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DataPilot MANUALplus 620 CNC PILOT 620 - heidenhain

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Installations- und
Betriebsanleitung
DataPilot
MANUALplus 620
CNC PILOT 620
NC-Software
548 328-03 SP2
688 945-01 SP2
Deutsch (de)
4/2011
1
Der DataPilot
1.1 Einsatzbereich
Abgestimmt auf die Steuerungen MANUALplus 620 und
CNC PILOT 620 lassen sich mit dem DataPilot MP620 bzw.
DataPilot CP620 auf einem PC NC-Programme erstellen, vor der Bearbeitung testen, zur Steuerung übertragen und nach Produktionsabschluss archivieren.
Der Einsatzbereich von DataPilot liegt im maschinennahen Werkstattbereich, im Meisterbüro oder in der Arbeitsvorbereitung. Aufgrund seines Praxisbezugs und des umfangreichen Funktionsangebots ist der DataPilot auch hervorragend für die Ausbildung in Schule
und Betrieb geeignet.
Die Funktionen des Betriebssystems WINDOWS ergänzen die
Arbeits- und Organisationsmöglichkeiten mit dem DataPilot. Sie können beispielsweise Netzwerkfunktionen für den Datenaustausch zwischen DataPilot-PC und Steuerung nutzen.
Dieses Handbuch beschreibt Funktionen, die im DataPilot ab der folgenden NC-Software-Nummern verfügbar sind.
Typ
NC-Software-Nr.
DataPilot MP620
634 132-03 SP1
DataPilot CP620
729 665-01 SP1
Die Programmierplatz-Software ist zu der nachfolgend aufgeführten
Steuerungen kompatibel.
Steuerung
NC-Software-Nr.
MANUALplus 620
548 328-03 SP2
CNC PILOT 620
688 945-01 SP2
Viele Maschinenhersteller und HEIDENHAIN bieten ProgrammierKurse an. Die Teilnahme an solchen Kursen ist empfehlenswert, um
sich intensiv mit den Steuerungs-Funktionen vertraut zu machen.
Benutzer-Dokumentation:
Alle Steuerngs-Funktionen sind in den Benutzer-Handbüchern beschrieben. Wenden Sie sich ggf. an HEIDENHAIN,
wenn Sie diese Benutzer-Handbücher benötigen.
Wenn Sie ein Vollversion des Programmierplatzes erworben haben, finden Sie darüber hinaus die komplette Benutzer-Dokumentation als PDF-Dateien auf der zum Lieferumfang gehörenden CD.
1
1.2 Dialogsprachen
Sie können DataPilot MP620 in folgenden Sprachen betreiben:
„ Deutsch
„ Englisch
„ Französisch
„ Italienisch
„ Spanisch
„ Portugisisch
„ Niederländisch
„ Dänisch
„ Schwedisch
„ Norwegisch
„ Finnisch
„ Russisch
„ Tschechisch
„ Slowakisch
„ Polnisch
„ Slowenisch
„ Türkisch
„ Rumänisch
„ Ungarisch
„ Litauisch
„ Lettisch
„ Estnisch
„ Chinesisch (traditionell)
„ Chinesisch (simplified)
„ Koreanisch
DataPilot startet mit der Sprache, die bei der Installation verwendet
wurde. Die Sprachumschaltung erfolgt während des Betriebs per
Parametereinstellung (siehe “Geschützte Parameter editieren” auf
Seite 15).
1.3 Dokumentation
Die vorliegende Betriebsanleitung enthält Hinweise zur Installation
und zu DataPilot-spezifischen Funktionen. Einzelheiten der NC-Programmierung und der Steuerungsfunktionen entnehmen Sie den
Benutzer-Handbüchern der MANUALplus 620 (ID 634 864-xx) und
CNC PILOT 620 (ID 730 870-xx). Zusätzlich Informationen finden Sie
auch im Handbuch „smart.Turn- und DIN PLUS-Programmierung“
(ID 685 556-xx).
Die Benutzer-Handbücher finden Sie in verschiedenen Sprachen auf
der DataPilot-CD bzw. im Internet unter www.heidenhain.de.
2
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
1.4 Lizenz und Lizenzstecker (Dongle)
Für die auf der DataPilot-CD enthaltene Software, finden Sie die HEIDENHAIN-Nutzungs- und Lizenzbedingungen im Internet unter
www.heidenhain.de/licence.
Zum Betrieb der „Vollversion“ von DataPilot ist ein Dongle erforderlich. HEIDENHAIN liefert folgende Dongle:
„ Lokaler Dongle: Der Dongle ermöglicht den DataPilot-Betrieb auf
einem PC.
„ Netz-Dongle: Der Dongle wird auf eine USB-Schnittstelle des
„Dongle-Servers“ aufgesteckt. Mehrere DataPilot-Anwendungen
arbeiten mit diesem Dongle.
Der mitgelieferte Dongle berechtigt Sie zum Betrieb der
DataPilot-MP620-Software bzw. DataPilot-MP620-Software. Ein Ersatz-Dongle wird bei Verlust nur zum vollen
Softwarepreis geliefert. Defekte Dongles werden selbstverständlich nach Einsendung ersetzt.
1.5 Systemvoraussetzung
Die DataPilot-Software ist auf PC’s mit einem der folgenden Betriebssysteme lauffähig:
„ WINDOWS XP
„ WINDOWS Vista
„ WINDOWS 7
Bildschirm/Grafik: 1024 x 768 Pixel; > 256 Farben
3
2
Installation und Deinstallation
2.1 Installation der Software
Installieren Sie erst die Software und schließen den
Lizenzstecker (Dongle) erst nach Abschluss der Softwareinstallation an.
Wenn Sie den automatischen Hochlauf der CD nicht nutzen, installieren Sie DataPilot wie folgt:
U
U
Legen Sie die DataPilot CD-ROM ein.
Starten Sie auf der CD:
„\JH\DP_MP620\setup_DataPilot_MP620.exe“ bzw.
„\JH\DP_MP620\setup_DataPilot_CP620.exe“.
Die Installation der DataPilot-Software ist dialoggeführt und erfolgt
automatisch.
Hinweise zu Einstellungen während der Installation:
„ Konfigurationsauswahl: Hier legen Sie folgende Details Ihrer Konfigurationen fest:
„ Multifix-Konfiguration: Drehmaschine mit einfacher Werkzeugaufnahme (Multifix)
„ Revolver-Konfiguration: Drehmaschine mit einem Werkzeugrevolver
„ Revolver+Multifix-Konfiguration: Drehmaschine mit Werkzeugrevolver und zusätzlicher einfacher Werkzeugaufnahme (Multifix)
„ Mit Y-Achse: Drehmaschine mit einer Y-Achse
„ Beispielprogramme installieren: Stellen Sie ein, ob die Beispielprogramme installiert werden sollen.
„ Name der logischen Maschine: Dieser Name wird als Verzeichnisname verwendet und im Desktop-Symbol aufgeführt. Sie können
DataPilot mehrfach installieren, wenn Sie unterschiedliche Namen
verwenden.
„ Dialog Zusätzliche Aufgaben auswählen:
„ Desktop-Symbol erstellen: Stellen Sie ein, ob das Installationsprogramm ein Desktop-Symbol anlegen soll
„ Vollversion oder Demoversion: In der Demoversion stehen nur
eingeschränkte Speicherfunktionen zur Verfügung. Sie können
Zyklenprogramme mit maximal 6 Zyklen und smart.Turn- oder DIN
PLUS-Programme mit maximal 100 NC-Sätzen erstellen. Die
Demoversion benötigt keinen Dongle. In der Vollversion stehen
alle Funktionen uneingeschränkt zur Verfügung. Die Vollversion
benötigt einen Dongle.
„ Lokaler Dongle: Der Dongle wird auf eine USB-Schnittstelle des
DataPilot-PC aufgesteckt.
„ Netz-Dongle: Der DataPilot-PC benötigt keinen lokalen Dongle.
Voraussetzung für den Betrieb von DataPilot ist, dass der
„Dongle-Server“ betriebsbereit ist.
4
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
„ Information zu Firewall-Einstellungen: Hier informiert Sie das
Installations-Programm, welchen Anwendungen Sie den Zugang
erlauben können.
Zusätzlich zur eigentlichen DataPilot-Software wird der „CRYPTO
BOX support“ zum Betrieb des Dongle installiert.
Nach Abschluss der Installation ist DataPilot betriebsbereit.
„ Zur Installation des DataPilot benötigen Sie Administratorrechte.
„ Die Installation ist auf jedem PC erforderlich, auf dem
Sie DataPilot betreiben wollen – auch beim Betrieb per
Netz-Dongle.
Dialogsprachen
Die Sprache, die Sie in der Dialogbox Setup-Sprache auswählen ausgewählt haben, wird auch beim ersten Start des DataPilot verwendet.
Sie können jederzeit im DataPilot-Betrieb per Parameter eine andere
Dialogsprache einstellen (siehe “Geschützte Parameter editieren” auf
Seite 15).
Beispielprogramme, Betriebsmitteldaten
Das DataPilot-Installationsprogramm überträgt Zyklen- und
smart.Turn-Programme sowie Werkzeugbeschreibungen auf den PC,
wenn Sie es bei der Installation eingestellt haben. Der Name der Beispielprogramme ist „PGMxx.gmz“ bzw „PGMxx.nc“ (xx: 01, 02, ...).
Technologiedaten für ein paar Werkstoff-Schneidstoff-Kombinationen
werden unabhängig von Ihrer Einstellung übertragen. Nutzen Sie
diese Vorgaben zum Eintrag der in Ihrer Organisation verwendeten
Schnittwerte.
DataPilot mehrfach installieren
Wenn Sie unterschiedliche Namen der logischen Maschine vergeben, können Sie DataPilot mehrfach installieren. Mit jeder Installation
erstellen Sie einen eigenständigen DataPiloten. Das heißt, alle NC-Programme, Parameter, Betriebsmittel und die eingestellte Dialogsprache gelten nur für diesen DataPilot.
Mit diesem Konzept unterstützen Sie verschiedene Drehmaschinen
oder organisieren die Arbeiten mit dem DataPilot entsprechend Ihren
Vorstellungen.
Software-Version
Bei Serviceanfragen sollten Sie die Version Ihrer DataPilot-Software
kennen. Rufen Sie dazu die Betriebsart Organisation auf und drücken den Softkey mit dem Schlüsselsymbol. DataPilot öffnet jetzt eine
Dialogbox mit Angaben zur Software-Version.
U
Softkey drücken
5
2.2 Deinstallation der Software
Sie deinstallieren DataPilot wie folgt:
U
U
Wählen Sie im Windows-Startmenü: „Start > Alle Programme >
HEIDENHAIN > DataPilot MP620 (634 132-02) bzw. DataPilot
CP620 (729 665-01)“
... und den Namen des zu deinstallierenden DataPilot sowie „Uninstall DataPilot ...“
Da der Dongle-Treiber zusätzlich zum DataPilot installiert wird, muss
er auch separat deinstalliert werden.
U
U
Starten Sie das Programm „CBUSetup.exe“ (Verzeichnis für DataPilot MP620: „C:\Programme\HEIDENHAIN\DP620_63413202\Name des DataPiloten“) oder (Verzeichnis für DataPilot MP620:
„C:\Programme\HEIDENHAIN\DP620_729 665-01\Name des DataPiloten“)
Stellen Sie „Uninstall“ ein (Dialogbox „Select mode“) und betätigen
OK
Der Dongle-Treiber wird gemeinsam von allen DataPilot
Installationen genutzt. Deinstallieren Sie den Treiber nur,
wenn kein DataPilot mehr auf dem PC verwendet wird.
2.3 Dongle-Server
Bei Verwendung des Netz-Dongles wird der Rechner, auf dem Sie die
Server-Programme installieren und betreiben, als „Dongle-Server"
bezeichnet. Dieser PC wird mit dem Dongle ausgerüstet.
Beim Start melden sich die DataPilot-PCs beim Dongle-Server an.
Während des Betriebs überprüft der Server, ob ein gemeldeter DataPilot aktiv ist. Meldet sich der DataPilot-PC über einen längeren Zeitraum nicht beim Dongle-Server, wird die Anmeldung automatisch
zurückgenommen (Default-Einstellung: 15 min). Wenn Sie DataPilot
beenden, erfolgt die Abmeldung beim Dongle-Server.
Installation des Server-Progamms
Die Installation der Server-Programme erfolgt von einem lokalen Verzeichnis des Dongle-Server-PC. Gehen Sie wie folgt vor:
U
U
U
U
6
Legen Sie die DataPilot CD-ROM ein.
Kopieren Sie das Verzeichnis CBServer (inclusive aller Dateien) von
der CD auf ein lokales Laufwerk Ihres PCs (Verzeichnis auf der CD:
„\JH\CBServer“)
Starten Sie die Server-Installation mit: „CBIOSSrv.exe /i /s“
Tragen Sie das Programm „CBIOSSRV.SRV“ (Verzeichnis:
CBServer) als „Ausnahme“ in die Windows-Firewall ein
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
Server Administration Utility
Das Programm Server-Administration gibt Ihnen einen Überblick über
die DataPilot-Aktivitäten und stellt administrative Funktionen zur Verfügung.
U
Starten Sie das Programm „AdminApp.exe“ (Verzeichnis:
CBServer)
Weitere Informationen zum Programm Server-Administration finden
Sie in der Datei „readme.txt“ (Verzeichnis: CBServer).
2.4 DataPilot an die Maschine anpassen
Ihr Maschinenhersteller hat die Möglichkeit Ihnen eine Datei zur Verfügung zu stellen, mit der Sie den DataPilot an Ihre Maschine anpassen können. Die Datei muss als ZIP-Datei vorliegen und enthält relevante Daten Ihrer Maschine.
Das Installieren der Maschinendaten wird als OEM-AddON bezeichnet. Die Funktionen zum Installieren, Deinstallieren und Erzeugen des
OEM-AddON befinden sich in dem Untermenü des Start-Menüs, in
dem auch der Programmierplatz installiert wurde.
OEM-AddON installieren
Mit der Funktion Install OEM-AddON wird der Installationsvorgang
gestartet. Vor dem Installationsvorgang können Sie noch die Installationsdatei auswählen.
OEM-AddON deinstallieren
Mit der Funktion Uninstall OEM-AddON wird die zuletzt durchgeführte Installation rückgängig gemacht.
OEM-AddON erstellen
Die Funktion Generate OEM-AddON erstellt eine neue ZIP-Datei. Sie
können wahlweise den Inhalt des Laufwerkes OEM: (Maschinenhersteller) oder des Laufwerkes TNC: (Anwender) archivieren.
Erstellen eines OEM-AddON:
U
U
U
U
Installieren Sie den DataPilot
Installieren Sie im DataPilot die PLC und alle relevanten Konfigurationsdaten ihrer Maschine
Überprüfen Sie die maschinenspezifischen Funktionen des Programmierplatzes (z.B. PLC, Achsen, Spindeln, M-Funktionen, Kühlmittelkreislauf)
Wählen Sie im Startmenü die Funktion Generate OEM-AddON um
eine Installationsdatei zu erzeugen
7
3
DataPilot-Betrieb
3.1 DataPilot starten/beenden
Sie starten DataPilot wie folgt:
U
Doppelklick auf das „DataPilot-Symbol“
oder
U
U
Windows-Startmenü: Start > Alle Programme > HEIDENHAIN >
DataPilot MP620 (634 132-02) > xxx > DataPilot MP620 (634 13202) bzw. Start > Alle Programme > HEIDENHAIN >
DataPilot CP620 (729 665-01) > xxx > DataPilot CP620 (729 665-01)
(xxx = Name der DataPilot-Maschine)
Tastaturfunktion „Num Lock” einschalten
Das Einschalten von „Num Lock” ist notwendig, da der
Ziffernblock zur Anwahl der Menüpunkte benötigt wird.
Sie beenden DataPilot wie folgt:
U
Softkey Off drücken
oder
U
Shut Down im DataPilot Control Panel anklicken
3.2 DataPilot Control Panel
Beim Start wird das DataPilot-Control-Panel aktiviert und das zugehörige DataPilot-Symbol in dem Benachrichtigungsfeld (System-Tray)
angezeigt. In dem Control-Panel wird der aktuelle Status des DataPilot
angezeigt. Zusätzlich können Sie das Programm stoppen, nach einem
Stopp restarten und DataPilot beenden (Shut Down).
Wenn Sie das Schaltfeld More betätigen, vergrößert sich das ControlPanel und es werden weitere Schaltfelder sichtbar. Das Schaltfeld
Settings öffnet einen Dialog, um zwischen lokalem Dongle und Netzwerk-Dongle zu wechseln oder einen anderen Server einzustellen.
8
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
3.3 Tastatur
Sie bedienen den DataPilot mit den Funktions- und Zifferntasten der
PC-Tastatur. Die Softkeys und viele weitere Funktionen sind auch per
Maus anwählbar. Der „Tastatursteifen“ gibt Ihnen einen Überblick
über die Bedeutung der Tasten. Der Tastaturstreifen steht als
PDF_Datei auf der DataPilot-CD zur Verfügung (Verzeichnis:
„...\pdf\DP_MP620_Tastaturstreifen.pdf“).
Die Softkeys (im unteren Bereich des Bildschirms) werden mit den
Funktionstasten „F1“ bis „F8“ Ihrer PC-Tastatur betätigt.
Es gilt die Zuordnung:
„ „F1“ der PC-Tastatur entspricht dem äußersten linken Softkey
„ „F8“ der PC-Tastatur entspricht dem äußersten rechten Softkey
Steuerungs-Tastatur
PC-Tastatur
Steuerungs-Tastatur
PC-Tastatur
Softkey (SK1)
F1
S-Override –
Shift + F1
Softkey (SK2)
F2
S-Override +
Shift + F2
Softkey (SK3)
F3
F-Override –
Shift + F3
Softkey (SK4)
F4
F-Override +
Shift + F4
Softkey (SK5)
F5
Maschinen-Betriebsarten
Shift + F9
Softkey (SK6)
F6
Programmier-Betriebsarten
Shift + F10
Softkey (SK7)
F7
Werkzeug- und Technologiedaten
Shift + F11
Softkey (SK8)
F8
Organisations-Betriebsarten
Shift + F12
Wechselt im Softkeymenü
nach links
F9
Zehnertastatur
Ziffernblock der
PC-Tastatur
Wechselt im Softkeymenü
nach rechts
F10
Cursortasten, Pg Up, Pg Dn
Cursortasten der
PC-Tastatur
Wechselt in der Zyklenprogrammierung die Hifebilder
zwischen Außen- und Innenbearbeitung
F11
Öffnet das Fehlerfenster
Alt + F7
smart.Turn: wechselt zum
nächsten Detail-Formular
Ctrl + PageDown
Startet den integrierten
Taschenrechner, wenn der
Cursor in einem entsprechenden Eingabefeld steht
Alt + C
smart.Turn: wechselt zur
nächsten Gruppe
Alt + Ctrl + Pfeil
nach unten
Zeigt zusätzliche Informationen im Parameter-Editor an
Alt + H
9
Steuerungs-Tastatur
10
PC-Tastatur
Steuerungs-Tastatur
PC-Tastatur
smart.Turn: wechselt zur vorhergehenden Gruppe
Alt + Ctrl + Pfeil
nach oben
Löscht das Zeichen links vom
Cursor
Backspace
S-Override auf 100%
Ctrl + F1
Löscht den angewählten
Bereich
Entf oder Del
F-Override auf 100%
Ctrl + F3
Umschaltung zwischen positiven und negativen Werten
Plus- bzw- MinusTaste
Zyklus-Stop
Ctrl + F5
Abbruch in Dialogen und Aufwärts im Menü
Esc-Taste
Zyklus-Start
Ctrl + F7
OK in Dialogen und neue NCSätze im Editor
Ins- oder EinfgTaste
Emergency-Stopp
Ctrl + F8
Cursor wechselt zum Programm- bzw. Listenanfang
Pos 1-Taste
Spindel M3
Ctrl + F10
Cursor wechselt zum Programm- bzw. Listenende
End-Taste
Spindel Stopp
Ctrl + F11
Spindel M4
Ctrl + F12
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
4
Parameter-Einstellungen
Die Dialogsprache, Einstellungen der Simulation, Vorbelegungswerte
für smart.Turn und weitere Details Ihrer DataPilot-Maschine legen Sie
in den Maschinen-Parametern fest. Parameter, die „im täglichen
Betrieb“ von Bedeutung sind, sind ohne Schlüsselzahl editierbar. Konfigurations-Parameter lassen sich nur ändern, wenn Sie sich vorab per
Schlüsselzahl, bzw. Kennwort anmelden.
4.1 Parameter von der Maschine übernehmen
Wenn Sie DataPilot als Programmiersystem nutzen, empfiehlt HEIDENHAIN, die gleiche Konfiguration wie auf Ihrer Drehmaschine zu
verwenden. Dazu übernehmen Sie die Parameter und Betriebsmitteldaten (Werkzeugbeschreibungen, Technologiedaten) von der Drehmaschine auf DataPilot.
An der Drehmaschine:
U
U
U
Melden Sie sich mit der Schlüsselzahl 123 an (Betriebsart Organisation).
Erstellen Sie ein Parameter-Backup und ein Werkzeuge-Backup (das
Werkzeuge-Backup beinhaltet die Technologiedaten).
Transferieren Sie die Backup-Dateien auf den DataPilot-PC.
Am DataPilot-PC:
U
U
U
U
Melden Sie sich mit dem Kennwort config an (Betriebsart Organisation).
Führen Sie ein Werkzeuge-Restore mit den Betriebsmitteldaten der
Drehmaschine durch.
Führen Sie ein Parameter-Restore mit den Parametern der Drehmaschine durch. Das Restore überschreibt alle Parameter, auch die
PLC-Parameter.
Führen Sie ein weiteres Parameter-Restore mit der Parameter-Datei
PA_DP_PLC durch, um die PLC-Parameter des DataPilot zu restaurieren.
Nach einem Neustart des DataPilot haben Sie die gleiche Konfiguration wie auf der Drehmaschine.
Der DataPilot arbeitet mit einem speziellen PLC-Programm und angepassten PLC-Parametern. Deshalb müssen Sie nach einer Parameter-Übernahme von der Drehmaschine die PLC-Parameter des DataPilot erneut
einlesen (Datei: PA_DP_PLC).
11
4.2 Parameter ändern
Parameter-Organisation: Die Parameter sind in einer Baum-Struktur
organisiert. Am Anfang jeder Zeile des Parameter-Baums zeigt ein
Symbol die Bedeutung dieser Zeile an.
Symbol
Bedeutung
Parameter-Objekt, Zweig zugeklappt
Parameter-Objekt, Zweig aufgeklappt. Die zugehörigen Parameter-Objekte oder Maschinen-Parameter
werden unterhalb dieser Zeile aufgelistet.
(editierbarer) Maschinen-Parameter
Siehe auch Benutzer-Handbuch, Kapitel „Parameter“.
U
U
Parameter auswählen: Klicken Sie mit der Maus auf das Symbol
„+“ oder „–“ eines Parameter-Objekts, um den Zweig auf- oder
zuzuklappen. Alternativ navigieren Sie mit den Cursortasten (Cursorauf, -ab, -links, -rechts) auf den gewünschten Parameter.
Parameter editieren: Positionieren Sie den Cursor auf den zu editierenden Maschinen-Parameter und betätigen RETURN (oder Cursor-rechts). DataPilot öffnet den Dialog zum Ändern des Parameters.
U Softkey drücken, nachdem alle Parameter-Anpassungen durchgeführt sind. (DataPilot übernimmt die
Änderungen erst, wenn das Speichern abgeschlossen ist.)
4.3 Parameter ohne Schlüsselzahl editieren
U
In die Betriebsart Organisation wechseln
U Softkey drücken
U
Parameter ändern und speichern
U Parameter-Editor verlassen
12
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
Die folgende Tabelle listet die für DataPilot relevanten Parameter auf.
Funktion
Parameterobjekt
Erläuterung
Maßsystem für
die Anzeige und
Bedienung
System
Definition der für die Anzeige gültigen Maßeinheit
Maßeinheit für Anzeige und Bediener-Interface
Stellen Sie das Maßsystem „metrisch“ oder
„inch“ ein.
Simulation:
Simulation
Allgemeine Einstellungen
Neustart mit M99
Weg-Verzögerung
„ Stellen Sie ein, ob die Simulation bei einem
M99 wiederholt werden soll.
„ Stellen Sie die Verzögerungszeit nach einer
Wegausgabe ein (default: 0 sec). Damit
verzögern/beschleunigen Sie die Simulation des Zerspanungsvorgangs.
Simulation –
Zeitberechnung:
Dauer von
Schaltfunktionen
Simulation
Bearbeitungszeiten für NC-Funktionen allgemein
Zeitzuschlag für Werkzeugwechsel
Zeitzuschlag für Getriebeschalten
Allgemeiner Zeitzuschlag für M-Funktionen
Bei der Zeitberechnung der Simulation werden die angegebenen Zeiten bei Werkzeugwechsel, Getriebeschalten und bei M-Funktionen berücksichtigt (default: 0 sec).
Simulation –
Zeitberechnung:
Dauer von MFunktionen
Simulation
Bearbeitungszeiten für M-Funktionen
T01
Nummer der M-Funktion
Bearbeitungszeit der M-Funktion
T02
...
Tragen Sie die Nummer der M-Funktion und
die Zeit, die für diese M-Funktion berücksichtigt werden soll, ein (default: 0 sec). Die hier
eingetragenen Zeiten werden bei den aufgeführten M-Funktionen zusätzlich zum „Allgemeinen Zeitzuschlag für M-Funktionen“
berechnet.
Simulation: Fenstergröße
Simulation
Festlegung der (Standard) Fenstergröße
Nullpunktlage in X
Nullpunktlage in Z
Delta X
Delta Z
Mit Nullpunktlage X/Z definieren Sie die
Lage des Koordinatensystems im Simulationsfenster (Abstand des Koordinatenursprungs von unteren bzw. linken Fensterrrand). In DeltaX/Z legen Sie die vertikale und
horizontale Ausdehnung des Arbeitsbereichs
im Simulationsfenster fest.
„ Wiederholung
„ verzögern/
beschleunigen
Diese Angaben beziehen sich auf die Standard-Fenstergröße – Sie können die Einstellungen jederzeit während der Simulation
anpassen.
Simulation: Rohteilgröße
Simulation
Festlegung der (Standard) Rohteilgröße
Außendurchmesser
Rohteillänge
Rechte Rohteilkante
Innendurchmesser
Mit Außendurchmesser und Rohteillänge
definieren Sie die Größe des Standard-Rohteils. Rechte Rohteilkante legt die Position
des Rohteils im Simulationsfenster fest und
Innendurchmesser definiert den Innendurchmesser bei einem Rohr als Rohteil.
Das Standard-Rohteil wird von der Simulation
verwendet, wenn kein Rohteil definiert ist.
13
Funktion
Parameterobjekt
Erläuterung
Allgemeine
Sicherheitsabstände
Processing
Allgemeine Einstellungen
Sicherheitsabstand außen (SAR)
Sicherheitsabstand innen (SIR)
Außen auf bearbeitetes Teil (SAT)
Innen auf bearbeitetes Teil (SIT)
„ Sicherheitsabstand außen/innen (SAR/
SIR) definieren die Sicherheitsabstände
außen bzw. innen auf das Rohteil (default:
3 mm).
„ Außen/Innen auf bearbeitetes Teil
(SAT/SIT) definieren die Sicherheitsabstände außen bzw. innen auf das bearbeitete Teil (default: 2 mm).
Vorbelegungswerte für
smart.Turn
Processing
Allgemeine Einstellungen
G14 für neue Units
Kühlmittel für neue Units
G60 für neue Units
Sicherheitsabstand G47
Sicherheitsabstand G147 Zustellr.
Sicherheitsabstand G147 Ebene
Aufmaß in X-Richtung
Aufmaß in Z-Richtung
In folgenden Parametern definieren Sie die in
der Start-Unit von smart.Turn verwendeten
Vorbelegungswerte.
14
„ G14 für neue Units: Strategie zum Anfahren des Werkzeugwechselpunktes
(default: 0: simultan)
„ Kühlmittel für neue Units: Definition des
Kühlmittelkreislaufs (default: 1: Kreislauf 1
ein)
„ G60 für neue Units: Schutzzone aktiv/
nicht aktiv (default: 0: aktiv)
„ Sicherheitsabstand G47: Sicherheitsabstand G47 (default: 2 mm)
„ Sicherheitsabstand G147 Zustellr.:
Sicherheitsabstand G147 – Fräsebene
(default: 2 mm)
„ Sicherheitsabstand G147 Ebene: Sicherheitsabstand G147 – Zustellrichtung
(default: 2 mm)
„ Aufmaß in X-Richtung: Aufmaß in X-Richtung (default: 0,5 mm)
„ Aufmaß in Z-Richtung: Aufmaß in Z-Richtung (default: 0,2 mm)
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
4.4 Geschützte Parameter editieren
U
In die Betriebsart Organisation wechseln
U Softkey drücken
U
Schlüsselzahl 123 eingeben
Parameter ändern und speichern
U Parameter-Editor verlassen
U
Die folgende Tabelle listet die für DataPilot relevanten Parameter auf.
Funktion
Parameterobjekt
Erläuterung
Dialogsprache einstellen
Einstellung der NC- und PLC-Dialogsprache
NC-Dialogsprache
PLC-Dialogsprache
PLC-Fehlermeldungssprache
Hilfe-Sprache
Hier stellen Sie die Dialogsprache ein. DataPilot unterscheidet die Sprache für den NCDialog, die PLC, die Fehlermeldungen und für
die Hilfetexte.
4.5 Konfigurierungs-Parameter editieren
U
In die Betriebsart Organisation wechseln
U Softkey drücken
U
Kennwort config eingeben
U Konfigurierungs-Parameter aufrufen
U
Parameter ändern und speichern
U Parameter-Editor verlassen
Das Kennwort config gilt nur auf DataPilot, nicht auf der
Steuerung Ihrer Maschine.
Die folgende Tabelle listet die für DataPilot relevanten Parameter auf.
15
Funktion
Parameterobjekt
Erläuterung
Koordinatensystem einstellen
System
DisplaySettings
CfgCoordSystem
CoordSystem
Hier stellen Sie das Koordinatensystem der
Drehmaschine ein.
Anzahl
Schwenkplätze
des Revolvers
einstellen
Aggregates
ToolHolder
TH1_REV
CfgTHDescription
maxSwivelPosition
Hier stellen Sie die maximale Schwenkposition (Anzahl Schwenkplätze) des Werkzeugrevolvers ein.
Endschalter der
Achsen einstellen
Axes
ParameterSets
PX1_0
CfgPositionLimits
swLimitSwitchPos
swLimitSwitchNeg
PY1_0
...
PZ1_0
...
Hier stellen Sie die positive bzw. negative
Endschalterposition der Linearachsen ein.
16
„ +X, +Z: Horizontal-Drehmaschine, Werkzeugträger hinter Drehmitte
„ –X, +Z: Horizontal-Drehmaschine, Werkzeugträger vor Drehmitte
„ +Z, +X: Vertikal-Drehmaschine (KarussellMaschine), Werkzeugträger rechts von der
Drehmitte
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
5
Datensicherung,
Verzeichnisstruktur
5.1 Datensicherung
Sie sollten NC-Programme, Betriebsmitteldaten und Parametereinstellungen regelmäßig sichern. Nutzen Sie dazu die Transfer-Funktionen Ihres DataPilot. Informationen zur Datensicherung finden Sie
Benutzer-Handbuch (Kapitel „Betriebsart Organisation - Transfer Daten-Backup erstellen“).
Die DataPilot-Software ändert sich nicht. Sie brauchen DataPilotDateien nicht zu sichern. Nach einer PC-Systemstörung installieren
Sie den DataPilot erneut.
5.2 Verzeichnisstruktur
Sie geben den Pfad, auf dem der DataPilot abgelegt wird, während der
Installation an. Unterhalb der DataPilot-Maschine legt das Installationsprogramm das Verzeichnis „V \nc_prog“ und die Unterverzeichnisse
„GTI, GTZ und NCPS“ an (siehe Verzeichnisstruktur im Bild rechts).
Die Verzeichnisse beinhalten folgende Dateien:
„ GTI: ICP-Konturbeschreibungen
„ *.gmi: Drehkonturen
„ *.gmr: Rohteilkonturen
„ *.gms: Konturen der Stirnfläche
„ *.gmm: Konturen der Mantelfläche
„ GTZ: Zyklenprogramme
„ NCPS: smart.Turn- und DIN PLUS-Programme
„ *.nc: NC-Hauptprogramme
„ *.ncs: NC-Unterprogramme
Weitere Informationen: siehe Benutzer-Handbuch (Kapitel „Betriebsart Organisation - Transfer“).
17
18
HEIDENHAIN DataPilot MP620 / CP620
DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH
Dr.-Johannes-Heidenhain-Straße 5
83301 Traunreut, Germany
{ +49 8669 31-0
| +49 8669 5061
E-mail: info@heidenhain.de
Technical support | +49 8669 32-1000
Measuring systems { +49 8669 31-3104
E-mail: service.ms-support@heidenhain.de
TNC support
{ +49 8669 31-3101
E-mail: service.nc-support@heidenhain.de
NC programming { +49 8669 31-3103
E-mail: service.nc-pgm@heidenhain.de
PLC programming { +49 8669 31-3102
E-mail: service.plc@heidenhain.de
Lathe controls
{ +49 8669 31-3105
E-mail: service.lathe-support@heidenhain.de
www.heidenhain.de
801 572-10 · Ver00 · PDF · 4/2011
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