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05a Was ist die Börse - kiknet

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Was ist die Börse?
05a – Wirtschaft
Arbeitsbeschreibung
Börse verstehen und nachspielen.
Arbeitsauftrag:
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Die Sch’ kombinierten die bis jetzt erhaltenen Informationen
und versuchen die Börse zu erklären.
Zuerst wird in offener Diskussion das mögliche Vorwissen
der Jugendlichen abgeholt.
Anschließend wird die Börse mit Hilfe eines Rollenspiels
nachgespielt.
Ein Lesetext festigt den Lerninhalt.
Ziel:
Die Sch’ erklären die Funktion und den Begriff Börse.
Material:
Infotext für die Lehrperson
Lesetext
Rollen durch LP festgelegt
Sozialform:
Plenum
Einzelarbeit
Zeit:
45 Minuten
Zusätzliche Informationen:
Information 1: Die Rollen werden durch die Lehrperson festgelegt und ein bis zwei Mal
gewechselt.
Information 2: Der Text vertieft das Rollenverständnis. Kann auch als Diktattext
weiterverwendet werden.
Weiterführende Ideen:
Idee 1: Begriffe heraussuchen und vertiefen.
Idee 2: Eigenes Börsenlexikon aufbauen (Begriffskärtchen)
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Was ist die Börse?
05a – Wirtschaft
Die Börse
Was an einer Börse passiert
Hinter dem Mechanismus der Börse steht im Prinzip etwas sehr einfaches:
Die Börse ist ein Markt, auf dem für Waren nach Angebot und Nachfrage
Preise gebildet werden. Der Handel an der Börse wird nicht – wie etwa in
einer Markthalle – direkt zwischen Käufer und Verkäufer betrieben,
sondern von dazu berechtigten
Personen, den Händlern.
Bedeutung für Anleger:
An einer Wertpapierbörse können
Anleger jederzeit Wertpapiere
kaufen und verkaufen. Der Handel
läuft nach bestimmten Regeln ab,
die für alle Marktteilnehmer gleich
sind. Durch die Börse ist der rasche
Kauf oder Verkauf von
Wertpapieren sichergestellt.
Bedeutung für Unternehmen:
Der Gang an die Börse bringt den Unternehmen zusätzliches Kapital.
Dadurch können Investitionen, Forschungen und Markterschließungen
finanziert werden. Unternehmen sichern sich so ihre anhaltende
Konkurrenzfähigkeit.
Der Handel mit Erwartungen
An einer Börse werden Erwartungen gehandelt. Aktien eines an der Börse
notierten Unternehmens werden in aller Regel erworben, wenn sich der
Käufer einen günstigen Geschäftsverlauf dieses Unternehmens erwartet.
Oder wenn die Aktien auf Grund verschiedener Umstände gerade sehr
billig zu haben sind, aber trotzdem mit einem Aufschwung und so
genannten „Gewinnmitnahmen“
gerechnet werden kann. Gehen
Aktieninhaber von einer ungünstigen
Entwicklung aus, liegt es auf der
Hand, dass sie ihre Aktien zum
Verkauf anbieten. Börsen gelten daher
als Wirtschaftsbarometer, da sie
künftige Entwicklungen
vorwegnehmen. Sie reagieren generell
auf volkswirtschaftliche und politische
Veränderungen sehr sensibel.
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Was ist die Börse?
Aufgaben einer Börse
Zu den Hauptaufgaben einer Börse zählt die aktive Gestaltung des
heimischen Kapitalmarktes zum Nutzen der gesamten Wirtschaft. Sie
fungiert als Plattform für Emittenten (wie Unternehmen, Ausgeber von
Anleihen etc.), Anleger und Banken; sowohl was den tatsächlichen
Börsenhandel betrifft als auch bei gemeinsamen Maßnahmen zur Stärkung
des Kapitalmarktes.
Warum die Börse so heißt?
Weil sich einst vor dem Haus der belgische Familie Van der Beurse, die in
ihrem Wappen eine Geldbörse führte, Händler zum Tausch von Waren
trafen. Sie legten dort ihre Anteilscheine zum Verkauf aus und schlugen
auf einer Tafel den Preis an. War er zu hoch, fand sich kein Käufer. Gab es
einen Interessenten, so bezahlte er dem Händler die gewünschte Summe
und bekam im Gegenzug das Wertpapier. Bei starker Nachfrage wurde um
eine Aktie gefeilscht und ihr Wert kletterte nach oben. Mangelte es an
Interessenten, dann sank der Wert der Aktie. Daran hat sich im Prinzip bis
heute nichts geändert.
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Was ist die Börse?
Die erste Aktie
Als Geburtstag der Aktie gilt der 20. März 1602, an
dem sich einige kleinere Handelsgesellschaften auf
dem Gebiet der heutigen Niederlande und Belgiens
zur „Verenigde Ostindische Compagnie“ (VOC)
zusammengeschlossen haben. Die VOC ist die
erste Gesellschaft, die alle grundlegenden
Eigenschaften einer modernen Aktiengesellschaft
aufweist. Die Aktien konnten frei gehandelt
werden, die Amsterdamer Hauptniederlassung der
VOC war die erste Aktienbörse der Welt. Börsen
und Vorläufer der Aktiengesellschaft gab es schon
zuvor – allerdings getrennt voneinander. Bereits
zwei Jahrhunderte vor der Gründung der VOC
fanden sich Kaufleute aus aller Welt vor dem Haus des Bankiers Van der
Beurse in Brügge zusammen, um Handel zu treiben. Die regelmäßigen
Handelstreffen wurden bald als „ Börse“ bezeichnet.
So funktioniert der Handel
Auch heute bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis der an einer
Börse gehandelten Wertpapiere, Devisen oder Rohstoffe.
Wie das funktioniert? Der Handel wird nicht direkt
zwischen Käufer und Verkäufer abgeschlossen, sondern
von dazu berechtigten Maklern, und die gehandelten
Güter sind nicht physisch anwesend. Anleger erledigen
also ihre Geschäfte weder vor Ort noch selbst, sondern
beauftragen über ihre Bank einen Wertpapier-Händler
damit, eine bestimmte Anzahl von Aktien zu kaufen oder
zu verkaufen. Oder sie arbeiten mit einem DiscountBroker beim Online-Aktienhandel.
Präsenz- und Computerbörse
Wer kennt sie nicht, die Szenen aus Filmen oder Nachrichten-Sendungen:
Bilder vom „Floor“ einer Börse, auf dem hektische Menschen mit
hoffnungsvollem oder verzweifeltem Gesichtsausdruck heftig gestikulieren
und durcheinander schreien? Solche Bilder entsprechen den traditionellen
Vorstellungen von einer „Präsenzbörse“, bei der die handelnden Personen,
die Händler, vor Ort anwesend sind. Im Gegensatz zur klassischen
Parkett- oder Präsenzbörse hat sich inzwischen als zeitgemäße Innovation
die Computerbörse herausgebildet, in der die Händler ihre Aufträge
(Orders) über vernetzte Handelssysteme eingeben. Auch der Handel an
den Märkten der Wiener Börse AG läuft seit einigen Jahren vollelektronisch
– sie ist somit keine Präsenzbörse mehr.
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Was ist die Börse?
Wir spielen die Börse nach!
Drei Schüler treten als Händler auf. Die anderen sind Käufer und
Verkäufer. Jeder und jede erhalten „Spielgeld“, um Aktien zu erwerben.
Spielregeln: Sie funktionieren genauso wie beim Beginn der Börse (siehe
Text). Die Händler legen die Preise fest, die Käufer bieten.
Immer wieder will aber jemand seine Aktien loswerden, um wieder Geld
zu erhalten – er wird zum Verkäufer und bietet seine Aktien einem
Händler an, der sie wiederum an der Börse im Markt platziert.
AKTIEN ZUM HANDLEN
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Was ist die Börse?
SPIELGELD
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