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KAMINÖFEN
ALLES, WAS SIE ZUM THEMA KAMIN WISSEN WOLLEN.
FAQ
Was sollten Sie vor dem Kauf beachten?
Um einen Kaminofen betreiben zu dürfen, müssen verschiedene landesspezifische und kommunale Vorschriften und
bauliche Bedingungen beachtet werden (Regensburger Norm, Münchener Norm, ÖNorm, DINplus, BImSchV, ENNormen). Sie sollten deshalb vor dem Kauf unbedingt Ihren Bezirksschornsteinfeger kontaktieren.
Wie und von wem wird der Kaminofen installiert?
Sie sollten den Kaminofen von einem Fachmann aufbauen lassen. Vor Inbetriebnahme muss Ihr Bezirksschornsteinfeger
den Einbau abnehmen und den Betrieb zulassen, wofür er Ihnen Zeugnisse ausstellen wird, die Sie unbedingt bei Ihren
Unterlagen aufheben sollten. Anderenfalls haben Sie keine Garantieansprüche!
Was ist die 1. BImSchV?
BImSchV ist die Abkürzung für Bundesimmissionsschutzverordnung. Diese Verordnung regelt die Abgas- und
Emissionsverminderung bei Kaminfeuerstätten sowie die Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid. Des Weiteren
legt die Verordnung die Übergangsfristen für Anlagen fest, die diese Grenzwerte nicht einhalten und gibt einen Zeitraum
vor, in dem diese Anlagen durch neue BImSchV-konforme Anlagen ersetzt werden müssen.
Kaminöfen, die die 1. BImSchV erfüllen, können insgesamt als umweltfreundlich eingestuft werden. Auch andere
Embleme können Anhaltspunkte für Umweltfreundlichkeit sein, beispielsweise das „Nordische Umweltzeichen“. Ein
Kaminofen, der dieses Zeichen trägt, emittiert sehr wenig Schadstoffe und ist äußerst brennstoffsparend.
Welche speziellen Eignungen muss Ihr Schornstein haben?
Der innere Durchmesser des Schornsteins sollte dem Durchmesser der Rauchrohre entsprechen (zzgl. max. 20 %). Der
Mindestschornsteinquerschnitt muss auf den inneren Querschnitt des Rauchrohrstutzens am Kaminofen angepasst sein.
Wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Bezirksschornsteinfeger und lassen Sie sich durch diesen beraten.
Wie viel Sicherheitsabstand muss zwischen Ihrem Kaminofen und den umliegenden Gegenständen (Wänden,
Möbeln usw.) eingehalten werden?
Der einzuhaltende vorgeschriebene Sicherheitsabstand variiert je nach Konstruktion des Kaminofens. Sie sollten zu den
Metallteilen des Kaminofens einen Abstand von mindestens 20 cm wahren, zu dem Feuerraum bzw. den Glastüren
einen Mindestabstand von 80 cm. Die jeweils artikelspezifischen einzuhaltenden Sicherheitsabstände finden Sie im
jeweiligen Artikeltext.
Wie schirmen Sie Ihren Fußboden vor Funkenflug ab?
Sollte Ihr Kaminofen nicht auf einem Steinboden, auf Fliesen oder sonstigem feuerfesten Untergrund aufgebaut sein,
muss eine Feuerschutz-Bodenplatte den Fußboden mindestens 50 cm vor und mindestens 30 cm neben dem Kaminofen
abdecken. Diese Feuerschutz-Bodenplatten finden Sie bei uns im Sortiment.
Auf was müssen Sie bei der ersten Inbetriebnahme Ihres Kaminofens achten?
Sie sollten beim ersten Heizen die Feuerraumtür nicht ganz schließen, um die Dichtung temperaturseitig an den
Gebrauch zu gewöhnen. Außerdem sollten Sie während der ersten Benutzungen gut lüften, da es durch die
Wärmeentwicklung anfangs zu leichten Ausdunstungen des Lacks kommen kann, die mit Geruchsbildung einhergehen
(gesundheitlich unbedenklich). Lesen Sie bitte unbedingt vor Inbetriebnahme des Ofens zudem die mitgelieferte
Bedienungsanleitung.
Ist es möglich, Ihren Kaminofen auch offen zu verwenden?
Im Allgemeinen dürfen Kaminöfen der Bauart 1 nur geschlossen betrieben werden, da sie als „Öfen“ abgenommen
werden. Alle von uns angebotenen Öfen entsprechen dieser Bauart. Bei Fragen hierzu sollten Sie sich an Ihren
Bezirksschornsteinfeger wenden.
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Mit welchen Brennstoffen dürfen Sie Ihren Kaminofen betreiben?
In Kaminöfen dürfen ausschließlich raucharme Brennstoffe zum Heizen verwendet werden. Diese sind laut der 1.
Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchV):

Steinkohle

Steinkohlenbriketts

Braunkohlenbriketts

Holzbriketts und

trockenes, naturbelassenes Holz.
Holz, das mit Imprägnierungsmitteln behandelt wurde, sowie Papier, andere Verpackungsmaterialien und Abfall dürfen
Sie in Ihrem Kaminofen nicht verheizen.
Was Sie zu Holz als Brennstoff noch wissen sollten:
Der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes hängt davon ab, wie lange und auf welche Art es getrocknet wurde. Holz darf nur mit
einem Feuchtigkeitsgrad von höchstens 20% verheizt werden. Das entspricht einer Austrocknungszeit von ca. zwei
Jahren.
Frisch geschlagenes und geschnittenes Holz sollte an einer belüfteten, sonnigen, regengeschützten Stelle möglichst so
aufgeschichtet werden, dass zwischen den einzelnen Scheiten immer etwa eine Handbreit Platz bleibt. Dieses „luftige“
Stapeln optimiert die Belüftung und somit das Entweichen der Feuchtigkeit aus dem Holz.
Erst, wenn das Holz bereits gut durchgetrocknet ist, können Sie es in einem belüfteten Keller aufbewahren.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes wirkt sich wiederum auf den Heizwert aus. Je trockener das Holz, desto größer ist
der Heizwert. Zu viel Feuchtigkeit im Holz verringert den Brennwert, denn das Wasser muss bei der Verbrennung
verdampfen und benötigt hierfür eine große Menge Energie. Somit geht mit höherem Feuchtigkeitsgehalt im Holz
Energie verloren, die ansonsten Wärme erzeugen würde. Neben dem unökonomischen Aspekt, sind jedoch auch die
Gesundheits- und Umweltaspekte zu beachten, denn niedrigere Verbrennungstemperaturen aufgrund feuchten Holzes
fördern den Ruß- und Teerausstoß.
In Pelletöfen werden Presslinge aus Sägemehl und Holzspänen, sog. Holzpellets, verwendet. Sie enthalten bei einer
Länge von 10 bis 30 mm und einem Durchmesser von 6 bis 8 mm keine chemischen Bindemittel.
Wie sollten Sie Ihren Kaminofen säubern?
Sie sollten die Heizstelle und die Rauchrohre regelmäßig auf Ablagerungen und Rückstände untersuchen. Die Reinigung
von evtl. Verrußungen kann mit Glasreiniger und weichen Tüchern, im Fall des Falles auch mit Stahlwolle erfolgen. Bei
gröberen Verschmutzungen können Sie auch ein Back- und Kaminofenspray zur Hand nehmen. Meistens sind
Rückstände in Form von verrußten Scheiben etc. ein Zeichen für zu feuchtes Holz oder eine allgemein schlechte
Verbrennung.
Wodurch zeichnen sich Speckstein und Naturstein aus?
Naturstein ist ein beliebtes Verkleidungsmaterial für Kaminöfen. Naturstein – das sagt der Name – wird nicht maschinell
erzeugt, sondern nach dem Abbau gesägt und beinah unverändert weiterverarbeitet. Die Oberflächenstruktur und die
Färbung von Naturstein ist individuell und macht daher aus Ihrem Kaminofen ein Unikat. Außerdem besitzt Naturstein
besonders hohe Wärmespeichereigenschaften und leitet die entstandene Verbrennungswärme nachhaltig an den Raum
weiter.
Eine besonders bekannte Art des Natursteins ist der Speckstein. Er entstand vor mehreren Millionen Jahren aus
verschiedenen Mineralien. Er wird heute hauptsächlich in Skandinavien und Brasilien abgebaut.
Was sollten Sie beachten, wenn Sie einen Kaminofen in einem Niedrigenergiehaus betreiben möchten?
Bei einem angeschlossenen Kaminofen gelangen die Abgase der Feuerstätte über Rohre ins Freie. Dadurch wird dem
Aufstellraum Luft entzogen und es kann in Niedrigenergiehäusern ein gefährlicher Unterdruck entstehen, wenn die für
das Wohnklima benötigte Luftmenge entzogen wird. Im schlimmsten Fall kann sich sogar die Strömungsrichtung im
Kamin ändern, was zur Folge hätte, dass Abgase in den Raum anstatt ins Freie ziehen.
Zu empfehlen ist daher eine externe Verbrennungsluftzufuhr, die dem Kaminofen direkt aus dem Freien die benötigte
Luft zuführt, sodass die Belüftung des Hauses nicht gestört wird. Achten Sie beim Kauf Ihres Ofens daher unbedingt auf
diese Kennzeichnung und Funktion.
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Was ist eine Scheibenspülung?
Bei Kaminöfen mit Scheibenspülung wird vorgewärmte Verbrennungsluft an der Sichtscheibe entlanggeführt, sodass ein
Verrußen der Scheibe so weit wie möglich verringert wird.
Was ist die Besonderheit einer Automatik bei einem Kaminofen?
Bei Kaminöfen mit Automatik wird über einen Kapillarfühler die Verbrennungsluftzufuhr automatisch in Abhängigkeit von
der Konvektionswärme geregelt. Die einmal eingestellte Wärmeleistung wird so während des Abbrandes einer
Brennstofffüllung automatisch gehalten.
Was ist ein Dauerbrandofen?
Bei erhöhter Brennstoffmenge von Steinkohlen-, Braunkohlen- oder Holzbriketts in der Gussmulde kann eine verlängerte
Gluthaltezeit, der sogenannte Dauerbrand, eine sehr wirtschaftliche und angenehme Wärmehaltung der Wohnung
sicherstellen. Die Glut bleibt bis zu 12 Stunden erhalten, ohne dass neuer Brennstoff nachgelegt werden muss.
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Kamin-Lexikon
Abbrand
Abnahme des Brennstoffes während der Verbrennung.
Abgasmassenstrom
Der Abgasmassenstrom ist die Luftmenge und die vergaste Brennstoffmenge, die vermischt durch den Schornstein ins
Freie geführt wird. Die Feuerstelle entnimmt dem Aufstellraum eine bestimmte Menge Luft, die zur Verbrennung benötigt
wird. Diese verbindet sich mit den erzeugten Abgasen aus dem Brennstoff.
Abgasstutzen
Der Abgasstutzen ist das Anschlussstück des Brenners zur Verbindung mit dem Schornstein.
Abgastemperatur
Die Abgastemperatur ist die Temperatur, die die Rauchgase im Rauchrohr der Feuerstelle aufweisen. Die für die
jeweilige Feuerstelle angegebene Temperatur wurde von der Prüfstelle bei der EN-Prüfung gemessen.
Asche
Die Farbe der Asche gibt Auskunft über die Verbrennung in Ihrer Feuerstätte. Bei einer sauberen und umweltbewussten
Verbrennung entsteht eine feine weiße Asche, die Sie auch als Gartendünger nutzen können. Eine dunkle Färbung der
Asche deutet auf Holzkohlereste hin. Dies bedeutet, dass die Verbrennung unvollständig erfolgte. Grund dafür kann etwa
die Verwendung von zu feuchtem Holz oder auch die Zufuhr von zu wenig Verbrennungsluft sein.
Automatik
Über einen Temperaturfühler und ein Kapillarröhrchen wird die Verbrennungsluftzufuhr des Kaminofens automatisch in
Abhängigkeit von der Abgastemperatur geregelt. Die einmal eingestellte Wärmeleistung wird so während des Abbrands
einer Brennstofffüllung automatisch gehalten.
Bauart 1
Ein Heizeinsatz oder Kaminofen der Bauart 1 hat eine sich selbst zuziehende Feuerraumtür, die einen Betrieb mit
offenem Feuerraum nicht zulässt. Dadurch können unter bestimmten Voraussetzungen mehrere Feuerstellen an einen
Schornstein angeschlossen werden und es kann in der Regel auf die Herstellung einer externen Frischluftzufuhr
verzichtet werden.
Brennraumauskleidung
Die Brennraumauskleidung besteht bei Feuerstätten überwiegend aus Schamotte- oder Vermikuliteplatten. Diese dienen
zum Schutz des Feuerraums und ermöglichen eine bessere Wärmeabstrahlung in den Aufstellraum der Feuerstätte.
Dauerbrandkaminofen
Dieser Kaminofen ist für den Dauerbrand ausgerüstet und geprüft. Durch die Ausstattung mit einer Gussfeuerraummulde
kann der Kaminofen über mehrere Stunden (auch über Nacht) in Betrieb bleiben, ohne dass Brennstoff nachgelegt
werden muss.
Drosselklappe
Absperrvorrichtung am Abgasstutzen zur Regulierung des Abbrandes durch Zu- bzw. Entnahme von Sauerstoff.
Erforderlicher Förderdruck
Der erforderliche Förderdruck ist der Druckunterschied zwischen dem Luftdruck im Aufstellraum und dem Druck des
Abgases im Rauchrohrstutzen der Feuerstelle, der zur Funktion der Feuerstelle notwendig ist.
Externe Verbrennungsluftzufuhr
Bei diesen Feuerstätten besteht die Möglichkeit, die benötigte Verbrennungsluft direkt aus dem Freien zuzuführen. Das
ist wichtig für Niedrigenergiehäuser, da hier das empfindliche Zusammenspiel von Be- und Entlüftung nicht gestört
werden darf.
Heizwert
Der Heizwert ist die freigegebene Energiemenge des Brennmaterials. Er wird gewöhnlich in kWh pro kg gemessen. Der
Feuchtigkeitsgrad des Holzes ist ausschlaggebend für den Heizwert. Gut getrocknetes Holz hat einen besseren
Brennwert als solches mit hoher Restfeuchtigkeit.
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Kaminofen
Der Kaminofen ist ein Ofentyp, der aus Gussformen oder aus Stahlblech hergestellt wird und in Einzelteilen oder im
zusammengebauten Zustand transportiert werden kann. Als Verkleidung stehen verschiedene Materialien zur
Verfügung, z. B. Kacheln, Speckstein oder Naturstein.
Konvektionswärme
Die Konvektionswärme entsteht durch die Aufheizung von Luft an warmen Oberflächen, z. B. an Heizkörpern oder
Kaminöfen. Da warme Luft leichter ist als kalte Luft und aufsteigt, kommt es zu einer Luftbewegung, der Konvektion.
Hierdurch wird die Raumluft nach und nach erwärmt.
Nennwärmeleistung
Die Nennwärmeleistung gibt die maximale, nutzbare Wärmemenge einer Feuerstätte an, die diese im Dauerbetrieb je
Zeiteinheit erzeugt. Die Nennwärmeleistung ist auf dem Typenschild der Feuerstätte angegeben.
Niedrigenergiehaus
Seit dem Jahr 2002 ist die Energiesparverordnung in Kraft. Nach dieser Norm müssen neu gebaute Häuser besondere
Auflagen hinsichtlich Dämmeigenschaften und Dichtigkeit aufweisen. Durch ihre besondere Dichtigkeit sind diese Häuser
zumeist mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung ausgestattet, weshalb der Einsatz einer Feuerstelle mit externer
Verbrennungsluftzufuhr erforderlich wird. Für diese Häuser eignen sich zudem Feuerstätten, die raumluftunabhängig
sind.
Normen
BImSchV
Die BImSch-Verordnung regelt die Abgas- und Emissionsverminderung bei Kaminfeuerstätten sowie die
Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid. Des Weiteren legt die Verordnung die Übergangsfristen für
Anlagen fest, die diese Grenzwerte nicht einhalten, und gibt einen Zeitraum vor, in dem diese Anlagen durch
neue BImSchV-konforme Anlagen ersetzt werden müssen.
DINplus
Die DINplus-Zertifizierung und die EFA-Qualitätsprüfung sind freiwillige Sonderprüfungen, denen sich
Kaminofenhersteller unterziehen können. Die Abgas- und Leistungswerte, die diesen Prüfungen zugrunde
liegen, übertreffen die Anforderungen aller einschlägigen deutschen Pflichtprüfungen bei Weitem. Der
Feinstaub und die CO-Emissionen sind deutlich reduziert, der Wirkungsgrad deutlich erhöht.
EN 12815
Feuerstätten nach EN 12815 sind Feuerstätten (Herde) für feste Brennstoffe, deren Hauptfunktion das Kochen
und deren weitere Funktion die Beheizung des Aufstellraums ist.
EN 13240
Feuerstätten nach EN 13240 sind frei stehende Feuerstätten für feste Brennstoffe. Über die neue europäische
Norm 13240 werden Kaminöfen sowohl für den Zeitbrand (vormals DIN 18891) als auch für den Dauerbrand
(vormals DIN 18890) definiert. Den entsprechenden Hinweis, ob die Feuerstätte für den Zeit- oder Dauerbrand
geeignet ist, finden Sie auf dem Typenschild.
Münchener Norm
Die Münchener Anordnung wurde am 30.10.1999 beschlossen und ist ähnlich wie die Regensburger
Verordnung aufgebaut. Es gilt ein generelles Verbot mit Ausnahmeregelung. Kamin- und Dauerbrandöfen zur
Holz- und Braunkohlebrikettverfeuerung werden mit folgender Abweichungen genehmigungsfähig: CO-Gehalt
ÖNorm
In Österreich muss jede Kleinfeuerstätte die Grenzwerte der sogenannten 15a-Vereinbarungen über
„Schutzmaßnahmen betreffend Kleinfeuerungen“ und „Einsparung von Energie“ einhalten, damit sie in den
Verkehr gebracht werden dürfen.
Regensburger Norm
Am 3. März 1997 hat die Stadt Regensburg eine Verordnung über die Verbrennung von Festbrennstoffen
erlassen. Nach dieser Verordnung ist die Aufstellung und der Betrieb von Feuerungsanlagen für die
Verwendung von Festbrennstoffen generell verboten. Diese Feuerstätten (Kaminöfen und Werkstattöfen) dürfen
vielmehr nur mit einem genehmigten Ausnahmeantrag errichtet werden. Genehmigungsfähig sind nur Öfen
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deren festgestellter CO-Wert 0,12 Vol.%/1,5g/m bezogen auf 13% O2 unterschreitet.
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Primärluft
Als Primärluft wird die Luft gezeichnet, die der Feuerstelle von unten durch den Ascherost zugeführt wird. Diese ist
grundsätzlich in der Anheizphase und bei der Verbrennung von Braun- und Steinkohle erforderlich. Nach der
Anheizphase wird die Primärluftzufuhr bei der Holzverbrennung mittels eines Schiebers/Reglers geschlossen.
Raumheizvermögen
Das Raumheizvermögen wird laut DIN 18893 in drei verschiedenen Größen angegeben: günstige Heizbedingungen
(GH), weniger günstige Heizbedingungen (WGH) und ungünstige Heizbedingungen (UH). Alle Angaben zum
Raumheizvermögen gelten nur als unverbindliche Anhaltswerte, da das tatsächlich erzielte Raumheizvermögen von
vielen Bedingungen des Aufstellortes der Feuerstätte abhängt, z. B. Isolierstand des Hauses, Anteil Außenwände,
erwünschte Raumtemperatur, Beheizung von Nachbarräumen und Qualität des Brennstoffes.
Leistung
Raumheizvermögen
GH
WGH
UH
75
44
29
6,0 kW
170
98
67
7,0 kW
205
120
82
8,0 kW
250
145
98
10,0 kW
340
220
130
5,0 kW
Raumluftunabhängig
Ein Gerät mit dieser Spezifikation hat die Bauartzulassung als raumluftunabhängige Feuerstätte des deutschen Instituts
für Bautechnik. Kamine und Öfen, die über dieses Merkmal verfügen, können grundsätzlich in Verbindung mit modernen
Lüftungsanlagen betrieben werden (Niedrigenergiehäuser). Raumluftunabhängige Kamine und Öfen dürfen
ausschließlich mit Holz befeuert werden.
Rohr/Rauchrohr
Zum Anschluss der Feuerstätte an den Schornstein und zum Abtransport der Rauchgase. Die häufigsten Varianten:
Stahlblech unlackiert oder Stahlblech schwarz lackiert. Das Blech sollte mindestens 2 mm stark sein. Das Rohr sollte mit
einer Reinigungsöffnung zur Entfernung von abgelagertem Ruß ausgestattet sein.
Sekundärluft/Scheibenspülung
Die Sekundärluft wird dem Feuerraum durch Kanäle im oberen Ofenbereich zugeführt und strömt an der Sichtscheibe
entlang. Sie ist für den Verbrennungsvorgang erforderlich. Die Sekundärluft bewirkt eine Nachverbrennung der Heizgase
und somit eine emissionsärmere Verbrennung.
Schornstein
Der Schornstein ist ein Rauchgasrohr, das in der Regel vom Keller senkrecht nach oben bis über das Dach ragt. Die
wirksame Schornsteinhöhe wird gemessen vom Rauchrohreintritt der Feuerstätte in den Schornstein bis zur
Schornsteinmündung. Diese wirksame Schornsteinhöhe sollte für eine einwandfreie Funktion der Feuerstätte
mindestens 4 – 4,5 m betragen.
Strahlungswärme
Im Gegensatz zur Konvektionswärme heizt die Strahlungswärme nicht die Luft im Aufstellraum auf, sondern die Körper,
auf die die Strahlungswärme trifft. Die Strahlungswärme erzeugt so bei niedrigeren Temperaturen das gleiche
Wärmeempfinden bei Ihnen wie die Konvektionswärme. Der Energieaufwand bei Strahlungswärme ist dementsprechend
geringer als bei Konvektionswärme.
Sturzbrandtechnik
In der oberen Brennkammer verbrennt der Brennstoff in üblicher Weise. Eine Luftzugregulierung aktiviert die zweite
Brennkammer: Die Abgase werden durch den Brennraumboden in die untere Kammer umgelenkt. Zuströmende Luft
sorgt für eine Nachverbrennung der Abgase mit einer sehr hohen Hitzeentwicklung, wodurch Schwebstoffe und
Rußpartikel nahezu vollständig verbrannt werden.
Tertiärluft
Verschiedene Kaminöfen verfügen zusätzlich über eine Tertiärluftzufuhr. Diese Tertiärluft wird dem Feuerraum im
oberen Drittel über die Rückwand zugeführt. Durch die Tertiärluft wird eine noch effektivere und sauberere Verbrennung
erreicht.
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