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Eidg. Forschungsanstalt WSL
Institut fédéral de recherches WSL
Istituto federale di ricerca WSL
Swiss Federal Research Institute WSL
Ein Institut des ETH-Bereichs
SPERRFRIST
Montag, 20.10.2014, 17:00 Uhr MESZ
Es gilt das gesprochene Wort!
Birmensdorf, 20. Oktober 2014
Dr. Reinhard Lässig
Kommunikation WSL
Telefon +41-1-739 23 89, Fax +41-1-739 22 15
reinhard.laessig@wsl.ch
Eröffnung des neuen Pflanzenschutzlabors an der Eidg.
Forschungsanstalt WSL
Ansprache Prof. Dr. Konrad Steffen, Direktor der WSL
Sehr geehrter Herr Bundesrat, sehr geehrte Gemeindepräsidenten, sehr geehrte
Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden, Bundesämtern, kantonalen Ämtern sowie
von Bildungs- und Forschungsinstitutionen, liebe Gäste und WSL-Mitarbeitende
Willkommen an der WSL!
Eben haben Sie die Aarauer Turmbläser gehört. Leute wie sie hatten im Mittelalter die
Aufgabe, vom höchsten Turm der Stadt oder der Burg Gefahren zu erkennen und davor
zu warnen. Eine Rolle, die durchaus zur WSL passt. Im Verbund mit den Ämtern und
Behörden, die uns heute bei dieser Eröffnung begleiten, tragen wir dazu bei, Gefahren in
einem ganz bestimmten Bereich – jenem der Pflanzenkrankheiten - zu erkennen. Und
arbeiten mit Forschenden aus dem In- und Ausland an Strategien, um diese abzuwenden.
Ein Beispiel dafür könnte die Pilzkrankheit Phytphthora Ramorum sein. Wegen ihr mussten
in England schon mehrere Millionen Lärchen notgefällt werden. Rechtzeitige Diagnose an
importierten Zierpflanzen und Erforschung der Übertragungsmechanismen kann uns
helfen, diese Plage von der Schweiz fernzuhalten. Aber damit jemand vom Turm Alarm
blasen kann, braucht es zuerst einmal einen Turm. Diese Notwendigkeit hat der heute
pensionierte WSL-Forscher und Projektleiter der ersten Stunde Werner Landolt über 10
Jahre lang mit Nachdruck vertreten. Wenn heute Bundesämter, Behörden und
Forschungspartner hinter dieser neuen Einrichtung stehen (die Nachbarn haben sicher
nichts dagegen, wenn es kein Turm geworden ist), dann ist das nicht zuletzt der
intensiven Zusammenarbeit zu verdanken zwischen ihm, meinem Vorgänger James
Kirchner, meinem Stellvertretenden Direktor Christoph Hegg und unserem
Bauprojektleiter Herbert Kurmann.
Zürcherstrasse 111, CH-8903 Birmensdorf
Telefon +41-1-739 21 11, Fax +41-1-739 22 15, www.wsl.ch
w
Mit dem neuen Labor wird es viel besser als bisher möglich sein, Eindämmungs- und
Schutzmassnahmen gegen eingeschleppte Schädlinge zu entwickeln. Dies, weil wir
erstmals über eine Infrastruktur verfügen, die neben Diagnostik auch Forschung auf der
dafür notwendigen Biosicherheitsstufe zulässt.
Wir tun dies nicht allein. Bei der Finanzierung haben uns das Bundesamt für Umwelt , das
Bundesamt für Landwirtschaft und der ETH-Rat unterstützt. Und in diesem wie in anderen
Bauvorhaben haben wir mit unseren Standortgemeinden Uitikon und Birmensdorf immer
eine hervorragende Zusammenarbeit erlebt. Ohne das Zusammenwirken dieser Behörden
und Institutionen würde das Pflanzenschutzlabor heute nicht stehen. Ihnen allen
stellvertretend für die ganze WSL: Herzlichen Dank!
Beim Betrieb sind wir – was die Erkennung und Bekämpfung von Schadorganismen
betrifft – Teil des Eidgenössischen Pflanzenschutzdienstes. Und in der Erforschung und
Entwicklung von Bekämpfung- und Anpassungsstrategie stützen sich unsere
Wissenschaftler auf ein weites nationales und internationales Netzwerk. Das Vertrauen,
das uns dabei entgegengebracht wird, erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit und motiviert
uns, all unser Wissen und Können einzusetzen.
Sie werden in wenigen Minuten die Gelegenheit erhalten, die Ausrüstung des neuen
Gebäudes zu betrachten. Vergessen Sie bitte ob all der Technik in diesem Haus nicht die
Menschen, die darin arbeiten werden. Ihren Kenntnissen, ihrer Intuition, ihrer Erfahrung ist
es zu verdanken, dass die Schweiz eines der europaweit fortschrittlichsten
Biosicherheitslabors für Pflanzenschutz betreiben wird. Es ist die Schutzhülle, die ihnen
erlaubt, ihre Diagnosetätigkeiten und Forschungsexperimente ohne Gefährdung der
pflanzlichen Umwelt durchzuführen. Dabei möchte ich daran erinnern, dass sie das auch
ohne jegliche Gefährdung ihrer eigenen Gesundheit noch jener von anderen Menschen
tun: Die Organismen, die wir untersuchen, können nur Pflanzen befallen. Einigen dieser
Menschen werden Sie an den Informationsständen, beim Rundgang und beim Apéro
begegnen. Ich bin stolz und dankbar, mit diesen Kolleginnen und Kollegen
zusammenarbeiten zu dürfen.
Übrigens – haben Sie die Tessiner Palmen bemerkt, die heute an einigen unserer Eingänge
stehen? Für viele von uns gehören sie zum Tessin wie Sonne und Italienisch. Aber
eigentlich sind es exotische Zierpflanzen (chinesische Hanfpalmen) die sich in den letzten
Jahren in Wälder ausgebreitet haben und dort einheimische Arten bedrängen. Wir zeigen
sie heute - und am Tag der offenen Labortüren nächsten Samstag - als Symbol dafür,
dass invasive Organismen ein unausweichlicher Teil unserer Umwelt geworden sind. Es
liegt an uns, herauszufinden, wie wir am besten mit ihnen und anderen UmweltHerausforderungen umgehen. Das ist ein Schwerpunkt der Forschungstätigkeiten an der
WSL – die Schnittstelle zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Obs es um das
Verständnis von Waldökosystemen geht, um die nachhaltige Nutzung von natürlichen
Ressourcen, die Erhaltung von Biodiversität, die Entwicklung unserer Landschaft oder den
w
Umgang mit Naturgefahren: Die WSL-Forschung trägt dazu bei, dass wir in der Schweiz
die nötigen wissenschaftlichen Grundlagen haben, um langfristige Entscheide im Umgang
mit der Umwelt zu treffen.
So erstreben wir nicht mehr und nicht weniger, dass auch das neue Pflanzenschutzlabor
diesem Zweck einen wirkungsvollen Dienst leistet. Dass Sie, Herr Bundesrat, es heute
mit uns einweihen, empfinden wir als grosse Ehre.
Kontakt
WSL: Medienverantwortlicher, Reinhard Lässig, Tel. 044 739 23 89
E-Mail: reinhard.laessig@wsl.ch
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