Überschreitung von Temperaturgrenzen zu beenden.
Bedienung siehe Menüplan
4.7 Wärmemengenzähler
Dienen zur Erfassung von Energiemengen. Nur in Verbindung mit hydraulischen Impulsgebern.
Bedienung siehe Menüplan
5 Anhang
5.1 Checkliste für Einsatz
Um hohe Effizienz auch für wenig vertraute Anwender zu ermöglichen, wird hier ein Auszug aus der
Checkliste für die Planung, Konfiguration und Installation der beschriebenen Regler wiedergegeben:
5.1.1 Hydraulisches Schaltbild erstellen
Erfassung aller Wärmequellen und Verbraucher samt den nötigen Ventilen, Pumpen- und
Mischerelementen
5.1.2 Festlegung der Fühler (=Eingänge) samt Fühlertyp sowie der
Ausgänge
•
•
•
•
Nummerierung der Fühler von F1 bis Fn;
Nummerierung der Ausgänge von A1..Ax
bei Verwendung eines Sonnenfühlers muß F1 := SONNENFÜHLER sein;
bei Einsatz eines Wärmemengenzählers muß für den Impulsgeber ein Fühler am Grundgerät verwendet
werden.
Fühlernamen, Typen und Ansgänge mit MinDrehzahl werden im Parameterbeiblatt eingetragen. Bei Verwendung eines PC (Programmiersoftware SHCONFIG) ist vor Eintrag der Fühler und Ausgangsbelegung
die Anzahl der Erweiterungen festzulegen.
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5.1.3 Analyse und Festlegung der benötigten Regelvorgänge (Was soll die
Steuerung tun?)
Hier helfen nur Einarbeitungszeit und etwas Übung
zum Beispiel:
wenn Temperatur am „KOLLEKTOR“ größer Temperatur am „BOILER/U“
dann: Umwälzpumpe (UP) Solar einschalten (Lösung über Differenz, Diff1)
wenn „BOILER/M“ kleiner 45°C und „HolzKESSEL“ größer „BOILER/M“
dann UP Nachheizung einschalten (Lösung über Differenz, Diff2)
wenn „BOILER/M“ kleiner 45°C und späterer Nachmittag
dann Relais für Gastherme und UP Nachheizung einschalten (Lösung über
Anforderung, Anf1 und Schaltuhr Su1)
....
Die entsprechenden Regelblöcke sind im Parameterbeiblatt bzw. in der Programmiersoftware einzutragen.
5.1.4 einstellen der „ALLGEMEINEN PARAMETER“ (1. Teil):
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Datum / Uhrzeit / Wochentag
Eingabe von „Passwort2“
Definitionen der Schaltuhren (nur wenn erforderlich)
Festlegung der geplanten / vorhandenen Erweiterungen (nur wenn erforderlich)
Definition der Fühler Sondernamen (nur wenn erforderlich)
Zuordnung der Fühlernamen (je Fühler kann aus einer Liste von vorgefertigten Namen und den Sondernamen ausgewählt werden; alle Fühler mit Namen „n. belegt“ werden in der Temperaturanzeige nicht
angezeigt.)
Zuordnung der FühlerTypen (nur wenn erforderlich)
Festlegung der Ausgang / MinDrehzahl (mit Rücksicht auf die Verträglichkeit der angeschlossenen
Verbraucher je Ausgang; e.v. bei Pumpen ausprobieren, ob insbesondere geringe Ansteuerwerte 40
oder 50% noch eine Rotordrehung bewirken); Vorschlag: zumindest 60% bei älteren Umwälzpumpen;
50% bei fabriksneuer Wilo25/60; zumindest 80% wenn am Ausgang Relais oder Ventile mitgeschaltet
werden
Festlegung „Spreizung Ausgang Zuschalten“ (wenn mehr als 1 Verbraucher am Kollektor)
Festlegung „TaktzeitEin“ und „TaktzeitAus“ sowie „Parameter Sonnenfühler“ (im Normalfall stimmen die
voreingestellten Standardwerte)
5.1.5 Eingabe „DIFFERENZ PARAMETER“ (Passwort2 nötig!)
je Differenz sind folgende Werte einzustellen
• Wärmequelle (Auswahl aus den belegten Fühlernamen)
mehrere Differenzen können ein und dieselbe Wärmequelle verwenden; (entspricht gemeinsame /
getrennte Kreise bei Hanezeder Steuerung)
zum Beispiel:
Differenz1: Quelle := Kollektor, Verbraucher := Boiler/U
Differenz2: Quelle := Kollektor, Verbraucher := VL-FBH
• Wärmeverbraucher (Auswahl aus den belegten Fühlernamen)
es können sich mehrere Differenzen auf ein und denselben Verbraucher beziehen
• Ausgänge, die bei eingeschalteter Differenz zu aktivieren sind
(bis zu drei; bei mehr als 1 Ausgang kann zusätzlich die Start - Verzögerung für den 2. und 3. Ausgang
in Sekunden eingegeben werden; entspricht „Mitlauf“ bei Hanezeder – Steuerung)
Einstellung entfällt bei SHE 101)
• Status der Differenz auf Aktiv stellen
• Differenz und Hysterese (Temperatur – Differenzwerte) einstellen
• ÜberTemperatur eingeben
• Betriebsart auf Auto stellen
• Einstellung von MinTemp, MaxTemp
• Einstellung von Mindesttemp (nur Wenn Wärmequelle = Kollektor)
5.1.6 einstellen der „ALLGEMEINEN PARAMETER“ (2. Teil):
•
•
•
ab SHE 102 zuerst in Quellen für Vorränge für jede Wärmequelle einen Eintrag erstellen (bei SHE 101
nicht nötig)
in Parameter Vorränge für jede Quelle die Vorränge einstellen
in der Vorrang Quelle werden automatisch alle Differenzen mit gleicher Quelle angezeigt; es ist für jede
Differenz die Vorrangposition einzugeben; (niedrige Nummer kommt zuerst)
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5.1.7 Überspielen der Konfiguration bei PC-Anwendern
Konfiguarations- und Programmiersoftware siehe „Online – Support“
5.1.8 Montage des Reglers und Test
Nach der Herstellung aller elektrischen Verbindungen kann der programmierte Regler an die
Energieversorgung aufgeschaltet werden. Danach sollten alle vorgesehenen Funktionen durch Simulation
von Temperatur- und Uhrzeitwerten einer Funktionsprobe unterzogen werden sowie ein hydraulisches
Schaltbild und eine Dokumentation der Parameter an der Anlage angebracht werden.
5.2 Menüplan
5.3 Parameterblätter
5.4 Online – Support
Beschreibung, Programmiersoftware für MS-Access97 oder MS-Access2000 sowie Menüpläne sind im
Internet unter http://www.rmsys.at verfügbar.
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