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FLM Pace Racetrack Kombi – Qualität der neuesten

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GZA/PP 8048 Zürich
30. Jahrgang
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Nr. 43
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Küsnachter Familie segelt durchs arktische Eis
Die Küsnachter Familie
Cottier hat im Sommer 2013
die Nordwestpassage durchsegelt. Auf der 7500 Kilometer langen, zweimonatigen
Fahrt von Grönland nach
Alaska trafen sie auf so viel
Eis wie seit 30 Jahren nicht
mehr, auf Eisbären, Wale
und Inuits. Nebenbei schafften sie eine Weltpremiere –
noch kein Segelkatamaran
hatte zuvor den eisigen
Seeweg gemeistert.
zeit früher eher mit Bergsteigen – in
der Schweiz, aber auch öfters im Himalaja. Erst 2008 haben wir als Familie mit dem Segeln angefangen und
in der Seglervereinigung Erlenbach
erste Erfahrungen gesammelt. 2009
entschieden wir uns, einen Katamaran zu kaufen, und 2010 genossen
wir ein Sabbatical mit unserem Boot.
Mit Kindern lässt es sich relativ einfach mit einem Katamaran reisen.
Man ist freier, kann Orte besuchen,
die sonst unerreichbar sind, und lebt
mit der Natur. Ein Katamaran ist zudem geräumig, liegt ruhig im Wasser
und ist dank seinen zwei Motoren,
zwei Rudern und dem geringen Tiefgang ein sicheres Boot.
Martina Peyer
Philipp Cottier, Sie haben im vergangenen Jahr einen nicht alltäglichen Traum
Realität werden lassen. Wie fühlt sich
das an?
Grossartig! Schön daran war vor allem, dass ich die Durchquerung der
Nordwestpassage zusammen mit
meiner Frau und meinen drei Töchtern, die damals 8, 12 und 14 Jahre
alt waren, machen konnte. Das ist
keine Selbstverständlichkeit, und es
hat uns noch stärker zusammengeschweisst.
Wie entstand die Idee, mit einem Katamaran den Nordatlantik zu umsegeln?
Der Schweizer Katamaran startete am 14. Juli 2013 in der grönländischen Hauptstadt Nuuk und erreichte Nome in Alaska am 11. September 2013.
Fotos: Marielle Donzé Cottier und Philipp Cottier
Schon als Bub wollte ich den Spuren
des Polarforschers Roald Amundsen
folgen. Der eigentliche Auslöser für
das Vorhaben waren unsere Segelferien im Jahre 2011, während denen
wir unseren Katamaran namens «Libellule» von der amerikanischen Ost-
küste über Neufundland, Grönland,
Island und Schottland nach Europa
zurückbrachten. Auf dieser Reise verliebten wir uns alle in Südgrönland.
Das war das Schönste, das wir bislang gesehen hatten, und gleichzeitig
war es ein guter Test, dass unsere
«Libellule» den eisigen Bedingungen
der Arktis Stand halten könnte.
Sie sind also eine eingefleischte Seglerfamilie.
Wir segeln alle noch gar nicht so lange. Ich selbst verbrachte meine Frei-
Ein Jahr lang haben Sie sich auf Ihr
Abenteuer im Eis vorbereitet – wie konkret?
Als Erstes führte ich unzählige Gespräche mit Schiffsingenieuren in La
Rochelle, einem Seglermekka, wo
auch «Libellule» herstammt. Wie reagiert unser Katamaran auf scharfe
Eiskanten oder wenn er beispielsweise vom Packeis eingeschlossen wird?
Wo wird er im schlimmsten Fall brechen? Um den Katamaran stabiler zu
machen, verstärkten wir ihn am Bug,
am Rumpf und an den Rudern mit
Kevlar, einem hochstabilen Kunststoff. Gleichzeitig beschafften wir uns
Fortsetzung auf Seite 4
Nachsorge ist beste Vorsorge
Erfolgreich bescheiden
Pendeln zwischen zwei Welten
Das Leid für Angehörige von Menschen, die sich das Leben
genommen haben, ist oft kaum erträglich. Der Zolliker Jörg
Weisshaupt kennt ihre Not und ihre Fragen, die meist mit einem «Warum?» beginnen.
Seite 4
Seit vier Jahren spielt das «Eins» des SC Zollikon an der Spitze der 3. Liga mit. Trotzdem träumt man vom Aufstieg
höchstens im Geheimen. Das hat sich auch mit einem Trainerwechsel nicht geändert.
Seite 5
Steffi Kaul ist in Dresden aufgewachsen und hat heute durch
ihren Mann Peter Kaul auch einen Bezug zu Küsnacht. Unter
dem Motto «Von zwei Welten in ein gemeinsames Leben»,
schildern die beiden im Jürgehus ihre Erfahrungen. Seite 9
2
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
AKTUELL
«Das Beste kommt zum Schluss»
Die PBZ ist jetzt auch mobil
75 Jahre alt und immer
noch bestens bei Stimme –
Peter Kraus kommt auf
seiner Abschiedstour ins
Kongresshaus Zürich.
Mit der neuen PBZ-App, die es sowohl für Android- wie auch für
Apple-Smartphones und -Tablets
gibt, können PBZ-Kunden mobil ihr
Konto verwalten, ihre ausgeliehenen
Medien verlängern und nachschauen,
ob ihre reservierten Medien bereits
eingetroffen sind. Ein grosser Vorteil
der App besteht darin, dass sie die
Am vergangenen 18. März feierte Peter Kraus seinen 75. Geburtstag. Kurz
darauf, am 21. März, erschien sein
neues Album «Zeitensprung» und
jetzt, im Oktober und November, geht
die Rock’n’Roll-Legende wieder auf
Tournee. Diese wird eine ganz besondere werden: Unter dem Motto «Das
Beste kommt zum Schluss» verabschiedet sich der Ausnahmekünstler
nach rund 60 Jahren auf der Bühne
vom intensiven Tourleben.
«Bei meiner letzten grossen Tournee mit über 60 Terminen habe ich
zum ersten Mal bemerkt, dass mich
das Reisen und Performen in dieser
sehr intensiven Form angestrengt
hat», sagt Peter Kraus. «Denn ich bin
vom Typ her so, dass ich immer alles
gebe und mich nicht schone. Ich habe
mich mit meiner Familie beraten und
beschlossen, dass ich kürzertreten
werde.»
«Das Beste kommt zum Schluss»
ist also definitiv die letzte grosse Tour
des Ausnahmekünstlers nach rund 60
Jahren auf der Bühne. Das Publikum
kommt dabei in den Genuss eines Peter Kraus in Bestform – unterhaltsam,
humorvoll und mit dem für ihn so typischen Schuss Ironie. Dabei wird er
nur Hits singen – seine eigenen und
auch die von anderen Interpreten.
Peter Kraus hat in diesem Jahr
auch sein neues Album «Zeitensprung» aufgenommen. Dabei geht es
ANZEIGEN
Kunden daran erinnert, wann ein
ausgeliehenes Medium fällig ist. Mit
der App vereinfacht sich auch die Büchersuche im Katalog der PBZ. Durch
eine für Smartphones optimierte Ansicht gestaltet sich die Titelsuche effizienter. (pd.)
www.pbz.ch/onleihe
AKTUELLES VOM HAUSEIGENTÜMERVERBAND
Publireportage
Schimmel vermeiden
dank gezieltem Lüften
Hat Musik-, Film- und TV-Geschichte geschrieben: Peter Kraus.
darum, deutsche Hits der Gegenwart
in die 50er zu transferieren. Also in
den Sound jener Zeit, die er – wie kein
Zweiter – als Teenie-Star musikalisch
mitbestimmte. «Ich finde, dass all die
Hits von Tim Bendzko, Rosenstolz
über Culcha Candela und Marteria bis
zu Ute Freudenberg und Udo Lindenberg, die wir neu im Fifties-Sound
aufgenommen haben, einen ganz neuen Charme versprühen», erläutert
Kraus die Album-Idee. (pd./ mai.)
Sonntag, 9. November, 19 Uhr, Kongresshaus, Claridenstr. 5, 8002 Zürich.
Foto: zvg.
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 3x 2 Tickets für
das Konzert von Peter Kraus am
9. November im Kongresshaus
Zürich. Wer gewinnen will,
schreibt ein Mail mit Betreffzeile
«Peter Kraus» und Absender an
lokalinfo@lokalinfo.ch oder eine
Postkarte an: Lokalinfo AG
Wettbewerb Peter Kraus
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
Bei tiefen Temperaturen bleiben Bewohnerinnen und Bewohner von
Häusern und Wohnungen gerne drin.
Das kann zu einem höheren Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft führen. In
städtischen Gebieten mit vielen Erwerbstätigen wird häufig nur morgens und abends gelüftet, nicht aber
tagsüber. Um in der Nacht dann in
«frischer Luft» schlafen zu können,
werden die Fenster die ganze Nacht
offen gelassen. Dies führt in Nächten
mit tiefen Temperaturen zu einem
Auskühlen der Mauern. Dadurch
kann sich an exponierten Stellen
Kondenswasser bilden, das dann zu
einem willkommenen Nährboden
wird für Schimmel.
Am besten wird eine Wohnung
täglich zwei- bis viermal während
rund fünf Minuten durch vollständiges Öffnen der Fenster gelüftet. Idealerweise sind die Fenster je auf einer
Seite der Wohnung, damit ein erwünschter Durchzug entsteht. Durch
das «Querlüften» wird die zu feuchte
Hans Barandun.
Foto: zvg.
und «verbrauchte» Luft rasch erneuert, ohne dass sich die Wohnung zu
sehr abkühlt und mit viel Energie
wieder aufgewärmt werden muss.
Unbedingt zu vermeiden ist ein Dauerlüften durch offene Kippfenster:
Damit wird nur die «Umgebung geheizt», nicht aber die Wohnräume.
Hans Barandun, Leiter
Verwaltung/Bewirtschaftung,
Hauseigentümerverband Zürich
Hauseigentümerverband Zürich,
Albisstrasse 28, 8038 Zürich,
Tel. 044 487 17 00.
Küsnachter
AKTUELL
Freiwilligenarbeit: Ein Geben und Nehmen
Es sind Schüler bis hin zur
90-jährigen Dame, die sich
im Rahmen der Freiwilligenarbeit für Senioren und Seniorinnen in Küsnacht engagieren. Sie ermöglichen
Bingoabende, Lesekreise,
Filmvorführungen, Spaziergänge und Besuche.
Philippa Schmidt
Kurz nach 5 Uhr am 15. Oktober
drangen die Einbrecher durch die
Eingangstür in das Küsnachter Sonnenbrillengeschäft Sunlight ein. Viel
mitnehmen konnten die Täter allerdings nicht, da der Lärm von einer
Anwohnerin gehört wurde, die die Polizei rief.
«Sie haben die Brillengestelle ausgeräumt und etwa 450 Brillen mitgenommen», erzählt Andreas Eugster
APROPOS . . .
Neiddebatte
Gebanntes Lauschen in einer kleinen, aber gut gelaunten Damenrunde um Vorleser Otto Dörries. Foto: Tess Zürcher
Gespräch sagt mir mein Gefühl, ob die
Person für die Tätigkeit geeignet ist
oder nicht. Ich bohre lange nach.»
Lesekreis im Seniorenheim
Spätestens beim Unterbreiten des
Dossiers, das eine Unterschrift erfordert, springen jene ab, die Freiwilligenarbeit nicht so ernst nehmen, wie es sich Kiewald wünscht.
«Diese Leute haben dann Mühe mit
dieser formellen Angelegenheit. Dabei ist Freiwilligenarbeit etwas
Ernsthaftes. Deshalb stütze ich mich
auf das Dossier. Dadurch wird das
Verhältnis verbindlich», betont sie.
Einer, der sich verbindlich festgelegt hat, ist Otto Dörries. «Dank
der Tätigkeit als Freiwilliger lese ich
nicht nur Seneca oder Geschichte,
sondern befasse mich auch mit anderen Texten», erklärt der belesene
Mann mit den gutmütigen, blauen
Augen. Regelmässig liest er in den
Seniorenheimen am See und Wangensbach vor. Früher arbeitete er
für verschiedene Verlage, darunter
auch für den Diogenes Verlag. Sein
Literatur- und Geschichtswissen ist
enorm. «Ich bin froh, vorlesen zu
können. So bleibt meine Bibliothek
zu Hause in Schuss», lacht er.
Gespannt und gut gelaunt kam
am letzten Donnerstagnachmittag
im «Leseraum» in der Villa des Seniorenheims Wangensbach ein vor-
wiegend weibliches Publikum zusammen, um dem Vorleser Dörries
zu zuzuhören. Die zweite Hälfte von
«Lavalette» von Golo Mann stand
an. Dörries unterbrach zwischendurch, um das Gelesene historisch
einzuordnen. Nach einer Stunde gebannten Lauschens löste sich der
Zirkel unter munterem Geplapper
auf. «Das war gerade recht. Mehr
wäre nicht nötig gewesen», stellte
eine Zuhörerin zufrieden fest. Dass
Dörries im Leben der Altersheimbewohnerinnen eine wichtige Rolle
spielt, bewies der Satz einer anderen Zuhörerin zu Beginn der Vorleserunde: «So, mit ihm kommt jetzt
auch der Star!»
Geschäftsleiter und Inhaber von Augenoptiker Gottheil. Diese hätten einen Wert von etwa 60 000 Franken,
so der Optiker. Die Tür wurde beim
Einbruch völlig zerstört (siehe Bild), es
entstand ein Sachschaden von mindestens 2500 Franken. Wie die Kantonspolizei auf Anfrage weiter bestätigte, konnten die Täter bisher nicht
identifiziert werden.
Der Tatsache, dass die Einbrecher
so früh gestört wurden, mag es zu
verdanken sein, dass sie weder die
Kasse noch die Uhren und den Modeschmuck aus der Vitrine stahlen. Eine
Alarmanlage hat das Geschäft schon.
Andreas Eugster überlegt sich aber
derzeit, weitere Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit zu ergreifen.
Der Einbruch im Optikergeschäft
ist nicht der erste an der Küsnachter
Dorfstrasse. So wurde das benachbarte Fotogeschäft in jüngster Vergangenheit gleich zweimal überfallen.
Die völlig zerstörte Tür des Geschäfts Sunlight.
ter Machart» erhielt in der Presse ein
ausgezeichnetes Echo.
In Zollikon wird Tim Krohn zusammen mit Anna Trauffer den
«Geist am Berg» aufführen. Die Bergnovelle erzählt die atmosphärische
Geschichte einer wilden jungen Frau
in einer Sprache, die so klar und rau
ist wie der Berg, auf dem die junge
Frau Stine lebt. Einfühlsam und drastisch zugleich zeichnet Krohn in seiner Novelle eine Bergwelt, die in der
Vergangenheit zu liegen scheint und
über die doch ab und zu der Hubschrauber des Hotels hinwegfegt. (e.)
Der Schweizer Bestsellerautor Tim Krohn erzählt in der
Aula Buechholz in Zollikon
die kantige und gleichzeitig
romantische Geschichte
«Der Geist am Berg».
Anna Trauffer und Tim Krohn führen eine Bergnovelle auf.
Foto: zvg.
Steuererhöhungen beantragt werden. Eine gewisse Schadenfreude
darüber, dass nun auch die reichen Goldküstenbewohner aufs
Geld schauen müssen, ist bereits
dem Titel anzumerken. Der «Blick
am Abend» wiederum fantasierte
gar, dass die Goldküste das «Beverly Hills» von Zürich sei, und
veröffentlichte infolgedessen eine
Auswahl an Sprüchen, mit denen
«Goldküstenkinder» ständig als
«Schnösel» abgestempelt würden.
Zum Beispiel: «Wurdest Du mit
dem Chauffeur zur Schule gefahren?» oder «Kennst Du Tina Turner?».
In regelmässigen Abständen
eine wohldosierte Portion Schadenfreude in Richtung Zürichsee
zu verspritzen, scheint sich der
Rest der Schweiz nicht verkneifen
zu können. Sicher, Küsnacht ist
nicht Schlieren und Erlenbach
nicht Dietikon, doch wer von hier
stammt, weiss, dass auch an diesem schönen Uferstreifen ganz
normale Exemplare der Species
Homo sapiens leben.
Um diese Neiddebatte nicht
noch zu schüren, geht manch alteingesessener Bewohner sogar so
weit, den Begriff «Goldküste»
nicht mehr zu verwenden. Zugegeben, dieser ist zweideutig, doch
eigentlich wurde damit einst die
Tatsache beschrieben, dass das
rechte Zürichseeufer abends von
der Sonne in goldenes Licht getaucht wird – zumindest wenn es
die Wolkendecke zulässt. Ich will
nicht nur meinen Wortschatz nicht
verstümmeln, sondern interpretiere den Begriff auch schlicht und
einfach dieser Bedeutung gemäss.
Ein wenig Gelassenheit angesichts
der Neiddebatte kann nicht schaden. Lasst ihnen doch ihre (Schaden-)Freude, denn wir haben dafür den See, den Pfannenstil und
die wunderschönen Tobel. Und
darauf trinke ich – ich gebs ja zu –
auch gerne mal ein Cüpli ...
Foto: zvg.
Krohns «Der Geist am Berg» in Wort und Klang
Tim Krohn wird dabei von der Klangkünstlerin Anna Trauffer begleitet.
Der Autor gilt in der Literaturszene
als glänzender Erzähler. Bekannt
sind vor allem seine Romane «Quatemberkinder» und «Vrenelis Gärtli»,
aber auch seine Inszenierungen – etwa diejenige am Einsiedler Welttheater 2013. Auch sein jüngstes Werk
«Aus dem Leben einer Matratze bes-
3
Letzte Woche führte der Artikel
«Der Goldküste geht das Geld aus»
über geraume Zeit die Liste der
meistgelesenen
Artikel
auf
www.tagesanzeiger.ch an. Darin
geht es darum, dass in mehreren
Gemeinden am Rechten Zürichseeufer, etwa in Zumikon oder in
Küsnacht von den Gemeinderäten
Küsnacht: Einbrecher schlagen bei Gottheil zu
Am letzten Mittwochmorgen
war die Bestürzung für
Andreas Eugster, Geschäftsleiter von Augenoptiker
Gottheil, gross: Einbrecher
hatten sein Geschäft
Sunlight an der Küsnachter
Dorfstrasse heimgesucht.
23. Oktober 2014
Philippa Schmidt
Tess Zürcher
«Durch die Freiwilligenarbeit und die
damit verbundene intensive Auseinandersetzung lernen alle Helfer, mit
den Schwierigkeiten des Alters besser umzugehen», sagt Judith Anna
Kiewald, Leiterin Fachstelle für Alter
und Gesundheit der Gemeinde Küsnacht. Viele möchten besser verstehen, wie es sich anfühlt, älter zu werden. «Die Freiwilligen tragen dazu
bei», so Kiewald weiter, «den Alltag
von älteren Menschen fröhlicher und
abwechslungsreich zu gestalten. Dabei erkennen sie oft selber, was sie
sich für ihre Zukunft wünschen.»
Freiwilligenarbeit sei somit geprägt
von Geben und Nehmen.
Kiewald hat selber jahrelang Freiwilligenarbeit geleistet und dabei Einblicke in Tätigkeitsbereiche erhalten,
mit denen sie sonst nie in Kontakt gekommen wäre. Schon immer war ihr
die Seniorenarbeit ein grosses Anliegen. Nach einer von ihr initiierten Bedarfsanalyse kam heraus, dass die
Küsnachter Seniorenheime Freiwillige
sehr begrüssen würden. «Jeder geistig
und körperlich Gesunde kann sich
melden», erklärt Kiewald. «Bei einem
Nr. 43
Dienstag, 28. Oktober, 19.45 Uhr, Aula
Buechholz Zollikon. Mitglieder Kulturkreis
Zollikon und Jugendliche bis 20 Jahre
freier Eintritt. www.kulturkreiszollikon.ch.
Intensivwochenende
für Erlenbachs Familien
Der Familienclub Erlenbach und das
Familienzentrum Flüügepilz planen
ein Intensivwochenende für Familien
in und um Erlenbach: Am Samstag,
1. November, findet im Kirchgemeindehaus von 9 bis 11.30 Uhr die Sportartikelbörse statt. Annahme von gut
erhaltenen Sportartikeln ist am Freitag, 31. Oktober, 17–19 Uhr.
Am Sonntag, 2. November führt
dann der Räbeliechtliumzug durch die
verdunkelten Strassen. Treffpunkt ist
um 17.30 Uhr beim Schulhaus Unterer Hitzberg. Kindergartenkinder und
1.-Klässler erhalten eine Räbe im Unterricht. Am Samstag ab 14 Uhr findet
zudem ein gemeinsames Räbenschnitzen im Familienzentrum statt. (e.)
4
Küsnachter
Nr. 43
AKTUELL
23. Oktober 2014
«Eine Nachsorge ist die beste Vorsorge»
Rund 1300 Menschen nehmen sich in der Schweiz
jährlich das Leben. Das Leid
für zurückbleibende Angehörige ist oft kaum erträglich. Der Zolliker Jörg Weisshaupt begleitet seit Jahren
Hinterbliebene nach Suizid.
Er kennt ihre Not und ihre
Fragen, die meist mit einem «Warum?» beginnen.
gagement in der Suizidprävention und
der Hinterbliebenenarbeit geht weiter.
«Wenn ich sehe, dass die Kirche das
Thema wirklich zu wenig oder gar
nicht mehr unterstützen will, dann
werde ich mir neue Partner suchen.»
Kanton macht vorwärts
So oder so: Weisshaupt freut sich,
dass der Kanton Zürich sich verpflichtet hat, in den nächsten vier, fünf Jahren fünf Millionen Franken in die
Hand zu nehmen für ein Schwerpunkteprogramm zur Suizidprävention. Die
ersten Projekte sollen nächstes Jahr
anlaufen. Dabei wird es wohl auch um
die Erkenntnis gehen, dass der Aufbau von Hürden für bestimmte Suizidmethoden die Umsetzung der Tat verhindern kann – etwa Netze an Brücken, erschwerte Zugänge zu Bahngleisen oder auch kleinere Schlafmittelpackungen. Denn Suizide sind oft
Kurzschlusshandlungen. Weisshaupt:
«Je weniger Gelegenheiten, desto weniger Selbsttötungen.»
Lisa Maire
Einen nahestehenden Menschen zu
verlieren, ist eine schwere emotionale
Belastung. Für Suizid-Hinterbliebene
gilt das ganz besonders. Eine Vielzahl
von Gefühlen stürzt auf sie ein – Verzweiflung, Schmerz, Ohnmacht, Wut.
Sie leiden an Schuld- und Schamgefühlen und sind selbst verstärkt suizidgefährdet. Zu alledem werden sie
in ihrem Leid und ihrer Not oft allein
gelassen: Suizid sei noch immer gesellschaftlich tabuisiert, bestätigt Jörg
Weisshaupt, Leiter der Fachstelle Kirche + Jugend der Reformierten Kirche
Zürich. Zu den Tätigkeitsbereichen
der Fachstelle gehören auch die Suizidprävention und die seelsorgerische
Begleitung von Hinterbliebenen nach
einem Suizid.
Zum ersten Mal mit dieser Thematik konfrontiert sah sich Weisshaupt
durch sein Engagement als Jugendbeauftragter für die SMS-Seelsorge. «Mir
war klar, dass es gerade Jugendlichen
leichter fällt, eine SMS abzuschicken,
als zu mir ins Büro zu kommen für ein
Gespräch», begründet er seine Initiative. Seine zehnjährige Erfahrung als
SMS-«Master» zeigt dabei: Die SMS
zum Thema Suizid kommen nur in
Ausnahmefällen von hochsuizidalen
Menschen. Mehrheitlich sind es Drittpersonen, die Rat suchen nach einem
Suizid oder Suizidversuch eines nahestehenden Menschen. Für Weisshaupt
ist deshalb neben der Prävention auch
die Suizidpostvention – die nachsorgende Begleitung von Mitbetroffenen –
ein sehr wichtiges Anliegen.
Seelsorge per SMS (über die Kurznummer 767) beschränkt sich in der
Regel darauf , die sich meldenden
Menschen zu ermutigen, vor Ort Hilfe
in Anspruch zu nehmen, etwa einen
Psychologen, Psychiater, den Hausarzt
oder auch einen Pfarrer. Manchmal
sei der Dialog dann auch schon zu En-
Kopf auslüften auf dem Velo
Die Fortschritte von Gruppenteilnehmern ermutigen auch ihn: Jörg Weisshaupt.
de, manchmal gebe es noch ein paar
weitere SMS hin und her, erklärt
Weisshaupt. Einzelne Kontakte per
SMS und auch per Mail dauerten jedoch auch über Jahre hinweg.
Reden hilft
Höher als bei SMS und E-Mail sind
die Hürden bei den Selbsthilfegruppen für Suizid-Mitbetroffene. «Für einige auch zu hoch», bedauert Weisshaupt. «Ich mache aber die Erfahrung, dass Verbindlichkeit nötig ist,
damit jemand wirklich weiterkommt
bei der Aufarbeitung eines durch Suizid erlittenen Verlusts.» In der ebenfalls von ihm initiierten Gruppe «Nebelmeer» treffen sich Jugendliche
und junge Erwachsene, die einen Elternteil durch Suizid verloren haben.
Der Seelsorger engagiert sich zudem
in der Leitung von Selbsthilfegruppen
des Vereins «Refugium» für (erwachsene) Suizid-Hinterbliebene. In beiden Gruppen erfahren Hinterbliebene durch die Begegnung mit Gleichbetroffenen grosse Solidarität und
Unterstützung – und die Gewissheit,
nicht alleine zu sein mit ihren Erfahrungen und Gefühlen.
«Mit anderen Betroffenen reden,
seine eigene Geschichte erzählen, das
ist entscheidend», sagt Weisshaupt.
Denn es erleichtere es, Ordnung ins
Chaos der Gefühle zu bringen. Wenn
etwas erzählt oder aufgeschrieben
wird, könne es auch leichter mal
weggelegt werden. Genau dieses Loslassen falle aber einigen extrem
schwer: Sie klammern sich an Erinnerungen, wollen nichts vergessen.
Kurz: «Sie können den Verstorbenen
nicht in Ruhe lassen», sagt Weisshaupt. Sie seien dadurch auch gar
nicht mehr fähig, neue Lebensperspektiven aufzugleisen.
Das Problem des Loslassens
Der Trauerprozess von Hinterbliebenen nach einem Suizid gestaltet sich
meist sehr schmerzhaft und kompliziert. Erwachsene quälen sich in erster Linie mit der Schuldfrage: Warum
habe ich nichts gemerkt? Habe ich
Warnungen übersehen? Die Schuldfrage, so Weisshaupt, werde in der
Gruppe stets ganz genau auseinanderdividiert, um festzustellen, was reine
Fantasie ist und wo es vielleicht tatsächlich einen eigenen Schuldanteil
gibt. Auch Wut ist ein grosses Thema
– bei Hinterbliebenen jeden Alters:
Wie konnte der mich einfach im Stich
lassen! Junge Gruppenteilnehmer be-
Foto: mai.
drückt zudem immer wieder die Frage
nach der Vererbbarkeit der psychischen Erkrankung, die dem Suizid ihres Vaters oder ihrer Mutter zugrunde
lag. Ja, eine solche Anfälligkeit für eine Depression sei vererbbar, bestätigt
Weisshaupt. Gerade deshalb – und
auch weil in diesem Alter Nachahmungssuizide eine gewisse Rolle spielen – hält er eine Begleitung von jugendlichen Hinterbliebenen für besonders wichtig. «Nachsorge ist die beste
Vorsorge», lautet seine Überzeugung.
Die Statistiken zeigen: Die Internet- und SMS-Seelsorge ist gefragter
denn je: 1200 Erstanfragen haben die
«Master» letztes Jahr ans 30-köpfige
Beraterteam weitergeleitet. Trotzdem
macht sich Weisshaupt Sorgen über
die Zukunft des schweizweit einmaligen, ökumenischen Beratungsdienstes. Denn die Kirchen stehen unter
Spardruck. Als letztes Jahr einer der
katholischen Verbände als Träger ausstieg, fielen 50 000 Franken weg – ein
Viertel des jährlichen Aufwands. Das
Risiko bestehe, dass sich weitere Träger verabschieden, meint Weisshaupt
und macht auf die 13 Millionen Franken Defizit des Reformierten Stadtverbands aufmerksam. Eines steht für
ihn jedoch fest: Sein persönliches En-
Neben seinem Engagement in der
SMS-Seelsorge und der Begleitung von
Suizid-Betroffenen berät und schult
der erfahrene Seelsorger auch kirchliche Mitarbeitende und Personen, die
in ihrem Berufsalltag mit Suizid konfrontiert wurden oder darauf vorbereitet sein möchten. Auch an Schulen
hält der frühere Lehrer immer wieder
Vorträge. Wie kann jemand, der sich
so intensiv mit einem so schweren
Thema befasst, abends abschalten?
«Viele denken, eine solche Arbeit ziehe einen runter», sagt der 57-jährige
Zolliker, Vater von drei erwachsenen
Kindern. Das stimme aber nicht.
«Wenn ich erlebe, welch tolle Schritte
Gruppenteilnehmer machen, dann ist
das für mich ebenso ermutigend wie
für sie.» Ein probates Mittel, den Kopf
auszulüften, ist für ihn: auf dem Velo
nach Hause fahren. «Als gläubiger
Mensch hilft mir auch das Gespräch
mit Gott», fügt Weisshaupt nachdenklich an. In jüngster Vergangenheit waren solche Zwiegespräche besonders
wichtig. Denn seit im Sommer seine
Frau nach langer Krankheit gestorben
ist, musste der Seelsorger lernen, sich
auch mit der eigenen Trauer auseinanderzusetzen.
Weitere Infos und Kontakte zu den Selbsthilfegruppen «Nebelmeer» und «Refugium»
über
www.nebelmeer.net
und
www.verein-refugium.ch. Infos zu Internetund SMS-Seelsorge: www.seelsorge.net.
Küsnachter Familie segelt durchs arktische Eis
sondere das Packeis. In Worten oder
mit Bildern kann ich meine Gefühle
über das Erlebte nicht richtig zum
Ausdruck bringen. Einerseits ist das
Eis wunderschön, andererseits können die eineinhalb Meter dicken und
mehrere Tonnen schweren Eisschollen furchterregend sein. Aufgrund
des vielen Packeises kamen wir auch
nicht so schnell voran, wie geplant.
Es war wie ein riesiges Labyrinth. Inuits erzählten uns, dass sie zu dieser
Jahreszeit vor rund 30 Jahren das
letzte Mal so viel Eis gesehen hatten.
Fortsetzung von Seite 1
alle möglichen Informationen über
unsere Expedition: Wir sprachen mit
Personen, die bereits in der Nordwestpassage waren, studierten alte
Bücher, Seekarten oder Eisstatistiken
der letzten 15 Jahre. Wir deckten uns
mit Werkzeugen und Nahrungsmitteln ein und besorgten Überlebensanzüge. Meine Frau und ich übten uns
zudem im Schiessen. Denn in der
Arktis muss man sich gegen Eisbärenangriffe wappnen. Zum Glück hatten wir nur positive Erlebnisse.
Wer an Bord hatte welche Aufgaben?
Um Stress und Risiko zu verringern,
unterstützten uns zwei französische
Freunde und Segelprofis, die wir in
La Rochelle kennengelernt haben. So
waren wir vier Erwachsene, um
wichtige Entscheidungen zu treffen.
Bei guten Bedingungen segelten wir
im Schichtbetrieb, bei viel Packeis
blieben alle Erwachsenen wach. Eine
Person steuerte, eine hielt hoch oben
Die abenteuerlustige Familie Cottier auf ihrem Katamaran in Grönland:
Marielle Donzé Cottier, Naïma, Anissa, Line und Philipp Cottier (v.l).
vom Mast aus mit dem Fernglas Ausschau und zwei drückten mit Stangen
Packeisschollen vom Boot weg. Auch
die Kinder segelten, halfen mit beim
Reparieren, Fischen und Kochen.
Welches Ereignis bleibt Ihnen speziell in
Erinnerung?
Das Schönste an unserer Reise und
gleichzeitig die grösste Herausforderung waren die Eisberge und insbe-
Wie intensiv war der Austausch mit Einheimischen?
Alle 500 bis 1000 Kilometer trafen
wir auf ein Dorf, wo wir stets sehr
herzlich und gastfreundlich, aber
auch neugierig empfangen wurden.
Fasziniert hat uns insbesondere die
Kultur, die wir in Grönland angetroffen haben. Die Menschen leben noch
vom Fischfang und von der Robbenoder Bärenjagd. Ihre Fortbewegungsmittel sind Boote, Hunde oder Motor-
schlitten. Strassen gibt es kaum. In
Kanada und insbesondere in Alaska
ist diese ursprüngliche Kultur weitestgehend verschwunden.
Gibt es Pläne für ein weiteres Abenteuer?
Logische Fortsetzung ist die Antarktis,
wohin es Ende Jahr für fünf Wochen
geht. Diese Expedition unternehme
ich jedoch nicht mit der Familie, sondern mit Bergsteiger- und Segelfreunden. Wir starten in Ushuaia (Patagonien) und segeln zur Antarktischen
Halbinsel, wo wir Berge besteigen
möchten. Marielle und die Kinder sind
natürlich traurig, dass sie mich nicht
begleiten können. Wir alle müssen
einfach immer wieder zu unserer «Libellule» und in die Natur hinaus.
Am 30. Oktober um 19.30 Uhr zeigen die
Cottiers an einer Veranstaltung der Seglervereinigung Erlenbach einen kurzen Dokumentarfilm der Reise und berichten
über ihre Erlebnisse auf der Nordwestpassage. Der Vortrag findet im Gutskeller des
Erlenguts statt: Erlengutstrasse 1a, Erlenbach. Interessierte können sich anmelden
via joerg.wieland@sve-erlenbach.ch.
Küsnachter
AKTUELL
Nr. 43
23. Oktober 2014
Auch beim Ausdehnen nach dem Training eine Einheit: Trainer Christian Stengele und die erste Mannschaft des SC Zollikon.
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Fotos: Annina Just
SC Zollikon: Erfolgreich, aber bescheiden
Seit vier Jahren spielt das
«Eins» des SC Zollikon an
der Spitze der 3. Liga mit.
Trotzdem träumt man vom
Aufstieg höchstens im Geheimen. Das hat sich auch
mit einem Trainerwechsel
nicht geändert.
Annina Just
Manchmal geht es schnell im Fussball:
Mit einem Sieg gegen Leader Brüttisellen-Dietlikon am vorletzten Spieltag
hätte der SC Zollikon die Tabellenführung in der Gruppe 4 der 3. Liga
übernehmen können. Es kam aber
anders und man verlor das Spitzenspiel mit 3:0. Nun nach dem 2:2 gegen
Absteiger Effretikon am vergangenen
Sonntag weist man sieben Punkte
Rückstand auf den FC BrüttisellenDietlikon auf. «Jetzt sind wir raus aus
«Dancing Paris» (Ausschnitt aus
Foto: zvg.
dem CD-Cover).
Sax-Virtuosen treffen
auf Geigenkünstler
Das «Alliage Quintett» kommt mit
seinem Programm «Dancing Paris»
und Stargast Jószef Lendvay, Geige,
in die Vogtei Herrliberg. Einzigartig
in seiner Besetzung mit vier Saxofonen, Klavier und einem Gypsy-Geiger
lässt das von «Echo Klassik» ausgezeichnete Ensemble die Illusion eines
grossen Orchesters Wirklichkeit werden. Mit dem Kanadier Daniel Gauthier spielen einige der derzeit besten
Solisten des klassischen Saxofons.
Die melodisch und zugleich expressiv
klingenden Saxofone treffen auf die
orchestrale Fülle eines Klaviers und
einer Geige. Sie erzeugen mit mitreissenden Arrangements aus Werken
von Bernstein, Copland, Enescu,
Gershwin, Milhaud und anderen
mehr ein neues Hörerlebnis höchster
Qualität. (e.)
Donnerstag, 30. Oktober, 20 Uhr, Vogtei
Herrliberg, Schulhausstr. 49. Vorverkauf:
Dorf-Drogerie Herrliberg (044 915 21 15).
Abendkasse ab 19.30 Uhr.
dem Aufstiegsrennen», urteilte Captain Matteo Felder. Diese Einschätzung mag zwar etwas scherzhaft gemeint sein, ist aber nicht untypisch für
einen Zolliker Fussballer. Der Club übt
sich seit dem Aufstieg in die 3.Liga
und dem eher unerwarteten sofortigen Erfolg in der höheren Spielklasse
stets in grosser Bescheidenheit. Als
potenziellen Aufstiegskandidaten bewertete man sich Anfang Saison nämlich nicht.
Schon oft nah am Aufstieg
Nachdem die ersten fünf Spiele aber
allesamt gewonnen wurden, stand
man plötzlich zuoberst in der Tabelle. «Überrascht war ich zwar nicht –
ich weiss, was die Mannschaft kann
–, aber es muss alles stimmen, damit
wir diese Leistungen konstant erbringen können», sagt Trainer Christian
Stengele, der seit Juli im Amt ist.
Im Sommer 2011 ist das Team
unter Trainer Alain Merkli von der 4.
Liga aufgestiegen, seit dann schlossen die Zolliker Fussballer eine Saison als Drittplatzierte und zwei auf
dem zweiten Tabellenrang ab – sie
waren also jedes Mal wirklich nah
daran, nochmals eine Liga höher zu
klettern. Trotzdem scheinen die Ansprüche kaum gestiegen – Realismus
oder eher unnötige Bescheidenheit?
Stengele spricht von Ersterem:
«Klar, siegen will man als Fussballer
immer; und wenn man alles gewinnen würde, steigt man logischerweise
auf. So betrachtet will ich natürlich
aufsteigen. Die Frage ist aber nicht,
ob ich will, sondern was realistisch
ist. Und aus dieser Sicht muss ich sagen, dass es wohl noch etwas zu früh
ist.» Laut dem 28-Jährigen fehle es
der Mannschaft manchmal noch an
Disziplin und Seriosität, sowohl auf
als auch neben dem Platz.
Sich in diesen Punkten zu verbessern, hat er nun zum Ziel erklärt.
«Der Fussball muss für alle noch ei-
nen höheren Stellenwert haben.
Wenn wir das erreichen, liegt nach
oben etwas drin», sagt der Jungtrainer zuversichtlich.
Vom Spieler zum Trainer
Für Stengele ist es eine komplett neue
Rolle, als Trainer an der Seitenlinie zu
stehen. Vergangene Saison unterstützte der gebürtige Zolliker die Mannschaft noch als Spieler auf dem Platz.
Als dann Merkli nach vier erfolgreichen Jahren aus privaten Gründen
den Rücktritt als Trainer bekannt gab,
war für den ehemaligen 1.-Liga-Fussballer Stengele schnell klar, dass er
mit dieser Mannschaft seine Trainerkarriere starten möchte. «Ich habe ja
schon in vielen Teams gespielt, aber
so wie in Zollikon war es nirgends.
Meistens kennt man sich kaum, und
nach dem Training ist jeder sofort
weg. Hier ist das ganz anders: Man ist
wirklich befreundet untereinander
und unternimmt auch in der Freizeit
sehr viel gemeinsam. Der ganze Verein ist wie eine grosse Familie.» Wie
von verschiedenen Spielern und dem
Umfeld des SCZ immer wieder betont
wird, ist es auch genau dieser Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft
und des Vereins, der den Aufschwung
in den letzten Jahren herbeigeführt
hat.
In den letzten drei Spielen gab es
viele Absenzen zu beklagen, doch
wenn die Mannschaft vollzählig auflaufen kann und an den verlangten
Punkten arbeitet, traut der Trainer ihr
viel zu – und das will etwas heissen.
Mit etwas weniger Bescheidenheit
könnte man also auch behaupten,
dass mit sieben Punkten Rückstand
auf den Leader – zu diesem Zeitpunkt
in der Saison – noch nichts verloren
ist: Die Mischung von einzigartigem
Teamgeist, spielerischem Potenzial
und der angestrebten Seriosität verspricht nämlich auch bei aller Bescheidenheit Luft nach oben.
Anspruchsvolle Musik mit jungem Elan gemeistert
Das Jugend Sinfonieorchester Zürich gab Anfang Oktober sein jährliches Benefizkonzert in Zollikon.
Seit 15 Jahren steht das Konzert des
Jugend Sinfonieorchesters Zürichs in
Zollikon unter dem Patronat des Kiwanis Club Zollikon. Dieses Jahr kamen jedoch noch zwei weitere Jubiläen dazu: nämlich 20 Jahre Kiwanis
Club Zollikon und die Hundertjahrfeier der Gründung des Albert-Schweitzer-Spitals in Lambaréné.
1913 hat der Arzt, Theologe, Musiker und Philosoph Albert Schweitzer (1875–1965) das Tropenhospital
Lambaréné (Gabun) gegründet. Dort
wirkte er bis zu seinem Tod als Missionsarzt und erhielt für sein uneigennütziges Schaffen 1952 den Friedensnobelpreis. Aus diesem Anlass
unterstützt der Kiwanis Club Zollikon
die Realisierung der Jugendschrift
«Mona – in Afrika», verfasst von Rahel von Gunten, Lehrerin in Männedorf. «Mona» will Jugendlichen und
Lehrpersonen den Wirkungskreis von
Albert Schweitzer und seiner Ethik
«Ehrfurcht vor dem Leben» wieder
näher bringen und Anregungen zu
solidarischem Handeln hier in der
Schweiz vermitteln. Daher geht der
Erlös dieses Konzerts an die Jugend
hier wie auch in Lambaréné.
Das Benefizkonzert war geprägt
durch zwei im heutigen Konzertre-
Das Jugend Sinfonieorchester Zürich erhielt beim Auftritt in Zollikon begeisterten Applaus.
pertoire fest verankerte Standardwerke. Zuerst kam das Violinkonzert
in D-Dur von Peter Tschaikowski, das
er übrigens 1878 in der Schweiz vollendete, zu Gehör. Als Solistin stand
die 17-jährige, in Zürich aufgewachsene Geigerin Hani Song auf der Konzertbühne. Sie ist bereits Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und international als Solistin tätig. Zudem amtet sie auch als Konzertmeisterin des
Jugend Sinfonieorchesters Zürich.
Hani Song spielte das höchst anspruchsvolle, virtuose Konzert mit
stupender Technik und einer beeindruckenden Musikalität. Ihre Kolleginnen und Kollegen im Orchester
begleiteten sie unter der Stabführung
von Massimiliano Matesic mit gespannter Aufmerksamkeit und liessen sich von ihrem Können begeisternd anstecken. Mit beinahe frenetischem Applaus dankte das Publikum
der jungen Künstlerin für ihre grossartige Leistung.
Im zweiten Teil stand von Johannes Brahms die ebenfalls in D-Dur gehaltene 2. Sinfonie auf dem Programm. Brahms hatte diese Sinfonie
1881, zusammen mit weiteren eigenen Werken, in Zürich höchstpersönlich dirigiert. Der Komponist hatte von
1862 an zu Zürich ein besonderes
Verhältnis und wohnte gelegentlich
Foto: zvg.
auch in der Stadt. Das viersätzige
Werk, 1877 in Wien uraufgeführt,
pflegt einen durchgehend freundlichen, teils gar heiteren Ton, stellt jedoch sowohl an die Bläser wie auch
an die Streicher hohe Ansprüche.
Die jungen Musikerinnen und Musiker stellten sich dieser schwierigen
Aufgabe mit grossem Elan. Das jubelnde Stretto des Schlusssatzes mit
seinen Trompetenfanfaren riss die Zuhörerinnen und Zuhörer förmlich mit,
und diese dankten dem Orchester und
seinem Dirigenten, Massimiliano Matesic, mit einem starken und wohlverdienten Applaus für den genussreichen Abend. (e.)
6
Küsnachter
Nr. 43
23. Oktober 2014
AKTUELL
Lästern, heucheln und meucheln unterm Birnbaum
Das Atelier Theater Meilen
holt Theodor Fontanes Kriminalnovelle «Unterm Birnbaum» auf die Bühne.
Gastwirt Abel Hradscheck ist in finanziellen Nöten. Nicht nur trinkt er seinen Wein selber und verspielt beim
Glücksspiel sein Geld, er hat auch Anschaffungen gemacht, die über seine
Verhältnisse gehen. Seine Frau Ursel,
eine Zugezogene, mag es aber gerne
etwas vornehmer, weshalb die Dorfleute genüsslich über die Schwierigkeiten der beiden herumtratschen.
Eines Tages kündigt sich der Handelsreisende Szulski an, um sein Geld
einzufordern. Hradscheck wird immer
verzweifelter. Um sich zu zerstreuen,
arbeitet er im Garten und findet die
Leiche eines französischen Soldaten
unter seinem Birnbaum. Das jagt ihm
zwar einen gehörigen Schrecken ein,
doch bald kommt ihm eine raffinierte
Idee, wie er seine Schulden loswerden
kann ...
Streben nach Prestige und Geld
Theodor Fontane schuf mit dieser Novelle ein frühes Meisterwerk des Genres der Kriminalgeschichte. Aber Fontane wäre nicht Fontane, wenn es ihm
lediglich um einen Fall aus dem Kriminalarchiv ginge. Ein Mord, bei dem
Täter und Motiv von Anfang an be-
kannt sind, bildet den Ausgangspunkt
für eine genaue Schilderung eines
Dorfs, dessen Einwohner sich gegenseitig hinter vorgezogenen Vorhängen
argwöhnisch beäugen. Das Streben
nach Prestige und Geld dominiert ihr
Bewusstsein, alles andere, selbst der
Tod, berührt sie nur an der Oberfläche: «Armut ist das Schlimmste,
schlimmer als der Tod!»
Regisseur Volker Ranisch bearbeitete Fontanes Kriminalnovelle für die
Bühne. Acht Schauspielerinnen und
Schauspieler erzählen spielend und
singend gemeinsam mit einer Pianistin die Geschichte. Dabei verwenden
sie die theatralischen Mittel des epischen Theaters mit seinen typischen
Verfremdungseffekten. Bei allem Vergnügen, die Figuren in ihren Widersprüchlichkeiten zu entdecken, wird
das Publikum zum kritischen Betrachter und darf sich in bester brechtscher
Manier verwundert fragen: «Diese
Menschen da auf der Bühne, warum
machen die denn das? Könnten die
nicht auch anders?» Mit diesen Fragen findet sich der Zuschauer mitten
im prallen Leben wieder. Denn wohl
jeder hat seinen Birnbaum. (e.)
Premiere, Mittwoch, 29. Oktober 20 Uhr,
Theater Heubühne, General-Wille-Str.
169, Feldmeilen. Weitere Aufführungen
bis 29. November jeweils Mi/Fr/Sa 20 Uhr,
sonntags 17 Uhr. Vorverkauf: 044 915 25
66, Papeterie im Dorf, Herrliberg, oder
unter www.ateliertheater-meilen.ch.
Man soll sich nur wundern: Schauspieler des Atelier Theaters Meilen in Fontanes «Unterm Birnbaum».
Zwei Hochs und ein Tief bei den GCK Lions
Die GCK Lions erlebten eine
ereignisreiche Woche. Es
standen Begegnungen mit
La Chaux-de-Fonds und
Langenthal auf dem Plan.
Hanspeter Rathgeb
Am Dienstag boten die GCK Lions eine super-schwache Leistung in La
Chaux-de-Fonds und verloren sangund klanglos mit 2:6. Vor allem die
beiden
Ausländer
enttäuschten.
Dumme Strafen führten zu Gegentreffern, und wegen offensiver Harmlosigkeit konnten kaum Treffer erzielt
werden. Lars Neher (zum 1:1) und
Ramón Diem (zum 2:4) waren wenigstens noch zwei Torschützen.
Folgte nun der steile Fall zum Tabellenende?
Weit gefehlt! Es folgte, in gleich
zwei Begegnungen gegen Langenthal,
eine massive Leistungssteigerung –
die Performance einer Spitzenmannschaft, die aber noch nicht zur Normalform gefunden hat. Innert 48
GCKs Lars Neher (r.) zeichnete sich zweimal als Torschütze aus.
Stunden konnte der Gegner Langenthal gleich zweimal geschlagen werden. Fünf verschiedene Torschützen
(Neher, Büsser, Tremblay, Senteler
und Brandi) bauten bis zur zweiten
Foto: zvg.
Pause eine deutliche 5:1-Führung
auf. Am Schluss hiess es noch 5:3.
Trotz starkem Ansturm der Langenthaler im Schlussabschnitt konnte
der Sieg über die Distanz gerettet
werden. Eine reife Leistung. Die Bestätigung der guten Leistung des gesamten Teams folgte zwei Tage später auf der KEK.
Nach schwachem Beginn mit vielen Fehlzuspielen im eigenen Drittel
und einem 0:1-Rückstand als Folge
davon, nahm Trainer Matti Alatalo ein
frühes Timeout. Dies zeigte offenbar
Wirkung. Alle Spieler zeigten mehr
Konzentration. Noch im Startdrittel
konnte Junior Bachofner ausgleichen.
Ein Doppelschlag im Mittelabschnitt
durch Brandi und Tremblay innert 53
Sekunden brachte die Entscheidung.
Die knappe 3:1-Führung wurde bis
zum Schluss mit vereinten Kräften
verteidigt.
So nahe beieinander liegen im
Sport Hochs und Tiefs. Es war erfreulich, wie sich das junge Team der GCK
Lions mit Konzentration in der Defensive und Kampfgeist das Glück zu diesen zwei etwas überraschenden Siegen steigern konnte. Damit etablierten
sich die Küsnachter im breiten Mittelfeld der Tabelle und können zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Foto: zvg.
Goldküste verdichten?
Gemäss den Statistiken des Kantons
Zürich wächst die Region Pfannenstil/Goldküste in den nächsten 30
Jahren um rund 20 000 Personen.
Wie kann das Siedlungswachstum
sinnvoll gestaltet werden? Das neue
Raumplanungsgesetz schreibt vor,
dass die Gemeinden sich innerhalb
des bestehenden Siedlungsperimeters
entwickeln müssen. Was aus Sicht eines nachhaltigen Lebensentwurfs
einleuchtend klingt und von breiten
Kreisen getragen wird, stösst bei Anrainern, Nachbarn und Heimatschützern oftmals auf Unverständnis.
Im Hinblick auf die Revision des
Regionalen Richtplans lanciert die
GLP des Bezirks Meilen eine öffentliche Diskussion – mit einem Impulsreferat von Matthias Thoma, Leiter
Raumund
Standortentwicklung
Ernst Basler+Partner. Danach Diskussion mit Katrin Gügler, Architektin ETH/SIA und Delegierte ZPP, und
Thomas Wirth, GLP-Kantonsrat, Mitglied Kommission Planung & Bau. Der
Anlass ist kostenlos. (e.)
Montag, 3. November, 18.30–19.45 Uhr,
E.Basler+Partner, Zollikerstr. 65, Zollikon.
Vögel im Winter füttern oder nicht?
Cecilia Matasci
Langsam naht der Winter. Viele unserer Vögel begannen jedoch schon
Ende Sommer, sich darauf vorzubereiten: Mauersegler, Rauchschwalben und andere Zugvögel haben sich
bereits auf den langen Flug in ihre
afrikanischen Winterquartiere gemacht. Andere Arten schaffen es,
trotz Frost, Schnee und Nahrungsmangel in unseren Breitengraden
hier zu überleben. Die widrigen Lebensumstände gefährden im Allgemeinen ihre Bestände nicht.
Auch wenn es für sie also nicht
überlebenswichtig ist, hilft eine Fütterung den hier überwinternden Vögeln doch, Kälte und Nahrungsmangel zu überwinden. Von der Fütterung profitieren übrigens Meisen,
Amseln und andere gut ans städtische Umfeld angepasste Vögel am
meisten. Seltenere und bedrohte Arten werden kaum zu den Vogelhäuschen kommen – sie können wir nicht
retten, indem wir ihnen Futter zur
Verfügung stellen. Ihnen bietet nur
ein gesundes und nahrungsreiches
Umfeld noch eine Überlebenschance.
Futterstellen nützen andererseits
auch uns Menschen: Wir können die
Vögel beobachten, und vor allem
Kinder können so etwas von der
spannenden Natur erleben.
Sinnvoll füttern
Es gibt einige grundlegende Regeln
für das Füttern von Vögeln: Da die
Vögel nach den langen Nachtstunden hungrig sind, sollten sie das
Futter am Morgen vorfinden. Weiter
sollten sie vorzugsweise natürliches
Futter erhalten, ungesalzen und ohne jegliche chemischen Zusätze.
Brot oder gewürzte Essensreste sind
nicht ratsam. Aus ökologischen
Gründen sollten wir auch keine exotischen Produkte wie Kokosfett,
Palmöl oder Erdnüsse verfüttern.
Wichtig ist, Futterstellen so anzubringen, dass sie vor Nässe und Eis
geschützt sind und sich in der Nähe
von Bäumen oder Gebüschen befinden, in denen sich die Vögel notfalls
vor Gefahren in Schutz bringen können. Diese schützenden Gebüsche
sollten einen Mindestabstand von
zwei Metern zu den Vogelhäuschen
haben: So können Räuber wie Katzen die Vögel beim Fressen nicht
unbemerkt angreifen.
Vogel-Nisthilfen
und
FutterhäuschenWorkshop in Hirslanden: Sonntag, 26. Oktober, 14 bis 17 Uhr im Quartiertreff Hirslanden, Forchstrasse 248. Weitere Informationen unter www.birdlife-zuerich.ch.
Eine Blaumeise tankt Energie für kalte Winternächte.
Foto: zvg.
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
7
Baureportage Wohnüberbauung Oasis
«Oasis»: Innovative Architektur, kreativ realisiert
In Witikon entstehen an guter Lage
22 Eigentumswohnungen in drei
Gebäuden. Die Wohnüberbauung
Oasis zeichnet sich durch variantenreiche und flexible Grundrisse
mit 2½ bis 5½ Zimmern aus.
Die Neuüberbauung Oasis an der Witikonerstrasse 486 in Witikon besticht durch ihren zurückhaltenden klassischen Stil. Durch die aussergewöhnliche Form der Gebäudehülle sind
die Wohnungsgrundrisse spannend und alles
andere als 08/15. Grosszügige Innenflächen
charakterisieren die Grundrissgestaltung der
2½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen, teilt die Immovesta AG, die für die Vermarktung der Wohnungen zuständig ist, mit. Die offenen Räume
bilden die Basis für individuelle Einrichtungswünsche und ermöglichen eine gute Möblierbarkeit. Wegen der grossen Fensteröffnungen
auf allen drei beteiligten Fassadenseiten sind
die Wohnungen stets lichtdurchflutet. Sitzplätze
und gedeckte abgerundete Balkone ergänzen
im Freien das Raumangebot und laden zum
Verweilen ein.
Es kommen ausschliesslich hochwertige
Materialien zur Anwendung. Besonders erwähnenswert sind die exklusiven Bulthaup-Küchen,
das schöne Mosaik in den Nasszellen sowie die
hochwertigen, gebürsteten Landhausdielen, die
zum Standard gehören. Die 3½-Zimmer-Wohnungen sind 90 bis 107 Quadratmeter gross,
die 4½-Zimmer-Wohnungen 110 bis 122 Quadratmeter und die 5½-Zimmer-Wohnungen
124 bis 150 Quadratmeter. Zudem gibt es Lofts
im Attikageschoss. Das Treppenhaus ist in modernster Sichtbetonweise erstellt. Ein Lift ist
vorhanden, die Überbauung ist rollstuhlgängig.
Die zueinander versetzte Positionierung der
3- bis 4-geschossigen Gebäude einerseits und
die durchdachte Anordnung der Wohnungen
und Zimmer andererseits schaffen einander abgewandte Räume, wo man sich ungestört zurückziehen kann. Die Gartenwohnungen haben
private Bereiche mit Sitzplatz und Sichtschutz
zwischen den Vorgärten und allgemeinen Flächen. Dem gegenüber stehen die Fusswege,
Aufenthaltszonen und allgemein zugänglichen
Rasen- und Grünflächen zwischen den Gebäuden, die gemäss Immovesta AG das nachbarschaftliche Zusammenkommen begünstigen
und ermöglichen.
Die Neuüberbauung Oasis besticht durch ihren klassischen Stil.
Minergie zertifiziert
Fotos: zvg.
Die Überbauung wird im Minergiestandard erstellt, die Wärmegewinnung findet mittels Erdsonde statt. Jede Wohneinheit verfügt über eine
eigene Komfortlüftung. Das Qualitätslabel Minergie steht für optimalen Wohnkomfort und
garantiert einen geringen Energieverbrauch.
Des Weiteren gehört zur Neuüberbauung
ein grosszügiges Parkplatzangebot in der Tiefgarage. Aber auch die Erschliessung der Neubausiedlung mit Auto, ÖV und zu Fuss ist gut.
Die Bushaltestelle befindet sich unmittelbar vor
der Haustür.
Eine Rohbaubesichtigung ist zurzeit möglich. Der Bezug ist auf 1. April 2015 geplant.
(pm.)
www.oasis-zuerich.ch, Kontakt: Gisela Büscher, Telefon 044 279 75 55, gisela.buescher@immovesta.ch.
Die offenen Räume bilden die Basis für individuelle Einrichtungswünsche.
20 Jahre
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AG, «Kleinanzeigen», Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich. Diese Inserate
sind nur für private Anbieter. Aufträge, die bis Freitag, 10.00 Uhr,
bei uns eintreffen, erscheinen in der nächsten Ausgabe. Den Text
bitte in Blockschrift ausfüllen (pro Feld 1 Buchstabe, Satzzeichen oder
Wortzwischenraum).
❏ Freizeit/Ferien
❏ Unterricht/Kurse
❏ Fitness/Gesundheit
❏ Musik/Unterhaltung
❏ Diverses
❏ Fahrzeuge
Name/Vorname:
Strasse:
PLZ/Ort:
Telefon:
❏ Wohnungen
❏ Möbel/Antiquitäten
8
Küsnachter
Nr. 43
23. Oktober 2014
Die Seite des Handwerks- und Gewerbevereins Erlenbach erscheint 2014 an folgenden Daten:
Nr. 43, 23. Oktober – Nr. 50, 11. Dezember
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Bahnhofstrasse 24
8703 Erlenbach
Tel. 044 910 60 77
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E-Mail: widmer-elektro@bluewin.ch
Auf einen Blick
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Für Ihre Eintragungen
in unserer Rubrik
«Auf einen Blick»:
Frau H. Haltiner
berät Sie gerne.
Telefon 044 910 88 26
Küsnachter
AKTUELL
Nr. 43
23. Oktober 2014
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«Ich habe überhaupt nicht geahnt, was ich riskiere»
Aufgewachsen ist Steffi Kaul
in Dresden, doch inzwischen
hat die 48-Jährige durch
ihren aus Küsnacht stammenden Mann Peter Kaul
auch einen Bezug zur Seegemeinde. «Von zwei Welten
in ein gemeinsames Leben»,
unter diesem Motto schildern die beiden ihre Erfahrungen am 2. November im
Küsnachter Jürgehus.
Grenze ankündigte – die Berliner
Mauer fiel noch am gleichen Tag.
Dass die Grenzöffnung an diesem
Abend und ohne Zustimmung der
Volkspolizei verkündet wurde, stellte
sich später als Missverständnis heraus, änderte aber nichts am Niedergang der DDR.
«Wir haben vor dem Fernseher
gesessen, und uns liefen die Tränen
übers Gesicht», erinnert sich Steffi
Kaul an den Mauerfall. Alles sei aber
auch sehr unwirklich gewesen. Sie
seien davon ausgegangen, dass sie
ganz schnell rüberfahren müssten,
da die Grenze zum Jahresende sicher
wieder geschlossen werde.
Philippa Schmidt
Wer mit Steffi
Kaul über das Leben in der DDR
redet, sollte Zeit
mitbringen, denn
was sie zu erzählen hat, stimmt
manchmal nachdenklich, ist aber Steffi Kaul. F: zvg.
auch wahnsinnig
interessant. Zwei Stunden dauert das
Gespräch, welches die Frau des
Schweizer Honorarkonsuls in Dresden, Peter Kaul, mit der Redaktorin
führt. Aufgrund der Tatsache, dass
das Ehepaar mit seinen Kindern in
Radebeul bei Dresden wohnt, findet
dieses am Telefon statt.
Dass die Kauls Anfang November
nach Küsnacht kommen, nahm seinen
Anfang in einem Besuch der Reformierten Kirchgemeinde Küsnacht in
Dresden. Pfarrer Andrea Bianca hielt
anlässlich eines Kanzeltauschs im
Jahr 2012 eine Predigt in der berühmten Dresdner Frauenkirche. Nun
steht nicht nur eine Gegenpredigt
des Frauenkirchenpfarrers Sebastian
Feydt (siehe Box) an, sondern auch
besagtes Gespräch, welches ebenfalls
von der Reformierten Kirche Küsnacht
organisiert wird. Seinen Ursprung
nahm dieses darin, dass Küsnachter
Kirchgemeindemitglieder Steffi Kaul
2012 einige Fragen zu Dresden und
zur DDR stellten und schliesslich alle
gebannt lauschend um sie herum sassen. «Hinterher bekam ich sogar noch
zwei Dankesbriefe, in der meine Erzählungen als authentisch und aufschlussreich gelobt wurden», erinnert
sie sich.
Fauxpas bei der Grenzöffnung
Als es 1989 zuerst in Leipzig und
dann auch in anderen ostdeutschen
Städten mit den Montagsdemonstrationen losging, hatte die damals 23Jährige gerade ihr zweites Kind bekommen. Während sie zuerst die
dramatischen Ereignisse vor dem
Fernsehschirm verfolgte, plante sie
später, gemeinsam mit einer Freundin und dem Säugling an einer Demonstration teilzunehmen. Erst die
Intervention ihres ersten Mannes
hielt sie vom Protest mit dem Kinderwagen ab. «Wir waren uns damals
gar nicht bewusst, wie gefährlich das
war», gesteht sie sich heute leicht ungläubig ein. Ganz genau im Gedächtnis geblieben ist ihr der 9. November
1989, als Politbüro-Mitglied Günter
Schabowski an einer internationalen
Pressekonferenz die Öffnung der
ANZEIGEN
Ungebetene Mitleser
Dass das System, ja der ganze Staat
aufhören würde zu existieren, hätte
sie damals nie gedacht. Dass aber etwas mit der Deutschen Demokratischen Republik nicht stimmte, hat
Steffi Kaul wohl geahnt. «Wenn mir
im Studium gesagt wurde, dass der
Marxismus-Leninismus die einzig wissenschaftlich begründete Weltanschauung sei, hatte ich schon meine
Zweifel», betont sie und ergänzt, dass
sie an der Fachschule oft als kritische
Zuhörerin angeeckt und sogar aufgrund ihrer Fragen nach Hause geschickt worden sei. «Ich war nicht
wirklich systemkritisch, sondern habe
einfach gerne diskutiert», relativiert
sie, sagt aber auch: «Ich habe damals
überhaupt nicht geahnt, was ich riskiere. Heute denke ich, es hätte auch
ein schlimmes Ende mit mir nehmen
können.»
Repression und Überwachung der
DDR erlebte Steffi Kaul regelmässig im
Alltag. Etwa in der Form, dass die
Lehrer bereits im Primarschulalter die
Theks der Kinder durchsuchten.
«Wenn dann ein Mickey-Mouse-Heft
gefunden wurde, welches natürlich
verboten war – da aus dem Westen –,
wurde dieses hochgehalten, man wurde vor der Klasse befragt und schämte
sich in Grund und Boden», entsinnt
sie sich mit Grausen. Sie habe dies
aber nur als Überprüfung empfunden,
ob der Ranzen ordentlich sei. Dass sie
überwacht worden seien, sei ihr als
Kind nicht wirklich aufgefallen. «Als
uns später ein Freund, der bei der Armee war, erzählt hat, dass die Stasi
private Briefe durchliest, fand ich das
doch sehr unangenehm», räumt die
vierfache Mutter ein. Man habe dann
aber einfach noch einige Sätze für die
ungebetenen Mitleser in den Brief
reingeschrieben.
Nach der Wende wurde Steffi Kaul
allerdings vor ganz andere Probleme
gestellt. «Ich habe im Nullkommanichts gemerkt, dass mein Studienabschluss nichts mehr gilt, habe ich
doch sozialistische Ökonomie gelernt»,
resümiert sie. Bitterkeit liegt dennoch
nicht in ihrer Stimme. «Ich hatte keine
Ahnung, wie man eine Lohnsteuer berechnet oder wie das mit den Überweisungen funktioniert», schildert sie
ihre damalige Situation in einer Buchhaltung, in der plötzlich alles auf den
Kopf gestellt wurde. An den westdeutschen Berater, der zur Umstrukturierung geschickt worden war, erinnert
sie sich ungern: «Es war alles neu für
uns, und das hat er einfach nicht ver-
Die beeindruckende Dresdner Frauenkirche.
Foto: Harald Heuer
Frauenkirchenpfarrer predigt in Küsnacht
Sie ist weltberühmt, die Frauenkirche in Dresden, der sächsischen
Landeshauptstadt. Und gastfreundlich: Immer wieder stehen hier
Geistliche aus dem In- und Ausland
auf der Kanzel. Gelegentlich predigen auch die Frauenkirchenpfarrer
andernorts. Nachdem Pfarrer Andrea Bianca 2012 im symbolträchtigen Gotteshaus zu Gast war,
kommt es nun zum Kanzeltausch:
Sebastian Feydt, Pfarrer der Frauenkirche, predigt am 2. November,
dem Reformationssonntag, um 10
Uhr erstmals in der reformierten
Kirche Küsnacht. Gemäss der Botschaft der Frauenkirche, «Brücken
bauen – Versöhnung leben – Glauben stärken», sucht er den Brückenschlag
Deutschland–Schweiz
im Zuge der
baldigen
500-JahreFeier der Reformation.
Pfarrer Feydt
wird die Frage stellen, in
wessen Hand
es liegt, wie
sich ein LePfarrer
Sebastian ben gestaltet
Feydt. F.: René Gaens und entfaltet.
Musikalisch
begleitet wird er von der Toggenburger Messe.
Die Frauenkirche ist nicht nur ein
bemerkenswertes Beispiel für barocke
Sakralbaukunst, sondern fasziniert
auch durch ihre Geschichte. Im 18.
Jahrhundert baute George Bähr den
charakteristischen Kuppelbau, doch
bereits seit dem 11. Jahrhundert
gab es an derselben Stelle eine Vorgängerkirche. Am 15. Februar 1945,
zwei Tage nach einem Bombenangriff auf Dresden, stürzte die Frauenkirche ein. Die Pfeiler im ausgebrannten Gotteshaus konnten die
Kuppel nicht mehr tragen. Die Ruine
wurde so belassen und galt seit Anfang der 1960er-Jahre als Mahnmal
gegen Krieg. Nach der Wende, ab
1994, wurde die Frauenkirche
schliesslich wieder aufgebaut. Als
am 30. Oktober 2005 die Weihe der
erneuerten Kirche gefeiert wurde,
gingen die Bilder um die Welt. Auch
heute noch gilt die prächtige Kirche
als Symbol des Friedens. (phs/mai.)
standen.» Doch Steffi Kaul schlug sich
auch im wiedervereinten Deutschland
durch, indem sie schnell lernte und
das Gelernte umsetzte. «Ich hatte
Glück: Ich habe immer wieder Arbeit
gefunden, wenn die Firmen pleite gingen, bei denen ich gearbeitet habe»,
erklärt sie. Ihr Vater, ein Professor an
der Technischen Universität, sei mit
der neuen Situation weniger gut klar
gekommen. Als sich alle Universitätsangestellten neu bewerben mussten,
verzichtete der damals 63-Jährige auf
diesen Schritt und liess sich lieber
frühpensionieren.
Durch einen neuen Stellenantritt
lernte Steffi Kaul auch ihren heutigen
Mann kennen. 1992 wurde sie in der
Firma eingestellt, welche Peter Kaul
ein Jahr zuvor mit einem Partner
übernommen hatte. «Als sich dann
mehr zwischen uns entwickelt hat,
musste ich wieder eine neue Anstellung finden», berichtet sie mit ver-
schmitztem Unterton – der Stellenverlust liess sich wohl verschmerzen.
Auch für Peter Kaul änderte sich
durch die neue Liebe einiges. «Eigentlich wollte er nur etwa zwei Jahre in
Ostdeutschland bleiben, diese Pläne
haben sich dann aber auch wegen mir
geändert», gibt sie zu.
bensart herrscht, habe ich lange gar
nicht wahrgenommen», so Kaul. Es
sei extrem spannend, wie der Schweizer im Gegensatz zum Deutschen denke: Die Deutschen seien doch viel direkter. «Ich finde aber diese Schweizer Form von Umgang miteinander
schön, sie ist viel freundlicher»,
schwärmt sie und ergänzt schmunzelnd: «Ich lerne es langsam und verunsichere nun damit die Deutschen.»
Am 2. November wird Steffi Kaul
wohl kaum für Verunsicherung sorgen: Vielmehr bietet sie Küsnachterinnen und Küsnachtern die Gelegenheit,
diesen schwierigen, aber ungemein
spannend Teil der deutschen Geschichte näher kennenzulernen.
Andere Mentalität
Mittlerweile hat sich ihr Mann nicht
nur beruflich im Bundesland Sachsen
etabliert, sondern ist als Honorarkonsul auch für die ehrenamtliche Betreuung der hiesigen Auslandschweizer
zuständig. Parallel dazu hat Steffi Kaul
in den letzten mehr als 20 Jahren die
Schweiz immer besser kennengelernt.
Ein Land, das sie zuvor, auch aufgrund der Reiserestriktionen der DDR,
noch nie besucht hatte. «Ich habe bei
meinem ersten Besuch kein Wort verstanden», erzählt sie lachend. «Dass
in der Schweiz eine ganz andere Le-
«Von zwei Welten in ein gemeinsames Leben»: 2. November, 11 Uhr, Juka im Jürgehus, Küsnacht. 2. November, 10 Uhr:
Predigt des Pfarrers der Dresdner Frauenkirche, Sebastian Feydt, in der reformierten Kirche Küsnacht.
10
Küsnachter
Nr. 43
23. Oktober 2014
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Küsnachter
AKTUELL
Nr. 43
23. Oktober 2014
11
«Küsnachter» goes Notting Hill
Ein Studium an einer Topuniversität im Ausland ist
der Traum vieler Studenten
– so auch unseres Autors.
Kurz vor seinem Abflug
nach London weiss er eins
mit Sicherheit: Die Erfüllung des Traums muss man
sich hart verdienen.
Unser Mann
in London
Daniel Ammann (24) ist in Zürich
aufgewachsen und hat 2008 ein
Praktikum beim «Züriberg» absolviert. Nach seinem Bachelorstudium an der Universität Zürich
verbringt er aktuell ein Jahr in
London für seinen Wirtschaftsmaster an der London School of
Economics (LSE). Für den «Züriberg» berichtet er monatlich über
Interessantes und Auffälliges, Kurioses und Alltägliches aus dem
britischen Grossstadtleben.
Daniel Ammann
Den Entscheid fällte ich vor genau
einem Jahr: Ich würde die Schweiz
verlassen und meinen Master im
Ausland absolvieren. Nach meinem
Bachelorgrundstudium in Publizistik- und Wirtschaftswissenschaft an
der Universität Zürich hatte ich ein
Praktikum bei einem Verlagshaus
angehängt und war wieder voller
Lust, vor meinem definitiven Berufseinstieg noch einmal neues Wissen
aufzusaugen. Allein, der Folge-Masterstudiengang an der Uni Zürich
reizte mich überhaupt nicht. Und
viele andere Optionen für einen
Master hat man in der Schweiz –
trotz einheitlichem System – leider
nicht, will man nicht mehrere Semester lang Kurse nachholen.
Also ins Ausland. An eine EliteUni mit gutem Ruf, wo es vor weisen
Professoren und interessierten Mitstudenten nur so wimmelt; in eine
internationale Metropole, wo es abseits vom Studienalltag noch den sozialen und kulturellen Horizont zu
erweitern gilt. Keine Frage: So sollte
es sein! Ich ahnte ja nicht im Entferntesten, mit welchem Kosten- und
Arbeitsaufwand dieses Ziel verbunden sein würde.
Den Eingang bzw. Zugang zur London School of Economics hat unser Korrespondent Daniel Ammann gefunden.
Motivationsschreiben – und das alles
im Wissen, dass die Aufnahmequote
für den Studiengang nicht einmal 10
Prozent beträgt.
Mit dem positiven Bescheid der
Uni einige Monate später fiel mir ein
Stein vom Herzen. Und ein neuer
Schübel Arbeit kam auf mich zu: Bewerbungen für Stipendien (die Studiengebühren gehen in England leider in die Zehntausende) und Zimmer (Wohnungen sind in London leider noch knapper als in Zürich) beschäftigten mich nun für weitere
Monate. Ausserdem wurde von der
Uni auch gleich schon eine lange Bücherliste mitgeliefert, die bis zum
Studienanfang bewältigt werden
sollte.
Tausende von Möglichkeiten
Was erwartet mich?
Bei meinem Arbeitgeber bekam ich
eine befristete Anstellung für ein
Jahr und begann parallel dazu sogleich den Bewerbungsprozess für
das Auslandstudium. Das heisst: Zuerst einmal galt es, aus den Tausenden von möglichen Studiengängen
den perfekten für mich herauszufiltern. Unis von Tokio bis San Francisco buhlen um die talentiertesten
jungen Menschen und locken mit
unzähligen spannenden Spezialisierungsrichtungen und glamourösen
Karriereaussichten. An Studienbeschreibungen, Videos, Unirankings
und Übersichtsseiten mangelt es im
Internet nicht – die tatsächliche Qua-
Und nun also gehts los. Ein Zimmer
habe ich gefunden – ein ziemlich
schäbiges zwar, aber einigermassen
bezahlbar. Die Finanzierung sollte
ebenfalls klappen, dank der Unterstützung
einer
Studienstiftung.
Rückblickend ist das letzte Jahr wie
im Flug vergangen. Und mir wird
klar: So sehr ich mich auch über die
Uni, den Studiengang, die Wohnung,
die Stadt informiert habe – was das
nächste Jahr bringen wird, kann ich
mir nicht so recht vorstellen. Ich
weiss einzig, dass ich mich in das
bisher grösste Abenteuer meines Lebens stürze. Und darauf freue ich
mich.
Diese altehrwürdige Elite-Uni wird ein Jahr Ammanns Zuhause.
lität einer Universität und eines Studiengangs lässt sich aus der Ferne
aber nur sehr schwer abschätzen.
Nach Stunden, Tagen und Wochen des Informierens war ich dann
überzeugt, den idealen Masterstudiengang gefunden zu haben – an der
London School of Economics (LSE).
Der Ansatz der LSE, unternehmerische Fragen kritisch und mit breitem Spektrum an sozialwissen-
schaftlichen Theorien anzugehen,
beeindruckte mich. Der auf Entrepreneurship, Innovation und Unternehmensentwicklung spezialisierte
Master schien wie auf mich zugeschnitten.
Also nahm ich das Bewerbungsverfahren auf. Schrieb Professoren
für ein Referenzschreiben an, von
denen ich hoffte, sie würden sich
vielleicht an mich erinnern. Büffelte
Fotos: dam.
wochenlang für den GMAT, einen international standardisierten Einordnungstest für Wirtschaftsstudiengänge. Absolvierte einen weiteren
Sprachtest, da mein vor mehr als
zwei Jahren absolviertes Diplom
nicht mehr aktuell genug war. Ich
liess notariell beglaubigte Übersetzungen meiner Universitäts- und Arbeitszeugnisse anfertigen. Schrieb
nächtelang an einem mehrseitigen
Frischs Werk bleibt weiter frisch
Wie kam Literat Max Frisch
von der Idee zum Buch?
In der ETH-Bibliothek können Interessierte auf Spurensuche gehen.
Nach einer vierjährigen Schaffensphase legt Max Frisch im September
1964 seinen neuen Roman «Mein Name sei Gantenbein» der Öffentlichkeit
vor. Zusammen mit «Stiller» und
«Homo faber« zählt er zum zentralen
Prosawerk von Frisch. Anlässlich des
50-Jahr-Jubiläums zeigt das MaxFrisch-Archiv an der ETH-Bibliothek
bis 30. Januar 2015 Trouvaillen zur
Textgenese und Rezeption eines Romans, der bis heute in 35 Sprachen
übersetzt wurde.
Die Texte flogen ihm nicht zu
Leicht ist ihm das Schreiben nicht gefallen. Während der vierjährigen
Schaffensphase bekennt Max Frisch
wiederholt gegenüber Freunden und
Vertrauten, dass es mit dem Roman
nur langsam vorangehe, weil dieser
einem Sandhaufen ähnle, der kein
Turm zu werden vermag. Dennoch
lasse ihn die «irre Spielerei» nicht
los. Bereits Ende 1959 verfügt er
über eine erste handschriftliche Ideensammlung, die er mit «Der Blindgänger» betitelt. Ein Jahr später veröffentlicht er in der «Weltwoche» den
Text «Unsere Gier nach Geschichten», der zu einem programmatischen Entwurf für den neuen Roman
wird. Nicht die Biografie eines Helden steht im Zentrum des Textes,
sondern die Vielfalt an Entwürfen zu
einem Ich. Der Ich-Erzähler hat die
Möglichkeit, Geschichten wie Kleider
anzuprobieren und zu einer Spielfigur, zu Variationen von Existenzmöglichkeiten zu werden. Auch Ingeborg
Bachmann, mit der Frisch von 1958
bis 1962 zusammenlebt, liest das
Manuskript. Aufgrund ihrer Eindrücke überarbeitet Frisch das Manuskript noch mehrere Male. Seinem
Schriftstellerkollegen Martin Walser
gegenüber bekennt er die Sorge,
«dass Lila-Gantenbein gleichgesetzt
werde mit Bachmann-Frisch. Das
wäre schrecklich. Ich musste auf vieles, Erfundenes, deswegen verzichten.» Als er im März 1964 die vorerst
letzte Fassung an seinen Verleger
schickt, entscheidet er sich für den
Titel «Mein Name sei Gantenbein».
Briefe mit Walser und anderen
Mit Bangen sieht Frisch ersten Reaktionen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis entgegen. Er befürchtet, dass das Buch wegen «der lustig
getarnten Trostlosigkeit» ein Misserfolg werden könnte. Entgegen dieser
Erwartung löst der Roman nach seinem Erscheinen eine grosse Resonanz bei den Lesern aus. So steht er
von Oktober 1964 bis Februar 1965
auf Platz 1 der Bestsellerliste der Zeitung «Die Zeit». Bereits wenige Monate nach der Erstausgabe wird die
Auflage von 100 000 überschritten. In
der zeitgenössischen Literaturkritik
hingegen findet das Buch vielfach
Vor 50 Jahren: Max Frisch in Rom, 1964.
skeptische bis ablehnende Aufnahme.
Neben Frischs erster Ideensammlung zu «Gantenbein» zeigt das MaxFrisch-Archiv in seiner Ausstellung
Originalbriefe von Martin Walser, Joachim Kaiser und Kurt Hirschfeld,
bei denen Max Frisch während sei-
Foto: Pia Zanetti, Zürich/zvg.
nes Schreibprozesses kollegiale Ermunterung fand. Und neben Dokumenten zur Rezeptionsgeschichte
dürfen natürlich auch Blindenbrille
und Pfeife nicht fehlen. (pd.)
Max-Frisch-Archiv an der ETH-Bibliothek,
Rämistrasse 101, 8092 Zürich. Montag bis
Freitag 10 bis 17 Uhr. Eintritt frei.
12
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
AUTOMOBIL
Mini bringt neuen Fünftürer auf den Markt
Der Mini entwickelt sich
dank der Potenz von BMW
zur Grossfamilie. Die dritte
Generation des 2001 wiederbelebten Klassikers ist
ab dem 10. Oktober erstmals auch als Fünftürer
erhältlich.
che Zusatzausstattung in den Bereichen Komfort, Sicherheit und Unterhaltung, dass mit markant höheren
Endpreisen gerechnet werden muss.
Das gilt auch für die übrigen Karosserievarianten, die in den kommenden Monaten sukzessive dem neuen
Basismodell angepasst werden. Fehl
am Platz sind Bedenken, der grössere
Fünftürer könnte weniger Vergnügen
bereiten. Die erste Ausfahrt auf der
linken Strassenseite durch die faszinierende Landschaft entlang der
Themse vermittelt das vertraute Gokart-Gefühl. Die schmalen Strassen,
die engen Kurven und die wohlwollend grüssenden Bewohner der irgendwo stehen gebliebenen Dörfer
schaffen den passenden Rahmen –
very british! Wer den Komfort in den
Vordergrund stellt, muss sich nach
anderem umsehen. Im hart gefederten Mini geniesst Fahrspass oberste
Priorität. Die Vorteile der immer
noch knappen Aussenmasse kommen
in der Stadt zum Tragen: Der Fünftürer ist ein Schmuckstück mehr für
aktive Junge und jene, die sich noch
nicht alt fühlen.
Peter Lattmann
Wenige Wochen nach der Lancierung
der Basisversion schickt die BMW
Group schon den zweiten Spross der
neuen Mini-Generation auf den
Markt, und dabei handelt es sich um
eine echte Premiere: Erstmals überhaupt stellt die britische PremiumMarke mit deutschen Ernährern einen Fünftürer ins Kleinwagensegment. Der ebenso bestückte Crossover Countryman ist schon etwas höher angesiedelt. Damit der Fünftürer
konkurrenzfähig wird, sind der Radstand um 7, die Gesamtlänge um 16
Zentimeter verlängert und Höhe wie
Breite im Sinne der Sache minim angepasst worden.
Fahrmodus bestimmt Farbe
Gross genug für Einkäufe
Die Erhöhung der Bein- und Kopffreiheit im Fond und die Vergrösserung des Kofferraums erlauben mehr
Verwendungsmöglichkeiten. Ein Vergnügen ist es trotzdem nicht, die
Fahrt als Grossgewachsener auf einem der Hintersitze antreten zu müssen. Bei den vergleichbaren Rivalen
in dieser Klasse ist das aber auch
nicht anders. Wer sich noch daran
erinnert, wie er einst von der blonden Schönheit nach der durchzechten Nacht im voll gepferchten MiniOriginal nach Hause gefahren worden ist, fühlt sich fast schon wie im
siebten Himmel, aber aus einem an-
Länger, höher, geräumiger: «Mini goes maxi» – auch beim kleineren Modell der Mini-Baureihe.
deren Grund als damals. Für kurze
Distanzen reicht das aktuelle Platzangebot aber in jedem Fall. Dank der
im Verhältnis 60 zu 40 teilbaren und
umklappbaren Fondsitzlehne kann
das Gepäckraumvolumen von 278
auf 941 Liter erweitert werden. Das
reicht auch für grössere Wochenendeinkäufe.
So originell die Mini-Macher bei
der Formensprache sind, so schwer
tun sie sich bei der Taufe ihrer ständig wachsenden Palette. Undefinierte
Geschlechter haben traditionelle Namen wie Mini One, Cooper, John
Works Cooper, Cabriolet, Roadster
oder Coupé, andere offenbar männliche Zöglinge heissen Clubman, Paceman und Countryman. Vom Fünftürer sind sie offenbar so überzeugt,
dass er fantasielos gleich auch als
solcher angepriesen wird. Eine Überlegung wert ist er trotzdem.
Der Aufpreis gegenüber dem Basismodell hält sich mit 1100 Franken
absolut im Rahmen. Bei der Markt-
IN KÜRZE
Zusätzlich zum Benutzerhandbuch, das in elektronischer Form geliefert wird,
können Käufer eines Alfa
Romeo 4C mithilfe ihres
Smartphones künftig Infos
über ihr Fahrzeug abfragen.
Lexus hat fünf Klassensiege im
aktuellen Gebrauchtwagenreport
der deutschen Gesellschaft für
Technische Überwachung (GTÜ)
eingefahren. Über fünf Millionen
Hauptuntersuchungen
wurden
dafür ausgewertet und 240 Modelle miteinander verglichen.
Die Leser des Fachmagazins «auto motor und sport» haben den
Porsche Macan und den 911 Targa zu den besten Design-Neuheiten 2014 gekürt. Der Macan setzte sich in der Kategorie der grosse Geländewagen, der Targa bei
den Cabriolets durch.
Didier Cuche
greift wieder an
Er war immer schon schnell und
wird es wohl auch immer sein:
Didier Cuche, Ex-Skirennfahrer
und
Audi-Markenbotschafter,
wird zum ersten Mal ein Langstreckenrennen in einem Audi R8
LMS Ultra bestreiten. Cuche wird
zusammen mit der Ex-DTM-Pilotin Rahel Frey und dem aktuellen
DTM-Fahrer Nico Müller am
Start stehen – und wie immer die
perfekte Kurvenlinie suchen.
einführung in der Schweiz am 10.
Oktober stehen vier effiziente TwinPower-Turbomotoren zur Wahl. Der
Cooper wird von einem Vierzylinderbenziner mit 136 PS auf die Vorderräder angetrieben, der Cooper S mit
192 PS und die entsprechenden Dieselversionen mit 116 oder 170 PS.
Die Preisspanne reicht von 27 000 bis
33 500 Franken. Wie bei der Konzernmutter BMW umfasst die Liste
der Optionen aber so viele attraktive,
nützliche und teils sogar unentbehrli-
Handyfreundlich: Alfa Romeo
entdeckt die Interaktivität
Lexus
gebraucht top
Porsche räumt
bei Leserwahl ab
Fotos: zvg.
Die immer noch retro-progressive Anordnung der Armaturen und Bedienungshebel ist im Fünftürer übersichtlicher und kundenfreundlicher
geworden. Die Gänge werden mit einem urchigen Schaltstock geordnet.
Um den herum platziert ist ein Drehring für drei Fahrstufen, mit denen
die Kennlinien von Gaspedal und Lenkung dem persönlichen Geschmack
angepasst werden. Der gewählte
Fahrmodus beeinflusst auch die Farben der Armaturenumrandung. Das
ist zwar nicht von grosser Bedeutung,
passt aber bestens zum Charakter der
sympathischen Familie, die einfach
etwas anders sein will.
Leicht und auch sehr schnell: In weniger als 6 Sekunden spurtet der
neue Abarth 695 Biposto auf 100 Stundenkilometer.
Foto: zvg.
Radikal: Abarth 695 Biposto
Er ist ein gut aussehender
Kraftzwerg, der Abarth 500.
Der ab November erhältliche Abarth 695 Biposto
legt nochmals kräftig einen
drauf.
Der Abarth 500 überzeugt Fahrpuristen weltweit: Er ist sehr klein, sehr
leicht, stark motorisiert und dadurch
wieselflink. Nun bringt Fiats Sportabteilung den «radikalsten Abarth aller
Zeiten» auf den Markt: den Abarth
695 Biposto (ab 49 000 Franken). Der
Name ist dabei Programm: Auf die
beiden Plätze im Fond wurde verzichtet, dafür sorgt hinter den Vordersitzen ein Titanrahmen für mehr
Stabilität und Sicherheit. CarbonSitzschalen, H-Gurte und Carbonverkleidungen kennt man aus anderen
Sportversionen, doch der kleine Italiener legt auch diesbezüglich noch ei-
nen drauf: Auf Wunsch ist der Biposto mit einem bisher nur aus dem
Rennsport bekannten, unsynchronisierten
Klauengetriebe
(Dogring
Transmission) erhältlich, mit dem
sich die Gänge regelrecht hineinknallen lassen. Auch ein Data Logger für
die digitale Datenaufzeichnung ist im
kleinen Fiat erhältlich.
Auf Komfort wird aus Gewichtsgründen verzichtet: Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, elektrische Fensterheber oder ein Radio sucht man vergebens. Die Vorderfenster aus Polycarbonat sind feststehend und nur
mit einer Durchreiche ausgestattet,
die Motorhaube mit Powerdome ist
aus Alu. Dadurch wiegt der Abarth
695 Biposto lediglich 997 Kilogramm.
Entsprechend wirkt sich die Leistung
von 190 PS des 1,4-l-Benziners aus:
Der Winzling spurtet in 5,9 Sekunden
von 0 auf 100 Stundenkilometer – so
schnell ist in seinem Segment kein
anderes Auto. (zb.)
Die Smartphone-App «Alfa Romeo
InfoMobile» führt das Benutzerhandbuch mit «AR+» (Augmented Reality)
ein. Diese Technologie wurde von SEAC02, einem führenden Unternehmen für Virtual- und AugmentedReality-Software, entwickelt.
Kostenlose App
kann kostenlos heruntergeladen werden und ist derzeit in fünf Sprachen
verfügbar
(Italienisch,
Englisch,
Französisch, Deutsch und Spanisch).
Der gesamte Inhalt des «AR+»-Benutzerhandbuchs ist Cloud-basiert. Zudem lassen sich Details an jedem Ort
in Echtzeit aktualisieren, sodass jederzeit die neuesten Daten zur Verfügung stehen. Die Benutzer werden
benachrichtigt, wenn neue Handbücher, Modelle usw. verfügbar sind.
Zu den weiteren Diensten der App
«Alfa Romeo InfoMobile» gehören die
«Händlersuche», um den nächsten
Händler oder Werkstattbetrieb für
den 4C zu finden, «Erdgas- und
LPG-Tankstellen», um die nächste
Tankstelle zu finden, «Neuigkeiten
und Aktionen», um immer über die
letzten Neuigkeiten von Alfa Romeo
auf dem Laufenden zu sein, und die
«Pannenhilfe», um im Notfall Hilfe
anfordern zu können. Über den
Dienst «Kontakt» erreicht man direkt
den Kundendienst oder gelangt zum
Kontaktformular auf der Alfa-RomeoWebsite. (zb.)
Und so funktionierts: Der Benutzer
richtet die Kamera seines Smartphones auf ein Teil des Fahrzeugs
und erhält umgehend die dazugehörigen Informationen. Richtet der Fahrer sein Smartphone beispielsweise
auf den Öldeckel, so erfährt er umgehend, wann der nächste Ölwechsel
ansteht und welches Öl er dafür verwenden soll. Ein
Blick mit dem
Smartphone auf
die Reifen zeigt
den
korrekten
Luftdruck
an,
während das Fokussieren
auf
den Tempomathebel Informationen über die verschiedenen
Kommuniziert mit dem Mobiltelefon seines
Funktionsweisen
anzeigt. Die App Alfa Romeo 4C mit «Augmented Reality».
Besitzers:
Foto: zvg.
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
13
ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: litmanowitsch@gmail.com
Herzensangelegenheit: Regierungsrat Thomas Heiniger und Gattin
Susanne.
Marlene (10) freut sich gemeinsam mit Professor Felix Sennhauser (l.)
und Kispi-Ball-Mitbegründer Michel Rey über den hohen Spendenbetrag.
Kispi-Chefarzt Martin Meuli mit
Gattin Claudia, Chefärztin am
Spital Aarau.
Oliver Wolfensberger (Peach) präsidiert das Kispi-Ballkomitee seit zehn
Jahren. Seine Frau Olivia Fischer hat ein grosses Herz für Kinder mit
einer Behinderung.
Cyril und Corinne Koller. Der Auktionator führte am Ball eine Versteigerung durch.
Private Sponsoren: Juristen Katharina und Richard Wuermli, Inhaber
«Tax Expert».
VIPs öffnen Herz und
Geldbeutel für kranke Kinder
Traditionsgemäss eröffnet jeweils der
Kispi-Ball im Fünfsternehaus Baur au
Lac die Ballsaison. Heuer war es bereits die 10. Auflage, dem die hohe
VIP-Dichte immer wieder Glanz verleiht. Die Gönnerinnen und Gönner
spendeten im vergangenen Dezennium insgesamt 3,5 Millionen. Dieses
Jahr kam der Erlös ausschliesslich
kritisch kranken Kindern der Intensivstation im Kinderspital zugute.
Hauptperson des Abends war
Marlene (10), die von Moderator
Sven Epiney interviewt wurde und
mit ebenso intelligenten wie humorvollen Antworten glänzte. Das aufgeweckte Mädchen im Rollstuhl erzählte, dass es nur dank Botox, das in
seine Beine gespritzt werde, weniger
Muskelkrämpfe habe und dass dadurch die Therapie besser anschlage.
Ballbesuchende, die vielleicht das
Nervengift anderweitig applizieren
lassen, haben die leise Botschaft des
kranken Kindes sehr wohl verstanden und fast beschämt zur Kenntnis
nehmen müssen.
Der ehemalige Hotelmanager des
Baur au Lac, Michel Rey, konnte in
seiner Funktion als Gründer des Benefizanlasses einen Check in der Höhe
von 750 000 Franken an den Chef des
Kinderspitals, Professor Felix Sennhauser, übergeben. Sennhauser, mandatierter Lobbyist für die jüngsten und
schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, wünscht sich, dass die
treuen Gäste auch in den kommenden
zehn Jahren buchstäblich am Ball bleiben. Mit dem Ballticket für 750 Franken ist nämlich jeweils schon mal der
Grundstock für die Äufnung des Spendenbetrags gelegt. Erstmalig fand heuer eine Versteigerung unter der Leitung von Auktionator Cyril Koller statt.
Dadurch kamen nochmals 142 200
Franken zusammen.
Dieses Jahr sah man auffallend
viele wunderschöne Ballkleider der
Damen. Opulente Kreationen konnte
man zum Beispiel an Miss Schweiz
Laetitia Guarino oder Olivia Fischer, Partnerin von BallkomiteePräsident Oliver Wolfensberger, bewundern. Die junge Mutter ist nach
der Geburt ihrer Tochter wieder gertenschlank. Sie habe die gute Figur
dank langem Stillen schnell wieder
erlangt, verriet die ehemalige Miss
Zürich. Beim Tanzen bis in die frühen Morgenstunden konnten viele
Ballgäste auch allfällige Kalorien aus
dem formidablen Galadinner schnell
wieder los werden.
«Baur au Lac»-Besitzerpaar Andrea und Gigi Kracht
mit Dorothea Mühlemann-Egle (Mitte).
Susanne Bernasconi und Martin
Vollenwyder, Präsident Eleonorenstiftung (Kispi).
Vorstand Gönnerverein Kispex (v.l.n.r.): Ursula Gross
Leemann, Barbara Frey, Sandra Vassalli.
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Kaufgesuch: BRIEFMARKEN!
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Zürcher Puppen- und Spielzeugbörse
im Kongresshaus Zürich
Claridenstrasse, Gartensaal
Sonntag, 26. Oktober 2014, 10 bis 16 Uhr
Eintritt Fr. 8.–, Kinder bis 12 Jahre frei
Mit Tram bis Bürkliplatz, P in der Umgebung
Zum Verkauf gelangen: • Puppen und Puppenzubehör
• Eisenbahnen • Autos
• Plüschtiere • Kinderbücher • Puppenküchen • Kochherde
• Verkaufsläden • Puppenkleider • Barbie-Artikel
• Baukästen • Blechspielzeug • Schiffe • Dampfmaschinen
• Teddybären • Fachbücher usw.
Replikas und neue Künstlerpuppen sind nicht zugelassen!
Organisation: Puppenklinik J. und K. Alber,
Zelgstrasse 6, 8003 Zürich, Tel. 044 462 03 11,
www.spielzeugmesse.ch, E-Mail alberboerse@yahoo.com
14
Küsnachter
Nr. 43
23. Oktober 2014
Veranstaltungen & Freizeit
BUCHTIPP
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Einblicke in die Enge
Donnerstag, 23. Oktober
Als 1918 bis
1927 der Bahnhof Zürich-Enge
neu gebaut und
Gleise
verlegt
wurden, mussten
über
40
Häuser weichen.
Dabei kam die
sogenannte Beder-Chronik zum
Vorschein. Diese gelangte 2013
als Schenkung ans Staatsarchiv
Zürich und liegt nun transkribiert
und mit einer kenntnisreichen
Einleitung versehen gedruckt vor.
Die Beder-Chronik ist in
mehrfacher Hinsicht eine wertvolle Quelle. Einerseits liefert sie
eindrückliche Einblicke in die
Zürcher Lebensverhältnisse des
17. und 18. Jahrhunderts, andererseits stellt sie ein interessantes
Beispiel frühneuzeitlicher Schriftlichkeit und Selbstzeugnisschreibung dar. Bartli Beder, der erste
Chronist, beschränkt sich in seinen Aufzeichnungen auf die wichtigsten, für das Überleben unmittelbar entscheidenden Dinge:
Ernte, Wetter, Brot- und Weinpreise. Mit Jakob wendet sich jedoch bereits die zweite Generation vermehrt anderen Themen zu.
Er war offensichtlich über das europäische Kriegsgeschehen zumindest in groben Zügen informiert. Die Beschreibung der
Krankheiten in seiner wie in anderen Familien zeigt, dass die Familie Beder in das Gemeinwesen
der Stadt eingebunden war. Kaspar in der dritten Generation erweitert den Blick auf die Gemeinde als Gemeinschaft, indem er beginnt, über Wahlen in politische
und kirchliche Ämter Buch zu
führen. Heinrich schliesslich verstärkt diese Ausrichtung der Aufzeichnungen seines Vaters noch.
Seine Nähe zu den tonangebenden Familien in der Enge ist unübersehbar.
15.00–17.00 «Musikmamsell» am Marronifest: Verena Speck spielt Schallplatten zum Thema «Essen
und Trinken», verbunden mit unterhaltsamen
Anekdoten. Das Küchenteam brät Marroni und
serviert weitere kulinarische Köstlichkeiten für
Gäste von nah und fern. Anmeldung und Infos:
Tel. 044 913 71 11, seniorenheime@kuesnacht.ch.
Seniorenheim am See, Seestrasse 264.
19.00–20.00 Ski-Fit 2014/15: Skiturnen für alle,
organisiert vom Bürgerturnverein Küsnacht. Keine Anmeldung nötig, Einstieg jederzeit möglich.
Leitung/Infos: Nelly Voegeli-Sturzenegger, Tel.
044 912 08 33 oder voegi@ ggaweb.ch,
www.btvk.ch. Turnhalle 2 bei der Heslihalle, Untere Heslibachstrasse 33, Küsnacht.
Sarah Biäsch, Silvia Klöti-Grob (Hg.). Die
Beder-Chronik. Aufzeichnungen einer Familie aus der Zürcher Vorstadtgemeinde Enge
über vier Generationen (1620–1772).
Geheimes Wien
Nach jahrelanger
Recherche
durchleuchtet
der
mehrfach
ausgezeichnete
Aufdeckerjournalist Emil Bobi
in seinem Buch
«Die Schattenstadt: Was 7000 Agenten über
Wien aussagen» die Hintergründe
der Geheimdienste in Wien. Er
eröffnet zusätzlich tiefe Einblicke
in die österreichische und Wiener
Seele, die wie geschaffen ist für
Geheimnisse, Getuschel und Informationen, die lediglich geflüstert werden können.
Welche Rolle spielen Österreich und Wien am Parkett der
internationalen
Nachrichtendienste? Was macht die österreichische Hauptstadt zu einem globalen Umschlagplatz für Geheimnisse aller Art? Und was sind die
Hintergründe der diesjährigen
Geschehnisse in Österreich?
Emil Bobi, Die Schattenstadt. Verlag Ecowin.
Freitag, 24. Oktober
15.00–17.00 Live-Pianomusik: Mit Evelyne Kunz.
Tertianum Residenz Zollikerberg (Restaurant
Rondo), Sennhofweg 23, Zollikerberg.
15.00–20.00 Weindegustation: Zu Gast ist Francesco Bonuzzi mit seinen Weinen aus dem Veneto.
www.villacanestrari.com. Unicovino SA, Dorfstrasse 11, Küsnacht.
17.00–21.00 KunstAusleih: Sechs Künstler des Vereins KunstAusleih präsentieren eine Auswahl ihres Schaffens. Sämtliche Werke kann man mieten
und nachträglich auch erwerben. Ausstellung bis
Sonntag, 26. Oktober. Villa Meier Severini, Zollikerstrasse 86, Zollikon.
18.00–21.00 Offenes Atelier: Hommage an ein
Meilemer Pfahlbauer-Gefäss. Atelier Bettina Baumann, Burgstrasse 18, Meilen.
18.15–22.00 Pralinen selber herstellen: Etwa zwölf
Sorten Pralinen mit oder ohne Alkohol. Zweiteiliger Kurs. 2. Teil am 25. Okt., 7.45–11.30 Uhr.
Sonntag, 26. Oktober
Kursleitung: Brigitte Bleuler, Hauswirtschaftslehrerin. Anmeldung und Infos: Tel. 044 915 15 32
oder b.berner@schule-erlenbach, Schulhaus Oberer Hitzberg, Schulhausstrasse 61, Erlenbach.
20.00 Theater: Das Theater Kanton Zürich spielt
das Stück «Der Gott des Gemetzels» von Yasmina
Reza. Eintritt frei, Kollekte. Kath. Pfarreizentrum
St. Georg, Kirchstrasse 4, Küsnacht.
17.00 Klassisches Konzert: Mit dem Trio Novarte.
Eintritt frei (Kollekte), Platzzahl beschränkt, Seehof, Hornweg 28, Küsnacht.
12.00–17.00 Offenes Atelier: Hommage an ein
Meilemer Pfahlbauer-Gefäss. Atelier Bettina Baumann, Burgstrasse 18, Meilen.
Samstag, 25. Oktober
Dienstag, 28. Oktober
10.45 «Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im
Glauben»: Mit libref-Preisträger Peter Bichsel.
10.45 Uhr Disputation, 15 Uhr Podium, 16.30
Uhr Preisverleihung, 17.45 Uhr Gottesdienst.
Kontakt: Pfr. Andreas Cabalzar, Erlenbach,
pfrcab@bluewin, Tel. 044 910 45 60. Reformierte
Kirche Erlenbach.
11.00–17.00 Weindegustation: Zu Gast ist Francesco Bonuzzi mit seinen Weinen aus dem Veneto.
www.villacanestrari.com. Unicovino SA, Dorfstrasse 11, Küsnacht.
12.00–17.00 Offenes Atelier: Hommage an ein
Meilemer Pfahlbauer-Gefäss. Atelier Bettina Baumann, Burgstrasse 18, Meilen.
12.15–15.45 Pralinen selber herstellen: Etwa zwölf
Sorten Pralinen mit oder ohne Alkohol. Zweiteiliger Kurs, 2. Teil am 26. Okt., 9–12:45 Uhr. Kursleitung: Brigitte Bleuler, Hauswirtschaftslehrerin.
Anmeldung und Infos: Tel. 044 915 15 32 oder
über b.berner@schule-erlenbach, Schulhaus Oberer Hitzberg, Schulhausstrasse 61, Erlenbach.
17.00–19.00 Lesung: Anlässlich der Fotoausstellung mit Eva Iten und Romeo Vendrame und «Zürich liest» liest die mit verschiedenen Literaturpreisen ausgezeichnete Zürcher Autorin Dorothee
Elmiger aus ihrem Roman «Schlafgänger». Um
Reservation wird gebeten. kunst@kunstraumegg.ch. Kunstraum Egg, Dorfstrasse 22, Egg.
19.45 «Der Geist am Berg»: Eine kantig-romantische Bergnovelle, erzählt vom Schweizer Bestsellerautor Tim Krohn und der Klangkünstlerin Anna Trauffer Aula Buechholz, Buechholzstrasse 9,
Zollikon.
Mittwoch, 29. Oktober
12.00 Mittagstisch für Senioren: Ein feines Essen in
einer angenehmen Atmosphäre. Anmeldung bis
Montag, 27. Oktober, 11 Uhr, an Sonia Oesch,
044 914 22 24. Ref. Kirchgemeindehaus, Untere
Heslibachstrasse 2, Küsnacht.
15.00–17.00 Tag der offenen Tür: In der Computeria Herrliberg. Ob PC oder Mac, es werden alle
Fragen beantwortet. Eintritt frei, keine Anmeldung. Alters- und Pflegeheim Im Rebberg, Schulhausstrasse 44, Herrliberg.
Donnerstag, 30. Oktober
15.00–16.00 Diavortrag: «Mexiko – abseits der
Heerstrassen». Diavortrag von Adolf Frick. Tertianum Residenz Zollikerberg, Sennhofweg 23.
18.30–20.00 Vortrag: «Sport nach Knieverletzungen – Ein Knie heilt nie ganz – richtig oder
falsch?». Referat von Carmen Grosse. Privatklinik
Bethanien, Toblerstrasse 51, Zürich.
Neue Babysitterkurse in Küsnacht
In Zusammenarbeit mit der reformierten Kirche, dem Familienclub
und dem Familienzentrum führt das
SRK Zürich am 15. und 16. November jeweils von 9 bis 15 Uhr einen
Babysitterkurs im Kirchengemeindehaus durch.
Der Kurs richtet sich an Jugendliche von 13 bis 16 Jahren. Er dient
dazu, die Jugendlichen auf die Aufgaben eines Babysitters vorzubereiten.
Sie lernen die Entwicklungsphasen
vom Baby zum Kleinkind kennen,
aber auch, wie man einen Brei zubereitet, welche Temperatur die Milch
im Schoppen haben sollte und wie
man ein Kleinkind wickelt und alters-
gerechte Spiele durchführt. Zudem
erfahren sie, wie sie sich bei Krankheiten und Notfällen verhalten sollten
und wie sich Unfälle vermeiden lassen. Die Jugendlichen werden zudem
über die Rechte und Pflichten als Babysitter aufgeklärt. Am Ende des
Kurses gibt es ein Zertifikat – einen
Beleg für Eltern, dass der zukünftige
Babysitter weiss, was zu tun ist. Der
Kurs kostet 65 Franken.
Anmeldung bis spätestens 31. Oktober an: Reformierte Kirchgemeinde
Küsnacht, Katrin Heeb, Untere Heslibachstr. 2, 8700 Küsnacht. Weitere
Infos: Katrin Heeb, 044 914 20 47
oder katrin.heeb@kuesnacht.ch.
KIRCHEN
Katholisches Pfarramt
Küsnacht-Erlenbach
Küsnacht, St. Georg
Samstag, 25. Oktober
9.30 Krypta «Fiire mit de Chliine»
17.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 26. Oktober
30. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Eucharistiefeier
18.00 Santa messa nella cripta
Itschnach
Friedhofkapelle Hinderriet
Sonntag, 26. Oktober
9.00 Eucharistiefeier
Erlenbach
Kirchenzentrum St. Agnes
Samstag, 25. Oktober
18.30 Eucharistiefeier
Reformierte Kirchgemeinde
Küsnacht
Sonntag, 26. Oktober
10.00 Kirche: Drittklass-Gottesdienst zum Thema Taufe
Pfr. René Weisstanner
Anschliessend Apéro
10.15 Pflegeresidenz Bethesda
Pfrn. Katharina Zellweger und
Pfrn. Ruth Stenger
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 12’734 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.06/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Philippa Schmidt (phs.),
E-Mail: kuesnachter@lokalinfo.ch
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Willi Glogger (glo.), Willy Neubauer (wn.),
Nicole Isele (is.)
Sport: Hanspeter Rathgeb (hr.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Heidi Haltiner, Tel. 044 910 88 26,
haltineh@bluewin.ch
Produktion: AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
abo@lokalinfo.ch
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
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913 53 33, Fax 044 910 87 72
E-Mail: lokalinfo@lokalinfo.ch,
www.lokalinfo.ch
Druck: NZZ Print, Schlieren
Küsnachter
Veranstaltungen & Freizeit
Der Fotograf Ueli Strebel lässt zu den Bildern von Claudia Böniger Roos seine Assoziationen spielen.
Fotos: zvg.
Zwei Künstler – ein Kunstwerk
Die Malerin Claudia Böniger
Roos und Fotograf Ueli
Strebel zeigen in der Galerie
im Höchhuus Werke, die in
Zusammenarbeit entstanden sind. «1:1» heisst die
besondere Ausstellung.
Mit Ueli Strebel und Claudia Böniger
Roos finden zwei ganz unterschiedliche und gleichzeitig harmonierende
Künstlerpersönlichkeiten
zusammen. Beide sind eigenständige
Künstler, doch das Salz in der Suppe
ist ihr Zusammenspiel.
Ausgangspunkt sind Claudia Böniger Roos' filigrane Zeichnungen und
Malereien. Sie lässt sich von Alltäglichem inspirieren und verarbeitet ihre
Gedanken malend und zeichnend –
als würden diese dabei in die Finger
fliessen –, wie die Künstlerin es selber umschreibt. Am liebsten kreiert
sie ihre feinen poetischen Bildwelten
mit dem Rapidografen, einem hochpräzisen Tuschestift, wie ihn früher
Architekten benützten.
Nun kommt Ueli Strebel ins
Spiel: Der Fotograf lässt zu den Bildern von Claudia Böniger Roos seine
Assoziationen spielen und macht
sich mit seiner Kamera auf die Suche nach einem fotografischen Äquivalent. So findet er zum Beispiel in
Wasseroberflächen,
Schwemmgut,
Steinen, Architektur oder PET-Dosen überraschende, geistreiche und
humorvolle Analogien zu den Malereien. Es entstehen Bildpaare, die
sich – trotz zweier Urheber – als ein
Werk verstehen und sich jeweils
paarweise gerahmt präsentieren.
Die Ausstellung wird begleitet
von einem weiteren Künstler-Duo:
Der Cellist Mattia Zappa und der
Jazzklarinettist Marco Santilli umrahmen die Vernissage. Und im Anschluss an die Finissage am Sonntag, 9. November (17 Uhr), geben
die beiden Musiker aus dem Tonhallenorchester Zürich ein hochkarätiges Konzert in der reformierten Kirche Küsnacht mit einem vielfältigen
Programm von Klassik, Jazz und
Tango bis hin zu osteuropäischen
Klängen. (e.)
Vernissage, Freitag, 24. Oktober, 19 Uhr,
Galerie Höchhuus, Seestrasse 123, Küsnacht. Ausstellung bis 9. November, Öffnungszeiten: Mi und Fr 14–19 Uhr, Sa und
So 14–17 Uhr.
Kunst, die man mieten kann
Es ist schon fast Tradition:
Im Herbst zeigen Künstlerinnen und Künstler vom
Verein KunstAusleih eine
repräsentative Auswahl
ihres Schaffens in der Villa
Meier Severini in Zollikon.
Die Idee ist nicht mehr ganz neu,
aber noch immer findet sie bei
Kunstliebhabern und Firmen Anklang: Bilder und Skulpturen können
gegen eine bescheidene Miete leihweise übernommen werden. Im Gegensatz zum traditionellen Kunstmarkt – und als Gegenstück zu der
wachsenden Zahl von internetbasierten Galerien – steht beim KunstAusleih der Austausch zwischen
Künstler und Kunde im Mittelpunkt.
Dieser Austauschgedanke äussert
sich zum Beispiel darin, dass die
Künstlerinnen und Künstler an den
Ausstellungen
immer
anwesend
sind. Sie freuen sich jeweils auf rege
Gespräche mit den Besucherinnen
und Besuchern. Die Villa Meier Severini bietet den idealen Rahmen für
solche Begegnungen.
Die Kunstschaffenden wünschen
sich selbstverständlich auch Kunden, die sich auf ein Bild oder ein
Objekt zur Verschönerung der Woh-
Einladungskarte (Ausschnitt) des Vereins KunstAusleih: Werke der sechs
ausstellenden Künstlerinnen und Künstler.
Foto: zvg.
nung oder zur Umgestaltung des Arbeitsplatzes auf ein Jahr oder auch
länger einlassen möchten. Die Miete
auf Zeit ermöglicht es, einmal etwas
Ungewohntes zu versuchen – da es
ja nicht für ein ganzes Leben sein
muss.
Natürlich ist es auch möglich,
das geliehene Werk nachträglich zu
erwerben. Dabei wird dem Käufer
oder der Käuferin eine Jahresmiete
gutgeschrieben. Beliebt sind auch
Gutscheine, die beim Künstler der
Wahl eingelöst werden können.
Dieses Jahr an der Ausstellung in
der Villa Severini mit von der Partie
sind: Rita Cedraschi, Simone Gysi,
Simon Krüsi, Annemarie Graf, Inez
van Deelen Sigg und Ira van der
Merwe. (e)
Freitag, 24. Oktober, 17–21 Uhr, Samstag,
25. Oktober, 11–20 Uhr, Sonntag, 26. Oktober, 11–17 Uhr, Villa Meier-Severini,
Zollikerstr. 86, Zollikon.
Nr. 43
23. Oktober 2014
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Küsnachter
Nr. 43
23. Oktober 2014
KULTUR
10 Jahrzehnte Haushalt, Wohnen und Büro
Das Museum für Gestaltung
gibt mit «100 Jahre
Schweizer Design» einen
ersten Einblick in sein
Schaudepot am neuen
Standort, dem Toni-Areal.
Elke Baumann
Zürich West wächst und wächst und
wächst. Das Museum für Gestaltung
hat neu seine Räume auf dem Hochschulcampus Toni-Areal bezogen.
Aus der ehemaligen Milchfabrik wurde eine «Fabrik für Bildung und
Kunst». Am 26. September war es so
weit: Um 19 Uhr hat das Museum für
Gestaltung am neuen Standort sein
Schaudepot geöffnet. 500 000 Objekte aus der Plakat-, Design-, Kunstgewerbe- und Grafiksammlung sind
nun unter einem Dach vereint und in
ihrer 140-jährigen Geschichte der Öffentlichkeit erstmals zugänglich.
Als Teil der Zürcher Hochschule
der Künste (ZHdK) ist das Museum
für Gestaltung eines der erfolgreichsten Museen der Stadt und seine
Sammlung weltweit anerkannt. In
vier Monaten wurden insgesamt rund
2300 Tonnen Material verschoben!
Für die Welti Furrer AG war es der
grösste Umzug der letzten 20 Jahre,
an dem täglich etwa 60 bis 70 Mann
und 7 bis 9 Lkws im Einsatz standen!
Drei Klimazonen für die Objekte
Die Bestände des Museums sind im neuen Schaudepot unter idealen Bedingungen zugänglich.
Die gezügelten Bestände des Museums, darunter eine grosse Musikinstrumenten- und eine einzigartige Marionettensammlung, sind im neuen
Schaudepot unter idealen Bedingungen übersichtlich und gut zugänglich.
Es wurden insgesamt drei Klimazonen eingerichtet, die den unterschiedlichen konservatorischen Anforderungen der Objekte Rechnung
tragen. Herzstück der Sammlung bildet ein freistehendes, begehbares
Hochregallager – über zwei Geschosse, sechs Meter hoch. Sitzmöbel, Liegen, Lampen, Schränke und Keramik
können hier aus der Nähe studiert
werden. Für den Studenten der
ZHdK verbindet die Sammlung Praxis
und Unterricht, Lehre und Forschung, Kunst und Wissenschaft.
Dem Besucher geben tägliche, thematische Führungen Einblicke in eine Kollektion von internationaler
Bedeutung.
Foto: Betty Fleck
Eternit AG, Gussform zum Strandstuhl von Willy Guhl, 1954.
Sigg AG, Bettflasche und Trinkflasche 1925 und 1968.
Foto: U. Romito
Feller AG, Kippbalkenschalter, ca.
1948.
Fotos: FX. Jaggy & U. Romito,
Willy Guhl, Modelle zum ScobalitStuhl, 1948.
gross und klein und immer wieder
Sitzmöbel: bequem und unbequem,
gepolstert, klassisch oder stapelbar,
aus Eternit oder Aluminium, für
Haus, Garten und Stammtisch. Jeder
von uns ist ihnen im Lauf der Zeit irgendwo schon mal begegnet. Auf der
Hermès Schreibmaschine haben wir
tippen gelernt, auf der Elna Nähmaschine unsere ersten krummen Nähte gesteppt und auf Vaters Minox-Ka-
mera heimlich verwackelte Bilder geschossen. Der Gang durch die Ausstellung ist ein Vergnügen. Man erinnert sich an Dinge, die man gekannt
und gewusst hat.
Das Museum für Gestaltung an
der Ausstellungsstrasse 60 ist nun
für Renovationsarbeiten geschlossen.
Das denkmalgeschützte Gebäude von
1933 wird voraussichtlich 2017 als
Ausstellungsort wieder eröffnet.
Wechselausstellung «100 Jahre Schweizer
Design» bis 8. Februar 2015. Toni-Areal.
Öffnungszeiten: Di–So 10–17 Uhr, Mi 10–
20 Uhr, Mo geschlossen. Eintritt: Fr. 12.–/
8.– berechtigt zum Besuch der Ausstellung
sowie zur Teilnahme an Führungen durch
die Sammlungen. Führungen durch die
Sammlungen (nur mit Reservation): Di–Fr
12 Uhr, Mi 17 Uhr, So 13 Uhr. Reservationen online über Website-Formular, Mail
an
vermittlung@museum-gestaltung.ch,
telefonisch: 043 446 66 20. Weitere Informationen: www.museum-gestaltung.ch.
Bitte nicht berühren
Den Auftakt zur Eröffnung im Schaudepot macht die Ausstellung «100
Jahre Schweizer Design». Vom Lichtschalter über den Sparschäler bis
zur Freitagtasche und Wärmeflasche, vom ersten Telefon und Carlo
Gozzis Marionette zum Landi-Stuhl
und Le Corbusiers Liege: Schweizer
Designs gelten als ehrlich, zuverlässig, unspektakulär und benutzerfreundlich. Mit über 800 Objekten
aus der Designsammlung präsentiert
die Eröffnungsausstellung erstmals
eine umfassende Übersicht Schweizer Arbeiten. Alltägliche Dinge und
herausragende Gegenstände von
«Tüftlern» und namhaften Künstlern
ANZEIGEN
Paillard S.A., Schreibmaschine Hermes Baby, 1938.
entworfen, dazu Texttafeln, Kataloge, Plakate und Fotografien, zeigen
die Schweiz als Designland.
Es kommt Nostalgie auf
Themeninseln führen durch zehn
Jahrzehnte Haushalt, Wohnen und
Büro. Hier kommt Nostalgie auf:
Pfeifenkessel, Ochsner Kübel und
Knoblauchpresse aus Grossmutters
Küche, Leuchten aller Art, Tische
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Seele and Geist
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