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Ministerium für Soziales,
Gesundheit, Wissenschaft
und Gleichstellung
Medien-Information
10. November 2014
Sichere Orte schaffen – Start der Regionalkonferenzen
Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch
KIEL. Beim Start der ersten von sechs Regionalkonferenzen zur Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch in Schleswig-Holstein nehmen heute (10.11.) rund 100 Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Kiel, den Kreisen Plön und RendsburgEckernförde in Kiel teil. Initiatoren sind das Sozialministerium und der Landesverband
des Deutschen Kinderschutzbundes. Das Land plant bis 2016 sechs Regionalkonferenzen, um in den Einrichtungen und in Institutionen der Jugendhilfe Fachkräfte zu
unterstützen und den Schutz von Kindern zu stärken.
Staatssekretärin Anette Langner eröffnet die Tagung und betont: „Im Mittelpunkt der
Konferenz steht, wie Schutzkonzepte, Handlungsleitlinien sowie die Beteiligung von
Kindern und Eltern im pädagogischen Alltag nachhaltig umgesetzt werden können.
Sichere Orte zu schaffen, gelingt am besten, wenn Kinder und Jugendliche ihre Rechte kennen und wissen, wo sie Hilfe finden. Der Erfahrungsaustausch untereinander
trägt dazu bei, Prävention und den Kinderschutz weiter zu verbessern“.
Irene Johns, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes, erklärt: „Bundesweit haben erst ca. 4 % der Einrichtungen und Institutionen der Jugendhilfe bis
heute die am Runden Tisch „Sexuelle Gewalt“ beschlossenen Schutzkonzepte umgesetzt. Und in Schleswig-Holstein mögen wir vielleicht etwas weiter sein als der Rest
der Republik. Es reicht jedoch nicht, als Einrichtungsträger ein Konzept zu schreiben
und abzuheften, sondern es handelt sich um einen Prozess.“ Weiter führte Irene
Johns aus:
„Für uns als Kinderschutzbund ist es bei der Diskussion um Schutzkonzepte wichtig,
neben den hauptamtlichen Fachkräften auch das Ehrenamt zu berücksichtigen, besonders auch ehrenamtliche Vorstände. Aufgabe der an den Regionalkonferenzen
teilnehmenden Fachkräften wird es daher auch sein, sowohl Vereinsvorstände als
auch praktisch in der Jugendhilfe tätige Ehrenamtler über diese Thematik umfassend
zu informieren und die unterschiedlichen Rollen in diesem Prozess abzuklären.“
Manuel Florian, Leiter des Kinderschutz-Zentrums Kiel, bietet mit seinem Kollegium für
Fachleute Fachberatung auch bei der Umsetzung von Schutzkonzepten in Einrichtungen und Institutionen der Jugendhilfe an. „Wir freuen uns besonders, dass die Fachleute aus der Region sich mit Offenheit mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Ich
erhoffe mir davon eine weitere Stärkung des Schutzes der Kinder.“
Die Regionalkonferenzen sind eine Fortführung der Fortbildungsreihe der Landesregierung und des Deutschen Kinderschutzbundes zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs. Mit unterschiedlichen Fortbildungsangeboten wurden damit inzwischen
mehr als 2000 Fachkräfte erreicht. Die sechs Regionalkonferenzen wurden mit dem
Deutschen Kinderschutzbund Schleswig-Holstein konzipiert und werden mit den regionalen Partnern der Kinderschutz-Zentren, dem Verein Wendepunkt, dem Präventionsbüro PETZE und der Pro Familia umgesetzt. In Kiel werden Teile der Präventionsausstellung der PETZE ECHT KLASSE gezeigt.
In der Anlage finden Sie das Programm der Tagung.
Die nächste Regionalkonferenz findet am 24. Februar 2015 in Heide für die Kreise
Nordfriesland und Dithmarschen statt. Im Juni 2015 ist diese für die Kreise Stormarn,
Segeberg und Stadt Neumünster geplant.
Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
Gesa Gaedeke; Tel. 0431 / 666679-0, Fax 666679-16
info@kinderschutzbund-sh.de; www.kinderschutzbund-sh.de
Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein | AdolfWestphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | Telefax 0431 988-5344 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.sozialministerium.schleswig-holstein.de
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