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Arbeitsmaterialien Kita - Wohin mit meiner Wut? - Was - bei eDidact

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www.edidact.de/Suche/index.htm?category=102562&q=D10503164
www.edidact.de/Suche/index.htm?category=102562&q=S
Arbeitsmaterialien für
Erzieherinnen und Erzieher
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Kreative Ideen und Materialien für Krippe, Kindergarten, Kita und Hort
Thema: Religion & Ethik, Ausgabe: 16
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Titel: Wohin mit meiner Wut? - Was beim Bewältigen hilft (18 S.)
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Produkthinweis
Dieser Beitrag ist Teil einer Print-Ausgabe aus dem Programm „Kindergarten“
des OLZOG Verlags. Den Verweis auf die Originalquelle finden Sie in der
Fußzeile des Beitrags.
www.edidact.de/Suche/index.htm?category=102562&q=L10516
Alle Beiträge dieser Ausgabe
finden Sie hier.
Seit über 10 Jahren entwickelt der OLZOG Verlag zusammen mit erfahrenen
Pädagoginnen und Pädagogen kreative Ideen und Konzepte inkl. sofort
einsetzbarer Materialien und Vorlagen.
Die Print-Ausgaben der Ideensammlungen für den Kindergarten können Sie
auch bequem und regelmäßig per Post im Jahresabo beziehen.
Hörbeispiele
Für Beiträge aus dem Themenbereich „Sprachförderung“ bieten wir ab Ausgabe
11 die im Text mit  ausgewiesenenHörbeispiele kostenlos zum Download an.
http://www.edidact.de/Hilfe/Hoerbeispiele_Sprachfoerderung_/index.htm
Piktogramme
In den Beiträgen werden – je nach Fachbereich und Thema – unterschiedliche
Piktogramme verwendet.
Die Übersicht der verwendeten Piktogramme finden Sie hier.
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Die Arbeitsmaterialien dürfen nur persönlich für Ihre eigenen Zwecke genutzt und
nicht an Dritte weitergegeben bzw. Dritten zugänglich gemacht werden. Sie sind
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 Post: OLZOG Verlag  c/o Rhenus Medien Logistik GmbH & Co. KG
Justus-von-Liebig-Str. 1  86899 Landsberg
 Tel.: +49 (0)8191/97 000 220   Fax: +49 (0)8191/97 000 198
www.olzog.de  www.edidact.de
Arbeitsmaterialien Kita
Wohin mit meiner Wut? – Was beim Bewältigen hilft
Inhaltsverzeichnis
Wohin mit meiner Wut? –
Was beim Bewältigen hilft
Inhaltsverzeichnis
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Seite
Wissenswertes für die Erzieherin
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Warum das Thema „Wohin mit meiner Wut? – Was beim Bewältigen hilft“?
Inhaltliche Informationen
Praktische Umsetzung
Im Blickwinkel – Hinschauen und nachdenken
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Plauderstündchen – Erzähl mir was!
• Kain und Abel
• Mit Kindern philosophieren: Was ist das Gegenteil von Wut?
• Buchtipps
Liederkiste –
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Sing mit!
• Wut
• Das Wutlied
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Gebete – Mit Gott auf Du und Du!
• Bei Gott gut aufgehoben
Aktion –
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Gemeinsam etwas erleben!
• So kann die Wut verschwinden
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Religion & Ethik, Ausgabe 16, 10/2009
Kindergarten: Spielideen, Sprachförderung, Bastelideen, Konzepte, Kopiervorlagen
(c) OLZOG Verlag GmbH
Seite 1
Arbeitsmaterialien Kita
Wohin mit meiner Wut? – Was beim Bewältigen hilft
Wissenswertes für die Erzieherin
Warum das Thema „Wohin mit meiner Wut? –
Was beim Bewältigen hilft“?
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Wie lange dauert es, bis Sie wütend werden? Passiert es Ihnen recht schnell und beim kleinsten Anlass? Oder gehören Sie zu den Personen, bei denen die Geduld endlos scheint? Ob Sie
sich in den Extremen oder irgendwie dazwischen wiederfinden – eines ist sicher: Wut gehört
zum menschlichen Leben dazu.
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Wie viel Kraft in diesem Gefühl steckt, zeigen auch Begriffe aus der Umgangssprache wie
„aus der Haut fahren“, „platzen vor Wut“ u.Ä. Damit wird auch klar, dass es nicht leicht ist,
mit der Wut umzugehen. Der Blutdruck steigt an, der Puls wird schneller und der Drang ist
groß, laut loszuschreien oder etwas kaputt zu schlagen. Dass es ungesund und unnatürlich ist,
Gefühle – also auch den Zorn - zu unterdrücken, steht inzwischen außer Frage. Wenn ein Gefühl unterdrückt wird, sucht es sich an anderer Stelle ein Ventil, um dort mit noch größerer
Wucht hervorzutreten.
Auf der anderen Seite zeigen Untersuchungen, dass Wut mit zunehmendem Sich-Hineinsteigern zerstörerisch wirken kann und alles noch viel schlimmer macht – sei es im Hinblick auf
Beziehungen oder auch auf den eigenen Körper.
Den Umgang mit der eigenen Wut zu steuern, muss ein Kind erst lernen. Kinder sind ihren
Wutausbrüchen oftmals hilflos ausgeliefert. Sie werden wütend, weil ihre Seele aus dem
Gleichgewicht geraten ist. Sie fühlen sich emotional verletzt und wehren sich dagegen. Probleme im familiären Umfeld, Ängste und Überforderungen, gestörte Sinneswahrnehmung oder
einfach Übermüdung können die eigentlichen Auslöser für Brüllattacken und Wutausbrüche
sein. Wie reagiert man angemessen auf ein wütendes Kind? Das Schlimmste wäre, genauso
wütend zu reagieren und durch solche Reaktion das Hineinsteigern in den Wutausbruch noch
anzuheizen! Stattdessen gilt es, möglichst gelassen zu bleiben und zu versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.
Den Bildungsplänen entspricht das Thema in verschiedenen Bereichen:
• Kinder lernen, zu ihren Wutgefühlen in Distanz zu treten und eine Sprache für die sie überflutenden Gefühle der Wut zu finden.
• Kinder lernen die zerstörerische Kraft unkontrollierter Wut kennen – und die Notwendigkeit, der Wut auch Grenzen zu setzen.
• Kinder lernen Strategien kennen und anzuwenden, mit denen sie ihre Wut kanalisieren und in
einer nicht zerstörerisch wirkenden Weise zum Ausdruck bringen können.
• Kinder lernen in entsprechender Weise auch mit der Wut anderer umzugehen.
Inhaltliche Informationen
Ärger, Wut, Zorn – diese Begriffe umschreiben Gefühle und Reaktionen, die unvermeidlich
zum menschlichen Leben dazugehören. Wut ist dabei die am meisten gefühlsbeladene Seite.
Ärger richtet sich mehr auf Ursachen und Inhalte; Gleiches gilt (in gesteigertem Maß) für
den Zorn. Wut aber ist die Reaktion auf erlittene Kränkung, die zum Verlust der Kontrolle
über sich selbst führen kann. Damit stellt sich immer auch die Frage, warum ein Anlass von
Ärger oder auch Zorn so sehr die eigene Person betrifft, solch eine Verletzung zufügt und
Wut verursacht.
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Religion & Ethik, Ausgabe 16, 10/2009
Kindergarten: Spielideen, Sprachförderung, Bastelideen, Konzepte, Kopiervorlagen
(c) OLZOG Verlag GmbH
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Arbeitsmaterialien Kita
Wohin mit meiner Wut? – Was beim Bewältigen hilft
Wissenswertes für die Erzieherin
Die Entstehung von Wut wird mit unterschiedlichen psychologischen Theorien erklärt:
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• Sigmund Freud ging von einem angeborenen Aggressionstrieb aus, der Raum braucht, um
ausgelebt werden zu können. Die Unterdrückung dieses Aggressionstriebs kann zu seelischen und auch körperlichen Schäden führen. Auch nichtige Anlässe können Wutausbrüche
auslösen.
• Wut kann weiterhin als aggressive Reaktion auf erlittene Frustration verstanden werden.
Dadurch wird die Frustration abreagiert und verarbeitet. Das Verhältnis von Ursache und
Wirkung steht hier im Vordergrund.
• Schließlich kann Wut aus Sicht der Lerntheorie auch als erlerntes Verhalten gedeutet werden. Wutausbrüche wären damit vor allem ein durch Nachahmung antrainiertes Verhalten,
das auch wieder verlernt werden kann.
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Jede dieser Theorien hat einen begrenzten Erklärungswert. Deshalb kommt es auf die Zusammenschau all dieser Ansätze an. Das erfordert dann auch im Umgang mit Wut genaues
Beobachten und entsprechendes Reagieren: Geht es mehr um geeignete Ventile zum „Wutablassen“? Oder werden Hilfestellungen gesucht, um Wut zu verarbeiten, auslösende Frustrationen zu vermeiden oder wutarme Verhaltensweisen zu trainieren? Aus diesen Fragen ergeben
sich die jeweils hilfreichen Handlungsmuster.
Rastet ein Kind z.B. bei Reizüberflutung, Überforderung, Lärm aus, nehmen Sie das Kind aus
dieser Situation, bringen Sie es in einen ruhigen Raum. Es braucht jetzt eine entspannte
Atmosphäre, um wieder zu sich zu finden.
Sitzen die Ursachen tiefer, so beobachten Sie das Kind genau. Machen Sie eine Situationsanalyse und fragen Sie das familiäre Umfeld nach möglichen Konflikten und Sorgen ab.
Oder gibt es Anzeichen für Probleme in der Sinneswahrnehmung? Ist das Kind zappelig? Kann
es seine Kräfte nicht richtig dosieren? Dann muss auf jeden Fall an diesem Punkt angesetzt
werden.
Verständnis für die Situation des Kindes ist das Eine, Regeln und konsequentes Verhalten
sind das Andere. Denn Wutanfälle muss man nicht kommentarlos erdulden. Hier brauchen Kinder eine klare Anleitung, wie sie mit ihrer Wut richtig umgehen. Helfen Sie dem Kind, Worte
für die verwirrenden Gefühle zu finden, spiegeln Sie sein Empfinden und nehmen Sie so der
Situation die Spannung.
Wie bei allem, was sie tun, brauchen Kinder auch hier ein verlässliches Umfeld, in dem Regeln
bestehen und eingehalten werden - von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Kinder brauchen Erwachsene, die die Situation erkennen und Wege und Mittel wissen, um sie angemessen
zu entschärfen: Erwachsene, die ruhig bleiben, selbst wenn der größte Sturm tobt, die auf
Umgangsregeln bestehen und sie nicht selbst nach Belieben kippen. Auch die Zusammenarbeit
zwischen Betreuungseinrichtung und Elternhaus hilft allen Beteiligten ein gutes Stück weiter,
der Kinder-Wut zu begegnen.
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Kindergarten: Spielideen, Sprachförderung, Bastelideen, Konzepte, Kopiervorlagen
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