close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Colorado Saga pdf free

EinbettenHerunterladen
11-12/2014
*/5&3/"5*0/"-."(";*/&'035)&$0/'&$5*0/&3:*/%6453:
November-Dezember 2014
www.sweets-processing.com
published by
* / ( 3 & % * & / 5 4 t 5 & $ ) / 0 - 0 ( : t 1" $ , " ( * / ( t * 5 t - 0 ( * 4 5 * $ 4
INGREDIENTS
Zusatzstoffe für
neue Produkte
New additives
for new products
IT/LOGISTIC
CRM-Systeme
für den Mittelstand
CRM-systems
for mid-sized
companies
TECHNOLOGY
Mehr Effizienz
mit passenden
Maschinen
More efficiency
with appropriate
equipment
PACKAGING
Lösungen für
mehr Produktsicherheit
Solutions for
more product
safety
MORE IDEAS MORE VALUE MORE FLEXIBILITY
www.haas.com
EU-LEITLINIE
n ews
editorial
FÜR FÄRBENDEE LEBENSMITTEL
Impressum
sweets processing
4. Jahrgang, Heft 11-12, 3. Nov. 2014
Herausgeber/Verlag:
SWEETS GLOBAL NETWORK e.V.
Grillparzerstraße 38
81675 München, Deutschland
Fon +49 (0)89 / 45 76 90 88-0
Fax +49 (0)89 / 45 76 90 88-88
info@sg-network.org
Vorsitzender des Vorstands
Hans Strohmaier
h.strohmaier@sg-network.org
Chefredaktion/Objektleitung,
verantwortlich für den Inhalt:
Christine Dicker
ch.dicker@sg-network.org
redaktion@sweets-processing.com
Redaktion
Alfons Strohmaier
redaktion@sweets-processing.com
Anzeigen:
Herwig Mayr
h.mayr@sg-network.org
Aboverwaltung:
Karin Prokes
k.prokes@sg-network.org
Nun liegt ein Rahmenwerk vor, welches den Bereich der färbenden
Lebensmittel innerhalb der EU eindeutig definiert und eingrenzt –
und das ist eine sehr gute Nachricht für Hersteller und Verbraucher!
NOCH ca. 1 JAHR (bis zum 28.11.2015) dürfen nur noch Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden, deren färbende
Lebensmittel den neuen Leitlinien entsprechen.
Bild Rakete modifiziert von © hpunkt_de - Fotolia.com
WIR haben schon jetzt die Lösung®mit
®
dukten.
unseren FruitMax - und JuiceMax Pro
Sie haben Fragen?
KONTAKTIEREN SIE UNS!
Chr. Hansen GmbH
Gr. Drakenburger Str. 93 - 97
31582 Nienburg/Weser
2
sweets processing 9-10/2014
Telefon+49 5021 963 180
desgr@chr-hansen.com
www.chr-hansen.com
Herstellung:
KonzeptQuartier ® GmbH
Schwabacher Straße 261
90763 Fürth
Fon +49 (0)911 / 999 97-0
mail@konzeptquartier.de
Druck:
Bosch Druck GmbH
Anton Müller
Festplatzstraße 6
84030 Ergolding
Fon +49 (0)0871 / 76 05 11
Anton.Mueller@bosch-druck.de
Anzeigenpreisliste:
Nr. 4, gültig ab 1. Januar 2014
Erscheinungsweise:
alle 2 Monate
Redaktion und Verlag haften nicht
für unverlangt eingesandte Manuskripte. Für den Inhalt der Anzeigen
ist der Inserent verantwortlich. Das
Urheberrecht für angenommene
und als solche schriftlich bestätigte
Manuskripte liegt ausschließlich bei
SWEETS GLOBAL NETWORK e.V.
Liebe Leser,
M
itte Dezember tritt die neue Lebensmittelinformationsverordnung – kurz LMIV genannt – in Kraft. Sie definiert einheitlich Grundsätze, Anforderungen und Zuständigkeiten für
die Kennzeichnung verpackter und loser Lebensmittel. Kritische Inhaltstsoffe, wie z.B. Allergene,
müssen zudem detailliert dargestellt werden.
Die dafür vorgeschriebene Mindestschriftgröße beträgt 1,2 mm, lediglich bei
Verpackungen, deren größte Oberfläche kleiner als 80 cm² beträgt, darf sie
kleiner ausfallen, aber die Mindestgröße von 0,9 mm nicht unterschreiten.
Das stellt die Hersteller vor große Herausforderungen: Sie müssen viel mehr
Informationen auf Verpackung oder Etikett unterbringen – und das möglichst
übersichtlich. Der eine setzt auf Mehrlagenetiketten, der andere auf QRCodes, aber jeder muss reagieren. Hersteller von Ingredienzien reagieren
auf die neue LMIV noch auf eine andere Art: Sie ersetzen immer häufiger kritische Stoffe, das gilt insbesondere für den Bereich der Lebensmittelfarben.
Färbende Konzentrate aus Pflanzen sind für sie eine beliebte Alternative, die
für ein „sauberes” Etikett sorgen. Es wäre wünschenswert, wenn Hersteller
von Süßwaren diesen Produktvorteil prominenter vermarkten würden.
Eine weitere Verordnung ist zwar noch nicht in Kraft, soll aber spätestens ab
Herbst 2015 gelten: die „21. Verordnung zur Änderung der deutschen Bedarfsgegenstände”. Das heißt, dass dann Hersteller von Lebensmittelkontaktmaterialien nur noch Druckfarben und Lacke einsetzen dürfen, die der neuen Verordnung entsprechen. Das tun zwar einige heute schon, wie z. B. die Hubergroup, nachdem die neue Verordnung aber EU-weit Gültigkeit haben wird, ist
t
hier noch viel Nachholbedarf vorhanden.
Christine Dicker
Dear readers,
I
n mid-December the new EU Food Labelling Regulations go into effect
precisely regulating uniform principles, requirements and responsibilities
for the labelling of pre-packed and loose food products. In addition, critical
ingredient substances such as allergens must be highlighted. The prescribed minimum font size is 1.2 mm; it can only be smaller on packaging
where the largest surface area is smaller than 80 cm², but not smaller than
0.9 mm. This all brings about big challenges for manufacturers, requiring
them to add much more information on packaging or labels in the most
comprehensible way possible. Some are going with multi-layer labels while
others are going with QR codes, but every manufacturer must react.
Bizerba for example has changed its product range to comply with the
new challenges.
Another ordinance regulating printed "food products consumer goods" has
not yet gone into effect, but will become applicable by no later than the autumn
of 2015. This means that manufacturers of food product contact materials will
only be permitted to use printing inks and lacquers which comply with the new
ordinance. Some manufacturers such as the Hubergroup are already doing this.
But since the new ordinance will be valid throughout the EU, there is still much
catching up to be done in the meantime.
Ingredients manufacturers are reacting to the new food labelling ordinance
in a different way by increasingly replacing critical ingredient substances. This is
particularly true in the food colouring sector where plant-based colouring concentrates which ensure a “clean” label are a popular alternative. It would be
good to see confectionery manufacturers market this product benefit more
t
prominently.
Christine Dicker
11-12/2014 sweets processing
3
tabl e of c on tent s
t a b l e o f co nt e nt s
46
28
21
22
32
14
news
Fair
technology
Demeyere Managing Director Cargill EMEA & Asia . . . 6
New managing director for Cargill EMEA & Asia . . . . . 6
KIN: Graefe neuer Leiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
KIN appoints Graefe as new manager . . . . . . . . . . . . . 6
Nowak Vertriebsleiter bei rcl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Nowak sales director of rcl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
MPS: Faltschachtelwerk feiert Geburtstag . . . . . . . . . . 7
MPS: 10 years cardboard box factory . . . . . . . . . . . . . . 7
MPS: Fusion vollzogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
United as Multi Packaging Solutions. . . . . . . . . . . . . . . 8
Leitfaden Abfüllanwendungen von Mettler Toledo . . . 8
New filling guideline from Mettler Toledo . . . . . . . . . . 8
Grundfos erweitert Serviceangebot . . . . . . . . . . . . . . . 9
Grundfos broadens its service portfolio . . . . . . . . . . . . 9
Heyne & Penke Verpackungen investiert . . . . . . . . . . 10
Heyne & Penke Verpackungen invests . . . . . . . . . . . . 10
Cargill kauft Bereich Schokolade von ADM . . . . . . . . 10
Cargill to buy ADM’s chocolate business . . . . . . . . . . 10
Prospetor Datenbank als App . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Prospector database goes mobile . . . . . . . . . . . . . . . 11
Innotaste feiert zehnten Geburtstag . . . . . . . . . . . . . . 12
Innotaste celebrates ten successful years . . . . . . . . . . 12
Neue Niederlassungen für Symrise. . . . . . . . . . . . . . . 12
New branches for Symrise. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
ADM: Übernahme von Wild Flavors vollzogen . . . . . . 13
ADM completes acquisition of Wild Flavors . . . . . . . . 13
ProSweets Cologne: Gut aufgestellt . . . . . . . . . . . . . . 14
ProSweets Cologne excellently positioned . . . . . . . . 14
Hi Europe und Ni erneut in Amsterdam . . . . . . . . . . . 15
Hi Europe and Ni returns to Amsterdam . . . . . . . . . . 15
LCM: Maschinen für die Schokoladenverarbeitung . . 28
LCM: Specialist for chocolate processing . . . . . . . . . . 30
Baker Perkins: Neues Verfahren für Lollipops . . . . . . . 31
Baker Perkins with new technology for lolli-pops . . . . 31
American Sprinkle: Siebmaschinen von Kason . . . . . . 32
American Sprinkle uses screeners from Kason . . . . . . 33
Hachez plant mit Fekor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Hachez is planning with Fekor . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Lebensmittelverträgliche Schmierstoffe von SKF . . . . 38
SKF: Food grade lubricants. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
ingredients
Wild: Mehr Farben für Süßwaren . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Wild: Various shades for confectionery . . . . . . . . . . . . 16
Erythritol als Zuckerersatzstoff. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Erythritol – a sugar substitute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Neue Produktlinie von Barry Callebaut . . . . . . . . . . . . 18
New food solution from Barry Callebaut . . . . . . . . . . 18
Alternative Lebensmittelfarben von Döhler . . . . . . . . 20
Alternatives from Döhler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Beneo: Neue Inhaltsstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Functional ingredients from Beneo . . . . . . . . . . . . . . . 21
Palsgaard: Neuer Schokoladenemulgator . . . . . . . . . 22
New chocolate emulsifier from Palsgaard. . . . . . . . . . 24
Newsticker/Newsticker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
it/logistic
CRM-System von SAP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
CRM-system from SAP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
34
„Zuckerring” von Multipond . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Multipond: Solution for sugar separation . . . . . . . . . . 49
zds
Schokoladenkongress Choco Tec in Köln. . . . . . . . . . . .50
The chocolate event of the year: Choco Tec . . . . . . . . 50
service
Impressum/Imprint . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Market & contacts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25, 38, 49
packaging
Röntgenprüfsysteme von Ishida . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
X-ray inspection systems from Ishida . . . . . . . . . . . . . 41
Newsticker/Newsticker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Stora Enso: Platz eins für Tambrite . . . . . . . . . . . . . . . 42
Stora Enso: Tambrite is No. 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Effizienter verpacken mit robag Auto-splice . . . . . . . 43
Tna introduces new robag Auto-splice . . . . . . . . . . . . 43
Newsticker/Newsticker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
hubergroup: Neue Regelung für Druckfarben . . . . . . 44
hubergroup: New regulation for printing inks . . . . . . 45
Bizerba: Sichere Etiketten gemäß LMIV . . . . . . . . . . . 46
Bizerba: Safe labels according to LMIV. . . . . . . . . . . . 47
Theegarten überarbeitet Verpackungsmaschine . . . . . 48
Theegarten: Redesign of wrapping machine . . . . . . . 48
Ob für Waffeln, Kekse, Süßwaren oder
Molkereiprodukte – die Haas-Gruppe
bietet Maschinen und Dienstleistungen
für zahlreiche Food-Bereiche an.
Whether for waffles, biscuits, confectionery
and dairy products – the Haas Group
provides equipment and services
for many food sectors..
11-12/2014 sweets processing
5
n ews
ne w s
Jetzt auch mobil verfügbar: Prospector ® Datenbank
Heyne & Penke Verpackungen tätigt Investitionen in Millionenhöhe
Der neue Photovoltaikpark
ging bereits im
Sommer ans
Netz.
In June 2014
Heyne & Penke’s
new photovoltaic park was connected to grid.
D
er Vollsortimenter im
Bereich flexible Verpackungen aus Papier und
Folien, die Heyne & Penke
Verpackungen GmbH, zählt
namhafte Hersteller der
Süßwaren- und Lebensmittelindustrie zu seine
Stammkunden. Um für
die Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und das
bisher erreichte Marktsegment weiter auszubauen, investiert Heyne &
Penke sowohl in die techni sc he Wei tere nt w icklung des Maschinenparks
als auch in Ein richtungen,
die dem Umwelt schut z
dienen. Ein Großteil der
Investi tionssumme wird
d ar auf ver wendet, die
Verpackungsprodukte bei
Heyne & Penke so nachhaltig und umwelt-neutral
wie nur irgend möglich
herzustellen.
Zu den Neuanschaffungen gehören u. a. eine Kaschiermaschine von Bobst,
die Installation einer Tiefdruck-Registersteuerung,
mit der die Fehlerproduktion reduziert werden kann,
eine regenerative Nachverbrennungsanlage für mehr
Energieeffizienz, die im Winter ihren Betrieb aufnehmen
wird, sowie ein neuer Photovoltaikpark, der bereits
im Sommer ans Netz ging.
Außerdem wurde in einer
Studie die Kompos tierbarkeit von Heyne & Penke
Wac hs papier nac h der
EU CEN Norm EN 13432
bestätigt.
Mit diesen Investitionen
und Maßnahmen will das
Unternehmen seinen Ruf
als Anbieter für erstklassige flexible Verpackungsprodukte festigen und die
Wünsche seiner Kunden
hinsichtlich der Nachhaltigkeit der unterschiedlichen
Verpackungslösungen und
deren umweltschonender
Herstellung erfüllen.
Heyne & Penke
Verpackungen GmbH
invests in sustainability
Heyne & Penke Verpackungen GmbH, founded in
1906, offers as one of the
very few full-service providers in this sector a wide
range of flexible packaging
including special facilities –
all from one place.
This year the company
invests an amount of € 3.2
m in technical development, environment pro-
D
tection and as a result into
increasing sustainability
of their flexible packaging
products: A new Bobst
laminating machine will be
erected end of 2014 and
presumably go into operation in January 2015. It will
rise productivity and further
optimize product quality. In
August 2014 a new rotogravure register control system
went into operation. A new
incineration plant replaces
an old one and certainly
will even better cover the
company’s heat demand.
In June 2014 Hey ne &
Penke’s new photovoltaic
park was connected to the
power grid with an overall performance of 423 kWh/
peak. Last but not least a
study confirmed that a wax
paper produced by Heyne &
Penke meets all the requirements as described in the
European CEN standard
EN 13432.
This year’s investments
guarantee that Heyne &
Penke will remain an reliable producer of premiumquality flexible packaging
products which can as well
compete on the world market in matter of sustainability
t
and eco friendliness.
ie Online-Datenbank
Prospector ® ist jetzt
auch per App über iPhone
und iPad abrufbar. Dadurch
soll, so der Hersteller Underwriters Laboratories
(UL), die Benutzerfreundlichkeit der IngredientsSuchmaschine weiter verbessert werden. Die App ist
kostenfrei im iTunes Store
zur Installation erhältlich.
Pros pec tor ® ent hält
technische Informationen
von mehr als 70.000 Inhaltsstoffen in 80 Produktkategorien. Die neue App
ermöglicht Nutzern, auch
unterwegs schnell und einfach nach Inhaltsstoffen zu
suchen. Analog zur Webseite stehen für alle gelisteten Produkte umfassende
PRODUKTION
10
sweets processing 11-12/2014
in den Bereichen Mitarbeiter, Kundendaten, Forschung
und Entwicklung. Mit dem
Kauf erwirbt Cargill von ADM
drei Fabriken für Schokolade
in Nordamerika und drei in
Europa sowie die drei Marken Ambrosi ®, Merckens ®
und Schokinag ®.
Cargill to buy ADM’s
chocolate business
At the beginning of September Cargill has agreed
to purchase Archer Daniels
Midland Company’s (ADM)
global chocolate business
for $ 440 m. The acquisition
is an excellent fit with Cargill’s existing chocolate
business and brings together two organizations
with strong talent, broad
customer bases and extensive research and development capabilities.
The transaction includes
ADM’s three North American chocolate plants and
three in Europe. Cargill’s
product portfolio will also
add ADM’s Ambrosia ®,
Merckens ® and Schokinag ®
br ands. Upon completion Cargill will gain approximately 700 new employees. The combined
business will be able to
offer enhanced capabilities and broader product
ranges to suppor t the
long-term needs of the
chocolate market. There
will also be benefit to
customers’ final products through access to Cargill’s ex tensive application capability.
t
like the website, the app
allows users to search for
ingredients quickly and
easily, and at the same
time access comprehensive additional information
such as technical datasheets, safety information,
certification details and
starter formulations. “Long
gone are the days, when
we all spent the whole
working day at our desks.
Nowadays, people want
solutions which are easy
and spontaneously accessible while they are travelling, in meetings or working from home,” explains
Jill Frank, Food Industry
Champion, UL Information
& Insights.
t
MIT
DURCHBLICK
www.bizerba.com
Weitere Informationen
Hohe Leistung und eine
breite Palette von Lösungen
und Ausstattungsvarianten.
Bizerba Interactive
nfang September hat
Cargill von der Archer
Daniels Midland Company
(ADM) für 440 Mio. USD
den Geschäftsbereich Schokolade erworben. Laut Angaben des Unternehmens ist
der Zukauf eine gute Ergänzung zum bestehendem Geschäftsbereich Schokolade und verspricht für
die Zukunft größere Kapazitäten und eine Erweiterung des Produktportfolios.
Cargill erwartet sich zudem
eine Stärkung insbesondere
Prospector ® ingredients
database goes mobile
In order to improve its reachability, the online database
Prospector ® is now also accessible via iPhone and iPad app. Available from the
iTunes store, the app can
be installed free of charge.
Prospector ® from Underwriters Laboratories (UL )
contains technical in formation on more than 70,000
ingredient s acro s s 80
product categories. Just
BRAIN2 & BVS-I® maxx
Bizerba setzt mit der neuen Softwareplattform
BRAIN2 wieder Maßstäbe in der Produktion:
Zentralisierung, Datenaustausch und Sicherheit. Durch den modularen Aufbau passt sich
BRAIN2 Ihren Bedürfnissen optimal an.
Die Kombination mit dem multifunktionalen
Vision System BVS-I® maxx gibt 100% auf ganzer
Linie für Kontrolle und Transparenz.
Cargill kauft den Bereich Schokolade von ADM
A
begleitende Informationen
bereit. Dazu gehören technische und regulatorische
Informationen, Sicherheitsdatenblätter, Zertifizierungsdetails sowie StarterRezepturen.
11-12/2014 sweets processing
11
fai r
fair
ProSweets Cologne mit breit
aufgestelltem Angebotsspektrum
Am Veranstaltungsort Köln findet die
ProSweets Cologne statt.
ProSweets Cologne takes place at the
exhibition center in Cologne.
N
achdem die ProSweets Cologne
aufgrund der interpack im Jahr
2014 ausgesetzt hat, findet sie vom
1. bis 4. Februar 2015 wieder parallel
zur Internationalen Süßwarenmesse
(ISM) statt. Die Internationale Zuliefermesse für die Süßwarenindustrie
wird in der Halle 10.1 der Koelnmesse mehr als 300 Anbietern aus etwa
30 Ländern Platz bieten. Diese decken das gesamte Zuliefererspektrum mit Lösungen und Weiterentwicklungen für Zusammensetzung,
Produktion, Verpackung und Logistik
von Süßwaren und Knabberartikeln
ab. Drei Monate vor Messebeginn
steht fest, dass neben weiteren hochkarätigen Ausstellern auch erstmalig
Cargill Inc., Bizerba GmbH, Chocal
Aluminiumverpackungen GmbH und
Ilapack Verpackungen GmbH dabei
sein werden. Die komplette Ausstellerliste wird ab Mitte Dezember auf
der Website veröffentlicht. Darüber
hinaus nimmt das Rahmenprogramm
zur ProSweets Cologne 2015 konkrete
Formen an.
Erstmalig wird der „New Product
Showcase ProSweets Cologne“
als Schaufenster für Produkte, Verfahren, Verpackungen und Inhaltsstoffe angeboten. Aussteller der
Pro-Sweets Cologne können in dieser Vitrinenausstellung auf ihre Innovationen hinweisen. Die „Speakers‘
Corner“ wird in täglichen Sessions
wichtige Themen aus den Bereichen
Produktion, Verarbeitung und Verpackung aufgreifen – und zwar sowohl aus dem Bereich Süßwaren als
auch aus dem Bereich Snacks. Das
„FutureLab“, die „Offene Denkwerkstatt“ von Studierenden der Köln International School of Design, wird
unter Leitung von Professor Jenz
Großhans erneut an Verpackungskonzepten für Süßwaren und Knabberar-tikeln arbeiten. Eine eigene
Website wird die Ergebnisse kommunizieren.
Erstmals wird es das „Science
Center“ geben, in dem sich Lebensmitteltechnologie-Institute vorstellen und Forschungsthemen präsentieren werden. Geplant ist zudem die
Sonderschau „Power Fruits“, die
Trockenfrüchte als Zutat für Süßwaren thematisiert und darstellt.
t
www.prosweets-cologne.de
ProSweets Cologne excellently positioned
I
n February 2015, ProSweets Cologne,
the international supplier trade fair
for the confectionery industry will
again be taking place at the same time
as the International Sweets and Biscuits
Fair (ISM). Hall 10.1 of the Koelnmesse
will again be turned into a competence centre, with over 300 suppliers
from 30 countries presenting new solutions and further developments for
ingredients, production, packing and
logistics for sweets and snacks. The
exhibitors' range is domestically and
internationally diverse, comprehensively covering the entire supply
range. The complete list of exhibitors
will be published on the website from
mid-December. More-over, the sup-
14
sweets processing 11-12/2014
porting programme for ProSweets
Cologne 2015 is taking shape.
For the first time the “New Product
Showcase ProSweets Cologne” will
be offered as a showcase for products,
packing and ingredients. By placing
the exhibition close to the New Product Showcase of the ISM, attention is
guaranteed, especially from potential
customers amongst the exhibitors at
the ISM.
In daily sessions, the “Speakers'
Corner” will be tackling important
topics from the areas of production,
processing and packing – from both
the sweets and snacks areas. Under
the direction of Professor Jenz Großhans,“FutureLab”, the“Open think tank”
of students from the Köln International
School of Design, will again be working on packing concepts for sweets
and snacks. Exhibitors from both ProSweets Cologne and the ISM will be
able to submit proposals for topics
before the fairs start. The results and
interim results will be presented to the
public three times a day. For the first
time, there will be a “Science Center”
in which food technology institutes
will be able to introduce themselves
and present current research topics.
Furthermore, a special show entitled
“Power Fruits” is planned, which will
discuss dried fruits as ingredients for
sweets and present them in their varit
ous facets.
Health ingredients Europe
und Ni zurück in Amsterdam
N
ach einer nach Angaben des Veranstalters UBM Live erfolgreichen
Messe vor zwei Jahren in Frankfurt
findet vom 2. bis 4. Dezember die
Health ingredients Europe (HiE) und
Natural Ingredients (Ni) erneut in
Amsterdam statt. Die auf den boomenden Markt für natürliche und gesunde Lebensmittelinhaltsstoffe spezialisierte Messe ist ein Schaufenster
in die Zukunft der Ernährung. Neben
mehr als 500 Aussteller n werden
8.000 Fachbesucher aus rund 94
Ländern erwartet.
Immer mehr Hersteller setzen
statt auf künstliche auf natürliche
Inhaltstoffe – zum einen, weil die
Verbraucher das wünschen, zum anderen weil die Branche einen hohen
Innovationsgrad hat. Insgesamt soll
der Umsatz dieses Sektors 1 Mrd.
USD in den nächsten drei Jahren erreichen. Er zählt damit zu den am
stärksten wachsenden Bereichen
der Lebensmittelbranche.
Neben einer hohen Zahl an internationalen Ausstellern zeichnet sich
die HiE und Ni durch vielfältige Features aus, wie z. B. die Seminar Sessions. Die sogenannten Innovation
Tours führen zu ausgewählten Themen über die Messe. Ähnlich sind die
Discovery Tours, bei der jeder die
Highlights der Messe entdecken
kann. In der New Product Zone werden neueste Produkte vorgestellt.
Die HiE und Ni bietet außerdem ein
Besucher-Programm an. Es unterstützt Besucher, genau die Firma zu
identifizieren, welche die passende
Lösung für das eigene Produkt bietet. Ein TV-Team wird zudem live von
dem Messegeschehen berichten. t
www.hieurope.com
Mehr als 8.000 Fachbesucher aus aller Welt
werden zur nächsten Hi Europe und Ni erwartet.
More than 8,000 trade visitors from all over the
world are expected at the next Hi Europe and Ni.
Health ingredients Europe &
Ni returns to Amsterdam
H
i Europe and Ni will take place on
2 - 4 December 2014, in Amsterdam RAI, The Netherlands. The fair
will highlight ingredients and solutions for food and drink formulation
and reformulation, dietary supplements, nutraceuticals, organics, and
packaging and processing.
Hi Europe 2014 and Ni promises
over 500 health and wellness suppliers in one location, all offering solutions for innovative food and beverage applications over 3 days. The
show will attract a global audience
of over 8,000 attendees from the
health and natural ingredients industries. Building on the success of the
last edition of Hi Europe and Ni, this
year the show promises even more innovation, matchmaking and learning
opportunities. With over 30 seminar
sessions, various innovation tours and
a new matchmaking service, there are
multiple features onsite to help make
the most of your visit. The three-day
Hi Europe Conference and a new
product zone are also part of the
event. New features are a exhibitor/
buyer meet up and a Holland food
valley R&D tour.
t
Die Business-IT-Lösung für
Ihr gesamtes Unternehmen
Erfolg ist eine
Frage des Systems
Schneller.
Zuverlässiger.
Produktiver.
Erfolgreiche Unternehmen der Süßwarenbranche setzen weltweit auf das CSB-System.
Steigern auch Sie Ihre Wettbewerbsfähigkeit
mit unseren IT-Komplettlösungen.
Ihre Vorteile:
„ Optimal vorkonfigurierte Prozesse
„ Abdeckung aller Branchenanforderungen
„ Schneller ROI durch kurze
Implementierungszeiten
QR-Code scannen
und näher informieren!
CSB-System AG
An Fürthenrode 9-15, 52511 Geilenkirchen
info@csb.com
www.csb.com
i n gredien ts
i ng r e d i e nt s
Vielfältige Farbnuancen für Süßwaren
Zuckerersatzstoff Erythritol
D
Von Jörg Häseler
ie ganze Range des Regenbogens
aus Konzentraten und Extrakten –
von Rot, Orange über Gelb und Blau
bis hin zu Grün und Violett – bietet
Wild jetzt für den Süßwarenbereich.
Speziell bei der Grünfärbung ist es
Wild mit Hilfe neuer Extraktions-Technologien für die Mikroalge Spirulina
und durch die Kombination mit Saflor
gelungen, eine noch größere Bandbreite an Grünnuancen zu erzielen.
Bei den Rotnuancen bietet der GreatTaste-Experte neue Blends, die auf
verschiedene Rohstoffe wie beispielsweise schwarze Karotte, Trauben, Holunderbeeren oder schwarze Johannisbeeren zurückgreifen. Diese roten Mischungen ermöglichen es den Herstellern, Karminvarianten zu ersetzen.
Durch die Verbindung von Anthocyanhaltigen Konzentraten und Saflor –
auch als Färberdistel bekannt – hat
Wild einen Orangeton gewonnen,
der sehr farbstabil ist. Aus den Blüten
der Färberdistel selbst wird ein
frischer Gelbton gewonnen. Spirulina
bildet die Basis für die Violett-Palette
des Ingredients-Spezialisten. Pur sorgt
die Mikroalge für einen kräftigen Blauton. In Verbindung mit anderen Rohwaren wie zum Beispiel schwarzer
E
Viele verschiedene Farbnuancen sind mit den Farben von Wild möglich.
Many different shades are possible with the colors of Wild.
Karotte oder Hibiskus können weitere Violett-Schattierungen erzielt
werden.
Alle Farbtöne sind färbende
Lebensmittel und entsprechen der
steigenden Verbrauchernachfrage
nach Clean-Label-Produkten mit
natürlichen Zutaten.
Der Markt für Farben natürlichen
Ursprungs wächst ungebrochen, bis
2019 sollen die Wachstumsraten
sowohl europa- als auch weltweit
zweistellig sein. Besonders hoch ist
die Nachfrage in Deutschland, Frankreich, England, Italien und Spanien.
Durch intensive Forschung und hohe
Investitionen in neue Produktionstechnologien konnte Wild für das
Süßwaren-Segment mit der RainbowRange besonders intensive und natürliche Nuancen entwickeln. Sie
werden vor allem in Fruchtgummis,
Dragees sowie Weich- und Hartkaramellen eingesetzt.
Höchste Qualität auf allen Produktionsstufen kann Wild durch
vertikale Integration und einen verbesserten Zugang zu den Rohstoffen
gewährleisten.
t
www.wildflavors.com
Various shades for confectionery
T
he ingredients specialist Wild has
expanded its range of colors and
now offers a prism of intense shades
for use in confectionery products: the
Rainbow Range of concentrates and
extracts is available in red, orange,
yellow, blue, green and purple.
Wild has successfully made use of
extraction technologies in processing
the microalgae spirulina, particularly
in creating greens, and an even wider
variety of powerful green tones can be
generated by combining it with
safflower. All of the shades are coloring foodstuffs and fulfill the growing
consumer demand for clean-label
products with natural ingredients.
Wild’s Rainbow Range is the product of intense research and significant
investment in new production technologies to develop particularly vivid
16
sweets processing 11-12/2014
natural shades for use in the confectionery industry. The colors are
especially suited for fruit gums, coated
tablets, and soft and hard caramels.
The company offers turn-key solutions
from a single source – everything from
manufacturing all the way to the final
application – and it serves the industry
as a trusted partner with years of
expertise.
In its shades of red, Wild’s new
blends are based on raw materials
such as purple carrot, grape, elderberry or black currant. These
red blends also satisfy the increase in
consumer demand for more natural
color solutions, and furthermore they
allow manufacturers to replace carmine products in some applications.
Orange is one of the most popular
colors in the industry. By blending
rythritol ist ein Süßstoff mit Vorteilen: Er ist nicht kariös, wirkt
nicht auf den Blutzuckerspiegel und
hat im Gegensatz zu anderen Zuckerersatzstoffen keine abführende Wirkung.
In Asien wird er heute bereits in großem Umfang eingesetzt, auch in Europa wird er mittlerweile verwendet.
Allerdings konnte er bisher nur mittels bestimmter Hefestämme in
hoch konzentrierten Zucker lösungen hergestellt werden. Das Institut
für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik
und Technische Bio wissenschaften
an der TU Wien hat nun eine Methode entwickelt, Erythritol mithilfe eines Pilzes auf einfache Weise aus
ganz gewöhnlichem Stroh zu erzeugen. Nach den erfolgreichen Experimenten soll das Verfahren großindustriell optimiert werden.
Zum bloßen Verbrennen ist Stroh
viel zu schade. Einige seiner chemischen Bestandteile können zu
wertvollen Produkten weiterverarbeitet werden. Das fein zerhäckselte Stroh wird zunächst
„voraufgeschlossen“ – die Zellwände
werden durch Lösemittel aufgebrochen, das Lignin wird herausgelöst, weiterverwendet werden Xylane
und Zellulose. Anschließend wird der
Fakt genutzt, dass spezielle Hefestämme unter extremen osmotischen
Stress-Bedingungen aus einer hochkonzentrierten Zuckerlösung das gewünschte Erythritol herstellen können. Die Enzyme, mit denen das
Stroh vollständig aufgeschlossen
wird, lassen sich aus dem Schimmelpilz Trichoderma reesei gewinnen.
Dieser Pilz spielt im neuen Herstellungsverfahren die entscheidende
Rolle. Allerdings wurde der Pilz genetisch so verändert, dass sich zwei entscheidende Vorteile ergeben: Erstens muss man die Enzyme nun nicht
mehr mühsam aus der Pilzkultur gewinnen und chemisch reinigen, sondern man kann den verbesserten
Pilz-Stamm direkt auf das voraufgeschlossene Stroh aufbringen. Zweitens erzeugt der Pilz nun direkt aus
dem Stroh das gewünschte Erythritol. Der Zwischenschritt über die Produktion von Zuckerlösung ist nicht
mehr nötig, auf die Verwendung von
Hefe kann man ganz verzichten.
Erythritol hat etwa 70 bis 80 % der
Süßkraft von gewöhnlichem Zucker.
Die weltweite Produktion liegt derzeit bei 23.000 Tonnen im Jahr.
Das könnte sich aber noch deutlich
steigern, wenn sich der Trend, auf
Erythritol als Süßungsmittel umzusteigen, aus Asien auch nach Europa
und in die USA ausweitet. Das Team
an der TU Wien hat die neue Herstellungsmethode patentiert, von der
Firma Annikki GmbH, Graz, wurde
das Patent
bereits aufgegriffen. t
Der Süßstoff
Erythritol bietet
viele Vorteile.
The sweetener
erythritol has
many advantages.
Erythritol, a sugar substitute
safflower and concentrates that contain anthocyanins, Wild has successfully produced a brilliant shade
of orange that is highly stable. In
addition, the company has managed
to create high quality products from
vegetable sources; these products are
suited for almost all applications.
Yellow is another favorite among consumers. At its production site in
Valencia, Spain, the company uses
safflower blossoms to obtain a
fresh yellow. New green tones are
expanding Wild’s color portfolio.
Spirulina is also the cornerstone of the
Ingredients Specialist’s palette of purples. By itself, the microalgae yields a
strong shade of blue. When combined with other raw materials such as
purple carrot or hibiscus, other purple
t
tones are possible as well.
E
rythritol is a sweetener with added
value: it doesn't cause tooth rot
or affect blood glucose levels and –
unlike other sugar substitutes – has no
laxative action. Already seeing extensive use in Asia, it has also made
inroads in Europe. That said, it could
only be produced with the help of
specific yeast strains in highly concentrated sugar solutions until now. Researchers at Vienna Technical University for Chemical Engineering,
Environmental Engineering and Technical Biosciences recently developed
a novel approach based on a fungus
and ordinary straw. Following the successful experimentation stage, the
procedure is to be optimised for a
wide industrial scale.
Straw is much too good for burning: some of its chemical constituents
lend themselves as primary material
for valuable products. The finely
chaffed straw is at first "pre-digested" –
the cell walls are broken up by solvents and the lignin components extracted, leaving xylans and cellulose
for further processing. The next step
relies on the fact that some yeast
strains are capable of synthesising the
desired erythritol from a highly concentrated sugar solution when exposed to extreme osmotic stress. The
enzymes that break the straw down
into its individual components can be
obtained from the mould Trichoderma reesei. This fungus is key in the
new manufacturing process devised
at the technical university of Vienna,
although it is worthy to note that it was
genetically engineered to offer two
critical advantages: first, it's no longer
necessary to arduously extract the enzymes from the fungal cultures and
put them to a chemical purification
process, since the improved fungal
strain can be applied directly to the
pre-digested straw substrate. Second, the fungus will produce the
erythritol directly from the straw,
doing away with need of an intermediate step based on sugar solutions
and the utilisation of yeast.
Erythritol has about 70 to 80 % the
sweetness of ordinary sugar. Global
production is 23,000 tonnes annually
which, however, could rise if the trend
of switching to erythritol as sweetener
starts spreading from Asia to Europe
and the US. The TU Vienna team has
patented the new manufacturing process; the patent was already exploited
t
by Annikki GmbH.
11-12/2014 sweets processing
17
tec hn ology
t e chno l o g y
Siebmaschinen für gleichmäßig
geformte Streusel
Kleine bunte Streusel als Dekoration auf Süßwaren sind nicht nur für den Geschmack
gut, sie erfreuen auch das Auge. Um sie herzustellen, ist exaktes Arbeiten gefragt:
Ihr Durchmesser soll genau 2 mm, ihre Länge 10 mm betragen. Das US-Unternehmen
American Sprinkle Co. in New Jersey ist nach eigenen Angaben Marktführer für die
Produktion solcher Deko-Streusel.
Zwei Vibrations-Siebmaschinen mit jeweils 1.016 mm Durchmesser entfernen vor dem Verpacken alle
Streusel, die entweder zu groß oder zu klein sind.
Two 1016 mm diameter two-deck circular vibratory screeners remove oversized and undersized sprinkles
prior to packaging.
D
amit die gewünschten Maße
eingehalten werden, setzt der
Hersteller auf zwei runde
Vibrosreen™ Vibrations-Siebmaschinen von der Firma Kason Corporation in Millburn, New Jersey. Größe
und Form der kleinen Streusel sind für
die Kunden des Unternehmens – die
Industrie und Bäckereien – von großer
Bedeutung. Nur mit gleichmäßig geformten Streuseln lassen sich glatte
Oberflächen bilden, sie bleiben zudem dort, wo sie hingehören, und
sehen außerdem besser als ungleichmäßig große Streusel aus. Nicht
zuletzt werten sie das Endprodukt
auf: Das Unternehmen wirbt darum
auch mit der strahlenden Farbe, dem
Glanz und dem Geschmack seiner
Dekorationen.
Für dieses Ergebnis sind das Rezept und der Herstellungsprozess verantwortlich. Doug Brockmann, der zusammen mit seinen Brüdern Bill, Bob
und Ken das Unternehmen besitzt
und führt, hat die Rechte für das
32
sweets processing 11-12/2014
Rezept und den Herstellungsprozess
in Europa gekauft. Eine wichtige Rolle
spielen dabei die Zutaten, die Brockmann aus Wettbewerbsgründen aber
nicht verrät. „Die Qualität unserer Zutaten ist sehr hoch – anders als bei
unseren Mitbewerbern“, und das ist
laut Brockmann auch sehr wichtig.
Das Unternehmen American Sprinkle arbeitet mit zwei Vibrations-Siebmaschinen mit je einem Durchmesser
von 1.016 mm. Diese sind an der
Sieb-Station fast am Ende der
Produktionslinie angebracht. Die
Streusel kommen aus dem sogenannten Rüttelraum, wo sie geformt und
überzogen werden. Jeder der beiden
Vibrations-Siebmaschinen aus Edelstahl hat zwei vibrierende Ebenen:
Die obere mit einem 6-maschigem
Netz (3.350 Mikron), die untere mit
einem 14 -maschigem Netz mit
kleineren Öffnungen (1.310 Mikron),
die jeweils Streusel bis zu einer bestimmten Größe durchlassen. Mit
einer Schütte werden die Streusel
automatisch in die Mitte des jeweiligen Siebes befördert. Durch die
Vibrationen werden sie dann von der
Mitte an den Rand befördert. Streusel,
die größer als die Norm sind, fallen
dabei durch eine Ablaufrinne am
Rande des Siebes. „Die größeren
schaffen es nie durch das obere Deck“,
erklärt Doug Brockmann. Die Streusel,
die der Spezifikation entsprechen,
fallen in das untere Rüttelsieb, von wo
sie dann zu einer Entladestation zum
Verpacken transportiert werden.
Streusel, die kleiner als die vorgeschriebene Größe sind, fallen durch
Öffnungen im unteren Sieb in eine separate Rinne zur Entsorgung.
Die Vibrations-Siebmaschinen verfügen über einen Unwucht-Kreiselmotor, der alle Decks in MehrebenenTrägheitsschwingungen versetzt. Der
Kreiselmotor lässt sich durch Verschieben des Exzentergewichts am
Boden einstellen; hierdurch kommt es
je nach gewünschter Fließrichtung
und Verweilzeit des Materials zu Fließrichtungen mit einer Phasenverschiebung von 0° bis zu 90°.
“Der Herstellungsprozess der
Streusel ist qualitativ so hoch, dass
der Ausschuss gerade mal zwischen 3
und 4 % beträgt”, freut sich Brockmann. Die erste Vibrations-Siebmaschine wurde 2006 in Betrieb genommen, eine zweite kam hinzu, als
die neue 1.672 m2 große Fabrik bezogen wurde. Mit der zweiten Linie ist
es jetzt möglich, niedrigere Siebraten
zu erzielen, die notwendig sind, um
vor größeren Abweichungen zu
schützen, so Brockmann.
Der Durchlauf variiert je nachdem,
welche Mengen produziert werden.
Jeder der Vibrations-Siebmaschinen
kann 2.640 kg Streusel in der Stunde
sieben. Bevor man sich für die Siebmaschinen von Kason entschied,
arbeitete das Unternehmen mit mechanischen Sieben eines anderen
Herstellers. Laut Brockmann war man
aber von der Arbeitsweise und der
Zuverlässigkeit der Kason Vibrations-Siebmaschine so überzeugt,
dass man auch diese zweite Maschine
bei diesem Unternehmen kaufte. In
der Zwischenzeit ist American Sprinkle Co. weiter gewachsen: Das neue
Produktionsgebäude ist fast dreimal
so groß wie das ursprüngliche; hier
können 88.000 kg Streusel pro Tag
hergestellt werden. Insgesamt werdie
Streusel auf fünf Linien produziert,
hinzu kommen noch farbiger Zucker,
Liebesperlen und andere Zuckerformen. Inhaber Doug Brockmann
wird noch in diesem Jahr zwei weitere
Vibrations-Schüttelsiebe anschaffen,
t
um den Ausstoß zu erhöhen.
www.kason.com
Vibratory screeners keep toppings in shape
S
prinkles, the brightly coloured
confectionery toppings enhance
the taste and eye appeal of desserts.
Producing them is an exacting task
due in part to maintaining a diameter
of 2 mm, and lengths up to 10 mm.
American Sprinkle Co. of Pine Brook,
New Jersey, a leader in the production
of the toppings, uses two multi-deck
Vibroscreen™ circular vibratory
screeners from Kason Corporation,
based in Millburn, New Jersey, to
ensure uniform dimensions.
Sprinkle size and shape are important to the industrial and retail
bakers and franchises that are
American Sprinkle’s customers. Uniformly shaped sprinkles provide even
toppings, stay where they are applied
and look better than misshapen
sprinkles. They also reinforce the
high-end appeal of the user's products: American Sprinkle touts the
“bright colours, brilliant shine and
gourmet taste” of its toppings as key
selling points.
All of these features derive from
the quality of the recipe and production process. Doug Brockmann,
who owns and operates the company
along with brothers Bill, Bob and Ken,
acquired the proprietary recipe and
sprinkle-making process in Europe.
One important part of the process,
which he doesn’t discuss for competitive reasons, is the ingredients.
“The quality of our ingredients is very
high, unlike that of our competitors,”
Brockmann remarks, “and it’s pretty
evident.”
American Sprinkle uses two 1016
mm diameter screeners, which are positioned at the sifting station near the
end of each production line. The
sprinkles emerge from an area called
the panning room where they are
shaped and coated. Each stainless
steel, food-grade screener has two
vibratory decks: a top deck with a 6
mesh (3,350 micron) screen and a
bottom deck with a smaller-aperture
14 mesh (1,310 micron) screen to yield
sprinkles within a defined size range.
A chute automatically feeds the
sprinkles into the center of the top
screen on each unit. The vibratory
action of the screener moves the
sprinkles from the centre toward the
edge of each deck. Oversized sprinkles move in controlled pathways to a
discharge spout at the periphery of
the top screen. “The bigger ones never make it past the top screen,” Brockmann says. On-spec sprinkles drop to
the lower vibrating screen where
they are transported to a discharge
spout for packaging. Under sized
sprinkles pass through apertures in
the lower screen to a separate chute
for removal.
The Vibroscreen™ units have an
imbalanced-weight gyratory motor
that imparts multi-plane inertial vibration to each deck. The gyratory
motor can be adjusted by repositioning the bottom eccentric weight relative to the top eccentric weight. This
creates flow patterns ranging from 0
degrees in-phase to 90 degrees outof-phase, depending on the desired
flow path and dwell time for the
material. “The quality of American
Sprinkle’s process is so high that only
3 to 4 % of product is rejected,” Brockmann says.
The company installed its first circular
vibratory screener in 2006, and added
the second on moving into its new 1,672
sq m plant. The second line allows lower
sifting rates necessary to yield greater
size discrimination. Throughput rates
vary according to production needs.
Each screener is capable of sifting
2,640 kg of sprinkles per hour.
The company previously used a
different brand of mechanical sifter.
Doug Brockmann declines to provide
details about the original unit, but
says the performance and reliability of
the initial Kason screener convinced
him to purchase the second one without considering competitive models.
Brockmann worked with Cino Equipment, a manufacturer’s representative
in Hasbrouck Heights, New Jersey, to
acquire and install the screeners.
“We’ve never had a problem running it –
it’s never gone down,” he says.
American Sprinkle’s new plant is
approximately three times larger than
its original facility. Capacity in the new
plant is 88,000 kg of sprinkles per day.
The facility runs five sprinkle lines, and
also produces coloured sugar, nonpareils and sugar shapes.
Doug Brockmann says the company
will add two circular vibratory screeners this year, primarily to increase
throughput. “They won’t be dedicated to a line, but will be used to sift the
sprinkles as needed to maintain prot
duction rates.”
Alle Streusel, die nicht exakt der vorgeschriebenen Größe entsprechen, werden entfernt.
The screeners remove oversize and undersize pieces yielding sprinkles within a defined size range.
11-12/2014 sweets processing
33
pac kagin g
p a cka g i ng
Mehr Klarheit für den Verbraucher
More clarity for users
Wie die Industrie vor dem Hintergrund der neuen Lebensmittelinformationsverordnung dem
Konsumenten das Einkaufen erleichtert – und sicherer macht.
How the industry is facilitating purchasing by consumers – and making it safer –
in light of the new EU Food Information Regulation.
D
ie Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die ab
Dezember 2014 in der EU gilt,
stellt auch die Süßwarenindustrie vor
neue Herausforderungen. Die LMIV
etabliert einheitlich Grundsätze, Anforderungen und Zuständigkeiten für
die Kennzeichnung vorverpackter und
loser Lebensmittel. Gleichzeitig ersetzt
sie die nationale Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) und
Nährwertkennzeichnungsverordnung
(NKV). Die meisten Bestimmungen
der LMIV gelten ab dem 13.12.2014:
Lebensmittelhersteller sind dann verpflichtet, detailliert auf Allergene aufmerksam zu machen. Kritische Zutaten,
die allergische oder andere Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können,
gilt es in der Zutatenliste gesondert
hervorzuheben, etwa durch farbliche
Unterlegung. Vorgeschrieben ist für
diese Informationen eine Mindestschriftgröße von 1,2 mm, referenziert
gemessen am Kleinbuchstaben „x“.
Lediglich bei Verpackungen, deren
größte Oberfläche kleiner als 80 cm²
ist, darf die Schrift mit mindestens 0,9
mm kleiner ausfallen.
Kennzeichnungstechniken
Je mehr erforderliche Angaben, desto größer die Herausforderung: für
den Konsumenten in punkto Übersichtlichkeit, für den Hersteller bezüglich der Anbringung aller erforderlicher Informationen auf dem Etikett.
Mehrlagenetiketten und QR-Codes
gehören zu hilfreichen Lösungen.
Auch moderne Auszeichnungstechnologien können es den Herstellern
erleichtern, die Anforderungen der
LMIV pflichtgemäß zu erfüllen.
Eine neue Ära von Hochleistungsvollautomaten etwa stellt sich flexibel auf unterschiedliche Anforderungen wie Packungsgrößen und
Etikettenarten ein, je nachdem wie
der individuelle Leistungsbedarf aussieht. Das Preis- und Warenauszeichnungssystem GLM-Ievo von Bizerba
verfügt beispielsweise über eine Per-
46
sweets processing 11-12/2014
So könnte das ideale Etikett gemäß LMIV aussehen: Mindestschriftgröße, extra gekennzeichnete
Allergiestoffe (Fettdruck), Nährwerttabelle und relative Nährwertangabe.
Here is how the ideal label in accordance with the EU Food Information Regulation might look:
minimum lettering size, additionally identified allergens (in bold), nutritional table, and relative
nutritional values.
formance von bis zu 200 Packungen
pro Minute und kann durch seine
modulare Bauweise für unterschiedlichste Verpackungsarten eingesetzt
werden.
Diverse Softwareangebote für die
Industrie wie das Bizerba „Nutrition
Package“ ermöglichen es, Etiketten
mittels Vorlagen sicher und effektiv
mit allen wichtigen Angaben zu gestalten. Damit lässt sich die LMIV mit
den geforderten Nährwerttabellen
und GDA-Informationen auf den Packungen optimal umsetzen. Darüber
hinaus empfiehlt sich eine Stammdatenverwaltung zum Füllen der Textspalten. Die Produktverwaltung mit
allgemeinen und Datumstexten lässt
sich so mühelos an die individuellen
Anforderungen anpassen.
Das in die Vollautomaten integrierte optische Kontrollsystem BVSImaxx sorgt dafür, dass auch alle nach
LMIV geforderten Informationen korrekt auf der Packung sind. Die Überprüfung erfolgt innerhalb von Millisekunden. Zwei fest installierte Kameras
fotografieren dazu das Produkt mit
einer Fehlauslesungsrate im Promillebereich ab. Stellt das System eine Ab-
weichung zum vorher eingelernten
Referenzbild fest, wird das fehlerhafte Produkt ausgesondert.
Kennzeichnung informiert
Trotz der LMIV haben mehrere europäische Verbraucherverbände ihre
Enttäuschung ausgedrückt und beklagt, dass es Kunden auch künftig
nicht möglich sei, auf einen Blick das
gesündeste Produkt zu wählen. Es
fehle nach wie vor eine wirkungsvolle
Maßnahme, um die Interessen der
Verbraucher entsprechend zu vertreten. Eine mögliche Maßnahme
und Weiterentwicklung könnte die
Ampelkennzeichnung sein. Mehrere
EU-Staaten und die Lebensmittelindustrie wehrten sich jedoch bislang
noch gegen diesen Vorschlag. Kennzeichnungsregelungen erfüllen allerdings nur dann ihren Zweck, wenn
der Verbraucher sie nutzt, versteht
und sein Handeln daran ausrichtet.
Verantwortliche aus Industrie, Handel und Handwerk sind deshalb in
der Pflicht, mehr Verbraucher zu motivieren, sich mit Hilfe der Kennzeicht
nung zu informieren.
www.bizerba.com
Mit Warenauszeichnern lassen sich schnell und effizient
Etiketten aufbringen.
With product labelling machines, labels can be applied quickly
and efficiently.
T
he EU Food Information Regulation (FIR), which comes into
force in all EU countries in
December 2014, presents new challenges for the confectionery industry
too. The regulation establishes uniform principles, requirements and
responsibilities for the labelling of prepacked and loose foodstuffs. The
majority of the provisions in the FIR
come into force f rom 13.12.2014:
food manufacturers will then be
obliged to give detailed information
on allergens. Critical ingredients that
could trigger allergic reactions or other intolerances must be highlighted
separately in the ingredients list, for
example by underlining in colour. The
prescribed minimum lettering size for
this information is a clearly legible 1.2
millimetres, using the lowercase “x” as
a reference. Only on packaging where
the largest surface area is less than 80
cm² may the smaller minimum lettering size of 0.9 mm be used.
The more details that are required,
the greater the challenge: consumers
find it difficult to obtain clarify, while
manufacturers face a struggle to include all required information on the
label. Multi-layered labels and QR
Keine fehlerhaft ausgezeichneten Produkte mehr: Optische Kontrollsysteme
sondern diese einfach aus.
No more inaccurately labelled products: Optical control systems simply
eliminate them.
codes are helpful solutions. Modern
labelling technologies can also help
manufacturers to dutifully fulfil the requirements of the FIR.
All important information
included on the label
For example, a new era of high-performance machines can be employed
flexibly to meet various requirements
such as packaging sizes and label
types, depending on individual service requirements. The labelling system GLM-levo from Bizerba, for example, provides performance of up to
200 packages per minute and can be
used for a wide variety of packaging
types thanks to its modular design.
Diverse software options for the
industry, such as the Bizerba “Nutrition Package”, enable labels to be designed safely and effectively using a
template with all important data. This
allows the FIR to be implemented optimally with the required nutritional
and GDA information on the packaging. Master data management is additionally recommended for completing the text fields.
The optical control system BVSImaxx that is integrated into the ma-
chines ensures that all information
required by the FIR is placed on the
packaging correctly. The check takes
a few milliseconds. Two fixed cameras
photograph the product with an error
read-out rate that is around one tenth
of a percent. If the system detects a
deviation from the previously memorised reference image, the faulty product is eliminated.
Despite the FIR, several European
consumer organisations have expressed their disappointment and
complained that it will still not be
possible for customers to select the
healthiest product at a glance. There
is apparently still no effective measure
to represent the interests of consumers effectively. One possible measure
and enhancement might be the traffic
light system. However, several EU
states and the food industry have so
far resisted this suggestion.
In any case, labelling regulations
only fulfil their purpose if consumers
use them, understand them and base
their behaviour on them. Responsible
parties from industry, trade and craft
sectors therefore have a duty to motivate consumers to use labelling to
obtain information.
t
11-12/2014 sweets processing
47
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
57
Dateigröße
882 KB
Tags
1/--Seiten
melden