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installations-, gebrauchs- und wartungshandbuch - Novatherm

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INSTALLATIONS-, GEBRAUCHS- UND
WARTUNGSHANDBUCH
ANWENDUNGSBEREICH DIESES HANDBUCHES:
KLIMAGERÄTE MIT DIREKTVERDAMPFUNG
UND KLIMAGERÄTE MIT KALTWASSERREGISTER
SERIE C
www.tecnairlv.it
info@tecnairlv.it
TECNAIR LV S.p.A
Via Caduti della Liberazione 53
I-21040 UBOLDO (VA)
Tel. +39029699111 / Fax +390296781570
Handbuch Cod. 75803709A.0708
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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INHALT
1
ZWECKBESTIMMUNG DIESES HANDBUCHES
5
1.1
5
WICHTIGE HINWEISE
2
GARANTIE
6
3
BESCHREIBUNG DER EINHEIT
7
3.1
7
8
8
9
3.2
4
TYPENSCHLÜSSEL DER EINHEIT
3.1.1
O / OVER (AUSLASS NACH OBEN)
3.1.2
U / UNDER (AUSLASS NACH UNTEN)
BETRIEBSGRENZEN
INSTALLATIONSVERFAHREN
10
4.1
4.2
4.3
4.4
10
11
12
13
14
14
15
17
17
18
18
19
20
21
21
21
21
22
23
24
25
26
28
29
30
4.5
4.6
4.7
4.8
TRANSPORT
ANLIEFERUNG DER GERÄTE AM EINBAUORT
AUFSTELLUNG UND MINDESTABSTÄNDE
PLENUM UND SOCKEL
4.4.1
MONTAGE PLENUM UND KANALANSCHLUSSSTUTZEN
4.4.2
MONTAGE EINSTELLBARE SOCKEL
LUFTGEKÜHLTE VERFLÜSSIGER CEA
WASSERANSCHLÜSSE
4.6.1
KONDENSWASSERABLASS UND SIPHONE
4.6.2
WASSERGEKÜHLTE VERFLÜSSIGER
4.6.3
DRUCKWÄCHTERVENTIL
4.6.4
KALTWASSERREGISTER
4.6.5
INTEGRIERTER BEFEUCHTER MIT TAUCHELEKTRODEN
ANSCHLUSS DER KÄLTEMITTELLEITUNGEN
4.7.1
HEISSGAS- ODER DRUCKLEITUNG
4.7.2
RÜCKLAUF- ODER FLÜSSIGKEITSLEITUNG
4.7.3
RÜCKSCHLAGVENTILE AUF DER DRUCK- UND DER RÜCKLEITUNG
4.7.4
MAGNETVENTIL AUF DER FLÜSSIGKEITSLEITUNG
4.7.5
KIT FÜR NIEDRIGSTE AUSSENTTEMPERATUREN
4.7.6
VERLEGUNG DER KÄLTEMITTELLEITUNGEN
4.7.7
DURCHMESSER DER LEITUNGEN DER KÜHLMITTELANSCHLÜSSE
4.7.8
VERVOLLSTÄNDIGUNG DER KÄLTEMITTELFÜLLUNG
4.7.9
DRUCKREGLER DER VERFLÜSSIGER CEA
ELEKTRISCHE ANSCHLÜSSE
4.8.1
INSTALLATION DES TERMINALS FÜR DIE FERNSTEUERUNG
4.8.2
INSTALLATION DES TERMINALS FÜR DIE FERNSTEUERUNG IN MEHR ALS 50 M
ENTFERNUNG
31
5
KONTROLLEN UND ERSTE INBETRIEBNAHME
32
6
AUSSERBETRIEBSETZUNG, DEMONTAGE UND VERSCHROTTUNG
35
7
GEBRAUCH DER KLIMATISIERUNGSEINHEIT
36
7.1
36
36
36
36
37
37
37
38
TEMPERATURREGELUNG
7.1.1
PROPORTIONALREGELUNG
7.1.2
PROPORTIONALE + INTEGRALE REGELUNG
7.1.3
PROPORTIONALE + INTEGRALE + DIFFERENTIALE REGELUNG
7.1.4
KLIMAGERÄTE MIT DIREKTVERDAMPFUNG
7.1.5
KLIMAGERÄT MIT KALTWASSERREGISTER
7.1.6
WARMWASSER-HEIZREGISTER
7.1.7
REGELUNG DER KÄLTELEISTUNG MIT HEISSGASEINSPRITZVENTIL
Handbuch Cod. 75803709A.0708
Seite 3 von 64
7.1.8
7.2
7.3
8
9
42
8.1
8.2
42
42
42
42
43
12
VENTILATOREN MIT SPARTRANSFORMATOR MIT FÜNF DREHZAHLSTUFEN
VENTILATOREN MIT MODULIERENDEM REGLER 0-10 V (pCO)
8.2.1
REGELUNG MIT KONSTANTEM LUFTVOLUMENSTROM
8.2.2
KONSTANTDRUCKREGELUNG UNTER DEM BODEN ODER IM AUSLASSKANAL
8.2.3
REGELUNG DES LUFTVOLUMENSTROMS JE NACH KÄLTELEISTUNG
FREE COOLING UND TWIN SOURCES (pCO)
44
9.1
44
44
45
45
45
46
46
9.3
11
38
39
39
39
40
40
41
41
41
VENTILATION
9.2
10
REGELUNG DER KÄLTELEISTUNG MIT HEISSGASEINSPRITZVENTIL UND
ELEKTRONISCHEM EXPANSIONSVENTIL
ÜBERWACHUNG DER ZULUFTTEMPERATUR (GRENZWERT)
7.2.1
MIKROPROZESSOR µAC
7.2.2
MIKROPROZESSOR pCO
FEUCHTIGKEITSREGELUNG
7.3.1
KLIMAGERÄTE MIT DIREKTVERDAMPFUNG
7.3.2
KLIMAGERÄTE MIT KALTWASSERREGISTER
7.3.3
GLEICHZEITIGE BEFEUCHTUNG UND KÜHLUNG
7.3.4
BLOCKIERUNG DER ENTFEUCHTUNG
FREE COOLING KALTWASSER
9.1.1
FREE COOLING REGELUNG
TWIN SOURCES MIT DIREKTVERDAMPFUNG
9.2.1
TWIN SOURCES DIREKTVERDAMPFUNG – WASSER (OCA…/TS – UCA…/TS)
9.2.2
TWIN SOURCES WASSER – DIREKTVERDAMPFUNG (OCA…/TS – UCA…/TS)
TWIN SOURCES MIT KALTWASSER
9.3.1
TWIN SOURCES WASSER – WASSER (OCU…/TS – UCU…/TS)
LOKALES NETZ
47
10.1
10.2
10.3
10.4
47
47
47
47
LOKALES NETZ MASTER – SLAVE
LOKALES NETZ IN KASKADENBETRIEB (pCO)
KRITISCHE SITUATIONEN
UNTERSTÜTZENDER BETRIEB
ORDENTLICHE UND AUSSERORDENTLICHE WARTUNG
48
11.1
11.2
11.3
11.4
11.5
11.6
11.7
48
50
50
50
50
50
51
TABELLE DER PLANMÄSSIGEN WARTUNG
WARTUNG DER VENTILATOREN
WARTUNG DES KÄLTEKREISLAUFS
WARTUNG DES ELEKTRISCHEN LUFTERHITZERS
WARTUNG DES SCHALTSCHRANKS
WARTUNG DER LUFTFILTER
WARTUNG DER LUFTGEKÜHLTEN VERFLÜSSIGER CEA
STÖRUNGSDIAGNOSE
52
12.1
12.2
12.3
12.4
12.5
53
55
56
57
59
KLIMAGERÄTE MIT DIREKTVERDAMPFUNG – PROBLEME IM KÄLTEKREISLAUF
KLIMAGERÄTE MIT KALTWASSERREGISTER – PROBLEME IM WASSERKREISLAUF
PROBLEME DES HEIZABSCHNITTES
PROBLEME MIT DER ENTFEUCHTUNG
PROBLEME MIT DER VENTILATION
13
GLOSSAR
60
14
ANMERKUNGEN
61
Handbuch Cod. 75803709A.0708
Seite 4 von 64
1
ZWECKBESTIMMUNG DIESES HANDBUCHES
In diesem Handbuch wird die Installation, Benutzung und Wartung der Geräte der Baureihe C erklärt.
Die in den folgenden Kapiteln enthaltenen Anleitungen und Hinweise sind sehr wichtig für einen korrekten
Gebrauch und einen einwandfreien Betrieb des von Ihnen gekauften Gerätes und deshalb muss dieses Handbuch
vollständig und genau gelesen werden.
Einige Textabschnitte beziehen sich auf an die Mikroprozessorsteuerungen gebundene Funktionen; Die Firma
Tecnair LV empfiehlt daher, das ebenfalls zusammen mit dem Gerät gelieferte BENUTZERHANDBUCH DER
MIKROPROZESSORSTEUERUNG durchzulesen, damit Sie wirklich über alle Komponenten und die Funktionsweise
des Gerätes Bescheid wissen.
Sollten Sie trotz Zuhilfenahme dieses Handbuches noch Probleme bzw. Schwierigkeiten mit dem Gerät haben,
steht Ihnen unser Kundendienst selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.
After sales office
Tel. +39029699111 / Fax +390296781570
@: info@tecnairlv.it
1.1
WICHTIGE HINWEISE
Das in diesem Handbuch beschriebene Gerät kann seinen bestimmungsgemäßen Betrieb gefahrenfrei
aufnehmen, sofern:
•
•
Installation, Anschluss, Bedienung und Wartung gemäß den Anweisungen dieses Handbuchs und durch
Fachpersonal erfolgen.
Sämtliche im Benutzerhandbuch der Mikroprozessorsteuerung des betreffenden Gerätes vorgeschriebenen
Bedingungen eingehalten werden.
Jeder davon abweichende Gebrauch und das Anbringen von nicht ausdrücklich durch den Hersteller
autorisierten Änderungen werden als unsachgemäß betrachtet.
Die Verantwortung für die durch einen unsachgemäßen Gebrauch verursachten Verletzungen oder Schäden
trägt ausschließlich der Benutzer.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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2
GARANTIE
Für Tecnair LV Klimageräte wird die nachfolgend definierte Gewährleistung angewendet, die der Kunde im
Rahmen der Auftragserteilung unterzeichnet hat und die damit als vereinbart gilt.
Tecnair LV garantiert die einwandfreie Fertigungs- und Materialqualität des Liefergegenstandes. Das
Unternehmen verpflichtet sich ferner, während der oben genannten Garantiezeit alle Teile, die nachweislich Material-,
Herstellungs- oder Verarbeitungsmängel aufweisen und einen bestimmungsgemäßen Gebrauch des Geräts unmöglich
machen, innerhalb der kürzest möglichen Zeit nach eigenem Ermessen nachzubessern oder zu ersetzen.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Mängel nicht durch Fahrlässigkeit des Betreibers, normalen Verschleiß oder
Verbrauch, fahrlässigen oder unsachgemäßen Gebrauch, durch von Dritten verursachte Schäden, Zufallsereignisse,
höhere Gewalt oder sonstige, nicht auf Qualitätsmängel bei der Herstellung zurückzuführende Umstände verursacht
sind. Grundsätzlich ausgeschlossen sind jegliche Schadensersatzansprüche an die Tecnair LV für direkte oder indirekte
Schäden irgendeiner Art oder Ursache.
Der Ersatz der schadhaften Komponenten erfolgt frei Herstellerwerk in Uboldo, sämtliche Transportkosten
gehen zu Lasten des Auftraggebers.
Die Dauer der Garantie beträgt 2 (zwei) Jahre ab dem Lieferdatum.
Der Garantieanspruch erlischt automatisch, falls die Geräte repariert, umgerüstet oder in irgend einer Weise
ergänzt werden (zum Beispiel im Fall der nicht erfolgten Lieferung des Schaltschranks oder eines sonstigen Teils) oder
bei Installation von Nichtoriginal-Ersatzteilen (nicht von TECNAIR LV geliefert).
Die oben genannten Garantiebedingungen gelten nur, wenn der Auftraggeber sämtliche für ihn aus dem
Kaufvertrag resultierenden Verpflichtungen - insbesondere die Zahlung des Kaufpreises - erfüllt hat.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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3
BESCHREIBUNG DER EINHEIT
Dieses Produkt ist ein Klimagerät mit Direktverdampfung oder Kaltwasser für Rechenzentren.
Die Struktur besteht aus warmverzinktem Stahlblech und die Rahmen aus lackiertem Aluminiumprofil; die
Verkleidungspaneele aus warmgalvanisiertem Stahlblech sind mit einem PVC-Film überzogen und mit schnellgängigen,
über Sicherheitsschlüssel zu betätigende Schrauben verschlossen. Die Struktur ist mit selbstlöschendem Material (PURSchaum) wärme- und schallisoliert und mit einem Plastikschutzfilm versehen.
Das Gerät setzt sich aus den folgenden Abschnitten zusammen:
3.1
•
Ventilationsabschnitt: mit einem oder mehreren Plug-Fan-Elektroventilatoren.
•
Filterabschnitt: mit nicht regenerierbaren, selbstlöschenden Filtern; aufgrund des vorhandenen
Differenzdruckschalters wird der Zustand Filter verschmutzt am Display angezeigt;
•
Kältekreislauf: besteht aus einem Direktverdampfungsregister aus mit Alulamellen besetzten
Kupferrohren, einem mit vibrationsdämpfenden Gummihalterungen an der Gerätestruktur befestigten
Scroll-Verdichter,
thermostatischen
Expansionsventilen,
einem
Filtertrockner,
einem
Plattenverflüssiger (Zubehör), Saugleitungen aus wärmeisoliertem Kupfer, Niederdruckschaltern
(automatische Rücksetzung) und Hochdruckschaltern (manuelle Rücksetzung), Stickstoffdruckfüllung,
Frostschutz-Schmierölfüllung;
•
Wasserkreislauf (Baureihe U): mit Kühlregister aus mit Alulamellen besetzten Kupferrohren, DreiwegeMotorventil mit manueller Notbedienung, Wasserkreislauf mit wärmeisolierender Verkleidung gegen
Kondenswasserbildung;
•
Leistungs- und Steuerschaltschrank
TYPENSCHLÜSSEL DER EINHEIT
Der Typenschlüssel hat die in folgender Tabelle angegebene Bedeutung:
O
C
A
5
1
a
H
FC
R407C
1
2
3
4
5
6
7
8-9
10
O
Luftauslass nach oben
U
Luftauslass nach unten
1
O
Luftauslass:
2
C
Baureihe für Technologieräume
3
A
Ausführung des
Kälteerzeugers:
A
U
Direktverdampfer-Kühlregister mit getrenntem
Verflüssiger
Kaltwasserregister mit getrenntem Wasserkühlsatz
4
5
Nenngröße (Nenn-Kälteleistung in TONS)
5
1
Anzahl der Kältekreisläufe bzw. Anzahl der Rohrreihen des Kaltwasserregisters
6
a
Änderungsindex der Baureihe
7
H
Verhältnis
Luftvolumenstrom/Kälteleistung:
8
FC
Gerät in Ausführung FREE COOLING
TS
Gerät in Ausführung TWIN SOURCES
9
10
H
Hoher Luftvolumenstrom
L
Niedriger Luftvolumenstrom
R407C Kältemitteltyp
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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3.1.1
O / OVER (AUSLASS NACH OBEN)
3.1.2
U / UNDER (AUSLASS NACH UNTEN)
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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3.2
BETRIEBSGRENZEN
KLIMAGERÄTE BAUREIHE C
GERÄTETYP
DIREKTVERDAMPFUNG
KALTWASSER
MERKMALE
L
H
-
MAX. TEMPERATUR
30°C
30°C
30°C
MIN. TEMPERATUR
21°C
19°C
20°C
MAX. FEUCHTIGKEIT
50%
50%
50%
MIN. FEUCHTIGKEIT
20%
20%
20%
LAGERBEDINGUNGEN
Temperatur von -20°C bis + 50°C
VERFLÜSSIGER UND DRY COOLER
GERÄTETYP
MERKMALE
MAX. TEMPERATUR
LUFTGEKÜHLT
WASSERGEKÜHLT
MIT REGLER
OHNE REGLER
UND
UND
SCHALTSCHRANK
SCHALTSCHRANK
Bis 30°C: ∆T = 17°C
Bis 35°C: ∆T = 15°C
Bis 40°C: ∆T = 13°C
T° Luft
Bis 46°C: ∆T = 10°C
IN
MIN. TEMPERATUR
- 25°C
MIT DRUCKWÄCHTERVENTIL
OHNE
DRUCKWÄCHTE
RVENTIL
45°C
T° Luft IN
-40°C
7°C
25°C
WASSERKREISLÄUFE
TYP
KALTWASSER
WARMWASSER
INNERER BEFEUCHTER
WASSERGEKÜHLTE
VERFLÜSSIGER
MAX. DRUCK
16 bar (1,6 Mbar)
16 bar (1,6
Mbar)
8 bar (0,8 Mbar)
16 bar (1,6
Mbar)
MIN. DRUCK
-
-
1 bar (0,1 Mbar)
1 bar (0,1
Mbar)
∆P MAX. AN VENTIL
1 bar (100 Kpa)
1 bar (100
Kpa)
-
-
MAX. TEMPERATUR
-
85°C
40°C
-
MIN. TEMPERATUR
5°C
-
1°C
-
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4
INSTALLATIONSVERFAHREN
4.1
TRANSPORT
Abweichende, anders lautende Vereinbarungen mit dem Kunden ausgenommen liefert TECNAIR LV seine
Geräte frei Werk in Standardverpackung aus: Holzpalette (1), stoßfeste Polystyrol-Verkleidung (2,3) und PolyethylenSchutzfilm (4).
Die Geräte dürfen nicht hingelegt oder gekippt, sondern müssen stets in aufrechter Stellung transportiert
werden, damit die geräteinternen Komponenten nicht beschädigt werden.
Da grundsätzlich das Transportunternehmen für Transportschäden der ihm anvertrauten Ware haftbar ist,
sollten vor der Unterzeichnung des Lieferscheins zur Empfangsbestätigung stets die Verpackung auf Unversehrtheit und
das Klimagerät auf sichtbare Schäden bzw. Spuren ausgetretenen Öls oder Kältemittels überprüft werden.
Im Fall offenkundiger Schäden am Gerät oder bei auch nur dem geringsten Verdacht auf nicht sichtbare
Transportschäden sind die entsprechenden Vorbehalte dem Frachtführer sowie gleichzeitig der Vertriebsabteilung der
TECNAIR LV in Schriftform mitzuteilen.
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4.2
ANLIEFERUNG DER GERÄTE AM EINBAUORT
Beim Entladen der Geräte bitten wir Sie, gemäß der nachfolgenden Zeichnung vorzugehen, die sich auf der
Originalverpackung des Gerätes befindet
Falls das Gerät nicht unmittelbar nach seiner Anlieferung am Einbauort installiert wird, muss es in seiner
Originalverpackung in einem trockenen und geschlossenen Raum gelagert werden, der im Winter möglichst mit einer
Temperatur von 15°C beheizt wird.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.3
AUFSTELLUNG UND MINDESTABSTÄNDE
Um Beschädigungen der Klimageräte während des Transports/dem Abladen zu vermeiden, empfiehlt es sich,
die Verpackung erst nach dem Abstellen am Aufstellungsort zu entfernen.
Ferner muss unbedingt sichergestellt werden, dass die Tragfähigkeit des Fußbodens am Aufstellungsort für das
Gewicht der Klimageräte ausreicht. Das Gewicht kann den Verkaufsunterlagen oder direkt dem im Klimagerät
angebrachten Geräteidentifikationsschild entnommen werden.
Bei der Aufstellung sind die für regelmäßige und reparaturbedingte Instandhaltungsarbeiten erforderlichen
Mindestabstände einzuhalten, die auf der Zeichnung in der Anlage zur Auftragsbestätigung angegeben sind. In der
Abbildung sind die zu beachtenden Installationsmaße aufgeführt. Bezüglich der jedem einzelnen Maß entsprechenden
Werte wird auf die Zeichnungen in der Anlage zur Auftragsbestätigung der Einheit verwiesen.
Installationsmaße
Öffnung für Installation mit Doppelboden
Grundsätzlich ist ein Mindestabstand von ca. 800 mm an der gesamten Frontseite
des Geräts (C) sowie von 50 mm an der Geräterückseite (E) einzuhalten.
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4.4
PLENUM UND SOCKEL
Als Zubehör der Einheiten können sowohl in der Version Under (U) als Over (O) verschiedene Typen von
Ausblasplenen und Sockeln geliefert werden. Die verschiedenen Typen werden hier vorgestellt:
Vorderansicht
Seitenansicht Rechts - Links
Vorderansicht
Aufsicht
Plenum mit Frontgitter oder frontseitigem
und seitlichen Gittern
Schallgedämmter Kanalanschlussstutzen
Vorderansicht - Rückansicht
Kanalanschlussstutzen mit Filter F7
Vorderansicht
Gesamtansicht
Einstellbarer Sockel mit Deflektor
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.4.1
MONTAGE PLENUM UND KANALANSCHLUSSSTUTZEN
Die Montage von Plenum und Kanalanschlussstutzen im oberen Teil der Einheiten erfolgt mittels vier
mitgelieferter Bügel, die an den oberen Ständern der Einheit zu montieren sind.
Befestigungsbügel
Bei der Montage der Bügel wie folgt vorgehen:
4.4.2
1)
Die Bügel mit den selbstschneidenden Schrauben an den Aluminiumständern der Einheit befestigen.
2)
Die Bügel müssen auf allen Seiten der Einheit in zentraler Position mit zwei selbstschneidenden
Schrauben befestigt werden.
3)
Plenum/Kanalanschlussstutzen positionieren und dabei darauf achten, dass die Aluminiumprofile
übereinstimmen.
MONTAGE EINSTELLBARE SOCKEL
Bei der Montage des Sockels wie folgt vorgehen:
1)
Den Sockel im Rohboden positionieren
2)
Die schwingungsdämpfenden Füße so einstellen, dass der Sockel bündig mit dem schwimmenden
Boden abschließt und in Waage ist.
3)
Die Einheit auf dem Sockel positionieren und dabei darauf achten, dass die Aluminiumprofile
übereinstimmen.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.5
LUFTGEKÜHLTE VERFLÜSSIGER CEA
Bei der Installation der luftgekühlten Verflüssiger CEA wie im Folgenden beschrieben vorgehen:
HORIZONTALE INSTALLATION
EINREIHIG
1)
2)
3)
4)
Den Verflüssiger aus der Verpackung
nehmen.
Die Befestigungsbügel (2) am
Verflüssiger (1) montieren.
Den Verflüssiger horizontal (4) auf
eine Halterung (3) legen.
Die Füße (5) mit den vorgesehenen
Schrauben (6) befestigen.
ZWEIREIHIG
1)
2)
3)
4)
Die Befestigungsschrauben (2) aus
der Verpackung (1) nehmen und den
Verflüssiger (3) entnehmen.
Den Verflüssiger horizontal auf eine
Halterung (4) legen.
Die Befestigungsbügel mit den
vorgesehenen Schrauben (5)
abnehmen.
Die Füße (6) mit den vorgesehenen
Schrauben (5) befestigen.
VERTIKALE INSTALLATION
EINREIHIG
1)
2)
3)
Den Verflüssiger aus der Verpackung
nehmen.
Den Verflüssiger (1) aufstellen.
Die Bügel mit den vorgesehenen
Schrauben (2) befestigen.
ZWEIREIHIG
1)
2)
3)
Die Befestigungsschrauben (2) aus
der Verpackung (1) nehmen und den
Verflüssiger (3) entnehmen.
Den Verflüssiger (4) aufstellen.
Die Bügel mit den vorgesehenen
Schrauben (5) befestigen.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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Mindestabstände horizontale Installation
Mindestabstände vertikale Installation
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.6
WASSERANSCHLÜSSE
WICHTIGER HINWEIS!
TECNAIR LV führt die Abnahme der Hydraulikkomponenten mit getrockneter
Druckluft bei 24 Bar aus. Die Wasserkreisläufe sind daher absolut frei von
Wasserrückständen, wodurch eine eventuelle Frostgefahr während der
Lagerung vor der Installation ausgeschlossen werden kann.
Während der Verlege- und Installationsarbeiten muss aber unbedingt darauf
geachtet werden, die Wasserkreisläufe der Anlage - auch nicht versehentlich zu füllen, bevor alle im Projekt angegebenen notwendigen
Frostschutzmaßnahmen ergriffen worden sind (z. B. Isolierungen, Zusatz von
Glykol, etc.).
4.6.1
KONDENSWASSERABLASS UND SIPHONE
An allen Klimageräten müssen der Kondenswasserablass des Geräts an das Abwassernetz des Gebäudes und
die Ablaufleitung des Luftbefeuchters angeschlossen werden, unabhängig davon, ob die Geräte mit Direktverdampfer
oder Kaltwasserregister ausgeführt sind.
Der Siphon ist zum Ablassen des Kondenswassers unbedingt erforderlich, da die Kondenswasserwanne an
einer tiefen Stelle montiert ist; er wird montiert und installiert geliefert und muss bei der Aufstellung der Einheit vom
Installateur angeschlossen werden. Der Ablauf des Befeuchters erfordert keinen Siphon und wird am Ende des
Kondenswasserablaufs verschraubt geliefert. Die Füllleitung ist vom Typ Retiflex 19x25 mit Verschraubung 1/2’.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.6.2
WASSERGEKÜHLTE VERFLÜSSIGER
Bei Geräten mit wassergekühltem Verflüssiger müssen Zu- und Ablaufleitung an den Verflüssiger
angeschlossen werden. Die Durchmesser der Leitungen und ihre Anschlüsse sind in der Auftragsbestätigung
angegeben.
Für eine optimale Ausführung der Leitungen des Kreislaufs bitte folgende Hinweise beachten:
•
•
•
•
•
•
•
4.6.3
Kupfer- oder Stahlleitungen verwenden
Die Leitungen mit speziellen Halterungen befestigen (1)
Beide Leitungen mit einer Isolierung vom Typ Armaflex dämmen (2)
Zur Vereinfachung der Wartungseingriffe Absperrventile einbauen (3)
Ein Thermometer (4) und ein Manometer (5) im Ein- und Austritt installieren
Einen Ablauf im untersten Teil des Kreislaufs installieren (6)
Bei Bedarf Glykolwasser verwenden
DRUCKWÄCHTERVENTIL
Das (als Zubehör erhältliche) Druckwächterventil ist bei Speisung mit Brunnen-, Fluss- oder Leitungswasser
unbedingt erforderlich, nicht jedoch bei Speisung aus einem Wasserturm. In der Praxis bedeutet dies, dass das Ventil
immer dann erforderlich ist, wenn das Speisewasser während der kalten Jahreszeit so kalt werden kann (z. B. unter
15°C), dass die Kondensationstemperatur des Gerätes zu stark heruntergesetzt würde. Das Ventil wird vom Hersteller
noch im Werk auf dem Eintritt des Wassers in den Verflüssiger installiert.
Wird das Speisewasser aus einem Brunnen oder Oberflächengewässer entnommen, so sind zwei für das
verwendete Wasser geeignete, parallel angeordnete Filter zu installieren (der zweite Filter als Reserve des Hauptfilters),
um zu vermeiden, dass der Verflüssiger durch Wasserverunreinigungen verstopft.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.6.4
KALTWASSERREGISTER
Bei Geräten mit Kaltwasserregister müssen wie für die Warmwasser-Heizregister die Zu- und Ablaufleitungen
angeschlossen werden. Die Durchmesser der Leitungen und ihre Anschlüsse sind in der Auftragsbestätigung
angegeben.
Die Zu- und Ablaufanschlüsse sind in der unten zu sehenden Abbildung angegeben. Zusätzlich sind die
Anschlussverschraubungen ebenfalls auf entsprechenden Aufklebern auf den Anschlüssen selbst angegeben.
der maximale Druck des Wassers, mit dem die Batterien gespeist werden dürfen, beträgt 16 Bar (1,6 MPa). Die
maximale Druckdifferenz zwischen der Wasserzuleitung zum Ventil und der Wasserableitung vom Ventil darf 1 Bar (100
kPa) sein, da die Rückkehrfeder bei höheren Druckunterschieden nicht mehr in der Lage ist, den Wasserdurchfluss zu
sperren. Bei höheren Druckunterschieden müssen vor dem Dreiwegeventil Druckminderventile eingebaut werden.
Für eine optimale Ausführung der Leitungen des Kreislaufs bitte folgende Hinweise beachten:
•
•
•
•
•
•
•
Kupfer- oder Stahlleitungen verwenden
Die Leitungen mit speziellen Halterungen befestigen (1)
Beide Leitungen mit einer Isolierung vom Typ Armaflex dämmen (2)
Zur Vereinfachung der Wartungseingriffe Absperrventile einbauen (3)
Ein Thermometer (4) und ein Manometer (5) im Ein- und Austritt installieren
Einen Ablauf im untersten Teil des Kreislaufs installieren (6)
Bei Bedarf Glykolwasser verwenden
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.6.5
INTEGRIERTER BEFEUCHTER MIT TAUCHELEKTRODEN
Im Rahmen der Installation muss auch eine Speiseleitung mit den u. a. Merkmalen angeschlossen werden (s.
Abb.). Die Ablaufleitung wird bereits von der Tecnair LB installiert geliefert.
Voraussetzungen für einen korrekten Wasseranschluss:
•
•
•
Unterbrechung der Frischwasserspeiseleitung mit einem Sperrhahn
Installation eines mechanischen Filters auf der Speiseleitung
Wassertemperatur und Wasserdruck innerhalb der erlaubten Grenzwerte (siehe Seite 9)
Nähere Informationen zu den Merkmalen des Befeuchter-Wasserkreislaufs finden sich im Benutzerhandbuch
des integrierten Befeuchters.
ACHTUNG!
ABLAUFWASSER BEI 100 °C
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.7
ANSCHLUSS DER KÄLTEMITTELLEITUNGEN
Alle Kältemittelleitungen müssen aus Kupfer vom Typ Gelidus, und zwar für Durchmesser bis 26 - 28 aus
weichgeglühtem Kupfer, für größere Durchmesser aus hartem Kupfer ausgeführt sein.
Um zu verhindern, dass Schleif- und Schneidspäne in die Leitungen gelangen, dürfen die Rohre nicht mit einer
Säge, sondern müssen mit einem Rohrabschneider geschnitten werden. Anschließend sind die Rohrenden gewissenhaft
zu säubern.
Vor einem eventuellen Hartlöten müssen die Rohrenden mit Schleifpapier vom Typ 00 gesäubert werden, bis
alle Oxidationsspuren und Verschmutzungen entfernt sind. Dann wird das Rohr in die Kupplung eingesetzt und
gleichmäßig erwärmt, bis die Schmelztemperatur des Auftragsmetalls erreicht ist und sich dieses einwandfrei im
Lötfitting verteilen kann.
Die Leitungen sollten so kurz und so gerade wie möglich gehalten werden, da die Kühlleistung des Kreislaufs
sich wie folgt reduziert:
Äquivalente Gesamtlänge der Leitungen (Vor- + Rücklauf):
•
•
•
4.7.1
> 20 m: - 2%
> 40 m: - 4%
> 60 m: - 6%
HEISSGAS- ODER DRUCKLEITUNG
Diese Leitung verbindet den Verdichteraustritt mit dem luftgekühlten Verflüssiger.
Zur Vereinfachung der Verrohrung im Klimagerät ist ein ca. 20 cm langes Rohrstück an den Verdichteraustritt
angeschlossen, dessen freies Ende gequetscht und dann zugelötet wurde.
Bei Betrieb des Klimageräts erreicht die Druckleitung eine Temperatur von 70 - 80 °C. Eine Wärmedämmung
dieser Leitung ist nicht erforderlich, da die Wärmeabgabe in diesem Rohrabschnitt den störungsfreien
Kältemaschinenprozess sogar begünstigt. Die Isolierung der Leitungen ist nur dort aus Sicherheitsgründen erforderlich,
wo Personen unbeabsichtigt mit der Druckleitung in Kontakt kommen können.
4.7.2
RÜCKLAUF- ODER FLÜSSIGKEITSLEITUNG
Diese Leitung verbindet den Verflüssigeraustritt mit dem Eintrittsventil des Klimageräts.
Sie ist am Verflüssiger und am Eintrittsventil des Geräts angelötet. Ihre Betriebstemperatur beträgt ca. 40 °C
und es ist keine Wärmedämmung erforderlich, außer bei Geräten, die auch im Winter bei Temperaturen unter dem
Gefrierpunkt betrieben werden.
4.7.3
RÜCKSCHLAGVENTILE AUF DER DRUCK- UND DER RÜCKLEITUNG
ACHTUNG!
Bei Installationen mit mehr als 10 Meter langen Kältemittelleitungen mit senkrechten Leitungsabschnitten und
einem über dem Klimagerät angeordneten Verflüssiger muss auf der Druckleitung so nah wie möglich am
Verdichteraustritt ein Rückschlagventil eingebaut werden:
Dies verhindert, dass das kondensierende Kältemittel bei einer Verdichterabschaltung durch die Druckleitung
zum Verdichter zurückströmen kann und diesen beim Wiederanlauf beschädigt u./o. dessen ordnungsgemäßen Betrieb
verhindert und eine Hochdruck-Störabschaltung auslöst. Selbstverständlich muss das Ventil senkrecht und entsprechend
der Durchflussrichtung des Kältemittels eingesetzt werden.
Bei mehr als 20 m langen Leitungen und vorgesehenen Mindesttemperaturen unter –10 °C ist der Einbau eines
weiteren Rückschlagventils am Austritt des luftgekühlten Verflüssigers erforderlich. Das Ventil muss so nah wie möglich
am Verflüssiger und grundsätzlich vertikal eingebaut werden, um zu verhindern, dass sich das Kältemittel bei
abgeschalteter Anlage und sehr niedrigen Außentemperaturen in den Verflüssiger verlagert und beim Wiederanlaufen
des Verdichters eine korrekte Kondensation des Kältemittels verhindert wird.
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4.7.4
MAGNETVENTIL AUF DER FLÜSSIGKEITSLEITUNG
Die auf den Klimageräten von Tecnair LV installierten Scroll-Verdichter können von in das Gehäuse gelangter
Kühlflüssigkeit nicht beschädigt werden. Allerdings wandert die Kühlflüssigkeit während der Sommerpause des
Kühlkreislaufes, d. h., wenn die Außentemperatur mehrere Grade über der Innentemperatur liegt, zum Verdichter (also
dem kältesten Punkt) und überflutet diesen je nach im Kreislauf befindlicher Kältemittelmenge teilweise oder ganz.
Deshalb könnte es sein, dass beim nächsten Anlassen der Hochdruckwächter anspricht.
Deshalb muss die Kältemittelfüllung des Kreislaufs - also die Summe des Inhalts der diversen Komponenten
des Kreislaufs - verglichen werden mit den mit dem einwandfreien Betrieb ohne Magnetventil auf der Flüssigkeitsleitung
kompatiblen Höchstmengen, die in der u. a. Tabelle angeführt sind.
Baugröße
Verdichter
Nennleistung (PS)
Nenn- leistung (Kw)
2
6
21
Maximale Kältemittelmenge (kg)
2,8
31
3
10
3,6
41
3,5
11
5,4
51
5
15
5,4
71
6,5
22
5,4
81
7,5
24
7,3
101
10
30
10,0
131
12
40
12,5
151
15
46
13,5
Aufstellung der ohne die Installation des Magnetventils auf der Flüssigkeitsleistung kompatiblen maximalen
Kältemittelmengen pro Kreislauf
Sollte die berechnete Füllmenge höher sein als die erlaubten Höchstmengen, muss ein Magnetventil auf der
Flüssigkeitsleitung installiert werden, das sich beim Anhalten des Verdichters schließt und dadurch verhindert, dass das
Kältemittel durch die Flüssigkeitsleitung zum Verdichter fließt.
Selbstverständlich muss auch verhindert werden, dass das Kältemittel durch die Druckleitung zum Verdichter
fließt. Zu diesem Zweck muss auf den druckseitigen Kühlleitungen das Rückschlagventil montiert werden. Allerdings wird
dieses im Gegensatz zum Magnetventil nicht als Zubehör von Tecnair LB angeboten, da es beim Verlegen der
geräteexternen Kühlleitungen installiert werden muss, während das Magnetventil geräteintern positioniert ist.
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4.7.5
KIT FÜR NIEDRIGSTE AUSSENTTEMPERATUREN
Die luftgekühlten Verflüssiger CEA der Klimageräte mit Direktverdampfung Tecnair LV haben standardmäßig
die Kondensationsdruckregelung durch Reduzierung des Luftvolumenstroms je nach Reduzierung des
Kondensationsdrucks. Dieses System ist äußerst wirksam bis zu Außentemperaturen von ca. – 20°C, auch aufgrund der
Ansprechverzögerung (Sekunden) des Niederdruckwächters beim Verdichterstart. Unterhalb dieser Außentemperaturen
und insbesondere bei längeren Stillstandzeiten des Kältekreislaufs kann die Temperatur des flüssigen Kältemittels so
stark absinken, dass trotz der o.g. Verzögerung der Niederdruckwächter beim Verdichterstart auslöst und somit dessen
Einschaltung verhindert.
Aus diesem Grund wird das Zubehör “Kit für den Betrieb mit niedrigsten Außentemperaturen” installiert, das aus
einem an den Kältemittelanschlüssen des luftgekühlten Verflüssigers installierten Flutventil des Verflüssigers besteht.
Sobald die Kondensationstemperatur unter -20°C sinkt, schließt das Ventil allmählich den Verflüssigeraustritt
durch Überfluten und reduziert somit proportional den Wärmeaustausch. Das den Verflüssiger bypassierende
Kältemittel, das gasförmig ist und hohe Temperaturen aufweist, vermischt sich mit dem flüssigen Kältemittel im
Verflüssigeraustritt mit sehr niedriger Temperatur, so dass die Mischtemperatur den ordnungsgemäßen Start des
Kreislaufs erlaubt. Das im Kreislauf vorhandene Kältemittelvolumen muss daher ausreichend sein, um die
Verflüssigerbatterie fast vollständig überfluten zu können. Im Sommerbetrieb dagegen muss die Verflüssigerbatterie fast
gänzlich ohne flüssiges Kältemittel sein, um ihre volle Leistung erbringen zu können. Es wird daher ein
überdimensionierter Flüssigkeitssammler installiert, der in der warmen Jahreszeit die Kältemittelmenge aufnehmen kann,
die im Winter zum Überfluten des Verflüssigers dient.
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4.7.6
VERLEGUNG DER KÄLTEMITTELLEITUNGEN
Eine korrekte Verlegung der Leitungen ist für einen störungsfreien Betrieb des Klimageräts maßgeblich wichtig.
Auswahl und Anordnung von Druck- und Saugleitung des Verdichters müssen - vor allem bei langen Leitungen - sehr
sorgfältig gewählt werden. Auf folgende Punkte ist besonders zu achten:
•
Die Druckleitungen zwischen Innen- und Außeneinheit müssen in den horizontalen Abschnitten mindestens 2
% Gefälle in Durchflussrichtung des Kältemittels aufweisen.
•
Falls die Druckleitung mit mehr als 3 m Anstieg verlegt werden muss, ist unmittelbar vor jedem ansteigenden
Abschnitt ein Siphon mit einem kleinstmöglichen Krümmungsradius zu installieren.
•
Für alle weiteren 3 m ansteigende Leitung ist jeweils ein zusätzlicher Siphon zu installieren.
•
In der Nähe des Verflüssigeranschlusses einen Gegensiphon (Dehnungsausgleich) montieren. Der
Dehnungsausgleicher muss mindestens so hoch liegen wie die höchste Stelle des Verflüssigers;
•
Alle Leitungen müssen in 2 m-Abständen mit Bügeln befestigt werden. Die Befestigungselemente zwischen
Halterungen und Rohrleitungen müssen eine Körperschallübertragung verhindern, jedoch gleichzeitig die
übliche Wärmeausdehnung der Leitungen aufgrund von Temperaturwechseln während des Betriebs
ermöglichen.
•
Auf beiden Leitungen ist so nah wie möglich an der Außeneinheit ein 1/4" Füllventil zu installieren, um den
Kältekreislauf entleeren und befüllen zu können.
•
Kältemitteleintritt und -austritt am luftgekühlten Verflüssiger sind mit Aufklebern gekennzeichnet.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass der Wärmeaustausch zwischen Luft und Kältemittel im Gegenstrom
erfolgen muss. Dies bedeutet, dass der Anschluss des in den Verflüssiger eintretenden Kältemittelgases
vom Lufteintritt in den Wärmeaustauscher weiter entfernt, also näher an den Ventilatoren liegt.
Dementsprechend ist der Anschluss des aus dem Verflüssiger austretenden flüssigen Kältemittels von den
Ventilatoren weiter entfernt
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4.7.7
DURCHMESSER DER LEITUNGEN DER KÜHLMITTELANSCHLÜSSE
Anhand der folgenden Tabelle kann man die für die Druck- und Rückleitungen empfohlenen Durchmesser für
die jeweilige Baugröße der Geräte (ausgedrückt durch die Zahlenfolge des Typenschlüssels) feststellen.
Die Werte der Spalten sind für eine gleichwertige Länge bis 30 m anwendbar und brauchen auch bei größeren
Längen nicht erhöht zu werden. Dennoch empfiehlt es sich, die Klimageräte möglichst so anzuordnen, dass die
Leitungen so kurz wie möglich sind, um größere Druckverluste und einen daraus folgenden Abfall der Nutzkälteleistung
zu vermeiden.
Leitungen bis 15 m
gleichwertige Länge
Verdichter
Baugröße
21
31
41
51
71
81
101
131
151
72
102
142
162
202
262
302
Leitungen mit 15 bis 30 m
gleichwertige Länge
Nennleistung
(PS)
Nenn- leistung
(Kw)
Ø Druck (mm)
Ø Flüssigkeit
(mm)
Ø Druck (mm)
Ø Flüssigkeit
(mm)
2
3
3,5
5
6,5
7,5
10
12
15
2 × 3,5
2×5
2 × 6,5
2 × 7,5
2 × 10
2 × 12
2 × 15
6
10
11
15
22
24
30
40
45
25
30
42
45
64
75
90
Ø 12/14
Ø 14/16
Ø 14/16
Ø 16/18
Ø 16/18
Ø 20/22
Ø 20/22
Ø 26/28
Ø 26/28
2 × Ø 14/16
2 × Ø 16/18
2 × Ø 16/18
2 × Ø 20/22
2 × Ø 20/22
2 × Ø 26/28
2 × Ø 26/28
Ø 10/12
Ø 10/12
Ø 10/12
Ø 10/12
Ø 10/12
Ø 14/16
Ø 14/16
Ø 16/18
Ø 16/18
2 × Ø 10/12
2 × Ø 10/12
2 × Ø 10/12
2 × Ø 14/16
2 × Ø 14/16
2 × Ø 16/18
2 × Ø 16/18
Ø 14/16
Ø 16/18
Ø 16/18
Ø 20/22
Ø 20/22
Ø 26/28
Ø 26/28
Ø 26/28
Ø 26/28
2 × Ø 16/18
2 × Ø 20/22
2 × Ø 20/22
2 × Ø 26/28
2 × Ø 26/28
2 × Ø 26/28
2 × Ø 26/28
Ø 10/12
Ø 10/12
Ø 10/12
Ø 14/16
Ø 14/16
Ø 14/16
Ø 16/18
Ø 16/18
Ø 20/22
2 × Ø 10/12
2 × Ø 14/16
2 × Ø 14/16
2 × Ø 14/16
2 × Ø 16/18
2 × Ø 16/18
2 × Ø 20/22
Innen-/Außendurchmesser der Kältemittelleitungen
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.7.8
VERVOLLSTÄNDIGUNG DER KÄLTEMITTELFÜLLUNG
•
•
•
Die Klimageräte mit Direktverdampfung werden mit einer Stickstoffdruckfüllung geliefert.
Die luftgekühlten Verflüssiger werden mit einer Stickstoffdruckfüllung geliefert.
Geräte mit internem wassergekühltem Verflüssiger werden mit kompletter Kältemittelfüllung geliefert.
Beim Befüllen des oder der Kältemittelkreisläufe eines Gerätes ist zu berücksichtigen, dass sich die
Gesamtkühlmittelmenge für eine Einheit mit Direktverdampfung mit externem Verflüssiger aus der Summe der
Kühlmittelinhalte jeder einzelnen Komponente des Kreislaufs ergibt. In den folgenden Tabellen werden die den einzelnen
Komponenten entsprechenden Werte aufgeführt.
Baugröße
Verdichter
Nennleistung (PS)
Nennleistung (Kw)
2
3
3,5
5
6,5
7,5
10
12
15
2 × 3,5
2×5
2 × 6,5
2 × 7,5
2 × 10
2 × 12
2 × 15
6
10
11
15
19
25
30
36
45
25
30
42
45
64
75
90
21
31
41
51
71
81
101
131
151
72
102
142
162
202
262
302
Kältemittelinhalt des Kreislaufs (kg)
0,4
0,5
0,5
0,5
0,8
1,0
1,2
1,6
1,9
2 x 0,5
2 x 0,5
2 x 0,8
2 x 1,0
2 x 1,2
2 x 1,6
2 x 1,9
Kältemittelinhalt der Einheit
Gewicht des Kältemittels in den Druck- und Flüssigkeitsleitungen:
Gewicht des Kältemittels in kg pro Leitungsmeter (R407C)
Durchmesser
Ø 10/12
Ø 12/14
Ø 14/16
Ø 16/18
Ø 20/22
Ø 26/28
Flüssigkeitsleitung
0,08
0,11
0,15
0,20
0,31
0,53
Druckleitung
0,02
0,03
0,05
0,06
0,09
0,16
Durchmesser
Gleichwertige Meter (m)
Ø 12
0,50
0,25
0,75
2,10
1,90
Ø 14
0,53
0,26
0,80
2,20
2,00
Ø 16
0,55
0,27
0,85
2,40
2,10
Ø 18
0,60
0,30
0,95
2,70
2,40
Ø 22
0,70
0,35
1,10
3,20
2,80
Ø 28
0,80
0,45
1,30
4,00
3,30
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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Luftgekühlte Verflüssiger mit Axialventilatoren CEA:
Modell
Kältemittelinhalt des Kreislaufs (kg)
Modell
Kältemittelinhalt des
Kreislaufs (kg)
CEA 21c H/V
0,66
CEA 91c H/V
3,8
CEA 21c/LN H/V
1,0
CEA 101c H/V
5,2
CEA 31c H/V
1,32
CEA 101c/LN H/V
4,0
CEA 31c/LN H/V
2,0
CEA 111c H/V
5,3
CEA 41c H/V
1,32
CEA 111c/LN H/V
6,0
CEA 41c/LN H/V
1,9
CEA 121c H/V
4,0
CEA 51c H/V
1,95
CEA 121c/LN H/V
7,3
CEA 51c/LN H/V
2,9
CEA 131c H/V
4,0
CEA 61c H/V
2,58
CEA 131c/LN H/V
8,0
CEA 71c H/V
1,89
CEA 151c H/V
6,0
CEA 71c/LN H/V
3,6
CEA 181c H/V
8,0
CEA 81c H/V
2,88
CEA 181c/LN H/V
8,0
CEA 81c/LN H/V
4,0
CEA 201c H/V
10,5
Kältemittelinhalt des Kreislaufs
Für nicht in der Tabelle CEA aufgeführte Verflüssiger beträgt der Kältemittelgehalt 0,3 Mal das Innenvolumen
des Verflüssigers, das in den Technischen Daten in der Anlage der Auftragsbestätigung angegeben ist.
Die Summe der Kältemittelmengen (Klimagerät + Flüssigkeitsleitung + Druckleitung + Verflüssiger) ergibt die in
die Anlage zu füllende Kältemittel-Gesamtmenge:
Kältemittelinhalt des Klimageräts OCA 71H:
Inhalt Verflüssiger CEA 61c H:
10 m Druckleitung 16/18 = 0,06 kg/m x 10 m =
10 m Flüssigkeitsleitung:10/12 = 0,08 kg/m =
Kältemittel-Gesamtinhalt:
0,8
2,6
0,6
0,8
4,8
Dem in die Anlage eingefüllten Kältemittel ist im Mengenverhältnis von ca. 5 % Kältemaschinenöl zuzusetzen.
Es wird empfohlen, für Geräte mit Kältemittel R22 die Ölsorte SUNISO 3 GS bzw. für Geräte mit Kältemittel
R407C die Ölsorte MOBIL EAL ARTIC 22 BC oder ein gleichwertiges Polyesteröl zu verwenden.
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4.7.9
DRUCKREGLER DER VERFLÜSSIGER CEA
Nach Abschluss der Kältemittelanschlüsse der Verflüssigereinheiten muss der Schaltkasten wieder wie in den
unteren Abbildungen gezeigt in vertikale Position gebracht werden, um den Schutz gegen Witterungseinflüsse zu
gewährleisten. Anschließend den elektrischen Anschluss ausführen und den Kondensationsdruck über die spezielle
Schraube so einstellen, dass sich die von den Manometern gemessene Kondensationstemperatur bei ca. 45 °C
stabilisiert. Durch Drehung der Schraube 1 im Uhrzeigersinn wird die Drehzahl erhöht, durch Drehung im
Uhrzeigergegensinn vermindert. Sofern erforderlich, kann über die Schraube 2 die Mindestdrehzahl der Verflüssiger
reduziert werden, die gemäß unten stehendem Schema standardmäßig auf 45% eingestellt ist.
Position des Reglers während des Transports
Position des Reglers
Drucksensoranschluss
Verdampfungsdruckregelung
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.8
ELEKTRISCHE ANSCHLÜSSE
ACHTUNG!
VOR JEDEM EINGRIFF DEN HAUPTSCHALTE AUF “O” LEGEN
Die externen elektrischen Anschlüsse des Klimageräts müssen die folgenden Vorschriften erfüllen:
•
Die Bemessung muss auf die maximale Stromaufnahme in Ampere abgestimmt sein, die auf dem
Elektroschaltplan und auf dem Leistungsschild im Einbauraum der Elektrik des Geräts angegebenen ist.
•
Um Funktionsstörungen der installierten Komponenten zu vermeiden, muss der Stromanschluss die
folgenden Toleranzen zu den Angaben auf dem Geräteschild aufweisen:
o
o
Spannung: ± 10%
Frequenz: ± 2%
•
Die Speiseleitung muss ohne Unterbrechungen oder Verbindungsstellen
Leitungsschutzschalter mit Fehlerstromauslöser zum Gerät geführt sein.
•
Der Leitungsschutzschalter, dessen bauseitiger Einbau zum Schutz gegen Überströme auf der
Netzanschlussleitung unbedingt erforderlich ist (siehe Art. 7.2.1 und 7.2.6 der europäischen Norm CEI EN
60204-1), muss so nah wie möglich am Gerät angeordnet sein. Der Leitungsschutzschalter muss mit einem
im Bereich von 30-300 mA einstellbaren Fehlerstromauslöser ausgerüstet sein, der zusätzlich zum
Überstrom- und Kurzschlussschutz ebenfalls den Schutz von Personen gegen direktes und indirektes
Berühren gewährleistet. Der Schutzschalter sichert das Gerät ferner gegen Isolationsfehler.
•
Der Erdanschluss muss über ein Kabel mit dem im angegebenen Elektroschaltplan angegebenen
Mindestquerschnitt ausgeführt werden.
•
Um Funktionsstörungen der Mikroprozessoren zu vermeiden, dürfen keine sonstigen Verbraucher (Pumpen,
Verflüssiger usw.), selbst wenn sie Teil derselben Anlage sind, hinter dem Hauptschalter des Klimageräts
angeschlossen werden, es sein denn, TECNAIR LV hat dies ausdrücklich genehmigt. Falls ein derartiger
Anschluss nicht vermieden werden kann, müssen parallel zu den Spulen der Verbraucher-Schaltrelais
Entstörfilter (R+C) angeschlossen werden.
•
Die Signal-/Steuerkabel müssen von starkem Strom führenden Kabeln, den Netzkabeln und Kabeln mit
starken elektromagnetischen Störungen separat verlegt werden.
•
Um Schäden an den elektronischen und elektrischen Vorrichtungen durch Überspannungen in der
elektrischen Leitung zu vermeiden, rät TECNAIR LV bei Bedarf zur Installation der Vorrichtungen SPD
(Source Protection Device), die abhängig von der Installationsart und dem Frequenzwert des direkten
Blitzeinschlags der elektrischen Versorgungsleitung zu dimensionieren sind.
direkt
vom
externen
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4.8.1
INSTALLATION DES TERMINALS FÜR DIE FERNSTEUERUNG
Zum Schalttafel- oder Wandeinbau des kompletten oder reduzierten Terminals darf das Paneel maximal 6mm
stark sein, für den Einbau in die Wand ist eine gemauerte Dose erforderlich, die so groß sein muss, dass das Terminal
und die Kabel darin Platz finden.
Die Bohrschablonen sehen folgendermaßen aus:
Die Verbindung zwischen dem Benutzerterminal und der Hauptkarte erfolgt mit einem sechsdrahtigen
Telefonkabel. Man steckt einfach den Telefonstecker in eine der Klemmen der Karte TCON6 und in die Klemme des
Terminals wie im E-Schaltplan angegeben.
Für einen sicheren Anschluss muss der zusammen mit dem Benutzerterminal gelieferte Ring benutzt werden,
der Störungen verhindert, die den Speicher oder Komponenten der Karte beschädigen können.
Wird das Terminal bei eingeschalteter Einheit von der Karte getrennt, muss vor dem neuerlichen Anschließen
mindestens 5 Sekunden gewartet werden.
Anschluss des Fernterminals
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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4.8.2
INSTALLATION DES TERMINALS FÜR DIE FERNSTEUERUNG IN MEHR ALS 50 M ENTFERNUNG
Falls das Benutzer-Fernterminal in einem Abstand von mehr als 50 m und bis maximal 200 m installiert wird,
müssen zwei Karten TCON6 verwendet werden, die untereinander wie in der Abbildung gezeigt durch ein geschirmtes
Kabel AWG20/22 verbunden sind. Auf diese Weise wird angesichts der beachtlichen Entfernung zur
Mikroprozessorsteuerung eine Signalreduzierung des Terminals vermieden.
Anschluss eines Fernterminals (mehr als 50m)
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5
KONTROLLEN UND ERSTE INBETRIEBNAHME
ACHTUNG!
VOR JEDEM EINGRIFF DEN HAUPTSCHALTER AUF “O” LEGEN
Vor der Endprüfung und Inbetriebnahme der Geräte durch das Fachpersonal des Herstellers müssen die in der
folgenden Tabelle genannten Überprüfungen durchgeführt werden.
DATUM
ORT
UNTERSCHRIFT DES TECHNIKERS
UNTERSCHRIFT DES KUNDEN
Kontrollen, die vor der Verständigung des Techniker für die Inbetriebnahme vorzunehmen sind
Geräte mit Kältekreislauf müssen mindestens zwei Stunden vor der Ankunft des Technikers gespeist werden,
damit der Gehäuseölwiderstand des Verdichters die erforderliche Temperatur erreichen und das Kältemittel, das
sich darin gesammelt hat, verdampfen kann und ein einwandfreier Betrieb der Verdichter möglich ist. Die
Widerstände schalten sich automatisch ein, wenn das Gerät mit Spannung versorgt wird.
KONTROLLEN DES KÄLTEKREISLAUFS
BESCHREIBUNG
1
Der Durchmesser der Druckleitung muss mit den Angaben im
Installationshandbuch übereinstimmen
2
Das Gefälle der horizontalen Druck- und Rückleitungsabschnitte muss der
Strömungsrichtung des Kältemittels entsprechen und mindestens 1%
betragen
3
Am unteren Ende und alle 3 m Anstieg jeder Steigleitung muss jeweils ein
Siphon und am höchsten Punkt der Steigleitung ebenfalls ein Siphon
vorhanden sein.
4
Das Rückschlagventil mit Öffnung in Strömungsrichtung des Kältemittels
muss möglichst nahe am Verdichter sitzen (bei Rohrlängen von mehr als 5
m).
5
Das Rückschlagventil mit Öffnung in Strömungsrichtung des Kältemittels
muss möglichst nahe beim Verflüssiger sitzen (bei Rohrlängen von mehr als
10 m)
6
In den Abschnitten, in denen der Bediener die Druckleitungen berühren
könnte, müssen diese isoliert sein, da sie ca. 70-80°C heiß werden können
7
Die alle 3 m auf den Druckleitungen montierten Bügel dürfen nicht zu fest
sitzen, damit ein Ausdehnen der Leitungen möglich ist.
8
Der Durchmesser der Flüssigkeitsleitung muss mit den Angaben im
Installationshandbuch übereinstimmen
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POSITIV
NEGATIV
9
Die alle 3 m auf den Druckleitungen montierten Bügel dürfen nicht zu fest
sitzen, damit ein Ausdehnen der Leitungen möglich ist.
10
Die Hähne des Kältekreislaufs und der Hahn auf der Heißgas-Einspritzung
müssen geöffnet sein
11
Die elektrischen Anschlüsse an den Trennschalter des Verflüssigers
kontrollieren
12
Der Trennschalter muss geschlossen sein (Verflüssiger wird gespeist)
13
Die Kälteverbindungen des Verflüssigers mit der Verdampfereinheit
kontrollieren: sie müssen gegen die Strömungsrichtung zwischen Luft- und
Kältemittelfluss verlaufen
14
Die korrekte Position des Verflüssigers überprüfen, damit sich keine
Luftrückströme bilden, die den einwandfreien Funktionsablauf behindern
könnten
15
Kontrolle der Kältemittelfüllung des Kältekreislaufs
16
Den Verdampfungsdruck kontrollieren
17
Kontrolle des Verflüssigungsdrucks
18
Kontrolle der Überhitzung des vom Verdichter angesaugten Kältemittels
19
Die Unterkühlung des flüssigen Kältemittels kontrollieren
20
Sicherstellen, dass der Filter in der Flüssigkeitsleitung nicht verstopft ist
21
Kontrolle der Leistungsaufnahme des Verdichters
22
Die Funktionstüchtigkeit des Hochdruckwächters kontrollieren
23
Die Funktionstüchtigkeit des Niederdruckwächters kontrollieren
24
Kontrolle der Betriebstemperaturen des Verdichters
KONTROLLE DER WASSERANSCHLÜSSE
BESCHREIBUNG
25
Kontrollieren, ob Ein- und Ausgang der Warm- und Kaltversorgungen den
Pfeilen auf den Anschlüssen entsprechen und wenn keine Pfeile vorhanden
sind, ob sie mit den Zeichnungen im Installationshandbuch übereinstimmen.
26
Kontrollieren, ob alle Flüssigkeitsspeiseleitungen gleich neben dem Gerät
mit manuellen Hähnen ausgestattet sind und dass diese Hähne offen sind.
27
Kontrollieren, ob der Kondenswasserablass frei und ohne Gegengefälle ist.
28
Sich vergewissern, dass die Speisewasserhärte 10 bis 40 französische
Grade beträgt
29
Sich vergewissern, dass der Speiseanschluss des Befeuchters an das
Trinkwassernetz angeschlossen ist und gleich neben dem Gerät ein
manueller Hahn installiert ist.
POSITIV
NEGATIV
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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KONTROLLEN DER STORMVERSORGUNG
BESCHREIBUNG
30
Den Anschluss der drei Phasen, des Mittelleiters und der Erdung
kontrollieren
31
Kontrollieren, ob der Speisestrom +- 10% Spannungs- und
Frequenztoleranz aufweist
POSITIV
NEGATIV
KONTROLLE DER ANSCHLÜSSE VON RAUMFÜHLERN UND FERNTERMINALS (SOFERN VORHANDEN)
BESCHREIBUNG
32
Die Installation muss gemäß Installationshandbuch erfolgen
33
Den elektrischen Anschluss der Fühler an den Schaltschrank laut ESchaltplan und Installationshandbuch kontrollieren
POSITIV
NEGATIV
ANMERKUNGEN ZU ALLFÄLLIGEN, BEI DER KONTROLLE FESTGESTELLTEN ANOMALIEN
…………………………….……………………………………………………………………………………………………………
…………………………….……………………………………………………………………………………………………………
…………………………….……………………………………………………………………………………………………………
…………………………….……………………………………………………………………………………………………………
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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6
AUSSERBETRIEBSETZUNG, DEMONTAGE UND VERSCHROTTUNG
ACHTUNG!
VOR JEDEM EINGRIFF DEN HAUPTSCHALTER AUF “O” LEGEN
TECNAIR LV Klimageräte müssen von qualifiziertem Fachpersonal demontiert werden. Grundsätzlich sind die
folgenden Punkte zu beachten:
•
Das Klimagerät vor der Mikroprozessorsteuerung ausschalten
•
Den Hauptschalter mit Türverriegelung des Geräts ausschalten
•
Den externen Leitungsschutzschalter ausschalten, um das Gerät vom Stromnetz zu trennen
•
Das in den Klimageräten enthaltene Kältemittel entsprechend den im Betreiberland geltenden Sicherheitsund Umweltschutzvorschriften entsorgen
•
Das Klimagerät von allen Kältemittelleitungen, Wasserleitungen und Kondenswasserleitungen trennen
•
Das Verschrotten der Klimageräte unterliegt den gesetzlichen Vorschriften im Betreiberland.
•
TECNAIR LV empfiehlt, sich an ein Entsorgungsunternehmen zu wenden.
•
Die Klimageräte bestehen hauptsächlich aus den Rohstoffen Aluminium, Kupfer und Stahl.
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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7
GEBRAUCH DER KLIMATISIERUNGSEINHEIT
7.1
TEMPERATURREGELUNG
Die Heiz- und Kühlvorrichtungen werden abhängig von dem durch den Raumfühler (oder Abluftfühler)
gemessenen Temperaturwerten gesteuert. Diese Temperatur wird mit der eingestellten Temperatur (Sollwert)
verglichen, und abhängig von der Differenz werden die Vorrichtungen aktiviert. Der Proportionalbereich bestimmt den
Arbeitsbereich des Klimagerätes und kann im Kühl- und Heizbetrieb unterschiedliche Werte annehmen. Die Totzone
bestimmt einen Nicht-Aktionsbereich der Vorrichtungen um den Sollwert.
Die folgenden Diagramme zeigen das Verhalten der Heiz- und Kühlvorrichtungen auf. Die Prozentzahlen geben
den Öffnungsgrad der modulierenden Ventile an.
7.1.1
PROPORTIONALREGELUNG
Die Regelung ist proportional abhängig von der Differenz zwischen dem gewünschten Temperatur- oder
Feuchtigkeitswert (Sollwert) und dem effektiv gemessenen Wert in Prozent im Proportionalbereich.
Diese Betriebsweise
Feuchteregelung.
7.1.2
(Default)
garantiert
in
normalen
Umgebungen
eine
gute
Temperatur-
und
PROPORTIONALE + INTEGRALE REGELUNG
Die Regelung ist abhängig von der prozentualen Differenz im Proportionalbereich zwischen gewünschter
Temperatur und dem Mittelwert der in der “Integralzeit” berechneten Temperatur.
Auf diese Weise arbeitet die Regelung auf der Grundlage einer Aufzeichnung der von der Temperatur während
der Integralzeit angenommenen Werte und nicht nur nach dem Augenblickswert der Temperatur selbst. Dadurch können
die Auswirkungen plötzlicher und vorübergehender Temperaturschwankungen verhindert werden.
Diese Betriebsweise kann gewählt werden, wenn strengere Anforderungen an eine präzise Regelung bestehen.
7.1.3
PROPORTIONALE + INTEGRALE + DIFFERENTIALE REGELUNG
Erhöht die Dämpfung und die Stabilität des Systems und ermöglicht so eine Verstärkung der anderen beiden
Vorgänge (mit den sich daraus ergebenden Vorteilen) bei gleich bleibender Stabilität. Die Regelung erfolgt nach der
folgenden Funktion:
Output = Kp * (e +
1
de
* ∫ e ⋅ dt + Td )
Ti
dt
wobei Kp der Proportionalbereich ist, e den Fehler (Input - Set-point) darstellt, also die Abweichung der Regelgröße
von der Führungsgröße, Ti und Td jeweils die die Integralzeit und Differentialzeit, da das untersuchte Zeitintervall und de
das Fehlerintervall. Es empfiehlt sich, zuerst nur das Proportionalverhalten einzustellen und dabei Kp so zu regulieren,
dass eine zufrieden stellende Leistung erzielt wird; danach geht man zum Integralverhalten Ti über und reduziert
gleichzeitig den Wert von Kp so, dass die Stabilität des Systems gewahrt bleibt. Abschließend wird durch Einstellung
des Differentialverhaltens Td das System stabilisiert und daher eine neuerliche Erhöhung von Kp ermöglicht.
Diese Betriebsweise kann gewählt werden, wenn strengere Anforderungen an eine präzise Regelung bestehen
und die Eintrittstemperaturen in die Einheit nicht konstant sind (übermäßige Außenluft).
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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7.1.4
KLIMAGERÄTE MIT DIREKTVERDAMPFUNG
•
KLIMAGERÄT MIT EINEM VERDICHTER
•
KLIMAGERÄT MIT ZWEI VERDICHTERN
7.1.5
KLIMAGERÄT MIT KALTWASSERREGISTER
7.1.6
WARMWASSER-HEIZREGISTER
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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7.1.7
REGELUNG DER KÄLTELEISTUNG MIT HEISSGASEINSPRITZVENTIL
Die Regelung der Kälteleistung erfolgt über eine elektronisch gesteuerte Heißgaseinspritzung. Die
Heißgaseinspritzung nach dem thermostatischen Expansionsventil reduziert die Kälteleistung proportional zur Stellgröße
der Regelung.
Mit diesem Verfahren lässt sich eine Modulierung der Kälteleistung zwischen 50% und 100% der Nennleistung
bei gleichzeitiger Reduzierung der Leistungsaufnahme erzielen. Das Öffnen des Einspritzventils wird über ein 0 – 10VSignal angesteuert, das direkt proportional zur prozentualen Abweichung der Temperatur vom Sollwert bezogen auf den
Proportionalbereich ist.
7.1.8
REGELUNG DER KÄLTELEISTUNG
EXPANSIONSVENTIL
MIT
HEISSGASEINSPRITZVENTIL
UND
ELEKTRONISCHEM
Ist der angeführte Grenzwert für die Reduzierung der Kälteleistung auf 50% nicht kompatibel mit den
Erfordernissen der Anlage nach einer perfekten Regulierung, kann durch die Installation eines zusätzlichen
elektronischen Expansionsventils anstelle des Standard-Thermostatventils der elektronischen Heißgassteuerung die
Möglichkeit geboten werden, die Kälteleistung bis auf 10% der Nennleistung des Kreislaufs zu reduzieren.
Das elektronische Expansionsventil ermöglicht die Regelung der saugseitigen Überhitzung für einen
effizienteren und vielseitigeren Betrieb der Kälteeinheit.
Effizienter, da die Optimierung und Stabilisierung des Kältemittelflusses zum Verdampfer den
Gesamtwirkungsgrad der Anlage erhöht und gleichzeitig die Sicherheit gewährleistet (weniger Auslösungen des
Niederdruckwächters, geringerer Rückfluss flüssigen Kältemittels zum Verdichter,…).
Das folgende Diagramm legt das typische Layout der Anlage dar. Die Hauptkriterien für eine optimale Regelung
der Kälteanlage sind die Erzielung eines hohen und konstanten Kältewirkungsgrads und einer stabilen Überhitzung.
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7.2
ÜBERWACHUNG DER ZULUFTTEMPERATUR (GRENZWERT)
7.2.1
MIKROPROZESSOR µAC
In die Mikroprozessorsteuerung µAC kann ein Zuluftsensor (Grenzwertsensor) zur Anzeige der Zulufttemperatur
und Verwaltung des entsprechenden Alarms des unteren Zuluftgrenzwerts eingebaut werden.
Unterhalb des eingestellten Grenzwerts erfolgt die progressive Abschaltung der Kältekomponenten mit einer
Hysterese von 3 °C. Bei der Entfeuchtung kann die niedrige Zulufttemperatur nicht überwacht werden.
7.2.2
MIKROPROZESSOR pCO
Beim Mikroprozessor pCO kann die Überwachung der hohen und niedrigen Zulufttemperatur über diverse an
die Anlagenerfordernisse gebundene Steuertypologien erfolgen.
Die hohe Temperatur kann auf die folgenden Arten kontrolliert werden:
•
NUR ALARM: nach einer Verzögerungszeit wird ein Alarm ausgelöst
•
STOPP WARM: ist die Alarmschwelle überschritten, wird die Warmkomponente deaktiviert und wenn
die Temperatur nach der Verzögerungszeit nicht unter den Schwellenwert gesunken ist, wird ein
Alarm ausgelöst.
•
WARM + KALT: ist die Alarmschwelle überschritten, wird die Kaltkomponente im Proportionalmodus
aktiviert, um die Temperatur unter der Alarmschwelle zu halten. Ist die Temperatur nach der
Verzögerungszeit noch nicht unter den Schwellenwert abgesunken, wird ein Alarm ausgelöst.
Die niedrige Temperatur kann auf die folgenden Arten kontrolliert werden:
•
NUR ALARM: nach einer Verzögerungszeit wird ein Alarm ausgelöst
•
STOPP KALT: ist die Alarmschwelle überschritten, wird die Kaltkomponente deaktiviert und wenn die
Temperatur nach Ablauf der Verzögerungszeit noch nicht über den Schwellenwert angestiegen ist,
wird ein Alarm ausgelöst.
•
KALT + NACHH.: ist die Alarmschwelle überschritten, wird die Warmkomponente im
Proportionalmodus aktiviert, um die Temperatur über der Alarmschwelle zu halten. Ist die Temperatur
nach Ablauf der Verzögerungszeit noch nicht über den Schwellenwert angestiegen, wird ein Alarm
ausgelöst.
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7.3
FEUCHTIGKEITSREGELUNG
Die Kontrolle der Befeuchtung erfolgt auf proportionale Weise mit den folgenden Komponenten:
•
•
Integrierter Befeuchter mit Tauchelektroden
Externer Befeuchter (nicht von TECNAIR LV geliefert)
Die Proportionalregelung ermöglicht eine dynamische Regulierung der erzeugten Dampfmenge, die beim
integrierten Befeuchter von 8 bis 100% der Gesamtproduktion reicht, und zwar bei beiden installierten
Mikroprozessortypen.
Die Regelung der Entfeuchtung erfolgt mit einer Einschalt-/Öffnungsstufe der Kaltkomponente mit der
Aktivierung auf dem Grenzwert des Proportionalregelungsbereichs. Ist die Komponente aktiviert, erfolgt die Regelung
der Kühlleistung, im Falle von Heißgas-Bypass oder Wasserbatterie, bis zum eingestellten Sollwert.
Die Kühlleistung wird niemals unter 60% des Gesamtwertes reduziert, damit der Entfeuchtungseffekt gegeben
ist.
Die folgende Abbildung veranschaulicht diesen Ablauf:
7.3.1
KLIMAGERÄTE MIT DIREKTVERDAMPFUNG
•
KLIMAGERÄT MIT EINEM VERDICHTER
•
KLIMAGERÄT MIT ZWEI VERDICHTERN
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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7.3.2
KLIMAGERÄTE MIT KALTWASSERREGISTER
7.3.3
GLEICHZEITIGE BEFEUCHTUNG UND KÜHLUNG
Die Abkühlung der Luft erhöht die relative Feuchtigkeit bis zur Sättigung. Die Fähigkeit der Luft, Dampf
aufzunehmen, hängt natürlich von ihrer relativen Feuchtigkeit ab und sinkt im Sättigungsbereich auf 0. Der Versuch, die
Luft unter diesen Bedingungen, also unmittelbar nach dem Abkühlen, zu befeuchten, hat die Verflüssigung des Dampfes
und dadurch die Bildung von Wasserpfützen im Gerät und in der Folge auch eine große Energieverschwendung zur
Folge.
Deshalb sind die Einheiten der Baureihe C je nach installierter Mikroprozessorregelung mit Vorrichtungen zum
Unterbrechen der Befeuchtung während des Betriebs ausgestattet:
•
µAC:
ƒ
ƒ
•
Einheiten mit Direktverdampfung: Die Befeuchtung wird elektromechanisch verhindert.
Einheiten mit Kaltwasserregister: Die Befeuchtung ist zugelassen.
pCO:
ƒ
Alle Einheiten: Die Befeuchtung wird über den Benutzer-Parameter (Default) verhindert.
Möchte man während des Kühlvorganges auch Befeuchten, um z. B. eine Feuchtigkeit über 50% zu erhalten,
sollte ein externer Befeuchter im Raum installiert werden.
7.3.4
BLOCKIERUNG DER ENTFEUCHTUNG
Ist kein Nacherhitzer (Zubehör) installiert, kann es bei der Entfeuchtung Probleme mit niedrigen Temperaturen
auf der Druckseite geben. In einem solchen Fall greift eine Software-Sperre ein und verhindert ein übermäßiges Abfallen
der Raumtemperatur.
Steigt die Temperatur während des Entfeuchtungsvorganges über 150% des Proportionalbereiches an,
blockiert der Mikroprozessor die Entfeuchtung und räumt der Temperatur damit Vorrangstellung ein. Die Entfeuchtung
kann - wenn dies noch erforderlich ist - wieder gestartet werden, wenn die Temperatur 50% des Proportionalbereiches
erreicht hat.
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8
VENTILATION
8.1
VENTILATOREN MIT SPARTRANSFORMATOR MIT FÜNF DREHZAHLSTUFEN
Ist die Notwendigkeit einer Regelung des Luftvolumenstroms während des Anlassens oder Betriebs des
Klimagerätes absehbar, kann ein Spartransformator zur Regelung der Eingangsspannung des Ventilatormotors und
somit der Drehzahl eingebaut werden.
Mit dem Spartransformator kann die Nenndrehzahl von 3 auf 5 verschiedene Steps verringert werden. Jeder
Step garantiert eine Reduzierung um ca. 15% des Nennluftvolumenstroms der Einheit.
Spartransformatoren mit 5 Drehzahlstufen
8.2
VENTILATOREN MIT MODULIERENDEM REGLER 0-10 V (pCO)
Mit diesem Ventilatortyp kann die Drehzahl des Ventilators und somit der Nennluftvolumenstrom durch ein 0 –
10 V Steuersignal moduliert werden. Dieses Signal wird durch den Mikroprozessor pCO je nach drei unterschiedlichen
Steuerungstypen erzeugt:
8.2.1
REGELUNG MIT KONSTANTEM LUFTVOLUMENSTROM
Diese Regelung bietet sich an, wenn Filter mit Wirkungsgrad F7 am Auslass erforderlich sind, um ihr häufiges
Auswechseln zu vermeiden. Durch einen bereits im Gerät installierten und mit der Ventilatordüse verbundenen
Druckmesser kann die pCO den augenblicklichen Luftvolumenstrom berechnen und folglich die Ventilatoren regeln, um
selbst bei verstopften, den Luftstrom erheblich reduzierenden Filtern einen konstanten Luftvolumenstrom zu garantieren.
Diese Regelungsart wird von Tecnair LV bei der Abnahmeprüfung des Gerätes eingestellt. Der gewünschte
Luftvolumenstrom wird über Tastatur durch den entsprechenden Benutzerparameter eingestellt (siehe Handbuch
Mikroprozessorsteuerung Loop Benutzer).
8.2.2
KONSTANTDRUCKREGELUNG UNTER DEM BODEN ODER IM AUSLASSKANAL
Diese Regelung eignet sich für große Bereiche mit mehreren Räumen und Luftverteilung aus dem
Doppelfußboden oder im Auslasskanal durch über den Raumthermostat geregelte motorische Jalousieklappen. In
diesem Fall führt das Erreichen der gewünschten Temperatur in einem Raum nämlich zum Schließen der Jalousieklappe
mit daraus folgender Druckzunahme im Doppelfußboden oder im Auslasskanal und somit zu einem unerwünschten
höheren Luftvolumenstrom in den übrigen Räumen. Der bereits eingebaut gelieferte Drucksensor informiert den
Mikroprozessor über die Druckzunahme infolge der vollständigen oder teilweisen Schließung einer oder mehrerer
Jalousieklappen. Der Mikroprozessor regelt daraufhin über die Ventilatorregelung den Luftvolumenstrom, um wieder den
eingestellten Drucksollwert zu erhalten. Diese Lösung ist bei Geräten mit Kaltwasserregister anwendbar; bei Geräten mit
Direktverdampfung nur bei modulierender Regelung der Kälteleistung.
Diese Regelungsart wird von Tecnair LV bei der Abnahmeprüfung des Gerätes eingestellt. Der gewünschte
Druck wird über Tastatur durch den entsprechenden Benutzerparameter eingestellt (siehe Handbuch
Mikroprozessorsteuerung Loop Benutzer).
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8.2.3
REGELUNG DES LUFTVOLUMENSTROMS JE NACH KÄLTELEISTUNG
Die pCO regelt die Ventilatoren, um den Luftvolumenstrom je nach erforderlicher Kälteleistung der Anlage zu
modulieren. Dies ermöglicht vor allem im Teillastbetrieb eine beachtliche Energieeinsparung und die Reduzierung des
Schalldruckpegels.
Die anwendbaren unteren und oberen Drehzahlgrenzwerte werden von Tecnair LV je nach Gerätemodell und
somit des verwendeten Ventilators bestimmt. Die Mindestdrehzahl liegt auf keinen Fall unter 30%.
Diese Lösung ist bei Geräten mit Kaltwasserregister anwendbar. Bei Geräten mit Direktverdampfung nur bei
modulierender Regelung der Kälteleistung.
Beispiel für eine Drehzahlregelung von 50% bis 100%
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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9
FREE COOLING UND TWIN SOURCES (pCO)
9.1
FREE COOLING KALTWASSER
Das “Free Cooling Kaltwasser” System der Klimageräte OCA…/FC – UCA…/FC besteht aus einem
zusätzlichen Kaltwasserregister, das im selben Lamellenpaket der Verdampferbatterie des Gerätes eingebaut ist, und
aus einem modulierenden Dreiwegeventil, das vom Mikroprozessor gesteuert wird.
Solange die Außenbedingungen die Kühlung des Wassers zulassen und die Kälteversorgung gänzlich oder
teilweise gewährleistet ist, schließt der Mikroprozessor die Verdichter aus bzw. begrenzt ihren Betrieb auf ein Minimum,
wodurch der Energieverbrauch deutlich reduziert wird. Verdichter und Kaltwasserregister können somit gleichzeitig
arbeiten.
Die Einstellung des Free Cooling-Systems wird von der TECNAIR LV bei der Abnahmeprüfung des Gerätes
gemäß den Kundenvorgaben vorgenommen.
9.1.1
FREE COOLING REGELUNG
Das Free Cooling System wird nur freigegeben, wenn folgende Logik beachtet wird:
TFC − TAMB ≥ ∆ FC
Wobei
TFC
die Wassereintrittstemperatur in das Klimagerät ist,
das Delta für die Aktivierung des Free Cooling-Betriebs ist (Default 4 °C).
Die folgende Abbildung veranschaulicht diesen Ablauf:
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TAMB
die Raumtemperatur und
∆ FC
9.2
TWIN SOURCES MIT DIREKTVERDAMPFUNG
Das System “Twin Sources mit Direktverdampfung” der Klimageräte OCA…/TS – UCA…/TS besteht aus einem
zusätzlichen Kaltwasserregister, das im selben Lamellenpaket der Verdampferbatterie des Gerätes eingebaut ist, und
aus einem modulierenden Dreiwegeventil, das vom Mikroprozessor gesteuert wird.
In dieser Betriebsart schalten sich die Verdichter solange nicht ein, wie die Kälteleistung der Kaltwasseranlage
verfügbar ist. Der Direktverdampfungskreislauf wird automatisch im Notfall aktiviert, wenn die Kaltwasseranlage ihre
Leistungsgrenze erreicht oder außer Betrieb ist.
Das selbe System kann auch als primäre Kältequelle den Direktverdampfungskreislauf und im Notfall die am
Trinkwassernetz angeschlossene Wasserbatterie verwenden, mit einem ähnlichen Betrieb wie zuvor beschrieben.
Die Einstellung des Twin Sources-Systems wird von der TECNAIR LV bei der Abnahmeprüfung des Gerätes
gemäß den Kundenvorgaben vorgenommen.
9.2.1
TWIN SOURCES DIREKTVERDAMPFUNG – WASSER (OCA…/TS – UCA…/TS)
9.2.2
TWIN SOURCES WASSER – DIREKTVERDAMPFUNG (OCA…/TS – UCA…/TS)
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9.3
TWIN SOURCES MIT KALTWASSER
Das System “Twin Sources mit Kaltwasser” der Klimageräte OCU…/TS – UCU…/TS besteht aus einem
zusätzlichen Kaltwasserregister, das im selben Lamellenpaket des Kaltwasserregisters des Gerätes eingebaut ist, und
aus einem modulierenden Dreiwegeventil, das vom Mikroprozessor gesteuert wird.
In dieser Betriebsart schaltet sich der zweite Wasserkreislauf solange nicht ein, wie die Kälteleistung der
Kaltwasseranlage verfügbar ist. Der Sekundärwasserkreislauf wird automatisch im Notfall aktiviert, wenn die
Kaltwasseranlage ihre Leistungsgrenze erreicht oder außer Betrieb ist.
Das selbe System kann auch ein ON-OFF-Ventil anstelle des modulierenden Ventils im Sekundärkreislauf
benutzen.
Die Einstellung des Twin Sources-Systems wird von der TECNAIR LV bei der Abnahmeprüfung des Gerätes
gemäß den Kundenvorgaben vorgenommen.
9.3.1
TWIN SOURCES WASSER – WASSER (OCU…/TS – UCU…/TS)
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10
LOKALES NETZ
10.1
LOKALES NETZ MASTER – SLAVE
Mit der Funktion Master – Slave kann in den Räumen, die es erfordern, eine höhere Betriebssicherheit erzielt
werden. Bei diesem lokalen Netzwerktyp werden die Einheiten alle aktiviert außer einer(Slave), die in Stand-by bleibt.
Die Gesamtkälteleistung wird daher unter den aktiven Einheiten aufgeteilt, und nur in kritischen Situationen oder bei
besonders hohem Kältebedarf schaltet sich die Einheit ein, um die fehlende Kühlleistung auszugleichen. Im
Normalbetrieb findet die Rotation der Einheiten statt, um eine ausgewogene Betriebsstundenzahl zu gewährleisten.
Der Mikroprozessor µAC verwaltet bis maximal 6 Einheiten, der Mikroprozessor pCO dagegen bis maximal 8
Einheiten.
10.2
LOKALES NETZ IN KASKADENBETRIEB (pCO)
Anders als bei der Version Master – Slave können in Sälen mit nicht konstanter Wärmelast Einheiten im lokalen
Netz im Kaskadenbetrieb arbeiten, um eine höhere Energieeinsparung zu erzielen. Im Normalfall ist nur eine Einheit in
Betrieb und die Slave-Einheiten schalten sich nur in kritischen Situationen oder bei einer Zunahme der Wärmelast im
klimatisierten Raum ein. Im Normalbetrieb findet die Rotation der Einheiten statt, um eine ausgewogene
Betriebsstundenzahl zu gewährleisten.
Diese Funktion ist nur mit Mikroprozessor pCO bis maximal 8 Einheiten möglich.
10.3
KRITISCHE SITUATIONEN
Die Einheiten im lokalen Netz werden in einer der folgenden kritischen Situationen aktiviert:
•
•
•
Eine der Karten bleibt ohne Stromversorgung (Stromausfall);
In einer der Karten tritt ein schwerwiegender Alarm auf;
Eine der Karten wird durch Abschaltung vom Netzwerk getrennt;
Bei Auftreten einer kritischen Situation bei den Stand-by-Einheiten hat dies auf Netzwerkebene keine
Auswirkung außer der Alarmmeldung der betroffenen Einheit.
10.4
UNTERSTÜTZENDER BETRIEB
•
EINHEITEN MASTER – SLAVE
•
EINHEITEN IN KASKADENBETRIEB (pCO)
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11
ORDENTLICHE UND AUSSERORDENTLICHE WARTUNG
ACHTUNG !
VOR JEDEM EINGRIFF DEN HAUPTSCHALTE AUF “O” LEGEN
11.1
TABELLE DER PLANMÄSSIGEN WARTUNG
Folgende Tabelle zeigt die für die Einheit empfohlenen planmäßigen Wartungseingriffe auf:
VENTILATOREN
Allgemeinzustand überprüfen: Korrosion, Befestigung, Sauberkeit
X
Motorgeräusch überprüfen
X
Lüfterrad überprüfen: Schwingungen, Unwucht
X
X
Stromaufnahme überprüfen
X
Lüfterrad und Motor reinigen
LUFTFILTER
Zustand der Filter überprüfen: Befestigung, eventuelle Schäden
X
Verschmutzung der Filter überprüfen
X
X
Betrieb und Einstellung der Differenzdruckschalter überprüfen
Den korrekten Betrieb des Systems überprüfen
X
X
LED´s des Displays und Status der Alarme überprüfen
MIKROPROZESSOR
INNERER
BEFEUCHTER
Die Anschlüsse der Mutterkarte überprüfen
X
Die Steuerkarten und Displays überprüfen
X
Die korrekte Messwerterfassung der Fühler der Einheit überprüfen
X
Zustand des Zylinders überprüfen:
X
Das automatische Spülen des Zylinders ausführen
X
Zustand der Füll- und Ablassventile überprüfen
X
Das manuelle Spülen mit Entkalker ausführen
X
Zustand der Dichtungen überprüfen
X
Ggf. ersetzen
X
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1 JAHR
6 MONATE
3 MONATE
KOMPONENTEN
1 MONAT
ÜBERPRÜFUNG
ALLE
SCHALTSCHRANK
Versorgung der Einheit überprüfen
X
Die elektrischen Anschlüsse überprüfen
X
Aufnahmewerte der Elektrokomponenten überprüfen
X
Tests der Sicherheitskomponenten überprüfen
X
X
Schmelzsicherungen austauschen
Kreisläufe auf Leckverluste überprüfen
X
Mögliche Luftblasen aus dem Kreislauf entfernen
X
Temperaturen und Drücke des Kreislaufs überprüfen
X
WASSERKREISLÄUFE
X
Betrieb des Dreiwegeventils überprüfen
Glykolanteil im Kreislauf überprüfen
X
Wasserzirkulation überprüfen
X
Arbeitsdrücke und -temperaturen überprüfen
X
X
Verdichterzustand überprüfen
KÄLTEKREISLÄUFE
Filter des Kältemittelschauglases überprüfen
X
Betrieb der Sicherheitsvorrichtungen überprüfen
X
X
Einstellung und Betrieb der Regelventile überprüfen
Kältemittelfüllung
überprüfen
VERFLÜSSIGER
und
mögliche
Leckverluste
des
Kreislaufs
X
Schmierölstand überprüfen
X
Zustand des externen Verflüssigers überprüfen
X
Einstellung des Reglers des externen Verflüssigers überprüfen
X
X
Versorgung des externen Verflüssigers überprüfen
Das Druckwächterventil
überprüfen
des
wassergekühlten
Wasserzirkulation des Verflüssigers überprüfen
Verflüssigers
X
X
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11.2
WARTUNG DER VENTILATOREN
Die Wartung der Ventilatoren muss unbedingt unter möglichst sicheren Bedingungen und immer mit
abgeschaltetem Gerät vorgenommen werden.
Dabei die folgenden Kontrollen vornehmen:
11.3
•
Regelmäßig den Zustand der Ventilatorenflügel kontrollieren und jede Verunreinigung und
selbstverständlich auch Krusten/Ablagerungen entfernen, die im Laufe der Zeit die Auswuchtung des
Gebläserades beeinträchtigen und die Lager beschädigen könnten.
•
Kontrollieren, ob die Kühlrippen der Motoren der Ventilatoren sauber sind. Sollten während des
Betriebs ungewöhnliche Geräusche zu hören sein, deren Ursache feststellen, das Gerät abschalten
und den Defekt beheben bzw. den Ventilator oder den Motor auswechseln.
WARTUNG DES KÄLTEKREISLAUFS
Der Kältekreislauf muss nicht gewartet, sondern lediglich regelmäßig wie im Kapitel “Anlassen” angegeben
kontrolliert werden.
Zuerst den Kreislauf nach allfälligen undichten Stellen
Flüssigkeitsinspektionsfenster an der Bildung von Blasen erkennen kann.
untersuchen,
die
man
durch
das
Den Zustand der Kühlbatterie kontrollieren und gegebenenfalls mit warmem Wasser, Seife und einer Bürste mit
langen, weichen Borsten reinigen. Es kann auch Pressluft verwendet werden, sofern diese ohne Öl ist.
11.4
WARTUNG DES ELEKTRISCHEN LUFTERHITZERS
Den Erhitzer auf Verschmutzungen kontrollieren und die ordnungsgemäße Aufnahme in Ampere lt. den
Angaben im Produktdatenblatt überprüfen. Bei einem Erhitzer mit dynamischer Regelung sollte hin und wieder die
Funktionstüchtigkeit des Modulators überprüft werden. Dazu einfach kontrollieren, ob sich das Gerät beim Aufheizen
korrekt verhält, indem man die Spannung 0-10 V am Ausgang des Mikroprozessors zum Modulator auf der
entsprechenden Seite aufschaltet. (siehe Gebrauchshandbuch).
11.5
WARTUNG DES SCHALTSCHRANKS
Bei der Wartung des Schaltschranks müssen die Komponenten aus mindestens 30 cm Entfernung mit Pressluft
gereinigt werden (damit die Kunststoffteile nicht beschädigt werden); dabei ist besonders auf die Kühllüfterräder und die
Wärmeableiter zu achten
11.6
WARTUNG DER LUFTFILTER
Alle Tecnair LV Klimageräte sind auf allen installierten Filtern mit Differenzdruckschaltern zur Messung der
Druckdifferenz des verschmutzten Filters ausgestattet. Der Mikroprozessor liefert eine Meldung, wenn die gemessene
Druckdifferenz über dem Einstellwert liegt. Um den Ansprechdruck eines Druckwächters zu ändern, braucht man nur das
Gehäuse abzunehmen und mit dem Rädchen den gewünschten Druckabfall einzustellen.
FILTERTYP
ANORDNUNG
WERT [Pa]
Filter G4
Saugleitung
120
Die Filter G4 sind nicht regenerierbar und müssen ersetzt werden.
HINWEIS: Für einen effizienten Betrieb der Filter G4 muss die Dichtung der Größe 15x3 mm installiert werden
(bei Wechselfiltern mitgeliefert)
Handbuch Cod. 75803709A.0708
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11.7
WARTUNG DER LUFTGEKÜHLTEN VERFLÜSSIGER CEA
Beim luftgekühlten Verflüssiger muss der Zustand der Verdampferbatterien überprüft und bei einer
Verschmutzung der Lamellen die Reinigung vorgenommen werden.
Zudem müssen die Stromaufnahme der Ventilatoren, ihr Betriebsgeräusch und der Zustand des
Drehzahlreglers überprüft werden.
Die Reinigung der Register muss wie im Folgenden beschrieben ausgeführt werden:
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12
STÖRUNGSDIAGNOSE
ACHTUNG!
VOR JEDEM EINGRIFF DEN HAUPTSCHALTE AUF “O” LEGEN
Das folgende Kapitel soll eine Hilfestellung bei der Suche nach Störungen und deren Behebung bieten. Für
jedes angeführte Problem werden die möglichen Ursachen der Störung und mögliche Abhilfen angeführt. Die
Beschreibung der Ursache ist allgemein gehalten und bezieht sich auf die möglichst kompletten Maschinenversionen; es
obliegt dem Bediener, die für seinen Fall relevanten Möglichkeiten und/oder die auf seiner Maschine effektiv
vorhandenen Funktionen festzustellen.
Eingriffe an den Maschine dürfen nur von kompetentem und autorisiertem Personal vorgenommen werden.
Wir raten dringend davon ab, ohne ausreichende Kenntnis der Funktionsweise der Maschine Eingriffe an dieser
vorzunehmen.
Legende des Störungsdiagramms:
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12.1
KLIMAGERÄTE MIT DIREKTVERDAMPFUNG – PROBLEME IM KÄLTEKREISLAUF
NIEDERDRUCKSTÖRABSCHALTUNG
KÄLTEKREISLAUF
LEER
THERMOSTATIVENTIL DEFEKT
URSACHE
KLÄREN UND
WIEDER
AUFFÜLLEN
BALG
ERSETZEN
LUFTFILTER
REINIGEN
NIEDRIGER
LUFTVOLUMENSTROM IN
VERDAMFPER
KEINE
VERDICHTUNG
NIEDRIGER
KONDENSATIONS
DRUCK
KONDENSATIONSREGELUNGSSYSTEM
ÜBERPRÜFEN
LUFTKREISLAUF
PRÜFEN AUSGANGSBEDINGUNGEN
WIEDER HERSTELLEN
MECHANISCHE
BESCHÄDIGUNG
BESCHÄDIGUNG
VENTILE
VERDICHTER
ABNEHMEN UND
ERSETZEN
VENTILATOREINSTELLUNG
ÜBERPRÜFEN
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HOCHDRUCKSTÖRABSCHALTUNG
LUFTGEK.
VERFL.
ZU NIEDRIGER
LUFTVOLUMENSTROM
ZUM VERFLÜSSIGER
MÖGLICHE
VERSTOPFUNGEN AN
REGISTER
ÜBERPRÜFEN
WASSE
R- GEK.
VERFL.
ZU HOHE
LUFTEINTRITTSTEMPERATUR
LUFTTEMPERATUR
MESSEN
VENTILATOR
FUNKTIONIERT
NICHT
LUFTRÜCKSTRÖME
BESEITIGEN
WIRKSAMKEIT
KONDENSATIONSREGELUNGSSYSTEM
ÜBERPRÜFEN
KÄLTEKREISLAUF
ZU VOLL
THERMOSCHUTZVORRICHTUNGEN
UND STROMAUFNAHMEN
ÜBERPRÜFEN
PRÜFEN UND
WIEDER IN
GRENZBEREICH
BRINGEN
VERFLÜSSIGERBATTERIE REINIGEN
KEIN WASSER
PUMPEN UND
ABSPERRARMATUREN
DES
WASSERKEISLAUFS
PRÜFEN
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DRUCKWÄCHTERVENTIL
DEFEKT
BETRIEB UND
EINSTELLUNG
ÜBERPRÜFEN
KÄLTEKREISLAUF
ZU VOLL
VERFLÜSSIGER
VERSCHMUTZT
PRÜFEN UND
WIEDER IN
GRENZBEREICH
BRINGEN
REINIGUNG
AUSFÜHREN
SEHR HOHE
WASSEREINTRITTSTEMPERATUR
AUSGANGSBEDINGUNGEN
PRÜFEN UND WIEDER
HERSTELLEN
12.2
KLIMAGERÄTE MIT KALTWASSERREGISTER – PROBLEME IM WASSERKREISLAUF
KEINE KÜHLUNG
LUFT IM
KREISLAUF
LUFT IM KREISLAUF
ÜBERPRÜFEN UND
BESEITIGEN
ZU HOHE WASSERTEMPERATUR IM
VERDAMPFERAUSTRITT
DREIWEGEVENTIL
ÖFFNET
NICHT
WASSERKÜHLSATZ ÜBERPRÜFEN UND
ENTWURFSBEDINGUNGEN
TEMPERATUR WIEDER HERSTELLEN
ELEKTRONIKKARTE
ÜBERPRÜFEN
FUNKTIONSTÜCHTIGKEIT
STELLMOTOR
ÜBERPRÜFEN
PRÜFEN, OB MECHANISCHE
SPERREN DIE ÖFFNUNG
BEHINDERN
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12.3
PROBLEME DES HEIZABSCHNITTES
KEIN
HEIZEN
NACHH.
MIT
HEISSGAS
WASSERGEKÜHLT
ELEKTRISCH
KEIN NACHHEIZEN
STELLANTRIEB
FUNKTIONIERT
NICHT
KEIN HEIZEN
AUSLÖSUNG
LEITUNGSSCHUTZSCHALTER
WIDERSTAND IN
KURZSCHLUSS
ODER AN MASSE
AUSLÖSUNG
SICHERHEITSTHERMOSTAT
HOHE TEMPERATUR
DURCH GERINGEN
LUFTVOLUMENSTROM
VENTIL ÖFFNET
NICHT
FUNKTIONSTÜCHTIGKEIT
STELLANTRIEB
ÜBERPRÜFEN
PRÜFEN UND
ENTWURFSBEDINGUNGEN
WIEDER HERSTELLEN
ABKLEMMEN
UND
ERSETZEN
LUFTFILTER
REINIGEN
ZU NIEDRIGE
WASSERTEMPERATUR
PRÜFEN UND
ENTWURFSBEDINGUNGEN
WIEDER HERSTELLEN
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ANSCHLÜSSE UND
BETRIEB DER
VENTILATOREN
ÜBERPRÜFEN
VERSORGUNG
UND
MODULIERENDES
SIGNAL
ÜBERPRÜFEN
FUNKTIONSTÜCHTIGKEIT
STELLMOTOR
ÜBERPRÜFEN
VERSORGUNG UND
MODULIERENDES
SIGNAL
ÜBERPRÜFEN
PRÜFEN, OB
MECHANISCHE
SPERREN DIE
ÖFFNUNG
BEHINDERN
12.4
PROBLEME MIT DER ENTFEUCHTUNG
KEINE
ENTFEUCHTUNG
DIREKTVERDAMPFUNG
KEIN
VERDICHTERSTART
HOHER
LUFTVOLUMENSTROM
BERECHTIGUNGEN
AUF
ELEKTRONIKKARTE
ÜBERPRÜFEN
ENTWURFSBEDINGUNGEN
WIEDER
HERSTELLEN
KALTWASSER
HOHER
LUFTVOLUMENSTROM
ENTWURFSBEDINGUNGEN
WIEDER
HERSTELLEN
HOHE WASSERTEMPERATUR
VENTIL
ÖFFNET NICHT
VERSORGUNG AN
ELEKTRONIKKARTE
ÜBERPRÜFEN
FUNKTIONSTÜCHTIGKEIT
STELLMOTOR
ÜBERPRÜFEN
EVENTUELLE
MECHANISCHE
SPERREN IM
SCHLIESSSYSTEM
BESEITIGEN
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ÜBERMÄSSIGE
ENTFEUCHTUNG
ZU NIEDRIGER
LUFTVOLUMENSTROM
DIREKTVERDAMPFUNG
KALTWASSER
ZU NIEDRIGE
VERDAMPFUNGSTEMPERATUR
PRÜFEN, OB
VENTILATOR
BLOCKIERT IST
BETRIEB
THERMOSTATVENTIL
ÜBERPRÜFEN
PRÜFEN, OB
KÄLTEKREISLAUF
LEER IST
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ZU NIEDRIGE
WASSERTEMPERATUR
PRÜFEN, OB
VENTILATORSCHUTZSCHALTER
AUSGELÖST HAT
PRÜFEN, OB
NIEDRIGER
KONDENSATIONSDRUCK VORLIEGT
ELEKTRISCHEN
ANSCHLUSS
VENTILATOR
ÜBERPRÜFEN
FILTER
REINIGEN
LUFTKREISLAUF
ÜBERPRÜFEN
ENTWURFSBEDINGUNGEN
WIEDER
HERSTELLEN
12.5
PROBLEME MIT DER VENTILATION
KEIN LUFTSTROM
BETRIEB MIT
GEÖFFNETEN
PANEELEN
PANEELE
SCHLIESSEN
NIEDRIGE
VERSORGUNGSSPANNUNG
KORREKTE
SPANNUNG
ÜBERPRÜFEN
AUSLÖSUNG
SCHUTZSCHALTER
WEGEN ZU HOHER
AUFNAHME
KEINE LUFT
VERSCHMUTZTE
FILTER
MECHANISCHE
BESCHÄDIGUNG
FILTER
REINIGEN
EINSTELLUNG UND
FUNKTIONSWEISE
DES
MECHANISMUS
ÜBERPRÜFEN
HOHER
LUFTVOLUMENSTROM
GESCHWINDIGKEIT
VERRINGERN DURCH
ÄNDERN DES
ELEKTRISCHEN
ANSCHLUSSES
STÖRABSCHALTUNG
DES STRÖMUNGSWÄCHTERS
HOHE
LUFTTEMPERATUR
ZUSÄTZLICHE
DRUCKVERLUSTE IM
LUFTKREISLAUF
ERZEUGEN
LUFTKREISLAUF
UND VENTILATORDREHRICHTUNG
ÜBERPRÜFEN
ERSETZEN
ZU NIEDRIGER
LUFTVOLUMENSTROM
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13
GLOSSAR
•
Proportionalbereich: definiert eine Temperaturzone von wenigen Grad ab dem Sollwert, in der das
System die Regelvorrichtungen verwaltet.
•
Default: dieser Begriff definiert Werte, z. B. den Sollwert und den Proportionalbereich der Temperatur, die
vom System automatisch verwendet werden, wenn der Benutzer keine Änderungen vornimmt.
•
Free Cooling: zur energiesparenden Kühlung des Raums wird Außenluft in den Raum durch Öffnen einer
Klappe eingeführt oder Kaltwasser verwendet.
•
Stufe: definiert einen Abschnitt des Proportionalbereichs (Temperaturen oder Feuchtigkeit), in dem eine
Vorrichtung eingeschaltet ist und bestimmt gleichzeitig auch die Ein- und Abschaltwerte der Vorrichtung.
•
Zuluft: die vom Klimagerät in den Raum geleitete Luft.
•
Maske: definiert die auf dem Display angezeigte Bildschirmseite.
•
Rampe: dieser Begriff definiert den Hub eines modulierenden Ventils von 0% bis 100%.
•
Range: der verfügbare Wertebereich eines Parameters.
•
Rückluft – Ansaugung: die aus dem klimatisierten Raum vom Klimagerät angesaugte Luft.
•
Sollwert: definiert einen zu erfüllenden Temperaturwert (oder Feuchtigkeitswert); Das System aktiviert die
Heiz- oder Kühlvorrichtungen, bis die Temperatur oder die Feuchtigkeit den Sollwert erreichen.
•
3-Punkt-Ventil – modulierendes Ventil: das sehr gebräuchliche 3-Punkt-Ventil wird durch 2 Relais
betätigt, die jeweils die zeitgesteuerte Öffnung und Schließung veranlassen; Das modulierende Ventil wird
dagegen von einem Spannungssignal 0...10 V angesteuert und ist präziser.
•
Totzone – Neutralzone: sie definieren eine sehr kleine Temperaturzone zwischen dem Sollwert und dem
Proportionalbereich, in der die Vorrichtungen sich nicht einschalten.
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ANMERKUNGEN
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