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Bilanz: Jeder erntet nur das, was er sät - AutomatenMarkt

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AutomatenMARKT | Juli 2000 | Praxis
Erfahrungen mit dem neuen Darts
Bilanz: Jeder erntet nur das, was er sät
Pfeile, Scheibe und Spieler. Das ist der Compact-Sport Darts. Wichtig für
Unternehmer: das Gerät. Aber nur Engagement bringt auch den Erfolg.
HB 8, Quattro Dart, Vision Dart. Als Partner des Vereins zur Förderung des
Sportautomaten-Sports (VFS) hat Löwen Entertainment den Markt immer wieder mit
neuen Produkten überrascht. Allerdings ohne, salopp gesagt, den VFS immer damit
zu beglücken. Jetzt setzt Löwen auf das neue Turnier Dart. Wieder eine
Überraschung?
„Darts muss Darts bleiben. Veränderungen, die das antasten, sind unsinnig. Wie
etwa Quattro-Darts oder Bullshooter“, lautet das Kredo der DartsAutomatenunternehmer. Deswegen schwört der VFS aufs Marketing mit dem und
durch das Gerät. Durch Features wie Rangliste, Turniere, Liga und Funspiele. Denn
am Aufstellplatz entscheide sich das Geschäft.
Bei der Entwicklung des neuen Darts hat der VFS Pate gestanden. Seine
Forderungen und Ideen finden sich in dem Gerät wieder. Maßgeblicher Motor seitens
des VFS war und ist der Vorstand.
Einige Unternehmer aus der VFS-Spitze lassen sich jetzt in die Karten schauen: Was
bringt das neue Löwen-Darts in der Praxis, welches Potenzial für ein Darts-Marketing
steckt in dem Gerät? Jeder hat andere Erfahrungen gesammelt, setzt andere
Schwerpunkte.
„Der betriebswirtschaftliche Erfolg eines Gerätes steht und
fällt mit dem Einspielergebnis. Der Parameter Kasse ist für
uns Automatenunternehmer existenziell“, sagt Lothar
Rodermond.
Erst vor ein paar Jahren hat er den elterlichen Betrieb
übernommen, dessen Geschäftsfeld sich auf die GastroAufstellung beschränkt. Der Unternehmer aus Wesel am
Niederrhein hat von Anfang an auf Darts gesetzt. Und in
das neue Turnier Dart investiert.
Lothar Rodermond:
Wir dürfen nicht nur
jammern. Wir
Unternehmer
müssen vielmehr
agieren.
„Wir müssen doch ehrlich zugeben: Selbst gleich bleibende
Kassen sind für uns heute schon ein Gewinn“, klagt er über
die immer noch schlechte Konjunktur in unserer Branche.
„Das neue Turnier Dart aber stabilisiert die Ergebnisse.
Teilweise steigen die Einnahmen sogar.“
Doch Rodermond weiß auch: Der Erfolg kommt nicht allein
vom Gerät!
Darts-Turniere: Marketing gegen das Sommerloch
„Wir Automatenunternehmer sind gefordert. Wir müssen agieren. Löwen-Vorstand
Uwe Christiansen hat Recht, wenn er moniert, dass Jammern über das Geschäft
nichts bringt.“
Mit dem neuen Turnier Dart, sagt er, können Unternehmer aktives Marketing
betreiben. Weil das Gerät die entsprechenden technischen Möglichkeiten biete.
Großen Wert legt Rodermond auf die Turnier-Option. Die in der Software
integrierten Turnierpläne kann der einzelne Unternehmer nach seinen Kriterien und
Erfordernissen konfigurieren.
„Beispiel ist mein Sommerwettbewerb von Juni bis August, also während der
umsatzschwachen Zeiten. Mitmachen darf dabei jeder. Damit nutze ich auch die
Chance, neue Spieler für Darts zu gewinnen. Anreiz zur Teilnahme sind ausgewählte
Preise“, erklärt er.
Die Technik des Turnier Dart macht’s möglich, dass in jeder Kneipe beliebig viele
einzelne Wettbewerbe gespielt werden können. Der Modus wird jeweils vom Wirt
eingestellt. Die Finalisten eines jeden Turniers sowie die beste Dame qualifizieren
sich bei Rodermond für eine separate Endrunde, in der hochwertige Gewinne
ausgeschrieben sind.
Zehn Mark Startgeld fordert der Weseler von jedem Teilnehmer. Die gesamten
Einnahmen eines jeden Turniers werden jedoch zu hundert Prozent an die Spieler als
Preisgeld wieder ausgezahlt.
Wo bleibt da das Plus in der Bilanz für den Automatenunternehmer? Denn zusätzlich
zu den ausgelobten Preisen schlagen außerdem Ausgaben für Werbung, für Poster
und Handzettel zu Buche.
Rodermond rechnet vor: „An 20 Plätzen steht das neue Löwen-Darts. Bei nur vier
Turnieren pro Platz qualifizieren sich also 240 Spieler für die Endrunde. Damit deckt
das Startgeld für das große Finale bereits meine Auslagen.“
Ein neues Darts, ein paar Turniere, und schon stimmt also die Kasse. Ein
Kurzschluss, warnt der Automatenunternehmer.
„Wie früher in den Anfängen des Liga-Spielbetriebs müssen wir wieder in die
Kneipen gehen und Aufbauarbeit leisten. Die Spielerreaktionen auf das neue Gerät
sind durchaus positiv. Doch der Turnierplan muss Dartern wie Gastwirten erklärt
werden. Ohne Hilfestellung trauen sich die wenigsten an dieses neue Feature. Wenn
sie es aber verstanden haben, sind sie begeistert.“
Insbesondere die Resonanz der Gastronomen fällt überaus
postiv aus, hat Horst Gimpel aus Niedergrenzbach
beobachtet. Wie im Betrieb von Lothar Rodermond
focussiert sich seine Gastro-Aufstellung auf Darts. Damit
auf das Spiel in der Oberhessen-Liga, die von etwa 50
Unternehmern getragen wird.
Gimpel: „Der Gastwirt ist ein Schlüssel zum Erfolg. Er muss
die Chancen des Darts für sich und sein Geschäft erkennen.
Deswegen ist für mich als Automatenunternehmer nicht der
Schreibtisch im Büro der Arbeitsplatz. Sondern die
Gaststätte. Basisarbeit in der Kneipe ist insbesondere für
kleine und mittlere Unternehmer unserer Branche
unerlässlich.“
Der Aufsteller aus Hessen verknüpft die Ranglisten-Option
des Turnier Dart mit einem eigenen Marketinggedanken.
Bei seinen jeweils ein bis zwei Monate laufenden
Ranglistenwettbewerben sind Preise zu gewinnen.
Horst Gimpel: Der
Gastwirt ist der
Schlüssel zum
Erfolg.
Aber: „Nur Verzehrgutscheine für das Dartslokal, gestaffelt im Wert von 50, 30 und
10 Mark für die ersten drei Plätze. Das garantiert, dass an meinen Plätzen keine
Spitzenspieler mal eben vorbeikommen, nur um Preise abzusahnen.“
Gimpel hat nichts gegen Darts-Stars. Die brauche der Sport. Ihre Bühne müssten sie
sich jedoch auf den großen Turnieren wie etwa dem Master of Masters, den Löwen
Open oder bestimmten VFS-Turnieren suchen.
„Nur wenn sich meine Spieler in der Kneipe bei den kleinen Turnieren als
Lokalmatador profilieren können, bleiben sie den Pfeilen treu. Weil sie ein positives
Erlebnis haben.“
Möglichst viele kleine Local Heroes wünscht sich der hessische
Automatenunternehmer. Also viele kleine Ranglistenturniere in den Kneipen.
„Das neue Löwen-Darts bietet dazu die Voraussetzungen. Deswegen habe ich in
meiner Aufstellung gleich komplett die alten Geräte gegen neue gewechselt“, verrät
er.
Einer älteren Unternehmergeneration rechnet sich Helmut
Mossyrsch in Eschweiler zu. Mit langer Erfahrung im
Geschäft.
„Man darf sich nicht einfach von der Faszination der
modernen Technik blenden lassen“, meint er.
Ein Gerät würde erst dann seine Vorteile voll ausspielen
können, wenn es am Markt deutlich präsent sei. Also gut
verbreitet.
Helmut Mossyrsch:
Mit dem
Chipkartensystem
hat das Gerät gute
Chancen auf LigaPlätzen.
Da sich Mossyrsch gemeinsam mit 30 anderen
Automatenunternehmern in der größten Liga Deutschlands,
der Aachener Grenzland-Liga engagiert, erhofft er sich
einiges von den Chipkarten des Deutschen
Sportautomatenbunds (DSAB). Über diese Karte identifiziert
das Löwen-Darts den Spieler.
„Wenn das reibungslos klappt, hat das Turnier Dart große
Chancen auf Liga-Plätzen.“
Einmal hat er bereits für ein Turnier auf die Chipkarte
gesetzt. Als er eine Qualifikation für das erste European Come Together Dart
Festival ausgespielt hat.
Sein Fazit zum Marketinginstrument Chipkarte: „Nicht schlecht, aber auch nicht
berauschend. Bessere Ergebnisse lassen sich wohl erst erzielen, wenn alle Darter die
Chipkarte konsequent einsetzen.“
Trotzdem ist er vom neuen Weg überzeugt, den Löwen Entertainment eingeschlagen
hat. Angesichts der schwierigen Marktsituation im Darts sei jede Unterstützung
hilfreich, die mehr Leben in die Gastronomie bringen würde. Doch neue Geräte
müssten finanzierbar sein.
„Und das neue Darts kostet seinen Preis“, merkt er an.
Ebenfalls Qualifikationen für das Dartsfestival in Kroatien
hat Michael Hümpfner (Mayer-Automaten in Sulzthal)
ausgespielt. Wie Mossyrsch an neuen Löwen-Darts. Und für
das Turnier die Möglichkeit genutzt, Ranglisten mit den aus
der DSAB-Liga bekannten Leistungsklassen A, B, C und
Bezirks- beziehungsweise Bezirksoberliga einzurichten. Mit
dem Zuspruch der Spieler ist Hümpfner durchaus zufrieden.
Doch auch der Unternehmer aus Bayern weist ausdrücklich
darauf hin, dass sich Erfolg nicht automatisch einstellt.
„Wir müssen natürlich die Initialzündung geben. Und zwar
nicht einmal, sondern immer wieder. Doch auch für
Spielstätten gilt ja, dass deren Qualität vom Engagement
des Unternehmers und dessen Aktivitäten abhängt“, hebt
VFS-Vorsitzender Hümpfner hervor.
Aber was das Richtige für jedes Unternehmen ist, lässt sich
nicht pauschal beantworten. Sondern individuelle Lösungen
sind gefragt. Und genau darin sieht Hümpfner einen Vorzug
des neuen Turnier Dart.
Michael Hümpfner:
Ich als Unternehmer
muss die volle
Kontrolle über das
Gerät haben.
„Die Technik lässt mir die Chance, das Gerät ganz individuell einzusetzen. Der
wichtigste Pluspunkt ist aber, dass ich als Unternehmer für mein Geschäft immer die
Entscheidung darüber habe, was zu welchen Konditionen am Gerät möglich ist.“
Neue Programme über das Paddle-Board aufzuspielen gestalte sich überdies
unkompliziert. Einfacher als mit dem Laptop. Alternativ könne neue Software auch
vom Server im Betrieb auf das Darts überspielt werden.
„Jetzt wünsche ich mir noch Funspiele von der Industrie. Damit das Gerät up to date
bleibt.“
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Seele and Geist
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