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Kronoply Handbuch Holzrahmenbau - Scheiffele-Schmiederer KG

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Nachschlagewerk für die Praxis
Handbuch
HOLZRAHMENBAU
HOTLINE 0800 - 576 66 96
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH & Co. KG. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
Vorbemerkung / Impressum
Prinzipdarstellung und technische Erläuterungen im Handbuch
Sämtliche in diesem Handbuch dargestellten Erläuterungen, Tabellenwerte, Anwendungs­
empfehlungen und Ausführungsskizzen sind nach bestem Wissen und aktuellem Stand
der Technik unter Beachtung der gültigen Ausführungsregeln und DIN- bzw. EN-Normen
erstellt. Sie ersetzen nicht den bauphysikalischen oder baustatischen Einzelnachweis und
nicht die fachliche Überprüfung durch den planenden Architekten, den Tragwerksplaner,
den Bauphysiker oder des ausführenden Holzbauunternehmens. Die KRONOPLY GmbH
übernimmt keine Haftung für die aufgezeigten anwendungstechnischen Empfehlungen,
Tabellen und Konstruktionsdarstellungen.
Ordnungssystem und Markierung der Blätter
Die Strukturierung in Teile und Kapitel erfolgt anhand der verschiedenen Fachgebiete und
soll ein leichtes Nachschlagen ermöglichen. Neben einem Gesamt-Inhaltsverzeichnis sind
weitere Inhaltsverzeichnisse vor jedem der Teile zu finden.
Aktualisierung und technische Beratung
Mit dem Kronoworld-Service-Center stellt die Kronoply GmbH ihren Kunden einen kosten­
freien Beratungsservice zur Verfügung. Dieser ist von Montag bis Donnerstag von
8:00 - 17:00 Uhr und Freitag von 8:00 - 14:30 Uhr unter der kostenfreien Service-Nummer
0800-576 66 96 oder per Email unter kronoworld@kronoply zu erreichen.
Update-Service und weitere Informationen
Kronoworld ist im Internet unter der Adresse www.kronoworld.com zu erreichen. Hier
stehen u.a. aktuelle Informationen aus der Branche und zu den Produkten zur Verfügung.
Auch Ergänzungen zu diesem Handbuch sind dort erhältlich. Angemeldete Nutzer (die Re­
gistrierung ist kostenfrei) können automatisch per Newsletter über neue oder aktualisierte
Seiten dieses Handbuchs informiert werden.
Kontakt
Kronoply GmbH
Wittstocker Chaussee 1
D-16909 Heiligengrabe
Tel.: +49 (0) 33962/ 69-740
Fax: +49 (0) 33962/ 69-374
Email: kronoworld@kronoply.de
2. überarbeitete Ausgabe Januar 2007
HOTLINE 0800 - 576 66 96
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH & Co. KG. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
www.Kronoworld.com
Die technische Informationsplattform
Kronoworld wurde im Januar 2001 auf
der BAU-Messe in München erstmals vor­
gestellt. Kronoworld wurde seitdem zu
einem wichtigen Nachschlagewerk für
Zimmereien, Architekten, Holzhändler
und alle, die im Holzbau und mit Holz­
werkstoffen beschäftigt sind.
Startseite und News
Auf der Startseite finden Sie 2x wöchent­
lich aktuelle Infos sowie unser umfang­
reiches News­archiv. Die Themen betref­
fen neben neuen Produkten bzw. technischen Unterlagen von Kronoply auch allgemeine
Themen zum Holzbau, Normung, Betonschalung, usw.
Produkte
Wenn Sie auf die vorhandenen Produktgruppen klicken (z.B. Kronoply OSB), erhalten Sie
eine Übersicht aller Varianten (z.B. Kronoply F ). Dort werden die Produkte kurz beschrie­
ben und die aktuellen Standardformate gezeigt. Des weiteren sind in der rechten Spalte
Links vorhanden, die einen schnellen Download von Datenblättern oder Bemessungstabel­
len ermöglichen.
KRONOPLY OSB Infomaterial
In diesem Bereich stellen wir Ihnen Prospekte, Zulassungen, technische Infor­mationen und
Zer­tifikate zum schnellen Download und / oder zum kostenlosen Bestellen bereit. Zusätz­
lich können Sie unseren kostenlosen Musterversandservice in Anspruch nehmen.
Veranstaltungen
Hier finden Sie Messen oder Tagungen, auf denen Kronoply vertreten ist.
LivingLex
Das bereits bekannte Lexikon mit Fachbegriffen rund um den Holzbau.
Dienstleister
Dort finden Sie Verarbeiter, Planer, Architekten und Holzhändler, die Kronoply Produkte
verwenden oder vertreiben. Der Eintrag ist unter Extras möglich.
Tools
Der Toolsbereich beinhaltet einen Tauwasserrechner, einen U-Wert-Rechner, sowie StatikTools für die Bemessung von KRONOPLY OSB in der Decke und als Beplankung einer Wand­
scheibe. Die Tools sind nur mit Benutzernamen und Kennwort zugänglich.
Extras
Dieses ist der neue Bereich für diejenigen, die Kronoworld regelmäßig nutzen und sich
eingehender informieren möchten. Für die Nutzung der Extras ist eine Anmeldung unter
Kronoworld-Extras erforderlich. Die Anmeldung ist kostenlos und für jeden zugänglich.
Durch die Anmeldung erhalten Sie die Möglichkeit, sich kostenlos in das Dienstleisterver­
zeichnis einzutragen. Ebenso stehen Ihnen die Kronoworld Tools zur Verfügung. Darüber
hinaus können Sie unseren Newsletter bestellen, den wir Ihnen ca. 2 x jährlich zuschicken
werden.
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
HOTLINE 0800 - 576 66 96
Was ist KRONOPLY OSB?
Kronoply OSB ist ein Holzwerkstoff, OSB bedeutet „Oriented Strand Board“. KRONOPLY
OSB besteht aus zwei Deckschichten und einer Mittelschicht. Dabei werden die Strands der
Deckschicht in Produktionsrichtung ausgerichtet („oriented“) und bilden die Haupt­­trag­
richtung. Die Mittelschicht wird in zwei Lagen gestreut, wobei die Strands rechtwinklig
zur Deckschicht ausgerichtet werden. Die Mittelschicht bildet die Nebentragrichtung der
­KRO­NOPLY OSB. Mit Leimharzen benetzt werden die „orientierten Schälspäne“ unter
Druck und Temperatur zu Plattenwerkstoffen gepresst.
Kronoply OSB wird im ContiRoll-Verfahren hergestellt. Dadurch ist es möglich, die große
Formatvielfalt anzubieten. KRONOPLY OSB hat mit dem Holzrahmenbauformat 2,65 x
1,25 m den heute gängigen Standard zur geschosshohen Beplankung gesetzt.
Die ContiRoll-Endlos-Fertigung erlaubt es auch, großformatige Platten bis zu 15,00 m lang
und 2,77 m breit zur Anwendung im Wand-, Dach- und Deckenbereich zu produzieren.
(Formatübersicht s. A-3-1).
KRONOPLY OSB ist als Verlegeplatte, speziell für Deckenbalkenlagen, mit 2- und 4-seitig
Nut und Feder in Längen bis zu 6,25 m oder als Platte für vorelementierte Balkenlagen mit
1,25 m Breite erhältlich.
Durch das Verpressen der Platten bildet sich zwischen Pressblech und der OSB-Platte auf
der Oberfläche ein dünner Film aus Klebstoffen und Holzharzen. Dieser Film bildet die
wasserabweisende Schicht. Das bedeutet, dass durch die sogenannte ContiFinish Oberflä­
che Wasser abperlen kann und damit Quellungen der Platte verringert werden. Dadurch
wird eine kurzfristige Feuchtebeanspruchung ermöglicht.
Abb. 1: KRONOPLY OSB
A - KRONOPLY OSB
1 - Allgemeines
Teil
Kapitel
1
HOTLINE 0800 - 576 66 96
KRONOPLY F
– Zulässige Werte
Zur Spanrichtung der Deckschicht
parallel
rechtwinklig
Nenndicken der Platten [mm]
d
10 - ≤ 18
18 - ≤ 25
> 25 - 30
10 - ≤ 18
18 - ≤ 25
> 25 - 30
Festigkeitswerte [N/mm ]
2
Plattenbeanspruchung
Biegung
zul σBxy
Schub
zul τzx
5,6
4,6
2,8
2,5
0,3
0,3
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
Scheibenbeanspruchung
Biegung
zul σBxz
3,9
Zug
zul σZx
2,4
2,1
2,1
α = 30°
1,9
1,6
2,0
α = 45°
1,8
1,6
1,9
1,5
3,4
α = 60°
1,7
Druck
zul σDx
2,8
2,5
Schub
zul τzy
1,6
1,4
2,7
2,5
1,6
1,5
2,2
2,1
1,6
1,4
1,8
Steifigkeitswerte [N/mm ]
2
Plattenbeanspruchung
Elastizitätsmodul Biegung
EBxy
6500
3000
Schubmodul
Gzx
100
100
Scheibenbeanspruchung
Elastizitätsmodul Biegung
EBxz
Elastizitätsmodul Zug
EZx
3500
3300
3500
3300
2500
α = 30°
3200
2700
2700
α = 45°
2600
2300
2600
α = 60°
2500
2200
2400
2500
Elastizitätsmodul Druck
EDx
3500
2500
Schubmodul
Gxy
1000
1000
Allgemeine und bauphysikalische Werte
Rohdichte nach EN 323
m
600 kg/m3
± 0,4 mm
Grenzabmaße Plattendicke
Lochleibungsfestigkeit
zul σl
Querzug
zul σZy
5,0
0,14
0,12
4,0
0,10
0,14
Wärmeleitfähigkeit n. EN 13986
λ
0,13 W/mK
Dampfdiffusionswiderstandszahl
µ
200 / 300
0,10
≤9%
Dickenquellung nach EN 317
Emissionsklasse
0,12
E1 - 100 % formaldehydfreie Bindemittel < 0,03 ppm
Holzwerkstoffklasse
100
Baustoffklasse
B2 - normal entflammbar
Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung
Z-9.1-618
A - KRONOPLY OSB
2 - Technik
Teil
Kapitel
1
HOTLINE 0800 - 576 66 96
KRONOPLY F
– Charakteristische Werte
Zur Spanrichtung der Deckschicht
parallel
rechtwinklig
Nenndicken der Platten [mm]
d
8 - ≤ 18
18 - ≤ 25
> 25 - 30
8 - ≤ 18
18 - ≤ 25
> 25 - 30
Festigkeitswerte [N/mm ]
2
Plattenbeanspruchung
Biegung
fm,k
Schub
f v,k
28,0
23,0
14,0
1,5
12,5
1,5
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
Scheibenbeanspruchung
Biegung
fm,k
19,5
17,0
13,5
12,5
Zug
f t,k
12,0
10,5
8,0
7,5
Druck
fc,k
14,0
12,5
11,0
10,5
Schub
f v,k
8,0
7,0
8,0
7,0
Steifigkeitswerte [N/mm ]
2
Plattenbeanspruchung
Elastizitätsmodul Biegung
Em,mean
6500
3000
Schubmodul
Gmean
100
100
Elastizitätsmodul Biegung
Em,mean
3500
2500
Elastizitätsmodul Zug
Et,mean
3500
2500
Elastizitätsmodul Druck
Ec,mean
3500
2500
Schubmodul
Gmean
1000
1000
Scheibenbeanspruchung
Für die charakteristischen Steifigkeitswerte E05 u. G05 gelten folgende Rechenwerte:
E05 = 0,9 x Emean u. G05 = 0,9 x Emean
Allgemeine und bauphysikalische Werte
Rohdichte nach EN 323
m
600 kg/m3
± 0,4 mm
Grenzabmaße Plattendicke
Lochleibungsfestigkeit
zul σl
Querzug
zul σZy
Wärmeleitfähigkeit
nach EN 13986
Dampfdiffusionswiderstandszahl
5,0
0,14
0,12
4,0
0,10
0,14
λ
0,13 W/mK
μ
200/300
0,10
≤9%
Dickenquellung nach EN 317
Emissionsklasse
0,12
E1 - 100 % formaldehydfreie Bindemittel < 0,03 ppm
Nutzungsklasse nach ENV 1995-1-1
1+2
Brandverhaltensklasse nach EN 13501-1
D- s2, D0
Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung
Z-9.1-618
A - KRONOPLY OSB
2 - Technik
Teil
Kapitel
2
HOTLINE 0800 - 576 66 96
KRONOPLY OSB 3 – Charakteristische Werte
Zur Spanrichtung der Deckschicht
parallel
rechtwinklig
Nenndicken der Platten [mm]
d
6 - 10
>10 - 18
>18 - 25
6 - 10
>10 - 18
>18 - 25
14,8
9,0
8,2
7,4
Festigkeitswerte [N/mm²]
Plattenbeanspruchung
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
Biegung
fm,k
18,0
16,4
Druck
fc,90,k
10,0
10,0
Schub
f v,k
1,0
1,0
Scheibenbeanspruchung
Biegung
fm,k
9,9
9,4
9,0
7,2
7,0
6,8
Zug
f t,k
9,9
9,4
9,0
7,2
7,0
6,8
Druck
fc,k
15,9
15,4
14,8
12,9
12,7
12,4
Schub
f v,k
6,8
6,8
Steifigkeitswerte [N/mm²]
Plattenbeanspruchung
Elastizitätsmodul Biegung
Emeana
4930
1980
Schubmodul
Gmeana
50
50
Elastizitätsmodul
Emeana
3800
3000
Schubmodul
Gmean
1080
1080
Scheibenbeanspruchung
a
Für die charakteristischen Steifigkeitswerte E05 und G05 gelten folgende Rechenwerte:
E05 = 0,85 x Emean und G05 = 0,85 x Emean
a
Allgemeine und bauphysikalische Werte
Rohdichte nach EN 323
m
600 kg/m³
± 0,8 mm (ungeschliffen)
Grenzabmaße Plattendicke
Querzug
Wärmeleitfähigkeitszahl nach
EN 13986
Dampfdiffusionswiderstandszahl
± 0,4 mm (geschliffen)
zul σZy
0,18
0,15
0,13
0,18
λ
0,13 W/mK
µ
200/300
Dickenquellung nach EN 317
0,15
0,13
≤ 15 %
Emissionsklasse
E1
Nutzungsklasse nach ENV 1995-1-1
1+2
Brandverhaltensklasse nach 13501-1
D - s2,D0
CE - Nummer
1034 – CPD – 1291 / 1 / 06
Hinweis: Charakteristische Werte dienen zum Nachweis nach EC5 und nach DIN 1052:2004-08
Der Umrechungsfaktor (Sicherheitsbeiwert) der charakteristischen Werte in zulässige Spannungen laut DIN V
20000-1:2004-01 ist 5. Damit ist eine Bemessung nach DIN 1052:1988-04 möglich.
Beispiel: Biegung fmk = 18,0 N/mm2 / 5 = zulσB= 3,6 N/mm2
A - KRONOPLY OSB
2 - Technik
Teil
Kapitel
3
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KRONOPLY OSB - Lieferprogramm
KRONOPLY OSB, stumpf, ContiFinish, mit bauaufsichtlicher Zulassung
z.B. Anwendung als Wandbeplankung innen und außen
Plattenstärke
12
15
18
22
25
30
40
2.500 x 1.250
x
x
x
x
x
x
x
2.650 x 1.250
x
x
2.800 x 1.250
x
x
3.000 x 1.250
x
x
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
[mm]
5.000 x 2.500
x
x
x
KRONOPLY OSB, zwei- oder vierseitige Nut und Feder, mit bauaufsichtlicher Zulassung
z.B. Anwendung als Decken-, Dach- und Kehlbalkenbeplankung
Plattenstärke
[mm]
N+F
2.500 x 675
4s
2.500 x 1.250
4s
6.250 x 675
2s
12
x
15
18
22
25
30
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
KRONOPLY OSB 3, ContiFinish, DIN EN 300, CE nach EN 13986
Plattenstärke
[mm]
N+F
2.500 x 1.250
8
9
10
11
12
15
18
20
22
x
x
x
x
x
x
x
x
x
5.000 x 2.500
25
x
2.500 x 675
4s
x
2.500 x 1.250
4s
x
x
4s
x
x
x
x
x
beidseitig geschliffen
2.500 x 675
Stand Juni 06
Änderungen vorbehalten
Aktuelle Standardformate sind in www.kronoworld.com unter „Kronoply OSB - Standard“ abrufbar.
A - KRONOPLY OSB
3 - Formate
Teil
Kapitel
1
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Befestigungsmittel für Kronoply OSB
Kronoply OSB kann mit Schrauben, Nägeln oder Klammern auf Holzstielen und -balken be­
festigt werden. Bei der Ausführung ist gemäß der bauaufsichtlichen Zulassungen
(Z-9.1-618, und­ Z-9.1-503) die DIN 1052-2 zu beachten.
Werte
Drahtdurchmesser bei
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Plattendicke ≥ 12 mm
Klammerbreite bR
Klammer
Nagel
allgemein
allgemein
dn = 1,5 bis
dn ≤ 2,6 mm
2,0 mm
6 dn ≤ b R
≤ 15 mm
Klammer
Klammer
1,53 x 10,7 x
1,83 x 11,4 x
50 mm
50 mm
1,53 mm
1,83 mm
10,7 mm
11,4 mm
Nagel
2,5 x 55 mm
2,5 mm
Klammerbreite bRα bei
30° ≤ α ≤ 90°
α = 45° :
α = 45° :
Schrägstellung α
Faserverlauf
7,6 mm
8,1 mm
Mindesteinschlagtiefe
12dn
12 dn
19 mm
22 mm
30 mm
Versenkung
≤ 2,0 mm
D ≥ 15 mm1)
Abstand zum
belastet
7 dn
10,7 mm
12,8 mm
17,5 mm
Plattenrand ⊥eR
unbelastet
2,5 dn
3,9 mm
4,6 mm
6,3 mm
7 dn
10,7 mm
12,8 mm
belastet
Abstand zum
Holzrand ⊥eR⊥
(manuell 5 dn)
unbelastet
Druckluft 5 dn+ 5 mm
(maschinell 4 dn) 2)
Abstand der
Randstiel
10 dn (max 40 dn) 3)
Verbindungsmittel unter­
einander II
Mittelstiel
10 dn (max 40 dn oder 80 dn bei
nicht tragender Beplankung) 3)
17,5 mm
(12,5 mm)
12,7 mm
14,2 mm
(6,2 mm)
(7,4 mm)
15,3 mm
18,3 mm
25,0 mm
(max 61,2 mm)
(max 73,2 mm)
(max 100,0 mm)
15,3 mm
18,3 mm
50,0 mm
(max 26,2 /
(max 73,2 /
(max 100,0 /
52,4 mm)
146,4 mm)
200,0 mm)
17,5 mm
(10,0 mm)
1) Versenkung nur soweit zugelassen, das der erforderliche Nagelsitz in mindestens 12 mm Plattendicke nicht unterschritten wird.
2) Anwendbar bei maschineller Nagelung (bspw. Nagelbrücke) oder manuell unter Verwendung einer Lehre
3) Hinweis: Diese Randabstände gelten für statisch nicht nachzuweisende Verbindungen. Wird die Befestigung zu statischen Zwecken herangezogen,
müssen die Abstände gemäß dieser Berechnung ausgeführt werden.
Am Beispiel des Beplankungsstoßes errechnen sich die Mindeststielbreiten
bei Handnagelung mit Druckluftnagler wie folgt:
Klammern:2 x (eR + eR⊥ + bRα) + Fb = Mindeststielbreite min b
Klammer 1,53 x 10,7 x 50 mm; α = 45°:
2 x (3,9 + 12,7 + 7,6) + 3 = 51,4 mm → b = 60 mm
Klammer 1,83 x 11,4 x 50 mm; α = 45°:
2 x (4,6 + 14,2 + 8,1) + 3 = 56,8 mm → b = 60 mm
Nägel:
2 x (eR + eR⊥) + Fb = Mindeststielbreite min b
Nagel 2,5 x 55 mm:
2 x (6,3 + 17,5) + 3 = 50,6 mm → b = 60 mm
Mindesteinschlagtiefe in Stiele: 12 dn
A - KRONOPLY OSB
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
1
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
HOTLINE 0800 - 576 66 96
Die Bearbeitung von KRONOPLY OSB
KRONOPLY OSB lässt sich mit allen gängigen Werkzeugen für Holz bearbeiten und wie
Vollholz schleifen, sägen und bohren (Abb.2).
Als Befestigungs- und Verbindungsmittel für KRONOPLY OSB kommen Nägel, Klammern
oder Schrauben in Frage. Die Nut- und Federverbindung von KRONOPLY OSB sollte ver­
klebt werden. Das gilt auch für die Herstellung statisch wirksamer Scheiben (Achtung: das
ausführende Unternehmen muss in diesem Fall eine Leimgenehmigung besitzen). Zur Ver­
wendung kommen dabei in der Regel Weißleime, besser sind PUR-Kleber.
Die Befestigungsmittel lassen sich sowohl manuell als auch automatisch mit elektrisch oder
per Druckluft angetriebenen Geräten setzen.
Durch die hohe Lochlaibungsfestigkeit ist der Sitz der Verbindungsmittel in KRONOPLY
OSB besser als in Vollholz.
Abb. 2: Bearbeitung von KRONOPLY OSB
A - KRONOPLY OSB
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
2
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Verlegehinweise zu KRONOPLY OSB
KRONOPLY OSB wird zur Beplankung von Dach­, Decken­ und Wandelementen sowie als
Fußboden verwendet. Folgende grundlegende Verlegehinweise sind dabei zu beachten:
Wandbeplankung:
Wände im Holzrahmenbau werden fast immer in das Traglast­Konzept
des Gebäudes einbezogen. Die Wandbeplankung übernimmt dabei die
aussteifende Funktion des Holzrahmens und muss statisch bemessen wer­
den. Aus diesem Grund sind schwebende (also nicht hinterlegte) Stöße zu
vermeiden. Da KRONOPLY geschosshoch gefertigt wird und auch in Son­
derformaten erhältlich ist, kann problemlos ohne Horizontalstöße gebaut
werden. Sind die Gebäude im üblichen Holzrahmenbau­Raster geplant
(Achsmaß der Stiele 62,5 cm), treten keine schwebenden Vertikalstöße auf.
Die Standard­Plattenbreite von KRONOPLY OSB beträgt 1250 mm. Zur Verlegung mit 3 mm
Fuge wird die Platte jedoch untermaßig produziert. Zur Beplankung von Wandelementen
werden glattkantige KRONOPLY OSB Platten eingesetzt (s. C­1, C­2, D­1, D­5 und F­3).
Deckenbeplankung:
Grundsätzlich wird unterschieden in aussteifende und nicht aussteifende Deckenbeplan­
kungen. Bei aussteifender Deckenbeplankung dürfen maximal zwei Stöße rechtwinklig
zum Deckenbalken schwebend ausgeführt werden. Bei nicht aussteifender Deckenbeplan­
kung gibt es dafür keine Beschränkungen. Die maximale Durchbiegung wird bei nicht
aussteifenden Platten auf l/300 (Kragarm l/150) begrenzt, bei Deckenscheiben muss
l/400 eingehalten werden. Verbunden werden sollten die Platten mit mechanischen Ver­
bindungsmitteln. Diese werden bei Platten ohne aussteifende Funktion konstruktiv ange­
ordnet, während bei der Deckenscheibe ein statischer Nachweis zu führen ist (F­4). Eine
statische Vorbemessung von Deckenscheiben und der erforderlichen Plattendicke kann im
Internet unter der Adresse www.kronoworld.com im Tools­Bereich durchgeführt werden.
Dachbeplankung:
Bei der Dachbeplankung gelten die selben Vorschriften wie für die Deckenbeplankung.
Eine ausführliche Erläuterung zur Ausführung von Scheiben ist in den Kapiteln F­4 bis F­6
zu finden. Beispiele für Ausführungen mit KRONOPLY OSB im Dachbereich sind im Kapitel
C­4 zu finden.
Fußboden mit KRONOPLY OSB
Verlegehinweise für KRONOPLY OSB im Fußbodenbereich sind dem Kapitel E zu entnehmen.
Das Anordnen von Stößen:
Bei der Verlegung von KRONOPLY OSB im Wandbereich sind Stöße immer mit einer Fuge
der Breite Fb = 3 mm auszuführen. Falls später, z.B. durch ein „Arbeiten“ (Quellen) der
Holzwerkstoffplatten Bewegungen stattfinden, verhindern die Fugen Beschädigungen.
Würden die Platten stumpf gegeneinander gestoßen, hätten sie keine Möglichkeit sich
auszudehnen und könnten im schlimmsten Fall auf Grund der dann auftretenden Zwän­
gungen „beulen“ (sich wölben). Außerdem bestünde die Gefahr, dass die Platten an den
Befestigungspunkten ausreißen. KRONOPLY OSB sollte immer mittig auf dem Holzstiel
gestoßen werden. Die Mindest­Randabstände der Befestigungsmittel sowohl im Holz wie
auch in der Platte sind abhängig vom Typ der Befestigungsmittel und der statischen Be­
rechnung zu entnehmen (s. Kapitel A­4­1).
A - KRONOPLY OSB
4 - Verarbeitungshinweise
Teil
Kapitel
3
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KRONOPLY OSB – Verlegung und Durchsturzsicherheit
KRONOPLY OSB wurde nach den Prüfgrundlagen des „Hauptverbandes der gewerblichen
Berufsgenossenschaften – Fachausschuss Bau“ auf Sicherheit gegen Durchstürzen getes­
tet. KRONOPLY OSB 3 wurde in den Dicken 18, 22 und 25 mm (mit Nut- und Feder) nach
bestandener Prüfung als „durchsturzsicher beim Einbau“ zertifiziert. Das Zertifikat kann
im Kronoworld-Service-Center angefordert oder kostenfrei im Internet unter der Adresse
www.kronoworld.com herunter geladen werden. Um die Durchsturzsicherheit zu gewähr­
leisten, muss die KRONOPLY OSB nach ­folgender Aufbau- und Verwendungsanleitung
verarbeitet werden. Bei abweichender Verlegung, z.B. größeren Sparrenabständen oder
Verwendung eines anderen Materials ist die Durchsturzsicherheit nicht gewährleistet.
Aufbau- und Verwendungsanleitung zur Gewährleistung der Durchsturzsicherheit
Vor Beginn der Arbeiten ist auf der Grundlage einer Gefährdungsanalyse die Einhaltung der
staatlichen Regeln zum Arbeitsschutz und der berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschriften zu prüfen. Als Ergebnis sind entsprechende Schutzmaßnahmen festzulegen.
Die Gefährdungsanalyse hilft durch systematisches Prüfen der Arbeitsabläufe, Mängel zu
erkennen und damit mögliche Gefährdungen für die Beschäftigten zu vermeiden.
Die Durchsturzsicherheit ist gegeben wenn:
1. jede Platte auf mindestens zwei Dachsparren befestigt ist.
2. der Sparrenabstand max. 1000 mm beträgt.
3. die Sparrenbreite mindestens 40 mm beträgt (unter Einhaltung der Randabstände
nach DIN 1052!).
4. mindestens zwei Plattenreihen befestigt sind.
5. die Platte trocken und unbeschädigt eingebaut wird.
6. die Befestigung gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung / gemäß Angaben des
Statikers erfolgt.
max. 1000 mm
Jede Platte auf mind.
zwei Sparren befestigen.
mind. 40 mm
mind. 40 mm
Abb. 1: Konstruktionsprinzip der durchsturzsicheren KRONOPLY OSB 3
A - KRONOPLY OSB
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
4-1
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KRONOPLY OSB – Verlegung und Durchsturzsicherheit
Abb. 2: Sog. „endlose“ (verschnittarme) Verlegung der Dachplatten KRONOPLY OSB 3
Verlegung:
Die Verlegung beginnt links unten auf der Dachfläche. Die Feder zeigt nach rechts und
nach oben. Die Platten werden zeilenweise unabhängig von der Sparreneinteilung endlos
verlegt, dabei muss der Stoß keine feste Unterlage haben (Abb. 2). Am rechtem Rand der
Dachfläche wird die Platte abgeschnitten und mit dem Reststück an der linken Seite wie­
der begonnen. Die Stöße werden dabei versetzt angeordnet, Kreuzfugen sind nicht zuläs­
sig. In der Fläche ergibt sich so ein nahezu verschnittfreies Arbeiten. Um die Durchsturzsi­
cherheit zu gewährleisten, ist jede Platte auf mindestens zwei Sparren zu befestigen.
Bitte beachten:
• Nach dem Verlegen eines Teilbereiches von einem sicheren Standplatz (z.B. Arbeits- und
Schutzgerüst) ist die Dachkonstruktion (z.B. Konter- und Dachlattung) aufzubringen.
Diese ist für die weitere Verlegung als Standplatz (Arbeitsplatz) zu nutzen.
• Die Platten dürfen für die Ausführungen verwendet werden, bei denen die Verwen­
dung von Holzwerkstoffen der Holzwerkstoffklasse 20 und 100 nach DIN 68 800-2:
1996-05 - Holzschutz; Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau – erlaubt ist.
Bei Herstellung einer Dachscheibe sind die Hinweise bezüglich der Stoßausführung zu
­beachten (s. F-4).
A - KRONOPLY OSB
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
4-2
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Produktkennzeichnung
Seit April 2004 müssen Holzwerkstoffplatten mit dem CE Kennzeichen versehen sein. Zur genauen Identifizierung
der Platten enthält der Plattenstempel
weitere wichtige Informationen.
Nachfolgend sind exemplarisch zwei
Standard Plattenstempel für jeweils eine
Kronoply F und eine Kronoply OSB/3
EN300 Platte aufgeführt und erklärt:
Kronoply-CE 1034-CPD-1291-4-06 EN 13986 OSB F Ü HFB-Z9.1-618-H-E1 / 15 x 2650 x 1250 107 05 19:04
Kronoply
Hersteller
CE 1034-CPD-1291 CE Kennzeichen für die jeweilige Platte,
seit April 2004 Kennzeichnungspflicht
OSB
Oriented Strand Board
F Produktname: gesprochen „F four star“
Ü HFB
Name des externen überwachenden Instituts
Z-9.1-618
Nummer der bauaufsichtlichen Zulassung
H
Heiligengrabe, Kürzel für das Herstellerwerk
E1
Formaldehydemissionsklasse*
15 x 2650 x 1250 Plattenabmessungen, d x l x b
107 05
107ter Tag des Jahres 2005
19:04
Uhrzeit
Kronoply-CE 1034-CPD-1291-1-06 EN13986 OSB3 EN300 Ü HFB-E1 12 x 2650 x 1250 109 05 07:13
Kronoply
Hersteller
CE 1034-CPD-1291 CE Kennzeichen für die jeweilige Platte,
seit April 2004 Kennzeichnungspflicht
EN 13986
Norm für Holzwerkstoffe zur Verwendung im Bauwesen
OSB3 EN300
Oriented Strand Board, Klasse 3
Ü HFB
Name des externen überwachenden Instituts
E1
Formaldehydemissionsklasse*
12 x 2650 x 1250 Plattenabmessungen, d x l x b
109 05
109ter Tag des Jahres 2005
07:13
Uhrzeit
*Holzwerkstoffe müssen in Deutschland der E1 Richtlinie für Formaldehydabgabe entsprechen (Formaldehydabgabe weniger als 0,1ppm) und auch als solches gekennzeichnet werden, auch wenn die Holzwerkstoffe wie beispielsweise die Kronoply F formaldehydfrei
verleimt sind.
A - KRONOPLY OSB
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
5
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Transport und Lagerung der KRONOPLY OSB
Bei der Verarbeitung und der Lagerung von KRONOPLY OSB ist
Folgendes zu berücksichtigen:
KRONOPLY OSB muss vor übermäßiger Nässe geschützt werden.
Eine direkte dauerhafte Bewitterung ist in jedem Fall zu vermei­
den. In die Platte eindringende Feuchte kann zum Aufquellen
und Ablösen der Strands führen und damit eine Verminderung
der Festigkeiten zur Folge haben. Zu feucht eingebaute Platten
können ein Nährboden für Schimmelpilze sein.
Bei der Lagerung der Platten auf der Baustelle müssen die Platten
abgedeckt werden. Vor allem die unbeschichteten Kanten sind
vor Feuchte zu schützen, um ein Quellen zu verhindern. Die Plat­
tenstapel sollten auf Unterleg-Hölzer gestellt werden, um auch
gegen aufsteigende Feuchte geschützt zu sein. Die Kanten sind
vor Beschädigung zu schützen. Besonders bei den Nut- und Feder­
platten muss ein Kantenschutz vorgesehen werden.
Während der Montage kann KRONOPLY OSB in einem Winkel von
ca. 70° (wie eine Leiter) an die Wand gestellt werden. Dadurch
wird sowohl ein Abrutschen als auch ein Umstürzen der Platte
vermieden. Einzelne Platten werden hochkant transportiert und
getragen.
Wenn KRONOPLY OSB im sichtbaren Bereich eingesetzt wird, soll­
te berücksichtigt werden, dass durch direkte Sonneneinstrahlung
eine Verfärbung auftreten kann. KRONOPLY OSB besteht zu 95 %
aus Holz und reagiert durch Farbänderung auf die UV-Strahlung.
Eventuell sichtbare blaue Strands oder Rindeneinschlüsse stellen
keinen Mangel dar. Die statischen und bauphysikalischen Eigen­
schaften werden dadurch nicht herabgesetzt.
Vor der Montage sollten die Platten vorkonditioniert werden. Da­
durch kann sich die Plattenfeuchte an die später herrschende Um­
gebungsfeuchte anpassen und ein übermäßiges Schwinden und
Quellen wird verhindert. Sinnvoll ist es deshalb z.B., die Platten
vor der Montage ca. 3 Tage unter den klimatischen Bedingungen
des vorgesehenen Montageorts zu lagern.
3 Tage
vorher
A - KRONOPLY OSB
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
6
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Wohngesundheit mit KRONOPLY OSB
Immer mehr Menschen legen heutzutage großen Wert auf einen gesunden Wohn- und
Lebensraum. Für viele Bauherren ist genau das der Grund, sich für ein Haus in Holzrahmen­
bauweise zu entscheiden. Mit KRONOPLY OSB wird ein wichtiger Beitrag zum gesunden
Wohnen geleistet. Die Baustoffe entsprechen allen gesetzlichen Vorgaben und unter­
schreiten deren Grenzwerte zum Teil sogar deutlich.
Zwei Substanzen sind es im Wesentlichen, die im Zusammenhang mit Holzwerkstoffen für
Unsicherheit sorgen: Formaldehyd und Isocyanat.
Formaldehyd und Isocyanate sind Gifte, die Menschen, die ihnen in zu hohen Dosierungen
ausgesetzt sind, gesundheitlich schädigen können. Daher wird bei modernen Holzwerk­
stoffen erhöhter Wert darauf gelegt, die Emissionen dieser Schadstoffe zu begrenzen bzw.
zu eliminieren.
Formaldehyd
Formaldehyd ist ein stechend riechendes, farbloses Gas, das zu Reizungen der Augen und
Schleimhäute führen kann. Die Wahrnehmbarkeitsgrenze liegt zwischen 0,2 und 1,0 ppm
(parts per million). Daher sind nur Holzwerkstoffe der Emissionsklasse E1 zugelassen. Zur
Einstufung in diese Klasse darf der Formaldehydgehalt nicht größer als 0,1 ppm (entspricht
0,12 mg/m3) sein.
Natürlich gewachsenes Holz emittiert immer eine sehr geringe Menge Formaldehyd. Der
Anteil an freigesetztem Gas ist jedoch extrem gering. Daher ist in jedem aus Holz herge­
stellten Werkstoff Formaldehyd enthalten.
KRONOPLY OSB 3 gibt nur sehr geringe Mengen an Formaldehyd ab, während die Emissi­
onen der KRONOPLY F durch die Verwendung von 100% formaldehydfreien Bindemit­
teln noch deutlich niedriger liegen (< 0,01 ppm). Beide unterschreiten deutlich die Grenz­
werte der Emissionsklasse E1.
Isocyanate
Isocyanate werden zur Herstellung von verschiedenen Lacken, Dämmstoffen und Klebern
für Holzwerkstoffplatten verwendet. Das Einatmen oder der Kontakt mit der Haut sind
gesundheitsschädigend. Isocyanate binden mit Wasser zu gesundheitlich unbedenklichen
Verbindungen ab, sodass auf Grund der immer vorhandenen Holzfeuchte bei der Verar­
beitung keine freien Isocyanate mehr vorliegen - d.h. bei der Verarbeitung von KRONOPLY
OSB werden keinerlei Isocyanate freigesetzt. Dies wird auch durch einen Vergleichstest der
Zeitschrift ÖKO-TEST (November 2001) bestätigt, bei der KRONOPLY OSB das Gesamturteil
„gut“ ­erhalten hat.
Qualitätskontrolle
Die Einhaltung der zuvor beschriebenen Grenzwerte für KRONOPLY OSB wird im Werk
und zusätzlich von neutralen Instituten im Rahmen der vorgeschriebenen und freiwilligen
Qualitätskontrolle regelmäßig überwacht und zertifiziert.
Zusätzlich ist das Herstellwerk für KRONOPLY OSB nach dem Qualitätsmanagement Stan­
dard ISO 9001:2000 zertifiziert.
A - KRONOPLY OSB
5 - Bauökologie
Teil
Kapitel
1
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Lebensmittelechtheit der KRONOPLY F
KRONOPLY OSB kommt nicht nur als Wand-, Decken- und
Dachbeplankung zur Anwendung. Wegen der ansprechenden
Oberfläche wird die Platte auch oft als Gestaltungselement
eingesetzt. Als Fußbodenplatte im Kinderzimmer oder als Ar­
beitsplatte in der Küche; die Anwendungsmöglichkeiten sind
vielfältig.
Auch in der Lebensmittelindustrie und in verwandten Berei­
chen kommt KRONOPLY OSB mit Nahrungsmitteln in Berüh­
rung, z.B. für Obst- und Salatkisten.
Bei der Verwendung von KRONOPLY OSB muss daher sicherge­
stellt sein, dass die Inhaltsstoffe der Platte die uneingeschränkte Verwendung der berühr­
enden Lebensmittel nicht negativ beeinflusst.
Um sowohl der Baufamilie die Sicherheit zu geben, dass der KRONOPLY OSB Fußboden
­gesundheitlich unbedenklich ist und um den hohen Anforderungen der Lebensmittelin­
dustrie gerecht zu werden, wurde die KRONOPLY F und OSB 4 auf Lebensmittelechtheit
geprüft.
Ein Gutachten vom Institut für Lebensmitteltechnik in Karlsruhe bescheinigt, dass KRO­
NOPLY F und OSB 4 lebensmittelecht sind. Bei der Prüfung wurden alle gesetzlichen
Bestimmungen eingehalten. Für eine unbedenkliche Verwendung von KRONOPLY F und
OSB 4 in Verbindung mit Obst und Gemüse sprachen u.a. die formaldehydfreie und was­
serfeste Verleimung der Strands sowie der Verzicht auf alle chemischen Holzschutzmittel
im Produktionsprozess.
Gemäß der Lebensmittelhygiene-Verordnung lässt sich die Platte - „...sauber und instand
halten und gegebenenfalls desinfizieren“.
Wenn die Platte nachträglich beschichtet wird, ist darauf zu achten, dass die verwendete
Beschichtung ebenso unbedenklich hinsichtlich der lebensmitteltechnischen Vorgaben ist
wie die KRONOPLY F und OSB 4.
A - KRONOPLY OSB
5 - Bauökologie
Teil
Kapitel
2
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Ökologische Aspekte der KRONOPLY OSB
Unter Berücksichtigung des in Zukunft immer wichtiger werdenden Klimaschutzes spielt
der Werkstoff Holz eine Schlüsselrolle für die Bewältigung des CO² Problems. Die Herstel­
lung von KRONOPLY OSB beginnt im Wald, denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, in
welchem CO² gebunden ist und der Sauerstoff an die Umwelt abgibt. Der Vorteil der CO²Speicherung wird allerdings nur genutzt, wenn der Wald bewirtschaftet wird. Denn nur
dann wird das Kohlendioxid der Umwelt entnommen und zurückgehalten.
KRONOPLY OSB besteht aus Holz, das aus PEFC-zertifizierten Wäldern gewonnen wird.
Diese PEFC-Zertifizierung ist eine Bescheinigung, dass bei der Bewirtschaftung die Nachhal­
tigkeit des Waldes im Vordergrund steht.
Ressourcen schonende Gewinnung der Rohstoffe
Den Hauptbestandteil der in Heiligengrabe produzierten KRONOPLY OSB bilden waldfri­
sche märkische Kiefern, die bei der Durchforstung (Waldpflege) in ausreichender Anzahl
anfallen. Dabei werden Rundhölzer mit geringem Durchmesser aus den Wäldern entnom­
men, um den anderen Bäumen mehr Platz zum Nachwachsen zu geben.
Umweltschonende Produktion
Die Abluft wird durch hochmoderne, elektrostatische Nassfilter und Staubfilteranlagen
gereinigt. Anfallendes Abwasser wird nach der Reinigung mittels modernster Methoden
mehrfach genutzt.
Auf dem Werksgelände arbeitet ein Kraftwerk, das die bei der Produktion anfallenden Ab­
fälle energetisch verwertet. Alle anfallenden Reststoffe wie Schleifstaub und Hackschnitzel
werden vor Ort zu elektrischem Strom verwertet. So kann auf fossile Energieträger wie Öl
und Gas verzichtet werden.
Selbstverständlich entspricht das Kraftwerk den strengen Vorschriften der Biomasse­
verordnung. Die Energie wird zum Betrieb der eigenen Anlage verwendet oder als
„Öko-Strom“ in das Netz eingespeist.
Entsorgung
Die Entsorgung der KRONOPLY OSB
ist als bedenkenlos anzusehen. Dabei
ist zu empfehlen, diese aufgrund des
hohen Heiz­wertes einer energetischen
Nutzung zuzuführen, um die Vorteile
der Verwertung optimal zu nutzen.
Die langfristige Kohlenstoff-Speicherung in KRONOPLY OSB
Senkung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre
H 2O
Bildung der Biomasse H O O2
durch Photosynthese 2
O 2 H 2O
O2
Sonnenenergie,
Kohlendioxid und
Wasser sind
Bestandteile
der Atmosphäre
C
CO2
CO2
CO2
CO2
CO2
CO2 wird als
Kohlenstoff C im
Baum gespeichert
CO2
CO2-Kreislauf
CO2 gelangt durch
Verbrennung oder
Verrottung wieder
in die Atmosphäre
C
CO2 wird
langfristig als
Kohlenstoff C
im Kronoply OSB
gespeichert
A - KRONOPLY OSB
5 - Bauökologie
Teil
Kapitel
3
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Was ist KRONOTEC MDF?
KRONOTEC MDF ist ein Holzwerkstoff. MDF bedeutet „medium density fibreboard“ oder
„Mitteldichte Faserplatte“.
Zur Herstellung von KRONOTEC MDF werden hochwertige heimische Nadelholzarten
mittels eines Refiners zerfasert und mit geringen Anteilen an Bindemitteln versehen. Die
Fasern werden getrocknet, zu einem Faservlies gestreut und auf einer Endlospresse unter
Hitze und Druck in bis zu 2,80 m breite Plattenstränge verpresst.
Die verwendeten Bindemittel sind formaldehydfrei. KRONOTEC MDF ist mit einem ­
sd-Wert max. 0,2 m diffusionsoffen und eignet sich daher hervorragend zur Beplankung
der Außenwand und zum Einsatz im Dachbereich als Dach- und Unterdeckplatte.
KRONOTEC MDF ist im so genannten „Formatverbund“ zu Kronoply erhältlich. Das bedeutet, dass sowohl Plattengrößen als auch Plattendicken in den gleichen Abmessungen wie
KRONOPLY OSB erhältlich sind.
KRONOTEC MDF ist als Dach- und Wandplatte verfügbar. Die Dachplatten werden als
KRONOTEC DP 50 und DP 35 bezeichnet. Die Wandplatten heißen KRONOTEC WP 50 bzw.
WP 35. Die Buchstaben stehen also für das Anwendungsgebiet, die Ziffern für die ungefähre Rohdichte der einzelnen Platten, also z.B. ca. 350 kg/m3 bei der WP 35.
KRONOTEC DP 50 und WP 50 (Zul.-Nr. Z-9.1-442) sind in den Dicken 12 und 15 mm erhältlich und werden als äußere Beplankung des Wandelements bzw. als Unterdeckplatte im
Dachbereich eingesetzt. Die KRONOTEC-Wandplatten sind stumpfkantig, die KRONOTEC
Dachplatten sind mit dem bewährten LiquiSafe Nut- und Feder Profil zum sicheren Wasserablauf ausgestattet.
Die 40 mm dicken KRONOTEC DP 35 und WP 35 (Zul.-Nr. Z-9.1-505) werden ebenfalls zur
Wand- und Dachbeplankung eingesetzt und können sogar zur Aussteifung herangezogen
werden. Die Wärmedämmfähigkeit ist fast so gut wie die von Mineralwolle. Die Verwendung der Platten führt also zu einem wesentlich besseren U-Wert der Wand- bzw. der
Dachkonstruktion, ohne dass die Stiele bzw. Sparren größer dimensioniert werden müssen.
Diese Eigenschaft ist besonders angesichts der Forderungen der Energieeinsparverordnung
interessant (s. G 2).
Wegen der geringen Rohdichte von ca. 350 kg/m3 ist die KRONOTEC WP / DP 35 sehr gut zu
verarbeiten. Bedingt durch die Plattenstärke von 40 mm ist die WP / DP 35 äußerst ­belastbar.
Abb. 1: KRONOTEC MDF
B - KRONOTEC MDF
1 - Allgemeines
Teil
Kapitel
1
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KRONOTEC WP und DP 50 – Technische Werte
Eigenschaft
Zeichen
Einheit
Werte
Nenndicke
d
mm
12 bis 18
Rohdichte nach DIN EN 323
ρ
kg/m
Biegung ⊥ zur Plattenebene
Zug in Plattenebene
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Druck in Plattenebene
zul σBxy
zul σZx
zul σDx
510 - 550
3
2
N/mm
3,4*
N/mm2
1,5*
N/mm
1,5*
2
Querzugfestigkeit (Prüfwert nach DIN EN 319)
βz,tr
N/mm
0,31
E-Modul Biegung nach DIN EN 310
EBxy
N/mm
1800*
Dickentoleranzen
-
mm
± 0,5
Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit
λ
W/(mK)
0,09
-
11
%
< 6,5
%/%
0,02
µ
Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl
Dickenquellung nach DIN EN 317
Schwind- / Quellungskoeffizient
-
Emissionsklasse
2
2
E1 - 100% formaldehydfreie Bindemittel
Holzwerkstoffklasse
100
Baustoffklasse
B2 - normal entflammbar
Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung Nr.
Z-9.1-505
* Gilt nur für Verwendung im Bereich der Holzwerkstoffklasse 20.
Bei Verwendung nach Holzwerkstoffklasse 100 sind diese Werte um 50% zu reduzieren.
Die zulässigen Spannungen gelten für den Lastfall H.
B - KRONOTEC MDF
2 - Technik
Teil
Kapitel
1
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KRONOTEC WP und DP 35 – Technische Werte
Eigenschaft
Zeichen
Einheit
Werte
Nenndicke
d
mm
30 bis 40
Rohdichte nach DIN EN 323
ρ
kg/m
Biegung ⊥ zur Plattenebene
2
N/mm
1,2*
N/mm2
1,0*
N/mm
0,5*
N/mm
0,4*
N/mm
0,2*
βz,tr
N/mm
0,08
EBxy
2
N/mm
800*
E-Modul Biegung in Plattenebene
EBxz
N/mm2
600*
E-Modul Zug in Plattenebene
Ezx
N/mm2
400*
E-Modul Druck in Plattenebene
EDx
N/mm
400*
N/mm
150*
Dickentoleranzen
Gxy
-
mm
± 0,5
Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit
λR
W/(mK)
0,065
-
5
%
< 5,5
%/%
0,02
Biegung in Plattenebene
Zug in Plattenebene
Druck in Plattenebene
Abscheren ⊥ zur Plattenebene
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zul σBx
330 bis 400
3
Querzugfestigkeit (Prüfwert nach DIN EN 319)
E-Modul Biegung ⊥ zur Plattenebene
Schubmodul ⊥ zur Plattenebene
zul σBxz
zul σZx
zul σDx
zul τzy
µ
Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl
Dickenquellung nach DIN EN 317
Schwind- / Quellungskoeffizient
-
Emissionsklasse
2
2
2
2
2
2
E1 - 100% formaldehydfreie Bindemittel
Holzwerkstoffklasse
100
Baustoffklasse
B2 - normal entflammbar
Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung Nr.
Z-9.1-505
* Gilt nur für Verwendung im Bereich der Holzwerkstoffklasse 20.
Bei Verwendung nach Holzwerkstoffklasse 100 sind diese Werte um 50% zu reduzieren.
Die zulässigen Spannungen gelten für den Lastfall H.
B - KRONOTEC MDF
2 - Technik
Teil
Kapitel
2
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KRONOTEC MDF Lieferprogramm
DP: Dachplatte, WP: Wandplatte
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KRONOTEC WP 50, stumpf, Z-9.1-442 DIBt
Einsatz als dampfdiffusionsoffene Wandbeplankung.
[mm]
12
15
2650 x 1247
x
x
2800 x 1247
x
x
KRONOTEC WP 35, stumpf, Z-9.1-505 DIBt
Einsatz als dampfdiffusionsoffene Wandbeplankung, hochdämmend.
[mm]
40
2800 x 1247
x
KRONOTEC DP 50, LiquiSafe Nut und Feder, Z-9.1-442 DIBt
Einsatz als dampfdiffusionsoffene Unterdeckplatte.
[mm]
15
2500 x 675
x
KRONOTEC DP 35, LiquiSafe Nut und Feder, Z-9.1-505 DIBt
Einsatz als dampfdiffusionsoffene Unterdeckplatte, hochdämmend.
[mm]
40
2500 x 675
x
B - KRONOTEC MDF
3 - Formate
Teil
Kapitel
1
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Befestigung von KRONOTEC MDF
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Die KRONOTEC MDF Dach- und Wandplatten dürfen ausschließlich mit Klammern befestigt
werden. Ohne statische Anforderungen sind andere Verbindungsmittel zulässig.
Werte
Klammer
allgemein
Klammer
Klammer
1,53 x 10,7 x 50 mm
1,83 x 11,4 x 50 mm
Drahtdurchmesser bei
Plattendicke = 12 mm
dn = 1,5 bis 2,0 mm
1,53 mm
1,83 mm
Klammerbreite bR
6 dn = bR = 15 mm
10,7 mm
11,4 mm
Klammerbreite bei
Schrägstellung α
30° = α = 90°
(zum Faserverlauf)
α = 45° : 7,6 mm
α = 45° : 8,1 mm
Mindesteinschlagtiefe
12dn
19 mm
22 mm
belastet
7 dn
10,7 mm
12,8 mm
unbelastet
3 dn
4,6 mm
5,5 mm
belastet
7 dn
10,7 mm
12,8 mm
unbelastet
Druckluft 5 dn+ 5 mm
12,7 mm
14,2 mm
(6,2 mm)
(7,4 mm)
15,3 mm
(max 61,2 mm)
18,3 mm
(max 73,2 mm)
Versenkung
Abstand zum
Plattenrand
⊥e
Abstand zum
Holzrand ⊥eR
Abstand der
Verbindungsmittel unter­
einander II
Randstiel
Mittelstiel
= 2,0 mm
(maschinell 4 dn)
1)
10 dn (max 40 dn) 2)
10 dn (max 40 dn bzw.
15,3 mm
18,3 mm
80 dn bei nicht tra(max 61,2 / 122,4 mm) (max 73,2 / 146,4 mm)
gender Beplankung) 2)
1) Anwendbar bei maschineller Nagelung (bspw. Nagelbrücke) oder manuell unter Verwendung einer Lehre
2) Hinweis: Diese Randabstände gelten für statisch nicht nachzuweisende Verbindungen. Wird die Befestigung in die statische Bemessung einbezogen, müssen die
Abstände gemäß dieser Berechnung ausgeführt werden.
Am Beispiel des Beplankungsstoßes errechnen sich die Mindeststielbreiten bei Handklammerung mit Druckluftklammerer wie folgt:
Klammern:
2 x (eR + eR. + bRα) + Fb = Mindeststielbreite min b
Klammer 1,53 x 10,7 x 50 mm; α = 45°:
2 x (4,6 + 12,7 + 7,6) + 3 = 52,8 mm → b = 60 mm
Klammer 1,83 x 11,4 x 50 mm; α = 45°:
2 x (5,5 + 14,2 + 8,1) + 3 = 58,6 mm → b = 60 mm
e
e
R⊥
e
R
e
F
R⊥
R
b
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
1
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Bearbeitung von KRONOTEC MDF
KRONOTEC MDF lässt sich mit allen gängigen Werkzeugen für Holz bearbeiten und wie
Vollholz schleifen, sägen und bohren (Abb. 2).
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
Die bauaufsichtliche Zulassung schreibt als Befestigungsmittel für KRONOTEC MDF die
Klammerbefestigung vor. Zur Befestigung werden üblicherweise Druckluftklammergeräte
verwendet. Bei nicht tragender Verwendung können auch Schrauben und Nägel verwendet werden.
Abb. 2: Bearbeitung von KRONOTEC MDF
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
2
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Verlegehinweise für KRONOTEC MDF
KRONOTEC MDF wird zur äußeren Beplankung von Holzrahmenbauwänden und als Unterdeckplatte in Dächern verwendet.
Wandbeplankung:
KRONOTEC MDF wird geschosshoch in den erforderlichen Plattenhöhen für den Holzrahmenbau produziert. Die Beplankung der
Außenwand kann deshalb ohne Horizontalstöße erfolgen, die als
schwebende (nicht hinterlegte) Stöße bei Scheiben nicht zulässig
sind. Werden die Gebäude im üblichen Holzrahmenbau-Raster
geplant (Achsmaß der Stiele 62,5 cm), treten keine schwebenden
Vertikalstöße auf. Die Standard-Plattenbreite von KRONOTEC MDF
beträgt 1247 mm (zur Verlegung mit 3 mm Fuge) (s. C-1, D-1, D-5,
D-6, E-1 und E-2). Bei korrekter Verlegung (Stöße auf den Stielen)
kann auf eine zusätzliche Abklebung im Stoßbereich der Außenbeplankung verzichtet werden.
Unterdeckplatte bei Dächern:
Die Unterdeckplatten sind mit einem Nut- und Federprofil (LiquiSafe-Profil) ausgestattet,
das bis zu einer Dachneigung von 18° (DP 35) bzw. 15 ° (DP 50) wasserablaufsicher ist.
(Die Fachregeln des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks müssen beachtet werden (s. B-4-5 und B-4-6).) KRONOTEC DP 35 ist von der Bau-Berufsgenossenschaft
als „durchsturzsicher“ zertifiziert worden. KRONOTEC DP 50 und DP 35 können „endlos“
mit sehr geringem Verschnitt verlegt werden. Bei Sparrenabständen von 62,5 cm oder
83,3 cm kann der Stoß direkt auf dem Sparren erfolgen. Die Ausführung mit nicht hinterlegten Stößen ist ebenfalls möglich, das Betreten dieser Stöße ist dann jedoch zu vermeiden. (s. B-4-7 und B-4-8)
Anordnen von Stößen:
Bei der Verlegung von KRONOTEC MDF im Wandbereich (WP 50 und WP 35) sind Stöße immer mit 3 mm Fuge auszuführen. Falls später z.B. durch ein „Arbeiten“ (Quellen) der Holzwerkstoffplatten Bewegungen stattfinden, verhindern die Fugen, dass Beschädigungen
auftreten. Würden die Platten stumpf gegeneinander gestoßen, hätten sie keine Möglichkeit sich auszudehnen und könnten im schlimmsten Fall auf Grund der dann auftretenden
Zwängungen „beulen“ (sich wölben). Außerdem bestünde die Gefahr, dass die Platten an
den Befestigungspunkten ausreißen.
KRONOTEC WP 35 und WP 50 sollten immer mittig auf den Holzstielen gestoßen werden.
Die Mindest-Randabstände der Befestigungsmittel, sowohl im Holz wie auch in der Platte,
sind abhängig vom Typ der Befestiger und der DIN 1052-2 einzuhalten. (s. B-4-1)
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungshinweise
Teil
Kapitel
3
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Kronotec Dachplatten – Verlegeanleitung
Bei Verlegung der Kronotec Dachplatten sind einige Details zu beachten, die im Planungshandbuch in verschiedenen Kapiteln nachgelesen werden können. Die folgende Verlegeanleitung stellt eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte dar.
- Verlegeseite: Die bedruckte Seite ist die Außenseite. Die LiquiSafe Nut- Federverbindung sollte mit der schrägen Seite nach außen und mit der Feder nach oben zeigen
(siehe Grafik)
- Bedachungsart: Laut ZVDH-Richtlinien eine „verfalzte Unterdeckung“.
Genaueres dazu ab B-4-5.
- Dachneigung: Bis zu 6° Unterschreitung der Regeldachneigung der Eindeckung, jedoch
nicht unter 15° bei der Kronotec DP50 und 18° bei der DP35. Bei Unterschreitung ist eine
Abklebung der Stoßfugen erforderlich bzw. sind weitere Maßnahmen zu treffen.
- Durchtrittsicherheit: Bis zu einem Sparrenabstand von 1000 mm.
- Bewitterung: Bis zu 4 Wochen. Feuchte Platten sind nicht mehr durchtrittsicher.
- Verlegung: Endlosverlegung von unten links nach oben rechts. Die Stöße sollten dabei
um mind. 50 cm versetzt sein und eine Platte mind. ein Sparrenfeld überspannen.
- Verbindungsmittel: Klammern, Schrauben, Nägel. Bei tragender Beplankung dürfen
nach bauaufsichtlicher Zulassung nur Klammern verwendet werden.
- Abklebungen: Nur mit Buthyl-Kautschuk-Klebebändern (z.B. Ampacoll BK535). Es ist
kein Vorprimern erforderlich.
- Innenausbau: Die Konstruktion sollte innen unmittelbar danach fertiggestellt werden,
um Kondensatausfall an der Platte und evtl. Schimmepilzbefall zu vermeiden. Baufeuchte (aus Spachtel, Putz...) muß durch Ablüften entweichen können. Dies gilt inbesondere
für den Zeitraum Oktober bis April.
- „Kaltdach“: Bei nicht gedämmten Konstruktionen sollte eine ausreichende Be- und Ent­
lüftung des Dachraumes gewährleistet sein. Siehe auch unter E-1-9.
Weitere Informationen können unter www.kronoworld.com nachgelesen werden. Geben Sie
dort z.B. „Kronotec“ als Suchbegriff ein und stellen die News-Kategorie auf „Verar­bei­
tungshinweise“.
Wenn z.B. nach Verlegung der Dachplatten der Innenausbau von anderen Unternehmen
oder dem Bauherren ausgeführt wird, kann in Kronoworld unter Infomaterial - Technische
Informationen eine Bedenkenanmeldung kostenlos heruntergeladen werden. Diese weist
u.a. auf den zügigen Innenausbau hin und dient zur Vermeidung von Feuchte- oder Schimmelproblemen.
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
4
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Regensichere Dachdeckung mit der KRONOTEC DP 50 / DP 35
Bei normalen Witterungsverhältnissen wird der Niederschlag von der Dachfläche sicher zur
Regenrinne geleitet. Aber bei Schlagregen oder Schneefall in Kombination mit stärkerem
Wind kann Feuchte unter die Dachdeckung in die Konstruktion geraten. Verschiedene Faktoren wie z.B. die Dachneigung oder die Art der Nutzung machen deshalb häufig die Anordnung eines Unterdaches erforderlich. Man spricht dann von erhöhten Anforderungen
an das Dach.
Für die regensichere Ausführung eines Daches mit erhöhten Anforderungen ist die Unterdeckplatte KRONOTEC DP 35 / DP 50 geeignet. Sie ist nach den Regeln des Zentral­
verbandes des deutschen Dachdeckerhandwerkes (ZVDH) sogar bei einer Unterschreitung
der Regeldachneigung um bis zu 6° einsetzbar.
Begriffsbestimmung
• Regeldachneigung: Die Regeldachneigung ist die untere Dachneigungsgrenze, bei der
sich in der Praxis eine Dachdeckung als regensicher erwiesen hat. Die Regeldachneigung
wird vom Hersteller des Dachdeckungs-Materials angegeben.
• Unterspannung: Ausführung mit freihängenden oder freigespannten Unterspann­
bahnen, welche die eigentliche Dachdeckung in ihrer regensichernden Aufgabe unterstützt.
• Unterdeckung, überlappt oder verfalzt: Ausführung mit ausreichend wasserdichten Unterdeckplatten, im Stoßbereich nicht abgedichtet, aber mit einer das Wasser nach außen
leitenden Falzausbildung versehen.
• Unterdeckung, verschweißt oder verklebt: Ausführung mit ausreichend wasserdichten
Unterdeckplatten, im Stoßbereich wasserdicht mit geeigneten und geprüften Nahtoder Dichtungsbändern verschlossen.
• Erhöhte Anforderungen: Der ZVDH hat bestimmte erhöhte Anforderungen an die
Dachdeckung definiert (s. B-4-6; Tab. 1). Je nachdem, welche Anforderungen vorliegen,
müssen bestimmte Maßnahmen getroffen werden (s. B-4-6; Tab. 2.)
Nach den oben getroffenen Definitionen gilt die KRONOTEC DP 35 / DP 50 als „verfalzte
Unterdeckplatte“. Das spezielle LiquiSafe Nut- und Feder-Profil lässt sich – selbst nach einer Beschädigung der Kante – mühelos zusammenschieben (Abb. 3) und sorgt gleichzeitig für einen
sicheren Ablauf des Wassers. Die Wasserablaufsicherheit ist bei der KRONOTEC DP 35 ab einer
Dachneigung von mind. 18°, bei der KRONOTEC DP 50 ab mind. 15° gewährleistet (Abb. 3).
Bei der Planung und Montage sind die Vorschriften des ZVDH (s. B-4-6) zu beachten. Die
Verlegung der Unterdeckplatten erfolgt nahezu verschnittfrei und weitestgehend unabhängig von der Sparreneinteilung (s. B-4-7; Abb. 1 und B-4-7a; Abb. 2).
Wasserablaufsicher ab:
• mind. 18° (DP 35)
• mind. 15° (DP 50)
• Unterschreitung der Regeldachneigung
der Eindeckung um 6°
Abb. 3: KRONOTEC DP 35 / DP 50 LiquiSafe Profil: einfache Montage und Wasserablaufsicherheit
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungs
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Teil
Kapitel
5
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Planungshilfen für regensichere Dachdeckungen
Zur Ermittlung, ob eine Unterspannung oder eine Unterdeckung notwendig ist und wie
diese auszuführen ist, können die folgenden Tabellen (in Anlehnung an die Vorschriften
des Zentralverbandes des deutschen Dachdeckhandwerkes (ZVDH)) verwendet werden
(Tab. 1 und Tab. 2). Dabei ist folgendermaßen vorzugehen:
1. Anzahl der erhöhten Anforderungen an das Dach (Tab. 1) feststellen.
2. Regeldachneigung des Dachziegel- oder Dachsteinherstellers in Erfahrung bringen.
3. Ablesen der erforderlichen Mindestmaßnahmen (Tab. 2).
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Tab. 1: Erhöhte Anforderungen an das Dach nach dem Regelwerk des ZDVH
Art
Erhöhte Anforderungen
Konstruktion
Stark gegliederte Dachflächen
Besondere Dachformen
Große Sparrenlängen
Nutzung
Dachgeschoss zu Wohnzwecken ausgebaut
Klimatische
Verhältnisse
Exponierte Lage
Extremer Standort
Schneereiches Gebiet
Windreiches Gebiet
Besondere Witterungsverhältnisse
Örtliche Bestimmung
Landesbauordnungen
Bauaufsichtliche Vorschriften
Städte, Kreis- und Gemeindeverordnungen oder -satzungen
Auflagen des Denkmalschutzes
Tab. 2: Erforderliche Mindestmaßnahmen für die Herstellung eines regensicheren Daches
nach dem Regelwerk des ZDVH
Anzahl der erhöhten Anforderungen (aus Tab. 1)
Keine
Eine
Zwei
Drei
Keine Unterschreitung der
Regeldachneigung
-
Unterspannung
Unterspannung
(Überlappte
oder) verfalzte
Unterdeckung
Unterschreitung der
Regeldachneigung bis zu 6° 1)
Unterspannung
Unterspannung
(Überlappte
(Verschweißte
oder) verfalzte oder) verklebte
Unterdeckung Unterdeckung
1) Bei Unterschreitung um mehr als 6° der Regeldachneigung ist die Ausbildung von regensicheren oder wasserdichten Unterdächern erforderlich.
KRONOTEC DP 35 / DP 50 ist als „verfalzte Unterdeckplatte“ eingeordnet und kann bis zu
einer Unterschreitung der Regeldachneigung um 6° eingesetzt werden. Bei drei erhöhten
Anforderungen und gleichzeitiger Unterschreitung der Regeldachneigung um bis zu 6°
muss der Stoßbereich mit geeigneten Klebebändern verklebt werden. Eine Regeldachneigung von 10° sollte dabei nicht unterschritten werden.
Diese Maßnahmen sind an das Regelwerk des ZVDH angelehnt, sie dienen der Orientierung, entbinden aber nicht von der eigenverantwortlichen Einschätzung der auf das Bauvorhaben bezogenen Anforderungen.
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungs
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Teil
Kapitel
6
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KRONOTEC DP 35 – Verlegung und Durchsturzsicherheit
KRONOTEC MDF wurde nach den Prüfgrundlagen des „Hauptverbandes der gewerblichen
Berufsgenossenschaften – Fachausschuss Bau“ auf Sicherheit gegen Durchstürzen getestet.
KRONOTEC DP 35 wurde nach bestandener Prüfung als „durchsturzsicher beim Einbau“
zertifiziert. Das Zertifikat kann im Kronoworld-Service-Center angefordert oder kostenfrei
im Internet unter der Adresse www.kronoworld.com heruntergeladen werden.
Um die Durchsturzsicherheit zu gewährleisten, muss die KRONOTEC DP 35 nach folgender
Aufbau- und Verwendungsanleitung verarbeitet werden. Bei abweichender Verlegung,
z.B. größeren Sparrenabständen oder Verwendung eines anderen Materials (z.B. KRONOTEC DP 50) ist die Durchsturzsicherheit nicht gewährleistet.
Aufbau- und Verwendungsanleitung zur Gewährleistung der Durchsturzsicherheit
Vor Beginn der Arbeiten ist auf der Grundlage einer Gefährdungsanalyse die Einhaltung der staatlichen Regeln zum Arbeitsschutz und der berufsgenossenschaftlichen
Unfallverhütungs­vorschriften zu prüfen. Als Ergebnis sind entsprechende Schutzmaßnahmen festzulegen.
Die Gefährdungsanalyse hilft durch systematisches Prüfen der Arbeitsabläufe, Mängel zu
erkennen und damit mögliche Gefährdungen für die Beschäftigten zu vermeiden.
Die Durchsturzsicherheit ist gegeben wenn:
1. jede Platte auf mindestens zwei Dachsparren befestigt ist (Abb. 1).
2. der Sparrenabstand max. 83,3 cm beträgt (Abb.1).
3. die Sparrenbreite mindestens 40 mm beträgt (unter Einhaltung der Randabstände nach
DIN 1052!) (Abb.1).
4. mindestens zwei Plattenreihen befestigt sind.
5. die Platte trocken und unbeschädigt eingebaut wird.
6. die Befestigung gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung/gemäß Angaben des
Statikers erfolgt.
max. 833 mm
Jede Platte auf mind.
zwei Sparren befestigen.
mind. 40 mm
mind. 40 mm
Abb. 1: Konstruktionsprinzip der durchsturzsicheren KRONOTEC DP 35
B - KRONOTEC MDF
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7-1
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KRONOTEC DP 35 – Verlegung und Durchsturzsicherheit
Abb. 2: Sog. „endlose“ (verschnittarme) Verlegung der Dachplatten KRONOTEC DP 35
Verlegung:
Die Verlegung beginnt links unten auf der Dachfläche. Die Feder zeigt nach rechts und
nach oben. Die Platten werden zeilenweise unabhängig von der Sparreneinteilung endlos
verlegt, dabei muss der Stoß keine feste Unterlage haben (Abb. 2). Am rechten Rand der
Dachfläche wird die Platte abgeschnitten und mit dem Reststück an der linken Seite wieder begonnen. Die Stöße werden dabei versetzt angeordnet, Kreuzfugen sind nicht zulässig. In der Fläche ergibt sich so ein nahezu verschnittfreies Arbeiten. Um die Durchsturzsicherheit zu gewährleisten, ist jede Platte auf mindestens zwei Sparren zu befestigen.
Bitte beachten:
• Nach dem Verlegen eines Teilbereiches von einem sicheren Standplatz (z.B. Arbeits- und
Schutzgerüst) ist die Dachkonstruktion (z.B. Konter- und Dachlattung) aufzubringen.
Diese ist für die weitere Verlegung als Standplatz (Arbeitsplatz) zu nutzen.
• Die Platten dürfen für die Ausführungen verwendet werden, bei denen die Verwendung von Holzwerkstoffen der Holzwerkstoffklasse 20 und 100 nach DIN 68 800-2:
1996-05 - Holzschutz, bei denen vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau er­
laubt sind. Im Anwendungsbereich der Holzwerkstoffklasse 100 darf jedoch abweichend
von dieser Norm die Plattenfeuchte u=15% auf Dauer nicht übersteigen.
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungs
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Kapitel
7-2
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Transport und Lagerung von KRONOTEC MDF
Bei der Verarbeitung und der Lagerung von KRONOTEC MDF sind
wie bei jedem Holzwerkstoff einige Dinge zu berücksichtigen:
KRONOTEC MDF muss vor übermäßiger Nässe geschützt werden.
Eine direkte dauerhafte Bewitterung ist in jedem Fall zu vermeiden.
Zu feucht eingebaute Platten können ein Nährboden für Schimmelpilze sein.
Bei der Lagerung der Platten auf der Baustelle sollten die Platten
daher abgedeckt werden, um ein Quellen zu verhindern. Die Plattenstapel sollten auf Unterleg-Hölzer gestellt werden, um auch gegen
aufsteigende Feuchte geschützt zu sein.
KRONOTEC MDF darf nicht feucht eingebaut werden, wenn die
Platten keine Möglichkeit haben, die Feuchte umgehend wieder
abzugeben. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Platten feucht
eingebaut werden und der Rohbau geschlossen wird. Ebenso ist es
zu vermeiden, dass im geschlossenen Rohbau z.B. durch späteres
Einbringen von Estrich verdunstendes Anmachwasser an den Platten
kondensiert (s. G-1-4). Zuvor feucht gewordene Platten trocknen
ohne Einschränkung hinsichtlich der Festigkeit wieder aus.
Die Kanten sind vor Beschädigung zu schützen. Besonders bei den
Nut- und Federplatten der KRONOTEC DP 50 und 35 muss ein Kantenschutz vorgesehen werden.
Vor der Montage sollten die Platten vorkonditioniert werden. Das
bedeutet, dass sich die Plattenfeuchte an die spätere Umgebungsfeuchte anpassen kann. Sinnvoll ist es deshalb, die Platten vor der
Montage ca. 3 Tage unter den klimatischen Bedingungen des vorgesehenen Montageorts zu lagern.
3 Tage
vorher
B - KRONOTEC MDF
4 - Verarbeitungs
hinweise
Teil
Kapitel
8
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Wohngesundheit mit KRONOTEC MDF
Immer mehr Menschen legen heutzutage großen Wert auf einen gesunden Wohn- und
Lebensraum. Für viele Bauherren ist genau das der Grund, sich für ein Haus in Holzrahmenbauweise zu entscheiden. Mit KRONOTEC MDF wird ein wichtiger Beitrag zum gesunden
Wohnen geleistet. Die Baustoffe entsprechen allen gesetzlichen Vorgaben und unterschreiten deren Grenzwerte zum Teil sogar deutlich.
Zwei Substanzen sind es im Wesentlichen, die im Zusammenhang mit Holzwerkstoffen für
Unsicherheit sorgen: Formaldehyd und Isocyanat.
Formaldehyd und Isocyanate sind Gifte, die Menschen, die ihnen in zu hohen Dosierungen
ausgesetzt sind, gesundheitlich schädigen können. Daher wird bei modernen Holzwerkstoffen erhöhter Wert darauf gelegt, die Emissionen dieser Schadstoffe zu begrenzen bzw.
zu eliminieren.
Formaldehyd
Formaldehyd ist ein stechend riechendes, farbloses Gas, das zu Reizungen der Augen und
Schleimhäute führen kann. Die Wahrnehmbarkeitsgrenze liegt zwischen 0,2 und 1,0 ppm
(parts per million). Daher sind nur Holzwerkstoffe der Emissionsklasse E1 zugelassen. Zur
Einstufung in diese Klasse darf der Formaldehydgehalt nicht größer als 0,1 ppm (entspricht
0,12 mg/m³) sein.
Da Holz grundsätzlich Kleinstmengen an Formaldehyd emittiert, kann ein Holzwerkstoff
nie formaldehydfrei sein. KRONOTEC MDF enthält wie KRONOPLY F aus 100% formalde­
hydfreien Binde­mitteln. Die Emission von Formaldehyd beschränkt sich daher auf die natürlichen Anteile der in KRONOTEC MDF enthaltenen Holzfasern. Die Emission liegt dabei
unter 0,01ppm.
Isocyanate
Isocyanate werden zur Herstellung von verschiedenen Lacken, Dämmstoffen und Klebern
für Holzwerkstoffplatten verwendet. Das Einatmen oder der Kontakt mit der Haut sind
gesundheitsschädigend. Isocyanate binden mit Wasser zu gesundheitlich unbedenklichen
Verbindungen ab, sodass auf Grund der immer vorhandenen Holzfeuchte bei der Verarbeitung keine freien Isocyanate mehr vorliegen - d.h. bei der Verarbeitung von KRONOTEC
MDF werden keinerlei Isocyanate freigesetzt.
Produktion
Mitteldichte Faserplatten werden teilweise im sog. Nassverfahren hergestellt. Diese Produktionsart war bauökologisch jedoch bedenklich, da beim Pressen der Platten zusätzliche Heizenergie aufgewendet werden muss, um die MDF Platten zu trocknen. Die KRONOTEC MDFPlatten werden im Trockenverfahren hergestellt. Der Energieaufwand wird dadurch deutlich
reduziert. Weiterhin sind deutlich weniger Bindemittel erforderlich, um KRONOTEC MDF
herzustellen. Die verwendeten Bindemittel sind außerdem bauökologisch unbedenklich.
Produkte aus KRONOTEC MDF sind stofflich und thermisch recyclingfähig.
Qualitätskontrolle
Die Einhaltung der zuvor beschriebenen Grenzwerte für KRONOTEC MDF wird im Werk
und zusätzlich von neutralen Instituten im Rahmen der vorgeschriebenen und freiwilligen
Qualitätskontrolle regelmäßig überwacht und zertifiziert.
B - KRONOTEC MDF
5 - Bauökologie
Teil
Kapitel
1
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Außenwand 1 – Brandschutz
Beplankung innen: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung außen: KRONOTEC WP 50
und Gipskarton
Abb. 1: Außenwand 1
Wärmeschutz
Tab. 1: Aufbau von innen nach außen
Gipskarton
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
KRONOTHERM1)
FG
[mm]
KVH 2) , e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm
[mm]
KRONOTEC
WP 50
[mm]
U-Wert 3)
TAV4)
j5)
[W/(m²K)]
[%]
[h]
9,5
12,0
180,0
180,0
15,0
0,253
8
9,6
9,5
12,0
200,0
200,0
15,0
0,231
7
10,3
9,5
12,0
220,0
220,0
15,0
0,212
6
11,0
1) Alternativ: Mineralfaser p ≥ 27 kg/m3, Schmelzpunkt > 1000°C, Baustoffklasse A oder HOMATHERM Finefloc p ≥ 65 kg/m3. Erforderliche Dicke der
Dämmschicht aus brandschutztechnischen Gründen 120 mm.
2) Brandschutztechnisch erforderliche Abmessung des Stiels b x h = 60 x 120 mm. Zul σD⊥ = 2,5 N/mm2. Zu beachten ist die Abminderung mit kd⊥ bei Randstielen
nach DIN 1052-1, Abschnitt 5.1.1.1.
3) Wärmeleitfähigkeit für Kronoply OSB nach EN 12524, Wärmeleitfähigkeit für KRONOTEC MDF nach bauaufsichtlicher Zulassung. Der Anteil der Stiele beträgt
15%. Rähme werden über die Wärmebrückenzuschläge erfasst (s. G-2-2).
4) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
5) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Installationsebene
Bei Verwendung von 12,5 mm Gipskarton kann zwischen GKB und Kronoply OSB eine
gedämmte 60 mm Installationsebene angeordnet werden (siehe auch D-7-1)
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach Allgemeinem Bauaufsichtlichen Prüfzeugnis Nr. P-3014/7701-MPA BS vom
08. März 2007 und gutachterlicher Stellungnahme (3769/223/07) - Kra vom 29.06.07.
Schallschutz
C - Bauteil1 - Außenwände
Rw= 47 dB, bei 160 mm KVH / Mineralwolle
Teil
konstruktionen
Kapitel
1
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Außenwand 2 – Brandschutz
Beplankung innen: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung außen: KRONOTEC WP 35
und Gipskarton
Abb. 2: Außenwand 2
Wärmeschutz
Tab. 2: Aufbau von innen nach außen
Gipskarton
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
KRONOTHERM1)
FG
[mm]
KVH 2) , e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm
[mm]
KRONOTEC
WP 35
[mm]
U-Wert 3)
TAV4)
j5)
[W/(m²K)]
[%]
[h]
9,5
12,0
160,0
160,0
40,0
0,246
7
11,0
9,5
12,0
180,0
180,0
40,0
0,225
6
11,7
9,5
12,0
200,0
200,0
40,0
0,207
5
12,4
9,5
12,0
220,0
220,0
40,0
0,192
4
13,1
1) Alternativ: Mineralfaser p ≥ 27 kg/m3, Schmelzpunkt > 1000°C, Baustoffklasse A oder HOMATHERM Finefloc p ≥ 65 kg/m3. Erforderliche Dicke der
Dämmschicht aus brandschutztechnischen Gründen 120 mm.
2) Brandschutztechnisch erforderliche Abmessung des Stiels b x h = 60 x 120 mm. Zul σD⊥ = 2,5 N/mm2. Zu beachten ist die Abminderung mit kd⊥ bei Randstielen
nach DIN 1052-1, Abschnitt 5.1.1.1.
3) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524, Wärmeleitfähigkeit für KRONOTEC MDF nach bauaufsichtlicher Zulassung. Der Anteil der Stiele
beträgt 15%. Rähme werden über die Wärmebrückenzuschläge erfasst (s. G-2-2).
4) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
5) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Installationsebene
Bei Verwendung von 12,5 mm Gipskarton kann zwischen GKB und Kronoply OSB eine
gedämmte 60 mm Installationsebene angeordnet werden (siehe auch D-7-1)
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach Allgemeinem Bauaufsichtlichen Prüfzeugnis Nr. P-3014/7701-MPA BS vom
08. März 2007 und gutachterlicher Stellungnahme (3769/223/07) - Kra vom 29.06.07.
C - Bauteil1 - Außenwände
Schallschutz
konstruktionen
Rw= 45 dB, bei 160 mm KVH/ Dämmung
Teil
Kapitel
2
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Außenwand 3 – Standard
Beplankung innen: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung außen: KRONOTEC WP 50
und Gipskarton
Abb. 3: Außenwand 3
Wärmeschutz
Tab. 3: Aufbau von innen nach außen
Gipskarton
[mm]
KRONOPLY OSB
[mm]
KRONOTHERM FG
[mm]
KVH, e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm
[mm]
KRONOTEC
WP 50
[mm]
U-Wert1)
TAV2)
j3)
[W/(m²K)]
[%]
[h]
9,5
12
180
180
15
0,258
8
9,6
9,5
12
200
200
15
0,235
7
10,3
9,5
12
220
220
15
0,216
6
11,0
1) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524. Der Anteil der Stiele beträgt 15%. Rähme werden über die Wärmebrückenzuschläge erfasst (s. G-2-2).
2) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
3) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
Für alle Konstruktionen ohne Brandschutzanforderungen.
C - Bauteil
konstruktionen
1 - Außenwände
Teil
Kapitel
3
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Außenwand 4 – Brandschutz
Beplankung innen: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung außen: KRONOPLY OSB 3 oder F
und Gipskarton
Abb. 4: Außenwand 4
Wärmeschutz
Tab. 4: Aufbau von innen nach außen
Gipskarton1)
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
Mineralfaser 2)
WLGr 040
[mm]
KVH 3) , e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
U-Wert 4)
TAV5)
j6)
[W/(m2K)]
[%]
[h]
9,5
15,0
180,0
180,0
15,0
0,259
10
7,1
9,5
15,0
200,0
200,0
15,0
0,236
9
7,3
9,5
15,0
220,0
220,0
15,0
0,217
8
7,6
1) Brandschutztechnisch ist diese Schicht nicht erforderlich.
2) Mineralfaser ρ = 30 kg/m3, Schmelzpunkt > 1000 °C, Baustoffklasse A. Erforderliche Dicke der Dämmschicht aus brandschutztechnischen Gründen 80 mm.
3) Brandschutztechnisch erforderliche Abmessung des Stiels b x h = 40 x 80 mm. Zul σD⊥ = 2,5 N/mm2. Zu beachten ist die Abminderung mit kd⊥ bei Randstielen
nach DIN 1052-1, Abschnitt 5.1.1.1.
4) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB ist definiert nach EN 12524. Der Anteil der Stiele beträgt 15%. Rähme werden über die Wärmebrückenzuschläge
erfasst (s. G-2-2).
Hinweis: Die Dampfbremse wird zu Berechnung des U-Werts vernachlässigt.
5) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
6) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach DIN 4102-4, Tab.52
Schallschutz
Ohne Anforderungen
C - Bauteil
konstruktionen
1 - Außenwände
Teil
Kapitel
4
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Außenwand 5 – Gebäudeabschlusswand
Beplankung innen: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung außen: KRONOPLY OSB 3 oder F
und Gipskarton-Feuerschutzplatten
Abb. 5: Gebäudeschlußwand 5
Wärmeschutz
Tab. 5: Aufbau von innen nach außen
KRONOPLY
OSB
[mm]
Mineralfaser1)
WLGr 040
[mm]
KVH 2) , e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
GipskartonFeuerschutzplatte
[mm]
U-Wert 3)
TAV4)
j5)
[W/(m2K)]
[%]
[h]
15,0
180,0
180,0
15,0
2x 18,0
0,249
13
8
15,0
200,0
200,0
15,0
2x 18,0
0,228
11
8,4
15,0
220,0
220,0
15,0
2x 18,0
0,210
10
8,7
1) Mineralfaser ρ = 30 kg/m3, Schmelzpunkt > 1000 °C, Baustoffklasse A. Erforderliche Dicke der Dämmschicht aus brandschutztechnischen Gründen 80 mm.
2) Brandschutztechnisch erforderliche Abmessung des Stiels b x h = 40 x 80 mm. Zul σD⊥ = 2,5 N/mm2. Zu beachten ist die Abminderung mit kd⊥ bei Randstielen
nach DIN 1052-1, Abschnitt 5.1.1.1.
3) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB ist definiert nach EN 12524. Der Anteil der Stiele beträgt 15%. Rähme werden über die Wärmebrückenzuschläge
erfasst (s. G-2-2).
Hinweis: Die Dampfbremse wird zu Berechnung des U-Werts vernachlässigt.
4) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
5) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B + F90-B nach DIN 4102-4, Tab. 54
Schallschutz
Ohne Anforderungen
C - Bauteil
konstruktionen
1 - Außenwände
Teil
Kapitel
5
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Innenwand 1 – Brandschutz
Beplankung 1: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung 2: KRONOPLY OSB 3 oder F
und Gipskarton
und Gipskarton
Abb. 1: Innenwand 1
Wärmeschutz
Für alle Konstruktionen ohne Wärmeschutzanforderungen.
Feuchteschutz
Für alle Konstruktionen ohne Feuchteschutzanforderungen.
Brandschutz
Hierbei handelt es sich um eine nicht raum­abschließende, tragende Innenwand, nach Abs.
4.1.1 der DIN 4102-4.
Tab. 1: Aufbau der Innenwand
Gipskarton
[mm]
KRONOPLY OSB
Kronotherm FG
KVH1)
KRONOPLY OSB
[mm]
Gipskarton
[mm]
Feuerwiderstandsklasse
nach DIN 4102-4, Tab. 50
[mm]
[mm]
[mm]
9,5
15,0
100,0
100,0
15,0
9,5
F30-B
1) Brandschutztechnisch erforderliche Abmessung des Stiels b x h = 40 x 80 mm. Zul σD⊥ = 2,5 N/mm2.
Zu beachten ist die Abminderung mit kd⊥ bei Randstielen nach DIN 1052-1, Abschnitt 5.1.1.1.
Schallschutz
Rw= 45 dB bei 12 mm Kronoply OSB und 60 mm KVH / Mineralwolle
C - Bauteil
konstruktionen
2 - Innenwände
Teil
Kapitel
1
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Innenwand 2 – Brandschutz
Beplankung 1: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung 2: KRONOPLY OSB 3 oder F
und Gipskarton
und Gipskarton
Abb. 2: Innenwand 2
Wärmeschutz
Für alle Konstruktionen ohne Wärmeschutzanforderungen.
Feuchteschutz
Für alle Konstruktionen ohne Feuchteschutzanforderungen.
Brandschutz
Anforderungen an den Brandschutz werden meistens dann gestellt, wenn es sich um eine
raum­abschließende, tragende Innenwand handelt, die eine Wand mit Brand­schutz­anfor­
derungen aussteift (Beispiel: Anschluss einer Innenwand an einer Außenwand in F-30B)
Tab. 2: Aufbau der Innenwand
Gipskarton1)
KRONOPLY OSB
KVH 3)
[mm]
Mineralfaserdämmung2)
[mm]
[mm]
9,5
Gipskarton1)
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
15,0
100,0
100,0
15,0
9,5
[mm]
Feuerwiderstandsklasse nach
DIN 4102-4, Tab. 51
F30-B
1) Brandschutztechnisch ist diese Schicht nicht erforderlich.
2) Mineralfaser ρ = 30 kg/m3, Schmelzpunkt > 1000 °C, Baustoffklasse A
3) Brandschutztechnisch erforderliche Abmessung des Stiels b x h = 40 x 80 mm. Zul σD⊥ = 2,5 N/mm2.
Zu beachten ist die Abminderung mit kd⊥ bei Randstielen nach DIN 1052-1, Abschnitt 5.1.1.1.
Schallschutz
Ohne Anforderungen
C - Bauteil
konstruktionen
2 - Innenwände
Teil
Kapitel
2
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Decke 1 – Standard
Beplankung: KRONOPLY OSB 3 oder F
Abb. 1: Decke 1
Wärmeschutz
Für alle Konstruktionen ohne Wärmeschutzanforderungen.
Feuchteschutz
Für alle Konstruktionen ohne Feuchteschutzanforderungen.
Brandschutz
Für alle Konstruktionen ohne Brandschutzanforderungen.
Schallschutz
Tab. 1: Deckenaufbau von oben nach unten
Zementestrich MF - Trittschall(m ≈ 115 kg/m2) dämmplatten
(s‘ ≤ 8 MN/m3)
[mm]
[mm]
50
25/20
trockene
Schüttung
m ≈ 45 kg/m2
[mm]
Kronoply
OSB
Balken
[mm]
[mm]
Hohlraumdämmung
r ≥ 5kN s/m4
[mm]
30
22
220
100
Gipskarton
platte
L‘ W
R‘ W
Lattung
[mm]
[mm]
[dB]
[dB]
24
12,5
53
>54
C - Bauteil
konstruktionen
3 - Decken
Teil
Kapitel
1
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Decke 2 – Brandschutz
Obere Beplankung: KRONOPLY OSB 3 oder F
Untere Beplankung: KRONOPLY OSB 3 oder F
Abb. 2: Decke 2
Wärmeschutz
Für alle Konstruktionen ohne Wärmeschutzanforderungen.
Feuchteschutz
Für alle Konstruktionen ohne Feuchteschutzanforderungen.
Brandschutz
Tab. 2: Deckenaufbau von oben nach unten
KRONOPLY
OSB1)
[mm]
Mineralfaserdämmung
[mm]
KRONOPLY
OSB1)
[mm]
Mineralfaserdämmung2)
[mm]
KRONOPLY
OSB1)
[mm]
Feuerwiderstandsklasse
nach DIN 4102-4, Tab. 56
18,0
15,0
15,0
60,0
18,0
F30-B
1) Brandschutztechnisch erforderliche Mindestdicke. Statische Anforderungen an die Plattendicke (s. F-1).
2) Mineralfaser ρ = 30 kg/m3, Schmelzpunkt > 1000 °C, Baustoffklasse A. Hinweis: Abstand der Deckenbalken e = 625 mm.
C - Bauteil
konstruktionen
3 - Decken
Teil
Kapitel
2
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Decke 3 – Sichtbare Balkenlage
Beplankung: KRONOPLY OSB 3 oder F
Abb. 3: Decke 3
Wärmeschutz
Für alle Konstruktionen ohne Wärmeschutzanforderungen.
Feuchteschutz
Für alle Konstruktionen ohne Feuchteschutzanforderungen.
Brandschutz
F30 - B nach DIN 4102-4 Tab. 62
Tab. 3: Deckenaufbau von oben nach unten
Kronoply OSB1)
Kronoply OSB1)
[mm]
Mineralfaserdämmung2)
[mm]
18
15
25
Balken
(sichtbar)
Feuerwiderstandsklasse nach DIN4102-4
Tab. 62
[mm]
nach DIN 4102-4
Abs. 5.5
F30-B
1) Brandschutztechnisch erforderliche Mindestdicke. Statische Anforderungen an die Plattendicke (s. F-1).
2) Mineralfaser p > 30 kg/m3, Schmelzpunkt > 1000 °C, Baustoffklasse A.
C - Bauteil
konstruktionen
3 - Decken
Teil
Kapitel
3
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Dach 1 – Standard (Zwischensparrendämmung)
Beplankung: KRONOTEC DP 50
Wärmeschutz
Tab. 4: Aufbau von unten nach oben
Gipskarton
[mm]
Luftschicht /
Sparschalung
[mm]
KRONOTHERM
FG
[mm]
KVH, e = 80,0 cm,
b = 6,0 cm
[mm]
KRONOTEC DP
501)
[mm]
U-Wert 2)
TAV3)
j4)
[W/(m²K)]
[%]
[h]
12,5
22,0
180,0
180,0
15,0
0,231
14
9,1
12,5
22,0
200,0
200,0
15,0
0,211
11
9,8
12,5
22,0
220,0
220,0
15,0
0,194
10
10,6
1) Nach bauaufsichtlicher Zulassung und gemäß DIN 68 800-2 darf die oberseitige Beplankung für diesen Aufbau nicht tragend angesetzt werden.
Zur Aussteifung des Daches muss ein Windrispenband verwendet werden.
2) Wärmeleitfähigkeit für KRONOTEC MDF nach bauaufsichtlicher Zulassung.
Der Sparrenanteil beträgt 10%.
Hinweis: Dampfbremse zur Ermittlung des U-Werts vernachlässigt.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärme
widerstandsfähig sein.
3) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
4) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
Für alle Konstruktionen ohne Brandschutzanforderungen.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
1
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Dach 2 – Brandschutz (Zwischensparrendämmung)
Beplankung unten: KRONOPLY OSB 3 oder F und Gipskarton-Feuerschutzplatte (GKF)
Beplankung oben: KRONOTEC DP 50
Wärmeschutz
Tab. 5: Aufbau von unten nach oben
GKF1)
KRONOTHERM
FG)
[mm]
KVH, e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm2)
[mm]
KRONOTEC DP
503)
[mm]
U-Wert4)
TAV5)
j6)
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
[W/(m²K)]
[%]
[h]
12,5
18
180,0
180,0
15,0
0,233
6
9,9
12,5
18
200,0
200,0
15,0
0,212
5
10,6
12,5
18
220,0
220,0
15,0
0,195
4
11,3
1) Maximaler Befestigungsabstand der GKF = 400 mm
2) Brandschutztechnische Mindestbreite des Sparrens min b = 40 mm. Maximaler Sparrenabstand max e = 62,5 cm.
3) Brandschutztechnisch nicht erforderlich. Nach bauaufsichtlicher Zulassung und gemäß DIN 68 800-2 darf die oberseitige Beplankung für diesen Aufbau nicht
tragend und/oder aussteifend angesetzt werden. Die Aussteifung muss über ein Windrispenband oder die unterseitige KRONOPLY erfolgen (s. F-6).
4) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524, Wärmeleitfähigkeit für KRONOTEC MDF nach bauaufsichtlicher Zulassung.
Der Sparrenanteil beträgt 10%.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärme
widerstandsfähig sein.
5) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
6) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach DIN 4102, Tab. 66.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
2
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Dach 3 – Standard (Zwischensparrendämmung)
Beplankung: KRONOTEC DP 35
Wärmeschutz
Tab. 6: Aufbau von unten nach oben
Gipskarton
[mm]
Luftschicht /
Sparschalung
[mm]
Kronotherm
FG
[mm]
KVH, e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm
[mm]
KRONOTEC DP
351)
[mm]
U-Wert 2)
TAV3)
j4)
[W/(m²K)]
[%]
[h]
12,5
22,0
160,0
160,0
40,0
0,228
12
10,6
12,5
22,0
180,0
180,0
40,0
0,208
10
11,3
12,5
22,0
200,0
200,0
40,0
0,196
9
12,0
12,5
22,0
220,0
220,0
40,0
0,181
7
12,7
1) Nach bauaufsichtlicher Zulassung und gemäß DIN 68 800-2 darf die oberseitige Beplankung für diesen Aufbau nicht tragend angesetzt werden. Zur
Aussteifung des Daches muss ein Windrispenband verwendet werden
2) Wärmeleitfähigkeit für KRONOTEC MDF nach bauaufsichtlicher Zulassung. Der Sparrenanteil beträgt 10%.
Hinweis: Dampfbremse zur Ermittlung des U-Werts vernachlässigt.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärme
widerstandsfähig sein.
3) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
4) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
Für alle Konstruktionen ohne Brandschutzanforderungen.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
3
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Dach 4 – Brandschutz (Zwischensparrendämmung)
Beplankung unten: KRONOPLY OSB 3 oder F und Gipskarton-Feuerschutzplatte (GKF)
Beplankung oben: KRONOTEC DP 35
Wärmeschutz
Tab. 7: Aufbau von unten nach oben
GKF1)
KRONOTHERM
FG
[mm]
KVH, e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm2)
[mm]
KRONOTEC DP
353)
[mm]
U-Wert4)
TAV5)
j6)
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
[W/(m²K)]
[%]
[h]
12,5
18,0
160,0
160,0
40,0
0,229
5
11,4
12,5
18,0
180,0
180,0
40,0
0,209
4
12,1
12,5
18,0
200,0
200,0
40,0
0,192
4
12,8
12,5
18,0
220,0
220,0
40,0
0,178
3
13,5
1) Maximaler Befestigungsabstand der GKF = 400 mm
2) Brandschutztechnische Mindestbreite des Sparrens min b = 40 mm. Maximaler Sparrenabstand max e = 62,5 cm.
3) Brandschutztechnisch nicht erforderlich. Nach bauaufsichtlicher Zulassung und gemäß DIN 68 800-2 darf die oberseitige Beplankung für diesen Aufbau nicht
tragend und/oder aussteifend angesetzt werden. Die Aussteifung muss über ein Windrispenband oder die unterseitige KRONOPLY OSB erfolgen (s. F-6).
4) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524, Wärmeleitfähigkeit für KRONOTEC MDF nach bauaufsichtlicher Zulassung.
Der Sparrenanteil beträgt 10%.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärme
widerstandsfähig sein.
5) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von
60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
6) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach DIN 4102, Tab. 66.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
4
HOTLINE 0800 - 576 66 96
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Dach 5 – Brandschutz (Zwischensparrendämmung)
Beplankung unten: KRONOPLY OSB 3 oder F und Gipskarton-Feuerschutzplatte (GKF)
Beplankung oben : KRONOPLY OSB 3 oder F
Wärmeschutz
Tab. 9: Aufbau von unten nach oben
Gipskarton1)
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
KRONOTHERM
FG
[mm]
KVH, e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm2)
[mm]
KRONOPLY
OSB3)
[mm]
U-Wert4)
TAV5)
j6)
[W/(m²K)]
[%]
[h]
12,5
18
180
180
12
0,240 8
9,4
12,5
18
200
200
12
0,218
6
10,1
12,5
18
220
220
12
0,200
5
10,8
1) Maximaler Befestigungsabstand des Gipskartons max e = 40,0 cm.
2) Mindestbreite des Sparrens min b = 40 mm. Maximaler Sparrenabstand max e = 62,5 cm.
3) Brandschutztechnisch nicht erforderlich. Laut DIN 68 800-2 darf die oberseitige Beplankung für diesen Aufbau nicht tragend und / oder aussteifend ange-
setzt werden. Die Aussteifung muss über die unterseitige KRONOPLY OSB erfolgen (s. F-5).
4) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524. Der Sparrenanteil beträgt 10%.
Hinweis: Dachabdichtung und Dampfbremse zur Ermittlung des U-Wertes vernachlässigt.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärme wider-
standsfähig sein.
5) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von 60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
6) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach DIN 4102, Tab. 66.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
5
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Dach 6 – Brandschutz (Zwischensparrendämmung)
Beplankung unten: KRONOPLY OSB 3 oder F
Beplankung oben : KRONOPLY OSB 3 oder F
Wärmeschutz
Tab. 10: Aufbau von unten nach oben
Gipskarton1)
KRONOTHERM
FG
[mm]
KVH, e = 62,5 cm,
b = 6,0 cm2)
[mm]
KRONOPLY
OSB3)
[mm]
U-Wert4)
TAV5)
j6)
[mm]
KRONOPLY
OSB
[mm]
[W/(m²K)]
[%]
[h]
9,5
22
180,0
180,0
18,0
0,233
6
10,0
9,5
22
200,0
200,0
18,0
0,212
5
10,7
9,5
22
220,0
220,0
18,0
0,195
4
11,5
1) Brandschutztechnisch nicht erforderlich.
2) Mindestbreite des Sparrens min b = 40 mm. Maximaler Sparrenabstand max e = 62,5 cm.
3) Gemäß DIN 68800-2 darf die oberseitige Beplankung für diesen Aufbaunicht tragend und/oder aussteifend angesezt werden. Die Aussteifung muss ber ein
Windrispenband oder die unterseitige KRONOPLY OSB d ≥ 18mm erfolgen (s. F-6)
4) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524. Der Sparrenanteil beträgt 10%.
Hinweis: Dachabdichtung und Dampfbremse zur Ermittlung des U-Wertes vernachlässigt.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärme wider-
standsfähig sein.
5) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von 60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
6) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach DIN 4102, Tab. 65.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
6
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Dach 7 – Standard (Aufsparrendämmung)
Beplankung unten: KRONOPLY OSB 3 oder F
Wärmeschutz
Tab. 1: Aufbau von unten nach oben
KRONOPLY OSB1)
U-Wert2)
TAV3)
j4)
[mm]
Kronotherm DF
λ = 0,040 W/(m²K)
[mm]
[W/(m²K)]
[%]
[h]
18
160
0,232
7
10,7
18
180
0,201
6
11,8
18
200
0,188
4
12,8
1) Statische Anforderung an die Plattendicke (s. F-6)
2) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524. Der Sparrenanteil beträgt 10%.
Hinweis: Dachabdichtung zur Ermittlung des U-Wertes vernachlässigt.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärme widerstandsfähig sein.
3) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von 60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
4) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
Für alle Konstruktionen ohne Brandschutzanforderungen.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
7
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Dach 8 – Brandschutz (Aufsparrendämmung)
Beplankung: KRONOPLY OSB 3 oder F
Wärmeschutz
Tab. 1: Aufbau von unten nach oben
KRONOPLY OSB1)
U-Wert2)
TAV3)
j4)
[mm]
KRONOTHERM DF
λ = 0,040 W/mK
[mm]
[W/(m²K)]
[%]
[h]
40
160,0
0,223
4
11,8
40
180,0
0,201
3
12,9
40
200,0
0,183
2
14
1) Brandschutztechnisch erforderliche Mindestdicke. Statische Anforderungen an die Plattendicke (s. F-5).
2) Wärmeleitfähigkeit für KRONOPLY OSB nach EN 12524.
Hinweis: Dachabdichtung zur Ermittlung des U-Wertes vernachlässigt.
Hinweis: Allgemein wird nach Landesbauordnung eine harte Bedachung gefordert, d.h. die Dachhaut muss gegen Flugfeuer und strahlende Wärmewiderstandsfähig sein.
3) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10%. -> Dämpfung um 90%. Bei einer Oberflächentemperatur von 60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung verzögert.
4) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Kein Tauwasserausfall.
Brandschutz
F30-B nach DIN 4102-4, Tab. 71, Mindestabmessung des Sparrens nach Abschnitt 5.5.
Die zulässige Spannweite beträgt 1250 mm.
C - Bauteil
konstruktionen
4 - Dächer
Teil
Kapitel
8
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Eckverbindung von Außenwänden
Bei der heute üblichen geschlossenen Wandfertigung erfolgt die Verbindung zweier Außenwandelemente miteinander von der Außenseite her durch die Beplankung als kraftschlüssige Verschraubung (Abb. 1).
Zuerst werden die Wandelemente genau ausgerichtet. Wichtig ist eine lückenlose Verbindung, um die Winddichtheit sicherzustellen und um Leckagen im Eckelement auszuschließen. Schlüsselschrauben werden heute noch relativ häufig zur Verbindung von Wandelementen verwendet. Der Nachteil ist, dass dafür auf der Baustelle ein sehr präzises Vorbohren mit unterschiedlichen Durchmessern erforderlich ist. Weiterhin ist ein aufwändiges
Versenken der relativ großen U-Scheiben notwenig, damit der Schraubenkopf nicht hervorsteht. Die Schraubenöffnung muss zur Vermeidung von Leckagen abgeklebt werden.
Besser ist die Verwendung von selbstschneidenden Schnellbauschrauben wie z.B. Holzschrauben, für die nicht vorgebohrt werden muss. Durch die erzeugte Vorspannung werden die Wandelemente zusammengepresst und Schlupf weitestgehend ausgeschlossen.
So kann ein lückenloser Anschluss gewährleistet werden. Schnellbauschrauben kommen in
Durchmessern zwischen 6 und 8 mm zur Anwendung und sind auch in besonderen Längen
erhältlich. Um ein Durchziehen des Schraubenkopfes zu vermeiden, werden passende
U-Scheiben angeboten.
Im Vergleich werden in der Regel mehrere dünne Torx®-Schrauben anstelle weniger ­dickerer Schlüsselschrauben eingesetzt. Dadurch ist die Spannwirkung über die Länge der
Bauteilanschlussachse sehr viel gleichmäßiger und effektiver.
Durch eine schubfest ausgeführte Verbindung der Außenwände kann ein Zuganker je nach
Windrichtung die Zugkomponente der einzelnen windlastabtragenden Wandscheibe übernehmen.
Abb. 1: Eckverbindung von Außenwänden
D - Details
1 -Wandanschlüsse
Teil
Kapitel
1
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Verbindung von Außenwand und Innenwand
Analog zur Außenwand-Eckverbindung wird die Verbindung der Innenwand an die Außenwand vorgenommen (Abb. 2).
Schnellbauschrauben sorgen auch hier für eine effektive Vorspannung (s. D-1-1) der Elemente. Dadurch werden sog. Scherfugen im Putz oder in der Tapete vermieden. Bei der
Verbindung der Außenwand mit der Innenwand sollte aus Gründen des Schallschutzes die
Schallübertragung in die Innenräume so weit wie möglich reduziert werden. Eine schalltechnische Trennung der Bauteile erreicht man, indem man in der Anschlussfuge zwischen
Innen- und Außenwand einen Entkopplungsstreifen anordnet. (s. G-4)
Abb. 2: Anschluss Innenwand an Außenwand
D - Details
1 -Wandanschlüsse
Teil
Kapitel
2
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Dachüberstand am Ortgang
An der Traufseite des Gebäudes entsteht der Dachüberstand durch den auskragenden
Sparren. Dachüberstände an der Giebelseite, am sog. Ortgang, werden bis zu einem Überstand von ca. 20 cm (das entspricht etwa einer Dachsteinbreite) noch durch die Dachlattung getragen. Dachüberstande die breiter sind, müssen durch einen weiteren Sparren,
der außerhalb des Giebels angeordnet wird, hergestellt werden (Abb. 1). Dieser sog. Flugsparren wird gemäß der statischen Berechnung ausgeführt. Die Fußpfette sowie entweder
Mittel- oder Firstpfette werden über die Giebelwand nach außen geführt. Darauf werden
die erforderlichen Flugsparren befestigt. Die Flugsparren müssen besonders gegen Windsogkräfte aus Unterwind an den auskragenden Pfetten befestigt werden. Hierzu bieten
sich Winkelverbinder an, die auf der sichtabgewandten Seite der Sparren angeordnet
werden.
Die Fassade wird bis an die obere Kante der Außenwand geführt.
Wird der Überstand durch einen Unterschlag aus Schalung oder KRONOPLY OSB geschlossen, läuft dieser gegen die Fassade. Dabei sollte eine Schattenfuge vorgesehen werden.
Beim Ortgangabschluss bietet sich entweder die Verwendung eines Stirnbretts oder spezieller Ortgangziegel an.
Gemäß DIN 68800 ist der Flugsparren in die Gefährdungsklasse 0 einzuordnen. Chemischer
Holzschutz ist daher nicht erforderlich (s. G-5-2).
Abb. 1: Dachüberstand am Ortgang
D - Details
2 -Dachanschlüsse
Teil
Kapitel
1
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Schornsteindurchdringungen
Bei der Durchdringung der Dachfläche durch Schornsteine muss oft einer der Sparren in
diesem Bereich ausgewechselt werden.
Dazu wird zwischen dem seitlich am Schornstein durchlaufenden Sparrenpaar ein Wechselbalken angeschlossen, der dem gekappten Sparren im Schornsteinbereich durch angeschlagene Balkenschuhe als Auflager dient. Diese Auswechslung muss aus Brandschutzgründen
einen Mindestabstand von 50 mm zum Schornstein haben. Der Zwischenraum wird mit
nichtbrennbarer Dämmung (Baustoffklasse A) ausgefüllt. Alle brennbaren Bauteile wie z.B.
auch die KRONOTEC DP 50 bzw. DP 35 müssen ebenfalls mind. 50 mm vor dem Schornstein
enden.
Wichtig ist die Abdichtung zwischen Schornstein und der KRONOTEC - Dachplatte in der
Schornsteinkehle (Abb. 2). Dazu ist eine Dachdichtungsfolie ca. 20 cm breit über die DP 50
bzw. DP 35 zu führen und mit einem geeigneten Klebeband (z.B. Ampacoll BK 535) zu
befestigen.
Die andere Seite der Folie wird am Schornstein hochgeführt. Um den Schornstein herum
wird üblicherweise eine Metalleinfassung, bspw. aus Zinkblech oder Blei angeordnet. Dieser Kranz sorgt für die sichere Ableitung von Regenwasser und wird oberhalb des Schornsteins unter die Dacheindeckung geführt und auf der Dachlattung befestigt. Unterhalb des
Schornsteins wird die Einfassung auf die Dacheindeckung geführt.
50
50
3) b
Abb. 2: Schornsteindurchdringungen
D - Details
2 -Dachanschlüsse
Teil
Kapitel
2
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Einbau von Dachflächenfenstern
Dachflächenfenster werden in der Regel zwischen den Sparren angeordnet. Eine Auswechslung ist dabei in der Regel nicht notwendig. Sollten breitere Dachfenster zur Ausführung kommen, ist eine Auswechslung wie bei Schornsteindurchdringungen (s. D-2-2) vorzusehen. Alle Übergänge zwischen Fensterrahmen und KRONOTEC MDF müssen mit einer
geeigneten Folie oder Schweißbahn abgedichtet werden. Auf einer Breite von ca. 20 cm ist
die Folie/Schweißbahn auf der DP 50 bzw. DP 35 z.B. mit Klebeband zu befestigen. Die Folie/Schweißbahn ist am Fensterrahmen entsprechend den Vorgaben des Fensterherstellers
anzuschließen, damit eventuell anfallendes Wasser um den Einbaurahmen herum auf die
Dachdeckung unterhalb des Fensters geführt wird.
Ist auf Grund der Bauteilkonstruktion eine Dampfsperre erforderlich, so ist diese bis an
den Einbaurahmen des Fensters zu führen und dort luftdicht anzuschließen.
Hohlräume gegen Bleche müssen mit Dämmung ausgefüllt werden. Das vermindert Wärmebrücken, die sonst in diesem Bereich entstünden. Außerdem wird die Schallausbrei­tung
über Schallnebenwege reduziert (G-4-6).
Beim Einbau von Dachflächenfenstern müssen immer die Angaben des Herstellers beachtet
werden.
Abb. 3: Detailpunkt Dachfenster
D - Details
2 -Dachanschlüsse
Teil
Kapitel
3
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Ausführung von First, Grat und Kehle
Dort, wo zwei Dachflächen eine Schnittlinie bilden, kann das LiquiSafe Profil der KRONOTEC DP 50 bzw. DP 35 alleine keine Wasserablaufsicherheit mehr herstellen.
Dieses ist der Fall, wenn durch die Wahl der Dachform z.B. ein First, ein Grat oder eine
Kehle entsteht. An diesen Stellen muss das Dach mit anderen Mitteln gegen anfallendes
Wasser abgedichtet werden (Abb. 4 und Abb 5.)
Alle Dachneigungswechsel, die im Bereich von First-, Kehl- oder Gratsparren entstehen,
müssen daher mit Hilfe von breiten Klebebändern z.B. aus BTI Butyl-Alu sorgfältig abgeklebt werden.
Wegen der Zusammenführung zweier geneigter Dachflächen ist der Kehlbereich besonders durch die Wasserführung beansprucht und stärker gefährdet als z.B. First oder
Grat. Daher ist in diesem Bereich eine zusätzliche Kehlverkleidung, in der Regel aus Zinkoder Kupferblech, anzuordnen.
Abb. 4: Firstpunkt
Abb. 5: Kehle mit Kehlblech
D - Details
2 -Dachanschlüsse
Teil
Kapitel
4
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Ausführung des Geschossstoßes für nicht sichtbare Balkenlagen
Der Geschossstoß bildet die Verbindung zwischen den Wänden im Ober- und Erdgeschoss
und der Deckenscheibe. Der umlaufende Randbalken, der vor dem Deckenbalken angeordnet wird, übernimmt bei aussteifend wirkenden Deckenscheiben die Funktion eines Ringbalkens. Die obere Deckenbeplankung muss daher bis zur Außenkante des Randbalkens
geführt und dort an diesem befestigt werden.
Wenn der Randbalken über Fenster- oder Türöffnungen als Sturz verwendet werden soll,
sind die Deckenbalken mit Balkenschuhen an den Randbalken anzuschließen.
Die Geschossverbindungsplatte übernimmt die zug- und schubsteife Verbindung zwischen
Ober- und Erdgeschosswand. Die Befestigung an den Rähmen der Wandelemente ist daher
gemäß dem statischen Nachweis auszuführen.
Der Randbalkenbereich bildet eine Wärmebrücke. Daher ist eine Dämmschicht in den Gefachen zwischen den Deckenbalken und dem Randbalken anzuordnen, um den U-Wert der
Konstruktion zu verbessern.
Bei einer geschlossenen Fertigung wird als untere Deckenbeplankung die KRONOPLY OSB
bis zum Randbalken geführt (Abb. 1). Unterhalb der KRONOPLY OSB wird auf eine Sparschalung eine Gipskartonplatte montiert. Bei dieser Ausführung kann das Deckenelement
komplett vorgefertigt werden.
Eine andere Möglichkeit ist die Anordnung eines Montagestreifens aus KRONOPLY OSB
mit einer Breite von 25 cm.
Abb. 1: Ausführung des Geschossstoßes bei sichtbarer Balkenlage
D - Details
3 -Deckenanschlüsse
Teil
Kapitel
1
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Ausführung des Geschossstoßes für sichtbare Balkenlagen
Bei einer sichtbar bleibenden Balkenlage werden die Deckenbalken direkt auf das Kopfrähm der Erdgeschosswand gelegt.
Die innere Beplankung der Wand wird wie gewohnt auf dem Kopfrähm mittig gestoßen.
Um den gedämmten Raum zwischen Randbalken und Balkengefach abzuschließen, werden
sowohl die KRONOPLY OSB als auch die Finishbeplankung von diesem Stoß an weitergeführt. Latten, die seitlich an den Deckenbalken montiert werden, dienen zur Befestigung
der Gefach-Abdeckung.
Die Fuge zur Deckenbeplankung sollte ca. 10 mm betragen und ist mit elastischen Dichtungsprofilen oder dauerelastischem Fugenmaterial abzudichten, um die Luftdichtheit zu
gewährleisten.
Wird der Randbalken über Fenster- oder Türöffnungen als Sturz ausgeführt, sind die Deckenbalken mit Balkenschuhen, Balkenträgern oder zimmermannsgerecht, z.B. mit einer
Schwalbenschwanzverbindung, an den Randbalken anzuschließen.
Abb. 2: Ausführung des Geschossstoßes bei sichtbarer Balkenlage
D - Details
3 -Deckenanschlüsse
Teil
Kapitel
2
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Sockelausführung von Holzfassaden
Holzfassaden, die auf einer vertikal angeordneten Lattung montiert werden, gelten als
hinterlüftet. Daher muss bei deren Ausführung keine Folie auf der Beplankung der Außenwand angeordnet werden. Holzfassaden, die direkt auf einer horizontalen Lattung befestigt werden, gelten als schwach hinterlüftet. Wie bei der Verblendfassade (s. D-4-2) ist
bei dieser Variante eine wasserableitende Schicht erforderlich. Durch die Bauaufsichtliche
Zulassung Z-9.1-565 kann bei Verwendung von Kronoply OSB/3 oder Kronotec WP50 als
Außenbe­plankung auf eine wasserableitende Schicht verzichtet werden (s. D-5-2).
Vor das Fundament wird eine Polystyrol-Hartschaumplatte gestellt, die zur Reduzierung
der Wärmebrücke des Fußpunktes beiträgt. Vor die Hartschaumplatte wird als zusätzlicher
Feuchteschutz eine zementgebundene Spanplatte (ZSP) montiert (Abb. 1).
Durch einen schrägen Anschnitt des unteren Teils der Fassadenbeplankung vergrößert sich
die Hirnholzfläche der Bretter. Dadurch erhöht sich die Gefahr eines Pilzbefalls, weil sich
auch die Fläche mit kapillarer Wirkung vergrößert. Die untere Kante der Holzschalung sollte daher gerade gekappt oder nur leicht angeschrägt werden.
Umlaufend um das Fundament wird eine Folienschürze angeordnet, die zwischen dem
Beton und einer Polystyrol-Hartschaumplatte angeordnet wird. Diese Folienschürze endet
oberhalb des Quellmörtelbetts für die Schwellen (s. H-3-4). Dadurch wird verhindert, dass
Feuchte an die Schwellen der Holzrahmenbaukonstruktion gelangt.
Für die Schwellen sind entweder Hölzer der Resistenzklasse 3 oder besser zu verwenden
(z.B. Lärche, Douglasie, Kiefernkernholz). Alternativ sind die Schwellen entsprechend
der Gefährdungsklasse 2 nach DIN 68 800 zu imprägnieren (s. G-5-2). Dabei sind auch die
Schnittflächen der Schwellen zu berücksichtigen. Resistente Holzarten sind jedoch die
bessere Lösung, da auf chemischen Holzschutz verzichtet werden kann.
Abb. 1: Sockelausführung bei Holzfassaden
D - Details
4 - Sockel
Teil
Kapitel
1
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Sockelausführung von Verblendfassaden
Der Sockelbereich ist der Teil einer Fassade, der am stärksten beansprucht wird. Üblicherweise reicht der Sockelbereich bis etwa 30 cm über die Oberkante des Erdreichs (Abb. 2).
Als Übergang zum Erdreich ist dieser Bereich Spritzwasser ausgesetzt. Um das von der Fassade herabgelaufende Wasser schnell von der Konstruktion fortzuleiten, sollte das Gelände an dieser Stelle ein Gefälle von ca. 3° aufweisen. Zur weiteren Sicherheit empfiehlt sich
die Herstellung eines breiten Kiesbettstreifens und einer Dränage.
Umlaufend um das Fundament wird eine Folienschürze angeordnet, die zwischen dem
Beton und einer Polystyrol-Hartschaumplatte angeordnet wird. Diese Folienschürze endet
oberhalb des Quellmörtelbetts für die Schwellen (s. H-3-4). Dadurch wird verhindert, dass
Feuchte an die Schwellen der Holzrahmenbaukonstruktion gelangen kann.
Nach dem derzeitigen Stand des Normenwerks für Holzschutz (DIN 68 800) gilt die Verblendfassade als nicht ausreichend hinterlüftete Fassade. Deshalb muss bei Verblendmauerwerk vor Holzrahmenbaukonstruktionen noch eine sog. „wasserableitende Schicht“ angeordnet werden. Diese kann durch eine Folie hergestellt werden (s. D-5-1). Im Sockelbereich
ist sie bis an die untere Kante der Holzrahmenbauwand zu führen. Anfallende Feuchte wird
durch eine Folienschürze, die mit einer Klemmschiene an der Holzrahmenbauwand befestigt wird, durch die Lüftungsschlitze in der Verblendfassade nach außen geführt.
Für die Schwellen sind entweder Hölzer der Resistenzklasse 3 oder besser zu verwenden
(z.B. Lärche, Douglasie, Kiefernkernholz). Alternativ sind die Schwellen entsprechend der
Gefährdungsklasse 2 nach DIN 68 800 zu imprägnieren (s. G-5-2). Dabei sind auch die
Schnittflächen der Schwellen zu berücksichtigen. Resistente Holzarten sind jedoch die
bessere Lösung, da auf chemischen Holzschutz verzichtet werden kann.
Abb. 2: Sockelausführung bei Verblendfassaden
D - Details
4 - Sockel
Teil
Kapitel
2
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Sockelausbildung von Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) werden direkt auf die Außenbeplankung, z.B. eine
KRONOTEC WP 35, aufgebracht (s. E-2-2). Auch diese Konstruktion ist nicht hinterlüftet.
Die Funktion der wasserableitenden Schicht übernimmt in diesem Fall der Außenputz
(s. D-5-3).
Das WDVS wird bis ca. 30 cm oberhalb des Erdreichs geführt. An der unteren Kante wird
ein Sockelprofil montiert. Darunter wird eine Polystyrol-Hartschaumplatte (PS) angeordnet, die mit einen Sperrputz beschichtet wird (Abb. 3).
Zwischen PS-Hartschaum und Fundament wird umlaufend eine Folienschürze angeordnet. Diese Folienschürze endet oberhalb des Quellmörtelbetts für die Schwellen (s. H-3-4).
Dadurch wird verhindert, dass Feuchte an die Schwellen der Holzrahmenbaukonstruktion
gelangen kann.
Für die Schwellen sind entweder Hölzer der Resistenzklasse 3 oder besser zu verwenden
(z.B. Lärche, Douglasie, Kiefernkernholz). Alternativ sind die Schwellen entsprechend
der Gefährdungsklasse 2 nach DIN 68 800 zu imprägnieren (s. G-5-2). Dabei sind auch die
Schnittflächen der Schwellen zu berücksichtigen. Resistente Holzarten sind jedoch die
bessere Lösung, da auf chemischen Holzschutz verzichtet werden kann.
Abb. 3: Sockelausführung bei WDVS-Fassaden
D - Details
4 - Sockel
Teil
Kapitel
3
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Fassade mit Holzverschalung
Holzfassaden bedürfen einer sorgfältigen Planung und Ausführung im Hinblick auf den
konstruktiven Holzschutz.
Besonders zu beachten ist:
• Es sind ausreichend große Dachüberstände anzuordnen.
• Regenwasser muss an Holzteilen schnell abfließen können.
• Bei flach geneigten Oberflächen sollte Holzarten mit einer hohen Resistenzklasse der
Vorzug vor chemischer Schutzbehandlung gegeben werden.
• Im besonders gefährdeten Spritzwasserbereich (bis ca. 30 cm über dem Boden) sollte
auf eine Holzbekleidung ganz verzichtet werden (s. D-4-1).
• Die untere Kante der Fassadenbretter gerade kappen oder nur leicht schräg anschneiden (s. D-4-1).
Jedes Brett ist einzeln zu befestigen; überlappende Teile dürfen nicht durchgenagelt oder
geschraubt werden, da sonst die Gefahr von Rissbildung besteht. Ausfräsungen in profilierten Brettern sind bei horizontalen Bekleidungen immer so anzuordnen, dass Wasser
nach unten ablaufen kann.
Als Verbindungsmittel für die Unterkonstruktion müssen Nägel nach DIN 1052-2 verwendet werden. Sichtbar bleibende Verbindungsmittel müssen aus nicht rostendem Stahl
(Werkstoffnummer 1.4301 nach DIN 17440) hergestellt sein.
Ist eine farbige Behandlung der Fassade vorgesehen, so sollte in Fugen- oder Überlappungsbereichen vor der Montage eine farbgleiche Lasurbehandlung erfolgen, da sonst
beim Schwinden der Bretter helle Streifen sichtbar werden.
Die gängigsten Holzarten für Bretter als Außenbekleidung sind Lärche und Douglasie sowie als Importholz Western Red Cedar. Als Brettware für die Außenbekleidung kommen
folgende genormte Produkte in Frage:
• Gespundete Fasenbretter nach DIN 68122.
• Stülpschalungsbretter nach DIN 68123
• Profilbretter mit Schattennut nach DIN 68126.
Um eine hinterlüftete Holzfassade
herzustellen, müssen die Bretter
auf einer vertikal angeordneten
Lattung montiert werden. Weiterhin muss die Größe der Zu- und
Abluftöffnungen mindestens 2 %
der zu belüftenden Fläche betragen. In diesem Fall muss keine Folie
auf der Außenseite der Beplankung
angeordnet werden. (s. D-5-3)
Abb. 1: Holzfassade, hinterlüftet
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5 - Fassaden
Teil
Kapitel
1
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Fassade mit Holzverschalung, schwach und nicht hinterlüftet
Durch die Bauaufsichtliche Zulassung Z-9.1-565 „Kronotec Wand“ kann bei schwach und
nicht hinterlüfteten Vorhangschalen (Abb. 2) auf eine wasserführende Schicht verzichtet
werden. Lediglich im Bereich von Durchbrüchen und Öffnungen, sowie im Fußpunktbereich muß eine partielle wasserableitende Schicht angeordnet werden. Zugelassene Produkte für diesen Anwendungsbereich sind ausschließlich KRONOPLY OSB/3 und KRONOTEC
WP50.
Bei allen anderen Produkten ist eine wasserableitende Schicht erforderlich.
Abb. 2: Holzfassade, schwach hinterlüftet
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5 - Fassaden
Teil
Kapitel
2
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Fassade mit Verblendmauerwerk
Die Fassade eines Holzhauses übernimmt mehrere wichtige Funktionen. Zusammen mit
dem Dach bildet sie den Schutz der tragenden Konstruktion vor Witterungseinflüssen und
mechanischen Beanspruchungen. Als wichtiges Gestaltungselement hat die Fassade maßgeblichen Einfluss auf die gesamte Optik des Gebäudes. Zu statischen Zwecken darf die
Fassade nicht angesetzt werden. Als wartungsarme Variante der Fassadenausführung wird
im Holzrahmenbau oft das Verblendmauerwerk eingesetzt.
Nach dem derzeitigem Stand des Normenwerks für Holzschutz (DIN 68 800) gilt die Verblendfassade als nicht ausreichend hinterlüftete Fassade. Deshalb muss bei Verblendmauerwerk vor Holzrahmenbaukonstruktionen noch eine sog. „wasserableitende Schicht“
angeordnet werden. Diese kann durch eine Folie hergestellt werden. Der sd-Wert der Folie
muss ≤ 0,2 m betragen.
Die Luftschicht sollte immer belüftet ausgeführt werden. Die Lüftungsöffnungen
werden durch unvermörtelte Vertikalfugen gewährleistet. Auf 20 m2 Wandfläche (Türen
und Fenster eingerechnet) sollten die Lüftungsfugen insgesamt eine Fläche von 75 cm2
(jeweils oben und unten) aufweisen. Bei der gleichen Wandfläche sollte eine Fläche von ca.
50 cm2 Entwässerungsöffnungen vorhanden sein (s. D-4-2).
Die Verblendfassade ist am Holzrahmen-Wandelement mit bauaufsichtlich zugelassenen
Edelstahlankern zu befestigen. Die Verankerung muss immer in einem Stiel erfolgen. Pro
m² Wandfläche müssen 5 Anker mit einem Durchmesser von 3 mm angeordnet werden.
Bei Wandhöhen über 12 m und einem Schalenabstand zwischen 70 und 120 mm werden 5
Anker mit einem Durchmesser von 4 mm angeordnet. Der vertikale Abstand zwischen den
Ankern darf höchstens 500 mm, der horizontale höchstens 750 mm betragen.
An allen freien Rändern von Öffnungen und an Gebäudeecken
sowie entlang von Dehnungsfugen und an den oberen Enden
der Aussenschalen sind zusätzlich
3 Drahtanker je Ifdm Randlänge
anzuordnen. Durchdringungen
sollten immer dauerelastisch in
das Mauerwerk eingebunden und
nicht vermörtelt werden. Andernfalls können Rissbildung und
Feuchteeintrag die Folge sein.
Abb. 3: Verblendfassade
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5 - Fassaden
Teil
Kapitel
3
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Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem
In dem Bereich der Putzfassaden hat sich das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) durchgesetzt. Vorteilhaft ist die zusätzliche Wärmedämmung für die Außenwand, die Reduzierung der Wärmebrücken sowie ein großer Gestaltungsspielraum (s. E-2-2).
Diese Konstruktion ist nicht hinterlüftet. Die Funktion der wasserableitenden Schicht übernimmt in diesem Fall der Außenputz.
Allgemein wird bei der Verwendung eines WDVS eine Polystyrol-Partikelschaum- oder eine
Mineralfaserplatte mit stehenden Lamellen als Putzträger auf die außenseitige Beplankung gebracht. Diese wird dann mit einem speziellen Außenputz versehen.
Befestigt werden die Putzträger, indem sie z.B. auf einer KRONOPLY OSB oder einer KRONOTEC WP 35 verklebt oder verdübelt werden. Die Befestigung ist jedoch gemäß Bauaufsichtlicher Zulassung durchzuführen.
Soll als Fassade ein WDVS eingesetzt werden, so bedarf es einer Bauaufsichtlichen Zulassung, die auch für den Holzrahmenbau gelten muss. Diese Zulassung und die Herstellervorschriften für das WDVS regeln die Verarbeitung und Ausführung, die je nach Hersteller
unterschiedlich sind (s. E-2-2).
Abb. 4: Putzfassade mit WDVS
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5 - Fassaden
Teil
Kapitel
4
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Fenster in Holzfassaden
Aus der Vielzahl der verschiedenen Fenstertypen und Fassadenvarianten ergibt sich auch
eine Vielzahl unterschiedlicher Einbausituationen. Nachfolgend wird eine Möglichkeit des
Fensteranschlusses an eine Holzfassade dargestellt.
Die Fenster werden bündig mit der Außenkante der Holzrahmenbauwand montiert.
Die Montage der Fenster erfolgt mit sog. Fensterkrallen. Diese werden seitlich am Fensterrahmen und an den Leibungsstielen befestigt. Die Fuge zwischen Fensterrahmen und Fassade wird mit dauerelastischem Fugenmaterial abgedichtet. Der innenseitige Anschluss der
Luftdichtheitsebene an das Fenster ist sorgfältig auszuführen, um Leckagen zu vermeiden.
Als oberer Abschluss wird waagerecht eine Latte in der Luftschichtebene angeordnet,
oberhalb derer eine sog. Z-Folie aufgebracht wird. Seitlich, in den Fensterleibungen, werden Schalbretter als Leibungsabschluss montiert, die gegen den Fensterrahmen stoßen. Da
die waagerechte Latte und das Leibungsbrett von außen zum Teil sichtbar bleiben, sollten
sie auf der nach außen gewandten Seite gehobelt und in der Fassadenfarbe lasiert werden
(s. Abb. 1).
Die Schalung der Holzfassade wird über das Leibungsbrett und die waagerechte Latte
überstehen gelassen. Dadurch werden diese in der Ansicht zum Teil verdeckt. Zwischen
Latten und Fenster, bzw. Leibungsbrett und Fenster, wird ein elastisches Dichtungsprofil
angeordnet.
Bei allen hinterlüfteten Fassaden muss für eine ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt
werden (s. D-5-1). Diese ist auch im Bereich ober- und unterhalb der Fensterbänke und
-stürze einzuhalten.
Die untere Kante von Fassadenbrettern sollte gerade gekappt oder nur leicht schräg angeschnitten werden (s. D-4-1).
Die Fensterbank kann z.B. mit einem Aluminiumprofil hergestellt werden.
Abb. 1: Fensteranschluss an Holzfassade
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6 - Fensteranschlüsse
Teil
Kapitel
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Fenster in Verblendfassaden
Aus der Vielzahl der verschiedenen Fenstertypen und Fassadenvarianten ergibt sich auch
eine Vielzahl unterschiedlicher Einbausituationen. Nachfolgend wird eine Möglichkeit des
Fensteranschlusses an eine Verblendfassade dargestellt.
Im Bereich der Fensterrahmen werden Plattenstreifen aus KRONOPLY OSB umlaufend auf
die Leibungsstiele, KVH-Brüstungs- und Sturzbalken montiert. Diese Streifen werden über
die Leibung hinaus nach außen geführt, um dem Fenster als Aufstellfläche dienen zu können (Abb.2).
Um den späteren Fensterrahmen herum wird in der Luftschicht ein ca. 60 mm breiter
XPS-Streifen zur Verminderung der Wärmebrücke angeordnet.
Die Montage der Fenster erfolgt mit sog. Fensterkrallen. Diese werden seitlich am Fensterrahmen und an dem Plattenstreifen aus KRONOPLY OSB befestigt. Die Fuge zwischen
Fensterrahmen und Fassade wird mit dauerelastischem Fugenmaterial abgedichtet. Der
innenseitige Anschluss der Luftdichtheitsebene an das Fenster ist sorgfältig auszuführen,
um Leckagen zu vermeiden.
Bei Verblendfassaden werden die Fensterbänder nach Beendigung der Maurerarbeiten
eingebaut. Das Verblendmauerwerk wird mit ca. 5 cm Überstand über den Fensterrahmen
gemauert. Die äußere Fensterbank wird bei Verblendfassaden üblicherweise als Rollschicht
hergestellt.
Bei allen hinterlüfteten Fassaden muss für eine ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt
werden (s. D-5-1). Dazu werden bei Verblendfassaden Lüftungsfugen angeordnet. Diese
sind auch im Bereich ober- und unterhalb der Fensterbänke und -stürze einzuhalten.
Die wasserableitende Schicht (s. D-5-3) muss oberhalb der Lüftungsfugen wie am Sockel ­
(s. D-4-2) mit einer Klemmschiene befestigt werden, damit anfallende Feuchte durch die
Fugen nach außen geleitet werden kann.
Abb. 2: Fensteranschluss an Verblendfassade
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6 - Fensteranschlüsse
Teil
Kapitel
2
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Fenster in Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen
Aus der Vielzahl der verschiedenen Fenstertypen und Fassadenvarianten ergibt sich auch
eine Vielzahl unterschiedlicher Einbausituationen. Nachfolgend wird eine Möglichkeit des
Fensteranschlusses an ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) dargestellt.
Fenster werden bündig mit der Außenkante der Holzrahmenbauwand montiert. Die Montage erfolgt mit sog. Fensterkrallen. Diese werden seitlich am Fensterrahmen und an der
Holzrahmenbauwand befestigt. Der innenseitige Anschluss der Luftdichtheitsebene an das
Fenster ist sorgfältig auszuführen, um Leckagen zu vermeiden.
Bei der Verwendung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) empfiehlt es sich, die
Dämmplatten einige Zentimeter (vom Hersteller des WDVS abhängig) über die Leibungen
und den Sturz hinaus zu führen, um die Wärmebrücke zu reduzieren (Abb. 3).
In diesem Bereich wird eine Anputzleiste angeordnet, um einen sauberen Übergang
zwischen Fensterrahmen und Außenputz zu gewährleisten.
Im Sturzbereich ist eine Tropfkante vorzusehen, die den Abschluss des WDVS bildet.
Alle Profile und Formteile wie Anputzleisten und Fensterbänke sind vom gewählten System
abhängig. Daher sind bei Fensteranschlüssen mit WDVS-Fassade die Herstellerangaben zu
berücksichtigen. Das WDVS muss für die Verwendung im Holzrahmenbau bauaufsichtlich
zugelassen sein (s. E-2-2).
Abb. 3: Fensteranschluss WDVS-Fassade
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6 - Fensteranschlüsse
Teil
Kapitel
3
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Installationsebenen
Besonders wichtig ist im Holzrahmenbau die lückenlose Herstellung der Luftdichtheitsebene. Diese verhindert die Konvektion (s. G-2) in Bauteilen, die Kondensat zur Folge haben
kann. Konvektion ist in den meisten Fällen für unkontrollierte, schädliche Kondensatbildung im Bauteilquerschnitt verantwortlich, während Feuchteprobleme auf Grund von
Dampfdiffusion nahezu unbekannt sind.
Durch die innenseitige Beplankung mit geschosshohen KRONOPLY OSB Platten, die auf
dem Stiel gestoßen und deren Stöße mit Klebeband versehen werden, kann nach DIN
4108-7 die Luftdichtheitsebene hergestellt werden. Durch haustechnische Installationen
wie Steckdosen und Heizungsrohre wird diese jedoch durchbrochen.
Eine Möglichkeit, um die Luftdichtheitsebene herzustellen, ist die Montage einer Installationsebene. Sämtliche Leitungen und Rohre werden in der Installationsebene verlegt und
durchdringen somit nicht die innere KRONOPLY OSB Beplankung. Eine Installationsebene
verbessert wichtige bauphysikalische Werte von Außenwänden und des gesamten Gebäudes.
Neben der intakten Luftdichtheitsebene wird durch die zusätzlichen 60 mm Dämmung der
U-Wert der Wand erheblich verbessert und die Wärmebrücken werden reduziert.
Heizungs- und Wasserrohre müssen in jedem Fall gut gedämmt werden, um die Übertragung von Körperschall zu vermeiden (s. G-4). Gerade bei Decken besteht die Gefahr der
Schallübertragung. Daher müssen die Rohre in diesem Bereich mit einer schalldämmenden
Manschette ummantelt werden. Die Rohre sollten die Beplankung nicht berühren.
Montiert wird die Installationsebene, nachdem die aussteifende Gebäudehülle aufgestellt
wurde. Möglich ist jedoch auch die Montage an die Wandelemente bereits während der
Vorfertigung. Installationsebenen bieten wichtige Vorteile für das Gebäude. Dennoch
kann aus Kostengründen auf sie verzichtet werden. Dann ist jedoch besondere Sorgfalt auf
die korrekte Ausführung der Durchdringungen (s. D-7-2 und D-7-3) zu legen.
Abb. 1: Installationsebene an
der Innenseite einer Außenwand
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7 - Installationen
Teil
Kapitel
1
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Sanitärinstallationen
Haustechnische Installationen im Sanitärbereich bezeichnen sowohl Wasser- und Abwasserrohre als auch Sanitärelemente.
Nach Einführung der Energieeinsparverordnung wirken sich Wärmebrücken besonders nachteilig auf den U-Wert der gesamten Konstruktion aus (s. G-1). Daher sollte für Installationen
an und in der Außenwand immer eine Installationsebene angeordnet werden. Auch bei
Innenwänden ist die Anordnung einer Installationsebene aus Schallschutzgründen sinnvoll.
Werden Einbauspülkästen in die Wand integriert, muss der Spülkasten mit einer Dämmschicht ummantelt sein. Somit werden störende Spülgeräusche reduziert (s. G-4).
Bei der Wahl des passenden Stielquerschnitts für die Installationswand muss nicht nur die
Dicke des Rohres, sondern auch die Dicke der Manschette berücksichtigt werden.
Im Bereich der Manschette kann daher die KRONOPLY OSB Beplankung ausgeklinkt werden. Überdeckt wird diese Aussparung dann mit der Gipskartonplatte. Um die bauseitige
Montage der Rohre zu erleichtern, sollte die KRONOPLY OSB des betreffenden Gefachs mit
Schrauben befestigt werden, die nach Montage der Rohbaukonstruktion leicht entfernt
werden können, um die Beplankung auszuklinken und anschließend wieder zu befestigen.
Wird das Rohr vom Erd- in das Obergeschoss durch die Decke geführt, müssen das Kopfrähm der EG-Wand und das Fußrähm der OG-Wand bauseits ausgeklinkt werden (Abb. 2).
Wichtig ist die lückenlose Dämmung der Wand, um die Störgeräusche aus Wasser- und Abwasserrohren zu minimieren. Aus diesem Grund müssen sämtliche Hohlräume mit Mineralwolle oder einem anderen Dämmstoff lückenlos ausgefüllt werden (s. G-4).
Zu beachten sind außerdem die zulässigen Konsollasten für Hängetoiletten. Werden diese an der
Wand befestigt, sind die Herstellerangaben zu berücksichtigen. In manchen Fällen ist eine Verstärkung der Wand notwendig, die beispielsweise durch die Anordnung von Querhölzern zwischen den Stützen, an die das WC montiert und angehängt werden soll, vorgenommen wird.
Abb. 2: Verlegung von Sanitärrohren
D - Details
7 - Installationen
Teil
Kapitel
2
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Elektroleitungen / Steckdosen
Elektrische Leitungen werden in Innenwänden und in Außenwänden verlegt. Soll auf eine
Installationsebene verzichtet werden, so müssen die Steckdosen in die luftdichte Ebene auf
der Innenseite der Außenwand eingebaut werden.
Die Luftdichtheit wird dabei durch die Verwendung von luftdichten Hohlraumdosen
gewährleistet. Es ist auf die sorgfältige Abdichtung der Hohlraumdosen zu achten. Die
Durchführungen für die Elektroleitung und die Dose müssen nach der Montage sorgfältig
mit dauerelastischem Fugenmaterial oder Dichtfolie abgedichtet werden.
Auch bei der Verwendung von Installationsebenen sollten luftdichte Hohlraumdosen
angeordnet werden, um Luftströmungen innerhalb dieser Ebene vorzubeugen. Bei der
Planung der Installationsebene ist die Einbautiefe der Hohlraumdosen zu berücksichtigen.
Diese beträgt inklusive Beplankung 65 mm. Die Installationsebene sollte daher mit einer
Tiefe von mindestens 60 mm ausgeführt werden.
Die Verlegung der Leitungen wird bei der offenen Fertigung auf der Baustelle vorgenommen. Bei der geschlossenen Fertigung sind Leerrohre während der Vorfertigung in der
Werkhalle einzubringen.
Abb. 3: Elektro-Installation in Holzrahmenbauwand
D - Details
7 - Installationen
Teil
Kapitel
3
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Die Wirkungsweise von Unter- und Überzügen
Die Lasten aus den Obergeschossen von Gebäuden werden in den meisten Fällen durch
Stützen oder Wände der unteren Geschosse in das Fundament geleitet.
Dort, wo diese Stützen und Wände nicht angeordnet werden können, müssen die Lasten
mit Hilfe von Unter- oder Überzügen aufgenommen werden. An den Stellen, an denen die
Unter- und Überzüge aufliegen, werden die Lasten dann in andere Bauteile weitergeleitet
und in das Fundament eingetragen.
Unter- und Überzüge werden als sogenannter Biegeträger relativ stark durch Biegespannungen beansprucht.
Ausführungsarten von Unter- und Überzügen
• einfacher Unterzug
• deckengleicher Unterzug
• wandintegrierter Überzug
Wegen der starken Biegebeanspruchung kann einfaches Konstruktionsvollholz nur sehr
selten als Unter- oder Überzug verwendet werden. Zum Einsatz kommen daher vor allem
Brettschichtholz (BSH), Furnierstreifenholz oder sogar Stahlprofile.
Deckengleiche Unterzüge
Für sichtbar bleibende Balkenlagen bietet sich die Verwendung von tragfähigem BSH oder
Furnierstreifenholz an, da in diesen Fällen auch die Unterzüge sichtbar bleiben. Nicht sichtbare Balkenlagen bieten den Vorteil, dass auf das Aussehen des Unterzuges keine Rücksicht genommen werden muss. Deshalb eignen sich für diesen Zweck auch Stahlprofile, die
bei kleineren Querschnitten höhere Tragfähigkeiten als vergleichbare Holzträger haben.
Der Einsatz von Stahlprofilen ist also besonders dann interessant, wenn für die Aufnahme
hoher Lasten BSH- oder Furnierstreifenholzträger entweder aus statischen oder konstruktiven bzw. aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr sinnvoll sind.
Nach Möglichkeit sollten deckengleiche (also in der Ebene der Deckenbalken angeordnete)
Unterzüge vorgesehen werden, da diese Konstruktion einige Vorteile bietet:
• Das Lichtraumprofil wird nicht unnötig eingeschränkt und auf aufwändige Ausklinkungen in den Wänden kann verzichtet werden.
• Der Unterzug wird direkt auf das Kopfrähm der Wandkonstruktion aufgelegt (s. D-8-2).
Überzüge
Kann ein Unterzug nicht angeordnet werden, wird die Last mit Hilfe eines wandintegrierten Überzuges abgeleitet (s. D-8-4), der überwiegend als Doppel-T-Träger aus Stahl
hergestellt wird.
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8 - Unter- und
Überzüge
Teil
Kapitel
1
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Montage deckengleicher Unterzüge aus BSH und Furnierstreifenholz
Deckengleiche Unterzüge aus Brettschichtholz (BSH) oder Furnierstreifenholz werden oberhalb von Stützen aufgelagert, die unter dem Kopfrähm in die Wand integriert sind. Über
diese Stützen werden die Lasten aus den oberen Geschossen in den Unterzug und dann in
das Fundament abgetragen. Ist es wegen einer Wandöffnung - z.B. Fenster oder Türen nicht möglich, die erforderlichen Stützen in die Wand einzubauen, wird der Unterzug mit
statisch nachzuweisenden Balkenschuhen am Randbalken befestigt.
Die Deckenbalken verlaufen in der Regel rechtwinklig zum Unterzug und werden an diesem ebenfalls mit Balkenschuhen angeschlossen.
Die Montage deckengleicher Unterzüge aus Stahl
Aufwändiger gestaltet sich der Anschluss eines Stahl-Unterzuges, wenn keine wandintegrierte Stütze als Auflager zur Verfügung steht.
An der Stirnseite des Stahlträgers wird eine Kopfplatte angeschweißt. Die Kopfplatte wird
mit Passbolzen am Randbalken befestigt. Der Bolzenkopf ist in der außenseitigen Beplankung zu versenken und luftdicht abzukleben. Da der Randbalken in dieser Situation hohe
Kräfte aus dem Unterzug aufnehmen muss, wird er im Verbindungsbereich meist mit Zusatzbalken verstärkt (Abb. 1).
Die Dicke der Kopfplatte, der Durchmesser der Passbolzen und die Dicke der Schweißnähte
sind statisch zu bemessen.
Randbalken aus BSH und Furnierstreifenholz sind relativ dimensionsstabil. Für Randbalken
aus Konstruktionsvollholz (KVH) hingegen besteht die Gefahr nachträglichen Schwindens.
Deshalb sollte bei der Montage des Unterzuges an einen Randbalken aus KVH zwischen
der Oberkante des Randbalkens und der Oberkante des Trägers ein Höhenunterschied von
10 - 20 mm eingehalten werden.
Abb. 1: Anschluss Unterzug an Randbalken
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8 - Unter- und
Überzüge
Teil
Kapitel
2
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Anschluss von Deckenbalken an deckengleiche Unterzüge aus Stahl
Die Deckenbalken werden auf den unteren Flansch des Stahlträgers aufgelegt. Da die Deckenbalken in der Regel höher sind als die Steghöhe des Stahlträgers ist, müssen die Balken
an der Oberseite ausgeklinkt werden (Abb. 2).
Gewalzte Stahlprofile haben im Übergangsbereich vom Flansch zum Steg eine Rundung.
Damit die Deckenbalken sich beim Auflegen dieser Rundung anpassen, müssen sie am unteren Teil der Stirnseite mit einer Fase von 45° angeschrägt werden.
Schmale Doppel-T-Träger haben den Nachteil, dass auch die Flansche relativ schmal sind
und deshalb oft zu wenig Auflagerfläche für die Deckenbalken bieten. Daher sollten
bevorzugt Doppel-T-Träger mit breiten Flanschen verwendet werden (beispielsweise HEA
oder HEM).
Der Anschluss des Unterzuges an den Randbalken erfolgt entweder mittels einer angeschweißten Kopfplatte oder über eine für diesen Zweck angeordnete wandintegrierte
Stütze. Die Stützen sind statisch zu bemessen. Da der Unterzug relativ hohe Lasten weiterleitet, ist außerdem zu beachten, dass die zulässige Pressung des Stahlunterzuges auf dem
Kopfrähm (im Lasteintragungsbereich über der Stütze) nicht überschritten wird.
Abb. 2: Anschluss Deckenbalken an Unterzug
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8 - Unter- und
Überzüge
Teil
Kapitel
3
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Die Montage von Überzügen aus Stahl
Im Gegensatz zu Unterzügen werden Überzüge oberhalb der Deckenbalken angeordnet
(Abb. 3). Die Deckenbalken liegen in diesem Fall nicht auf einem Unterzug auf, sondern
werden von unten an den Unterzug „angehängt“. Sie werden immer dann angeordnet,
wenn Unterzüge aus konstruktiven Gründen nicht ausgeführt werden können.
Überzüge werden in Wände eingebaut, die oberhalb der Deckenbalken-Ebene liegen.
Dazu wird auf die Deckenbalken zunächst ein Fußrähm gelegt, auf dem wiederum ein
Stahlprofil angeordnet wird. Die Deckenbalken werden dann von unten durch das Fußrähm mit Bolzen am Flansch des Stahlträgers befestigt.
Der Überzug sowie alle Teile, die Kräfte aus den Deckenbalken in den Stahlüberzug eintragen, müssen statisch bemessen werden. Dazu gehören auch die Bolzen und die Unterlegscheiben.
Vor der Auswahl des Stahlprofils sollten zwei Dinge beachtet werden:
• Obergeschosswandquerschnitte sind in der Regel 10 cm dick. Um die Beplankung der
Wand an dem Profil vorbeiführen zu können, muss der Stahlträger schmaler als das
Holzrahmenwerk sein
• Überzüge sind starken Biegespannungen ausgesetzt. Es bieten sich deshalb Träger mit
einem hohen Steg und dicken Flanschen an, die Biegespannungen gut aufnehmen können.
Übliche Profile für Überzüge sind z.B. I- oder IPE-Träger.
Bei sichtbaren Balkenlagen sind die Bolzen zu versenken und die Löcher mit Querholzdübeln zu verschließen. Bei nicht sichtbaren Balkenlagen sind die Bolzenköpfe ggf. soweit zu
versenken, dass die untere KRONOPLY OSB Beplankung vorbeigeführt werden kann.
Abb 3: Überzug auf Deckenbalken
D - Details
8 - Unter- und
Überzüge
Teil
Kapitel
4
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Fußböden mit KRONOPLY OSB
Der Einsatz der KRONOPLY OSB als Fußbodenplatte bietet viele Vorteile. Als Ersatz zur
V100 Spanplatte können Fußbodenplatten aus KRONOPLY OSB wegen der höheren Steifigkeiten deutlich dünner gewählt werden. Ebenfalls tragfähiger sind die Nut- und Federverbindungen.
Fugen
Die KRONOPLY OSB Platten werden z.B. mit einem BTI PUR-Leim D4 in den Nut- und Federverbindungen verklebt. Um eine schalltechnische Trennung zu den angrenzenden Räumen
zu gewährleisten, wird am Rand eine Dehnungsfuge (ca. 1-2 cm) angeordnet. Dadurch
werden Zwängungen vermieden, die bei Holzwerkstoffen auf Grund des Quellverhaltens
auftreten können.
In diese Fuge wird ein Randdämmstreifen eingelegt. Auch im Bereich von Türöffnungen
sollte eine Trennfuge eingeplant werden. Bei großen Bodenflächen sollten diese Fugen alle
4 bis 5 m eingebaut werden (s. E-1-4).
Unterkonstruktion
Im Erdgeschoss erhält man eine gute Wärmedämmwirkung durch Verlegung auf einer
ausreichend druckfesten Wärmedämmplatte z.B. aus Polystyrol PS 30. Ist die Wärmedämmplatte nicht ausreichend drucksteif, kann es bei punktuellen Lasten oder ungleichmäßigen
Belastungen zu teilweisen Eindrücken kommen. KRONOPLY OSB kann auch auf einer
Lattenkonstruktion verlegt werden. Die Latten sollten so angeordnet werden, dass alle
Plattenstöße hinterlegt sind. Zwischen den Latten wird eine Wärmedämmung eingelegt.
Der Feuchteschutz gem. DIN 18195 ist zu berücksichtigen. Zum Schutz gegen aufsteigende
Feuchte kann eine geeignete Folie auf dem Rohfußboden angeordnet werden.
Befestigung
Bei Montage auf einer Lattenunterkonstruktion können die Platten mit Schrauben befestigt werden. Schraubenbefestigungen verhindern durch die Vorspannung relativ zuverlässig spätere „Knarr“-Geräusche.
Erforderliche Plattenstärke
Die Auswahl der richtigen Plattenstärke und Unterkonstruktion sollte vom Fachmann oder
einem qualifizierten Planer vorgenommen werden.
Die erforderliche Plattendicke richtet sich nach den Belastungen und der Ausführung der
Unterkonstruktion (Lattenabstand). Gebräuchliche Dicken sind 18-22 mm. Die Abstände
der Unterkonstruktion bei üblichen Belastungen beginnen bei ca. 40 cm. Bei Verlegung auf
drucksteifen wärme- oder schalldämmenden Platten ist mindestens eine Plattenstärke von
15 mm zu wählen. Bei hohen Flächen- oder Einzellasten ist die Plattenstärke entsprechend zu erhöhen. Treppenwangen oder schwere Einbauregale sind grundsätzlich bis zum
Rohfußboden zu führen. Die KRONOPLY OSB ist an dieser Stelle großzügig auszuklinken
und die Fugen sind mit dauerelastischem Fugenmaterial (z.B. BTI „SI-N“) zu füllen.
Tipp: Für die individuelle Vorbemessung der erforderlichen Plattenstärken und Unterkonstruktionsabstände können Sie den KRONOPLY OSB-Rechner verwenden. Dieser steht
Ihnen kostenfrei im Internet unter der Adresse www.kronoworld.com im Tools-Bereich zur
Verfügung.
E - Anwendungs
technik
1 - Ausbau
Teil
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Fußbodenheizung unter KRONOPLY OSB
Kronoply OSB wird überwiegend als schwimmender
Bodenbelag, aber auch als raumabschließender Bodenbelag eingesetzt. In beiden Fällen ist es möglich eine
Fußbodenheizung unterhalb der Kronoply OSB anzuordnen.
Es ist jedoch darauf zu achten, dass dies nur für Warmwasser-Fußbodenheizungen gilt. Verlegen Sie keine
KRONOPLY OSB oder andere Holzwerkstoffe, wie auch
­Laminatboden, auf eine elektrische Fußbodenheizung!
Durch die schnellen Aufheizphasen von Elektrofuß­bodenheizungen im Vergleich zu Warmwasser-Fußbodenheizungen kann es aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit von Holzund Holzwerkstoffen zu einem Hitzestau unterhalb der KRONOPLY OSB Platte kommen.
Außerdem ist bei der Verwendung von OSB auf einer Fußbodenheizung die wärme­
dämmende Wirkung der Platten zu beachten, d.h. je größer die Plattenstärke, desto länger
wird die Vor- und Nachlaufzeit der Fußbodenheizung. Deshalb empfehlen wir, eine Plattenstärke von 15 mm zu verwenden.
Wenn zwischen Fußbodenheizung und OSB noch eine Trittschalldämmung verlegt werden
muss, empfiehlt sich die Verwendung einer Rippenwellpappe. Diese hat im Vergleich zu
Polystyrol oder ähnlichen Produkten nur eine geringe wärmedämmende Wirkung.
E - Anwendungs
technik
1 - Ausbau
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Schwimmende Verlegung von KRONOPLY OSB
Kronoply OSB mit 4-seitiger Nut- Federverbindung eignet
sich sehr gut zur schwimmenden Verlegung auf unterschiedlichen Fußbodenaufbauten. Häufig wird im Sanierungs- und Neubaubereich eine Ausgleichsschüttung auf
die Rohdecke aufgebracht, um unterschiedliche Höhen
auszugleichen, aber auch um bessere Schallwerte zu
erreichen.
Folgendes ist dabei zu beachten:
Die Schüttung wird gleichmäßig verteilt und anschließend mit einem Richtscheit glattgezogen. Um ein Verschieben der Schüttung zu verhindern, sollten Punktlasten vermieden werden. Legen Sie provisorisch auf der
Fläche einige Kronoply OSB Platten als Laufweg aus.
Bevor Sie mit der Verlegung der Kronoply Nut- und Federplatten beginnen, sollte auf die Schüttung entweder
eine Polystyrolplatte, eine dünne Hartfaserplatte oder
einfach nur eine aufgeschäumte Trittschallfolie verlegt
werden. Dadurch vermeiden Sie, dass sich die Schüttung
beim Zusammenschieben der Kronoply OSB Verlegeplatten in die Nut- Federverbindung legt und ein paßgenaues
Zusammenfügen verhindert. Die Varianten mit Hartfaser- oder Polystyrolplatten haben den Vorteil, dass die
Ausgleichsschüttung nicht punkt- sondern flächenbelastet wird. Während der Verlegung ist außerdem darauf zu
achten, dass bei schwimmender Verlegung von Kronoply
OSB umlaufend ein Abstand von 15 mm zu allen angrenzenden Bauteilen einzuhalten ist.
E - Anwendungs
technik
1 - Ausbau
Teil
Kapitel
3
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Dehnungsfugen für KRONOPLY OSB
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
Kronoply OSB wird oft als Fußbodenplatte für größere Flächen verwendet. Dabei kann das Produkt sichtbar bleiben, oder mit einem
Bodenbelag abgedeckt werden. Unabhängig in welcher Schicht des
Fußbodens die Verlegung ausgeführt wird, ist es von besonderer
Wichtigkeit, dass Dehnungsfugen eingehalten werden, damit es bei
feuchtebedingten Formänderungen nicht zu Aufwölbungen kommt.
Deshalb muß an allen Wänden, Vorsprüngen sowie Elementen, die aus dem Boden ragen
(Rohre, Leitungen, Schwellen, Säulen, Raumteiler usw.) eine Dehnungsfuge von mind. 15 mm
vorgesehen werden. In Räumen mit über 10,00 m Ausdehnung in eine Richtung, ist eine
zusätzliche Dehnungsfuge von 15 mm in der Fläche vorzusehen. Dabei ist es unabhängig
davon, ob der Raum in Längs oder Querrichtung zu den Kronoply OSB Verlegeplatten grösser als 10,00 m ist. Bei Räumen mit einer Länge von mehr als 20 m Länge, müssen zwei
Dehnungsfugen in der Fläche angeordnet werden. Dehnungsfugen zu den Wänden werden
üblicherweise mit Fußleisten abgedeckt. Die Abdeckung von Fugen in der Fläche erfolgt mit
speziellen Dehnungsprofilen. Bei der Befestigung von Leisten oder Abdeckprofilen muß auf
jeden Fall darauf geachtet werden, dass diese nicht mit der Kronoply OSB Platte verschraubt
werden, da sonst die schwimmende Verlegung aufgehoben wird.
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Kapitel
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Beschichtung von Kronoply OSB - Fußböden
Kronoply OSB-Platten haben eine sehr dekorative Oberfläche und werden deshalb oft
sichtbar eingesetzt. Dabei wird Kronoply OSB als Fertigfußboden, für Möbel, Regale,
Decken-, Wandpaneele ... verwendet. Dazu ist es sinnvoll die Platten vor Verschmutzung
und Beanspruchung zu schützen und die Oberflächen bei Bedarf auch farblich zu gestalten.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zwischen geschliffenen Kronoply OSB und
Kronoply OSB mit ContiFinish Oberfläche zu unterscheiden, wobei die meisten Platten mit
der ContiFinish Oberfläche ausgeliefert werden. Zur Info: ContiFinish ist die Bezeichnung
für die ungeschliffene Platte. Im konstruktiven Bereich hat diese abweisende Oberfläche
sehr viele Vorteile, zur direkten Beschichtung sollten jedoch ausschließlich lösemittelhaltige PU (DD) Lacke verwendet werden. Bei anderen Beschichtungssystemen sollte die
ContiFinish Oberfläche an- bzw. abgeschliffen werden. Für diesen Fall ist es sinnvoller
gleich eine geschliffene Platte zu verwenden.
Auf die geschliffene Oberfläche kann jede Beschichtung aufgetragen werden, die für Vollholz geeignet ist
wie z.B. Lacke, Öle, Wachse oder Lasuren. Diese sind
üblicherweise in mehreren Lagen aufzubringen, wobei
vor allem nach dem Erstanstrich ein Zwischenschliff
vorgenommen werden sollte. Wie bei Vollholz, stellen
sich nach dem ersten Anstrich die Holzfasern auf, wodurch die Oberfläche erst einmal rauh wird. Wenn ein
Beschichtungssystem auf Wasserbasis verwendet wird,
können die Strands an der Oberfläche leicht anquellen.
Aus diesem Grund ist bei wasserbasierenden Lacken
in der Regel ein zusätzlicher Anstrich mit einem jeweiligen Zwischenschliff erforderlich. In der Regel sollten
mindestens drei Lagen aufgetragen werden.
Beschichtungsempfehlungen sind auf
www.kronoworld.com
unter „Infomaterial - techn. Informationen“ abrufbar.
Abb. 1: Fußboden mit Kronoply OSB
Eine Eigenart der OSB-Platten sind die sogenannte Nester. Dies sind kleine Fehlstellen, die
durch die Überlappung der Strands entstehen, welche durch schleifen nicht beseitigt werden können. Eine absolut glatte Oberfläche kann nur durch Verspachteln erzielt werden.
Dies ist z.B. durch ein Gemisch aus Leim und dem Schleifstaub der Platte möglich. Es gibt
auch spezielle Spachtelmassen, die dafür verwendet werden können. Zum Beispiel eignet
sich dafür ein 2-Komponenten Holzspachtel mit einem Kiefer-Farbton.
Es ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei Kronoply OSB um ein Naturprodukt handelt. Je
nach Jahreszeit oder Einschlagsgebiet des Holzes kann das aussehen oder der Farbton der
Platten variieren. Durch ungünstige Witterungs- und Lagerbedingungen kann sich Kiefernholz sehr schnell durch Bläue verfärben. Eine Verarbeitung von verblautem Holz kann nicht
ausgeschlossen werden, was dazu führt, dass blaue Strands zu sehen sind. Die technischen
Eigenschaften werden durch Bläue jedoch nicht beeinflusst. Bei größeren Flächen sollten
die Platten gemischt werden, um ein unregelmäßiges Muster zu erhalten.
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Teil
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Beschichtung von Kronoply OSB – Bodenbeläge
Kronoply OSB soll bei Verwendung als Fußboden nicht immer sichtbar gelassen oder nur
beschichtet werden. Oft wird die Verlegung von Bodenbelägen auf Kronoply OSB gewünscht. Dabei sollte man zuerst unterscheiden ob der Belag schwimmend verlegt oder
mit der Kronoply OSB verklebt werden soll.
Bei der schwimmenden Verlegung, z.B. mit Kronotex Laminatboden, werden keine Ansprüche an die Oberfläche der Kronoply OSB – Platte gestellt, da keine Verbindung mit
dieser besteht.
Wenn der Belag mit Kronoply OSB verklebt werden soll, ist jedoch einiges zu beachten. So
ist Kronoply OSB als Untergrund zur Verklebung von Parkett bedingt geeignet. Voraussetzung ist, die Oberfläche anszuschleifen oder die Verwendung einer Kronoply OSB mit
geschliffener Oberfläche. Die Kronoply OSB sollte, besonders bei Hartholzparkett, stärker
sein als das Parkett, um einen stabilen Gegenzug zu bieten und Verformungen zu vermeiden. Denn Hartholz quillt und schwindet stärker als Kronoply OSB. Die Verwendung eines
leicht elastischen Klebstoffs ist empfehlenswert, um eine geringfügige Entkopplung zu
bieten. Generell ist zu empfehlen, dass eine Verklebung von Parkett mit Kronoply OSB nur
von Fachbetrieben ausgeführt werden sollte.
Andere Bodenbeläge, wie Linoleum-, PVC-, Teppich-, oder Korkfußboden sind zur Verklebung mit Kronoply OSB geeignet. Dabei ist die Verwendung von geschliffenen KronoplyOSB – Platten mit Nut und Feder empfehlenswert. Geschliffene Platten haben eine ebenere Oberfläche und ermöglichen eine bessere Haftung des Klebstoffs. Die Nut und Federverbindungen sollten mit PUR-Klebstoff verklebt werden. Dadurch kann eine Rißbildung
im Stoßfugenbereich vermieden werden. Umlaufend sollte ca. 1,5 cm Randabstand zur
Wand eingehalten werden. Nach der Verlegung der OSB – Platten und vor der Aufbringung des Bodenbelages sollte man ca. 3 Tage warten, damit sich die Platte den klimatischen
Bedingungen des Raumes anpassen kann. Anschließend kann der Bodenbelag aufgeklebt
werden.
Generell ist die Anordnung von Dehnfugen zu Beachten (s. E-1-4).
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Tapezieren und Beschichten der Innenwand
Die Innenseiten der Wände werden in der Regel tapeziert. Wegen der ansprechenden
Oberfläche finden viele Hausbesitzer aber auch KRONOPLY OSB mit transparenter oder
farbiger Beschichtung attraktiv.
Tapezieren auf KRONOPLY OSB
Wie alle Holzwerkstoffe bewegt sich KRONOPLY OSB unter dem Einfluss von Feuchteveränderung geringfügig, d.h. die Platten „arbeiten“. Bei einem direkten Aufbringen von Tapeten auf KRONOPLY OSB besteht daher die Gefahr, dass die Tapete über den Fugenstößen
aufreißt. Wenn es in der Vorfertigung umsetzbar ist, kann durch den Einsatz von geschliffenen, großformatigen KRONOPLY OSB eine fugenlose Fläche erreicht werden. Sonst sollte
als Untergrund für Tapeten eine Gipskarton- oder Gipsfaserplatte auf die KRONOPLY OSB
geklammert oder geschraubt werden. Diese werden anschließend verspachtelt und bieten
einen einwandfreien Verlegeuntergrund für Tapeten. Vor dem Tapezieren kann der Auftrag eines sog. „Tapetengrund“ auf der KRONOPLY OSB oder der Gipsplatte zur Reduzierung der Saugfähigkeit des Untergrundes erforderlich sein.
Beschichten von KRONOPLY OSB
Für eine optimale Oberfläche eignen sich sehr gut offenporige, farblose Anstriche, die in
das Holz eindringen. Sie erzeugen auch keinen Film, der durch ein evtl. „Arbeiten“ der
Strands abplatzen oder abblättern könnte.
Die Plattenstöße können mit geeignetem Fugendichtmittel geschlossen werden. Alternativ
können die Stöße auch mit Kunststoff- oder Metallprofilen sowie mit Holzleisten ansprechend abgedeckt oder in die Gestaltung mit einbezogen werden. Im Regelfall ist die
KRONOPLY OSB-Platte vor dem Anstreichen anzuschleifen, um die Haftung der Farbe auf
der Platte sicherzustellen und eine gute Durchdringung zu erzielen. Außerdem ist die Verarbeitung einfacher und es ergibt eine schönere Optik. Alternativ kann auch von vornherein eine KRONOPLY OSB mit geschliffener Oberfläche eingesetzt werden. Ggf. sind
mehrfache Anstrichdurchgänge erforderlich, um die kleinen Unebenheiten zwischen den
Strands auszufüllen.
Ob eine gewünschte Beschichtung geeignet ist, bestätigt der Hersteller einer Farbe oder
Lasur. Er beschreibt auch genau, wie die Beschichtung zu applizieren ist.
Für die Beschichtung von KRONOPLY OSB liegen uns Beschichtungsempfehlungen einiger
Hersteller vor. Diese können im Kronoworld-Service-Center angefordert werden.
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Anwendung von KRONOPLY OSB in Nassbereichen
Räume wie z.B. das Badezimmer sind auf Grund vorübergehend
hoher Luftfeuchte und Spritzwasser der Feuchte in erhöhtem
Maße ausgesetzt. Beim Einsatz von Holzwerkstoffen in Nassbereichen sind daher besondere Maßnahmen zu treffen.
Schutz der Holzwerkstoffe
Grundsätzlich sind die Holzwerkstoffe vor dem direkten Kontakt mit Feuchte zu schützen. Das heißt, dass eine flächige Trennung zwischen Beplankung und Raumklima vorzunehmen ist.
Im Regelfall werden die Wand- und Fußbodenbeplankungen befliest. Sowohl die Fliesen
als auch der Fliesenkleber müssen entsprechend feuchteundurchlässig sein. In Räumen
mit Nassbereichen, also z.B. in Räumen mit Wannen und Duschen, sind zusätzlich flächige
Abdichtungen oberhalb der Platte notwendig. Dies kann für KRONOPLY OSB zum Beispiel
mit einer PE-Folie erreicht werden, die fachgerecht an Wannenrändern und Wänden anzuschließen ist.
Abdichtung von Fugen, Anschlüssen und Durchdringungen
Besondere Sorgfalt ist auf die Abdichtung von Anschlüssen und Durchdringungen zu
legen. Dazu gehören z.B. alle Rohrdurchführungen von Armaturen, aber auch kleinere
Durchdringungen oder Befestigungen in der Wand dürfen nicht vergessen werden. Nicht
immer ist dafür eine Fugenmasse die optimale Wahl. Im Fachhandel sind spezielle Manschetten erhältlich, welche diese Aufgabe meist zuverlässiger erfüllen.
Wenn Fugen mit Fugendichtmasse ausgefüllt werden, muss die Eignung der Fugenmasse
sichergestellt sein. Die Fugenmasse muss dehnfähig genug sein, um den Bewegungen im
Fugenbereich dauerhaft folgen zu können. Eine Mindestfugenbreite von 5 mm sollte nicht
unterschritten werden.
Fliesen auf KRONOPLY OSB
Zum Befliesen von KRONOPLY OSB sollten nur Systeme verwendet werden, für die vom
Hersteller eine Verarbeitungsempfehlung vorliegt. Beim Befliesen von Holzwerkstoffplatten werden fast ausschließlich hochflexible Fliesenkleber eingesetzt. Ein Problembereich
beim Befliesen von Holzwerkstoffplatten sind die Plattenstöße. In diesem Bereich können
Bewegungen (durch Quellen und Schwinden) der Platten stattfinden und es kann in diesem Fall über den Stößen zum Riss in der Fliesenfläche kommen. Wenn es die Umstände
zulassen, kann durch den Einsatz von geschliffenen, großformatigen KRONOPLY OSB eine
fugenlose Fläche erreicht werden. Sonst sollte auf die KRONOPLY OSB vor dem Befliesen
eine geeignete Fliesenträgerplatte aufgebracht werden.
Um Feuchteschäden in Nassbereichen zu vermeiden, empfehlen wir dringend, einen Sanitärfachmann zu Rate zu ziehen. Er kann auch die Abdichtungen und dauerelastischen
Fugen fachgerecht ausführen. Vor dem Befliesen der Wände sollte die Beratung durch den
Fliesenleger erfolgen.
Für das Befliesen von KRONOPLY OSB liegen uns Empfehlungen von Herstellern für Fliesenkleber vor. Diese können im Kronoworld-Service-Center angefordert werden.
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Abklebung von Stoßfugen
Zunächst ist es wichtig zwischen Stoßfugen der Innen- und der Außenseite der Beplankung
zu unterscheiden. Innen sollte die Konstruktion luftdicht und außen winddicht sein. Dabei
sind die unterschiedlichen Anforderungen an Wärmeschutz und Bauphysik zu beachten.
Innen
Bei der innenseitigen Beplankung ist die luftdichte Ausführung von besonderer Bedeutung. Denn vor allem das Eindringen von feuchter Rauminnenluft in die Konstruktion gilt es
zu verhindern, ansonsten kann es zu Feuchteschäden in der
Konstruktion kommen. Des Weiteren werden durch die luftdichte Ausführung der Gebäudeinnenhülle Wärmeverluste
vermieden und somit die Energiekosten stark reduziert. Die
Luftdicht­heit von Gebäuden wird mit Hilfe eines Blower-DoorTests gemessen.
Eine Standard Wandkonstruktion besteht beispielsweise aus einer innenseitigen Kronoply
OSB, als Dampfbremse und einer Gipskartonplatte. Beide Platten können bereits als Luftdichte Ebene angesehen werden. Dabei ist lediglich darauf zu achten, dass die Gipskartonplatten stoßversetzt zur Kronoply OSB verlegt werden. In diesem Fall sollten lediglich die
Fugen an Gebäudeecken, an Übergängen von Wand zur Decke oder Boden, sowie Anschlüsse und Durchdringungen, wie bei Fenstern oder Lüftungsrohren abgeklebt werden.
Bei einer Installationsebene sind jedoch alle OSB-Fugen abzukleben. Für die Abklebungen
an der Innenbeplankung können die dafür üblichen Klebebänder verwendet werden. Beispiele von Herstellern wären BTI, Siga, Ampack, ProClima ...
Außen
Eine außenseitige Beplankung muss nur winddicht ausgeführt werden. D.h. das Durchströmen der Wärmedämmung, bzw. der Konstruktion von kalter Außenluft ist zu vermeiden.
Wenn die äußere Beplankung mit der Unterkonstruktion befestigt wird, um die statische
Aussteifung zu erzielen, kann dies als winddichte Verbindung betrachtet werden. Abklebungen sind nur im Bereich von Übergängen zu anderen Bauteilen oder Anschlußfugen
erforderlich. Die Abklebung im Außenbereich ist aber eher wichtig, um das Eindringen von
Wasser und Feuchte in die Konstruktion zu vermeiden. Dies betrifft vor allem Anschlüsse
von Kehlen, im First, bei Fenstern, Dachfenstern, Schornsteinen, Entlüftungsrohren, etc..
Für diese Bereiche können die Übergänge mit Hilfe von diffusionsoffenen Folien ausgeführt werden. Dabei sollte die Folie mit einem Klebeband an die Platte und mit entsprechenden Mitteln am angrenzenden Bauteil verklebt werden.
Für Abklebungen im Außenbereich können nur auf Buthyl-Kautschuk basierende Klebebänder empfohlen werden, da nur diese frostbeständig sind. Wir empfehlen für unsere
Kronotec MDF-Platten und Kronoply OSB beispielsweise das Klebeband „Ampacoll BK 535“
der Firma Ampack zu verwenden. Dieses wurde von verschiedenen Stellen geprüft und
kann ohne vorprimern mit der Platte verklebt werden. Zu beachten ist, dass die Klebestellen sauber, trocken, fett- und staubfrei sein müssen!
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„Kaltdach“ mit KRONOTEC MDF
Neben voll gedämmten Dachkonstruktionen werden
manche Dächer nur teilweise oder gar nicht mit einer
Wärmedämmung ausgeführt. Der Dach- oder Spitzboden bleibt unbeheizt und die darunter liegende
Decke oder Kehlbalkenlage wird gedämmt.
In einem Bereich ist damit die Dachkonstruktion
­außen mit Kronotec Dachplatten beplankt, die
Sparren sind voll gedämmt und innenseitig ist eine
Dampfbremse, wie z.B. eine Kronoply OSB angebracht. Dies stellt einen üblichen diffusionsoffenen
Aufbau dar.
Im unbeheizten Bereich des Daches ist die Kronotec Dachplatte als alleinige Beplankung
montiert. Bauphysikalisch gesehen ist die Platte für diesen Bereich nicht vorgesehen, da
die Funktion als diffusionsoffene Außenbeplankung nicht gegeben ist. Um nun aus klimatischen Gründen Feuchteschäden zu vermeiden, sind einige Punkte zu beachten.
1. Es ist eine Firstentlüftung auszuführen, bei schwierigen Dachgeometrien oder bei geringer Dachneigung ist auch teilweise eine Belüftung im Bereich der Traufe zu empfehlen.
Gründe:
Wenn z.B. im Frühling oder Herbst am Tag der Dachraum durch Sonneneinstrahlung
aufgeheizt wird und in der Nacht die Außentemperaturen sinken, ist eine schnelle Angleichung von Innen- und Außentemperatur erforderlich. Wenn dies durch eine fehlende Firstentlüftung verhindert wird, kommt es zu einem kritischen Temperaturunterschied zwischen Dachraum und der abkühlenden Kronotec Dachplatte. Als Folge bildet
sich Kondensat an der Plattenunterseite mit möglichem Schimmelpilzbefall.
2. Der gedämmte und ungedämmte Bereich der Dachkonstruktion sind voneinander abzusperren. D.h. der Übergang sollte mit einer Folie oder OSB-Platte abgetrennt und mit
den Sparren verklebt werden.
Gründe:
Wenn die Bereiche nicht voneinander getrennt werden, kann es zu Tauwasserausfall an
der im gedämmten Bereich befindlichen Kronotec Dachplatte kommen. Diese ist nach
innen gedämmt und erreicht damit schneller eine niedrige Oberflächentemperatur als
im nicht gedämmten Bereich. Die Luft aus dem Kaltdach-Bereich gelangt ungehindert
in den des gedämmten und beschlägt an der kühlen Plattenoberfläche.
3. Dachluken, welche in den unbeheizten Raum führen, sollten dicht schließen. Dies verhindert Wärmeverluste und das unkontrollierte Eindringen von Feuchte aus dem Wohnraum, insbesondere während der Bauphase.
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KRONOPLY OSB im Außenbereich
Der bestimmungsgemäße Einsatz von KRONOPLY OSB ist die
Beplankung von Holzrahmenbauwänden. In dieser Funktion
wird die Platte nicht direkt bewittert. Wie in A-1-3 beschrieben,
darf die Platte nicht über einen längeren Zeitraum der freien
Bewitterung ausgesetzt werden. Trotzdem gibt es Anwendungsgebiete im Außenbereich, in denen KRONOPLY OSB eingesetzt
werden kann.
Abgrenzung
Wann immer durch die KRONOPLY OSB eine tragende oder aussteifende Funktion übernommen werden soll, muss die dauerhafte Festigkeit der Platte gewährleistet sein. Ohne
einen entsprechenden Feuchteschutz kann eine ungeschützt der Witterung ausgesetzte
Platte diese Forderung aber nicht erfüllen. Schließlich handelt es sich um einen Holzwerkstoff und der reagiert negativ auf andauernde Feuchtebelastung. In schlimmen Fällen
können Schimmelpilzbildung oder Fäulnis das Holz zerstören.
Gemäß der bauaufsichtlichen Zulassung darf KRONOPLY OSB überall dort eingesetzt werden, wo der Einsatz von Holzwerkstoffen der Holzwerkstoffklasse (HWK) 100 erlaubt ist.
Die Anforderungen an Anwendungsgebiete und die dafür erforderlichen Holzwerkstoffklassen sind in der Norm für den Holzschutz (DIN 68800) geregelt.
Für nicht tragende Bauteile hat die DIN 68800 nur empfehlenden Charakter.
Anwendung
In statisch untergeordneten Bereichen, in denen KRONOPLY OSB eine konstruktive oder
überwiegend optische Funktion übernimmt, sorgt die ContiFinish-Oberfläche bereits für
einen gewissen Schutz z.B. gegenüber Luftfeuchte und leichter, kurzfristiger Nässe. Das
ist zum Beispiel in überdachten Bereichen meistens der Fall, wenn die Platte gegen direkte
Bewitterung geschützt ist.
Zusätzlich kann eine Beschichtung aufgebracht werden, um die Sicherheit zu erhöhen oder
um die Oberfläche zu gestalten. Es muss verhindert werden, dass Feuchte in die Platte
eindringt, was ein Ablösen der Strands zur Folge haben könnte. Beim Beschichten sollten
daher grundsätzlich auch die Plattenkanten mit einbezogen werden.
Im Regelfall ist eine KRONOPLY OSB-Platte mit geschliffener Oberfläche zur Beschichtung
einzusetzen.
KRONOPLY OSB besteht zum größten Teil aus Kiefernholz und dunkelt in der Regel unter
dem Einfluss von Tageslicht nach. Eine nachträgliche Farbtonänderung ist deshalb bei der
Auswahl transparenter Beschichtungen evtl. zu berücksichtigen.
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Wärmedämmverbundsysteme
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) sind im Bereich des Massivbaus und des Holzrahmenbaus bekannt und finden dort schon seit vielen Jahren Verwendung. Der Wunsch der
Bauherren nach Gestaltungsvielfalt, regional typischen Bauweisen und die Vorteile dieses
Systems sind der Grund dafür, dass Putzflächen zu den gängigen Fassadensystemen im
Holzrahmenbau gehören.
Aufbau des Systems
Zum Auftrag des Putzes ist ein geeigneter Putzträger erforderlich. Dieser Putzträger, meist
eine Polystyrol-Partikelschaum- oder Mineralfaserplatte, wird auf der äußeren Beplankung, z.B. einer KRONOPLY OSB oder einer KRONOTEC WP 35 (s. B-1-1), befestigt. Die Befestigung der Putzträgerplatte erfolgt durch Aufkleben oder mittels mechanischer Befestigungsmittel. Auf diese Putzträgerschicht wird der Putz aufgebracht.
WDVS verbessern den Wärmeschutz und verringern gleichzeitig die Wärmebrücken, die im
Bereich der Außenwand entstehen können. WDVS benötigen eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). Wichtig ist, dass das WDVS
auch für den Einsatz im Holzrahmenbau zugelassen ist, da die meisten der über 300 verschiedenen WDVS nur im Massivbau verwendet werden dürfen.
Ob ein WDVS im Holzrahmenbau eingesetzt werden darf, kann der jeweiligen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung dem Abschnitt „1.2 Anwendungsbereich“ entnommen
werden. Sind nach Abschnitt 1.2 Flachpressplatten zugelassen, kann eine KRONOPLY OSB
verwendet werden; sind Holzfaserplatten zugelassen, kann KRONOTEC WP 35 als Trägerplatte für das WDVS benutzt werden.
Verarbeitung
Bei der Verlegung eines WDVS sind verschiedene Bedingungen einzuhalten, die in der Zulassung geregelt sind. Z.B. dürfen Putze in der Regel nicht unterhalb einer Temperatur von
+ 5 °C verarbeitet werden, wenn der Klebe- und Putzmörtel Kunststoffe enthält. Der Untergrund muss trocken und staubfrei sein. (Achtung: Vor allem morgens besteht die Gefahr
von Tauwasserbildung auf der Plattenoberfläche.)
Auch die Befestigung der Dämmplatten muss nach den Vorgaben der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung erfolgen. Die Dämmplatten müssen dicht gestoßen sein und es darf
kein Putz zwischen die Fugen der Dämmplatten gelangen.
Über diese allgemeinen Hinweise hinaus sind in jedem Fall die Verarbeitungsvorschriften
der Putzsystemhersteller zu beachten.
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Geltungsbereich der Bemessungstabellen
• Die Tabellen (s. F-1-2 und F-1-3) dienen zur Vorbemessung und ersetzen nicht den er-
forderlichen statischen Nachweis.
• Zul. Durchbiegung nach DIN 1052-1:
l/200: für untergeordnete Bauteile l/300: für den Wohnungsbau
l/400: für aussteifende Scheiben (s. F-4-1)
• Die Plattentragrichtung wurde parallel zur Spanrichtung der Deckschicht (Produktionsrichtung) der KRONOPLY OSB angenommen (Abb. 1).
• Die zulässige vertikale Flächenlast (zul qv) wurde unter Einhaltung der zulässigen Biege­
spannung (zul σBxy) und der zulässigen Durchbiegung (zul f) mit dem Biegeelastizitätsmodul (EBxy) gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-9.1-618 für KRONOPLY F (A-2-1) und der KRONOPLY OSB 3 nach der EN 13986 (A-2-2) ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach DIN 1052:1988-04.
• Kriechen wurde nicht berücksichtigt. Nach DIN 1052-1:1988-04, Abs. 4.3 ist Kriechen zu berücksichtigen, wenn der ständige Lastanteil 50 % der Gesamtlast überschreitet.
• Feldweise wechselnde Lasten wurden bei Mehrfeldträgern nicht berücksichtigt.
• Das Eigengewicht der KRONOPLY OSB ist in zul qv mit einzurechnen.
• Schmalseitige Plattenfugen müssen auf der Unterkonstruktion aufliegen.
Abb. 1: Verlegung der KRONOPLY OSB parallel zur Plattentragrichtung
Abb. 2: Stat. Systeme der KRONOPLY OSB als Ein- und Mehrfeldträger mit Gleichstreckenlast
F - Statik
1 - Bemessungs
tabellen
Teil
Kapitel
1
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Bemessungstabellen für Kronoply F
, nach Z-9.1-618
Tab. 1: Bemessungstabelle für Einfeldträger
Max. Flächenbelastung [kN/m2] bei entsprechendem Rasterabstand
Dicke
15 mm
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18 mm
22 mm
25 mm
30 mm
zul f
41,7 cm
50,0 cm
62,5 cm
83,3 cm
100,0 cm
125,0 cm
I/200
9,66
5,61
2,87
1,21
0,70
0,35
I/300
6,45
3,74
1,91
0,80
0,46
0,23
I/400
4,84
2,80
1,43
0,60
0,35
0,17
I/200
13,91
9,70
4,96
2,09
1,21
0,62
I/300
11,15
6,46
3,31
1,39
0,80
0,41
I/400
8,36
4,85
2,48
1,04
0,60
0,31
I/200
17,07
11,87
7,59
3,83
2,21
1,13
I/300
17,07
11,81
6,04
2,55
1,47
0,75
I/400
15,27
8,85
4,53
1,91
1,10
0,56
I/200
22,04
15,33
9,81
5,52
3,25
1,66
I/300
22,04
15,33
8,87
3,74
2,16
1,10
I/400
22,04
13,00
6,65
2,81
1,62
0,83
I/200
31,74
22,08
14,13
7,95
5,52
2,87
I/300
31,74
22,08
14,13
6,47
3,74
1,91
I/400
31,74
22,08
11,50
4,85
2,80
1,43
Tab. 2: Bemessungstabelle für Mehrfeldträger
Max. Flächenbelastung [kN/m2] bei entsprechendem Rasterabstand
Dicke
15 mm
18 mm
22 mm
25 mm
30 mm
zul f
41,7 cm
50,0 cm
62,5 cm
83,3 cm
100,0 cm
125,0 cm
I/200
12,07
8,40
5,37
2,32
1,34
0,68
I/300
12,35
7,16
3,67
1,55
0,89
0,45
I/400
9,26
5,37
2,75
1,16
0,67
0,34
I/200
17,39
12,09
7,74
4,01
2,32
1,18
I/300
17,39
12,09
6,34
2,67
1,54
0,79
I/400
16,01
9,29
4,75
2,00
1,16
0,59
I/200
21,33
14,84
9,49
5,34
3,71
2,17
I/300
21,33
14,84
9,49
4,89
2,82
1,44
I/400
21,33
14,84
8,68
3,66
2,12
1,08
I/200
27,55
19,16
12,26
6,90
4,79
3,06
I/300
27,55
19,16
12,26
6,90
4,14
2,12
I/400
27,55
19,16
12,26
5,38
3,11
1,59
I/200
39,68
27,60
17,66
9,94
6,90
4,41
I/300
39,68
27,60
17,66
9,94
6,90
3,67
I/400
39,68
27,60
17,66
9,94
6,90
2,75
Geltungsbereich für die Anwendung der Bemessungstabellen ist zu beachten: (s. F-1-1)
F - Statik
1 - Bemessungs
tabellen
Teil
Kapitel
2
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Bemessungstabellen für Kronoply OSB 3 nach EN 13986
Tab. 1: Bemessungstabelle für Einfeldträger
Max. Flächenbelastung [kN/m2] bei entsprechendem Rasterabstand
Dicke
15 mm
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
18 mm
22 mm
25 mm
zul f
41,7 cm
50,0 cm
62,5 cm
83,3 cm
100,0 cm
125,0 cm
I/200
5,65
3,93
2,18
0,92
0,53
0,27
I/300
4,89
2,83
1,45
0,61
0,35
0,18
I/400
3,67
2,12
1,09
0,46
0,26
0,13
I/200
8,14
7,36
3,62
1,59
0,92
0,47
I/300
8,14
4,90
2,51
1,06
0,61
0,31
I/400
6,34
3,68
1,88
0,79
0,46
0,23
I/200
10,98
7,46
4,89
2,75
1,67
0,86
I/300
10,98
7,46
4,58
1,93
1,11
0,57
I/400
10,98
6,71
3,44
1,45
0,83
0,43
I/200
14,18
9,86
6,31
3,55
2,46
1,26
I/300
14,18
9,86
6,31
2,84
1,64
0,84
I/400
14,18
9,86
5,04
2,13
1,23
0,63
Tab. 2: Bemessungstabelle für Mehrfeldträger
Max. Flächenbelastung [kN/m2] bei entsprechendem Rasterabstand
Dicke
15 mm
18 mm
22 mm
25 mm
zul f
41,7 cm
50,0 cm
62,5 cm
83,3 cm
100,0 cm
125,0 cm
I/200
7,07
4,92
3,14
1,76
1,01
0,52
I/300
7,07
4,92
2,78
1,17
0,67
0,34
I/400
7,03
4,07
2,08
0,88
0,50
0,26
I/200
10,18
7,08
4,53
2,55
1,76
0,90
I/300
10,18
7,08
4,53
2,03
1,17
0,60
I/400
10,18
7,04
3,60
1,52
0,88
0,45
I/200
13,73
9,55
6,11
5,56
3,21
1,52
I/300
13,73
9,55
6,11
3,44
2,14
1,09
I/400
13,73
9,55
6,11
2,79
1,60
0,82
I/200
17,73
12,33
7,89
4,44
3,08
1,97
I/300
17,73
12,33
7,89
4,44
3,08
1,61
I/400
17,73
12,33
7,89
4,08
2,36
1,20
Geltungsbereich für die Anwendung der Bemessungstabellen ist zu beachten: (s. F-1-1)
F - Statik
1 - Bemessungs
tabellen
Teil
Kapitel
3
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
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Tragprinzip von Holzrahmenbaukonstruktionen
Holzrahmenbaukonstruktionen beinhalten eine Vielzahl von Traggliedern, die entsprechend den statischen Anforderungen bemessen werden müssen. Vorteilhaft ist, dass bei
dieser Bauweise jedes Bauteil statisch optimiert werden kann und so eine stark beanspruchbare Konstruktion mit minimalem Materialeinsatz realisierbar ist. Allerdings ist
der planerische Aufwand für diese Bauweise entsprechend hoch. Um diesen erhöhten
Aufwand zu reduzieren, stehen für den Ingenieur in diesem Teil des Handbuches (s. F-1
bis F-7) Bemessungshilfen und -tabellen zur Verfügung. Die aufwändigen Nachweise der
aussteifend wirkenden Wandtafeln mit der Bemessung der zugehörigen Zuganker können
durch die Verwendung der Vorbemessungstabellen (s. F-7-7 und F-7-8) erheblich verkürzt
werden. Des Weiteren gibt es Vorbemessungstabellen für KRONOPLY OSB (s. F-1) und
Hohlkastenträger (s. F-7-3 und F-7-4).
Um den Lastabtrag in Holzrahmenbaukonstruktionen zu veranschaulichen, ist es sinnvoll,
die einzelnen Lastarten zunächst in ihre vertikalen und horizontalen Lastrichtungen aufzuteilen und sie dann den zugehörigen Traggliedern zuzuordnen (Tab. 1). Zu beachten ist,
dass auch Überlagerungen beim Lastabtrag in den Traggliedern vorkommen. So trägt bspw.
der Sparren auch horizontale Windlasten ab, und die Randstiele der Wandtafeln erhalten
bei einer Windbeanspruchung in Tafelebene zusätzliche Normalkräfte. Ferner werden alle
Außenwandstiele bei Windbeanspruchung rechtwinklig zur Tafelebene zusätzlich auf Biegung beansprucht. Deshalb geht es in diesem Fall lediglich um die schematische, prinzipielle
Darstellung des Lastabtrags. Die Übersicht (Tab.1) geht nicht auf Sonderfälle ein.
Tab. 1: Darstellung der Lastarten und der zugehörigen Tragglieder abhängig von der Lastrichtung
Lastrichtung
vertikale Lasten
horizontale Lasten
Lastarten
Eigengewicht, Schnee, Verkehrslasten
Wind, ggf. Erdbeben
zugehörige
Tragglieder
Sparren, Pfetten, Kehl- und Deckenbalken, Unterzüge, Stürze, Stiele
Dachscheiben, Kehlscheiben,
Deckenscheiben, Wandtafeln
Vertikaler Lastabtrag
Der Lastabtrag erfolgt konsequent von oben nach unten, wie in der Zeichnung (s. F-2-1-2,
Abb. 1) veranschaulicht wird. Die Dachsparren erhalten aus der Dachbeplankung bzw. der
Dachlattung die Eigengewichtslasten der Dachdeckung und die anfallenden Schneelasten
(qv). Die Sparren tragen diese Flächenlasten als Linienlasten (qv‘) ab und leiten sie über die
Auflager als Einzellasten (Fv) in die Pfetten und in die Kniestockwände weiter. Diese Einzellasten (Fv) werden durch Stiele, ggf. über Unterzüge oder Stürze bis in die Fundamente
weitergeleitet.
Horizontaler Lastabtrag
Wie aus der Übersicht (Tab. 1) ersichtlich, erfolgt der horizontale Lastabtrag in der Regel über
Scheibentragwerke. Wie in der Zeichnung (s. F-2-1-2, Abb.2) dargestellt, werden die Flächenlasten aus der Windbeanspruchung (Wx,y) als Linienlast (qh) über die Dachscheibe (oder als
Zugkraft über Windrispenbänder) und die Deckenscheibe (ggf. auch die Kehlscheibe) in die
einzelnen, aussteifenden Wandtafeln als Einzellasten (FH,x,y) weitergeleitet. Die Wandtafeln
wirken durch das Zusammenspiel des Holzrahmens mit der Beplankung wie ein idealisiertes
Fachwerk (s. F-3-1) und sind somit in der Lage, die anfallenden Horizontalkräfte (FH,x,y) als
Kräftepaar (Z A und D) über entsprechende Zuganker (s. F-7-7) bzw. über Kontaktpressung in
die Fundamente einzuleiten.
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
1-1
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Darstellung des vertikalen und horizontalen Lastabtrages
Abb. 1: Idealisierte Darstellung des vertikalen Lastabtrags bei einer Holzrahmenbaukonstruktion
Abb. 2: Idealisierte Darstellung des horizontalen Lastabtrags bei einer Holzrahmenbaukonstruktion
(LF: Wind auf Giebel)
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
1-2
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Grundlagen nach DIN 1052:2004-08
Allgemeines
Die DIN 1052 „Entwurf, Berechnung und Bemessung von Holzbauwerken - Allgemeine
Bemessungsregeln und Bemessungsregeln für den Hochbau“ in der Fassung vom August
2004 basiert auf dem semiprobabilistischen Sicherheitskonzept. Im Unterschied zur DIN 1052:1988-04 sowie der Änderung A1 DIN 1052/A1:1996-10, die globale Sicherheiten
auf der Widerstandsseite berücksichtigt, differenziert die neue Norm zwischen Teilsicherheiten sowohl für die Einwirkungen als auch für die Tragwiderstände. Mit dieser Umstellung der DIN 1052 sowie der DIN 1055 wird die Bemessung für den Holzbau an die europäischen Regelungen angepasst.
Es gilt zur Zeit eine Übergangsphase, wonach statische Nachweise sowohl nach
DIN 1052:1988-04 als auch nach der neuen DIN 1052:2004-08 geführt werden dürfen. Ein
zu prüfendes Objekt, darf aber ausschließlich nach einer Fassung geprüft werden. Eine
Mischung ist nicht zulässig.
Die Übergangsphase gilt bis Dezember 2007. Danach dürfen Nachweise nur nach der neuen
DIN 1052:2004-08 geführt werden!
Einwirkungen
In den verschiedenen Teilen der DIN 1055 werden Eigenlasten und veränderliche Lasten als
charakteristische Einwirkungen Fk angegeben. In Verbindung mit der Einführung des semi-
probabilistischen Sicherheitskonzepts wurden die Normen für die Einwirkungen der
DIN1055-Reihe grundlegend überarbeitet. Diese sind teilweise bereits erschienen oder
liegen derzeit im Entwurf vor.
Die charakteristischen Werte sind dabei mit Teilsicherheitsbeiwerten γF zu multiplizieren.
mit:
Fd = γF * Fk
Fd Bemessungswert einer Einwirkung
Fk charakteristischer Wert einer Einwirkung
γF Teilsicherheitsbeiwert für Einwirkungen
Hier bietet die neue Norm die Möglichkeit, unabhängig von der Größe der jeweiligen charakteristischen Einwirkung die Sicherheit entsprechend der Art der Einwirkung, sowie
der Auswirkung auf das Tragwerk zu differenzieren. Für übliche Bemessungssituationen
mit ungünstig wirkenden Lasten sind ständige Einwirkungen mit dem Faktor 1,35 und
veränderliche Einwirkungen mit 1,5 zu multiplizieren. Der günstigere Teilsicherheitsbeiwert
für die ständigen Lasten ist dadurch begründet, dass sich die Größe von Eigenlasten mit
höherer Genauigkeit im Vergleich zu den deutlicher schwankenden Werten der veränderlichen Einwirkungen, wie beispielsweise Schnee und Wind, bestimmen lässt. Für ständige
und veränderliche Einwirkungen sind die Teilsicherheitsbeiwerte für das Nachweiskriterium
des Tragwerksversagens in Tabelle 2 zusammengestellt.
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
2-1
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Tab. 2: Teilsicherheitsbeiwerte γF für das Nachweiskriterium des Tragwerkversagens
Einwirkung
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günstig
ungünstig
ständig
veränderlich
γG
γQ
1,00
1,35
0
1,5
Im Gegensatz zu den ständigen Einwirkungen belasten die veränderlichen Einwirkungen
ein Tragwerk nur vorübergehend. Das gleichzeitige Auftreten aller veränderlichen Einwirkungen mit der Größe ihres charakteristischen Wertes ist unwahrscheinlich und kann im
Rahmen der Sicherheitsanforderungen ausgeschlossen werden. Daher ist eine vollständige
Überlagerung aller charakteristischen Einwirkungen nicht erforderlich. Es werden repräsentative Einwirkungskombinationen gebildet, welche die Wahrscheinlichkeit des Zusammenwirkens von ständigen und veränderlichen Lasten berücksichtigen. Die veränderliche
charakteristische Einwirkung mit der ungünstigsten Auswirkung auf die Tragfähigkeit ist
dabei als Qk,1 mit ihrem vollen Betrag anzusetzen. Sie wird als vorherrschende veränderliche Einwirkung bezeichnet. Alle weiteren Einwirkungen sind mit einem geringeren prozentualen Anteil durch Multiplikation mit einem Kombinationsbeiwert, der kleiner 1 ist,
zu berücksichtigen. Eine Überlagerung von Nutzlasten für Dächer (Personenlasten) mit
Schneelasten ist nicht erforderlich.
Nach der DIN 1052:2004-08 Abs. 5.2 dürfen für Hochbauten beim Nachweis ständiger und
vorübergehender Bemessungssituationen im Grenzzustand der Tragfähigkeit die folgenden vereinfachten Kombinationsregeln verwendet werden:
- wenn nur die ungünstige veränderliche Einwirkung berücksichtigt wird:
E =E
d
{ ∑γ
j≥1
G,j
•
Gk,j ⊕ 1,5 • Qk,1
}
- werden sämtliche ungünstigen veränderlichen Einwirkungen berücksichtigt:
E =E
d
{ ∑γ
G,j
j≥1
•
Gk,j ⊕ 1,35 • ∑Qk,i
j≥1
}
Der jeweils ungünstigere Wert ist maßgebend.
Mit:
G k
Qk,1
Qk,i
γG
γQ
charakteristischer Wert der ständigen Einwirkung
charakteristischer Wert der vorherrschenden unabhängigen veränderlichen Einwirkung
charakteristischer Wert der weiteren, unabhängigen und veränderlichen Einwirkung
Teilsicherheitsbeiwert der ständigen Einwirkungen nach [2] Tab. A.3
Teilsicherheitsbeiwert der veränderlichen Einwirkungen nach [2] Tab A.3
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
2-2
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Bemessungswerte der Beanspruchungen
Für den Nachweis von Holzbauteilen im Grenzzustand der Tragfähigkeit sind die Bemessungswerte der Beanspruchungen als Spannungen aus den Schnittgrößen dividiert durch
die jeweiligen Querschnittswerte zu ermitteln.
Allgemein sind die Formelzeichen der Norm in Haupt- und Fußzeiger untergliedert. Beide
Bezeichnungen sind im Hinblick auf eine Anpassung an die europäischen Regelwerke zum
überwiegenden Teil von den englischen Begriffen abgeleitet. Um die Vielfalt der Hauptzeiger möglichst gering zu halten, bekommen diese erst durch das Hinzufügen der Fußzeiger
ihre spezielle Bedeutung. So werden Spannungen allgemein mit δ und Festigkeiten mit f
bezeichnet. Beispielsweise wird durch das Angeben des Indizes „c“ aus der allgemeinen
Spannung eine Druckspannung, die durch ein weiteres Hinzufügen einer Winkelangabe
die Richtung der Spannung zur Faserrichtung des Holzes definiert. Bei allen mit dem Fußzeiger „d“ gekennzeichneten Werten handelt es sich um Bemessungswerte.
Beispiel:
δc,90,d: Bemessungswert der Druckspannung senkrecht zur Haupttrag- bzw. Faserrichtung
Die genaue Definition aller Formelzeichen ist in der DIN 1052:2004-08 unter 3.2 „Formelzeichen“ zu finden.
Tragwiderstände
Die Tragwiderstände von Bauteilen werden als charakteristische Werte der Baustoffeigenschaften in den Tabellen des Anhangs F der DIN 1052:2004-08 angegeben. Die charakteris-
tischen Werte von Kronoply OSB/3 und Kronoply F sind unter A-2-2 f zu finden. Bei
diesen Festigkeiten handelt es sich um einen aus Versuchen ermittelten 5%-Quantilwert.
Dieser Wert gibt diejenige Größe der Tragfähigkeit an, die von mindestens 95% der Grundgesamtheit erreicht wird.
Dies bedeutet jedoch gleichzeitig, dass 5% der Bauteile diese Festigkeit nicht erreichen.
Daher sind die charakteristischen Festigkeitskennwerte durch einen Teilsicherheitsbeiwert
γM zu dividieren. Er wird als Teilsicherheitsbeiwert des Materials bezeichnet. Die Größe von
γM hängt dabei von der Streuung der Versuchsergebnisse ab. Bei homogenen Werkstoffen,
wie beispielsweise Stahl, liegen die einzelnen gemessenen Festigkeiten vergleichsweise
dicht beieinander. Daher ist für Stahl, bei üblicherweise auf Biegung beanspruchten stiftförmigen Verbindungsmitteln, ein Teilsicherheitsfaktor von 1,1 ausreichend.
Holz ist dagegen ein gewachsener Baustoff. Die Inhomogenität dieses Werkstoffs, insbesondere örtliche Fehlstellen, können Ursachen für ein vorzeitiges Versagen des Bauteils
sein. Demzufolge ist die Streuung zwischen den einzelnen Versuchsergebnissen größer.
Um für diesen Baustoff mit ausreichender Sicherheit die Festigkeitskennwerte zu erfassen,
wurde der Teilsicherheitsbeiwert γM des Materials mit 1,3 festgelegt. Er gilt für alle Holzund Holzwerkstoffe. Für außergewöhnliche Bemessungssituationen sind alle Teilsicherheitsbeiwerte auf 1,0 zu reduzieren.
Die mechanischen Eigenschaften des Holzes werden entscheidend vom Umgebungsklima
und der Dauer der Beanspruchung beeinflusst. Mit zunehmender Holzfeuchte nehmen die
Festigkeiten ab und die Kriechverformungen unter Last zu. Beide Einflüsse werden bei der
Ermittlung der Bemessungswerte der Tragwiderstände durch den Modifikationsbeiwert
kmod berücksichtigt. Durch Multiplikation mit diesem Wert wird der charakteristische Wert
der Tragfähigkeit abgemindert. Die Größe des kmod-Wertes hängt von der Nutzungsklasse
(NKL) und der Klasse der Lasteinwirkungsdauer (Tab. 4) ab.
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
2-3
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Xd =
kmod • Xk
γM
Mit: Xd Bemessungswert der Festigkeitseigenschaft
kmod Modifikationsbeiwert
Xk charakteristischer Wert der Festigkeitseigenschaft
γm Teilsicherheitsbeiwert der Festigkeitseigenschaft (1,3 für Kronoply OSB)
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Tab 3: Rechenwerte für die Modifikationsbeiwerte kmod, nach DIN 1052:2004-08
Kronoply OSB/3 und OSB/4 bzw. F
Klasse der Lasteinwirkungsdauer KLED
Nutzungsklasse
1
ständig
0,40
lang
0,50
mittel
0,70
kurz
0,90
1,10
sehr kurz
2
0,30
0,40
0,55
0,70
0,90
Tab. 4: Einteilung der Einwirkungen nach DIN 1055-1 und DIN 1055-3, DIN 1055-4, DIN 1055-5, DIN 1055-9, E DIN 1055-10 und DIN 1055-100 in Klassen der Lasteinwirkungsdauer (KLED)
Einwirkung
Wichten- und Flächenlasten nach DIN 1055-1
Lotrechte Nutzlasten für Decken, Treppen und Balkone nach DIN 1055-3
A Spitzböden, Wohn- und Aufenthaltsräume
B Büroflächen, Arbeitsflächen, Flure
C Räume, Versammlungsräume und Flächen, die der Ansammlung von
Personen dienen können (mit Ausnahme von unter A, B, D und E festgelegten Kategorien)
D Verkaufsräume
E Fabriken und Werkstätten, Ställe, Lagerräume und Zugänge, Flächen
mit erheblichen Menschenansammlungen
F Verkehrs- und Parkflächen für leichte Fahrzeuge (Gesamtlast ≤ 25 kN),
Zufahrtsrampen
H
begehbare
Dächer,mit
außer
für übliche Erhaltungsmaßnahmen,
G nicht
Flächen
für den Betrieb
Gegengewichtsstaplern
Reparaturen
J Verkehrs- und Parkflächen für leichte Fahrzeuge (Gesamtlast ≤ 30 kN)
K Hubschrauber Regellasten
T Treppen und Treppenpodeste
Z Zugänge, Balkone und Ähnliches
KLED
ständig
mittel
mittel
kurz
mittel
lang
kurz
kurz
mittel
mittel
kurz
kurz
kurz
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
2-4
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Fortsetzung Tabelle 4
Horizontale Nutzlasten nach DIN 1055-3
Horizontale Nutzlasten infolge von Personen auf Brüstungen, Geländern und anderen Konstruktionen, die als Absperrung dienen
Horizontallasten zur Erzielung einer ausreichenden Längs- und Quersteifigkeit
Horizontallasten für Hubschrauberlandeplätze auf Dachdecken
für horizontale Nutzlasten
für den Überrollschutz
Windlasten nach DIN 1055-4
Schneelast und Eislast nach DIN 1055-5
Geländehöhe des Bauwerkstandortes über NN ≤ 1000 m
Geländehöhe des Bauwerkstandortes über NN > 1000 m
Anpralllasten nach DIN 1055-9
Horizontallasten aus Kran- und Maschinenbetrieb nach E DIN 1055-10
a
kurz
a
kurz
sehr kurz
kurz
kurz
mittel
sehr kurz
kurz
Entsprechend den zugehörigen Lasten.
Die Definition der Nutzungsklassen ist nachzulesen unter G-5-2
Neben der Holzfeuchte wird die Festigkeit, wie eingangs beschrieben, durch die Dauer der
Beanspruchungen beeinflusst. Im Gegensatz zu den ständigen Einwirkungen belasten die
veränderlichen Einwirkungen ein Tragwerk nur vorübergehend. Ihre Größe schwankt während der Nutzungsdauer und erreicht, gemessen an dieser, nur für eine geringe Zeitspanne
ihren charakteristischen Wert. Diese Zeitspanne fasst alle Zeiten während der Nutzungs-
dauer zusammen, an denen die jeweilige Einwirkung mit ihrem charakteristischen Wert
auftritt (akkumulierte Dauer). Da die Festigkeit unter Dauerlast ca. 40% geringer ist als die
Kurzzeitfestigkeit, ist dieser Einfluss bei der Bemessung von Holzkonstruktionen zu berücksichtigen.
Der Bemessungswert Ed einer Einwirkung, ermittelt aus den Einwirkungskombinationen, ist
nur so lange mit seinem vollen Wert als Belastung vorhanden, wie die kürzeste Einwirkung
aus der jeweiligen Kombination auftritt. Daher ist bei Kombinationen aus Einwirkungen,
die zu unterschiedlichen Klassen der Lasteinwirkungsdauer gehören, die Einwirkung mit
der kürzesten Dauer für die Ermittlung der Festigkeitseigenschaften maßgebend. Zu beachten ist, dass mit zunehmender Dauer der Lasteinwirkungen der Bemessungswert Xd der
Festigkeit abnimmt. Daher ist es möglich, dass eine Einwirkungskombination bemessungsmaßgebend wird, die nicht den maximalen Bemessungswert der Beanspruchung liefert.
Dem Lastfall Eigenlasten ist aufgrund der ständigen Einwirkung die geringste Festigkeit
– verglichen mit den anderen Klassen der Lasteinwirkungsdauern – zugeordnet. Dem
gegenüber steht jedoch bei dem Baustoff Holz auch ein geringer Anteil der Eigenlast an
der Gesamtsumme der möglichen Einwirkungen, so dass dieser Lastfall selten maßgebend
wird. Der Bemessungswert der Einwirkungen aus der Eigenlast müsste einen Anteil am
Gesamtbemessungswert unter Berücksichtigung aller weiteren Einwirkungen von ca. 60%
übersteigen.
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
2-5
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Anforderungen an OSB-Platten nach DIN 1052:2004-08
- OSB-Platten müssen die Anforderungen nach DIN EN 300:1997-06, DIN EN 13986:2002-09
und der DIN V 20000-1 erfüllen.
- OSB-Platten der technischen Klasse OSB/2 nach DIN EN 13986:2002-09 dürfen nur in der
Nutzungsklasse 1 verwendet werden.
- OSB-Platten der technischen Klasse OSB/3 und OSB/4 nach DIN EN 13986:2002-09 dürfen
nur in der Nutzungsklasse 1 und 2 verwendet werden.
- Die Mindestdicke tragender OSB-Platten beträgt 8 mm, bei nur aussteifenden
Beplankungen von Holztafeln für Holzhäuser in Tafelbauart 6 mm.
F - Statik
2 - Grundlagen der
Holzbaustatik
Teil
Kapitel
2-6
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Grundlagen
Beanspruchung von Wandtafeln
Wandtafeln werden zum einen durch vertikale Lasten – wie z.B. aus dem Dach und der
Deckenbalkenlage – beansprucht. Zum anderen beteiligen sie sich maßgeblich am horizontalen Lastabtrag und zwar durch ihre aussteifende Wirkung. Große vertikale Einzellasten,
die aus den Auflagern und Pfetten der Unterzüge resultieren, werden üblicherweise durch
wandintegrierte Verstärkungsstützen aufgenommen. Ein Teil der Last kann auch über die
mitwirkende Beplankung abgetragen und für die Bemessung in Rechnung gestellt werden.
Große Streckenlasten, bspw. aus einem Mittenauflager der Deckenbalkenauflage, verursacht oft eine erhöhte Querpressung der Innnenwand-Rähme. Dann kann eine Verringerung des Rastermaßes (von 62,5 cm auf 41,7 cm oder gar auf 31,25 cm) notwendig werden.
Für das Kopfrähm, das auf Schub und Biegung zu bemessen ist, kann eine Vergrößerung
des Querschnitts unter großen Streckenlasten erforderlich sein.
Tragprinzip von Wandtafeln
Jede tragende Wandtafel wird über das Kopfrähm durch die anteilige Horizontallast (FH)
beansprucht. Innerhalb der Platte bildet sich eine Zugdiagonale (Zugstrebe) über die gesamte Rasterbreite (b) und die Tafelhöhe (h) unter dem Winkel a aus. Die KRONOPLY OSB
bzw. KRONOTEC MDF wird somit in der Beplankungsebene unter dem Winkel a auf Zug
beansprucht (Abb. 1). Je nach Wirkungsrichtung von FH ist die rechte oder linke Randrippe
zugfest in der Bodenplatte zu verankern. Die Spannungen in der Zugstrebe (bei einseitiger
Beplankung) und die Dimensionierung der Zuganker sind bei der Bemessung der Wandtafeln die entscheidenden Bemessungskriterien.
Bei hohen vertikalen Auflasten kann bei Überlagerung mit dem Zusatzkräften der
Randrippe (resultierend aus der horizontalen Last) der Nachweis der Querpressung der
Rähme unter den Randrippen maßgebend werden. Allerdings ist bei diesem Nachweis der
Lastfall HZ anzusetzen, und die Beplankung kann in Abhängigkeit der verwendeten Verbindungsmittel mit zum vertikalen Lastabtrag herangezogen werden.
Um die horizontale Last in die Wandtafel einzuleiten, ist
eine schubfeste Verbindung der Beplankung mit dem
Kopfrähm nachzuweisen. Durchgesetzt hat sich in der
Praxis eine Befestigung mit Klammern (d = 1,83 mm)
und einem Abstand untereinander von ca. 50 mm.
Hinweis: Auf www.kronoworld.com ist unter Tools eine Windscheibenmessung von einseitig mit Kronoply OSB beplankten Platten möglich.
Abb. 1: Tragprinzip einer 1-Raster Wandtafel
F - Statik
3 - Wandtafeln
Teil
Kapitel
1
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Tragwirkung und Konstruktion von Deckenscheiben
Anforderungen für Dach- und Deckentafeln nach DIN 1052:2004-08
a) Dach- und Deckentafeln sind rechteckige Tafeln mit einer Länge ls (und einer Höhe hs),
die in ihrer Ebene an ihrem oberen und unteren Rand durch eine Gleichstreckenlast in
Richtung der Tafelhöhe beansprucht werden. Die beiden seitlichen Randrippen sind in
Lastrichtung gelagert oder eine seitliche Randrippe ist in Lastrichtung und die obere
und untere Randrippe sind rechtwinklig zur Lastrichtung gelagert (Abb.1).
b)Druck- oder biegebeanspruchte Rippen gelten in Tafelebene als ausreichend gegen
Kippen und gegen Knicken gesichert, wenn sie mit einem Seitenverhältnis von h/b ≤ 4
ausgeführt werden und der Rippenabstand nicht größer als das 50-fache der Beplankungsdicke ist.
c) Freie Plattenränder sind nur quer zu den Innenrippen zulässig. Hierbei sind folgende
Bedingungen einzuhalten:
- die Platten sind um mindestens einen Rippenabstand ar versetzt angeordnet
- der Rippenabstand ar beträgt höchstens das 0,75fache der Seitenlänge der Platten in Rippenrichtung
- die Platten sind auch an die Rippen, auf denen die Platten nicht gestoßen sind, mit Verbindungsmitteln im Abstand av angeschlossen;
- die Stützweite ls der Tafel beträgt weniger als 12,5 m oder es sind höchstens drei Plat-
tenreihen vorhanden
- die Tafelhöhe in Lastrichtung beträgt mindestens l/4
- der Bemessungswert der Einwirkungen ist nicht größer als 5,0 kN/m.
d) Die Beanspruchungen der Tafeln dürfen vereinfachend nach der technischen Biegelehre
berechnet werden. Die obere und untere Randrippe sind als allein wirksamer Gurt für
die Kraft aus dem maximalen Biegemoment zu bemessen. Die Beplankung ist für den
Schubfluss aus der maximalen Querkraft zu bemessen, wobei der Schubfluss als über die
Tafelhöhe konstant angenommen werden darf. Die Beanspruchung sv.90 aus der Lasteinleitung darf unter Berücksichtigung von e) vernachlässigt werden.
e) Die Tafelhöhe h darf bei Tafeln, bei denen die Last über Rippen in die Tafel eingeleitet
wird, die über die volle Tafelhöhe durchgehen, rechnerisch nicht größer als die Stützweite l angesetzt werden. Wenn das Tragverhalten nicht genauer berechnet und die
Lasteinleitung nicht nachgewiesen wird, ist bei anderen Systemen die rechnerische
Scheibenhöhe bei auf beide Ränder verteilter Last nicht größer als l/2, bei einseitiger
Last nicht größer als l/4 anzusetzen.
f) Als Verteiler der Lasten können auch Latten wirken, die in einem regelmäßigen Abstand angeordnet sind und über die Tafelhöhe ungestoßen durchgehen. Die Weiterleitung der Kraft von den Latten zur Beplankung darf hierbei auch indirekt über eine Konterlattung erfolgen. Bei größerem Abstand zwischen Latten und Beplankung ergeben sich in den Latten und Verbindungen Zusatzbeanspruchungen, die bei der Bemessung berücksich-
tigt werden müssen.
F - Statik
4 - Deckenscheibe
Teil
Kapitel
1
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g)Die zur Lagerung dienenden Randrippen sind für die Auflagerkräfte zu bemessen.
Die Weiterleitung der Auflagerkräfte ist nachzuweisen, wobei die weiterzuleitenden
Gurtkräfte mit der tatsächlichen Tafelhöhe anstelle der nach e) für die Berechnung des
Schubflusses und der Gurtkräfte rechnerisch wirksamen Höhe ermittelt werden.
h)Die Stützkräfte von über mehrere Felder durchlaufenden Tafeln dürfen näherungsweise
ohne Berücksichtigung einer Durchlaufwirkung bestimmt werden.
i) Für Dach- und Deckentafeln ist kein Nachweis der Tafeldurchbiegung erforderlich, wenn
- die Tafelhöhe mindestens l/4 beträgt
- die Seitenlänge der Platten mindestens 1,0 m beträgt,
- der Verbindungsmittelabstand av an allen nicht freien Plattenrändern der Tafel einge-
halten wird.
Abb.1: Beispiel einer Deckenscheibe und Ausbildung der Fugen
F - Statik
4 - Deckenscheibe
Teil
Kapitel
2
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Tragwirkung und Konstruktion von Kehlscheiben
Übliche Dachkonstruktionen werden häufig als Mittelpfettendach ausgeführt. Zum einen ist
diese Dachkonstruktion sehr einfach zu montieren, zum anderen sind Ausbauten, wie z.B.
Gauben oder im Grundriss abgewinkelte Dächer, relativ einfach zu realisieren.
Um für das ausgebaute Dachgeschoss möglichst viel Wohnraum zur Verfügung zu haben,
werden Kniestockwände angeordnet. Da der horizontale Lastabtrag nicht über die Kniestockwand erfolgen kann, ohne aussteifende Querwände oder aufwändige und den freien
Dachausbau störende Aussteifungselemente zu montieren, werden zur Aussteifung Kehlscheiben angeordnet (Abb. 1). Es gibt zwar auch die Möglichkeit, die Mittelpfetten für die
horizontalen Lasten auf Doppelbiegung zu bemessen, doch resultieren daraus sehr große,
unwirtschaftliche Holzquerschnitte bei relativ geringen Steifigkeiten der Konstruktion.
Abb 1: Statisches System eines Mittelpfettendaches mit einer Kehlscheibe
Die Kehlscheibe ist hinsichtlich Bemessung und Konstruktion genauso zu behandeln wie die
Deckenscheibe (s. F-4). Damit die Horizontallasten auch tatsächlich in die Kehlscheibe eingeleitet werden, ist es wichtig, die Sparren entsprechend der anfallenden Horizontalkräfte an
die Mittelpfette anzuschließen (z. B. mittels horizontal liegender Sparren-Pfettenanker).
Bei nicht sichtbaren Kehlbalkenlagen können die Mittelpfetten als zusammengesetzte und
schubfest vernagelte Mehrfachquerschnitte in das Kehlscheibenelement integriert werden.
Die KRONOPLY OSB ist mit den Mittelpfetten gem. Tab. 1 (s. F-4-1) schubfest zu verbinden.
Die Mittelpfetten übernehmen dadurch die Gurtfunktion als Randhölzer der Kehlscheibe.
Bei einer parallel zu den Mittelpfetten verlaufenden Balkenlage sind die Beplankungsstöße
parallel zur Belastungsrichtung (rechtwinklig zu der Kehlbalkenspannrichtung) schubsteif
auszuführen.
F - Statik
5 - Kehlscheibe
Teil
Kapitel
1
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Tragwirkung und Konstruktion von Dachscheiben
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Hinweis:
Die Anforderungenen für Dach- und Deckenscheiben können unter F-4 nachgelesen werden.
Üblich und bewährt ist die Anordnung von Windrispenbändern aus Stahlblech. Diese werden direkt nach der Montage der Dachkonstruktion auf die Oberseite der Sparren aufgenagelt und gewährleisten so die Aussteifung der Dachflächen. Einer darauf montierten
KRONOTEC DP 50 bzw. DP 35 kommt dann rechnerisch keine aussteifende Funktion mehr
zu. Auch den Befestigungsmitteln müssen keine Schubkräfte zugeordnet werden und die
Befestigung hat nur noch konstruktive Aufgaben zu erfüllen (s. B-4-1).
Eine Dachscheibe mit KRONOPLY OSB auszuführen, ist unter Berücksichtigung der Kon-
struktionsbedingungen (s. F-4) möglich. In diesem Fall entfällt die Anordnung von Windrispenbändern.
Sofern bereits eine aussteifend wirkende Deckenscheibe vorhanden ist (s. F-4), ist der verbleibende Lastanteil für die Dachscheibe eher gering. Dieser wird durch die relativ kleine
Lasteinzugsfläche dargestellt (Abb. 1). Der Lastabtrag ist trotzdem nachzuweisen.
Abb 1: Lasteinzugsfläche für die Dachscheibe bei LF „Wind auf Giebel“
Da parallel zur Lastrichtung angeordnete Plattenstöße nicht auf dem quer dazu ver-
laufenden Sparren gestoßen werden können, müssen diese Stöße hinterlegt werden, um
schubsteif zu wirken (s. F-4).
F - Statik
6 - Dachscheibe
Teil
Kapitel
1
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KRONOPLY OSB im Vergleich zur Spanplatte
KRONOPLY OSB wurde speziell für den Holzrahmenbau konzipiert und entwickelt. Die
Formatvielfalt, die mit einer Kronoply OSB möglich ist, stellt ein wichtiges Kriterium für
effizientes und montagefreundliches Arbeiten dar. Während Spanplatten oft nur im herkömmlichen 4 x 8 ft. (1,22 x 2,44 m) Format erhältlich sind, ist durch die Endlosfertigung
der Kronoply OSB im sog. ContiRoll-Verfahren praktisch jedes Format bis maximal 15,00 x
2,77 m realisierbar.
Dampfdiffusionsoffener Wandaufbau
KRONOPLY OSB wirkt wie eine Dampfbremse. Bei einem dampfdiffusionsoffenen Wandaufbau (z.B. innen KRONOPLY OSB, außen KRONOTEC MDF und dazwischen liegender Dämmung) kann in der Regel auf eine zusätzliche, innen liegende Folie als Dampfsperre
verzichtet werden. Spanplatten sind dampfdurchlässig aber nicht diffusionsoffen Wandbeplankungen sind damit kritischer zu betrachten und können zusätzliche Maßnahmen, wie
den Einbau von Folien erfordern.
Konstruktion und Statik
Wegen des geringeren Eigengewichtes hat KRONOPLY OSB deutliche Vorteile bei der
Vorfertigung in der Halle und auf der Baustelle. Die Tabellen (s. F-7-1-2) zeigen exemplarisch, welche Einsparmöglichkeiten KRONOPLY OSB 3 und KRONOPLY F im Vergleich zur
Spanplatte bieten.
Die Tabellen (s. F-7-1-2) gelten für den Anwendungsfall einer Deckenbeplankung.
Tipp: Für weitere, individuelle Vorbemessungen können Sie den KRONOPLY OSB-Rechner
verwenden. Dieser steht kostenfrei im Internet unter der Adresse www.kronoworld.com
im Tools-Bereich zur Verfügung.
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
1-1
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Erforderliche Plattendicken einer Kronoply OSB/3 nach EN300 bzw. einer P5 Spanplatte
nach EN312
OSB/3
[mm]
15
18
22
25
P5 Span
[mm]
19
22
28
32
Erforderliche Plattendicken einer Kronoply F
nach EN312
KRONOPLY F
[mm]
15
18
22
25
30
nach Z-9.1-618 bzw. einer P5 Spanplatte
P5 Span
[mm]
19
25
30
441)
471)
Hinweise:
- mit 1) gekennzeichnete Plattendicken sind nicht handelsüblich
- mögliche Belastungen oder Stützweiten sind unter F-1-2 und F-1-3 zu finden
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
1-2
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Bemessung für Zweifeldträger aus KRONOPLY OSB
KRONOPLY OSB kann auch zur Beplankung von Mehrfeldträgern eingesetzt werden. Allerdings kann eine konsequente konstruktive Umsetzung der berechneten Mehrfeldträger
nur durch einen dazugehörenden Verlegeplan gewährleistet werden. Statisch hat der
Mehrfeldträger wegen der Durchlaufwirkung ein günstigeres Verformungsverhalten als
der Einfeldträger. Allerdings muss beim Durchbiegungsnachweis eine wechselnde Verkehrslast berücksichtigt werden (Abb. 3). Deshalb ist ein rechnerischer Nachweis, zusätzlich
zu den Tabellen (s. F-1-2 u. F-1-3) anzuraten.
Im Folgenden werden die Gleichungen für einen Zweifeldträger aus KRONOPLY OSB mit
gleicher Feldlänge unter Gleichstreckenlast ohne Berücksichtigung des Kriechens dargestellt. Die Gleichungen sind als Näherungen zu verstehen, die auf der sicheren Seite liegen.
l
l
l
l
Abb. 3: Statisches System eines KRONOPLY OSB-Zweifeldträgers mit gleichen Feldlängen unter Voll- und
Wechsellast
1.
Nachweis der Biegespannung unter Volllast
min Mb = -0,125 · (p+g) · l2 [kNm]
b · d2
Wy =
[cm3]
6 min Mb vorh σBxy =
· 103
Wy
Nachweis:
vorh σBxy
zul σBxy
Einheiten:
b [mm]
d [cm]
p [kN/m]
l [m]
g [kN/m]
E [MN/m2]
[MN/m2]
= 1,0
2.
Nachweis der Durchbiegung unter Wechsellast
b · d3
ly =
[cm4]
12 (0,52 · g + 0,915 · p) · l4
fges =
· 106 [mm]
E · ly
l
200
Nachweis: fges = max f =
l
300
l
400
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
2
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Hohlkastenträger I
Beplankung 1: KRONOPLY OSB
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Beplankung 2: KRONOPLY OSB
Die bauphysikalischen Werte entsprechen denen der Innenwand, in die der Hohlkastenträger integriert wird. Vorraussetzung ist jedoch, dass die Beplankung und die Dämmung
ebenso ausgeführt wird.
Befestigung
Bei diesem Typ werden die seitlichen Abschlussstiele des Hohlkastenträgers durch Vernagelung mit dem Leibungsstiel in der Wand verbunden. Dadurch werden die Auflagerkräfte
des Hohlkastenträgers in die Leibungsstütze geleitet. Als Verbindungsmittel werden Nägel
verwendet. Alternativ dazu können die Stiele auch verschraubt werden. Wichtig ist die
genaue Bemessung der Verbindungsmittel und die Einhaltung der Randabstände.
Die Beplankung des Hohlkastenträgers darf nicht gestoßen werden. Die Kronoply OSB ist
so zu drehen, dass die Spannrichtung der Späne waagerecht liegt. Bemessungstabellen
und weitere Hinweise zur Herstellung von Hohlkastenträgern (s. F-7-5).
Vorteile:
• Die KRONOPLY OSB Beplankung muss nicht ausgeklinkt werden.
• Es muss keine zusätzliche Auflagerstütze unter den Hohlkastenträger gestellt werden.
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
3
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Hohlkastenträger II
Beplankung 1: KRONOPLY OSB
Beplankung 2: KRONOPLY OSB
Die bauphysikalischen Werte entsprechen denen der Innenwand, in die der Hohlkastenträger integriert wird. Vorraussetzung ist jedoch, dass die Beplankung und die Dämmung
ebenso ausgeführt wird.
Befestigung
Bei diesem Typ werden unter den Hohlkastenträger zwei weitere Auflagerstiele gestellt, welche die Vertikalkräfte abtragen. Um diese Stützen zu beplanken, gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Die Beplankung der Wand wird im Bereich des Hohlkastenträgers ausgeklinkt (s. Abb.)
und über den Auflagerstiel geführt.
2. Die Beplankung der Wand endet vor dem Auflagerstiel. Danach wird ein 60 mm breiter KRONOPLY OSB Streifen beidseitig auf den Stützen befestigt.
Vorteile:
• Der Auflagerstiel wird konstruktiv an der letzten Wandstütze befestigt.
• Die Befestigung ist einfach herzustellen. Die aufwändige Vernagelung ist nicht erforderlich.
F -
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
4
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Vorbemerkung zu den Bemessungstabellen
In den Bemessungstabellen (Tab. 3 und s. F-7-5; Tab. 4 und 5) werden zulässige Gleichstreckenlasten (zul qv) in Abhängigkeit von der Systemstützweite (l) für unterschiedliche
Hohlkastenhöhen (h) angegeben (s. Abb.). Die linke Spalte jedes Spaltenpaares gibt die
zulässige Gleichstreckenlast in kN/m an. Die zweite Spalte gibt die erforderliche Anzahl der
Auflagerstiele pro Seite (bei einer gewählten Stielbreite von 6 cm) an. Die Anzahl der Stiele
ergibt sich aus der Querpressung des Untergurtes (auf Grund der Auflagerlasten des Hohlkastenträgers) (s. F-7-4). Die Tabellen gelten für Beplankungen mit KRONOPLY OSB.
h
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Hohlkastenträger mit KRONOPLY OSB
Eine äußerst wirtschaftliche Sturzkonstruktion ist die Herstellung eines Hohlkastenträgers.
Bedingt durch das Konstruktionsraster der Wand ergibt sich über jeder Öffnung fast automatisch ein Hohlkastenträger (s. F-7-3 und F-7-4). Damit der Hohlkastenträger statisch seine
volle Tragfähigkeit erhält, sollten in diesem Bereich keine Plattenstöße vorhanden sein. Die
Bemessung von Hohlkastenträgern ist äußerst aufwändig. Die folgenden Traglasttabellen
erleichtern die Planung und Bemessung erheblich.
Tab. 3: Hohlkastenträger mit Rahmenwerk aus KVH S10 6/18 cm für Ober- und Untergurt, beidseitige Beplankung mit KRONOPLY OSB, d = 12 mm, Klammern 1,83 x 11,4 x 44 mm, e = 50 mm
zul qv
zul qv
zul qv
zul qv
li
[kN/m]
[kN/m]
[kN/m]
[kN/m]
[mm]
h = 35 cm
h = 40 cm
h = 45 cm
h = 50 cm
0,76
30,35
1
34,60
1
37,60
1
40,85
1
0,89
23,80
1
29,10
1
32,80
1
35,65
1
1,01
19,40
1
23,70
1
28,60
1
31,65
1
1,26
14,00
1
17,10
1
20,60
1
24,45
1
1,51
11,00
1
13,40
1
16,05
1
19,00
1
1,76
8,80
1
10,45
1
12,25
1
14,25
1
2,01
6,75
1
8,00
1
9,35
1
10,85
1
2,26
5,40
1
6,40
1
7,50
1
8,65
1
2,51
4,50
1
5,30
1
6,20
1
7,15
1
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
5
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Bemessungstabellen für Hohlkastenträger mit KRONOPLY OSB
Die Vorbemerkungen zu den Bemessungstabellen sind zu beachten (s. F-7-5).
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Tab. 4: Hohlkastenträger mit Rahmenwerk aus KVH S10 6/10 cm für Ober- und Untergurt, beidseitige Be-
plankung mit KRONOPLY OSB, d = 12 mm, Klammern 1,83 x 11,4 x 44 mm, e = 50 mm
zul qv
zul qv
zul qv
zul qv
li
[kN/m]
[kN/m]
[kN/m]
[kN/m]
[mm]
h = 35 cm
h = 40 cm
h = 45 cm
h = 50 cm
0,76
28,15
2
32,80
2
36,20
2
37,05
2
0,89
22,10
2
27,60
2
31,60
2
32,70
2
1,01
18,05
1
22,50
2
27,50
2
29,30
2
1,26
13,10
1
16,25
2
19,80
2
22,70
2
1,51
10,25
1
12,70
1
15,45
2
18,40
2
1,76
8,50
1
10,30
1
12,25
2
14,30
2
2,01
6,65
1
7,95
1
9,40
1
11,00
2
2,26
5,35
1
6,40
1
7,55
1
8,80
2
2,51
4,45
1
5,35
1
6,30
1
7,30
1
Tab. 5: Hohlkastenträger mit Rahmenwerk aus KVH S10 6/10 cm für Ober- und Untergurt, beidseitige Beplankung mit KRONOPLY OSB, d = 12 mm, Klammern 1,83 x 11,4 x 44 mm, e = 25 mm
zul qv
zul qv
zul qv
zul qv
li
[kN/m]
[kN/m]
[kN/m]
[kN/m]
[mm]
h = 35 cm
h = 40 cm
h = 45 cm
h = 50 cm
0,76
29,90
2
33,30
2
36,55
2
37,85
2
0,89
25,75
2
29,10
2
31,70
2
33,50
2
1,01
21,60
2
25,90
2
28,00
2
30,10
2
1,26
16,45
2
20,30
2
22,80
2
25,15
2
1,51
13,45
2
16,55
2
19,10
2
21,65
2
1,76
11,45
2
14,05
2
16,45
2
19,00
2
2,01
10,05
2
12,15
2
14,25
2
15,75
2
2,26
8,55
2
10,15
2
11,90
2
13,20
2
2,51
7,35
1
8,75
2
8,75
2
11,65
2
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
6
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Die Montage von Zugankern
Die auftretenden Zugkräfte aus den Wandtafeln müssen durch Zuganker in die Fundamente eingeleitet werden. Hierfür haben sich Stahlblechwinkel durchgesetzt, deren langer
Schenkel mit Rillennägeln an den Randrippen und deren kurzer Schenkel mit einem Betondübel oder einer sog. Steinschraube an die Sohlplatte oder das Fundament angeschlossen werden.
Für den Holzrahmenbau sind eine Vielzahl von Zugverankerungssystemen mit einem sehr
weiten Leistungsspektrum erhältlich. Häufig eingesetzt werden z.B. Zuganker der Firma
Bulldog-Simpson®. Bei den HTT-Zugankern (Abb. 2) verbindet eine Dreieckssteife den langen mit dem kurzen Schenkel, sodass keine erhöhten Zuglasten auf Grund einer Hebelwirkung vom Betondübel aufgenommen werden müssen.
Bei der Montage von Zugankern sind folgende Dinge zu beachten:
• Die Beplankung im Montagebereich des Stiels muss ausgeklinkt werden. Der Zuganker
ist direkt auf dem Stiel anzuschlagen.
• Zuganker sind an den beiden Randstielen unter Beachtung der Mindestrandabstände
der Rillennägel anzubringen (ggf. ist Vorbohren notwendig!)
• Der Anschluss des Zugankers an die Randstiele muss, z.B. durch Abkleben mit Klebeband, luftdicht ausgeführt werden.
• Für den Betondübel muss eine bauaufsichtliche Zulassung vorliegen, in welcher die Eignung des Dübels für den Einsatz in der Zugzone des Betons bestätigt wird.
• Die Betondübel müssen so angeordnet werden, dass die Mindestrandabstände und die
erforderliche Bauteildicke der Betonsohle bzw. des Fundamentes eingehalten werden.
Abb. 2: Anschluss eines Zugankers an einen Randstiel
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
7
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Bemessungsregeln für Zugverankerung
Im Folgenden wird exemplarisch die Bemessung einer Wandtafel mit Zugverankerung unter Zuhilfenahme der Bemessungstabellen (s. F-7-11) erläutert.
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
1. Ermittlung der anfallenden Horizontallast (Windlast)
F W,x,y = cf · q · A x,y
cf= 1,3
q= 0,5 kN/m2
A x,y
Kraftbeiwert gem. DIN 1055-4
Staudruck für Gebäude mit h ≤ 8,0 m gem. DIN 1055-4
Windeinwirkungsfläche in x- oder y-Richtung
(im folgenden Beispiel die Giebelseite A x (Abb. 3))
Abb. 3: Windeinwirkungsfläche (LF Wind auf Giebel)
7,00 · 3,5
2,70
A x = 7,00 ·
+ 1,00 +
= 28,70 m2
2 2
F Wx= 1,3 · 0,5 · 28,7 = 18,66 kN
2. Aufteilung der Windlasten
Als Grundlage dient das Verfahren von Steinmetz („Holzbau-Statik-Aktuell“, Informationsdienst Holz, Düsseldorf, Juli 1992/1). Bei diesem Verfahren wird die Summe der horizontalen
Lasten F Wx bzw. F Wy in Abhängigkeit der jeweils lastparallelen Wandlängen bx bzw. by
aufgeteilt. Bei vereinfachter Annahme von lastgleichen Wandschwerpunkten werden die
anteiligen Horizontallasten der Wände i zu:
F · b F ·b
FH,xi = W,x xi
bzw.
FH,yi = Wy yi
∑b ∑b
yi
xi
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
8-1
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Bemessungsregeln für Zugverankerung
Die Auswertung der unter F-7-8-1; zweiten genannten Gleichung ergibt folgende FH,x - Lasten für die Wandtafeln in x-Richtung (Tab. 1):
Tab.1: Aufteilung der FH,x – Lasten auf die Wandtafeln
b [m]
n [Stk.]
∑bx [m]
FH,x [kN]
1,25
2
2,50
2,67
2,50
1
2,50
5,33
3,75
1
3,75
8,00
∑
8,75
3. Bemessung der Zuganker
Im Folgenden wird die Bemessungstabelle (s. F-7-11, Tab. 3) für die Zuganker exemplarisch
auf die 1-Raster-Tafeln (b = 1,25 m) angewandt. Es wird bei diesen Wandtafeln eine mini-
male vertikale Auflast min qv = 2,0 kN/m angesetzt (Eigengewicht der Wandtafel). Auflasten aus der Dachkonstruktion werden vernachlässigt, um rechnerisch auf der sicheren Seite
zu liegen!
Nach F-7-11; Tab. 3 ist ein Zuganker, z.B. der Firma BULLDOG-SIMPSON®, Typ HTT16 erforderlich. Die Wandtafel ist in folgenden Beplankungsvarianten ausführbar:
• KRONOPLY OSB ein- oder beidseitig
• KRONOPLY OSB einseitig, in Kombination mit KRONOTEC WP 50 oder WP 35
• KRONOTEC WP 35 einseitig
Die zul. Horizontalkraft max. FH ist nach F-7-10; Tab. 2 für die gewählte Beplankungskombination zu begrenzen.
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
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Kapitel
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Hinweise zu den Bemessungstabellen
In den Tabellen 3 bis 6 auf den Seiten F-11-1 und F-11-2 werden 1- bis 4-Raster-Tafel-Systeme mit einer Rasterbreite von je 1,25 m dargestellt.
Für die Wandtafeln werden dabei die Parameter der Abb. 5 zu Grunde gelegt. Wird von
diesen Parametern abgewichen, müssen bei einem ungünstigeren Tragverhalten die Bemessungen erneut durchgeführt werden.
Befestigung der KRONOPLY
OSB mit Klammern (1,83 x
11,3 x 44 mm); 30° schräg
gestellt zur Faserrichtung
des Stiels. Abstand der umlaufenden Klammern e = 50
mm; in den Mittelstielen e =
140 mm. Klammerlänge für
WP 35: l = 63 mm
Abb 5: Darstellung der 1-4-Rastertafel-Systeme als Grundlage für die Bemessungstabellen
(s. F-11-1 und F-11-2, Tab. 3 bis 6)
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
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Geltungsbereich der Bemessungstabellen für Zuganker
• Die Tabellen 3 bis 6 (s. F-11-1 und F-7-11-2) dienen zur Vorbemessung und ersetzen nicht
einen erforderlichen statischen Nachweis.
• Für die Wandtafeln gelten die Konstruktionsparameter der Abb. 5 (s. F-7-9). Stehen bei
1-Raster-Tafeln die Rähme nicht über die Randstiele hinaus, ist die vorhandene Zugankerkraft um 10% zu erhöhen. Für die Bemessungstabellen wurde ein Überstand der
Rähme angenommen, ein Aufschlag von 10% somit nicht in Rechnung gestellt.
• Die Wandtafeln sind auch für den LF HZ (max. qv + FH) nachzuweisen. Bei sehr hohen
Auflasten (bspw. bei Innenwänden unter dem Mittenauflager einer durchlaufenden
Balkenlage) kann die Querpressung auf die Randstiele für die Bemessung maßgebend
werden.
• Der LF HZ (max. qv + w; mit w = Wind rechtwinklig auf die Wandtafel wirkend), wird nur
äußerst selten für die Bemessung maßgebend. Gelegentlich wird dieser Nachweis bei
sehr hohen Wandtafeln bemessungsrelevant.
• Für alle in den Tabellen dargestellten Lastkombinationen wurde der Nachweis für die
Zugstreben und den Schubfluss in den Verbindungsmitteln geführt.
• Für min. qv sind die minimalen vertikalen Auflasten inkl. dem Eigengewicht der Wandtafel anzusetzen. Eine pauschale Abminderung von min. qv um 20% (nach DIN 1055-4) ist
bereits in den Bemessungstabellen berücksichtigt.
• Eine Verbreiterung der Randstiele bzw. ein Vorbohren der Rillennägel kann notwendig
sein, um die max. zulässige Zugkraft der HTT-Zuganker im Anschlussbereich des Stiels zu
übertragen.
• Die Bemessungstabellen können auch zur Vorbemessung für Wände mit KRONOPLY F
verwendet werden, da F höhere Festigkeiten hat als OSB 3.
• Die hier berechneten Zuganker von BULLDOG-SIMPSON® können durch gleichwertige
Zuganker ersetzt werden. Dabei sind folgende zul. Zuglasten für alternative Anker einzuhalten: als Ersatz für den LTT20B: 3,0 kN; für den HTT16: 12,87 kN und für den HTT22:
22,88 kN.
• Der Anschluss der Zugverankerung an die Sohlplatte bzw. an das Fundament ist unter
Beachtung der Mindestrandabstände und Mindestbauteildicken ergänzend zu führen.
Für den Betondübel muss eine bauaufsichtliche Zulassung vorliegen, in welcher die Eignung des Dübels für den Einsatz in der Zugzone des Betons bestätigt wird.
Die zul. Horizontalkraft max. FH ist gem. Tab. 2 für die verschiedenen Beplankungskombinationen (s. F-8-2) zu begrenzen. Hierbei gilt max. FH pro Raster. Ansonsten sind - unter
Einhaltung dieser max. FH – Werte die Zuganker-Bemessungstabellen für die folgenden
Beplankungskombinationen uneingeschränkt gültig.
Tab 2: Zul. Horizontalkraft für die versch. Beplankungskombinationen Art der Beplankung
einseitig KRONOPLY OSB 3, d = 12 mm und einseitig KRONOTEC WP 35, d = 40 mm
einseitig KRONOPLY OSB 3, d = 12 mm
einseitig KRONOTEC WP 35, d = 40 mm
max. FH / Raster
6,6 kN
5,0 kN
3,8 kN
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
Kapitel
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Bemessungstabellen für Zuganker
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Tab. 3: Zuganker-Bemessungstabelle für 1-Raster-Tafeln, beidseitig mit KRONOPLY OSB 3,
d = 12 mm beplankt (Hersteller: BULLDOG SIMPSON® oder vergleichbare Zuganker)
min. qv
[kN/m]
max. FH [kN]
1
2
3
4
0
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
1
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
2
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
3
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
4
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
5
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
6
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22
7
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22
8
LTT20B
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22
9
LTT20B
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22
10
LTT20B
LTT20B
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
5
6
7
8
9
10
HTT16 HTT22 HTT22
Tab. 4: Zuganker-Bemessungstabelle für 2-Raster-Tafeln, beidseitig mit KRONOPLY OSB 3,
d = 12 mm beplankt (Hersteller: BULLDOG SIMPSON® oder vergleichbare Zuganker)
min. qv
[kN/m]
max. FH [kN]
2
4
6
8
10
0
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
1
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
2
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22 HTT22
3
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22
4
LTT20B LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22 HTT22
5
LTT20B LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22
6
LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22 HTT22
7
LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22
8
LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B HTT16
HTT16
HTT16
HTT16 HTT22
9
LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
10
LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B LTT20B HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
12
14
16
18
20
Der Geltungsbereich für die Anwendung der Bemessungstabellen ist zu beachten! (F-7-10)
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
Teil
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Bemessungstabellen für Zuganker
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Tab. 5: Zuganker-Bemessungstabelle für 3-Raster-Tafeln, beidseitig mit KRONOPLY OSB 3,
d = 12 mm beplankt (Hersteller: BULLDOG SIMPSON® oder vergleichbare Zuganker)
min. qv
[kN/m]
max. FH [kN]
3
6
9
12
15
18
21
24
27
30
0
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
HTT22
HTT22
HTT22
1
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
HTT22
HTT22
2
-
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
HTT22
3
-
-
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
4
-
-
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
5
-
-
-
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
6
-
-
-
-
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
7
-
-
-
-
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
8
-
-
-
-
-
LTT20B
HTT16
HTT22
HTT16
HTT16
9
-
-
-
-
-
-
LTT20B
HTT22
HTT16
HTT16
10
-
-
-
-
-
-
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
(-) Keine Zugkräfte vorhanden; Verankerung nur konstruktiv)
Tab. 6: Zuganker-Bemessungstabelle für 4-Raster-Tafeln, beidseitig mit KRONOPLY OSB 3,
d = 12 mm beplankt (Hersteller: BULLDOG SIMPSON® oder vergleichbare Zuganker)
min.qv
[kN/m]
4
8
12
16
20
24
28
32
36
40
0
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
HTT22
HTT22
HTT22
1
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
HTT22
HTT22
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
HTT22
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
HTT22
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
HTT22
LTT20B LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
max. FH [kN]
2
-
3
-
-
4
-
-
-
5
-
-
-
-
6
-
-
-
-
-
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
HTT16
7
-
-
-
-
-
-
LTT20B
HTT16
HTT16
HTT16
8
-
-
-
-
-
-
-
LTT20B
HTT16
HTT16
9
-
-
-
-
-
-
-
-
LTT20B
HTT16
10
-
-
-
-
-
-
-
-
-
LTT20B
(-) Keine Zugkräfte vorhanden; Verankerung nur konstruktiv)
Der Geltungsbereich für die Anwendung der Bemessungstabellen ist zu beachten! (F-7-10)
F - Statik
7 - Bemessungs
beispiele
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Diffusion und Konvektion
Der Feuchteschutz ist ein besonders wichtiges Gebiet der Bauphysik. Gerade im Holzbau
können mangelhaft ausgeführte Feuchteschutzmaßnahmen zu erheblichen Schäden führen. Neben der verminderten Wärmedämmfähigkeit feuchter oder nasser Dämmung ist
vor allem der Befall von Bauteilen durch Schimmelpilze oder Bakterien eine Gefahr
(s. G-1-4). Beide können gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen und, wenn
sie Holz zerstörend sind, die Tragfähigkeit der Konstruktion herabsetzen. Beim Feuchteschutz im Holzrahmenbau geht es in der Regel um zwei Vorgänge:
Wasserdampf-Diffusion und Wasserdampf-Konvektion
Wasserdampf-Diffusion
Luft, mit einer Temperatur von 20°C und einer relativen Feuchte von 54 % enthält ca. 9,4 g
Wasserdampf pro m³. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie enthalten.
Kühlt sich die Luft auf 10 °C ab, dann steigt die relative Feuchte auf 100% (Wasserdampfsättigung). Bei einer weiteren Abkühlung oder weiterer Zufuhr von Wasserdampf, kann
die Luft den vorhandenen Wasserdampf nicht mehr speichern, so dass dieser als Tauwasser
ausfällt (kondensiert).
Da wärmere Luft im Normalfall mehr Wasserdampf mit sich führt als kältere, ist der Wasserdampfdruck wärmerer Luft ebenfalls höher. Dies ist auch der „Motor“ der Wasserdampfdiffusion, da durch das Bestreben des Druckausgleichs eine „Bewegung“ von Luft
mit höherem Dampfdruck zu Luft mit niedrigerem Dampfdruck stattfindet. Auf Grund des
Dampfdruckgefälles diffundiert die in einem Haus vorhandene warme, feuchte Innenluft
u.a. durch Außenwände hindurch. Bei der Diffusion in Richtung der kälteren Außenluft
durch das Bauteil kühlt sich die Luft ab, sodass es im ungünstigen Fall zu Tauwasserausfall
innerhalb des Bauteilquerschnitts kommen kann. Dieser Vorgang kann mit Hilfe des sog.
Glaserverfahrens nach DIN 4108-3 berechnet werden. Tauwasserausfall ist nur innerhalb
gewisser Grenzen tolerierbar.
Im Holzrahmenbau sollten Bauteile so konstruiert werden, dass kein Tauwasser ausfällt
(s. G-1-2). Als Faustformel gilt, dass die Innenbeplankung (plus evtl. zusätzlicher Dampfsperre) einen ca. 6-mal höheren sd-Wert als die Außenbeplankung haben sollte. Die Erfüllung dieser Faustformel entbindet jedoch nicht vom genauen Nachweis.
Wasserdampf-Konvektion
Während Wasserdampf-Diffusion immer auftritt, stellt Konvektion einen Mangel an Luftdichtheit dar und ist generell zu vermeiden. Konvektion entsteht durch Luftströmungen
von innen nach außen. So ermöglicht z.B. eine nicht luftdicht verschlossene Fuge, der
warmen und deshalb meist auch feuchten Luft in Konstruktionen einzudringen. Kühlt sich
die Luft auf dem Weg durch das Bauteil soweit ab, dass der vorhandene Wasserdampf
nicht mehr gespeichert werden kann, kommt es zu Tauwasserausfall.
Der Tauwasserausfall auf Grund von Konvektion beträgt ein Vielfaches (in Extremfällen bis
zum tausendfachen!) des aus Wasserdampf-Diffusion entstehenden Kondensats. Vergleichende Untersuchungen (Prüfkörper: Dämmung + diffusionsbremsende Dichtungsbahn)
haben für die Diffusion einen Tauwasserausfall in Größe eines Schnapsglases ergeben (alle
10 h auf 60 m² Wandfläche), während bei einer nur 3 mm breiten nicht hinterlegten Fuge
in der raumseitigen Abdichtung durch Konvektion im gleichen Zeitraum die hundertfache
Wassermenge ausfiel. Diese Wassermenge sammelt sich im Bereich der Fuge schnell in
großen Mengen an und ist auf Grund der örtlichen Konzentration extrem schädlich. Daher
muss auf luftdichte Ausführung (s. G-1-3) und entsprechend luftdichte Anschlüsse (s. E-1-8)
geachtet werden.
G - Bauphysik
1 - Feuchteschutz
Teil
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Dampfdiffusionsoffene Bauweise mit KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF
Begriffsbestimmung für die dampfdiffusionsoffene Bauweise:
• Diffusionsoffene Schicht (sd-Wert max. 0,2 m)
• Diffusionshemmende Schicht (0,2 m < sd-Wert < 1500 m) (sog. Dampfbremse)
• Diffusionsdichte Schicht (sd-Wert > 1500 m). Eine solche Dampfsperre ist praktisch
feuchteundurchlässig
Eine dampfdiffusionsoffene Konstruktion ermöglicht, dass anfallende Feuchte im Bauteil (auch verbliebene Baufeuchte)
schnell und unschädlich nach außen diffundieren kann. Man
spricht von der Austrocknungskapazität eines Bauteils. Eine hohe
Austrocknungskapazität ist im Holzbau von Vorteil. Eine dampfdiffusionsoffene Konstruktion ist nicht dadurch gekennzeichnet,
dass der sd-Wert der Bauteilschichten von innen nach außen stetig abnimmt (s. G-1-1), sondern durch die generelle Verwendung
möglichst diffusionsoffener Werkstoffe.
Als innere Beplankung wird eine diffusionshemmende Schicht angeordnet, um den Feuchtestrom von innen nach außen zu reduzieren. Außenseitig wird eine dampfdiffusionsoffene Beplankung aufgebracht. Durch diese kann die noch durch das Bauteil hindurch diffundierende Feuchte leicht entweichen. So ist sichergestellt, dass keine schädliche Feuchte
im Wandquerschnitt ausfallen kann.
Um einen dampfdiffusionsoffenen Wand- oder Dachaufbau herzustellen, wird keine Folie
benötigt. Voraussetzung ist, dass geeignete Beplankungswerkstoffe verwendet werden.
• Innen wird dazu eine KRONOPLY OSB angeordnet. Diese Platte übernimmt die diffu sionshemmende Wirkung.
• Außen wird eine dampfdiffusionsoffene KRONOTEC MDF verwendet. Die Platte verfügt über einen niedrigen sd-Wert von unter 0,2 m.
Mit diesen Beplankungswerkstoffen lässt sich ein robuster, dampfdiffusionsoffener Aufbau mit einer hohen Austrocknungskapazität herstellen (s. C-1 bis C-6). Auf die raumseitige, lohnintensive Montage dampfbremsender Folien kann verzichtet werden und es
entsteht eine dauerhaft sichere und bewährte Konstruktion.
G - Bauphysik
1 - Feuchteschutz
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Luftdichtheit und Winddichtheit
Die Dichtheit der äußeren Gebäudehülle spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die
Beurteilung einer Außenwand oder eines Daches hinsichtlich der bauphysikalischen Eigenschaften geht. Spricht man von „Dichtheit“, sind die Begriffe „Luftdichtheit“ und „Winddichtheit“ gemeint, die zwar häufig vermischt werden, jedoch zwei verschiedene Bedeutungen haben.
Luftdichtheit
Die Luftdichtheitsschicht ist laut DIN 4108-7 eine Schicht, welche die Luftströmung durch
Bauteile verhindert. In der Regel ist die Luftdichtheitsschicht zur Raumseite der Dämmebene und möglichst zur Raumseite der Tragkonstruktion anzuordnen. Dadurch wird ein
Einströmen von warmer (und meist feuchter) Raumluft in die Konstruktion verhindert. Die
Luftdichtheitsschicht muss bei Durchdringungen, bspw. durch Installationen, sorgfältig abgedichtet werden. Sonst entstehen an diesen Stellen Leckagen, die Konvektion und Wärmeenergieverluste zur Folge haben können. Die Luftdichtheitsschicht kann durch eine auf
der Innenseite montierte KRONOPLY OSB hergestellt werden. Stöße, Durchdringungen und
Wand/ -Deckenanschlüsse müssen jedoch sorgfältig abgedichtet werden. Für den Fugenbereich wird dazu am Besten ein einseitig haftendes, dauerelastisches Klebeband verwendet,
das den Stoßbereich abklebt, auch wenn dieser mit einem Stiel hinterlegt ist.
Die Luftdichtheit wird in der Regel durch einen sog. „Blower-Door-Test“ geprüft. In dem
Gebäude wird dabei ein Druck erzeugt, der ca. 50 Pa höher bzw. niedriger als der normale
Außendruck ist. Die Luftwechselrate muss bei Gebäuden mit Fensterlüftung unter 3,0 h-1
und bei Gebäuden mit lüftungstechnischen Anlagen unter 1,5 h-1 liegen. (Ein Wert von
1,5 h-1 bedeutet, dass das im Gebäude enthaltene Luftvolumen innerhalb einer Stunde 1,5
mal ausgetauscht wird.) Werden diese Werte nicht eingehalten, sind Leckagen in der Gebäudehülle vorhanden. Diese können dann relativ einfach gefunden werden, da z.B. durch
Unterdruck ein Luftstrom in das Gebäudeinnere erfolgt. Deshalb sollte ein „Blower-DoorTest“ schon nach dem Aufstellen der Rohbaukonstruktion (einschließlich Fenstereinbau) erfolgen, denn Leckagen sind nach dem Aufbringen der Innenausbauplatten nur sehr schwer
zu finden und zu beheben.
Winddichtheit
Im Gegensatz zur Luftdichtheit ist die Winddichtheit kein genormter Begriff. Somit gibt
es weder prüfbare noch messbare Anforderungen an die Winddichtheit. Bei belüfteten
Konstruktionen ist die Dämmung dem Wind und anderen Kaltluftbewegungen ausgesetzt.
Dadurch kann die Wärmedämmung ausgekühlt und in manchen Fällen sogar unterströmt
werden. Zur Vermeidung sollten Dämmschichten gegen das Eindringen von Außenluft
durch diffusionsoffene, aber ausreichend winddichte Schichten abgedeckt werden. Eine
auf der Bauteilaußenseite montierte KRONOTEC MDF übernimmt diese Aufgabe zuverlässig und schützt das Gebäude vor Wärmeverlusten.
G - Bauphysik
1 - Feuchteschutz
Teil
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Schadenfreies Bauen mit KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF
Das Risiko von Schimmelpilzbildung auf Holz und Holzwerkstoffen besteht, wenn die Bauteilfeuchte dauerhaft über u = 30 % liegt. Wird eine Einzelmessung vorgenommen, darf
die Holzfeuchte 20 % nicht überschreiten.
Die Folgen von Schimmelpilzbefall sind vielfältig. Zum einen entsteht durch Schimmel eine
starke Geruchsbelästigung, die den Aufenthalt in den entsprechenden Räumen unmöglich machen kann. Zum anderen sind manche Schimmelpilzarten gesundheitsschädigend.
Außerdem können Schimmelpilze holzzerstörend sein und im schlimmsten Fall die Tragfähigkeit der Konstruktion herabsetzen (s. G-5).
Werden die Maßnahmen zum Feuchteschutz (s. G-1-1 bis G-1-3) nicht sorgfältig ausgeführt,
kann es zu erhöhter oder ständiger Feuchtebelastung im Bauteil kommen. Erhöhte Feuchte
im Bauteil kann jedoch auch während der Bauphase entstehen, z.B. wenn Holzwerkstoffplatten längere Zeit ungeschützt der Witterung ausgesetzt werden. Kommt es dabei zu
einer starken Durchfeuchtung der Platten und werden diese dann feucht eingebaut, wird
die Feuchte „mit in das Gebäude genommen“. Grundsätzlich ist auf die korrekte Lagerung
von KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF zu achten (s. A-4-6 und B-4-8). Die Platten müssen
immer vor Feuchte geschützt sein. Die Pakete sollten immer auf Lagerhölzern stehen, um
Spritzwasser und Staunässe vom Boden fernzuhalten. Trotz der guten Feuchteschutzeigenschaften ist auch eine dampfdiffusionsoffene Bauweise nicht unbegrenzt belastbar. Kann
die Feuchte nicht schnell genug entweichen, besteht die Gefahr, dass die Feuchte an Bauteiloberflächen kondensiert und sich dort Schimmelpilz bildet. Werden stark durchfeuchtete
Platten oder Kanthölzer eingebaut oder stand der Rohbau frei bewittert, so muss auf eine
ausreichende Belüftung nach dem Schließen der Gebäudehülle geachtet werden, um die
Austrocknung der Platten zu gewährleisten. Nach dem Einbringen von Nassestrich und Putz
verdunsten während des Abbindevorgangs erhebliche Mengen Anmachwasser. Geschieht
das nach dem Schließen des Rohbaus, müssen entsprechende Lüftungsmaßnahmen ergriffen
werden, um diese Feuchtemengen aus dem Gebäude zu leiten.
Bekämpfung von Schimmelpilzen
Eine genaue Diagnose hinsichtlich Art und Umfangs des
Befalls kann nur vor Ort durch einen Fachmann erfolgen.
Ebenso ist zu klären, ob der Schimmelpilz durch erhöhte
Feuchte auf Grund von Tauwasserproblemen oder durch
die o.g. temporären Feuchtebelastungen entstanden
ist. Sind Tauwasserprobleme auf Planungs- oder Ausführungsfehler zurückzuführen, müssen Korrekturmaßnahmen zur Behebung des Problems ergriffen werden. Tritt
Schimmelpilz aufgrund temporärer Feuchte (bspw. durch
das Einbringen von Nassestrich) auf, können bereits folgende Maßnahmen erfolgreich sein:
• Um dem Schimmelpilz die Grundlage zu entziehen,
muss den betroffenen Bauteilen die Möglichkeit zum
Austrocknen gegeben werden.
• Es gibt Möglichkeiten Schimmelpilzbefall mit natürlichen Produkten zu beseitigen. Dazu
kann z.B. Essigessenz, Spiritus, medizinischer Alkohol oder Salmiakverdünnung verwendet werden. Die Stellen sollten dabei gut durchtränkt und gut ausgerieben werden.
Detailierte Informationen können unter www.kronoworld.com abgerufen werden.
G - Bauphysik
1 - Feuchteschutz
Teil
Kapitel
4
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Energieeinsparverordnung (EnEV)
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
Energiepass/ Energiebedarfausweis
Im Januar 2007 wird/wurde der Energiepass vom Bundestag auf Basis der novellierten
EnEV verabschiedet. Dieser sieht zwei unterschiedliche Ausweisformate vor. Danach gibt es
einen Energieausweis nach dem physikalischen Energiebedarf und einen nach dem nutzerabhängigen Energieverbrauch.
Verbrauchsgestützter Energiepass
Dieser stellt den Energieverbrauchskennwert eines Gebäudes dar. Der ergibt sich aus dem
gemittelten Energieverbrauch von drei aufeinander folgenden Jahren für Beheizung und
wahlweise auch für die Warmwasserbereitung. Klima, Witterung und mögliche Leerstände
sollen rechnerisch berücksichtigt werden.
Vorteile: einfach, kostengünstig
Nachteile: Ergebnisse abhängig vom Nutzerverhalten, keine Rückschlüsse auf Schwachstellen oder Sanierungsmöglichkeiten
Bedarfsausgestützter Energiepass
Dieser zeigt den energetischen Kennwert des Hauses, welcher aufgrund der bautechnischen und haustechnischen Gegebenheiten des Gebäudes nutzerneutral errechnet wird.
Für den Neubau und bei größeren Änderungen im Gebäudebestand ist er bereits seit der
EnEV 2002 vorgeschrieben.
Vorteile: genormte Randbedingungen; vergleichbare Ergebnisse; Sanierungsempfeh-
lungen möglich
Nachteile: aufwändiger, teurer
Die Gültigkeitsdauer der Ausweise soll jeweils 10 Jahre betragen. Die Wahlfreiheit zwischen den beiden Ausweisarten ist begrenzt und noch nicht eindeutig geklärt.
Bedarfsausweise sind für Gebäude bis einschließlich 4 Wohneinheiten erforderlich, wenn
diese vor 1978 errichtet worden sind.
Ausnahmen:
- Ein Gebäude wurde zwar vor 1978 errichtet, jedoch danach auf das Niveau der
WSVO ´78 saniert.
- Für das Gebäude wird noch vor dem 31.12.2007 ein Verbrauchsausweis ausgestellt, denn bis zu diesem Stichtag soll Wahlfreiheit bestehen.
Ausnahme von den Ausnahmen:
Es werden öffentliche Fördermittel, z.B. im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms
(KfW) in Anspruch genommen. In solchen Fällen ist der Bedarfsausweis vorgeschrieben,
weil die erzielten Einspareffekte auf EnEV-Niveau nachgewiesen werden müssen.
Ansonsten besteht Wahlfreiheit für Gebäude mit 5 oder mehr Wohneinheiten zwischen
Bedarfs- und Verbrauchsausweis. Zur Ausstellung eines Energieausweises sind im Internet
unter www.gebaeudeenergiepass.de weitere Informationen verfügbar.
G - Bauphysik
2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
1
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Wärmebrücken - Grundlagen
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Definition des Begriffs „Wärmebrücke“
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte (= höhere Wärmeabgabe)
aufweisen. Physikalisch gibt es nur Wärme- und keine Kältebrücken, da Kälte kein physikalischer Zustand ist (Kälte entspricht fehlender Wärme). Es gibt verschiedene Arten von
Wärmebrücken:
• konstruktionsbedingte Wärmebrücken, z.B. Holzstiele in einer Holzrahmenbauwand
(Abb.2 )
• geometrisch bedingte Wärmebrücken, z.B. Außenwandecken, (Abb. 3)
Abb. 2: Konstruktionsbedingte Wärmebrücke
Abb. 3: Geometrisch bedingte Wärmebrücke
Die Beispiele (Abb. 2 und Abb. 3) zeigen beispielhaft den Wärmestrom in Bauteilen (rot =
hohe, blau = niedrige Wärmestromdichte) und den Temperaturverlauf in Form von Isothermen (Linien gleicher Temperatur). Die Berechnung solcher Wärmebrücken erfolgt
auf Grundlage der DIN EN ISO 10211 und kann praktisch nur per EDV mit Spezialsoftware
durchgeführt werden.
In Abbildung 2 wurde der Wärmestrom im Bereich eines Holzstiels in einer Holzrahmenbauwand berechnet. Der erhöhte Wärmedurchgang des Stiels (rot) resultiert aus den im
Vergleich zur Mineralfaserdämmung (hellblau) schlechteren Wärmedämmeigenschaften
des Holzstieles. Trotzdem sind die Wärmedämmeigenschaften von Holz im Vergleich zu
massiven/mineralischen Baustoffen deutlich besser.
Der Wärmestrom in Abbildung 3 wurde für eine Außenwandecke aus Beton berechnet.
Die Wärmebrückenwirkung (erhöhte Wärmestromdichte und geringere Temperatur in der
Ecke) resultiert aus den geometrischen Verhältnissen der Wandflächen: Im kalten Außenbereich ist die Wandfläche (= Auskühlfläche) wesentlich größer als die Erwärmungsfläche
an der Innenseite, sodass in diesem Bereich ein erhöhter Wärmestrom nach außen auftritt.
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2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
2
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Wärmebrücken und die EnEV
Gemäß EnEV müssen Wärmebrücken im Nachweisverfahren zur Einhaltung des Wärmeschutzes berücksichtigt werden. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:
• Wärmebrücken werden pauschal und ohne weiteren Nachweis angesetzt.
• Wärmebrücken werden nach DIN 4108 Beiblatt 2 angesetzt (Regelkonstruktion).
• Wärmebrücken werden detailliert berechnet.
Beim pauschalen Ansatz der Wärmebrücken ohne weiteren Nachweis wird zu dem U-Wert
des jeweiligen Bauteils ein Zuschlag (UWB = 0,1 W/(m²K)) addiert. Dieser pauschale Zuschlag
ist im Vergleich zu den durchschnittlichen U-Werten einer Holzrahmenbauwand von 0,23
W/(m²K) nicht akzeptabel, da er fast 50% Aufschlag bedeutet. Bei Einhaltung der Regelkonstruktionen aus Beiblatt 2 zur DIN 4108 darf der Zuschlag auf ∆UWB = 0,05 W/(m²K)
reduziert werden. Für den Holzrahmenbau sind im Beiblatt 2 aber nur wenige Details
angegeben, sodass nur die Möglichkeit bleibt, den pauschalen (und damit schlechteren)
Zuschlag zu wählen oder die Wärmebrücken detailliert zu berechnen. Wenn also die energetischen Vorteile des Holzrahmenbaus nicht vernachlässigt werden sollen, müssen genaue
Berechnungen der Wärmebrücken durchgeführt werden. Bei der detaillierten Wärmebrückenberechnung muss jede Abweichung von der Regelkonstruktion der Außenbauteile
einzeln berücksichtigt werden. Mit spezieller Software kann für jedes Konstruktionsdetail
ein längenbezogener Wärmebrückendurchgangskoeffizient (sog. Ψ-Wert, sprich „psi“)
ermittelt werden. („längenbezogen“, weil der Wärme­brückendurchgangskoeffizient (Ψ)
– im Gegensatz zum Wärmedurchgangskoeffizienten (U) – nicht auf die Bauteilaußenfläche, sondern auf die Länge der Wärmebrücke (z.B. die Höhe einer Aussenwandecke)
bezogen wird. Dieses Verfahren kann nur dann wirtschaftlich sein, wenn möglichst oft
Standarddetails am Gebäude eingesetzt werden, die dann in einem Wärmebrückenkatalog
zusammengestellt werden. Für Holzrahmenbaubetriebe hat das zur Folge, dass sie sich bei
Planung und Ausführung verstärkt auf Standards einstellen müssen (Standardisierung). Bei
Abweichungen von den Details des Wärmebrückenkatalogs muss sonst die aufwändige
und teure Berechnung der Wärmebrückenverlustkoeffizienten bei jedem Bauvorhaben
erneut durchgeführt werden.
Anmerkung: Die bis etwa zum Ende des Jahres 2001 erstellten Wärmebrückenkataloge
sind im Regelfall mit Raum-Innenmaßen ermittelt worden. Die Berechnung gemäß EnEV
muss jedoch mit Außenmaßbezug erfolgen, sodass diese Kataloge evtl. nicht direkt verwendbar sind, sondern auf Bauteil-Außenmaße umgerechnet werden müssen.
Der in den Beispielberechnungen (Abb.4) ermittelte
Ψ-Wert gibt an, wie viel Wärme [W] pro laufenden
Meter Wärmebrücke [m] und Kelvin [K] (entspricht °C)
Temperaturunterschied nach außen abgegeben wird.
Bei einer guten Detailplanung ist es sogar möglich,
negative Ψ-Werte zu erhalten.
Auf den folgenden Seiten sind die Wärmebrücken
für einige im Holzrahmenbau üblichen Ausführungsdetails beispielhaft berechnet. Es ist gut zu erkennen,
dass die Ψ-Werte nahe beim Faktor Null liegen. Bei
Bezug auf die gesamte wärmeübertragende Fläche
wird der Wärmebrückenzuschlag zu ∆UWB ≈ 0.
Abb. 4: Wärmestrom im Geschossstoß mit
Randbalkendämmung
G - Bauphysik
2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
3
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Anschluss: Außenwand an Außenwand
Abb. 5: Anschluss: Außenwand an Außenwand
Abb. 6: Wärmestromdichten und Isothermen in einer Außenwandecke
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2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
4
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Anschluss: Geschossdecke an Außenwand
Abb. 7: Anschluss: Geschossdecke an Außenwand
Abb. 8: Wärmestromdichten an der Deckeneinbindung
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2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
5
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Anschluss: Sockel
Abb. 9: Sockelanschluss bei Verblendmauerwerk
Abb. 10: Wärmestromdichten und Verlauf der Isothermen am Sockel
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2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
6
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Anschluss: Fensterbrüstung an Außenwand
Abb. 11: Anschluss der Fensterbrüstung
Abb. 12: Wärmestromdichten und Verlauf der Isothermen an einer Fensterbrüstung
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2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
7
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Anschluss: Fensterstiel an Außenwand (Fensterleibung)
Abb. 13: Anschluss: seitl. Fensterleibung (Horizontalschnitt)
Abb. 14: Wärmestromdichten und Verlauf der Isothermen an einer seitlichen Fensterleibung
G - Bauphysik
2 - Wärmeschutz
Teil
Kapitel
8
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Brandschutz - Grundlagen
Anders als beim Schall- oder Wärmeschutz, ist bei einem fehlerhaften Brandschutzkonzept
zunächst kein Mangel zu bemerken. Wenn aber tatsächlich ein Feuer ausbricht, dann kann
ein Mangel Gefahr für das Leben der Bewohner sowie einen erheblichen Sach- und Vermögensschaden bedeuten.
Zum Schutz von Leben und Gesundheit und zur Vermeidung von Sachschäden wurden eine
Vielzahl brandschutztechnischer Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen erlassen, die
den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz betreffen.
• Vorbeugender Brandschutz - wenn die Entstehung und die Ausbreitung eines Brandes
bautechnisch verhindert wird.
• Abwehrender Brandschutz - (durch die Feuerwehr) umfasst Maßnahmen zur Rettung von Menschen und Tieren sowie zur Bekämpfung eines bestehenden Brandes zum
Schutz von Sachwerten.
Brandentstehung
In Gebäuden, welche nach den Regeln der Technik geplant und erstellt werden, gibt es bei
planmäßiger Nutzung ein sehr geringes Risiko einer Brandentstehung. Brände entstehen
überwiegend durch Fahrlässigkeit und unplanmäßige Nutzung. Diese Risiken können nicht
durch bauliche Maßnahmen verhindert werden.
Das Risiko eines Brandes ist abhängig von:
• Den Einrichtungen
• Technischen Installationen
• Dem Nutzerverhalten
• Der Wartung
• Von Baustoffen der Oberflächenbekleidung
• Von Baustoffen der Konstruktion
Die wesentlichen Brandlasten in einem Gebäude sind die Einrichtungen. Die verwendeten
Bauprodukte und die Konstruktion spielen nur eine nach- bzw. untergeordnete Rolle.
KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF sind Bestandteile von Bauteilen, die für Konstruktionen mit unterschiedlichen Brandschutzanforderungen eingesetzt werden können (s. G-3-6)
und tragen dadurch ihren Teil zum Brandschutz in Gebäuden und für die Sicherheit der
Bewohner bei.
Brandschutzkonstruktionen mit KRONOPLY OSB / KRONOTEC MDF sind im Kapitel C aufgeführt, weitere Konstruktionen mit KRONOPLY MAGNUM BOARD im Kapitel I.
G - Bauphysik
3 - Brandschutz
Teil
Kapitel
1
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Begriffsbestimmung
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Baustoffe
Nach DIN 4102-1: 1998-05 werden Baustoffe gemäß ihrem Brandverhalten in verschiedene
Baustoffklassen eingeteilt. Holz und Holzwerkstoffe können nach DIN 4102-4 ohne Brandprüfung der Baustoffklasse B2 – normal entflammbar – zugeordnet werden. Die unter
G-3-4 definierten Baustoffklassen beziehen sich ausschließlich auf die Eigenschaft des Baustoffs bezüglich dessen Brennbarkeit oder Nichtbrennbarkeit. Die Baustoffklasse ermöglicht keine Aussage zur Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile (z.B. Wände), für welche
der Baustoff verwendet wird.
In der europäischen Klassifizierung sind viel mehr Klassen mit zusätzlichen Kriterien als bislang in Deutschland vorhanden. Die Klassifizierung des Brandverhaltens von Bauprodukten
wurde auf europäischer Ebene mit Einführung der DIN EN 13501-1: 2002-06 harmonisiert.
Neben dem Brandverhalten werden zusätzlich die Brandnebenerscheinungen geregelt. So
gibt es drei Klassen mit Angaben zur Rauchentwicklung (smoke release rate: s1, s2, s3) und
zur brennenden Abtropfbarkeit (d0, d1, d2). Die verschiedenen Klassifizierungen sind in
G-3-4 gegenübergestellt.
Bauteile
Das Brandverhalten von Bauteilen wird durch die Feuerwiderstandsdauer definiert. Dort
wird die Mindestdauer in Minuten angegeben, in welcher das Bauteil bei einer Prüfung
gemäß geltender Prüfnormen die erforderlichen Anforderungen erfüllt hat. Bei der Bezeichnung der Feuerwiderstandsklasse ist ebenfalls zu erkennen, für welchen Zweck das
Bauteil verwendet wird. So steht z.B. das F für tragende und / oder raumabschließende
Bauteile, oder T für Türen und Tore. Des Weiteren wird mit der Endung, z.B. F30-B, die verwendete Baustoffklasse angegeben, hier für brennbare Baustoffe. Hinsichtlich ihres Brandverhaltens ist die DIN 4102 „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen“ weiterhin die
grundlegende Norm für die Beurteilung und Anwendung der verwendeten Materialien
und Bauteile.
Auf europäischer Ebene sind u.a. folgende Normen eingeführt und anwendbar: Die DIN
EN 1363-1: 1999-10 Feuerwiderstandsprüfungen“ oder DIN EN 13501-2 2002-06 Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten“. Tabellen mit geprüften
Bauteilen wie in der DIN 4102-4: 1994-03, wird es in der europäischen Normung nicht mehr
geben. Diese werden durch Berechnungen entsprechend der Brandschutzteile der jeweiligen Bemessungsnormen ersetzt, z.B. durch die DIN V ENV 1995-1-2: 1997-05 Entwurf,
Berechnung und Bemessung von Holzbauten – Allgemeine Regeln – Bemessung für den
Brandfall“.
Die Klassifizierung des Feuerwiderstandes wird mit anderen Kürzeln definiert. Für den
Holzbau sind diese die Tragfähigkeit (R), der Raumabschluss (E) und die Wärmedämmung
(I), jeweils mit Angabe der Feuerwiderstandsdauer, z.B. REI 60.
Das europäische und das deutsche Klassifizierungssystem, nach DIN 4102, werden für eine
Übergangszeit gleichwertig und alternativ anwendbar sein.
G - Bauphysik
3 - Brandschutz
Teil
Kapitel
2
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Brandschutzanforderungen der Bundesländer
Die Anforderungen an den vorbeugenden baulichen Brandschutz werden in Deutschland in
den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) geregelt.
Die Musterbauordnung (MBO) ist eine gemeinsam erarbeitete Empfehlung der Bundesländer, aber für die Länder nicht verbindlich. Die neueste Fassung der MBO (Fassung 2002-11)
dient als Vorlage für die neuen Bauordnungen der Länder und kann unter
www.is-argebau.de abgerufen werden. In der MBO neu hinzu gekommen ist die Klassifizierung in fünf Gebäudeklassen (Abb. 1). Insbesondere die Gebäudeklasse 4 für Gebäude mit
einer Höhe bis zu 13 m und Nutzungseinheiten mit jeweils nicht mehr als 400 m2 in einem
Geschoss erlauben nun mehrgeschossigen Holzbau. Voraussetzung ist die Verwendung nicht
brennbarer Dämmstoffe und eine Brandschutzbekleidung aus nicht brennbaren Bauteilen.
Weitere Anforderungen zur Gebäudeklasse 4 werden in der Muster-Holzbaurichtlinie
M-HFHHolzR festgelegt. Diese gilt für Konstruktionen in Holztafel- und Holzrahmenbauweise. Holzmassivbauweisen werden hier nicht geregelt. So muss die erwähnte Brandschutzbekleidung eine Entzündung der tragenden und aussteifenden Bauteile aus Holz- und Holzwerkstoffen in einem Zeitraum von mind. 60 Minuten verhindern. Dabei spricht man vom
Kapselkriterium K60, welches nach DIN EN 13501-2 klassifiziert wird. Im Vergleich zur Feuerwiderstandsdauer F..., bei welcher die gesamte Konstruktion dem Feuer stand halten muss,
wird bei K... nur die Brandschutzbekleidung berücksichtigt. Eine K60 Konstruktion erreicht
damit F120 und ergibt damit unwirtschaftliche Konstruktionen. Da K60 eine wohl zu hohe
Forderung darstellt, wird demnächst eine Reduzierung auf K45 oder K30 vorgenommen.
Gebäudeklassen
1
2
3
4
5
Freistehende
Gebäude bis zu
7 m Höhe mit
nicht mehr als
zwei Nutzungseinheiten2)
Gebäude bis zu
7 m Höhe1) mit
nicht mehr als
zwei Nutzungseinheiten von
insgesamt nicht
mehr als 400 m2
Sonstige
Gebäude bis
zu 7 m Höhe1)
ohne Sonderbauten
Gebäude bis zu
13 m Höhe1) und
Nutzungseinheiten
mit jeweils nicht
mehr als 400 m2 in
einem Geschoss3)
Sonstige Gebäude bis zu
22 m Höhe1)
Feuerwehreinsatz mit Drehleitern
möglich
Feuerwehreinsatz mit Steckleitern möglich
Abb. 1: Unterteilung der Gebäudeklassen nach Musterbauordnung (§ 2(3)Begriffe MBO 2002)
1) Höhe zwischen Oberkante Rohfußboden des höchstgelegenen Geschosses mit möglichen Aufenthaltsräumen und der Geländeoberfläche im Mittel.
2) Gilt für freistehende landwirtschaftlich genutzte Gebäude bei unbeschränkter Flächen- und Höhenausdehnung in Gebäudeklasse 1.
3) Brutto Grundfläche ohne Kellergeschoß.
G - Bauphysik
3 - Brandschutz
Teil
Kapitel
3
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Klassifizierung von Baustoffen
Tab.1: Gegenüberstellung der Baustoffklassen nach DIN 4102 und der Brandklassen nach
EN 13501-1 (für Fußbodenbeläge gelten separate Anforderungen)
Bauaufsichtliche
Benennung
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nicht brennbar
Schwer entflammbar
Zusatzanforderungen
Kein
Rauch
X
X
X
Kein brennendes
Abfallen / Abtropfen
X
X
X
X
X
Normal enflammbar
X
leicht entflammbar
Europäische
Klasse nach DIN
EN 13501-1
Klasse nach
DIN 4102
A1
A2 - s1 d0
B, C - s1 d0
B, C - s3 d0
B, C - s1 d2
A2 ,B, C - s3 d2
D - s3 d0
E
D - s3 d2
E - d2
F
A1
A2
B1
B2
B3
Diese Tabelle ist bereits in den Mitteilungen des DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) veröffentlicht worden, wird aber nicht automatisch anerkannt.
Bei nicht brennbaren Baustoffen besteht ein Einwand gegen die Anwendung der europäischen Klassen, da im SBI-Test die Proben nach Ende des Versuchs abgelöscht werden.
Damit kann ein Weiterglimmen des geprüften Produktes weder beobachtet noch bewertet
werden. Nach DIN erreichen Produkte, die zum Glimmen neigen, nicht einmal die Baustoffklasse B1, wohingegen nach europäischer Klassifizierung A2 erreicht werden kann. Daher
wird in Deutschland ein zusätzlicher Nachweis zum Glimmverhalten für Produkte mit CEZeichen in der Brandklasse A2 verlangt.
Auch die europäische Klasse E wird von der Bauaufsicht in Deutschland nicht als gleichwertig zu B2 anerkannt, da geringfügige Abweichungen zur deutschen Prüfnorm bestehen
(z.B. Beflammungspunkt bei dicken Proben) und Details zur Prüfung und Klassifizierung
noch nicht festgelegt sind. Produkte, welche der Klasse E entsprechen, werden nach Bauregelliste nur dann als normal entflammbar eingestuft, wenn diese zusätzlich nach DIN 4102
geprüft wurden. So ist dafür eine separate bauaufsichtliche Zulassung erforderlich, wie
z.B. für die KRONOTHERM Holzfaserdämmstoffe erteilte Zulassung Z-23.15-1581.
Ähnliche Probleme ergeben sich in den Brandklassen B, C und D. Nach EN dient der SBI-Test
zur Einstufung der Produkte in diese Brandklassen. Auch hier ist nach dem DIBt weiterhin
in einem Zulassungsverfahren in jedem einzelnen Fall zu überprüfen, ob ein in die Klasse B
oder C eingestuftes Produkt tatsächlich als schwer entflammbar definiert werden kann.
G - Bauphysik
3 - Brandschutz
Teil
Kapitel
4
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Eignungsnachweise von Brandschutzkonstruktionen
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Einordnung in die Baustoffklasse
KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF sind nach allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen sowie der DIN 4102-4 normalentflammbare Baustoffe (Baustoffklasse B2).
Klassifizierung von Bauteilen mit KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF
KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF können in einer Vielzahl von Bauteilen mit brandschutztechnischen Anforderungen verwendet werden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Bauteile brandschutztechnisch einzuordnen und zu prüfen, ob das Bauteil
mit KRONOPLY OSB oder KRONOTEC MDF ausgeführt werden kann. (Abb. 2). Entweder
kann KRONOPLY OSB / KRONOTEC MDF in einer Konstruktion gem. DIN 4102 eingesetzt
werden, oder es liegt ein Prüfzeugnis für diese Konstruktion mit KRONOPLY OSB / KRONOTEC MDF vor. Alternativ kann eine Zustimmung im Einzelfall beim DIBt (Deutsches Institut
für Bautechnik) in Berlin beantragt werden.
Abb. 2: Prüfen der Eignung von KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF für Brandschutz-
konstruktionen
Brandschutztechnische Anforderung an das Bauteil
aus den Landesbauordnungen (z.B. F30-B)
↓
Eignung einer Konstruktion mit KRONPLY OSB / KRONOTEC MDF
nachgewiesen durch . . .
↓
ABP (Allgemeines
bauaufsichtliches
Prüfzeugnis)
3
↓
↓
DIN 4102-4
Zustimmung im Einzelfall
durch das DIBt
3
3
Klassifizierung der Bauteile:
• Kronoply OSB/3 und Kronoply F**** haben eine Dichte von mehr als 600 kg/m3 (s. A-2)
und erfüllen damit die Anforderungen der DIN 4102-4. Damit können alle Konstruktionen der DIN 4102-4, die Holzwerkstoffplatten beinhalten, mit Kronoply OSB ausgeführt
werden.
• ABP: KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF sind für spezielle Bauteilkonstruktionen
brandschutztechnisch geprüft und durch ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis
(ABP) zertifiziert worden. Diese Konstruktionen zeichnen sich durch eine hohe Wirtschaftlichkeit aus (s. Kap C).
• Zustimmung im Einzelfall: Diese erteilt das deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin.
Ausführungsbeispiele für Brandschutzkonstruktionen mit KRONOPLY OSB / KRONOTEC
MDF sind im Kapitel C aufgeführt. Weitere Brandschutzkonstruktionen wurden mit
KRONOPLY MAGNUM BOARD geprüft (s. Kap. I). Aktuelle Informationen und Prüfzeugnisse können im Kronoworld-Service-Center angefordert werden und sind im Internet
unter www.kronoworld.com erhältlich.
G - Bauphysik
3 - Brandschutz
Teil
Kapitel
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Schallschutz
Das Wohlbefinden des Menschen im Wohnbereich und am Arbeitsplatz
kann erheblich durch Lärm und laute Geräusche gemindert werden.
Zum Teil herrscht immer noch die falsche Meinung vor, dass Holzrahmenbauten einen schlechteren Schallschutz als Massivbauten bieten. Tatsache
ist jedoch, dass Holzrahmenbauten ebenso gut den Schall dämmen wie
massive Bauteile, teilweise sogar besser.
Im Übrigen wird in der DIN 4109 klar geregelt, welche Bauteile Anforderungen hinsichtlich des Schallschutzes erfüllen müssen. Diese gelten für
alle Bauweisen und somit auch für den Holzbau. Im Zusammenhang mit
dem Schallschutz werden Begriffe und Zeichen verwendet, die im Folgenden erläutert werden.
Luftschall
Sprache und Musik sind Beispiele für Luftschall. Die Schallwellen im Raum treffen auf die
Wände und Decken, werden in diesen Bauteilen als Körperschall weitergeleitet und in die
benachbarten Räume als Luftschallwellen abgestrahlt.
Körperschall
Körperschall ist der Schall, der sich in festen Stoffen ausbreitet. Er entsteht bei direkter
Einwirkung auf das Bauteil wie beispielsweise durch Klopfen, Gehen, Stühle rücken oder das
Hüpfen von Kindern. Er entsteht jedoch auch durch das Auftreffen von Luftschallwellen auf
einen festen Körper, die diesen in Schwingungen versetzen. Ein Teil der Schallenergie wird
dabei verbraucht (= in Wärme umgewandelt). Je mehr Schallenergie verbraucht wird, desto
bessere Schalldämmeigenschaften hat das Bauteil.
Trittschall
Beim Trittschall handelt es sich um eine Art des Körperschalls. Das Störgeräusch wird mechanisch direkt in die Decke eingeleitet und in die benachbarten Räume (vor allem nach unten)
als Luftschall abgestrahlt.
Trennende und flankierende Bauteile
Schall wird über trennende Bauteile übertragen. Trennende Bauteile sind die Wände, Decken,
Fenster und Türen, die direkt zwischen lauten und schutzbedürftigen Räumen liegen. Schall
wird auch über die sog. flankierenden Bauteile übertragen. Flankierende Bauteile können angrenzende Wände und Decken sein, die senkrecht zum trennenden Bauteil angeordnet sind
und in Bauteillängsrichtung Schall übertragen können.
Schallnebenwege
Die direkte Schallübertragung erfolgt über das trennende Bauteil. Bei der Schallübertragung
über flankierende Bauteile handelt es sich um eine Übertragung von Schall auf Nebenwegen.
Andere Nebenwege sind beispielsweise Deckenhohlräume, Schächte oder Undichtheiten bei
Anschlüssen. Diese Undichtheiten entstehen dann, wenn Fugen nicht sorgfältig abgedichtet
werden.
Beispiel: Raum 1 ist von Raum 2 durch eine Innenwand getrennt. Eine Schallquelle in Raum 1
verursacht Lärm, der in Raum 2 wahrgenommen wird. Zum einen wird der Schall dabei direkt
durch die Innenwand übertragen und zum anderen wird Schall durch eine vorhandene Decke
weitergeleitet. Bei dieser Schallübertragung ist die Innenwand das trennende Bauteil, da es
beide Räume voneinander trennt, während die Decke das flankierende Bauteil ist, da sie über
beide Räume läuft und diese also „flankiert“.
G - Bauphysik
4 - Schallschutz
Teil
Kapitel
1
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Abkürzungen und Nachweise
Tab. 1:Schallschutztechnische Begriffe
Abkürzung
Einheit Definition
dB
Bewertetes
Schalldämmmaß
Das bewertete Schalldämm-Maß (sprich „R Strich
w“) gibt an, welchen Schalldurchgang ein Bauteil
besitzt. Der Strich bedeutet hierbei, dass bei dem
Wert auch die bauüblichen Nebenwege berücksichtigt werden. Für den Schallschutznachweis
muss das bewertete Schalldämm-Maß bekannt
sein!
dB
erforderliches
bewertetesSchalldämmMaß
Das erforderliche bewertete Schalldämm-Maß ist
in der DIN 4109 - Schallschutz im Hochbau - festgelegt. Dabei wird den Bauteilen, je nach Einsatzgebiet und Art, dieses Mindestmaß zugeordnet.
dB
bewerteter
Norm- Trittschallpegel
Der bewertete Norm-Trittschallpegel ist ein Wert,
um den Trittschallschutz einer Decke zu bestimmen. Dieser Wert wird mit dem erforderlichen
bewerteten Norm- Trittschallpegel verglichen.
(Frühere Bezeichnung: TSM (Ln,w ≈ 63 dB – TSM))
dB
erforderlicher
bewerteter
Norm- Trittschallpegel
Der erforderliche bewertete Norm-Trittschallpegel ist in der DIN 4109 - Schallschutz im Hochbau
- festgelegt. Dabei wird den Bauteilen, je nach
Einsatzgebiet und Art, dieser Höchstwert zugeordnet.
dB
Das bewertete Trittschallverbesserungsmaß gibt
bewertetes
an, um wie viel dB eine Deckenauflage den TrittTrittschallverschall bei Massivdecken mindert.
besserungsmaß
(Früher: VM = Verbesserungsmaß)
dB
bewertetes
Trittschallverbesserungsmaß
für Holzbalken­
decken
Das bewertete Trittschallverbesserungsmaß mit
dem zusätzlichen Index „H“ gibt an, um wie viel
dB eine Deckenauflage den Trittschall bei Holzbalkendecken mindert.
dB
äquivalenter
bewertete
Norm- Trittschallpegel
Bei Massivdecken gibt diese Zahl an, welchen
Trittschallpegel die Rohdecke ohne Deckenauflagen erreicht. L‘n,w = Ln,w,eq - ∆Lw
dynamischeSteifigkeit
Die dynamische Steifigkeit ist für das Trittschallverbesserungsmaß von Bedeutung. Je steifer die Deckenauflage ist, umso geringer ist das Trittschallverbesserungsmaß. Die dynamische Steifigkeit ist
besonders bei der Beurteilung von Trocken- und
Nassestrichen relevant.
R‘
(Prüfwert)
R‘wR
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(Rechenwert)
erf (min)
R‘w
L‘n,w
erf (max)
L‘n,w
∆L
∆Lw,H
Ln,w,eq
s‘
Funktion
MN/m2
G - Bauphysik
4 - Schallschutz
Teil
Kapitel
2-1
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Folgende Nachweise müssen geführt werden (s. G-4-3):
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Schalldämm-Maß des Bauteils
Dieser Nachweis gibt an, ob das Bauteil ausreichend schalldämmend ist.
Bei diesem Nachweis gilt: min R’w ≤ R’w
Trittschallpegel des Bauteils
Dieser Nachweis gibt an, ob der Trittschallpegel des Bauteils unter den erforderlichen Werten liegt.
Bei diesem Nachweis gilt: max L’n,w ≥ L’n,w
G - Bauphysik
4 - Schallschutz
Teil
Kapitel
2-2
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Schallübertragung über trennende Bauteile
Für Wände, Fenster und Türen als trennende Bauteile beschränken sich die Anforderungen
hinsichtlich der Schallübertragung auf den Luftschallschutz. Bei Decken als trennende Bauteile werden sowohl Anforderungen an den Luft- als auch an den Trittschallschutz gestellt.
Die DIN 4109 gibt vor, für welche Bauteile Schalldämm-Maße eingehalten werden müssen.
Die Einhaltung dieser Mindestwerte ist bei den aufgeführten Bauteilen nach Normenlage
Pflicht. Auch wenn die DIN 4109 an den eigenen Wohn- oder Arbeitsbereich keine Anforderungen stellt, ist ein schwimmender Estrich im Einfamilienhaus heute Standard
(s. G-4-5). Besser ist es, die erhöhten erforderlichen Schalldämm-Maße aus Beiblatt 2 zur
DIN 4109 einzuhalten, auch wenn diese nur empfehlenden Charakter haben. Trotzdem sollte es das Ziel sein, diese erhöhten Schalldämm-Maße einzuhalten, da Untersuchungen zum
Schallschutz von Wohnungen gezeigt haben, dass eine Vielzahl der Bewohner die eigene
Privatsphäre als empfindlich gestört empfinden, obwohl die gesetzlichen Mindestanforderungen des Schallschutzes erfüllt werden. Gleiches gilt für die Neuerstellung von Gewerbebauten, z.B. Bürogebäude.
Folgende Schalldämm-Maße sind nach DIN 4109 zur Einhaltung des Mindestschallschutzes
und des erhöhten Schallschutzes erforderlich (Tab. 2 und Tab. 3):
Tab. 2: Eigener Wohn-/Arbeitsbereich; empfohlene Schalldämm-Maße bzw. Norm-Trittschallpegel [dB]
Empfehlung für
Empfehlung für
Empfehlung für
Empfehlung für
den Mindestluft-
den Mindesttritt-
den erhöhten Luft-
den erhöhten Tritt-
schallschutz erf R‘w
schallschutz erf L‘n,w
schallschutz erf R‘w
schallschutz erf L‘n,w
Wände zwischen
Räumen unterschiedlicher Nutzung
40
-
47
-
Außenwände
*
-
*
Decken zwischenWohnräumen
50
56
55
Bauteil
46
Tab. 3: Fremder Wohn-/Arbeitsbereich: erforderliche bzw. empfohlene Schalldämm-Maße bzw. Norm-Trittschallpegel [dB]
Anforderung für
Anforderung für
den Mindestluft-
den Mindesttritt-
schallschutz R‘w
schallschutz L‘n,w
53
Empfehlung für
Empfehlung für
den erhöhten
den erhöhten
Luftschallschutz
Trittschallschutz
R‘w
L‘n,w
-
55
-
47
-
52
-
Gebäudetrennwände
57
-
67
-
Außenwände
*
-
*
-
54
53
55
46
Bauteil
Wohnungstrennwände
Wände bspw. zwischen
Krankenräumen
Wohnungstrenndecken
im Geschosswohnungsbau
*Schalldämm-Maße für Außenwände können nicht tabellarisch erfasst werden. Das erforderliche Schalldämm-Maß hängt maßgeblich vom Außenlärmpegel ab,
der gesondert zu ermitteln ist.
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Teil
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Schallübertragung durch trennende Bauteile (Wand)
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Verbesserung des Schalldämm-Maßes
Im Gegensatz zum Massivbau kann das Schalldämm-Maß für Wände in Leichtbauweise
nicht berechnet werden, sondern muss durch Prüfungen ermittelt werden. Eine Vielzahl
von geprüften Konstruktionen ist in der Literatur zu finden, sodass meist ein geeigneter
Aufbau konstruiert werden kann, um das angestrebte Schalldämm-Maß zu erreichen.
Übliche Wandaufbauten mit KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF wurden zur Beurteilung
des Schalldämm-Maßes untersucht (s. C-1 bis C-2)
Der Schallschutz von Innenwänden kann durch einfache Maßnahmen verbessert werden:
• Innenwände in Holzrahmenbauweise mit einlagiger Beplankung und vollgedämmten
Gefachen erreichen Schalldämmmaße von ca. 40 dB und erfüllen damit die Vorgaben
der DIN 4109 (s. G-4-3) für den eigenen Wohnbereich. Allerdings ist ein SchalldämmMaß von 40 dB - auch für den eigenen Wohnbereich – als nicht ausreichend anzusehen.
Deutliche Verbesserung schafft das Anordnen einer zweilagigen Beplankung. Wenn
die Innenwand beidseitig mit KRONOPLY OSB und darauf Gipswerkstoffen beplankt ist,
können relativ leicht Schalldämmmaße bis zu 45 dB erreicht werden.
• Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung des Schallschutzes ist das Entkoppeln der Gipsbeplankung von der KRONOPLY OSB durch Anordnung einer Querlattung oder mit
Hilfe von Federschienen. Durch diese Konstruktion können Schalldämmmaße bis zu 54
dB erreicht werden.
• Wände, an die noch höhere Anforderungen gestellt werden, müssen in der Regel zweischalig ausgeführt werden. Das gilt beispielsweise für Wohnungstrenn- oder Treppenhauswände.
Zweischalige Wände wirken sich günstig auf den Schallschutz aus, weil beide Bauteile vollständig voneinander entkoppelt sind. Dabei findet folgendes statt:
• Der Körperschall verliert Energie bei seinem Durchtritt durch die erste Schale. Die verbleibende Energie tritt innerhalb der Luftschicht in Form von Luftschallenergie aus.
Dieser Luftschall trifft auf die Innenschale der zweiten Wand und regt wiederum als
Körperschall das Bauteil an. Die Schallenergie wird ein weiteres Mal beim Durchqueren
der zweiten Schale verringert. Die restliche Schallenergie tritt dann, nach ihrem Weg
durch die zweite Schale, wiederum als Luftschall an der anderen Seite der zweischaligen Wand aus. Durch diesen Vorgang geht viel Schallenergie verloren. Je breiter die
Luftschicht ist, desto weniger Luftschall trifft auf die zweite Schale der Wand. Da die
Breite der Luftschicht nicht beliebig erhöht werden kann, wird in der Regel eine Matte
aus weichem Dämmstoff in den Hohlraum gelegt, wodurch - abhängig vom längenspezifischen Strömungswiderstand (X (Xi)) des Dämmstoffs - eine weitere Verbesserung
erreicht wird. Mit zweischaligen, komplett entkoppelten Konstruktionen können sehr
gute Schallschutzergebnisse erreicht werden.
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Schallübertragung durch trennende Bauteile (Decke)
Verringerung des Trittschallpegels
Der Trittschallpegel wird unter anderem durch den Balkenabstand beeinflusst. Das liegt
daran, dass der Schall in den Balken erheblich besser weitergeleitet wird als durch ein gedämmtes Gefach (Abb. 1). Je weniger Balken in der Decke verbaut sind, desto besser sind
sowohl Luft- als auch Trittschallschutz der gesamten Decke.
Ein wirksames Mittel zur Reduzierung des Trittschallpegels ist ein mehrschaliger Aufbau.
Eine „Zweischaligkeit“ kann beispielsweise durch die Verlegung eines schwimmenden
Estrichs erreicht werden. Bei richtiger Ausführung wird das Eindringen von Körperschall in
die Deckenkonstruktion stark vermindert. Voraussetzung ist die vollständige Entkopplung
des Estrichs. Wichtig ist auch, die Schallübertragung über flankierende Bauteile auszuschließen (s. G-4-1). Dazu werden umlaufend zwischen Wand und Platten Dämmstreifen
aufgestellt.
Abgehängte Decken sind nicht zu empfehlen, da sie kostspielig und in ihrer Wirkung begrenzt sind. Die Unterdecke sollte aus biegeweichen Platten bestehen, deren Befestigungsstellen einen Abstand von mindestens 500 mm haben, um die Berührungsflächen mit der
eigentlichen Decke zu verkleinern. Im Hohlraum muss eine schallabsorbierende Dämmung
eingelegt werden.
Bodenbeläge wie Parkett oder Teppich dürfen nicht zur Bewertung des Trittschallschutzes
nach der DIN 4109 heran gezogen werden - der nächste Nutzer könnte einen anderen Bodenbelag wählen!
Abb 1: Schalldurchgang durch eine Decke
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Schallübertragung auf Nebenwegen
Schall wird auch auf Nebenwegen übertragen (s. G-4-1). Das sind z.B.:
• Flankierende Bauteile,
• Schächte,
• Fugen zwischen Bauteilen,
• Deckenhohlräume,
• oder Rohrdurchführungen.
Um die Schallübertragung auf Nebenwegen zu vermeiden bzw. zu
vermindern, ist eine sorgfältige Ausführung der betroffenen Details erforderlich. So sind alle Rohre, Schächte und Hohlräume mit Dämmung zu
ummanteln bzw. auszufüllen.
Wichtig ist jedoch vor allem, dass die
Schallübertragung durch Fugen und
durch flankierende Bauteile vermindert wird.
Im Holzrahmenbau sollten alle trennenden Bauteile nur mit Entkopplungsstreifen an flankierende Bauteile angeschlossen werden, (bspw.:
Innenwände an Außenwände und
Decken). Die Übertragung von Schallenergie vom trennenden auf das
flankierende Bauteil wird so gemindert. Außerdem werden gleichzeitig
die Fugen abgedichtet (Abb. 2).
Innenwände sollten immer direkt auf
die Decke und nie auf den schwimmenden Estrich gestellt werden. Die
durchlaufenden Estrichböden bewirken sonst unter den Wänden und
Türen hindurch eine enorme Ausbreitung des Trittschalls in andere
Räume. Schwimmender Estrich sollte
zusätzlich mit Trennfugen zwischen
den Räumen (günstig sind die Bereiche unter den Türschwellen) verlegt werden, um so eine Entkopplung sicherzustellen.
Abb. 2: Anschluss von Innenwand und Außenwand
Abb. 3: Innenwand auf Estrich
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4 - Schallschutz
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Vereinfachtes Rechenverfahren für Holzbauten
Der Luftschallschutz von Bauteilen in Holzbauten ist nachgewiesen, wenn das vorhandene bewertete Schalldämm-Maß (vorh R’w,R) unter Berücksichtigung der Schallübertragung
durch flankierende Bauteile (nach Beiblatt 1 zur DIN 4109), größer als der entsprechende
Mindestwert (min R’w) nach DIN 4109 ist.
Die Berechnung von vorh R’w,R erfolgt
• entweder über eine energetische Addition
• oder durch einen vereinfachten Nachweis.
Die rechnerisch aufwändige, energetische Addition soll hier nicht näher betrachtet werden. Nach Beiblatt 1 zur DIN 4109, Abschnitt 5.3, kann im Rahmen eines vereinfachten
Nachweises der Einfluss der Schall-Längsleitung (Flankenübertragung) überschläglich berücksichtigt werden, in dem Einzelnachweise für alle an der Schallübertragung beteiligten
Bauteile - d.h. trennende sowie flankierende Bauteile - geführt werden.
Nachweis des trennenden Bauteils
Der Rechenwert des erforderlichen bewerteten Schalldämm-Maßes Rw,R für Trennwand
oder –decke ohne Flankenübertragung muss größer sein, als das erforderliche bewertete
Schalldämm-Maß min R’w mit Flankenübertragung. Um die Flankenübertragung bei dem
vorhandenen Rw,R zu berücksichtigen, muss bei diesem Verfahren ein Vorhaltemaß von
5 dB pauschal berücksichtigt werden:
vorh Rw,R ≥ min R‘w + 5 dB
Nachweis der flankierenden Bauteile
Ein trennendes Bauteil wird üblicherweise von vier Bauteilen (Trennwände z.B. von zwei
Längswänden und zwei Decken) flankiert. Dementsprechend ist der Rechenwert des erforderlichen bewerteten Schall-Längsdämm-Maßes RL,w,R,i für jedes flankierende Bauteil i = 1,
2, ..., n (normalerweise vier Bauteile) analog zum trennenden Bauteil nachzuweisen:
vorh RL,w,R,i ≥ min R‘w + 5 dB
In beiden Fällen können die vorhandenen Schalldämm-Maße der gewählten Bauteile
vorh Rw,R bzw. vorh RL,w,R,i aus dem Beiblatt 1 zur DIN 4109, Abschnitte 6 und 7, oder aus
entsprechenden Prüfzeugnissen (aufgrund bauakustischer Messungen) entnommen werden.
Da es sich bei dem vereinfachten Verfahren um einen überschlägigen Nachweis handelt,
führt dieser allerdings häufig zu unwirtschaftlichen Konstruktionen.
Der Nachweis der Luftschallschutzes ist gegeben, wenn das trennende Bauteil wie auch
alle flankierenden Bauteile ein um 5 dB höheres bewertetes Schalldämm-Maß aufweist
als nach DIN 4109 gefordert.
G -Bauphysik
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Holzschutz - Grundlagen
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele Schadensfälle bei Holzbauten auf mangelhaften
Holzschutz zurückzuführen sind. Um dauerhafte und sichere Holzkonstruktionen zu gewährleisten, sind die Regeln des Holzschutzes (DIN 68800, Holzschutz im Hochbau) unbedingt zu
beachten. Im Folgenden werden die wichtigsten Begriffe aus der DIN 68800:1996-05 erläutert.
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Baulicher Holzschutz
Vorbeugende konstruktive oder bauphysikalische Maßnahmen zur Vermeidung des Zutritts
holzzerstörender Insekten sowie einer unzuträglichen Erhöhung des Feuchtegehaltes von
Holz und Holzwerkstoffen. Durch diese Maßnahmen kann ggf. auf chemischen Holzschutz
verzichtet werden.
Konstruktive Maßnahmen sind:
• Abdeckungen frei bewitterter Holzbauteile
• Große Dachüberstände zum Schutz der Holzkonstruktion
• Holzstützen durch verzinkte Stahlstützenfüße spritzwasserfrei halten (Abstand zum
Boden ≥ 30 cm)
Bauphysikalische Maßnahmen:
• tauwasserfreie (robuste) Konstruktionen (s. G-1)
• Vermeidung von Wärmebrücken und von Leckagen (Luftdichtheit) (s. G-1)
Gefährdungsklassen (GK)
Mit der Gefährdungsklasse eines Holzbauteils wird die mögliche Gefahr für das Holz durch
Holz zerstörende Organismen in Abhängigkeit von seiner jeweiligen Einbausituation ausgedrückt. Man unterscheidet die GK 0 (nicht gefährdet) bis GK 4 (extrem gefährdet).
Tab. 1: Gefährdungsklassen (nach DIN 68800-3)
Gefährdungs-
Gefährdung durch
Beanspruchung
Auswa-
Moder-
schung
fäule
nein
nein
nein
ja
nein
nein
nein
2
Holz, das weder dem Erdkontakt
noch direkt der Witterung oder Auswaschung ausgesetzt ist, vorübergehende Befeuchtung möglich
ja
ja
nein
nein
3
Holz, der Witterung oder Kondensation ausgesetzt, aber nicht in
Erdkontakt
ja
ja
ja
nein
4
Holz in dauerndem Erdkontakt oder
ständiger starker Befeuchtung ausgesetzt1)
ja
ja
ja
ja
klasse
0
1
Innen verbautes Holz, ständig
trocken
Insekten
Pilze
nein
1) Besondere Bedingungen gelten für Kühltürme sowie für Holz im Meerwasser
Chemischer Holzschutz
Behandlung mit chemischen Holzschutzmitteln. Erforderlich für Holz, das trotz baulicher
Maßnahmen einer Schädigung durch Holz zerstörende Pilze oder Insekten ausgesetzt sein
kann.
G - Bauphysik
5 - Holzschutz
Teil
Kapitel
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Definition der Nutzungsklassen – Klassifizierung
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Der Nutzungsklasse 1 gehören Bauteile an, die in allseitig geschlossenen und beheizbaren
Räumen verwendet werden. Diese Bauteile erreichen eine mittlere Ausgleichsfeuchte von
ca. 12%. Sie stellt sich bei einem Umgebungsklima von 20°C und einer relativen Luftfeuchte von 65% ein, welche nur für einige Wochen pro Jahr überschritten wird.
In die Nutzungsklasse 2 gehören alle Bauteile in offenen, überdachten Konstruktionen,
die nicht direkt der Witterung ausgesetzt sind. Diese Bauteile erreichen eine mittlere Ausgleichsfeuchte von ca. 20%. Sie stellt sich bei einem Umgebungsklima von 20°C und einer
relativen Luftfeuchte von überwiegend 85% ein. Die Bedingungen dürfen aber für einige
Wochen im Jahr überschritten werden.
Zur Nutzungsklasse 3 werden alle frei der Witterung ausgesetzten Bauteile eingeordnet,
für die sich infolge der Einbausituation eine mittlere Ausgleichsfeuchte von mehr als 20%
einstellt. Hierzu zählen beispielsweise Bauteile von Brücken, Masten und ähnlichen Bauwerken.
Generell ist für alle Bauteile anhand der Einbausituation das jeweilige Umgebungsklima zu
beachten. So können sich beispielsweise bei tragenden Bauteilen im Innern von Schwimmhallen, obwohl es sich um eine geschlossene, beheizbare Konstruktion handelt, aufgrund
der hohen Luftfeuchte mittlere Ausgleichsfeuchten einstellen, die oberhalb von 12% liegen und somit nicht der Nutzungsklasse 1 entsprechen.
Bei der Einstufung der Bauteile in Nutzungsklassen ist grundsätzlich sicherzustellen, dass
die vorhandene Einbausituation über die gesamte Nutzungsdauer des Tragwerks gewährleistet wird. Ist dies nicht der Fall, sollte der Ermittlung der Festigkeiten eine höhere Nutzungsklasse zugrunde gelegt werden.
Zur Vermeidung von Schäden sollte beachtet werden, dass die Einbaufeuchte des Holzes
möglichst nahe an der sich während der Nutzung einstellenden Ausgleichsfeuchte liegt.
Insbesondere sollen Bauteile, die für eine spätere Verwendung in den Nutzungsklassen 1
und 2 vorgesehen sind, während Transport und Montage vor großer Feuchtigkeitsaufnahme geschützt werden.
G - Bauphysik
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Teil
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2
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Anwendungsbereiche nach DIN 68800-2:1996-05
Tab. 4: Erforderliche Holzwerkstoffklassen (nach DIN 68800-2)
Zeile Anwendungsbereich
Holzwerkstoffklasse
1
Raumseitige Bekleidung von Wänden, Decken und Dächern in Wohngebäuden sowie in Gebäuden mit vergleichbarer Nutzung1)
1.1
Allgemein
1.2
Obere Beplankung sowie tragende oder aussteifende Schalung von Decken
unter nicht ausgebauten Dachgeschossen
20
a) belüftete Decken2)
20
b) nicht belüftete Decken
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- ohne ausreichende Dämmschichtauflage
(100)3)
- mit ausreichender Dämmschichtauflage (1/λ ≥ 0,75 m2K/W)4)
20
2
Außenbeplankung von Außenwänden
2.1
Hohlraum zwischen Außenbeplankung und Vorhangschale (Wetterschutz)
belüftet
100
2.2
Vorhangschale als Wetterschutz, Hohlraum nicht ausreichend belüftet, diffusionsoffene, wasserableitende Abdeckung der Beplankung
100
2.3
Auf der Beplankung direkt aufliegendes Wärmedämm-Verbundsystem Mauerwerk-Vorsatzschale, Hohlraum nicht ausreichend belüftet,
2.4
100
100
Abdeckung der Beplankung mit:
a) wasserableitender Schicht mit sd ≥ 1 m
b) Hartschaumplatte, mindestens 30 mm dick
3
Obere Beplankung von Dächern, tragende oder aussteifende Dachschalung
3.1
Beplankung oder Schalung steht mit der Raumluft in Verbindung
3.1.1
Mit aufliegender Wärmedämmschicht (z. B. in Wohngebäuden, beheizten
Hallen)
20
100 G
3.1.2 Ohne aufliegende Wärmdämmschicht (z.B. Flachdächer über unbeheizten
Hallen)
3.2
100
Dachquerschnitt unterhalb der Beplankung oder Schalung belüftet
(100 G)3)
Geneigtes Dach mit Dachabdichtung
3.2.1 Flachdach mit Dachabdichtung
(100 G)3)
Dachquerschnitt unterhalb der Beplankung oder Schalung nicht belüftet
Belüfteter Hohlraum oberhalb der Beplankung oder Schalung, Holzwerkstoff
100
oberseitig mit wasserabweisender Folie oder dergleichen abgedeckt
Keine dampfsperrenden Schichten (z.B. Folien) unterhalb der Beplankung
oder Schalung, Wärmeschutz überwiegend oberhalb der Beplankung oder
Schalung
1)
Dazu zählen auch nicht ausgebaute Dachräume von Wohngebäuden.
2)
Hohlräume gelten im Sinne dieser Norm als ausreichend belüftet, wenn die Größe der Zu- und Abluftöffnungen mindestens je 2 ‰ der zu belüf-
tenden Fläche, bei Decken unter nicht ausgebauten Dachgeschossen mindestens jedoch 200 cm2 je m Deckenbreite beträgt.
3)
Von solchen Konstruktionen wird wegen der Möglichkeit ungewollt auftretender Feuchte, z.B. Tauwasserbildung infolge Wasserdampf-Konvektion, im allgemeinen abgeraten.
4)
Wärmedurchlasswiderstand 1/λ ; Berechnung nach DIN 4108-5
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5 - Holzschutz
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3
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Die Bedeutung von Übereinstimmungsnachweisen
Qualität ist das beste Verkaufsargument. Eine dauerhaft hohe Qualität erreichen Hersteller von Holzhäusern durch Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Ein
wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung ist die werkseigene ProduktionsZ-9.1-618
kontrolle. Sie ist auch die Grundlage für die Fremdüberwachung, die durch anerkannte Zertifizierungsstellen für die Vergabe von Übereinstimmungsnachweisen durchgeführt wird.
Werden Holzwerkstoffe, z.B. KRONOPLY OSB oder KRONOTEC MDF, für sicherheitsrelevante Konstruktionen verwendet, dann unterliegen die Werkstoffe
und die daraus gefertigten Bauteile den gesetzlichen Anforderungen für Bauprodukte.
Diese sog. technischen Regeln legen die Anforderungen an Bauprodukte und an die Fertigung von Bauelementen fest. Ein Übereinstimmungsnachweis ist die Bestätigung, dass
ein Produkt mit den Anforderungen der zu Grunde gelegten technischen Regeln, z.B. DIN
oder EN (Europäische Norm) übereinstimmt.
Die Landesbauordnungen verlangen für alle sicherheitsrelevanten Bauprodukte die Kennzeichnung mit dem Übereinstimmungszeichen, dem sog. Ü-Zeichen.
Sicherheitsrelevant sind Produkte, die
• tragende oder aussteifende Funktionen oder
• bauphysikalische, d.h. Brand-, Schall- oder Wärmeschutzfunktionen erfüllen.
Zum Nachweis der Übereinstimung gibt es 3 Verfahren:
1. Verfahren ÜH: Übereinstimmungserklärung des Herstellers auf Grund einer werkseigenen Produktionskontrolle gem. den Durchführungsbestimmungen. Die Durchführungsbestimmungen sind als Anlage in der Bauregelliste A Teil 1 veröffentlicht.
2. Verfahren ÜHP: Übereinstimmungserklärung des Herstellers auf Grund einer werkseigenen Produktionskontrolle gem. den Durchführungsbestimmungen (s. Verfahren ÜH)
und nach einer Erstprüfung der Bauprodukte durch eine anerkannte Prüfstelle.
3. Verfahren ÜZ: Übereinstimmungserklärung des Herstellers auf Grund einer werkseigenen Produktionskontrolle, die auf der Basis eines Ü-Zertifikates stattfindet. Das Übereinstimmungszertifikat wird durch eine dafür anerkannte Zertifizierungsstelle ausgestellt, die auch weiterhin regelmäßig die Fremdüberwachung im Betrieb durchführt.
Weicht ein sicherheitsrelevantes Bauprodukt von den bekannt gemachten technischen Regeln (z.B. Normen für die Bauprodukte) ab oder gibt es hierfür keine technischen Baubestimmungen oder allgemeinen technischen Regeln, so muss der Verwendbarkeitsnachweis
gem. der Bauregelliste ausgeführt werden. Sicherheitsrelevant sind z.B. Produkte in tragenden Holzrahmenbauwänden, da sie die Standsicherheit eines Gebäudes oder Gebäudeteils gewährleistet.
Wurde der Verwendbarkeitsnachweis erfolgreich geführt, wird
• eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder
• ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis oder
• eine Zustimmung im Einzelfall erteilt.
Liegt für einen Werkstoff oder ein Bauprodukt ein Übereinstimmungsnachweis oder ein
Verwendbarkeitsnachweis vor, darf es mit dem Übereinstimmungszeichen gekennzeichnet
werden.
Krono Gruppe
Schweiz
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Werk H
H - Fertigung
und Montage
1 - Qualitätssicherung
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Kennzeichnung von Bauprodukten mit dem Ü - Zeichen
Bauprodukte selbst, deren Verpackung (Abb.1) oder dem Produkt beigelegte Packzettel
sind mit dem Ü-Zeichen zu kennzeichnen.
Das Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) bestätigt, dass ein Produkt die in den Normen
oder bauaufsichtlichen Zulassungen geforderten Mindestwerte einhält. Diese Übereinstimmung prüft eine anerkannte Zertifizierungsstelle.
Übereinstimmungszertifikate für Wand‑ ­­Decken-­­­­­­­­ und Dachelemente
Für beidseitig bekleidete oder beplankte Wand-, Decken- und Dachelemente (z.B. Holzsystembauelemente) ist ein Übereinstimmungszertifikat (ÜZ, s. H-1-1) vorgeschrieben. (Bauregelliste A, Teil 1, Abschnitt 3 des Deutschen Institutes für Bautechnik (Berlin): „Bauprodukte für den Holzbau“). Die in diesem Fall erforderliche Fremdüberwachung erfolgt
durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle. Durch den Übereinstimmungsnachweis wird
bestätigt, dass ein Bauprodukt in Übereinstimmung mit den zu Grunde liegenden technischen Regeln (in diesem Fall der DIN 1052) hergestellt wird und unbedenklich für den
vorgesehenen Zweck geeignet ist.
Geschlossen gefertigte Elemente
Werden in einem Betrieb Elemente beidseitig beplankt vorgefertigt, ist die Zertifizierung
des Betriebes und damit eine regelmäßige Fremdüberwachung vorgeschrieben. Dazu beauftragt der Betrieb eine anerkannte Überwachungs- und Zertifizierungsstelle. Nach erfolgreich bestandener Erstprüfung wird dem Betrieb ein Übereinstimmungszertifikat ausgestellt. Die Herstellung geschlossener Wand-, Decken- und Dachelemente bedarf des ÜZZeichens (s. H-1-1) und muss eigen- und fremdüberwacht sein.
Halbgeschlossen gefertigte Elemente
Werden Bauteile in einem Betrieb nur einseitig beplankt vorgefertigt und erst bei der
Montage auf der Baustelle geschlossen, ist als Übereinstimmungsnachweis eine Erklärung
des Herstellers (ÜH - s. H-1-1) zur Übereinstimmung des Produktes mit den zu Grunde gelegten technischen Regeln erforderlich. Als Grundlage der Erklärung dient die werkseigene
Kontrolle. Verantwortlich für den Übereinstimmungsnachweis und damit für die ordnungsgemäße Kennzeichnung ist in der Regel der ausführende Betrieb, der die Herstellung entsprechend der DIN 1052 durchführt.
Einseitig beplankte Elemente müssen auf der Grundlage einer Eigenüberwachung mit dem
ÜH-Zeichen (s. H-1-1) versehen sein.
Qualitätskontrolle
Bereits beim Einkauf sollten nur die mit den entsprechenden Ü-Zeichen gekennzeichneten
Bauprodukte, z.B. Konstruktionsvollholz (KVH) oder Holzwerkstoffe (z.B. KRONOPLY OSB
und KRONOTEC MDF) bestellt werden. Eingehende Waren sollten sofort auf die sichtbare
Kennzeichnung mit dem Ü-Zeichen überprüft werden. Fehlt diese Kennzeichnung, ist vom
Einsatz der Produkte abzuraten. Eine Zulassungsnummer des Produktes auf dem Lieferschein ist für den späteren Nachweis des verbauten Materials sinnvoll. Überwachte Betriebe führen in der betrieblichen Dokumentation stets eine aktuelle Liste der eingesetzten
Baustoffe und Befestigungsmittel. Darin werden über die präzise Artikelspezifikation hinaus alle relevanten Normen bzw. bauaufsichtlichen Zulassungen aufgelistet.
H - Fertigung
und Montage
1 - Qualitätssicherung
Teil
Kapitel
2
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Montagetisch für die handwerkliche Fertigung
Die Leistungsvorteile des modernen Holzrahmenbaus liegen in den Vorfertigungsmöglichkeiten der Gebäudeelemente. Wand-, Dach- und Deckenelemente lassen sich komplett in
der Halle vorproduzieren - bis hin zur Vorinstallation von haustechnischen Versorgungsbaugruppen.
Abb. 1: Untergestell für einen Fertigungstisch
Montage des Fertigungstisches
Böcke werden mit dem Hallenboden kippsicher verankert. Darauf werden BSH-Träger montiert, die exakt in der Höhe ausgerichtet werden müssen. Auf diese Unterkonstruktion
(Abb. 1) werden mind. 22 mm dicke KRONOPLY OSB-Platten oder KRONOPLY Anti-Slip mit
einseitig rutschhemmender Phenolbeschichtung, ggf. im Verband, verlegt. Die Breite des
Fertigungstisches richtet sich nach der Höhe der zu produzierenden Elemente. Die Länge
des Tisches hängt von der verfügbaren Stellfläche und der maximalen Transportlänge der
Elemente ab. Abschließend werden die Anschlagbolzen gesetzt (Abb. 2). Anschlagwinkel
aus Stahl sind ungeeignet, da während der Fertigung die Rähme mit den Stielen nicht korrekt vernagelt werden können.
Wichtigster Bestandteil der Vorfertigung ist der Fertigungstisch. Fertigungstische sind in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen erhältlich.
Ein Montagetisch kann mit einfachen Mitteln auch selbst hergestellt werden. Bestehend aus
Brettschichtholz-Trägern (BSH) und KRONOPLY OSB stellt er eine preisgünstige Alternative
dar. Der Tisch genügt den Anforderungen für einen geringen Produktionsbedarf von Holzrahmenbauelementen vollkommen.
Abb. 2: Beplankter Fertigungstisch mit Anschlagbolzen
H - Fertigung
und Montage
2 - Vorfertigung
Teil
Kapitel
1
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Montagetisch für industrielle Fertigung
Für die Fertigung größerer Mengen lohnt sich oft die Anschaffung eines professionellen
Fertigungstisches. Dieser zeichnet sich im Unterschied zum Fertigungstisch für den handwerklichen Holzrahmenbau durch die Erweiterung um pneumatisch oder hydraulisch getriebene Spannbalken und die industriell gefertigte Anschlageinheit aus, die eine präzise
rechtwinklige Ausrichtung der Elemente gewährleistet.
Die Spanneinheit fixiert die Konstruktion während der Vorfertigung und presst die Rähme
fest an die Stiele, sodass keine Zwischenräume zwischen Rähmen und Stielen verbleiben.
Durch die Vorspannung werden nachträgliche Setzungen der Holzrahmenbaukonstruktion
vermieden, die bspw. Risse in der Putzfassade oder in den Innenausbauplatten auslösen
könnten.
Professionelle Fertigungstische sind relativ teuer, deshalb gibt es Lösungen, die basierend auf dem in H-2-1 beschriebenen Aufbau eines Montagetisches für die handwerkliche
Fertigung, diesen um die wichtigsten Funktionen (Spannvorrichtung und Anschlageinheit)
erweitern (Abb. 3). Ein solcher Fertigungstisch ist z.B. von der Firma Weinmann als Selbstbausatz erhältlich (Typ VarioTec®). Der Tisch kann nachträglich in der Länge variiert oder
zum Schmetterlingswendetisch ausgebaut werden. Für Giebelelemente kann der Montagetisch um einen Schräganschlag erweitert werden.
Darüber hinaus gibt es weitere Unternehmen, die Montagetische und Anlagen für die
professionelle Fertigung anbieten. Weitere Anlagen zur Vorfertigung sind z.B. vollautomatische Nagelbrücken, Plattenhebeanlagen und Schmetterlingswender.
Abb. 3: Montagetisch mit Spannvorrichtung und der Anschlag als Selbstbausatz
H - Fertigung
und Montage
2 - Vorfertigung
Teil
Kapitel
2
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Elementfertigung (I)
Zur kostengünstigen und sicheren Vorfertigung gehört auch eine auf die Produktion abgestimmte Fertigungslogistik innerhalb der Produktionshalle. Die benötigten Materialien
sollten vor der Fertigung in einem festgelegten Bereich zusammengestellt werden. In kleineren Hallen ist für kurze Wege zu den einzelnen Lagerstellen zu sorgen.
An jedem Fertigungstisch sollte eine Ablagefläche vorhanden sein, auf der Konstruktionspläne und Statiken ihren festen Platz während der Produktion haben. Diese Unterlagen
sind unbedingt notwendig, um die Sicherheit in der Umsetzung der Konstruktion zu gewährleisten.
Zur Vorfertigung eignen sich Wand-, Decken-, Kehlbalkenlagen und Dachelemente. Im ersten Arbeitsschritt werden die Rähme, Stiele und Sturzhölzer nach den Maßgaben der statischen Berechung bzw. der Produktionsplanung auf dem Fertigungstisch ausgelegt, ausgerichtet und miteinander vernagelt oder verschraubt.
Auf Besonderheiten wie Hohlkastenträger und Verstärkungsstützen ist zu achten. Durch
vorgekappte Stützen und angerissene Fuß- und Kopfrähme lässt sich die Fertigung des
Rahmenwerkes optimieren. Markierungen oder aufgeschraubte Maßbänder sind eine sinnvolle Unterstützung bei der Platzierung der Stützen und zur Kontrolle beim Vergleich mit
der Produktionsplanung. Das ausgelegte Rahmenwerk muss passgenau an den Anschlagsbolzen anliegen, um eine rechtwinklige Wand zu gewährleisten.
Anschließend erfolgt die Belegung des Rahmenwerks mit der Beplankung und die Befestigung mit Klammern (oder anderen Befestigungsmitteln) entsprechend der statischen
Berechnung (Abb. 4).
Abb. 4: Montage des Rahmenwerks und Aufbringen der Beplankung
Wird das zu fertigende Element auf beiden Seiten mit unterschiedlichen Materialien beplankt, dann ist zuerst die Seite mit dem steiferen Beplankungsmaterial (KRONOPLY OSB)
zu fertigen, um beim Wenden des Elements Beschädigungen an der Beplankung oder gar
ein Verziehen der Holzrahmenkonstruktion zu vermeiden.
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2 - Vorfertigung
Teil
Kapitel
3-1
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Elementfertigung (II)
Nach der vollständigen Beplankung der ersten Seite des Holzrahmenwerks wird das Element gewendet. Wenn mit Kronotherm FG gedämmt wird, werden diese nun in die Gefache des Rahmenwerks eingelegt (s. Abb. 5). Zellulosedämmflocken können erst nach der
vollständigen Beplankung beider Elementseiten eingeblasen werden. Die Dämmstoffmatten sind passgenau in die Gefache einzubringen. Bereits kleine Fehlstellen in der Dämmung stellen Wärmebrücken dar, durch die erhebliche Mengen Energie verloren geht.
Darüber hinaus sind Lücken in der Dämmung Schwachstellen, an denen unplanmäßig Tauwasser ausfallen und zu Feuchteschäden führen kann. Nach dem Einlegen der Dämmung
wird das Holzrahmenelement durch die Beplankung der zweiten Seite geschlossen.
Abb. 5: Einbringen der Dämmung und Aufbringen der Beplankung
Besondere Sorgfalt ist auf die Anschlüsse mit anderen Wandelementen zu legen. Durch
korrekte Montage mit überlappenden Folien, Anschlusslatten und Eckprofilen muss nach
dem Aufstellen und Verbinden der Elemente eine wind- und luftdichte, regensichere und
- je nach Planung - diffusionsfähige Gebäudehülle vorhanden sein. Dies ist bereits bei der
Vorfertigung zu berücksichtigen.
Es gibt verschiedene Vorfertigungsgrade:
• halbgeschlossene Elemente sind einseitig beplankt
• geschlossene Elemente sind beidseitig beplankt
Zur erforderlichen Zertifizierung des Betriebes für geschlossene und halbgeschlossene Fertigung s. H-1-1 und H-1-2.
Die Vorfertigungsmöglichkeiten für Holzrahmenbau-Elemente können sehr weit ausgebaut werden. Das beginnt beim einfachen Aufbringen der Beplankung und geht über die
Montage der Gipskartonplatten bis hin zum Fenstereinbau und einer vollständig montierten Fassade. Hohe Vorfertigungsgrade setzen jedoch eine ausgereifte, exakte Logistik
und Planung voraus.
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2 - Vorfertigung
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Kapitel
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Fertigung und Kontrolle der Bodenplatte
Die Sohlplatte wird auf den Fundamentstreifen betoniert (Abb.1).
Abb. 1: Sohlplatte auf Fundament
Die Konturmaße und die Rechtwinkligkeit der Sohlplatte werden durch einen Vergleich
der Diagonalen-Längen überprüft (Abb.2).
Evtl. vorhandene Abweichungen müssen später beim Aufstellen der Wände berücksichtigt
werden.
Abb. 2: Kontrolle der Sohlplatten-Abmessungen
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3 - Montage
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Kapitel
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Abdichtung der Bodenplatte
Die Sohlplatte wird mit einer Bitumenbahn oder -folie nach DIN 18195 abgedichtet. Die
Bahnen müssen an den Stoßkanten überlappen und miteinander verschweißt oder verklebt werden. Die Bitumenbahnen werden über die Kante der Sohlplatte hinaus geführt
(Abb.3).
Abb. 3: Abdichtung der Sohlplatte
Anschließend wird die Lage der Wandelemente auf der Sohlplatte bzw. auf der Bitumenbahn oder -folie aufgezeichnet (Abb. 4).
Hierzu wird ein wasserfester Stift verwendet. Die Positionsnummern der Wände werden
beim Anzeichnen mit angegeben.
Abb. 4: Anzeichnen der Wandpositionen im EG
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3 - Montage
Teil
Kapitel
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Höhennivellement der Bodenplatte
Das Höhennivellement der Sohlplatte wird mit einem Rotationslaser und einer Maßlatte
durchgeführt (Abb 5). Unebenheiten der Sohlplatte werden so schnell festgestellt. Zum
Ausgleich der Abweichung müssen die Wandelemente auf der Sohlplatte mit feuchteresistenten Hartholz-Plättchen (bspw. aus Eiche oder Bongossi) oder Keilen (z.B. KunststoffZahnrastkeilen) für den waagerechten Stand unterfüttert werden (Abb. 6).
Abb. 5: Höhennivellement mit dem Laser
Der per Laser und Maßlatte ermittelte höchste Punkt ist der Referenzpunkt. Umlaufend
werden in einem Abstand von ca. 1,25 m entsprechende Unterfütterungen zum Höhenausgleich ausgelegt. Die Plättchen sind auf der Sohlplatte mit Nagelschussgeräten zu fixieren.
Zusätzlich ist beim Höhenausgleich eine ca. 3 cm hohe Mörtelfuge zu berücksichtigen. Die
Unterfütterung ist daraufhin abzustimmen.
Abb. 6: Ausgleich der Unebenheiten und Herstellen der Mörtelfuge
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Kapitel
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Vorbereitung der EG-Wandmontage
Der Quellmörtel wird an den angezeichneten Wandpositionen aufgebracht (Abb. 7). Es ist
darauf zu achten, dass auf die Hartholz-Unterfütterungen kein Mörtel kommt. Das Mörtelbett sollte ca. 10 cm neben den Unterfütterungen enden, damit beim Aufstellen des
Wandelementes der Mörtel nicht auf die Unterfütterung gepresst wird. Wenn die Fußschwellen bei der Türmontage herausgeschnitten werden, ist unterhalb der Wandöffnung
kein Quellmörtel vorzusehen. Andernfalls sind die Fußschwellen ebenfalls vollflächig zu
untermörteln.
Abb. 7: Aufbringen des Quellmörtels
Das erste Außenwandelement wird auf das Quellmörtelbett bzw. die Hartholz-Unterfütterungen aufgesetzt und in senkrechter Position und Lage ausgerichtet (Abb. 8).
Das Wandelement muss gegen Umstürzen gesichert werden. Abstrebungen zur Gebäudeaußenseite sind vorteilhaft, da die Pflöcke einfach ins Erdreich zu rammen sind und die
Hilfskonstruktion den weiteren Montagefluss nicht behindert. Die Abstrebungen sind so
auszuführen, dass sie die Wand auch bei stärkeren Windböen gegen Umkippen sichern.
Abb. 8: Aufstellen und Sichern des Wandelements
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Montage der EG-Außenwände
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Die restlichen Außenwandelemente werden aufgestellt und ausgerichtet (Abb. 9).
Alle Elemente werden mit Abstrebungen in der Lage gesichert und kraftschlüssig miteinander verschraubt.
Abb. 9: Montage der Außenwände
Nun beginnt die Montage der Innenwände. Diese werden kraftschlüssig mit den Außenwänden verbunden. Auch die Standsicherheit des Innenwandelementes wird durch Streben gesichert. Für den Anschluss der Abstrebungen werden Kanthölzer mit Nagelschussgeräten auf der Sohlplatte fixiert (Die Löcher in der Abdichtung müssen im Nachgang wieder
abgedichtet werden!). Alternativ kann eine Verbindung zu anderen standsicheren Wandelementen erfolgen (Abb. 10).
Abb. 10: Sichern der Innenwand
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Montage der EG-Innenwände
Die restlichen Innenwände werden aufgestellt, gesichert und mit den anderen Wänden
verschraubt (Abb. 11).
Abb. 11: Aufstellen der restlichen Innenwände
Wenn alle Erdgeschoss-Wände aufgestellt sind, werden diese mit den statisch erforderlichen Zugankern kraftschlüssig mit der Sohlplatte verbunden.
Die Streben können nun entfernt werden (Abb. 12).
Abb. 12: In der Sohlplatte verankerte Wandelemente im EG
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Vorbereitung der Deckenmontage
Auf die Kopfrähme der Wände können schmale KRONOPLY OSB-Streifen (b ≥25 cm) befestigt werden (Abb. 13). Sie bieten bei der Montage der Decke ein gutes Auflager und
dienen der Unterverkleidung der Decke bei einer nicht sichtbaren Balkenlage als Montagefläche. Bei einer sichtbar ausgeführten Balkenlage kann auf diesen Montagestreifen
verzichtet werden.
Abb. 13: Anbringen der Montagestreifen
Extra montierte Randbalken in der Deckenebene sichern den exakten Abschluss zur
Außenwandseite (Abb. 14).
Randbalken können alternativ im Deckenelement mit integriert sein. Dann ist jedoch bei
der Montage auf eine genaue Ausrichtung der Deckenelemente zu achten. Stehen die
Elemente über die Außenwände über, lässt sich der Geschossstoßstreifen nicht mehr einwandfrei befestigen und es kann bei der Montage, insbesondere bei einer Putzfassade, zu
Problemen kommen. Die weiteren Außenwandelemente werden gesetzt. Alle Elemente
werden abgestrebt und untereinander kraftschlüssig verschraubt.
Abb. 14: Montage der Randbalken
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Deckenmontage
Die vorgefertigten Deckenelemente werden montiert (Abb. 15). Der Vorfertigungsgrad
der Deckenelemente kann einschließlich der Lattung für die Aufnahme der Decken Innenbeplankung ausgeführt werden. Die Decke kann aber auch vor Ort aus den Einzelteilen errichtet werden. Besonders bei vielen großen Öffnungen in der Deckenebene kann dieses
Verfahren vorteilhafter sein.
Abb. 15: Montage der Deckenelemente
Die Elemente werden miteinander verschraubt und die Decke wird geschlossen. Auf die
fertig erstellte Decke wird nun die Lage der OG-Wände inkl. der Positionsnummern der
Wände aufgezeichnet (Abb. 16).
Abb. 16: Schließen der Decke
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Montage OG - Außenwände
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Das Giebelelement wird im OG aufgestellt. Die Abstrebung erfolgt nach innen (Abb. 17).
Abb. 17: Aufstellen der ersten Giebelwände im OG
Die restlichen Außenwände im OG werden aufgestellt und gesichert. Die Fußpfetten sind
während der Vorfertigung bereits in die Kniestockwände integriert worden. (Abb. 18)
Abb. 18: Aufstellen der restlichen Außenwände im OG
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Montage OG - Innenwände
Es erfolgt die Montage aller Innenwände im OG analog zum EG (Abb. 19).
Abb. 19: Montage der restlichen Innenwände im OG
Die Wände im EG und OG haben erst dann ihren festen und sicheren Stand, wenn der Geschossstoß mit Streifen beplankt wurde (Abb. 20).
Nach der schubfesten Verklammerung der Geschossstoßplatte können die Verstrebungen
im OG entfernt werden.
Abb. 20: Montage des Geschossstreifens EG - OG
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Vorbereitung zur Montage der Kehlbalkenlage
Analog zur Deckenmontage auf den EG-Wänden wird auch auf den OG Wänden ein Montagestreifen aufgelegt (Abb. 21).
Abb. 21: Aufbringen der Montagestreifen
Die Mittelpfetten können einzeln auf die Montagestreifen gelegt und befestigt werden
(Abb. 22) oder während der Vorfertigung im Kehlbalken-Deckenelement integriert und
dann zusammen mit diesem montiert werden.
Ein Mittelpfettendach bietet den Vorteil, dass die Kehlbalkendecke als Element vorgefertigt und montiert werden kann. Die Kehlbalkenlage bietet dann außerdem eine Standfläche für die weitere Montage der Dachkonstruktion.
Abb. 22: Einzel-Montage der Mittelpfetten
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Montage der Kehlbalkenlage
Kehlbalken-Deckenelemente können einschließlich der Sparschalung für die Decken-Innenbeplankung vorgefertigt werden.
Die Kehlbalken-Deckenelemente sind parallel (Abb. 23) oder rechtwinklig zu den Mittelpfetten ausgerichtet. Die Ausrichtung hängt im Wesentlichen von der Gebäudegeometrie
und der daraus resultierenden Tragwerksplanung ab.
Abb. 23: Montage der Kehlbalken-Deckenelemente
Die Kehlbalken-Elemente werden miteinander verschraubt und die Kehlbalkenebene wird
geschlossen (Abb. 24).
Es bieten sich zwei verschiedene Dämmvarianten an:
1. Die Dämmebene kann in der Dachschräge von der Kniestockwand bis zum First geführt
werden.
2. Alternativ kann die Dämmung von der einen Kniestockwand über die Kehlbalkenlage
zur anderen Kniestockwand geführt werden. Der Spitzboden bleibt in diesem Fall ungedämmt.
Abb. 24: Schließen der Kehlbalkenebene
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Montage der Spitzbodenwände
Auf der Kehlbalken-Decke werden die Spitzbodenwände analog zu den OG-Wänden montiert und abgestrebt. Für die Dachelemente wird eine Richt-Firstpfette aufgestellt, die aber
keine tragende Funktion übernimmt (Abb. 25).
Abb. 25: Montage Spitzbodenwände
Nach der schubfesten Verbindung des Geschossstoßes durch das Montieren des Plattenstreifens zwischen OG und Spitzboden können die Abstrebungen entfernt werden.
(Abb. 26).
Abb. 26: Schließen der Kehlbalkenlage
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Montage der Dachelemente
Die vorgefertigten Dachelemente einschließlich der Dach- und Konterlattung werden montiert (Abb. 27)
Abb. 27: Montage des ersten Dachelementes
Die Dachelemente werden miteinander verschraubt und die Dachebene wird geschlossen
(Abb.28).
Die Montage eines kompletten Gebäudes, einschließlich der Dachelemente, kann bei gut
organisierten Unternehmen an einem Tag erfolgen. Bei guter Vorbereitung und reibungslosen Montageabläufen ist es sogar möglich, noch am gleichen Tag das Dach mit Dachsteinen einzudecken.
Abb. 28: Schließen der Dachebene
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und Montage
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Teil
Kapitel
14
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Was ist KRONOPLY MAGNUM BOARD?
Kronoply MAGNUM BOARD ist ein Bausystem, welches Holzbau in Massivbauweise ermöglicht. Kronoply MAGNUM BOARD besteht aus mehrlagig verleimtem Kronoply OSB 4. Zur
Verleimung der Elemente wird, wie bei den Kronoply OSB-Platten, ein lebensmittelechter
und formaldehydfreier Leim verwendet. Der Pressdruck zur Verleimung wird mit Hilfe einer Klammerpressleimung aufgebracht. Das gesamte Herstellverfahren erfolgt nach der
bauaufsichtlichen Zulassung Z-9.1-591. Kronoply MAGNUM BOARD ist patentiert und darf
nur durch Kronoply GmbH lizenzierte Hersteller gefertigt werden.
Kronoply MAGNUM BOARD kann für massive, tragende Wand-, Decken- und Dachelemente verwendet werden. Die Kronoply OSB 4 - Platten besitzen ein Ausgangsformat von
max. 15000 x 2770 x 25 mm, mit geschliffener Oberfläche, welche zu Stärken von 75 bis
250 mm verleimt werden. Die Endformate sind frei wählbar. Treppen-, Fenster- und Türausschnitte werden bereits vor dem Verleimen ausgefräst. Fertig verleimte Elemente müssen
nicht mehr zugeschnitten werden. Die Verladung der Elemente auf den LKW erfolgt in
Montagereihenfolge.
Durch die Verwendung von Langplatten werden Kronoply MAGNUM BOARD Elemente in
Gebäudelänge hergestellt und ergeben stoßfugenfreie Konstruktionen. Eine winddichte
Gebäudehülle wird dadurch sehr leicht möglich. Die geschliffene Oberfläche ermöglicht
direktes Tapezieren, Fliesen oder Beschichten. Eine zusätzliche Beplankung mit Gipskartonplatten ist nicht erforderlich. Elektroinstallationen werden durch vorgefertigte Installationskanäle in der zweiten Ebene der Elemente verlegt.
Gegenüber anderen massiven Holzbauelementen hat Kronoply MAGNUM BOARD sehr
geringe Quell- und Schwindeigenschaften. Massives Holz quillt radial bei einer Feuchteaufnahme von 1% um 0,24%, Kronoply MAGNUM BOARD nur um 0,015%. So quillt z.B. eine
Massivholzwand, mit einer Länge von 8,00 m, bei nur 1% Holzfeuchteänderung um 19,2
mm, bei Kronoply MAGNUM BOARD sind es nur 1,2 mm. Desweiteren gibt es bei Kronoply
MAGNUM BOARD kein Nachtrocknen und daraus folgend keine Setzungserscheinungen
oder Risse in Bauteilen.
Durch die Zulassungserweiterung darf Magnum Board auch in korrosionsfördernden Bereichen eingesetzt werden.
I - KRONOPLY
Magnum Board
1 - Allgemeines
Teil
Kapitel
1
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KRONOPLY MAGNUM BOARD Lieferprogramm
Für Kronoply Magnum Board gibt es keine Standardformate. Die Elementgröße beträgt zur
Zeit maximal 11500 x 2770 mm, demnächst 15000 x 2770 mm. Die Stärken liegen je nach
statischen Anforderungen zwischen 75 und 250 mm, in Stufen zu 25 mm.
Die Herstellung von Kronoply Magnum Board Bauteilen erfolgt ausschließlich Auftrags­bezogen und auf Kundenwunsch. Die Fertigung erfolgt inklusive Treppenöffnungen, Türund Fensterausschnitten. Dem Verarbeiter bleibt das Zuschneiden massiver Elemente und
die Entsorgung unhandlicher Reststücke erspart.
Statische Berechnungen und die Bemessung der Kronoply Magnum Board Bauteile wer­­den auf Wunsch vorgenommen. Dazu erforderlich sind z.B. vorhandene Architektenpläne. Eine Modifikation von Plänen einer Massivbaukonstruktion zu einer Konstruktion in
­Kronoply Magnum Board ist ebenfalls möglich.
Magnum Board Deutschland
Elementbau GmbH
Wierlings Busch 52
D- 48249 Dülmen
Tel. +49 (0) 2594 / 893 33-98
Fax +49 (0) 2594 / 893 33-97
MBN Holzelemente GmbH
Wittstocker Chaussee 1
D-16909 Heiligengrabe
Tel. +49 (0) 33962 / 80 533
E-Mail: info@magnum-board.com
Internet: www.magnum-board.com
I - KRONOPLY
Magnum Board
2 - Formate
Teil
Kapitel
1
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KRONOPLY MAGNUM BOARD – Technische Werte
Eigenschaft
Zeichen
Einheit
Nenndicke der Bauteile
d
mm
Rohdichte nach DIN 52 361
m
kg/m
σRyvll
zul Tyll
Biegung rechtwinklig zur Bauteilebene
Schub in Bauteilebene
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660 ± 40
2
N/mm
3,5
σRyv
N/mm2
3,0
N/mm2
0,3
zul Ty
N/mm
0,3
N/mm
1,0
zu λ
Druck rechtwinklig zur Bauteilebene (Mitte)
75 bis 250
3
2
2
Druck rechtwinklig zur Bauteilebene (Rand)
zu λ
N/mm
0,8
Biegung rechtwinklig zur Bauteilebene
ERyvll
2
N/mm
5000
ERyv
N/mm2
3500
Schub in Bauteilebene
Gyll
N/mm2
130
Gy
N/mm
130
W/mk
0,13
%/%
0,015
λ
Wärmeleitfähigkeitszahl nach DIN 68 763
Schwindungs- / Quellkoeffizienz
Emissionsklasse
2
2
E1 - formaldehydfrei verleimt
Holzwerkstoffklasse
100
Baustoffklasse
B2 - normal entflammbar
Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung Nr.
Z-9.1-591
Anwendungsbereich in den Nutzungsklassen 1 und 2 nach DIN V1995-1-1
Weitere Hinweise, techn. Werte, sowie die charakteristischen Werte zur Bemessung nach
EC5 + NAD sind der Bauaufsichtlichen Zulassung zu entnehmen.
Diese steht auf www.kronoworld.com zum Download zur Verfügung.
I - KRONOPLY
Magnum Board
3 - Technik
Teil
Kapitel
1
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Bemessungstabellen Decke, Dach
Tab. 1: Maximale Stützweiten [m] von Decken
Aufbau
Nachdruck, Vervielfältigung und Publikation - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung der KRONOPLY GmbH. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Vorbemerkung! Ausgabe Januar 2007
[mm]
100
125
150
175
200
225
250
Spitzboden
Dachboden
Trockenestrich
Zementestrich
Z. -Estrich +
Schüttung
2
2
2
2
1,00 kN/m
2,00 kN/m
3,35 kN/m
4,15 kN/m
4,75 kN/m2
1 Feld 2 Feld* 1 Feld 2 Feld* 1 Feld 2 Feld* 1 Feld 2 Feld* 1 Feld 2 Feld*
4,00
5,35
3,40
4,20
3,00
3,40
2,80
3,10
2,70
2,90
4,90
6,40
4,20
5,10
3,70
4,20
3,45
3,85
3,35
3,60
5,70
7,40
4,95
6,00
4,35
4,95
4,10
4,50
3,95
4,30
6,50
8,30
5,70
6,80
5,05
5,65
4,75
5,20
4,60
4,95
7,25
9,20
6,40
7,60
5,70
6,40
5,40
5,90
5,20
5,55
8,00
10,00
7,10
8,35
6,35
7,05
6,00
6,50
5,80
6,20
8,70
10,75
7,80
9,10
7,00
7,70
6,65
7,15
6,40
6,80
1. Belastung in kN/m² (Verkehrslast + Deckenaufbau)
2. Zulässige Durchbiegung l/300
3. Bei der Bemessung der Deckenbauteile nach DIN 1052-1 und 2:1988-04 gelten für alle Bauteildicken die Werte der Tabelle 1 der allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassung Z-9.1-591 und die darin angegebenen Bestimmungen für Entwurf und Bemessung.
* mit gleichen Stützweiten
Tab. 2: Maximale Stützweiten [m] von Dächern
Bauteildicke
1-Feld-Träger
75 mm
100 mm
2-Feld-Träger*
75 mm
100 mm
Schneelast 0,75 kN/m2
DN 25°
DN 35°
DN 45°
Schneelast 1,25 kN/m2
DN 25° DN 35°
DN 45°
2,65
3,45
2,50
3,25
2,25
2,95
2,50
3,25
2,35
3,10
2,20
2,90
3,60
4,60
3,40
4,40
3,00
3,95
3,25
4,20
3,15
4,10
2,90
3,90
1. Belastung in kN/m² (Dacheindeckung 0,55 und Dämmung 0,12)
2. Windstaudruck 0,5 kN/m² - Höhe über Gelände 0-8 m
3. Zulässige Durchbiegung l/300, keine Schwächung über Auflager
4. Bei der Bemessung der Deckenbauteile nach DIN 1052-1 und 2:1988-04 gelten für alle Bauteildicken die Werte der Tabelle 1 der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-9.1-591 und die darin angegebenen Bestimmungen für Entwurf und Bemessung
* mit gleichen Stützweiten
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3 - Technik
Teil
Kapitel
2
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Wandbauteile / Knicklängen
Tab. 1: Knickzahlen w für den Knicknachweis der Wandbauteile nach DIN 1052-1:1988-04
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Schlankheitsgrad
λ
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
160
170
180
190
200
210
Knickzahl w
Knicklast parallel zur OSB-Her- Knicklast quer zur OSB-Herstellstellrichtung
richtung
1,00
1,00
1,06
1,06
1,12
1,12
1,21
1,22
1,34
1,37
1,52
1,61
1,77
1,93
2,09
2,34
2,48
2,82
2,92
3,39
3,43
4,05
4,00
4,90
4,67
5,84
5,48
6,85
6,35
7,94
7,30
9,12
8,30
10,38
9,37
11,71
10,50
13,13
11,70
14,63
12,97
16,21
14,30
17,87
Bei der Bemessung von Wandbauteilen mit Ersatzstablängen von lef ≤ 6,0 m und mit
Schlankheitsgraden 0 < l < 210 sind die w-Knickzahlen nach der Tabelle in Ansatz zu bringen. Schlankheitsgrade l > 210 sind unzulässig.
Bei der Bemessung von Wandbauteilen mit Ersatzstablängen im Bereich zwischen
lef > 6,0 und lef > 6,50 m und mit Schlankheitsgraden 0 < l ≤ 130 sind die Knickzahlen nach
der Tabelle mit dem Faktor 1,3 zu multiplizieren.
Schlankheitsgrade l > 130 sind unzulässig.
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3 - Technik
Teil
Kapitel
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Verbindungsmittel – Technische Werte
Art der Beanspruchung
Zeichen Einheit
Zul. Rechenwert
Nägel
Abscheren in Bauteilebenen, Nagelachse
rechtwinklig zur Bauteilebene
zul. N1
N
dn =
3,1 mm
dn =
3,8 mm
450 N
550 N
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Schrauben
Abscheren, Lastabtragung in Bauteilebene,
glatter Schaft und Gewinde senkrecht zur
Bauteilebene
zul. N
N
3000 N
Abscheren, Lastabtragung in Bauteilebene,
glatter Schaft und senkrecht zur Bauteilebene,
Gewinde in der Schmalseite der Bauteile
zul. N
N
2000 N
Abscheren, Lastabtragung quer zur Bauteilebene, glatter Schaft senkrecht zur Bauteilebene, Gewinde in der auf Querzug beanspruchten Schmalseite der Bauteile1)
zul. N
N
1500 N
Herausziehen, glatter Schaft und Gewinde
rechtwinklig zur Bauteilebene
BZ90
N/mm2
6 N/mm2
Herausziehen, glatter Schaft und Gewinde
parallel zur Bauteilebene (rechtwinklig zur
Schmalseite der Bauteilebene)
BZ0
N/mm2
4 N/mm2
Kopfdurchziehen, glatter Schaft und Gewinde
rechtwinklig zur Bauteilebene2)
BZ
N
5 x dk2
1)
Der Abstand zwischen Schraube und belastetem Rand muss mind. das 0,7-fache der Dicke des auf Querzug beanspruchten Bauteils sein
2)
dk= Durchmesser des Schraubenkopfes
Hinweise zu Verbindungsmitteln
Als Verbindungsmittel dürfen
• Nägel und Sondernägel mit dn = 3,1 mm oder 3,8 mm gemäß DIN 1052-2,
• HECO-Topix-Schrauben gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Z-9.1-453 mit
d1 = 10 mm, sowie
• Würth Assy ll - Schrauben gemäß der bauaufsichtlichen Zulassung Z-9.1-514 mit
d1 = 10 mm
unter Beachtung folgender Bestimmungen verwendet werden:
• Für den Abstand der Nägel und Schrauben untereinander gilt DIN 1052-2.
• Quer zur Längsrichtung der Schmalseite muß der Abstand zum unbelasteten Rand mind. 30 mm betragen. Der Abstand zum belasteten Rand darf bei Scheranschlüs
sen (Querzugbeanspruchung) das 0,7-fache der Bauteildicke nicht unterschreiten.
• Nagelverbindungen mit der Schmalseite sind unzulässig.
• Schraubverbindungen rechtwinklig zur Plattenebene müssen vorgebohrt werden.
Für andere Verbindungsmittel ist ein besonderer statischer Nachweis zu führen.
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Magnum Board
3 - Technik
Teil
Kapitel
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Verarbeitungshinweise für KRONOPLY MAGNUM BOARD
Kronoply Magnum Board Bauteile sollten aufgrund von Größe und Gewicht nur mit einem
geeigneten Kran entladen und montiert werden. Bei einer maximalen Abmessung von
15000 x 2770 x 250 mm kann ein solches Element bis zu 7100 kg wiegen.
Das Anhängen der Kronoply Magnum Board Elemente ist mit vorgegebenen Anhängepunkten leicht möglich. In den Deckenelementen werden Stahlplatten mit einem Gewinde
eingelegt. Diese sind durch eine Bohrung in den Elementen zugänglich und erkennbar.
Darin werden die mitgelieferten Anhängeschlaufen eingesteckt und mit der Stahlplatte
verschraubt. Nach der Montage können die Schlaufen entfernt und wieder verwendet
werden.
Bei der Entladung der Magnum Board Wand-Elemente ist zu beachten, dass der Kran beim
Anheben einen gleichzeitigen Schwenk in Richtung der Anhängepunkte vollzieht, um ein
Abrutschen der Elemente zu verhindern.
Abb. 3: Anheben eines Wandelementes
Bei der Montage sind die statisch relevanten Details zu prüfen und zu beachten.
Kronoply Magnum Board Elemente sind nach der Montage umgehend vor direkten Wettereinflüssen in Form von Regen und Schnee zu schützen. Demnach sind Elementstöße sowie
verbleibende Löcher der Anhängepunkte auszufüllen (z.B. mit PU-Schaum) und anschließend abzukleben (z.B. mit Ampacoll XT gemäß Herstellernachweis). Außerdem ist darauf
hinzuweisen, dass Kronoply Magnum Board ein Naturprodukt aus Holz ist. Die geschliffenen
Oberflächen können demnach unter Einfluss von Feuchtigkeit rauher werden.
Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass beim geschlossenen Rohbau eine dauerhafte und
ausreichende Belüftung erfolgt. Insbesondere bei den weiterführenden Arbeiten ist hierauf
unbedingt zu achten. Bei feuchtigkeitsintensiven Arbeiten (z.B. Estrich- und Malerarbeiten)
sollte eine Raumtemperatur von ca. 20 Grad Celsius vorliegen. Aufgrund des extrem hohen
Wasseranteils sollte auf die Verarbeitung eines Fließestrichs verzichtet werden.
Bei dem Aufbringen eines Putzes im Innenbereich sind die Hinweise der verfügbaren StoSystemlösung zu beachten. Selbstverständlich können auch Systeme anderer Anbieter nach
deren Vorgaben verwendet werden. Aufgrund des extrem hohen Feuchtigkeitsgehaltes darf
jedoch auf keinen Fall ein Maschinenputz aufgebracht werden.
Bei den Fliesenarbeiten sowie der Installation von wasserführenden Leitungen sind die Magnum Board Elemente dauerhaft vor Feuchtigkeit, insbesondere vor Kondensat zu schützen.
Die hier angegebenen Hinweise haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Darüber hinaus
sind die Bestimmungen der bauaufsichtlichen Zulassung für Kronoply Magnum Board (Z-9.1591) sowie die für das Bauwesen gültigen Regeln und Normen zu beachten.
I - KRONOPLY
Magnum Board
3 - Technik
Teil
Kapitel
5
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Wandbauteile
Wandbauteile aus Kronoply Magnum Board können bereits ab 75 mm Elementdicke für
tragende Zwecke verwendet werden. Dies bedeutet einen Zugewinn sowie eine wirtschaftliche Ausnutzung des Wohnraumes. Bei einer Elementstärke von 100 mm werden
bereits die Brandschutzanforderungen F30-B erfüllt. Durch die außen aufgebrachte Wärmedämmung sind wärmebrückenfreie Konstruktionen problemlos möglich. Ein Wärmebrückenkatalog kann in www.kronoworld.com unter Infomaterial – Technische Informationen
heruntergeladen werden. Da Kronoply Magnum Board eine hohe Speichermasse und
einen sehr guten Wärmedurchgangswiderstand hat, sind sehr schlanke Wände mit einem
Optimum an sommerlichem Hitze- und winterlichem Kälteschutz möglich (s. I-4-2).
Kronoply Magnum Board Wandbauteile sind in einem Format von bis zu 15,00 x 2,77 m
erhältlich. Mit einem horizontalen Plattenstoß erlaubt die bauaufsichtliche Zulassung sogar
Wandhöhen bis 3,80 m. Wenn die Wandelemente hochkant gestellt werden, ist eine Höhe
von bis zu 6,50 m möglich. Damit können z.B. Treppenhäuser oder offene Giebelwände
problemlos realisiert werden
Neben der brandschutztechnisch geprüften F30 Konstruktion steht eine tragende Gebäudetrennwand in F30/F90-B (s. I-4-3) und eine nichttragende Wand in F90 (s. I-4-5) zur
Auswahl.
Durch vorgefertigte Einfräsungen in der zweiten Lage der Elemente ist das Verlegen von
Installationen sehr einfach möglich. Die Leitungsführungen werden standardmäßig in bestimmten Abständen vorgesehen, können aber auch individuell berücksichtigt werden.
Der Innenausbau ist mit Wandbauteilen aus Kronoply Magnum Board sehr einfach möglich. Die geschliffene und stoßfugenfreie Oberfläche erlaubt einfaches Tapezieren, Verputzen oder Verlegen von Fliesen (s. I-3-5). Aufwändiges Beplanken mit Gipswerkstoffplatten
ist nicht erforderlich. Damit wird nicht nur Zeit und Material eingespart, auch Baufeuchte
und Schmutz werden im Rohbau stark reduziert. Das Aufhängen z.B. von Wandschränken ist absolut unproblematisch, da nur herkömmliche Spanplattenschrauben benötigt
werden. Aufwändiges Verarbeiten von teuren Dübeln oder Einschränkungen, wie an sehr
einfachen Holzrahmenbaukonstruktionen, gibt es nicht.
Besonders bei niedrigen Frequenzen, die durch Verkehrslärm oder Bässe erzeugt werden,
haben Wandbauteile aus Kronoply Magnum Board sehr große Vorteile. Die hohe Masse
schluckt diese wesentlich besser als leichte Holzrahmenbaukonstruktionen. „Das subjektive
Empfinden der Nutzer ist bei zahlenmäßig gleichen Werten bei der Magnum Board somit
deutlich besser.“ (Zitat: Dipl. Ing. E.U. Köhnke, „Beitrag Einfach massiv“ aus „die neue Quadriga“ Ausgabe 5/2005)
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Magnum Board
4 - Bauteil
konstruktionen
Teil
Kapitel
1
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Außenwand
Abb. 1: Außenwand
Wärmeschutz
Tab. 1: Aufbau von innen nach außen
KRONOPLY
WDVS WLG 040
U-Wert
[mm]
100
ϕ2)
[W/m2K]
TAV1)
[%]
[h]
120
0,251
2
10,8
100
140
0,223
2
11,9
100
160
0,201
2
11,1
100
180
0,183
2
11,3
MAGNUM BAORD
[mm]
1) TAV: Dämpfung der Temperaturschwankung zwischen innen und außen. Beispiel: TAV = 10 %. -> Dämpfung um 90%. Bei einer
Oberflächentemperatur von 60°C außen erfolgt an der Oberfläche innen eine Erhöhung um 6,0°C, aber erst um die Phasenverschiebung
verzögert.
2) Phasenverschiebung: Verzögerung, bei welcher der Hitzedurchgang nach innen verzögert wird. Optimum: 10-12 h
Feuchteschutz
Tauwasserausfall ist abhängig vom verwendeten Wärmedämmverbundsystem zu prüfen
Brandschutz
F30-B (ohne Wärmedämmung oder Beplankung)
Schallschutz
Rw = 36 dB (ohne Wärmedämmung)
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4 - Bauteil
konstruktionen
Teil
Kapitel
2
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Gebäudetrennwand
Abb. 2: Gebäudetrennwand
Wandaufbau (von links nach rechts)
- 100 mm Kronoply Magnum Board Wand
- 2 x 12,5 mm GKF (Fugen gespachtelt)
- 120 mm Mineralwolle (geklebt)
- 20 mm Luftschicht
- 2 x 12,5 mm GKF (Fugen gespachtelt)
- 100 mm Kronoply MAGNUM BOARD Wand
Hinweise:
Äußere Lage der Kronoply Magnum Board Wand auf halber Deckenhöhe überlappend.
Trennfuge zwischen den Wandelementen sind mit Mineralwolle abgedichtet.
Wärmeschutz
Keine Anforderungen
Feuchteschutz
keine Anforderungen
Brandschutz
F30/ F90, nach allgemeinem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis Nr. P-3108/4134-MPA BS
Schallschutz
Rw = 66 dB, gemäß Abb. 2
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Innenwand
Abb. 3: Innenwand, T-Stoß
Wärmeschutz
Keine Anforderungen.
Feuchteschutz
Keine Anforderungen.
Brandschutz
F30-B, ab 100 mm Wandstärke, nach allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis Nr.
P-3151/4564-MPA BS
Schallschutz
Rw= 36 dB (100 mm Kronoply Magnum Board, ohne zusätzl. Beplankungen)
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4 - Bauteil
konstruktionen
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12,5
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Nicht tragende Wand - Brandschutz
10,0
10,0
1,5
Abb. 4: F90-Wand
Wärmeschutz
Keine Anforderungen.
Feuchteschutz
Keine Anforderungen.
Brandschutz
F90B - raumabschließende, nicht tragende Trennwandkonstruktion nach Prüfbericht 901
0152 / La / E; der MPA Stuttgart vom 01.12.2005
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4 - Bauteil
konstruktionen
Teil
Kapitel
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Decke
Abb. 5: Decke Typ Standard
Wärmeschutz
Keine Anforderungen.
Feuchteschutz
Keine Anforderungen.
Brandschutz
Keine Anforderungen.
Schallschutz
Tab. 2: Aufbau von oben nach unten
Mineralfaser
KRONOPLY
Zementestrich
ca. 125,4 kg/m3
[mm]
Trittschalldämmplatten 73T; URSA
MAGNUM
BOARD
Trittschall
[mm]
[mm]
[dB]
Luftschall Rw
[dB]
50
35/30
162
55
66
Lnw
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Magnum Board
4 - Bauteil
konstruktionen
Teil
Kapitel
6
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05
10
20
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Decke - Brandschutz
05
Abb. 5: Decke Typ Brandschutz
Wärmeschutz
Keine Anforderungen.
Feuchteschutz
Keine Anforderungen.
Brandschutz
F90-B, wie Abb. 6, nach allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis Nr. P-3157/4624-MPA BS
Schallschutz
Tab. 1: Deckenaufbau von oben nach unten
Mineralfaser
KRONOPLY
Zementestrich
ca. 125,4 kg/m3
[mm]
Trittschalldämmplatten 73T; URSA
MAGNUM
BOARD
Trittschall
[mm]
[mm]
[dB]
Luftschall Rw
[dB]
50
35/30
162
55
66
Lnw
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4 - Bauteil
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Teil
Kapitel
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Wandanschlüsse
Die Verbindung zweier Kronoply Magnum Board Bauteile ist sehr einfach herzustellen,
denn die bauaufsichtliche Zulassung für Kronoply Magnum Board erlaubt eine kraftschlüssige Verschraubung in die Schmalseite der Bauteile. Dies kommt einer Hirnholzverschraubung gleich, welche bei anderen Produkten nicht zulässig ist. Bei der Montage werden
die Elemente zuerst genau ausgerichtet. Wichtig ist eine dichte Verbindung, um die Winddichtheit zu gewährleisten. Die Kronoply Magnum Board Elemente sind bereits vorgebohrt
und ermöglichen somit eine genaue Positionierung der Schrauben. Für diese Verbindung
der Bauteile dürfen nur HECO-Topix-Schrauben gemäß Z-9.1-453 und Würth Assy ll Schrauben nach Z-9.1-514 mit einem Durchmesser von 10 mm verwendet werden. Bei der
Verbindung der Außenwand mit der Innenwand sollte aus Gründen des Schallschutzes die
Schallübertragung in die Innenräume so weit wie möglich reduziert werden. Eine schalltechnische Trennung der Bauteile erreicht man, indem man in der Anschlussfuge zwischen
Innen- und Außenwand einen Entkopplungsstreifen anordnet. (s. G-4-6)
Abb. 1: Verbindung von Wänden
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5 - Details
Teil
Kapitel
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Dachanschlüsse
Abb. 2: Firstdetail
Abb. 3: Traufdetails mit Kniestock
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Deckenanschlüsse
Abb. 4: Verbindung Decke mit Außenwänden
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Sockelausbildung
Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) wird direkt auf die Kronoply Magnum Board
Wandelemente aufgebracht. Diese Konstruktion ist nicht hinterlüftet. Die Funktion der
wasserableitenden Schicht übernimmt in diesem Fall der Außenputz.
Das WDVS wird bis ca. 30 cm oberhalb des Erdreichs geführt. An der unteren Kante wird
ein Sockelprofil montiert. Darunter wird eine Polystyrol-Hartschaumplatte (PS) angeordnet, die mit einen Sperrputz beschichtet wird (Abb. 5).
Zwischen PS-Hartschaum und Fundament wird umlaufend eine Folienschürze angeordnet.
Diese Folienschürze endet oberhalb des Quellmörtelbetts für die Schwellen. Dadurch wird
verhindert, dass Feuchte an die Schwellen der Holzrahmenbaukonstruktion gelangen
kann. Für die Schwellen sind Hölzer der Resistenzklasse 3 oder besser zu verwenden (z.B.
Lärche, Douglasie, Kiefernkernholz). Alternativ sind die Schwellen entsprechend der Gefährdungsklasse 2 nach DIN 68 800 zu imprägnieren. Dabei sind auch die Schnittflächen
der Schwellen zu berücksichtigen. Resistente Holzarten sind jedoch die bessere Lösung,
da auf chemischen Holzschutz verzichtet werden kann. Kronoply Magnum Board Wände
werden mit vormontierten Schwellen ausgeliefert.
Abb. 5: Sockelausführung
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5 - Details
Teil
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4
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Fensteranschlüsse
Fenster werden bündig mit der Außenkante der Montageleisten (Abb. 6) montiert. Die
Montage erfolgt mit sog. Fensterkrallen. Diese werden seitlich am Fensterrahmen und an
der Holzrahmenbauwand befestigt. Der innenseitige Anschluss der Luftdichtheitsebene an
das Fenster ist sorgfältig auszuführen, um Leckagen zu vermeiden.
Bei der Verwendung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) empfiehlt es sich, die
Dämmplatten einige Zentimeter (vom Hersteller des WDVS abhängig) über die Leibungen
und den Sturz hinaus zu führen, um die Wärmebrücke zu reduzieren. In diesem Bereich
wird eine Anputzleiste angeordnet, um einen sauberen Übergang zwischen Fensterrahmen und Außenputz zu gewährleisten.
Im Sturzbereich ist eine Tropfkante vorzusehen, die den Abschluss des WDVS bildet.
Alle Profile und Formteile wie Anputzleisten und Fensterbänke sind vom gewählten System
abhängig. Daher sind bei Fensteranschlüssen mit WDVS-Fassade die Herstellerangaben zu
berücksichtigen. Das WDVS muss für die Verwendung im Holzrahmenbau bauaufsichtlich
zugelassen sein (s. E-2-2).
Abb. 6: Fensteranschlüsse
I - KRONOPLY
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5 - Details
Teil
Kapitel
5
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