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20120907 - Was sind uns unsere Kinder eigentlich wert

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Was sind uns unsere Kinder eigentlich wert ...
07.09.2012
Manchmal komme ich aus dem Staunen nicht heraus. Ganz plötzlich, so wie vom Himmel gefallen,
entdeckt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, dass zukünftige Rentner schon heute mindestens
2500,- Euro brutto im Monat verdienen müssen, damit sie in 2030 einmal eine Rente erhalten
werden, die gerade über dem Existenzminimum liegt. Dabei ehrt es die Ministerin unabhängig von
ihren taktischen Beweggründen, dass sie es überhaupt riskiert, dieses heikle Thema wieder einmal
hervor zu holen. Denn Blumentöpfe kann man damit schließlich nicht gewinnen, wie wir an den
schnellen ablehnenden Reaktionen ihrer eigenen und auch der anderen maßgeblichen Parteien
festmachen können.
Das Dilemma in der deutschen Rentenpolitik der letzten Jahrzehnte liegt doch darin begründet,
dass alle unsere Politiker über Parteigrenzen hinweg bei diesem Thema regelmäßig den Kopf in
den Sand gesteckt haben. "Die Rente ist sicher", hat der damalige Arbeitsminister Norbert Blüm in
den 1980er und 1990er Jahren im Deutschen Bundestag gebetsmühlenartig wiederholt, obwohl
schon damals alle Abgeordneten wissen mussten, dass unser Rentensystem einmal den Bach
hinuntergehen würde. Keine der Bundesregierungen seit den 1970er Jahren hat den langen Atem
gehabt, der nötig gewesen wäre, ein neues Rentensystem aufzubauen, das der demografischen
Struktur und den Erfordernissen unserer modernen Gesellschaft gerecht geworden wäre.
Ich hätte mich ja schon fast an die Ziellosigkeit der Politiker in entscheidenden Fragen zur Zukunft
unserer Gesellschaft gewöhnt, wenn es mich als vierfachen Vater und Großvater nicht immer
wieder so maßlos ärgern würde, dass wir seit Jahrzehnten unbeirrt auf Kosten der kommenden
Generationen leben. Die aktuelle Rentensituation ist doch nur ein Beispiel von vielen für unser
ständiges Fehlverhalten. Wir vergiften die Umwelt, wir verschulden uns ohne jedes Maß, wir
vergeuden gedankenlos Energie, wir verpulvern nicht nachwachsende Rohstoffe und wir bauen
uns lieber ein schickes Konzerthaus (siehe Musikzentrum Bochum), anstatt mit diesem Geld erst
einmal an der Basis dafür Sorge zu tragen, dass unsere Kindern und Kindeskinder überhaupt eine
Bildung erhalten, die zu einem späteren Konzertbesuch anregt.
Natürlich muss jeder bei sich selbst im Kleinen beginnen, wenn wir den nachfolgenden Generationen ein liebenswertes Land und eine lebenswerte Gesellschaft hinterlassen wollen. Aber ohne
steuernde und unterstützende Maßnahmen aus der Politik verpuffen die Aktionen Einzelner
wirkungslos. Und die Zeit ist inzwischen so reif, dass unsere Politiker nicht nur ein bisschen gegen
die Entwicklung steuern, sondern das Ruder ziemlich heftig herum reißen müssen. Das ist ihre
Aufgabe, - genau da liegt ihre Verantwortung, - und genau dafür sind sie von uns gewählt worden.
kpEschert: Was sind uns unsere Kinder eigentlich wert …
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Aber unsere Politiker haben schon immer gerne nur bis zum nächsten Wahltermin geschaut, - da
will man es sich durch unpopuläre Entscheidungen ja nicht mit den potentiellen Wählergruppen
verderben.
Was sind uns unsere Kinder und Kindeskinder eigentlich wert?
Diese gesellschaftliche Grundsatzfrage gilt es zu klären, - damit unsere Kinder und Kindeskinder
sich heute schon ein Bild darüber machen können, wie sie uns im Alter später einmal behandeln
wollen.
Ich heiße Klaus-Peter Eschert, wohne in Bochum und bin gesellschaftlich und kulturell in vielen Dingen interessiert. Ich sehe meinen
Blog als Ersatz und Ergänzung meiner Leserbriefe, die ich in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig an diverse Magazine und
Zeitschriften geschrieben habe. Außerdem bietet mir mein Blog die Möglichkeit, meine Tweets in Twitter textlich zu ergänzen, weil
140 Zeichen für komplexe Sachverhalte manchmal doch etwas wenig sind ...
-- www.kpEschert.blogspot.de -– www.twitter.com/kpEschert --- www.eschert.de
Ich bin in keiner politischen Partei Mitglied und habe auch keinen Ehrgeiz, mich an eine Partei zu binden oder sogar darin hoch zu
dienen. Mich ärgert sehr die ständige Anonymität im Internet, unter der Meinungen und persönliche Angriffe publiziert werden,
ohne dass der Verfasser dazu stehen muss. Deshalb ist mein Bloggerprofil auch so ausführlich geraten. Meine Hobbies sind zurzeit
Geocaching, Radfahren und abendliches Twittern. Darüber hinaus beschäftige ich mich seit der Geburt der Enkeltochter auch
wieder verstärkt mit meiner Familiengeschichte und der Suche nach meinen Vorfahren. Mein Herz gehört seit mehr als 40 Jahren
neben meiner Familie dem VfL Bochum 1848 e.V., bei dem ich auch Mitglied bin.
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Seele and Geist
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