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Der Sängerstreit zu Oberdorf Es roch so richtig muffig (was sich so

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Der Sängerstreit zu Oberdorf
Es roch so richtig muffig (was sich so alles an Düften in einem Polsterstuhl versteckt)
im Hans Huber-Saal, als sich die Sängerschar des Männerchors St. Johann am
Samstag, den 10. Juni 2006, um 11.00 Uhr, zum Einsingen für das Kantonalgesangsfest beider Basel in Oberdorf, einfand. Dass ein solcher Anlass nicht im
Badekleid stattfinden kann ist klar, wäre aber bei diesem Klima eine Wohltat
gewesen.
Nachdem unser spannungsgeladener Dirigent, Christian Furer, sowie die treue und
hoch-begabte Pianistin, Frau Sarasin eingetroffen waren, wurden unsere drei Lieder:
„Sängerspruch“ von Kempter, der „Gondelfahrer“ und „Widerspruch“ von Schubert
(im Programmheft als „Komponist nicht genannt!!!?) nochmals richtig gefestigt, wobei
auf wichtige und gefährliche Stellen besonders aufmerksam gemacht wurde.
Im dunkeln Anzug, schwarzen Socken und Vereinskrawatte sowie mit einer
„Notpackung“ als Überlebungs-Proviant versehen ging’s zum Bahnhof und im
"Zweistöcker“ nach Liestal und im "Einstöcker“ nach Oberdorf im Waldenburgertal.
Im dortigen Primarschulhaus, erklommen durch einen Aufstieg wie zum Matterhorn,
wurde nochmals eingesungen, wobei der beigelegte Apfel gute Dienste leistete.
Nach dem Gruppenbild auf dem Schulhausplatz zwängte man sich mutig und
„morgenstreichartig“ in die katholische Kirche, zwischen Flügel und Altar (nicht
„Flügelaltar“). Wenn unser lieber Christian Furer nur einen Schritt rückwärts gemacht
hätte, wäre er einer hübschen Dame in der ersten Reihe gerade in den Schoss
gefallen. Unter diesen Umständen, nach mühsam erreichter Ruhe und halbem
Sauerstoff, sangen wir unsere drei Lieder, so wie wir glaubten, recht gut, bestätigt
auch durch den lang anhaltenden Applaus und Kommentare verschiedener Zuhörer.
Auch unser Dirigent äusserte sich als zufrieden mit unserer Leistung.
Nach dem Auftritt in der Kirche konnte man über den Rest des Tages frei verfügen.
Die Einen begaben sich ins Festzelt, die Andern in die Weinstube, wo noch einige
Vorträge verschiedener Chöre zu hören waren. Um 18.30 Uhr wurde im Zelt das
Nachtessen (Salat, Geschnetzeltes mit Reis, Erdbeertörtli als Dessert) sehr speditiv
vom Fussballverein serviert. Vorzüglich gekocht und warm auf dem Tisch!
Was dann als Abendunterhaltung mit grosser Verspätung folgte, ging leider im
tosenden Lärm der „Sängerschar“! unter (Dalhousie Pipe Band, Schapi Meier, als
Conférencier, Carlo Brunner Ländlerkapelle, Rotstab-Clique).
Ein grosser Teil der Festbesucher begab sich schon bald zum Bahnhof und mit dem
"Waldenburgerli“ Richtung Liestal – Basel.
Die Ernüchterung kam dann am Sonntag bei der Verkündigung der Resultate der
Bewertung. Mit nur einem „GUT“ mussten wir uns zufrieden geben. War das jetzt ein
schlechteres „Sehr gut“ oder ein besseres „Genügend“? – War das Glas nun
„halbvoll“ oder „halbleer“?
Der heiligen Cäcilia, unseren treuen Helfern sowie Christian Furer und Frau Sarasin
sei’s herzlich verdankt.
Erwin Spinnler
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