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Essen, was wir wollen? - Cash

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Essen, was
wir wollen?
Ernährung heute
P.b.b., Verlagspostamt 2380 Perchtoldsdorf, 02Z0311823
Juli/August 2012 Mit Rama Cremefine
„wie Sauerrahm“ zu
neuen Umsatzhöhen!
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
Die leichte Alternative zu Sauerrahm
Cremige Konsistenz mit herrlich frischer, säuerlicher Note
Mit pflanzlichen Best andteilen für vollen Genuss bei weniger Fett
Kein Flocken beim Verfeinern Ihrer Lieblingsgerichte
Massive T V- und Internet Kampagne
TV tag on mit
über 27 Mio.
Bruttokontakten!
Lieferst art: 23. Juli 2012
Kommentar
Sicher wie nie
Im Sinne des Verbraucherschutzes scheint derzeit alles mög-
was uns die Konzerne zur Verfügung
lich zu sein. Da wird seitens bestens etablierter Konsumenten-
stellen. Und zur Verfügung stellen sie
schutzverbände, wie zum Beispiel des Vereins für Konsumenten-
uns ohnehin nur das, was billig produzierbar ist, aber dennoch
information (VKI) und selbsternannten Aufpasser-Vereinen wie
jede Menge Kohle bringt. Zeitweise ging es bei einigen State-
Foodwatch, auf Produzenten und Handel hingedroschen, als
ments sogar so weit, dass man den Eindruck bekommen könnte,
wären diese Schwerverbrecher. Mögen einige Vorwürfe wie über-
die Lebensmittelindustrie will die Bevölkerung mit all ihren
triebene Werbung oder nicht ganz exakte Deklarationen auf den
ungesunden Inhaltsstoffen ganz bewusst schädigen. Da wurde
diversen Verpackungen in Einzelfällen durchaus berechtigt sein,
die Agrarmarkt Austria angeprangert, weil sie mit öffentlichen
grenzt jedoch das Gros der Beanstandungen ganz klar an Hetz-
Geldern den Fleischkonsum ankurbelt, da wurden die großen
kampagnen unter dem Deckmäntelchen diverser Machtspiele.
Handelsketten verteufelt, weil sie Industrieware anbietet. Und
Für die – nicht wirklich überraschend – sehr viele Publikumsme-
da wurden die Lebensmittelproduzenten als grundsätzliche Ver-
dien stets offene Seiten und Sendeplätze haben. Scheint es doch
ursacher allen Übels denunziert.
bei vielen Kolleginnen und Kollegen ein ungeschriebenes Gesetz
Was alle dabei so gerne vergessen, ist die Tatsache, dass wir
zu geben, unreflektiert auf die Mächtigen, und dazu zählen nun
mit unserer zur Verfügung stehenden Lebensmittelvielfalt das
einmal die großen Lebensmittelkonzerne und Handelsketten,
Paradies auf Erden haben und dass Lebensmittel dank strengster
hinzudreschen.
permanenter Kontrollen noch nie so sicher waren wie heute,
Beim jüngsten Symposium vom forum.ernährung heute wur-
meint Ihr
de zwar auch für die Lebensmittelindustrie Stellung bezogen,
doch sickerte vor allem bei den Publikumsdiskussionen klar und
deutlich durch, dass sowohl der Handel als auch die Industrie
bereits viel zu viel in unser aller Privatsphäre eingreifen. Und
Willy Zwerger
zwar dahingehend, dass wir ohnehin nur das kaufen können,
Impressum
Herausgeberin: Mag. Dagmar Lang, MBA
Chefredakteurin: Silvia Meißl
Stv. Chefredakteur: Willy Zwerger
Chef vom Dienst: Mag. Stefan Pirker
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser
Ausgabe:
Mag. Dagmar Lang, MBA
(d.lang@manstein.at)
Silvia Meißl (s.meissl@cash.at)
Mag. Stefan Pirker (s.pirker@cash.at)
DI Christian Pleschberger
(c.pleschberger@cash.at)
Mag. Michaela Schellner
(m.schellner@cash.at)
Sabine Sperk (s.sperk@cash.at)
Willy Zwerger (w.zwerger@cash.at)
Anzeigen:
Karin Hasenhütl / Anzeigenleitung
(k.hasenhuetl@cash.at)
Mag. Eva Salvarani / Anzeigenberatung
(e.salvarani@cash.at)
Sekretariat:
Brigitte Rohrer (b.rohrer@cash.at)
Cornelia Ifsits (c.ifsits@cash.at)
Sandra Koiser (s.koiser@cash.at)
Lektorat: Martina Bauer
Vertrieb: Gertrude Mayer
(g.mayer@manstein.at)
Grafisches Konzept & Layout: Christian
Huttar
Coverfoto: Fotolia.com
Elektronische Produktion: DTP-Abteilung
Manstein Verlag, Georg Vorstandlechner
Erscheinungsweise: elfmal im Jahr mit
einer Doppelnummer Juli/August
Jahresabonnement: € 35,- exkl. MwSt.
Einzelpreis: € 3,60 exkl. MwSt.
Auslandsabonnement: € 60,- exkl. MwSt.
Auflage: 27.000
Aboservice: +43/1/866 48-930
E-Mail: vertrieb@manstein.at
Homepage: www.cash.at
Medium:
Firma des Medieninhabers: Manstein
Zeitschriftenverlagsges.m.b.H., Brunner
Feldstraße 45, A-2380 Perchtoldsdorf
Internet: www.manstein.at,
Tel.: +43/1/866 48-0,
Fax: +43/1/866 48-100
E-Mail: office@manstein.at
Firmenbuchnummer: FN 62661 z
Firmenbuchgericht: Landesgericht
Wiener Neustadt
UID-Nummer: ATU14936907
Berufsverband: Österreichischer
Zeitschriften- und Fachmedienverband
Berufsbezeichnung: Zeitschriftenverlag
Zugang: entfällt
Aufsichtsbehörde: keine
Mitgliedstaat: Österreich
Unternehmensgegenstand: Gegenstand
des Unternehmens ist die Ausübung
des Verlagsgeschäftes, die
Herausgabe und Verlag von
periodischen Druckschriften, die
Herstellung von Reproduktionen, der
Handel mit Waren aller Art, die
Beteiligung am oder Pachtung von
Unternehmen gleicher oder ähnlicher
Unternehmenszwecke sowie von
Unternehmen jedweder Art, die
geeignet sind, dem Geschäftsgegenstand förderlich zu sein, ausgenommen Bankgeschäfte im Sinne des
Bankwesengesetzes.
Sitz: Perchtoldsdorf
Vertretungsbefugte Organe: Mag.
Birgit Gasser, Geschäftsführerin,
Mag. Dagmar Lang, MBA,
Geschäftsführerin
Mitglieder des Aufsichtsrats: Prof.
Hans-Jörgen Manstein, Klaus
Kottmeier, Peter Kley, Peter Ruß
Gesellschafter der Manstein
Zeitschriftenverlagsgesellschaft
m.b.H.: Deutscher Fachverlag GmbH,
Mainzer Landstraße 251, D-60326
Frankfurt am Main
Gesellschafter der Deutscher Fachverlag
GmbH: Andreas Lorch, Catrin Lorch,
Anette Lorch, Britta Lorch
Stimmrechtsverhältnisse: Das
Stimmrecht richtet sich nach der
übernommenen Stammeinlage.
Stille Beteiligungen: keine
Treuhandverhältnisse: keine
Beteiligungen an anderen Medienunternehmen: specialmedia.com GmbH
Unternehmensgegenstand: Gegenstand
des Unternehmens ist a) das Verlagswesen
(Herausgabe von periodischen
Druckschriften), b) der Anzeigenverkauf,
c) sämtliche Tätigkeiten, die zur
Erreichung der unter a) und b) genannten
Zwecke dienlich und/oder notwendig sind.
Sitz: Wien
Firma des Herstellers: Holzhausen Druck
GmbH, Holzhausenplatz 1, A-1140 Wien
Verlagsort: Perchtoldsdorf
Herstellungsort: Holzhausenplatz 1,
A-1140 Wien
Anschrift des Medieninhabers: Brunner
Feldstraße 45, A-2380 Perchtoldsdorf
Anschrift der Redaktion: Brunner
Feldstraße 45, A-2380 Perchtoldsdorf
Name des Herausgebers:
Mag. Dagmar Lang, MBA
Anschrift des Herausgebers: Brunner
Feldstraße 45, A-2380 Perchtoldsdorf
Grundlegende Richtung: ein unabhängiges österreichisches Handelsmagazin
Tel.: 00 43 / 22 35 / 44 170-0 • E-Mail: office@laimer.co.at
7-8|2012 CASH
3
Inhalt | Juli/August 2012
Handel
MPreis
Der Tiroler Nahversorger kooperiert mit
Tankstellenbetreiber Gutmann, hat außerdem Wein & Co überzeugt und prüft aktuell den Markteintritt in Bayern. 12
LEH an Verkehrsknotenpunkten
Die Aufwertung von Bahnhöfen und Flughäfen zu beachtlichen Shoppingagglomerationen spielt auch für den LEH eine
immer größere Rolle.
14
F. Wierlemann, R. Trettenbrein/Inverto
Laut den Branchenkennern bietet der Einkauf im LEH großes Potenzial für Wertsteigerungen, weshalb Inverto einen Bera-
tungsschwerpunkt genau darauf legt.16
Coverstory
proM2/CASH
Das jüngste Symposium des forum.ernährung heute ging der Frage nach, ob
Essen Privatsache oder Fremdbestimmung sei. Mit einer hochspannenden
Konklusio: Es kommt immer
auf den persönlichen Zugang zu Lebensmitteln an.
Im Nachfolgeseminar zu „Wie tickt der
Einkauf“ gehen proM2-GF Christian Reitterer und Meinl am Graben-Chef Udo Kaubek
noch mehr ins Detail.
42
28
GfK/Serviceplan Gruppe
Laut GfK und der Serviceplan Gruppe
kämpfen Hersteller und Händler in
Deutschland und Österreich mit einem
langfristigen Absatzrückgang. EU-Kosmetikverordnung
Frank Wierlemann (r.) und Rudolf Trettenbrein
von Inverto legen einen ihrer Beratungsschwerpunkte auf den Einkauf
im LEH.
Ab 11. Juli 2013 tritt die neue EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 in Kraft,
16
die vor allem für die Händler so manche
Frage aufwirft.
Hot Spot Kaufleute
Laut Michael Peter Wurmlinger gibt es
zwischen dem Beruf des Skippers und dem
des selbstständigen Lebensmitteleinzel-
händlers erstaunlich viele Parallelen.20
Unter dem Motto „Gesättigte Märkte – was
nun?“ erarbeiteten die Seminarteilnehmer
in den Workshops unterschiedlichste neue
30
Vertriebs- und Absatzkanäle.
Tchibo/Eduscho-Mitarbeiterin Karina Bibl
gibt Einblicke in die Kaffeewelt und ihren
22
proM2/CASH
Um als Key Account Manager auf verschiedenste Gesprächsverläufe optimal vorbereitet zu sein, empfiehlt sich ein Besuch
des Seminars „Wie tickt der Einkauf“.26
4
7-8|2012 CASH
34
Young Business Factory
Laut Gfk und der Serviceplan Gruppe ist der Mythos vom ewigen
Wachstum nicht länger
aufrechtzuerhalten.
Lehrlingsstammtisch Tchibo/Eduscho
abwechslungsreichen Arbeitsalltag.
30
Bei der 13. YBF gab es Lob und konstruktive Kritik von Robert Nagele, Sigrid Göttlich, Otto Buchta, Michael
Blass und Wolfgang Hötschl.
36
36
Industrie
Unternehmensgruppe Schlumberger
Die Unternehmensgruppe Schlumberger
konnte den Umsatz im abgelaufenen
Geschäftsjahr stabil auf Vorjahresniveau
halten.
Der Henkel General Günter Thumser
weiß um die Wichtigkeit der Assets
eines Headquarter-Standorts.
60
52
Günter Thumser/Henkel CEE
Der Henkel-General warnt davor, die
Assets eines Headquarter-Standorts, wie
zum Beispiel ein leistungsfreundliches
Steuersystem, zu verspielen.
52
Schlumberger hat sich die Kräuterspirituosenmarke Leibwächter einverleibt. Im
Bild: Herbert Jagersberger, Eduard
Kranebitter und Wolfgang Spiller.
Sonnentor
60
Das Bio-Vorzeigeunternehmen präsentierte vor Kurzem die Pläne für das neue BioGasthaus am Ortseingang von Sprögnitz
im Waldviertel. CASH war vor Ort.
Die Marktreports
54
62 Brot & Backwaren
68Alles für die Schule
D.E Master Blenders 1753
Der Geschäftsbereich Coffee & Tea der Sara
Lee Corporation wird künftig unter D.E
Master Blenders 1753 geführt. Neu präsentiert sich auch die Marke Senseo.
56
L’Oréal/essie
Die amerikanische Kult-Nagellackmarke
essie startet nach Erfolgen in Kosmetiksalons und Parfümerien nun auch ihren Siegeszug im heimischen DFH.
58
Franz Kronhuber, Verkaufsleiter Österreich
Sara Lee Coffee & Tea Germany GmbH, im
CASH-Interview über die Abspaltung des Kaffee- und Teegeschäfts sowie über
den Relaunch bei Senseo.
72Tiernahrung
56
Zitat JuLI/AUGUST
2012
„Jeder Einkäufer steht dermaßen unter Ertragsdruck, sodass man gar keine Zeit mehr
hat, um über Verbesserungen
nachzudenken.“
Rudolf Trettenbrein,
Inverto
Espresso
MILCH
Expressfinder
3Kommentar/Impressum
6Aktuell
12Handel
46 CASH-Hit des Monats
47Industrie-News
80 Trends
82 Zu guter Letzt
76Wäschepflege
Die ideale Milch
zum Kaffee
Handel | Aktuell
- Newsticker - Hartlauer
Nach abgeschlossener Übersiedlung präsentiert sich
das Hartlauer Geschäft in
der Sparkassegasse 6 in
Hollabrunn den KundInnen
nunmehr hell und umweltfreundlich mit LED-Beleuchtung ausgestattet auf einer
Verkaufsfläche von insgesamt
262 m2.
Rewe International
Modernstes Zentrallager Österreichs
Mit einer Investition von rund 60 Millionen Euro baut die Rewe International AG
in Ohlsdorf (OÖ) das modernste Zentrallager Österreichs. Mehr als 200 Mitarbeiter
werden auf einer Lagerfläche von rund 36.000 m2 ab Mitte des nächsten Jahres
tätig sein. Künftig werden von Ohlsdorf etwa 700 Filialen und Märkte in insgesamt
fünf Bundesländern beliefert. Etwa 130.000 Verpackungseinheiten werden hier
täglich umgeschlagen werden, das Sortiment wird etwa 9.500 Artikel umfassen.
Voraussichtlich bereits im Sommer 2013 soll der erste LKW das Zentrallager West
mit Waren verlassen.
„Für uns als Rewe Group ist der Bau eines zweiten Zentrallagers in Österreich – neben jenem in Wiener Neudorf in Niederösterreich – ein wesentlicher Schritt zur
Optimierung unserer Position in
- Kochabo.at
KochAbo.at-Kunden können ab
sofort nicht nur abwechslungsreiche Rezepte mit
frischen Zutaten online bestellen, sondern den perfekt
abgestimmten Wein gleich
dazu. Für die wöchentlich
wechselnde und stimmige Auswahl des Weins zu einem Gericht kooperiert KochAbo.at
mit Weinhändler Del Fabro.
- Lidl
Lidl feiert Erfolge in Sachen Nachhaltigkeit und verwendet für sein Fin Carré
Schokoladentafel-Sortiment
ab sofort ausschließlich
UTZ-zertifizierten Kakao aus
nachhaltigem Anbau. Im September des letzten Jahres
lag dessen Anteil aufgrund
fehlender Mengen noch bei
zehn Prozent; jetzt konnte
der Zertifizierungsgrad aller Schokoladentafeln der
Lidl-Eigenmarke noch weit
vor dem angepeilten Ziel im
Jahr 2020 auf 100 Prozent
erhöht werden.
Westösterreich“, freut sich Franz Nebel, Vorstand Rewe International AG,
anlässlich der Spatenstichfeierlichkeiten. „Doch nicht nur unsere Märkte und Filialen profitieren von dieser
Investition. Wir bekennen uns damit
auch klar zum Wirtschaftsstandort
Oberösterreich und schaffen in der
Region mehr als 200 Arbeitsplätze.“
Zielpunkt
Testfamilie gesucht
Die heimische Supermarktkette
Zielpunkt setzt verstärkt auf das
Thema Innovationen und sucht –
gemeinsam mit dem Magazin
Weekend – eine Testfamilie. „Wir
erteilen dem Einheitsgeschmack
eine Absage und lancieren ab Herbst
ein eigenes Innovations-Regal. Ab
sofort suchen wir eine Familie mit mindestens einem Kind, einem Haustier und
Oma oder Opa, die uns dabei tatkräftig unterstützt“, skizziert DDI Jan Satek,
Vorstandsvorsitzender von Zielpunkt.
Eine breit angelegte Kommunikationskampagne ist der Auftakt für die InnovationsOffensive bei Zielpunkt. Die Innovationen werden laufend über das wöchentlich
erscheinende Flugblatt, eine eigene Webseite www.amstartpunkt.at, einen Newsletter und via Facebook der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Zielpunkt Tester-Familie
wird laufend Produkte und Neuheiten testen und bewerten. „Unsere Ideal-Kandidaten sind humorvoll, haben eine Affinität zu Lebensmitteln und erzählen gerne
6
7-8|2012 CASH
wird stellvertretend für alle anderen Konsumenten die Produkte testen und beurteilen. Somit werden Produkte erstmals intensiv abseits der Werbung vorgestellt
und dem Praxis-Check unterzogen.“
Interessierte Familien können sich bis 17. August mit lustigen Familien-Fotos oder
einem selbst gedrehten Kurz-Video bewerben. „Je kreativer und witziger, desto
größer ist die Chance, die neue Zielpunkt Tester-Familie zu werden“, so Schuckert.
Nähere Infos: www.amstartpunkt.at
Fotos: Rewe International, Zielpunkt
davon“, präzisiert Zielpunkt Marketing-Chefin Bettina Schuckert. „Unsere Familie
- tchibo
Kaffeefreunde finden ab sofort in den 800 deutschen
und 150 österreichischen
Tchibo-Filialen auch alles
für Hund und Katz - vom Futter bis zum Zubehör.
SES/Prisma Unternehmensgruppe
Spar beteiligt sich an Seestadt Bregenz
Die SES Spar European Shopping Centers und der Stadtent-
Wohnungen sowie 1.400 auf Büroflächen. Die Einreichplanung
wickler Prisma gehen zur Realisierung der Seestadt Bregenz
soll bis Ende 2012 abgeschlossen sein, ein Baustart wird für
eine strategische Kooperation ein, die sich auf die Bereiche
Herbst 2013 angestrebt und die Eröffnung soll dann 2016 folgen.
Entwicklung, Shop-Vermietung und künftiges Management
Eine Kooperation mit dem benachbarten Seequartier ist ins-
des Projekts erstreckt. Die gemeinsam gegründete Entwick-
besondere in den Bereichen des Einzelhandels, der Verkehrs-
lungs- und Managementgesellschaft PRISES Quartierent-
planung und der Parkraumbewirtschaftung vorgesehen.
wicklung GmbH – jeweils zu 50 Prozent im Eigentum der
Prisma Holding AG und der SES – soll nun die weitere Umsetzung vorantreiben.
Gestärkt wird diese Kooperation durch eine Erweiterung in der
Eigentümerstruktur der Seestadt Bregenz Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH. Diese setzt sich nun folgendermaßen
zusammen: 40 % CB Investment GmbH (Prisma Unternehmensgruppe), 30 % JDL Leasinggesellschaft mbH, 20 % HypoRent Leasing- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., 10 % SES.
Zudem ist mit Ansiedlung eines Eurospar Marktes im Erdgeschoss bereits der erste Anchor-Mieter für den Handelsbereich
der Seestadt fixiert. Das Gesamtprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 95 Mio. Euro umfasst eine Nutzfläche
von rund 20.000 Quadratmetern, davon entfallen 15.000 auf
Handels-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen, 4.200 auf
Boxpark
Shoppen im Container
Konsummüdigkeit, viel Fläche und wenig Vielfalt sowie
die Konkurrenz aus dem Onlinebereich machen dem
stationären Einzelhandel zu schaffen. Neue Betriebstypen wie der Boxpark in London, die eine Verbindung
zwischen internationalen und lokalen Marken, zwi-
Jobbörse
by
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schen Einkaufserlebnis, Urbanität und Kommunikation sowie zwischen Konsum und dem guten Zweck
schaffen, sind also gefragt. Der Boxpark ist eine aus
61 neben- und übereinandergelegten Schiffscontainern
bestehende Pop-up-Shopping-Mall. Optimal integriert
sind dort neben großen Marken der Retailindustrie
und jungen Kreativen außerdem Gastronomie und
Verweilplätze. Der Boxpark steht nicht auf der grünen
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Wiese, sondern befindet sich in der Nähe der Shorein London und soll dort für zumindest fünf Jahre bestehen bleiben.
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Ihr Kontakt:
Karin Hasenhütl Leitung Marketing & Anzeigen,
+43-1-86648-411, k.hasenhuetl@cash.at
Brigitte Rohrer Back Office,
+43-1-86648-460, b.rohrer@cash.at
Illustration: Shutterstock
Fotos: Prisma, recycledarchitecture.blogspot.com
ditch High Street auf einem ehemaligen Güterbahnhof
Manstein ZeitschriftenverlagsgesmbH. • Brunner Feldstraße 45 • A-2380 Perchtoldsdorf • Tel.: +43 1 866 48-0 • Fax: +43 1 866 48-520
Handel | Aktuell
Termine
„Zukunftstrends schon heute praktisch
umgesetzt“ lautet das Motto des 4.
qualityaustria Lebensmittelforums, das
am 17. Oktober 2012 im LFI Hotel Auf
der Gugl 3 in Linz stattfindet. Lebensmittelrecht & Standards, Krise & Kommunikation sowie Innovationen &
Trends sind die großen Themenblöcke
des diesjährigen Events, für das einmal
mehr namhafte Referenten aus dem
In- und Ausland verpflichtet werden
konnten. Weitere Details und Anmeldung unter: www.qualityaustria.com/
lebensmittelforum2012
Headquarters Austria
Erstmalige Diskussion über Headquarters in Wien
Durch den weltweiten Zuwachs multinationaler Konzerne steigt die Bedeutung regionaler Unternehmenszentralen. Gleichzeitig wird die
Führung globaler Organisationen
immer komplexer und verlangt spezifisches Know-how. Von wo aus werden globale Konzerne künftig die Region Zentral- und Osteuropa bearbeiten? Wie sieht
die optimale Unternehmensstruktur aus? Wo sind die besten Standorte für Headquarters?
Diese und andere Fragen werden am 4. und 5. Oktober 2012 beim 1. Europäischen
Headquarters-Kongress in Wien diskutiert. Dabei greift das vom unabhängigen,
überparteilichen Verein Headquarters Austria organisierte Event die dynamische
Entwicklung Europas sowie multinationaler Unternehmen auf und lädt internationale Experten wie Harvard-Professor Mihir A. Desai, den Gründer des Ashridge
Am 6. November 2012 findet wieder
der jährliche ECR Austria Info-Tag in
Wien statt. Die diesjährige Konferenz
wird sich mit dem Themenschwerpunkt
„Wachstumschance in schwierigen Zeiten“ befassen. Hochkarätige Vortragende und Diskutanten, werden
Chancen, Konzepte und Best-PracticeBeispiele vorstellen, mit denen es möglich ist, Wachstum zu generieren.
Nähere Infos: www.ecr-austria.at
Strategic Management Centers, Michael Goold, und den Chairman der Wolong
Holding Group, Jiancheng Chen, nach Wien. Der Headquarters-Kongress unterscheidet sich nicht nur durch seinen thematischen Fokus von anderen Tagungen.
Anspruch der Organisatoren ist es, einen aktiven und vielseitigen Austausch von
Erfahrung und Wissen zu ermöglichen. Daher wird das Publikum laufend über ein
elektronisches Voting-System in die Debatten und Vorträge mit einbezogen. Die
Meinungen des Auditoriums werden unmittelbar präsentiert und an die Vortragenden zurückgespielt.
Der Kongress findet im Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel (Ungargasse 60, 1030 Wien) statt. Ein Gala-Dinner im Wiener Rathaus rundet das Programm
ab. Die Registrierung für den 1. Europäischen Headquarters-Kongress ist bereits
angelaufen und erfolgt über die Website. Nähere Informationen und Details zum
Vertreter von Erzeugerorganisationen
(EOs) und andere Experten aus dem
europäischen Obst- und Gemüsesektor treffen sich am 20. und 21.11.2012
in Brüssel zum 7. Mal zum ICOP 2012.
Organisiert wird die Veranstaltung
vom Beratungsunternehmen gfa Consulting zusammen mit seinen diesjährigen Partnern amcAustria, DPA,
VBT, Cogeca und AREFLH.
Das Bedürfnis nach Networking und
Austausch wird auch in der O&G-Branche immer stärker. Der ICOP will eine
Plattform dafür sein und setzt sich mit
aktuellen Themen und Problemen in
diesem Zusammenhang auseinander.
Kontakt: gfa-consulting gmbh, FranzBruckner-Gasse 15, A-8160 Weiz
Tel +43 / (0) 3172 / 93 080
E-Mail: office@gfa.co.at
http://www.gfa.co.at/ICOP
Programm auf www.headquarters-congress.com.
SIAL Paris
Lebensmittel total
Sie ist die größte Lebensmittelmesse Europas in diesem
Jahr – die SIAL Paris. Wenn sie vom 21. bis 25. Oktober 2012
wieder im Messezentrum Paris Nord Villepinte über die Bühne geht, dann werden
fast 6.000 Aussteller und rund 140.000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet. Neu
gestaltet wird bei der heurigen Messeauflage die Halleneinteilung. So werden beispielsweise die beiden wichtigen Angebotsbereiche Milchprodukte und Getränke in
die Halle 7 verlegt und sind damit nun direkt vom Vorplatz aus zugänglich.
CASH-Gewinnspiel
Gewonnen haben ...
Spar-Kauffrau Maria Parth aus 6330 Kufstein und Loidl-Marketingleiterin Mag.
Elisabeth Mittelbach-Krenn aus 8083 St. Stefan im Rosental sind die beiden Gewinnerinnen beim CASH-Gewinnspiel in der Ausgabe 6/2012. Sie wussten, dass
die Ottakringer Brauerei die Suche nach dem kältesten Bier im Kühlschrank jetzt
WEITERE TERMINE FINDEN SIE AUF
WWW.CASH.AT
8
7-8|2012 CASH
mit der Bierrutsche vereinfachen will und dürfen sich somit über einen Aufenthalt
im Seehotel Am Kaiserstrand in Lochau (Vorarlberg) freuen.
Rewe International
Tragetaschen aus Altkunststoff
Unter dem Motto „Gemeinsam Verantwortung tragen“ forciert
die Rewe International AG ihre Offensive zur Reduktion von
Plastikabfall: Ab August wird sukzessive das gesamte Sortiment für Plastiksackerl in allen Billa-, Merkur- und PennyFilialen umweltfreundlich umgestellt, wobei die neuen Sackerln auch den Adeg-Kaufleuten offeriert werden. Denn
künftig wird nur noch auf Recyceltes zurückgegriffen: Die
neuen Plastik-Tragetaschen bestehen dann zu mindestens
80 Prozent aus Altkunststoff.
„Als Unternehmen mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit
werden wir den Rohstoffeinsatz künftig noch umweltbewusster gestalten und wollen damit zudem CO2-Emissionen einsparen. Darum setzen wir auch beim Thema Tragetaschen
Fotos: Billa, Fotolia.com
auf das Prinzip ,vermeiden, reduzieren und verwerten‘“, so
Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender Rewe International AG.
aus gesammeltem Plastikmüll, wie etwa Paletten-Umpa-
Insgesamt zirka 700 Tonnen Kunststoff werden mit der Um-
ckungsmaterial hergestellt. Mettler-Papier, der europäische
stellung pro Jahr eingespart. Die CO2-Emissionen diesbezüg-
Marktführer für Serviceverpackungen aus Papier und Kunst-
lich sollen so um jährlich etwa 50 Prozent reduziert werden.
stoff, produziert die neuen Tragetaschen. Bis zum Herbst soll
Zu einem großen Teil werden die nachhaltigeren Tragetaschen
die Umstellung weitestgehend vollzogen sein.
Deutscher Fachverlag
VKI vs. Kika
Die Top 50 Handelsunternehmen
Vorsicht bei (Rabatt-)Aktionen
Wie die Lebensmittelzeitung
„Ein Unterneh-
vermeldet, hat 2011 die deut-
men muss in sei-
sche Lebensmittelbranche
ner Werbung auf
wieder erfolgreich mit einem
Einschränkungen
Umsatzplus – um 1,4 Prozent
seiner (Rabatt-)
auf 227,9 Milliarden Euro –
Aktion
geschlossen. Allein die Top
auffällig hinwei-
50 Handelsunternehmen ge-
sen wie auf die
nerieren 99 Prozent des Ge-
We r b e a k t i o n
samtumsatzes.
selbst“, heißt es in einem jüngst vom Oberlandesgericht Wien
Nachzulesen sind die aktu-
ergangenen Urteil. Zum Hintergrund: Die Firma Kika hatte
ellen Daten und Fakten zu
Weihnachten 2010 eine „Weihnachtsrabatt-Aktion“ angekün-
den Top 50 Handelsunter-
digt und im Kleindruck ausgerechnet Weihnachtsbeleuchtung
nehmen in der neuen Broschüre „Die marktbedeutenden
davon ausgenommen. Der VKI ging gegen diese Werbung mit
Handelsunternehmen 2012“. Umsatzentwicklung, Gruppen-
einer Verbandsklage nach dem Gesetz gegen unlauteren
struktur, Vertriebslinie und Anzahl der Outlets – dargestellt
Wettbewerb vor. In erster Instanz wurde die Klage abgewiesen.
auf 46 Seiten. Basierend auf den Daten von TradeDimensions
Im Berufungsverfahren wurde das Ergebnis nun umgedreht.
legt die Lebensmittel Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fach-
Die Ausnahme der Weihnachtsbeleuchtung aus der Rabatt-
verlag GmbH, Frankfurt am Main) das Standardwerk jedes
aktion war als eine von mehreren Ausnahmen zwar genannt,
Jahr neu auf. Preis der Broschüre: 49 Euro inkl. MwSt. zzgl.
aber sie war in keiner Weise (etwa durch Positionieren direkt
Versand
an den Anfang des Textes oder durch Fettdruck) hervorgeho-
Das aktuelle Poster „Die Top 50 des deutschen Lebensmittel-
ben. Damit verschwand gerade diese wesentliche Zusatzin-
handels 2012“ präsentiert die wichtigsten Daten aus der
formation im Kleingedruckten und war von Kaufinteressen-
Broschüre im übersichtlichen DIN A1 Format. Die Rückseite
ten leicht zu übersehen. Eine solche Werbung ist irreführend,
ist auf Englisch. Preis des Posters: 29 Euro inkl. MwSt. zzgl.
so das OLG Wien, und verurteilte Kika zu deren Unterlassung.
Versand
Die ordentliche Revision wurde nicht zugelassen.
ebenso
7-8|2012 CASH
9
Handel | Aktuell
Jobnotizen
bauMax: DDr. Regina Pre-
reichischen Landesregie-
Österreich-Geschäfts und somit für den
hofer, Vizerektorin der Wirt-
rung in St. Pölten das große
Einzelhandels- als auch den Gastronomie-
schaftsuniversität Wien,
Verdienstkreuz des Landes
Bereich verantwortlich. Zu ihrem umfas-
wurde in der Hauptver-
Niederösterreich an Mag.
senden Aufgabengebiet zählt die Adaption
sammlung am 28. Juni 2012
Erwin Kotányi verliehen.
von Kommunikationskampagnen für den
als Aufsichtsratmitglied der
Kotányi dazu: „Ich freue mich über diese
österreichischen Markt sowie die Position
bauMax AG ernannt. Sie
Auszeichnung, mit der ich nicht gerechnet
von McCain als Innovationsführer zu for-
folgt damit Univ-Prof. Dr.
habe, da man sich dafür auch nicht bewer-
cieren. Matousek, die zuletzt bei Tchibo
Michael Tanzer nach, der 18
ben kann. Als oberste Vertretung des Un-
Coffee Service für Vertrieb und Marketing
Jahre dem Aufsichtsrat an-
ternehmens habe ich die Auszeichnung
zuständig war, verfolgt bei McCain neue
gehörte. Und: Mit Juli 2012
entgegengenommen, die allerdings meinen
Wege entsprechend dem Motto „Create The
wurde der Vorstand der
500 Mitarbeitern gilt, die den Erfolg des Un-
New McCain“ und hat das Ziel, die bereits
bauMax AG durch zwei
ternehmens erst möglich machen. Es freut
vorhandenen Erfolge bei Kartoffelspeziali-
neue Mitglieder erweitert.
mich außerdem, dass unsere Leistung von
täten und im umfangreichen Finger-Food-
Neben KR Martin Essl als
außen und von der Politik wahrgenommen
Sortiment weiter auszubauen.
Vorstandsvorsitzenden, Hans-Jörg Greimel
wird, was ein Ansporn für uns ist, diesen
als Vorstand für Beschaffung und Logistik
Weg weiter zu gehen.“
meinKauf.at: Kurz nach
und Mag. Werner Neuwirth-Riedl als Vor-
dem Einstieg von Michael
stand für den kaufmännischen Bereich,
L’Oreal Österreich: Astrid
Brehm als Investor im Mai
ergänzen mit Michael Hürter und Elmar
Mair am Tinkhof (Foto) leitet
2012 und dem von Medien-
Weinert zwei neue Mitglieder die Bereiche
seit 1. Juli 2012 die Marke-
Profi Clemens Riedl als Ad-
Vertrieb/Marketing bzw. Immobilien/ Finan-
tingabteilung der Consumer
zen.
Products
Division
visor holt der Spezialist für
von
Online-Prospekte in Österreich, meinKauf.
L’Oréal Österreich und ist
at, Martin Prantl an Bord. Martin Prantl war
Beiersdorf CEE: Birgit Lin-
damit für die Strategie der Marken L’Oréal
elf Jahre als Retailer Services Director bei
hart-Kaser, seit über 14 Jah-
Paris, Maybelline-Jade, Garnier und Essie in
Nielsen Österreich tätig, wo er ab Jänner
ren im Beiersdorf Konzern
Österreich zuständig. Mair am Tinkhof folgt
2005 auch den Posten des Managing Direc-
tätig und seit vier Jahren
in ihrer neuen Position Alma Kopic nach, die
tor bekleidete.
Beiersdorf Marketing Ma-
zu L’Oréal Deutschland zurückkehrt, um dort
nager Österreich, über-
eine neue Aufgabe im Mass Market-Vertrieb
NÖM AG: Nach mehr als
nimmt ab sofort auch die Leitung der Ab-
zu übernehmen. Mair am Tinkhof berichtet
zwölf Jahren bei der NÖM AG
teilung Shopper & Customer Marketing für
direkt an den Country Manager der öster-
verlässt Maria Kitzler das
die Beiersdorf Central Eastern Europe Group.
reichischen Niederlassung Markus Faschang,
Unternehmen und freut sich
Die 39-Jährige startete ihre Karriere bei der
der zusäzlich zur Geschäftsführung auch die
Rewe Tochter Bipa, bevor sie zu Beiersdorf
Consumer Products Division leitet.
nun auf neue berufliche Herausforderungen. In dieser Zeit hatte sie die
Leitung der Exportabteilung, des Bestellbüros
wechselte.
Maximarkt: Gerald Bamber-
und der Rezeption/Konsumentenhotline
Hervis/STMI: Siegwald
ger (42) zeichnet ab sofort
inne. Weiters war sie Vorstandsassistentin,
Haas (45) ist ab sofort De-
für die Marketingleitung
sowie Pressesprecherin, inklusive Betreuung
puty General Manager des
von Maximarkt mit seinen
der Handelsmedien und Medienkooperatio-
von Hervis Sports und Go
sieben Standorten in Ober-
nen. Maria Kitzler wird per Ende September
Sport im Mai gegründeten
österreich und Salzburg verantwortlich. Der
Joint Ventures STMI. In dieser Position ist
gebürtige Linzer ist bereits seit 2010 im
Haas seitens Hervis für die Entwicklung
Unternehmen tätig und blickt auf eine lang-
Pago Österreich: Mag. (FH) Elisabeth Hölbling
und den Ausbau internationaler Marken
jährige Erfahrung im Bereich Werbung und
(31) ist seit Anfang Juli 2012 die neue Mar-
bei den Sporthändlern verantwortlich.
Marketing zurück.
Ebenso ist Haas für den Ausbau von Ex-
2012 aus der NÖM AG ausscheiden.
ketingleiterin von Pago Österreich. Damit übernimmt
klusivproduktion und Businessmodellen
McCain: Mit 1. Juni 2012
sie die Agenden, die zwi-
mit den Industriepartnern zuständig sowie
übernahm Alexandra Ma-
schenzeitlich Pago Öster-
auch für die Verhandlung von besseren
tousek (39) die Verkaufs-
reich Geschäftsführer Fons
Einkaufspreisen durch Mengenbündelung.
und Marketingleitung bei
Thijssen innehatte. Die Ab-
McCain Österreich. In dieser
solventin der Fachhochschule für Marketing
Kotanyi: Am 26. Juni wurde im feierlichen
Funktion ist die gebürtige
& Sales ist bereits seit 2010 bei Pago. Nach
Rahmen des Landhauses der Niederöster-
Wienerin für die gesamte Abwicklung des
2-jähriger Tätigkeit im internationalen
10
7-8|2012 CASH
Produktmanagement hat sie nun innerhalb
walter Arndt Geiwitz an. Andreas Kozik,
Vitakraft: Mag. Klaus Eich-
der Vertriebsgesellschaft für Österreich die
Geschäftsführer Vertrieb von Schlecker
horn heißt der neue Ge-
Marketingposition übernommen.
Österreich, und Prokurist und Einkaufslei-
schäftsführer von Vitakraft.
ter Helmut Kampenhuber bleiben bis auf
Der studierte Wirtschafts-
PRVA: Der Wis-
Weiteres in ihren Funktionen im Unter-
senschaftliche
nehmen bestätigt.
Senat des Public
informatiker begann 1998
bei AC Nielsen, war von 2005 bis 2006 Sales
& Marketing Manager bei McCain, von 2006
Relations Ver-
Spitz: Mag. Wolfgang Dobretzberger (Foto)
bis 2011 in derselben Funktion bei Bolton
bandes Austria
wurde zum Geschäftsführer der S. Spitz
Austria und zuletzt bei der Uniq Sport
(PRVA) hat mit
GmbH bestellt. Er folgt damit Mag. Horst
GmbH zuständig für Marketing, Finanzen
Dr. Wolfgang Hötschl (li.), Generaldirektor
Populorum nach, der nun-
von Kelly, einen neuen Vorsitzenden. Höt-
mehr die Geschäftsführer-
schl folgt damit dem ehemaligen Verbund-
Agenden der Vitalis Hol-
Vivatis: Der ehemalige Aldi- und Hofer-
Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider (re.)
ding, der Muttergesellschaft
Manager Armin Burger (Foto), der Anfang
nach, der diese Aufgabe nach neunjähriger
von Spitz, übernimmt.
Februar 2011 zum Aufsichtsratsvorsitzen-
Amtstätigkeit zurückgelegt hat.
Wolfgang Dobretzberger
den der Vivatis Holding AG bestellt wurde,
und Einkauf.
zeichnet in seiner neuen Position für die
legte nach nur 16 Monaten sein Mandat
Schlecker Österreich: Johannes Zuber wur-
Agenden Controlling, Finanzen und IT ver-
zurück. Mit Reinhard Schwendtbauer ist
de mit 26. Juni 2012 zum Interimsgeschäfts-
antwortlich. Bei Spitz war Wolfgang Dob-
bereits ein neuer Aufsichts-
führer von Schlecker Österreich bestellt,
retzberger zuvor sechs Jahre lang Leiter für
ratschef im Amt, der erst im
nachdem Anton Schlecker, der diese Posi-
Controlling und IT und übernahm 2010
April in den Vorstand der
tion bis dahin innehatte, seine Funktion
gemeinsam mit Rainer Widmar auch die
RLB Oberösterreich einge-
aus bekannten Gründen zurückgelegt hat.
Geschäftsführung der Gasteiner Mineral-
zogen ist und den Bereich
Zuber gehört dem Team von Insolvenzver-
wasser GmbH.
Beteiligungen verantwortet.
Handel
MPreis
So mancher bayerische Bürgermeister hätte gerne einen im
Ort, Tankstellenbetreiber Gutmann kooperiert bereits seit über einem Jahr mit ihm und Fachhändler Wein &
Co ist jetzt sogar bei ihm eingezogen: Die Rede
ist vom Tiroler Nahversorger MPreis.Autor: Christian Pleschberger
Wenn zwei sich mögen
o mancher bayerische Bürgermeister
dern Tirol, Vorarlberg und Salzburg 31
Wein & Co-Filialleiterin Melanie
ist in der Zentrale in Völs dem Ver-
Tankstellen gleichen Namens. Darüber
Mayr erwartet neben der Stammkund-
nehmen nach bereits vorstellig geworden.
hinaus befinden sich im Besitz von Gut-
schaft auch viele neue Kunden. „Wenn
Laut Unternehmenssprecherin Ingrid
mann auch noch 40 Disk-Tankstellen.
man zum täglichen Einkauf gleich aus
rund 2.000 Weinen den passenden Trop-
Heinz prüft MPreis derzeit auch den
Markteintritt in Bayern, und bis Ende des
Jahres könnte es eine Entscheidung geben.
12
Zum täglichen Einkauf
stets den passenden Wein
fen auswählen oder schnell einmal ein
perfektes Geschenk mitnehmen kann,
Längst entschieden ist dagegen die
Dass MPreis im wahrsten Sinn des
dann ist das Einkaufserlebnis und nicht
Zusammenarbeit mit der Firma Gut-
Wortes ein Kundenmagnet ist, hat jetzt
-stress“, liegt der Kundennutzen aus
mann. Insgesamt sechs Tankstellen-
auch Fachhändler Wein & Co erkannt
Sicht der quirligen Tirolerin jedenfalls
standorte (Götzens, Hall, Imst, Innsbruck
und ist kurzerhand gleich bei ihm ein-
klar auf der Hand.
Grabenweg, Ramsau im Zillertal und
gezogen, und zwar am Standort Kuf-
Ingrid Heinz, Unternehmensspre-
Vomp) des Mineralölhändlers und Tank-
stein/Erdach. Anders als beim Wein &
cherin von MPreis, geht ebenfalls von
stellenbetreibers verfügen mittlerweile
Co-Markt in der Merkurcity in Wiener
einer Win-win-Situation aus: „Die Wein-
über einen MPreis-Shop. Das Besondere
Neustadt handelt es sich dabei aber um
fachhandlung ist eine Bereicherung
daran: Die Preise dort unterscheiden
keine Shop-in-Shop-Lösung. Vielmehr
beim täglichen Lebensmitteleinkauf, die
sich nicht von den übrigen Supermarkt-
tritt Wein & Co bei MPreis in Kufstein
unsere Kunden begeistern wird, und die
preisen – gültige MPreis-Aktionen aus-
eigenständig als Mieter auf einer Ver-
sinnliche Erlebniswelt, die MPreis den
genommen. Und die Zusammenarbeit
kaufsfläche von rund 150 Quadratme-
Tirolern verspricht, erfährt durch den
ist noch ausbaufähig, denn insgesamt
tern in Erscheinung. Die Eröffnung fand
neuen Mieter die perfekte Ergänzung“,
unterhält Gutmann in den Bundeslän-
am 30. Juni statt.
ist sie überzeugt.
7-8|2012 CASH
•
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Maßnahmen
Handel
LEH an Verkehrsknotenpunkten
Der neue Spar Gourmet
am Flughafen Wien
Shopping zwischen
Gleis und Gate
Was international bereits seit vielen Jahren gang und
gäbe ist, fasst nun auch in Österreich immer mehr Fuß
– die Aufwertung von Bahnhöfen und Flughäfen zu beachtlichen Shoppingagglomerationen. Welche Rolle
dabei der Lebensmittelhandel spielt, lesen Sie hier.
Ebenso beeindruckend lesen sich die
Zahlen des Flughafens Wien, der nach
der Eröffnung des Check-in 3 im heurigen Juni nun rund 19.000 Quadratmeter
Shopping- und Gastronomiefläche aufweist. Bei der Vergabe dieser Fläche be-
Autor: Stefan Pirker
rücksichtigt man laut Peter Kleemann,
Pressesprecher des Flughafens Wien,
nisse, die aufgrund von Marktforschung,
zentrum“ könnte hier wohl ge-
der bisherigen Verkaufsstatistik und
meint sein? Es umfasst insgesamt 77.000
durch Erfahrungswerte erhoben werden.
Quadratmeter. Davon entfallen 29.000
Etwa 7,5 Prozent der Shoppingfläche am
Quadratmeter auf Gastronomieflächen
Flughafen Wien entfallen aktuell auf
und 48.000 Quadratmeter auf Shopping-
den Lebensmittel- und Delikatessen-
flächen. Diese unterteilen sich wieder-
handel, allen voran auf Outlets der Han-
um in 9.000 Quadratmeter für den Le-
delsketten Billa (Details siehe Kasten) und
bensmittelhandel
39.000
jetzt neu im Check-in 3 auch Spar Gour-
Quadratmeter für den übrigen Handel
met. Beide Geschäfte haben an sieben
bzw. Dienstleistungen. In den nächsten
Tagen in der Woche geöffnet (Spar Gour-
Jahren will man um rund 20.000 Quad-
met: 5 bis 22 Uhr, Billa: 6.30 bis 22 Uhr)
ratmeter erweitern. Schon erraten, wel-
und sind öffentlich zugänglich.
und
cher Shopping-Tempel da beschrieben
fünfmal so hohe
Kundenfrequenz
wurde? Genau genommen handelt es
sich dabei gar nicht um ein Einkaufszentrum, sondern um eine Aufstellung
der gesamten Shopping- und Gastronmieflächen, die es laut ÖBB derzeit an
Österreichs Bahnhöfen gibt.
14
7-8|2012 CASH
Hanna Bomba-Wilhelmi, RegioPlan: „Gut funktionierende Shopping-Center an Bahnhöfen
sprechen sowohl Reisende als auch Konsumenten aus der Umgebung an.“
Spar eröffnete heuer am 1. Juni weiters einen neuen Supermarkt mit Bistro
am Salzburger Hauptbahnhof. „Diese
beiden neuen Standorte an wichtigen
Fotos: Spar, RegioPlan, Rewe International/APA-Fotoservice/Rastegar
W
die unterschiedlichen Kundenbedürfelches österreichische „Einkaufs-
Der Merkur mini Markt am Wiener Westbahnhof schlägt den Spagat
zwischen Convenience-Food für den sofortigen Verzehr und kleinen
Einkäufen für den Hausgebrauch.
Am Salzburger Hauptbahnhof betreibt Spar seit 1. Juni 2012 einen Supermarkt mit Bistro, dessen Frequenz laut eigenen Angaben fünfmal so hoch
ist wie in einer vergleichbaren Filiale.
Verkehrsknotenpunkten sind als Con-
gen der Woche geöffnetes Geschäft,
Bomba-Wilhelmi. Der Branchenmix in
venience Stores konzipiert. Sie haben
das es auf nur 80 Quadratmetern
einem Shopping-Center an einem Ver-
einen großen Food-to-go-Bereich, der,
schafft, einen beeindruckenden Spa-
kehrsknotenpunkt ist dabei laut Bomba-
wie sich zeigt, von den Kunden sehr gut
gat zu schlagen. Einerseits bietet man
Wilhelmi generell stärker auf den kurz-
angenommen wird. Entsprechend an-
ein reichhaltiges Sortiment an Take-
fristigen Bedarf (Lebensmittel, Drogerie,
gepasst ist auch der Ladenbau, der mit
away-Artikeln für den sofortigen Ver-
Trafik, Bank) ausgerichtet, während er
einer modernen, urbanen, eben auf Con-
zehr an, andererseits hat man die
in Handelsagglomerationen beispiels-
venience ausgerichteten Optik ausge-
Möglichkeit, auch kleine Einkäufe für
weise am Stadtrand einen stärkeren
stattet ist“, erzählt Spar-Unternehms-
den Haushalt zu Hause zu erledigen.
Anteil im langfristigen Bereich (Mode,
sprecherin Nicole Berkmann, die zudem
stolz berichtet: „Am Hauptbahnhof
Salzburg verzeichnen wir eine fünfmal
Elektronik, Möbel) aufweist.
Reisende und
Wohnbevölkerung als Kunden
so hohe Kundenfrequenz wie in einem
Neben den teilweise längeren Öff-
vergleichbaren Spar Supermarkt. Der
nungszeiten ist es vor allem die erhöh-
Kundenansturm verteilt sich auf alle
te Frequenz, die einen Standort an einem
sieben Tage der Woche und eigentlich
Bahnhof für den Handel interessant
auch auf alle Öffnungsstunden am Tag.“
macht. „Der Vorteil an einem Bahnhof
mit einem gut funktionierenden Shop-
Geöffnet, wenn andere zu haben
ping-Center liegt darin, dass man sowohl
Riesige, mittlerweile schon legendäre
Reisende als auch Konsumenten aus der
Kundenanstürme müssen auch die
Umgebung ansprechen kann“, meint
Wiener Billa-Filialen am Praterstern
Mag. Hanna Bomba-Wilhelmi, Geschäfts-
und am Kaiser-Franz-Josephs-Bahn-
führerin von RegioPlan Consulting, die
hof vor allem an Sonn- und Feiertagen
die Bedeutung der Wohnbevölkerung für
verkraften. Schließlich sind dies im-
das Funktionieren eines Shopping-Cen-
mer noch die größten Supermärkte in
ters auf einem Bahnhof dezidiert unter-
der Bundeshauptstadt, die geöffnet
streicht. Spricht ein Handelsstandort an
haben, wenn die anderen zu haben
einem Bahnhof nämlich nur Reisende
(müssen). Seit November des Vorjahrs
an, reicht eine geringe Anzahl an Ge-
ist die Rewe International nun auch
schäften, die vorwiegend Lebensmittel
am Wiener Westbahnhof präsent, und
für den schnellen Verzehr anbieten.
zwar gleich mit drei Konzepten: ei-
„Wenn aber auch Konsumenten ihren
nem herkömmlichen Merkur Markt,
Lebensmittelbedarf für zu Hause im
einem Merkur Restaurant und einem
Shopping-Center am Bahnhof abdecken
Merkur mini Markt. Bei Letzterem
möchten, dann können auch größere
handelt es sich um ein an sieben Ta-
Supermärkte eingeplant werden“, so
•
Ausblick
Hinsichtlich neuer Lebensmittelgeschäfte an Bahnhöfen tut sich in den
nächsten Monaten und Jahren einiges.
So wird die Spar im Bahnhof WienMitte im Herbst des heurigen Jahres
einen 2.900 Quadratmeter großen
Interspar eröffnen. 2014 folgt dann ein
weiterer Interspar Hypermarkt am neuen Wiener Hauptbahnhof (ehemals
Südbahnhof).
Ein weiterer Bahnumbau ist übrigens
dafür verantwortlich, dass ein bestehender Supermarkt vor Kurzem geschlossen wurde. Um in Zukunft auch
Fernzügen genug Platz zu bieten, wird
zurzeit die Zughaltestelle am Flughafen
Wien vergrößert. Das hat dazu geführt,
dass die Billa-Filiale im Flughafengebäude weichen musste. Billa ist jedoch
am Flughafen Wien weiter mit der markanten Filiale in Form eines Flugzeughangars bei der Flughafen-Ausfahrt/
Einfahrt vertreten.
7-8|2012 CASH
15
Handel
Frank Wierlemann, Rudolf Trettenbrein/Inverto
Clever
Vor zwölf Jahren gründete
der Ex-Plus-Manager Dr.
Frank Wierlemann (rechts)
das Beratungsunternehmen
Inverto. Für die kürzlich in
Österreich gegründete Inverto Austria angelte er sich mit
dem Ex-Penny-Manager Mag.
Rudolf Trettenbrein einen
Branchenkenner. Ein Beratungsschwerpunkt von Inverto ist der Einkauf: Für diesen
sehen beide im Lebensmittelhandel großes Potenzial
für Wertsteigerungen – wenn
Konditionsblüten der Transparenz weichen und sich Einkäufer Produkt-Detailwissen
einverleiben.
Interview: Silvia MeiSSl
eines Unternehmens leistet.
mancher Einkäufer hat es sich in seinem
Rudolf Trettenbrein: Im Rückblick
land. Viele warten darauf, dass die Her-
betrachtet sehe ich es so: Anfänglich
steller in die Handelszentrale kommen
bemerkt man vielleicht, dass man Ent-
und etwas verkaufen. Aber das ist aus
Frank Wierlemann: Es gibt dafür
scheidungen optimaler und damit wer-
unserer Sicht eine falsche Haltung: Der
mehrere Gründe, aber einer davon war
testeigender treffen könnte. Aber je
Einkäufer muss großes Interesse daran
meine Tätigkeit bei Plus. Es ist unglaub-
mehr man in seiner Rolle als Einkäufer
haben, Einkaufs- und Sortimentspro-
lich, wie viel Einsparungspotenzial es
aufgeht, um so weniger hinterfragt man
zesse aktiv zu gestalten.
beim Einkauf von Papier bis hin zu
die Strukturen und Richtlinien, die in-
Trettenbrein: Und er muss auch In-
Schaufensterpuppen gibt, um einen sehr
tern vorgegeben sind. Jeder Einkäufer
teresse am Produkt selbst haben und
großen Bogen zu spannen. Aber es ist
steht unter erheblichem Ertragsdruck,
über Detailwissen verfügen. Wie wird
auch unglaublich, wie viel Potenzial man
so dass man – überspitzt gesagt – gar
das Produkt hergestellt? Wie kann sich
in so mancher Einkaufsorganisation im
keine Zeit mehr hat, um über Verbesse-
aufgrund der Rohstoffpreisentwicklung
Lebensmittelhandel finden kann, ob-
rungen nachzudenken.
der Preis des Produkts in der nächsten
wohl der Einkäufer per se einen so erheblichen Beitrag zur Wertsteigerung
16
vorliegenden Handelskonzentration
auf einem hohen Ross.
Herr Trettenbrein, Sie waren ja bei
Penny, nämlich in Österreich und dann
auch auf internationaler Ebene tätig.
Haben Sie auch zu wenig Potenzial
ausgeschöpft?
7-8|2012 CASH
Bleiben wir in Österreich: Man sagt,
viele Einkäufer sitzen aufgrund der
Wierlemann: Ich möchte eher sagen,
Job ein bisschen gemütlich gemacht,
und das gilt übrigens auch für Deutsch-
Zeit verändern? Welche Alternativen
habe ich? Mit diesem Wissen ausgestat-
Fotos: peter.svec@pixXL.at
CASH: Herr Wierlemann, Sie haben
Inverto vor zwölf Jahren als Beratungsagentur mit Fokus auf Einkauf und
Supply Chain Management gegründet.
Sie waren vorher zuletzt Manager bei
Plus und für den Einkauf von NichtHandelsware verantwortlich. Hat Sie
das auf die Idee gebracht, Einkäufer
zu beraten?
einkaufen
Trettenbrein: Das ist gar keine Seltenheit und hat schon auch damit zu
tun, dass der Vertrieb halt immer vor
Ort im Laden, sozusagen beim Kunden
ist, während sich viele Einkäufer am
besten in ihrem Büro in der Zentrale
aufgehoben sehen. Sie kennen zwar
Studien über Kaufverhalten und Shoppertrends, aber das ist manchmal eben
zu wenig.
Ist das nicht grundlegend die Aufgabe
eines Category Managers?
Wierlemann: Die Jobprofile verschwimmen in der Praxis, in Deutschland genauso wie hier in Österreich.
Eigentlich gibt es aber eine klare Trennung: Der Category Manager kümmert
sich um ein optimales Sortiment, abgestimmt auf die Zielsetzung des Händlers
und mit Blick auf Kundenbedürfnisse
und Verkaufspreise. Die Aufgabe des
Einkäufers ist es, die Ware für den Category Manager zu den besten Konditionen zu finden.
tet verringert sich automatisch die Ab-
von den Lieferanten unabhängiger zu
hängigkeit zum Lieferanten und die
werden. Aber wenn ich in meinem Un-
Wir haben bisher über den Einkauf von
Markenartikeln gesprochen. Ist die
Lage für den Einkäufer bei Eigenmarken schwieriger?
Diskussion gewinnt an inhaltlicher Tie-
ternehmen 38 verschiedene Konditio-
Trettenbrein: Das muss man diffe-
fe. Das alles wird aber häufig von einer
nen zulasse, dann wird der Weg zum
renziert betrachten. Für einige sind
einzigen Frage verdrängt: Wie kann ich
Ziel sehr intransparent.
vom Lieferanten möglichst viel Geld in
Wem schadet es?
die Unternehmenskassa spülen?
Trettenbrein: Kurzfristig profitiert
Der Einkäufer ist ja wie erwähnt, in
eine Konzernstruktur eingebettet. Wie
soll er dem Druck ausweichen?
der Händler, aber im Grunde bringt die-
Wierlemann: Die grundlegende
für die Industrie. Deshalb: Sogenannte
Richtung kann nur die Geschäftsführung
Konditionsblüten schaden dem Händler.
vorgeben. Wenn man ständig nur Konditionsverbesserungen einfordert, dann
Aber von Werbekostenzuschüssen profitiert er?
stellt sich für mich die Frage: Welches
Wierlemann: Ebenfalls nur kurzfris-
Ziel verfolgt der Lebensmittelhandel?
tig, denn die Erfahrung zeigt schon, dass
Eigentlich sollten es zwei sein, die ja
der Großteil meistens von Artikeln
auch immer wieder von den Händlern
kommt, die der Verbraucher eigentlich
selbst ins Treffen geführt werden. Ers-
nicht wirklich braucht.
tens: sich in Richtung Kunde zum Mitbewerber zu differenzieren. Zweitens:
se Intransparenz, vor allem bei international tätigen Händlern, klare Vorteile
Das würde bedeuten, dass der Einkäufer am Markt vorbei einkauft.
Inverto AG
•• International tätige Unternehmensberatung für Einkauf und Supply Chain Management, Köln
•• Referenzen (Auszug): Bahlsen, Carl
Kühne, dm drogerie markt, Fressnapf, Kaiser’s Tengelmann, Valora
•• 9 Standorte in Europa und Asien,
115 Mitarbeiter
•• Geschäftsführer Inverto Austria:
Mag. Rudolf Trettenbrein
Schwerpunkte: Handel, Konsumgüter, Industrie, Pharma
Vorherige berufliche Stationen: Penny, Rewe Austria, Lidl Austria
7-8|2012 CASH
17
Handel
Frank Wierlemann, Rudolf Trettenbrein/Inverto
Rudolf Trettenbrein (links), Frank Wierlemann am Wort: „Wenn man ständig nur Konditionsverbesserungen einfordert, dann stellt sich für mich die
Frage, welches Ziel verfolgt der Lebensmittelhandel?“
Eigenmarken Ertragskiller, weil es keine Werbekostenzuschüs-
Wierlemann: Es gibt mehrere Ziele, aber ein Hauptziel ist,
se gibt. Im Einstiegspreissegment bringen sie wiederum mehr
dass es eine langfristige Wertsteigerung gibt und Prozesse
Marge. Wenn der Einkauf nicht weiß, was das Ziel mit Eigen-
transparent ablaufen. Das können wir aber nur erreichen,
marken ist, bzw. die Unternehmensführung mit den Bonifi-
indem wir nicht nur beraten und uns dann verabschieden,
kationen nicht richtig steuert, dann wird es in jedem Fall
sondern wir begleiten Umsetzungsprozesse ...
schwierig. In der Strategie sollte die Höhe des Eigenmarken-
... und verdienen damit wahrscheinlich auch sehr viel Geld.
anteils verankert sein. Unsere Erfahrung ist, dass dies nicht
Wierlemann: Wir sind keine Non-Profit-Organisation.
immer der Fall ist, aber wir gehen davon aus, dass es in ir-
Unser unternehmerisches Modell ist, dass wir einen Teil der
gendeiner Form Ziele geben muss.
Einsparungen, die wir bei unseren Kunden erreichen, bekom-
Mit welchem Ziel werden Sie beauftragt, wenn es um die Beratung einer Einkaufsorganisation geht?
men. Das ist sehr transparent.
Meine Herren, herzlichen Dank für dieses Gespräch.
10 Schritte zum Misserfolg im Einkauf & Category Management
1. Denken Sie nur an den Werbekostenzuschuss der Industrie!
Wichtig ist, dass Geld vom Lieferanten in die Kassa fließt, egal
ob man den Artikel verkaufen kann oder nicht.
2. Oberstes Ziel bei Jahresgesprächen – Konditionsverbesserung!
Egal, wenn vom Lieferanten die Preise erhöht werden, Hauptsache
Sie können dem Vorstand eine Verbesserung der Konditionen
melden.
3. Der Einkäufer ist der König, nicht der Kunde!
Der Kunde hat das zu kaufen, was der Einkäufer in die Regale
stellt, hat ja ohnehin keine andere Wahl und greift schon zu, wenn
nur dieser Artikel vorhanden ist.
4. Vergeuden Sie nicht Ihre kostbare Zeit für die Vorbereitung
auf Termine mit der Industrie!
Sie sitzen als mächtiger Einkäufer ja ohnehin auf dem längeren
Ast und Ihre große Stärke ist die Stegreifverhandlung. Bisher
waren Sie doch mit dem Ergebnis auch immer sehr zufrieden.
5. Eigenmarken sind nur dazu da, um die Marge zu erhöhen!
Was ist Kundenbindung? Was hat Kundenvertrauen mit Eigenmarke zu tun? Speziell im Einkauf müssen Eigenmarken billig sein,
auf Qualität schaut der Kunde bei Eigenmarken ohnehin nicht.
18
7-8|2012 CASH
6. Eigenmarken müssen billig aussehen, weil sie es sind!
Eigentlich wollen Sie ja gar nicht, dass der Kunde die Eigenmarke kauft, er soll doch lieber die Marke kaufen, da bekommen Sie
tolle WKZ. Die Eigenmarke steht ja nur im Regal, weil es der Chef
so will.
7. Was kümmert Sie die Rohstoffentwicklung!
Wozu mühsam Indizes zusammentragen und beobachten, der
Lieferant wird Ihnen schon sagen, wenn etwas teurer oder billiger
wird und welchen Einfluss diese Änderung auf das Produkt hat.
8. Haben Sie Ergebnisprobleme? – In der Spanne ist noch Luft!
Wenn im 3. Quartal erkennbar wird, dass man das Ertragsziel
nicht erreicht, erhöhen Sie die Verkaufspreise. Den Kunden bringen die paar Cent nicht um und merken tut er es sicher auch nicht.
9. Der schnelle Weg zu sicherem Geld – viele neue Listungen!
Egal, ob der Vertrieb die Artikel ins Regal bekommt, ich gehe
ohnehin nicht in die Filiale, dann sehe ich das Problem nicht.
10. Ihr Arbeitsplatz ist in der Zentrale und nicht im Markt!
Wozu sollten Sie sich im eigenen Markt oder bei der Konkurrenz
umsehen, Sie bekommen alle Informationen die Sie benötigen
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Hot Spot Kaufleute
HOT
∙
E
Zwischen dem Beruf des Skippers und dem des selbstständigen Lebensmitteleinzelhändlers gibt es erstaunAutor: Michael Peter Wurmlinger
lich viele Parallelen.
LEUT
Rudern oder segeln?
AU
∙K F
POT
S
∙
für den Beruf des selbstständigen Lebensmitteleinzelhändlers entschieden
haben, eine große Verantwortung für
Zum Titel dieses Beitrags hat mich
heute in Erinnerung, was er sagte. „Ihr
Lieferanten übernommen und tragen
meine Ausbildung zum Skipper inspi-
habt dafür Sorge zu tragen, dass die
im Falle des Scheiterns die alleinige Ver-
riert. Ein Skipper ist der verantwortliche
Crewmitglieder bestens geschult und
antwortung.
Boots- bzw. Schiffsführer auf Schiffen
instruiert sind, um etwaige Schäden zu
Erst Monate später, nach vielen The-
der Freizeitschifffahrt. Bereits der erste
vermeiden. Wenn ihr das Gefühl habt,
orieabenden, an denen wir sämtliche
Theorieabend war für mich, so wie auch
dass jemand mit der Situation überfor-
Verhaltensregeln – angefangen vom
für die übrigen Kursteilnehmer, sehr
dert sein könnte, vermeidet es im Inte-
Ablegen, Verhalten bei Wetterum-
lehrreich. Nur als Detail am Rande sei
resse aller anderen Crewmitglieder,
schwüngen, Unfällen an Bord bis hin
an dieser Stelle erwähnt, dass von den
diese Person an der Fahrt teilnehmen
zum Anlegen – im Trockentraining im-
ursprünglich 50 Interessenten lediglich
zu lassen. Es muss euch klar sein, dass
mer und immer wieder durchexerziert
35 übrig blieben, die die Ausbildung
ihr alleine für alle Geschehnisse an Bord
hatten, wagten wir gemeinsam den Weg
dann auch tatsächlich in Angriff nah-
die volle Verantwortung tragt. Sollte es
in die Praxis und erst dann konnten wir
men. Auf sehr ernste Art und Weise
zu einem Unfall kommen, könnt ihr
erstmals das Kommando eines Bootes
machte uns der Ausbildner nämlich
euch nicht vor Gericht auf eines eurer
übernehmen.
bereits am ersten Abend klar, welche
Crewmitglieder ausreden, und darauf,
Verantwortung man als Skipper über-
dass jemand anderer Schuld am Unfall
nimmt, und auf welche Risiken man
trägt. “ Das saß!
sich einlässt. Nur zu gut ist mir noch
20
7-8|2012 CASH
Auch Sie haben übrigens, als Sie sich
AUFGABEN KLAR DEFINIEREN
Im Gegensatz zum Beruf des Lebensmitteleinzelhändlers sind für den Skip-
Fotos: Fotolia.com, MPW Consulting
Ihre Mannschaft, Ihre Kunden und Ihre
per jedoch sämtliche Verhaltensregeln
nung der Stelle, den einzelnen Aufgaben,
und Maßnahmen weltweit einheitlich
die die/der Stelleninhaber(in) zu erledi-
klar dokumentiert und niedergeschrie-
gen hat, wer im Krankheitsfall dieser
ben. Im Ernstfall kann er auf diese Auf-
Person die Stellenvertretung innehat bis
zeichnungen zurückgreifen und sich
hin zu den Möglichkeiten, wie man die
über das richtige Verhalten in prekären
Leistung überprüfen kann bzw. wie man
Situationen informieren.
diese messbar machen kann, um einer-
Ihnen stehen solche Aufzeichnun-
seits dem Inhaber der Position Klarheit
gen häufig nicht in dieser Vielfalt zur
darüber zu geben, dass er auf dem rich-
Verfügung und oft müssen sie sich bei
tigen Kurs ist oder dass er gegebenen-
einem „heraufziehenden Unwetter“ auf
falls gegensteuern muss, um das ge-
ihr Gefühl verlassen und hoffen, dass
steckte Ziel zu erreichen. Ich kann Ihnen
ihre Besatzung, sprich, ihr Team, richtig
aus meiner eigenen Erfahrung sagen,
reagiert.
dass es sehr gut tut, wenn man jeman-
Peter Wurmlinger
An Bord eines Schiffes ist es wichtig,
den hat, der einem beim Abkommen
schätzt. Urplötzlich erfasste uns eine
dass jeder seine Aufgabe kennt und ge-
von der richtigen Route zur Seite steht,
Böe, zerriss unsere Segel und nur mit
nau weiß, was von ihm erwartet wird.
um wieder auf Kurs zu kommen. Auch
Mühe und dank des kompromisslosen
Nur so wird die gesamte Mannschaft das
diese Aufgabe liegt in ihrem Verantwor-
Einsatzes jedes Einzelnen konnten wir
tolle Gefühl des Segelns erfahren und
tungsbereich.
ein Kentern des Schiffes verhindern. Mit
nicht immer auf den Hilfsmotor oder gar
auf die Ruder zurückgreifen müssen, um
Fahrt aufnehmen zu können.
Hilfe des Motors erreichten wir schließ-
WER WEISS, WO’S LANGGEHT,
KOMMT RASCHER ANS ZIEL
lich den sicheren Hafen, und dort machte ich eine weitere tolle Erfahrung. Im
Sind bei Ihnen im Geschäft diese
Bei vielen meiner Kunden sind die
Team spielten wir die Situation noch-
Aufgaben auch genau bekannt? Weiß
einzelnen Aufgaben heute dokumen-
mals durch und analysierten, was wir
jeder genau Bescheid, welche Position
tiert. Erarbeitet wurde das gemeinsam
in diesem konkreten Fall hätten anders
er innehat und was von ihm erwartet
mit den jeweiligen Stelleninhabern.
machen können. Wir suchten dabei aber
bzw. verlangt wird? Und wissen Sie ge-
Auch das ist sehr wichtig: Binden Sie
nicht nach Fehlern einzelner Personen,
nau, welche Anforderungen Sie an die
die Mitarbeiter in diesen Prozess ein.
sondern nach Lösungen für die Zukunft,
Person haben, die beispielsweise in Ih-
Geben sie ihnen zum Beispiel den Auf-
d.h. nach Möglichkeiten, wie wir uns im
rem Unternehmen die Stelle der Fein-
trag, sich darüber Gedanken zu machen,
Falle des erneuten Auftretens einer sol-
kostabteilungsleiterin ausüben soll?
was aus Ihrer Sicht die Tätigkeiten sein
chen Situation besser verhalten könn-
Über welche Fähigkeiten muss diese
könnten, die es ihm Rahmen der Erle-
ten. Auch das hat uns als Crew zusam-
Person verfügen, welche fachlichen bzw.
digung dieser Aufgaben zu erfüllen gilt.
mengeschweißt. Und dann haben wir
sozialen Eigenschaften sollte sie mit-
Gleichzeitig machen Sie sich persönlich
auf den erfolgreichen Ausgang unseres
bringen etc.?
Gedanken über die jeweilige Aufgaben.
Abenteuers angestoßen.
VERANTWORTUNG WAHRNEHMEN
Anschließend verdichten Sie diese Ge-
In der nächsten Folge werde ich wei-
danken und Aufgaben in einem gemein-
tere Beispiele dafür bringen, wie man
Bei den meisten Filialketten im Le-
samen Gespräch mit Ihren Mitarbeite-
als Händler trotz zunehmendem Gegen-
bensmitteleinzelhandel sind diese Auf-
rInnen und erstellen damit eine auf Ihre
wind und stärker werdender Strömung
gaben klar beschrieben und dokumen-
Bedürfnisse und auf Ihr Geschäft maß-
den richtigen Kurs beibehält.
tiert. Bereits beim Einstellungsgespräch
geschneiderte Stellenbeschreibung.
wird die oder der Anwärter auf eine
Sie werden sehen, dass sich dadurch
bestimmte Position mit diesen Aufgaben
künftig viele Diskussionen vermeiden
konfrontiert, und durch gezielte Frage-
lassen, die Ihnen in der Vergangenheit
stellungen wird die Eignung beim Vor-
oft das Gefühl gegeben haben, auf der
stellungsgespräch überprüft.
Stelle zu rudern und nicht wirklich vo-
Selbstständige Einzelhändler sind
ranzukommen.
dagegen oft im Tagesgeschäft verhaftet
Übrigens: Trotz meiner langen the-
und lassen darob ihre Mitarbeiter über
oretischen Ausbildung als Skipper kam
deren eigentliche Aufgaben nicht selten
es bei unserer ersten größeren Ausfahrt
im Unklaren. Dabei wäre es so einfach,
zu einem Ereignis, an das ich wohl mein
z.B. die bereits erwähnte Stelle einer
Leben lang denken werde. Wir hatten
Feinkostabteilungsleiterin klar zu um-
die Bora (trockener, kalter und böiger
reißen, angefangen von der Bezeich-
Starkwind, Anm.) in Kroatien unter-
•
HotSpot Kaufleute
Infos zur Serie
Bei dieser Serie handelt es sich um eine
Kooperation von MPW Consulting exklusiv mit CASH. Sofern nicht anders angegeben, stammt der Inhalt von Michael
Peter Wurmlinger (redaktionelle Betreuung: Christian Pleschberger, CASH).
Anregungen bzw. Fragen zur Serie richten Sie bitte direkt an den Autor, E-Mail:
peter.wurmlinger@mpw-consulting.at.
7-8|2012 CASH
21
Handel
Lehrlingsstammtisch Tchibo/Eduscho
Meisterin der Latte Art
22
7-8|2012 CASH
Gut ausgebildete Lehrlinge sind die Basis
jeder erfolgreichen Unternehmensentwicklung. Die besten der Jungen stellt
CASH in Serie vor. In dieser Ausgabe entführt uns Karina Bibl als angehende Einzelhandelskauffrau in die Kaffeewelt von
Tchibo/Eduscho.
Autorin: SABINE SPERK
Karina beherrscht die Kunst der „gerollten“ Milch, das kann nicht jeder!
S
chon als kleines Mädchen wusste Karina Bibl, dass sie bei
in Fairtrade-Qualität – fast neidisch werden lässt. Kein Wun-
Eduscho bzw. Tchibo arbeiten möchte, wenn sie „groß“
der also, dass Fräulein Bibl hochzufrieden mit ihrem Job ist:
ist. Zahlreiche Besuche gemeinsam mit ihrer Mutter machten
„Ich mache alle Arbeiten gleich gern und genieße, dass mein
sie schon damals zum Kaffeefan, beziehungsweise wollte sie
Beruf so abwechslungsreich ist. Es gibt immer was anderes
seitdem den Geruch von frisch geriebenen Kaffeebohnen in
zu tun und zu lernen.“ Am liebsten ist Karina allerdings der
ihrem späteren Leben stets um sich haben. Diesen Anspruch
Kundenkontakt, da sie eine offenherzige und freundliche
erfüllt sich die heute 18-Jährige bereits das dritte Jahr, das sie
Person ist.
als Lehrling in der Filiale in der Millenium City im 20. Wiener
Gemeindebezirk verbringt. „Nach der Hauptschule und einem
Jahr Polytechnikum hab ich mich bei Tchibo beworben und
hatte zwei Gespräche, das erste mit der Human ResourcesManagerin und das zweite mit dem Gebietsleiter. Der Anruf,
dass ich genommen wurde, erreichte mich im Urlaub, der
dann noch schöner für mich war.“ Seit September 2009 lernt
Karina, wie man die Coffeebar bedient, Kunden betreut, Auslagen gestaltet und das wöchentlich wechselnde Non-FoodSortiment nachschlichtet. „Karina kann besonders gut ‚gerollte‘ Milch zubereiten und wenn Zeit ist, macht sie sogar
ein Herz als Verzierung in die Milchschaumkrone. Das kann
nicht jeder, sie aber hat das gleich nach der ersten BaristaSchulung beherrscht“, erzählt Filial- und Ausbildungsleiterin
Sabine Zahler stolz über ihren talentierten Schützling, der
„Meisterin“ der sogenannten „Latte Art“.
good to be lehrling
Karina ist Sabine Zahlers erster Lehrling und auch ihr
einziger, was den Vorteil hat, dass sie sich voll und ganz auf
deren positive Entwicklung im Unternehmen konzentrieren
kann. Derzeit sind in den insgesamt 143 Tchibo/EduschoFilialen in Österreich 19 Lehrlinge beschäftigt. Als „Goodies“
winkt den jungen wie auch alteingesessenen Mitarbeitern
ein Rabatt von zehn Prozent auf Waren sowie eine Gratismehlspeise pro Tag und Kaffee, Tee und heiße Schokolade
ohne Limit. „Wir bekommen auch Gutscheine fürs MittagesFotos: Johannes Brunnbauer
sen, die können wir überall einlösen. Hier in der Millenium
City ist das praktisch, weil es viel Auswahl an Gastronomie
gibt“, schildert Karina ihren verpflegungstechnisch abgesicherten Alltag. Ein „Kaffeescheckheft“ garantiert zusätzlich
teilweise kostenlosen Kaffeegenuss in Form von Bohnenkaffee oder Cafissimo Kapseln für Zuhause, was einen bei der
breiten Auswahl an Eduscho und Tchibo Kaffeesorten – auch
Kommen bestens miteinander aus: Filial- und Ausbildungsleiterin Sabine
Zahler mit ihrem Schützling.
7-8|2012 CASH
23
Handel
Lehrlingsstammtisch Tchibo/Eduscho
Passt mir das oder passt mir das nicht? Karina ist Fan des wöchentlich wechselnden Non-Food-Sortiments.
privatleben und berufliche ziele
schluss plant sie jedoch, keine Ruhe zu geben: „Mein Ziel
Was sie neben der Arbeit bei Tchibo/Eduscho privat ger-
ist es, stellvertretende Filialleiterin in dieser Filiale zu wer-
ne macht? „Seit Kurzem gehe ich im 22. Bezirk in ein Fit-
den.“ Spezielle Schulungen für Nachwuchsführungskräfte
nesscenter und trainiere mit Geräten, das ist ein guter Aus-
innerhalb des Unternehmens Tchibo/Eduscho werden sie
gleich nach der Arbeit. Am liebsten ist mir, wenn ich am
bei ihrem Ziel, die Karriereleiter zu erklimmen, unterstützen.
Wochenende daheim bin und einfach nur ausspanne.“ Na-
„In naher Zukunft steht allerdings noch die Führerschein-
türlich hört die Jugendliche auch Musik und geht mit Freun-
prüfung an und irgendwann suche ich mir auch eine eigene
den aus, aber lieber geht sie es ruhig an. Nach dem Lehrab-
Wohnung“.
•
karina bibl – der Steckbrief
Auch Auslagengestaltung gehört zu
den abwechslungsreichen Tätigkeiten
des Lehrlings.
24
7-8|2012 CASH
... Einzelhandelskauffrau in spe
•• Jahrgang: 1993
•• Sternzeichen: Waage
•• Stärken: freundlich, pünktlich, ehrgeizig, teamfähig, sehr
gut im Sauberhalten
der Kaffeebar.
•• Hobbys & Interessen:
trainieren im Fitnesscenter, schwimmen, Musik hören, ausspannen.
Das sagt Karina:
•• Über ihre Zukunft: „Ich
möchte gerne stellvertretende Filialleiterin
werden. Nach der Lehre werde ich den Führerschein machen und
mir irgendwann auch
eine eigene Wohnung
suchen.“
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Handel
proM2/CASH
Ein Praxisseminar für harte
Zeiten versprechen die beiden
Coaches Christian Reitterer (l.)
und Udo Kaubek.
Training für
Extremsituationen
Autor: Stefan Pirker
haupt? Diese und ähnliche Frage brennen
sicherlich vielen Verkäufern der Industrie auf der Zunge. Doch in einer nicht
immer friktionsfreien Geschäftsbezieauf Handelsseite dann doch nicht zu
stellen. Beim Seminar „Wie tickt der Einkauf“ bietet sich jedoch die gute Gelegenheit, mit zwei „neutralen“ Insidern
aus Handel und Markenartikelindustrie
über solche Themen zu plaudern. Zum
einen ist dies Univ.-Lektor Ing. Christian
Reitterer, MBA, ehemals Verkäufer bei
Nestlé, und zum anderen Mag. Udo Kaubek, ehemals Einkäufer bei Rewe und
Graben. In ihrem Seminar geben sie folglich nicht nur bereitwillig spannende
orauf achtet der Einkäufer eigent-
Einblicke in ihren beruflichen Werdegang,
lich mehr, wenn es um die Einlis-
sondern halten auch jede Menge Tipps
tung eines neuen Produkts geht – auf
für das knallharte Tagesgeschäft bereit.
den Deckungsbeitrag in Prozent oder den
Deckungsbeitrag in absoluten Zahlen?
26
Die Tricks der Einkäufer
Wie viel verdient ein Einkäufer in einer
So präsentiert etwa Udo Kaubek ei-
Handelszentrale und wie viel eigenstän-
nen Katalog mit 26 Einkäufertaktiken und
dige Entscheidungsgewalt hat er über-
Tricks inklusive der probaten Gegenmaß-
7-8|2012 CASH
Wie tickt der Einkauf? & Wie
tickt der Einkauf – Next Level
von proM² in Kooperation mit CASH
hung wagt man sie seinem Gegenüber
nunmehr Geschäftsführer bei Meinl am
W
terminvorschau
Was, wann & wo?
•• 25. September 2012: Hotel Friesacher, Salzburg/Anif (Wie tickt der
Einkauf)
•• 26. September 2012: Hotel Friesacher (Next Level)
•• 9. Oktober 2012: Hotel Schlosspark Mauerbach, Mauerbach bei
Wien (Wie tickt der Einkauf)
Preise:
•• Wie tickt der Einkauf: € 740,–
pro Person zzgl. Mwst.
•• Wie tickt der Einkauf – Next Level: € 890,– pro Person zzgl. MwSt.
•• Kombibuchung (beide Termine):
€ 1.480,– pro Person zzgl. Mwst.
Weitere Auskünfte und Anmeldung:
proM² Consulting & Coaching GmbH
Tel.: +43/664/211 16 46
Email: christian.reitterer@pro-m.at
Web: www.pro-m.eu
Fotos: peter.svec@pixXL.at
Meist kommt es anders, als
man denkt – diese Erfahrung
musste wohl schon jeder Key
Account Manager machen,
wenn es um Verkaufsgespräche mit dem Handel geht.
Um dennoch bestmöglich auf
verschiedenste Gesprächsverläufe vorbereitet zu sein,
empfiehlt sich ein Besuch
des Seminars „Wie tickt der
Einkauf ?“ von proM2 in Kooperation mit CASH.
nahmen. Dazu zählt etwa die Einkäufertaktik, das Gespräch mit rasch zu lösenden Verhandlungspunkten zu beginnen.
Durch die geweckte Euphorie sollen folglich Zugeständnisse seitens der Industrie
bei wichtigen Punkten leichter erreicht
werden. Hier warnt Kaubek, zu früh in
Übermut zu verfallen und unüberlegte
Zusagen zu tätigen. Oder der Einkäufer
Nach der fundierten Einführung in erfolgreiches Kommunizieren und Verkaufen ...
bringt plötzlich neue Alternativen aufs
Tapet (Wie viel Rabatt gibt es, wenn wir
sind“. Sprich, sie schütten die Einkäufer
doch noch zehn Paletten mehr nehmen?)
des Handels mit jeder Menge Informa-
„Geben Sie in so einem Fall nie eine vor-
tionen und viel zu langen Geschichten
schnelle Schätzung ab. Rechnen Sie das
zu. „Dabei zeichnet sich ein Top-Verkäu-
neue Angebot genau durch und reichen
fer eigentlich dadurch aus, dass er mehr
Sie die Zahlen gegebenenfalls zu einem
Fragen stellt, als er selber redet. Nur so
späteren Zeitpunkt nach“, empfiehlt Kau-
erfährt er nämlich von den Vorstellun-
bek. Neben diesen eher subtileren Tricks
gen und Problemen seines Geschäfts-
wird zum Teil aber auch mit Angriffen
partners und kann ihm dann die pro-
auf das persönliche Selbstwertgefühl ge-
baten Lösungen dafür anbieten“, betont
arbeitet. Auch wenn es nicht immer leicht
Reitterer. Wie ein kompaktes, effizien-
fällt – in solchen Situationen hilft nur
tes Gespräch aufgebaut sein soll, de-
„Keep cool!“, beim linken Ohr rein und
monstrierte Reitterer anhand der „Ele-
... sowie der individuellen Vorbereitung ...
rechts wieder raus, so Kaubek.
Ganz generell rät er jedem Key Account Manager der Industrie kurz vor
einem Verhandlungsgespräch – z. B.
einen Tag davor – mit dem Einkäufer
nochmals Kontakt aufzunehmen, um
folgende zwei Punkte abzuklären: 1. Worum soll es in dem Gespräch inhaltlich
gehen und hat der Einkäufer vielleicht
auch Themen, die er gerne behandeln
möchte? So minimiert man das Risiko,
mit unvorhersehbaren Dingen konfrontiert zu werden und erweckt gleichzeitig
Verständnis für die Bedürfnisse des Einkäufers. 2. Wer bzw. wie viele Personen
... geht es schließlich in das absolut realitätsnahe Listungsgespräch.
werden bei dem Gespräch dabei sein?
Dadurch kann man sich auf die kom-
vator Speech“. Dies ist ein nur 30 bis 90
Ende der Veranstaltung dann in ein „re-
mende Gesprächssituation bereits bes-
Sekunden langes Gespräch, vergleichbar
ales“ Listungsgespräch für konkrete
ser einstellen, wenn nun plötzlich auch
mit einer Liftfahrt in einem Bürogebäu-
Produkte. Udo Kaubek greift dabei tief
ein zweiter Einkäufer dabei sein soll, mit
de, an dessen Ende es eine Ja/Nein-
in die Kiste der Einkäufertricks und
dem z.B. die „Good boy, bad boy“-Taktik
Entscheidung gibt. Eingangs nennt man
mimt die unterschiedlichsten Typen –
gespielt werden soll.
kurz das Motiv/das Thema, über das
von untergriffig-präpotent bis hin zu
man sprechen möchte. Im zweiten
überschwänglich-euphorisch. Für seine
Schritt folgen die Argumente für oder
Gegenüber ist dies sicherlich kein leich-
gegen diese Sache. In Schritt drei betont
tes Unterfangen, doch vom Lerneffekt
Top-Verkäufer Fragen mehr,
als sie reden
Wie man dann in Verhandlungen
man den Nutzen („das hilft dir“, „da-
dieses „Trockentrainings“ zeigt sich
erfolgreich kommuniziert, um erfolg-
durch kannst du“ etc.). Und in Schritt
schlussendlich jeder überzeugt.
reich zu verkaufen, beleuchtet Christian
vier stellt man die Frage um Zustim-
Reitterer. Seiner Meinung nach machen
mung oder Ablehnung.
die Vertreter der Industrie zu oft den
Mit all diesem Wissen ausgestattet
Fehler, dass sie permanent „auf Sendung
geht es für die Seminarteilnehmer am
•
Einen Nachbericht vom zweiten Teil des
Seminars „Wie tickt der Einkauf – Next
Level“ finden Sie auf der nächsten Seite.
7-8|2012 CASH
27
Handel
proM²/CASH
Udo Kaubek: „Verkäufer und Einkäufer
sind nie auf Augenhöhe, aber Angst
haben beide.“
Wie tickt der Einkauf 2 –
Next Level
Im Nachfolgeseminar zu „Wie tickt der Einkauf“ gehen
proM²-Geschäftsführer Christian Reitterer und Meinl am
Graben-Chef Udo Kaubek noch mehr ins Detail und bieten noch mehr Praxis, Dialog sowie Problemlösungen an.
Autorin: SABINE SPERK
können ist, mit Emotion statt mit Ratio
zu kontern.“
Angst haben beide – auch der
handel
Laut Kaubek ist man vor allem als
nationales Unternehmen ein gefragtes
28
an. Meinl am Graben-Boss Udo Kaubek
auch der Handel seinen Umsatz bringen
der Einkauf 2 – Next Level“ haben die
ist selbst ein „alter Hase“ im Geschäft
und ist daher in einem Abhängigkeits-
Teilnehmer von Teil 1 die Möglichkeit,
des Einkaufs und weiß: „Die Zukunft,
verhältnis zur Industrie. „Ihr Gegenüber
bereits Erlerntes aufzufrischen und
in der wir leben, wird angespannter.
ist sehr wohl ein Partner, denn Sie beide
weiter zu verinnerlichen sowie neue
Unfaire Angriffe werden sich vermeh-
brauchen das Geschäft. Also bitte haben
Erkenntnisse über das oftmals ange-
ren. Der Handel hat Kosten, die weiter-
Sie keine Angst, selbst wenn Ihnen Sank-
spannte Verhältnis zwischen Einkäufer
hin steigen werden und daher wird
tionen angedroht werden, dass man zum
und Verkäufer zu gewinnen. Da die
versucht, diese an anderer Stelle wieder
Mitbewerb gehen wird. Das sind nur Ein-
beiden Seminare seit diesem Jahr auch
reinzuholen. Das passiert einerseits
schüchterungstaktiken und wenn Sie
blockweise veranstaltet werden, emp-
durch Preiserhöhungen und anderer-
den Sanktionen einmal nachgeben, ha-
fiehlt es sich, dieses Angebot zu nutzen
seits durch härtere Preisverhandlungen
ben Sie für immer das Geldbörsel geöff-
und sich dadurch zwei ganze Tage mit
mit den Verkäufern.“ Daher rät Kaubek
net.“ Natürlich sind diese Dinge leichter
der „Materie“ auseinanderzusetzen.
den Key Accountern weiters: „Es geht
gesagt als umgesetzt, andererseits be-
Next Level beschäftigt sich noch mehr
nur darum, Sie zu verunsichern. Oft ist
stärkt der Meinl am Graben-Chef die
mit unfairen Taktiken des Einkäufers
alles nur Show, keine Realität. Das
Seminarteilnehmer: „Sie sind mit hoher
und bietet konkrete Problemlösungen
Schlimmste, was Sie als Verkäufer tun
Wahrscheinlichkeit besser geschult als
7-8|2012 CASH
Fotos: peter.svec@pixXL.at
I
Opfer des Einkäufers, andererseits muss
m Fortsetzungsseminar „Wie tickt
jeder Einkäufer, Sie haben ein viel höheres Produktwissen und Wissen ist Macht.
Vergessen Sie das nicht!“ Einer der wichtigsten Gründe für unfaire Taktiken des
Einkäufers seien nämlich, dass er selbst
„blank“ ist und nicht weiter weiß.
angriffe abwehren
In der „Trickkiste“ der Einkäufer befinden sich zum Beispiel persönliche
Angriffe, die dazu führen sollen, dass der
Key Accounter die Selbstkontrolle verliert
und nicht mehr in der Lage ist, ein über-
Das Zwiegespräch wird von Christian Reitterer als Video aufgezeichnet, damit die Teilnehmer im
Nachhinein reflektieren können.
und Listungskriterien (Wie viel Platz ha-
Christian Reitterer: „Gut verkaufen ist immer
besser als gut verhandeln.“
legtes Urteil abzugeben. Auf Aussagen
wie: „Das ist absoluter Blödsinn, was Sie
da sagen, Sie wollen sich mit Ihrer Mar-
learning by doing
ben die im Geschäft?) ist auch die Vorbe-
Wie auch im ersten Teil von „Wie
reitung auf emotionaler Ebene sehr wich-
tickt der Einkauf“ wird auch in „Next
tig. Welcher Persönlichkeitstyp ist mein
Level“ von den Teilnehmern in Gemein-
Gegenüber, was tun die verschiedenen
schaftsarbeit eine Case Study vorberei-
Typen bei Stress. „Unerlässlich ist dabei
tet und im Anschluss coram publico im
ein Check, welcher der vier Persönlich-
Zwiegespräch-Rollenspiel mit dem „har-
keitstypen Enthusiast , Praktiker, Suppor-
ten Brocken“ Udo Kaubek präsentiert.
ter oder Analytiker man selbst ist, dann
Die Teilnehmer schlugen sich allesamt
tut man sich bei der Analyse des Ge-
sehr gut und konnten viele neue Er-
sprächspartners auch leichter“, präsen-
kenntnisse für das Alltagsleben eines
tierte Reitterer in Next Level ein brauch-
Key Accounters aus „Wie tickt der Ein-
bares Tool, bestehend aus einem einfa-
kauf – Next Level“ mitnehmen. Feedback
chen Kreuzerltest, der zu einem raschen
der Teilnehmer finden sich im unten
Ergebnis des Persönlichkeitstypen führt.
stehenden Kasten. •
Cash hat nachgefragt: teilnehmer-feedback
wie tickt der einkauf 2 – next level
fertigkeit gekontert werden. Da hilft nur:
„Ich würde das Seminar definitiv weiter empfehlen. Next Level ist „das Tüpfelchen
am i“ vom ersten Teil. Die zwei Herren sind ein kongeniales Duo und die Rollenspiele mit Herrn Mag. Kaubek sind immer ein Vergnügen und eine Herausforderung.“
das Gegenüber ins Leere laufen lassen,
Eva Maria Schneider, Vöslauer
ke nur zu unseren Lasten profilieren“
darf auf keinen Fall mit harter Schlag-
zum Beispiel mit einer solchen Antwort:
„Ihr Einwand zeigt mir, dass Sie demgegenüber skeptisch sind, aber wo genau
liegen Ihre Bedenken?“ So erlangt man
die Gesprächsführung wieder und einem
ernstzunehmenden Verkaufsgespräch
steht im besten Fall nichts mehr im Wege.
das gegenüber analysieren
proM²-Geschäftsführer Christian Reit-
„Gut – besser – ‚Wie tickt der Einkauf 2‘. Ein Seminar unter der Leitung eines genialen Duos, das die Teilnehmer bestmöglich auf verschiedene Verhandlungssituationen vorbereitet und Einkäufertaktiken durchleuchtet. Wer glaubt, es handelt sich
nur um Theorie, der irrt – denn wer hatte schon das ‚Vergnügen‘ mit Herrn Kaubek
als Verhandlungspartner. Praxisnahe Verhandlungen, wie etwa Jahresgespräche und
Produktneueinführungen ließen den Puls bei uns Teilnehmern höher schlagen und
zeigten persönliche Stärken und Verbesserungspotenziale auf. ‚Wie tickt der Einkauf
2‘ ist sehr empfehlenswert – fast ein ‚Muss‘ für jeden guten Verkäufer!“
Michael Edlbauer, Vöslauer
terer rät den Teilnehmern dazu, sich vor
auf diesen vorzubereiten. Neben der Sa-
„Passender könnte der Titel des Seminars wirklich nicht sein! Die Antworten werden
punktgenau gegeben und öffnen einem die Augen fürs Wesentliche!“
chebene, die Fragen wie strategische Kun-
Max Nemecek, Vöslauer
dem Gespräch mit dem Einkäufer bestens
denziele (Was verkauft der eigentlich?)
7-8|2012 CASH
29
Handel
GfK/Serviceplan Gruppe
Vom Ende eines Mythos
Der Mythos vom ewigen Wachstum ist nicht länger
aufrechtzuerhalten. Wie im Rahmen der diesjährigen
Roadshow von GfK und Serviceplan Gruppe anschaulich dargelegt wurde, sind Hersteller und Händler sowohl in Deutschland als auch in Österreich erstmals
seit den 1950er Jahren mit einem langfristigen Absatzrückgang konfrontiert.
erhöhte Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen aufgrund veränderter Arbeitsverhältnisse und -zeiten, die Steigerung der Lebensmittelpreise sowie der
bewusstere Konsum. Angesichts dessen
müssen sich sowohl Hersteller als auch
Händler bis 2015 auf eine langfristig rückläufige Absatzentwicklung einstellen. Bei
Autor: Christian Peschberger
Fast Moving Consumer Goods ist laut
Wolfgang Tardawa, Division Manager
30
Absatz von Produkten des täglichen Be-
Minus von 1,5 Prozent zu rechnen, bei
Mengenwachstum wurde von der
darfs in Deutschland von 2007 bis 2011
Textilien mit einem nochmaligen Minus
GfK in Kooperation mit der Serviceplan
um 2,5 Prozent verringert, bei Textilien
von zwei Prozent. „Der Mythos vom ewi-
Gruppe erstmals in Zahlen gefasst und
sogar um fünfzehn Prozent. Wichtigste
gen Wachstum ist definitiv zu Ende. Wir,
Brancheninsidern im Rahmen der dies-
Gründe dafür sind demografische Fak-
das heißt deutsche Unternehmen, müs-
jährigen Marken-Roadshow präsentiert.
toren (Bevölkerungszahl, Haushaltszahl,
sen uns zum ersten Mal seit den 50er
Gemäß GFK/Serviceplan hat sich der
Lebenswelten), sinkende Einkaufslust,
Jahren auf eine langfristig rückläufige
7-8|2012 CASH
Fotos: Fotolia.com, Spar, Pfeiffer
D
Marketing der GfK, mit einem weiteren
as Ende des Mythos vom ewigen
ge Rezepte der Marketingpraxis, wie
gerade in einer wertorientierten Mar-
man diesen Veränderungen begegnen
kenführung aktuell die größte Chance,
will, nicht erkennbar; die häufigste Nen-
den unausweichlichen Mengenrückgang
nung mit 45 Prozent lautet: „Wir brau-
durch wertmäßiges Wachstum wettzu-
chen nicht zu reagieren“, was daraus
machen (s. Infobox). Dazu ist seinen
resultiert, dass fast 50 Prozent der Mar-
Ausführungen zufolge jedoch eine neue
ketingleiter mit keiner Veränderung des
qualitative Markenführung notwendig,
Konsumverhaltens rechnen.
die alle Ebenen des Marketings erfasst:
Produktinnovation, Preispolitik, Kom-
Wertorientierte
Markenführung gefragt
munikation und Budgetpolitik. Entscheidender Faktor ist dabei seiner Ansicht
Dabei läge laut Dr. Peter Haller, Grün-
nach die Demokratisierung der Marken-
der und Partner der Serviceplan Gruppe,
führung, denn die Mitbestimmung der
Mengen-Minus
Das Mengen-Minus trifft bereits bis 2015 die Märkte – allerdings sehr unterschiedlich.
Deutschland FMCG
120
Deutschland Textil
Österreich FMCG
Österreich Textil
2015
2011
2010
nen, damit umzugehen“, so Twardawa.
2009
80
2008
Absatzentwicklung einstellen und ler-
2007
100
Die gleiche Entwicklung, tendenziell sogar noch etwas stärker ausgeprägt, er-
Quelle: GfK
wartet er auch für Österreich.
Einkaufs-Lust
Sozioökonomische Veränderungen unterschätzt
Die Einkaufsfrequenz bei FMCG sinkt in Österreich seit Jahren dramatisch,
bedingt unter anderem durch sinkende Einkaufslust
Von vielen Marketingverantwortlichen wird die Veränderung der sozio-
100
ökonomischen Faktoren bislang nur
60
74,4
71,0
70,2
69,1
69,4
25,6
29
29,8
30,9
30,6
2010
Rahmen einer Befragung von 50 Mar-
2009
kannt, wie die Serviceplan Gruppe im
80
2008
mit dem Fokus auf Überalterung er-
2007
sehr lückenhaft und eindimensional
Einkaufen
macht Spaß
in Prozent
ketingdirektoren im Dezember 2011 und
sachen für den gesellschaftlichen Wandel angesprochen, gaben 41 Prozent der
Befragten zur Antwort: „Die Bevölke-
40
20
rung wird immer älter.“ Trends wie zunehmende Verstädterung, Bevölkerungsrückgang, Polarisierung Alt vs.
Jung etc. werden hingegen nicht the-
Einkaufen ist
lästig in
Prozent
0
2011
im Jänner 2012 herausfand. Auf die Ur-
Quelle: GfK AT Consumer Scan
matisiert. Entsprechend sind eindeuti-
7-8|2012 CASH
31
Handel
GfK/Serviceplan Gruppe
Nachgefragt bei: Gerhard Drexel & Erich Schönleitner
Kann man dem prognostizierten Mengen-Minus als Händler entgegensteuern oder ist das ein Problem, mit dem sich primär die Industrie auseinandersetzen muss?
Dr. Gerhard Drexel, Spar: „GrundDr. Erich Schönleitner, Pfeiffer: „Das
sätzlich betrachte ich jede PrognoEnde einfach linearer Mengenentse mit einer gesunden Portion Skepwicklungen ist uns seit Jahren besis. Unabhängig davon setzen wir
kannt, nicht überraschend, und
bei Spar schon seit längerer Zeit auf
bereits knapp ein Jahrzehnt strateeine Doppelstrategie: Mengengisch als wertsteigerndes Wachstum
wachstum überall dort, wo es Poin der Pfeiffer Unternehmensgruppe
tenziale gibt, sowie signifikante
verankert. In dem Zusammenhang
haben wir u.a. in der KommunikatiWertsteigerung und Kundenbindung
durch innovative Qualitätsmarken
on mit der Industrie heuer auch
wie z.B. Spar Premium, Spar Natur*pur, Spar Vital, Spar free from
erstmals den Lieferanten-Award ausgelobt und strategische Zuoder – ganz aktuell – Spar Veggie.“
kunftsgespräche mit ausgewählten Industriepartnern begonnen.
Verbraucher bei der Markenführung hat
schon Kaufverzicht geübt – und damit
Haller in der Praxis noch viel zu wenig
längst begonnen: 5,8 Millionen Men-
massiv Einfluss auf Umsatz und Einstel-
wahrgenommen. „Im Gegenteil, es
schen im Alter ab 14 Jahren sind laut
lung zu den betreffenden Marken ge-
herrscht eine große Unsicherheit. Wir
GfK heute in Österreich online. Davon
nommen.
müssen jedoch zur Kenntnis nehmen:
reden 77 Prozent in einem der Social-
Die Chancen, diese rapiden Verän-
Der Verbraucher will bei Marken, die
Webs aktiv mit. In Deutschland verfol-
derungen durch kontinuierliches pro-
ihm täglich begegnen und die seinen
gen sogar 50 Prozent die von ihnen be-
fessionelles Social-Web-Monitoring zu
Lebensstil beeinflussen, heute und in
vorzugten Marken (im Durchschnitt
erkennen und den Verbraucher mit sei-
Zukunft noch verstärkt aktiv mitreden.
zwölf an der Zahl) im Netz und äußern
nen Einstellungen und Erwartungen als
Reagieren wir darauf nicht, übernimmt
sich aktiv dazu. Bereits 35 Prozent haben
Teil der Markenführung zu verstehen
der Markt die Regie“, prophezeit der
aufgrund der Kommentare anderer User
und aktiv einzubeziehen, werden laut
Agenturmanager.
Wertorientierte Markenführung
Handlungsempfehlungen für die Praxis
•• Abschied von global definierten Zielgruppen nach Altersklassen und den theoretischen, exorbitanten Millionenreichweiten zugunsten einer expliziten Berücksichtigung von klar definierten, kaufbereiten Minderheiten.
•• Entscheidung für eine Doppelstrategie aus Marketing und
Kommunikation mit differenzierten Strategien bei jüngeren
und älteren Verbrauchern. Bei älteren Verbrauchergruppen ist
im Gegensatz zu jüngeren mit rückläufiger Markenloyalität zu
rechnen sowie mit einer zunehmenden Bevorzugung des Diskonts. Bei den Jungen sollte das Marketing daher konsequent
auf Wachstum zielen, bei den Alten auf Kundenbindung.
•• Aktive Mitwirkung von sorgfältig ausgewählten, potenziellen
Verbrauchern bei der Entwicklung neuer Produkte während
des gesamten Entwicklungsprozesses (nicht erst am Ende
durch Pre-Tests).
•• Entwicklung und Dialog neuer Kampagnenansätze und -alternativen gemeinsam mit dem Verbraucher auf einer eigens dafür eingerichteten Online-Plattform in Form sogenannter Consumer-Labs.
•• Touchpoint-Marketing: Konzipierung und Gewichtung des Medieneinsatzes nach Entscheidungsphasen
Quelle: Serviceplan Gruppe/GfK
32
7-8|2012 CASH
•
Discount
Der Discount verliert auch in Österreich bei Jüngeren an Attraktivität,
während ihm Ältere zuwandern
Jüngere Lebenswelten
Ältere Lebenswelten
12,1
13,2
10,7
9,4
22,7
23
24,4
24,7
34,6
33,3
38,4
37,9
30,7
30,5
26,5
27,9
2006
2011
2006
2011
100
80
60
40
20
0
Discounter
Hypermarkt
Supermarkt
Drogeriemärkte
Quelle: GfK AT Consumer Scan
• NEUER MARKENAUFTRITT: SENSEO® setzt Maßstäbe durch sein neues Design
• OPTIMIERTES SORTIMENT: Abdeckung aller Verbraucherbedürfnisse
• KLARE SORTIMENTSSTRUKTUR: Verbesserte Orientierung für den Shopper
NEU
SENSEO® LUNGO –
EINE NEUE WELT
VOLLER INTENSITÄT
UND AROMA
LUNGO
M E H R I N F O S U N T E R W W W.S E N S E O. AT
KLASSIKER
MILCHSCHAUM
Handel
EU-Kosmetikverordnung
Wille zur Vereinfachung
Ab 11. Juli 2013 gilt die neue EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Während die Regelung
aus der Sicht der Hersteller klar und eindeutig ist,
erhebt sich für die Händler hingegen noch so manche Frage, etwa, inwieweit und ab wann die Lieferanten verpflichtet sind, sie mit rechtlich vertriebsfähiger Ware zu beliefern.
heitsregelungen umfasst sind. „Lediglich im Fall von Eigenmarken tritt die
volle Verantwortung auf den Handel
über“, so Witt. Die Frage, wie mit nicht
verordnungskonformer Ware zu verfahren ist, stellt sich aus seiner Sicht nicht,
denn: „Nicht konforme Ware darf nach
Autor: Christian Pleschberger
dem 11. Juli 2013 nicht mehr vertrieben
werden.“ Allerdings räumt auch er ein,
34
a die alte Richtlinie über kosmeti-
Hersteller in der Pflicht
Beständen, z.B. in den Verteilzentren der
sche Mittel (76/7687EWG) bereits
Während die Regelung aus der Sicht
mehrfach erheblich abgeändert worden
der Hersteller klar und eindeutig ist,
war und zudem teilweise unterschied-
erhebt sich für die Händler dagegen
liche nationale Bestimmungen bestan-
noch so manche Frage, beispielsweise,
den, wurde im Dezember 2009 die neue
inwieweit und ab wann die Lieferanten
Kosmetikverordnung 1223/2009 erlas-
verpflichtet sind, sie mit rechtlich ver-
Und was tut ein Händler, falls es im
sen. Sie zielt u.a. auf die Verbesserung
triebsfähiger Ware zu beliefern. Thomas
Zuge einer Überprüfung zu einer Bean-
des gesundheitlichen Verbraucherschut-
Witt, Geschäftsführer Beiersdorf Öster-
standung kommt, die eine Strafverfü-
zes auf der einen sowie des freien Wa-
reich, sieht in dem Zusammenhang in
gung nach sich zieht? Kann sich der
renverkehrs auf der anderen Seite ab.
erster Linie die Industrie in der Pflicht.
Händler in einem derartigen Fall gegen-
Die Verordnung ist seit 11. Jänner 2010
„Die Hersteller sind gefordert, dass die
über dem Lieferanten schad- und klag-
in Kraft, ihre Bestimmungen gelten aber
neue Kennzeichnung zeitgerecht reali-
los halten? „Faktisch wird der Handel
erst ab dem 11. Juli 2013. „Ab diesem
siert wird“, räumt Witt ein. Für den Han-
– wie er es auch bisher gemacht hat – im
Zeitpunkt ist die Verordnung dann ver-
del selbst ergeben sich aus der neuen
Zuge einer marktamtlichen Untersu-
bindlich für alle Mitgliedsstaaten gültig“,
Verordnung seiner Auffassung nach
chung gegenüber der Behörde die ver-
erklärt Dr. Amire Mahmood, Juristin im
keine neuen Verpflichtungen, die nicht
antwortliche Person gemäß der Verord-
Bundesminsterium für Gesundheit.
bereits jetzt schon von Produktsicher-
nung benennen – sprich: den Hersteller
7-8|2012 CASH
Händler, keine rechtliche Regelung in
der Kosmetikverordnung gibt.
Händler bei Eigenmarken in der
Verantwortung
Foto: Fotolia.com
D
dass es über das weitere Handling von
bzw. Importeur. Nur im Fall von Eigenmarken fällt die
Verantwortung auf den Händler selbst zurück“, erklärt
Witt. „Jedoch haben sich die Hersteller bereits intensiv
mit der neuen Kosmetikverordnung und den neuen Vorkehrungen befasst, sodass die gelieferten Produkte inner-
Innovation, Inspiration und Impulse
für den teuersten Platz am POS.
halb der vorgegebenen Frist sämtlichen Anforderungen
der Verordnung entsprechen werden“, beruhigt er. Ähnlich
argumentiert L’Oréal Österreich Director Corporate Communications und External Relations Dr. Alexandra Pifl.
„Die Anforderungen, die sich aus der neuen Verordnung
ergeben, sind seit etwa 2009 bekannt. Produkte werden
seit damals entsprechend der Verantwortung der Hersteller angepasst und seit geraumer Zeit erfolgen keine Lieferungen an den Handel in nicht konformer Aufmachung“,
•
versichert sie.
EU-Kosmetikverordnung
DAS GANZE SEHEN,
UM CHANCEN
ZU ENTDECKEN.
Wesentliche Neuerungen
•• Klare Regelungen bei der Verantworlichkeit: Ab
11.07.2013 dürfen nur jene kosmetischen Mittel in
Verkehr gebracht werden, die den Bestimmungen
der Verordnung entsprechen und für die eine verantwortliche (natürliche oder juristische) Person
in der EU benannt wurde.
•• Produktnotifizierung: Wichtige Informationen
über das Produkt (Kategorie, Name, Herkunftsland, evtl. vorhandene Nanomaterialien oder
CMR-Stoffe etc.) müssen vor dem Inverkehrbringen an eine zentrale Produktinformationsdatei gemeldet werden.
•• Bekanntgabe der Rahmenrezeptur: Die Information über die Rahmenrezeptur ist ausschließlich für
die Giftinformationszentralen bestimmt, damit
diese im Fall von Vergiftungen rasche und geeignete Maßnahmen zur Behandlung treffen können.
•• Regelungen zu Nanomaterialien: Das Vorhandensein von Nanomaterialien muss im Rahmen der
allgemeinen Notifizierungspflicht für kosmetische
Mittel gesondert mitgeteilt werden (Art. 16).
•• Einheitliche Kennzeichnung: Neu eingeführt wird
das Symbol der Sanduhr, das jetzt als Alternative
zu „mindestens haltbar bis ...“ verwendet werden
kann sowie die EU-weite Verpflichtung der Angabe „Made in ...“ bei Produkten, die außerhalb der
EU hergestellt wurden, wobei „Made in ...“ nicht
in die nationalen Sprachen übersetzt werden
muss.
•• Werbeaussagen – Kriterienkatalog: Gemäß § 20
der Verordnung dürfen für kosmetische Mittel keine Texte, Bezeichnungen, Warenzeichen, Abbildungen und andere Zeichen verwendet werden,
die über die Merkmale oder Funktion täuschen,
die die Kosmetika nicht besitzen.
Quelle: WKO, Taylor Wessing e|n|w|c Rechtsanwälte
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Handel
Young Business Factory
Den Sieg beim YBF-Workshop holten
sich ex aequo die Gruppen fünf und
acht. Dafür gab’s von Billa-Vertriebsdirektor Robert Nagele (Mitte) Geschenkskörbe von Billa Corso.
Auf der Suche nach neuen
Vertriebsformaten
„Gesättigte Märkte – was nun?“ lautete das Motto der
letzten Young Business Factory (YBF). Dabei zeigten
nicht nur Top-Referenten aus Handel und Markenartikelindustrie, wie sie mit dieser Problematik umgehen.
Auch die Seminarteilnehmer erarbeiteten in den Workshopgruppen unterschiedlichste neue Vertriebs- und
Autor: Stefan Pirker
Absatzkanäle.
ist das 250 Quadratmeter große Geschäft mit 2.700 Artikeln in erster Linie
auf Laufkundschaft ausgerichtet. Dementsprechend wurde der Laden so konzipiert, dass er beim Betreten sofort
überblickt werden kann. Das Sortiment
besteht aus einem hohen Anteil an „Ready to eat“-Artikeln, einer im Vergleich
zu normalen Geschäften doppelt so ho-
L
36
hen Anzahl an Süßwaren sowie Getränearning by hearing, learning by doing
im Hotel Schloss Hernstein (NÖ) statt-
ken, fast zu Gänze im Kleingebinde.
und learning by networking – mit
fand, bot von all dem wahrlich jede
Huber bezeichnete „Food in the City“
diesen drei Attributen charakterisierte
Menge, garniert mit einer kräftigen Por-
als ein passendes Konzept für gesättig-
CASH-Chefredakteurin Silvia Meißl in
tion Spaß und Unterhaltung.
te Märkte, mit dem sich Umsatzpoten-
ihrer Moderation die Zielsetzung der
Von lehrreich-interessant bis unter-
zial, das sich im wahrsten Sinn des
Young Business Factory powered by Ver-
haltsam-amüsant reichte folglich auch
Wortes auf der Straße vor dem Geschäft
band der Regionalmedien Österreichs
der Bogen der Vorträge. So präsentierte
befindet, nutzen lässt.
(VRM). Dieses Seminar für den Manage-
etwa Mag. Alois Huber, Geschäftsführer
mentnachwuchs aus Handel und Mar-
der Spar-Zentrale St. Pölten, gemäß dem
kenartikelindustrie, das Ende Juni mitt-
Motto der Veranstaltung „Gesättigte
lerweile zum 13. Mal und heuer erstmals
Märkte – was nun? Die Suche nach neu-
Wie die Firmengruppe Kastner ver-
en Vertriebsformaten & Absatzkanälen“
sucht, sich als Multifachgroßhändler
das „Food in the City“-Konzept, das die
von den Mitbewerbern zu differenzieren,
Spar im Juli 2011 erstmals in der Wiener
beleuchtete Christof Kastner. Die eige-
Babenbergerstraße, am Beginn der Ma-
ne Kompetenz wird dabei mittels ver-
riahilferstraße, realisierte. Laut Huber
schiedener Submarken (AllesWein,
7-8|2012 CASH
MultifachgroSShändler mit
mehreren Submarken
Geschirr&Co, BioGast etc.) unterstrichen. Diese Submarken sollen laut Christof Kastner sogar noch ausgebaut werden. In ihrer Gesamtheit will die
Firmengruppe Kastner damit ein Leistungsversprechen abgeben, das andere
nicht bieten können.
Welche Wege der Differenzierung die
Markenartikelindustrie geht, zeigten Dr.
Alfred Schrott, Vorstand für Marketing &
Verkauf bei Manner, sowie Dr. Wolfgang
Amüsante Zwischenfragen aus dem Publikum waren beim Live-Interview von CASH-Chefredakteurin Silvia Meißl mit Kelly Geschäftsführer Wolfgang Hötschl stets willkommen.
Hötschl, Geschäftsführer bei Kelly. Manner positioniert sich dabei als Alternative zu global agierenden, anonymen (Süßwaren) Großkonzernen. Im Bereich
Waffeln sowie ausgewählte Zuckerwaren
strebt man in Zentral- und Osteuropa
die Marktführerschaft an, wobei im Export der Fokus auf jene Länder gelegt
wird, in denen man einen bleibenden
Fußabdruck hinterlassen kann. Um dies
zu erreichen, führte man im Vorjahr z.B.
erstmals eine 360-Grad-Promotion in den
Ländern Deutschland, Tschechien, Slowenien und Ungarn durch.
Lebensmittel mit
Unterhaltungsfaktor
Bei Kelly ist man laut Geschäftsfüh-
Fotos: Johannes Brunnbauer
rer Wolfgang Hötschl dazu übergegan-
Beim Tischfußballturnier setzte sich im Finale die Gruppe vier (rechts) hachdünn mit 5:4 gegen
die Gruppe sieben durch.
Maresi Geschäftsführer und Workshopgruppenleiter Otto Buchta (Mitte) mit seinen Jurykollegen (v. l. n. r.) Robert Nagele (Vertriebsdirektor, Billa),
Sigrid Göttlich (Director Retailer Services, The Nielsen Company), Michael Blass (Geschäftsführer im Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie) und Wolfgang Hötschl (Geschäftsführer, Kelly)
Handel
Young Business Factory
gen, Snacks nicht nur als Nahrungsmittel zu betrachten, sondern ihnen auch
eine unterhaltende Funktion zu geben.
Um den Konsumenten dabei stets etwas
zu bieten, setzt man einerseits auf Line
Extensions, andererseits aber auch auf
echte Innovationen, die einen neuen
Nutzen, einen neuen Verwendungsanlass sowie eine neue Wertschöpfungskette schaffen.
Gruppe eins, bestehend aus Stefanie Antl (Almdudler), Cathryn Binder (Billa), Florian Dernoschnig (Wojnar’s), Michael Fritz (Kelly), Birgit Neuruhrer-Deimling (Bahlsen) und Eva Salvarani
(CASH), entwickelte im Workshop das 24 Stunden lang geöffnete, Drive-in-Vertriebskonzept
Tempo-Mart.
Workshopleiter Otto Buchta, Geschäftsführer von Maresi Austria, erklärte schließlich die Aufgabenstellung
für die eigenständigen Gruppenarbeiten. In diesen mussten, entweder aus
Sicht des Handels oder der Markenartikelindustrie, frei wählbar, neue Vertriebsformate und Absatzkanäle gefunden und anschließend in maximal fünf
Minuten präsentiert werden. Alle acht
Workshopgruppen entschieden sich
dafür, neue Vertriebswege aus Sicht des
Handels zu entwickeln, wobei eine
deutliche Tendenz in Richtung Verknüpfung von Online- und stationärem
Handel erkennbar war.
Shopping in der U-Bahn
Den Sieg, jeweils mit dem höchst
möglichen Juryvoting von 50 Punkten,
Mit dem Shop & Cook-Konzept, bei dem gekaufte Lebensmittel gleich im Geschäft selbst zubereitet werden können, holte sich Gruppe 2 den zweiten Platz. Workshopleiter Otto Buchta überreicht dafür an Melanie Kollmann (Billa), Stefan Pirker (CASH), Katharina Rössl (NÖM), Matthias
Traschl (Kastner) und Magdalena Wagner (Haubi’s) jeweils eine Ottakringer Bierrutsche.
holten sich ex aequo die Gruppen fünf
und acht. Gruppe fünf konnte die Jury
mit dem Konzept „Mei Billa-Kastl“ überzeugen. Dabei handelt es sich um einen
„Billa-Schließfachshop“, bei dem zuvor
bestellte Waren auch nach Ladenschluss bis 6.00 Uhr in der Früh aus
Schließfächern abgeholt werden können. Ebenfalls wahre Begeisterungsströme seitens der Jury und somit 50
Punkte gab es für „YOU Shop – Der Shop
kommt zu dir“ von der Gruppe acht.
Dieses Konzept funktioniert einen Waggon der Wiener U-Bahn zu einem fahrenden Mini-Markt um, bei dem die
Warenausgabe mittels Automat bewerkstelligt wird. Platz zwei holte sich
die Gruppe zwei für das Konzept „Shop
& Cook“. Ausgewählte LEH-Outlets erhalten dabei eine Küche integriert, in
Hier feilt Gruppe drei, bestehend aus Isabella Holzinger-Neulinger (Billa), Franz Lechner
(Spar), Alexandra Obermoser (Henkel), Christian Pleschberger (CASH), Sabrina Reiter (Unilever) und Thomas Schmidt (Waldquelle), gerade an ihrem begehbaren Verkaufsautomaten namens „Box ’n Shop“.
38
7-8|2012 CASH
der man sich die gekauften Lebensmittel gleich zubereiten lassen kann bzw.
in der man auch selbst den Kochlöffel
schwingen darf. •
Manstein Verlag-GF Dagmar Lang: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele
Top-Manager als Mitwirkende bei der YBF zur
Verfügung stellen. Ein herzliches Dankeschön
dafür.“
Gruppe vier machte nicht nur im Workshop mit ihrem Drive-in Supermarkt „Driving Emma“ eine
gute Figur, sondern holte sich auch den Sieg beim Tischfußballturnier. Matthias Bauer (Spar),
Marc-Michael Grabler (Julius Meinl), Katharina Hofbauer (Kelly), Katharina Rameder (Billa) und
Sabine Sperk (CASH) wurden dafür mit einer prall gefüllten NÖM-Kühltasche belohnt, überreicht
von NÖM-Mitarbeiterin Katharina Rössl (1. Reihe, 1. v. r.).
Michael Blass, Fachverband der Nahrungs- und
Genussmittelindustrie: „Die Lebensmittelindustrie muss sich selbst ein schlüssigeres Gesamtbild verpassen, um Skandalisierungsversuchen
von außen besser vorbeugen zu können.“
Die intensive Arbeit hat sich für Gruppe fünf ausgezahlt. Errangen doch Karin Hasenhütl (CASH),
Miriam Krickl (Unilever), Iris Litschauer (Kraft Foods), Ines Sordje (Rewe International), Markus
Pois (Efko) und Anita Wimmer (Kelly) mit ihrem Schließfachshop „Mei Billa-Kastl“ den ersten
Platz beim Workshop.
Alois Huber: „Food in the City ist ein maßgeschneidertes Konzept der Spar für ein neues
Konsumverhalten.“
Lebensmittel werden online geordert und können anschließend bei in der Stadt abgestellten Anhängern selbstständig abgeholt werden. Dieses Konzept präsentierte Gruppe sechs, bestehend
aus Jürgen Artmann (Haribo), Dieter Henrich (Verband der Regionalmedien Österreichs), Ivana
Ivic (Radlberger), Alexander Neteschal (ZIP Warenhandel) und Susanne Sustersic (Julius Meinl).
WHAT‘s N.X.T?
www.n-x-t.at
Handel
Young Business Factory
Für ihre Workshoparbeit, den Pick-up Point, verpasste Gruppe sieben knapp einen Spitzenplatz.
Doch beim Tipp-Spiel, bei dem das Ergebnis des Halbfinalmatches Spanien-Portugal bei der Fußball Euro 2012 richtig erraten werden musste, lag man am nächsten. Dafür sponserte Kelly-Geschäftsführer Wolfgang Hötschl mit Snacks gefüllte Sporttaschen, die Kristina Jovanovic (NÖM),
Sabine Karl (Radlberger), Simon von Malottki (ZIP Warenhandel), Gerhard Pichl (Wojnar’s) und
Birgit Schrödlein (Spar) mit nach Hause nehmen durften.
Dieter Henrich, Geschäftsführer vom Verband
der Regionalmedien Österreichs, ist nicht nur
langjähriger Sponsor der YBF, sondern auch
bei jeder Auflage selbst persönlich mit dabei.
Im historischen Innenhof von Schloss Hernstein gebar Gruppe acht die futuristische Idee vom
Mini-Markt in einem Waggon der Wiener U-Bahn. Das bedeutete Platz eins für Barbara Bernhard
(Spar), Michael Edlbauer (Vöslauer), Michael Hild (Waldquelle), Oliver Ratschka (A.C. Nielsen)
und Elisabeth Vogl (Bahlsen).
Christof Kastner: „Mit unserem Konzept als
Multifachgroßhändler differenzieren wir uns
von den Mitbewerbern.“
CASH bedankt sich bei den Sponsoren der
Young Business Factory 2012
Almdudler, Bahlsen, Billa
Corso, Brau Union, Campari, Coca-Cola, Haribo,
Haubi’s, Kelly, Kotányi,
Kraft Foods, Lenz Moser,
Maresi, Mautner Markhof,
Milford, Nestlé, NÖM, Ottakringer, Pago, Pfanner,
Radlberger, SCA, Spar,
Spitz, Verband der Regionalmedien Österreichs
(VRM), VKF Renzel, Zielpunkt
40
7-8|2012 CASH
Alfred Schrott: „Manner ist als Alternative zu
global agierenden, anonymen Großkonzernen
positioniert.“
Coverstory
Ernährung heute
Essen, was
wir wollen?
Das jüngste Symposium des forum.ernährung heute
ging der Frage nach, ob Essen Privatsache oder Fremdbestimmung sei. Mit einer hochspannenden Conclusio:
Es kommt immer auf den persönlichen Zugang zu
Autor: Willy Zwerger
Lebensmitteln an.
42
7-8|2012 CASH
D
Gesundheits-facts
ie Liste der Referenten und Diskutanten hätte illustrer nicht sein kön-
nen. forum.ernährung heute-Präsident
Dr. Peter Reinecke und seine wissenschaftliche Leiterin Mag. Marlies Gruber
haben nämlich so ziemlich alles aufgeboten, was zum Thema Ernährung in
irgend einer Weise Relevanz hatte – von
Ernährungsspezialisten und Gesundheitswissenschaftlern über Philosophen
und Schriftsteller bis hin zu Ökologen
Für Walter Wippersberg hat das Streben nach
Gesundheit religiösen Charakter.
und Vollblut-Veganern.
vor unangefochten an der Spitze der
beängstigende fakten
nicht übertragbaren Erkrankungen in
Wie sehr das Thema Ernährung in
Europa liegen, finden wir ab dem dritten
Zusammenhang mit Gesundheit in
Platz praktisch nur mehr ernährungsbe-
Überflusszeiten wie diesen unter den
dingte Verursacher: erhöhtes Choleste-
Nägeln brennt, verdeutlichen folgende
rin, zu geringer Obst- und Gemüse-Ver-
Facts ziemlich eindrucksvoll (siehe hie-
zehr, hohe Blutdruckwerte, Übergewicht
zu auch nebenstehender Kasten):
und Bewegungsmangel.
•• Die Zahl der übergewichtigen und
Selbstverständlich macht sich dar-
adipösen Menschen hat in den ver-
über auch die Politik ihre Gedanken. So
gangenen Jahrzehnten kontinuier-
hat Gesundheitsminister Alois Stöger
lich zugenommen, so auch in Ös-
Ende Mai dieses Jahres zehn Gesund-
terreich.
heitsziele präsentiert, mit der Absicht,
•• In Österreich sind zwei von fünf Er-
in den nächsten zwanzig Jahren die in
wachsenen sowie jedes fünfte Kind
Gesundheit verbrachten Lebensjahre
übergewichtig.
der Österreicher um zwei Jahre zu stei-
•• In Europa werden ernährungsbe-
gern. Zwei wichtige Maßnahmen dabei:
dingte Erkrankungen wie Herzkreis-
Ernährung mit qualitativ hochwertigen
lauferkrankungen, Diabetes und be-
Lebensmitteln soll für alle zugänglich
stimmte Krebsarten für die Haupt-
gemacht und Bewegung im Alltag ge-
krankheitslast (77 %) verantwortlich
fördert werden.
gemacht und stellen mit 86 Prozent
die Haupttodesursachen dar.
Immer wieder stehen staatlich aufoktroyierte Maßnahmen zur „Zwangs-
Wenn man davon ausgeht, dass Ta-
beglückung“ des Volkes in Sachen ge-
bak- und Alkoholmissbrauch nach wie
sunder respektiver ungesunder Ernährung im Fokus kontraversieller Meinungen. Wie zum Beispiel die 2011 in
Dänemark eingeführte Fettsteuer oder
die Sondersteuer auf Süßes, Salziges
und Fettes in Ungarn. Für die einen eine
durchaus praktikable Lösung, für die
anderen nicht nur perfekte Beispiele für
Fotos: Fotolia.com, forum.ernährung heute
Sinnlosigkeit, sondern auch ein viel zu
tiefer Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit.
•• Jeder zweite Österreicher gibt an,
schon einmal eine Diät gemacht zu
haben.
•• 47 Prozent essen jeden Tag bzw.
mehrmals wöchentlich bewusst kaloriensparend.
•• 38 Prozent der Österreicher geben
an, dass sie mindestens einmal pro
Woche Sport betreiben und liegen
somit knapp unter dem EU-Schnitt
von 40 Prozent.
•• 29 Prozent sagen, dass sie nie Sport
betreiben (EU: 39 %).
•• 39 Prozent der Österreicher geben
an, regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.
•• 75 Prozent fühlen sich gesundheitlich sehr oder eher gut – und das relativ konstant über die vergangenen
Jahre.
•• 85 Prozent machen sich zumindest
manchmal Gedanken um ihre Gesundheit, 30 Prozent sogar oft bzw.
sehr oft.
•• 81 Prozent der besser situierten Österreicher beurteilen ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut,
während dies nur 59 Prozent der
Menschen mit sozio-ökonomisch
niedrigerem Status so wahrnehmen.
•• Die große Mehrheit der Österreicher
sieht zumindest einen gewissen Zusammenhang zwischen Gesundheit
und eigenem Verhalten – allerdings
sinkt dieser Wert konstant. Sah
2010 noch mehr als ein Drittel einen deutlichen persönlichen Anteil
an der Erhaltung der eigenen Gesundheit, war es 2011 nur mehr ein
Viertel.
•• Die Weltgesundheitsorganisation
WHO definiert „Gesundheit“ als
„einen Zustand des vollständigen
körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur
des Fehlens von Krankheit oder Gebrechen“.
religiöse auswirkungen
Petra Lehner sieht den größten Handlungsbedarf bei sozial schwachen Menschen.
Schriftsteller Walter Wippersberg,
schen selbst als auch seitens der Obrig-
einer der Referenten beim besagten Sym-
keiten. Er vergleicht den Gesundheits-
posium des forum.ernährung heute, geht
wahn mit der Religion und verweist
der Gesundheitswahn entschieden zu
darauf, dass Gesundheit in früheren
weit, und zwar sowohl seitens der Men-
Zeiten nicht wirklich wichtig war, sehr
7-8|2012 CASH
43
Coverstory
Ernährung heute
gen bis zum Herzinfarkt. Wobei der
Patient ohnehin alles glauben muss, was
der Arzt sagt.“
Somit stehe die Krankheit permanent
im Mittelpunkt des Interesses und jede
Gesundenuntersuchung habe ausschließlich den Sinn, irgendetwas zu
finden. Wippersberg sieht auch in dem
von der Politik unterstützten und geneMartina Kaller: „Essen hat auch wichtige soziale Komponenten, dient nicht nur der reinen
Nahrungsaufnahme.“
rell vom Volk verfolgten Ziel, möglichst
alt zu werden, überhaupt keinen Sinn.
Man sollte vielmehr das Leben genießen,
Ursula Püringer findet es richtig und wichtig,
dass die öffentliche Hand in die Ernährung jedes Einzelnen eingreift.“
es auskosten, solange es es wert ist“. Er
persönlich halte es da mit den Juden:
produkten, was sich letztendlich auch
„Die wollen nämlich lebenssatt sterben.“
auf einen signifikanten Rückgang der
In diesem Zusammenhang interes-
Kindersterblichkeit sowie der durch Er-
sant ist, dass ohnehin nur zehn Prozent
nährung verursachten Krankheiten
der Krankheiten persönlich beeinfluß-
ausgewirkt hat. Auch die Vielzahl an
bar sind, 20 Prozent durch die Medizin,
ErnährungsberaterInnen sei eine posi-
jedoch 70 Prozent mehr oder weniger
tive Entwicklung, wobei der Staat durch
vom Schicksal abhängen.
seinen Einfluss auf geschützte Märkte,
regionale Produkte, Schutzzölle und
massenware wird abgelehnt
Einen nicht zu unterschätzenden
gen ebenfalls sehr viel beiträgt.
Aspekt brachte Kulturhistorikerin Mar-
Was die Verbraucher sehr wohl sehr
tina Kaller von der Universität Wien ein,
heftig ablehnen, ist die leider vielerorts
denn ihrer Meinung nach seien die wah-
festzustellende Tendenz zu Massenwa-
ren Ernährungsexperten nach wie vor
re und zu wertarmen Lebensmitteln mit
die älteren Frauen in unserer Gesell-
hohem Zucker- und Fettanteil. Kaller:
schaft, wobei sie Wippersberg insofern
„Was die Menschen wirklich wollen, ist
wohl jedoch die Vermeidung von Krank-
recht gab, als dass der gesundheitliche
Natürlichkeit, Einfachheit und Regiona-
heiten und das Abwenden von Schmer-
Aspekt beim Kochen für die Familie stets
lität. Wobei eines klar sein muss: Durch
zen. Wippersberg: „Das größte Gut un-
ein marginaler war. Kaller: „Es ging um
regionales Essen kann die Welt nicht
serer Vorfahren war die Freude am
weitaus größere Dimensionen als nur
gerettet werden.“
Leben.“
um Nahrungsaufnahme, es ging um
Klaus Kocks: „Jeder Mensch hat das Recht,
sich falsch zu ernähren.“
44
Nahrungsmittelproduktionsförderun-
Wie sehr das heutige Streben nach
einen sozialen Beitrag für die Familie,
Gesundheit bereits religiöse Dimensio-
für die Gruppe. Essen fand immer ge-
nen bekommen hat, beweist der Spruch
meinsam statt, nie einzeln.“
fleischkonsum reduzieren
Wie wir essen sollten, versuchten
anschließend vier Experten mit unter-
„Ich habe gesündigt“, wenn man sich
Ein Umstand, der sich in den letzten
schiedlichen Zugängen zum Thema
einmal ein Stück Schokolade gegönnt
Jahren fast dramatisch geändert hat.
mittels Impuls-Statements vorzuschla-
hat. Wippersberg weiter: „Früher bauten
Denn immer mehr Single-Haushalte
gen. Die gesunde Variante versuchte
sie Kathedralen, heute bauen wir Klini-
sind nur ein sichtbares Zeichen der Ver-
Petra Lehner vom Gesundheitsministe-
ken, damals retteten sie ihre Seelen, wir
änderungen unserer gesellschaftlichen
rium schmackhaft zu machen. Ihre
retten heute unsere Figur.“ Und: „Der
Strukturen, ein zweites sichtbares Zei-
Stichworte: ausgewogen, vielfältig, lust-
Drang nach Extremsportarten ist doch
chen sind – daraus resultierend – einer-
voll, regelmäßig, schadstofffrei, natür-
nichts anderes als eine Form der Selbst-
seits immer mehr Singlepackungen in
lich und gesund. Sie sieht den größten
geisselung.“
den Supermärkten und der Trend zu
Handlungsbedarf bei den sozial schwa-
Was Wippersberg weiters anpran-
Convenience-Produkten respektive zu
chen Menschen.
gert, ist der unreflektierte Glaube an die
einer Zunahme des Außer-Haus-Ver-
Die hedonistische Variante bevor-
medizinische Wissenschaft und die aus-
zehrs. Es wird also immer weniger ge-
zugt hingegen Katharina Seiser von der
gelebte Rolle des Sünders als Patient
kocht in Österreichs Haushalten.
Plattform www.esskultur.at. Sie mag es
beim Arzt: „Die Untersuchung ist die
Was sich jedoch, so Kaller weiter,
gar nicht, wenn ihr – von wem auch
Beichte und die Buße sind die Verhal-
sehr wohl positiv entwickelt hat, ist die
immer – vorgeschrieben wird, was sie
tensmaßregelung mit Strafandrohun-
Lebensmittelsicherheit bei Industrie-
essen soll: „Mein Bauch geht niemanden
7-8|2012 CASH
das Vieh benötigt 80 Prozent der Fläche,
sondern auch die Hauptverursacher der
trägt jedoch nur 17 Prozent zur Ernäh-
stetig steigenden Gesundheitskosten.
rung bei.“ Daher sei er für eine explizi-
Daher findet sie es richtig und wichtig,
te Fleischsteuer, eine damit verbundene
dass die öffentliche Hand in die Ernäh-
Umstellung der Ernährung, einen Ver-
rung jedes Einzelnen eingreift, vor allem
zicht auf Flugzeuge, ein Reduzieren des
bei Kindern, Senioren und bei Großver-
Autofahrens und ein Wohnen wie im
brauchern wie Betriebskantinen usw.
Fass – klein und gut isoliert.
Kommunikationsberater
Klaus
In die gleiche Kerbe schlug auch Felix
Kocks von der CATO-Sozietät sieht die
Hnat von der Veganen Gesellschaft Ös-
Tatsache, dass viele Menschen das Ko-
terreichs, der die vegane Variante präfe-
chen verlernt haben als unmittelbare
riert. Er liege damit voll im Trend, betra-
Folge der Lebensmittel-Industrialisie-
etwas an.“ Ihre Philosophie ist eine pu-
ge doch der jährliche Mitgliederzuwachs
rung. Sein philosophischer Ansatz: „Je-
ristische, daher wirft sie der Lebensmit-
seines Vereins 30 Prozent und werde die
der Mensch hat das Recht, sich falsch
telindustrie die vielen Zusatzstoffe vor,
Produktpalette auch in den Supermärk-
zu ernähren. Daraus ergibt sich, dass
die diese in ihre Produkte einarbeitet,
ten kontinierlich größer. Sein größtes
eine Diskriminierung von Übergewich-
und der Landwirtschaft die oftmals
Anliegen: die Rechte der Tiere wahren
tigen ethisch nicht zu rechtfertigen ist.“
nicht artgerechte Tierhaltung. Und sie
und die unethische Art und Weise, wie
Auch er prangert jedwede staatlich ge-
fordert Kochen als Pflichtschulfach.
Tiere genutzt werden, abschaffen.
lenkte Einflüsse in Sachen Ernährung
Katharina Seiser: „Ich fordere Kochen als
Pflichtschulfach.“
Ex-Greenpeace-Aktivist Wolfgang
Pekny deckt die ökologische Sichtweise
ab. Er erinnert einmal mehr daran, dass
an: „Der Staat will überall Einfluss neh-
lebensmittel-stickeralben
Gesundheitsmedizinerin
men, so auch beim Essen.“ Um etwas
mit
zynisch zu enden: „Diabetiker & Co
die Welt völlig aus dem Gleichgewicht
Schwerpunkt Ernährung Ursula Püringer
sollten gesellschaftlich viel mehr Anse-
geraten sei, dass ein Viertel der Bevöl-
weiß um die Problematik der richtigen
hen genießen, weil sie kürzer leben. Und
kerung drei Viertel der Welt braucht,
Ernährung: „Es geht um Lebensmittel-
Bio-Jünger sind genau das Gegenteil.“
dass wir derzeit bereits drei Planeten
preise und um Lebensmittelverfügbar-
Alles in allem ein spannender, kurz-
bräuchten, um alle Bedürfnisse zu be-
keit. Da gesunde Lebensmittel nicht für
weiliger und in vielerlei Hinsicht zum
friedigen und dass es globale Pflicht der
alle Gesellschaftsschichten zugänglich
Nachdenken anregender Tag, wobei eine
Habenden wäre, mit weniger Platz aus-
sind, sind Zivilisationskrankheiten wie
Idee direkt an die großen Handelsketten
zukommen und vor allem weniger
Diabetes, Adipositas und Bluthochdruck
gerichtet ist: Stickeralben zum Thema
Fleisch zu konsumieren. Pekny: „Denn
nicht nur die häufigsten Todesursachen,
Lebensmittel zu lancieren.
•
Nachgefragt: bei forum.ernährung heute-Präsident Dr. Peter Reinecke*
CASH: Herr Reinecke, dem forum.ernährung heute
gelingt es seit geraumer Zeit, spannende und
durchaus kontroversielle Ansichten im Rahmen
seiner Symposien zu präsentieren. Was ist die Idee
dahinter?
Peter Reinecke: Essen und Trinken sind elementare Bestandteile unseres Lebens, daraus resultieren Esskultur, Genuss und Lebensfreude. Uns geht
es dabei um eine Versachlichung der Diskussion
über Lebensstile.
Der Hunger in der Welt einerseits und die Zivilisationskrankheiten
andererseits sind stetige Begleiter unseres Alltags. Wie greifen
Sie im Rahmen des Forums diese Themen auf?
Wenn man davon ausgeht, dass die halbe Welt hungert und die
andere Hälfte zu fett ist, ist das Spannungsfeld vorprogrammiert.
Dazu kommt, dass die Gesundheit als Wert noch nie so wichtig
war, wie sie heute ist. Daraus resultiert die Angst vor Nicht-Gesundheit, vor Täuschung und Betrug. Die Menschen haben daher
ein gesteigertes Informationsbedürfnis, wollen alles wissen und
sind dabei sehr sensibel. Was zu zunehmender
Verunsicherung führt.
Ein Paradoxon oder eine logische Folge der zunehmenden Transparenz?
Eher eine Frage der persönlichen Lebensphilosophie. Was für die einen in grundsätzliches Vertrauen in die Lebensmittel-Produzenten mündet, wird
von den anderen als permanente Gefahr empfunden. Diese ständige Bedrohung – zurückzuführen
auf unsere Urängste des Verhungerns und des Vergiftetwerdens
– führt zu Misstrauen und Generalverdacht. Die logische Konsequenz daraus: eine starke Sehnsucht nach früher, wo alles ehrlicher und nicht industrialisiert war.
Was uns automatisch zum Thema Lebensmittelsicherheit bringt.
Exakt. Denn eines muss jedem klar sein – noch nie waren Lebensmittel so sicher wie heute.
*Dr. Peter Reinecke war von 1994 bis 2009 Generaldirektor von Kraft Foods
Österreich und kann auf umfassende Erfahrungen in Forschung, Management und
Unternehmensberatung zurückgreifen.
7-8|2012 CASH
45
DES MONATS
CASH HIT
INDUSTRIE
Autor: Willy Zwerger
Grießkoch – le Snack
Ganz viel früher, als wir vom CASH-Hit des Monats-Testteam noch allesamt sehr sehr jung waren, geschah es so
ab und an, dass uns das Grießkoch übrig blieb und uns
sozusagen unter der Hand im Schüsselchen vertrocknete.
Später dann, wenn wir vom Spielen dreckig und hundemüde nach Hause kamen, entdeckten wir den eingetrockneten Rest und erfreuten uns aufs Neue ob des nunmehr
völlig anders schmeckenden Nachschlags.
Als dann die Jahre der Grießkochlosigkeit ins Land zogen
und wir uns allesamt von völlig anderen Dingen ernährten, war es ausgerechnet ein befreundeter Großwildjäger,
der uns an die guten, alten Grießbreizeiten erinnerte und
uns von ganz besonderen Zwergen erzählte, die er auf
auf Grießkochbasis im speziellen Verfahren getrocknet,
als Zwerge geformt und in einen lustigen Zwergenbeutel
verpackt, auf dass nicht nur die Kinder mit großer Freude
nach ihnen griffen. Auch dem Großwildjäger wurde plötzlich warm ums Herz und er begann wie wir nostalgisch
zu werden und den Geschmack unserer Kindheit wieder
hochkommen. Und was uns allen zusätzlich große Freude bereitet, ist die Tatsache, dass es Schoko- und Vanillegeschmack gibt und es zum Knabbern genauso gut
schmeckt wie in der Milch.
FFM-Fact Finding Mission
Produktname: Himmeltau
Grießzwerge
Produktkategorie: Grießbrei
zum Knabbern
Inhalt: 30 g pro Packung
Varianten: Schoko und Vanille
Herstellermarke: Himmeltau
Vertrieb: Maresi Austria GmbH
Meytensgasse 27
1131 Wien
Tel. +43/1/53 189-0
himmeltau@maresi.at
www.maresi.at
Weitere Informationen:
Ingrid Maximilian
Marketing Manager
Tel. +43/1/53 189-38
i.maximilian@maresi.at
Fotos: Maresi, peter.svec@pixXL.at
seinen Safaris kennenlernen durfte. Wurden diese doch
INDUSTRIE
Zitat des Monats
Österreichische Markenwert Studie 2012
Red Bull weiter klar in Front
Österreichs wertvollste Marke ist auch heuer wieder mit deutlichem Abstand
Red Bull. Dabei konnte der Markenwert nochmals um 3,9 Prozent zulegen und
befindet sich laut Österreichischer Markenwert Studie 2012 nun bei 13,929 Mrd.
Euro. „Mit zwölf Prozent Umsatzzuwachs, resultierend aus 4,6 Mrd. verkauften
Dosen, dem zweiten Formel-1-Weltmeistertitel in Folge, verbunden mit weltweitem Medienecho und hohen Werbewertzuwächsen, sowie dem österreichi-
„Verkaufsgespräche sind wie
Fußballspiele mit der deutschen Nationalmannschaft. Sie
sind erst vorbei, wenn die
Mannschaft im Bus sitzt.“
Ing. Christian Reitterer, MBA,
Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Pro
Management Quadrat
schen Bundesliga-Meistertitel bleibt das Salzburger Markenunternehmen
weiter auf der Überholspur. Perfekt inszenierte internationale Eigen-Events
und der Ausbau innovativer Medienprodukte demonstrieren unverändert das
große Potenzial“, kommentiert Dr. Gerhard Hrebicek, Herausgeber der eurobrand2012 Markenwertstudie den Spitzenplatz von Red Bull.
Generell fällt bei den Ergebnissen der heurigen Österreichischen Markenwertstudie auf, dass Markenunternehmen im Industriesegment ein Wachstum von 9,4
Prozent erzielen konnten, während vor allem die Top Finanzdienstleistungsmarken wie Raiffeisen und Erste Bank massive Markenwertverluste hinnehmen
mussten. Diese Markenwertverluste haben sogar dazu geführt, dass sich die
Markenwerte der Top 10 Austro-Brand Corporations im Vergleich zu 2011 um 3,1
Prozent auf 32,7 Mrd. Euro verringert haben. Die negative Entwicklung der Finanzdienstleister herausgerechnet, wäre man auf ein Plus von 3,8 Prozent gekommen.
Die Österreichische Markenwert Studie – eurobrand Austria 2012 wurde heuer
bereits zum neunten Mal durchgeführt und ermittelte aus dem News & Trend-
Expressfinder
6Aktuell
12Handel
47Industrie-News
52 Interview Thumser
54Sonnentor
56 D.E Master Blenders 1753
58Essie
60Schlumberger
62 Brot & Backwaren
68 Alles für die Schule
72Tiernahrung
76Wäschepflege
Ranking der „Top 500 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs“ vom Juni
2012 jene heimischen
Die Top 10 Brand Corporations
Fotos: Red Bull, peter.svec@pixXL.at, Fotolia.com
Markenwert in Mio. Euro
1. Red Bull
13.929
2. Swarovksi Gruppe
3.674
3. Telekom Austria Group A1
2.292
4. Novomatic Group of Companies
2.285
5. Raiffeisen Bankengruppe
2.276
6. Casinos Austria Gruppe
2.171
7. Spar Österreich Gruppe
2.072
8. ÖBB Gruppe
1.520
9. Erste Bank Gruppe
1.323
10. OMV
1.209
Quelle: Österreichische Markenwert Studie 2012
Unternehmensmarken, die sich zu mehr
als 45 Prozent in österreichischem Eigentum befinden. Die
Analyse wurde anhand von 180 österreichischen Markenunternehmen in 16
Branchensegmenten
im Rahmen der eurobrand2012 Studie
durchgeführt.
80Trends
82 Zu guter Letzt
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47
INDUSTRIE | NEWS
Product Line
Über das Tochterunternehmen convivo GmbH bietet
Lekkerland in Österreich
inzwischen rund 20 Artikel in den Warenbereichen Getränke, Süßwaren und Snacks an.
Neu seit Mitte Juni im
Sortiment ist der
Energy-Drink Take Off
Tropic Mix in der leuchtend goldgelben
0,33-Liter-Dose mit dem Geschmack
von Orange, Maracuja, Mango und weißer Traube.
Friedrich Kaiser
Historische Neupositionierung
Die Marke Kaiser hat im Wirtschaftsjahr 2011 einen
Inlandsumsatz mit hauseigenen Marken in Höhe von
3,1 Mio. Euro umgesetzt und liegt damit im österreichischen LEH und DFH konstant unter den Top 3 der Halsund Hustenbonbonhersteller. Kaiser-Marketingleiterin
Katja Marschner erklärt: „Dennoch haben wir in den
letzten Jahren nicht in dem Ausmaß neue Konsumenten
dazu gewinnen können, wie wir uns das gewünscht
hätten. Die neue Markenstrategie wird unsere Tradition,
unseren Elan und unsere Innovationsfreude sichtbar
und neu erlebbar machen.“
Und mit dieser neuen Markenstrategie will das Unternehmen seine Marke und
Neu im Sortiment der
IMS Höllinger GmbH
gibt es jetzt das koffeinfreie Bio Cola in
der 250 Milliliter
Dose sowie Bio
Cranberry SprizzFruchtsoda in
der 500-MilliliterPET-Flasche.
das Sortiment moderat verjüngen. Dabei setzt man auf
die Positionierung als Bonbonmeister Kaiser, der die
Stärken des Zuckerlherstellers – aus der Natur gewonnene Zutaten, beste Qualität sowie stetige Neuentwicklung und Verbesserung der Rezepturen – gekonnt auf
den Punkt bringt. Im Süßwarenregal heben sich die
Kaiser Bonbons durch die neue, weiße und teilweise
transparente Verpackung vom Wettbewerb ab; der gewohnte Farbcode definiert jede Sorte aber weiterhin.
Auch das Logo wurde sanft modernisiert und die drei
Tannen als Qualitätssiegel noch stärker darin verankert. Nach einer Sortimentsstraffung gibt es nun insgesamt 20 Geschmacksrichtungen, neu neben den Klassikern Bimenthol, Brust Caramellen und Waldhonig Salbei sind Honig Spitzwegerich, Schwarzer Holunder und Brust Caramellen zuckerfrei mit Ismomalt und der
Süße aus Stevia.
NÖM
Nach Expansion nun Restrukturierung
Das Jahr 2011 bescherte der NÖM
laut Angaben des Wirtschaftsblatts
einen Verlust von 7,3 Mio. Euro,
nachdem 2010 noch ein Gewinn von
Die Klassik-Range von Yo wird
im August um die Sorte Multivitamin erweitert. Die Kombination der Multifrucht-Sorten
Trauben, Birnen, Marillen,
Äpfel sowie die Südfrüchte
Orangen und Ananas verleihen dem Sirup einen Hauch
Exotic und bringen wertvolle
Vitamine sowie Folsäure mit
sich, verspricht Hersteller
Eckes-Granini.
48
7-8|2012 CASH
7,4 Mio. verbucht wurde. Zu einem
großen Verlustbrocken mutierte dabei die 2009 eröffnete Molkerei im
britischen Telford nahe Birmingham,
für die man nun einen Partner sucht.
Von den Plänen, eine weitere Molkerei in der Ukraine zu eröffnen, hat
man sich vorerst einmal gänzlich verabschiedet.
Im Zuge eines bereits im Vorjahr eingeleitetem Restrukturierungsprogramm mussten rund 100 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Die Restrukturierung in
Österreich ist nun aber abgeschlossen, heißt es dazu vom NÖM-Mehrheitseigentümer Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien.
Fotos: convivo/Lekkerland, IMS Höllinger, Almdudler, Eckes-Granini, Kaiser
Ab sofort sind die neuen und kultigen
Almdulder Werbemittel auch im Onlineshop (www.almdudler.com/shop)
erhältlich. Neben den
beliebten Trachtenpärchenliegen und
Sitzsäcken warten
dort u.a. auch Almdulder Liegetücher, die kultigen Almdudler Trachtenshirts für
Madln und Buam u.v.a.m. auf die Fans.
Zuegg-Group
Sattes Wachstum im Vorjahr
Die Zuegg-Gruppe blickt auf ein wachstumsgetriebenes
Jahr 2011 zurück, sowohl im B2B wie auch im B2C-Bereich.
Das Geschäft mit den Marken Zuegg und Zuegg Skipper, für
das im Jahr 2010 eine Niederlassung in Graz, geführt von
Sales-Manager Christian Izzo, gegründet wurde, wuchs um
10,5 Prozent auf einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro.
Damit erzielt diese Division 56,7 Prozent des Gesamtumsatzes von rund 210 Millionen Euro des in vierter Generation
von Präsident Oswald Zuegg geführten Konzerns.
Das B2B-Geschäft, in dem Spezialprodukte wie z.B. Säfte und Fruchtzubereitungen für die Weiterverarbeitung etwa
im Molkerei- und Backwarenbereich in fünf Produktionsstandorten (Deutschland, Italien, Russland) hergestellt werden, legte umsatzmäßig um 17 Prozent auf 92 Millionen Euro
Oswald Zuegg (2. v. r.), hier mit italienischen Bauern auf einer Testplantage in Süditalien: „Wir wollen nicht nur unser Geschäft, sondern
auch die Region weiterentwickeln.“
Fotos: CASH-Archiv, Julius Meinl, Iglo Österreich
zu. Am Standort Zörbig in Deutschland ist die Produktion
von Konfitüren und Brotaufstrichen sowie von Fruchtsirupen
Qualität „vom Bauern bis zum Tisch“ und die Innovations-
konzentriert. Die erfreuliche Konzernentwicklung (Hauptsitz:
freudigkeit basiert: In Österreich wurden zuletzt die Frucht-
Verona) führt Oswald Zuegg auf das gelebte Motto „Passion
aufstriche Zitrone und Williams Birne gelauncht. Nun hofft
for fruit, love for life“ der 523 Mitarbeiter umfassenden
man, auch mit diesen Sorten an die steigende Beliebtheit
Belegschaft zurück, auf dem das Bekenntnis zu höchster
der Marke Zuegg anzuknüpfen.
Julius Meinl Kaffee
Iglo
Grund zum Feiern
Permira verkauft nun doch nicht
Sein 150-jähriges Jubiläum hat Julius Meinl Kaffee mit einem
Knalleffekt um die Ver-
eigens dafür designten und temporär aufgebauten Kaffeehaus
kaufsgerüchte von
namens „Meinl’s Café 150“ mitten am Wiener Graben gefeiert.
Iglo/Bird’s Eye durch
Auf über 375 Quadratmetern auf zwei Ebenen inklusive Ter-
den Finanzinvestor
rasse mit Blick auf den Kohlmarkt und den Graben gab es
Permira. Dieser blies
insgesamt 150 Sitzplätz und einen Lounge-Bereich. Darüber
nämlich die Verkaufs-
hinaus boten die in-
pläne für seine Tief-
tegrierte Bühne im
kühlkost-Sparte, die er
Erdgeschoß und die
2006 übernommen
Außenbühne in Form
hatte, kurzerhand ab
einer Riesen-Espres-
und teilte weiters mit,
somaschine Platz für
dass man auch die ge-
Live Acts und weitere
plante Ausschüttung
Programmpunkte. Im
einer Superdividende von einer halben Milliarde Euro nicht
Jubiläumsjahr avan-
mehr weiterverfolge. Offizieller Grund: Die Kosten für die Divi-
ciert das österreichi-
dende wären Permira als Schulden aufgehalst worden, heißt es.
sche Traditionsunter-
Permira hatte zuvor das Gebot der Investoren Blackstone und
nehmen außerdem
BC Partners, die für Iglo kolportierte 2,5 Milliarden Euro zah-
mit der Übernahme
len wollten, als zu niedrig abgelehnt. Permira wollte angeblich
des Unternehmens
2,8 Milliarden Euro. Ziemlich wahrscheinlich ist nun ein Bör-
Kavaimpex mit Sitz in
segang in einigen Jahren. Bis dahin gilt Business as usual. Für
Boljum, Istrien, zur
Iglo Österreich Geschäftsführer Dr. Rainer Herrmann defini-
Nummer 1 im Gastro-
tiv kein Problem. Er meint: „Permira hat sich über fünfeinhalb
nomie-Sektor (HoRe-
Jahre als ausgezeichneter Geschäftspartner erwiesen und
Ca) in Kroatien.
gute Investitionen getätigt.“
Iglo Österreich Geschäftsführer Rainer
Herrmann
7-8|2012 CASH
49
INDUSTRIE | NEWS
Product Line
Für die unterschiedlichen Beschwerdegrade bei schmerzempfindlichen Zähnen hat die
Sensodyne-Forschung drei Bürstenvarianten entwickelt (Sensitive, Mittel und Mikro Aktiv). Die
Sensodyne Mikro Aktiv-Zahnbürste, deren Borsten sich zur Spitze
hin verjüngen, eignet sich vor allem
für die schonende Reinigung der
Zähne und des Zahnfleischrandes bei
besonders stark schmerzempfindlichen Zähnen.
Starzinger
Gutes Beispiel für Nachhaltigkeit
Im Mai gastierten Vertreter
der österreichischen Getränkewirtschaft bei Starzinger
in Frankenmarkt, um gemeinsam Weiterentwicklungen der Branche hinsichtlich
ökologischer Nachhaltigkeit
zu diskutieren. Die Unternehmensgruppe selbst ist ein
gutes Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften. So etwa
investiert Starzinger laufend
Geschäftsführerin Ludmilla Starzinger begrüßt die Teilnehmer der Nachhaltigkeitsagenda.
in hochmoderne Anlagen,
etwa zur Ermöglichung eines
intelligenten Abwasserma-
nagements, zur Energiereduktion und -rückgewinnung sowie zur Lärmreduktion.
Darüber hinaus unterhält Starzinger ein eigenes Wasserkraftwerk für die Stromversorgung der Brauerei Bräu am Berg, als Haupteigentümer am Biomassekraftwerk
Frankenmarkt ist auch für die Wärmeversorgung der Dosenanlagen gesorgt. Au-
Von Juli bis Dezember laden die Promotionsticker mit Gewinncodes auf
den Feh 15er- und 30er-Packungen
dazu ein, Reisestopps für den Feh Luxuszug zu sammeln. Neben einer Reise
mit dem Venice Simplon-Orient-Express nach Paris und London gibt es
für alle Reisefans auch 15 hochwertige
Leder-Reisetaschen und 100 StädteReiseführer zu gewinnen.
ßerdem bleibt Starzinger Verfechter der Glas-Mehrwegware – jeder vierte Liter
Mineralwasser wird heute noch im Glasgebinde ausgeliefert. Große Bedeutung hat
für Starzinger darüber hinaus auch intelligentes und flexibles Transportmanagement (s. CASH 6/2012, S. 56 f).
Bongrain
Aufwärtstrend hält an
2011 hatte Bongrain erstmals den zweiten Platz im österreichischen Käse-Gesamtmarkt im LEH hinter Schärdinger
erklommen. Mit einem zweistelligen wertmäßigen Umsatzplus im ersten Halbjahr 2012 hält dieser Aufwärtstrend
nun weiter an. Verantwortlich dafür sind vor allem die vier
strategischen Marken Bresso, Brunch, Fol Epi und St. Albray, die man
in Österreich auch mit TV-Werbung unterstützt. Brunch hat man etwa
wieder auf Wachstumskurs gebracht, indem man sein Image stärkte, aber auch
mehr kommunizierte, dass man Brunch nicht nur zum Streichen, sondern auch
zum Kochen verwenden kann. Ein weiterer Wachstumstreiber im insgesamt 150
Artikel umfassenden Sortiment von Bongrain Österreich sind Neuprodukte. Rund
50 Prozent von ihnen sind speziell auf die hiesigen Konsumen-
Die neue Pflegeserie Nivea Aqua Effect
mit der innovativem Hydra IQ Technologie sorgt für eine optimale Feuchtigkeitsbalance der Haut, versichert Hersteller Beiersdorf.
Sämtliche Tagescremen enthalten LSF 15. Die Formulierungen
sind zudem genau auf die Ansprüche der jeweiligen Hauttypen abgestimmt.
50
7-8|2012 CASH
tenbedürfnisse zugeschnitten, wie z. B. die im März 2012 gelaunchte Bresso-Sorte Wildkräuter Rosmarin und Thymian.
Oder mit dem im April 2012 herausgebrachten Fol Epi Hauchfein würzig zielt man vor allem auf den
in Westösterreich stark verbreiteten
Geschmack in Richtung Bergkäse
ab. Bongrain legt hierzulande aber
auch ein starkes Augenmerk auf die Käsetheken und bietet Produkte (z.B. St. Albray) an, die es im
SB-Regal so nicht gibt.
Fotos: GlaxoSmithKline, SCA, Wella, Beiersdorf, Starzinger, Bongrain
Mit vier neuen Stylingprodukten im Rahmen seiner Pro Series Range (Frizz Control
Schaumfestiger, Frizz Control
Haarspray, Heat & Shine 2-Phasen-Spray sowie Repair & Style
Styling Fluid) bringt Wella ab
Juli frischen Wind in den Einzelhandel.
Unilever
Innovatives Vorschubsystem
Die
Traditionsmarke
Knorr hat für den Einzelhandel ein spezielles System für das Suppenregal
entwickelt. Das sogenannte Vorschubsystem
sorgt dafür, dass die Produkte immer an die Vorderseite des Regals geschoben werden und
somit eine permanente
Frontpräsentation der Knorr Produkte gewährleistet werden kann. Das klappbare
Vorschubsystem ist direkt auf den Regalböden des Suppenregals befestigt. Die
Knorr Produkte, die in Sammelpackungen (Trays) gebündelt sind, werden direkt
auf den Schienen des Vorschubsystems aufgesetzt. Durch eine einfache Federtechnik erkennt die Mechanik, wenn eine Packung aus dem Tray genommen wird. Die
nachfolgenden Packungen werden anschließend automatisch nach vorne geschoben. Somit können die Packungen nicht mehr umfallen und sind für den Konsumenten immer an der Vorderseite des Regals sichtbar. Das gesamte Suppenregal
wirkt dadurch gut sortiert und aufgeräumt, zugleich minimiert sich der Aufwand
der Mitarbeiter bei der Regalpflege. Das vor einem Jahr gestartete Projekt wird
bereits in 700 Märkten in Österreich erfolgreich umgesetzt.
Haribo
Seit 90 Jahren in aller Munde
Die berühmten Fruchtgummibären von Haribo feiern
technik-news
Sato, international
führender Lieferant
von Strichcodedruck- und Etikettierungssystemen
sowie EPC/RFIDLösungen, stellt
dem Lebensmittelmarkt mit dem Etikettendrucker TH2
eine Drucklösung
zur Verfügung, mit der Anwender die
Anforderungen der neuen europäischen
Vorschriften zur Rückverfolgbarkeit von
Lebensmitteln erfüllen können. Aufgrund der neuen Vorschriften müssen
die Lebensmittelhersteller Verbraucher
über die Herkunft von Frischfleisch
sowie Obst und Gemüse und über das
Vorhandensein von Allergenen wie Eiern, Erdnüssen, Nüssen, Milch oder von
Gluten, das in Weizen, Roggen, Gerste
und Hafer enthalten ist, informieren.
Das Etikett muss auch Angaben dazu
enthalten, ob ein Produkt schon einmal
eingefroren war. Außerdem ist eine
Mindestschriftgröße zu verwenden, die
das Lesen der Etiketten vereinfachen
soll.
heuer ihren 90. Geburtstag. Firmengründer Hans Riegel sen. ließ sich im Jahr 1922 von Tanzbären, wie sie damals noch als Attraktion auf Jahrmärkten und bei
Schaustellern zu sehen waren, inspirieren und kreierte im Jahr 1922 in
Bonn einen „Tanzbären“ aus Fruchtgummi. In den 30er Jahren wurde das
Sortiment dann mit dem Teddybär als
Naschversion des beliebten Stoffbä-
Damit die Nutzung des GS1 Systems
noch einfacher wird, hat GS1 Austria
alle GS1 Standards und GS1 Services
in einem Paket zusammengefasst. Mit
dem sogenannten „GS1 Connect Leistungspaket“ stehen nun alle notwendigen Komponenten für einen erfolgreichen Einsatz von GS1 mit einem
Vertrag zur Verfügung.
ren erweitert und der Haribo Goldbär
erblickte schließlich als Nachfolger des
Fotos: Sato, Container Centralen, Haribo, Unilever
Tanzbären 1960 das Licht der Welt. Erst in Blechdosen und als lose Ware angeboten, begannen die Goldbären ihren Siegeszug und waren ab Anfang der 60er Jahre
erstmalig in Zellophan-Beuteln erhältlich. Im Jahr 1989 präsentierten sich die
Goldbären sowohl in der Farbe – sie wurden wegen der Verwendung von Auszügen
aus natürlichen Früchten und Pflanzen blasser – als auch bei der Verpackung neu.
Diese zierte damals zum ersten Mal der gelbe Goldbär mit roter Schleife, mit dem
man einen weiteren Schritt in Richtung unverwechselbares Markenprodukt setzte. Seit dem Jahr 2007 sind die Goldbären durch die zusätzliche Geschmacksrichtung Apfel noch vielfältiger. Für Vielfalt im Sortiment sorgen des Weiteren die
Haribo Saft-Goldbären mit 22 Prozent Fruchtsaft.
Container Centralen
(CC), der europäische
Marktführer im Bereich
Topfpflanzenlogistik,
verlegt die Tätigkeiten
des Hauptsitzes von
Odense in Dänemark
nach Hoofddorp in den
Niederlanden. Der Umzug ist Teil der
Strategie des Unternehmens, sich stärker am Kundenbedarf auszurichten.
7-8|2012 CASH
51
INDUSTRIE
Günter Thumser/Henkel CEE
Die Pionierphase ist vorüber
Exzellente Flugverbindungen, ein gutes Ausbildungs- und ein leistungsfreundliches Steuersystem sind die Assets eines Headquarter-Standorts. Henkel-General Mag. Günter Thumser warnt
davor, sie für Wien zu verspielen.
anderen Standorten verbindet. Das ist
für ein Headquarter einfach unverzichtbar. Natürlich spielt auch die historische
Nähe eine Rolle, die einem hilft, wenn
man ein Unternehmen gestaltet oder
mit Kunden Kontakt hat.
Interview: Dagmar Lang
Wie viele internationale Konzerne haben
denn in Wien ihr Headquarter?
Gesprochen wird immer von zweihundert. Wenn ich Ihre Frage eng definiere,
um die Frage, was machen wir für die
dann sind es 30 oder 40.
nächsten zwanzig, dreißig Jahre, um
diesen Standort attraktiv zu erhalten.
Wo liegen die Zukunftschancen? Wo
könnten Headquarters nach Wien abwandern?
Günter Thumser: Ich bin sehr stolz da-
Was wären da Ihre Vorstellungen? Was
sollte man tun?
Da gibt es ja zwei Wachstumsperspek-
rauf, dass der Kongress in Wien statt-
Man sollte die Infrastruktur weiter aus-
tiven: Zum einen könnte man Head-
findet, weil Wien aufgrund seiner geo-
bauen. Stichwort Flugverbindungen: Das
quarters für das größere Europa neu
politischen Lage und seiner historischen
war einmal ein großes Asset und ist im
definieren. Und es könnten von woan-
Beziehungen zum Umfeld hervorragend
Augenblick wirklich gefährdet.
ders her welche transferiert werden,
was ich für weniger wahrscheinlich
der etwas tun muss, um als Headquar-
Sie meinen eine stabile, wirtschaftlich
intakte Austrian Airlines?
ter-Standort attraktiv zu sein. Wir sind
Ja, eine, die den Hub Wien mit den wich-
nehmen größer werden, mehrere Länder
jetzt ohnehin an einer Schwelle, wo die
tigen osteuropäischen, aber auch mit
abdecken und so ein Headquarter ent-
geeignet ist und weil Wien immer wie-
52
Pionierphase vorüber ist. Jetzt geht es
7-8|2012 CASH
halte. Es wird eher so sein, dass Unter-
Foto: Johannes Brunnbauer
CASH: Im Oktober findet der erste europäische Headquarter-Kongress in
Wien statt. Sie werden dort referieren,
was ist Ihre persönliche Erwartungshaltung?
„Wien hat zwei große Assets:
steht. Die Frage ist, schaffe ich Synergien in der Logistik, in der Produktion und
in vielen Verwaltungseinheiten – so wie
bei Henkel. Wien ist geografischer Mittelpunkt und gleichzeitig ein historischmentalitätsmäßiger Meltingpot. Das
macht unseren Standort so stark.
Was war für Henkel der Keyfaktor, Wien
zum Headquarter zu machen?
Gut ausgebildete Mitarbeiter
und Kostenvorteile, denn die
Stadt ist wirklich günstiger
als Prag und Budapest.“
ausgebildete Mitarbeiter und Kostenvorteile, denn die Stadt ist
wirklich günstiger als
Prag und Budapest. Im
Top-Level sind auch
die Gehälter in diesen
Ländern höher als in
Österreich, weil es
Das ist in mehreren Phasen geschehen.
dort viel weniger Top-
Wir feiern ja heuer 25 Jahre Henkel in
optimistisch. Sorgen mache ich mir nur
Manager gibt. Hingegen in der Adminis-
Zentral- und Osteuropa und 85 Jahre
um Griechenland. Ich glaube an die hun-
tration ist Osteuropa signifikant günsti-
Henkel in Wien. Und irgendwie kann
dertprozentige Notwendigkeit einer
ger. Daher glaube ich, die große
man diese beiden Jubiläen nicht tren-
gemeinsamen Währung in einem so
Konkurrenz sind Städte wie Genf und
nen, weil sie einen Weg aufzeigen. Es
zersplitterten Europa. Im wirtschaftli-
Zürich – und aus heutiger Sicht so merk-
gibt so etwas wie eine Verwurzelung
chen ist es eben noch immer einfacher
würdig anmutende Standorte wie Dubai.
und die Nähe zu den Nachbarländern.
als im politischen Leben, sich auf einen
Außerdem war Deutschland zu diesem
Nenner zu einigen. Wirklich aufwärts
Welche Meilensteile sollte die Politik
dazu setzen?
Zeitpunkt sehr stark mit der Wiederver-
wird es aber erst wieder gehen, wenn
Die Besteuerung der Gehälter und das
einigung beschäftigt, was für uns ein
es klare Rahmenbedingungen gibt, in-
schulische Ausbildungsniveau sind die
Window of Opportunity war, das wir
nerhalb derer sich die Volkswirtschaften
Achillesferse. Wenn Henkel aus Hun-
über viele Jahre genutzt haben. Später
bewegen dürfen. Wenn die Sanktionen
derten von Bewerbungen für sechs tech-
bekamen wir auch die Verantwortung
immer wieder aufgeschoben und abge-
nische Lehrstellen gerade mal drei fin-
für sehr große Länder, weil man erkannt
schwächt werden, dann wird sich die
det, weil die Qualifikation so katastrophal
hatte, dass die Nähe auch in der Führung
momentane Situation noch mindestens
ist, dann sagt das alles. Wenn das Schul-
eine Rolle spielt.
zwei Jahre hinziehen.
system nicht modernisiert und entrüm-
Die Nähe zum Markt sollte in Zukunft
eine noch größere Rolle spielen?
pelt wird und endlich die Individuen
Da bin ich mir ganz sicher. Je mehr Glo-
Was sollte die österreichische Politik
tun, um den Standort für Headquarters
attraktiver zu gestalten?
balisierung, desto mehr wollen die Kon-
Es war schon mal ein wichtiges Signal,
auch bei den höher Gebildeten. Und
sumenten Produkte aus ihrer Region.
die Gruppenbesteuerung nicht abzu-
unser Steuersystem ist leistungsfeind-
Da sind wir mit unseren großen öster-
schaffen. Darüber hinaus würde ich mir
lich. Die Nettoeinkommen in Osteuropa
reichischen Marken gut dabei: mit Glem,
mehr Flexibilisierung bei der Gestaltung
sind signifikant höher als bei uns. Wir
mit Silan, mit Bluestar – allesamt Markt-
der Arbeitsverträge wünschen. Viele
beginnen viel zu spät bei der Besteue-
führer in ihrer Kategorie.
einengende Bestimmungen widerspre-
rung und setzen dann zu hoch an. Eine
Wie hat sich die Unternehmenskultur
am Standort durch die HeadquarterFunktion verändert?
chen sowohl den Intentionen der Wirt-
Gesellschaft, in der die Hälfte de facto
schaft als auch jenen der Mitarbeiter,
nichts zu den Steuereinnahmen bei-
wenn ich etwa an Arbeitszeitbeschrän-
trägt, kann langfristig nicht überleben.
Sie hat sich unglaublich verändert. Das
kungen oder Schutzbestimmungen für
beginnt schon bei der Sprache. Es gibt
Ältere und für Lehrlinge denke.
Und diese beiden Punkte könnten Ihrer
Meinung nach die Rolle Wiens als
Headquarterstandort doch gefährden?
gefördert werden, anstatt alle über einen
Kamm zu scheren, sehe ich das Problem
Das sehe ich ganz sicher so. Wenn Sie
spricht. Also findet das Meeting in Eng-
Welche Rolle spielt denn die Attraktivität der Stadt Wien für die Standortwahl?
lisch statt. Wir haben hier am Standort
Wien ist schon eine sehr begehrte Stadt.
Manager in Bratislava Henkel kostet,
Mitarbeiter aus 43 Nationen für 32 Län-
Wir spüren das jede Woche, wenn wir
was er netto verdient und wenn Sie die
der. Daraus ergibt sich eine internatio-
Mitarbeitern kurzfristig einen Aufent-
gleiche Rechnung für Österreich aufma-
nale Grundhaltung, ohne dass man die
halt in Wien für ein intensives Projekt
chen, dann ist der Handlungsbedarf
Wurzeln verleugnet.
anbieten, da denkt keiner lange nach.
wirklich hoch.
kaum ein Meeting, bei dem nicht ein
Mitarbeiter dabei ist, der nicht Deutsch
Wenn wir jetzt mal einen Blick in die
Zukunft werfen, so etwa bis 2020,
2025 – wo sitzt denn die größte Konkurrenz zu Wien?
mal gegenüberstellen, was ein General
•
Sie sitzen mitten in Europa und hören
auch jeden Tag, dass der Euro zerbrechen könnte. Wie beurteilen Sie das
Risiko und wie groß wäre die Katastrophe wirklich?
Danke für das Gespräch.
Jedenfalls nicht mehr in Prag oder Buda-
statt. Genauere Informationen darüber
Ich persönlich bin für den Euro sehr
pest. Da hat Wien zwei große Assets: gut
finden Sie auf Seite 8 dieser Ausgabe.
Der 1. Europäische Headquarters-Kongress
findet am 4. und 5. Oktober 2012 in Wien
7-8|2012 CASH
53
INDUSTRIE
Sonnentor
beitgeber in der Region. „Wir werden in
das neue Bio-Gasthaus eine Million Euro
investieren und dadurch sechs neue
Arbeitsplätze schaffen. Das ist, wie wir
wachsen wollen“, so Gutmann weiter.
Entstehen wird das Gasthaus dort, wo
sich jetzt noch ein alter „Stadl“ befindet:
direkt am Ortseingang von Sprögnitz.
Baubeginn ist für Herbst 2012, die Eröffnung mit großem Kräuterfest für August
2013 geplant.
kräuterwirt gesucht
„In unserem Bio-Gasthaus bieten wir
ein biologisches, regionales KräuterGenuss-Erlebnis mit einem großen vegetarischen Angebot“, verkündet Gutmann
Firmengründer Johannes Gutmann
freut sich auf das erste Sonnentor
Bio-Gasthaus in Sprögnitz.
das
Konzept
des
neuen
Genusstempels. Derzeit ist man bei
Sonnentor noch auf der Suche nach einem Kräuterwirt, der das Bio-Gasthaus
führen soll: „Wir suchen ein begeiste-
Da wächst ein
Bio-Gasthaus
Anfang des Sommers präsentierte das Bio-Vorzeigeunternehmen Sonnentor einer Handvoll Journalisten und Gästen die Pläne für das neue Bio-Gasthaus, das am Ortseingang von Sprögnitz im Waldviertel entstehen soll. CASH
war zum genussvollen Lokalaugenschein vor Ort.
rungsfähiges Genusstalent mit Affinität
zum Thema Kräuter. Unser Kräuterwirt
bringt viele innovative und kreative
Genuss-Ideen mit, die viele Besucher
des Waldviertels begeistern werden.“
Noch bis Ende des Jahres können sich
Interessenten bei Sonnentor bewerben,
zurzeit gibt es zwei Bewerber.
auf der sonnenseite
Weitere Neuigkeiten sind einerseits
der Sonnentor Image-Film „auf der Sonnenseite“, für den der Filmemacher Peter Felzmann ein Jahr lang mit den Bauern in Kontakt war, ihre Erlebnisse
aufgesaugt hat, um sie dann in seinem
Autorin: SABINE SPERK
Film über Werte, Tradition und Verantwortung wiederzugeben. Außerdem soll
54
Firmenzentrale hat gezeigt, dass hier
für Jung und Alt kombiniert werden:
wir wieder“, erklärte Firmengründer
wirklich noch Teepackungen per Hand
Direkt nebenan wird das „Bio-Bengel-
Johannes Gutmann einer auserlesenen
befüllt werden – nur so kann garantiert
chen-Kräuterdorf“ angesiedelt und ein
Anzahl von Journalisten sowie hochka-
werden, dass bei den Kräutertees eine
„Liebeshügel“ – auf dem eine manns-
rätigen Gästen der regionalen Politik
Blume aus dem runden Sichtfenster der
hohe Venus-Statue steht – mit einem
und befreundeter Unternehmen aus
Verpackung ragt und dass genügend
angrenzenden „Mach-mit-Kräuterfeld“
dem Waldviertel bei der Präsentation
Arbeitsplätze für die Menschen in der
laden zum Selber-Anpflanzen und Ern-
der Pläne für das neue Bio-Gasthaus.
Umgebung verfügbar sind. Durch die
ten ein. Mitte Mai 2012 ist man von der
Die wichtigsten Gäste waren ihm aller-
Zusammenarbeit mit 150 Bio-Bauern,
Dorf- und Stadterneuerung zum „ersten
dings seine jahrelangen Wegbegleiter:
die eine Gesamtanbaufläche von 500
offiziellen Kräuterdorf“ im Waldviertel
die heimischen Bauern, die ihn seit sei-
Hektar nachhaltig bewirtschaften, und
ernannt worden – „wir rechnen dieses
nem Start vor 24 Jahren mit ihrer Arbeit
170 Mitarbeitern am Standort Sprögnitz
Jahr mit rund 35.000 Besuchern“, zeigt
unterstützen. Ein Rundgang durch die
ist Sonnentor einer der wichtigsten Ar-
sich Gutmann stolz.
7-8|2012 CASH
•
Foto: Sonnentor
A
das Bio-Gasthaus mit einer Erlebniswelt
lles, was wir verdienen, investieren
Im Blickpunkt | PID
Die gläserne Stadt
Wiens Stadtregierung öffnete im Mai letzten
Jahres ihr Archiv und stellt seither Schritt
für Schritt ihre gesammelten Daten – übersichtlich aufbereitet – ins Netz. Und zwar
zur freien Verwendung und völlig kostenlos.
W
Schwerpunkt liegt in dieser Phase auf stadtplanerischen
Daten und dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Auch
Inhalte aus den Bereichen Verkehr, Kultur, Umwelt und Bevölkerung werden angeboten.
Im Bereich Stadtentwicklung wurde unter anderem der
Datensatz "Flächenwidmungs- und Bebauungsplan" im
WMTS-Format freigeschalten. Darin sind die grafischen
as bedeutet Open Government Data? Open Government
Inhalte aller gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungs-
Data (OGD) bezeichnet die Idee, dass von der Verwaltung
pläne für Wien (sogenannte Plandokumente) zusammenge-
gesammelte, öffentliche Daten frei zugänglich gemacht wer-
fasst.
den. Diese Daten sollen der Bevölkerung in maschinenlesba-
Von den derzeit insgesamt 38 Statistikpaketen, die für
rer Form zur Verfügung gestellt werden, sodass diese auto-
OGD von der Landesstatistik Wien zur Verfügung gestellt
matisiert verarbeitet werden können. Offene Standards bei
werden, wurden für die jetzt laufende sechste OGD-Phase 31
Schnittstellen und Software ermöglichen mehr Transparenz,
Statistikpakete neu strukturiert, konzeptionell harmonisiert
Partizipation und Kollaboration.
und inhaltlich aktualisiert. Insgesamt wurden elf neue Sta-
Neben den technischen Schnittstellen muss seitens der
Verwaltung ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden. Bei-
tistikpakete veröffentlicht, wobei vier bereits veröffentlichte
Datensätze deaktiviert wurden.
spiele für diese öffentlichen Daten sind etwa Geo-Daten,
Verkehrsdaten, Umweltdaten, Budgetdaten oder statistische
Infos auch auf www.data.wien.at/neuigkeiten/wege/phase6.html
Daten. Personenbezogene Daten werden dabei keine veröffentlicht. Allen Anwendungen gemeinsam ist, dass sie Daten
verwenden, die von der Stadt Wien bereitgestellt werden,
NEWSLETTER
Die Anwendungen sind ein deutliches Zeichen der starken
und kreativen Entwicklungscommunity in Wien.
Neue Daten zur Stadtplanung und Statistik
Im Open Government Data-Katalog der Stadt Wien wurden
am 29. Juni 2012 rund 30 neue Datensätze freigeschalten. Der
Neuer Informationskanal
Ab sofort können sich an OGD-Wien Interessierte für einen
Newsletter anmelden. Der Newsletter wird etwa ein- bis
zwei Mal im Monat über Neuerungen im Open Government
Data der Stadt Wien informieren.
Advertorial
ansonsten aber ohne Zutun der Stadt Wien entwickelt wurden.
INDUSTRIE
Sara Lee Coffee & Tea Germany GmbH/D.E Master Blenders 1753
Alles neu
B
56
eim weltweit aktiven amerikani-
schäft bekannt gegeben wurden. Im Juni
schen Konsumgüterkonzern Sara
des heurigen Jahres ging der Spin-Off
Lee ging es in den vergangenen Jahren
nun über die Bühne und das bisherige
heiß her. Denn schon im Jahr 2005 hat
Kaffee- und Teegeschäft rund um die
das Unternehmen beschlossen, sich neu
Marken Douwe Egberts, Senseo, L’OR Es-
aufzustellen und sich kontinuierlich
pressO, Marcilla, Pilão, Moccona, Pickwick
von einigen Geschäftsfeldern verab-
und Hornimans wird nun in Europa, Bra-
schiedet. So wurde die Sparte Körper-
silien, Australien und Thailand unter dem
pflege im Jahr 2010 an die Unilever ab-
Namen D.E Master Blenders 1753 geführt.
gegeben, die Marke Ambi Pur im dritten
Da die endgültige Umfirmierung aller-
Quartal des gleichen Jahres von Procter
dings erst im ersten Quartal 2013 abge-
& Gamble sowie das Insektizidgeschäft
schlossen sein wird, bleibt der Firmen-
2011 von S.C. Johnson übernommen.
name Sara Lee Coffee & Tea Germany
2011 war aber auch das Jahr, in dem
GmbH bis dahin allerdings noch aufrecht.
erstmals die Pläne zur Aufspaltung der
Die verbleibende, nordamerikanische
Sara Lee Corporation in zwei eigenstän-
Fleischwaren-Sparte ist künftig unter der
dige, börsennotierte Unternehmen mit
Bezeichnung Hillshire
dem Fokus auf Heißgetränke bzw. das
Brands Company am
nordamerikanische Fleischwarenge-
Markt vertreten.
7-8|2012 CASH
D.E Master Blenders
1753 – Facts
•• Geschäftsführung: Michiel Herkemij (Chief Executive Officer and
Executive Director)
•• Umsatz 2011: 2,6 Mrd. Euro
•• Weltweit Nummer-3-Kaffeeanbieter
•• Marken: Douwe Egberts, Senseo,
L’OR EspressO, Marcilla, Pilão,
Moccona, Pickwick und Hornimans
•• Mitarbeiter: rund 7.500 weltweit
•• Firmensitz: Amsterdam
•• Web:
www.demasterblenders1753.com
Fotos: Sara Lee Coffee & Tea Germany, Johannes Brunnbauer
Nach turbulenten Zeiten und der Teilung der Sara Lee
Corporation in zwei eigenständige „pure-play“ Unternehmen, wird der Geschäftsbereich Coffee & Tea künftig
unter dem Namen D.E Master Blenders 1753 von Amsterdam aus geführt. In Österreich ist man weiterhin mit den
Marken natreen sowie Senseo vertreten. Letztere präsentiert sich nach einem umfassenden Relaunch ab August
Autorin: Michaela Schellner
2012 komplett neu.
Beziehung neu entflammen
Wettbewerb noch stärker
In Österreich liegt der Fokus im Be-
speziellen Farbgebung vonein-
zu differenzieren und ein
ander abgrenzen, sondern auch
reich Kaffee und Tee weiterhin auf den
starkes Fundament für zu-
durch zielgruppenspezifische
Marken natreen und Senseo. Letztere
künftiges Wachstum zu schaffen.“
wurde im Jahr 2002 in Deutschland gelauncht und ist seit 2005 auch auf dem
Displays, eigene Preisstellung und spezielle Kampagnen. Mit „Senseo Lungo“
Verbraucherwünsche erfüllen
eröffnet man des Weiteren ein neues
österreichischen Markt präsent. Ge-
In diesem Sinne wurden das Logo
Premium-Segment in der Kategorie der
meinsam mit Philips sorgte Senseo da-
und das Verpackungsdesign zugunsten
Kaffeepads und hat für einen espresso-
mals mit dem innovativen, convenien-
von Klarheit und dem Spiel mit Farben
ähnlichen Geschmack in eine neue Tech-
ten
eine
komplett neu gestaltet. Besonders gro-
nologie investiert.
Revolution am Kaffeemarkt und setzte
ßen Wert gelegt hat man außerdem auf
laut eigenen Angaben bisher 35 Milliar-
eine strukturierte Produktinformation
den Pads und 33 Millionen Maschinen
mit neuem Geschmacksnavigator, der
Mit all diesen Neuerungen will das
ab. Um dem Markt neue Impulse zu
Aufschluss über den Charakter des je-
Unternehmen den Konsumenten einer-
geben, wurde Senseo einem Designre-
weiligen Kaffees gibt. Darüber hinaus
seits die Vielfalt des Kaffees näher brin-
launch unterzogen und gleichzeitig eine
kam es auch zu einer Neustrukturierung
gen und Senseo als eines der führenden
neue Premium-Range entwickelt. Franz
des Sortiments, das sich nun noch bes-
Einzelportionssysteme wieder stärker
Kronhuber, Österreich-Verkaufsleiter
ser an den Bedürfnissen der Verbraucher
in deren Bewusstsein rücken. Kronhu-
Sara Lee Coffee & Tea Germany GmbH,
orientiert. Künftig können diese zwi-
ber: „Wir wollen mit D.E Master Blenders
erklärt: „Mit Senseo ist es wie mit einem
schen den Segmenten „Senseo Klassi-
1753 vom weltweit drittgrößten zum
Partner, der selbstverständlich gewor-
ker“ (Classic, Decaf, Strong, Extra Strong,
zweitgrößten Kaffeeunternehmen wer-
den ist. Den man zwar einmal gewählt
Guten Morgen, Mild und neu Extra Mild),
den. Mit unserem Relaunch bei Senseo
hat, weil er großartig und aufregend war,
„Senseo Milchschaum“ (Cappuccino,
und vielen spannenden Innovationen
der heute jedoch zum Alltag gehört. Un-
Cappuccino Choco, Café Latte und neu
sowohl sortiments- als auch maschi-
sere Aufgabe ist es deshalb, den Zauber
Cappuccino Caramel) und „Senseo Lun-
nenseitig in der Pipeline haben wir die
in der Beziehung zwischen Konsument
go“ (Tradizionale, Delicato, Forte) wäh-
Weichen für eine erfolgreiche Zukunft
und Marke neu zu entflammen, sich im
len, die sich nicht nur aufgrund der
jedenfalls gestellt.“
Kaffeepadsystem
für
Ambitionierte Ziele
•
Nachgefragt bei: Franz Kronhuber,
Verkaufsleiter Österreich Sara Lee Coffee & Tea Germany GmbH
CASH: Herr Kronhuber, das bisherige Kaffee- und
Teegeschäft der Sara Lee Corporation wird künftig
unter dem Namen D.E Master Blenders 1753 geführt. Wie kam es zu diesem Namen und was erwartet man sich von diesem Schritt?
Franz Kronhuber: Douwe Egberts steht seit dem
Jahr 1753 für Kaffee höchster Qualität und zählt
mittlerweile zu den meistverkauften Marken in
Europa. Als einer der weltweit größten Kaffeeröster gilt das niederländische Unternehmen nicht nur als Experte
für traditionelle Kaffeespezialitäten, sondern auch als Trendsetter
für moderne Kaffeekonzepte. Der neue Name ist ein dynamischer
Ausdruck der neuen Positionierung des Unternehmens, die die
Brücke zwischen traditionellen Werten und bahnbrechenden Innovationen schlagen will. Als „pure-play“ Company, die sich voll
auf das Kaffee- und Tee-Geschäft konzentriert, ist das Unternehmen
davon überzeugt, seine Innovationen so noch besser umsetzen
zu können und dadurch wettbewerbsfähiger zu sein.
Welche Auswirkungen hat die neue Konzernstruktur auf die Geschäfte in Österreich und welche Pläne verfolgt D.E Master Blenders 1753 denn generell?
Im Grunde genommen wird sich nur der Name des
Konzerns ändern. Wir werden in Österreich nach
wie vor mit unseren Marken Senseo und natreen
präsent sein, für deren Vertrieb ich hierzulande
weiterhin verantwortlich bin. Das Marketing wird
zentral von Deutschland aus gesteuert. Unser Ziel
ist es, das weltweit zweitgrößte Kaffeeunternehmen zu werden. Dabei basiert unsere Wachstumsstrategie auf organischem Wachstum, Mehrwertangeboten, Innovation und Expansion auf allen Kontinenten.
Welche Innovationen sind denn konkret geplant?
Aktuell haben wir Senseo einem Relaunch unterzogen, um die
Führungsposition der Marke zu unterstreichen und uns auch optisch
noch deutlicher vom Wettbewerb abzugrenzen. Zudem wurde das
Sortiment neu in die Bereiche „Klassiker“, „Milchschaum“ und
„Lungo“ strukturiert, um den Verbrauchern im Sinne der Convenience – für die Kaffeepads naturgemäß stehen – die Orientierung
im Regal zu erleichtern. Mit „Senseo Lungo“ eröffnen wir darüber
hinaus ein neues Premium-Segment in der Kategorie der Kaffeepads.
Bei der innovativen Range sorgt ein feinerer Mahlgrad und extra
viel Kaffee pro Pad für einen espressoähnlichen Geschmack.
7-8|2012 CASH
57
INDUSTRIE
L’Oréal/essie
Nagellack mit
Personality
Vor gut 1,5 Jahren hat L’Oréal die amerikanische Kult-Nagellackmarke „essie“ gekauft, die
nach Erfolgen in Kosmetiksalons und Parfümerien nun auch ihren Siegeszug im heimischen
Drogeriefachhandel startet. Autorin: Michaela Schellner
58
s sind diese kleinen Dinge, die die
Besonderheit der Marke essie aus-
Von „sugar daddy“ bis
„jamaica me crazy“
sönlichkeit der einzelnen Farbe unterstreichen und Nagellackfans beim
machen“, schwärmt die dynamische
So besticht das Sortiment im Han-
Aussuchen ein Lächeln ins Gesicht
Unternehmerin Essie Weingarten über
del mit elf Nagelpflegeprodukten und
zaubern. Um darüber hinaus auch mit
ihr Lebenswerk. Denn für die professi-
70 Must-have-Farbnuancen. Letztere
den weltweiten Farbtrends Schritt zu
onelle Nagelexpertin ist essie seit dem
werden von Essie Weingarten, die sich
halten, werden während des Jahres vier
Gründungsjahr 1981 weit mehr als nur
wegen ihrer Liebe zu Farben selbst als
weitere exklusive Farbkollektionen
eine Marke oder ein Nagellack. Deshalb
„colorholic“ bezeichnet, sorgfältig be-
lanciert.
engagiert sie sich für eine einmalige
nannt. Denn Namen wie „sugar daddy“,
Nuancenvielfalt und unvergessliche
„ballet slippers“, „bachelorette bash“
Namen – eben Farben mit echter Per-
oder „jamaica me crazy“ sollen das
Neben der beeindruckenden Farb-
sönlichkeit.
fantasiereiche Wesen sowie die Per-
auswahl überzeugt essie aber auch mit
7-8|2012 CASH
Qualität und Pflege im Fokus
Fotos: L’Oréal
E
S’BESCHTE ECK VOM KÄS.
Qualität, wie Weingarten
S’Beschte
betont: „Wir setzen Maßstäbe und sind ein Vorbild
für andere. Ich habe Jahre
damit verbracht, eine Formel auszuarbeiten, die
sieben bis zehn Tage hält,
Essie Weingarten, essie-Gründerin
ohne abzusplittern. Ge-
was aus Emmentaler und
Gouda werden kann
nauso wichtig waren mir
NEU
die perfekte Bürste, die
das Auftragen vereinfacht
!
mitGouda
und der perfekten Flakon,
der ein Verwenden des
Nagellacks bis zum letzten Tropfen ermöglicht.“
Da nicht alle Nägel
gleich sind und die Farbe
nur auf perfekten Nägeln
optimal zur Geltung
kommt, darf laut Weingarten aber auch die individuelle Pflege nicht auf
Sascha Jakovljevic, Vertriebsdirektor Consumer Products Division L’Oréal Österreich
der Strecke bleiben. Deshalb hat die Beautyexpertin viel Zeit in die Entwicklung
einer Nagelpflege investiert, die auf jede Frau und jeden
Nageltyp – von „trocken & brüchig“, „weich & schwach“
oder „gesund & normal“ – abgestimmt ist.
Leidenschaft begeistert
Mit ihrer großen Leidenschaft begeistert die Nagelexpertin also Frauen rund um den Globus mittlerweile
seit 30 Jahren, denn die essie-Produkte sind in 101 Ländern weltweit und in mehr als 250.000 Salons, Spas und
Beauty-Destinationen erhältlich. Groß war die Begeisterung auch beim Kosmetikhersteller L’Oréal, der die
Kultmarke vor rund 1,5 Jahren gekauft hat. Sascha Jakovljevic, Vertriebsdirektor der Consumer Products Division L’Oréal Österreich, erklärt: „essie punktet durch
unglaubliche Farbvielfalt, absolutes Trendgespür und
eine herausragende Qualität der Formeln.“ Um all diese
Benefits allen heimischen Nagellackfans zur Verfügung
stellen zu können, hat L’Oréal vor Kurzem den österreichweiten Roll-out der mit einem Verkaufspreis von
ca. 9,90 Euro pro Lack im Premium-Preissegment angesiedelten Marke gestartet. Mittlerweile sind die Produkte flächendeckend im österreichischen Drogeriefachhandel sowie in ausgewählten Parfümerie Filialen
erhältlich, was bei den Verbrauchern sehr gut ankommt.
Jakovljevic: „Die ersten Abverkaufszahlen sind mehr als
vielversprechend und zeigen, dass wir mit essie nicht
nur stark zur Belebung des Nagellackmarktes beitragen,
sondern auch den gesamten Markt der Dekorativen
Kosmetik in Österreich ankurbeln und für zusätzliche
Umsätze im Handel sorgen.“
•
• DerMarktführer*inneuerSchale
• BeschterGeschmackmitÖsterreichs
beliebtestenKäsesorten
*Quelle:ACNielsenSegmentBecher(MATW20.2012)
TV-Kampagne
abSeptember2012
9,4Mio.Werbekontakte
INDUSTRIE
Unternehmensgruppe Schlumberger
V.l.n.r.: Vorstand Produktion und Logistik Herbert
Jagersberger, Vorstandsvorsitzender Eduard
Kranebitter und Vorstand Finanzen, IT und Beteiligungen Wolfgang Spiller
Wachstum kraft Kompetenz
Die Unternehmensgruppe Schlumberger konnte den
Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil auf Vorjahresniveau halten. Im wichtigen Kernmarkt Österreich verbesserte sich das Ergebnis um 11,6 Prozent.
Mit dem Erwerb der Kräuterspirituosenmarke Leibwächter setzt das Unternehmen die Strategie der Konzentration auf seine geschäftlichen Kernkompe­tenzen
Autor: Christian Pleschberger
zielstrebig fort.
ten Investitionen in die Werbung sowie
in Maßnahmen im Verkaufs- und Marketingbereich, die eine verbesserte
Marktbearbeitung in den kommenden
Jahren gewährleisten sollen. Darüber
hinaus konnte auch die Vermögens- und
Kapitalstruktur verbessert werden: Die
Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. März
2012 betrugen 50,5 Millionen Euro nach
49 Millionen Euro im Geschäftsjahr
60
blieb mit 4,3 Millionen Euro ebenfalls
mittelquote von 37,2 Prozent (Vorjahr:
gruppe nach 218,9 Millionen Euro
leicht hinter dem des Vorjahres zurück
34,5 %). „Schlumberger verfügt damit
Umsatz im Geschäftsjahr 2010/2011 im
(s. Tabelle). Die Gründe für den leichten
weiterhin über eine solide Eigenmittel-
Vorjahr einen Umsatz von 218,8 Millio-
Rückgang liegen laut Vorstandsvorsit-
ausstattung“, so Wolfgang Spiller, Vor-
nen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT)
zenden Eduard Kranebitter in verstärk-
stand Finanzen, IT und Beteiligungen.
7-8|2012 CASH
Fotos: Schlumberger
I
2010/2011, das entspricht einer Eigennsgesamt erzielte die Unternehmens-
Starke Eigen-, Gruppenund Prinzipalmarken
Eckpfeiler der aus Sicht der Unternehmensleitung zufriedenstellenden
Entwicklung waren im vergangenen Jahr
u.a. erfolgreiche Produktneueinführungen wie Schlumberger Rosé Secco oder
Hochriegl frizzante acht, die das Wachstums der genannten Marken anschoben.
So etwa wuchs die Marke Schlumberger
wertmäßig um 13 Prozent. Noch stärker
fiel das Wachstum bei Hochriegl aus – die
Marke legte wertmäßig um 25 Prozent
zu. Doch auch Gruppenmarken wie Asbach, Xuxu oder Wodka Grasovka und
Insgesamt konnte ein Umsatzplus bei den eigenen Marken von rund zehn Prozent im Vergleich
zum Vorjahr erzielt werden.
bedeutende Prinzipalmarken wie Stolichnaya entwickelten sich erfreulich.
Ebenso trug der erweiterte Alkoholfrei-
Gesteigerte Ertragskraft
im Visier
mensgruppe soll künftig u.a. aber auch
die Kräuterspirituosenmarke Leibwäch-
Bereich einschließlich der internationa-
Die Aussichten für das laufende
ter sorgen. Mit 1. Jänner 2013 gehen
len Premium-Wassermarken Evian, Vol-
Wirtschaftsjahr insgesamt bewertet
nämlich die weltweiten Markenrechte
vic und Badoit mit einem Umsatzwachs-
Vorstandsvorsitzender Eduard Kranbit-
an dem Label von der Friedrich Schwar-
tum von 35 Prozent zur positiven Ent-
ter nicht zuletzt aufgrund der prognos-
ze GmbH & Co. KG und der Westenhorst
wicklung bei.
tizierten sinkenden bzw. stagnierenden
GmbH & Co KG im Zuge eines klassi-
Wirtschaftsleistung in mehre-
schen Asset-Deals auf Schlumberger
ren europäischen Ländern als
über. Über den Kaufpreis wurde Still-
verhalten positiv. Auf dem
schweigen vereinbart. Leibwächter ist
Heimmarkt sieht er den
in der Vergangenheit im österreichi-
Wachstumsplafond bei
schen Lebensmittelhandel kontinuier-
im Ausland weiter steigender Be-
Sekt hingegen noch lange
lich jeweils um rund drei bis vier Prozent
liebtheit. Der Exportanteil hat sich
nicht erreicht. Eine Verdop-
jährlich gewachsen und war zuletzt
in den letzten Jahren verdoppelt und
pelung des Gesamtmarktes
rund vier Millionen Euro Umsatz schwer.
liegt derzeit bei rund 36 Prozent, d.h.
ist seiner Einschätzung
Mit dem Erwerb von Leibwächter stei-
mehr als jede dritte Flasche Schlum-
nach denkbar. Für Wachs-
gert Schlumberger seinen Marktanteil
berger geht ins Ausland. Mittelfristig
tum und gesteigerte Er-
im Bereich Kräuterspirituosen in dem
wird eine Exportquote von 50 Pro-
tragskraft der Unterneh-
von Nieseln beobachteten Marktseg-
Verdoppelung des
Exportgeschäfts
Darüber hinaus erfreut sich
Schlumberger als Sektmarke auch
zent angestrebt. Neben wichtigen
bestehenden Märkten wie Deutschland, Schweiz und Niederlande will man
ment mengenmäßig auf rund 60 und
Mit Wirkung 1.1.2013 übernimmt Schlumberger die Kräuterspirituosenmarke Leibwächter
wertmäßig auf rund 63 Prozent.
•
den Fokus künftig verstärkt auf Märkte
wie Russland, Polen und Skandinavien
richten. Derzeit in Vorbereitung ist der
Schlumberger AG
Markteintritt in Großbritannien. Im Land,
Entwicklung der Kennzahlen
das mit dem zweithöchsten Pro-Kopf-
Kennzahl
Verbrauch an Schaumweinen zu einem
Geschäftsjahr
2011/2012
2010/2011 2009/2010 2008/2009
Umsatz
TEuro
218.836
218.897
213.862
Betriebsergebnis
TEuro
4.264
4.463
2.987
2.058
Bilanzgewinn
TEuro
21.425
19.969
18.336
15.929
offiziell fällt der Start des Exportge-
Cashflow gesamt
TEuro
540
77
-244
-992
schäfts nach England bereits in diesem
davon Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit
TEuro
8.096
5.710
8.949
-1.961
%
37,22
34,52
34,38
38,70
Anzahl
214
210
221
236
der wichtigsten Märkte gehört, plant
Schlumberger, das Exportgeschäft im
Geschäftsjahr 2012/2013 zu starten. In-
Sommer. Schlumberger ist nämlich bei
den Olympischen Sommerspielen 2012
Eigenkapitalquote
in London einmal mehr Produktpartner
MitarbeiterInnen
(im Jahresdurchschnitt)
des Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) im Österreich-Haus.
208.770
Quelle: Unternehmensangaben
7-8|2012 CASH
61
INDUSTRIE | Marktreport
Brot & Backwaren
Natürlich convenient
Frische, Qualität und Natürlichkeit zählen hierzulande zu den wichtigsten Kriterien, wenn es um den
Kauf von Brot und Backwaren geht. Dabei greifen
Herr und Frau Österreicher immer lieber zu convenient aufbereiteten Produkten, sie schätzen aber
auch die saisonale Abwechslung.
kürzlich ebenfalls zwei neue Schnittbrotsorten - nach eigenen Angaben in
völlig neuer Qualität (echtes Vollkornbrot) - auf den Markt. Aber auch bei den
Kuchen und Feinbackwaren geht Ölz
einen Weg, der deutlich in Richtung
Autor: Stefan Pirker
Convenience zeigt. Nach den MiniSchoko Schnecken, die, einzeln ver-
Brot- und Backwarennachfrage in Ös-
Dinkel ist zurzeit bei Anker übrigens
Konsum konzipiert wurden, gibt es mit
den Schoko-Brötchen (genaue Beschrei-
terreich traditionell sehr hoch. Aller-
ein großes Thema. Bereits zu Os-
bung siehe Seite 65) jetzt ein weiteres
dings ist sie im Wesentlichen gesättigt.
tern führte man eine Dinkel-
neues Ölz-Produkt für unterwegs.
Nachfragezuwächse lassen sich daher
pinze im Sortiment, in erster
nicht beim klassischen Mischbrot oder
Linie gedacht für Menschen
bei Semmeln verzeichnen, sondern vor
mit Nahrungsmittelunverträg-
allem mit Spezialitäten, am besten als
lichkeiten. Nun im Sommer setzt
Dass gerade Produkt-
Convenience-Produkt angeboten. Ge-
man einen weiteren „Weizen-
neuheiten im Brot und
schnittene Brote liegen z.B. stark im
frei-Schwerpunkt“, bei dem in
Backwaren-Segment eine
Trend. Laut Ankerbrot-Vorstand Peter
den Anker-Filialen die neue
immer größere Bedeu-
Ostendorf befindet sich die eigene
Dinkelkruste angeboten wird
tung spielen, unter-
Frisch&Geschnitten-Schiene auf klarem
bzw. für den LEH das
streicht Anton Hauben-
Wachstumskurs. So wird das Angebot
Frisch&Geschnitten Din-
rund um Krustenbrot, Alpenwecken und
kelbrot gelauncht wird.
Kornfit laufend erweitert, aktuell um
ein Dinkelbrot.
62
Weizenfrei-Schwerpunkt
7-8|2012 CASH
Saisonale Spezialitäten
berger jun., Geschäftsführer
Marketing & Filialen bei Haubi’s. Aus
Ölz brachte mit dem Mühlviertler
diesem Grund bereichert man das Stan-
Dinkel- und dem Roggenvollkornbrot
dardsortiment immer wieder um
Fotos: Fotolia.com, Ankerbrot, Haubi’s, Ölz
I
packt, besonders für den Außer-Hausm internationalen Vergleich ist die
saisonale Spezialitäten,
Natürlichkeit/Ursprüng-
kretes Versprechen handelt: „Wir ver-
wie z.B. aktuell das Oli-
lichkeit verschrieben. „Frische
wenden nur beste Rohstoffe, ohne Kom-
venbrot Rustikal oder
und Qualität sind schließlich das A &
promisse. Dazu zählen z. B. Alpenbutter,
das Toskanabrot in den
O unserer täglichen Arbeit. Das wollen
Äpfel aus der Region Bodensee, Eier zu
Sommermonaten. „Öfters Mal
wir auch mit unserem neuen Slogan
100 % aus Bodenhaltung etc. Weiters ist
was Neues und stetige Innovationen
‚Das Beste von Wien. Seit 1891‘ ausdrü-
der Fülleanteil bei unseren Nuss- und
sind schließlich der Umsatzmotor im
cken“, erklärt Ankerbrot Vorstand Peter
Mohnstollen mit 60 Prozent sehr hoch.
österreichischen Lebensmittelhandel“,
Ostendorf.
Die Ölz Zöpfe werden alle von Hand ge-
so Haubenberger.
flochten. Zudem stehen wir für Top-
Egal, mit welchen unterschiedlichen
Innovationen die einzelnen Unterneh-
Qualität als Grundprinzip
Hygiene. Unser Unternehmen ist auf
Aber auch bei Ölz gilt Qualität als
dem höchsten Niveau nach IFS zertifi-
men versuchen einen Verkaufserfolg zu
Grundpfeiler der Unternehmens-
erzielen – in einem Punkt ist man sich
philosophie. „Eine konstan-
durch die Bank einig: Ohne erstklassige
te Qualität auf höchstem
reichen.“ Für Kapelari-Langebner
Rohstoffe und höchste Qualität geht gar
Niveau ist für Ölz Backwa-
bewirken diese Qualitätsbausteine,
nichts. So schwört man etwa bei Haubi’s
ren eine Selbstverständ-
gemeinsam mit dem Unterneh-
klar auf die drei Prinzipien österreichi-
lichkeit“, bringt es Mag.
menshintergrund eines österrei-
sche Rohstoffe, Ehrlichkeit und Trans-
Daniela Kapelari-Langeb-
chischen Familienunternehmens,
parenz. „Die Leute wollen und sollen ja
ner, Geschäftsführerin
die große Stärke der Marke Ölz:
auch wissen, woher ihr tägliches Brot
Marketing & Vertrieb, auf
Sicherheit geben und Vertrauen
und Gebäck kommen“, betont Anton
den Punkt. Sogleich unter-
schaffen – zwei gerade bei Brot
Haubenberger jun.
mauert sie auch, warum es
und Backwaren von den Kon-
Ganz ähnlich hat man sich bei Anker
sich dabei um keine hohle
den drei Attributen Frische, Qualität und
Worthülse, sondern ein kon-
ziert und lebt aktives Qualitäts- und
Hygienemanagement in allen Be-
sumenten sehr geschätzte
•
Eigenschaften. Serviervorschlag
PUMPERNICKEL-FAMILIE
ter:
te un .de/
p
e
z
Re acher
metGour .mestem
wwwte
p
reze
250g
250g
500g
500g
Mestemacher GmbH · 33254 Gütersloh · Telefon + 49 (0) 5241/87 09-0 · www.mestemacher.de
„Mestemacher ist 140 Jahre jung und innovativ“
Prof. Dr. Ulrike Detmers
Mitglied der Geschäftsführung und
Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe
INDUSTRIE | Marktreport
Brot & Backwaren
Pan&Co/Backaldrin
Ö3-Weckerl neu belebt
Im Jahr 1999 hat es das Ö3-Weckerl bereits einmal gegeben.
tungen, sondern auch über die ersten Verkaufszahlen. So
Damals realisierte man dieses Projekt in Form einer Backmi-
gingen in den ersten Verkaufswochen durchschnittlich rund
schung von Backaldrin mit gewerblichen Bäckern. Beim 2012er
50.000 Ö3-Weckerl pro Tag über den Ladentisch.
Ö3-Weckerl ist Backaldrin auch wieder mit dabei. Doch das
Verantwortlich dafür war sicherlich nicht zuletzt die von Reichl
neue Weckerl ist nun ein vorgegarter Teigling von Pan&Co,
und Partner kreierte, österreichweite Werbekampagne inklu-
der in erster Linie über den LEH (Spar, Pfeiffer, Kiennast,
sive PR-Maßnahmen, deren Invest-
MPreis, etc.) vertreiben wird – ein gutes Beispiel also für den
ment sich bis zum Jahresende auf
Veränderungsprozess des Brot- und Backwarenbereichs in
rund 900.000 Euro beläuft.
den letzten Jahren.
Agenturchef Rainer Reichl
So wie das Hitradio Ö3 soll auch das rund 65 Gramm schwe-
über die Kommunikations-
re Ö3-Weckerl eine breite Zielgruppe ansprechen. Dabei setzt
strategie: „In Anlehnung an
man auf eine dreigeteilte Form sowie eine neue Rezeptur mit
den Ö3-Wecker haben wir den
Ballaststoffen und Omega-3 für eine aus-
Ö3-Weckerl-Bäcker als eigen-
gewogene Ernährung. „Die Rohstoffe für
ständigen Charakter konzi-
das neue Ö3-Weckerl stammen aus Ös-
piert. Als Präsentator des Ö3-
terreich und werden hier verarbeitet. So-
Weckerls zieht sich das Sujet des
mit kommt beste heimische Qualität zum
Weckerl-Bäckers
Einsatz und die Wertschöpfung bleibt in
sämtliche Werbe- und
der Region“, erklärt Backaldrin-Eigentümer
Kommunikations-
Peter Augendopler.
maßnahmen und
Die Vertriebsrechte für das seit 1. Juni er-
wird besonders in
hältliche Ö3-Weckerl liegen exklu-
den Hörfunkspots
siv bei Pan&Co. Geschäftsführer
in verschiedenen
Wolfgang Hofer äußert sich nicht
Varianten einge-
nur sehr zufrieden über die Lis-
setzt.“
durch
Der Mann
Als erste österreichische Bäckerei hat Der Mann jetzt ein
weist demnach einen ähnlich nied-
Original Eiweiß-Abendbrot herausgebracht, mit dem die
rigen Glyx-Index wie z. B. Broccoli,
Kohlenhydrataufnahme reduziert werden kann. Die 500
Spinat, Pilze oder grüner Salat (je-
Gramm schwere, knusprige Brotspezialität weist einen fünf-
weils 15) auf.
mal höheren Eiweißanteil als herkömmliche
Das Original Eiweiß-Abendbrot von
Weizen oder Roggenmischbrote auf und
der Bäckerei Der Mann enthält
der Kohlenhydratanteil wurde um das
eine besonders hochwertige Ei-
Fünf- bis Sechsfache reduziert. Wie
weiß-Mischung aus Weizen-, Soja-
eine methodische Vergleichsstu-
und Lupinen-Eiweiß und besteht zudem aus einer aus-
die von Eiweißbrot, herkömm-
gewogenen Mischung von Sojaschrot, brauner und gelber
lichem Weißbrot und Glukose
Leinsaat, Sonnenblumenkernen, Apfelfaser, Sesam und
in der medizinischen Fakultät
64
geröstetem Gerstenmalzmehl.
der Christian-Albrechts-Univer-
Mit dem Original Eiweiß-Abendbrot
sität in Kiel am Institut für Hu-
ergänzt der Mann sein Spezialbrot-
manernährung und Lebensmit-
Sortiment für Brotliebhaber, die
telkunde ergeben hat, liegt der
auf eine reduzierte Kohlenhyd-
Glyx-Index (glykämischer In-
rat-Zufuhr achten und für jene,
dex) mit einem Wert von 17,1
die sich nach der Insulintrenn-
signifikant unter dem der her-
kost von Dr. Pape „Schlank im
kömmlichen Brote (ca. 72,9) und
Schlaf“ ernähren möchten.
7-8|2012 CASH
Fotos: Reichl und Partner, Der Mann, Echo Medienhaus, Ölz, Mestemacher, Kuchenmeister
Original Eiweiß-Abendbrot
Product Line
Felber
Mit dem AMA Handwerk-Siegel ausgezeichnet
Unter den ersten Unternehmen,
die das neue AMA HandwerkSiegel führen dürfen, befindet
sich die Wiener Traditionsbäckerei Felber. „95 Prozent der Konsumenten kennen das bestens
etablierte AMA-Gütesiegel und
vertrauen der unabhängigen
Qualitätskontrolle. Wir hoffen,
dass das Handwerk-Siegel auch
Von Mestemacher gibt es jetzt ein Roggenvollkornbrot mit
Mandeln und Sonnenblumenkernen. Durch die
achtprozentige
Mandelzugabe
entwickelt das Brot ein fein-herzhaftes Geschmackserlebnis. In einer
350-Gramm-Packung befinden sich
insgesamt fünf Scheiben Brot.
bald in aller Munde ist und bei
den Konsumenten auf ebenso
positive Resonanz stößt. Die Verleihung ist eine schöne Bestätigung für unser Bestreben nach
meisterlicher Qualität und den
Einsatz regionaler Produkte“,
freute sich Geschäftsführerin
Doris Felber anlässlich der Verleihung.
Felber-Qualitätsmanager Wolfgang Höfinger und
Geschäftsführerin Doris Felber
Um das AMA Handwerk-Siegel
zu erlangen, musste die Bäckerei
Felber strenge Kriterien erfüllen.
So müssen beispielsweise über 50 Prozent der Mitarbeiter ausgebildete Fachkräfte – also Meister, Gesellen und Lehrlinge – sein. Im Hause Felber liegt dieser
Anteil sogar bei 80 Prozent. Ebenfalls bewertet wurden die verarbeiteten Rohstoffe wie Mehle, Milch und Eier, die zu 100 Prozent aus regionaler Herkunft
stammen. Weiters wurden das Eigenkontrollkonzept zur Qualitätssicherung und
die hohen Hygienerichtlinien des Unternehmens als außerordentlich positiv
bewertet.
Ölz
Kuchenmeister erweitert in diesem
Herbst sein Baumkuchensortiment. Zu
den bestehenden Sorten Vollmilch und
Zartbitter gesellt sich ab September
2012 der Baumkuchen mit Fondant.
Fondant wird von vielen Baumkuchenkennern als die einzig passende Glasur
für einen Baumkuchen betrachtet. Fondant verleiht dem Baumkuchen
eine fein süße, leicht
fruchtige Note. Bisher industriell nicht herstellbar, hat Kuchenmeister mit
namhaften Maschinenherstellern eine
neue Fertigungslinie für die Verarbeitung
von Fondant entwickelt.
www.haubis.at
Schokogenuss
für unterwegs
Bei den neuen Ölz Schoko Brötchen handelt es sich um feines Hefeteiggebäck
mit Schokofülle. Der Schokoladeanteil
dieses Mini-Gebäcks liegt bei 12 Prozent.
Jedes der sechs Brötchen im wiederverschließbaren 270-Gramm-Beutel ist
einzeln verpackt. Damit trägt Ölz dem
anhaltenden Trend zum Snacking Rechnung. Die Mindesthaltbarkeitsdauer
des Produkt liegt bei
21 Tagen. Erhältlich
ist es im Handel seit
Mitte
2012.
HAUBI‘S GENUSSKULTUR
VON
ÖSTERREICH FÜR ÖSTERREICH
Juli
Anton Haubenberger GmbH • 3252 Petzenkirchen
7-8|2012 CASH
65
INDUSTRIE | Marktreport
Brot & Backwaren
Ströck
Olympisches Sport Activ Brot
Im heurigen Olympiajahr fungiert Ströck als neuer
Aktiv Brot besteht zu 100 Prozent aus ös-
nationaler Partner des Österreichischen Olympi-
terreichischem Getreide und ist mit erle-
schen Comités (ÖOC). Die österreichische Hand-
senen Zutaten wie Hirse, Amaranth, Lein-
werksbäckerei wird dabei als Top-Sponsor bei
samen und Traubenkernmehl der ideale
der Sommer-Olympiade in London im
Energielieferant für alle, die
„Austria House Tirol“ die gesamte ÖOC-
aktiv und bewusst in den Tag
Delegation und alle österreichischen
starten wollen. Es ist ab dem
Sportler täglich mit frischem Gebäck
2. Juli 2012 im Handel bei
versorgen. „Für Ströck gehören Leis-
Merkur und in jeder
tungssport und gesunde Ernährung
Ströck-Filiale erhältlich. Im
einfach zusammen“, erklärt Ge-
Juli beträgt der Preis des
Brotes im Zuge einer Aktion
schäftsführer Gerhard Ströck
die Beweggründe für das
4,99 Euro/kg, danach 5,49 Euro/
Sponsoring. „Deshalb
kg. Das Power-Brot wurde von
Philipp Ströck, dem Pro-
haben wir Olympia
auch zum Anlass
duktentwickler der Familie
genommen und
Ströck, kreiert.
das Sport Aktiv
Brot kreiert“, er-
Die ehemalige Spitzenschwimmerin
Mirna Jukic wirbt für das Sport
Activ Brot von Ströck
gänzt er.
Das Ströck Sport
Eat the Ball
Haubi’s
Gebäck in Ballform
IFS Zertifizierung auf
höchstem Niveau
Gebäck, originalgetreu in Form von
Für internatio-
Spielbällen hergestellt. Eat the Ball
nal agierende
wird weniger gebacken als vielmehr
Unternehmen
in einer geschlossenen Form schonend
Haubi’s
sind hohe Qua-
tauen und Wiedereinfrieren ohne Auf-
litäts- und Hy-
backen möglich. Nach dem Auftauen
gienestandards
behält das Gebäck für 24 Stunden sei-
absolute Pflicht.
ne Frische und bis zu zwei Tagen seinen
vollen Geschmack.
66
wie
gegart. Dadurch ist mehrfaches Auf-
Deshalb
hat
man sich nun
„Mit Eat the Ball haben wir ein Produkt kreiert, das Essen mit Spielen ver-
zum wiederhol-
bindet und das Thema Brot so auch für junge Leute wieder interessant und
ten Male einer IFS (Internationaler Food Stan-
spannend macht“, erklärt Norbert Kraihamer, geschäftsführender Gesell-
dard) Überprüfung unterzogen und sogar mit
schafter von Eat the Ball. Das Start-up Unternehmen mit Sitz in Salzburg
der Auszeichnung „Höheres Niveau“ absolviert.
wurde im Jahr 2010 gegründet und hat sich mit Unterstützung der öster-
Der Anforderungskatalog dafür enthält 250
reichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) die Produkteinführung
Leistungspunkte in den Kapiteln Unterneh-
und -weiterentwicklung von Eat the Ball zur Aufgabe gemacht.
mensverantwortung, Qualitätsmanagement-
Die erste Eat the Ball Variante in Form eines American Footballs wurde nach
system, Ressourcenmanagement, Herstellungs-
vier Jahren Entwicklungszeit im Juni 2011 fertiggestellt. Nach mehreren
prozess & Messungen. Haubi’s ist weiters Träger
Akzeptanztests auf Sportveranstaltungen wurde Eat the Ball in Österreich
des 4S-Service Awards (internationaler Para-
bei der Super Bowl Party im Wiener Marriott Hotel erstmals offiziell präsen-
meter für umfassenden Dienst am Kunden),
tiert. Die Premiere im LEH erlebte Eat the Ball im Zuge der heurigen Fußball
des SGS Austria Bio-Prüfsiegels sowie des Bio-
Europameister in den sieben Maximärkten in Oberösterreich und Salzburg.
Siegels der Europäischen Union.
7-8|2012 CASH
Fotos: Ströck, Eat the Ball, BackWerk
Eat the Ball ist eine neue Art von
BackWerk
Neueröffnung in der SCS
Die Selbstbedienungsbäckerei BackWerk
hat im Zuge der Umbaumaßnahmen in der
Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf (NÖ)
ihre dortige Filiale vergrößert. Die Franchise-Kette eröffnete das Geschäft im neuen Design und mit erweiterter Verkaufsfläche. „Die Erweiterung und Neugestaltung
in Vösendorf ergab sich, da die SCS aktuell
selbst großflächige Umbaumaßnahmen im ganzen Gebäude durchüber das neue Lounge-Design mit
gemütlichen Sitzgelegenheiten und
mehr Platz auf nunmehr 168 Quadratmetern Verkaufsfläche freuen“,
erklärt Ingrid Dubowy, BackWerkGeschäftsführerin für Österreich.
NEUEHRMAX.com
führt. Kunden können sich jetzt
Wunschkonzert.
In Österreich betreibt BackWerk derzeit 17 Franchisefilialen und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen
Umsatz von 11 Mio. Euro. Für 2012
sind weitere Standorte sowie rund
13 Mio. Euro Umsatz geplant.
Das Franchise-Unternehmen wurde
2001 in Düsseldorf gegründet und
hat heute seinen Hauptsitz in Essen.
Neben Deutschland, wo man 290
Hauptrohstoffe ausschließlich aus österreichischer
Herkunft.
Auf Wunsch aus 100%
biologischen Rohstoffen.
Vorgegart, teigig,
halbgebacken, frisch oder
tiefgekühlt, fertiggebacken.
Längere Produktfrischhaltung durch modernste
Vakuumtechnik.
Brot und Gebäck,
bio oder konventionell.
Standorte betreibt, ist das Unternehmen noch in fünf weiteren europäischen Ländern aktiv.
Hier könnte
Ihr Produkt sein.
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Zutaten für die
Entwicklung und
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Backwaren haben
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Ihre Erwartungen
zu übertreffen.
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Kuchen-Peter Backwaren GmbH Industriestrasse 16–17, 2201 IG Hagenbrunn,
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7-8|2012 CASH
67
Alles für die Schule
Handel und Hersteller sind bereits zu Schulschluss wieder bereit für das neue Schuljahr und
bringen innovative Schreibwaren und Zubehör in
die Regale. Der Trend geht eindeutig in Richtung
individuelle Designs und Farben sowie umweltfreundliche Sortimente.
alle Bereiche des Schulbedarfs. Jedes
Jahr wandern bei Libro rund 2,2 Millionen Schulhefte, 3,1 Millionen RollerballStifte, 330.000 Bleistifte und 180.000
Federpennale über die Ladentische“,
erklärt Stefan Juhls, seit Kurzem Chief
Autorin: SABINE SPERK
Merchandising Officer bei der MTH Retail Group. Die beiden Eigenmarken Li-
W
68
brolino und Libroline entwickeln sich
ährend sich Schüler aller Alters-
mit Schreibwaren, Papier und Zubehör
sehr gut, neben dem umfassenden Sor-
gruppen noch in den wohlverdien-
für das Malen und Basteln. „Als Kom-
timent an Markenprodukten möchte
ten Sommerferien befinden, wappnet
plettanbieter für die Schule bieten wir
der Schulspezialist auch eine günstige
sich der Handel bereits für das kom-
unseren Kunden ein umfangreiches
Alternative mit gutem Preis-Leistungs-
mende Schuljahr und befüllt die Regale
Sortiment von über 3.000 Artikeln für
Verhältnis anbieten. In diesem Jahr wird
7-8|2012 CASH
Fotos: Fotolia.com, Libro, Format Werk
INDUSTRIE | Marktreport
Bei Libro gehen jährlich 180.000 Federpennale über den Ladentisch.
Vorlieben der jungen Zielgruppe
um für Unterricht, Kunst und Kultur.
Bescheid. Auf die große Nachfra-
„Oberstes Ziel ist es, Umweltbildung in
ge nach umweltbewussten Schul-
der Schule zu verankern. Gemeinsam
sachen hat Libro mit einem Aus-
mit Lehrerinnen und Lehrern werden
bau des Sortiments reagiert – im
in Unterrichtsprojekten Ideen zu The-
Bereich Papier gibt es seither ver-
men wie Wasser, Abfall, Energie, Schul-
mehrt Artikel, die mit dem öster-
tung,
zeichnet sind.
Jause usw. einge-
es erstmals ein Librolino-Starterset, mit
*
Quelle: AC Nielsen, LEH exkl. Hofer, Absatz 2009 – 2011
FRUCADE® ist ein eingetragenes Markenzeichen der DrinkStar® GmbH, Rosenheim, Deutschland.
allem, was Erstklässler brauchen, geben:
g eländeg estal-
reichischen Umweltzeichen gekenn-
gesunde
bracht und aktiv
umweltbildung für schüler
erarbeitet.
Da-
angefangen von einer Heftbox mit Gum-
Österreichs größter Hersteller von
durch wird prakti-
miband bis hin zu Wachsmalkreiden
Papierwaren, Format Werk, setzt auf
sches Wissen und
und heimisch erzeugten Buntstiften.
klimafreundliche, ressourcenschonen-
Können erworben,
„Der Trend zu cooler Optik und einem
de Fabrikation der Markenprodukte
das sich auch zu
durchgehenden Look der Schulsachen
Formati, Format-X und Ursus Green.
Hause umsetzen
ist nach wie vor ungebrochen. Bei den
Neben Auszeichnungen mit den höchs-
lässt“, beschreibt
Schulanfängern stehen in diesem Jahr
ten Umweltgütesiegeln Blauer Engel
Nicole Primetzho-
vor allem Tiermotive und Marken wie
und Österreichisches Umweltzeichen
fer, Marketing bei Format Werk, das
Cars, Hello Kitty und Spiderman hoch
gibt es seit Jahren eine Kooperation mit
Programm Ökolog. Umweltbewusst zeigt
im Kurs. Die Teenager setzen bei Schul-
dem WWF und dem Österreichischen
sich auch das österreichische Unterneh-
rucksäcken auf Trendmarken wie Puma,
Jugendrotkreuz bei der Schulmarke For-
men Brevillier Urban & Sachs: Die Trend-
Nitro, Pepe Jeans, Jansport und Bey-
mat X – neu ist die Initiative „Ökolog“
marke Jolly hat unlängst Öko-Graphit-
blade“, weiß Juhls über die aktuellen
gemeinsam mit dem Bundesministeri-
stifte gelauncht, die aus garantiert
Unfassbar fruchtig,
unfassbar erfolgreich!
Der Umsatztreiber mit erfrischend neuer Kampagne
Aufmerksamkeitsstarke und humorvolle TV-Kampagne
erhöht die Bekanntheit und sorgt für Abverkaufsimpulse
Rund 900 attraktive Prime-Time-Schaltungen zwischen Juni
und Oktober auf reichweitenstarken Sendern
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INDUSTRIE | Marktreport
Alles für die Schule
kein basteln ohne klebstoff
Mit dem Slogan „Im Falle eines Falles – klebt UHU wirklich alles!“ wurde
UHU über die Jahre hinweg zum Synonym für
Klebstoff in Österreich.
„Das Produktversprechen muss bei jeder
Anwendung neu bewiesen werden. Daher
ist es uns wichtig, mit
besonderen Applikationsformen, anwenderfreundlichen Tuben
und Flaschen und
gonnen – ein Druckkugel-
stoffen den Konsumenten die Klebe-
Holzanbau
schreiber, dessen Schaft aus
arbeit zu erleichtern“, verrät UHU-
stammen und in heimischer Produktion
Metacrylata-Material besteht, das
Geschäftsführer Thomas Willenpart
hergestellt werden, wofür man mit dem
einen uniquen Perlmutt-Effekt
das Geheimnis des Unternehmenser-
Österreichischen Umweltzeichen aus-
zeigt.
folges. „UHU setzt jedes Jahr zu Schul-
nachhaltigem
gezeichnet wurde. „Die neuen Stifte
Faber-Castell setzt seit 1761
anfang auf ein Lizenzthema, das bei
werden aus der heimischen Holzart
auf Schreibwaren „Made in Ger-
der Jugend in dieser Zeit im Fokus steht.
Weymouthkiefer hergestellt und unter-
many“ und hat für Schüler den
Heuer haben wir eine internationale
liegen strengsten, kontrollierten Anbau-
perfekten Bleistift entwickelt: Die
Kooperation mit DreamWorks und pas-
bedingungen“, erklärt Jolly-Marke-
Kappe beinhaltet einen Spitzer
send zum Kinostart im Herbst als
tingleiter Clemens Ellmauthaler.
und dient außerdem als Schutz
Schulanfangsthema „Madagascar 3“
Das helle, naturbelassene Holz der
vor Spitzenbruch. Am Ende des
gewählt. Viele Artikel sind daher in ei-
Graphitstifte ist frei von Imprä-
schwarzen Bleistiftes befindet
ner speziellen Madagascar-Aufma-
gnierungs- oder Konservie-
sich ein schmierfreier Radierer,
chung erhältlich.“ Ab Sommer 2011
rungsstoffen und entfaltet
die aufgesetzten Späneboxen
konnte man außerdem mit der Einfüh-
nach dem Spitzen einen
gibt es wahlweise in Blau,
rung der „UHU Sekundenkleber blitz-
angenehmen Geruch nach
natürlichem Holz.
zum schreiben anstiften
Als wahres „Baumsparwunder“ be-
70
hochwertigen Inhalts-
Schwarz oder Brombeerfarben.
schnell Minis“ punkten, die laut Gfk
Bei einem weiteren deutschen Traditi-
Österreich in der Periode November/
onsunternehmen mit eigener Produk-
Dezember 2011 bereits den fünften
tionsstätte – Pelikan – werden die Wün-
Platz in der Artikelhitliste aller Sekun-
sche der Schüler durch aufwendige
denkleber in Österreich erreichen
zeichnet das Nürnberger Unter-
Marktforschung analysiert und bei der
konnten.
nehmen Staedtler einen Bleistift
Entwicklung neuer Produkte eng mit
Auch beim Hersteller tesa dreht
namens „Wopex“, der durch sein
Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern
sich alles ums Kleben: „Das Angebot
einzigartiges Material und ein spe-
zusammengearbeitet. Arno Telkämper,
der beiden starken Marken tesa und
zielles Herstellungsverfahren
Senior Vice President Europe und Ge-
Tixo reicht von Klebefilmen und Ver-
deutlich mehr Stifte hervorbringt
schäftsführer für Deutschland und Ös-
packungsbändern über Flüssigkleber,
als bei der herkömmlichen Blei-
terreich: „In der Schulsaison 2012 gibt
Korrektur- und Kleberoller bis hin zu
stiftfertigung. Mit der Serie „Fimo
es gleich zwei Neuheiten: den Pelikano
Klebestiften und tesa Powerstrips“,
Accessoires“ hat Staedtler außer-
Transparent mit glasklarem Design so-
fasst Mag. Gabriele Kosar, Geschäfts-
dem ein Produkt auf den Markt
wie den Mark & Write, mit dem man
führerin von tesa, zusammen. Mit dem
gebracht, das dem Kunden ermög-
Markieren und Schreiben mit
neuen tesa „ecoLogo“-Sortiment setzt
licht, einen Füllhalter selbst mit
nur einem Gerät erledi-
man auch hier ein „grünes“ Zeichen:
Fimo zu modellieren und damit
gen kann.“
„Die tesa eco-Logo Produkte werden
ein absolutes Unikat zu erschaffen.
aus recycelten oder biobasierten Ma-
Ballograf Cupa schlägt in dieselbe
terialien hergestellt, zusätzlich sind
Kerbe und hat unlängst mit der
alle Produkte lösungsmittel- und PVC-
Einführung des Ballograf Empire I
frei sowie recycelbar.“
7-8|2012 CASH
•
Fotos: Brevillier Urban & Sachs, Pelikan, Faber-Castell AG, Ballograf Cupa, UHU
und II be-
ie e
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n art com
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tel trittsk aris.
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Paris. 21-25 Oktober 2012
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INDUSTRIE | Marktreport
Tiernahrung
Tierversuchung deluxe
Mal die 20-ProzentMarktanteilsschwelle
überschritten“, so
Wieser weiter. Mit
den Marken Gourmet,
ONE, Felix, Beneful
und der Fachhandelsmarke Pro Plan setzt
man bei Nestlé Puri-
L
72
na
PetCare
aut der Online-Plattform „PETcom“
und die Ten-
vor allem auf
Convenience-
leben derzeit in heimischen Haus-
denz ist stei-
halten zirka 581.000 Hunde, 1,5 Millio-
gend“, weiß
Produkte mit gesundheitlichem
nen Katzen, 65.000 Zwerghasen, 64.000
Mag. Hubert
Zusatznutzen, wie etwa alters-
Meerschweinchen, 30.000 Goldhamster
Wieser, Coun-
gerechte Ernährung oder Futter
und 15.000 Mäuse. Die Population von
try Business
für sterilisierte Tiere. Royal Ca-
Ziervögel ist seit den 80er Jahren am
Manager
absteigenden Ast, zur Zeit werden noch
Nestlé Purina PetCare Austria. Das Un-
etwa 310.000 Vögel gehalten. Vor allem
ternehmen ist mit 14 Prozent
Hunde und Katzen werden von den Ös-
Marktanteil die starke Nummer
Monaten auch Ernäh-
terreichern oftmals als vollwertiges Fa-
Zwei unter den Markenartikelan-
rungslösungen für sehr
milienmitglied oder sogar als Kind- und
bietern auf dem österreichischen
kleine Hunde gelauncht.
Partner-Ersatz gesehen und behandelt.
Heimtiernahrungsmarkt. „Wir
Momentan läuft die Ein-
Kein Wunder also, dass das Geschäft
befinden uns seit einigen Jahren
führung eines Futters, das
rund um das Tier boomt. „2011 war Tier-
auf ungebremstem Erfolgskurs
sich an sterilisierte Katzen
nahrung Herrn und Frau Österreicher
mit zweistelligem Umsatzplus
richtet, die zu „starkem
rund 416 Millionen Euro wert. Knapp 90
und konnten auch 2011 mit 10
Bettelverhalten“ neigen.
Prozent des Umsatzes wurde mit Hun-
Prozent wachsen. Im Katzenseg-
Vitakraft wiederum küm-
de- und Katzennahrung erwirtschaftet
ment haben wir YTD zum ersten
mert sich auch um die
7-8|2012 CASH
nin springt auf denselben Zug
auf und hat neben Produkten für Hundesenioren in den letzten
Fotos: Fotolia.com/Eric Isselée, Mars, Nestlé, Royal Canin, Vitakraft, Vitaform, Fressnapf, Das Futterhaus, Spar, Rewe Group, Lidl.
Heimtiere nehmen im Leben der Österreicher einen
enorm hohen Stellenwert ein, was sich auch in der
Konsumbereitschaft der Tierbesitzer zeigt. Die
Trends gehen laut Handel, Fachhandel und Hersteller einstimmig in Richtung Premium- und Bionahrung sowie zu Snacks und Convenienceprodukten
Autorin: SABINE SPERK
mit Mehrwert.
sondern auch für
Katzen. Zweistellige Wachstumsraten über die letzen
Jahre zeigen einen
großen Bedarf an
Katzensnacks. Aber
auch Snacks mit
funktionalem Mehrwert sind stark nachgefragt, hier bietet
Mars beispielsweise die „Pedigree DentaStix“ an, die sich für die tägliche Zahnpflege des Hundes eignen und die Bildung von Zahnstein bis zu 80 Prozent
reduzieren sollen. Im Sommer 2012 wird
das komplette Pedigree Trockensortiment einem umfangreichen Relaunch
unterzogen, der neben einer neuen Rekleinsten Heimtiere wie Hamster, Degus,
snacks mit mehrwert
zeptur auch ein neues Packungsdesign
Streifenhörnchen oder Mäuse und hat
Marktführer Mars, der bekannte
mit übersichtlicher Navigation mit sich
zucker- und getreidefreie Rezepturen
Marken wie Whiskas, Pedigree, Chappi,
sowie naturnahe Produktserien wie das
Kitekat, Sheba, Cesar und Frolic produ-
Die Marke Eukanuba, die so wie Iams
Nagerfutter „Vita Verde“ im umfangrei-
ziert, sieht einen starken Wachstum-
vom Großhändler Vitaform vertrieben
chen Sortiment.
strend für Snacks – nicht nur für Hunde,
wird, punktet durch die ausschließliche
bringt.
Österreichische Post AG erweitert Produktpalette
PAketversAnd mit PAket Österreich oder
Premium Österreich
Die Zustellung der Paketsendung erfolgt innerhalb von 2
Werktagen bzw. beim Premium Produkt bereits innerhalb von 24
Stunden. In beiden Fällen erfolgt die Abgabe der Sendung nur
gegen Unterschrift des Empfängers. Der Kunde kann anhand der
Sendungsnummer den Sendungsverlauf von der Aufgabe bis zur
Zustellung im Internet unter www.post.at/tracking nachverfolgen.
serviceorientierte ZusteLLunG
Tägliche Abholung und Zustellung nach telefonischer Vereinbarung inklusive Verbringung der gewünschten Ware im Raum
d
Wien.
ie Österreichische Post AG ist in Österreich sicher das Unternehmen, das die letzte Meile im B2C (Business to Con-
retouren- und entsorGunGsLoGistik
sumer) und auch im B2B (Business to Business) perfekt beherrscht.
Die professionelle Bearbeitung von Retouren, entweder über
Durch die Übernahme des österreichischen Fulfillment-Spezial-
das Filialnetz der Post oder durch die direkte Abholung stellt
isten Systemlogistik Distribution GmbH werden in Zukunft vor-
einen wesentlichen Mehrwert für den Kunden dar.
aber auch nachgelagerte Prozesse zusätzlich zu den klassischen
Paketdienstleistungen angeboten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.post.at.
webshoP- und LAGer-LoGistik mit mehrwert
denspezifische Abwicklung von Webshop- und Fulfillmentaufträgen
rund um Konfektionierung, Kommissionierung und Co-Packing.
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INDUSTRIE | Marktreport
Tiernahrung
bekommt man knapp 30
Produkte von Clever im
Preiseinstiegssegment und
95 Produkte von Quality
First. In den kommenden
Wochen wird hier das Segment der Katzenschalen
um drei Sorten mit wertvollen Vitaminen und
ohne Farb- oder Konservierungsstoffe erweitert. Zielpunkt verVerwendung von tierischen Proteinen
satz. Im Jahr 2011 steigerte man sich
zeichnet ebenfalls eine
und einen hohen Anteil an präbioti-
von 110 Millionen auf 117 Millionen Euro
zufriedenstellende Um-
schen Fasern. Vitaform stellte unlängst
– auch für heuer wird mit einem weite-
satzentwicklung
einen Eigenantrag auf
ren deutlichen Umsatzanstieg gerech-
Tierbereich und setzt
Eröffnung eines Sanie-
net. Heidi Obermeier, Geschäftsführerin
stark auf die Segmente
rungsverfahrens und
von Fressnapf Österreich, freut sich über
Frischebeutel
verkündete in einer
diese Entwicklung und weiß: „Es zeigt
Snacks – derzeit führt
offiziellen Aussendung:
sich ganz eindeutig, dass die Tierbesit-
man die Eigenmar-
„Trotz der sehr guten
zer in Österreich sehr großen Wert auf
ke „Juwel“. Dis-
Zusammenarbeit und
ein gesundes und gepflegtes Tier legen
konter Lidl bie-
auch der hervorragen-
und dieses immer mehr zum Familien-
tet „Orlando“,
den Verkaufszahlen im
mitglied wird. Die Trends bei der Fütte-
„Optidog“, „Cos-
Hinblick auf die Zu-
rung gehen in Richtung Premium- und
hida“ und „Opticat“.
sammenarbeit
mit
Biofutter, hier reagieren wir mit unseren
Iams und Eukanuba in
Eigenmarken Select Gold, Real Nature
Österreich verlief das Wirtschaftsjahr
und BioPlan auf die Bedürfnisse unserer
und
neue tierfutterfabrik
in österreich
für Vitaform nicht nach Plan. Daher
Kunden.“ Den Trend
Wie sich der Tiernahrungsmarkt in
sind wir gezwungen, beim Handels-
nach Premium- und
Österreich weiter entwickeln wird,
gericht Eisenstadt einen Sanierungs-
Bionahrung
sieht
hängt bestimmt auch von folgenden
antrag einzureichen. Der Plan ist, den
auch die Fachhan-
Neuerungen ab: In Pöttelsdorf im Bezirk
derzeitigen wirtschaftlichen Engpass
delskette Das Futter-
Mattersburg ist eine neue Tierfutter-
im Zuge dieses Sanierungsverfahrens
haus, die als Abrun-
Fabrik in Planung, für welche das vor
zu lösen und das Unternehmen wei-
dung zum Sortiment
wenigen Wochen gegründete Unterneh-
terzuführen.“
der Industriemarken
men „Austria Pet Food“ verantwortlich
die Eigenmarken Ak-
zeichnet. Produktionsstart soll im ersten
fachhandel mit starken eigenmarken
tiva Gold, Aktiva, Draft,
Quartal 2013 sein, man möchte sich
Feliton und Vivantis anbietet. Ende die-
ausschließlich auf die Produktion von
Das Unternehmen Fressnapf – zu
ses Jahres wird man in Österreich mit
Nassfutter in Dosen für die Eigenmar-
dem auch die Megazoo- und Equiva-
20 Filialen vertreten sein, also in acht
ken der Handelsunternehmen konzen-
Märkte zählen – hingegen freut sich
Bundesländern mit zumindest einem
trieren. Der Standort in Pöttelsdorf wer-
über laufend wach-
Geschäft.
de „die modernste Anlage Europas“,
senden Gesamtum-
lässt Initiator, Investor und Chairman
handel zieht mit
Das umfangreiche Eigenmarkensortiment der
Firma Fressnapf
74
im
7-8|2012 CASH
Christian Wimmer, MBA wissen. Wie
Auch bei den österreichi-
schon letzten Herbst bekannt
schen Handelsunternehmen
wurde, wird auch Mars am Ge-
boomt das Geschäft mit Tier-
lände der Heimtiernahrungsan-
nahrung und Zubehör. Na-
lage in Bruck/Leitha eine zusätz-
türlich wird auch hier ver-
liche Anlage für Hunde- und
stärkt auf die Eigenmarken
Katzennahrung in Frischebeuteln
gesetzt: Spar bietet „Molly“
errichten, für die insgesamt 33
für Katzen, „Scotty“ für Hun-
Millionen Euro investiert werden.
de und „Fiffy“ für Nager. Bei
Geplante Inbetriebnahme ist
der Rewe International AG
ebenfalls 2013. •
mischt jetzt auch das
Snacks-Segment auf!
Snacks
Ab
sofort
Jetzt listen und Umsatz sichern!
Marktanteile FELIX
FELIX – der erfolgreiche Innovationstreiber der
Katzenvollnahrung 1
8,8
7,3
2,6
Snacks sind größter Wachstumstreiber im
Katzen-Segment 2
2008
Breitflächige und abverkaufsfördernde
Samplingmaßnahmen
5,0
0,8
2007
1
2009
2010
2011
Quelle: Nielsen 2012 Katze Wert Total Single Serve LH+DFH excl. H/L
2
Quelle: GfK 2012 Katze Wert Total
Nestlé Purina PetCare Österreich, Am Euro Platz 2, A-1120 Wien · www.purina.at
INDUSTRIE | Marktreport
Wäschepflege
Reinerlös
Autor: Christian Pleschberger
D
ie Kategorie Wäschepflege entwickelte sich im Vorjahr in den von
Nielsen betrachteten Absatzmärkten
durchwegs positiv. Der Universalwaschmittelmarkt erreichte eine Größe von 121,6 Millionen Euro und lag
wertmäßig annähernd stabil auf dem
Niveau des vorangegangenen Jahres
(-0,2 % vs. 2010). Mengenmäßig konnte er sich mit einem Plus von einem
Prozent sogar leicht verbessern. Der
Spezialwaschmittelmarkt war 2011
76
7-8|2012 CASH
Wäschepflege
Markt-Telegramm
•• Universalwaschmittel
Der Universalwaschmittel-Markt erreichte im letzten Jahr eine Größe von 121,6
Millionen Euro und liegt somit stabil auf Vorjahresniveau (-0,2 Prozent vs.
2010), während er sich mengenmäßig leicht verbessern konnte (+1,0 Prozent).
Im auflaufenden Jahr weist der Markt aktuell ein leichtes Plus von 1,3 Prozent
auf, obwohl die Menge leicht rückläufig ist (-2,5 Prozent bis inkl. KW20).
•• Spezialwaschmittel
Der Spezialwaschmittel-Markt war im Jahr 2011 umsatzmäßig 18 Millionen Euro
schwer, was gegenüber 2010 einem Zuwachs von plus 4,4 Prozent entspricht.
Mengenmäßig fiel der Anstieg mit plus 2,7 Prozent etwas geringer. Die Marktentwicklung 2012 (bis inkl. KW 16) zeigt zwar mengenmäßig einen Zuwachs um
2,6 Prozent, allerdings ging der Markt wertmäßig zurück, was auf aggressivere
Preise zurückzuführen ist.
•• Weichspüler
Der Weichspüler-Markt wuchs im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf einen
Wert von 28,6 Millionen Euro, mengenmäßig konnte der Markt allerdings nur
um knapp ein Prozent zulegen. Im auflaufenden Jahr 2012 (bis inkl. KW 16)
weist der Weichspüler-Markt eine stabile Entwicklung auf und hält derzeit bei
einem Wert von 8,8 Millionen Euro.
Quelle: Industrie
Fotos: Fotolia.com, Henkel, Erdal, Ecover, Unilever, Procter & Gamble, Spar
Der Waschmittelmarkt entwickelte sich im Vorjahr stabil.
Prozentual die stärksten Zuwächse gab es bei Spezialwaschmitteln. Generell gewinnen Flüssigwaschmittel mehr
und mehr an Bedeutung, zudem wird die gesamte Kategorie duftaffiner.
– dadurch zuletzt auf insgesamt 52,8
Kurz & bündig
Prozent steigern. „Persil verbesserte sich
um 2,2 Prozentpunkte und erreicht einen Marktanteil von 36,1 Prozent. Dixan
mit 10,4 Prozent und Weißer Riese mit
6,3 Prozent Marktanteil behaupten sich
als Nummer-3- und Nummer-4-Marke
am Gesamtmarkt im Mittelpreissegment“, freut sich Henkel Austria Marketing Managerin Elisabeth Springs. Und
auch bei Spezialwaschmitteln redet
Henkel ein Wörtchen mit. Springs zufolge konnte die Marke Fewa ihren
Ecover setzt als weltweit erster
Hersteller von Wasch- und Reinigungsmitteln seit Kurzem Verpackungen aus 100 Prozent
grünem Polyethylen (PE) für
seine Flüssigprodukte ein. Die
Basis dafür bildet Ethanol aus
Zuckerrohr. In Bezug auf Treibhausgasemissionen ist zuckerrohrbasiertes PE gegenüber herkömmlichem
PE um rund 75 Prozent effizienter.
Marktanteil im Vorjahr in diesem Segment auf 43,9 Prozent steigern. Zudem
Harald Bauer, dm: „Wir sind mit der Entwicklung zufrieden. Sie liegt über der Gesamtmarktentwicklung und der Entwicklung des DFH.“
verfügt Henkel mit Silan über die meistgekaufte Weichspüler-Marke am österreichischen Markt.
Marktanteilszugewinne melden aber
auch die Mitbewerber. „Für unsere
Waschmittelmarke Coral war 2011 ein
sehr erfolgreiches Jahr. Sie kann mit plus
2,2 Prozent ein überproportionales
Wachstum verzeichnen“, erklärt Rebecca Widerin. Sie verantwortet bei Unilever
Austria die strategische Leitung des Geschäftsbereichs Home & Personal Care.
Flüssigwaschmittel
befinden sich nach
wie vor im Umsatzaufwind. Der Einstieg
von Frosch aus dem
Haus Erdal in diesem
Jahr mit dem besonders haut- und faserschonenden Fein& Woll-Waschbalsam 1 Liter in das
Spezialwaschmittelsegment ist also
nur ein logischer Schritt und sollte dem
Handel auch in dieser Kategorie wieder
stabilere Preise bringen.
Auch Omo konnte, gestützt auf eine
neue TV-Kampagne sowie auf eine lokale Aktivierung mit Geld-zurück-Garantie, ihren Ausführungen zufolge in
den letzten Monaten Boden gutmachen.
Über das genaue Ausmaß hält sie sich
jedoch bedeckt.
Elisabeth Springs, Henkel: „Henkel trägt mit
seinen Produkten maßgeblich zur positiven
Entwicklung der Kategorie bei.“
Ökoprodukte gefragt
Einer generell steigenden Nachfrage erfreuen sich derzeit zudem um-
umsatzmäßig rund 18 Millionen Euro
weltfreundliche Produkte, wie dm Ge-
schwer. Gegenüber 2010 entspricht das
schäftsführer Harald Bauer bemerkt.
einem Zuwachs von 4,4 Prozent. Men-
„Niedrigtemperaturwaschmittel oder
genmäßig fiel der Anstieg mit 2,7 Pro-
Pouches sowie Produkte wie Ecover und
zent etwas geringer aus. Der Weich-
Frosch erweisen sich am POS derzeit
spüler-Markt wuchs im Vorjahr um 2,5
besonders zugkräftig“, so Bauer. Der
Prozent auf einen Wert von 28,6 Milli-
Einstieg von Erdal mit einem Frosch
onen Euro und legte mengenmäßig um
Fein- und Woll-Waschbalsam in das
knapp ein Prozent zu, sehr zur Freude
Spezialwaschmittelsegment in diesem
nicht nur der Händler sondern auch
Jahr erscheint vor diesem Hintergrund
der Hersteller.
nur allzu logisch. „Frosch schließt mit
diesem Artikel eine Lücke im Segment
Starke Marken dominieren
und wird dem Handel auch in dieser
So etwa konnte Henkel den Markt-
Kategorie wieder stabilere Preise brin-
anteil aller seiner Universalwaschmit-
gen“, ist Erdal Österreich-Geschäfts-
tel-Marken – Persil, Dixan, Weißer Riese
führer Franz Studener überzeugt.
Auch das Duftsegment am Universalwaschmittelmarkt entwickelt sich in den letzten
Jahren positiv. Im wachsenden Flüssigsegment ist der
Duft neben der Waschleistung eines der wichtigsten
Kaufkriterien. Diesem Trend folgend setzt das neue Dixan Limonenblüten Frische Gel aus dem Haus Henkel auf ein entsprechend innovatives
Duftkonzept.
Die Coral Range von Unilever präsentiert sich seit KW 27 mit zwei neuen
Produkten im Portfolio: dem mild dezenten und daher besonders
hautverträglichen Coral Sensitiv Color sowie mit Coral
Sport & Outdoor, das laut
Hersteller für angenehme
Frische und schonende Reinigung bei funktionaler
Sport- & Outdoorkleidung
sorgt.
7-8|2012 CASH
77
INDUSTRIE | Marktreport
Kurz & bündig
Jüngste Produktneuheit der Marke
Ariel aus dem Haus Procter & Gamble ist die Variante Fresh Sensations. Sie kombiniert die bekannte strahlende Reinheit von
Ariel mit unwiderstehlichem
Frischeduft und bedient damit
das florale Duftsegment.
Wäschepflege
Ohne Promotion ist
alles nichts
Als ausgewiesener Branchenkenner
weiß er nur allzu gut, dass akzeptable
Handelsmargen in diesem Marktsegment keine Selbstverständlichkeit sind,
denn die gesamte Kategorie ist stark
umworben und zeichnet sich durch
eine hohe Promotionintensität aus. „Die
lange Haltbarkeit der Produkte sowie
der ständige Bedarf an Waschmitteln
Das neue Persil Super KraftGel Color von Henkel entfaltet seine Waschkraft bereits ab 15 ° C. Die neue
Dosierkappe ermöglicht zudem punktgenaues und einfaches
Dosieren. Durch die
Reduktion von Verpackungsmaterial, Dosiermenge und
Energieaufwand wird außerdem die
Umwelt geschont und Geld gespart.
Splendid Bio von Spar ist das
erste biologische Waschmittel
„made in Austria“, das mit
dem Siegel der Austria Bio
Garantie zertifiziert wurde.
Es enthält ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe, keine
Chemikalien, ist dermatologisch mit „Sehr gut“ getestet
und somit besonders für Allergiker und Baby-Wäsche geeignet.
Die Riesenwaschmaschine als Blickfang des Persil-Wäscheservice von
Henkel ist bereits seit 2009 fixer Bestandteil bei Sport- und Musikveranstaltungen in Österreich. Nach dem
Nova Rock Festival sind heuer auch das
Beachvolleyball Grand Slam-Turnier
von 17. bis 22. Juli in Klagenfurt und
das Frequency Festival von 16. bis 18.
August in St. Pölten Stationen des
Persil-Wäscheservices.
lassen die VerbraucherInnen bei Preisaktionen besonders gerne zugreifen“,
nennt Unilever Managerin Rebecca Widerin den Grund dafür. Sondergrößen,
Multipacks sowie die Zugabe von kleinen Geschenken haben sich als Absatztreiber während solcher Aktionszeiträume zusätzlich etabliert, und sie
werden das Marktgeschehen wohl auch
bis auf Weiteres entscheidend mitbestimmen.
•
Franz Studener, Erdal: Die klare Ökopositionierung und die besonderen Hautschonungsqualitäten der Frosch Wäschepflegeartikel erlauben uns eine sehr konsistente Preispolitik,
die auch dem Handel zugute kommt: wesentlich weniger Preispromotions als für klassische Waschmittelmarken und akzeptable Handelsmargen für Waschmittel, die in diesem
Marktsegment nicht selbstverständlich sind.“
Wäschewaschen in Österreich
Energiesparen ja, aber ...
Für knapp zwei Drittel aller österreichischen Haushalte (63 %) ist es durchaus vorstellbar, die gesamte Wäsche bei niedrigeren Temperaturen zu waschen, sofern die
Grundvoraussetzungen passen. Zu diesem Resultat kommt eine repräsentative
Umfrage der Karmasin Motivforschung im Auftrag von Procter & Gamble Austria.
Hier die Ergebnisse in Kurzform:
•• Häufigkeit der Maschinenwäsche
91 Prozent der Befragten waschen zumindest 1 x wöchentlich die Wäsche – davon 43 Prozent mehrmals wöchentlich, 15 Prozent (fast) täglich. Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es kaum; nur die über 50-Jährigen waschen im
Vergleich zu den anderen Altersgruppen ihre Wäsche etwas seltener.
•• Relevanz des Energiespargedankens
88 Prozent der Befragten halten den Energiespargedanken im Allgemeinen für
sehr bzw. eher wichtig; 77 Prozent achten auch beim Wäschewaschen auf den
Energieverbrauch und versuchen, hier umweltbewusst zu handeln. Lediglich für
die bis 30-Jährigen und eher auch für Männer ist Energiesparen vergleichsweise
weniger ein Thema.
•• Energiesparendes Wäschewaschen
Für rund 63 Prozent aller österreichischen Haushalte ist es durchaus vorstellbar,
die gesamte Wäsche bei niedrigeren Temperaturen (z.B. 40 statt 60 oder 30
statt 40 Grad) zu waschen, ein knappes Drittel (32 %) hat Bedenken.
Wesentliche Voraussetzungen für das Wäschewaschen bei Niedrigtemperaturen
sind für die Befragten vor allem die Gewährleistung einer absoluten Hygiene
(53 %), aber auch die vollständige Entfernung von Schmutz & Flecken (38 %)
sowie eine dafür entsprechend geeignete Waschmaschine (24 %).
Quelle: Quantitative Untersuchung der Karmasin Motivforschung im Auftrag von Procter & Gamble
Austria, Mai 2012; telef. Interviews, Personen ab 14 Jahren, n=500.
78
7-8|2012 CASH
19.Österreichische
Medientage
25.–27. september 2012
Wiener Stadthalle, Halle F
programm & anmeldung:
www.medien-tage.at
Freuen Sie sich auf hochkarätige
nationale und internationale Referenten:
Jean Ziegler ­· Sebastian Kurz ­· Kathrin Zechner
Wolfram Weimer ­· Christoph Schuh ­· Knut Foeckler
Donata Hopfen ­· Egon Matzner ­· Brian Sullivan
Alexander Wrabetz ­· Karola Wille ­· Johannes Larcher
Michael Wölfle ­· Christian Röpke ­· Dietmar Dahmen
Norm Johnson ­· Tomáš Bella · Volker Gaßner
Cliff Ryan · Frank Thomsen · und viele mehr.
Juli-August 2012
Trends
INDUSTRIE
Partyspaß garantiert
Für Figurbewusste
Im deutschen Handel lässt der laut
Weil Stevia gerade in aller Munde ist und zucker-
eigenen Angaben zweitgrößte
reduzierte Produkte nach wie vor im Trend liegen,
Hersteller von Konsumgüterver-
hat Lattella sein Light-Sortiment
packungen, Rexam Beverage Can,
einem Relaunch unterzogen und
in den Sommermonaten mit ei-
die Submarke Stevi Light ent-
nem kultigen Getränk aufhorchen.
wickelt. Dabei kommt neben
„Ballermann Sangria – Das Origi-
der jetzt laktosefreien Molke
nal“ ist dort nämlich in der prak-
eine Kombination aus Frucht-
tischen, bunt gestalteten 250-ml-
zucker und Stevia zum Einsatz,
Slimline-Dose erhältlich und soll
wodurch 30 Prozent Zucker
insbesondere die junge, ausgeh-
eingespart werden können.
freudige Zielgruppe ansprechen.
Und damit sich die Verbrau-
Hergestellt und vermarktet wer-
cher vom anhaltend vollen
den die Ballermann Sangria-Do-
Lattella-Geschmack überzeu-
sen von der Binderer St. Ursula
gen können, sorgt auch gleich
Weinkellerei GmbH; die Abfüllung
die neue Geschmacksrichtung
übernimmt der österreichische Co-Packing-Spezi-
Traube Cassis für Abwechslung
alist Pfanner.
am POS.
Rexam Beverage Can, www.rexam.com
Berglandmilch, www.lattella.at
Schonend geangelt
Im Sinne der Nachhaltigkeit und um den Fischbestand langfristig zu schützen, hat Bolton – Europas
führender Hersteller von Dosenthunfisch – die neue Produktlinie „Rio Mare – Mit der Angel gefangen“ auf den Markt gebracht. Bei dieser kommen nur Thunfisch-Filets aus ausgewiesenen Fischereizonen und schonendem Fischfang in die Dose. Die Thunfische – übrigens alle ausschließlich von der Art Skipjack – werden einzeln mit der Angel anstatt mit Netzen
gefangen, wodurch Jungfische im Wasser bleiben
und Beifang ausgeschlossen werden kann.
Erhältlich ist die neue Range in den Sorten
Olivenöl und Naturale.
Federweiche Wimpern
Essbarer Energy-Drink
Der neue Volum’ Express Falsche Wimpern
Auf der Suche nach einem besonderen Energie-Kick
Feder-Look Mascara von Maybelline Jade
wird man bei den neuen Produkten – Riegel und
erfüllt den Wunsch nach vollen Wimpern,
Shots – von Enexy fündig. Denn dabei handelt es sich
gepaart mit einem federweichen Tragege-
um Energy-Drinks, die nicht getrunken, sondern
fühl. Möglich ist das durch die innova-
gegessen werden. Im Inneren der Produkte befindet
tive Gel-Mousse-Formel mit weniger
sich nämlich ein Gelkern, der die Energie aus Gua-
harten Wachsen, die die Wimpern
rana bündelt und von weißer Scho-
elastisch und weich macht. Die
kolade ummantelt ist. Erhältlich ist
Mega-Bürste mit schwingendem
der essbare Energy-Drink als Riegel zu 42 Gramm
Bürstenkopf erreicht darüber
oder als Shot und damit in Form von kleinen,
hinaus alle Wimpern gleichzei-
grünen Schokokugeln in einer wiederverschließ-
tig und sorgt so für einen vo-
baren Dose (ca.83 g). Top ist auch das Design, das
luminösen Wimpernauf-
bereits mit dem iF packaging design award aus-
schlag.
L’Oréal, www.maybelline.at
80
7-8|2012 CASH
gezeichnet wurde.
Enexy UG, www.enexy-power.com
Fotos: Iglo, Berglandmilch, Bolton Austria, L’Oréal, Enexy, Rexam, Weber-Stephen, Trolli, feelglück
Bolton Austria, www.riomare.at
Gerolltes Eis
Grillen wie die Spanier
Wer an heißen Tagen
Auch in Spanien wird gern gegrillt; allerdings
Lust darauf hat, Eis
etwas anders als bei uns. Dort spricht man
einmal anders zu ge-
nämlich vom Grillen à la plancha, was so viel
nießen, kommt mit
bedeutet wie Grillen mit hoher Hitze. Mit der
der neuen Eisrolle
gusseisernen Grillplatte Plancha von Weber für
Vanille-Himbeere aus
den Grill ist das aber auch hierzulande einfach
dem Mehlspeistraum-
möglich, denn damit lassen sich Gambas,
Sortiment von Iglo
Krabbben, kleine Tintenfische, Zucchinischei-
garantiert auf seine
ben oder Gemüseallerlei im Handumdrehen
Kosten. Denn das Dessert
mit einer Temperatur zwischen 200 und 350
in der 260-g-Packung setzt auf die beliebten Zutaten Vanilleeis und
Grad perfekt anbraten. Dabei verdampfen Flüs-
Himbeersoße umhüllt von Biskuitteig, ist bereits servierfertig vorbe-
sigkeiten nicht, sondern „schweben“ von der
reitet und überzeugt mit seiner frisch-fruchtigen Note bestimmt nicht
Hitzewelle getragen über der Bratplatte, wo-
nur Kinder.
durch das Bratgut nicht in Kontakt mit dem
Iglo, www.iglo.at
Bräter kommt.
Weber-Stephen, www.weberstephen.at
Einfach fair
Um das Bewusstsein für nachhaltigen
Konsum zu fördern, die Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern zu
verbessern und deren Existenz nachhaltig zu sichern, kooperiert Trolli mit Fairtrade und präsentiert drei mit Fairtrade-Zucker hergestellte FruchtgummiKreationen. „Sierra Cruz“ (exotische Tiere und kleine Palmen), „Rio Bamba“ (Bärenparade) und „Janga Wanga“ (kleine
Früchtchen, sauer bezuckert) werden
außerdem mit natürlichen Aromen und
ohne künstliche Farbstoffe hergestellt.
Trolli, www.trolli.de
Inserenten in CASH
AMA Beilage
DrinkStar 69
Flughafen Wien 19
Französische Botschaft 71
Haubenberger 65
Glücklich trinken
Hektik, Stress, Erschöpfung und schlechte Laune einfach wegtrinken zu
können, klingt nach einem Traum, der nun aber Realität werden könnte. Denn der neue feelglück Serotonizer ist reich an der natürlichen
Kelly 39
Kraft Foods 13
Kuchen-Peter 67
Laimer 3
Lindt & Sprüngli 83
Maresi 5
Aminosäure L-Tryptophan und hilft dadurch dem
Messe Düsseldorf 35
Glückshormon Serotonin auf die Sprünge. Den ge-
Mestemacher 63
treidehaltigen, fruchtig-frischen, vitaminreichen,
Nestlé 75
natürlichen und nährstoffhaltigen Saft einfach mindestens zwei Wochen lang täglich noch vor dem Früh-
NÖM 37
Österreichische Post 73
stück auf nüchternen Magen trinken und schon kann
PID 55
eine spürbare Verbesserung des allgemeinen Wohl-
Rauch 41
befindens einsetzen. Erhältlich im Online-Shop
Rupp 59
www.feelglück.de in den drei Geschmacksrichtungen
Sara Lee 33
Johannisbeere Banane, Mango Orange oder Traube
Storck 84
Maracuja.
Unilever 2
feelglück, www.feelglück.de
Wagner 25
Waldquelle 11
7-8|2012 CASH
81
Skurriles aus Handel, Industrie und dem Rest der Welt
zU Guter Letzt
Fundstück des Monats
Live aus den Outlets
Fladen-Brott
„Mir graust so!“
Wie anders sollte man denn sonst
Schön, wenn sich der heimische Lebensmittelhandel
seinen Kunden signalisieren,
und hier vor allem die großen Ketten, redlich bemühen,
dass das Fladen-Brott nicht mehr
dass das Volk mehr frischen Fisch kauft und dann auch
wirklich frisch ist?
noch selbst zubereitet. Unlängst in einem Verbrauchermarkt am Rande Wiens mit gut sortierter Frischfisch-
Studie des Monats
Abteilung. Ein junger Mann erfreut sich des Anblicks
eines Saiblings und teilt dies inklusive Kaufabsicht der
Good Marketing
jungen Dame dahinter mit. Da vom Saibling sowohl
Eine hochinteressante Studie hat das Zukunftsinstitut
Angebot waren, frug die Fischfachverkäuferin – etwas
herausgebracht. Sie heißt Good Marketing und be-
zaghaft zwar, aber immerhin – nach, ob sie nun einen
schäftigt sich mit dem vor einem radikalen Umbruch
ganzen Fisch oder das Filet einpacken solle. „Brauchen
stehenden Marketing der Zukunft. Hintergrund: Der
tu ich eigentlich nur das Filet“ meinte der junge Mann,
individualisierte Konsument von heute ist über un-
„außerdem geht dann die Zubereitung schneller.“ Wo-
zählige Kanäle der digitalen Welt zu erreichen. Nie gab
rauf die Verkäuferin sichtlich erleichtert meint: „Das
es mehr Möglichkeiten und Wege der Kundenanspra-
ist gut, weil als Ganzer hätte ich Ihnen den Fisch nicht
che. Und nie waren Kunden besser informiert: Sie
geben können.“ „Und wieso nicht?“ wollte der junge
beherrschen die Regeln der Kommunikation mindes-
Mann wissen. Die knappe, aber ehrliche Antwort: „Weil
tens so gut wie die Anbieter. Damit Sie im Dickicht der
mir vor dem Kopf so graust.“
ganze als auch kopf- und schwanzlose Filetstücke im
digitalen Irrwege nicht den Überblick verlieren, gibt
Ihnen die Studie acht
Strategien an die Hand,
Bücher des Monats
mit denen Sie das Ver-
Grillbücher von Weber
trauen für Ihre Marke
beim Kunden zurückge-
Vor dem Grillen ist nach dem Grillen. Egal, ob Sie nun
winnen. Denn Vertrau-
begeisterter Winter- oder klassischer Sommergriller
en wird zum entschei-
sind, bestens geeignet zum Grillen sind auch der Herbst
denden Faktor in der
und das Frühjahr. Und um einmal etwas anderes als
Marketingkommunika-
die klassischen Koteletts respektive Käsekrainer & Co
tion, die auf einer
auf den Rost zu legen, hat Weber zur bereits legendär-
g l e i ch b e re ch t i g t e n
en Grillbibel vier neue Grillbücher aufgelegt. Eines übers
Marken-Kunden-Bezie-
Grillen im Allgemeinen, eines zum Thema Chicken,
hung fußt.
zum Thema Fisch und für Vegetarier. Nähere Infos res-
Nähere Infos und Bestel-
pektive Bestellmöglichkeiten: www.weberstephen.at
lung: www.zukunftsinstitut.de/good-marketing
Nebenbei bemerkt
Goldener Windbeutel
Seit geraumer Zeit versucht die deutsche Verbraucher-Plattform Foodwatch der nahrungsmittelproduzierenden
Industrie auf die Zehen zu steigen und etwaige Verbrauchertäuschungen respektive – wie sie es so gerne nennen
– Werbelügen aufzudecken. Höhepunkt ist einmal im Jahr die Verleihung des Goldenen Windbeutels für die
größte Werbelüge, die im Übrigen von den Online-Besuchern der Plattform gewählt wird. Heuer kam der Babyund Kinderkost-Hersteller Hipp zum Handkuss, der den Goldenen Windbeutel für seine laut Foodwatch viel zu
süßen Kinder-Instant-Tees verliehen bekam.
Mit nicht zu übersehender güldener Trophäe
machten sich die Foodwatch-Mitarbeiter auf
dem Weg in die Pfaffenhofener Hipp-Zentrale,
um der Pressesprecherin den Preis zu überrei-
Das nächste
CASH erscheint
am 28. 9. 2012
82
7-8|2012 CASH
chen, selbstverständlich begleitet von jeder
Menge Medienvertreter. Was dort geschah und
wie Hipp reagierte, sehen Sie unter diesem Link:
http://www.youtube.com/foodwatchTV.
Neu, gefüllt und erfolgversprechend
Die zwei neuen Sorten der merci Tafelschokolade:
ab Oktober
2012
Edle, feinherbe Schokolade mit einem
Herz aus köstlichem Marzipan, 112g
Zartes Nougat umhüllt von feiner
Vollmilchschokolade, 112g
Die zwei neuen Sorten versprechen noch größere Erfolge:
• Marzipan ist die rotationsstärkste Sorte bei den Premium-Tafeln*
• Nougat zählt zu den beliebtesten Sorten im Tafelmarkt insgesamt**
• Die gute Konsumentenakzeptanz und hohe Wiederkaufsraten versprechen
ein noch größeres Erfolgspotenzial der merci Tafelschokoladen.***
40 Mio
.
Inte
nsive
merci
TVKW 38 Kampagne
bis KW
50
*Quelle: Nielsen 2011 Akzeptanzranking **Quelle: Nielsen MA-Ranking SKU nach Umsatz am Totalmarkt
***Quelle: GFK Konsumerpanel 2011
Profitieren auch Sie vom merci-Tafelschokoladen-Erfolg!
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Seele and Geist
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