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Betriebsanleitung 2110IB__INTERBUS-S interface - Lenze

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3470930
Antriebstechnik
TechnischeBeschreibung
DßlVECOM / Unterbus-S
Anschaltbaugruppe
Typ 2110
Art.-Nr. 347 093
Diese technische Beschreibung ist gültig für die Geräte:
211 OIP.lx.lx
in Verbindung mit den Gerätereihen
8600 E 3x.4~
9200 E 3x.3~
221 OM P OB.02
2. Auflage vom/2nd edition of: 10.05.1993
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
1
SICHERHElTSINFORMATIONEN
3
1. AUFGABE DER ANSCHALTBAUGRUPPE
4
2.
EIGENSCHAFTEN
5
3.
INTERBUS-S
6
3.1 Systemaufbau
3.2 Kommunikationsdaten
6
7
TECHNISCHE DATEN
8
4.1 Kommunikationsparameter
4.2 Zykluszeit
4.3 Teilnehmeranzahl
9
9
4.
5.
BESTELLINFORMATIONEN
10
5.1 Baugruppe
5.2 Zubehör
5 . 3 D R I V E C O M
5.4 Interbus-S-Komponenten
10
6. ANSCHLUßPLAN
7.
::
11
12
6.1
Einbau- und Betriebshinweise
6.1 .l 2110 mit Grundgerät
6.1.2 2110 mit Automat,-baugruppe und Grundgerät
::
16
DRIVECOM
18
7.1 Übersicht Profil-Parameter
7.2 Antriebsreglerzustände
7.2.1 Zustandsdiagramme
7.2.1 .l
LECOM2-Steuerung (DRIVECOM)
7.2.1.2 Standard-Steuerung
7 . 2 . 2 S t e u e r w o r t (6040hex)
Statuswort (6041 hex)
7.2.3
7 . 2 . 4 S t ö r u n g s c o d e (603Fhex)
7.3 Kommunikationsparameter
7.3.1
Prozeßeingangsdaten-Beschreibung (6000hex)
Prozeßausgangsdaten-Beschreibung (6001 hex)
7.3.2
7.3.3 Prozeßausgangsdaten-Freigeben (6002hexl
7.3.4 Prozeßdaten-Uberwachungszeit (6003hex)
7.3.5 Prozeßdaten-Uberwach.-Auswahlcode (6004hex)
7.3.6 Kommunikations-Überwachungszeit (6005hex)
7.3.7 Kommunikations-Überwach.-Auswahlcode (6006hex)
7.3.8
Verbindungsabbau Auswahlcode (6007hex)
7.4
Drehzahl/Geschwindigkeits-Kanal
7.4.1
Polzahl (604D hex)
7 . 4 . 2 Geschwindigkeits-Bezugswert (604Ehex)
7.4.3
Soll- und Istwerte
7 . 4 . 3 . 1 Geschwindigkeits-Sollwert (6042hex)
7.4.3.2
Geschwindigkeits-Führungsgröße
(6043 hex)
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
2
7.4.3.2
7.4.3.3
7.4.3.4
7.4.3.5
7.4.3.6
7.4.3.7
7.4.4
7.4.4.1
7.4.5
7.4.6
7.4.6.1
7.4.6.2
7.4.6.3
7.4.6,4
7.4.6.5
7.4.6.6
8.
9.
z
37
38
38
39
39
40
40
40
40
41
41
41
42
LENZE-PARAMETER
43
8.1
43
AIF-Prozeßdaten
45
AUTOMATISIERUNGSBAUGRUPPE
9.1 .l
9.1.2
10.
Geschwindigkeits-führungsgröße
(6043hex)
Geschwindigkeits-lstwert
(6044hex)
Prozent-Sollwert
(6052hex)
Prozent-Führungsgröße (6053hex)
Prozent-lstwert (6054hex)
Sollwert-Faktor ( 604Bhex)
Begrenzung
Geschwindigkeits-Min-Max-Betrag
(6046hex)
Rampen
Rampen-min-Funktion
Geschwindigkeits-Beschleunigung ( 6 0 4 8 h e x )
Geschwindigkeits-verzögerung
(6049hex)
Geschwindigkeits-Schnellhalt ( 6 0 4 A h e x )
Hochlaufzeit (604Fhex)
Tieflaufzeit (6050hex)
Schnellhaltzeit (6051 hex)
Automatisierungs-Steuerwort
Automatisierungs-Statuswort
PCP-KOMMUNIKATIONSDIENSTE
10.1
10.2
10.3
10.4
10.5
10.6
10.7
10.8
KBL-Einträge
Initiate
Abort
Identify
Get-OV
Status
Read
Write
11, FEHLERSUCHE
(58C5Hex)
(58C4hex)
46
49
52
52
52
53
53
5:
58
-
1 1.1 Antriebsregler ist gesperrt
11.2 Interbus-S überprüfen
11,3 211 O-Baugruppe aktivieren
11.4 Störung (TRIP) zurücksetzen
12. ABKÜRZUNGEN
63
Technische Beschreibung Zl 10 (DRIVECOM/lnterbus-S)
3
SICHERHEITSINFORMATIONEN
für elektrische Betriebsmittel zum Einsatz in industriellen Starkstromanlagen.
A
I
0
4
Die beschriebenen elektrischen Geräte und Maschinen sind
Betriebsmittel zum Einsatz in industriellen Starkstromanlagen.
Während des Betriebes haben diese Betriebsmittel gefährliche,
spannungsführende, bewegte oder rotierende Teile. Sie
können deshalb z.B. bei unzulässigem Entfernen der
erforderlichen Abdeckungen oder unzureichender Wartung
schwere gesundheitliche oder materielle Schäden verursachen.
Die für die Sicherheit der Anlage Verantwortlichen müssen deshalb gewährleisten,
daß
m
nur qualifiziertes Personal mit Arbeiten an den Geräten und Maschinen
beauftragt wird.
diese Personen u.a. die mitgelieferten Betriebsanleitungen und übrigen Unterlagen der Produktdokumentation bei allen entsprechenden Arbeiten stets
verfügbar haben und verpflichtet werden, diese Unterlagen konsequent zu
beachten.
Arbeiten an den Geräten und Maschinen oder in deren Nähe für nichtqualifiziertes Personal untersagt werden.
Qualifiziertes Personal sind Personen, die auf Grund ihrer Ausbildung, Erfahrung und
Unterweisung sowie ihrer Kenntnisse über einschlägige Normen, Bestimmungen,
Unfallverhütungsvorschriften und Betriebsverhältnisse von dem für die Sicherheit der
Anlage Verantwortlichen berechtigt worden sind, die jeweils erforderlichen
Tätigkeiten auszuführen und dabei mögliche Gefahren erkennen und vermeiden
können (Definitionen für Fachkräfte It. VDE 105 oder IEC 3641,
Unter anderem sind auch Kenntnisse über Erste-Hilfe-Maßnahmen und die örtlichen
Rettungseinrichtungen
erforderlich.
Mit diesen Sicherheitshinweisen wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Bei
Fragen und Problemen sprechen Sie bitte die für Sie zuständige Lenze-Vertretung an.
Die Angaben in der technischen Beschreibung beziehen sich auf die auf der Rückseite
des Titelblattes angegeben Hard- und Softwareversionen der Geräte. Entspricht ein
Gerät nicht den aufgeführten Versionen bzw. wurde die Gültigkeit der technischen
Beschreibung nicht ausdrücklich bestätigt, kann der tnhalt nicht als bindend
betrachtet werden. Für eine hieraus entstandene Fehlbedienung und deren Folgen
fibernimmt Lenze keine Gewähr.
Die in dieser technischen Beschreibung dargestellten verfahrenstechnischen Hinweise
und Schaltungsausschnitte sind sinngemäß zu verstehen und auf Ubertragbarkeit auf
die jeweilige Anwendung zu prüfen.
Für die Eignung der angegebenen Verfahren und der Schaltungsvorschläge für die
jeweilige Anwendung übernimmt Lenze keine Gewähr.
Die Angaben dieser technischen Beschreibung spezifizieren die Eigenschaften der
Produkte, ohne diese zuzusichern.
Lenze hat die Geräte-Hardware und Software sowie die technische Beschreibung mit
großer Sorgfalt geprüft. Es kann jedoch keine Gewährleistung bezüglich der
Fehlerfreiheit übernommen werden.
Technische
Änderungen vorbehalten.
1
4
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/Interbus-S)
1. AUFGABE DER ANSCHALTBAUGRUPPE
Die Anschaltbaugruppe 21 IO dient zur Kopplung der Lenze-Antriebsregler mit dem
schnellen seriellen Kommunikationssystem Interbus-S der Firma Phoenix Contact.
Dieses markterprobte standardisierte System ermöglicht den hochdynamischen
zyklischen Austausch von Prozeßdaten (z.B. Soll- und Istwerte) im unteren
Millisekundenbereich. Gleichzeitig ist bei intelligenten Komponenten, wie LenzeAntriebsreglern, eine komfortable Parametrierung entsprechend der PROFIBUS-Norm
(DIN 19245 Teil 2) möglich. Hierbei ist der Zugriff auf sämtliche Parameter des
Antriebsreglers gegeben. Durch eine Vielzahl von weiteren Herstellern von InterbusS-Kornponten am Markt und den diversen Ankoppelmöglichkeiten an Leitsysteme
(SPS,PC,VME,DEC)
steht Ihnen ein sehr breites Produktspektrum zur Lösung Ihres
Automatisierungsproblems zur Verfügung.
Die standardisierte Kommunikation, d.h. der Datenaustausch zwischen zwei Teilnehmern ist jedoch nur ein Teil der offenen Kommunikation. Ein weiterer sehr
wichtiger Teil ist die Festlegung der wichtigsten Gerätefunktionen und Parameter.
Hierzu haben sich mittlerweile über 30 Antriebshersteller zur DRIVECOMNutzergruppe e.V. zusammengeschlossen. Lenze und die anderen Mitglieder haben
dieses auf Basis der PROFIBUS-Norm (Teil 2) in einem sogenannten Profil
(DRIVECOM-Profil Antriebstechnik) zusammengefaßt, das auf dieser Anschaltbaugruppe 21 IO implementiert ist.
Diese DRIVECOM-Profil-Definition ist für Sie eine sinnvolle Ergänzung zur
standardisierten Kommunikation und bringt eine allgemeingültige Absprache über den
Dateninhalt und das Geräteverhalten. Diese Funktionsfestlegungen vereinheitlichen
einige wesentliche Antriebsparameter. Hierdurch zeigen Geräte verschiedener
Hersteller bei Verwendung dieser Standardparameter ein gleiches Verhalten am
Kommunikationsmedium.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
2. EIGENSCHAFTEN
Slave-Anschaltbaugruppe für das Kommunikationssystem Interbus-S
Zusatzbaugruppe für die Lenze-Gerätereihen 4900, 8600 und 9200.
Integrierbar in die Antriebsregter-Grundgeräte
Kombinierbar mit Positionierbaugruppe
Peripheriebusteilnehmer im Interbus-S-System
Standardisierte Parameter und Gerätefunktionen nach dem DRIVECOM-Profil
Zugriff auf sämtliche Lenze-Parameter
Schneller zyklischer und zeitäquidistanter Datenaustausch
LECOM-AWSchnittsteIle
am Gerät bleibt weiterhin aktiv.
Intelligente Baugruppe mit 1 GBit-Mikroprozessor
5
6
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
3. INTERBUS-S
Der Interbus-S ist eines der schnellsten seriellen Kommunikationssysteme im SensorAktor-Bereich. Dies ist der Bereich zwischen Leitsystemen (z.B. PCs oder SPSSysteme) und den Feldgeräten (z.B. digitale und analoge Ein- und Ausgänge,
Antriebsregler usw.).
3.1
SYSTEMAUFBAU
Das Interbus-S-Bussystem ist als Ring ausgeführt, dessen Hin- und Rückleitungen im
gleichen Buskabel geführt werden. Der Ring führt von der Leitrechner-AnschaItbaugruppe über sämtliche Busteilnehmer wieder zurück. Hierbei wird zwischen
Fernbus und Peripheriebus unterschieden. Die Kopplung zwischen Fern- und Peripheriebus wird durch sogenannte Busklemmen hergestellt.
Das Bussystem ist ein Master-Slave-System; d.h. es gibt nur einen Leitrechner
(Master) aber mehrere Feldgeräte {Slaves).
Der Systemaufbau ist in Bild 1 kurz erläutert. Folgende Komponenten gehören zum
Bussystem:
Leitrechner (1)
z.B. SPS
oder
PC
mit
Interbus-S-Master-Anschaltbaugruppe.
Busklemmen (2)
Die Busklemme ist das Bindeglied zwischen Fern- und Peripheriebus
(Netzwerkknoten).
Peripheriebusstation bestehend aus:
Busklemme (2)
als Netzwerkknoten
zwischen
Fern-
und
Peripheriebus
Peripheriebus-Modul (3)
Busteilnehmer im Peripheriebus. Es können bis zur 8 Module in einem Peripheriebus enthalten sein. Auch ein Lenze-Antriebsregler mit der Anschaltbaugruppe 21 IO ist ein Peripheriebus-Modul.
Die Anschaltbaugruppe 21 IO “übersetzt” die Parameter des Antriebsreglers
(z.B. Betriebsparameter, Diagnoseinformation, Motordaten, Soll- und Istwerte)
in ein Datenformat, das für das Interbus-S-System geeignet ist.
Leitungen
Fernbuskabel (4)
als Verbindung zwischen Leitrechner-Anschaltbaugruppe
klemme sowie zwischen den Busklemmen
Peripheriekabel (5)
als Verbindung innerhalb
einer
Peripheriebusstation.
und
der
ersten
Bus-
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
max. 1Om
Bild 1:
7
H
Interbus-S und Lenze-Antriebsregler
3.2 KOMMUNIKATIONSDATEN
Der Interbus-S überträgt zwischen dem Leitsystem und den Antriebsreglern zwei
verschiedene Arten von Daten:
Prozeßdaten, z.B. Soll- und Istwerte, die in kürzester Zeit ausgetauscht werden
müssen. Es handelt sich dabei um kleine Datenmengen (z.B. 2 Worte bei
DRIVECOM bzw. Lenze), die zyklisch übertragen werden.
Parameter, z.B. Betriebsparameter, Diagnoseinformationen, Motordaten. Das
Übertragen der Parameter ist in der Regel nicht so zeitkritisch wie das der
Prozeßdaten, es fallen aber größere Datenmengen an.
Für diese beiden unterschiedlichen Aufgaben werden die übertragenen Daten in zwei
logische Kommunikationskänale aufgeteilt:
Prozeßdatenkanal zur schnellen Übertragung der Prozeßdaten
Die Daten werden auf der Ringleitung zyklisch übertragen. Somit werden
ständig aktuelle Eingangs- und Ausgangsdaten zwischen dem Leitsystem und
den Antriebsreglern ausgetauscht.
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOMAnterbus-S)
PCP-Kanal (PCP = Peripherials Communication Protocol) zur Übertragung der
Parameter mit Diensten nach der PROFIBUS-Norm.
4. TECHNISCHE DATEN
Gerätebezeichnung
2110
Interbus-S-Teilnehmer
Peripheriebus
PCP-Kommunikation
Max. Anzahl von Antriebsreglern
64
Max. Anzahl von Antriebsreglern im
Peripheriebus
8
Stromaufnahme von Interbus-SBusklemme
max. 100 mA
Isolationsspannung
500V AC
Umgebungstemperatur
0 . . . 45oc
Abmessungen
4.1
HxBxT/mm
20 x 150 x 100
KOMMUNIKATIONSPARAMETER
Interbus-S-Kennung
I
Anzahl
Prozeßdatenworte
Anzahl
Kommunikationsdatenworte
Profil/Profilnummer
Unterstützte
I
Maximale
195
2 (32 Bit)
21 (DRIVECOM)
I
Dienste
PDU-Länge
1 (16 Bit)
I
-
I
alle Pflichtdienste
Get-OV-long
Read
Write
150 Byte
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-Si)
9
4.2 ZYKLUSZEIT
Die Zykluszeit des Kommunikationssystems ist die Zeit, in der sämtliche Prozeßdaten
zwischen dem Leitrechner und den Feldgeräten ausgetauscht werden. Sie berechnet
sich aus den im Kommunikationssystem befindlichen Daten. Ein Lenze-Antriebsregler
benötigt 48 Bit (1 Kommunikationsdatenwort + 2 Prozeßdatenworte).
Die aufgeführten Zykluszeiten können vom Leitrechnersystem abhängig sein. Bei
speziellen Fragen wenden Sie sich bitte an Phoenix Contact beantwortet werden
(siehe “Interbus-S-Komponenten”).
12
Eyklwelt
Imrl
- 6 AntrlebelBK
Bild 2:
Ldcrn
Interbus-S-Zykluszeit
für
Antriebsregler
Berechnung der Interbus-S Zykluszeit (Siemens Simatik-S5):
tzykl
fzy kl
BK
L
4.3
= (n + 48 + 3 * BK) * 3.35*10-3
+ 0.24 * L + 0.2
Zykluszeit in ms
Summe aller Datenbits im Interbus-S-Ring
Anzahl der Busklemmen
Länge des Fernbuskabels in Kilometer
TEILNEHMERANZAHL
Die max. Teilnehmeranzahl ist vom Leitrechner und hier im besonderen vom verfügbaren E/A-Bereich (I/O-Bereich) abhängig, Der DRIVECOM-kompatible LenzeAntriebsregler belegt hierbei 2 Worte (32 Bit) in beiden Übertragungsrichtungen. Das
zusätzliche Kommunikationsdatenwort wird nicht in den E/A-Bereich des Leitrechners
eingeblendet.
Technische Beschreibung 21 10 (DRIVECOM/Interbus-S)
10
5. BESTELLINFORMATIONEN
5.1
BAUGRUPPE
Interbus-S-Anschaltbaugruppe 2110
Art.-Nr.
Für den Einbau in Lenze-Antriebsregler benötigen
(siehe nachfolgendes Kapitel “Zubehör”).
5.2
345393
Sie
den
entsprechenden
Einbausatz
ZUBEHÖR
Bei Bedarf können Sie folgende Teile gesondert bestellen:
Einbausatz 8600/211OIP
Für Gerätereihen
4900/8600
Art.-Nr.
347865
Einbausatz 9200/211OIP
Für Gerätereihe 9200
Art.-Nr.
347092
Einbausatz
9200/2210MP/2110IP
Für Positionierbaugruppe
Art.-Nr.
349072
Technische
LECOM-A/B
Art.-Nr.
341028
Beschreibung
5.3 DRIVECO M
Bei Bedarf können Sie von der DRIVECOM-Nutzergruppe das DRIVECOM-Profil
(Profilnummer: 21) und ein Anwenderhandbuch (in Vorbereitung) bestellen.
Informationen
zur
DRIVECOM
DRIVECOM Nutzergruppe e.V
Postfach 1 102
W-4933 Blomberg
Tel, : 05235/551584
FAX : 05235/551154
erhalten
Sie
unter
folgender
Adresse:
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
5.4
11
INTERBUS-S-KOMPONENTEN
Außer den Lenze-Antriebsreglern mit der Anschaltbaugruppe 2110 sind noch weitere
Komponenten für das Interbus-S-System notwendig, die Sie bei Phoenix Contact zu
bestellen können. Diese Informationen sind als Anhaltspunkt zu betrachten. Nähere
Informationen zum Interbus-S-System erhalten Sie unter folgenden Adressen:
Phoenix Contact
Postfach 134 1
Interbus-S-Club
Postfach 4 02
Friesenbergstraße 9
7570 Baden Baden
Tel: 07221/390166
FAX: 07221/390191
D-4933 Blomberg
Tel: 05235/550
FAX: 05235/5511200
SPS-Systeme
Siemens / Simatic-S5
/ Moditon-SPS
AEG
BOSCH
/ CL/PC
PC-Systeme
VMEbus-Systeme
IBS
IBS
IBS
IBS
IBS
Busklemme
IBS 24 BK/LC 2
Fernbuskabel
(8-Leiter-System)
Peripheriebuskabel
10Ocm Länge
15Ocm Länge
l
S5/DAB/I
AE AT/1
BA AT/1
PC AT / IBS CO AT
VME AT
IBS RBC meter
IBS PBC 100
IBS PBC 150
I
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOMIlnterbus-S)
12
6 . ANSCHLURPLAN
Stifthiate
34p01.
X4
XlO
ub-D-Stecker
XI1
Bub-D-Stecker
Vl vz
0
0
LED LED
griingelb
N
Bild 3:
Anschlüsse 2 110
Frontansicht 21 IO
XI0 Eingang Interbus-S-Peripheriebus
XI ‘i Ausgang Interbus-S-Peripheriebus
Vl
(LED grün) Versorgung Busteil
Busankopplung wird nicht versorgt. Die Verbindung zur InterbusAUS
S-Busklemme ist zu überprüfen bzw. die Busklemme mit Spannung
zu versorgen.
EIN
Busanschaltung wird von Interbus-S-Busklemme versorgt. Der
Steuerteil der 217 0 wird vom angeschlossenen Grundgerät versorgt (siehe hierzu lokale Bedieneinheit).
v2
(LED gelb) Kommunikation
Keine Versorgung bzw. 2110 und Grundgerät noch nicht
AUS
initialisiert.
EIN
Baugruppe 21 IO und Grundgerät sind initialisiert, aber es findet
keine Interbus-S-Kommunikation statt,
Interbus-S-Kommunikation mit Prozeßdaten- und
BLINKENLANGSAM PCP-Kommunikation aktiv. Zyklus: 1 mal pro Sekunde
BLINKENSCHNELL
Interbus-S-Kommunikation nur mit ProzeßdatenKommunikation aktiv. Zyklus: 4 mal pro Sekunde
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-Si)
13
EINBAU- UND BETRIEBSHINWEISE
6.1
Die Lenze-Antriebsregler werden in den Peripheriebus des lnterbus-S-Systems
integriert. Hierbei ist eine Interbus-S-Busklemme vorzusehen, an der maximal 8
Module (Antriebsregler oder andere Komponenten) angeschlossen werden können.
Die Anschaftbaugruppe 2110 wird in die Lenze-Antriebsregler der Gerätereihen 4900,
8600 und 9200 integriert. Die Einbauanweisung hierzu liegt dem entsprechenden
Einbaussatz bei (siehe Kapitel 5.2 “Zubehör”).
Peripheriebus-Verkabelung:
1, Mit Peripheriebuskabel Verbindung zur Interbus-S-Busklemme herstellen. Dieses
kann auch zu einem Busteilnehmer geschehen, der bereits mit der Busklemme
verbunden ist (siehe Bild 1).
2. Interbus-S-Busklemme mit Spannung versorgen. Anschließend muß die grüne
Leuchtanzeige Vl am Antriebsregler leuchten. Ist dieses nicht der Fall, die
Verbindung zur Busklemme bzw. die Versorgung der Busklemme überprüfen.
Die Parameter des Antriebsreglers werden durch Nummern adressiert. Bei Lenze
werden dieses Nummern als Codenummern bezeichnet und beginnen bei 0. Im
Interbus-S-System existiert hierzu der Begriff Index, wobei für Lenze-Codenummern
der Index im Bereich zwischen 22576 (583Ohex) und 24575 (5FFFhex) liegt (siehe
Kapitel (?) “Lenze-Parameter”). Um zwischen diesen beiden Nummerierungen
unterscheiden zu können, wird für die Lenze-Codenummern die Kennung “L-C”
vorangestellt (z.B. L-CO0 für Lenze-Codenummer 00).
Bei der weiteren Inbetriebnahme ist zwischen Grundgeräten (z.B. 2110 mit 4900,
oder 8600 oder 9200) und Antriebssystemen mit einer zusätzlichen
Automatisierungsbaugruppe (z.B. 2110 mit 2210 und 9200) zu unterscheiden.
6.1.1
2110 MIT GRUNDGERÄT
Stellen Sie den Antriebsregler, neben den anlagenspezifischen Betriebsparametern,
wie folgt ein:
1. Regler sperren (STP-Taste drücken).
2. Parameter Codesatz (L-COO) auf -2- stellen, damit auf den erweiterten
Parametersatz per Tastatur zugegriffen werden kann.
3.
Parameter Bedienungsart (L-CO1 ) auf -0- oder -I- stellen, damit die
Parametrierung von Tastatur durchgeführt werden kann. Bei Parametrierung per
LECOMl (LECOM-A/B) ist die Bedienungsart auf -2- oder -3- zu stellen.
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/Interbus-S)
14
4.
Automatisierungsbaugruppenkennung eintragen (L-C370).
Hierzu den Parameter
L-C370 auf den Wert -l- zu setzen und mit SH + PRG quittieren. Mit dieser
Einstellung erkennt der Antriebsregler die Anschaltbaugruppe.
5.
Bedienungsart einstellen (L-CO? ). Mit dieser Einstellung bestimmen Sie den
Schreibzugriff auf die Antriebsparameter. Es gilt folgende Zuordnung:
L-COlIParametrierungsquellel
Sollwerte)
0
1
2
3
4
5
6
7
Tastatur
Tastatur
LECOM 1
LECOM 1
LECOM 2
LECOM 2
Tastatur
LECOM 1
Steuerungsquelle (z.B.
Klemme
(LECOM-A/B)
(LECOM-A/B)
(Interbus-S)
(Interbus-S)
(LECOM-A/B)
Tastatur
Klemme
LECOM 1
Klemme
LECOM 2
LECOM 2
LECOM 2
(LECOM-A/B)
(Interbus-S)
(Interbus-S)
(Interbus-S)
Für den normalen Betrieb mit Interbus-S den Wert 5 einzustellen. Anschließend
mut3 bei Tastatureingabe mit SH+PRG die Einstellung quittiert werden.
Der Lesezugriff von LECOMI (LECOM-A/B) oder LECOM2 (Interbus-S) ist in jeder
Bedienungsart möglich.
6.
Regler freigeben (SH +STP-Taste drücken). Eventuell müssen noch andere
RegIersperre-Quellen
aufgehoben werden (Kl,28,TRlP,L-C40)
7.
Der Antriebsregler nimmt nun vom Interbus-S-System Steuer- und Parametrierungsdaten an. Mit dem DRIVECOM-Steuerwort wird der Antrieb eingeschaltet
(siehe Kapitel 7.2.1 “Zustandsdiagramme”).
Beim Einschalten sind die Interbus-S-Prozessdaten (Beschreibung siehe Kapitel
7.1 “Übersicht Profil-Parameter”) des Antriebsreglers folgendermaßen eingestellt:
Zum
Antriebsregler
(PA-Daten):
1. Wort (PAWI)
= DRIVECOM-Steuerwort
= DRIVECOM-Geschw.-Sollwert
2. Wort (PAW2)
Vom Antriebsregler (PE-Daten):
= DRIVECOM-Statuswort
1. W o r t (PEWI)
=
DRIVECOM-Geschw.-lstwert
2. Wort (PEW2)
(6041 hex)
(6044hex)
Technische Beschreibung 21 IO (DRlVECOM/Interbus-S)
15
8. Für das standardmäßige Einschalten des Antriebsreglers gehen Sie wie folgt vor:
1.
Wechseln nach Zustand “EINSCHALTBEREIT
PAWI = 0000 0000 0111 11 lObin (OO7Ehex)
2.
Warten bis Zustand “EINSCHALTBEREIT” erreicht
PEWI = XXXX XXXX xOI I oooobin
3.
Wechseln nach Zustand “BETRIEB-FREIGEGEBEN”
PAWI = 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 1 llllbin (007Fhex)
Anschließend sollte ein
vorgegeben werden.
Geschwindigkeitssollwert
(2.
Prozeßwort;
PAW2
9. Einstellungen durch den Parameter “Parametersatz speichern” (L-C03) speichern.
)
Technische Beschreibung 2110 (DRlVECOM/Interbus-SI
16
6.i .2
2110 MIT AUTOMAT.-BAUGRUPPE UND GRUNDGERÄT
Für ein Antriebsreglersystem bestehend aus einem Grundgerät (z.B. 9200), einer
Automatisierungsbaugruppe (z,B. 2210MP für Positionieraufgaben)
und der InterbusS-Anschaltbaugruppe 21 IO sind, neben der allgemeinen Einstellung von anlagenspezifischen Betriebsparametern, folgende Einstellungen am Antriebsregler
vorzunehmen:
1.
Regler
sperren
{STP-Taste
drücken).
2.
Parameter Codesatz (L-COO) auf -2- stellen, damit auf den erweiterten
Parametersatz per Tastatur zugegriffen werden kann.
3.
Parameter Bedienungsart (L-CO1 ) auf -0- oder -l- stellen, damit die
Parametrierung von Tastatur durchgeführt werden kann. Bei Parametrierung
LECOMI (LECOM-A/B)
ist die Bedienungsart auf -2- oder -3- stellen.
per
4.
Automatisierungsbaugruppenkennung eintragen (L-C370). Hierzu den Parameter
L-C370 auf den Wert -1- zu setzen und mit SH + PRG (bei Tastaturbedienung)
quittieren. Mit dieser Einstellung erkennt der Antriebsregler die
Automatisierungsbaugruppe 2210.
5.
Parameter Codesatz (L-Cl 000) der Automatisierungsbaugruppe auf -2- stellen,
damit Sie auf den erweiterten Parametersatz per Tastatur zugreifen können.
6.
Feldbus-Baugruppenkennung eintragen (L-Cl 120). Hierzu den Parameter L-Cl 120
auf den Wert -1- setzen und mit SH + PRG (bei Tastaturbedienung) quittieren. Mit
dieser Einstellung erkennt die Automatisierungsbaugruppe die Interbus-SAnschaltbaugruppe 21 IO.
7. Bedienungsart einstellen (L-CO1 1, um den Schreibzugriff auf die
Antriebsparameter zu bestimmen. Es gilt folgende Zuordnung:
L-COlIParametrierungsquellel
Sollwerte)
0
1
2
3
4
5
6
7
Tastatur
Tastatur
LECOM 1
LECOM 1
LECOM 2
LECOM 2
Tastatur
LECOM 1
(LECOM-A/B)
(LEcoM-A/B)
(Interbus-S)
(Interbus-S)
(LECOM-A/B)
Steuerungsquelle (z.B.
Klemme
Tastatur
Klemme
LECOM 1
Klemme
LECOM 2
LECOM 2
LECOM 2
(LECOM-A/B)
(Interbus-S)
(Interbus-S)
(Interbus-S)
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/Interbus-S)
17
Für den normalen Betrieb mit Interbus-S den Wert 5 einzustellen. Anschließend
muß bei Tastatureingabe mit SH + PRG die Einstellung quittiert werden.
Der Lesezugriff von LECOMI (LECOM-A/B) oder LECOMZ
Bedienungsart möglich.
(Interbus-S) ist in jeder
8. Regler freigeben (SH + STP-Taste drücken). Eventuell müssen noch andere
RegIersperre-Quellen aufgehoben werden (Kl,28,TRIP,L-C40)
9.
Der Antriebsregler nimmt nun vom Interbus-S-System Steuer- und Parametrierungsdaten an. Mit dem Automatisierungs-Steuerwort
wird der Antrieb
eingeschaltet (siehe Kapitel 7.2.1 “Zustandsdiagramme” und
“Automatisierungsbaugruppe”).
Beim Einschalten sind die Interbus-S-Prozessdaten (Beschreibung siehe Kapitel
7.1 “Übersicht Profil-Parameter”) des Antriebsreglers folgendermaßen eingestellt:
Zum Antriebsregler (PA-Daten):
1. Wort (PAWI)
= Automatisierungs-Steuerwort
= Automatisierung-FDE
2. Wort (PAW2)
(58C5hex)
(5A96hex)
Vom Antriebsregler (PE-Daten):
1. Wort (PEWI)
= Automatisierungs-Statuswort
2. Wort (PEW2)
= Automatisierung-FDA
(58C4hex)
(5A98hex)
Weitere Informationen zu den Parametern siehe Kapitel 7.1 “Übersicht ProfilParameter”, (7)
. “Automatisierungsbaugruppe” und (?) “Lenze-Parameter”.
10. Für das standardmäßige Einschalten des Antriebsreglers sollte folgendes
Verfahren durchgeführt werden:
1.
Wechseln nach Zustand “EINSCHALTBEREIT
PAWl = 0000 0000 0000 I I IObin (OOOEhex)
2.
Warten bis Zustand “EINSCHALTBEREIT” erreicht
PEWl = XXXX XXXX xOI I OOOObin
3.
Wechseln nach Zustand “BETRIEB-FREIGEGEBEN”
PAWI = 0000 0000 0000 111 lbin (OOOFhex)
Anschließend können weitere Steuerfunktionen vorgeben werden.
11. Einstellungen speichern, sowohl im Grundgerät (L-C03) als auch in der
Automatisierungsbaugruppe (L-Cl 003) I
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOMllnterbus-S)
18
7 . DRIVECOM
ÜBERSICHT
7.1
PROFIL-PARAMETER
Entsprechend der Standardisierung von Antriebsreglerparametern nach dem
DRIVECOM-Profil sind folgende Parameter implementiert:
Index
Parametername
R/W
IBS SP Dat. Dat. Dat. Dat
PZD
Str. Typ Anz. Läng.
hex
dez
6000
6001
6002
6003
6004
6005
6006
6007
24576
24577
24578
24579
24580
24581
24582
24583
PE-Daten-Beschreibung
PA-Daten-Beschreibung
PA-Daten-Freigeben
PD-Überwachungszeit
PD-Überwach .-Auswahlcode
K-Überwachungszeit
K-Überwach .-Auswahlcode
Verbindungsabbau
Auswahl.
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
-
603F
6040
6041
6042
6043
6044
6046
6048
6049
604A
604B
604D
604E
604F
6050
6051
6052
6053
6054
24639
24640
24641
24642
24643
24644
24646
24648
24649
24650
24651
24653
24654
24655
24656
24657
24658
24659
24660
Störungscode
Steuerwort
Statuswort
Geschw. -Sollwert
Geschw. -Führungsgröße
Geschw. -1stwert
Geschw. -Min-Max-Betrag
Geschw. -Beschleunigung
Geschw. -Verzögerung
Geschw. -Schnellhalt
Sollwert-Faktor
Polzahl
Geschw.-Bezugswert
Hochlaufzeit
Tieflaufzeit
Schnellhaltzeit
Prozent-Sollwert
Prozent-Führungsgröße
Prozent-Istwert
Ra
Ra/W
Ra
Ra/W
Ra
Ra
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra/W
Ra
Ra
PAE
PE
PAE
PE
PAE
PE
n
n
n
n
n
n
n
n
R
R
S
S
S
S
S
S
PBS
PBS
BOL
Ul6
fl6
Ul6
116
116
33
33
1
1
1
1
1
1
13
13
1
2
2
2
2
2
n
n
n
n
n
n
j
j
j
j
j
-
S
S
S
S
S
S
A
R
R
R
A
S
S
S
S
S
S
S
S
~16
OS
OS
I16
116
116
U32
RS
RS
RS
116
U8
U32
U32
U32
u32
116
116
116
1
2
2
1
1
1
2
2
2
2
2
1
1
1
1
1
1
1
1
2
2
2
2
2
2
8
6
6
6
4
1
4
4
4
4
2
2
2
19
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
Bedeutung
RIW
Schreib-Lese-Berechtigung per LECOM2 (Interbus-S)
Ra
Nur Lesezugriff immer erlaubt
Ra/W Lesezugriff immer erlaubt; S c h r e i b z u g r i f f b e d i n g t e r l a u b t (z.B. i n
L-CO1
(“Bedienungsart”)
oder
Betriebszustand
Abhängigkeit von
(Änderung nur bei Reglersperre).
IBS-PZD
PE
PA
Abbildung auf Interbus-S-Prozeßdaten
Prozeß-Eingangsdaten (vom Antriebsregler zum Leitsystem)
Prozeß-Ausgangsdaten (vom Leitsystem zum Antriebsregler)
PAE Prozeß-Ein- und Ausgangsdaten (siehe PE und PA)
keine
Prozeßdatenabbildung möglich
SP
j
n
Dat. Str
Nichtflüchtige Speicherung des Parameters
Ja
-Parameterwert wird gespeichert
Nein -Parameterwert wird nicht gespeichert.
Parameterwert ist prozessabhängig und wird nicht
gespeichert.
Datenstruktur
S
Simple-Variable (Einfach-Parameter), Der Parameter besitzt
Wert. Eine Adressierung ist nur mit Subindex 0 möglich
A
Array-Variable (Feldparameter). Der Parameter besitzt mehrere Werte,
die vom gleichen Datentyp sind. Direkte Adressierung der einzelnen
Elemente ist mit dem Subindex möglich. Bei Subindex = 0 wird der
gesamte
Parameterinhalt
adressiert.
R
Record-Variable (Zusammengesetzte Variable). Der Parameter besitzt
mehrere Werte, die unterschiedliche Datentypen besitzen können.
Direkte Adressierung der einzelnen Elemente ist mit dem Subindex
möglich. Bei Subindex = 0 wird der gesamte Parameterinhalt adressiert.
nur
einen
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOMhterbus-S)
20
Dat. Typ
Datentyp
BOL
Boolean
(FALSE = Oohex; TRUE = FFhex )
18
Integer8
(
-128 <= x <= 127
)
116
Integer16
(
-32768 C= x <= 32767
)
132
Integer32
(-2147483648 <= x <= 2147483647)
U8
Unsigned8
(
Ul6
Unsigned16
U32
Unsigned32
OS
Octet-String.
VS
Visible-String. Text, kodiert nach ISO 646
PBS
Prozeßdatenbeschreibungsstruktur
RS
Rampenstruktur (Index 2lhex).
Subindex 1: U32 Zähler delta Geschw. in U/min
Subindex 2: Ul6 Nenner delta Zeit in Sekunden
>
(
0 <= x <= 65535
)
(
0 <= x <= 4294967295)
8bit/Byte
binärkodiert
(Index 2ohex).
Subindex 1: U8
Prozeßdaten-Länge
Subindex 2: Ul6 Index für 1. Prozeßobjekt
Subindex 3: U8
Subindex für 1. Prozeßobjekt
...
Subindex 32: Ul6 Index für 16. Prozeßobjekt
Subindex für 16. Prozeßobjekt
Subindex 33: U8
Dat. Anz.
Anzahl
Dat.
Gesamtlänge
Läng.
0 <= x <= 255
der
Parameterelemente
des
Parameters
in
Byte.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
7.2
21
ANTRIEBSREGLERZUSTÄNDE
7.2.1
ZUSTANDSDIAGRAMME
7.2.1.1
LECOM2-STEUERUNG
(DRIVECOM)
Bei LECOMZ-Steuerung (Lenze-Parameter L-CO1 (Index 5FFEhex) = 5, 6 oder 7)
besitzt der Lenze-Antriebsregler die standardisierten Gerätezustände entsprechend
dem DRIVECOM-Profil (siehe Bild 5). Die Information über den augenblicklichen
Gerätezustand (Rechtecke) sind im Profilparameter “Statuswort” (Index 6041 hex)
bzw. “Automatisierungs-Statuswort”
(Index 58C4hex) enthalten. Befehle im
Profilparameter “Steuerwort” (Index 6O4Ohex} bzw. “Automatisierungs-Steuerwort”
{Index 58C5hex) können einen Gerätezustandswechsel bewirken. Diese Befehle sind
durch Pfeile mit den entsprechenden Befehlsnummern in Bild 5 dargestellt.
Gerät
einschalten
V
V
NICHT-EINSCHALTBEREIT
I
15
V
l
<l
EINSCHALTSPERRE
<
12
I
7
10
2 v
-7
> '1
I
EINSCHALTBEREIT
I
3v
II
- 6
EINGESCHALTET
I
1
I
,<
4v
- 5
r-1
BETRIEB-FREIGEGEBEN
Bild 5: DRIVECOM-Antriebsreglerzustände
I
I
I
1
>
r‘ ,
SCHNELLHALT-AKTIV
Technische Beschreibung 21 IO (DRlVECOM/lnterbus-S)
22
Bedeutung
NICHT-EINSCHALTBEREIT
Der Antriebsregler ist bei der Initialisierung und noch nicht betriebsbereit. Er
wechselt dann automatisch in den Zustand Einschaltsperre
EINSCHALTSPERRE
Der Antriebsregler ist gesperrt (RSP) und wartet auf den Befehl 2 (Stillsetzen).
EINSCHALTBEREIT
Der Antriebsregler ist gesperrt (RSP) und wartet auf den Befehl 3 (Einschalten).
EINGESCHALTET
Der Antriebsregler ist gesperrt (RSP) und wartet auf den Befehl 4 (Betriebfreigeben)
BETRIEB-FREIGEGEBEN
Der Antriebsregler ist freigegeben (RFR). In diesen Zustand kann jedoch
dynamisch Impulssperre gesetzt werden.
STOERUNGSREAKTION-AKTIV
Eine Störung (TRIP) wurde erkannt und eine zeitbehaftete
Reaktion wird durchgeführt (z.B. geführter Ablauf).
fehlerabhängige
STÖRUNG
Der Antriebsregler befindet sich im Zustand Störung (TRIP).
SCHNELLHALT-AKTIV
Im Zustand “BETRIEB-FREIGEGEBEN” wurde der Befehl “Schnellhalt” gegeben.
Es findet ein geführter Ablauf (Quickstop-Rampe) statt. Nach dem Ablauf wird
automatisch in den Zustand “EINSCHALTSPERRE” gewechselt.
(STEU-Bit0 = 0)
BEFEHL 2,6,8 (Stillsetzen)
Befehl zum Übergang aus verschiedenen Zuständen in den Zustand
“EINSCHALTBEREIT”.
BEFEHL 3 (Einschalten) (STEU-Bit0 = 1)
Befehl zum Übergang in den Zustand
“EINGESCHALTET”.
BEFEHL 4 (Betrieb-freigeben) (STEU-Bit3 = 1)
Befehl zum Übergang in den Zustand “BETRIEB-FREIGEGEBEN”, Die
Reglersperre wird aufgehoben.
BEFEHL 5 (Betrieb-sperren)
Befehl zum Übergang
ausgelöst.
(STEU-Bit3 = 0)
in den Zustand “EINGESCHALTET”.
Es
wird
Reglersperre
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
23
BEFEHL 7,9,10,12 (Spannung-sperren)
(STEU-Bit1 = 0 )
Befehl zum Übergang in den Zustand “EINSCHALTSPERRE”. Es wird
Regiersperre ausgelöst.
BEFEHL 7,10,11 (Schnellhalt) (STEU-Bit2 = 0)
Befehl zum Übergang in den Zustand “EINSCHALTSPERRE”. Wenn der Antrieb
freigegeben war, wird ein geführter Ablauf an der Lenze-Quick-Stop-Rampe
durchgeführt.
BEFEHL 13 (StörunglTRlP)
Vom Antriebsregler wurde eine Störung erkannt. Bei einigen Störungen kann
ein geführter Ablauf notwendig sein (geräteabhängig). Ist dieser abgeschlossen, so wird der Zustand “STÖRUNG” eingenommen.
BEFEHL 15 (Reset StörunglTRlP) (STEU-Bit7 0-> 1)
Befehl zur Quittierung einer Störung, Der Antriebsregler wechselt, wenn keine
Störung mehr anliegt, in den Zustand “EINSCHALTSPERRE”.
7.2.1.2
STANDARD-STEUERUNG
Bei Standard-Steuerung wird die Steuerinformation per Klemme (Klemmensteuerung), Tastatur (Tastatursteuerung) oder LECOMI (Standardschnittstelle
LECOM-A/B) vorgegeben. Die Einstellung erfolgt im Lenze-Parameter L-CO1 (Index
5FFEhex) (siehe auch Kapitel “Einbau- und Betriebshinweise). Die Information über
den augenblicklichen Gerätezustand (Rechtecke) sind in dem Profilparameter
“Statuswort” (Index 6041 hex) bzw. “Automatisierungs-Statuswort”
(Index 58C4hex)
vorhanden. Befehle im Profilparameter “Steuerwort” sind abgeschaltet und können
keinen Gerätezustandswechsel bewirken. Die Befehle zum Wechseln der Gerätezustände werden durch die jeweiligen Steuerungseingänge (Klemme / Tastatur /
LECOM-A/B) vorgegeben. Diese Befehle sind durch Pfeile in Bild 6 dargestellt.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
24
Gerät
einschalten
TRIP
I
NICHT-EINSCHALTBEREIT
I
STÖRUNG
1
autom. v
Ic 1 TRIP-Reset
EINSCHALTBEREIT
autom. v
l
EINGESCHALTET
I
- RSP
I
BETRIEB-FREIGEGEBEN
RFR 4
-
Bild 6: Standard-AntriebsregIerzustände
Bedeutung
NICHT-EINSCHALTBEREIT
Der Antriebsregler ist bei der Initialisierung und noch nicht betriebsbereit. Er
wechselt dann automatisch in den Zustand “EINSCHALTBEREIT”.
EINSCHALTBEREIT
Der Antriebsregler ist gesperrt (RSP) und wartet, bis das Leistungsteil
aufgeladen ist. Danach wird automatisch in den Zustand “EINSCHALTBEREIT”
gewechselt.
EINGESCHALTET
Der Antriebsregler ist gesperrt (RSP) und wartet auf Reglerfreigabe.
BETRIEB-FREIGEGEBEN
Der Antriebsregler ist freigegeben (RFR). In diesen Zustand kann jedoch
dynamisch Impulssperre gesetzt werden.
STÖRUNG
Der Antriebsregler
befindet
sich
im
Zustand
“STÖRUNG”
(TRIP).
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
7.2.2
25
STEUERWORT (6040HEX)
Datenformat:
Unsigned16
Der Parameter “Steuerwort” dient zur Steuerung des Antriebsreglers. Er beinhaltet
Befehle für die Zustandsübergänge entsprechend Bild 5 und weitere wichtige
Steuerbefehle.
Der Parameter “Steuerwort” ist folgendermaßen aufgebaut:
Bit
Name
Bedeutung
0
Einschalten
Gerätezustände.
0 = Befehl 2,6,8 (Reglersperre)
(nicht Reglersperre)
1 = Befehl 3
1
Spannung-Sperren
Gerätezustände
0 = Befehl 7,9,10,12 (Reglersperre)
1 = nicht Befehl Spannung-Sperren
2
Schnellhalt
Gerätezustände
0 = Befehl 7,10,11 (Quick-Stop)
1 = nicht Befehl Schnellhalt
3
Einschalten
Gerätezustände
0 = Befehl 5 (Reglersperre)
1 = Befehl 4
(nicht Reglersperre)
4
HLG-Sperren
Sperren des Hochlaufgebers. Es wird die
Quick-Stop-Funktion ausgelöst, ohne daß
der Antrieb den Gerätezustand verläßt.
0 = HLG-Sperren (Quick-Stop)
1 = nicht HLG-Sperren
5
HLG-Stoppen')
Ausgang des Hochlaufgebers (DrehzahlSollwertintegrator) wird "eingefrorenWt.
0 = HLG-Stopen
1 = nicht HLG-Stoppen
6
HLG-Nulll)
Eingang des Hochlaufgebers (DrehzahlSollwertintegrator) wird auf 0 gesetzt.
Dadurch geführter Ablauf mit der eingestellten Rampe.
0 = HLG-Null
1 = nicht HLG-Null
7
Reset-Störung
Rücksetzen einer Störung (TRIP). Hierzu
muß ein Bitwechsel von 0 nach 1
erfolgen.
8
reserve
DRIVECOM-Reserviert
9
reserve
DRIVECOM-Reserviert
10
reserve
DRIVECOM-Reserviert
Technische Beschreibung 21 ‘IO (DRIVECOM/Interbus-S)
26
Name
Bedeutung
11
Frei 11)
Bei Grundgeräten Abbildung auf den 4.
frei programmierbaren Eingang
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
12
Frei 2l)
Bei Grundgeräten Abbildung auf den 5.
frei programmierbaren Eingang
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
13
Frei 3l)
Bei Grundgeräten Abbildung auf den 6.
frei programmierbaren Eingang
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
14
Frei 4l)
Bei Grundgeräten Abbildung auf den 7.
frei programmierbaren Eingang
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
15
Frei 5l)
Bei Grundgeräten Abbildung auf den 8.
frei programmierbaren Eingang
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
Bit
1)
Funktionalität z.Zt. bei Gerätereihe 9200 nicht vorhanden.
Die einzelnen Bit-Steuerbefehle des Steuerwortes sind nicht unabhängig von anderen
Bitstellungen. Nachfolgend ist aufgeführt, welche Bits wie vorbesetzt sein müssen,
damit der gewünschte Befehl wirksam wird.
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/Interbus-S)
Gerätezustandsbefehle
16
27
Bits des Steuerwortes
87
-
1
2
3
4
5
6
8
Stillsetzen
Einschalten
Betrieb-freigeben
Betrieb-sperren
Spannung sperren
Schnellhalt
Reset Störung
Es können mehrere Steuerbefehle gleichzeitig gegeben werden. Hierzu ist nur ein
Bitwechsel von Bit0 notwendig, um aus dem Zustand “EINSCHALTSPERRE” zu
gelangen. Somit verhindern Sie ein unkontrolliertes Anlaufen des Antriebes beim
Einschalten.
Steuerbefehle
Bit
4
5
6
11
12
13
14
15
HLG-Sperren
HLG-Stoppen
HLG-Null
Frei 1
Frei 2
Frei 3
Frei 4
Frei 5
Frei 5
Frei 4
Frei 3
Frei 1
reserviert
reserviert
reserviert
Reset-Störung
HLG-Null
HLG-Stoppen
HLG-Sperren
Einschalten
Schnellhalt
Spannung-Sperren
Einschalten
l
16
?
?
?
?
?
?
1
1
Bits des Steuerwortes
8
- - ?
?
?
?
1
?
?
?
?
1
?
?
?
?
0
-
1
1
1
1
1
1 1
0
1
1
1
1
11
1
1
1
1
1
1
1.
1
Erläuterung
0
1
?
Bitzustand ist 0
Bitzustand ist 1
Bitzustand ist undefiniert und hat keinen Einfluß
Da Funktion frei konfigurierbar ist, ist keine Aussage über Abhängigkeiten
möglich.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-SI
28
7.2.3
STATUSWORT
(6041HEX)
Unsigned 16
Datenformat:
Der Parameter “Statuswort” dient zur kompakten Darstellung von Informationen des
Antriebsreglers. Er beinhaltet Statusinformationen von den Gerätezuständen entsprechend Bild 5 und weitere wichtige Informationen.
Der
Parameter
“Statuswort”
ist
folgendermaßen
aufgebaut:
Bit
Name
Bedeutung
0
Einschaltbereit
1
Eingeschaltet
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand mindest. "EINSCHALTBEREIT'*
1 = Zustand geringer "EINSCHALTBEREIT"
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand mindest. "EINGESCHALTET"
1 = Zustand geringer "EINGESCHALTET"
2
Betrieb-Freigegeben
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand mindest. "BETR.-FREIGEGEB."
1 = Zustand geringer "BETR.-FREIGEGEB."
3
Störung
Gerätezustandsinformation.
0 = keine Störung (TRIP)
1 = Störung (TRIP) aufgetreten
4
Spannung-Gesperrt
Information über
sperren" (siehe
0 = Befehl liegt
1 = Befehl liegt
5
Schnellhalt
Information über Befehl "Schnellhalt"
(siehe *'Steuerwort") .
0 = Befehl liegt an
1 = Befehl liegt nicht an
6
Einschaltsperre
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand nicht 'rEINSCHALTSPERRE"
"EINSCHALTSPERRE"
1 = Zustand
7
Warnung
Sammelwarnungsmeldung. Wird zur Zeit
von den Grundgeräten nicht unterstüzt.
0 = keine Warnung
1 = Warnung vorhanden
8
Meldung
Sammelmeldung. Wird zur Zeit von den
Grundgeräten nicht unterstüzt.
0 = keine Meldung
1 = Meldung vorhanden
Befehl "Spannung"Steuerwort").
an
nicht an
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
Bit
29
Name
Bedeutung
Remote
Bus-Zugriffsberechtigung. Abhängig von
Lenze-Parameter 1vBedienungsart91(L-C01)
0 = L-CO1 <> 5
1 = L-CO1 = 5
10
Sollwert-Erreicht
11
Grenzwert
Status der Drehzahl/Frequenz-Abweichung
o = nsoll <> nist
1 = ns011 = nist
Status der Drehzahl/Frequenz-Begrenzung
0 = Begrenzung nicht angesprochen
1 = Begrenzung angesprochen
12
reserve
DRIVECOM-Reserviert
13
reserve
DRIVECOM-Reserviert
14
Frei 1 ')
Bei Grundgeräten Abbildung auf den 3.
frei programmierbaren Ausgang
15
Frei 2 ')
Bei Grundgeräten Abbildung auf den 4.
frei programmierbaren Ausgang
9
11
Funktionalität t,Zt. bei Gerätereihe 9200 nicht vorhanden.
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/lnterbus-$)
30
Die eindeutige Information über den aktuellen Gerätezustand ist nur durch Kombination der Gerätezustandsinformationsbits (Bit 0,1,2,3,4,5,61
zu erhalten.
Nachfolgend ist dieser Zusammenhang dargestellt.
Gerätezustände
I
16
Bits des Statuswortes
8
-
NICHT-EINSCHALTBEREIT
EINSCHALTSPERRE
EINSCHALTBEREIT
EINGESCHALTET
BETRIEB-FREIGEGEBEN
STÖRUNG
STÖRUNGSREAKTION-AKTIV
SCHNELLHALT-AKTIV
Frei 2
reserviert
reserviert
Grenzwert
Sollwert-Erreicht
Remote
Meldung
Warnung
Einschaltsperre
Schnellhalt
Spannung sperren
Störung
Betrieb-Freigegeben
Eingeschaltet
Einschaltbereit
Erläuterung
0
1
Bitzustand ist 0
Bitzustand ist 1
Bitzustand ist undefiniert und hat keinen Einfluß
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM,IInterbus-S)
7.2.4
31
STÖRUNGSCODE (603FHEX)
Datenformat:
Unsigned 16
Der Störungscode liefert eine profilkonforme Fehlerkennung, wenn der Antrieb im
Störungszustand (TRIP) ist. Unter Lenze-Parameter L-C67 (Index 5FBChex) ist die
entsprechende Lenze-Fehlerinformation vorhanden, die evtl. detailliertere Informationen enthält. Weiterhin ist in den Lenze-Parametern L-Cl 61 - 168 (Index EFEEhex EF57hex) die Fehlerhistorie bei Grundgerätefehlern aufgeführt.
Folgende DRIVECOM-Störungscodes können zur Zeit generiert werden:
Lenze
Fehlerkürzel
oc
OCl
oc2
oc3
oc4
QC5
OC6
oc7
OUl
OUE
LU1
LPl
LP3
FE
LF
OF
OH
OH1
OH2
OH3
CE0
Ul5
CCr
Pr
PEr
OPC
OL
SP
Sdl
Sd2
Sd3
EEr
UEr
dEr
AC1
Hxx
150
151
152
15; 3
154
DRIVECOMStörur scode
hex
dez
2300
2320
2330
2213
2214
2311
2312
2311
3211
3212
3130
3130
3100
3140
3142
3141
4210
4410
4210
4310
8100
5111
6010
6310
6100
7000
2300
7302
7301
7303
7305
9000
1000
7120
3321
5000
8000
8612
8612
8611
8611
8736
8784
8768
8723
8724
8737
8738
8737
12817
12818
12576
12576
12576
12608
12610
12611
16656
17424
16912
17168
12576
20753
24592
25360
24832
28672
12576
28674
28673
28675
28677
36864
20480
28960
13089
30208
12576
12576
12576
12576
12576
Bedeutung
Überstrom allgemein
Kurzschluß, Überlast
Erdschluß
Überstrom im Hochlauf
Überstrom im Ablauf
I*t-Überwachung
12t-Überwachung
I2*t-Überwachung
Überspannung im Ablauf
Überspannungsfehler
Phase fehlt
Phasenausfall
Netzausfall
Netzfrequenzfehler
Netzfrequenz zu niedrig
Netzfrequenz zu hoch
Übertemperatur Kühlkörper
Übertemperatur
Versorgungsmodul
Übertemperatur Achsmodul
Übertemperatur Motor
AIF-Zeitüberwachung
Vccl5 Versorgung gestört
Systemstörung
Parameter rückgesetzt
Programmfehler
Optionshardware geändert
Überlast Ausgänge
Falsche Polarität des Gebers
Analoggeber defekt
Drahtbruch Resolver
Inkrementalgeber defekt
Externer Trip
Unbekannter Fehler
Motor Fehlfunktion
Ankerkreis unterbrochen
Selbsttestfehler
Verfahrenfehler allgemein
Fahrbereichsendschalter
negativ
Fahrbereichsendschalter
positiv
Schleppfehler 1
Schleppfehler 2
32
7.3
Technische
Beschreibung
21
IO
(DRIVECOM/lnterbus-S)
KOMMUNIKATIONSPARAMETER
Die folgenden Kommunikationsparameter dienen zur Verwaltung und Überwachung
des Datenaustausches zwischen Leitrechner und Antriebsregler.
7.3.1
PROZEßEINGANGSDATEN-BESCHREIBUNG
Datenformat:
(6000HEX)
Prozeßdatenbeschreibung-Struktur (Index 20hex)
Subindex 1: Unsigned8
Prozeßdaten-Länge (Wert immer 4)
Subindex 2: Unsigned16
Index für 1. Prozeß-Eingangswort
Subindex 3: Unsigned8
Subindex für 1. Prozeß-Eingangswort (Wert immer 0)
Subindex 4: Unsigned16
Index für 2. Prozeß-Eingangswort
Subindex 5: Unsigned8
Subindex für 2. Prozeß-Eingangswort
Bedeutung:
(Wert
immer
0)
Beschreibung der Prozeßdaten (anhand deren Index), die der
Antriebsregler an den Master ausgibt (Eingangsdaten für den
Master). Die Beschreibung ist mit ‘Profilparametern belegbar, die
das PZD-Attribut “PE” oder “PAE”besitzen (siehe “Übersicht ProfilParameter”) oder mit Lenze-AIF-Prozeßdaten (siehe Kapitel 8.1
“AIF-Prozeßdaten”). Der Wert von Subindex 1 kann nicht ver-
ändert werden.
Werkseinstellung:
Subindex
I
Wert
I
1
2
3
4
5
04hex
6041hex
O"hex
6044hex
O"hex
Bedeutung
Anzahl der PZD-Bytes
Statuswort
Leereintrag
Geschw. Istwert
Leereintrag
Bei Verwendung der Automatis erungsbaugruppe:
1 Subindex
/
1
2
3
4
5
I
Wert
Bedeutung
Anzahl der PZD-Bytes
Statuswort
Leereintrag
FDA Al...A16
Leereintrag
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
7.3.2
PROZEßAUSGANGSDATEN-BESCHREIBUNG
Datenformat:
33
(6001HEX)
Prozeßdatenbeschreibung-Struktur (Index
Subindex 1: Unsigned8
Prozeßdaten-Länge (Wert immer 4)
20hex)
Subindex 2: Unsigned16
Index für 1. Prozeß-Ausgangswort
Subindex 3: Unsigned8
Subindex für 1. Prozeß-Ausgangswort (Wert immer 0)
Subindex 4: Unsigned16
Index für 2, Prozeß-Ausgangswort
Subindex 5: Unsigned8
Subindex für 2. Prozeß-Ausgangswort (Wert immer 0)
Bedeutung:
Beschreibung der Prozeßdaten (anhand deren Index), die der
Antriebsregler vom Master erhält (Ausgangsdaten für den Master).
Die Beschreibung ist mit Profilparametern belegbar, die das PZDAttribut “PAE” besitzen (siehe “Übersicht Profil-Parameter”) oder
mit Lenze-AIF-Prozeßdaten (siehe Kapitel 8.1 “AIF-Prozeßdaten”).
Der Wert von Subindex 1 kann nicht verändert werden.
Werkseinstellung:
Wert
I
Bedeutung
Anzahl der PZD-Bytes
Steuerwort
Leereintrag
Geschw. Sollwert
Leereintrag
Bei
Verwendung
Subindex
1
2
3
4
5
der
Automatisierungsbaugruppe:
Wert
O4hex
58c5hex
OOhex
5AgBhex
OOhex
Bedeutung
Anzahl der PZD-Bytes
Steuerwort
Leereintrag
FDE El...E16
Leereintrag
I
Technische Beschreibung 2110 (DRlVECOM/lnterbus-S)
34
7.3.3
PROZEßAUSGANGSDATEN-FREIGEBEN
(6002HEX)
Datenformat:
Boolean
Bedeutung:
Sperren und Freigeben der Prozeß-Ausgangsdaten (Ausgangsdaten
vom Master).
TRUE = Freigegeben
FALSE = Sperren
Der Parameter dient zur Umkonfiguration der Prozeßdaten. Bei
einer Umkonfiguration werden PA-Daten automatisch durch den
Antrieb gesperrt. Sie müssen dann jedoch mittels dieses
Parameters wieder freigegeben werden.
Werkseinstellung:
TRUE
7.3.4
PROZERDATEN-ÜBERWACHUNGSZEIT
(6003HEX)
Datenformat:
Unsigned 16
Zeit in ms (20 - 65534)
65535 bedeutet abgeschaltet
Bedeutung:
Überwachung der Prozeßdatenübertragung. Falls die Datenübertragung länger als die eingestellte Überwachungszeit inaktiv ist,
wird die in Parameter “PD-Überwachung-Auswahlcode” eingestellte Aktion ausgelöst. Der Wert 65535 bedeutet die Überwachung ist abgeschaltet.
Werkseinstellung:
65535
7.3.5
(abgeschaltet)
PROZERDATEN-ÜBERWACH.-AUSWAHLCODE
Datenformat:
Integer1 6
Dateninhalt:
0
2
3
Bedeutung:
Reaktion
keine Aktion
Gerätesteuerbefehl “Spannung-Sperren”
Gerätesteuerbefehl “Schnellhalt”
auf
das
Werkseinstellung:
0
(6004HEX)
keine Aktion
Ansprechen
der
PD-Überwachung.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
7.3.6
KOMMUNIKATIONS-ÜBERWACHUNGSZEIT
35
(6005HEX)
Datenformat:
Unsigned16
Zeit in ms (20 - 65534)
65535 bedeutet abgeschaltet
Bedeutung:
Überwachung des PCP-Kommunikationskanals. Falls die
Datenübertragung länger als die eingestellte Überwachungszeit
inaktiv ist, wird die in Parameter “K-Überwachung-Auswahlcode”
eingestellte Aktion ausgelöst. Der Wert 65535 bedeutet, die Überwachung ist abgeschaltet.
Werkseinstellung:
65535
7.3.7
(abgeschaltet)
KOMMUNIKATIONS-ÜBERWACH.-AUSWAHLCODE
Datenformat:
Integer? 6
Dateninhalt:
0
2
3
Bedeutung:
keine Aktion
Gerätesteuerbefehl
Gerätesteuerbefehl
(6006HEX)
“Spannung-Sperren”
“Schnellhalt”
Reaktion auf das Ansprechen der Kommunikations-Überwachung.
Werkseinstellung:
0
7.3.8
keine Aktion
VERBINDUNGSABBAU
Datenformat:
Integer1 6
Dateninhalt:
0
2
3
Bedeutung:
AUSWAHLCODE
keine Aktion
Gerätesteuerbefehl
Gerätesteuerbefehl
(6007HEX)
“Spannung-Sperren”
“Schnellhalt”
Reaktion, wenn die Kommunikationsverbindung abgebaut wird
(Abort-Service).
Werkseinstellung:
0
keine Aktion
Technische
36
7.4
DREHZAHL/GESCHWINDIGKEITS-KANAL
7.4.1
Der
Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/Interbus-SI
POLZAHL ( 6 0 4 D H E X )
Parameter
ist
nur
bei
Frequenzumrichtern
vorhanden
Datenformat:
Unsigned8
Polzahl
Bedeutung:
Polzahl b e i A s y n c h r o n m o t o r e n . D i e n t z u r U m r e c h n u n g v o n
Frequenzwerten in Drehzahlwerte und umgekehrt. Es können nur
gradzahlige Werte geschrieben werden. Die Abbildung findet auf
den Parameter L-C92 statt.
Werkseinstellung:
L-C92
7.4.2
GESCHWINDIGKEITS-BEZUGSWERT
(604EHEX)
Datenformat:
Unsigned32
Drehzahlbezugswert in U/min
Bedeutung:
Drehzahl-Bezugswert für die relativen Drehzahl-Parameter wie z.B.
Prozent-Sollwert, Prozent-Istwert und Hochlaufzeit. Der ProfilParameter wird auf den Lenze-Parameter L-C? 1 abgebildet. Eine
evtl. Umrechnung auf Frequenzwerte wird durchgeführt.
Der Parameter bestimmt die interne maximale Drehzahl, die auch
bei Klemmensteuerung aktiv ist.
Werkseinsteilung:
L-Cl 1
7.4.3
SOLL- UND ISTWERTE
7.4.3.1
GESCHWINDIGKEITS-SOLLWERT
(6042HEX)
Datenformat:
Integer1 6
Drehzahlsollwert in U/min
Bedeutung:
Drehzahl-Sollwert in U/min. Der Sollwert wird mit dem Sollwertfaktor multipliziert und auf L-C380 abgebildet. Das
Beschreiben des Geschwindigkeits-SolIwertes
verändert auch den
Parameter “Prozent-Sollwert”.
Werkseinstellung:
L-C380
Technische Beschreibung 2110 {DRlVECOM/lnterbus-S)
7.4.3.2
GESCHWINDIGKEITS-FüHRUNGSGRößE
37
(6043HEX)
Datenformat:
I nteger16
Drehzahl-Führungsgröße in U/min
Bedeutung:
Ausgang des Drehzahl-Hochlaufgebers (Sollwertintegrator) in
U/min. Die Führungsgröße wird mit dem inversen Sollwertfaktor
multipliziert und auf L-C381 abgebildet.
*
Werkseinstellung:
0
7.4.3.3
GESCHWINDIGKEITS-ISTWERT
(6044HEX)
Datenformat:
I nteger16
Drehzahl-lstwert in U/min
Bedeutung:
Drehzahl-lstwert in U/min. Der Istwert wird mit dem inversen Sollwertfaktor multipliziert und auf L-C382 abgebildet.
Werkseinstellung:
0
7.4.3.4
PROZENT-SOLLWERT (6052HEX)
Datenformat:
Integer1 6
Drehzahl-Sollwert in Prozent
Bedeutung:
Drehzahl-Sollwert in Prozent, normiert (100% = 16383) bezogen
auf den Drehzahl-Bezugswert. Der Sollwert wird mit dem Sollwertfaktor multipliziert und auf L-C380 abgebildet. Das
Beschreiben des “Prozent-Sollwertes” verändert auch den
Parameter “Geschwindigkeits-Sollwert”.
Beim Lesen wird der
Geschwindigkeits-SolIwert,
begrenzt auf 200%, zurückgegeben.
Werkseinstellung:
L-C380
7.4.3.5
PROZENT-Fül-lRUNGSGRößE
(6053HEX)
Datenformat:
Integer1 6
Drehzahl-Führungsgröße in Prozent
Bedeutung:
Drehzahl-Führungsgröße (siehe Geschwindigkeits-Führungsgröße)
in Prozent, normiert (100% = 16383) bezogen auf den DrehzahlBezugswert. Die Führungsgröße wird mit dem inversen Sollwertfaktor multipliziert und auf L-C381 abgebildet.
Werkseinstellung:
0
38
7.4.3.6
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
PROZENT-ISTVVERT (6054HEX)
Datenformat:
Integer1 6
Drehzahl-lstwert in Prozent
Bedeutung:
Drehzahl-lstwert in Prozent, normiert (100% = 16383) bezogen
auf den Drehzahl-Bezugswert. Der Istwert wird mit dem inversen
Sollwertfaktor multipliziert und auf L-C382 abgebildet.
Werkseinstellung:
0
7.4.3,7
SOLLWERT-FAKTOR
Datenformat:
( 604BHEX)
Array mit 2 Elementen
Subindex 1: Integer 16
Zähler
Subindex 2: Integer 16
Nenner
Bedeutung:
Der Sollwert-Faktor dient zur Veränderung der Auflösung bzw. des
Stellbereichs der Sollwertvorgabe. Er besteht aus Zähler und
Nenner. Der Sollwert wird mit dem Faktor multipliziert und die
Istwerte (Führungsgröße, Istwert) werden mit dem inversen Faktor
multipliziert.
Werkseinstellung:
Zähler = 1
Nenner = 1
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
7.4.4
39
BEGRENZUNG
7.4.4.1
GESCHWINDIGKEITS-MIN-MAX-BETRAG
Datenformat:
(6046HEX)
Array mit 2 Elementen
Subindex 1: Unsigned32
Drehzahl-min in U/min
Wertebereich 0 bis 32000
Subindex 2: Unsigned32
Drehzahl-max in U/min
Wertebereich 0 bis 32000
Bedeutung:
Drehzahl-Begrenzung der maximalen und minimalen Drehzahlsollwerte in U/min.
Diese Begrenzung ist nur per LECOM2 wirksam. Die eigentliche
Drehzahlbegrenzung wird durch Vorgabe der Bezugsdrehzahl eingestellt.
Werkseinstellung:
Drehzahl-max = L-Cl 1
Drehzahl-min = 0
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
40
7.4.5
RAMPEN
7.4.6
RAMPEN-MIN-FUNKTION
Eine Rampe wird immer aus einem Geschwindigkeitswert bezogen auf eine Zeit gebildet. Bei den Parametern Geschwindigkeits-Beschleunigung, -Verzögerung und Schnellhalt ist sowohl die Geschwindigkeit als auch die Zeit innerhalb des Parameters
definiert. Bei den Parametern Hochlaufzeit, Tieflaufzeit und Schnellhaltzeit ist nur die
Zeit innerhalb des Parameters definiert, als Geschwindigkeit wird der Geschwindigkeits-Bezugswert verwendet.
Durch die Rampen-min-Funktion wird nun die jeweils langsamste Rampe aus den
Paaren Geschwindigkeits-Beschleunigung/Hochlaufzeit,
-Verzögerung/Tieflaufzeit und
-Schnellhalt/Schnellhaltzeit gewählt. Die Abbildung geschieht auf die Lenze-Parameter
L-C1 2, L-C? 3 und L-Cl05 bezogen auf den Geschwindigkeitsbezugswert (L-Cl 1 =
nmax). Der Geschwindigkeitsbezugswert wird nicht beeinflußt.
7.4.6.1
GESCHWINDIGKEITS-BESCHLEUNIGUNG
Datenformat:
Rampen-Struktur (Index 21 hex)
Subindex 1: Unsigned32
Zähler, delta Geschwindigkeit in
(6048HEX)
U/min
Subindex 2: Unsigned 16
Nenner, delta Zeit in Sekunden
Hochlaufzeit bezogen auf delta Geschwindigkeit. Der Parameter
wird über die Rampen-min-Funktion auf die Lenze-Hochlauf-Rampe
abgebildet (L-Cl 2). Bei Nenner = 0 ist die Rampe abgeschaltet.
Bedeutung:
Werkseinstellung: Rampe ist abgeschaltet
Zähler = 0
Nenner = 0
7.4.6.2
GESCHWINDIGKEITS-VERZÖGERUNG
Datenformat:
Bedeutung:
Rampen-Struktur (Index 21 hex)
Subindex 1: Unsigned32
Zähler, delta Geschwindigkeit in
Subindex 2: Unsigned16
Nenner, delta Zeit in Sekunden
(6049HEX)
U/min
Tieflaufzeit bezogen auf delta Geschwindigkeit. Der Parameter
wird über die Rampen-min-Funktion auf die Lenze-Ablauf-Rampe
abgebildet (L-C13). Bei Nenner = 0 ist die Rampe abgeschaltet.
Werkseinstellung: Rampe ist abgeschaltet
Zähler = 0
Nenner = 0
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/Interbus-S)
7.4.6.3
GESCHWINDIGKEITSSCHNELLHALT
41
(604AHEX)
Rampen-Struktur (Index 21 hex)
Subindex 1: Unsigned32
Zähler, delta Geschwindigkeit in U/min
Datenformat:
Subindex 2: Unsigned 16
Nenner, delta Zeit in Sekunden
Bedeutung:
Schnellhaltzeit bezogen auf delta Geschwindigkeit. Der Parameter
wird über die Rampen-min-Funktion auf die Lenze-QuickstopRampe abgebildet {L-ClO5). Bei Nenner = 0 ist die Rampe
abgeschaltet.
Werkseinstellung: Rampe ist abgeschaltet
Zähler = 0
Nenner = 0
7.4.6.4
HOCHLAUFZEIT (604FHEX)
Datenformat:
Unsigned32
Hochlaufzeit in Millisekunden
Bedeutung:
Hochlaufzeit bezogen auf den Geschwindigkeits-Bezugswert. Der
Parameter wird über die Rampen-min-Funktion auf die LenzeHochlauf-Rampe abgebildet (L-C12). Bei Hochlaufzeit = 0 ist die
Rampe abgeschaltet.
Werkseinstellung:
L-Cl 2
7.4.6.5
TIEFLAUFZEIT (6050HEX)
Datenformat:
Unsigned32
Tieflaufzeit in Millisekunden
Bedeutung:
Tieflaufzeit bezogen auf den Geschwindigkeits-Bezugswert. Der
Parameter wird über die Rampen-min-Funktion auf die LenzeAblauf-Rampe abgebildet (L-C13). Bei Tieflaufzeit = 0 ist die
Rampe abgeschaltet.
Werkseinstellung:
L-Cl 3
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
42
7.4.6.6
SCHNELLHALTZEIT
(6051HEX)
Datenformat:
Unsigned32
Schnellhaltzeit in Millisekunden
Bedeutung:
Schnellhaltzeit bezogen auf den Geschwindigkeits-Bezugswert.
Der
Parameter wird über die Rampen-min-Funktion auf die LenzeQuickstop-Rampe abgebildet (L-C105). Bei Schnellhaltzeit = 0 ist
die Rampe abgeschaltet.
Werkseinstellung:
L-Cl05
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
43
8. LENZE-PARAMETER
Der Zugriff auf die Lenze-Parameter ist möglich. Lediglich die Adressierung des
Parameters (Codenummer) hat sich verschoben und berechnet sich folgendermarJen:
Index = 24575 - LENZE-CODENR
hdeXhex
= 5FFFhex
- LENZE-CODENRhex
Beispiel:
Der Lenze-Parameter L-CO1 (Bedienungsart) ist per Interbus-S unter dem Index
24574 124575 - 1) zu erreichen.
Die möglichen Lenze-Parameter mit den entsprechenden Wertebereichen sind der
jeweiligen technischen Beschreibung der Antriebsregler zu entnehmen.
Die Daten der Lenze-Parameter sind hauptsächlich in einem Festkommaformat vom
Datentyp Integer32 mit 4 dezimalen Nachkommastellen dargestellt.
Beispiel:
L-C39 (JOG) = 150.4Hz -> Index 24536 = 1504OOOdez {0016F3OOhex)
L-C39 (JOG) = -150.4Hz -> Index 24536 = -‘1504OOOdez (FFE90DOOhe,)
8 . 1
AIF-PROZEßDATEN
Folgende Lenze-Parameter können zur Zeit auf den Interbus-S-ProzeKkanal abgebildet
werden:
Gerätereihe
Funktion
RP-n,,1 1
Dat. IBS
Typ PZD
116 PAE
8600
9200
2210
(Index in hex)
(Index in hex)
(Index in hex)
fl6384 = +loo%
bez. auf nmax
(Index = 5383)
RP-*,,112
RP-n;,t
116 PE
116 PE
t 2 6 8 8 4 = 5~100%
bez. auf 8000rpm
(Index = 5383)
fl6384 = +lOO%
bez. auf nmax
(Index = 5382)
C26884 = flOO%
b e z . auf 8000rpm
kl6384 = +lOO%
bez. auf nmax
(Index = 5E81)
k26884 = flOO%
bez. auf 8000rpm
(Index = 5E81)
---
---
(Index = 5382)
---
44
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/Interbus-S)
Gerätereihe
9200
(Index in hex)
Punktion
Dat.
FYP
IBS
PZD
8600
(Index in hex)
~-MS011
116
PAE
---
---
lPWMgrenz
116
- PAE
+32767 = flOO%
Funktion: L-C56
(Index = 5E7C)
---
---
XP-Istwinkel
Ul6
- PE
*32767 = flOO%
Funktion: L-C47
(Index = 5E7B)
---
0
65535
368' = 16384
(Index = 5E7A)
m-a
RP-Lageist
132
PE
RP-FDEl
OS 2 PAE
RP-FDE2
OS 2 PAE
RP-FDAl
- OS 2 PE
RP-FDA2
- OS 2 PE
2210
(Index in hex)
---
~:~'d~4~~2~inkel
einheiten des
Riickfiihrsystems
(Index = 5A96)
Bit 0 . . . 7
Klemme El . . . ES
(Index = 5F77)
---
Bit 0 . . . 15
Klemme El . ..ElC
(Index = 5A9B)
---
---
Bit
0. . . 15
Klemme E17...E3;
(Index = 5A9A)
Bit 0 . . . 4
Klemme Al . . . A5
(Index = 5~68)
---
Bit 0 . . . 15
Klemme Al . ..A16
(Index = 5A98)
---
Bit 0 . . . 15
Klemme A17...A32
(Index = 5A97)
---
Die Erläuterungen zu den Spalten “Dat. Typ” und “IBS
“Übersicht Profil-Parameter”,
Weitergehende Informationen sind den Technischen
bzw. Automatisierungsbaugruppe zu entnehmen.
PZD”
siehe Kapitel 7.1
Beschreibungen
der
Grundgeräte
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
9.
45
AUTOMATISIERUNGSBAUGRUPPE
Wenn Sie eine zusätzliche Automatisierungsbaugruppe (221 OMP) verwenden,
beachten Sie folgende Besonderheiten bezüglich der Parametrierung:
1.
Beim Verbindungsaufbau (PCP-Dienst “Initiate”) wird statt der Profilnummer 21
eine 0 (kein Profil) zurückgeliefert.
2.
Die Profilparameter (6O3Fhex bis 6O54hex) sind nicht mehr vorhanden.
3.
Es existieren 2 zusätzliche Parameter, die eine ähnliche Funktionalität wie die
DRIVECOM-Profilparameter “Steuerwort” und “Statuswort” besitzen.
Automatisierungs-Steuerwort
(Index = 58Cbhex)
Automatisierungs-Statuswort
(Index = 58C4hex)
siehe nachfolgende Kapitel “Automatisierungs-Steuerwort”
und
“Automatisierungs-Statuswort”
4.
Die DRIVECOM-Zustandssteuerung entsprechend Bild 5 ist realisiert.
5. Detaillierte Störungsinformationen können nur bei den Lenze-Parametern erhalten
werden. Unter den Lenze-Parameter L-C67 (Index 5FBChex) für Grundgeräte
bzw. L-IO67 (Index 5BD4hex) für die Automatisierungsbaugruppe ist die
entsprechende Fehlerinformation vorhanden. Weiterhin ist in den LenzeParametern L-Cl 61 - 168 (Index 5F5Ehex - 5F57hex) die Fehlerhistorie bei
Grundgerätefehlern aufgeführt.
46
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOMIInterbus-S)
9.1.1
AUTOMATISIERUNGSSTEUERWORT
Datenformat:
(58C5HEX)
Unsigned16
Der Parameter “Automatisierungs-Steuerwort”
dient zur Steuerung des Antriebsreglersystem bestehend aus einem Grundgerät, einer Automatisierungsbaugruppe und
der Interbus-S-Anschaltbaugruppe 2110. Der Parameter beinhaltet Befehle für die
Zustandsübergänge entsprechend Bild 5 und weitere wichtige Steuerbefehle.
Der Parameter “Automatisierungs-Steuerwort”
ist folgendermaßen aufgebaut:
Bit
Name
Bedeutung
0
Einschalten
Gerätezustände.
0 = Befehl 2,6,8 (Reglersperre)
1 = Befehl 3
(nicht Reglersperre)
1
Spannung-Sperren
Gerätezustände
0 = Befehl 7,9,10,12 (Reglersperre)
1 = nicht Befehl Spannung-Sperren
2
Schnellhalt
Gerätezustände
0 = Befehl 7,10,11 (Quick-Stop)
1 = nicht Befehl Schnellhalt
3
Einschalten
Gerätezustände
0 = Befehl 5 (Reglersperre)
1 = Befehl 4 (nicht Reglersperre)
4
BA-Steu4
POS: PRG-START
Betriebsart-Steuerfunktion 4
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
5
BA-SteU5
POS: PRG-RESET
Betriebsart-Steuerfunktion 5
ist abhängig von dem jeweiligen
matisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
6
BA-Steu6
POS: PRG-STOP
Betriebsart-Steuerfunktion 6
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
7
Reset-Störung
Rücksetzen einer Störung (TRIP). Hierzu
muß ein Bitwechsel von 0 nach 1
erfolgen.
Auto-
47
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
Bit
8
Name
Bedeutung
BA-Steu8
Betriebsart-Steuerfunktion 8
ist abhängig von dem jeweiligen
matisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
Auto-
BA-Steu9
Betriebsart-Steuerfunktion 9
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
10
BA-SteulO
Betriebsart-Steuerfunktion 10
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
11
Frei 1
Abbildung auf den 28. frei programmierbaren Eingang (L-C1381)
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
12
Frei 2
Abbildung auf den 29. frei prograrnmierbaren Eingang (L-C1381)
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
13
Frei 3
Abbildung auf den 30. frei programmierbaren Eingang (L-C1381)
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
14
Frei 4
Abbildung auf den 31. frei programmierbaren Eingang (L-C1381)
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
15
Frei 5
Abbildung auf den 32. frei programmierbaren Eingang (L-C1381)
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
9
Technische
Beschreibung
2110
(DRIVECOM/lnterbus-S)
Die einzelnen Bit-Steuerbefehle des Steuerwortes sind nicht unabhängig von anderen
Bitstellungen. Nachfolgend ist aufgeführt, welche Bits wie vorbesetzt sein müssen,
damit der gewünschte Befehl wirksam wird.
Gerätezustandsbefehle
I
I 16
1
2
3
4
5
6
8
Stillsetzen
Einschalten
Betrieb-freigeben
Betrieb-sperren
Spannung sperren
Schnellhalt
Reset Störung
Bits des Ste, erw r
8 7
- - - - - - [
Frei 5
Frei 4
es
-
- - - 1
- 0
- - - -II~
1
1
1
1
0
1
1
1
1
0
1
I
Frei 2
Frei 1
BA-SteulO
BA-Steu9
BA-Steu8
Reset-Störung
BA-Steu6
BA-Steu5
BA-Steu4
Einschalten
Schnellhalt
Spannung-Sperren
Einschalten
Es können mehrere Steuerbefehle gleichzeitig gegeben werden. Hierzu ist nur ein
Bitwechsel von Bit0 notwendig, um aus dem Zustand “EINSCHALTSPERRE” zu
gelangen. Damit verhindern Sie ein unkontrolliertes Anlaufen des Antriebes beim
Einschalten.
Erläuterung
0
1
POS
Bitzustand ist 0
Bitzustand ist 1
Bitzustand ist undefiniert und hat keinen Einfluß
Positionier-SW-Paket
Cl
0
1
1
1
Technische Beschreibung 21 IO (DRlVECOM/lnterbus-S)
9.1.2
49
AUTOMATISIERUNGSSTATUSWORT (58C4HEX)
Datenformat:
Unsigned16
Der Parameter “Automatisierungs-Statuswort”
dient zur kompakten Darstellung von
Informationen des Antriebssystems. Er beinhaltet Statusinformationen von den
Gerätezuständen entsprechend Bild 5 und weitere wichtige Informationen.
Der
Parameter
“Automatisierungs-Statuswort”
ist
folgendermaßen
aufgebaut:
Name
Bedeutung
0
Einschaltbereit
1
Eingeschaltet
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand mindest. "EINSCHALTBEREIT"
1 = Zustand geringer "EINSCHALTBEREIT"
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand mindest. "EINGESCHALTET"
1 = Zustand geringer "EINGESCHALTET"
2
Betrieb-Freigegeben
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand mindest- "BETR.-FREIGEGEB."
1 = Zustand geringer "BETR.-FREIGEGEB."
3
Störung
Gerätezustandsinformation.
0 = keine Störung (TRIP)
1 = Störung (TRIP) aufgetreten
4
Spannung-Gesperrt
Information iiber
sperren" (siehe
0 = Befehl liegt
1 = Befehl liegt
5
Schnellhalt
Information tiber Befehl "Schnellhalt"
(siehe l'Steuerwort") .
0 = Befehl liegt an
1 = Befehl liegt nicht an
6
Einschaltsperre
Gerätezustandsinformation.
0 = Zustand nicht "EINSCHALTSPERRE"
"EINSCHALTSPERRE"
1 = Zustand
7
Warnung
Sammelwarnungsmeldung. Wird zur Zeit
nicht unterstüzt.
0 = keine Warnung
1 = Warnung vorhanden
8
Meldung
Sammelmeldung. Wird zur Zeit nicht
unterstüzt.
0 = keine Meldung
1 = Meldung vorhanden
9
Remote
Bus-Zugriffsberechtigung. Abhängig von
Lenze-Parameter "Bedienungsart"(L-Col)
0 = L-CO1 <> 5
1 = L-CO1 = 5
Bit
Befehl "Spannung"Steuerwort").
an
nicht an
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
50
Name
Bedeutung
10
BA-StatlCl
Automatisierungs-Statusfunktion
10
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
11
BA-Statli
Automatisierungs-Statusfunktion
11
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
12
BA-Stat12
Automatisierungs-Statusfunktion
12
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
13
BA-Stat13
Automatisierungs-Statusfunktion
13
ist abhängig von dem jeweiligen Automatisierungs-Softwarepaket.
0 = inaktiv
1 = aktiv
14
Frei 1
Abbildung auf den 31. frei programmierbaren Eingang (L-C1384)
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
15
Frei 2
Abbildung auf den 32. frei programmierbaren Eingang (L-C1384)
0 = Funktion nicht aktivieren
1 = Funktion aktivieren
Bit
Technische Beschreibung 2 110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
51
Die eindeutige Information über den aktuellen Gerätezustand ist nur durch Kombination der Gerätezustandsinformationsbits (Bit 0,1,2,3,4,5,6) zu erhalten.
Nachfolgend ist dieser Zusammenhang dargestellt.
Gerätezustände
16
Bits des Statuswortes
8 7
-
NICHT-EINSCHALTBEREIT
EINSCHALTSPERRE
EINSCHALTBEREIT
EINGESCHALTET
BETRIEB-FREIGEGEBEN
STÖRUNG
STÖRUNGSREAKTION-AKTIV
SCHNELLHALT-AKTIV
Frei 2
Frei 1
BA-Statl3
BA-Statl2
BA-Statll
BA-StatlO
BA-Stat9
Meldung
Warnung
Einschaltsperre
Schnellhalt
Spannung
sperren
_.
Störung
Betrieb-Freigegeben
Eingeschaltet
Einschaltbereit
Erläuterung
0
1
Bitzustand ist 0
Bitzustand ist 1
Bitzustand ist undefiniert und hat keinen Einfluß
0
0
0
0
1
0
1
1
3
1
0
0
1
1
1
0
1
52
10.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-SI)
PCP-KOMMUNIKATIONSDIENSTE
Die PCP-Kommunikationsdienste sind normkonform zur PROFIBUS-Norm DIN 19245
Teil 2. Der Lenze-Antriebsregler unterstützt folgende Dienste:
Initiate
Verbindung vom Master zum Antriebsregler aufbauen.
Abort
Verbindung abbauen
Status
Status des Antriebsreglers lesen
ldentify
Identifikation des Antriebsreglers
Get-OV
Auslesen des Objektverzeichnissen
Read
Lesen von Parametern
Write
Schreiben von Parametern
Die Gesamtheit der Übergabeparameter sind den entsprechenden Beschreibungen der
Leitsysteme zu entnehmen. Nachfolgend sind die Parameterinhalte aufgeführt, die die
Lenze-Antriebsregler zurückgeben.
10.1 KBL-EINTRÄGE
Folgende Einträge in einer Kommunikationsbeziehungsliste des Masters müssen
speziell für die 2110 angepasst werden:
Max-PDU Sending-High-Prio
Max-PDU Sending-Low-Prio
Max-PDU Receiving-High-Prio
Max-PDU Receiving-Low-Prio
PMS-Services-Supported
=O;
=Maximale PDU-Länge aus Kapitel 4.1
=O;
=Maximale PDU-Länge aus Kapitel 4.1
=80 30 00 / 00 00 00; Client/Server
Entsprechend den unterstützten
Diensten aus Kapitel 4.1
1 0 . 2 INITIATE
Der Initiate-Dienst dient zum logischen Verbindungsaufbau zwischen 2 Teilnehmern.
Vom Antriebsregler werden folgende Parameter zurückgeliefert:
Profile-Number:
Wert:
21 hex
Bedeutung: DRIVECOM-Profil der Version 1
Bei Verwendung der Automatisierungsbaugruppe:
Wert:
0
Bedeutung: Kein Profil
Password:
Wert:
0
Bedeutung: Die Password-Funktion von PROFIBUS wird nicht unterstützt.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
Access Groups:
Wert:
Bedeutung:
0
Es
existieren
keine
53
Zugriffsgruppen
Access Protection Supported:
Wert:
TRUE
Bedeutung: Zugriffsschutz wird unterstützt
Version OV
Wert:
0
10.3 ABORT
Der Abort-Dienst dient zum Abbruch einer logischen Kommunikationsverbindung.
Wenn der Abort-Dienst vom Antriebsregler empfangen wurde, wird die im ProfilParameter “Verbindungsabbau-Auswahlcode” definierte Funktion ausgeführt.
10.4
IDENTIFY
Der ldentify-Dienst dient zur
liefert folgende Parameter:
Identifizierung
des
Antriebsreglers.
Der
Antriebsregler
Gerätehersteller-Name:
Wert:
Bedeutung:
Lenze Aerren
Firmenname als
Visible-String
Geräte-Name:
Wert:
Visible-String mit 15 Zeichen
Bedeutung: Gerätekennzeichnung
Zeichen-Nr.
illnnnilllllullllu!lnU
Gerätebezeichnung
Grundgerät
Gerätebezeichnung
Kommunikationsbaugruppe
Gerätebezeichnung
Automatisierungsbaugruppe
Jede Gerätebezeichnung setzt sich zusammen aus:
4 Zeichen Gerätebezeichnung, 1 Leerzeichen
Ist eine Baugruppe nicht vorhanden, so wird der Teil mit Leerzeichen gefüllt.
Beispiel: “8602 21 10
”
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
54
Geräte-Version:
Wert:
Visible-String mit 15 Zeichen
Bedeutung: Geräte-Software-Versionen
Zeichen-Nr.
Geräteversion
Grundgerät
Geräteversion
Kommunikationsbaugruppe
Geräteversion
Automatisierungsbaugruppe
Jede Gerätebezeichnung setzt sich zusammen aus:
2 Zeichen Basis Version, 2 Zeichen Variante, 1 Zeichen Version zur Variante
Ist eine Baugruppe nicht vorhanden, so wird der Teil mit Leerzeichen gefüllt.
B e i s p i e l : “21OOOlOOOO ”
Grundgerät:
Komm.-Bau. .:
Auto.-Bau. .:
10.5
V2.1 /keine Variante / keine Variantenversion
VI .O /keine Variante / keine Variantenversion
nicht vorhanden
GET-OV
Auslesen der Objektbeschreibung für jeden Parameter und Datentypen.
10.6 STATUS
Der Dienst liefert Statusinformationen über den Antriebsregler. Es werden folgende
Parameter vom Antriebsregler zurückgegeben:
Loqical Status:
Wert:
Bedeutung:
Phvsical Status:
Wert:
Bedeutung:
0
kommunikationsbereit (L-CO1 = 5)
1
begrenzte Anzahl Dienste (L-CO1 < > 5)
Informationen über den aktuellen Bedienungszustandes
(Lenze-Parameter L-COl) des Antriebsreglers bezüglich PCPKommunikation.
0
betriebsbereit
Gerätezustand “BETRIEB-FREIGEGEBEN”
1
teilweise betriebsbereit
alle anderen Gerätezustände
Information über den aktuellen Betriebszustand des Antriebsreglers. Es wird auf die Gerätezustände von Bild 5
verwiesen.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
55
Local Detail:
Wert:
Bedeutung:
Parameter “Statuswort”
24Bit-Wert, der in den Bits O-l 5 den Profil-Parameter
“Statuswort” (Index 6041 hex) enthält. Die 6its 16-23 sind
auf 0 gesetzt.
10.7 READ
Der Read-Dienst dient zum Lesen von Parametern. Es wird der Wert oder eine evtl.
Fehlermeldung ausgegeben. Lenze-Antriebsregler unterstützen folgende Fehlermeldungen:
ErrorClass
!
ErrorCode
3
5
5
6
7
0
0
AdditionalCode [hex]
0 0
10
11
0 0
0 0
0 0
20
Bedeutung
keine Zugriffsberechtigung
Unzulässiger
Auftragsparameter
Ungültiger Subindex
Das Objekt ist kein Parameter
Das Objekt existiert nicht
Auftrag nicht ausgefahrbar
Auftrag momentan nicht ausführbar
Technische Beschreibung 21 IO (DRIVECOM/lnterbus-S)
56
10.8 WRITE
Der Write-Dienst dient zum Schreiben von Parametern. Es wird eine Quittierung bzw.
eine evtl. Fehlermeldung ausgegeben. Lenze-Antriebsregler unterstützen folgende
Fehlermeldungen:
ErrorClass
ErrorCode
6
6
6
6
6
6
6
6
8
8
8
3
5
5
5
5
6
7
8
0
0
0
0 0
10
11
12
13
0 0
0 0
0 0
0 0
20
21
8
0
22
0
0
0
0
30
31
32
3 3
0
0
0
0
34
35
3 6
41
0
0
42
43
8
8
AdditionalCode [hex]
Bedeutung
keine Zugriffsberechtigung
Unzulässiger
Auftragsparameter
Ungültiger Subindex
Datenlänge zu groß
Datenlänge zu klein
Das Objekt ist kein Parameter
Das Objekt existiert nicht
Datentypen stimmen nicht tiberein
Auftrag nicht ausgeführbar
Auftrag momentan nicht ausführbar
Nicht ausführbar wegen Lokalsteuerung
Nicht ausführbar wegen GeräteBetriebszustand
Wertebereich verlassen
Wert des Parameters zu groß
Wert des Parameters zu klein
Wertebereich eines Subparameters
verlassen
Wert des Sub-Parameters zu groß
Wert des Sub-Parameters zu klein
max. Wert kleiner min. Wert
Kommuunikationsobjekt kann nicht
auf Prozeßdaten abgebildet werden
Prozeßdaten-Länge
überschritten
Kollision mit anderen Werten
allgemein
57
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
11. FEHLERSUCHE
Nachfolgend werden einige Hinweise zur Fehlersuche im Interbus-S-System in
Verbindung mit Antriebsreglern gegeben. Es sind die weitergehenden Diagnosehilfen
der Firma Phoenix-Contact bzw. dem Hersteller des Interbus-S-Masters.
Die Darstellung geschieht anhand von Flut3diagrammen
Darstellungselementen:
mit folgenden
Verzweigung
Anderer E3lock des Fehlersuchbaums (siehe folgende Kapitel)
Auszuführende
0
1
Anweisung
Verbindungspunkt
Die Hauptfehlersuche beginnt in Kapitel 11 .l und verfeinert sich in den
nachfolgenden Kapiteln.
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
11.1
ANTRIEBSREGLER
IST
GESPERRT
Antriebsregler läßt sich über Interbus-S-Prozeßdaten nicht
Betriebszustand
“BETRIEB-FREIGEGEBEN”
(siehe
Kapitel
wird nicht erreicht.
freigeben; d.h. der
7.2.1
“Zustandsdiagramme”)
ti
Bedienungsart (L-COOOl)auf
-5,-6- oder -7m stellen
[evtl. Parameter speichern
(L- coooa) )
*
PAWl = OQOQ hex vorgeben
I
Ia
Störung (Trlp)
zurücksetzen
0
1
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOMAnterbus-Si)
PAWl = 007E hex vorgeben
PAWl = 0007F
hex vorgeben
59
PAWI = OOOE
hex vorgeben
PAWl = OOOF
hex vorgeben
I
xxxxxx~~xo11
OK
oll1 b i n
Regler frelgeben,
Evtl. müssen mehrere
RegIersperre-Quellen aufgehoben werden
( K l . 2 8 , S T P - T a s t e , C40)
Es können Sollwerte bzw. weitere
SteuersIgnale vorgegeben werden
60
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOMllnterbus-S)
11.2 INTERBUS-S ÜBERPRÜFEN
Kurzüberprüfung des Interbus-S-Systems bei fehlerhafter Initialisierung. Hierbei sind
weiterhin die Diagnoseinformationen der Interbus-S-Anschaltbaugruppen im
Leitrechner zu berücksichtigen.
Zur Fehlersuche kann es sinnvoll sein, den Bus soweit zu reduzieren, daß nur noch
ein Gerät am Interbus-S angeschlossen ist,
Alie Geräte einschalten
oder vom Interbus-S
trennen
1. Mit Peripherlebuskebel
Verbindung zur Herbus-SBusklemme
2. Intert>u&Busklemmemit
Spannung versorgen.
Den Interbus-S Ausbau
soweit reduzieren bis nur
noch das betroffene Gerät
Das nächste Gerät
wieder anschließen
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
11.3 211 O-BAUGRUPPE AKTIVIEREN
Aktivieren der Interbus-S-Anschaltbaugruppe in Verbindung mit einem AntriebsreglerGrundgerät oder der Automatisierungsbaugruppe 2210MP.
1
Codesatz
(L-CO000) auf -2stellen
Regler sperren
@TP-Taste
drücken)
4
Frelgaba
AutomatIsierungsbaugruppe
(L-CO370) a u f -l- s t e l l e n
( e v t l . P a r a m e t e r apalcbarn
(L-c-1 1
2xx
C o d e s a t z (L-ClOOO) aul -2steilen
angeschlossen
h
Baugruppenauswahl (L-C1120)
-3- s t e l l e n
(evtl. Parameter speichern
(L-CiOo3) )
I
auf
I
2110 austauschen
InterbuG
starten
2110 austauschen
I
R e g l e r Ireigeben
(SHtSTP-Taste
drücken)
I
62
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
11.4 STÖRUNG (TRIP) ZURÜCKSETZEN
Zurücksetzen einer Störung per Interbus-S-Prozeßdaten.
PAWl = 0080 hex
vorgeben
Liegt die Funktion
(L-CO1 13 Wert 3)
FunktIon deo Elngangs
andern
PAWI = OCtOO,n”” und
PAWI = 0080 hex
vorgeben
xxxxxri000000bln
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/Interbus-S)
12.
63
ABKÜRZUNGEN
Antriebsregler
Allgemeine Bezeichnung für Frequenzumrichter (Gerätereihe
8600), Servoantriebe (Gerätereihe 9200) und Gleichstromantriebe
(Gerätereihe 4900).
bin
Wertedarstellung im binären Zahlenformat (0,l). Ein mit ‘x’
gekennzeichnetes Zeichen stellt einen beliebiges binäres Zeichen
dar.
Wertigkeit: MSB . . . LSB
Datenformat
Datenbeschreibung bestehend aus den Komponenten
Datenstruktur und Datentyp. Beschreibung siehe Kapitel 7.1
DRIVECOM
Zusammenschluß von mehr als 30 Antriebsherstellern. Schaffung
von einheitlichen Kommunikationslösungen für die Antriebstechnik
und Definition von Antriebs-Profilen.
hex
Wertedarstellung im hexadezimalen Zahlenformat (O..S,A,B,C,D,F).
Ein mit ‘x’ gekennzeichnetes Zeichen stellt einen beliebiges
hexadezimales Zeichen dar.
Wertigkeit: MSB . . . LSB
Index
Parameternummer entsprechend den PROFIBUS und DRIVECOMDefinitionen. Siehe hierzu Kapitel 7.1 (Übersicht Profil-Parameter)
und Kapitel 8 (Lenze-Parameter), Gehören zu einem Parameter
mehrere Werte (z.B. bei Arrays und Records), so werden diese mit
einem zusätzlichen Subindex adressiert.
Integer 16
siehe Kapitel 7.1
Integer32
siehe Kapitel 7.1
Integer8
siehe Kapitel 7.1
Interbus-S
Serielles Bussystem der Firma Phoenix Contact.
L- cxxx
Octet-String
Kommunikationsprotokolldefinition für Interbus-S mit PROFIBUSTeil2-kompatiblen Diensten und Parametern. Logischer
Kommunikationskanal zum PROFIBUS-kompatiblen Zugriff auf
Antriebsparameter.
Parameternummer entsprechend Lenze-Definition (Codenummer).
“xxx” bezeichnet die entsprechende Lenze-Codenummer. Auf
diese kann im Interbus-S-System nur über eine Umrechnung
zugegriffen werden (siehe Kapitel (?) “Lenze-Parameter”).
siehe Kapitel 7.1
Technische Beschreibung 2110 (DRIVECOM/lnterbus-S)
64
PAWx
Prozeß-Ausgangs-Wort vom Interbus-S. Blickweise aus Richtung
Master (Leitrechner); d.h. Daten vom Master zum Antrieb. “x“
bezeichnet die Wortadresse (bei 1 beginnend).
PCP
Peripherials Communication Protocol.
PD
siehe
PEWx
Prozeß-Eingangs-Wort vom Interbus-S. Blickweise aus Richtung
Master (Leitrechner); d.h. Daten vom Antrieb zum Master . “x“
bezeichnet die Wortadresse (bei 1 beginnend).
PROFIBUS
Kommunikationsnorm DIN19245 bestehend aus Teil 1 und Teil 2.
Beim Interbus-S-System mit PCP-Kommunikation wird Teil 2
(Layer 7) unterstützt.
Profil
Der Begriff Profil stammt aus der Kommunikationsnorm PROFIBUS
(DIN 19245) und beschreibt ergänzende oder einschränkende
Festlegungen, die innerhalb von Branchen oder für Gerätegruppen
Gültigkeit haben. Die DRIVECOM-Nutzergruppe e.V. hat für die
Gruppe der drehzahlveränderlichen Antriebe einige wichtige
Gerätefunktionen standardisiert und im DRIVECOM-Profil 21
zusammengefaßt. Mittels der Anschaltbaugruppe 21 IO
unterstützen die Lenze-Antriebsregler das DRIVECOM-Profil.
Prozeßdaten
z.B. Soll- und Istwerte bei Antriebsreglern, die in kürzester Zeit
ausgetauscht werden müssen. Es handelt sich dabei um kleine
Datenmengen (z.B. 2 Worte bei DRIVECOM und Lenze), die
zyklisch übertragen werden. Beim Interbus-S werden diese Daten
im logischen Prozeßdatenkanal übertragen.
PZD
siehe
SPS
Speicherprogrammierbare Steuerung wie z.B. Siemens SIMATIC
s5
Subindex
Siehe
TB
Technische
Unsigned16
siehe Kapitel 7.1
Unsigned32
siehe Kapitel 7.1
Unsigned8
siehe Kapitel 7.1
Visible-String
siehe Kapitel 7.1
Prozeßdaten
Prozeßdaten
Index
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