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Bemaßung - Hauff

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23. Oktober 2014
pld – Pressedienst der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Prunk und Intrige
Herausgegeben vom
Amt für Kommunikation
Rathaus - Marktplatz 2
Black Box zeigt alte Herrenhäuser im Film
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40002 Düsseldorf
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bla - Manfred Blasczyk - 93132
bu - Michael Buch - 93134
fri - Michael Frisch – 93115
vm – Valentina Meissner – 93111
mun - Angela Munkert - 97018
pau - Volker Paulat - 93101
arz - Dieter Schwarz - 93138
Düstere, verwinkelte, monumentale Prachtbauten – in Filmen werden sie
oft zu architektonischen Akteuren einer unheimlichen, dramatischen
Handlung. Sie sind Stein gewordene Repräsentanten der Macht derer,
die in ihnen wohnen, zugleich halten sie diese auf unsichtbare Weise
gefangen und werden oft zu einem Fluch. Die sechzehnte Ausgabe der
Reihe Architektur und Film, die das Filmmuseum in Zusammenarbeit
mit der Architektenkammer NRW präsentiert, stellt Filme vor, in denen
luxuriöse, schlossähnliche Anwesen neben den menschlichen Darstellern
eine Hauptrolle spielen. Ob reale Herrenhäuser oder Studiobauten: Die
prunkvollen Bauten schaffen bei allem schönen Schein eine Atmosphäre
des Bedrohlichen.
Zu allen Filmen gibt es eine Einführung. Sie werden in der deutschen
Fassung gezeigt. Im Anschluss laden Architektenkammer und Filmmuseum zu einem kleinen Imbiss. Der Eintritt beträgt einheitlich sechs
Euro. Es ist empfehlenswert, Karten telefonisch unter 89-92232 zu reservieren.
Die Filme im Einzelnen:
Mittwoch, 5. November, 20 Uhr, "Virdiana"
In "Viridiana" (1961) von Luis Bunuel besucht die gleichnamige junge
spanische Novizin ihren Onkel Don Jaime auf seinem prächtigen Landsitz. Durch ihre verblüffende Ähnlichkeit mit seiner verstorbenen Frau
fasziniert sie ihn so sehr, dass er schließlich um ihre Hand anhält. Viridiana lehnt ab, worauf sich Don Jaime erhängt. Nachdem sie das Gut ihres
Onkels geerbt hat, öffnet sie das Haus für Bettler, Landstreicher und
Arme, um für ihre Schuld am Tod des Onkels Buße zu tun. Im Herrenhaus kommt es jedoch zum brutalen Showdown zwischen Bürgertum
und Bettlern, die die Situation skrupellos ausnutzen: Sie veranstalten
...
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eine ausschweifende Orgie, die katastrophal endet. Gezielte, symbolträchtige Bildschocks, durchsetzt mit surrealistischen Elementen, geben
dem provokanten Film eine beklemmende Eindringlichkeit.
Mittwoch, 12. November, 20 Uhr, "The Great Gatsby/Der große Gatsby"
Rosecliff ist ein ehemaliges Herrenhaus und heute Museum im BeauxArts-Stil in Newport, Rhode Island. Es wurde zwischen 1898 und 1902
von Architekt Stanford White im Auftrag der Silberminen-Erbin Theresa
Fair Oelrichs erbaut und diente 1974 als glanzvolle Filmkulisse für die
Romanverfilmung. Art-Deco verkörperte neben Jazz, dem Radio und
pastellfarbener Garderobe den Liberalismus und die Beschwingtheit der
1920er-Jahre. Detailgenauigkeit und hervorragende Kameraarbeit führten dazu, dass "Der große Gatsby" 1974, Regie: Jack Clayton, Drehbuch:
Francis Ford Coppola, beim Erscheinen einen wahren 1920er-JahreBoom im Kino auslöste.
Mit einer prächtigen Villa im Art-Deco-Stil auf Long Island hat sich Jay
Gatsby in den "Roaring Twenties" selbst ein Denkmal gesetzt. Sie ist das
Zentrum der Schickeria von New York, mit denen der geheimnisvolle,
zwielichtige Millionär Gatsby regelmäßig feiert. Schnell wird klar, dass
das Herrenhaus für ihn zugleich Gefängnis ist, in dem er sich seit einer
unglücklichen Liebe verschanzt…
Mittwoch, 19. November, 20 Uhr, "The Remains of the Day/Was vom
Tage übrig blieb"
In "Was vom Tage übrig blieb" (GB/USA 1993, Regie: James Ivory) erinnert sich James Stevens, sein Leben lang Butler auf dem englischen
Landsitz Darlington Hall, an die stürmischen 1930er-Jahre zurück. Der
verstorbene Lord Darlington verhandelte damals als Vertreter der Appeasement-Politik mit Nazi-Größen und prominenten europäischen
Politikern. Gleichzeitig sorgte aber auch eine neue Haushälterin namens
Miss Kenton für Gefühlsverwirrungen. Vor dem Hintergrund der Weltpolitik gelingen dem Film, der acht Oscar-Nominierungen erhielt, ein...
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zigartige Einblicke in Funktionsweise, Hierarchie und Ablauf des Anwesens. Daraus entsteht ein exquisites, spannungsreiches und emotional
verführerisches Sittengemälde, erlesen bis ins kleinste Detail (Florian
Bayer).
Mittwoch, 26. November, 20 Uhr,"Rebecca"
Der wohlhabende, verwitwete Maximilian de Winter heiratet in "Rebecca" (USA 1940, Regie: Alfred Hitchcock) überraschend eine junge
Gesellschafterin und nimmt sie mit in sein riesiges Anwesen "Manderley"
in Cornwall. Das düstere, unheimliche Haus repräsentiert den immer
noch spürbaren Geist der ersten Frau de Winters. Eingeschränkte und
einschränkende Räume liegen der Schauerroman-Handlung von "Rebecca" zugrunde, in der das Haus als unheimliches Labyrinth und als
Falle dargestellt wird. Schließlich verwendete Hitchcock nachdrücklich
architektonische Elemente und Motive wie Treppen, Türen und Fenster
und verwandelte sie in gefühlsmäßig aufgeladene oder symbolbehaftete
Objekte. Obwohl Hitchcock viele Herrenhäuser in Europa, USA und
Kanada besichtigte, entschied er sich dafür, Manderley komplett im Studio entstehen zu lassen, um den isolierten Eindruck nicht durch realistische Drehorte zu zerstören. Die Miniaturen, die für Außenaufnahmen
angefertigt wurden, zeigen ein verwinkeltes elisabethanisches Herrenhaus mit vielen Giebeln, Fenstern und Erkern. Für Hitchcock ist "Rebecca" die Geschichte eines Hauses, das zu einem der Hauptdarsteller des
Films avanciert.
(bla)
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Seele and Geist
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