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gespannt, was Bern uns anbieten wird» - Hauptstadtregion Schweiz

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Datum: 20.11.2010
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Medientyp: Tages- und Wochenpresse
Auflage: 60'969
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Ausgabe Stadt+Region Bern
Themen-Nr.: 999.84
Abo-Nr.: 1077523
Seite: 41
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«Wir sind sehr
gespannt, was Bern
uns anbieten wird»
HAUPTSTADTREGION Die oberste Raumplanerin der Schweiz, Maria Lezzi, redet dem Grossraum
Bern ins Gewissen: Bern müsse den Nachweis erst noch erbringen, dass die Hauptstadtregion ein
Gebilde sei, das etwas zur Weiterentwicklung der Schweiz beizutragen habe. Allein die - an sich
vielversprechende - Idee, die politische Steuerzentrale der metropolitanen Schweiz sein zu wollen,
reiche noch nicht, dass Bern sich auf die gleiche Stufe wie Zürich, Basel und Genf stellen könne.
Frau Lezzi, Bern ist stolz darauf,
die Formel 3 plus i gefunden zu
haben. Das bedeutet: Im Raumkonzept Schweiz befindet sich
Bern auf Augenhöhe mit den
te, Hauptstadtregion Schweiz,
reicht nicht.»
drei Metropolitanregionen Zürich, Basel und Genf. Ist der Stolz
berechtigt?
Maria Lezzi: Die Formel 3 pius 1
seine Partner sind eingeladen
und gefordert, aufzuzeigen, was
die Hauptstadtregion wirklich ist
ist vielversprechend. Bern hat
eindeutig nicht das Profil einer und wohin sie sich entwickeln
will. Meines Wissens wird im DeMetropolitanregion. Aber für
mich drückt sich der Berner Ansatz in einem schönen Bild aus:
Die Wirtschaftsmotoren der
Schweiz -.das sind die Grossräume Zürich, Basel und Genf-Lausanne - brauchen ein Steuerrad,
und das ist die Hauptstadtregion.
Das Bild ist schön, aber was die
zember ein Verein für die Hauptstadtregion gegründet.
Immerhin.
Das ist ein erster Schritt. Die zentrale Frage ist, ob es gelingt, aus
der Hauptstadtregion ein Gebilde zu formen, das aus mehr be-
steht als aus Stadt und Region
Bern.
Hauptstadtregion inhaltlich geErster Schritt, sagen Sie. Was
nau sein soll, ist bis jetzt nicht
könnte der zweite, der dritte
klar.
sein?
Das ist so. Wir unterstützen die Es geht darum, konkrete EntIdee, dass in Bern die metropoli- wicklungsvorstellungen zu erar-
tane Schweiz gesteuert wird. beiten,. die sich in handfeste ProDaran ist allerdings eine klare jekte übersetzen lassen. Welche
Anforderung geknüpft: Die blos- das sein könnten, kann nicht ich
se Etikette, Hauptstadtregion sagen. Das muss unter anderem
Das Hers der Hauptstadtregion ist die Stadt Dm- aber hatdie Idee der Hauptstadtregion dle Kraft, übe Bern hinauszuwachse,Dleser Frage müssen sich die Berner Metro-Vordenker noch stellen.
Adiono Belt
Schweiz, reicht nicht. Bern und in Bern entstehen. Sonnenklar
ist: Die Hauptstadtregion muss
mehr sein, als es der Espace Mit-
«Die blosse Etiket-
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telland war.
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Den Espace Mittelland wünscht
sich in Bern niemand zurück.
Was heisst das konkret - mehr
als der Espace Mittelland?
nationalen Bedeutungsverlust
verstanden. SVP-Nationalrat
Rudolf Joder sagte letzten Samstag an,dieser Stelle, dass die
Der Prozess, in dem sich die Geldströme des Bundes künftig
Hauptstadtregion jetzt befindet, an Bem vorbeifliessen, sollte es
steht vor zwei Herausforderun- nicht gelingen, die Bundesstadt
gen: Erstens muss sie sich auf auf gleicher Ebene einzustufen
sich selber konzentrieren und wie Zürich, Basel und Genf.
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Wir können heute nicht mehr
überall alles tun. Deshalb ist es
wichtig, dass jede Region ihre
Stärken und Potenziale erkennt,
sich ein klares Profil gibt und auf
diesem aufbaut. So können wir
unser Land effizient und lebenswert organisieren. Das ist Ziel
und Sinn des Raumkonzepts.
herausfinden, was ihr genaues Diese direkte Verbindung gibt es Ist die Schweiz nicht zu klein für
Profil ist und in welche Richtung nicht. Wir bauen mit dem Raumdie Reise gehen soll. Doch das al- konzept Schweiz keine neue Förlein reicht nicht, wenn die von derkulisse auf, die definiert, dass
Bern ins Spiel gebrachte Formel man automatisch und nur dann
3 plus 1 ernst gemeint ist.
an Infrastrukturgelder kommt,
Was braucht es noch?
wenn man als MetropolitanWenn die Häuptstadfregion sich region klassiert wird. Das ist ganz
auf Augenhöhe mit den Metropo- anders als etwa in Deutschland,
litanregionen bewegen will, kann wo man als ausgewiesene Metrosie sich nicht auf die eigene Be- politanregion besser positioniert
findlichkeit und Positionierung ist, wenn es um EU-Fördergelder
beschränken. Bern sollte - zwei- aus Brüssel geht.
tens - beantworten können, Dann ist die schweizerische Diswelchen Beitrag die Hauptstadt- kussion`um Metropolitan- und
region für die ganze Schweiz lie- Hauptstadtregion doch eine
fern wird.
ziemlich akademische Angele-
ein ausdifferenziertes Raumkonzept? Im internationalen
Vergleich mit Grossmetropolen'
ist doch das Mittelland einfach
eine zusammenhängende
Grossagglomeration.
Rein quantitativ haben Sie recht,
wenn man zum Beispiel die Zahl
«Bern kann sich
nicht auf die eigene
Befindlichkeit beschränken.»
Warum das?
genheit, wenn es nicht auch um
Das ist die Zusatzanforderung, die nationale Prioritätensetzung der Einwohner anschaut. Die Bedeutung und die Ausstrahlung
die auch für die Metropolitanregeht, zum Beispiel für die Infra- der schweizerischen Metropoligionen gilt. Dass die Wirtschaftsstruktur.
tanräume sind im internationa,
motoren Zürich, Basel und GenfDas sehe ich anders. Das Raum- len Kontext allerdings ungleich
Lausanne für das ganze Land von
konzept ist keine Einteilung in grösser als ihr zahlenmässiges
grösster Bedeutung sind, ist
wer ist besser und wer schlechter, Gewicht. Deshalb ist die Unteroffensichtlich. Die Hauptstadtregion hat den Nachweis zu er- kein neuer Schlüssel im Verteil- teilung in drei flächenmässig
bringen, dass sie wirklich eine kampf. Sondern es ist in erster Li- kleine, aber gewichtige MetropoRolle für die Entwicklung des nie eine Orientierungs- und Ent- litanräume gerechtfertigt - ganz
scheidungshilfe für die räumli- abgesehen davon, dass mit der
ganzen Landes spielen will.
Im Klartext: Es gibt keine Garan- che Entwicklung auf allen Staats- Unterteilung auch der Wettbetie, dass Bern gleichgestellt wird ebenen, vom Bund über die Kan- werbsgedanke genährt wird. Das
tone bis hin zu den Gemeinden. ist für mich eine der guten Seiten
mit den Metropolitanregionen
Grosse Veränderungen wie die des Föderalismus.
Zürich, Basel und Genf?
Globalisierung haben die Wahr- Ist das Raumkonzept, von dem
Das hängt davon ab, was aus dem nehmung verändert, wie gross wir hier reden, überhaupt schon
Prozess Hauptstadtregion wird. ein Gebiet ist, das von den Men- in Kraft gesetzt?
Wir sind sehr gespannt, was Bern
als Input für die gesamtschweizerische Entwicklung anbieten
wird.
In Bern wird die Hauptstadt-
schen und der Wirtschaft als Ein- Nein. Es war ein früher Entwurf,
region als Strategie gegen den
Das bedeutet?
heit yerstanden wird, welche der vor etwa drei Jahren vor alGrossräume eine internationale lem in Bern grosse Emotionen
Ausstrahlung haben und welche weckte. Darin war die Region aneine nationale.
ders eingestuft als Zürich, Basel
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und Genf-Lausanne. Anfang 2011 Personen in grossen Wohnungen noch mehr auf das Wohnen über-
tragen, wobei der Qualität des
stellen wir nun gemeinsam mit
den Kantonen, Städten und
Gemeinden das überarbeitete
Raumkonzept vor. Daraufhin
folgt eine fünfmonatige Konsultation bei interessierten Kreisen.
«In der Schweiz gibt
es auch Räume, die
sich entleeren.»
Und dann - ist das Raumkonzept
Wohn- und Lebensraums grosse
Beachtung geschenkt werden
müsste. In der ganzen Wachstumsdiskussion blenden wir allerdings häufig etwas Besorgniserregendes aus.
Was denn?
definitiv?
Anschliessend wird das Raumkonzept in Kraft gesetzt, aber
nicht im gesetzlichen, sondern
im politischen Sinn. Es soll leben
und gelebt werden, indem es die
und Häusern wohnen, nachdem
die Kinder ausgezogen sind,
zum wachsenden Verbrauch an
Wohnfläche beiträgt. Wohlverstanden, es ist absolut rational
und emotional nachvollziehbar,
verschiedenen Regionen anregt,
Projekte zu entwickeln, die sie dass sich die Menschen so verhalten. Denn neue kleinere Wohund die ganze Schweiz vorwärtsnungen sind meist teurer als die
treiben.
alten grossen. Aber da wäre ein
Wir reden von Vorwärtstreiben,
grosses Potenzial, die Zunahme
von Weiterentwicklung- dabei
des Wohnraums zu bremsen.
ist vielen Leuten eher nach
Bremsen zumute. Die BevölkeGlauben Sie, dass wir es schafrung in der Schweiz wächst rafen,
nicht immer noch mehr
sant, das Gefü hl wird stärker, das
Raum
zu beanspruchen?
die Schweiz zugebaut wird.
Es gibt ein Wachstumsunbehagen, das sich beispielsweise im
Widerstand gegen Einzonungen
an besten Lagen in schon dicht
besiedelten
Agglomerationen
ausdrückt. Dem müssen wir uns
ernsthaft stellen - keine Frage -,
Die abgelegenen Täler im Berggebiet. Ist das wirklich ein
Problem?
Es sind eben nicht nur die Bergtä-
ler. Nehmen wir Pruntrut im Jura. Das ist eine Stadt, ein regiona-
les Zentrum, ziemlich gut verbunden mit dem Grossraum Basel. Da wandern die Leute ab, Ge-
säiäfte verschwinden, die historische Bausubstanz zerfällt,
während anderswo, teilweise sogar knapp ausserhalb der Stadt-
Ich bin überzeugt, dass das grenze im Grünen, Neubauten
Wachstum des Bodenverbrauchs
nicht so weitergehen wird. Kürzlich hat das Bundesamt für Statistik neuste Zahlen zum Wachstum der Siedlungsfläche präsentiert. Die Kurve steigt zwar imzumal der Verbrauch des Bodens mer noch, aber sie flacht langsam
nach wie vor schneller zunimmt ab.
Ein schwacher Trost. Jedes
als die Bevölkerung.
Was Sie als oberste Raumplane- Wachstum stösst einmal an
Grenzen.
rin sehr bekümmern müsste.
Ja. Die Frage ist nicht, wie man
das Wachstum verhindern kann,
sondern wie wir alle es lenken
und gestalten. Wir kommen sicher nicht darum herum, genegrafische Wandel auf die Raum- rell bodensparender zu bauen.
Der Kanton Bern hat einen interentwicklung auswirkt.
Natürlich beschäftigt es mich.
Wir müssen die verschiedenen
Einflüsse aber noch genauer erforschen und analysieren, beispielsweise wie sich der demoWas wissen wir dehn noch zu
wenig genau?
In der Schweiz gibt es auch Räume,die sich nicht so stark entwickeln oder sich gar entleeren.
errichtet werden.
Was schliessen Sie daraus?
Die Idee, im ländlichen Raum regionale Zentren zu stärken, funk-
tioniert nicht von selber. Da
braucht es neue konkrete AnL
strengungen. Der Bund unterstützt solche Initiativen. Ich halte es für wichtig, wenn wir unser
Land qualitativ überzeugend und
nachhaltig organisieren wollen,
dass wir uns als Bundesamt für
Raumentwicklung - neben dem
Fokus auf städtisch geprägte
Räume - auch den Herausforderungen im ländlichen Raum widmen.
Interview: Jürg Steiner
essanten Ansatz mit den Ent- juerg.stei ner@be rnerzeitung.ch
wicklungsschwerpunkten, wo
Zum Beispiel, wie stark der Um- Arbeitsplätze konzentriert werstand, dass immer mehr ältere den. Dieses Modell müsste man
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ZUR PERSON
DEBATTE
Wie kommt Bern weiter?
Maria Lezzi
Wer Roumplanung als humorlose Disziplin versteht,
ist bei Maria
Lezzi (46) an
der falschen
Adresse. Die
Zürcher Geografin, seit 2009 Direktorin des
Bundesamts für Raumentwicklung (ARE), versieht ihre Ausführungen gern'mit einer ironischen
Spitze oder einem herzhaften Lacher. Bevor sie ins ARE kam,'war
sie Leiterin der Planungsabteilung beim Kanton Basel-Stadt.
Lezzi lebt in Münchenstein bei
Basel, von wo sie frühmorgens
nach eigen pendelt. jsz
Bern will die Metropolen Zürich, Basel und GenfLausanne
nicht konkurrenzieren, sondern als Hauptstadtregion
Schweiz ihre politische Zentrale werden.Das ist Berns Vision,
und sie soll jetzt Realität werden.Am 2. Dezember 2010 wird
in Bern die Gründungsversammlung der Hauptstadtregion stattfinden, sofern die
5 Kantone und 19 Städte, die
sich dafür interessieren, ihr
wirklich beitreten.
Für Bern wäre das ein wichtiger Schritt, denn das Bern, das
will, läuft immer Gefahr, gebremst zu werden vom Bern,
das zweifelt. Allerdings: Metropolitanregionen zu fördern,
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bedeutet, wirtschaftliches
Wachstum zu wollen. Dem stehen viele Menschen kritisch
gegenüber, weil sie das Gefühl
haben, das Land werde zubetoniert und ihre Lebensqualität
bedroht.
Diese Debatte muss geführt
werden auch im «Zeitpunkt».
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Warum Bern schon früh
in Rückstand gerät
Mediterrane Stadtgefilhle mit Alpenblick. Vision der Zürcher Metro-Vordenker für einen,urbanen Strand in Thalwil am Zürichsee.
ETH Studio Basel
METRO-DEBATTE In Zürich und Basel treibt die Wirtschaft die
Metropolenbildung voran. In Bern interessiert die Hauptstadtregion bis jetzt fast nur Politiker. Das ist zu wenig.
Christoph Koellreuter ist ganz der Rheinstadt breite Kreise be- ropolitanstatus mit seiner globaeuphorisch: «Wir haben wieder reit sind, Basel als Metropolitan- len Topstellung im Wachstumseinen Meilenstein erreicht», sagt raum zu begreifen.
markt der Life Sciences, repräder Geschäftsführer des Think- Als Metropolitanraum ver- sentiert etwa durch Grossfirmen
tanks Metrobasel. Koellreuter steht man ein urbanes Zentrum wie Novartis oder Roche. Konmeint das sechste Metrobasel- mit einem Einzugsgebiet, das kurrenten von Basel sind MegaForum, das vorgestern Donners- Stadt-, Kantons- und allenfalls Citys wie Shanghai, San Francitag 400 Personen aus Wirtschaft, gar Landesgrenzen überschreitet
Politik und Zivilgesellschaft an- - und als Standort internationale
zog, die etwa über die globale Ausstrahlung besitzt. MetropoliPositionierung des Universitäts- tanräume sind die Wirtschaftsmotoren eines Landes und entstandorts Basel diskutierten.
Die Anziehungskraft, die Met- scheidend für dessen Wettberobasel entwickelt, belegt, dass in werbsfälligkeit.
Basel verdient sich seinen Met-
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sco BayArea, London oder Gross-
Kopenhagen/Südschweden.
Basler Vorwärtsdrang
Eine Metropolitanstrategie zu
fahren, bedeutet im Fall von Basel, die Rahmenbedingungen für
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die Life-Science-Industrie per- ser wirtschaftlicher Bedeutung,
manent zu verbessern. Das Spek- die Stadt grösser zu denken und
truin reicht vom Ausbau des For- Anti-Stadt-Reflexe in Agglomeschungsplatzes bis zu Investitio- rationsgemeinden in ein Zugenen in die Kultur, um der Stadt hörigkeitsgefühl zum Grossraum
mehr kreatives Flair zu verlei- umzudeuten, hält Handelskamhen, auf das Topmanager globaler Spitzenfirmen Wert legen.
Logisch deshalb, dass die Basler Metro-Debatte von der Wirtschaft geptisht wird. Ungefer 60
Prozent des Vereinsbudgets von
Metrobasel, das über eine Million
mer-Direktor Lukas Briner fest.
Dass metropolitanes Bewusst-
sein in Zürich entstanden ist,
zeigt etwa die Ansiedlung der Chinesischen Solar- Grossfirma Sun-
tech letzten Sommer - in SchaffFranken beträgt, stammen aus hausen. Beklatscht wurde das als
Erfolg der Greater Zurich Area.
Wirtschaftskreisen. Metrobasel
schärft mit Studien, Reports und Berner Gemächlichkeit
Visionen permanent das metroVon metropolitaneni Vorwärtspolitane Bewusstsein. Dass drang ist Bern weit entfernt. Dass
Druck aus der Wirtschaft kom- sich der Grossraum Bern als «Pome, sei wichtig, sagt Metrobasel- litzentrum der metropolitanen
Direktor Koellreuter - als An- Schweiz» positionieren will, wird
stoss für die Politik, die sich oft zwar überall als gute Idee gelobt.
langsam bewege und schwertue, Aber damit hat es sich.
Tabus zu brechen.
Mit welchem Inhalt sich die
Hauptstadtregion, die sich am
Zürcher Visionen
2. Dezember als Verein konstitu-
Ähnlich verhält es sich mit der
Vorreiterrolle der Wirtschaft für
das metropolitane Bewusstsein
im Grossraum Zürich. Dort hat
iert, profilieren will, bleibt un-
klar. Bis jetzt sprach man hauptsächlich über den Perimeter, und
das neue Selbstverständnis gipdie Zürcher Handelskammer das felt darin, dass Freiburg Bern ein
Basler. ETH-Studio der. Star- Bundesamt abspenstig machen
architekten Jacques Herzog und will.
Pierre de Meuron beauftragt, Von ernsthaftem Engagement
Perspektiven für die Metropole der Berner Wirtschaft ist nichts
Zürich am linken Seeufer zu den- zu sehen. Die Hauptstadtregion
ken. Beispielsweise schlagen . die ist bis jetzt ein reines Projekt von
Autoren Roger Diener und Mar- Politikern - und damit akut becel Meili eine Umdeutung der droht von parteipolitischen BloSeestrasse als strandähnliche, ur- ckaden und langen ZeithorizonJürg Steiner
bane Erholungszone vor. Unab- ten.
hängig von der Realisierungswahrscheinlichkeit solcher Vorschläge sei es für Zürich von gros-
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