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(erzürnt). Kecker Schuft, was muthet Er mir zu? Glaubt Er, ich werde

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I, 2–3
13
(erzürnt). Kecker Schuft, was
muthet Er mir zu? Glaubt Er, ich werde
etwas berühren, was schon einmahl auf die
Erde gefallen ist.
FRIEDRICH. Es ist aber von feinsten Battist.
GOLDFUCHS. Augenblicklich werff’ Er es
zum Fenster hinunter. (Steht auf und liest
in seiner Schreibtafel.)
FRIEDRICH (thut als ob er das Schnupftuch
zum Fenster hinaus würffe, steckt es aber
dann schnell in die Tasche). Es is schon
drun’t, Euer Gnaden.
GOLDFUCHS. Der Johann soll sogleich zu
mir kommen. (Geht in die Seitenthüre
rechts ab.)
FRIEDRICH (allein). Ich bin kein Wahrsager
sondern nur ein Bedi[e]nter; ich glaub aber
all’weil, ich werd’ noch was haben, wenn
der einmahl nix hat. (Zur Seite lincks ab.)
14
ZU EBENER ERDE UND ERSTER STOCK
Mein Herr der bezahlt’s, ’s is a seel’nguter
Mann;
Und giebt’r auch die Tafel beym helllichten
Tag,
Ich komm’ mit ein’ .Conto. für d’ Wachskerzen nach;
Und wenn er was merckt, da wird’s pfiffig
gemacht,
Da bring’ ich g’schwind meine Cam’rad’n in
Verdacht.
GOLDFUCHS
5
5
10
10
2.
15
15
20
3te Scene
(Später DAMIAN.)
20
[(JOHANN.)]
(tritt nach einem .Ritornell . zur
Seite lincks ein; er ist in .eleganter Livrée . gekleidet, und hat eine .Malaga .-Bouteille samt
Glas in der Hand).
JOHANN
25
25
Lied (sehr lebhafte Musick)
30
Drum sag’ ich, „.Esprit. hab’n“, dann is’s a
Vergnüg’n,
D’ Herrschaft kann man dann alle Tag’
b’stehl’n und betrüg’n
Jetzt will ich d’ .Livrée. a drey Jahrln noch
trag’n,
Dann halt’ ich mir selber ein Roß und ein
Wag’n,
Ich halt’ mir a Köchinn, ein Kutscher, ein
Knecht,
Nur ja kein Bedienten, und da hab i recht.
Denn Haluncken giebt’s unter d’ Bedienten, ’s
is g’wiß,
Das kann der nur beurtheil’n, der selb’r einer is.
(Nimmt sich einen Stuhl, setzt sich im Vordergrunde nieder, und trinckt gemächlich.)
DAMIAN
(kommt, während dem sich
die Musick in ein trauriges Ritornell verändert, in abgerissenem Anzug herein, ein
Bündl unter dem Arm tragend).
1.
Lied
Gibt mein Herr a Tafel, so trinckt er ein
Wein,
Und das zwar ein gut’n, doch der beste g’hört
mein;
Für All’s was ich kauf’, rechn’ ich ’s Vierfache
an,
1.
30
35
Am allerlängsten, ehrlich, währt,
Das Sprichwort hab’ ich oft schon
g’hört;
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Seele and Geist
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