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"Kleiner Mann, was nun?" von Hans Fallada - School-Scout

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Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form
Auszug aus:
"Kleiner Mann, was nun?" von Hans Fallada Charakterisierung der Haupt- und Nebenfiguren
Das komplette Material finden Sie hier:
School-Scout.de
Titel:
-
Charakterisierungen
Reihe: Roman-Interpretation für die Sek II
Bestellnummer: 60968
Kurzvorstellung: Das vorliegende Material bietet ausführliche Charakterisierung der Figuren
aus Hans Falladas Roma Kleiner Mann neuen Sachlichkeit. Es werden sämtliche Hauptfiguren und die wichtigen
Nebenfiguren umfassend behandelt.
Inhaltsübersicht:
Charakterisierung des Johannes Pinneberg
Charakterisierung der Emma Pinneberg
Charakterisierung der Mia Pinneberg
Charakterisierungen der Nebenfiguren
E-Mail: info@School-Scout.de
SCHOOL-SCOUT
-
Charakterisierungen
Seite 2 von 29
EINLEITUNG
Hintergrund der Weltwirtschaftskrise. Der Roman schildert den Menschen Johannes Pinneberg, der
versucht, in den Wirren seiner Zeit an sich nur ein Leben zu führen. Sein Streben ist nur darauf
gerichtet, ein angenehmes, von Sorgen befreites Leben zu führen. Ihm liegt nicht viel an einer
Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, vielmehr will er nur die Einrichtung und den Fortbestand
seiner Idylle, dem Leben mit Emma Mörschel, sichern. Doch dieses Vorhaben wird nicht so leicht wie
von ihm angenommen, zudem schlittert er eher in dieses Familienleben hinein, als dass er es so sich
vorgenommen hatte. Ihm ist an sich nur an einer Beziehung mit Emma gelegen.
Als sich jedoch herausstellt, dass Emma schwanger ist, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Pinneberg
macht etwas überhastet einen Heiratsantrag und damit endet das Leben, in dem es nur gilt, für sich
selbst Verantwortung zu tragen. Vielmehr ist Pinneberg jetzt gefordert, für die zukünftige Familie zu
sorgen. Mit diesen anfänglichen Problemen wird Pinneberg noch in der Kleinstadt Ducherow mit
ihrer patriarchalischen Struktur konfrontiert. Doch er scheitert in dieser Umwelt an sich und an
dieser Struktur. Er folgt der Schritt in die Metropole Berlin. In dieser modernen Großstadt geht
Pinneberg unter. Auch hier scheitert er an der Anonymität und dem Alltag. Seine Kleinfamilie wird
einerseits immer stärker zur Belastung für ihn, weil er sich unter Druck gesetzt fühlt, für ihr
Auskommen zu sorgen in der ungezügelt kapitalistischen Welt, andererseits ist es auch der einzige
Ort, an dem er sich geborgen und verstanden fühlt dank Emma Pinneberg.
Bemerkenswert sind die Figurenentwicklungen in der Ehe der Pinnebergs, deshalb wird die Ehe
gesondert im Anschluss an die beiden Ehepartner kurz für sich behandelt. Letzten Endes scheitert
Johannes Pinneberg, seine Moralvorstellungen, seine Einstellung vertragen sich nicht mit den
Maximen der Gesellschaft, er verkörpert gewissermaßen dieses von Ernst Bloch (1885 1977)
formulierte Phänomen der Ungleichzeitigkeit des Bewusstseins. Im letzten Kapitel des Romans wird
der vollkommen verstörte und verstoßen geglaubte Pinneberg wieder auf seine Kleinfamilie
zurückgeworfen, auf Emma Pinneberg. In diesem letzten Moment des Buchs findet er zumindest
seine seelische Ruhe.
Die Schwerpunktsetzung des Autors Hans Fallada beeinflusst auch die Untersuchung der
verschiedenen Chara
Kleinbürgertums im Fokus. Dementsprechend tauchen beinahe ausschließlich Figuren in dem Roman
auf, die diesem Milieu entstammen. Daher bietet es sich im Rahmen der Figurenanalyse auch an,
zwischen solchen Charakteren, die dem Kleinbürgertum zuzuordnen sind und denjenigen, die aus
dieser Gruppe herausfallen, zu unterscheiden. Wie die Setzung des Schwerpunkts schon nahe legt,
fallen nur Randfiguren in die letzte Gruppe.
Der Großteil der Romanfiguren gehört dem Kleinbürgertum an. Allerdings sind verschiedene
Schattierungen auszumachen. Es ergibt sich aus dem Studium des Romans nicht das typische Bild des
Kleinbürgers dieser Zeit. Die einzelnen Figuren lassen sich nicht zu einem einheitlichen Bild
zusammensetzen. Es werden eher unterschiedliche Facetten dargestellt, so trägt etwa auch die
Hauptfigur des Johannes Pinneberg durchaus Züge, die es verbieten, ihn als Prototypen des
Kleinbürgers zu begreifen, auch wenn sein Charakter beinahe paradigmatisch d
verkörpert.
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"Kleiner Mann, was nun?" von Hans Fallada Charakterisierung der Haupt- und Nebenfiguren
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