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[Vorlesung] doing genre. Einführung in die Ga5ungstheorie und -­‐geschichte www.genrepoe<k.de Peer Trilcke Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« 04. Vorlesung, 19. November 2014 Slides – Webversion Vorlesungsprogramm – Planungsstand I. Einleitung 01. Sitzung Genre trouble 02. Sitzung doing genre I 03. Sitzung doing genre II II. Triadische und andere Ordnungen 04. Sitzung Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« 05. Sitzung »Naturformen« und andere Ordnungen 06. Sitzung Genrepoe<k. Forschungsgeschichte und -­‐programm III. Entstehungen der Trias: Gö7ngen, Weimar, Jena 07. Sitzung 08. Sitzung 09. Sitzung IV. Fallstudien zu generischen Differenzen im 19. Jhd. 10. Sitzung 11. Sitzung 12. Sitzung 04. Sitzung: Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« – Gliederung 1.  Aus-­‐ und Rückblick 2. Fragen 3. Fragebogen 4. Die Genres der Ga5ung 5. Goethes »Naturformen« 1. Rückblick §  generische Ordnungen sind abhängig vom (kulturellen, ideo-­‐
logischen, weltanschaulichen etc.) Standpunkt – historische und soziale Rela<vität §  Ga5ungen/Genres sind eine bes<mmte Praxis, literarische Texte zu gruppieren §  Reine generische Prak<ken §  bes<mmen, bezeichnen, systema<sieren §  Poli<sche generische Prak<ken §  z.B. hierarchisieren, glorifizieren, marginalisieren, ausgrenzen etc. Oswald Egger: Die ganze Zeit 1. Rückblick doing gender … doing genre? §  Orien<erung an der spezifischen Perspek<ve: Fokus nicht auf Merkmale, sondern auf ›interak<ve und ins<tu<onelle Bereich‹ / ›interac<onal and ins<tu<onal arenas‹ §  Fokus damit auch: auf soziale Handlungen und performa<ve Sprechakte Zwei weitere Denkfiguren §  ›Naturalisierung‹ §  ›kontextuelle Kon<ngenz‹ 1. Rückblick Naturformen der Dichtung Es giebt nur drey ächte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusias<sch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Goethe: Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-­‐östlichen Divans, 1819. 04. Sitzung: Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« – Gliederung 1.  Aus-­‐ und Rückblick 2. Fragen 3. Fragebogen 4. Die Genres der Ga5ung 5. Goethes »Naturformen« 04. Sitzung: Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« – Gliederung 1.  Aus-­‐ und Rückblick 2. Fragen 3. Fragebogen 4. Die Genres der Ga5ung 5. Goethes »Naturformen« 3. Fragebogen 3. Fragebogen 3. Fragebogen 3. Fragebogen Frage 2: »Die drei wich<gsten Ga5ungen sind meiner Meinung nach …« 3. Fragebogen Frage 2: »Die drei wich<gsten Ga5ungen sind meiner Meinung nach …« 3. Fragebogen Frage 2: »Die drei wich<gsten Ga5ungen sind meiner Meinung nach …« 3. Fragebogen Frage 2: »Die drei wich<gsten Ga5ungen sind meiner Meinung nach …« 3. Fragebogen »Es giebt nur drey ächte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusias<sch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama.« Frage 2: »Die drei wich<gsten Ga5ungen sind meiner Meinung nach …« 3. Fragebogen 3. Fragebogen Frage 3: »Wenn ich lese, dann lese ich vor allem … « 3. Fragebogen Frage 3: »Wenn ich lese, dann lese ich vor allem … « 3. Fragebogen Frage 3: »Wenn ich lese, dann lese ich vor allem … « 3. Fragebogen Frage 3: »Wenn ich lese, dann lese ich vor allem … « 3. Fragebogen 3. Fragebogen Frage 4: »Haben Sie eine Lieblingsga5ung? Wenn ja, welche?« 3. Fragebogen 3. Fragebogen 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnet eine ›Hauptga5ung‹?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach lit. Ga5ungen?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnet eine ›Hauptga5ung‹?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach keine lit. G.en?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach keine lit. G.en?« Lamping (Hg): Handbuch der literarischen Ga5un-­‐
gen, S. 763f. (»Ga5ungssystema<k«) 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach keine lit. G.en?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach keine lit. G.en?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe kennen Sie nicht?« 3. Fragebogen Unter Chick-­‐Lit (wörtlich etwa »Tussi-­‐Literatur«, sinngemäß »anspruchslose Frauenliteratur«) versteht man belletris<sche Literatur, die sich an junge Frauen und Mädchen wendet. Die Bezeichnung stammt aus dem Amerikanischen und setzt sich aus den beiden Wörtern chick und lit zusammen, wobei chick ein umgangssprachlicher und leicht abwertender Begriff für eine junge Frau und lit die Abkürzung für literature, also Literatur ist. Quelle: Wikipedia Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe kennen Sie nicht?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe kennen Sie nicht?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe kennen Sie nicht?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach keine lit. G.en?« Naturformen der Dichtung Es giebt nur drey ächte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusias<sch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. Goethe: Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-­‐östlichen Divans, 1819. Dichtarten Allegorie, Ballade, Cantate, Drama, Elegie, Epigramm, Epistel, Epopöe, Erzählung, Fabel, Heroide, Idylle, Lehrgedicht, Ode, Parodie, Roman, Romanze, Satyre. Wenn man vorgemeldete Dichtarten, die wir alphabe<sch zusammengestellt, und noch mehrere dergleichen methodisch zu ordnen versuchen wollte, so würde man auf große, nicht leicht zu besei<gende Schwierigkeiten stoßen. […] Goethe: Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-­‐östlichen Divans, 1819. 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach keine lit. G.en?« Dichtarten Allegorie, Ballade, Cantate, Drama, Elegie, Epigramm, Epistel, Epopöe, Erzählung, Fabel, Heroide, Idylle, Lehrgedicht, Ode, Parodie, Roman, Romanze, Satyre. Goethe: Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-­‐östlichen Divans, 1819. 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe kennen Sie nicht?« Dichtarten Allegorie, Ballade, Cantate, Drama, Elegie, Epigramm, Epistel, Epopöe, Erzählung, Fabel, Heroide, Idylle, Lehrgedicht, Ode, Parodie, Roman, Romanze, Satyre. Goethe: Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des West-­‐östlichen Divans, 1819. Unterscheidung nach Harald Fricke §  ›rein systema<sche literaturwissenschatliche Ordnungsbegriffe‹ §  ›historisch begrenzte literarische Ins<tu<onen‹ Fricke: Norm und Abweichung, 1981, S. 132. 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnet eine ›Hauptga5ung‹?« 3. Fragebogen Frage 5, Teilfrage: »Welche der folgenden Begriffe bezeichnen Ihrer Meinung nach lit. Ga5ungen?« Unterscheidung nach Harald Fricke §  ›rein systema<sche literaturwissenschatliche Ordnungsbegriffe‹ §  ›historisch begrenzte literarische Ins<tu<onen‹ Fricke: Norm und Abweichung, 1981, S. 132. Kurze Pause 04. Sitzung: Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« – Gliederung 1.  Aus-­‐ und Rückblick 2. Fragen 3. Fragebogen 4. Die Genres der GaZung 5. Goethes »Naturformen« 4. Die Genres der Ga5ung Burdorf, Fasbender, Moennighoff (Hg): Metzler Lexikon Literatur, 3. Aufl. 2007. §  Rüdiger Zymner: Art. »GaZung«, S. 261-­‐262. §  Dieter Burdorf: Art. »Genre«, S. 275. §  Andreas Laubinger: Art. »Textsorte«, S. 762-­‐763. 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das v.a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì ›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das v.a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì ›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das v.a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì ›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik ›GaZung‹ und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. Nicht-­‐Literatur Literatur G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – ›Textsorten‹ literarische ›Ga5ungen‹ i.e.S. Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das v.a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì ›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung Textsorte, Terminus zur systema<schen Klassifizierung von ì Texten; im Ggs. zum Begriff ì ›Genre‹, der die historische Dimension einer Textgruppe akzentuiert (vgl. Fricke). Eine T. bildet eine Gruppe von Texten, die sich durch objek<vierbare Merkmale von anderen T.n unterscheiden. Die deduk<v oder induk<v entwickelten Unterscheidungskriterien ergeben sich aus einer Hierarchisierung tex<nterner und -­‐externer, d.h. formaler, seman<scher, situa<ver und inten<onaler Aspekte der Textstruktur. Angestrebt ist dabei eine erschöpfende Systema<sierung mündlicher ebenso wie schritlicher, fik<onaler und funk<onaler Texte, deren Resultat zugleich Anspruch auf Evidenz erhebt. Im Ggs. zum Begriff ì ›Ga5ung‹, der v.a. auf die Klassifizierung lit. Texte beschränkt ist, erfasst der Terminus ›T.‹ lit. und nichtlit. Texte gleichermaßen. T.n in diesem Sinne sind z.B. ì Ballade, Kochrezept, ì Predigt, ì Rätsel, Unterrichtsgespräch. Laubinger: Art. Textsorte. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 762. 4. Die Genres der Ga5ung Textsorte, Terminus zur systemafschen Klassifizierung von ì Texten; im Ggs. zum Begriff ì ›Genre‹, der die historische Dimension einer Textgruppe akzentuiert (vgl. Fricke). Eine T. bildet eine Gruppe von Texten, die sich durch objek<vierbare Merkmale von anderen T.n unterscheiden. Die deduk<v oder induk<v entwickelten Unterscheidungskriterien ergeben sich aus einer Hierarchisierung tex<nterner und -­‐externer, d.h. formaler, seman<scher, situa<ver und inten<onaler Aspekte der Textstruktur. Angestrebt ist dabei eine erschöpfende Systema<sierung mündlicher ebenso wie schritlicher, fik<onaler und funk<onaler Texte, deren Resultat zugleich Anspruch auf Evidenz erhebt. Im Ggs. zum Begriff ì ›Ga5ung‹, der v.a. auf die Klassifizierung lit. Texte beschränkt ist, erfasst der Terminus ›T.‹ lit. und nichtlit. Texte gleichermaßen. T.n in diesem Sinne sind z.B. ì Ballade, Kochrezept, ì Predigt, ì Rätsel, Unterrichtsgespräch. Laubinger: Art. Textsorte. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 762. 4. Die Genres der Ga5ung Textsorte, Terminus zur systemafschen Klassifizierung von ì Texten; im Ggs. zum Begriff ì ›Genre‹, der die historische Dimension einer Textgruppe akzentuiert (vgl. Fricke). Eine T. bildet eine Gruppe von Texten, […]die sich durch objek<vierbare Merkmale von anderen T.n unterscheiden. Die deduk<v oder induk<v entwickelten Unterscheidungskriterien ergeben sich aus einer Hierarchisierung tex<nterner und -­‐externer, d.h. formaler, seman<scher, situa<ver und inten<onaler A›Textgruppen‹ spekte der Textstruktur. Angestrebt ist dabei eine erschöpfende STextsorten ystema<sierung wie schritlicher, fik<onaler mündlicher ebenso Genres und funk<onaler Texte, deren Resultat zugleich Anspruch auf Evidenz erhebt. Im (systema<sch) (historisch) Ggs. zum Begriff ì ›Ga5ung‹, der v.a. auf die Klassifizierung lit. Texte beschränkt ist, erfasst der Terminus ›T.‹ lit. und nichtlit. Texte gleichermaßen. Laubinger: Art. Textsorte. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 762. 4. Die Genres der Ga5ung Textsorte, Terminus zur systema<schen Klassifizierung von ì Texten; im Ggs. zum Begriff ì ›Genre‹, der die historische Dimension einer Textgruppe akzentuiert (vgl. Fricke). Eine T. bildet eine Gruppe von Texten, die sich durch objek<vierbare Merkmale von anderen T.n unterscheiden. Die deduk<v oder induk<v entwickelten Unterscheidungskriterien ergeben sich aus einer Hierarchisierung tex<nterner und -­‐externer, d.h. formaler, seman<scher, situa<ver und inten<onaler Aspekte der Textstruktur. Angestrebt ist dabei eine erschöpfende Systema<sierung mündlicher ebenso wie schritlicher, fik<onaler und funk<onaler Texte, deren Resultat zugleich Anspruch auf Evidenz erhebt. Im Ggs. zum Begriff ì ›GaZung‹, der v.a. auf die Klassifizierung lit. Texte beschränkt ist, erfasst der Terminus ›T.‹ lit. und nichtlit. Texte gleichermaßen. T.n in diesem Sinne sind z.B. ì Ballade, Kochrezept, ì Predigt, ì Rätsel, Unterrichtsgespräch. Laubinger: Art. Textsorte. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 762. 4. Die Genres der Ga5ung Textsorte, Terminus zur systema<schen Klassifizierung von ì Texten; im Ggs. zum Begriff ì ›Genre‹, der die historische Dimension einer Textgruppe akzentuiert (vgl. Fricke). Eine T. bildet eine Gruppe von Texten, die sich durch objek<vierbare Merkmale von anderen T.n unterscheiden. Die deduk<v oder induk<v ›Textsorten‹ entwickelten Unterscheidungskriterien ergeben sich aus einer Hierarchisierung ? GaZungen tex<nterner und -­‐externer, d.h. formaler, seman<scher, situa<ver und (nichtlit. Texte) (lit. Texte) inten<onaler Aspekte der Textstruktur. Angestrebt ist dabei eine erschöpfende Systema<sierung mündlicher ebenso wie schritlicher, fik<onaler und funk<onaler Texte, deren Resultat zugleich Anspruch auf Evidenz erhebt. Im Ggs. zum Begriff ì ›GaZung‹, der v.a. auf die Klassifizierung lit. Texte beschränkt ist, erfasst der Terminus ›T.‹ lit. und nichtlit. Texte gleichermaßen. T.n in diesem Sinne sind z.B. ì Ballade, Kochrezept, ì Predigt, ì Rätsel, Unterrichtsgespräch. Laubinger: Art. Textsorte. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 762. 4. Die Genres der Ga5ung ›Textsorten‹ ? (nichtlit. Texte) GaZungen (lit. Texte) ›GaZung‹ Nicht-­‐Literatur Literatur ›Textsorten‹ literarische ›Ga5ungen‹ i.e.S. 4. Die Genres der Ga5ung Textsorte, Terminus zur systema<schen Klassifizierung von ì Texten; im Ggs. zum Begriff ì ›Genre‹, der die historische Dimension einer Textgruppe akzentuiert (vgl. Fricke). Eine T. bildet eine Gruppe von Texten, die sich durch objek<vierbare Merkmale von anderen T.n unterscheiden. Die deduk<v oder induk<v entwickelten Unterscheidungskriterien ergeben sich aus einer Hierarchisierung tex<nterner und -­‐externer, d.h. formaler, seman<scher, situa<ver und inten<onaler Aspekte der Textstruktur. Angestrebt ist dabei eine erschöpfende Systema<sierung mündlicher ebenso wie schritlicher, fik<onaler und funk<onaler Texte, deren Resultat zugleich Anspruch auf Evidenz erhebt. Im Ggs. zum Begriff ì ›Ga5ung‹, der v.a. auf die Klassifizierung lit. Texte beschränkt ist, erfasst der Terminus ›T.‹ lit. und nichtlit. Texte gleichermaßen. T.n in diesem Sinne sind z.B. ì Ballade, Kochrezept, ì Predigt, ì Rätsel, Unterrichtsgespräch. Laubinger: Art. Textsorte. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 762. 4. Die Genres der Ga5ung Genre, n. [ˈʒãːʀə; frz.; von gr. génos, lat. genus = Art, Ga5ung, Wesen], 1. Gruppe von Texten mit ähnlichen Eigenschaten. Der Begriff wird sowohl synonym zu ì ›Ga5ung‹ als auch zur Unterscheidung von Tex€ormen innerhalb einer Ga5ung verwendet; er bezeichnet sowohl systema<sch abstrakte Konstrukte (z.B. G. des phantas<schen und des realis<schen Romans) als auch historisch eingegrenzte Konzepte (z.B. G. des an<ken und des barocken Schäferromans). Burdorf: Art. Genre. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 275. 4. Die Genres der Ga5ung Genre, n. [ˈʒãːʀə; frz.; von gr. génos, lat. genus = Art, Ga5ung, Wesen], 1. Gruppe von Texten mit ähnlichen Eigenschaten. Der Begriff wird sowohl synonym zu ì ›GaZung‹ als auch zur Unterscheidung von Tex€ormen innerhalb einer Ga5ung verwendet; er bezeichnet sowohl systema<sch abstrakte Konstrukte (z.B. G. des phantas<schen und des realis<schen Romans) als auch historisch eingegrenzte Konzepte (z.B. G. des an<ken und des barocken Schäferromans). Burdorf: Art. Genre. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 275. 4. Die Genres der Ga5ung Genre, n. [ˈʒãːʀə; frz.; von gr. génos, lat. genus = Art, Ga5ung, Wesen], 1. Gruppe von Texten mit ähnlichen Eigenschaten. Der Begriff wird sowohl synonym zu ì ›Ga5ung‹ als auch zur Unterscheidung von Tex€ormen innerhalb einer Ga5ung verwendet; er bezeichnet sowohl systemafsch abstrakte Konstrukte (z.B. G. des phantas<schen und des realis<schen Romans) als auch historisch eingegrenzte Konzepte (z.B. G. des an<ken und des barocken Schäferromans). ›Textgruppen‹ Genres1 (systema<sche Konstrukte) Genres2 (historische Konzepte) Burdorf: Art. Genre. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 275. 4. Die Genres der Ga5ung Genre, n. [ˈʒãːʀə; frz.; von gr. génos, lat. genus = Art, Ga5ung, Wesen], 1. Gruppe von Texten mit ähnlichen Eigenschaten. Der Begriff wird sowohl synonym zu ì ›Ga5ung‹ als auch zur Unterscheidung von Tex€ormen innerhalb einer Ga5ung verwendet; er bezeichnet sowohl systema<sch abstrakte Konstrukte (z.B. G. des phantas<schen und des realis<schen Romans) als auch historisch eingegrenzte Konzepte (z.B. G. des an<ken und des barocken Schäferromans). ›Textgruppen‹ Genres1 (systema<sche Konstrukte) Genres2 (historische Konzepte) Burdorf: Art. Genre. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 275. 4. Die Genres der Ga5ung Genre, n. [ˈʒãːʀə; frz.; von gr. génos, lat. genus = Art, Ga5ung, Wesen], 1. Gruppe von Texten mit ähnlichen Eigenschaten. Der Begriff wird sowohl synonym zu ì ›Ga5ung‹ als auch zur Unterscheidung von Texnormen innerhalb einer GaZung verwendet; er bezeichnet sowohl systema<sch abstrakte Konstrukte (z.B. G. des phantas<schen und des realis<schen Romans) als auch historisch eingegrenzte Konzepte (z.B. G. des an<ken und des barocken Schäferromans). Burdorf: Art. Genre. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 275. 4. Die Genres der Ga5ung Genre, n. [ˈʒãːʀə; frz.; von gr. génos, lat. genus = Art, Ga5ung, Wesen], 1. Gruppe von Texten mit ähnlichen Eigenschaten. Der Begriff wird sowohl synonym zu ì ›Ga5ung‹ als auch zur Unterscheidung von Texnormen innerhalb einer GaZung verwendet; er bezeichnet sowohl systema<sch abstrakte Konstrukte (z.B. G. des phantas<schen und des realis<schen Romans) als auch historisch eingegrenzte Konzepte (z.B. G. des an<ken und des barocken Schäferromans). eine GaZung eine GaZung eine GaZung viele Genres viele Genres viele Genres Burdorf: Art. Genre. In: MLL, 3. Aufl. 2007, S. 275. 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das v.a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì ›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das v.a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì ›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das vNaturformen .a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Dichtarten Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im allgemeiner, ›überzeitlich‹ spezieller Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì S›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne Qualitäten, Dicht-­‐ oder chreibweisen lit. G
a5ungen i.e.S. unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung Naturformen Dichtarten allgemeiner, ›überzeitlich‹ Qualitäten, Dicht-­‐ oder Schreibweisen spezieller lit. Ga5ungen i.e.S. eine GaZung eine GaZung eine GaZung viele Genres viele Genres viele Genres 4. Die Genres der Ga5ung Naturformen Dichtarten allgemeiner, ›überzeitlich‹ Qualitäten, Dicht-­‐ oder Schreibweisen spezieller lit. Ga5ungen i.e.S. eine GaZung eine GaZung eine GaZung viele Genres eine Naturform viele Genres eine Naturform viele Genres eine Naturform ? viele D ichtarten viele D ichtarten viele D ichtarten ? 4. Die Genres der Ga5ung Naturformen Dichtarten allgemeiner, ›überzeitlich‹ Qualitäten, Dicht-­‐ oder Schreibweisen spezieller lit. Ga5ungen i.e.S. eine GaZung eine GaZung eine GaZung viele Genres eine Naturform viele Genres eine Naturform viele Genres eine Naturform ? viele D ichtarten viele D ichtarten viele D ichtarten ? 4. Die Genres der Ga5ung GaZung [lat. genus; frz. genre; engl. kind], 1. ins<tu<onalisiertes, auf sozialen Konven<onen beruhendes textuelles Ordnungs-­‐
muster, das vNaturformen .a. auf lit. Texte bezogen wird, aber auch in der Dichtarten Wissenschat (Monographie, Aufsatz, Lexikonar<kel), im Journalismus (Glosse, Essay, Leitar<kel, Feature) oder allg. im allgemeiner, ›überzeitlich‹ spezieller Bereich von Gebrauchstexten (Bedienungsanleitung, Brief, Kochrezept) wich<g ist, hier häufig mit dem Ausdruck ì S›Textsorten‹ von den lit. ›G.en‹ im engeren Sinne Qualitäten, Dicht-­‐ oder chreibweisen lit. G
a5ungen i.e.S. unterschieden. – 2. Bez. für allg., vermeintlich überzeitliche Möglichkeiten oder »Qualitäten« (Staiger, S. 167) bes. von lit. Texten, namentlich im Hinblick auf die sog. drei ì »Naturformen der Dichtung« (J.W. Goethe) Lyrik, Epik und Drama, die als allgemeinere »Dichtweisen« (auch »Schreibweisen«, Hempfer, Verweyen/Wiwng) von den spezielleren »Dichtarten« (lit. G.en im engeren Sinne) unterschieden werden. – Zymner: Art. Ga5ung. In: Metzler Lexikon Literatur [= MLL], 3. Aufl. 2007, S. 261 f. 4. Die Genres der Ga5ung Naturformen der Dichtung, Bez. J.W. Goethes für die Ga5ungstrias Epik, Lyrik, Drama<k. – In den »Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des west-­‐östlichen Divans« (1819) unterscheidet Goethe im Rahmen seiner Erörterung poetologischer Grundbegriffe zwischen ›Dichtarten‹ und ›N.d.D.‹. Als ›Dichtarten‹ bezeichnet er die inhaltlich-­‐stofflich oder formal-­‐s<lis<sch mehr oder weniger klar bes<mmbaren und historisch fixierbaren Textgruppen wie Elegie, Epigramm, Fabel, die im Mi5elpunkt der bis ins 18. Jh. dominierenden norma<ven Ga5ungspoe<k standen. Ihnen stellt er die N.d.D. gegenüber, die er als zeitlich nicht fixierbare Manifesta<onen menschlicher Grundhaltungen (›Dichtweisen‹) deutet und als »klar erzählend« (Epos), »enthusias<sch aufgeregt« (Lyrik) und »persönlich handelnd« (Drama) charakterisiert. Sie können in jedem individuellen Gedicht zusammenwirken […], aber auch in reiner Form autreten […]. Jürgen Kühnel/Redak<on: Art. Naturformen der Dichtung. In: MLL, 3. Aufl., S. 535. 4. Die Genres der Ga5ung Naturformen der Dichtung, Bez. J.W. Goethes für die Ga5ungstrias Epik, Lyrik, Drama<k. – In den »Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des west-­‐östlichen Divans« (1819) unterscheidet Goethe im Rahmen seiner Erörterung poetologischer Grundbegriffe zwischen ›Dichtarten‹ und ›N.d.D.‹. Als ›Dichtarten‹ bezeichnet er die inhaltlich-­‐stofflich oder formal-­‐s<lis<sch mehr oder weniger klar bes<mmbaren und historisch fixierbaren Textgruppen wie Elegie, Epigramm, Fabel, die im Mi5elpunkt der bis ins 18. Jh. dominierenden norma<ven Ga5ungspoe<k standen. Ihnen stellt er die N.d.D. gegenüber, die er als zeitlich nicht fixierbare Manifesta<onen menschlicher Grundhaltungen (›Dichtweisen‹) deutet und als »klar erzählend« (Epos), »enthusias<sch aufgeregt« (Lyrik) und »persönlich handelnd« (Drama) charakterisiert. Sie können in jedem individuellen Gedicht zusammenwirken […], aber auch in reiner Form autreten […]. Jürgen Kühnel/Redak<on: Art. Naturformen der Dichtung. In: MLL, 3. Aufl., S. 535. 4. Die Genres der Ga5ung Naturformen der Dichtung, Bez. J.W. Goethes für die Ga5ungstrias Epik, Lyrik, Drama<k. – In den »Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des west-­‐östlichen Divans« (1819) unterscheidet Goethe im Rahmen seiner Erörterung poetologischer Grundbegriffe zwischen ›Dichtarten‹ und ›N.d.D.‹. Als ›Dichtarten‹ bezeichnet er die inhaltlich-­‐stofflich oder formal-­‐s<lis<sch mehr oder weniger klar bes<mmbaren und historisch fixierbaren Textgruppen wie Elegie, Epigramm, Fabel, die im Mi5elpunkt der bis ins 18. Jh. dominierenden norma<ven Ga5ungspoe<k standen. Ihnen stellt er die N.d.D. gegenüber, die er als zeitlich nicht fixierbare Manifestafonen menschlicher Grundhaltungen (›Dichtweisen‹) deutet und als »klar erzählend« (Epos), »enthusias<sch aufgeregt« (Lyrik) und »persönlich handelnd« (Drama) charakterisiert. Sie können in jedem individuellen Gedicht zusammenwirken […], aber auch in reiner Form autreten […]. Jürgen Kühnel/Redak<on: Art. Naturformen der Dichtung. In: MLL, 3. Aufl., S. 535. 4. Die Genres der Ga5ung Naturformen der Dichtung, Bez. J.W. Goethes für die Ga5ungstrias Epik, Lyrik, Drama<k. – In den »Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des west-­‐östlichen Divans« (1819) unterscheidet Goethe im Rahmen seiner Erörterung poetologischer Grundbegriffe zwischen ›Dichtarten‹ und ›N.d.D.‹. Als ›Dichtarten‹ bezeichnet er die inhaltlich-­‐stofflich oder formal-­‐s<lis<sch mehr oder weniger klar bes<mmbaren und historisch fixierbaren Textgruppen wie Elegie, Epigramm, Fabel, die im Mi5elpunkt der bis ins 18. Jh. dominierenden norma<ven Ga5ungspoe<k standen. Ihnen stellt er die N.d.D. gegenüber, die er als zeitlich nicht fixierbare Manifesta<onen menschlicher Grundhaltungen (›Dichtweisen‹) deutet und als »klar erzählend« (Epos), »enthusias<sch aufgeregt« (Lyrik) und »persönlich handelnd« (Drama) charakterisiert. Sie können in jedem individuellen Gedicht zusammenwirken […], aber auch in reiner Form autreten […]. Jürgen Kühnel/Redak<on: Art. Naturformen der Dichtung. In: MLL, 3. Aufl., S. 535. 4. Die Genres der Ga5ung Zwischenresümee §  die Genres der Ga5ung: ›Ga5ung‹, ›literarische Ga5ung im en-­‐
geren Sinn‹, ›Textsorte‹, ›Genre‹, darüber hinaus: ›Naturform‹, ›Dichtweise‹, ›Schreibweise‹, ›Dichtart‹ §  dabei wirksame Leitdifferenzen u.a. §  literarische Texte vs. nicht-­‐literarische Texte §  systema<sche Konstrukte vs. historische Konzepte §  Ga5ung vs. ›Tex€ormen innerhalb einer Ga5ung‹ §  ›überzeitliche Qualitäten‹ vs. historische Phänomene §  kein Ar<kel zur Ga5ungstrias §  doch: ein Ar<kel zu den »Naturformen der Dichtung« als »Bez. J.W. Goethes für die Ga5ungstrias Epik, Lyrik, Drama<k«; Kanonisierung? §  Goethe als zentrale Autorität für die Ordnungsfigur der Ga5ungstrias? 04. Sitzung: Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« – Gliederung 1.  Aus-­‐ und Rückblick 2. Fragen 3. Fragebogen 4. Die Genres der Ga5ung 5. Goethes »Naturformen« 5. Goethes »Naturformen« §  Goethe: West-­‐östlicher Divan, 1819 §  Gedichtsammlung, Beschätigung mit der Literatur und Kultur des ›Orients‹ §  bereits in der Erstausgabe ergänzt um die Noten und Abhandlungen zu besserem Verständnis des west-­‐östlichen Divans, einem erklärenden und erläuternden Prosateil §  Prosateil: fast 60 Abschni5e, teils als Einführung in die Literatur und Kultur des ›Orients‹, teils mit allgemeinen poetologischen Überlegungen 5. Goethes »Naturformen« Naturformen der Dichtung Es giebt nur drey ächte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusias<sch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama. […] 5. Goethes »Naturformen« Graf Georg von Buquoy: Anregungen für philosophisch-­‐wissenschatliche Forschung und dichterische Begeisterung, in einer Reihe von Aufsätzen eigenthümlich der Erfindung nach und der Ausführung. Leipzig 1825. Georg Franz August de Longueval, Baron von Vaux, Graf von Buquoy (tschechische Schreibweise: Jiří Buquoy) (* 7. September 1781 in Brüssel; † 19. April 1851 in Prag) war ein Mathema<ker, Philosoph und Unternehmer in Böhmen. Quelle: Wikipedia 5. Goethes »Naturformen« Aufsatz: »Parallelsetzung zwischen einem Naturgesetze und einem von Göthe ausgesprochenen Gesetz der Aesthe<k« 5. Goethes »Naturformen« Göthe sagt: Es giebt nur drei echte Natur-­‐
formen der Poesie: Die klar erzählende, die enthusias<sch aufgeregte, und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama.*) S. 597. 5. Goethes »Naturformen« In einem analogen Sinne dürfen wir sagen: Es giebt nur drei echte Naturfor-­‐
men der an dem Erdleben realgewor-­‐
denen Idee des Urgeistes: Die als Succes-­‐
sivschichtung, die assimila<v, und die als Willkühr sich aussprechende: Stein, Pflanze, Thier. S. 597. 5. Goethes »Naturformen« In einem analogen Sinne dürfen wir sagen: Es giebt nur drei echte Naturfor-­‐
men der an dem Erdleben realgewor-­‐
denen Idee des Urgeistes: Die als Succes-­‐
sivschichtung, die assimila<v, und die als Willkühr sich aussprechende: Stein, Pflanze, Thier. S. 597. 5. Goethes »Naturformen« Aufsatz: »Parallelsetzung zwischen einem Naturgesetze und einem von Göthe ausgesprochenen Gesetz der Aesthe<k« Göthe sagt: Es giebt nur drei echte Natur-­‐
formen der Poesie: Die klar erzählende, die enthusias<sch aufgeregte, und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama.*) S. 597. 5. Goethes »Naturformen« Ludwig Aurbacher: Grundlinien der Poe<k nach einem neuen und einfachen Systeme. München 1821. 5. Goethes »Naturformen« Ludwig Aurbacher: Grundlinien der Poe<k nach einem neuen und einfachen Systeme. München 1821, Inhaltsverzeichnis. Modalität, rücksichtlich der ob= und subjecfven Standpuncte Epische Poesie Drama<sche Poesie Lyrische Poesie 5. Goethes »Naturformen« »Es gebe nur drey ächte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusias<sch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama.« Mit diesen Ansichten sfmmen auch die Erklärungen die Eintheilungen des Verfassers überein […] S. IX f. 5. Goethes »Naturformen« Joseph Stanislaus Zauper: Grundzüge zu einer deutschen theore<sch-­‐prak<schen Poe<k, aus Göthe’s Werken entwickelt. Wien 1821. 5. Goethes »Naturformen« Joseph Stanislaus Zauper: Grundzüge zu einer deutschen theore<sch-­‐prak<schen Poe<k, aus Göthe’s Werken entwickelt. Wien 1821. Hab ich euch Thränen in‘s Auge gelockt, und Lust in die Seele Singend geflößt, so kommt, drücket mich herzlich an‘s Herz! v. Göthe 5. Goethes »Naturformen« Joseph Stanislaus Zauper: Grundzüge zu einer deutschen theore<sch-­‐prak<schen Poe<k, aus Göthe’s Werken entwickelt. Wien 1821. Es gibt eigentlich nur drey Dichtungs-­‐
arten als Haupt-­‐ und Naturformen: die lyrische, epische und drama<sche. S. 3. 5. Goethes »Naturformen« Joseph Stanislaus Zauper: Grundzüge zu einer deutschen theore<sch-­‐prak<schen Poe<k, aus Göthe’s Werken entwickelt. Wien 1821. Es gibt eigentlich nur drey Dichtungs-­‐
arten als Haupt-­‐ und Naturformen: die lyrische, epische und drama<sche. S. 3. 5. Goethes »Naturformen« Joseph Stanislaus Zauper: Grundzüge zu einer deutschen theore<sch-­‐prak<schen Poe<k, aus Göthe’s Werken entwickelt. Wien 1821. Es gibt eigentlich nur drey Dichtungs-­‐
arten als Haupt-­‐ und Naturformen: die lyrische, epische und drama<sche. S. 3. 5. Goethes »Naturformen« Joseph Stanislaus Zauper: Grundzüge zu einer deutschen theore<sch-­‐prak<schen Poe<k, aus Göthe’s Werken entwickelt. Wien 1821. 5. Goethes »Naturformen« Misreading Goethe 5. Goethes »Naturformen« Goethes Autorität Der Graf Aurbacher Zauper 5. Goethes »Naturformen« Genrepoefk in der Divan-­‐Nofz. 3 Aspekte §  Goethes ›Idee‹ §  Intertextualität und Mehrdeu<gkeit §  Goethes ›Sprechakt‹ 04. Sitzung: Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« – Gliederung 1.  Aus-­‐ und Rückblick 2. Fragen 3. Fragebogen 4. Die Genres der Ga5ung 5. Goethes »Naturformen« Vorlesungsprogramm – Planungsstand I. Einleitung 01. Sitzung Genre trouble 02. Sitzung doing genre I 03. Sitzung doing genre II II. Triadische und andere Ordnungen 04. Sitzung Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« 05. Sitzung »Naturformen« und andere Ordnungen 06. Sitzung Genrepoe<k. Forschungsgeschichte und -­‐programm III. Entstehungen der Trias: Gö7ngen, Weimar, Jena 07. Sitzung 08. Sitzung 09. Sitzung IV. Fallstudien zu generischen Differenzen im 19. Jhd. 10. Sitzung 11. Sitzung 12. Sitzung Zusammenfassung §  Genrepoe<k: als Analyse von generischen Ordnungen in ihren interak<ven und ins<tu<onelle Kontexten – Analyse von Handlungen, von Sprechakten? §  Fragebogen: offenbar intui<ve Differenzierung von ›wich<gen‹ und ›weniger wich<gen‹ Ga5ungen; Wirksamkeit der Ga5ungstrias; Historizität von ›weniger wich<gen‹ Ga5ungen §  die Genres der Ga5ung (Ga5ungen, Genres, Textsorten, Dichtarten, Naturformen, Dichtweisen, Schreibweisen etc.) §  Goethes Autorität (»Bez. J.W. Goethes«, »Göthe sagt«) Danke Materialien zur Vorlesung §  Folien zum Download §  im Stud.IP §  auf www.genrepoe<k.de (»Skripte«) §  Weitere Materialien (u.a. Pläne, Links, Bibliographien) §  im Stud.IP §  auf www.genrepoe<k.de §  auf Facebook: www.facebook.com/genrepoe<k §  Mitschni5 der Vorlesung (geplant) §  im Stud.IP §  auf www.genrepoe<k.de §  auf Facebook: www.facebook.com/genrepoe<k Kontakt Dr. Peer Trilcke Mail: trilcke@phil.uni-­‐goewngen.de Website: www.peertrilcke.de und www.uni-­‐goewngen.de/de/37386.html Büro: Jacob-­‐Grimm-­‐Haus, Käte-­‐Hamburger-­‐Weg 3, Raum 1.241 Sprechstunde: mi5wochs, 16.30 bis 18.00 Uhr (Anmeldung durch Eintragung in Liste neben der Bürotür oder durch Mail an Frau Urland) Lehrstuhlsektretariat Petra Urland Mail: purland@gwdg.de – Tel. 0551 39-­‐7528 Büro: Jacob-­‐Grimm-­‐Haus, Käte-­‐Hamburger-­‐Weg 3, Raum 1.242 (9.00 bis 12.00 Uhr) Literaturverzeichnis Literatur Egger, Oswald: Die ganze Zeit. Berlin 2010. Quellen Aurbacher, Ludwig: Grundlinien der Poe<k nach einem neuen und einfachen Systeme. München 1821. URL: h5p://
books.google.de/books?id=dipKAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false Buquoy, Graf Georg von: Anregungen für philosophisch-­‐wissenschatliche Forschung und dichterische Begeisterung, in einer Reihe von Aufsätzen eigenthümlich der Erfindung nach und der Ausführung. Leipzig 1825. URL: h5p://books.google.de/
books?id=NxUPAAAAQAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false Goethe, Johann Wolfgang: West-­‐östlicher Divan. Stu5gard [sic] 1819. URL: h5p://reader.digitale-­‐sammlungen.de/de/fs1/object/
display/bsb11091420_00007.html – siehe auch Hamburger Ausgabe, Bd. 2: Gedichte und Epen II (München 121981). Zauper, Joseph Stanislaus : Grundzüge zu einer deutschen theore<sch-­‐prak<schen Poe<k, aus Göthe’s Werken entwickelt. Wien 1821. URL: h5p://books.google.de/books?id=wbRUAAAAYAAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false Forschung Burdorf, Dieter / Christoph Fasbender / Burkhard Moennighoff (Hg): Metzler Lexikon Literatur. 3. Aufl., Stu5gart / Weimar 2007. Fricke, Harald: Norm und Abweichung. Eine Philosophie der Literatur. München 1981. Lamping, Dieter (Hg.): Handbuch der literarischen Ga5ungen. Stu5gart 2009. Weiterführend Scherpe, Klaus R.: Ga5ungspoe<k im 18. Jahrhundert. Historische Entwicklung von Go5sched bis Herder. Stu5gart 1968. Strube, Werner: Analy<sche Philosophie der Literaturwissenschat. Defini<on, Klassifika<on, Interpreta<on, Bewertung. Paderborn u.a. 1993. Szondi, Peter: Von der norma<ven zur spekula<ven Ga5ungspoe<k. In: ders.: Poe<k und Geschichtsphilosophie II. Frankfurt a.M. 1974, S. 7-­‐183. Trappen, Stefan: Ga5ungspoe<k. Studien zur Poe<k des 16. bis 19. Jahrhunderts und zur Geschichte der triadischen Ga5ungslehre. Heidelberg 2001. Willems, Go•ried: Das Konzept der literarischen Ga5ung. Untersuchung zur klassischen deutschen Ga5ungstheorie, insbesondere zur Ästhe<k F. Th. Vischers. Tübingen 1981. Zymner, Rüdiger: Ga5ungstheorie. Probleme und Posi<onen der Literaturwissenschat. Paderborn 2003. Zymner, Rüdiger (Hg.): Handbuch Ga5ungstheorie. Stu5gart / Weimar 2010. Bildnachweise Nofz: Das in diese Präsenta<on eingebundene Bildmaterial wird einzig zu Zwecken der wissenschatlichen Analyse verwendet; die Verwendung wird insofern aus Sicht des Erstellers dieser Präsenta<on durch das Zitatrecht abgedeckt; sollten Rechte-­‐
inhaber begründete Zweifel daran haben, bi5e ich um eine kurze Nachricht an Dr. Peer Trilcke (Mail: trilcke@phil.uni-­‐
goewgen.de). In jedem Fall danke ich den Rechteinhabern für den Beitrag zur wissenschatlichen Forschung und Lehre. Folie 5 Cover links: h5p://www.suhrkamp.de/buecher/die_ganze_zeit-­‐oswald_egger_42133.html Folie 6 h5p://www.kll-­‐online.de/ Folie 33 h5p://www.kroener-­‐verlag.de/details/product/handbuch-­‐der-­‐literarischen-­‐ga5ungen/ Folie 53 h5ps://www.metzlerverlag.de/index.php?mod=bookdetail&isbn=978-­‐3-­‐476-­‐01612-­‐6
Titel und Snippets h5p://books.google.de/ historischer Ausgaben [Vorlesung] doing genre. Einführung in die Ga5ungstheorie und -­‐geschichte www.genrepoe<k.de Peer Trilcke Die Genres der Ga5ung und Goethes »Naturformen« 04. Vorlesung, 19. November 2014 Slides – Webversion 
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