close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Gottesdienstvorbereitung 30. März 2013 - Pfarre Windischgarsten

EinbettenHerunterladen
Osternachtsfeier 2013
Einführung vor der Osternachtsfeier
Schwestern und Brüder, was ist das Besondere in dieser Nacht, die wir feiern,
die für uns zum erlösenden Tag wird? Was ist das Faszinierende? Nicht wir
lösen die Spannung auf, nicht wir machen die Nacht zum Tag, nicht wir geben
uns das neue Leben. Da ist ein anderer am Werk. Es ist Gott selbst, der
hinabstieg zu uns und als Mensch die Spannung der Gegensätze durchlitten hat –
durch sein Leiden und sein Sterben, für uns. Es könnte einer aber fragen: Worin
besteht aber der Unterschied zwischen der christlichen Botschaft und anderen
Religionen? Dass Gott so tief in die Menschheit hinabsteigt und den niedrigsten
Platz einnimmt in Krippe und Kreuz, das finde ich in keiner anderen Religion.
Und dass er uns zu sich emporhebt, um uns teilnehmen zu lassen an seinem
göttlichen Leben, aus reiner Gnade, das ist die neue und nie gehörte Botschaft.
Wir stehen hier vor solch einem tiefen Geheimnis des Glaubens und der Liebe,
dass wir es niemals mit dem Verstand ergründen können. Wir feiern den Sieg
des Lichtes über die Dunkelheit; wir hören von Gottes heilvollem Handeln in
der Geschichte; wir erinnern uns an unsere eigene Taufe, in der wir mit Christus
begraben und auferweckt wurden zum neuen Leben, und wir feiern Eucharistie,
in der uns ein neuer Morgen anbricht.
Liebe Pfarrgemeinde, geschätzte Gäste!
Wir haben die heiligste aller Nächste begonnen mit dem Lobpreis auf das Licht,
das die kommenden Stunden erhellen soll. Ich möchte Sie sehr herzlich
begrüßen. Ich freue mich, dass Sie da sind, damit wir gemeinsam Ostern feiern
können. Jetzt wollen wir in Ruhe Platz nehmen und versuchen, ganz, d.h.
innerlich und äußerlich still zu werden. Schauen wir auf die Osterkerze. Sie ist
Symbol für den auferstandenen Christus. In einem langen Wortgottesdienst
halten wir uns geistlich wach. Gottes Wort, das unsere Welt geschaffen hat und
noch immer an ihrem Wesen formt, will in unser Herz dringen und auf diesem
Weg die ganze Welt neu gestalten. Gottes Wort, das in Christus
Menschengestalt angenommen hat, will mit uns leiden und kämpfen und auf
diesem Weg auch uns zum Sieg führen.
Zur ersten Lesung (Weltschöpfung)
Als erste Lesung hören wir den Hymnus auf die Schöpfung. Alles kommt aus
der Hand Gottes. Er hat alles gut gemacht. Der Mensch ist sein Ebenbild,
geschaffen zu seinem Lobreis. Loben wir Gott für alles Gute und Schöne dieser
Welt und dafür, dass wir sind. Danken wir ihm für die Liebe, die er uns ständig
neu schenkt. Vergessen wir aber auch nicht, dass diese gute Schöpfung Gottes in
Gefahr ist: durch uns Menschen.
Zur dritten Lesung (Exodus)
Wir vernehmen nun, wie Gott sein Volk mit Macht aus der Knechtschaft in
Ägypten befreit hat. Dabei denken wir, wie wunderbar Gott dieses Werk der
Befreiung durch Christus auch an uns fortsetzt und vollendet. Anschließend
wollen wir Gott bitten, dass er mit seiner mächtigen Hand alle Menschen zu
Kindern seines Volkes mache.
Einführung zur Tauffeier
Wir haben das Wort Gottes gehört und nun kommen wir selbst noch deutlicher
ins Spiel. Wie Israel durch das Wasser des Roten Meeres gezogen ist, so
erinnern wir uns daran, dass auch wir im Wasser der Taufe neu geboren wurden.
Wir sind schon mit dem Herrn gestorben und auferstanden, sagt Paulus. Wir
gehören schon zum Auferstandenen und bekräftigen das mitten in dieser Nacht.
Das Wasser wird damit neben dem Licht der Osterkerze zum zweiten starken
Symbol unserer Liturgie. Reinigung, Erfrischung, Lebendigkeit drückt es aus.
Wir tauchen aus dem Wasser im Taufbecken auf in ein neues, gereinigtes,
gläubiges Leben mit dem Auferstandenen. Dankbar sind wir heute für das
Glaubenslicht, das durch das Geschenk der Taufe in uns zu leuchten begonnen
hat. Und wir selber wurden wieder zu Glaubensträgern für andere, nicht durch
Belehrung allein, sondern durch unser bezeugendes Leben. Wenn wir nachher
unseren Glauben und unsere Taufgelübde erneuern, dann tun wir es im Jahr des
Glaubens, das Benedikt XVI. hat ausgerufen und Papst Franziskus fortsetzen
will. Wir denken dankbar an alle, die uns den Glauben weitergaben, und wir
bitten Gott, dass wir ihm, der uns bisher die Treue bewahrt hat, selber treu
bleiben.
Fürbitten
Christus ist auferstanden! Er ist unter uns, wir dürfen zu ihm rufen:
• Um den österlichen Frieden für die ganze Welt, für alle Menschen und
Völker und für die ganze Kirche.
• Um Glaubensfreude für alle, die in der Kirche Verantwortung tragen und
um Mut, zum Glauben der Kirche auch in Bedrängnis zu stehen.
• Um die Liebe unter den Menschen und in unseren Familien, in unserer
Kirche und den Pfarrgemeinden.
• Um den guten Geist Gottes für alle, die uns in den Gemeinden, im Land
und im Staat regieren.
• Um neue Hoffnung für alle Menschen, die trauernd und verzweifelt an
frischen Gräbern stehen.
• Um die Teilnahme an seinem österlichen Leben für alle unsere
Verstorbenen.
Herr Jesus Christus, du lebst und bist für uns da bei Gott, deinem und unserem
Vater. Dir danken wir heute, alle Tage unseres Lebens und in Ewigkeit.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
1
Dateigröße
72 KB
Tags
1/--Seiten
melden