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Das kleine Handbuch - MDT - TU Berlin

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Das kleine Handbuch
für die Grundlagenlabore der Elektrotechnik
Christian Stoll
Betreuer : Dipl.-Ing. Sebastian Nowoisky
Datum: 9. Oktober 2014
Technische Universität Berlin
Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik
Institut für Energie- und Automatisierungstechnik
Fachgebiet Elektronische Mess- und Diagnosetechnik
Impressum
Titel: Das kleine Handbuch für die Grundlagenlabore der Elektrotechnik
Autor: Christian Stoll
2. Auflage Juni 2014
Erschienen im :
Institut für Energie- und Automatisierungstechnik
Fachgebiet Elektronische Mess- und Diagnosetechnik
Technische Universität Berlin
Sekr. Sekretariat EN13, Einsteinufer 17
D-10587 Berlin
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Clemens Gühmann
Abbildung: Helios Voltmeter (CC0 1.0) (Helios, 2013)
Aktuelle Informationen des Fachgebietes finden Sie unter:
❤tt♣✿✴✴✇✇✇✳♠❞t✳t✉✲❜❡r❧✐♥✳❞❡✴
Die vorliegende Fassung des Handbuches wurde sorgfältigst auf Fehler
hin überprüft. Um das Handbuch dennoch laufend verbessern zu können, würden wir uns über Hinweise auf etwaig vorhandene Fehler sowie
Verbesserungsvorschläge sehr freuen. Wenden Sie sich dazu bitte an die Tutoren des Fachgebietes.
Inhaltsverzeichnis
Seite 3 / 31
■♥❤❛❧ts✈❡r③❡✐❝❤♥✐s
✶ ▼✉❧t✐♠❡t❡r
1.1
1.2
1.3
Digitale Multimeter . . . . . . . . . . .
Analoge Multimeter . . . . . . . . . . .
Tischmultimeter . . . . . . . . . . . . .
1.3.1 Steuerelemente und Anschlüsse
1.3.2 Anzeige . . . . . . . . . . . . .
1.3.3 Speichern von Messwerten . . .
1.3.4 Vierleiter-Messung . . . . . . .
1.3.5 Durchgangsprüfung . . . . . . .
1.3.6 Diodenprüfung . . . . . . . . .
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✶✺
3.1
3.2
Messen mit dem Oszilloskop . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.1.1 Messen einer Gleichspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.1.2 Messen einer Wechselspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.1.3 Messen von Strömen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.1.4 Messen einer Phasenverschiebung φ . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.1.5 Messen eines Zündwinkels α . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Messen mit dem Oszilloskop am Beispiel des Oszilloskops AT DSO3062A
3.2.1 Steuerelemente und Anschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.2.2 Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.2.3 Messen einer Effektivspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.2.4 Messen von Periodendauer und Frequenz . . . . . . . . . . . . . .
3.2.5 Messen einer Phasenverschiebung . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.2.6 Messen der Anstiegszeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3.2.7 X-Y-Anzeigeformat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1 Multimeter
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1.1.a Digitales Multimeter
1.1.b Digitales Multimeter ohne automatische Bereichsumschaltung
Abbildung 1.1: Digitale Multimeter, 1.1.a (Karwath, 2005), 1.1.b (Häckel, 2004)
1. Anzeige -digital2. Anzeige -analog3. Funktionstasten
4. Messbereichsschalter
5. Anschlussbuchsen
Digitale Multimeter (Vielfachmessgeräte) bestehen ganz allgemein aus einem Eingangsverstärker, einem Analog-Digital-Umsetzer, einem Display und einer Stromversorgung. Um eine Messung
durchzuführen, müssen die Messleitungen in die entsprechenden Anschlussbuchsen (5) gesteckt und
1.1 Digitale Multimeter
Seite 5 / 31
am Messbereichsschalter (4) muss der richtige Messbereich ausgewählt werden. Bei Messgeräten
ohne automatische Bereichsumschaltung (Abbildung 1.1.b) wird zunächst auf die größte Stufe des zu
messenden Wertes gestellt und dann in den kleineren Bereich angepasst bis ein möglichst genaues
Messergebnis erzielt wird. Darüber hinaus ist diese Vorgehensweise auch wichtig, um das Messgerät
nicht zu beschädigen.
❞✐❣✐t❛❧❡ ❆♥③❡✐❣❡
(1)
Messwertanzeige des Messgerätes. Entsprechend ausgestattete Messgeräte können Messwerte über
eine entsprechende Schnittstelle an einen Computer oder Datenspeicher übertragen.
❛♥❛❧♦❣❡ ❆♥③❡✐❣❡
(2)
Dient dazu, sich schnell verändernde oder instabile Signale besser messen zu können.
❋✉♥❦t✐♦♥st❛st❡♥
(3)
Die Funktionstasten haben je nach Hersteller und Multimetertyp unterschiedliche Funktionen. Zum
Beispiel zum Umschalten zwischen Wechselspannung und Gleichspannung als Messbereich oder zum
Aktivieren der Hintergrundbeleuchtung des Displays.
▼❡ss❜❡r❡✐❝❤ss❝❤❛❧t❡r
(4)
Hier lässt sich der benötigte Messbereich einstellen, je nachdem ob das Messgerät zur Messung
eines Stromes, einer Spannung oder eines Widerstandes verwendet werden soll. Beim Messgerät in
Abbildung 1.1.b ist es notwendig, den Messbereich genau zu wählen, da sonst die angezeigten Werte
zu ungenau oder mit einem unnötig hohen Messfehler behaftet sind bzw. gar nicht möglich ist zu
messen. Beim Messgerät in Abbildung 1.1.a ist dies jedoch nicht notwendig, da es über eine automatische Bereichsumschaltung verfügt und automatisch den Messbereich mit der größten Genauigkeit
auswählt.
▼❡ss❡♥ ✈♦♥ ❑❛♣❛③✐tät✱ ■♥❞✐❦t✐✈✐tät ✉♥❞ ❲✐❞❡rst❛♥❞ ✈♦♥ ❇❛✉t❡✐❧❡♥
Neben Strom und Spannung lassen sich zusätzlich mit den entsprechend ausgelegten Multimetern
auch der Widerstand, die Kapazität oder die Induktivität von Bauteilen messen. Dazu müssen die
Beinchen beispielsweise eines Kondensators in die kleinen Schlitze gesteckt werden, welche sich in
der Nähe der Anschlussbuchsen (5) befinden (siehe Abbildung 1.1.a, 1.1.b).
❲✐❞❡rst❛♥❞s♠❡ss✉♥❣ ✉♥❞ ❉✉r❝❤❣❛♥❣s♣rü❢✉♥❣
Widerstandsmessungen lassen sich ebenso mit den Messleitungen durchführen. Zusätzlich kann
diese Funktion auch als Durchgangsprüfer genutzt werden. Bei sehr geringen Widerstandswerten
ertönt ein akustisches Signal, welches signalisiert, dass das Messobjekt als elektrisch leitend angenommen wird.
Seite 6 / 31
1 Multimeter
❉✐♦❞❡♥t❡st
Mit Hilfe dieser Funktion lässt sich die Funktionsfähigkeit von Dioden feststellen. Bei einwandfrei
funktionierenden Dioden muss in Durchlassrichtung je nach Diodentyp ein Spannungswert zwischen
0, 3V und 0, 8V angezeigt werden.
✶✳✷ ❆♥❛❧♦❣❡ ▼✉❧t✐♠❡t❡r
Bei analogen Messgeräten wie den Zeiger-Vielfachmessgeräten (siehe Abbildung 1.2) folgt die Anzeige
des Messgerätes stetig der Eingangsgröße. Um das Messgerät vor Beschädigungen oder Zerstörung
zu schützen, ist es notwendig, bei jeder neuen Messung von unbekannten Messwerten den größten
Messbereich der entsprechenden Messgröße einzustellen.
Für die Messung verschiedener Größen können auch verschiedene Skalen vorhanden sein. Beim
Ablesen der Messwerte muss darauf geachtet werden, von der dem Messbereich entsprechenden Skala
abzulesen und wenn nötig umzurechnen (siehe Ablesebeispiel in Abbildung 1.2). Bei dem im Ablesebeispiel verwendeten Messgerät, werden alle Messbereiche die mit einer 1 beginnen (z.B. 1000, 100,
10...) der 100-Skala zugeordnet. Hingegen werden Messbereiche die mit einer 3 beginnen, (z.B. 300,
30, 3) von der 30-Skala abgelesen.
Um eine möglichst hohe Messgenauigkeit zu erzielen, sollte darauf geachtet werden, dass sich der
Zeiger bei der Messung in der hinteren Hälfte der Skala befindet.
1.2.a Messbereich: 10V, Abgelesen: 70, Messwert: 7V
1.2.b Messbereich: 300mV, Abgelesen: 22.5, Messwert:
225mV
Abbildung 1.2: Ablesebeispiel
1.3 Tischmultimeter
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Abbildung 1.3: Tischmultimeter Fluke 8846A
Das Tischmultimeter Fluke 8846A kann über die Steuerelemente der Vorderseite bedient werden, aber
auch eine Fernsteuerung über die Computerschnittstellen an der Rückseite ist möglich.
✶✳✸✳✶ ❙t❡✉❡r❡❧❡♠❡♥t❡ ✉♥❞ ❆♥s❝❤❧üss❡
Auf der Rückseite des Fluke 8846A befinden sich neben Computerschnittstellen noch einmal die
selben Anschlüsse wie auf der Vorderseite.
Abbildung 1.4: Frontalansicht des Tischmultimeter Fluke 8846a (Fluke, 2007, S.3-4)
Seite 8 / 31
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1 Multimeter
Anschlüsse INPUT HI und INPUT LO. Eingangsanschlüsse für Volt-, 2-Draht-Ohm-,
Hz-, Perioden-, Temperatur- und Kapazitätsmessungen. Alle Messungen verwenden den
Anschluss INPUT LO als gemeinsamen Eingang. Der INPUT LO ist isoliert und kann
unabhängig vom Messtyp sicher bis zu 1000 V Spitze erdfrei verwendet werden. 1000 V
ist die maximale Nennspannung zwischen den Anschlüssen INPUT HI und LO.
Anschlüsse SENSE HI und SENSE LO. Ausgangsanschlüsse zu Quellenstrom für
Vierleiter-Messung.
Softkeys F1 bis F5. Softkeys werden beim Navigieren der Menüs des Messgeräts zum
Auswählen verschiedener Menüoptionen verwendet.
Memory-Taste für Zugriff auf internen und externen Speicher mit Messgeräteinstellungen und Messwerten.
USB-Anschluss. Anschluss für externe Massenspeicher zur Speicherung von Messdaten.
Standby-Taste zum Ausschalten der Anzeige. Im Standby-Modus spricht das Messgerät
nicht auf Fernsteuerungsbefehle bzw. die Steuerelemente der Vorderseite an. Wenn der
Standby-Modus beendet wird, aktiviert das Messgerät seine Einschaltkonfiguration.
INSTR SETUP-Taste. Zugang zu Kommunikationsschnittstellen-Einstellung und SetupFernsteuerungsbefehlssatz, Systemeinstellungen und Messgerätrücksetzung.
MEAS SETUP-Taste. Zugang zu Auflösungseinstellung, Triggerfunktionen, Temperatureinstellung, dBm-Referenzeinstellung, Kontinuitätseinstellungen und anderen messbezogenen Parametern.
TRIG-Taste. Löst Messung aus, wenn Trigger auf externe Auslösung gesetzt ist.
ANALYZE-Taste. Zugang zu mathematischen Funktionen, Statistik, TrendPlot und Histogramm.
ZERO-Taste. Verwendet den aktuellen Messwert als Offsetwert zum Erstellen von relativen Anzeigen.
Messgerätfunktionstasten. Bestimmt die Messgerätfunktion: Strom/Spannung AC/DC,
Widerstand, Kontinuität, Diodenprüfung, Frequenz, Periode, Kapazität und Temperatur.
RANGE-Tasten. Wählt zwischen manueller und automatischer Bereichswahl. Erhöht
bzw. verringert den Bereich, wenn manuelle Bereichswahl aktiviert ist.
BACK-Taste. Springt in der Menüstruktur eine Stufe zurück.
Eingangsschalter FRONT und REAR. Alle Eingangsanschlüsse der Vorderseite,
ausgenommen 10 A, sind an der Rückseite des Messgeräts verfügbar. Diese Schalter
schalten die Eingänge des Messgeräts zwischen Rückseite und Vorderseite um.
Eingangsanschlüsse 400 mA und 10 A für Wechselstrom- und GleichstromMessfunktionen.
Tabelle 1.1: Steuerelemente und Anschlüsse (vgl. Fluke, 2007, S.3-4)
1.3 Tischmultimeter
Seite 9 / 31
✶✳✸✳✷ ❆♥③❡✐❣❡
Die Anzeige des Fluke 8846A erfüllt verschiedene Aufgaben. Zum einen werden die jeweiligen Messwerte angezeigt, zum anderen das Fluke 8846A in der Lage, Messstatistiken sowohl numerisch als
auch grafisch anzuzeigen. Darüber hinaus informiert die Anzeige auch über die aktuelle Tastenbelegung der Softkeys und den aktuellen Betriebsmodus.
Abbildung 1.5: Anzeige des Tischmultimeter Fluke 8846a (Fluke, 2007, S.3-6)
1
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11
12
Primäranzeige.
Sekundäranzeige.
Gibt PASS, HIGH oder LOW für Grenzwerttests an.
Ausgewählte mathematische Funktion.
Fehler erkannt.
Speicher zur Speicherung von Messwerten aktiviert. Erlischt nach Speicherung der letzten Probe.
Softkey-Beschriftungen.
Manuelle Bereichswahl ausgewählt.
Remote. Das Messgerät wird derzeit ferngesteuert.
Externer Trigger aktiviert.
Rear. Rückseitige Eingangsanschlüsse ausgewählt.
Menüpfad.
Tabelle 1.2: Anzeigelemente des Fluke 8846A (vgl. Fluke, 2007, S.3-6)
Seite 10 / 31
1 Multimeter
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Das Fluke 8846A kann im internen Speicher Messwerte aufnehmen. Des Weiteren ist es möglich,
Messwerte auf einem externen Massenspeicher zu speichern.
❙♣❡✐❝❤❡r♥ ✈♦♥ ▼❡ss✇❡rt❡♥ ✐♥ ❡✐♥❡♠ ❡①t❡r♥❡♥ ▼❛ss❡♥s♣❡✐❝❤❡r✿
1. MEMORY-Taste (4) drücken.
2. Softkey STORE READINGS drücken.
3. Softkey USB drücken.
4. Softkey SAMPLES drücken.
5. Um die Anzahl der zu speichernden Messwerte einzustellen, kann zur Auswahl einer Stelle
entweder <– oder –> gedrückt werden. Wenn die gewünschte Stelle ausgewählt ist, den Softkey
mit der Beschriftung – drücken, um den Wert zu verringern, bzw. ++, um den Wert zu erhöhen.
6. Wenn die gewünschte Probenanzahl eingestellt ist, den Softkey ENTER drücken.
7. Den Softkey START drücken, um die Messwertspeicherung zu beginnen
8. Der Softkey START ändert sich zu STOP, wenn der Speicherungsprozess beendet werden
kann. Wenn die angeforderte Anzahl Proben gespeichert wurde, ändert sich der Softkey wieder
zu START. Darüber hinaus wird der Hinweis MEM auf der Anzeige eingeblendet, während
Messwerte gespeichert werden.
(vgl. Fluke, 2007, S.3-19 f.)
1.3 Tischmultimeter
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Die Vierleiter-Messung ist die präziseste Möglichkeit mit Hilfe des Fluke 8846A den Widerstandswert
beispielsweise eines Bauteils zu ermitteln.
1. Die Messleitungen wie in Abbildung 1.6 anschließen.
2. Ω-Taste drücken.
3. Softkey 4WIRE drücken.
(vgl. Fluke, 2007, S.4-9)
Abbildung 1.6: Eingangsanschlüsse für Vierleiter-Messung (Fluke, 2007, S.4-9)
Seite 12 / 31
1 Multimeter
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Mit Hilfe der Durchgangsprüfung lässt sich beispielsweise bei einem Schaltkreis überprüfen, ob er
intakt ist. Die Schwelle, ab welchem Widerstandswert der Schaltkreis als intakt angezeigt wird, kann
vorher eingestellt werden (vgl. Fluke, 2007, S.4-16).
1.
(12) drücken.
2. Messleitungen bei INPUT HI und INPUT LO (1) anschließen.
3. Ist der Stromkreis leitend, ertönt ein Piepton und das Wort OPEN erscheint auf der Anzeige.
(vgl. Fluke, 2007, S.4-16)
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Bei der Diodenprüfung sendet das Fluke 8846A einen Messstrom durch die Diode, während gleichzeitig der Spannungsabfall gemessen wird. Sobald das Wort OPEN in der Anzeige erscheint, ist die
Spannung 10 % über der Bürdenspannungseinstellung. Typischer Spannungsabfall guter Übergänge
liegt im Bereich von 0, 3V bis 0, 8V . Falls aktiviert, gibt das Gerät einen Piepton ab, wenn ein guter
Übergang erkannt wird (vgl. Fluke, 2007, S.4-17).
1.
(12) zweimal drücken.
2. Prüfspannung und Prüfstrom gemäß der zu prüfenden Diode durch Drücken der entsprechenden
Softkeys auswählen.
3. Die Messleitungen wie in Abbildung 1.7 anschließen.
(vgl. Fluke, 2007, S.4-17)
Abbildung 1.7: Anzeige und Eingangsanschlüsse für Diodenprüfung (Fluke, 2007, S.4-17)
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✷ ▲❡✐st✉♥❣s♠❡ss❡r
W
U
2.1.a Leistungsmesser
2.1.b direkte Leistungsmessung
Abbildung 2.1: Leistungsmessung
Die elektrische Leistung lässt sich entweder indirekt über eine Strom- und eine Spannugsmessung,
beispielsweise mit Hilfe von zwei Multimetern, oder direkt mit Hilfe eines Leistungssmessers bestimmen.
Leistungsmesser verfügen über vier Anschlüsse. Zwei Anschlüsse dienen der Spannungsmessung
(Abbildung 2.1.a Anschluss R und Anschluss S) und zwei Anschlüsse dienen der Strommessung
(Abbildung 2.1.a Anschluss I ∗ und Anschluss I) . Wie bei Multimetern wird der Leistungsmesser
mit den Anschlüssen zur Spannungsmessung parallel zum Messobjekt und mit den Anschlüssen zur
Strommessung in Reihe angeschlossen.
Mit Hilfe eines Leistungsmessers kann im Dreiphasennetz auch die Blindleistung bestimmt werden. Hierfür wird der Leistungsmesser an den Außenleitern L2 und L3 angeschlossen. Der Verbrauch√
er verbleibt zwischen L1 und N (siehe Abbildung 2.2). Der angezeigte Wert muss nur noch durch 3
geteilt werden.
PBlind =
PMesswert
√
3
(2.1)
Seite 14 / 31
2 Leistungsmesser
L1
L2
L3
N
W
Abbildung 2.2: Schaltungsaufbau zur Blindleistungsmessung im Dreiphasennetz
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✸ ❖s③✐❧❧♦s❦♦♣
Abbildung 3.1: Digital-Oszilloskop Agilent Technologies DSO3062A
✸✳✶ ▼❡ss❡♥ ♠✐t ❞❡♠ ❖s③✐❧❧♦s❦♦♣
Mit Hilfe eines Oszilloskops lassen sich die zeitlichen Verläufe einer Messgröße darstellen. In erster
Linie wird die Spannung in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt. Grundsätzlich muss darauf geachtet
werden, dass nur Spannungen gegen Masse gemessen werden können. Es kann sein, dass das Gehäuse
des Oszilloskops mit dem Schutzleiter des Versorgungsnetzes verbunden ist, daher kann es notwendig
sein, Messobjekte über einen Trenntrafo zu betreiben.
Der eingestellte Spannungs- und Zeitbereich am Oszilloskop (siehe Abbildung 3.8 Kanal 1 - Status)
verhält sich pro div. Das ist die Abkürzung für divit (Teil) und bezieht sich auf die Rastereinheit des
Bildschirms. In Abbildung 3.8 sind dies also 20mV bzw. 500µs pro Rastereinheit.
Es ist wichtig die maximale Eingangsspannung am BNC-Anschluss eines Oszilloskops nicht zu
überschreiten, um Schäden zu vermeiden. Die maximale Eingangsspannung des Digital-Oszilloskop
Agilent Technologies DSO3062A liegt bei 300V (vgl. AgilentTechnologies, 2006, S.1-6).
✸✳✶✳✶ ▼❡ss❡♥ ❡✐♥❡r ●❧❡✐❝❤s♣❛♥♥✉♥❣
CH 1
U
CH1 =
5V
U
R1
R2
5V
· 2div
div
=
10V
U=
U
3.2.a Schaltunsgaufbau
3.2.b Anzeige des Oszilloskops
Abbildung 3.2: Messen einer Gleichspannung
3.2.c Beispiel Spannung U
Seite 16 / 31
3 Oszilloskop
✸✳✶✳✷ ▼❡ss❡♥ ❡✐♥❡r ❲❡❝❤s❡❧s♣❛♥♥✉♥❣
CH 1
Û
U
R1
T
R2
U
3.3.a Schaltungsaufbau
CH1 =
3.3.b Anzeige des Oszilloskops
2V
H=
2V
· 3div
Uˆ =
div
=
6V
U=
≈
Uˆ
√ =
2
4, 2V
2ms
2ms
· 10div
div
=
20ms
T=
6V
√
2
3.3.c Beispiel Spannung U
f=
=
1
=
T
50Hz
1
20ms
3.3.d Beispiel Preiodendauer T und
Frequenz f
Abbildung 3.3: Messen einer Wechselspannung
3.1 Messen mit dem Oszilloskop
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✸✳✶✳✸ ▼❡ss❡♥ ✈♦♥ ❙trö♠❡♥
Um den Strom mit Hilfe eines Oszilloskops zu ermitteln, wird die Spannung an einem bekannten
Widerstand gemessen und mit Hilfe des ohmschen Gesetzes berechnet.
CH 1
xU
I
R1
R2
U
3.4.a Schaltunsgaufbau
CH1 =
Uˆ =
=
50mV
50mV
· 3div
div
0, 15V
3.4.b Anzeige des Oszilloskops
R2 =
1Ω
U
0, 1V
=
R
1Ω
=
0, 1A
I=
Uˆ
0, 15V
U= √ = √
2
2
≈
0, 1V
3.4.c Beispiel Spannung U
3.4.d Beispiel Strom I
Abbildung 3.4: Messen eines Wechselstroms
Seite 18 / 31
3 Oszilloskop
✸✳✶✳✹ ▼❡ss❡♥ ❡✐♥❡r P❤❛s❡♥✈❡rs❝❤✐❡❜✉♥❣ φ
Hierzu muss der Abstand der Spannungsverläufe ∆x an der Anzeige gemessen und durch die Länge
einer Periode xT dividiert werden.
CH 1
U1
CH 2
U2
Δx
C1
U
U1
R1
U2
xT
3.5.a Schaltunsgaufbau
3.5.b Anzeige des Oszilloskops
∆x · 360◦
xT
2div · 360◦
=
10div
=
72◦
φ=
3.5.c Beispiel Phasenverschiebung φ
Abbildung 3.5: Messen einer Phasenverschiebung
✸✳✶✳✺ ▼❡ss❡♥ ❡✐♥❡s ❩ü♥❞✇✐♥❦❡❧s α
Zur Ermittlung des Zündwinkels α muss die Breite des Phasenanschnittes der Spannungsverläufe ∆x
an der Anzeige gemessen und durch die Länge einer Periode xT dividiert werden.
CH 1
∆x · 360◦
xT
0, 5div · 360◦
=
5div
=
36◦
α=
Δx
U
xT
3.6.a Schaltunsgaufbau
3.6.b Anzeige des Oszilloskops
Abbildung 3.6: Messen eines Zündwinkels
3.6.c Beispiel Zündwinkel α
3.2 Messen mit dem Oszilloskop am Beispiel des Oszilloskops AT DSO3062A
Seite 19 / 31
✸✳✷ ▼❡ss❡♥ ♠✐t ❞❡♠ ❖s③✐❧❧♦s❦♦♣ ❛♠ ❇❡✐s♣✐❡❧ ❞❡s ❖s③✐❧❧♦s❦♦♣s ❆❚
❉❙❖✸✵✻✷❆
✸✳✷✳✶ ❙t❡✉❡r❡❧❡♠❡♥t❡ ✉♥❞ ❆♥s❝❤❧üss❡
Abbildung 3.7: Frontalansicht des Digital-Oszilloskops AT DSO3062A (AgilentTechnologies,
2006, S.1-10)
Measure-Tasten
Waveform-Tasten
MenüBedienelemente
VerticalBedienelemente
HorizontalBedienelemente
TriggerBedienelemente
Run Control-Tasten
Softkeys
Eingabedrehknopf
Measure (Mess-Funktion) und Cursors (Cursor-Funktion)
Acquire (Signal erfassen) und Display (Anzeigen)
Save/Recall (Speichern/Abrufen) und Utility (Hilfsfunktionen)
Drehknöpfe für die vertikale Positionierung und Skalierung, 1, 2, Menü Math
(mathematische Funktionen) und Ref (Referenz)
Positionierungsdrehknopf, Taste Main/Delayed (Hauptzeitbasis/verzögert)
und Skalierungsdrehknopf
Drehknopf für Triggerpegel, 50%, Mode/Coupling (Betriebsart/Eingangskopplung) und Taste Force (Erzwingen)
Run/Stop (Ausführen/Stopp), Auto-Scale (Automatische Skalierung) und
Single (Einzelbetrieb)
Menüabhängige Tasten. Es handelt sich um fünf graue untereinander angeordnete Tasten rechts neben dem Display, mit denen die benachbarten Menüelemente des jeweils eingeblendeten Menüs gewählt werden.
Abhängig von der jeweils aktiven Vorgabe, können mit dem
Eingabedrehknopf weitere Einstellungen vorgenommen werden.
Tabelle 3.1: Steuerelemente und Anschlüsse (vgl. AgilentTechnologies, 2006, S.1-10)
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3 Oszilloskop
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Abbildung 3.8: Anzeige des Digital-Oszilloskops AT DSO3062A (AgilentTechnologies, 2006, S.111)
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1. Cursors-Taste (Measure-Tasten) drücken.
2. Softkey Modus drücken, “Handbuch“ auswählen.
3. Softkey Art drücken, “Spannung“ auswählen.
4. Softkey Quelle drücken, “CH1“ auswählen.
5. Softkey Cursor1 drücken, nun kann mit dem “Eingabedrehknopf“ der graue Cursor verschoben
werden. Den Cursor so verschieben, dass er die Amplitudenspitze berührt.
6. Softkey Cursor2 drücken, nun kann mit dem “Eingabedrehknopf“ der blaue Cursor verschoben
werden. Den Cursor auf die Nulllinie einstellen.
7. ∆Y in der Anzeige ablesen.
3.2 Messen mit dem Oszilloskop am Beispiel des Oszilloskops AT DSO3062A
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∆Y
√
2
1.04V
= √
2
= 0, 74V
U=
Abbildung 3.9: Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Effektivspannung mit Hilfe der
Cursors
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1. Measure-Taste (Measure-Tasten) drücken.
2. Softkey Quelle drücken, “CH1“ auswählen.
3. Softkey Spannung drücken, “Vrms“ auswählen (Root-Mean-Square).
4. Vrms in der Anzeige ablesen.
Abbildung 3.10: Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Effektivspannung mit Hilfe der
Messfunktion
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3 Oszilloskop
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1. Cursors-Taste (Measure-Tasten) drücken.
2. Softkey Modus drücken, “Handbuch“ auswählen.
3. Softkey Art drücken, “Zeit“ auswählen.
4. Softkey Quelle drücken, “CH1“ auswählen.
5. Softkey Cursor1 drücken, nun kann mit dem “Eingabedrehknopf“ der graue Cursor verschoben
werden. Den Cursor zum Beginn einer Amplitude verschieben.
6. Softkey Cursor2 drücken, nun kann mit dem “Eingabedrehknopf“ der blaue Cursor verschoben
werden. Den Cursor zum Ende einer Amplitude verschieben.
7. ∆X in der Anzeige ablesen.
1
∆X
1
=
20µs
= 50kHz
f=
Abbildung 3.11: Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Periodendauer und Frequenz
3.2 Messen mit dem Oszilloskop am Beispiel des Oszilloskops AT DSO3062A
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1. Measure-Taste (Measure-Tasten) drücken.
2. Softkey Quelle drücken, “CH1“ auswählen.
3. Softkey Zeit drücken, “Frequenz“ auswählen, “Periodendauer“ auswählen.
4. Frequenz und Periodendauer in der Anzeige ablesen.
Abbildung 3.12: Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Periodendauer und Frequenz
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1. Cursors-Taste (Measure-Tasten) drücken.
2. Softkey Modus drücken, “Handbuch“ auswählen.
3. Softkey Art drücken, “Zeit“ auswählen.
4. Softkey Quelle drücken, “CH1“ auswählen.
5. Softkey Cursor1 drücken, graue Linie mit “Eingabedrehknopf“ zum Schnittpunkt mit der xAchse von CH2 verschieben.
6. Softkey Cursor2 drücken, blaue Linie mit “Eingabedrehknopf“ zum Schnittpunkt mit der xAchse von CH1 verschieben.
7. ∆X in der Anzeige ablesen.
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3 Oszilloskop
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1. Measure-Taste (Measure-Tasten) drücken.
2. Softkey Quelle drücken, “CH1“ auswählen.
3. Softkey Zeit drücken, “Delay1->2“ auswählen, “Periode“ auswählen.
4. Delay und Periodendauer in der Anzeige ablesen.
∆x · 360◦
xT
1ms · 360◦
=
20ms
=
18◦
φ=
Abbildung 3.13: Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Phasenverschiebung
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Messen der Anstiegszeit mit Hilfe der Messfunktion
1. Measure-Taste (Measure-Tasten) drücken.
2. Softkey Quelle drücken, um jeweiligen Kanal auszuwählen.
3. Softkey Zeit drücken, “Anstiegszeit“ auswählen.
4. Anstiegszeit in der Anzeige ablesen.
3.2 Messen mit dem Oszilloskop am Beispiel des Oszilloskops AT DSO3062A
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Die XY-Messung ermöglicht es, die Spannungspegel der beiden Eingänge Punkt für Punkt miteinander zu vergleichen. Das ist sinnvoll, wenn die Phasenlagen zweier Signale gegenübergestellt werden
sollen, um zum Beispiel eine Messbrücke abzugleichen. Mit dem Anzeigeformat X-Y wird der Kanal
1 auf der horizontalen und Kanal 2 auf der vertikalen Achse dargestellt (vgl. AgilentTechnologies,
2006, S.2-28).
1. Main/Delayed-Taste drücken (Horizontale Bedienelemente).
2. Softkey Zeitbasis drücken, “X-Y“ auswählen.
Abbildung 3.14: Anzeige des AT DSO3062A im Anzeigeformat X-Y (AgilentTechnologies, 2006,
S.2-28)
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4 Funktionsgenerator
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Abbildung 4.1: Programmable Function Generator HM8150 (HM1850, 2007, S.8)
Funktionsgeneratoren sind Geräte zur Erzeugung periodischer elektrischer Signale mit unterschiedlichen
Kurvenformen und einstellbarer Frequenz und Amplitude. Es können Sinus-, Rechteck-, Dreieck-,
Sägezahn- und Zufallssignale erzeugt werden.
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POWER (Taste) Netzschalter; Netzanschluss auf der Geräterückseite
Die REMOTE-Taste leuchtet, sobald das Gerät über die Schnittstelle angesprochen wird.
Display (LCD) Anzeige der Signalparameter.
Einstell-Knopf (digitaler Drehgeber) Einstellung sämtlicher Betriebsparameter
und (Tasten) Tasten zur Auswahl der zu ändernden Dezimalstelle
÷10 und x10 (Tasten) Tasten zur dekadischen Veränderung der Parameter
OFFSET (Taste) Taste zur Zuschaltung einer Gleichspannung zum Ausgangssignal des
Gerätes. Die Offset-Funktion ist aktiv, wenn die Taste leuchtet.
OUTPUT (Taste) Taste zur Aktivierung des Ausgangs. Der Ausgang ist aktiv, wenn die
Taste leuchtet.
INVERT (Taste) Taste zur Invertierung der Ausgangssignale beim Impuls-, Arbitraryund Sägezahnbetrieb. Wird die Invert-Funktion im Sinus,- Dreieck- oder Rechteckbetrieb aktiviert, erfolgt eine Phasenverschiebung zum Triggersignal (TRIG. OUTPUT). Die
Taste leuchtet, wenn die Invertierung aktiv ist.
OUTPUT (BNC-Buchse) Signalausgang; Impedanz 50 Ω
OFFSET (Taste) Auswahltaste zur Aktivierung der Einstellung des Offsets. Der aktivierte
Parameter wird mittels leuchtender Taste angezeigt und lässt sich durch den EinstellKnopf und die Pfeiltasten verändern.
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AMPL (Taste) Auswahltaste zur Aktivierung der Einstellung für die Ausgangsspannung.
Der aktivierte Parameter wird mittels leuchtender Taste angezeigt und lässt sich durch den
Einstell-Knopf und die Pfeiltasten verändern.
PULSE WIDTH (Taste) Auswahltaste zur Aktivierung der Einstellung der Impulsbreite.
Der aktivierte Parameter wird mittels leuchtender Taste angezeigt und lässt sich durch den
Einstell-Knopf und die Pfeiltasten verändern.
FREQ (Taste) Auswahltaste zur Aktivierung der Einstellung für Frequenz. Der aktivierte
Parameter wird mittels leuchtender Taste angezeigt und lässt sich durch den EinstellKnopf und den Pfeiltasten verändern.
SWEEP (Tasten) Sweep-Parametereinstellung für Wobbelbetriebsart. Sweepzeit (TIME),
Startfrequenz (START) und Stopfrequenz (STOP) sind unabhängig voneinander einstellbar. Änderungen werden sofort wirksam. Die Sweep-Funktion ist aktiv, wenn die ONTaste leuchtet.
FUNCTION (Tasten) Auswahl der Signalfunktion: Sinus, Rechteck, Dreieck, Impuls,
Sägezahn und Arbitrary. Die Taste der ausgewählten Funktion leuchtet.
GATED (Taste) Aktivierung der Betriebsart gated (torgesteuert). Die Taste leuchtet, wenn
die Funktion aktiv ist.
TRIG’d (Taste) Aktivierung der Betriebsart triggered (ausgelöst). Die Taste leuchtet,
wenn die Funktion aktiv ist.
GATE/TRIG INPUT (BNC-Buchse) Eingang für Trigger- und Gate-Signale
Tabelle 4.1: Steuerelemente und Anschlüsse (vgl. HM1850, 2007, S.8f.)
❊✐♥st❡❧❧❡♥ ❡✐♥❡s ❙✐❣♥❛❧s
1. Function (17) auswählen: Ausgewählte Funktion leuchtet.
2. Frequenz einstellen: Freq (15) drücken (wenn Freq ausgewählt wurde, leuchtet die Taste). Mit
Hilfe der Einstell-Tasten (4, 5, 6, 13) und dem Einstell-Knopf (4) die gewünschte Frequenz
einstellen.
3. Amplitude einstellen: Ampl (12) drücken (wenn Ampl ausgewählt wurde, leuchtet die Taste).
Mit Hilfe der Einstell-Tasten (4, 5, 6, 13) und dem Einstell-Knopf (4) die gewünschte Amplitude
einstellen (gleiches Vorgehen zum Einstellen des Offsets (11) und der Impulsbreite (14)).
4. Ausgang aktivieren: Wurden die gewünschten Einstellungen vorgenommen, kann mit der Output-Taste (8) der Signalausgang (10) aktiviert werden. Ist ein Offset gewünscht, muss zusätzlich
die Offset-Taste (7) gedrückt werden. Der Ausgang und die Offset-Funktion sind aktiv, wenn
die jeweiligen Tasten leuchten.
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5 Labornetzgerät
✺ ▲❛❜♦r♥❡t③❣❡rät
Abbildung 5.1: Arbitrary Power Supply HM8143 (HM8143, 2006, S.8)
Labornetzgeräte sind Gleichspannungsquellen mit einstellbarer Strom- und Spannungsbegrenzung.
Die Ausgänge sind überlastungs-, kurzschluss-, verpolungs- und (in Grenzen) fremdspannungsfest.
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POWER (Taste) Netzschalter; Netzanschluss auf der Geräterückseite.
Die REMOTE-LED leuchtet, sobald das Gerät über die Schnittstelle angesprochen wird.
CV (LED grün) Leuchtet die CV-LED, befindet sich das Gerät HM8143 im Konstantspannungsbetrieb.
CC (LED rot) Leuchtet die CC-LED, befindet sich das Gerät HM8143 im Konstantstrombetrieb.
Display (je 2 x 4 Digit) Anzeige der Soll- bzw. Istwerte von Ausgangsspannung und
Ausgangsstrom (mit Vorzeichen).
VOLTAGE (Taste und LED) Aktivieren der Funktion: Einstellung des Sollwertes der
Ausgangsspannung.
CURRENT (Taste und LED) Aktivieren der Funktion: Einstellung der Strombegrenzung.
Drehknopf Digitaler Drehgeber für die Einstellung der Sollwerte von Strom und Spannung.
TRACKING (Taste und LED) Aktivierung der Tracking-Funktion der 30 V-Kanäle.
FUSE (Taste und LED) Aktivierung der “Elektronischen Sicherung“.
0 ... 30 V / 2 A (einstellbar). 4mm Sicherheitsbuchsen für SOURCE und SENSE
5 V / 2 A (fest) 4mm Sicherheitsbuchsen.
OUTPUT (Taste und LED) Ein- bzw. Ausschalten aller Kanäle.
Tabelle 5.1: Steuerelemente und Anschlüsse (vgl. HM8143, 2006, S.8)
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1. Spannung einstellen: Voltage (6/10) drücken. Mit Hilfe des Drehknopfes (8) Höhe der Spannung einstellen.
2. Strombegrenzung einstellen: Current (7/9) drücken. Mit Hilfe des Drehknopfes (8) Höhe der
Strombegrenzung einstellen.
3. Ausgang aktivieren: Wurden die gewünschten Einstellungen vorgenommen, können mit der
Output-Taste (19) die Ausgänge (16/18) aktiviert werden. Die Ausgänge sind aktiv, wenn die
LED (19) leuchtet.
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Literatur
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[AgilentTechnologies 2006] AGILENT T ECHNOLOGIES: Oszilloskope der Familie 3000: Benutzerund Servicehandbuch. Agilent Technologies, 2006. ❤tt♣✿✴✴❝♣✳❧✐t❡r❛t✉r❡✳❛❣✐❧❡♥t✳❝♦♠✴
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[Fluke 2007] F LUKE: 8845A/8846A Digital Multimeter: Bedienungshandbuch. Fluke Corporation,
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[Helios 2013] H ELIOS: Historisches Wechselspannungs-Voltmeter der Firma Helios in Köln Ehrenfeld. wikimedia, 2013. ❤tt♣s✿✴✴❝♦♠♠♦♥s✳✇✐❦✐♠❡❞✐❛✳♦r❣✴✇✐❦✐✴❋✐❧❡✿❍❡❧✐♦s❴❱♦❧t♠❡t❡r✳
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[HM8143 2006] HM8143:
Arbitrary Power Supply HM8143 Handbuch.
Hameg Instruments, 2006. ❤tt♣✿✴✴✇✇✇✳❤❛♠❡❣✳❝♦♠✴t②♣♦✸❝♦♥❢✴❡①t✴❤♠❴❞♦✇♥❧♦❛❞s✴♣✐✶✴❞♦✇♥❧♦❛❞✳♣❤♣❄
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[Häckel 2004] H ÄCKEL, Michael: Digitalmultimeter Voltcraft 4095 bei der Widerstandsmessung.
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– 09.07.2013, 21.00
[Karwath 2005] K ARWATH, Andre: Digitalmultimeter Voltcraft bei der Spannungsmessung. wikimedia, 2005. ❤tt♣✿✴✴❝♦♠♠♦♥s✳✇✐❦✐♠❡❞✐❛✳♦r❣✴✇✐❦✐✴❋✐❧❡✿❉✐❣✐t❛❧❴▼✉❧t✐♠❡t❡r❴❆❦❛✳❥♣❣.
– 09.07.2013, 21.00
Abbildungsverzeichnis
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1.7
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3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
3.9
3.10
3.11
3.12
3.13
3.14
4.1
5.1
Digitale Multimeter, 1.1.a (Karwath, 2005), 1.1.b (Häckel, 2004) . . . . . . . . . . .
Ablesebeispiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Tischmultimeter Fluke 8846A . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Frontalansicht des Tischmultimeter Fluke 8846a (Fluke, 2007, S.3-4) . . . . . . . . .
Anzeige des Tischmultimeter Fluke 8846a (Fluke, 2007, S.3-6) . . . . . . . . . . . .
Eingangsanschlüsse für Vierleiter-Messung (Fluke, 2007, S.4-9) . . . . . . . . . . .
Anzeige und Eingangsanschlüsse für Diodenprüfung (Fluke, 2007, S.4-17) . . . . . .
Leistungsmessung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schaltungsaufbau zur Blindleistungsmessung im Dreiphasennetz . . . . . . . . . . .
Digital-Oszilloskop Agilent Technologies DSO3062A . . . . . . . . . . . . . . . . .
Messen einer Gleichspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Messen einer Wechselspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Messen eines Wechselstroms . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Messen einer Phasenverschiebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Messen eines Zündwinkels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Frontalansicht des Digital-Oszilloskops AT DSO3062A (AgilentTechnologies, 2006,
S.1-10) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige des Digital-Oszilloskops AT DSO3062A (AgilentTechnologies, 2006, S.1-11)
Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Effektivspannung mit Hilfe der Cursors
Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Effektivspannung mit Hilfe der Messfunktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Periodendauer und Frequenz . . . .
Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Periodendauer und Frequenz . . . .
Anzeige des AT DSO3062A beim Messen einer Phasenverschiebung . . . . . . . . .
Anzeige des AT DSO3062A im Anzeigeformat X-Y (AgilentTechnologies, 2006, S.228) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Programmable Function Generator HM8150 (HM1850, 2007, S.8) . . . . . . . . . .
Arbitrary Power Supply HM8143 (HM8143, 2006, S.8) . . . . . . . . . . . . . . . .
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7
7
9
11
12
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