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Installation - Waldorf

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Vorwort
Vorwort
Hinweis
Vielen Dank für den Kauf des Lector Vocoder-Plug-Ins von
Waldorf.
Waldorf Music übernimmt für Fehler, die in diesem Bedienhandbuch auftreten können, keinerlei Verantwortung.
Der Inhalt dieser Anleitung kann ohne Vorankündigung
geändert werden. Bei der Erstellung dieses Handbuchs
wurde mit aller Sorgfalt gearbeitet, um Fehler und
Widersprüche auszuschließen. Waldorf Music übernimmt
keinerlei Garantien für dieses Handbuch, außer den von den
Handelsgesetzen vorgeschriebenen.
Lector ist ein einzigartiger Vocoder zur musikalischen
Verfremdung von Audiomaterial. Integriert wurde ein
polyphoner Synthesizer basierend auf der bekannten
Waldorf-Engine. Mit diesem Effekt-Plug-In werden sich Ihnen
ganz neue Sounddimensionen öffnen!
Warum Sie dieses Handbuch lesen sollten?
Dieses Handbuch darf ohne Genehmigung des Herstellers –
auch auszugsweise – nicht vervielfältigt werden.
Das größte Problem bei Handbüchern ist immer, einen
goldenen Mittelweg zwischen Anfänger und Profi zu finden.
Es gibt Anwender, die lesen eine Anleitung von vorne bis
hinten, während andere sie noch nicht einmal anrühren.
Letzteres ist natürlich keine gute Entscheidung, insbesondere
wenn diese Anleitung ein Waldorf-Instrument beschreibt.
Waldorf Music GmbH, Landskroner Str. 52, D-53474 Bad
Neuenahr, Deutschland
Natürlich dürfen Sie dieses Handbuch auch wieder
schließen, aber Sie werden mit Sicherheit viel verpassen.
Wie versprechen Ihnen dafür auch viel Spaß beim Lesen und
vor allem aber beim Produzieren mit dem Lector.
Ihr Waldorf-Team
Lector Bedienhandbuch
2
Vorwort
Das Lector Entwicklungsteam
Besonderer Dank gilt
Software Entwicklung:
Wolfram Franke, Thomas Rehaag
Design/GUI:
Axel Hartmann
Bedienhandbuch:
Holger Steinbrink
Karsten Dubsch, Willie Eckl, Joachim Flor, Michael von
Garnier, Frank Schneider, Kurt “Lu” Wangard, Silvia
Wollenweber, 吴海彬, sowie allen, die hier vergessen
wurden.
Version:
1.0, Mai 2011
Betatest/Sounddesign:
Boele Gerkes, Achim Gratz, Till
Kopper, Dirk Krause, Jay de
Miceli, Dr. Georg Müller, Kai
Niggemann, Hermann Seib,
Holger Steinbrink, Dr. Stefan
Trippler, Dr. Ingo Weidner
w
Bitte
besuchen
Sie
unsere
Webseite
www.waldorfmusic.de
Wir stellen dort regelmässig Updates für unsere
Produkte zur Verfügung.
3
Lector Bedienhandbuch
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Vorwort................................................................................................2 Grundlegende Bedienung............................................................. 13 Inhaltsverzeichnis ..............................................................................4 Tastenkombinationen .................................................... 13
Die Bedienelemente...................................................... 13
Überblick..............................................................................................5 Die Presetverwaltung .................................................... 14
Einführung..........................................................................................6 Die Bedienelemente im Detail ......................................................... 16
Installation ...........................................................................................7 Die Parameter im Eingangsbereich ................................ 16 Systemvoraussetzungen Windows PC ..............................7 Das Carrier-Signal von Lector........................................ 18 Installation unter Windows ..............................................7 Die Parameter des Lector-Synthesizers .......................... 19 Systemvoraussetzungen Mac ...........................................8 Die Parameter des Lector-Vocoders............................... 30
Installation unter Mac OS X .............................................9 Die Effekte..................................................................... 36
Die Aktivierung von Lector ............................................10 Anhang.............................................................................................. 42 Kurzanleitung ...................................................................................12
Was ist ein Vocoder?..................................................... 42
Anwendungsbeispiele ................................................... 43
Glossar.......................................................................... 46 Produktunterstützung .................................................... 52 Lector Bedienhandbuch
4
Überblick
Überblick
Zentrale Bedienoberfläche
a
Bedienparameter Speech-Signal/Carrier-Signal
c
Bedienparameter Vocoder-Filterbänke
b
Bedienparameter Lector-Synthesizer
d
Bedienparameter der Effekte
5
Lector Bedienhandbuch
Einführung
Einführung
Verwendete Symbole
m
Über dieses Handbuch
w
Dieses Handbuch soll Ihnen den Einstieg im Umgang mit
Lector erleichtern. Darüber hinaus gibt es auch dem
erfahrenen Benutzer Hilfestellung sowie Tipps für seine
tägliche Arbeit.
Achtung – Achten Sie besonders auf diesen
Hinweis, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
Info – Gibt eine kurze Zusatzinformation
✻ Beispiel
– Gibt ein kurzes
Demonstration der Funktion.
Beispiel
zur
Der Einfachheit halber sind alle technischen Bezeichnungen in dieser Anleitung entsprechend den Parameterbezeichnungen des Lector benannt. Es wurde
jedoch versucht, weitgehend auf englische Fachbegriffe
zu verzichten. Am Ende der Anleitung finden Sie ein
Glossar, in dem die verwendeten Ausdrücke erklärt
werden.
Kennzeichnung von Parametern
Zur besseren Übersicht gebraucht das Handbuch
einheitliche
Schreibweisen
und
Symbole,
die
untenstehend erläutert sind. Wichtige Hinweise sind
durch Fettschrift hervorgehoben.
Die verschiedenen Parameter und Menüs werden an
geeigneter Stelle mittels Abbildungen veranschaulicht.
Alle Taster, Regler und Parameterbezeichnungen des
Lector sind im Text durch Fettdruck gekennzeichnet.
Beispiel:
•
Drehen Sie den Cutoff-Regler.
Der für eine Parametereinstellung zulässige Wertebereich
ist durch Angabe der Unter- und Obergrenze in
Kursivschrift gekennzeichnet. Dazwischen befinden sich
drei Punkte.
Beispiel: Resonance
Lector Bedienhandbuch
6
0…100%
Installation
Installation
Installation unter Windows
Gehen Sie zum Installieren von Lector wie folgt vor:
Systemvoraussetzungen Windows PC
Installation von CD-ROM:
Um mit Lector arbeiten zu können, benötigen Sie
mindestens:

Einen PC mit Intel Pentium3 oder AMD Athlon mit 1
GHz oder schneller, wir empfehlen den Einsatz eines
leistungsfähigeren Prozessors

64 MB freier Arbeitsspeicher

Windows XP oder neuer

Eine VST 2.4-kompatible Host-Applikation, wie z.B.
Cubase SX3 oder neuer oder eine VST 3.0-kompatible
Host-Applikation wie z.B. Cubase 4 oder neuer. Diese
muss ordnungsgemäß auf Ihrem Computer installiert
sein.
w
w
1. Legen Sie die Lector-CD-ROM in Ihr CD-Laufwerk ein.
Wenn Sie in Ihrer Windows-Version die AutostartFunktion aktiviert haben, wird das Installationsprogramm
automatisch geladen und Sie können die nächsten drei
Schritte überspringen und mit Schritt 5 weitermachen. Ist
Autostart nicht aktiv, so verfahren Sie bitte wie folgt:
2. Öffnen Sie den Explorer oder das Arbeitsplatz-Fenster.
3. Öffnen Sie den Inhalt des CD-Laufwerks, welches die
Lector-CD-ROM enthält.
4. Starten Sie das Setup des Lector-Installers.
5. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und
fahren Sie nach erfolgreicher Installation mit dem Kapitel
"Die Aktivierung von Lector" fort.
Bitte beachten Sie auch die Systemvoraussetzungen
der von Ihnen eingesetzten Host-Applikation!
Lector lässt sich unter Windows VISTA/ Windows 7
64-Bit installieren, läuft aber als 32-Bit-Applikation.
Installation eines Download-Programmpakets:
1. Navigieren Sie mithilfe des Explorers zu dem Ordner,
7
Lector Bedienhandbuch
Installation
Systemvoraussetzungen Mac
in dem das Lector ZIP-Archiv liegt.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Archiv
und wählen Sie aus dem Kontextmenü "Alle extrahieren".
Um mit Lector arbeiten zu können, benötigen Sie
mindestens:
3. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und
stellen Sie sicher, dass im Fertigstellungsdialog der Punkt
"Extrahierte Dateien anzeigen" aktiviert ist.
4. Starten Sie das Setup des Lector Installers in dem neu
erschienenen Fenster.
5. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und
fahren Sie nach erfolgreicher Installation mit dem Kapitel
"Die Aktivierung von Lector" fort.
•
Einen Mac mit Intel Prozessor
•
Mac OS X 10.4 oder neuer
•
64 MB freier Arbeitsspeicher
•
Eine VST 2.4-kompatible Host-Applikation wie z.B.
Cubase SX 3 oder eine VST 3.0-kompatible HostApplikation wie z.B. Cubase 4 oder neuer. Diese
muss ordnungsgemäß auf Ihrem Computer installiert
sein.
oder
•
w
Lector Bedienhandbuch
8
Eine AudioUnit 2.0-kompatible Host-Applikation mit
Sidechain-Unterstützung, wie z.B. Apple Logic oder
GarageBand. Diese muss ordnungsgemäß auf Ihrem
Computer installiert sein.
Bitte beachten Sie auch die Systemvoraussetzungen
der von Ihnen eingesetzten Host-Applikation!
Installation
w
3. Starten Sie die extrahierte "Lector Installer"-DMG-Datei
durch Doppelklick.
Lector lässt sich ab Mac OS X Snow Leopard im 64Bit-Modus installieren, läuft aber als 32-BitApplikation.
4. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und
fahren Sie nach erfolgreicher Installation mit dem Kapitel
"Die Aktivierung von Lector" fort.
Installation unter Mac OS X
Gehen Sie zum Installieren von Lector wie folgt vor:
Installation von CD-ROM:
1. Starten Sie Ihren Computer und legen Sie die LectorCD-ROM in das entsprechende Laufwerk ein.
2. Doppelklicken Sie zum Öffnen des CD-Fensters ggf. auf
das Lector CD-Symbol.
3. Doppelklicken Sie zum Starten des Installationsprogramms auf das Installer-Symbol, folgen Sie den
Anweisungen auf dem Bildschirm und fahren Sie nach
erfolgreicher Installation mit dem Kapitel "Die Aktivierung
von Lector" fort.
Installation eines Download-Programmpakets:
1. Navigieren Sie mithilfe des Finders zu dem Ordner, in
dem das Lector ZIP-Archiv liegt.
2. Doppelklicken Sie auf das Archiv, so dass es
automatisch extrahiert wird.
9
Lector Bedienhandbuch
Installation
die Applikation „eLicenser Control Center“. Starten Sie
diese dann durch Doppelklick.
Die Aktivierung von Lector
2. Klicken Sie im Programm-Fenster auf die Option
„Aktivierungscode eingeben“.
Für Lector wird ein software-gestützter Kopierschutz in
Form des eLicensers verwendet. Beachten Sie: Lector
kann nur mit einer aktivierten Lizenz gestartet werden!
m
3. Geben Sie den 32-stelligen Aktivierungscode für Lector
ein, den Sie mit Ihrer Software erhalten haben. Klicken Sie
dann auf „Weiter“ und folgen Sie den Anweisungen des
eLicenser Control Centers.
Achtung — Der Lizenz-Aktivierungscode kann nur
ein einziges Mal verwendet werden. Danach ist der
Code ungültig. Wenn Sie Ihre Lizenz durch
Festplattencrash oder Rechnerwechsel verloren
haben,
wenden
Sie
sich
bitte
an
support@waldorfmusic.de.
4. Sie können Lector entweder als Softlizenz (SeL) auf
Ihrer Festplatte aktivieren oder auf einem optionalen
eLicenser USB-Key (z.B. Steinberg Key).
w
Unabhängig davon, ob Sie Lector auf einem Mac oder
einem PC unter Windows installiert haben: Sie müssen
Lector aktivieren, um das Programm verwenden zu
können.
Sie benötigen vollständige Administratorrechte
Installation und Aktivierung von Lector.
w
zur
Sie benötigen für die Aktivierung von Lector eine
aktive Internetverbindung.
1. Nach der Installation von Lector startet das „eLicenser
Control Center“ zum Lizensieren automatisch. Sollte das
nicht passieren, finden Sie in Ihrem Programme-Ordner
Lector Bedienhandbuch
10
Sollten Sie bereits einen eLicenser USB Key (z.B.
Steinberg Key) besitzen, so können Sie die SoftwareLizenz des Lector auf diesen Key permanent
übertragen (schon während der Installation), um
Lector auch auf anderen Rechnern nutzen zu können.
Lesen Sie hierzu die Dokumentation Ihres eLicenser
Keys.
Installation
w
w
w
m
Wir empfehlen Ihnen, die Soft-Lizenz auf den
Hardware-Key zu transferieren: Auf diese Weise
können Sie Lector problemlos auf verschiedenen
Rechnern verwenden und sind geschützt gegen
Lizenzverlust bei einem Festplattencrash oder
Betriebssystemwechsel.
Eine Soft-Lizenz lässt sich auch nachträglich auf
einen eLicenser USB-Key übertragen, bzw. von
diesem auch wieder als Soft-Lizenz auf die Festplatte
schreiben. In beiden Fällen ist eine aktive InternetVerbindung notwendig. Lesen Sie hierzu die
Dokumentation Ihrer eLicenser Control CenterApplikation.
Bitte beachten Sie die „Read Me“ oder „Important
Changes“-Dateien auf der Lector CD-ROM, welche
zusätzliche Informationen enthalten können.
Bevor Sie die Betriebssystemsoftware Ihres
Rechners neu aufspielen oder Ihre SystemFestplatte austauschen, müssen sie die Soft-eLizenz
zunächst auf einem optionalen eLicenser-USB-Key
sichern.
Andernfalls
ist
ihre
Lizenz
unwiederbringlich verloren.
11
Lector Bedienhandbuch
Kurzanleitung
Kurzanleitung
•
Drehen Sie nun den Speech- und den CarrierRegler zu und den Vocoder-Regler auf. Starten Sie
die Wiedergabe Ihrer Host-Applikation und erzeugen
Sie gleichzeitig wie eben beschrieben MIDI-Noten.
Sie sollten jetzt den Vocoder-typischen Klang
wahrnehmen.
•
Wenn Sie die VST3- oder AU-Version von Lector
geladen haben, können Sie nach Aktivierung der
Sidechain-Funktion Ihres Hosts sowie des SidechainModus in Lector ein beliebiges Signal einer anderen
Audio- oder Instrumentenspur als Carrier in Lector
hineinleiten.
•
Alternativ können Sie beim Einsatz der Lector VST
2.4-Version das Lector Carrier Plug-In in den
Insertpfad
einer
beliebigen
Audiooder
Instrumentenspur laden, deren Signal dann als Carrier
in Lector zur Verfügung steht.
Nachfolgend finden Sie eine Kurzanleitung zum Einsatz
von Lector:
•
Laden Sie Lector in den Insert-Effektweg einer
Audiospur oder einer Instrumentenspur Ihrer HostApplikation, welche ein geeignetes Signal wie zum
Beispiel Sprache, Gesang oder Drums zur Verfügung
stellt.
•
Starten Sie die Wiedergabe Ihrer Host-Applikation
und drehen den Speech-Regler in Lector auf, um das
Originalsignal hören zu können.
•
Erzeugen Sie eine MIDI-Spur und leiten Sie deren
Ausgang auf den Lector.
•
Aktivieren Sie im Lector den Synthesizer und drehen
den Carrier-Regler auf. Beim Spielen von MIDINoten
über
ein
angeschlossenes
MIDIMasterkeyboard oder aufgenommene MIDI-Noten in
Ihrer MIDI-Spur sollten Sie den Synthesizer von Lecor
hören. Wenn Sie kein geeignetes MIDI-Keyboard
haben, können Sie alternativ den Latch-Modus in
Lector aktivieren, um permanent ein Signal des
internen Synthesizers zu erzeugen.
Lector Bedienhandbuch
w
w
12
Zum Laden von Insert-Effekten sowie weiteren
sequenzerspezifischen Bedienschritten lesen Sie bitte
die entsprechende Dokumentation Ihrer HostApplikation.
Eine detaillierte Beschreibung der Parameter von
Lector finden Sie in den nachfolgenden Kapiteln.
Grundlegende Bedienung
Grundlegende Bedienung
Die Bedienelemente
Lector ist für eine Bildschirmauflösung von mindestens
1024x768 Pixel optimiert worden. Falls Sie über eine
kleinere Auflösung verfügen, müssen Sie mit der FensterScroll-Funktion arbeiten.
Die Bedienung von Lector ist sehr einfach. Es gibt
verschiedene Steuerelemente und Anzeigen:
Drehregler
Zum Einstellen des gewünschten Werts klicken
Sie den betreffenden Regler an und stellen ihn
bei gedrückter Maustaste ein, indem Sie die
Maus nach oben oder unten bewegen. Beachten Sie
hierbei die Voreinstellung in Ihrer Host-Applikation.
Alternativ können Sie Werte auch mit dem Mausrad
verändern
Tastenkombinationen
•
Wenn Sie die STRG-Taste (Mac: Command-Taste)
gedrückt halten, während Sie mit der Maus auf ein
Bedienelement klicken, wird dessen Wert automatisch
auf seine Grundeinstellung gesetzt, (z.B. Cutoff auf
20000Hz, Bands auf 42 oder EQ Treble auf 0).
•
Wenn Sie eine Maus mit einem Scroll-Rad nutzen,
können Sie alle Parameter damit editieren. Fahren Sie
einfach mit dem Mauszeiger auf den entsprechenden
Parameter und ändern dessen Wert durch Bewegen
des Mausrads. Halten Sie dabei die SHIFT-Taste
gedrückt, um den Regelbereich feiner aufzulösen.
Aufklappmenüs
Drücken Sie die ALT-Taste, um temporär vom linearen
in den kreisförmigen Regelmodus umzuschalten oder
umgekehrt.
Schalter
•
Klicken Sie einfach auf den
korrespondierenden Menüschalter,
um
ein
Aufklappmenü
mit
verschiedenen
Auwahlmöglichkeiten zu öffnen.
Schalter werden durch virtuelle „LEDs“ mit
zugehöriger Beschriftung dargestellt. Der
Schalter der jeweils angewählten Funktion
13
Lector Bedienhandbuch
Grundlegende Bedienung
leuchtet rot auf, wenn er gedrückt wird. Nochmaliges
Anklicken deaktiviert ihn wieder.
Lector-Logo
Ein Mausklick auf das LectorLogo öffnet ein Fenster mit
Programm-informationen.
Anzeige
Die Anzeige zeigt das aktuelle Effektprogramm an. Sobald
Sie einen Parameter ändern oder mit der Maus darüber
fahren, wird automatisch dessen Name, der numerische
Wert sowie seine MIDI-Controller-Nummer (CTRL)
angezeigt.
Die Presetverwaltung
Sie können sehr schnell Effekt-Programme im Lector laden
und speichern.
•
Klicken Sie mit der linken Maustaste auf den FileMenü-Button in der Anzeige, um ein Aufklappmenü
zu öffnen:
Filterbank-Anzeige
•
Klicken Sie in der Filterbankanzeige auf einen der Marker
und ziehen diesen horizontal mit gedrückter Maustaste,
um die Einstellung zu ändern.
Load Bank öffnet ein Auswahlfenster zum
Laden einer Lector-Soundbank.
•
Save Bank öffnet ein Auswahlfenster zum
Benennen und Speichern einer LectorSoundbank.
•
Load Program öffnet ein Auswahlfenster zum
Laden eines einzelnen Lector-Soundprogramms.
•
Save Program öffnet ein Auswahlfenster zum
Benennen und Speichern eines einzelnen LectorSoundprogramms.
Lector Bedienhandbuch
14
Grundlegende Bedienung
•
•
Save All Programs up to this Program
speichert alle Presets von Programm 1 bis zum
momentan angewählten Sound als einzelne FXPPresets ab.
•
Save All Programs up to this Program as
Audio Unit Preset (nur Mac) speichert alle
Presets von Programm 1 bis zum momentan
angewählten Sound als einzelne AudioUnitPresets ab.
Falls Ihre Host-Applikation es ermöglicht, können Sie
auch
oberhalb
des
Plug-In-Fensters
PresetProgramme direkt über Ihren Host laden und
speichern.
15
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Die Bedienelemente im Detail
vor, indem er eine automatische Pegelanpassung
durchführt und das Signal damit homogener klingen lässt.
Da der Vocoder die beiden Eingangssignale glättet, dürfen
Sie hier gerne auch extreme Einstellungen vornehmen.
Experimentieren Sie ruhig ein wenig. Beide Kompressoren
besitzen identische Bedienelemente.
Die
einem
analogen
Gerät
nachempfundene
Bedienoberfläche bietet direkten Zugriff auf die
Drehregler des Lector. Dieser besteht aus drei abgeteilten
Bereichen: Dem Synthesizer zum Erzeugen eines CarrierSignals,
dem
Vocoderbereich
sowie
einer
nachgeschalteten Effekteinheit.
Compressor Active
Dieser Schalter aktiviert den Kompressor. Er leuchtet rot,
wenn er aktiviert ist.
Die Parameter im Eingangsbereich
Hier finden Sie einen Kompressor für das Eingangssignal
(Speech Input) und das Carrier-Signal sowie den
Unvoiced Detector.
Gain
-20...+20 dB
Der Gain-Regler regelt den Pegel des Eingangssignals.
Hohe Gain-Werte erhöhen die Lautstärke des Speechoder Carrier-Signals, niedrige verringern sie. Nutzen Sie
diesen Regler, um Übersteuerungen des Vocoders
vorzubeugen, indem Sie Pegelspitzen der entsprechenden
Signale glätten.
w
Compression
Der Kompressor bereitet das Eingangssignal bzw. das
Carrier-Signal optimal auf die Verarbeitung im Vocoder
Lector Bedienhandbuch
On / Off
16
Beachten Sie, dass es keinen dedizierten ThresholdRegler
gibt,
da
dieser
programmabhängig
automatisch geregelt wird.
Die Bedienelemente im Detail
1:1...1:100
W a l d o r f
Die Ratio bestimmt das Kompressionsverhältnis von
Eingangs- zu Ausgangssignal. Ein Wert von 1:3 bedeutet
eine Reduktion des Ausgangssignals um den Faktor 3.
R C C R C C R
Ratio
Swap
Die Überblendung zwischen Carrier- und UV-Signal
ist dabei leicht geglättet, um allzu hektische Sprünge
zu vermeiden.
Off / Swapped
w
Mit dem Swap-Schalter vertauschen Sie das Speech- und
das Carrier-Signal miteinander. Nutzen Sie diese Funktion
für experimentelle Anwendungen.
Unvoiced Detector
Der Unvoiced Detector mischt dem Vocoder-Signal bei
Bedarf zusätzliche nichttonale Signalanteile wie Rauschen
hinzu, um die Sprachverständlichkeit von Transienten zu
erhöhen.
✻
Sie können das Signal des Unvoiced Detectors
vorhören, wenn Sie den Carrier-Pegel in der OutputSektion aufdrehen. Zur Kontrolle, ob die erkannten
Transienten mit dem Eingangssignal übereinstimmen,
können Sie außerdem den Speech-Pegel aufdrehen.
Unvoiced Detector Active
On / Off
Dieser Schalter aktiviert den Unvoiced Detector. Er
leuchtet rot, wenn er aktiviert ist.
Das Wort "Waldorf" zum Beispiel besteht aus
mehreren Konsonanten und Vokalen. Das W am
Anfang ist in der deutschen Aussprache
rauschhaft, das d und das f ebenfalls. Dazwischen
befinden sich Vokale. Der Unvoiced Detector
erkennt diese Sibilanten und generiert folgendes
Ausgangssignal, wobei C für den Carrier und R
fürs UV Signal steht:
Sensitivity
1.000:0.000...0.000:1.000
Regelt die Empfindlichkeit des UV-Detectors. Größere
Werte erkennen mehr Transienten im Signal und mischen
demzufolge mehr UV-Signale hinzu.
17
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Gain
Charakter des Carrier-Signals behalten möchten,
bspw. bei Roboter-Stimmen.
-20...+20 dB
Mit diesem Regler stellen Sie den Pegel der UV-Signale
ein. Größere Werte erhöhen den Pegel der UV-Signale.
UV-Signal
Das Carrier-Signal von Lector
Noise / Speech / Noise Mix
In den meisten Fällen dient der integrierte LectorSynthesizer als Carrier-Signalquelle. Alternativ können Sie
auch ein beliebiges Signal Ihrer Host-Applikation als
Carrier nutzen. Hierbei müssen Sie zwei Fälle
unterscheiden:
Hier wählen Sie das Signal, welches zur Erzeugung des
UV-Signals genutzt wird:
•
Noise wählt Weißes Rauschen aus. Dieses enhält
alle Frequenzen mit dem gleichen Energiegehalt und
eignet sich sehr gut zur Verbesserung der
menschlichen Sprachverständlichkeit beim Einsatz
von Stimme als Speech-Signal.
•
Speech wählt das Speech-Signal selber als
Signalquelle für den UV-Detector aus. Stark
transientenbehaftetes
Audiomaterial
wie
Drumsloops profitieren davon, da die eigenen
Elemente zur Verbesserung der Sibilanten verwendet
werden.
•
Noise Mix wählt ebenfalls Weißes Rauschen aus. Im
Gegensatz zu Noise wird das Rauschen dem CarrierSignal hinzugemischt, anstatt es zu ersetzen. Nutzen
Sie diese Einstellung, wenn Sie den tonalen
Lector Bedienhandbuch
18
•
Wenn Sie Lector als VST3-Plug-In (z.B. in neueren
Cubase-Versionen) oder als AU-Plug-In (z.B. in Logic)
laden, steht Ihnen automatisch die host-integrierte
Sidechain-Funktion zur Verfügung. Auf diese Weise
lassen sich beliebige Signalquellen (z.B. Audio- oder
Instrumentenspuren) als Carrier verwenden, indem
deren Signale direkt oder per Sendfunktion in Lector
geleitet werden und dort als Carrier zur Verfügung
stehen. In diesem Fall klicken Sie in Lector einfach
auf die Sidechain-Funktion, um den internen
Synthesizer zu deaktivieren und den SidechainEingang zu aktivieren.
•
Besitzt Ihr Host keine Sidechain-Funktion und
arbeiten Sie mit der VST2.4-Variante von Lector,
können Sie bis zu vier der mitinstallierten Lector
Die Bedienelemente im Detail
w
Carrier-Plug-Ins für das Signalrouting verwenden.
Laden Sie in diesem Fall das Carrier-Plug-In in den
Insert-Pfad
der
gewünschten
Audiooder
Instrumentenspur. Das Signal dieser Spur steht nun in
Lector als Carrier zur Verfügung. Sie können auf
diese Weise bis zu vier Signaleingänge in Lector
nutzen, welche Sie manuell aktivieren müssen.
Klicken und ziehen Sie hierzu einfach auf den
Sidechain ID-Schalter, um das gewünschten
Sidechain-Signal 1 bis 4 zu aktivieren. Im CarrierPlug-In können Sie mit dem Carrier ID-Schieberegler
die gewünschte ID erzeugen, während der ThruSchieberegler die Thru-Funktion aktiviert, so dass das
eingehende Signal zusätzlich über die entsprechende
Spur wiedergegeben wird.
w
Beachten Sie, dass das Lector Carrier Plug-In je nach
verwendeter
Host-Applikation
unterschiedlich
dargestellt werden kann.
Die Parameter des Lector-Synthesizers
Der Synthesizerbereich von Lector bietet Ihnen einen
umfangreichen Zugriff auf die wichtigsten Parameter der
Klangerzeugung des internen, 16-stimmigen Synthesizers.
In beiden beschriebenen Fällen leuchtet die
Sidechain-Funktion anstatt der Synthesizer-LED rot
auf.
19
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Lector besitzt zwei Oszillatoren, die nahezu die gleichen
Einstellmöglichkeiten aufweisen.
Oscillator Shape Triangle / Sine / Pulse / Saw / S & H
/ Noise / Sidechain / Sampleplayback
Klicken Sie auf eines der Symbole des entsprechenden
Oszillators,
um
die
gewünschte
Wellenform
auszuwählen. Die folgenden Wellenformen sind
verfügbar:
•
Triangle wählt die Dreieck-Wellenform an. Sie
enthält die ungeraden Harmonischen mit sehr
geringen Lautstärken.
•
Sine wählt die Sinus-Wellenform an. Sie besteht nur
aus dem reinen Grundton ohne Harmonische.
•
Pulse wählt die Pulswelle an. Eine Pulswelle mit
einer Pulsbreite von 50% enthält nur die ungeraden
Harmonischen. Diese Wellenform erzeugt einen
hohlklingenden metallischen Sound. Wenn die
Pulswelle angewählt ist, dienen die Parameter
FM/PW und PWM zur Pulsbreitenreglung der
Wellenform.
•
S & H wählt die Sample & Hold-Wellenform an.
Hierbei wird ein Zufallswert ermittelt und bis zum
nächsten Oszillatorwellenform-Durchlauf gehalten.
•
Noise wählt Weißes Rauschen als Wellenform an.
Dieses enhält alle Frequenzen mit dem gleichen
Energiegehalt.
•
Sidechain
wählt
ein
externes
Signal
als
Oszillatorsignal an. Hierzu müssen die SidechainFunktion durch Ihren Host (VST3, AU) oder das
Lector Carrier-Plug-In (VST2.4) aktiviert sein. Lesen
Sie auch das Kapitel „Das Carrier-Signal von
Lector“.
•
Sampleplayback öffnet ein Aufklappmenü zur
Auswahl eines Audio-Samples als Klangquelle für
den jeweiligen Oszillator. Mit der Load-Funktion
können Sie auch eigene Samples laden und nutzen.
Semitone
C-1...C7
Bestimmt
die
Tonhöhe
des
Oszillators
in
Halbtonschritten.
Die
Standardeinstellung
dieses
Parameters ist C3, in einigen Fällen sind jedoch auch
andere Werte erwünscht.
Saw wählt die Sägezahn-Wellenform an. Sie enthält
alle Obertöne, wobei deren Lautstärken sich in
einem bestimmten Verhältnis verringern.
Lector Bedienhandbuch
•
20
Die Bedienelemente im Detail
Detune (nur Osc 2)
Rechteckwelle ohne gerade Harmonische. Die Werte
dazwischen erzeugen eine asymmetrische Rechteckwelle,
die gerade Harmonische in unterschiedlichen Lautstärken
enthält. Wenn Sie eine andere Wellenform als Pulse
angewählt haben, hat dieser Regler keine Funktion. Die
folgende Abbildung demonstriert die Auswirkung der
verschiedenen Pulsbreiten:
0...100 cents
Stellt die Feinstimmung des Oszillators in Cents ein. Ein
Halbton entspricht 100 Cents. Das Verstimmen der
Oszillatoren gegeneinander bewirkt eine hörbare
Schwebung, die einem Chorus oder Flanger ähnelt.
✻ Kleine Werte erzeugen einen langsamen, weichen
Flanging-Effekt.
50% Pulsbreite
(Rechteckwelle)
✻ Mittlere Werte eignen sich besonders für Flächen
und andere voll klingende Klänge.
1
Einstellungen erzeugen einen starken
Verstimmungseffekt
und
können
für
akkordeonähnliche Klänge verwendet werden.
3
5
7
9 11 13 15
✻ Hohe
FM / PW (nur Osc 1)
33% Pulsbreite
1
3
5
7
9 11 13 15
0...100%
25% Pulsbreite
Bestimmt den Anteil, mit dem Oszillator 1 von Oszillator
2 frequenzmoduliert wird. Als Folge entsteht ein
metallischer Klangcharakter, der auch in der Tonhöhe
verstimmt sein kann. Ist Pulse als Oszillator-Wellenform
angewählt,
ändert
dieser
Regler
automatisch
ausschliesslich die Pulsbreite dieser Wellenform. Der
Wert 100 ist gleichbedeutend mit einer Pulsbreite von 0,
das heißt, der Oszillator erzeugt kein hörbares Signal. Der
Wert 0 entspricht 50% und erzeugt eine symmetrische
1
3
5
7
9 11 13 15
<1% Pulsbreite
(Impulse)
1
21
3
5
7
9 11 13 15
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
PWM (auch FM ENV)
-100...+100%
Filter
PWM steht für Pulsbreitenmodulation (Pulse Width
Modulation). Wenn Sie Pulse als Wellenform ausgewählt
haben, bestimmt dieser Parameter den Einfluß der
Modulation des LFO auf die Pulsbreite des Oszillators.
Wenn Sie eine andere Wellenform als Pulse angewählt
haben, lässt sich mit diesem Regler der Anteil der
Frequenzmodulation durch die Filterhüllkurve einstellen.
Hierfür muss das Filter nicht aktiviert sein.
Lector besitzt einen den Oszillatoren nachgeschalteten
Multimode-Filter.
-100...+100%
Bestimmt die Eckfrequenz beim Tief- und Hochpass oder
die Mittenfrequenz beim Bandpass- und beim Notchfilter.
Lector verfügt über all die Filtertypen, die man auch in
einem klassischen Synthesizer findet. Zusätzlich hat er
einen neuartigen Typ namens Whitening-Filter, der
speziell für Lector entwickelt wurde.
Mod
Filter Active
Dieser Schalter aktiviert den Multimode-Filter. Er leuchtet
rot, wenn er aktiviert ist.
Cutoff
Bestimmt die Stärke der Tonhöhenmodulation für den
entsprechenden Oszillator durch den LFO. Positive Werte
erhöhen die periodische Modulation der Tonhöhe,
negative Werte verringern diese.
Osc Level
0...100%
22
20...20000 Hz
•
Ist mit Hilfe des Type-Parameters ein
Tiefpassfiltertyp (24 oder 12 dB LP)
gewählt, so werden alle Frequenzen oberhalb der
Eckfrequenz gedämpft.
•
Wenn ein Hochpassfiltertyp (24 oder 12 dB
HP) gewählt ist, werden alle Frequenzen
unterhalb der Eckfrequenz gedämpft.
Regelt die Lautstärke des entsprechenden Oszillators.
Lector Bedienhandbuch
On / Off
Die Bedienelemente im Detail
•
Ist ein Bandpassfiltertyp (24 oder 12 dB BP)
eingestellt, so läßt das Filter nur
Frequenzen in einem schmalen Bereich um
die Mittenfrequenz passieren.
•
Wenn ein Notchfiltertyp (24 oder 12 dB
Notch) gewählt ist, werden nur die
Frequenzen im Bereich der Mittenfrequenz
gedämpft.
•
Der
Whitening-Filter
stellt
eine
Besonderheit dar: Er entfernt Formanten bei
Chor- oder Stimmensamples. Die Aufgabe eines
Vocoders liegt darin, das Speech-Signal zu
analysieren und dessen Formanten auf das CarrierSignal zu übertragen. Falls in diesem Carrier-Signal
starke Formanten vorkommen, wie bspw. bei
Chor- oder Stimmensamples, kann das zu
unnatürlich betonten Frequenzen führen. Diese
werden vom Whitening-Filter entfernt. Um die
Brillanz des Whitening-Filter abzuschwächen,
regelt Cutoff einen nachgeschalteten 6dB
Tiefpassfilter.
Die
restlichen
Regler
der
Filtersektion mit Ausnahme von Drive sind außer
Funktion.
w
23
Um die Arbeitsweise des Whitening-Filters zu
verstehen, stellen Sie bitte einen Synthesizerklang mit
nur einem Sägezahn-Oszillator ein, wählen den
Whitening-Filter an, schalten den Filter aber aus.
Drehen Sie die Carrier-Lautstärke in der OutputSektion auf, um den Synthesizer zu hören. Spielen Sie
ein paar Noten, sie hören einen Sägezahn. Wenn Sie
nun den Whitening-Filter aktivieren, bekommt das
Signal mehr Höhen, es wird "geweißt". Sonst ändert
sich nichts im Klang, da ein Sägezahn keine
herausstechenden Formanten besitzt. In einem
Oszilloskop ähnelt seine Wellenform einer äußerst
schmalen Pulswelle. Deaktivieren Sie nun den
Whitening-Filter und stellen Sie den Oszillator auf
Sinus. Diese Wellenform hingegen hat nur eine
Harmonische, ihren Grundton, und besteht somit
ausschließlich aus einer Formante. Aktivieren Sie nun
erneut den Whitening-Filter. Sie hören: nichts. Selbst
wenn Sie unterschiedliche Noten spielen, hören Sie
maximal ein kleines leises Klicken, das dadurch
entsteht, dass der Whitening-Filter immer ein paar
Samples benötigt, um die Formanten eines Klanges
herauszufinden. Wählen Sie für Oscillator Shape
ein Chorsample aus. Wenn Sie den Filter
abwechselnd aktivieren und deaktivieren, hören Sie,
wie er die Formanten aus dem Synthesizersignal
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
entfernt. Das Signal wird dadurch in den meisten
Fällen etwas leiser und brillanter.
Resonance
einem Soloklang mit Selbstoszillation, stellen Sie den
Wert auf +100%.
0...100%
Filter LFO
Bestimmt die Anhebung der Frequenzen im Bereich der
eingestellten Filtereck-Frequenz. Niedrige Einstellungen
im Bereich 0…80 machen den Klang brillianter, höhere
Werte von 80…113 geben ihm den typischen FilterCharakter mit starker Anhebung im Bereich der
Filterfrequenz und Absenkung in den anderen
Frequenzbereichen. Wird die Einstellung über 113 erhöht,
beginnt die Selbstoszillation des Filters und eine reine
Sinusschwingung wird erzeugt.
Keytrack
Bestimmt die Stärke der Eckfrequenzmodulation für das
Filter durch den LFO. Positive Werte erhöhen die
periodische Modulation der Filterfrequenz, negative
Werte verringern diese.
0...54 dB
Drive
Bestimmt den Grad der Sättigung, die dem Signal zugefügt
wird. Bei 0 wird das Signal nicht verzerrt, es bleibt also
"rein". Höhere Werte addieren zusätzliche Harmonische
zum Signal, was sich in einem wärmeren Klangcharakter
äußert.
-100%...+100%
Bestimmt, wie stark die Filterfrequenz von der MIDINotennummer abhängt. Die Referenznote für diesen
Parameter ist E3, Notennummer 64. Bei positiven Werten
steigt die Filterfrequenz, wenn Noten oberhalb der
Referenznote gespielt werden, bei negativen Werten fällt
sie entsprechend und umgekehrt. Die Einstellung +100%
entspricht der 1:1-Skalierung, d.h. wenn Sie auf dem
Keyboard eine Oktave spielen, ändert sich die
Filterfrequenz um den gleichen Betrag. Wenn Sie das
Filter in einer temperierten Skala spielen wollen, z.B. bei
Lector Bedienhandbuch
-100%...+100%
Drive Curve
Tube / Diode / Clip
Bestimmt
die
Art
der
Verzerrung.
Verzerrungsstufen stehen zur Verfügung:
24
Folgende
•
Tube simuliert eine asymmetrische Verzerrung und
erinnert an eine Röhrenschaltung.
•
Diode erzeugt eine Transistor-Verzerrung.
Die Bedienelemente im Detail
•
Clip beschneidet das Signal ab einem bestimmten
Pegel.
Filter Env
betätigen, wird nur wenig Modulation erzeugt. Wenn Sie
sie stärker anschlagen, wird auch die Modulation stärker.
w
-100...+100%
Bestimmt den Einfluss der einfachen Filterhüllkurvenparameter auf die Filterfrequenz. Bei positiven
Werten
steigt
die
Filterfrequenz
mit
der
Modulationsauslenkung der Hüllkurve, bei negativen
Werten fällt sie entsprechend. Verwenden Sie diesen
Parameter, um einen zeitlichen Verlauf der Klangfarbe zu
ermöglichen. Klänge mit einem harten Anschlag besitzen
im Normalfall eine positive Hüllkurven-Modulation, die
die Startphase heller macht und anschließend das Filter in
der Haltephase etwas schließt. Flächenklänge dagegen
verwenden oft negative Filtermodulationen, die den Klang
dunkel beginnen und anschließend zunehmend heller
werden lassen.
Filter Velo (Velocity)
Der gesamte Betrag, der für die Modulation
verwendet wird, berechnet sich aus der Summe von
Env und Velo. Daher sollten Sie sich stets vor Augen
halten, wie hoch die Modulation wirklich ist,
insbesondere dann, wenn sich das Filter nicht wie
erwartet verhält. Interessante Effekte lassen sich
dadurch erzielen, dass einer der beiden Parameter
auf einen positiven Wert, der andere auf einen
negativen gesetzt werden.
Attack
0...60 s
Bestimmt die Einschwingzeit zum Anstieg des FilterHüllkurvensignals von Null bis zum maximalen Pegel.
Decay
0...60 s
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels der
Filterhüllkurve benötigt wird.
-100...+100%
Bestimmt den Einfluß der Filterhüllkurve auf die
Filterfrequenz in Abhängigkeit von der TastaturAnschlagstärke. Dieser Parameter arbeitet in gleicher
Weise wie Filter Env, mit dem Unterschied, dass er
anschlagabhängig ist. Wenn Sie die Tasten nur leicht
Glide
„Glide“ oder „Portamento“ beschreibt das kontinuierliche
Gleiten der Tonhöhe von einer Note zur nächsten, wie es
bei Streichern und einigen Blasinstrumenten (z.B.
Posaune) möglich ist. Dies ist ein typisches Synthesizer25
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Modul und wird in fast allen Musikstilen benutzt.
Beachten Sie, dass Glide die Tonhöhe aller Oszillatoren
beeinflusst.
Off / On
Glide Active
Dieser Parameter aktiviert die Glide-Funktion.
Portamento ist das klassische Portamento, bei dem
die Tonhöhe kontinuierlich von einer Note zur
nächsten gleitet.
•
Glissando erzeugt ein Gleiten in Halbtonschritten wie
bei einer Gitarre.
LFO
0.001...60 s
Speed
•
Neben den klangerzeugenden Oszillatoren gibt es zu
Modulationszwecken einen Niederfrequenz-Oszillator,
kurz LFO (Low Frequency Oscillator) genannt. Der LFO
erzeugt eine periodische Wellenform mit einstellbarer
Frequenz und Wellenform.
Bestimmt die Glide-Zeit. Niedrige Werte erzeugen eine
kurze Gleitzeit im Millisekundenbereich, die dem Klang
eine besondere Note verleiht. Höhere Werte ergeben eine
lange Gleitzeit bis zu mehreren Sekunden, die sich
besonders für Solo- und Effektklänge eignet.
LFO Shape
Sine/ Triangle/ Square/ Saw/ Random/
S&H
Normal / Legato
Legato
Wählt die Wellenform des entsprechenden LFO. Die
folgenden LFO-Wellenformen sind verfügbar:
Bei Legato wird das Gleiten nur bei zusammenhängend
(legato) gespielten Noten ausgeführt, so dass die erste
gespielte Note nicht beeinflußt wird. Diese Einstellung
eignet sich vor allem für Solo-Klänge, bei denen es meist
unerwünscht ist, in den Einstieg des Solos hineinzugleiten.
Glide Mode
Portamento / Glissando
Bestimmt die Art des Glide-Effektes.
Lector Bedienhandbuch
26
•
Dreieck (Triangle) ist ideal für leichte Tonhöhenund Filtermodulationen.
•
Sinus (Sine) eignet sich ebenfalls für leichte
Tonhöhen- und Filtermodulationen.
•
Rechteck
(Square)
klingt
interessant
für
sprunghafte Änderungen oder bei Spezialeffekten.
Die Bedienelemente im Detail
•
Sawtooth (Saw) kann interessante Filterverläufe
erzeugen.
•
Random erzeugt zufällige Werte und gleitet linear
zu diesen.
•
S&H (Sample & Hold) ermittelt einen Zufallswert
und hält diesen bis zur nächsten LFO-Periode. Hat
Speed den Wert 0, so wird bei jeder neu
eingehenden Note ein Zufallswert erzeugt.
Speed
Sync
Off / On
Wenn Sync aktiviert ist, synchronisiert sich der LFO zum
Tempo Ihrer Host-Applikation. LFO Speed läßt sich dann
in musikalisch sinnvollen Intervallen einstellen.
Ringmod Level
0...100%
Bestimmt die Lautstärke der Ringmodulation zwischen
Oszillator 1 und Oszillator 2. Aus technischer Sicht stellt
die Ringmodulation die Multiplikation zweier OszillatorSignale dar. Das Ergebnis ist eine Wellenforn, welche die
Summen- und Differenzanteile der zugrundeliegenden
Frequenzkomponenten enthält. Da die Ringmodulation
disharmonische Anteile erzeugt, eignet sie sich zur
Erzeugung metallisch verzerrter Klänge, wie sie z.B. bei
synthetischen Schlaginstrumenten vorkommen. Beachten
Sie, dass sich in einer komplexen Wellenform alle
harmonischen Einzelkomponenten wie interagierende
Sinuswellen verhalten. Das Ergebnis ist in diesem Fall ein
Klang, der weite Spektralbereiche überstreicht. Die
nachstehende Abbildung zeigt das Ergebnis zweier
ringmodulierter Sinuswellen:
Sample & Hold...1000 Hz oder 16 bars...1/64
Bestimmt die Frequenz des LFO. Bei kleinen Werten
benötigt der LFO einige Minuten, um einen kompletten
Durchlauf zu erzeugen, während hohe Werte den LFO bis
weit in den hörbaren Bereich schwingen lassen.
Wenn der LFO Sync-Parameter aktiviert ist, können Sie
Speed in musikalischen Werten einstellen. Die Werte
sind musikalisch sortiert nach geraden, punktierten und
triolischen Taktteilern. Zur Verfügung stehen ganze Takte
von 16 bis 1 Takt, Taktteiler von 1/2 bis 1/64 Takt und
punktierte und triolische Varianten dieser Taktteiler.
27
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Amplifier
Attack
Eine Sinus-Welle mit der
Frequenz 1
w
wird ringmoduliert mit einer SinusWelle 2.5 (1 Oktave + 4 Halbtšne)
Bestimmt die Einschwingzeit zum Anstieg des AmplifierHüllkurvensignals von Null bis zum maximalen Pegel.
Ergebnis
Ringmodulation kann unerwartet tiefe Frequenzen
erzeugen, wenn die Tonhöhen der beiden Quellen
ähnlich sind. Das resultiert aus dem mathematischen
Verhalten des Ringmodulators; klingt beispielsweise
ein Oszillator bei 100 Hz und der zweite bei 101 Hz,
so erzeugt die entsprechende Ringmodulation die
Frequenzen 201 Hz und 1 Hz.
Decay
0...60s
Maß für die Zeit, die zum Erreichen des Haltepegels der
Amplifier-Hüllkurve benötigt wird.
Velocity
Off / On
Bestimmt, ob die Lautstärke von der TastaturAnschlagstärke abhängt. Aktivieren Sie diese Funktion,
um dem Klang stärkeren Ausdruck zu verleihen.
✻ Ringmodulation wird sehr interessant, wenn einer
der beiden Oszillatoren langsam in der Tonhöhe,
moduliert wird. Das erzeugt "spacige" Klangeffekte.
Trigger
✻ Wenn Sie die Tonhöhe eines Oszillators extrem tief
Normal / Single / Latch
Hiermit stellen Sie das Trigger-Verhalten des Synthesizers
ein:
einstellen, können Sie mit Ringmodulation
amplitudenmodulationsartige Klänge erzeugen. Sie
können so Bewegung in Ihre Klänge bringen.
Lector Bedienhandbuch
0...60s
•
28
Normal erlaubt das polyphone Triggern des LectorSynthesizers
durch
eingehende
MIDI-Noten.
Sinnvollerweise arbeiten Sie hierbei mit einer MIDISpur in Ihrer Host-Applikation, deren MIDI-Daten Sie
an den Lector leiten.
Die Bedienelemente im Detail
•
Single erlaubt das monophone Triggern des LectorSynthesizers
durch
eingehende
MIDI-Noten.
Sinnvollerweise arbeiten Sie hierbei mit einer MIDISpur in Ihrer Host-Applikation, deren MIDI-Daten Sie
an den Lector leiten.
•
Latch triggert den Lector-Synthesizer permanent mit
der Note C3 und funktioniert ohne MIDI-Daten.
Nutzen Sie diese Einstellung, wenn Sie kein MIDIKeyboard besitzen oder zu Diagnosezwecken.
29
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
20...20000 Hz
Low
Die Parameter des Lector-Vocoders
Der Vocoderbereich von Lector bietet Ihnen einen
umfangreichen Zugriff auf alle wichtigen Parameter in
Zusammenhang
mit
den
Analyseund
Synthesefunktionen.
Mit diesem Parameter stellen Sie den unteren
Frequenzbereich der Analyse-Filterbank ein. Für
Sprachsignale sollten Sie den Wert auf ungefähr 220 Hz
stellen. Zum Bearbeiten von Loops und anderen
Signalarten sind Einstellungen von etwa 100 Hz sinnvoll.
Analysis Filter Bank
w
Hier legen Sie den Frequenzbereich fest, der durch den
Vocoder analysiert wird. Der wichtigste Parameter in
diesem Zusammenhang ist Bands, mit dem Sie die
Anzahl der insgesamt durch den Vocoder verwendeten
Frequenzbänder und damit dessen Auflösung festlegen.
Die einzelnen Frequenzbänder sind logarithmisch
gestimmt. Wenn Sie bspw. 13 Bänder im Frequenzbereich
von 440 Hz bis 880 Hz einstellen, bilden die Bänder eine
chromatische Tonleiter vom Kammerton A bis zur Oktave
darüber.
Lector Bedienhandbuch
Sie können den Low-Parameter auch direkt in der
Grafik durch Klicken und Ziehen des L-Markers
einstellen.
High
20...20000 Hz
Mit diesem Parameter stellen Sie den oberen
Frequenzbereich der Analyse-Filterbank ein. Für
Sprachsignale sollten Sie den Wert auf ungefähr 14000
Hz stellen. Zum Bearbeiten von Loops und anderen
Signalarten sind Einstellungen von etwa 16000 Hz
sinnvoll.
w
30
Sie können den High-Parameter auch direkt in der
Grafik durch Klicken und Ziehen des H-Markers
einstellen.
Die Bedienelemente im Detail
w
zugleich ein. Je mehr Bänder Sie verwenden, desto feiner
wird die erreichte Auflösung. Sprachsignale werden bei
höheren Werten verständlicher.
Sie können den Low- und High-Parameter
gemeinsam ändern, wenn Sie in der Grafik zwischen
die beiden Marker L und H klicken und die Maus
horizontal bewegen.
Attack
w
0...60s
Mit diesem Regler stellen Sie die Zeitdauer ein, mit der
die integrierte Filterhüllkurve der Analyse-Filterbank Ihren
höchsten Pegelwert erreicht. Je kleiner der Einstellwert,
desto schneller wird der höchste Pegelwert erreicht. Bei
größeren Einstellwerten setzt die Filterhüllkurve langsamer
– also weicher – ein. Empfohlene Einstellwerte liegen
zwischen 0 und 15.
Release
Filterbandanzeige
In der oberen Hälfte sind die Analyse-Frequenzbereiche
zu sehen und in der unteren Hälfte werden die VocoderFilterfrequenzbandeinstellungen
angezeigt.
Durch
Verschieben der Low- oder High-Marker mit der Maus
können Sie Parameter direkt in der Anzeige verändern.
Wenn Sie zwischen den Markern klicken und die Maus
bewegen, können Sie beide Parameter gleichzeitig
verändern.
0...60s
Dieser Regler dient zum Einstellen der Ausklingzeit der
Analyse-Filterbank. Höhere Einstellwerte bewirken eine
längere Ausklingzeit. Während also niedrige Werte eher
eine perkussive Wirkung haben, erzeugen höhere Werte
einen legato-artigen Effekt. Empfohlene Einstellwerte
liegen zwischen 10 und 25.
Bands
Klassische Vocoder-Effekte lassen sich mit 13 bis 22
Filterbändern erreichen. Höhere Einstellungen (mehr
als 40 Bänder) bewirken möglicherweise, dass der
Klang zunehmend schrill klingt.
Die Analyzerdarstellung in der Mitte zeigt an, ob ein
Eingangssignal für die Bearbeitung anliegt.
Modulationen des Low- und Hi-Synthese-Bands werden
im unteren Bereich der Anzeige ebenfalls graphisch
dargestellt.
3...100
Die Analyse- und die Vocoder-Filterbank verwenden stets
die gleiche Anzahl von Filterbändern. Mit diesem Regler
stellen Sie die Filterbandanzahl für beide Bereiche
31
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Sobald Sie mit der Maus über die Anzeige fahren, stoppt
die Animation der Modulation, damit Sie Low und High
Offset einstellen können. Sobald Sie die Maus aus der
Anzeige herausbewegen, wird die Modulationsanimation
fortgesetzt.
Synthesis Filter Bank
Hier nehmen Sie Einfluss auf die Filter der
Synthesefilterbank. Neben dem statischen Versatz der
Frequenzen und der Resonanz der Bandpassfilter können
Sie auch Modulationen der Filterfrequenzen erzeugen, um
das Vocodersignal zu verfremden. Ein nachgeschalteter
Equalizer kann die Verständlichkeit des Vocodersignals
erhöhen.
Lector Bedienhandbuch
Low Offset
-100...+100%
Mit diesem Regler geben Sie die Abweichung zwischen
den niedrigsten Frequenzbändern der Vocoder- und der
Analyse-Filterbank vor. Bei einem Wert von 0 stimmen
die Frequenzbänder genau überein. Negative Werte
bewirken, dass die Synthese-Bänder im Vergleich zu den
Analyse-Bändern nach unten verschoben sind. Positive
Werte zeigen an, dass die Synthese-Bänder im Vergleich
zu den Analyse-Bändern nach oben verschoben wurden.
32
Die Bedienelemente im Detail
High Offset
-100...+100%
Bandwidth
Mit diesem Regler geben Sie die Abweichung zwischen
den höchsten Frequenzbändern der Vocoder- und der
Analyse-Filterbank vor. Bei einem Wert von 0 stimmen
die Frequenzbänder genau überein. Negative Werte
bewirken, dass die Synthese-Bänder im Vergleich zu den
Analyse-Bändern nach unten verschoben sind. Positive
Werte zeigen an, dass die Synthese-Bänder im Vergleich
zu den Analyse-Bändern nach oben verschoben wurden.
w
Dieser Regler stellt die Bandbreite der Synthese-Bänder
ein. Negative Werte führen zu einer schmaleren
Bandbreite und somit einer stärkeren Abgrenzung der
einzelnen Frequenzen zueinander. Das kann in manchen
Fällen die Sprachverständlichkeit erhöhen, aber auch zu
unruhigen Sprüngen im vocodierten Signal führen.
Höhere Werte hingegen führen zu mehr Übersprechen
zwischen den Bändern, das Signal ist nicht so deutlich
definiert, aber auch weniger hektisch.
Interessante Effekte können Sie erzielen, wenn Sie die
Frequenzverteilung der Synthesefilter mithilfe von
Low und High Offset umdrehen. Dann werden hohe
Frequenzen des Analysesignals zur Vocodierung
tiefer Frequenzen des Synthesesignals verwendet und
umgekehrt. Das ist besonders interessant bei
Drumloops als Analysesignal.
Resonance
Modulation
Die Synthese-Filterbank besitzt einen eigenen LFO für
Modulationen des Low- und High-Offsets.
Modulation Active
On / Off
Dieser Schalter aktiviert die Modulation. Er leuchtet rot,
wenn er aktiviert ist.
-100...+100%
Low Modulation
Mit diesem Regler wird die Resonanz der VocoderFilterbank eingestellt. Höhere Werte bewirken, dass die
Vocoder-Filterbänder in Eigenschwingung geraten.
w
-100...+100%
-100...+100%
Hier regeln Sie, wie stark das Low-Filterband durch den
LFO moduliert wird. Höhere Einstellwerte bewirken ein
stärkere
positive
Modulation,
niedrigere
Werte
entsprechend eine negative Modulation.
Durch das Erhöhen des Resonance-Wertes kann sich
die Verständlichkeit des Vocoder-Signals erhöhen.
33
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
w
Die entsprechende Modulation wird grafisch durch
periodische Bewegung des roten Low-Markers
angezeigt.
High Modulation
w
Die entsprechende Modulation wird grafisch durch
periodische Bewegung des roten High-Markers
angezeigt.
Das Modulieren der Frequenzbandpositionen mit
dem
LFO
erzeugt
einen
natürlicheren,
dynamischeren Klang. Wenn Sie lieber einen
roboterhaften Sound haben wollen, sollten Sie den
LFO nicht verwenden.
LFO Shape
•
Sinus (Sine) eignet sich ebenfalls für glatte und
langsame Schwingungsverläufe.
•
Rechteck
(Square)
klingt
sprunghafte Änderungen.
•
Sawtooth (Saw)
erzeugen.
•
Random erzeugt zufällige Werte und gleitet linear
zu diesen.
•
S&H (Sample & Hold) ermittelt einen Zufallswert
und hält diesen bis zur nächsten LFO-Periode. Hat
Speed den Wert 0, so wird bei jeder neu
eingehenden Note ein Zufallswert erzeugt.
LFO Speed
kann
interessant
interessante
für
Verläufe
0.01...10 Hz / 8 Bar...1/64t
Bestimmt die Frequenz des LFO. Bei kleinen Werten
benötigt der LFO sehr lange, um einen kompletten
Durchlauf zu erzeugen, während hohe Werte den LFO
fast bis in den hörbaren Bereich schwingen lassen.
Diverse
Hier wählen Sie aus, welche Wellenform der LFO für die
Modulation verwendet. Die folgenden LFO-Wellenformen
sind verfügbar:
Lector Bedienhandbuch
Dreieck (Triangle) ist ideal für glatte und langsame
Schwingungsverläufe.
-100...+100%
Hier regeln Sie, wie stark das High-Filterband durch den
LFO moduliert wird. Höhere Einstellwerte bewirken ein
stärkere
positive
Modulation,
niedrigere
Werte
entsprechend eine negative Modulation.
w
•
Wenn der LFO Sync-Parameter aktiviert ist, können Sie
Speed in musikalischen Werten einstellen.
34
Die Bedienelemente im Detail
LFO Sync
On / Off
Mid Frequency
Wenn Sync aktiviert ist, synchronisiert sich der LFO zum
Tempo Ihrer Host-Applikation. LFO Speed läßt sich dann
in musikalisch sinnvollen Intervallen einstellen.
Wählt das Band aus, welches mittels Mid Gain
angehoben oder abgesenkt wird. Die benachbarten
Bänder werden dabei an den entsprechenden Pegel
angepasst.
Equalizer
Mid Gain
Lector bietet einen Equalizer zur Anpassung des
Vocodersignals. Hierbei handelt es sich allerdings nicht
um einen handelsüblichen Equalizer, sondern um eine
proportionale
Lautstärkesteuerung
der
Synthesefilterbänder. Der Equalizer hat also keine
Kuhschwanz- oder Glockencharakteristik, sondern eine
lineare Anhebung oder Absenkung vom mittleren Band
hin zum tiefsten bzw. höchsten Band.
Equalizer Active
-20...+20 dB
Verstärkt oder schwächt das unter Mid Frequency
eingestellte Band im Bereich von ±20dB.
w
On / Off
Dieser Schalter aktiviert den Equalizer. Er leuchtet rot,
wenn er aktiviert ist.
Bass / Treble
1...Anzahl der Bänder
-20...+20 dB
Hebt oder senkt die tiefen Frequenzen der SyntheseBänder im Bereich von ±20dB. Auf gleiche Werte gestellt
arbeiten alle Filter mit dem gleichen Pegel. Verschiedene
Werte skalieren alle Filter proportional.
35
Durch Einstellen der EQ-Pegel können Sie die
Verständlichkeit des Vocoder-Signals verändern.
Stellen Sie bei weiblichen Stimmen Treble eher auf
höhere Werte und den Bass-Regler eher auf
niedrige. Wenn Sie Mid Frequency auf 1 stellen und
Mid Gain auf 0dB belassen, können Sie allein mit
dem Treble-Regler eine proportionale Anhebung
oder Absenkung aller Bänder bis hin zum höchsten
vornehmen. Das ist deutlich bequemer als mit drei
Gain-Reglern arbeiten zu müssen und in vielen Fällen
bereits ausreichend.
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Vocoder
Output
-∞...0dB
Dieser Regler dient zum Festlegen des Ausgangspegels der
Vocoder-Filterbank. Zum Erzeugen klassischer, reiner
Vocoder-Sounds sollten Sie den Pegel auf einen Wert
nahe am Maximalpegel einstellen.
Hier können Sie die Audiopegel der verschiedenen
Lector-Klangquellen einstellen.
Die Effekte
Speech
Dem Vocoder nachgeschaltet ist eine leistungsfähige
Effektsektion mit vier editierbaren Effekttypen.
-∞...0dB
w
Mit diesem Regler stellen Sie den Pegel des trockenen und
unbearbeiteten Analysesignals ein. Zum Erzeugen
klassischer Vocoder-Sounds ist es oft sinnvoll, den Pegel
minimal zu halten.
Carrier
-∞...0dB
Mit diesem Regler können Sie den Pegel des LectorSynthesizers bzw. eines verwendeten Sidechain-Signals
mit den beiden anderen Klangquellen vermischen. Wenn
Sie Lector als Synthesizer verwenden, sollten Sie diesen
Regler auf seinen Maximalwert einstellen. Zum Erzeugen
klassischer Vocoder-Sounds ist es oft sinnvoll, den Pegel
minimal zu halten.
Lector Bedienhandbuch
36
Alle vier Effekte besitzen einen Active-Schalter zum
Ein- bzw. Ausschalten des jeweiligen Effekts. Bei
eingeschaltetem Effekt leuchtet der entsprechende
Schalter rot auf.
Die Bedienelemente im Detail
in der Filter-Sektion des Lector-Synthesizers ist, dass Drive
nur eine einzelne Stimme verzerrt, während Overdrive die
Ausgangssumme des kompletten Klang-Programms
inklusive des Vocoders übersteuert. Deshalb klingen auch
beide Anwendungen unterschiedlich und Sie sollten selbst
entscheiden, welche Übersteuerung Sie wann einsetzen.
Diverse
Overdrive Typ
Bestimmt
die
Art
der
Verzerrung.
Verzerrungsstufen stehen zur Verfügung:
Folgende
•
Tube simuliert eine asymmetrische Verzerrung und
erinnert an eine Röhrenschaltung.
•
Diode erzeugt eine Transistor-Verzerrung.
•
Clip erzeugt ein typisches digitales Clipping.
Drive
0...54dB
Bestimmt den Grad der Verzerrung. Kleine Werte
produzieren keine oder nur eine leichte Übersteuerung,
während größere Werte stärkere Verzerrungen erzeugen.
Overdrive
Der Overdrive-Effekt verzerrt das Eingangssignal, indem
es in der Lautstärke übersteuert und die dabei
auftretenden Pegelspitzen abgeschnitten werden. Der
Unterschied des Overdrive-Effekts zum Drive-Parameter
Post Gain
-∞...0dB
Bestimmt den Ausgangspegel des verzerrten Signals.
37
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
Tone
11.56 Hz…Bypass
0...20 Hz
Speed
Dämpft die hohen Frequenzen des Overdrive-Effektes.
Bestimmt die LFO-Geschwindigkeit des Chorus-Effektes.
Chorus
0...100%
Depth
Ein Chorus-Effekt entsteht bei der Verwendung von
modulierten
Kammfiltern,
die
leicht
verstimmte
Doppelungen des Eingangssignals erzeugen und diese
dem Ausgangssignal wieder hinzumischen. Das Ergebnis
klingt wie ein Gemisch aus mehreren Klängen, ähnlich
einem Chor im Verhältnis zu einer Einzelstimme.
Deswegen auch die Bezeichnung Chorus. Die
Verstimmung erzeugt ein interner LFO, der in
Geschwindigkeit und Stärke eingestellt werden kann.
Neben diesem sogenannten 2 Stage-Modus (1 Kanal links,
1 Kanal rechts) bietet der Lector-Chorus außerdem einen
4 Stage- (2 / 2) und einen 6 (3 / 3) Stage-Modus. Diese
Modi erzeugen einen breiteren, tieferen Sound. Mit dem
Feedback-Parameter kann der Chorus sogar wie ein
Flanger eingesetzt werden.
Bestimmt die Modulationstiefe des Chorus-Effektes.
-100...100%
Feedback
Bestimmt die Stärke des Rückkopplungssignals. Höhere
Werte lassen das Effekt-Signal ähnlich einem Flanger
erklingen.
Delay
Ein Delay erzeugt verzögerte Wiederholungen des
Eingangssignals. Ein zusätzlicher LFO ermöglicht
Modulationen der Delay-Zeit.
On / Off
Sync
Stages
2/4/6
Synchronisiert
Applikation.
Bestimmt die Anzahl der Chorus-Stages. Höhere
Einstellungen erzeugen einen intensiveren Effekt.
Lector Bedienhandbuch
38
das
Delay
zum
Tempo
der
Host-
Die Bedienelemente im Detail
Time
erhalten Sie ein triolisches oder punktiertes Ping-PongDelay.
0...2000 ms oder 1/64...1t bars
Bestimmt
die
Länge
der
Verzögerungszeit
in
Millisekunden, bzw. in musikalischen Zählzeiten bei
aktivierter Sync-Funktion.
Mix
Low Cut
Bestimmt die Frequenz, ab der alle tieferen Anteile des
Eingangssignals in den Delayeffekt abgedämpft werden.
Das
erste
Echo
erklingt
bereits
ohne
diese
Frequenzanteile.
0...100%
Dieser Regler bestimmt das Lautstärkeverhältnis zwischen
dem Original- und dem Effektsignal. Bei einer Einstellung
von 0 wird das Signal ohne Effektanteil wiedergegeben.
Höhere Werte blenden das Effektsignal ein. Bei der
Maximaleinstellung ist ausschliesslich das Effektsignal zu
hölren.
Feedback
High Cut
41.18...22050 Hz
Bestimmt die Frequenz, ab der alle höheren Anteile des
Eingangssignals in den Delayeffekt abgedämpft werden.
Das
erste
Echo
erklingt
bereits
ohne
diese
Frequenzanteile.
0...100%
Bestimmt den Anteil des verzögerten Signals, das auf den
Eingang des Delay-Effektes zurückgeführt wird. Kleinere
Werte erzeugen demzufolge weniger Echos als größere
Werte.
Spread
41.18...22050 Hz
Mod Speed
0...20 Hz
Regelt die Geschwindigkeit des im Delay intregrierten
LFO.
-100...+100%
Mod Depth
0.0...100%
Bestimmt die Stärke der vom LFO hervorgerufenen
Änderung der Verzögerungszeit (Delay). Die Auslenkung
reicht immer von der Einstellung des Delay-Parameters bis
maximal zu keiner Verzögerung.
Spreizt den linken und rechten Delay-Ausgang
zeitabhängig bis maximal zur Hälfte der Delayzeit. Bei
Einstellungen von -50% oder +50% erhalten Sie ein
typisches Ping-Pong-Delay. Bei ±66% oder ±75%
39
Lector Bedienhandbuch
Die Bedienelemente im Detail
von 0 wird das Signal ohne Effektanteil wiedergegeben.
Höhere Werte blenden das Effektsignal ein. Bei der
Maximaleinstellung ist ausschliesslich das Effektsignal zu
hölren.
Reverb
Der Reverb- oder Halleffekt gehört wohl zu den
bekanntesten Effekten überhaupt. In erster Linie soll er
dem meist trockenen und nüchternen Studiosound eine
möglichst realistische Raumatmosphäre aufprägen. Um
die Komplexität eines natürlichen Halls zu erreichen, sind
aufwändige Rechenprozesse notwendig, so dass gute
Raumsimulatoren selbst als Software leicht mehrere
hundert Euro kosten können. Das Reverb im Lector erhebt
nicht den Anspruch, einen perfekten Hall erzeugen zu
können. Es ist vielmehr als Bestandteil des Klanges zu
sehen, um diesem mehr Expressivität und Breite zu
verleihen. Nichtsdestotrotz eignet es sich hervorragend
zur Nachbearbeitung des Signals bis hin zu
ungewöhnlichen und extremen Einstellungen.
Size
Diffusion
Bestimmt die anschwellende Dichte des Nachhalls und
simuliert damit die Beschaffenheit verschiedener RaumMaterialien. Kleine Werte erzeugen einen eher harten und
kalten Hall, als würde das Signal von einer Metall- oder
Kachelwand reflektiert. Höhere Werte lassen das Signal
dichter und wärmer klingen, als würde das Signal über
eine unebene Oberfläche diffus zerstreut. Unsere
Empfehlung ist eine Reglerstellung oberhalb der Hälfte
des Regelwegs.
0...100 m
Decay
Bestimmt die Größe des erzeugten Raumes. Kleinere
Werte simulieren einen eher normal großen Raum, große
Werte eine Halle oder Kirche.
Mix
0...100
Bestimmt die Rückkopplung des Halls. Unsere
Empfehlung isrt eine Reglerstellung von 1/4 bis zur Hälfte
des Regelwegs. Höhere Werte erzeugen bei kleinen
Räumen eine mehr oder weniger hörbare Wiederholung,
die keinem natürlichen Hallverhalten entspricht, aber zur
Simulation von Feder- oder Plattenhalls benutzt werden
können. Bei Maximalstellung klingt der Hall extrem lang.
0...100%
Dieser Regler bestimmt das Lautstärkeverhältnis zwischen
dem Original- und dem Effektsignal. Bei einer Einstellung
Lector Bedienhandbuch
0...100 %
40
Die Bedienelemente im Detail
Low Cut
unterschiedlich. Hohe Frequenzen werden schlechter
reflektiert als tiefere, weshalb ein natürliches Echo auch
sehr schnell dumpf klingt. Je höher der eingestellte
Damping-Wert ist, desto schneller werden die hohen
Frequenzen abgedämpft.
0...22000 Hz
Bestimmt die Frequenz, ab der alle tieferen Anteile des
Eingangssignals in den Halleffekt abgedämpft werden. Der
erste
Nachhall
erklingt
bereits
ohne
diese
Frequenzanteile.
High Cut
0...22000 Hz
Bestimmt die Frequenz, ab der alle höheren Anteile des
Eingangssignals in den Halleffekt abgedämpft werden. Der
erste
Nachhall
erklingt
bereits
ohne
diese
Frequenzanteile.
Low Damp
0...22000 Hz
Ein Hochpassfilter in der Rückkopplung des Nachhalls.
Jedes für Wände, Decken oder ähnliche Begrenzungen
verwendete Material absorbiert tiefe Frequenzen
unterschiedlich. Je höher der eingestellte Damping-Wert
ist, desto schneller werden die tiefen Frequenzen
abgedämpft.
High Damp
0...22000 Hz
Ein Tiefpassfilter in der Rückkopplung des Nachhalls.
Jedes für Wände, Decken oder ähnliche Begrenzungen
verwendete Material absorbiert hohe Frequenzen
41
Lector Bedienhandbuch
Anhang
Anhang
Wie setzen Sie den Vocoder musikalisch ein?
Sie sollten den Vocoder mit allen möglichen AnalyseSignalen „füttern“: Sprache, Drumloops oder jedem
erdenklichen externen Audiomaterial, das Ihnen in den
Sinn kommt. Das Ergebnis wird in jedem Fall interessant
klingen, mal nahe am Originalsignal, mal weit weg
davon.
Was ist ein Vocoder?
Vereinfacht gesagt erzeugt ein Vocoder aus dem
Frequenzverlauf zweier Signale ein neues Ausgangssignal.
Dabei wird das sogenannte Analyse-Signal (auch Sprachoder Speech-Signal) durch mehrere Bandpassfilter in
verschiedene
Frequenzbänder
aufgeteilt.
Der
Lautstärkeverlauf jedes Frequenzbandes wird nun von
einem sogenannten "Hüllkurven-Verfolger" (Envelope
Follower) ausgewertet und dazu verwendet, die Lautstärke
von Bandpassfiltern zu kontrollieren, die auf ein zweites
Signal einwirken: dem Synthese-Signal (oder Träger- bzw.
Carrier-Signal). Das Synthese-Signal wird von der gleichen
Anzahl Bandpassfilter gesteuert wie das Analyse-Signal, so
dass jeder Analyse-Filter auch seinen entsprechenden
Synthese-Filter findet.
Sie brauchen für den Einsatz des Vocoders immer zwei
Signale, eines, welches analysiert und ein anderes, das für
die Bearbeitung mit den Synthese-Filtern genutzt wird.
Das Speech/Analyse-Signal ist meist eine Audio- oder
Instrumentenspur innerhalb Ihrer Host-Applikation. Das
Carrier/Synthese-Signal liefert meist der eingebaute
Synthesizer in Lector, Sie können aber auch ein externes
Signal wie zum Beispiel ein anderes virtuelles Instrument
oder ein Audiosignal dafür einspeisen.
Diese Technik wurde während des Zweiten Weltkriegs
entwickelt, um Sprache bei der Funkübertragung zu
verschlüsseln, daher auch der Name Vocoder, der sich
aus den englischen Wörtern "Voice" und "Coder" ergibt.
Die musikalische Anwendung fand sich dann erst in den
1970er Jahren.
Lector Bedienhandbuch
42
Anhang
Anwendungsbeispiele
4. Wählen Sie im Trigger-Menü des Amplifier-Bereichs
Latch aus.
Lector im Latch-Modus
Dieses Anwendungsbeispiel eignet sich sehr gut zum
schnellen und wirkungsvollen Verändern des Klangs von
Stimmen
(speziell
Roboterstimmen)
oder
Rhythmusinstrumenten, bei dem die Tonhöhe nicht von
außen verfolgt oder gesteuert wird.
5. Vergewissern Sie sich,
Eingangsbereich
Synthesizer
Vocoder-Signal ausgewählt ist.
1. Wählen Sie die Spur aus, deren Audiodaten Sie
bearbeiten möchten. Alternativ können Sie natürlich auch
eine Spur mit einem virtuellen Instrument (z.B. SamplePlayer) nutzen.
6. Starten Sie
Wiedergabe.
2. Fügen Sie Lector als Insert-Effekt in den betreffenden
Kanal ein.
nun
in
dass
als
Ihrer
im
Ihr
Hostapplikation
die
7. Steigern Sie zum Erhöhen der Verständlichkeit je nach
Quellsignal ggf. die Zischlaut-Frequenzen durch
Einstellen des UV-Detectors. Vergewissern Sie sich hierzu,
dass er eingeschaltet ist und stellen Sie die Sensitivity und
Gain-Regler wie gewünscht ein.
3. Überprüfen Sie die Einstellungen im Output-Bereich. Es
sollte – wie in der Abbildung – nur der Vocoder-Regler
aufgezogen sein.
Klassischer Vocoder mit MIDI-Triggerung
Hierbei handelt es sich um ein typisches Beispiel, mit der
Sie Lector musikalisch - also zum Erzeugen eines
melodiösen Vocoder-Effekts - verwenden können. Dafür
können Sie den internen Synthesizer verwenden.
43
Lector Bedienhandbuch
Anhang
1. Wählen Sie die Spur aus, deren Audiodaten Sie
bearbeiten möchten. Alternativ können Sie natürlich auch
eine Spur mit einem virtuellen Instrument (z.B. SamplePlayer) nutzen.
Sie auch darauf, dass diese Spur MIDI-Daten über ein
angeschlossenes MIDI-Masterkeyboard empfängt und
entsprechend an Lector weiterleitet.
7. Starten Sie nun in Ihrer Host-Applikation die
Wiedergabe und spielen dazu auf Ihrem MIDI-Keyboard
einzelne Noten oder Akkorde. Sie können diese MIDINoten zur kontrollierten Steuerung von Lector
selbstverständlich auch aufnehmen und editieren.
2. Fügen Sie Lector als Insert-Effekt in den betreffenden
Kanal ein.
3. Überprüfen Sie die Einstellungen im Output-Bereich. Es
sollte – wie in der Abbildung – nur der Vocoder-Regler
aufgezogen sein.
8. Steigern Sie zum Erhöhen der Verständlichkeit je nach
Quellsignal ggf. die Zischlaut-Frequenzen durch
Einstellen des UV-Detectors. Vergewissern Sie sich hierzu,
dass er eingeschaltet ist und stellen Sie die Sensitivity und
Gain-Regler wie gewünscht ein.
Lector und ein externes Carrier-Signal
4. Wählen Sie im Trigger-Menü des
Amplifier-Bereichs Normal oder Single
aus, je nachdem, ob der Vocoder
polyphon oder monophon gespielt
werden soll.
5. Vergewissern Sie sich,
Eingangsbereich
Synthesizer
Vocoder-Signal ausgewählt ist.
dass
als
Dieses Beispiel eignet sich sehr gut zum „Übertragen“ der
Verlaufs-Hüllkurve einer Spur auf eine andere. Beste
Resultate erzielen Sie durch das Verwenden flächiger
andauernder Klänge als Carrier und perkussiver Klänge als
Analyse- bzw. Speech-Signal.
im
Ihr
1. Wählen Sie die Spur aus, deren Audiodaten Sie
bearbeiten möchten. Alternativ können Sie natürlich auch
eine Spur mit einem virtuellen Instrument (z.B. SamplePlayer) nutzen. Laden Sie Lector in den Insertpfad dieses
Kanals.
6. Erzeugen Sie in Ihrer Host-Applikation eine MIDI-Spur,
deren Ausgang Sie auf den Lector routen müssen. Achten
Lector Bedienhandbuch
44
Anhang
2. Laden Sie nun den Lector Carrier als Insert-Effekt in den
gewünschten Carrier-Kanal ein. Dabei kann es sich auch
um eine Audio- oder Instrumentenspur handeln. Gemeint
ist hier nicht der Kanal mit dem eigentlichen Lector PlugIn, sondern die Spur, deren Audiodaten Sie an Lector
weiterleiten möchten. Das Lector Carrier-Plug-In verfügt
über keine eigene Bedienoberfläche und wird in
verschiedenen Applikationen unterschiedlich dargestellt.
Synthesizer, sondern das externe vom Lector Carrier
gelieferte Signal als Klangquelle.
6. Starten Sie
Wiedergabe.
nun
in
Ihrer
Host-Applikation
die
7. Steigern Sie zum Erhöhen der Verständlichkeit je nach
Quellsignal ggf. die Zischlaut-Frequenzen durch
Einstellen des UV-Detectors. Vergewissern Sie sich hierzu,
dass er eingeschaltet ist und stellen Sie die Sensitivity und
Gain-Regler wie gewünscht ein.
3. Überprüfen Sie die Einstellungen im Output-Bereich
von Lector. Es sollte – wie in der Abbildung – nur der
Vocoder-Regler aufgezogen sein.
4. Wählen Sie im Trigger-Menü des Amplifier-Bereichs
Normal, Single oder Latch aus, je nachdem, ob der
Vocoder polyphon, monophon oder automatisch und
permanent mit der Tonhöhe C3 gespielt werden soll.
5. Vergewissern Sie sich, dass im
Eingangsbereich
der
entsprechende
Sidechain als Signalquelle ausgewählt ist.
Lector verwendet dann nicht den internen
45
Lector Bedienhandbuch
Anhang
Attack
Glossar
Parameter einer Hüllkurve. Attack ist ein Begriff für die
Anstiegsgeschwindigkeit einer Hüllkurve von ihrem
Startwert bis zur Maximalauslenkung. Die Attackphase
beginnt unmittelbar nach Eingang eines Triggersignals,
z.B. Betätigung einer Note auf der Tastatur.
Aliasing
Aliasing ist ein hörbarer Seiteneffekt, der in digitalen
Systemen auftritt, sobald das Nutzsignal Frequenzanteile
enthält, die höher als die halbe Samplingfrequenz sind.
Die Tonerzeugung des Lector arbeitet übrigens
aliasingfrei.
Carrier-Signal
Das Trägersignal (Carrier) ist die Klangquelle, die mit Hilfe
des Modulatorsignals (des analysierten Klangs) moduliert
wird. Im Falle von Lector handelt es sich beim
Trägersignal entweder um den eingebauten Synthesizer
oder um eine externes Signal, wenn das Carrier Plug-In
oder die Sidechain-Funktion der Host-Applikation
verwendet wird.
Amount
Bezeichnet die Stärke einer Modulation, also
Modulationstiefe, die auf einen Parameter wirkt.
die
Amplifier
= engl. Verstärker. Ein Baustein, der die Lautstärke eines
Klangs anhand des Steuersignals verändert. Dieses
Steuersignal wird meistens von einer Hüllkurve erzeugt.
Clipping
Clipping ist eine Verzerrung, die auftritt, sobald ein
Signalpegel seine maximal zulässige Obergrenze
überschreitet. Das Aussehen eines solchen „geclippten“
Signals ist davon abhängig, in welchem Zusammenhang
die Verzerrung entsteht. In einem analogen System wird
das Signal auf seinen Maximalpegel begrenzt. In einem
digitalen System ist Clipping gleichzusetzen mit einem
Analyse-Signal
Das Analyse-Signal bei einem Vocoder liefert das zu
analysierende Modulatorsignal. Häufig handelt es sich
hierbei um Sprache, Gesang oder um ein perkussives
Signal.
Lector Bedienhandbuch
46
Anhang
numerischen Überlauf, bei dem die Polarität des Signals
oberhalb des Maximalwertes umgekehrt wird.
durchgelassen, alle anderen dämpft dieser Filtertyp. Die
Bandsperre arbeitet genau entgegengesetzt. Sie dämpft
nur die Frequenzen im Bereich der Mittenfrequenz. Der
am häufigsten eingesetzte Filtertyp ist der Tiefpass.
Cutoff
Siehe Filterfrequenz.
Filterfrequenz
Decay
Die Filterfrequenz ist eine wichtige Kenngröße von
Filtern. Ein Tiefpassfilter dämpft Signalanteile oberhalb
dieser Frequenz. Signalanteile, die darunter liegen werden
unbearbeitet durchgelassen.
Parameter einer Hüllkurve. Decay bezeichnet die
Absinkgeschwindigkeit einer Hüllkurve unmittelbar nach
Erreichen des Maximalwertes. Die Decay-Phase schließt
sich unmittelbar an die Attack-Phase an. Sie endet, wenn
die Hüllkurve ihren mit Sustain eingestellten Haltepegel
erreicht hat.
Handbuch
Handbücher für Waldorf-Produkte werden oftmals in
Nachtarbeit
von
tageslichtscheuen
und
sozial
vernachlässigten Individuen geschrieben. Würdigen Sie
dies, indem Sie zumindest gelegentlich dieses Handbuch
aufschlagen. Wir empfehlen Ihnen die Lagerung in
Griffnähe, zum Beispiel direkt neben Ihrer Toilette.
Envelope
Siehe Hüllkurve.
Filter
Ein Filter ist ein Baustein, der Signalanteile je nach
Frequenz durchläßt oder sperrt. Seine wichtigste
Kenngröße ist die Filterfrequenz. Die wichtigsten
Bauformen des Filters sind Tiefpass, Hochpass, Bandpass
und Bandsperre. Ein Tiefpass dämpft alle Frequenzen
oberhalb der Eckfrequenz, ein Hochpass entsprechend
alle darunterliegenden. Beim Bandpass werden nur
Frequenzen im Bereich um die Mittenfrequenz
Hochpass-Filter
Ein Hochpassfilter dämpft alle Signalanteile unterhalb
seiner Filtereckfrequenz. Darüber liegende Anteile
werden nicht beeinflusst.
47
Lector Bedienhandbuch
Anhang
Hüllkurve
MIDI
Eine Hüllkurve erzeugt ein zeitlich veränderliches
Steuersignal. Sie wird verwendet, um einen klangformenden Baustein innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes zu modulieren. Eine Hüllkurve kann zum
Beispiel die Filtereckfrequenz eines Tiefpassfilters
modulieren. Dadurch öffnet und schließt sich das Filter in
Abhängigkeit von der Hüllkurve, wodurch sich die
Charakteristik des gefilterten Klanges zeitlich ändert.
Gestartet wird die Hüllkurve durch ein Triggersignal,
meist eine MIDI-Note. Die klassische Form der Hüllkurve
besteht aus vier getrennt einstellbaren Phasen: Attack,
Decay, Sustain und Release. Sie wird daher auch als
ADSR-Hüllkurve bezeichnet. Sobald ein Triggersignal
eintrifft, durchläuft die Hüllkurve die Attack- und DecayPhase, bis sie den Sustain-Pegel erreicht. Dieser wird
dann solange gehalten, bis das Triggersignal beendet
wird. Danach geht sie in die Release-Phase über, die den
Pegel bis zum Minimalwert absenkt.
MIDI ist die Abkürzung für „Musical Instrument Digital
Interface“, was soviel heißt, wie Digital-Schnittstelle für
Musikinstrumente. Es wurde Anfang der achtziger Jahre
entwickelt,
um
elektronische
Musikinstrumente
verschiedener Bauarten und Hersteller miteinander zu
verbinden. Gab es bis zu diesem Zeitpunkt keine
einheitliche Norm für die Verkopplung mehrerer
Klangerzeuger, so stellte MIDI einen entscheidenden
Fortschritt dar. Von nun an war es möglich, mittels
einfacher und immer gleicher Verbindungsleitungen alle
Geräte untereinander zu verbinden.
Die grundsätzliche Vorgehensweise ist dabei folgende: Es
wird immer ein Sender mit einem oder mehreren
Empfängern verbunden. Soll beispielsweise ein Computer
einen Synthesizer spielen, so ist der Computer der Sender
und der Synthesizer der Empfänger. Zu diesem Zweck
besitzen alle MIDI-Geräte, bis auf wenige Ausnahmen,
zwei oder drei Anschlüsse: MIDI In, MIDI Out und ggf.
MIDI Thru. Das sendende Gerät gibt die Informationen
über seinen MIDI Out-Anschluss an die Außenwelt. Über
ein Kabel werden die Daten an den MIDI In Anschluß des
Empfängers weitergeleitet.
LFO
LFO ist die Abkürzung für Low-Frequency Generator. Ein
LFO erzeugt eine periodische Schwingung mit niedriger
Frequenz und wählbaren Wellenformen. Er kann, genau
wie eine Hüllkurve, zu Modulationszwecken benutzt
werden.
Lector Bedienhandbuch
Eine Sonderbedeutung hat der MIDI Thru Anschluss. Er
ermöglicht es erst, dass ein Sender mehrere Empfänger
48
Anhang
erreicht. Er arbeitet derart, dass er das eingehende Signal
unverändert wieder zur Verfügung stellt. Ein weiteres
Empfangsgerät wird dann einfach dort angeschlossen.
Durch dieses Verfahren ergibt sich eine Kette, mit der ein
Sender und mehrere Empfänger verbunden sind. Es ist
natürlich wünschenswert, das der Sender jedes einzelne
Gerät getrennt ansprechen kann. Daher muss dafür
gesorgt werden, dass sich die einzelnen Geräte
untereinander an gewisse Spielregeln halten.
durch die direkte Anbindung eines Plug-Ins im HostProgramm statt. Das ermöglicht eine weitaus genauere
Synchronisation als MIDI-Clock.
Modulation
Modulation ist die Beeinflussung eines klangformenden
Bausteins durch eine sogenannte Modulationsquelle. Als
Modulationsquellen werden im allgemeinen LFO, Hüllkurven oder MIDI-Meldungen benutzt. Das Modulationsziel, also der beeinflusste Klangbaustein, kann z.B. ein
Filter oder die Lautstärke sein.
MIDI Kanal
Wichtiger Bestandteil der meisten Meldungen. Ein
Empfangsgerät reagiert nur dann auf eingehende
Meldungen, wenn sein eingestellter Empfangskanal
identisch mit dem Sendekanal der Meldung ist. Dies
ermöglicht die gezielte Informationsübertragung an einen
Empfänger. Der MIDI-Kanal ist im Bereich 1 bis 16
wählbar. Darüber hinaus kann ein Gerät auf Omni
geschaltet werden. Dadurch empfängt es auf allen 16
Kanälen.
Note on / Note off
Dies ist die wichtigste MIDI-Meldung. Sie bestimmt die
Tonhöhe und die Anschlagstärke des erzeugten Tons. Der
Zeitpunkt ihres Eintreffens ist zugleich der Startzeitpunkt
des Tons. Die Tonhöhe ist das Resultat der gesendeten
Notennummer. Diese liegt im Bereich von 0 bis 127. Die
Anschlagstärke (Velocity) liegt im Bereich von 1 bis 127.
Der Wert 0 für die Anschlagstärke bedeutet „Note Off“,
d.h. die Note wird abgeschaltet.
MIDI Clock
Panning
Die MIDI Clock-Meldung bestimmt durch ihr zeitliches
Auftreten das Tempo eines Stückes. Sie dient dazu,
zeitabhängige Vorgänge zu synchronisieren. In der
heutigen Zeit findet die Synchronisation hauptsächlich
Bezeichnet die Panoramaposition eines Klanges im
Stereobild.
49
Lector Bedienhandbuch
Anhang
Pitchbend
Resonance
Pitchbend ist eine MIDI-Meldung zum kontinuierlichen
Ändern der Tonhöhe eines Signals. Obwohl die
Pitchbend-Meldung (Tonhöhenbeugung) funktionell einer
MIDI-Controller-Meldung sehr ähnlich ist, stellt sie einen
eigenen Meldungstyp dar. Die Begründung liegt vor allem
darin, dass die Pitchbend-Meldung mit wesentlich feinerer
Auflösung übertragen wird als „normale“ Controller.
Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass das
menschliche Gehör äußerst sensibel für Änderungen der
Tonhöhe ist.
= Resonanz (oft auch als Emphasis bezeichnet), ist ein
wichtiger Filterparameter. Sie betont einen schmalen
Bereich um die Filtereckfrequenz herum, was eine
Lautstärkeanhebung aller Frequenzen in diesem Bereich
bewirkt. Die Emphasis ist ein beliebtes Mittel der
Klangverfremdung. Erhöht man die Emphasis sehr stark, so
gerät das Filter in Eigenschwingung und generiert eine
relativ saubere Sinusschwingung.
Sibilanten
= Zischlaute zeichnen sich – wie der Name schon sagt –
durch ein zischendes Geräusch aus. Sie werden z.B.
durch das Aussprechen von Konsonanten wie „f“, „s“, „z“
oder durch „sch“ ausgelöst.
Program Change
MIDI-Meldung zum Umschalten des Klangprogrammes.
Erlaubt ist die Auswahl zwischen Programmnummer 1 bis
128.
Sustain
Release
Parameter einer Hüllkurve. Sustain bezeichnet den
Haltepegel einer Hüllkurve, der nach Durchlaufen der
Attack- und Decay-Phase erreicht wird. Er wird solange
gehalten, bis das Triggersignal beendet wird.
Parameter
einer
Hüllkurve.
Bezeichnet
die
Absinkgeschwindigkeit
der
Hüllkurve
auf
ihren
Minimalwert, nachdem das Triggersignal beendet wird.
Die Release-Phase beginnt dann unabhängig davon, an
welche Stelle die Hüllkurve sich zu diesem Zeitpunkt
gerade befindet, also z.B. auch in der Attack-Phase.
Lector Bedienhandbuch
Tiefpass-Filter
Ein Tiefpassfilter ist eine oft in Synthesizern benutzte
Filterbauform. Es dämpft alle Signalanteile oberhalb seiner
50
Anhang
Filtereckfrequenz. Darunter liegende Anteile werden nicht
beeinflusst.
VCF
VCF ist die Abkürzung für Voltage Controlled Filter. Es
stellt die besondere Bauform eines Filters dar, bei dem die
Filterparameter anhand von Steuerspannungen beeinflusst
werden können.
Trigger
Ein Trigger ist ein Auslösesignal für Ereignisse. Die Natur
des Triggersignals kann dabei sehr unterschiedlich sein.
Bspw. kann eine MIDI-Note oder ein Audio-Signal als
Trigger dienen. Das ausgelöste Ereignis kann ebenfalls
sehr vielfältig sein. Eine häufig genutzte Anwendung ist
das Triggern einer Hüllkurve.
Volume
Bezeichnet die Lautstärke eines Sounds am AudioAusgang.
Unvoiced Detector
Nicht stimmhafte Signale haben die tonale Charakteristik
eines breiten Frequenzspektrums. Wie die Mitlaute
(Konsonanten) „f“, „s“, „t“ usw. umfassen sie häufig fast
das gesamte Frequenzspektrum. Der UV-Detector eines
Vocoders fügt dem Signal ein wenig Rauschen hinzu und
verbessert dadurch die Verständlichkeit der ZischlautFrequenzen.
VCA
VCA ist die Abkürzung für Voltage Controlled Amplifier.
Ein VCA ist ein Baustein, der die Lautstärke eines Klanges
anhand einer Steuerspannung beeinflusst. Dieses
Steuersignal ist oft eine Hüllkurve oder ein LFO.
51
Lector Bedienhandbuch
Anhang
Produktunterstützung
Wenn Sie Fragen zu Ihrem Waldorf-Produkt haben, gibt
es folgende Möglichkeiten, uns zu kontaktieren:
Schicken Sie uns eine E-Mail. Das ist der mit Abstand
effizienteste und schnellste Weg, uns zu erreichen. Ihre
Fragen können sofort an die richtige Stelle weitergeleitet
und innerhalb kürzester Zeit beantwortet werden.
support@waldorfmusic.de
Schicken Sie uns einen Brief. Etwas langsamer, dafür
jedoch oft genauso zuverlässig wie eine E-Mail.
Waldorf Music GmbH
Landskroner Str. 52
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