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Bedienungsanleitung Meyra Motivo (PDF, 1.3 MB) - Orthotec

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Die Motivation.
D
LAGERN UND POSITIONIEREN
Multifunktions-Rollstuhl
Modell 2.250/2.251
BEDIENUNGSANLEITUNG
1
Inhalt
Einleitung ............................................................................................................... 4
Empfang ................................................................................................................. 5
Montage ................................................................................................................. 5
Spezifikation / Verwendbarkeit ............................................................................ 6
Sicherheitshinweise .............................................................................................. 6
Übersicht ................................................................................................................ 7
Modell 2.250 ................................................................................................................ 7
Fahrverhalten ........................................................................................................ 8
Bremse .................................................................................................................... 9
Bremshebel für Fahrer ................................................................................................ 9
Betriebsbremse .......................................................................................................... 10
Feststellbremse .......................................................................................................... 10
Lösen der Feststellbremse ......................................................................................... 10
Feststellbremse für Begleitperson ............................................................................ 10
Feststellen der Trommelbremsen ............................................................................. 11
Lösen der Trommelbremsen ..................................................................................... 11
Einstellen der Trommelbremsen ............................................................................... 12
Beinstützen .......................................................................................................... 13
Wadengurt ................................................................................................................. 13
Hochklappen der Fussplatten ................................................................................... 14
Abschwenken der Beinstützen ................................................................................. 15
Abnehmen der Beinstützen ...................................................................................... 16
Einstellen der Unterschenkellänge .......................................................................... 17
Einstellen der Oberschenkellänge ........................................................................... 18
Höhenverstellbare Beinstützen ................................................................................ 19
Winkelverstellbare Fussplatten ................................................................................ 20
Wadenpolster ............................................................................................................ 21
Höhenverstellung ............................................................................................... 21
Tiefenverstellung ................................................................................................ 22
Seitenteile ............................................................................................................ 23
Abnehmen der Seitenteile ........................................................................................ 23
Aufstecken der Seitenteile ....................................................................................... 24
Höheneinstellung der Armlehnen ........................................................................... 25
Winkelverstellung der Armlehnen ........................................................................... 25
Tiefenverstellung der Armlehnen ............................................................................ 26
2
Rückenlehne ........................................................................................................ 27
Stufenloses winkelverstellen der Rückenlehne ...................................................... 27
Umklappen der Rückenlehne ................................................................................... 28
Sitzeinheit ............................................................................................................ 29
Sitzeinheit kanteln .................................................................................................... 29
Sitztiefenverstellung ................................................................................................. 30
Sitz Einstellen ............................................................................................................. 30
Antriebsräder ...................................................................................................... 31
Rad abnehmen ........................................................................................................... 31
Rad aufstecken .......................................................................................................... 31
Bereifung ................................................................................................................... 32
Radstand .................................................................................................................... 32
Lenkräder ............................................................................................................. 33
Stützrollen ........................................................................................................... 34
Richtige Stützrollenlänge ......................................................................................... 34
Einsteckbare Stützrollen ........................................................................................... 34
Stützrolle mit Auftritt ............................................................................................... 35
Verladen und Transport des Rollstuhles ............................................................ 36
Sichern des Rollstuhles für den Transport ............................................................... 36
Transport in Behindertentransportkraftwagen (BTW) ........................................... 36
Optionen .............................................................................................................. 38
Kopfstütze .................................................................................................................. 38
Höhenverstellung ............................................................................................... 38
Winkelverstellung ............................................................................................... 38
Instandhaltung .................................................................................................... 39
Wartung ..................................................................................................................... 39
Pflege .......................................................................................................................... 39
Instandsetzung .......................................................................................................... 40
Service ......................................................................................................................... 40
Ersatzteile ................................................................................................................... 40
Entsorgung ................................................................................................................. 41
Wartungsanleitung ................................................................................................... 42
Technische Daten ................................................................................................. 44
Garantie ............................................................................................................... 46
3
EINLEITUNG
Der MEYRA-Multifunktionsrollstuhl,
Modell 2.250 ist ein Lagerungs- und
Positionierungs-Rollstuhl, speziell auf
die häusliche und geriatrische Versorgung abgestimmt.
Die ausgereifte Technologie neben
der komfortablen Ausstattung sorgen
für ein bequemes, entspanntes Sitzen
bei optimalem Sicherheitsangebot.
Die vorliegende Betriebsanleitung
vermittelt die dazu notwendigen Informationen – verständlich geschrieben und mit Bildern versehen.
!
4
Achtung:
Vor dem ersten Gebrauch ist diese
Betriebsanleitung ebenso wie die
Broschüre < Sicherheitshinweise –
Mechanische Rollstühle > zu lesen
und zu beachten!
☞ Hinweis:
– Kinder haben diese Betriebsanleitung sowie die Broschüre <
Sicherheitshinweise – Mechanische
Rollstühle > vor der ersten Fahrt
zusammen mit ihren Eltern bzw. einer Aufsichts- oder Begleitperson
zu lesen und zu beachten!
– Diese Betriebsanleitung gilt für
den Rollstuhl MODELL 2.250, mit
allen Ausstattungsvarianten und
dessen Zubehör. Es sind daher auch
Kapitel aufgeführt, die nicht für
Ihr Modell zutreffen.
– Das MODELL 2.251 wird als Sitzschalenuntergestell an den Fachhandel geliefert und entspricht
dem Fahrwerk des Modells 2.250.
Die An- und Aufbauten z.B. die
Sitzschale werden vom Fachhändler angebracht und sind nicht Bestandteil dieser Bedienungsanleitung. Die Handhabung der
Sitzschale und der übrigen Anbauteile ist der Bedienungsanleitung
des Fachhändlers zu entnehmen.
EMPFANG
MONTAGE
Alle MEYRA-Produkte werden bei uns
im Werk auf Fehlerfreiheit geprüft
und in Spezialkartons verpackt.
Die Fachwerkstatt übergibt den Rollstuhl betriebsbereit und den Bedürfnissen entsprechend angepasst.
☞ Hinweis:
Wir raten dennoch dazu, das Fahrzeug sofort nach Erhalt – am besten im Beisein des Überbringers –
auf eventuelle während des Transportes aufgetretene Schäden zu
überprüfen.
Sollte eine Beschädigung während
des Transportes eingetreten sein, so
ist folgendes zu veranlassen:
a) Durchführung einer TATBESTANDSAUFNAHME – der Überbringer ist dazu verpflichtet.
b) Anfertigung einer ABTRETUNGSERKLÄRUNG – alle Forderungen
aus diesem Schaden werden an
den Lieferer abgetreten.
c) Rücksendung des FRACHTBRIEFES,
der TATBESTANDSAUFNAHME und
der ABTRITTSERKLÄRUNG an uns.
Bei Nichtbeachtung dieses Hinweises
oder Meldung eines Schadens nach
der Annahme ist eine Anerkennung
des Schadens durch uns nicht möglich.
5
SPEZIFIKATION / VERWENDBARKEIT
Der Rollstuhl MODELL 2.250 ist ein Lagerungs- und Positionierungsrollstuhl.
Er ist auf festen, ebenen Flächen einsetzbar und somit ein Rollstuhl für die
Klinik, den häuslichen Bereich und zur
Altersversorgung.
Er dient ausschließlich der Beförderung einer Person auf dem Sitz (mit
montierten Seitenteilen, Beinstützen)
und nicht als Zugmittel, Transporter
o. ä.
!
6
Achtung:
Broschüre < Sicherheitshinweise >
beachten!
SICHERHEITSHINWEISE
• Zum Rollstuhl gehörende Teile
nicht werfen oder fallenlassen!
– Abnehmbare Teile wie z.B. Seitenteile und Beinstützen sind sachgerecht zu behandeln. Nur so ist
eine bleibende Funktion gewährleistet.
• Bei der Teilnahme am öffentlichen
Straßenverkehr muss eine passive
Beleuchtung vorhanden sein!
• Der Rollstuhl MODELL 2.250 ist nur
mit festgestellten Bremsen abzustellen.
ÜBERSICHT
MODELL 2.250
Das in Abb.1 und 2 abgebildete Modell entspricht der Standardversion. Abweichende Änderungen sind in dieser Betriebsanleitung gesondert beschrieben.
2
1
15
3
14
10
9
4
8
13
5
7
12
6
1
2
Pos. Benennung
Pos. Benennung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Rückenpolster
Seitenteil mit Kleiderschutz
Sitzpolster
Beinstütze
Wadenpolsterplatte
Fußplatte rechts
Lenkrad
Steckachse
Bremshebel - Fahrer
11
10 Hebel zum senken der Beinstütze
11 Greifreifen
12 Antriebsrad
13 Stützrolle
14 Schiebegriff
15 Kopfstütze
☞ Hinweis:
Die in den Abbildungen gezeigten Bauteile sind nicht immer mit Ihrem Rollstuhl identisch.
Lage und Handhabung der zu betätigenden Teile sind auf das Rollstuhlmodell übertragbar. Nach jeder Montage sowie Ein- bzw. Verstellung ist der
korrekte Sitz des Bauteiles zu prüfen.
7
FAHRVERHALTEN
Die Abstimmung der Fahreigenschaften vom MODELL 2.250 und den persönlichen Gegebenheiten ist nach einer kurzen Kennenlern-Phase, dem
Fahr-Training, vorerst erreicht.
!
Achtung:
Fahren Sie während dieser ersten
Fahrten besonders vorsichtig!
Beachten Sie in der Broschüre < Sicherheitshinweise – Mechanische
Rollstühle > das Kapitel < Fahr-Training >!
Sie werden bei jeder Fahrt mit neuen
Situationen konfrontiert sein und diese bewältigen müssen, wie dies in allen Lebensbereichen erforderlich ist.
Nutzen Sie die Anpassungsfähigkeit
des Rollstuhles MODELL 2.250 an die
Bedürfnisse seiner Benutzer.
Diese bietet Ihnen großen Fahrkomfort und hohe Betriebssicherheit. Die
vorliegende Betriebsanleitung informiert Sie darüber.
8
!
Achtung:
Beachten Sie die Broschüre < Sicherheitshinweise – Mechanische
Rollstühle >.
Vermeiden Sie die direkte entgegengesetzte Richtungsänderung,
(z.B. nach einer Rückwärtsfahrt
ohne Lenkbewegung in eine Vorwärtsfahrt). – Unfallgefahr durch
Vollbremsung bei gleichzeitig nach
innen schwenkenden Lenkrädern!
BREMSE
A
Die Feststellbremse gehört zu den
wichtigsten Sicherheitselementen eines Rollstuhles und ist als Druckbremse oder als luftdruckunabhängige
Trommelbremse vorhanden.
!
Achtung:
Beachten Sie die Wartungsanleitung sowie in der Broschüre < Sicherheitshinweise – Mechanische
Rollstühle > die Kapitel < Allgemeine Sicherheitshinweise > und <
Bremsen >.
3
B
Der Rollstuhl ist mit je zwei Bremshebel für den Fahrer (A, Abb.3) ausgestattet. Als Option gibt es auch 2
Bremshebel zusätzlich für die Begleitperson (B, Abb.4 )
!
Achtung:
Die Trommelbremse ist für eine optimale Bremswirkung fett-, öl-,
schmier- und staubfrei zu halten.
– Unfallgefahr!
4
BREMSHEBEL FÜR FAHRER
Ihr Vorteil:
– Dosiertes Abbremsen der Fahrgeschwindigkeit (Betriebsbremse).
– Sichern des Rollstuhls gegen ungewolltes Fortrollen (Feststellbremse).
!
Achtung:
Beim Betätigen und Feststellen nur
eines Bremshebels auf abschüssiger Fahrbahn rollt das freilaufende Rad talwärts um das gebremste Rad.
Je nach Gefälle der Fahrbahn ist
mit einem seitlichen Umkippen zu
rechnen.
9
BREMSE
BETRIEBSBREMSE
– Drücken Sie gleichmäßig beide
Bremshebel nur leicht nach vorn,
so bremsen Sie den Rollstuhl dosiert ab.
FESTSTELLBREMSE
– Beide Bremshebel bis zum Anschlag nach vorn drücken (Abb.5).
Die Bremsen stellen sich fest und
der Rollstuhl lässt sich nicht mehr
schieben (Feststellbremse).
5
LÖSEN DER FESTSTELLBREMSE
– Beide Bremshebel bis zum Anschlag zurück ziehen (Abb.6).
FESTSTELLBREMSE FÜR BEGLEITPERSON
Betriebsbremse
– Beide Bremshebel (B, Abb.4)
gleichmäßig nur leicht nach oben
ziehen, so bremst der Rollstuhl dosiert ab.
10
6
BREMSE
FESTSTELLEN DER TROMMELBREMSEN
– Zum Sichern gegen ungewolltes
Fortrollen beide Bremshebel
gleichmäßig anziehen.
– Fläche (A, Abb.7) der Sperrklinke
andrücken.
– Bremshebel loslassen. – Je nach
Einstellung rastet die Sperrklinke
in der ersten oder zweiten Rastposition ein und stellt die Bremse fest.
A
7
☞ Hinweis:
– Der Rollstuhl darf sich bei festgestellten Bremsen nicht schieben
lassen.
– Ist die dritte Rastposition zum Feststellen der Bremse erforderlich,
muss die Bremse von einer Fachwerkstatt nachgestellt werden.
!
Achtung:
Die Bremswirkung lässt nach bei
abgenutzten Bremsbelägen.
• Bei Nachlassen der Bremswirkung
den Rollstuhl sofort von der Fachwerkstatt instandsetzen lassen.
B
8
LÖSEN DER TROMMELBREMSEN
Beide Bremshebel (B, Abb.4) anziehen
bis die Sperrklinken (B, Abb.8) selbsttätig aus der Rastung springen.
Beide Bremshebel loslassen. – Die
Feststellbremsen sind gelöst und der
Rollstuhl wieder fahrbereit.
!
Achtung:
Zur Fahrbereitschaft müssen die
vorderen und hinteren Bremshebel
gelöst sein.
11
BREMSE
EINSTELLEN DER TROMMELBREMSEN
(Abb.9)
Werkzeug:
1 x Maulschlüssel SW* 10
Trommelbremse für Begleitperson
– Kontermutter (C) lösen.
– Einstellschraube (D) zum Nachstellen entsprechend herausschrauben.
☞ Hinweis:
Der Rollstuhl darf sich bei festgestellten Bremshebeln (zweite Rastposition, Abb.7) nicht mehr schieben lassen.
!
Achtung:
Trommelbremsen gleichmäßig einstellen. – Unfallgefahr durch einseitige Bremswirkung!
• Das Einstellen muss durch Fachpersonal erfolgen.
*SW = Schlüsselweite [mm]
12
C
9
D
BEINSTÜTZEN
!
Achtung:
Beinstützen sind bewegliche, abnehmbare Teile, die nicht geeignet
sind, daran den Rollstuhl anzuheben oder zu tragen (siehe Warnhinweise an den Seitenteilen).
WADENGURT
Der Wadengurt verhindert ein Abrutschen der Füße von den Fußplatten.
Er wird durch die Beinstützoberteile
oder um spezielle Aufnahmedorne
geführt (Abb.10) und mittels Klettverschluss der entsprechenden Länge
angepasst.
!
10
Achtung:
Fahren Sie nicht ohne Wadengurt
(außer zum Trippeln)! – Wadengurt entfällt bei höhenverstellbaren Beinstützen und wird ersetzt
durch das Wadenpolster.
13
BEINSTÜTZEN
HOCHKLAPPEN DER FUSSPLATTEN
Ihr Vorteil:
– Leichtes Umsetzen aus / in den Rollstuhl.
– Fußbereich frei, kein Stolpern.
– "Trippeln" möglich (Vorwärtsbewegen des Rollstuhles mit den Füßen).
Handhabung:
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
– Beide Füße von den Fußplatten
nehmen.
– Fußplatten hochklappen, (Abb.11).
14
11
BEINSTÜTZEN
ABSCHWENKEN DER BEINSTÜTZEN
Ihr Vorteil:
– Leichtes Umsetzen aus / in den Rollstuhl.
– Fußbereich frei, kein Stolpern.
– "Trippeln" möglich (Vorwärtsbewegen des Rollstuhles mit den Füßen).
– Bodenkontakt der Füße (durch
Kanteln der Sitzfläche).
– Nahes Heranfahren an Schränke.
– Verringerte Rollstuhllänge, – zum
Verstauen des Rollstuhles.
A
12
Handhabung:
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
– Beide Füße von den Fußplatten
nehmen.
– Fußplatten hochklappen.
– Feststellhebel (A, Abb.12) zur Verriegelung nach hinten ziehen.
– Beinstütze nach außen oder innen
abschwenken (Abb.13).
!
13
Achtung:
Abgeschwenkte Beinstützen sind
automatisch entriegelt und können abfallen. Bei weiterem Umgang (z.B. Transport) beachten.
• Nach dem Wiedereinschwenken
der Beinstütze muss der Arretierungsknopf sicht- und hörbar einrasten.
15
BEINSTÜTZEN
ABNEHMEN DER BEINSTÜTZEN
Ihr Vorteil:
– Leichtes Umsetzen aus / in den Rollstuhl.
– Fuß- und Seitenbereich frei, kein
Stolpern.
– "Trippeln" möglich (Vorwärtsbewegen des Rollstuhles mit den Füßen).
– Bodenkontakt der Füße (durch
Kanteln der Sitzfläche).
– Verringerte Rollstuhllänge zum
Verstauen des Rollstuhles.
Handhabung:
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
– Beide Füße von den Fußplatten
nehmen.
– Fußplatten hochklappen.
– Feststellhebel (A, Abb.12) zur Entriegelung nach hinten ziehen.
– Beinstützen etwas abschwenken
(Abb.13) und nach oben abnehmen (Abb.14).
!
16
Achtung:
Nach dem Wiedereinschwenken
der Beinstütze muss der Feststellhebel hörbar einrasten.
14
BEINSTÜTZEN
EINSTELLEN DER UNTERSCHENKELLÄNGE
Die Unterschenkellänge ist stufenlos
durch ein Teleskoprohr einstellbar.
B
Ihr Vorteil:
– Individuelle Anpassung der Beinstütze an Ihre Unterschenkellänge.
15
Handhabung:
Werkzeug:
1 x 6kt-Stiftschlüssel SW* 4–5/32
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles, (siehe Kapitel < Bremsen >).
– Fußplatte gegen ein Herausfallen
sichern.
– Klemmschraube (B, Abb.15) je
nach Ausführung lösen.
– Fußplatte auf gewünschte Länge
teleskopieren.
B
15
☞ Hinweis:
Maximal bis zur Markierung oder
Bohrung teleskopieren.
– Klemmschraube (B, Abb.15) festdrehen.
– Vermeiden Sie einen starken Druck
zwischen Oberschenkel und Sitzkissen. – Durchblutungsstörungen!
*SW = Schlüsselweite [mm]
17
BEINSTÜTZEN
EINSTELLEN DER OBERSCHENKELLÄNGE
Die Oberschenkellänge ist ohne Werkzeug stufenlos durch ein Teleskoprohr
einstellbar.
A
Ihr Vorteil:
– Individuelle Anpassung der Beinstütze an Ihre Oberschenkellänge.
Handhabung:
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles, (siehe Kapitel < Bremsen >).
☞ Hinweis:
Beinstütze bis maximal zum Ende
der Maßskala herausziehen.
Code 91, 92:
– Beinstütze anheben.
– Klemmschraube (A, Abb.16) lösen.
– Beinstütze bei gestrecktem Bein
bis an den Fuß teleskopieren.
– Klemmschraube (A, Abb.16) festdrehen.
Code 93:
– Fuß optimal auf dem Fußbrett plazieren.
– Klemmschraube (A, Abb.16) lösen.
– Beinstütze entsprechend der Oberschenkellänge auf die gewünschte Länge teleskopieren.
– Klemmschraube (A, Abb.16) festdrehen.
18
16
A
BEINSTÜTZEN
A
HÖHENVERSTELLBARE BEINSTÜTZEN
– Stufenlose Anpassung an Ihre individuellen Körpermaße.
– Anpassung an Gelenksteifigkeiten,
z.B. bei Knieverletzung durch Gipsschiene.
– Verminderung des Sitzdruckes, –
durch Gewichtsverlagerung.
– Optimale Muskelentspannung,
durch stufenlose Verstellung.
17
A
Handhabung:
!
Achtung:
Niemals mit der freien Hand beim
Einstellen der höhenverstellbaren
Beinstütze in den Verstellmechanismus greifen. – Quetschgefahr!
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein ungewolltes
Fortrollen des Rollstuhles, (siehe
Kapitel < Feststellbremsen >).
18
Code 91:
Code 92:
– Im Sitzen die Beinstütze von einer
Begleitperson auf das gewünschte Niveau anheben lassen,
(Abb.17).
– Zum Absenken der Beinstütze entlasten Sie kurz diese durch Anheben des Unterschenkels (Begleitperson) und drücken anschließend
den Bedienungshebel (A, Abb.17)
nach vorn.
– Im Sitzen die Beinstütze von einer
Begleitperson gegen Herunterfallen sichern lassen.
– Klemmhebel (A, Abb.18) lösen,
und die Beinstütze auf die gewünschte Höhe verstellen.
– Nach der Verstellung den Klemmhebel wieder festdrehen.
19
BEINSTÜTZEN
WINKELVERSTELLBARE FUSSPLATTEN
Ihr Vorteil:
– Der Winkel ist auf die für Sie angenehmste Position einstellbar.
A
Handhabung:
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
19
Code 808:
Werkzeug:
1 x 6kt-Stiftschlüssel SW* 5
– Schraubverbindung (A, Abb.19) lösen und die Verzahnung trennen.
– Fußplatten auf den gewünschten
Winkel einstellen.
– Verzahnung zusammenfügen und
Schraubverbindung (A, Abb.19)
festziehen.
Code 798:
Die Fußplatten sind +/– 60° winkelverstellbar.
– Handrad (B, Abb.20) lösen.
– Fußplatten auf den gewünschten
Winkel einstellen.
– Handrad (B, Abb.20) festdrehen.
20
B
20
BEINSTÜTZEN
WADENPOLSTER
Die Wadenpolsterplatten sind höhen, tiefen- und winkelverstellbar.
A
Ihr Vorteil:
– Entspanntes Ausruhen durch Auflegen der Beine auf die Wadenpolster.
21
Handhabung:
Werkzeug:
1 x Maulschlüssel SW* 10
1 x 6kt-Stiftschlüssel SW* 5
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein ungewolltes
Fortrollen des Rollstuhles, (siehe
Kapitel < Feststellbremsen >).
Höhenverstellung
Code 91, 93:
Die Wadenpolster können nach
Demontage der Befestigungsschrauben (A, Abb.22) in der Höhe
versetzt wieder angeschraubt werden.
– Klemmschrauben (A, Abb.21) lösen.
– Wadenpolsterplatte Ihren Bedürfnissen entsprechend einstellen.
– Klemmschrauben (B, Abb.21) festdrehen.
*SW = Schlüsselweite [mm]
21
BEINSTÜTZEN
Code 92:
– Klemmschrauben (A, Abb.22) lösen
und die Wadenplatte auf die gewünschte Höhe verstellen.
– Nach der Verstellung die Klemmschraube wieder festdrehen.
Tiefenverstellung
Werkzeug:
1 x 6kt-Stiftschlüssel SW* 4–5/32
Code 92:
– Verschraubung (B, Abb.23) lösen.
Wadenplatte auf die gewünschte
Tiefe verstellen.
– Nach der Verstellung die Verschraubung (B, Abb.22) wieder
festdrehen.
22
B
22
A
SEITENTEILE
Die höhenverstellbaren Seitenteile
mit langem Armlehnenpolster
(Abb.23) sind hochklappbar und abnehmbar.
!
Achtung:
Seitenteile sind bewegliche, abnehmbare Teile, die nicht geeignet
sind, daran den Rollstuhl anzuheben oder zu tragen.
23
Ihr Vorteil:
– Leichtes seitliches Übersetzen aus
/ in den Rollstuhl durch Hochschwenken oder Abnehmen der
Seitenteile.
– Seitliche Abstützung Ihres Körpers.
– Entspannte Schultermuskulatur
durch Aufstützen Ihrer Unterarme
auf die Armauflagen.
C
24
ABNEHMEN DER SEITENTEILE
– Hebel zur Entriegelung nach oben
schwenken (C, Abb.24).
– Seitenteile vorn hochschwenken
und aus der hinteren Aufnahme
heben (Abb.25).
!
Achtung:
Die abgebauten Seitenteile sind
vor Fahrtbeginn wieder sorgfältig
anzubringen!
25
• Benutzen Sie den Rollstuhl nie
ohne montierte Seitenteile!
23
SEITENTEILE
AUFSTECKEN DER SEITENTEILE
– Seitenteile von oben in die hintere Aufnahme stecken (Abb.26).
– Seitenteile nach vorn herunterschwenken und in die vordere Aufnahme stecken (Abb.27).
– Hebel zur Verriegelung nach unten schwenken (A, Abb.27).
26
A
27
24
SEITENTEILE
HÖHENEINSTELLUNG DER ARMLEHNEN
– Armlehne gegen ein ungewolltes
Herunterfallen sichern.
– Federknopf (B, Abb.28) eindrükken.
– Armlehne auf die von Ihnen gewünschte Höhe schieben.
– Federknopf (B, Abb.29) loslassen.
– Armlehne bis zum Einrasten der
Verriegelung verschieben.
!
B
28
Achtung:
Verriegelung nach der Höhenverstellung prüfen.
B
WINKELVERSTELLUNG DER
ARMLEHNEN
Die Armlehnen sind in 2 Positionen
winkelverstellbar.
29
Ihr Vorteil:
– Entspannte Schultermuskulatur
durch Aufstützen Ihrer Unterarme
auf die Armauflagen.
Handhabung:
– Federknopf (C, Abb.30) eindrükken.
– Armlehne bis zum Einrasten des
Federknopfes auf einen der zwei
Winkelpositionen anheben oder
senken.
!
C
30
Achtung:
Der Federknopf muss nach der Verstellung hörbar einrasten und wieder sichtbar sein.
25
SEITENTEILE
TIEFENVERSTELLUNG DER ARMLEHNEN
A
Die Armlehnen Code 537 sind stufenlos tiefenverstellbar.
Handhabung:
– Klemmschraube (A, Abb.31) lösen.
– Armlehne auf die gewünschte Position vor oder zurückschieben.
– Nach Verstellung der Armlehne die
Klemmschraube (A, Abb.31) wieder festdrehen.
!
26
Achtung:
Bei Einsatz eines Therapietisches
muss die Armlehne auf die maximale Länge ausgezogen werden.
31
RÜCKENLEHNE
Die gepolsterte Rückenlehne ist stufenlos winkelverstellbar und mit einer
Halterung für die Kopfstütze ausgestattet.
B
Ihr Vorteil:
– Entlastung der Wirbelsäule.
– Druckentlastung der Gesäßmuskulatur, (Decubitus-Prophylaxe).
– Ermüdungsfreies Sitzen.
– Angenehme Ruhelage in Verbindung mit der Sitzkantelung und
hochgestellten Beinstützen.
– Verringerte Rollstuhlhöhe (wichtig
zum Verstauen des Rollstuhles)
durch Umklappen der Rückenlehne.
32
STUFENLOSES WINKELVERSTELLEN DER RÜCKENLEHNE
Die Rückenlehne kann von -6° bis +35°
stufenlos verstellt werden.
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
– Linken Hebel (B, Abb.32) drücken.
– Schiebegriffe als Hebel benutzen
und den Rückenlehnenwinkel entsprechend einstellen.
– Linken Hebel (B, Abb.32) loslassen.
– Feste Einstellung der Rückenlehne
bzw. Sitzeinheit prüfen.
27
RÜCKENLEHNE
UMKLAPPEN DER RÜCKENLEHNE
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
– Schiebegriff mit einer Hand zur
Unterstützung der Rückenlehne
festhalten.
– Bolzen (A, Abb.33) zur Seite herausziehen. – Dazu ist zuvor der Arretierknopf in der Mitte ganz einzudrücken.
– Rückenlehne langsam auf den Sitz
umlegen (Abb.34).
– Bolzen in die Kolbenaufnahme
stecken (Abb.35). – So geht der
Bolzen nicht verloren. Zuvor den
Arretierknopf in der Mitte ganz
einzudrücken.
☞ Hinweis:
A
33
34
Zum Festsetzen nach dem Aufrichten der Rückenlehne ist die Kolbenstange wieder zwischen die
Haltelaschen zu heben und mit
dem Bolzen zu sichern (A, Abb.33).
– Dazu ist zuvor der Arretierknopf
in der Mitte ganz einzudrücken.
35
28
SITZEINHEIT
Die Position der Sitzeinheit lässt sich
winkelverstellen bzw. kanteln und in
der Sitztiefe verstellen.
Ihr Vorteil:
– Entspannte Ruhelage in Verbindung mit höhenverstellten Beinstützen.
– Gewichtsverlagerung.
– Ermöglicht Bodenkontakt der
Füße.
– Ermöglicht ein „Trippeln“.
– Erleichtert das vorderseitige Einund Aussteigen.
– Optimale Rückenanlage durch
Sitztiefenverstellung.
36
B
SITZEINHEIT KANTELN
(Abb.36)
Die Sitzeinheit ist von -8° bis 25° stufenlos Winkelverstellbar.
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
!
Achtung:
Schiebegriffe vor dem Betätigen
des rechten Hebels (B, Abb.39) mit
beiden Händen zur Unterstützung
der Sitzposition herunterdrücken.
– Kippgefahr bei schweren Personen!
37
– Rechten Hebel (B, Abb.37) betätigen.
– Beide Schiebegriffe als Hebel benutzen und Winkel der Sitzeinheit
entsprechend einstellen.
– Rechten Hebel (B, Abb.37) loslassen.
– Feste Einstellung der Sitzeinheit
prüfen.
29
SITZEINHEIT
SITZTIEFENVERSTELLUNG
(Code 629)
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
– Person auf den Sitz plazieren.
– Sitz bis zum Rückenkontakt an die
Rückenlehne schieben. Dazu ist der
Bügel unter der vorderen Sitzkante (A, Abb.38) nach oben zu drükken.
A
38
SITZ EINSTELLEN
(Code 401)
B
Werkzeug:
1 x 6kt-Stiftschlüssel SW* 5
C
– Feststellbremsen betätigen. – So
vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes Fortrollen des Rollstuhles.
– Verschraubung (B, Abb.39) leicht
lösen.
– Sitz auf die gewünschte Position
verschieben.
– Verschraubung (C, Abb.39) wieder
festdrehen.
☞ Hinweis:
Die Verschraubungen (C, Abb.39)
nicht zu fest anschrauben, da sonst
eine Verstellung des Sitzes nicht
möglich ist.
*SW = Schlüsselweite [mm]
30
39
ANTRIEBSRÄDER
Die Räder sind ohne Werkzeug abnehm- bzw. aufsteckbar.
Ihr Vorteil:
– Leichtes und schnelles Verstauen
des Rollstuhles.
– Schnelles und bequemes Austauschen defekter Räder.
D
40
RAD ABNEHMEN
– Arretierknopf in der Radnabenmitte (D, Abb.40) eindrücken.
– Rad abziehen.
RAD AUFSTECKEN
– Arretierknopf in der Radnabenmitte (D, Abb.40) eindrücken.
– Rad aufstecken.
– Festen Sitz des Rades prüfen.
!
Achtung:
Nach dem Aufstecken des Antriebsrades muss der Arretierknopf
einige Millimeter aus der Radmutter hervorstehen. – Das Antriebsrad ist gesichert.
• Der Arretierbolzen ist sauber zu
halten. Bei Verschmutzung durch
Sand oder Erde sowie beim Vereisen feuchter Kälte kann eine Funktionsstörung auftreten.
• Nach jeder Montage ist eine Zugprobe durchzuführen!
31
ANTRIEBSRÄDER
BEREIFUNG
Alle Räder können als pannensicher
oder luftdruckbereift ausgestattet
sein.
☞ Hinweis:
Den Luftdruckwert der Bereifung
Ihres Rollstuhles entnehmen Sie
den Technischen Daten oder dem
Aufdruck des Reifens.
RADSTAND
Zur Schwerpunktverlagerung können
die Antriebsräder in vier weiteren Positionen (Abb.41) montiert werden.
!
32
Achtung:
Das Versetzen der Antriebsräder ist
von einem Fachhändler unter Berücksichtigung der Kippsicherheit
durchzuführen.
41
LENKRÄDER
Die Lenkräder sind problemlos austauschbar.
Werkzeug:
1 x Sechskantstiftschlüssel SW* 5
☞ Hinweis:
Beachten Sie vor dem Demontieren der Verschraubung auf die Position der Unterleg- und Distanzscheiben!
A
42
– Lenkrad-Verschraubung
(A,
Abb.42) demontieren.
– Lenkrad bei Bedarf austauschen
oder entsprechend neu positionieren.
– Lenkrad-Verschraubung
(A,
Abb.42) montieren.
*SW = Schlüsselweite [mm]
33
STÜTZROLLEN
Zur Erhöhung der Kippstabilität dient
je Seite ein abgeknicktes Rohr mit einer kleinen Rolle (Abb.43).
A
RICHTIGE STÜTZROLLENLÄNGE
Die Stützrolle muss über das Antriebsrad hinausragen um eine ausreichende Stützfunktion zu erreichen.
Für eine ausreichende Kippstabilität
sind beide Stützrollen parallel zu positionieren. – Unfallgefahr durch seitliches Kippen!
!
Achtung:
Stützrollen bieten in bestimmten
Situationen keinen ausreichenden
Schutz gegen Überschlagen.
☞ Hinweis:
Beachten Sie in der Broschüre < Sicherheitshinweise - Mechanische
Rollstühle > die Kapitel < Bergauffahrt, Überwinden von Hindernissen > sowie < Befahren von Aufzügen,
Hebebühnen
und
Rolltreppen >!
EINSTECKBARE STÜTZROLLEN
Nach Eindrücken des Federknopfes
(A, Abb.43) lassen sich die Stützrollen
in vier Positionen einstellen oder abnehmen.
!
34
Achtung:
Der Federknopf zur Einstellung der
Stützrollenposition muss sicht- und
hörbar einrasten.
43
STÜTZROLLEN
STÜTZROLLE MIT AUFTRITT
(Code 309)
Zur Erhöhung der Kippstabilität dient
je Seite ein abgeknicktes Rohr mit einer kleinen Rolle (Abb.44). Der Auftritt (B, Abb.44) wird zum Ankippen
des Rollstuhles durch eine Begleitperson zur Hindernisüberwindung verwendet.
B
44
Bei Nichtverwendung des Auftritts
kann dieser hochgeklappt werden
(Abb.45).
45
35
VERLADEN UND TRANSPORT DES ROLLSTUHLES
SICHERN DES ROLLSTUHLES FÜR
DEN TRANSPORT
!
Achtung:
Für den Transport in Fahrzeugen
sollten Sie den Rollstuhl verlassen
und auf einer geeigneten Sitzfläche im Fahrzeug Platz nehmen. Ist
ein Transport im Rollstuhl unumgänglich, so ist darauf zu achten,
dass nur Rückhaltesysteme nach
DIN 75078 verwendet werden.
Sowie sich der Rollstuhl im Transportfahrzeug befindet, gehen Sie wie
folgt vor:
– Feststellbremsen betätigen.
– Die Verriegelungen abnehmbarer
Teile prüfen, oder ggf. abnehmen
(z.B. Seitenteile, Armstützen) und
sicher sowie geschützt verstauen.
– Mit Spanngurten den Rollstuhl sichern.
Die Spanngurte nur an die dafür vorgesehenen Bauteile des PKW's sowie
den Rahmenrohren vom Rollstuhl befestigen!
36
☞ Hinweis:
Geeignete Halterungen sind meist
im PKW o. ä. vorhanden und in der
Betriebsanleitung des Fahrzeuges
beschrieben.
Informieren Sie sich bei Ihrem
PKW-Fachhändler vor dem Rollstuhl-Transport über die gefahrlose Sicherung mittels vorhandener
Verzurrösen oder anderen Sicherungseinrichtungen!
TRANSPORT IN BEHINDERTENTRANSPORTKRAFTWAGEN (BTW)
☞ Hinweis:
Wir empfehlen für den Transport
in Fahrzeugen, den Rollstuhl zu
verlassen und auf einer geeigneten Sitzfläche platz zu nehmen.
Ist ein Transport im Rollstuhl unumgänglich, so muss der Rollstuhl Rückhaltesysteme nach DIN 75078 Teil 2
vorweisen.
Das Transportfahrzeug (BTW) muss
eine Ausrüstung für den Transport
von Rollstühlen nach DIN 75078 Teil 1
besitzen.
Das Rückhaltesystem bietet eine ausreichende Sicherheit nur bei normalen Verkehrssituationen (scharfen
Bremsmanövern u.ä.) oder Frontalkollisionen und nicht bei einem Heckaufprall. Hierzu ist eine fahrzeugfeste
Kopfstütze erforderlich.
☞ Hinweis:
Die Kopfstütze am Rollstuhl dient
nur zur Unterstützung der Kopfhaltung, nicht zur Transportsicherung.
!
Achtung:
Winkelverstellbare Rückenlehnen
sind dabei senkrecht zu stellen.
• Gekantelte Sitze sind waagrecht
zu stellen.
• Wird für den Rollstuhl ein Rückhaltesystem nach DIN 75078 Teil 2
benötigt, wenden Sie sich an einen
autorisierten Fachhändler.
PRODUKTHAFTUNGSHINWEISE
– Der Transport im Rollstuhl mit einem Behindertentransportkraftwagen (BTW) geschieht auf eigene Gefahr!
– Wir übernehmen keine Haftung
für Schäden oder anderen Besitztümern die durch den Transport in
einem BTW entstanden sind.
SICHERHEITSHINWEISE
– Bei dem Transport einer Person
darauf achten, dass keine Gegenstände unter dem Gurtband eingeklemmt sind! – So vermeiden Sie
schmerzhafte Druckstellen.
– Sofern es möglich ist, benutzen Sie
während des Transportes einen
fahrzeugfesten Sitz.
– Den Rollstuhl nur in Fahrtrichtung
transportieren.
– Für die fachgerechte Sicherung des
Rollstuhles in dem BTW hat der
Fahrer bzw. die Begleitperson zu
sorgen.
– Für einen fachgerechten Transport
in dem BTW muss der Rollstuhl und
die Person auf dem dafür vorgesehenen Platz mit den entsprechenden Rückhaltesystemen gesichert werden.
– Lose Gegenstände sind sicher aufzubewahren.
37
OPTIONEN
KOPFSTÜTZE
Die Kopfstütze wird von oben in die
vorhandene Führung eingesteckt
(Abb.47) und ist höhen- und winkelverstellbar.
A
Ihr Vorteil:
– Entspannte Sitzhaltung durch Unterstützen der Nackenmuskulatur.
47
Höhenverstellung
– Handrad zur Höhenverstellung (A,
Abb.47) lösen.
– Kopfstütze auf die von Ihnen gewünschte Höhe schieben.
– Handrad zur Höhenverstellung (A,
Abb.47) festdrehen.
!
Achtung:
Kopfstütze nur soweit herausziehen, bis die Kopfstützenaufnahme
der Höhenverstellung mit der
Kopfstützenführung bündig abschließt.
Winkelverstellung
– Eine Winkelverstellung kann nach
Lösen des Klemmhebels (B,
Abb.48) erfolgen.
38
B
48
INSTANDHALTUNG
WARTUNG
Wie jedes andere technische Produkt
bedarf auch Ihr Rollstuhl einer Wartung. Die folgende Wartungsanleitung beschreibt in tabellarischer Form
die Maßnahmen, die durchzuführen
sind, damit Sie auch nach längerem
Gebrauch die Vorzüge Ihres Rollstuhles voll genießen können.
☞ Hinweis:
Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger!
Gefahr einer Schädigung der Mechanik durch Strahlwasser.
PFLEGE
Sitz- und Rückenbezug:
Säubern Sie die Bezüge mit warmem
Wasser. Bei hartnäckiger Verschmutzung ist der Stoff unter Verwendung
eines handelsüblichen Feinwaschmittels abwaschbar. Flecken lassen sich
mit einem Schwamm oder mit einer
weichen Bürste entfernen.
Der Bezug ist zum Waschen bei 40°
abnehmbar. – Dazu ist vorher das jeweilige Polster abzunehmen.
☞ Hinweis:
Verwenden Sie keine aggressiven
Reinigungsmittel, z.B. Lösungsmittel sowie harte Bürsten u.s.w.
Mit klarem Wasser nachspülen und
trocknen lassen.
Kunststoffteile:
Pflegen Sie diese mit handelsüblichen
Kunststoffreinigern. Beachten Sie deren spezielle Produktinformation.
Beschichtung:
Durch die hochwertige Oberflächenveredelung ist ein optimaler Korrosionsschutz gewährleistet. Sollte die Beschichtung durch Kratzer o. ä. einmal
beschädigt sein, so bessern Sie die
Stelle mit einem von uns erhältlichen
Lackstift aus. Ein gelegentliches leichtes Ölen der beweglichen Teile (siehe
auch Wartungsanleitung) sorgt dafür,
dass Sie lange Freude an Ihrem Rollstuhl haben werden.
Zur Pflege der Chromteile genügt zunächst ein trockenes Abreiben. Matte Stellen oder stark haftenden
Schmutz beseitigen Sie am besten mit
einem entsprechendem Marken-Reinigungsmittel.
Ein leichtes Einfetten der Stahlteile
mit Vaseline vermeidet ein frühzeitiges Mattwerden der Verchromung.
39
INSTANDHALTUNG
INSTANDSETZUNG
Zur Durchführung von Instandsetzungsarbeiten wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Fachwerkstatt. Sie
ist in die Ausführung der Arbeiten eingewiesen und hat in der Regel geschultes Personal.
SERVICE
Falls Sie Fragen haben sollten oder
Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler, der entsprechend unseren Richtlinien bei uns im
Werk ausgebildet worden ist und Beratung, Service und Reparaturen
übernehmen kann.
40
ERSATZTEILE
Sind nur über Ihren Fachhändler zu
beziehen. Im Falle einer Reparatur
verwenden Sie nur Original-Ersatzteile!
Für eine korrekte Ersatzteil-Lieferung
ist in jedem Fall die entsprechende
Rahmen-Nr. des Rollstuhles mit anzugeben!
Bei jeder Veränderung, die am Rollstuhl vorgenommen wird, sind vom
Fachhändler die entsprechende CodeNr. (z.B. Montageanleitung) sowie das
Datum der Änderung der Betriebsanleitung des Rollstuhles beizufügen.
So gibt es bei späteren Ersatzteilbestellungen keine falschen Bestellangaben.
INSTANDHALTUNG
ENTSORGUNG
Die Geräteverpackung wird der Wertstoffwiederverwendung zugeführt.
Die Metallteile werden der Altmetallverwertung zugeführt.
Kunststoffteile werden der Wiederverwertung zugeführt.
Die Entsorgung muss gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen Bestimmungen erfolgen.
Erfragen Sie bitte bei der Stadt- / Gemeindeverwaltung nach örtlichen
Entsorgungsunternehmen.
41
WARTUNGSANLEITUNG
WANN
WAS
ANMERKUNG
Vor Fahrtantritt
Bereifung auf Beschädigungen prüfen
Mindestprofiltiefe = 1 mm
Selbst Sichtprüfung durchführen.
Bei abgefahrenem Reifenprofil oder einer Beschädigung des Reifens autorisierte Fachwerkstatt zur Instandsetzung hinzuziehen.
Bremsanlage auf einwandfreie Funktion prüfen
Bremshebel betätigen. Der
Rollstuhl darf sich nicht
mehr schieben lassen.
Prüfung selbst oder mit
Hilfsperson durchführen.
Die gebremsten Räder
dürfen sich unter Betriebsbedingungen nicht
mehr drehen. Wenn doch,
Bremsen von autorisierter
Fachwerkstatt instandsetzen lassen.
Bremshebel auf Verschleiß prüfen
Bremshebel seitlich bewegen.
Selbst oder durch Hilfsperson durchführen.
Bei zunehmendem Bremshebelspiel umgehend autorisierte Fachwerkstatt
zur Instandsetzung aufsuchen. – Unfallgefahr!
Luftdruck der Reifen
prüfen
Reifenfülldruck – Antriebsrad
2,5 bar = 35 psi
Selbst oder mit Hilfsperson durchführen.
Dazu Luftdruckprüfgerät
benutzen oder, falls nicht
vorhanden, "Daumendruck-Methode" o. ä. (siehe < Sicherheitshinweise –
Kapitel Reifen >) durchführen.
Folgende Bauteile mit
einigen Tropfen Öl versehen
– bewegliche Teile der
Verriegelung
– Bremshebellager
– Steckachse, bei abnehmbaren Rädern
Selbst oder mit Hilfsperson durchführen.
Bauteile sind vor dem
Ölen von Altölresten zu
befreien.
Achten Sie darauf, dass
das überschüssige Öl nicht
die Umgebung (z.B. Ihre
Kleidung) verschmutzt.
Alle 8 Wochen
(je nach Fahrstreckenleistung)
42
WARTUNGSANLEITUNG
WANN
WAS
ANMERKUNG
Alle 6 Monate
(je nach Gebrauchshäufigkeit)
Alle Schraubenverbindungen auf festen Sitz
überprüfen
Selbst oder mit Hilfsperson.
Überprüfen Sie
– Sauberkeit
– Allgemeinzustand
– Funktion der Lenkräder
Siehe Instandhaltung –
Pflege.
Überprüfung selbst oder
mit Hilfsperson durchführen.
Bei zu großem Rollwiderstand ist die Lagerung der
Lenkräder zu säubern.
Wenn nicht ausreichend,
von autorisierter Fachwerkstatt instandsetzen
lassen.
43
TECHNISCHE DATEN
Alle Angaben innerhalb der Tabelle
beziehen sich auf die Standardausführung.
Maßtoleranz ±1,5 cm.
Das Gewicht ändert sich je nach Ausstattung.
Temperaturbereich:
Betriebsbereich -15° bis 35°C Umgebungstemperatur.
Reifenfülldruck:
Reifenfülldruck – Antriebsrad
2,5 bar = 35 psi
* Achtung:
1) Das maximal zulässige Nutzer- (Personen-) gewicht verringert sich sowohl durch zusätzliche Anbauten als
auch durch evtl. Gepäck.
2) Das Gesamtgewicht beinhaltet das
Gewicht des Stuhles einschließlich der
Anbauten plus das Nutzergewicht.
Das zulässige Nutzer- (Personen-) gewicht errechnet sich aus:
44
zul. Nutzergewicht Tabelle 1
– tatsächlichem Gewicht
= zul. Gewicht für Gepäck oder Anbauteile.
D.h., der Benutzer und sein Gepäck
zusammen dürfen nicht mehr als das
angegebene maximale Nutzer- (Personen-) gewicht von 150 kg wiegen.
Übersteigt das Nutzer- (Personen-) gewicht das errechnete zulässige Personengewicht, so ist das Gewicht der
Anbauten oder des Gepäcks zu verringern.
Ist dieses nicht möglich, ist auf eine
verstärkte Rollstuhlausführung oder
ein anderes Rollstuhlmodell zu wechseln. Setzen Sie sich hierzu mit Ihrem
Fachhändler in Verbindung.
Dieses Produkt ist konform mit
der EG – Richtlinie 93/42/EWG
für Medizinprodukte.
TECHNISCHE DATEN
Tabelle 1
Modell 2.250/ 2.251
Sitzbreite (cm)
43 / 48
Radgröße (inch)
20"
22"
24"
Lenkrad (mm)
150
150
200
Gesamtbreite (cm)
66
(Sitzbreite 43)
Länge oh. Beinstützen (cm)
71
(Sitzbreite 48)
79 – 88
Länge über Beinstützen (cm)
104 – 113
Sitzhöhe (Modell 2.250) (cm)
43-47
45-49
48-52
Sitzhöhe (Modell 2.251) (cm)
47
49
52
Rückenhöhe (cm)
54 / 57,5 / 61 / 64,5
Gesamthöhe (cm)
99 – 119 ohne Kopfstütze
(abhängig von Radgröße, Sitzund Rückenhöhe)
Sitztiefe (cm)
45 – 54
Kantelwinkel (Modell 2.250)
-8° bis +25°
Kantelwinkel (Modell 2.251)
-2° bis +30°
Rückenverstellwinkel
-6° bis +35°
Gewicht (kg)
max. zul. Nutzergewicht *1)
(Modell 2.250) (kg)
max. zul. Gesamtgewicht *2)
(Modell 2.251) (kg)
39,5
(Sitzbreite 43)
42
(Sitzbreite
48)
150
190
45
GARANTIE
Für unsere Rollstühle übernehmen wir
im Rahmen unserer Lieferungs- und
Zahlungsbedingungen wie folgt die
Garantie für einwandfreie Beschaffenheit:
2 Jahre auf den Rahmen.
Technische Änderungen im Sinne des
Fortschrittes behalten wir uns vor.
Für den Fall, dass Sie ein Fahrzeug
oder Teile desselben zu bemängeln
haben, senden Sie uns mit Ihrer Begründung in jedem Falle den abgebildeten GARANTIE-ABSCHNITT zu.
Vergessen Sie nicht, uns darin die gewünschten Angaben über die Modellbezeichnung, die Lieferschein-Nr. mit
Lieferdatum, die Fahrzeug-Ident-Nr.
(Fz-I-Nr.) sowie Ihren Fachhändler mitzuteilen.
Die Fahrzeug-Ident-Nr. (Fz-I-Nr.) ist
vom Typenschild (auf dem vorderen
Querrohr) abzulesen.
46
Vorraussetzung für die Garantie ist in
jedem Fall der bestimmungsgemäße
Gebrauch des Rollstuhles, sowie die
regelmäßige Durchführung von Wartung und Inspektion.
Oberflächenbeschädigungen, Bereifung der Räder, Beschädigungen
durch gelöste Schrauben oder Muttern sowie ausgeschlagene Befestigungsbohrungen durch häufige Montagearbeiten sind auszuschließen.
!
Achtung:
Nichtbeachtung der Betriebsanleitung sowie unsachgemäß durchgeführte Wartungsarbeiten als auch
insbesondere technische Änderungen und Ergänzungen (Anbauten)
ohne Zustimmung der Firma MEYRA führen zum Erlöschen sowohl
der Garantie als auch der Produkthaftung allgemein.
☞ Hinweis
Diese Betriebsanleitung als Bestandteil des Rollstuhles ist bei einem Benutzer- sowie Besitzerwechsel diesem mitzugeben.
Garantie-Abschnitt
Ausfüllen! Im Bedarfsfall kopieren und die Kopie einsenden.
Garantie
Modellbezeichnung:
Lieferschein-Nr.:
Fz-I-Nr.: (siehe Typenschild)
Lieferdatum:
Stempel vom Fachhändler:
Die Motivation.
MEYRA
Wilhelm Meyer GmbH & Co. KG
Postfach 1703, D-32591 Vlotho
Telefon: +49 (0)5733 922 - 311
Telefax: +49 (0)5733 922 - 143
Firmensitz:
Meyra- Ring 2
D-32689 KalletalKalldorf
47
MEYRA • Wilhelm Meyer GmbH & Co. KG
Firmensitz: Meyra-Ring 2
D-32689 Kalletal-Kalldorf
Telefon: +49 (0)5733 922-311
Telefax: +49 (0)5733 922143
Email: info@meyra.de
Internet: http://www.meyra.de
Postanschrift:
Postfach 1703 • D-32591 Vlotho
48
205 304 100 • (Stand: 11.2002)
Die Motivation.
Technische Änderungen vorbehalten.
Stempel vom Fachhändler:
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