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1
Bedienungsanleitung
© Waffen Holthaus - © Optronika
2
1. Überblick
Inhalt:
3
2. Technische Daten
3
3. Okularverstellung / Dioptrienausgleich
3.1. Konterring Heritage Tactical
4
4
4. Vergrößerung
5
5. Parallaxeausgleich
5.1. Parallaxe erklärt
5.2. Einstellen des Parallaxeausgleichs
6
6
7
6. Absehenbeleuchtung
6.1. Verstellring bei Heritage Tactical
6.2. Selbstabschaltung
6.3. Batteriewechsel
8
8
9
9
7. Absehenverstellung
7.1. Heritage Tactical
7.1.1. MTC – More Tactile Click
7.1.2. Zero Stop
7.1.3. bewegliche Skalenbeschriftung
7.1.4. Single Turn und Double Turn
7.1.5. Lever-Lock
7.1.6. Optionale SKC-Türme
7.2. Heritage Hunter
7.3. Heritage Light Tactical
10
11
11
11
12
12
13
14
15
16
8. Absehen
8.1. Gen2 Mildot
8.2. Gen2 XR
8.3. A7
8.4. MOA-ER
17
17
18
19
20
9. Staubschutzklappen
10. Pflege
10.1.
Rohrkörper und Bedienelemente
10.2.
Linsenpflege
21
22
22
22
11. Montagehinweise
23
12. Garantie
24
13. Kontakt
24
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3
1. Überblick:
in mm
5-25x56
Tactical
3-15x50
Tactical
3-15x50
LT
3-15x50
Hunter
A
B
C
D
E
F
G
H
J
K
L
M
N
415
73
83
51,5
51
74,5
81
62
45
53,5
81,5
102
34
346
61
46
48
50
56
81
57
45
50
78,5
101
34
346
61
55
42
35
76
75
57
43
37,5
56
80,5
30
346
61
55
42
35
76
75
57
43
33,5
53,5
78
30
2. Technische Daten:
Vergrößerung
Objektiv-Ø
Sehfeld
Austrittspupille
Augenabstand
Dioptrienausgleich
Parallaxeausgleich
Höhenverstellung
Seitenverstellung
Gewicht
5-25x56 Tactical 3-15x50 Tactical
5x bis 25x
3x bis 15x
56mm
50mm
5x = 75mrad
3x = 128mrad
25x = 17mrad
15x = 28mrad
5x = 11mm
3x = 11,2mm
25x = 2,3mm
15x = 3,4mm
90mm
90mm
-3 bis +2,5
-3 bis +2,5
50m bis ∞
50m bis ∞
30mrad
34mrad
+/- 6mrad
+/- 8mrad
1.100g
1.000g
© Waffen Holthaus - © Optronika
3-15x50Hunter / LT
3x bis 15x
50mm
3x = 128mrad
15x = 28mrad
3x = 11,2mm
15x = 3,4mm
90mm
-3 bis +2,5
50m bis ∞
18mrad
+/- 6mrad
690g bis 760g
4
3. Dioptrienausgleich
Der Dioptrienausgleich (Okularverstellung) fokussiert das individuelle Auge auf das
Absehen. Er dient nicht dazu, die Abbildungsschärfe des Zielbildes zu beeinflussen.
Die Parallaxeverstellung wird verwendet, um auf das Zielbild zu fokussieren.
Um das Absehen zu fokussieren, ist wie folgt vorzugehen:
-
Zielfernrohr auf die höchste Vergrößerung stellen
Das Zielfernrohr auf einen gleichmäßig hellen, konturlosen Hintergrund richten
(z.B. bewölkter Himmel)
Den Dioptrienausgleich durch Drehen justieren, bis das Absehen fokussiert ist
Wenn nun vom Zielfernrohr kurz weg geblickt und dann wieder durch das
Zielfernrohr geschaut wird, so muss das Absehen sofort scharf erscheinen und
sich nicht erst das Auge selber nach kurzer Zeit auf das Absehen scharf
stellen. Ansonsten muss über den Dioptrienausgleich nachjustiert werden, bis
das Absehen sofort scharf erscheint.
3.1 Okularkonterring bei Heritage Tactical Zielfernrohren
Die Heritage Tactical Zielfernrohre verfügen über einen Konterring, der den
Dioptrienausgleich gegen unbeabsichtigte Verstellung sichert. Durch Drehen des
Konterrings gegen den Uhrzeigersinn wird der Dioptrienausgleich frei gegeben. Durch
Drehen im Uhrzeigersinn wird der Dioptrienausgleich arretiert. Diese Arretierung
dient dazu, ein unbeabsichtigtes Verstellen des Dioptrienausgleich zu verhindern.
Unter starkem Krafteinsatz ist ein Verdrehen jedoch weiterhin möglich.
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4. Vergrößerungsverstellung
Um die Vergrößerung des Zielfernrohres zu verstellen dreht man den Verstellring auf
die gewünschte Vergrößerung. Im Uhrzeigersinn verringert sich die Vergrößerung,
gegen den Uhrzeigersinn erhöht sich die Vergrößerung.
Das Absehen der Heritage-Zielfernrohre befindet sich in der 1. Bildebene. Dies
bedeutet, dass sich das Absehen im selben Maße vergrößert wie das Zielbild.
Dadurch bleiben die Abdeckmaße des Absehens relativ zum Zielbild immer gleich.
Dies erlaubt es, das Absehen bei jeder gewählten Vergrößerung zum
Entfernungsschätzen und zur Flugbahnkompensation zu verwenden, ohne dass es
einer Umrechung der Abdeckmaße auf eine bestimmte Vergrößerung dedarf.
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5. Parallaxeverstellung
5.1 Parallaxe erklärt
Parallaxe ist die sichtbare Bewegung des Absehens auf dem Zielbild, welche eintritt
wenn das betrachtende Auge sich hinter dem Zielfernrohr in Höhe oder Seite
bewegt, während das Zielfernrohr nicht auf die Zieldistanz parallaxefrei justiert ist.
Diese Bewegung wird Parallaxefehler genannt und führt zu Treffpunktverlagerungen.
Parallaxe entsteht dadurch, dass die Ebene des Zielbildes im Zielfernrohr nicht im
gleichen Abstand liegt, wie die Ebene in der das betrachtete Absehen steht. Dieser
Unterschied bedingt gleichzeitig, dass das Zielbild zum Absehen nicht fokussiert
erscheint.
Alle Hertiage Zielfernrohre sind mit einem Parallaxeausgleich als Verstellturm auf der
linken Seite des Zielfernrohres ausgestattet. Dieser erlaubt es, die Parallaxe zwischen
Absehen und Zielbild zu eliminieren, indem das Zielbild in die gleiche Ebene gebracht
werden kann wie das Absehen. Die Parallaxeverstellung lässt sich über einen
Distanzbereich von ca. 50m bis unendlich verstellen.
Je genauer man den Parallaxeausgleich justiert, desto schärfer erscheint das Zielbild
zum Absehen und desto kleiner wird der mögliche Parallaxefehler bei schrägem
Einblick.
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5.2 Einstellen des Parallaxeausgleichs
Um festzustellen, ob das Zielfernrohr auf eine bestimmte Entfernung parallaxefrei
justiert ist, bewegt man bei Betrachtung des Zieles durch das Zielfernrohr den Kopf
horizontal oder vertikal hinter dem Zielfernrohr und beobachtet die Bewegung des
Absehens auf dem Ziel.
Bewegt sich das Absehen gegenläufig zur Bewegung des Kopfes (z.B. Kopf bewegt
sich nach links, Absehen wandert auf dem Ziel nach rechts), so ist das Ziel weiter
entfernt als die eingestellte Parallaxedistanz und die Parallaxeverstellung muss gegen
den Uhrzeigersinn gedreht werden, um die eingestellte parallaxefreie Distanz auf
Zieldistanz zu vergrößern.
Bewegt sich das Absehen auf dem Ziel in dieselbe Richtung wie die Kopfbewegung
(z.B. Kopf bewegt sich nach links, Absehen wandert auf dem Ziel nach links), so ist
das Ziel näher als die eingestellte Parallaxedistanz und die Parallaxeverstellung muss
im Uhrzeigersinn gedreht werden, um die parallaxefreie Distanz auf Zieldistanz zu
verringern.
Sobald das Absehen sich nicht mehr auf dem Zielbild bewegt, ist die Parallaxe
vollständig eliminiert und das Zielbild ist zum Absehen scharf gestellt. Sollte das
Zielbild trotzdem unscharf erscheinen, dann überprüfen sie die Einstellung des
Dioptrienausgleichs (3.).
Es ist zu beachten, dass der Verstellturm für die Parallaxe keine Distanzmakierungen
aufweist und nur über eine Gravur für die Drehrichtung der Distanzänderung von nah
zu fern verfügt.
Dies liegt daran, dass sich die parallaxefrei eingestellte Distanz (im Gegensatz zur
tatsächlichen Zieldistanz) mit Änderung von Temperatur und atmosphärischen
Bedingungen ändert und daher jedwede Form von Distanzmarken ungenau wären
und täuschen können.
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6. Absehenbeleuchtung
Alle Heritage-Zielfernrohre sind mit einem Dämmerungs-Leuchtabsehen erhältlich.
Die Einstellung der Absehenbeleuchtung erfolgt über den zusätzlichen Verstellring am
Parallaxeverstellturm.
Die Intensität der Beleuchtung ist in 11 Stufen regelbar. Zwischen zwei Stufen
befindet sich eine Aus-Stellung, bei der die Stromzufuhr unterbrochen ist und keine
Energie verbraucht wird.
Es ist so möglich eine bestimmte Leuchtintensität vorzuwählen und dann ein wenig
weiter in die nächste Aus-Stellung zu drehen. Wird die Absehenbeleuchtung benötigt,
so muss der Verstellring nur das kurze Stück zurück gedreht werden um die
vorgewählte Helligkeitsstufe zu aktivieren.
6. 1 Verstellring bei Heritage Tactical Zielfernrohren
Der Verstellring der Heritage Tactical Zielfernrohre ist in seiner Transportstellung in
den Parallaxeturm eingeschoben. Dies schützt die Verstellung vor äußerer
Beschädigung und verhindert ein unbeabsichtigtes Einschalten der Beleuchtung.
Um die Beleuchtung zu verwenden, zieht man den Verstellring aus dem
Parallaxeturm heraus. Die Nummerierung der Intensitätstufen wird sichtbar. Nun erst
lässt sich der Verstellring drehen und die gewünschte Intensität einstellen.
Um die Verstellung wieder zu sichern wird sie auf Stufe 0 zurück gedreht und dann
der Verstellring wieder in den Parallaxeturm eingeschoben. Dies stellt sicher, dass
das Leuchtabsehen immer auf der niedrigsten Stufe aktiviert wird und der Schütze
nicht durch ein zu hell eingestelltes Leuchtabsehen geblendet wird.
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6.2 Selbstabschaltung
Die Absehenbeleuchtung ist mit einer Selbstabschaltung ausgestattet, die das
Leuchtabsehen nach 6 Stunden Betrieb ohne Veränderung der Einstellung
automatisch abschaltet. Dadurch wird verhindert, dass sich die Batterie entleert,
wenn das Abschalten vergessen wurde oder sich das Leuchtabsehen unbeabsichtigt
eingeschaltet hat.
Das Leuchtabsehen schaltet sich wieder
Helligkeitseinstellung vorgenommen wird.
ein,
sobald
eine
Änderung
der
6.3 Batteriewechsel
Das Batteriefach befindet sich im Verstellring der Leuchteinheit und wird durch eine
eingeschraubte Abdeckkappe verschlossen.
Mit einer Münze oder anderem passenden Objekt lässt sich die Abdeckkappe des
Batteriefaches herausdrehen. Dazu wird das Werkzeug in den Schlitz der
Abdeckkappe eingesetzt und die Kappe gegen den Uhrzeigersinn herausgedreht.
Sobald die Kappe abgeschraubt ist kann die Batterie (CR2032) entnommen und
durch eine neue ersetzt werden. Dabei muss der Minus-Pol der Batterie Richtung
Zielfernrohr zeigen. Danach wird die Abdeckkappe wieder im Uhrzeigersinn
eingeschraubt.
Es wird nicht empfohlen, die Ersatzbatterie als Werkzeug zum Abschrauben der
Abdeckkappe zu verwenden, da die Batterie dabei beschädigt werden kann. Eine
beschädigte Batterie darf nicht in das Batteriefach eingesetzt werden.
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7. Absehenverstellung
Premier Reticles Heritage Zielfernrohre
Absehenverstellungen erhältlich.
sind
mit
verschiedene
Arten
von
Alle Absehenverstellungen erlauben es, das Absehen auf die Treffpunktlage des
Schusses zu justieren. Dabei verfügen die Absehenverstellungen über hör- und
fühlbare Rastungen („Klicks“) und sichtbare Skalen, um die Verstellung des Absehens
gezielt vornehmen und die gewählte Einstellung ablesen zu können.
Je nach Ausführung sind die Verstellungen wahlweise in Winkelminuten (minute of
angle, MOA) oder Milliradiant (mrad bzw. mil) eingeteilt. Bei MOA-Verstellung
entspricht ein Klick ¼ MOA (ca. 7,3mm/100m), bei mrad-Verstellung 0,1 mrad
(1cm/100m).
Je nach Ausführung ist die Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn (CCW - Counter
Clockwise) oder mit dem Uhrzeigersinn (CW – Clockwise). Die Drehrichtung
bezeichnet jeweils die Richtung, in die gedreht werden muss, um eine
Treffpunktlageveränderung in Richtung „hoch“ bzw. „rechts“ zu erreichen.
Treffpunktlageveränderung bei CCW-Verstellung
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Die Mechanik der Absehenverstellung ist so ausgeführt, dass der zur Verfügung
stehende Verstellbereich rechteckig bzw. quadratisch ist. Am Ende des
Verstellbereichs befindet sich jeweils ein interner Anschlag und der Verstellturm lässt
sich nicht mehr weiter in diese Richtung drehen. Das bedeutet einerseits, dass bei
kompletter Ausnutzung der Verstellbereichs z.B. in der Höhe, nach wie vor der
gesamte Verstellbereich in seitlicher Richtung verfügbar ist (und umgekehrt).
Ausserdem bewirkt diese Bauweise, dass es nicht zum unkontrollierten „Springen“
des Absehens oder gar einer Beschädigung der Mechanik kommen kann, wenn der
Extrembereichen der Absehenverstellungen erreicht ist. Der gesamte angegebene
Verstellbereich ist also ohne Einschränkungen nutzbar.
7.1 Heritage Tactical Zielfernrohre
Die Heritage Tactical Zielfernrohre verfügen über große, gut greifbare Verstelltürme
mit großem Verstellbreich in ein (Single Turn) oder zwei Umdrehungen (Double
Turn).
7.1.1 MTC – More Tactile Click
Höhen- und Seitenverstellturm verfügen jeweils über den so genannten MTC (More
Tactile Click), eine spürbar härtere Rastung bei den auf der Skala angegebenen
Zahlenmarkierungen. Dadurch ist es möglich, schnell ganze Dekaden an Klicks zu
verstellen, indem direkt von einem MTC zum nächsten gezählt wird. Bei Modellen mit
MOA-Verstellung befinden sich die MTC-Klicks in 2 MOA-Schritten.
7.1.2 Zero Stop
Der Höhenturm verfügt über einen so genannten Zero Stop (Nullanschlag), der ca. 5
Klicks unterhalb der Null-Markierung liegt. Wird die Höhenverstellung bis zum
Anschlag des Zero-Stops ‘runter’ gedreht, so braucht nur bis zum nächsten MTC
zurück gedreht werden, welcher der Nullstellung ‘0’ auf der Skala entspricht. Auf
diese Weise kann der Höhenturm jederzeit ohne Sichtkontrolle in die Nullstellung
gebracht werden.
Die Höhen- und Seitenverstelltürme verfügen des Weiteren über eigene interne
Endanschläge, die verhindern, dass sie über die aufgezeichnete Skalierung hinaus
gedreht werden können. So wird verhindert, dass der Turm mehrfach komplett
gedreht werden kann und nicht mehr nachvollziehbar ist in welcher Umdrehung sich
der Verstellturm befindet, wodurch die aktuelle Treffpunktlage unbekannt wäre.
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7.1.3 Bewegliche Skalenbeschriftung
Die Skalenbeschriftung der Heritage Tactical Türme lässt sich in einem kleinen
Bereich bewegen, damit die Skala optimal auf die Indexmarkierung an der Turmbasis
ausgerichtet werden kann.
Dazu werden die drei Inbusschrauben auf der Oberseite des Verstellturmes gelöst
(nicht komplett herausdrehen) und nach Ausrichtung der Skala wieder angezogen.
7.1.4 Single Turn und Double Turn
Die Höhenverstellung der Heritage Tactical gibt es in den Ausführungen ‘Single Turn’
(eine Umdrehung) und ‘Double Turn’ (zwei Umdrehungen).
In der Ausführung Single Turn lässt sich der Turm nur insgesamt eine
Umdrehungvom Nullanschlag bis zum Endanschlag drehen.
In der Ausführung Double Turn lässt sich der Turm zwei Umdrehungen drehen. Er
verfügt dazu über zwei übereinander angeordnete Skalen, die obere bezeichnet
hierbei die zweite Umdrehung.
Um unterscheiden zu können in welcher Umdrehung der Turm aktuell steht, befindet
sich unten rechts am Turm ein kleiner Stift, der in der ersten Umdrehung
eingefahren und in der zweiten Umdrehung fühl- und sichtbar ausgefahren ist. Auf
der Skala ist am Übergang von der ersten in die zweite Umdrehung eine gedachte
Treppe aufgezeichnet. In diesem Bereich fährt auch der Anzeigestift aus. Dadurch
zeigt der erste spürbare MTC, nachdem der Anzeigestift ausgefahren ist, die erste
markierte Zahl der zweiten Umdrehung auf der Skala an.
So kann mittels des Anzeigestiftes und der MTCs auch ohne Sicht auf die Skala die
Verstellung schnell und genau auf die gewünschte Einstellung vorgenommen werden.
Heritage Tactical 28mil Doubleturn Verstellturm mit SKC
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7.1.5 LeverLock
Die Verstelltürme der Heritage Tactical Zielfernrohre verfügen über Spannhebel
(‘LeverLock’) mit denen die Türme schnell und ohne besonderes Werkzeug im Feld
genullt werden können.
Sobald die Waffe eingeschossen ist und die Türme auf die gewünschte Stellung
genullt werden sollen, kann mit dem Hülsenrand einer Patrone oder ähnlichem
Werkzeug der LeverLock Hebel aufgeklappt und der Turm leicht angehoben werden.
Dadurch trennt sich der Verstellturm von der internen Absehenverstellung.
Wenn nun am Verstellturm gedreht wird, bewegt sich das Absehen nicht mit. Die
Klicks bleiben jedoch konstruktionsbedingt weiter hör- und fühlbar.
Nachdem der Turm auf die gewünschte Stellung gedreht wurde, wird der Lever-Lock
wieder zurückgeklappt, wodurch der Turm wieder mit der Absehenverstellung
verbunden wird und beim Drehen des Turmes das Absehen wieder mitverstellt wird.
Der Lever-Lock muss beim Zurückklappen einen gewissen Widerstand leisten. Sollte
dieser zu schwach sein kann durch Drehen des Lever-Lock im Uhrzeigersinn die
Spannkraft erhöht werden. Sollte der Lever-Lock nicht fest genug sein, so kann es
passieren, dass der Verstellturm die Absehenverstellung nicht mitbewegt.
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7.1.6 Optionale SKC-Türme
SKC steht für ‘Slip Knurl Clutch’ und bezeichnet einen mit einer Rutschkupplung mit
dem Verstellturm verbundenen Ring, der das unbeabsichtigte Verstellen der Türme
verhindert. SKC-Türme sind für die Heritage Tactical Zielfernrohre optional erhältlich.
In der eingeschobenen Stellung dreht der SKC frei auf dem Verstellturm und weder
der Verstellturm, noch die damit verbundene Absehenverstellung werden bewegt.
Wird der SKC vom Zielfernrohrkörper weg herausgezogen, rastet dieser in der oberen
Stellung ein und ist nun mit dem Verstellturm verbunden. Wenn nun der SKC dreht
wird, so dreht dieser den Verstellturm mit. Wird der SKC wieder eingeschoben, so
dreht dieser wieder frei.
Es ist auch bei eingeschobenem SKC möglich, den Turm durch festes Greifen der
Verstellskala zu bedienen. Dies erlaubt die Benutzung der Verstelltürme auch für den
Fall, dass der SKC-Mechanismus beschädigt wurde.
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7.2 Heritage Hunter
Die Heritage Hunter Zielfernrohre besitzen eine einfache Absehenverstellung, die von
einer Schutzkappe verdeckt wird. Zur bedienung der Absehenverstellung muss zuerst
die Schutzkappe gegen den Uhrzeigersinn abgeschraubt werden. Die Skala der
Türme lässt sich durch Drehen der kleinen Inbusschraube auf der Oberseite des
Turmes im Uhrzeigersinn entsperren und kann danach auf die gewünschte Position
(Nullstellung) ausgerichtet werden. Dabei darf lediglich die beschriftete Skala gedreht
werden, nicht die gerändelte Absehenverstellung. Danach wird die Inbusschraube
wieder festgezogen (gegen den Uhrzeigersinn).
Die Verstelltürme sind mit den englischen Kürzeln für „hoch“ (U, up) und tief (D,
down) auf dem Höhenverstellturm und „links“ (L, left) und „rechts“ (R, right) auf
dem Seitenverstellturm beschriftet. Die angegebene Richtung bezeichnet dabei die
Änderung der Treffpunktlage auf dem Ziel, Drehen in Richtung „hoch“ bewirkt z.B.
Hoschschuss.
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7.3 Heritage Light Tactical
Die Heritage Light Tactical verfügen über eine kleinere Version der taktischen
Verstelltürme der Heritage Tactical Serie. Wie diese verfügen sie über einen ZeroStop und Endanschlag in jede Drehrichtung (bitte dort nachlesen).
Der Höhen- und Seitenverstellturm erlauben jeweils zwei Umdrehungen (‘Double
Turn’) für einen großen nutzbaren Verstellbereich.
Um bei den Light Tactical Türmen die aktuelle Umdrehung anzuzeigen ist jeweils
unterhalb der Türme eine kleine Anzeige vorhanden. Beim Höhenverstellturm zeigt
‘1’ die erste Umdrehung und somit untere Skala und ‘2’ die zweite Umdrehung und
somit die obere Skala an.
Beim Seitenverstellturm zeigt ‘R’ eine Verstellung der Treffpunktlage nach rechts von
der Nullstellung und die Verwendung der rechten Skala und ‘L’ eine Verstellung der
Treffpunktlage nach links von der Nullstellung und die Verwendung der linken Skala
an. Ist in der Anzeige nichts zu sehen so befindet sich der Turm in seiner Nullstellung
‘0’.
Um die Türme zu ‘nullen’ brauchen nur die zwei Inbusschrauben im Turmkranz gelöst
zu werden. Dadurch dreht der Verstellturm frei, ohne das Absehen mitzubewegen.
Nach Einstellen der gewünschte Turmstellung (Nullstellung) die zwei Inbusschrauben
wieder festziehen.
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8. Absehen:
8.1 Gen2 MilDot-Absehen
A
B
C
D
E
F
G
H
J
K
L
3-15x 10,00 0,75 0,15 0,20 0,06 0,50 1,00 0,06 0,06 5,00 2,00
5-25x 10,00 0,75 0,15 0,20 0,06 0,50 1,00 0,06 0,06 5,00 2,00
Angaben in mrad = 10cm/100m
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M
0,56
0,56
18
8.2 Gen2 XR-Absehen
A
B
C
D
E
F
G
H
J
K
L
M
N
3-15x 0,75 0,30 0,10 10,00 0,04 1,00 0,50 0,20 2,50 0,04 0,20 0,25 0,04
5-25x 0,75 0,30 0,10 10,00 0,025 1,00 0,50 0,20 2,50 0,025 0,20 0,25 0,025
Angaben in mrad = 10cm/100m
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1
1
19
8.3 A7-Absehen
3-15x
A
14,00
B
1,30
C
D
0,13
2,0
Angaben in mrad = 10cm/100m
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20
8.4 MOA-ER-Absehen
5-25x56 Tactical
A
4,0
B
C
D
E
F
2,0 1,0 0,5 0,2
0,1
Angaben in MOA = 2,91cm/100m
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9. Staubschutzklappen
Die Heritage Tactical und Light Tactical werden mit installierten Staubschutzklappen
ausgeliefert.
Sie lassen sich aufgeklappt an das Zielfernrohr anlegen und sind dann in dieser
Stellung fixiert. Die Kappen lassen sich stufenweise verdrehen und erlauben so die
Wahl des Winkels bzw. der Position im geöffnetem Zustand.
Diese Klappen sind am Okular und Objektiv mittels eines dafür vorgesehenen
Adapterrings befestigt. Um die Kappen abzunehmen ist es am einfachsten sie im
geschlossenen Zustand an einer Seite zu greifen und vom Zielfernrohr abzuziehen.
Zum Montieren der Schutzkappen werden diese auf den Adapterring gedrückt.
Die am Zielfernrohr vorhanden Adapterring und die montierten Staubschutzkappen
vergrößern den Außendurchmesser, was gerade beim Objektiv dazu führen kann,
dass das Zielfernrohr entsprechend höher auf der Waffe montiert werden muss.
Bei den 3-15x50 Heritage Zielfernrohren ist der für die Bauhöhenberechnung
minimale Außendurchmesser des Objektivs mit Staubschutzkappe 65mm. So montiert
lässt sich der Deckel auf der Waffe noch zur Seite öffnen.
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10. Pflege
10.1 Rohrkörper und Bedienelemente
Pflege begrenzt sich auf das entfernen von Staub und Schmutz, der die beweglichen
Bedienelemente beeinträchtigen kann. Staub, Sand und Schmutz können unter
fließendem Wasser abgespült und das Zielfernrohr anschließend mit einem Tuch
trocken getupft werden. Die Zielfernrohre sind bis zur angegebenen Tiefe
wasserdicht.
10.2 Linsen
Vorsichtsmaßnahmen:
- Bei Verwendung von optischen Reinigungsmitteln sind die dortigen
Anweisungen zu beachten.
- Die Verwendung von Brillenputztüchern und sog. ‘Lens Pen’ sollte so weit als
möglich vermieden werden, da diese schnell Schmutz aufnehmen, der beim
Reiben die Linsen beschädigen kann.
- Die Linsen sollten grundsätzlich nur bei störenden Verschmutzungen gereinigt
werden.
Linsenpflege:
- Die Linsen sollten solange durch Schutzhauben/-klappen vor Verschmutzung
geschützt werden, bis das Zielfernrohr verwendet werden soll.
- Der Kontakt mit Waffenöl, Lösungsmitteln etc. sollte vermieden werden, da
diese die Linsen oder O-Ring-Dichtungen angreifen können.
Linsenreinigung:
Neben der Verwendung spezieller Reinigungsprodukte, können die Linsen einfach mit
viel Wasser abgespült werden. In Verbindung mit etwas Geschirrspülmittel kann sich
so Staub, Dreck und Fett sanft von selber lösen, ohne das die Gefahr von
Beschädigung durch die Verschmutzung besteht. Anschließend die Linsen vorsichtig
mit einem weichen Tuch trocken tupfen.
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11. Hinweise zu Montage
Bei der Montage sollten die Anweisungen des Montageherstellers beachtet werden.
Um die passende Montage für die Applikation des Zielfernrohres zu wählen wird
meist die nötige Bauhöhe gesucht.
Die Bauhöhe BH ist der Abstand zwischen der Unterseite des Mittelrohrs des
Zielfernrohres und der Oberseite des höchsten Punktes der Waffe, auf der die
Montage befestigt wird. Bei Waffen mit vorhandenen Montagebasen oder Schienen
ist es die Oberseite dieser.
Der Höhenunterschied zwischen den Unterseiten von Mittelrohr zu Objektiv beträgt:
BHmin = (Objektivdurchmesser – Mittelrohrdurchmesser) / 2
Sollten Zubehörteile, wie Staubschutzkappen den Objektivdurchmesser vergrößern,
so muss dies beachtet werden.
Um Berührungen zwischen Objektiv und Lauf durch Schwingungen im Schuss zu
vermeiden, sollte ein Abstand von ca. 2mm zwischen Objektivunterseite und
Laufoberseite eingehalten werden.
Bei Waffen, deren System deutlich höher ist als der Bereich über dem das Objektiv
steht, kann die Bauhöhe BH der Montage kleiner als BHmin gewählt werden.
11.1 Montagen mit Vorneigung
Wird das Zielfernrohr ohne Vorneigung zur Waffe montiert hat man nur ca. den
halben Höhenverstellbereich des Absehens zur Verfügung.
Um für die jeweilige Schussentfernung ausreichend Höhenverstellung des Absehens
zur Verfügung zu haben kann es nötig sein das Zielfernrohr mit einer vorgeneigten
Montage zu montieren. In dem Winkel mit dem das Zielfernrohr vorgeneigt zur Waffe
montiert wird erhält man zusätzlichen Höhenverstellbereich hinzu.
Dabei sollte ausreichend Vorneigung gewählt werden, damit in der Anwendung
ausreichend Höhenverstellbereich für die verwendete Ballistik auf angestrebter
Maximaldistanz vorhanden ist. Wie viel Verstellbereich für die jeweilige Anwendung
benötigt wird kann mit Hilfe eines Ballistikprogramms ermittelt werden.
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12. Garantie
Dieses Produkt hat eine voll übertragbare, lebenslange Garantie auf Materialdefekte
und Verarbeitung.
In Ländern mit begrenzten Garantielaufzeiten gilt die längst mögliche Laufzeit.
Es ist keine Produktregistrierung oder Übertragung notwendig. Das Produkt selber ist
Ausweis für den Anspruch von obigen Garantieleistungen.
Unter keinen Umständen dürfen Reparaturen außerhalb der in dieser Anleitung
beschriebenen Anweisungen selber vorgenommen werden!
Im Zweifel sollte immer Kontakt zum Hersteller/Service aufgenommen werden.
13. Kontakt
Hersteller:
Optronika GmbH
An der Amtmannsmühle 1
35444 Biebertal
Deutschland
Telefon:
+49 (0)6409 – 661114-0
Fax:
+49 (0)6409 – 661114-44
info@optronika.de
Service:
Optronika GmbH
An der Amtmannsmühle 1
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